Schrott-Leopard-Panzer für die Ukraine

Leopard 1. Bild: 270862/CC BY-ND-2.0

2019 wurden Leopard 1A5-Panzer noch für 500 Euro verkauft, mit dem Ukraine-Krieg werden mit alten, ausgemusterten Waffen enorme Geschäfte gemacht.

Die Ukraine habe die ersten 10 Leopard-Panzer des Typs 15A erhalten, wurde Anfang Juli berichtet. Das geht auch aus der „Liste des militärischen Unterstützungsleistungen“ der Bundesregierung hervor. Geliefert wurden im März bereits neuere 18 Kampfpanzer Leopard 2A6, die u.a. besser gegen Minen geschützt sind.  Dafür werden 18 neue Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A8 für die Bundeswehr gekauft. Auch Polen und Portugal hatten etwas ältere Leopard 2 abgestoßen. Wie so oft dient die Ukraine als Kampfgebiet zur Verschrottung älterer Waffen durch den Krieg, was die Regierungen gleichzeitig als selbstlose Hilfe propagieren (Dient die Ukraine dem Westen zur Müllhalde, zur kostengünstigen Entsorgung alter Waffen und Munition?). Insgesamt soll die Ukraine in der gemeinsam mit Dänemark finanzierten Initiative 100 Leopard 15A erhalten.

Finanziert klingt natürlich gut. Die umgerüsteten Leopard 15A-Panzer wurden gegen Ende des Kalten Kriegs gebaut und danach mehr oder weniger als Schrott verscherbelt. Zuletzt wurde aus Belgien bekannt, das auch unter Druck geriert, Panzer zu liefern, dass die einst gekauften  132 Leopard 1A5 für 10.000-15.000 Euro an private Waffenhändler verkauft wurden, seit 2014 hat Belgien keine Kampfpanzer mehr. Meist stehen sie in den Lagern der belgischen Waffenhändler und seien auch nicht mehr einsatzfähig, so die Verteidigungsministerin Dedonder.

Weil mit dem Ukraine-Krieg die Nachfrage enorm angestiegen war, ist die Stunde der Waffenhändler und -produzenten gekommen. Man könne sie zwar zurückkaufen, meinte die Verteidigungsministerin, aber jetzt würden die Waffenhändler unangemessene Preise verlangen. Eine halbe Million  wird nach für die funktionsunfähigen Panzer gefordert. Das sei ein „unangemessener Gewinn“ (Nöte der Ukrainer-Unterstützer: Belgien hat bereits 2014 den letzten Kampfpanzer verscherbelt).

Immerhin 49 der alten Panzer wurden dann doch noch vom belgischen Unternehmen OIP Land Systems verkauft, nämlich an Rheinmetall, das zunächst versucht hatte, siehe weiter unten, Leopard 1A5-Panzer vom schweizerischen Rüstungskonzern Ruag zu kaufen. Freddie Versluys, der Chef des belgischen Unternehmens, hatte die Profiterwartungen davor noch in die Höhe geschraubt und davon gesprochen, dass reparierte Panzer 1 Million Euro kosten könnten. Angeblich hatte er sie 2014 für 37.000 Euro gekauft. Welchen Preis Rheinmetall dafür zahlte und welches Geschäft der Rüstungskonzern damit macht, ist nicht bekannt. Von den 49 Panzern werden 30 einsatzfähig gemacht und der Ukraine übergeben, 20 dienen zum Ausschlachten für Reparaturen.

Verteidigungsminister Pistorius hatte im Mai zur Lieferung von Leopard 1A5-Panzern gesagt: „Ein alter Panzer, wie man salopp sagen könnte, aber ein nach wie vor sehr effektiver und kampfkräftiger Panzer.“ Die Panzer haben ein stattliches Gewicht von 42 Tonnen und wurden, wie jetzt der schweizerische Tagesanzeiger herausgefunden hat, noch im Jahr 2019 bestenfalls für ihren Schrottpreis gehandelt. Die deutsche Global Logistics Support GmbH (DLS) hatte vor vier Jahren 25 der 100 vom staatlichen Schweizer Rüstungskonzern Ruag 2016 immerhin noch für 4,5 Millionen Euro aus Italien erworbenen Leopard 15A-Panzer zum Preis von 12.500 Franken (jetzt 13.000 Euro) gekauft, also pro Stück für 520 Franken. Das waren die „effektiven und kampfkräftigen Panzer“ also vor dem Ukraine-Krieg wert.

