
Diese klare Aussage machte der NATO-Oberbefehlshaber Europa (SACEUR: Supreme Allied Commander Europe), US-General Alexus Grynkewich, in einem aktuellen Interview mit dem „Spiegel“ und unterstrich damit noch einmal seine Ausführungen auf dem „Warsaw Security Forum“, das vom 12.-13. Oktober in Polen stattfand (siehe auch: Märchenstunde: Eine “Theorie des Sieges“ der Nato vom Supreme Allied Commander Europa).
Was heißt das für die in den Medien immer wieder thematisierte Bedrohung durch Russland? Gibt es diese jetzt oder nicht?
„Theory of War“- die neue NATO Strategie
Zu dieser vom SACEUR entwickelten und von allen 32 Mitgliedsstaaten mitgetragenen Strategie stellte der General zu Beginn seiner Ausführungen in Warschau fest:
“I do not assess that conflict is imminent or inevitable. It isn’t. We help avoid conflict by clearly articulating our defensive intentions, and by maintaining open lines of communication to resolve misunderstandings and encourage transparency. But deterring conflict also requires warfighting readiness, and readiness requires to plan against what is possible, not just what is probable …
(“ Ich gehe nicht davon aus, dass ein Konflikt bevorsteht oder unvermeidlich ist. Beides trifft nicht zu. Wir wollen einen Konflikt dadurch vermeiden, dass wir unseren defensiven Charakter deutlich machen, und durch das Offenhalten von Kommunikationskanälen Missverständnisse vermeiden und zur Transparenz ermutigen. Aber zur Abschreckung von Konflikten gehört die Einsatzfähigkeit, einen Krieg zu führen und diese Fähigkeit verlangt eine Planung gegen alles, was möglich, nicht nur was wahrscheinlich ist.“)
Grynkewich erklärte weiter, dass die NATO im Verbund über viele unterschiedliche Aufklärungsmöglichkeiten verfügte, sodass ein Überraschungsangriff unwahrscheinlich sei:
“We will see if an attack is coming, giving us time to assess intent and rapidly position our forces. In doing so we aim to deter, but these movements also prepare us to deny any potential attack, including those aimed at seizing and holding NATO territory as a fait accompli. In short, they prepare us to execute our most sacred task, the defence of our people, and our territory. “
(„Wir sehen, falls einen Angriff bevorsteht, und das gibt uns die Zeit, die Absichten zu beurteilen und unsere Kräfte zu positionieren. Dadurch erzielen wir eine abschreckende Wirkung und sind gleichzeitig vorbereitet, jeden möglichen Angriff abzuwehren, einschließlich solcher, die darauf abzielen, NATO Territorium zu erobern und als Fakt auch zu besetzen. Kurz gesagt, unsere Aufklärungsmöglichkeiten dienen der Vorbereitung unseres wichtigsten Auftrags, der Verteidigung unserer Bevölkerung und unseres Territoriums.“)
Die Strategie beruht auf den drei Säulen: Blockieren-Abschwächen-Zerschlagen
In einem Artikel der „Euro News“ wird der General wörtlich zitiert: „Wir werden den ersten Angriff blockieren. Hält der Angriff an, werden wir ihn abschwächen und jeden weiteren Vormarsch verhindern. Und falls nötig, werden wir die gegnerischen Kräfte und das gegen uns eingesetzte operative Kriegführungssystem zerschlagen. Wir werden die feindlichen Verbände festsetzen und verhindern, dass Gebiet der Allianz erobert wird.“
Der General unterstrich, die NATO-Strategie diene dem Schutz des Bündnisgebiets und verfolge keine territorialen Ziele: „Wir haben keine Pläne, keine Absichten und keine Ambitionen über den Schutz unserer Menschen und die Verteidigung unseres Territoriums hinaus“.
In Bezug auf mögliche Bedrohungen stellte der SACEUR – wie bereits gesagt – unmissverständlich fest, dass er die Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs auf das Bündnis derzeit als gering ansehe, warnte aber, die NATO werde reagieren, falls sich ein Gegner zu einem Angriff entscheide. Der General auf dem „Warsaw Security Forum“ wörtlich:
„Wenn jemand töricht genug ist, uns anzugreifen, werden wir kämpfen.“
Auf die Frage, ob die Strategie angesichts von Sorgen mancher Mitgliedstaaten über das Engagement der Vereinigten Staaten für die NATO weiterhin tragfähig sei, verwies Grynkewich auf das Versprechen zur kollektiven Verteidigung und erinnerte, dass Washington beim NATO-Gipfel im Juli in Ankara eine Erklärung mitgetragen habe, in der die USA ihre „felsenfeste Verpflichtung zu Artikel fünf“, also zur gegenseitigen Beistandsverpflichtung, bekräftigen.
