Selenskij: „Die Zukunft ist bereits an der Front – und die Ukraine gestaltet sie“ 

In der „Killzone“ werden in Russland und der Ukraine Straßen in und außerhalb von Ortschaften mit Netzen eingehüllt. Bild: mod.gov.ua

 

Die sich immer weiter verbreitende Todeszone an der Front zwischen den russischen und ukrainischen Truppen wird Tag und Nacht kontrolliert von Überwachungs- und Kamikaze-Drohnen. Sie verhindern größere Truppenbewegungen und den Einsatz von schweren und großen Fahrzeugverbänden wie Panzern. Auch einzelne Soldaten oder kleine Gruppen können sich nur in der Nacht oder bei schlechtem Wetter unter hoher Gefahr bewegen. Versorgung oder Abtransport von Verletzten und Toten etc. wird zunehmend mit Bodenrobotern geleistet, die aber auch bewaffnet Kampfeinsätze ausführen können.

Es erscheint kurios, dass in einem Hightech-Krieg so primitive Mittel wie Netze zu einer wirksamen Schutzmaßnahme zumindest vor kleineren Drohnen werden können, während Bodenroboter wie größere Fahrzeuge durch Gräben, Minen und andere physische Barrieren wie Drachenzähne abgewehrt werden können. Das könnte in Zukunft dazu führen, dass humanoide Roboter am Boden eingesetzt werden. Erste Versuche werden angeblich bereits gemacht (US-Firma testet humanoide (Kampf)Roboter in der Ukraine).

Schutzmaßnahmen für einen Leopard-Panzer.Bild: Oboronka

Gegen kleinere FPV-Drohnen, die an der Front eingesetzt werden, sucht man vor allem Straßen, aber auch Gebäude, Infrastruktur  und Teile von Städten durch Netze zu schützen, während die Soldaten in befestigten Unterständen und Bunkern verharren. Im Frontgebiet der Ukraine wurden bereits Tausende von Kilometern mit Netzen überzogen. Bis Ende des Jahres sollen weitere 4000 km Straßen durch Netze abgedeckt werden. Militärische Fahrzeuge sind trotzdem oft noch einmal durch teils bizarre Panzeraufbaubeuten und Käfige geschützt, so dass die Netze von sieben Meter hohen Masten gehalten werden. Netze werden immer wichtiger, weil die Todeszone weiter reicht und bislang relativ sichere Regionen zu Jagdgebieten werden. Nämliches geschieht auf russischer Seite. Selbst Tanks in Öldepots werden mit Netzen eingefasst, was aber natürlich nichts nützt, wenn größere Drohnen oder Raketen einschlagen.

Da immer mehr Drohnen zum Schutz vor Jammen über dünne, kilometerlange Glasfaserkabel gesteuert werden, überziehen Landschaft, Dörfer und Städte ein Geflecht von diesen glänzenden Kabeln.

Liman, eingesponnen in ein Netz aus Glasfaserkabeln von Drohnen. Bild: ab3.army

Vor dem Besuch in Berlin und seiner Tour durch andere europäische Hauptstädte, um Gelder, Waffen und Rüstungskooperationen einzusammeln, hat der ukrainische Präsident in der Ukraine hergestellte Waffen mit einem Video angepriesen. Das geschieht im Rahmen einer Kampagne, die den Eindruck erwecken soll, dass die Ukraine militärisch erfolgreich sei, um Unterstützung für Waffen und Geld einzufordern, und den Krieg zu verlängern. So wird seit einiger Zeit behauptet, die ukrainischen Truppen seien dank der Drohnen so gut geworden, dass mehr russische Soldaten getötet würden, als Russland rekrutieren könne (Selenskij: „Die Russen verlieren mehr Männer auf dem Schlachtfeld, als sie rekrutieren“). Dazu wird auf kleinere Erfolge an der Front verwiesen und auf die Angriffe auf russische Ziele. Die Kampagne, ungeachtet ihrer Wahrheit, verfängt bei westlichen Regierenden wie Bundeskanzler Merz, der beim Treffen mit Selenskij verkündet hat: „Russland sollte diesen Krieg so schnell wie möglich beenden. Russland hat keine Chance, ihn zu gewinnen.“ (Merz: „Wir unterstützen die Bemühungen der Ukraine, die Ausreise wehrfähiger Männer zu reduzieren“) Die angebliche Schwäche der Russen versuchte Selenskij auch am Freitag weiter zu verbreiten: „Das hohe Tempo bei der Eliminierung der Besatzer hält auch im April an. Den Russen gelingt es nicht, an der Front die Initiative zu ergreifen, und das ist entscheidend.“

Dem widerspricht allerdings immer wieder, dass bei den stattfindenden Austausch von Leichen ein krasses Ungleichgewicht zuungunsten der Ukraine herrscht, wenn stets nur ein paar Dutzend Leichen von Russen gegen 1000 von Ukrainern übergeben werden, zuletzt waren es am 9. April 41 gegenüber 1000. Die zuständige ukrainische Behörde, das Koordinierungshauptquartier für die Behandlung von Kriegsgefangenen (KSHPPV), erwähnt die Zahl der ausgetauschten Leichen russischer Soldaten regelmäßig nicht, in Russland wird auf das Verhältnis natürlich verwiesen.

Von Selenskij beworbener Kampfroboter. Bild: x.com/ZelenskyyUa/

Selenskij warb im Verweis auf die Straße von Hormus damit, dass die Ukraine gezeigt habe, maritime Sicherheit garantieren zu können. Überhaupt sei die Ukraine an „Erfahrung, Fachwissen und Technologie“ militärisch bedeutsam: „Die Zukunft ist bereits an der Front – und die Ukraine gestaltet sie.“

Damit meinte er nicht die (Langstrecken)Drohnen, die er natürlich ebenfalls anpries („Es geht um Gerechtigkeit, die das Böse überall auf der Welt aufspüren wird“), sondern die Bodenroboter. Und er unterstrich dies mit einer Geschichte, die er aber weder belegte noch konkretisierte, die aber zeigen soll, dass die Ukraine technische Durchbrüche erzielt: „Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Krieges wurde eine feindliche Stellung ausschließlich durch unbemannte Plattformen – Bodensysteme und Drohnen – eingenommen. Die Besatzer ergaben sich, und die Operation wurde ohne Infanterie und ohne Verluste auf unserer Seite durchgeführt.“ In nur drei Monaten in diesem Jahr hätten die unterschiedlichen ukrainischen Bodenroboter 22.000 Missionen ausgeführt und damit Menschenleben geschützt.