Die Panzer hatte sich DLS allerdings nicht aus Italien abgeholt, sie befinden sich dort noch immer im RUAG-Lager. Jetzt, wo eben auch alte Panzer zu  einem neuen Geschäft werden, fordert DLS die Lieferung. Aber die Schweizer Regierung bremst und prüft, ob die damals erteilte Lizenz heute noch gültig ist, auch weil man keine Waffen liefern will. Das hat Rheinmetall bewogen, den Deal mit OIP Land Systems zu machen. RUAG wird auch alles daran setzen, mehr herauszuholen, denn jetzt wird man selbst Panzer, die nur noch als Ersatzteillager dienen können, für deutlich mehr als 500 Franken los. Dänemark etwa soll eine Million Euro für den Leopard 1A5 bieten. Ob die auch wieder einsatzfähig gemachten Schrottpanzer der Ukraine militärisch wirklich helfen, steht auf einem  anderen Blatt.

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36 Kommentare

  1. Dabei muss man festhalten, dass das Ganze nur dazu dient, einen Krieg zu verlängern, mehr Tote und Verkrüppelte in Kauf zu nehmen. Das sind “unsere” Politiker!

    1. Naja, die Verlängerung des Kriegs ist sozusagen der Nebeneffekt, nicht der Haupteffekt, dem die ganze Nummer dient.

      Der Hauptzweck ist, unflätig viel Geld mit kaputtem, längst ausrangiertem und abgeschriebenem Schrott zu verdienen. Also leistungsloses Einkommen in unanständiger Höhe zu generieren. Diesem Zweck dient dieser Krieg aus der Sicht derjenigen, deren Handeln hier in diesem Artikel beschrieben wird.

      „Die Politik“ macht das durch ihr Handeln möglich und fördert es. Dafür ist sie da, die Politik, und nicht für das, was der brave Wähler so glaubt.

      Es lässt sich historisch nachweisen, dass unser heutiges System, das sich ja so seit ungefähr 500 Jahren herausentwickelt hat, von allem Anfang an und bis zum heutigen Tag aus einer Symbiose zwischen kaufmännischer, militärischer und politischer Macht besteht. Das lässt sich nicht trennen in diesem System.

      1. In welchem System ear das jrmals getrennt? Die Leute wollen was zu beissen, dafür braucht der Politiker (früher Könige, heute Prásidenten) Maxht auch militärische um Ressourcen zu behalten und sich gegen andere Könige und deren Armee zu schützen, und bei Gelegenheit natürlich anderen Menschen deren Resourcen mit Gewalt abzunehmen.

        Wann war das jemals anders? Die genaue Ausprägung hat sic geändert aber im Grundsatz hatvsich da nicht geändert. Es war immer eine Verbindung wirtschaftlicher und politischer Bedürfnisse, die man mikitärisch durchsetzt.

    2. Der eigentliche Zweck dient den US Interessen, damit Russland sein Potential nicht nutzen kann, um China helfen zu können. China ist der Feind, den die USA eigentlich bekämpfen wollen. Dafür wird Deutschland deindustrialisiert, weil Deutschland der größte Handelspartner von China in der EU ist. Außerdem stärkt die abgewanderte Industrie die US Wirtschaft und sie können endlich ihr Fracking-Gas mit Gewinn verkaufen. China wird also geschwächt und sie werden gestärkt und ganz nebenbei, wenn Deutschland kein Freizeitpark mehr ist und die Zeiten schlechter werden, dann ist die Bevölkerung auch wieder bereit Krieg zu führen, junge Männer sind schließlich genug ins Land gekommen. Außerdem wird mit Sondervermögen auch noch US Waffentechnik überteuert eingekauft. Es ist anzunehmen, dass die Bundeswehr nicht viel besser dastehen wird, wenn das Geld ausgegeben ist. Denn die US Technik ist nicht nur teuer, sie ist auch wenig effektiv. Aber nicht nur das, sie lässt sich auch abschalten. Sollten also die Marionetten nicht mehr an der Macht sein, kann die EU nichts gegen US Aggressionen unternehmen. Sie sorgen also bereits im Vorfeld dafür, dass die EU nur US Kriege führen kann. Das diese nur US Interessen dienen, ist bei Sklavenstaaten der Normalzustand.
      Die Amis schaffen es also schon wieder an Kriegen zu verdienen die weit weg von ihnen sind.
      Und wie ist das alles entstanden? Mit Fuck the EU und 5 Milliarden, die den Putsch finanziert hatten.
      Es fragt sich allerdings, was wir für Demokratien in der EU haben, wenn Marionettenregierungen den Interessen der USA in die Hände spielen. Die EU macht, was die USA wollen und nicht das, was für die EU am besten wäre. Doch wie sind diese Gestalten überhaupt an die Macht gekommen?
      Und warum muss sich die EU jetzt mit einem Gesetz gegen Hass Rede & Co. schützen? Also durch ein Zensurgesetz, was es normalerweise nur in Diktaturen gibt.