Zusatz von mir: Ob US-Präsident Trump das heute oder auch morgen genauso sieht, ist leider eine berechtigte Frage!
Die Bedrohung durch Russland
In seinem aktuellen Interview mit dem Spiegel äußerte sich der SACEUR auch konkret zu einer möglichen Bedrohung durch Russland und stellte wörtlich fest: „Unsere militärischen Fähigkeiten, die wir in einem Großkonflikt zum Einsatz bringen würden, übertreffen die Moskaus bei Weitem“ und er ergänzte: „In einem echten Krieg, wenn die ganze Allianz antritt, ist die Nato Russland konventionell überlegen“, Moskau verfüge u. a. nicht über moderne F-35-Kampfjets, nicht über die Masse an modernen Zerstörern oder U-Booten, die die NATO habe.
Grynkewich erklärte, er sei sich sicher, dass Russland keinen großangelegten konventionellen Angriff auf Europa starten werde. Der General: „Putin greift zu anderen Methoden, Sabotage zum Beispiel, weil er keine anderen Optionen hat.“ Putin wolle keinen direkten Konflikt. Das liege an der konventionellen Abschreckungsfähigkeit der NATO. Diese müsse man aufrechterhalten und immer wieder anpassen
Auf die Frage, ob der allgemeine Begriff „Schattenkrieg“ für die russischen Aktionen zutreffend sei, entgegnete der General: „Wir müssen die Dinge beim Namen nennen: Sabotage, Brandstiftung oder Terrorattacken sind präzise Begriffe, es gibt klare Antworten darauf. Das hybride Angriffe zu nennen, ist mir zu vage.“
Zur Frage, ob man sich schon im Krieg mit Russland befinde, sagte Grynkewich: „Das ist das gefährliche Spiel von Wladimir Putin. Er will unseren Bevölkerungen einreden, dass es gefährlich ist, die Ukraine zu unterstützen, dass das in einem Krieg mit Russland enden könnte.“ Bisher verfange das zum Glück nicht.
Zusammenfassende Beurteilung
Die Feststellung des SACEUR: „Unsere militärischen Fähigkeiten, die wir in einem Großkonflikt zum Einsatz bringen würden, übertreffen die Moskaus bei Weitem“, wird von Präsident Putin mit großer Wahrscheinlichkeit geteilt. Die Frage ist allerdings, ob sich der russische Präsident damit abfinden kann und wird, denn aus seiner Sicht, ist die NATO vermutlich kein Verteidigungsbündnis. Dafür könnte die Tatsache sprechen, dass die NATO die Zahl ihrer Mitgliedsländer innerhalb weniger Jahre von 16 auf mittlerweile 32 erhöht hat. In diesem Zusammenhang wird Putin einen Beitritt der Ukraine zur Allianz sicherlich nicht akzeptieren und wohl auch nicht endlos zusehen, dass Kiew nur mit Hilfe von NATO Mitgliedsländern in der Lage ist, in dem aktuellen Krieg nicht nur Widerstand zu leisten, sondern auch zunehmend Ziele im russischen Kernland anzugreifen.
Die Beurteilung des US-Generals, dass ein Konflikt (mit Moskau) weder bevorsteht noch unvermeidlich sei, ist aktuell sicherlich zutreffend. Das heißt aber nicht, dass es durch hybride Aktionen Russlands und mögliche falsche Reaktionen oder Lagebeurteilungen eines NATO-Mitgliedslands nicht zu einem „echten“ Krieg kommen könnte. Deshalb ist es von großer Bedeutung, die Gesprächskanäle nach Moskau offen zu halten, so wie es der US-General auch fordert. Leider verbindet er damit keine konkreten diplomatischen Initiativen, die dazu beitragen könnten und vielleicht auch würden, die Spannungen zwischen Russland und der NATO abzubauen.