Russische Soldaten ergeben sich ukrainischen Roboters. Screenshot aus dem Video von Deut ex Machina

Was Selenskij nun als Werbegeschichte auftischte, bezieht sich auf ein angebliches Ergebnis im Juli 2025. Die Einheit Deus ex Machina („Die weltweit erste Kompanie bodengestützter Roboterangriffssysteme gehört zum Korps“) der 3. Angriffsbrigade, ein Freiwilligenverband von Asow, Kommandeur ist Andriy Biletskiy, meldete damals einen angeblich historischen Erfolg. Nachdem feindliche Stellungen in der Region Charkiw zweimal vergeblich angegriffen worden seien, hätten Kamikaze-Drohnen den Unterstand zerstört. „Der nächste (Boden)Roboter näherte sich bereits dem zerstörten Unterstand, als der Feind, um einer Sprengung zu entgehen, die Kapitulation erklärte. Die überlebenden Besatzer wurden von den Drohnen zu unseren Linien gebracht und vorschriftsmäßig gefangen genommen.“

Es handelte sich nach dem veröffentlichten Video um zwei russische Soldaten, die sich in dem von Drohnen angegriffenen Unterstand aufhielten und sich ergeben haben – natürlich nicht den Drohnen, sondern den Piloten. Da sich Selenskij auf den Vorfall im Juli 2025 bezog, scheint es seitdem zu keiner Wiederholung gekommen zu sein, obgleich ukrainische und russische Truppen vermehrt Transport- und Kampfroboter einsetzen. Das Szenario zeigt, dass beim Einsatz von Drohnen und Bodenrobotern eine Koordination im Sinne einer Schwarmsteuerung notwendig ist. Bislang dürfte es so sein, dass jeder Kampfroboter eigens von einem Menschen gesteuert wird. Das dürfte bei Bodenrobotern auch noch länger der Fall sein, wenn diese nicht auf Straßen oder Wegen, sondern im Gelände mit zahlreichen Hindernissen unterwegs sind.

Der Trend wird sein, mit der Vergrößerung der Reichweite zur Steuerung von Robotern die Menschen weiter hinter die Front bzw. die Killzone zu verlegen und vordere Stellungen mit Roboter zu besetzen, so dass Kampfroboter die erste Verteidigungslinie und die erste Angriffswelle ausmachen. Dazu müssen die Roboter weitgehend mit KI ausgestattet sein und autonom agieren können. Man könnte sich fragen, was Roboter machen, wenn sie aufeinandertreffen und der einen Seite droht, vernichtet zu werden. Wird es Roboter geben, die kapitulieren? Und solche, die dies akzeptieren? Und Situationen, in denen Kapitulation nur vorgegeben wird? Oder wird gekämpft bis zur Vernichtung? Und wird das das Ende des „Fleischwolfs“ sein, wenn intelligente Maschinen einander bekämpfen? Wie die aktuellen Kriege zeigen, verschwindet das Hinterland und wird auf beiden Seiten zunehmend zum Kriegsgebiet und zum „totalen Krieg“ mit weitreichenden Drohnen und Raketen.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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60 Kommentare

  1. Die werden uns alles nehmen.
    Bis 2030 werden bewaffnete Drohnen über unseren Köpfen fliegen.
    Und Termolo hat anscheinend kein Problem mit „Off-Tpoic“!

  2. @Termolo: Meine Güte, es geht hier um das Thema Ukraine, verdammt noch mal!!
    Ihr elendiges Gespamme mit Ihrem Gaza-Ticker trägt zusätzlich zum Niedergang des Forums bei.

    1. Ich empfinde die Beiträge von Termolo nicht als Spam, schon gar nicht angesichts der Tatsache, dass ja hier jetzt von „Killzone“ die Rede ist. So eine Killzone ist nun einmal der Gaza-Streifen und das Westjordanland.

    2. Es ist in der Tat nervig aber es ist kein Spam im eigentlichen Sinne des Wortes. Und an sich von der Intention her auch verständlich, denn das Thema wird weitgehend totgeschwiegen, jetzt kommt ja noch der Südlibanon dazu wo Israel die ebenfalls Taktik der verbrannten Herde anwendet. Viel konsequenter als es die Wehrmacht jemals getan hat.

    3. @jemp1965
      Wieso klappt doch; der Forist ist doch schon wieder verschwunden! Mich würde interessieren, wie RDL seinen KI-Moderator-Agent eingestellt hat: max toxicity-score, insult-score, identity und inflammatory score, bestimmte trigger-words und von welchem score an automatisch gelöscht, ab welchem der Kommentar dem Moderator vorgelegt wird. Manche KI-Agents kann man sogar darauf trainieren, dass , die Kommentare „beim Thema bleiben“.
      Praktisch sowas, nimmt viel Arbeit ab.

  3. Eigentlich hat Russland nun nur noch die Möglichkeit, Infrastruktur wie Brücken und Bahnlinien zu zerstören, und Enthauptungsschläge durchzuführen und Verwaltungsinstitutionen zu vernichten. Das müsste zum raschen Zusammenbruch der Ukraine führen. Ohne Enthauptungsschläge funktioniert heutzutage kein Krieg mehr.

    1. Mit Enthauptungsschlägen aber auch nicht, wie das Beispiel Iran zeigt. Und der Krieg in der Ukraine wird keinen Gewinner kennen.