      Disclaimer
      Die Inhalte, die den Eindruck von Tatsache erwecken sind vom Autor so nicht gewollt, es handelt sich ausdrücklich um Meinungsäußerungen, welche vom Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert sind. Ein EU Gesetz kann dieses Grundgesetz nicht ungültig machen!

  2. Auf gut deutsch, gute mediale Präsentation verarmt die Schafe, blök blök blöd…
    Wo ist mein neuer Schäfer? AFD CDU SPD GRÜNE FDP LINKE?
    Einer von mehreren anderen ‘Persönlichkeiten’ sagte mal eine Aussage :
    Deutschland schafft sich ab!
    Auch der damalige Panzer, aus deutscher Produktion, hat final sein Begräbnis unterschrieben. RIP!
    Der Konflikt in der Ukraine, ist der letzte Rettungsanker für die USA, sie filetieren die EU/D für ihr eigenes überleben. Das wird sogar toleriert von der ‘gesamten’ Welt, indem Europa bzw. EU geopfert werden soll…
    Das ist zumindest das äussere Erscheinungsbild, aber ist das tatsächlich so?
    Es geht nicht um den Staat oder Staaten, es geht nur darum, das das Kapital in eine neue Ära der Vermehrung hinein gelangt. Wir Leuts erleben eine extrem manipulative Manipulation, in der Form das nationale Staaten eine ultimative Lösung sind, während das Kapital umherwandert…

  3. @Overton

    Es gibt von Krauss-Maffei Wegmann zwei Versionen des Leopard-Panzers. Einmal den Leopard 1 und 2, einen Leopard 15A gibt es nicht. Wenn dann müßte es heißen Leopard 1A5, Panzerversion die auf den Baulosen A1 bis A4 bassieren. D. h. diese wurden kampfwertgesteigert und sind keine komplett neue Panzer.

    Geliefert wurden im März bereits neuere 18 Kampfpanzer Leopard 2A6, die besser gegen Minen geschützt sind

    Einen verbesserten Minenschutz hat nur die Version Leopard 2A6M bekommen und nicht die Variane 2A6.

    1. Den Unterschied zeischen Leopard 1 und 2 wurde ja schon angesprochen. Und Immerhin wirde der Leo 1 A5 konsequent falsch geschrieben. Ach der Rötzer am Sonntagabend halt. Sowas hat er schon inmer getan und kleine Fehler in seine schnell getippten Artikel gerötzert. Finde ich eine charmante Marotte mittlerweile.
      Aber die Biklredaktion zeigt einen Leopard 1 A1A2 (oder A1A4, hängt von der Funkausstattung ab). Zu erkennen an der Zusatzpanzerung am Turm und der Halterung für das PZB200. Der Leo1A5 hat stattdessen ein EMES18 oben auf dem Turm.

      Was die Bauzeit der meisten Leo 2 A5 und A6 der Bundeswehr betrifft sind diese zwar Umbauten aus älteren vorhandenen Exemplaren, aber diese werden bei der Kampfwertsteigerung (Zivilisten nennen das Modernisierung) vollstændig zerlegt und wieder aufgebaut. Von daher ist das erste Baudatum eher nebensächlich. Allerdings wurden auch Leo2 A5 und neuere auch komplett neu gefertigt für Schweden oder Spanien zum Beispiel. Wenn wir schon Erbsen zählen wollen, dann richtig. 😉

      1. Wenn wir schon Erbsen zählen wollen, dann richtig.

        Bei einer Kampfwertsteigerung, werden auch die Teile ähnlich wie bei einer Depo-Instandsetzung untersucht und entsprechend aufbereitet oder ersetzt.

        Die Leopard 2 A8 sind sogar Neuproduktionen und auf absehbarer Zeit nicht für die Ukraine zur Verfügung. Da schon mehrere Länder die Variante bestellt haben und KMW, mit der noch vorhandenen Infrastruktur nicht vor 2030 herstellbar.