Generell greift es aus meiner Sicht zu kurz, wenn man sich im Zusammenhang mit einer Bedrohung ausschließlich auf Russland bezieht. Die NATO muss sich bei ihrer Organisation, Ausrüstung und Bewaffnung so aufstellen, dass sie allen Bedrohungen gewachsen ist und zwar nicht nur heute, sondern auch in Zukunft. Dazu sind im Wesentlichen vier Schritte erforderlich, nämlich:
- Analyse möglicher Bedrohungen, ohne konkreten Bezug auf irgendein Land
- Feststellung ob man alle Fähigkeiten besitzt, diesen Bedrohungen zu begegnen
- Schließen möglicher Fähigkeitslücken
- Ständige Aktualisierung und Anpassung dieser Vorgehensweise
Last but not least steht die Beurteilung des SACEURS hinsichtlich der Bedrohungslage im Widerspruch zu den Behauptungen „westlicher“ Politiker, die ständig vor Russland warnen und ihre Bevölkerung mit einer drohenden Kriegsgefahr zunehmend verunsichern, ohne irgendeine diplomatische Initiative zu ergreifen, um u.a. die Eskalation im Ukrainekrieg zu stoppen, bzw. die Gefahren einer „hybriden Auseinandersetzung“ zu verringern.
Eine überzeugende Strategie basiert immer auf zwei Säulen, nämlich auf militärischer Stärke und diplomatischer Kompetenz.
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Russland will doch gar nicht auf diesen Weg zu uns.Er wollte freundschaftliche Beziehungen seit Stalin sagte wir haben die Rohstoffe und Arbeitskräfte und ihr habt auch einiges zu bieten .Tun wir uns doch zusammen wenn ihr ,also Deutschland ,blockfrei bleibt .Gorbatschow hat uns Deutsche vereinigt und was macht unsere Vorzeige Elite
@Dagmar Der gute Gorbatschow hat sich leider wie die Indianer bei der „Besiedlung“ Nordamerikas von den Versprechungen und Lügen des „Wertewestens“ täuschen lassen. Ein Sprichwort sagt: Der weiße Mann aus Washington spricht mit „gespaltener Zunge“ = er lügt, er betrügt und bricht Verträge, aber er hat die besseren Mordinstrumente.
Das Dumme bei den Indianern in Russland ist, die russischen Indianer haben Atomraketen und könnten damit auf die „wertewestliche“ und „friedliche“ USA zurückschießen. Deshalb überlassen die USA den konventionellen Krieg den Vassallenstaaten in Europa. Das ist nicht nur billiger. Die Rüstungsindustrie in den USA profitiert sogar davon und wenn es tatsächlich kracht und knallt, dann trifft es Deutschland und Europa. „Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke!“ 😎💥 sagte schon John McClane, gespielt von Bruce Willis, in „Stirb langsam“.
> Die Rüstungsindustrie in den USA profitiert sogar davon und wenn es tatsächlich kracht und knallt, dann trifft es Deutschland und Europa.
Etliche Politiker der Bonner Republik hatten dafür noch ein Gefühl, nicht nur die Friedensbewegten der 80er, aus deren Mitte die Grünen gegründet wurden.
Das hat sich gewandelt. Die Deutschen fühlen sich nicht mehr als Kriegsverlierer, sondern als fest im westlichen „Wertebündnis“ verankert, heißt mit den USA, den routinierten Wortbrechern, verbunden.
Weitere Vertragsbrüche: Deutscher Einmarsch in Belgien und damit Bruch der Londoner Garantie 1914, Besetzung der Tschechoslowakei und Bruch des Münchner Abkommen 1939.
Aktueller: Im Budapester Memorandum von 1994 verpflichteten sich die USA, Großbritannien und Russland, die politische Souveränität und die bestehenden Grenzen der Ukraine zu achten. 2014 unterstützen die USA den Putsch, forcierten den Bürgerkrieg gegen die russischen Bevölkerungsteile und machen die Regierungen zusätzlich finanziell und wirtschaftlich vollkommen abhängig. Russland nahm die ungeliebte Separatisten und ihre Gebiete auf, was noch zusätzlich Ärger gab.
Aktuell droht der seit Jahren nicht mehr gewählte ukrainische Präsident, dass wenn die Kriegsfinanzierung der EU unterbleibt, die restlichen 20 Millionen Ukrainer auch noch in die EU fliehen würden.
Die USA juckt das nicht. Bestenfalls ist zu erwarten, dass die Republikaner darauf verweisen, wie wichtig streng kontrollierte Grenzen sind.