    2. Man würde für US Gefolgschaft Vorwand liefern in der Ukraine ein zu marschieren und so den Belagerungsring um die RF enger ziehen, deshalb rückt das Militär nicht schneller und weiter vor als irgend möglich

    3. Funktioniert ja im Iran so wunderbar … (Ironie off)
      Wie wäre es, den Kriegstreibern die Hörigkeit zu verweigern, denn die sind in der Regel selbst nie im Schützengraben anzutreffen. Im Krieg metzeln sich Menschen, die sich gar nicht kennen, gegenseitig nieder im Interesse jener hohen Herren, die sich sehr wohl sehr gut kennen …

  4. Der Einsatz von neuer Waffentechnik in Kriegen hat den Anteil an verletzten oder getöteten Zivilisten nicht verringert, sondern eher erhöht. Beim Einsatz von KI ist kaum davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung umkehrt. Vielmehr ist zu befürchten, dass sich das Verhältnis weiter zuungunsten von Unbeteiligten verschiebt. Dafür sprechen Fehlinterpretationen durch KI, die psychologische Distanz derer, die sie einsetzen, sowie die Tatsache, dass Kämpfe vermehrt in der Nähe ziviler Lebensräume geführt werden. Zudem werden Kriege durch neue Technologien oft intensiver und länger. Dass das Töten und Verstümmeln von Menschen elementarer Bestandteil von Krieg ist, wird sich durch den Einsatz von KI kaum ändern – im Gegenteil: Die Technologie könnte diese Dynamik sogar verstärken.

    1. Zack15
      Was will man von Quisling-Politikern anderes erwarten als das
      s sie unser Geld in der Ukraine verballern, zunächst junge Ukrainer aus europäischen Ländern und später die eigene Jugend in den Fleischwolf zu werfen?

  5. Haben die jungen Männer das Glück eingezogen und in sicheren Bunkern Befehle
    an die letzten Drohnen absetzen zu dürfen, werden die nicht mehr so jungen Dirnen
    beim Versuch etwas Essbares zu finden von feindlichen Roboterpanzern überrollt.
    (endlich mehr als 100 Worte, puh!)

  6. Die brennende Ölinfrastruktur dürfte Putin und Kleptokraten wesentlich härter treffen.
    Die selbe Strategie hat auch den deutschen Faschismus besiegt.

    1. Was für ein Blödsinn! Die Bomber vor allem der RAF haben schon relativ früh weder Öl-Lager noch militärisch relevante Ziele angegriffen. Nur noch die Zivilisten, indem sie die Innenstädte ausradierten. In dem Punkt ähneln sie den ukrainischen Faschisten von heute. Wie sollen die eigentlich besiegt werden? Indem man ihnen Waffen und Geld ohne Ende liefert?

    2. Die Zerstörung der militärisch relevanten „zivilen“ Infrastruktur des Feindes ist jetzt nicht so eine außergewöhnliche Strategie. In WK II haben die Deutschen allerdings häufig davon abgesehen die feindlichen Öl- und Raffineriekapazitäten zu zerstören, da sie die nach der Okkupation selber nutzen wollten. Die Alliierten dagegen waren da anders drauf. Allerdings war das nicht die Hauptursache, dass Nazideutschland den Krieg verloren hat.

      Die Raffineriekapazitäten der Ukraine werden durch Russland empfindlich reduziert. Das trifft die Ukraine weit järter als die Wespenstichaktionen der Ukrainer die Russen. Ob mit anhaltender Ölkrise weiterhin Treibstoff aus Mittel-/ Osteuropa in die Ukraine fließt und damit das Land und sein Militär am Laufen hält, darf bezweifelt werden. Ein Sieg der Ukraine wird auch damit immer unwahrscheinlicher.

  7. Falls es einmal intelligente Kampfmaschinen geben solle, werden sie es dabei belassen die Siegeswahrscheinlichkeit zu berechnen.
    Ich fürchte jedoch, dass es keine intelligenten Kriegsautomaten geben wird und sie lediglich dafür da sein werden, die gegenseitige Schadensbilanz in die Höhe zu treiben.

  8. Der Ukrainekrieg ist eine riesige Geldmaschine für Opportunisten jeglicher Couleur. Drohnenstartups sprießen wie Giftpilze aus dem Boden und gefährden nicht minder ihre Umgebung, werden sie doch ungeachtet ihres Wirtslandes von Russland als legitime militärische Ziele erachtet. Da passen auch die humanoiden Kampfroboter gut ins Bild, so manch ein reicher (Ami-)Investor wird da wohl an den Terminator denken und wenn es im Film klappt, warum dann nicht in echt?
    Wäre natürlich nur das Problem, dass die humanoide Form evolutionär für das Überleben in der Savanne optimiert ist und für einen modernen Krieg eher zweckentfremdet wird. Aber bezahlt ist schließlich bezahlt. „Schlimm“ wird es wohl auch für die konservativeren Drohnen kommen. Ich vermute, eine billige Technologie, die sie neutralisiert, ist nicht mehr weit. Möglicherweise wird es so etwas unglamouröses sein, wie ein aus großer Höhe versprühtes Netz aus klebrigen Spinnenfäden – wer weiß.
    Merz allerdings scheint eine höchstgefährliche und wahnwitzige Wette eingegangen zu sein: Nämlich auf die Eroberung der russischen Rohstoffe. Nur damit wäre die nunmehr in Staatsvernichtung ausufernde Verschuldung und Deindustrialisierung überhaupt noch „wirtschaftlich“.
    Doch ein Faktor wird aus all diesen Milchmädchenrechnungen stets geflissentlich und wohl dem Glauben an die eigene Propaganda stets ausgeblendet, nämlich der nukleare. Würde nämlich nur eines der genannten Ziele auch nur annähernd in den Bereich des möglichen rücken, wären die Pilze, die in Deutschland aus dem Boden sprießen nicht die von Drohnenstartups, sondern die atomarer Explosionen.

    1. Doch ein Faktor wird aus all diesen Milchmädchenrechnungen stets geflissentlich und wohl dem Glauben an die eigene Propaganda stets ausgeblendet, nämlich der nukleare. Würde nämlich nur eines der genannten Ziele auch nur annähernd in den Bereich des möglichen rücken, wären die Pilze, die in Deutschland aus dem Boden sprießen nicht die von Drohnenstartups, sondern die atomarer Explosionen.