        Was Du als Erbsenzähler vergessen hast 😉 .

    2. Danke, dass das “kampfwertgesteigert” mal erklärt wurde. Als Schrauber, der bisher nur mit Pkw, Krad und Bike zu tun hatte, weiß ich allerdings auch, dass man aus einem alten Ding maximal ein schmuckes altes Ding machen kann.

      Derzeit ist laut Militärblogs das Wichtigste, dass Fahrzeuge einen Anti-Drohnenkäfig haben.

      Viele EU-Staaten-Regierungen scheinen immer noch einem Bild von Russland anzuhängen, das sie mit etwas Taschengeld, und dann noch etwas Taschengeld, und dann noch etwas Taschengeld locker niederkonkurrieren können.

      Die Lernkurve scheint mir in den USA etwas steiler zu sein.

      Da Vasallen per Selbstbild eher schwächeln, halten sie sich einfach länger an ihrem Hoffnungen am Vermögen anderer fest, als Mächte, die gewohnt sind, auf eigenen Beinen zu stehen.

  4. Vladimir Zelensky hat im Namen seiner Schwiegermutter eine Villa an der Küste des Roten Meeres in Ägypten gekauft.

    Dies berichtete der ägyptische Journalist Mohammed-Al-Alawi, der auch ein Foto des Hauses zeigte und eine journalistische Untersuchung durchführte, obwohl der Name der Käuferin – Olga Kiyashko – keinen Verdacht hätte erregen dürfen. Er verweist auf die in seinem Besitz befindlichen Dokumente, die das Verkaufsgeschäft bestätigen.

    https://punchng.com/luxurious-villa-owned-by-ukrainian-president-volodymyr-zelenskyys-family-discovered-on-egyptian-coast/

    Das Geschäft wurde am 16. Mai 2023 für 150 Millionen ägyptische Pfund (etwa 5 Millionen Dollar) abgeschlossen, und die westliche Presse fragt sich bereits, ob westliche Finanzhilfen für die Ukraine in den Kauf des Anwesens am Meer geflossen sind.

    Kiyashko ist der Mädchenname von Zelenskys Frau Elena. Nun kann die Schwiegermutter von Zelensky in der Nähe von Angelina Jolie wohnen, die am gleichen Küstenabschnitt eine Villa und ein Grundstück besitzt.

    1. Selensky’s Mutter mag dort eine schöne Zeit verbringen, während in der Ukraine tausende neue Krüppel entstehen.
      Selensky selbst wird in nicht allzu ferner Zeit am Strick baumeln und zappeln – und zwar von seinen eigenen Nazis gehängt.
      Zu dem Zeitpunkt öffne ich dann den besten Wein aus meinem Keller.

    2. Nanu, dann wohnt seine Schwiegermutter, evtl gar die ganze Familie, demnächst in einem BRICS+-Staat!? Das ist ja mal eine tolle Idee…

  5. Zitat: “Wie so oft dient die Ukraine als Kampfgebiet zur Verschrottung älterer Waffen durch den Krieg” – so ist es, und dabei verdienen sich skrupellose Geschäftemacher dumm und dämlich, auf Kosten zigtausender Menschenleben.

    Das Hab und Gut der Toten kann man sich dann hinterher obendrein aneignen… Mann und Sohn tot, die ländlich naive Tochter in einer deutschen Großstadt in die Prostitution und ins Drogenmilieu abgerutscht, da bleibt den zurückgebliebenen Bauern-Witwen dann nur noch, Haus und Hof den geiernden, internationalen Kapitalgesellschaften zu verkaufen.

    1. Ich denke, die alten Panzer werden von fast allen EU-Ländern in die Ukrine verbracht und dort verschrottet.

      Das Neugeschäft für Europa erledigt dann die USA mit ihren Panzern.

      Gleiches wird auch für Flugzeuge gelten sobald die letzten Hürden überwunden sind.

      Biden lacht sich eins ins Fäustchen

      1. Einzig der hoch perfide Wirtschaftskapitalismus den ja bekanntlich alle Volkswirtschaften in der EU den US und GB hinterher schleimten, sind sind schuld an der jetzigen Wirtschafts Inflation.Grüne u.auch Linksparteien haben vor Jahrzehnten in Hülle u.Fülle davor gewarnt.Heute sind sie in der Politik Verantwortung und sind gezwungen unpopuläre Entschuldigungen zu treffen um den ganzen Dreck aufzukehren

  6. Das Thema des Herrn Rötzer ist gut.
    Die StA Verden ermittelt gegen 5 Personen in einer Korruptionssache.
    Da haben x Personen im Jahr 2014,
    100 Panzer mit E-Teilen gekauft.
    Entweder wussten die, dass Minsk II
    nur eine Hinhalte der deutschen Politik war, oder sie wussten um einen anderweitigen Absatz der Schrottpanzer, den sie nicht hätten kennen dürfen. Für 100 € pro Tonne Schrott abzüglich der Zerlegungskosten hätte niemand das Alteisen gekauft, zumal Panzer und andere bewaffnete Fahrzeuge umgehend zu demilitarisieren sind.
    Das heißt, das Kanonenrohr muss in zig Teile zerschnitten werden, das Bord-MG ebenso, die reaktive Panzerung muss abgenommen und gesprengt werden etc.
    Da ist ziemlich was faul. Die StA Verden wird kein Akz. rausrücken und Akten schon gar nicht. Das dauert noch.

    1. Eine halbe Million wird nach für die funktionsunfähigen Panzer gefordert. Das sei ein „unangemessener Gewinn

      Diese werden aufbereitet bei der Flensburger Fahrzeugbaugesellschaft FFG (Koordinaten: 32U 527523.083 6072355.620). Bei 30 Panzern wird von einem Millionenbetrag ausgegangen (Weitere 30 Leopard 1 für die Ukraine). Es kann also nicht davon ausgegangen werden, das diese gar nicht funktionieren. Wie der obere Artikel oder immer wieder in den Kommentaren unterstellt wird. Es ist höchstens davon auszugehen, das die Technik für westliche Waffensysteme nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist.

      […] zumal Panzer und andere bewaffnete Fahrzeuge umgehend zu demilitarisieren sind.

      Dafür das Panzer Deiner Meinung nach umgehend zerlegt werden müssen, stehen in Rockensußra schon noch einige herum (Koordinaten 32U 617602.971 5681166.2)

  7. An zwei Orten kam es letzte Nacht zu Anschlägen auf Transporte von Leopard-Kampfpanzern. In der Schweiz stürzte ein Teil des Gotthard-Tunnels ein und verschüttete einen Panzerzug. Ein Panzertransport aus Belgien wurde bei Lüttich zum Entgleisen gebracht.
    Dier Attentäter konnten festgenommen werden. Sie bestritten, von der russischen Regierung beauftragt worden zu sein. Erstaunlicherweise hatten alle einen Mitgliedausweis beim Bund der Steuerzahler.

    1. Zitat: An zwei Orten kam es letzte Nacht zu Anschlägen auf Transporte von Leopard-Kampfpanzern. In der Schweiz stürzte ein Teil des Gotthard-Tunnels ein und verschüttete einen Panzerzug. Ein Panzertransport aus Belgien wurde bei Lüttich zum Entgleisen gebracht.

      Finde da jetzt nicht wirklich viel zu, außer dass ein Zug im Tunneleingang entgleist sein soll. Ist das jetzt ein Scherz oder echt? In der heutigen Zeit kann man das ja nun wirklich nicht mehr unterscheiden.

          1. Ha, das freut mich aber, dass das als Scherz erkannt wurde. In der Tat, von Zeit zu Zeit erlaube ich mir einen gehobenen Blödsinn.

            Ich betrachte das als Auftakt eines Projekts namens “Humor bei Overton”. Es wird anfangs freilich nur Sektencharakter haben.

      1. Es gibt da einen Subkanal beim YT-Kanal von DCS-Media, der sich jetzt DCS-Global nennt und sich als seriöses, viel gefragtes und oft zitiertes Newsportal mit Filialen in der Türkei und England bezeichnet (merkwürdigerweise steht im Impressum dann nur USA und, dass die eMail-Adresse nur Subscribern mitgeteilt wird). Das war früher mal ein eher harmloser türkischer Kanal für Strick- und Häkel-Videos, die noch vorhanden sind. Seit gut 2 Wochen tauchen dort nur noch Fake-News zum Ukraine-Krieg auf, die meist schon an ihren Titeln als Unsinn erkenntlich sind. Tatsächliche Vorgänge werden vom Mückenstich zum Elefantentritt aufgeblasen und ggf Wünsch-dir-was-Nachrichten völlig frei erfunden wie die Story von den 17 erbeuteten Su57 (5.-6.Generation; die RF hat bisher erst 7 erhalten, die auf einem Stützpunkt 500km östlich der ukrainischen Grenze stationiert sind). Der Blödsinn wurde von einigen Gläubigen sofort bejubelt, aber die Mehrheit der Kommentatoren hat schnell bemerkt, dass die ganze Story ein aberwitzig-frecher Fake ist.
        Nun kann man sich überlegen, ob sich bei soviel Offensichtlichkeit die Urheber einen bösen Scherz erlauben, mit dem sie Leichtgläubigkeit und Meinungsverbohrtheit der Lächerlichkeit preisgeben wollen, oder ob sie das tatsächlich ernst meinen als Unterstützungsbeitrag für den Kampf der UA.