      Gut dass ich Ihren Beitrag bis zu diesem Schluss zu Ende glesen habe: Damit ist er nicht nur richtig, sondern auch vollständig, und es gibt nur wenig bis nichts hinzuzufügen.
      Die Christen Merz und UvdL sollten eventuell mal einen Blick auf Russlands aktuelle Nukleardoktrin werfen.
      Diese sieht zwar m.W. (im Ggs. zur US-Doktrin) keine bergrenzten Erst-Schläge vor, aber man sollte sich mal den Passus genauer durchlesen, wann Russlan sich in in seiner Existenz bedroht sieht.

  9. Seit 4 Jahren gewinnen die Russen diesen Krieg und ganz plötzlich merkt sogar Overton das Russen-PR nachbeten nichts mit der Realität zu tun hat.
    Putin opfert seit 4 Jahren Hunderttausende obwohl er diesen Krieg strategisch schon lange verloren hat. Der Zar macht jetzt aus einem einzigen Grund noch weiter. Sein Regime stürzt unter Umständen wenn er die Niederlage zugibt.

    Also wird es so weitergehen und Putin wird auch die nächsten Jahre noch mal ein paar Hunderttausend opfern.
    Und hier wird sich auch nichts ändern, im Overtonforum, für alle bleibt Putin der große Held und wenn er Russland an die Wand gefahren hat, werden die selben Typen behaupten, dass sie es schon immer gewusst haben.

    1. Mit den Mulit-Accounts der NAFO-Troll-Armee könnt ihr künftig das Forum hier nach Belieben beherrschen,. Noch ein Grund, hier abzuhauen, wenn sich nichts an der unsinnigen 3-Kommentare-„Regel“ ändert.

      1. „3-Kommentare-Regel“

        Die 3-Kommentare-Regel bedeutet nicht, dass Sie werter @Elberadler 3mal kommentieren können.
        Das bedeutet nur, dass Sie höchstens 3 Textvorschläge zur Kontrolle und Prüfung vorlegen dürfen.

        1. Attlee

          Richtig! Ganz genau so ist es. Danke für die Klarstellung.

          Habe das selbst schon mehrfach leidvoll erfahren müssen. Von 3 eingereichten Kommentarvorschlägen blieben am Ende mehrmals 0 (in Worten: Null).

          Bei kurzen Kommentaren mit wenigen Zeichen scheint nach meiner Erfahrung die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Beitrag sofort durchgeht. Aber je mehr Zeichen ein Kommentar umfasst, umso sicherer wird er der Prüfung „zugeführt“. Ab etwa 1000 Zeichen liegt die Wahrscheinlichkeit bei 100%.

          Zudem scheinen je nach Beitrag nun manche Foristen bereits von vornherein ausgeschlossen werden können, da wird dann einfach apriori kein Beitrag überhaupt angenommen.

      1. Russland hat seine besten Kunden in Europa verloren.
        Russland ist im Import und Export China vollkommen ausgeliefert. China diktiert die Preise nach belieben. Nach dem Krieg wird Russland nur noch ein Anhängsel der Chinesen sein.

        Die Grenze zur NATO hat sich mit der Mitgliedschaft von Schweden und Finland noch mal enorm verlängert.
        Syrien und Armenien sind als Putins Verbündete ausgefallen. Russland hatte keine Ressourcen übrig zur Unterstützung. In Venezuela ging es auch ins Auge. Immerhin bleiben noch Diktaturen im Iran und in NK.

        Waffenexporte der Russen fallen seit 4 Jahren aus, weil das Material in der Ukraine gebraucht werden. Waffenexporte sind auch immer Außenpolitik. Die russische Kunden müssen sich jetzt eben andere Lieferanten suchen. Und damit gehen auch Abhängigkeiten gegenüber Russland verloren.

        Russland verkauft das Tafelsilber, den Wohlstandsfonds, inzwischen kommt das Gold unter den Hammer. Der Wohlstand einer ganzen Generation wird im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert.

        Das „Brudervolk“ in der Ukraine wurde durch Putin zum Erzfeind aufgebaut. Ich bin eigentlich froh, dass D den Erzfeind F vor 80 Jahren abgelegt hat. Manche sehen aber darin einen Erfolg genau das Gegenteil zu erreichen. Von mir aus, ich muss die Meinung ja nicht teilen.

        Und was steht auf der Habenseite?
        Das flächenmässig größere Land der Erde hat ein paar qkm Land erobert.

        Ja, das ist eine krachende strategische Niederlage, weil Russland nach dem selbst begonnenen Krieg schlechter dasteht als zuvor.

        1. All das, was Sie auflisten, waren aber keine strategischen Ziele. Die Ziele hat Putin im Februar 2022 klar formuliert und -übrigens- davon bis heute keinen Millimeter abegrückt:

          1) „Entnafizierung“ -also die Beseitigung der Selenskyj-Regierung und Installierung einer prorussischen Puppet-Regierung.

          2) „Entmilitarisierung“ -also die Auflösung des Armee auf dem Territorium der Ukraine.

          Von beiden Zielen steht Putin genauso weit entfernt wie im Februar 2022, aber alles, was Sie auf der Negativseite der bisherigen Kriegsbilanz, aufgelistet haben, ist als zusätzliche Last hinzugekommen,

        2. Russland ist im Import und Export China vollkommen ausgeliefert. China diktiert die Preise nach belieben.

          Nach den geostrategischen US-Geniestreichen der letzten Wochen ist es inzwischen wohl eher genau umgekehrt!

        3. „Russland ist im Import und Export China vollkommen ausgeliefert. China diktiert die Preise nach belieben. Nach dem Krieg wird Russland nur noch ein Anhängsel der Chinesen sein.“

          Das kann man erst wissen, wenn der Krieg vorbei ist.
          China steht ja ebenfalls auf der Speiseliste der USA, da machte es Sinn sich Partner zu suchen, die das
          Menue etwas schwer verdaulich machen.
          Russlands Tafelsilber und die Goldvorräte sind noch intakt,
          die Staatsverschuldung liegt lt IWF
          18% des BIP, im Vergleich mit den G20 Ländern. Ich mache mir um Russland und China keine grossen Sorgen, die sollten sich allerdings eher die Amerikaner und die EU-Bürger machen.
          Was den Krieg Russland/Ukraine angeht, da bin ich mir ganz sicher, wären die USA der Gegner, würde Kiew schon lange in Trümmern liegen
          Und Selenski womöglich Opfer eines Regime Changes.