  8. “Wie so oft dient die Ukraine als Kampfgebiet zur Verschrottung älterer Waffen durch den Krieg, was die Regierungen gleichzeitig als selbstlose Hilfe propagieren (…) Ob die auch wieder einsatzfähig gemachten Schrottpanzer der Ukraine militärisch wirklich helfen, steht auf einem anderen Blatt.”

    Hab eben nachgeschaut. Auf dem anderen Blatt steht, dass die Panzer, Flugzeuge und sonstigen Mordwerkzeuge eigentlich nur dazu dienen, den unsäglichen Krieg zu verlängern um Russland möglichst hohe Kosten aufzubürden. Denn darum geht’s dem Westen ja bei seiner Unterstützung des Kiewer „Wertepartners“. Am Ende wird sich Herr Selenskij dann in ein adäquates Erdloch in der Toskana oder in Ägypten verkriechen, die Nationalradikalen und Faschisten im übriggebliebenen Rumpfstaat wahlweise ihr eigenes Regime oder – so die Russen eine größere Pufferzone an ihren Grenzen schaffen sollten – zumindest wieder eine von der CIA unterstützte Untergrundkampagne etablieren und die heimkehrende Masse an Zwangsmobilisierten hat zwar beim Wiederaufbau ihres kaputten, verarmten und verseuchten Landes zu schuften, ist dafür aber sexy ohne Beine.

      1. Servus Majestyk,

        danke für Ihre Antwort. Habe sie gestern noch gelesen und mich gefreut von Ihnen zu hören. Es waren wieder viele interessante Aspekte dabei – ich muss bloß schauen wie ich die Zeit finde Ihnen angemessen zu antworten, da ich diese Woche auch ein paar Dinge anstehen habe.

        Ihnen ebenfalls eine gute Woche und schöne Grüße ins Rheinland
        Ihr Altlandrebell

  9. Steht nicht auch in irgendeiner norddeutscher Garage eines neonazistischen Militariasammlers noch so ein Panzer rum?
    Ab zu “Bares für Rares” damit…

  10. Die Antwort auf die Frage, welchen Zweck militärische Aufrüstung hat, wurde von US-Insidern wie J.Sachs, S.Ritter, D.Macgregor, L.Johnson und W.Wheeler längst gegeben: In Russland und China dient sie der nationalen Sicherheit, in den USA steht der Profit Weniger an 1.Stelle. Das Pentagon hat keinen Überblick über die Verwendung der Gelder, die ihm der Kongress zuschanzt (gern auch höher als gefordert), durch die Rüstungskonzerne, denen es einen Großteil zukommen lässt. Es ist anzunehmen, dass die Konzerne viel davon Lobbyisten und Abgeordneten zukommen lassen, damit die für immer höhere Rüstungsausgaben stimmen – eine Endlosspirale. Damit verbunden ist der sog Drehtüreffekt, bei dem Militärs Karrieren anstreben, die sie letztlich zu Generälen und Admiralen machen, um nach ihrer AD-Stellung sofort in lukrative Posten in Rüstungskonzernen zu wechseln. Von dort gelangen sie mitunter in die Politik, gern aber auch über die Politik in die Wirtschaft, so dass diese Rotation und damit die ständige Erhöhung der Rüstungsausgaben nie versiegt.
    Ein anderer großer Teil der Rüstungsausgaben ist den stetig steigenden Kosten immer komplexerer und überteuerterer Waffensysteme und der weltweiten US-Militärpräsenz in Form von Stützpunkten geschuldet. Gespart wird eher bei der Beschaffung und Lagerhaltung von Verschleißartikeln wie Munition (sogar kleinkalibrige!) und den Kosten für das Truppentraining, das regelmäßig finanzielle Abstriche erfährt. So haben die USAF-Piloten mit den 50 Jahre alten F16, den F18 und A10 noch monatliche 20 Flugstunden absolviert. Diese Typen müssen und sollen jetzt alle dringend nach und nach durch F35 ersetzt werden, wobei die pro Stück 80 Mio $ kosten, die bei Nachbesserungen und nötiger Modernisierung sich auch fast verdoppeln können. Da verkraftet der Haushalt wohl keinen vollständigen Ersatz der Altbestände. Das hat schon zu einer Reduzierung der monatlichen Flugstunden mit diesen Maschinen pro Pilot auf 6-8 geführt. Außerdem ist bereits eine F35 beim Senkrechtstart von einem Flugzeugträger ins Meer gestürzt, weil eine Abdeckung auf einer Seite nicht funktioniert hat bzw vergessen wurde (Info lt Winslow Wheeler, der 40 Jahre lang – zT in leitender Position – mit nationaler Sicherheit befasst war). Und hat sich nicht auch die Bundesluftwaffe für diese Maschinen vormerken lassen, ebenso wie die NATO-Staaten, die jetzt ihre F16 an die UA abgeben wollen? Da kommen wohl riesige Militärkosten auf W-Europa zu und das bei (noch) ungewisser Funktionsfähigkeit, denn noch erfüllen die F35 nicht alle vorgesehenen Parameter. Und dabei soll die F35 die einzige Maschine sein, die einigermaßen mit der Su57* (2strahlig) mithalten kann, wenn auch nicht in allen vorgesehenen Parametern. Da wären wir wohl mit der ebenfalls 1strahligen und sicher preiswerteren Su75, die sich zZ in der Planungsphase befindet und dann weltweit angeboten werden soll, besser bedient.
    * Die Su57 soll im Verband mit Su S70 UCAVs (unbemannte Luftkampffluggeräte) fliegen, die Ziele automatisch aufspüren und denen der Su57-Pilot dann den Feuerbefehl erteilt oder das potenzielle Ziel verwirft.

    Fazit: Das Alles hat dazu geführt, dass die nationale Sicherheit der USA (und ggf aller NATO-Staaten) nicht gestärkt, sondern zugunsten von Profiten eher geschwächt wurde. Das soll natürlich möglichst nicht weitgehend bekannt werden, was so manche Zurückhaltung bei Waffenlieferungen an Nicht-NATO-Staaten erklären mag.
    Übrigens, die ehrlichen US-Militärexperten verwenden für den Krieg in der UA die russ Bezeichnung MSO, weil ein richtiger Krieg nach US-Verständnis anders ablaufen würde. Der wäre, insbesondere von den USA geführt, längst vorbei und UA und ihr Militär läge in Trümmern. Allerdings sind die USA wohl auch nur noch SpecOps gewöhnt, auch wenn die ggf brutaler geführt würden. Ein kanadischer UA-Freiwilliger hat ggüber Reportern gesagt, dass er froh ist, gg die russ Armee und nicht die der USA zu kämpfen, sonst wäre wohl der Zug, mit dem Truppen (inkl ihm) und Zivilisten gemeinsam transportiert wurden, als großes sichtbares Ziel angegriffen und zerstört worden. So kamen alle Insassen unbehelligt am Zielort an.

  11. Dann passt die Ausrüstung zur Ausbildung.
    Es ist eine Schande, das unausgebildete und zunehmend unwillige Ukrainer in den sicheren Tod geschickt werden.
    Bei überzeugten Nationalisten will ich nichts sagen.
    Die wollten das und hatten zumindest eine Vorstellung was sie erwartet.
    Jetzt wird der letzte Rest an verfügbaren Menschenmaterial zusammengekratzt und für eine, objektiv betrachtet, verlorene Sache eingesetzt. Bin gespannt ob und wann man Ukrainer in Deutschland einzieht. Viele von deren Männern haben sowas vorausgesehen und sich teilweise hier nicht registriert.
    Dazu kommt, das man mit Referenten und der Bereitschaft sich an die Ergebnisse zu halten , das Ganze hätte verhindern konnen.
    Man hat die Interessen der örtlichen Bevölkerung mit Füssen getreten, nur um zu vermeiden das russisch zu russisch kommt.
    Bei anderen Konflikten hat man ja keine Probleme mit der nationalen Unverletzlichkeit.
    Da werden ganze Länder filetiert und hören auf zu existieren.
    Plötzlich ist die Selbstbestimmung nationaler Minderheiten wichtiger, solange diese sich vom Westen lenken lassen.