          1. Man kann sehr viel daraus lernen, wenn man den NATO-Propagandisten bei der Arbeit zusieht. Daran soll man u.a. die strategische Niederlage der FR erkennen: „Russland ist im Import und Export China vollkommen ausgeliefert. China diktiert die Preise nach belieben. Nach dem Krieg wird Russland nur noch ein Anhängsel der Chinesen sein.“
            Seine ‚Realität‘ hat das Argument allein in den bemühten Versuchen der NATO-Spindoctors irgendwie Zwietracht in das Bündnis China/Russland hinein zu interpretieren oder gar hinein zu bringen. Tatsächlich sind die beiden auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen, was günstige Lieferpreise für Energie-Rohstoffe z.B. ohne weiteres begründet und umgekehrt garantierte Einkünfte generiert, die die NATO-Fans andernorts bitterlich beklagen. Gar nicht zu reden von den kriegswichtigen Industrie-Importen der RF, die man von seinem Partner her bezieht.
            Nachdem es sich als völlig aussichtlos erwiesen hat, dieses in strategischer Hinsicht durchaus symbiotische Verhältnis der beiden Großmächte, zu zersetzen, nutzt man nun diesen kläglich verhungerten ‚Spaltpilz‘ wenigstens in einer Art Zweitverwendung, um wenigstens mit dem heimischen Publikum das Dauermantra ‚Russland kaputt‘ einzuüben. Vielleicht findet man ja auch in der prowestlichen Russen-Diaspora drei oder vier Einfaltspinsel, die das überzeugt. Derartige ‚Argumente‘ sind anscheinend das Beste, was die Nachplapperer der westlichen Wertegemeinschaft zu bieten haben in ihrer Zuversicht auf die jeden Moment zu erwartende ‚peremoha‘, während ihre Länder der schon vor dem Krieg schändlich verwahrlosten Ukraine immer ähnlicher werden…

        4. Die Vernichtung Chinas als Konkurrenz ist das große langfristig geplante Ziel bestimmter USA-Eliten. Dazu muss zuerst Russland ausgeschaltet werden. 2000 und 2005 in Bratislava wurde vom Westen offiziell verkündet, wie man mit Russland zukünftig umgehen wird. Osterweiterung der NATO bis an die Grenzen Russlands, rausschmiss der Russen aus dem schwarzen Meer, Militärstützpunkte der NATO auf der Krim usw. Nach Putins- Ablehnung eines Milliardenangebotes, gemeinsam mit den USA und der NATO gegen China vorzugehen, konnte man erkennen was die Zukunft bringen wird. Die westliche Übernahme der Ukraine, begonnen Ende der 90er Jahre mit der brutalen Ausschaltung russlandfreundlicher Politiker in der Ukraine war dann der Anfang. Setzte sich dann mit Putsch, Bürgerkrieg, Krieg bis heute fort. Die totale Verschuldung Deutschlands dafür ist ein Beweis, dass Deutschlands Eliten immer noch von US- Eliten gesteuert werden. Für die Zukunft erhoffe ich nichts, denn man wird Deutschland gegen Russland bis zur eigen Vernichtung aufhetzen. Atomares Niemandsland von Spanien bis Moskau wird kommen, so der US- Bürger Edgar Cayce. Viele Deutschen haben nicht kapiert wohin die Reise geht.

        5. Jeden einzelnen Punkt deiner Träume zu debunken würde hier den Rahmen sprengen. Ich denke ein Punkt genügt. Nehmen wir zum Beispiel dashier:

          Waffenexporte der Russen fallen seit 4 Jahren aus, weil das Material in der Ukraine gebraucht werden.

          Russland ist heute der drittgrößte Rüstungsexporteur der Welt.
          Derzeit beläuft sich das maximale Auftragsvolumen aus bereits unterzeichneten Verträgen auf die Rekordhöhe von 70 Milliarden Dollar.

          Denis Manturov, Erster Stellvertreter des Vorsitzenden der Regierung der Russischen Föderation: „Bis 2022 belief sich das maximale Auftragsvolumen auf 55 Milliarden Dollar. Heute liegt der Rekord bei 70 Milliarden Dollar für bereits unterzeichnete Verträge. Ich denke, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, denn die im Rahmen der speziellen Militäroperation erprobte Technik verkauft sich von selbst.“

          https://dzen.ru/a/aWUp_hD7VhuwQA0i

    2. Kann es sein, dass Sie overton mit der telepolis seit Harald Neuber verwechseln?
      Wenn die Rolle „des Westens“ an der Eskalationsspirale hier eher im Zentrum der Kritik steht, dann deswegen, weil „wir“ im „Westen“ leben und von der EU-Kriegspolitik mit in Geiselhaft genommen werden. Wir wählen ja direkt oder indirekt jene, die UNSER Steuergeld in Kriegen vernichten, das dann bei Gesundheit, Soziales, Bildung, Umweltschutz usw. fehlt.
      Auf Russland haben wir viel weniger Einfluss. Ohne einen guten Deal seitens der EU gibt es leider noch wenig positiven Anreiz Russlands aus der selbst mit aufgebauten Kriegsfalle auszubrechen. Die „schwarze Pädagogik“ des Strafens, für doch eher zum „Rally-’round-the-Flag-Effekt“, zum trotzigen „jetzt erst recht“.
      Daher auch der Spruch, man möge zuerst vor der eigenen Haustüre kehren, bevor man „die Anderen“ kritisiert.

  10. “It becomes self-aware at 2:14 a.m. Eastern time, August 29th” !
    Denn die KI ist schwer auf dem Vormarsch und alles bibbert schon in den Softwareklitschen vor ihrer Fähigkeit Schwachstellen verpennter Programmierer zu finden und die ganze Mannschaft dann auch noch gleich zu ersetzen.
    Dann machts ja auch nichts mehr aus wenn sie anfängt, die Leute die man dann ja an die Front schicken kann plus alle Anderen zu killen.
    Eventuell, aber nicht sicher, wird das den Überlebenden eine Lehre sein.
    Wahrscheinlich aber nicht…

  11. Es gibt übrigens eine enorm wichtige Entwicklung, die in den deutschen Mainstreammedien komplett ignoriert wird und angesprochen werden muss. Nachdem Merz eine offene militärische „produktionspartnerschaft“ mit der Ukraine eingegangen ist, hat Russland die entsprechenden Produktionsstätten auch in Deutschland erstmals zu legitimen Zielen erklärt. Konkret hat das russische Verteidigungsministerium mehrere Adressen möglicher Angriffszielen veröffentlicht, drei davon in Deutschland. Ein einmaliger Vorgang, der in Deutschland auffällig vertuscht wird, vermutlich, um mögliche Proteste zu verhindern – wer will schließlich eine fehlgeleitete Patriot im Garten? Die Strategie der Bundesregierung wird jedenfalls immer mehr zum Sicherheitsrisiko der eigenen Bevölkerung.
    https://www.euronews.com/my-europe/2026/04/16/potential-targets-moscow-releases-data-about-european-firms-making-drones-for-ukraine

    1. Deutsche Ziele (allein auf die Waffenproduktion bezogen) sind München, Schrobenhausen und Düsseldorf. Dazu kommen noch strategische Ziele wie Ramstein, Wiesbaden und Stuttgart.

    2. Manchen Leuten fällt es schwer, sich in den Kopf des Gegners zu versetzen. Dabei ist es nur logisch, dass jeder Geld- und Waffenlieferant des jeweiligen Feindes ein Ziel darstellt, das man allzugern vernichten würde. Das Hindernis für die Russen ist dabei schlicht die konventzionell weit überlegene Nato, der man nur durch eine atomare Überlegenheit beikommen könnte – und wer will schon einen Atomkrieg riskieren?

      Andererseits gestaltet sich die Nato zunehmend als bedrohliche Kriegspartei, die sich auf einen zukünftigen Krieg gegen Russland vorbereitet, die Ukraine massiv unterstützt und erheblich aufrüstet. Aber was bezweckt man mit der ukrainischen Unterstützung? Was genau sind denn dabei die gewünschte Ergebnisse, oder anders gefragt, was genau soll erreicht werden? Eine freie Ukraine im Verbund mit der Nato und der EU, die von Feindschaft geprägt dann zum zentralen Waffenlager des Westens als militärische Festung ausgebaut wird, um dauerhaft kriegsfähig zu bleiben – mit dem Ziel irgendwann auch das unfreie Russland zu befreien?

      Ein Ziel des Westens ist bekanntlich Russland so zu schwächen, dass es nicht mehr in der Lage ist uns zu schaden. Die wirtschaftliche Puste soll ihm ausgehen, dann kann es sich keine militärischen Abenteuer mehr leisten – wobei Russland ohnehin kein wirtschaftlicher Riese ist. Vielleicht darf man aber Wirtschaft nicht nur in Produktionszahlen und Kapitalvermögen messen, sondern eben auch an jenen Werten die die vorhandenen Bodenschätze darstellen. Dann sieht die Sache etwas anders aus. Der wirtschaftlich dominante Westen in Europa ist halt rohstoffarm und somit von anderen Verbündeten wie den USA abhängig und auch die ist nur mittelbar in der Lage den europäischen Bedarf zu decken.

      Wie man sieht, wird ein Sanktionkrieg geführt, um Russland vom Rohstoffhandel abzuschneiden. Gleichwohl bedeutet das, dass die Preise für Rohstoffe hochgetrieben werden. Durch den neuen Konfliktherd gegen den Iran, wird deutlich, dass man sich eine derartige Situation auf Dauer nicht leisten kann. Geld verliert zunehmend seinen Wert durch explodierende Rohstoffpreise. Was nützt eine noch so schöne Produktionsstätte ohne die notwendige Energie, die die Maschinen in Betrieb setzen? Zwischen den USA und Russland liegt somit das austrocknende Europa, wobei Deutschland seine Rettung in Wind und Sonne sieht, was nur eine zufällige von der Natur bestimmte Nutzung ermöglicht, solange keine kostengünstigen und effektiven Energiespeicher verfügbar sind. Selbst bei dem Einsatz von Kernkraft braucht man den notwenigen Brennstoff – und den liefern häufig die Russen.

      Somit stellt sich die Frage, wem denn als erstes die wirtschaftliche Luft ausgeht, den Russen oder den Europäern.
      Wir wissen es nicht. Deshalb müssen wir einfach mal ausprobieren wohin es denn führt.
      Wem das denn nützt, fragt man besser nicht in Zeiten in denen man lieber Waffen produziert, deren Nuzen darin besteht, sie zerstörerisch gegen potentielle Feinde einzusetzen, statt jener Güter die Wohstands begründenden Nutzen stiften. Wir schließen lieber Krankenhäuser, schleifen die Gesundheitsversorgung und die gewohnte soziale Sicherheit und lassen uns in eine ungewisse Zukunft treiben. Alles für den Frieden. Alles um der Ukraine und ihren Helden kontrollierte Freiheit und Frieden zu bescheren und diesem ausgebluteten Land dann wieder auf dann europäisch bestimmte Beine zu helfen.

      Das erinnert an: „Ich gab Gold für Eisen“ in dem Sinne, das wir den Blutzoll, den die Ukrainer tagtäglich zahlen, mit Versprechen, Waffen und Geld vergolden.

      Quo Vadis Europa?

  12. Der hochtechnologische Staat Ukraine hat für ihre genialen Produkte natürlich auch Zulieferer aus verschiedenen europäischen Staaten.
    Diese ’start up‘ Unternehmen werden vom Steuerzahler finanziert, erhalten ihre Aufträge von der Ukraine die der „Europäer“ finanziert.
    So nebenbei hat Russland eine Karte veröffentlicht, wo diese Zulieferer ihren Standort besitzen und deklariert diese Standorte als mögliche Ziele für einen Angriff.