  12. Dank an den Autor, dann weiß ich wenigsten wofür ich Steuern zahle: für den Reichtum und das arbeitslose Einkommen von Rüstungsfritzen. Tolle Zeitenwende.

    Soweit mir bekannt, wird auch der US-Abrams, der geliefert soll, kein modernes Gerät sein. Angeblich soll die moderne Panzerung abgebaut und durch eine alte, nicht so wirksame Panzerung ersetzt werden. Könnt ja sein, dass die Ukrainer so eine Mordskiste auf dem Schlachtfeld stehen lassen und sich die Russen das Ding holen.

    Also kriegen sie auch hier den Schrott – und warum auch sollte man anders handeln? Sind doch eh Crashkurs-Panzerfahrer – siehe Kommentar von Peter.

    Eigentlich geht es ja nur darum, die Russen militärisch zu schwächen, darauf wies der Republikaner Mitt Rommney nun auch hin. Ich fürchte, mit diesen Uraltwaffen ist es eher ein Training für die russische Armee, die wohl auch schon einige Schwachpunkte aus ihrer Kriegsführung eliminiert hat und schon mal die Lieferketten ihrer Rüstungsindustrie optimiert.

  13. „Schrott für die Ukraine“ – was für eine infame Behauptung Herrn Rötzers!

    Erst heute morgen verkündete die stets sachlich und objektiv berichtende Tagesschau die ruhmreiche „Befreiung“ von Robotyne, laut n-tv eine „strategisch wichtige Ortschaft“. Nicht so ein unbedeutendes Kaff im Nirgendwo wie der Bahnknoten Artjomowsk oder der nahegelegene Flecken Soledar mit seinen irrelevanten unterirdischen Anlagen! Die Ukraine marschiert dank unserer Hilfe, während Russland wankt und es ihm hinten wie vorne an allem mangelt.

  14. Mir gefällt, dass Herr Rötzer sich die Mühe gemacht hat diesem Fall nachzugehen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch schon in einem ähnlichen Fall bei der Ruag. Das sind ja Hunde, die man zum Jagen tragen muss, gerade wenn es um Korruption geht, wo Staatsbeamte und Parteien beteiligt sind.

    In den Kommentaren stehen zwar auch einige gute Hinweise von unseren Bundeswehr-Kennern, aber ja ich schrieb schon mal, dass da mit 100 % Sicherheit nicht nur Rauch, sondern auch viel Feuer ist, was Korruption anbelangt.

    Auch wenn die Leo 1 aufgewertet werden, sind sie eben nicht wie neuere Leo 2.

    Die Kanone ist z.B. schwächer. Panzerung auch.
    Elektronik? usw.

    Auch die Leo 2A4, die aus Polen kamen, waren doch in der Bundeswehr ausgemustert. Oder die MIG29 waren von der NVA noch, dann an Polen und von dort an die Ukraine. In all diesen Wunderwaffen sind Ukrainer aufs erbärmlichste lebendig verbrannt und verreckt. Kaum einer konnte noch einem Russen das Gleiche antun. Da gibt es einfach nichts zu feiern, sondern wer das unterstützt, ist selbst entweder ein blinder Nationalist, der auch Faschisten in der Ukraine verharmlost, oder einfach nur kriminell, wer daraus Profit zieht.

    Bei den F16 das gleiche Spiel: Niederlande kauft wie Deutschland die extrem überteuerten F-35. Die F16 waren damit ausgemustert. Die sind am Ende ihrer 24-jährigen Produktlaufzeit. Natürlich werden die nochmal aufgewertet usw. Aber wenn das so einfach wäre, warum behält man dann z.B. nicht einfach die Tornados bei der Bundeswehr und verzichtet auf den Kauf der F-35?

    Da wartet noch viel Arbeit auf investigative Journalisten oder dass das zumindest Jemand wie Herr Rötzer dokumentiert und darauf aufmerksam macht. Wir könnten dazu auch eine Liste zusammenstellen, wie sie z.B. auch Herr Hübschen hat, allerdings in eher nichtssagender Form, weil es wirklich einfach nur eine Liste ist und z.B. keine Produktlaufzeiten einbezieht.

    Die Fehler im Artikel, auf die andere Autoren aufmerksam machten, vielleicht überprüfen und korrigieren.

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