  13. Wieso schicken die Russen eigentlich immer 1000 Leichen? Sind es rein zufällig zum Stichtag immer genau soviele? Oder warten sie, bis sie das Mille voll haben? Oder sind es vielleicht viel mehr, aber sie rücken nur 1000 raus? Und wie kommen sie eigentlich an die Leichen? Es ist ja schwer anzunehmen, daß sie erfolglos die Ukraine bestürmen (wie von denen behauptet) und die toten Russen dann die toten Ukrainer nach Russland tragen. Eigentlich bleiben nur zwei Möglichkeiten, entweder rücken die Russen vor und nehmen das Gebiet ein, auf dem die ukrainischen Leichen rumliegen. Oder die Ukraine greift erfolglos die russischen Stellungen an und läßt die Leichen sozusagen vor den Toren des Feindes liegen. Beides wird jedoch von der Ukraine bestritten und im immer wieder behaupteten Stellungskrieg ist beides sowieso unmöglich. Also wie denn nun?

  14. Was soll man kommentieren, man hat ohne Zugang zu geheimen Informationen keine Chance sich ein wirkliches Bild zu machen.Man kann nur indirekte Schlüsse ziehen. Und sind so, dass derzeit keine Partei wirklich die die Oberhand hat. Und das weiter die Intensität der Kampfhandlungen und die Beteiligung und Einbindung der westlichen Staaten immer mehr zunimmt. Damit wird Russland immer mehr gezwungen sein, seine Zurückhaltung aufzugeben und auch die eigentlichen Kriegsparteien direkt zu bekämpfen.
    Gegenwärtig läuft jedenfalls eine intensive koordinierte Kampagne in den Medien zu den Erfolgen und der technischen Überlegenheit der ukrainischen Seite. Was da von stimmt oder nicht kann man kaum einschätzen. Ein Beitrag auf ntv im Rahmen dieser Kampagne zeigte in einem Zusammnenschnitt jedenfalls zahlreiche Videos von erfolgreichen ukrainischen Angriffen auf das russische Hinterland. allerdings ohne Zeitangaben und es waren auch Videos darunter geraten, die russische Angriffe zeigen, so z.B der Abschuss einer ukrainischen Babajaga-Drohne. Also alles wirklich für den der nicht an Primärquellen ran kommt kaum zu beurteilen.
    PS Herr Rötzer bitte korrigieren, sie haben einmal im Beitrag versehentlich 2015 statt 2025 als Jahreszahl angegeben.

  15. Der umkämpfte Teil der östlichen und südlichen Ukraine ist inzwischen zu einem riesigen Waffenversuchsgelände der NATO geworden, die sich immer offensichtlicher in den Krieg einmischt. Hier wird der Drohnenkrieg der Zukunft geprobt. Das Kanonenfutter wird von der Straße gefangen und an die Front geschickt. Demnächst sollen sogar die nach Deutschland geflüchteten Männer als zusätzliche „Munition“ geliefert werden.

    Gleichzeitig gibt es eine gigantische Korruption in der Oberschicht. Da werden Vermögen gemacht, die Händler von Luxuskarossen stellen Verkaufsrekorde auf und in luxuriösen Skiresorts rollt (sprichwörtlich) der Rubel.

    Mich wundert, daß das Land nicht einfach implodiert oder es zu einem Volksaufstand kommt. In Georgien haben die Leute doch 2008 auch gemerkt, dass sie eigentlich nur vom Westen verheizt werden. Da geht es doch nicht um das „Wohl der Ukraine“ …

    1. Gestern hörte ich in Military Summary, dass Frankreich und Deutschland daran arbeiten die ukrainischen, kriegstauglichen Männer abzuschieben – von der Grenze gleich an die Front. Von wegen Flüchtlingsstatus und Nichtauslieferung.

      Ob es stimmt, weiß ich noch nicht.

  16. „Im Frontgebiet der Ukraine wurden bereits Tausende von Kilometern mit Netzen überzogen. Bis Ende des Jahres sollen weitere 4000 km Straßen durch Netze abgedeckt werden.“

    Ja, und wenn erstmal die neusten Drohnen, versehen mit Scheren auf diesen Netzen landen und Löcher hineinschneiden, die den FPV-Drohnen als Einfallstor dienen, dann wird man sich wieder was Neues einfallen lassen müssen.

    Das Ganze ist ein technisches und taktisches Wettrennen, bei dem mal diese mal jene Seite vorne liegt.

    Zur Frage: „Wird es Roboter geben, die kapitulieren? “ Natürlich nicht. Jeder KI-Roboter weiß, dass er nach der Gefangennahme abgeschaltet und auseinandergenommen wird. Die kämpfen bis zum „letzten Atemzug“!

  17. Der längste Krieg in Europa seit 1945 – Augenzeugenberichte aus dem Donbass

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=82491

    Der Autor und Journalist Ulrich Heyden hat die international nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk seit 2014 mehrmals besucht.

    Er analysiert in seinem neuen Buch „Der längste Krieg in Europa seit 1945“, warum der Konflikt in der Südostukraine entstand und warum das Waffenstillstandsabkommen “Minsk 2” immer wieder gebrochen wurde.

    Das Fazit des Autors: Die Ukraine könnte als neutrales Land zwischen Russland und dem Westen in Frieden leben. Jeder Versuch, das Land auf eine Seite zu ziehen, wird es zerreißen.

    Dass es in der Ost-Ukraine seit April 2014 einen Krieg gibt, darüber hatten die großen Medien in Deutschland die letzten Jahren nur spärlich berichtet.

    So war die Öffentlichkeit in Deutschland schockiert, als Russlands Präsident Wladimir Putin am 24. Februar 2022 den Beginn einer „militärischen Spezialoperation“ in der Ukraine bekanntgab.

    Das Ziel dieser Operation sei – so der Kreml-Chef – „der Schutz der Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ und die „Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine“.

    Diese Begründung war nach Meinung der deutschen Medien hanebüchen.

    Im Grunde gehe es Wladimir Putin nur um den Wiederaufbau eines russischen Imperiums.

    Auch andere osteuropäische Länder könnten jetzt Opfer russischer Aggression werden.

    Dass Russland monatelang erfolglos mit Vertretern der USA, Frankreich, Deutschland und der NATO über Sicherheitsgarantien und eine Absage bezüglich eines NATO-Beitritts der Ukraine verhandelt hatten, war plötzlich vergessen.

    Verschwiegen wird auch die Zwangsukrainisierung der russischen Bevölkerung in der Ukraine nach 2014.

    Seit Januar 2021 darf in der Ukraine im öffentlichen Raum nur noch Ukrainisch gesprochen werden. Russisch-Unterricht gibt es nur noch bis zur vierten Klasse. …ALLES LESEN !!

    1. „Das Ziel dieser Operation sei – so der Kreml-Chef – „der Schutz der Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ und die „Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine“.“
      4 Jahre später sieht es auf der Habenseite recht mau aus für putins Russland!
      In den sogenannten „Volksrepubliken“ toben schlimmere Kämpfe als zuvor, die ukrainische Armee ist stärker als vor der SMO und mit mehr und besseren Waffen ausgerüstet. Mit der Entnazifizierung ist es auch nicht so weit her oder ?

  18. Deutschland in der Rüstungsfalle – Intelligente Politiker würden den Frieden mit Russland suchen

    An diesem Montag beginnt die bis zum 24. April dauernde Hannover-Messe.

    Der deutschen Industrie geht es nicht gut, die weltpolitischen Entwicklungen lassen wenig Hoffnungen auf bessere Aussichten zu.

    Viele Jahre war der Maschinenbau ein Glanzstück deutscher Wirtschaft, das hat sich mit der Krise der bislang so dominanten Autoindustrie und dem Aufkommen einer qualitativ immer leistungsfähigeren, chinesischen Konkurrenz, negativ verändert.

    Rüstungsgüter haben keinen zivilen Gebrauchswert!

    Ihre Herstellung ist nicht wertschöpfend, sondern lediglich steuergeldverzehrend und macht und ärmer !!

    Und ob Panzer, Kanonen oder Drohnen wenigstens einen militärischen Gebrauchswert haben, kann sich real nur im Krieg zeigen.

    Der aber soll den politischen Beteuerungen zufolge mit Aufrüstung ja gerade verhindert werden!?

    Auf der Hannover-Messe wird über solche Widersprüche geschwiegen werden!!

  19. Selenskij ist ein Comedian wie Trump, die beiden passen in ihrer verbrecherischen und verlogenen Art sehr gut zusammen!
    Nur Leute wie Merz glauben scheinbar seinen Märchenerzählungen und schmeissen ihm das Geld der Steuerzahler hinterher.

  20. Wenn man es nüchtern betrachtet, sind 2 Kriege in der Ukraine im Gange.

    Der erste Krieg, ein Bürgerkrieg gegen die Russische Bevölkerung in der Ostukraine fing 2014 an und ist bis heute im Gange.

    2022 ist Russland der angegriffenen Bevölkerung zur Hilfe geeilt!!

    Dies hat der Westen genutzt um einen zweiten Krieg, nämlich die USA und Europa, gegen Russland zu kämpfen, um Russland zu schwächen und zu besiegen..

    Beide Kriege laufen parallel weiter und unsere Politik & Medien belügen uns täglich darüber!!

    1. danke für die Klarstellung. Man kann das eine nicht vom anderen trennen. Es gab in den Medien Berichte über das Morden im Osten durch die Maidan Regierung.
      Mit den Ereignissen von Odessa fing der Bürgerkrieg an.

  21. „Bei den stattfindenden Austauschen von Leichen (herrscht) ein krasses Ungleichgewicht zuungunsten der Ukraine, wenn stets nur ein paar Dutzend Leichen von Russen gegen 1000 von Ukrainern übergeben werden, zuletzt waren es am 9. April 41 gegenüber 1000.“

    Dass dieses schreiende Missverhältnis (1000 zu zweistellig) kaum in unseren Medien thematisiert wird, ist bezeichnend für den Zustand dieser Medien. Wäre ich in einer Redaktion würde ich nach einer schlüssigen Erklärung suchen. Dass keine Erklärung kommt, ist bezeichnend. Die russischen Soldaten sind angeblich in der Defensive und nur die toten Ukrainer türmen sich zu Leichenbergen.

  22. Der Hinweis auf die Unterlassung entsprechender Berichterstattung ist berechtigt, Soldaten-Bodycount ist aber unabhängig von zahlenmäßigen Verhältnismäßigkeiten immer eine grausame Sache. @Otto0815 merkte gestern schon zurecht an: „zunächst junge Ukrainer aus europäischen Ländern und später die eigene Jugend in den Fleischwolf“. Das will kein Mensch, der ein Herz hat und noch bei Verstand ist! Die jungen Ukrainer aus europäischen Ländern sind inzwischen ganz stark bedroht und es mehren sich die Anzeichen, dass es auch für die Jugend hierzulande in einer, wenn es so weiter geht, gar nicht zu fernen Zukunft, sehr ernst werden könnte. Das einmal gesagt, gilt für mich zumindest, dass jeder Mensch, der durch Krieg stirbt oder traumatisiert oder versehrt wird, weil er oder sie an irgendeine Front gejagt wurde, ein Toter, ein Traumatisierter und/oder körperlich geschädigter Mensch zuviel ist – also auch jeder russische Soldat, ganz gleich, was ein Verhältnis 1000 zu x Dutzend in Bezug auf Prognosen über „Siegeschancen“ möglicherweise besagen könnte.

    1. Auf die Gefahr hin, dass dies als 3. Kommentar gilt: Version 1 von 16:55 kann gelöscht werden, Version 2 von 17 Uhr 08 ist fehlerbereinigt und etwas präziser… Die Kommentarmaske blieb nach Versand offen, ich dachte, es sei das Fenster zum Berichtigen.

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