Die Ukraine wäre dann wieder dort, wo ihre (seltsame) Geschichtsschreibung beginnt. Ein vom Krieg zwischen Ost- und Westmacht zerstörtes Grenzland, in den nur einige Versprengte ihr Heil als Lohnkrieger für mal diesen mal jenen fristen und wieder verschwinden, sobald sich eine Macht durchsetzt und Frieden herrscht.
Bei deisem Autoren weiss man schon, wenn man den Autorennamen in der Headline gesehen hat, worum es gehen wird. Weiterlesen grundsätzlich überflüssig, der Name alleine steht für die zu vermittelnde Suggestion und Einseifen. Auch diesmal -ohne es gelesen zu haben- erlaube ich mir, eiine Zusammenfassung zu posten. Es geht entweder um die -an sich- gute Bundeswehr und/oder um die -an sich- gute NATO, Beide seien nach Ansicht des Autors in den letzten Jahren von ihrem guten, in der Welt friedensstiftenden Weg abgekommen -entsprechende Korrekturen in den Zielsetzungen und exekutivischer Umsetzung seien daher notwendig, Für diesen Budeswehr- und/oder NATO- Revisionismus fühlt sich der Autor zuständig. Er hat zwar als ein weiterer pensionierter Staatsbedienstete aus dem Autorenangebot der Staatspensionäre beim OV- Magazin im System nichts zu sagen, fungiert dort aber -selbstmandatiert- als eine Art externer „Bundeswehr- und NATO-Berater“. Die üblichen,. typisch deutschen Postulate -stes an Andere gerichtet- „sie sollen“, „sie müssen“ als Ersatz für Politik in Deutschland sind sicherlich auch formuliert und vertrauenswürdig dem Zielpublikum vermittelt worden.
Sie haben völlig recht:
Bei Herrn H. weiss man vorher, was kommt.
Herr H. könnte locker NATO-Pressesprecher werden: von denen gibt es – wie mir scheint – sowieso schon 100e oder mehr: da kommt es auf einen mehr oder weniger nicht an.
Jeder weiß, die Nato ist kein Verteidigungsbündnis. Und so zu tun, dass das so wäre, ist einfach unredlich. Schaut man sich die Geschichte dieser US-amerikanischen „Vorfeld“-Organisation zur Verteidigung des „Gartens“ gegen den „Dschungel“ an, ist das sonnenklar. Frieden geht anders – wenn man ihn den wirklich wollte und nicht nur heuchelte.
@AeaP Ob das „jeder“ weiß, das ist eben die Frage. Auch die mehrheitlich europäischen und „christlichen“ Siedler haben sich gegen die unzivilisierten wilden nordamerikanischen Ureinwohner aka Indianer nur „verteidigt“. Historische Tatsache ist allerdings, dass diese „zivilisierten“ Siedler den Ureinwohnern „im Namen Gottes“ das Land gestohlen, sie belogen, betrogen und bis auf eine paar Restbestände ausgerottet haben. Der Gott der US-Amerikaner war und ist ein Mörder und Terrorist.
Der Begriff im Westen ist ja nicht umsonst „Verteidigung“, nicht „Selbstverteidigung“. Verteidigung bedeutet dann idR Interessenverteidigung, das ist das Gegenteil von Selbstverteidigung.
„SACEUR: Die NATO ist Russland militärisch deutlich überlegen“
Das ist, konventionell zumindest, ein ziemlich alter Hut:
Die NATO gibt zehnmal mehr für Rüstung aus wie Russland (2025):
32 NATO-Staaten: 1.506 Milliarden US-Dollar
USA: 997 Milliarden US-Dollar
NATO Staaten ohne USA: 503 Milliarden US-Dollar
Russland: 149 Milliarden US-Dollar
Deutschland: 88,5 Milliarden US-Dollar
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben
https://www.greenpeace.de/frieden/kraeftevergleich-nato-russland
Der Overton-Autor:
„Das heißt aber nicht, dass es durch hybride Aktionen Russlands (…) nicht zu einem „echten“ Krieg kommen könnte.“
…..der tägliche „russische hybride Krieg“ sei mit uns
Der Overton-Autor:
„Die NATO muss sich bei ihrer Organisation, Ausrüstung und Bewaffnung so aufstellen, dass sie allen Bedrohungen gewachsen ist und zwar nicht nur heute, sondern auch in Zukunft.“
Siehe obrige Angaben – das sollte reichen
Dieser General scheint die verangenen 24 Monate in einem gut versiegelten Keller gelebt
zu haben. Ihm sind die Oroschniks, die Atombetriebenen Raketen und Torpedos und weitere
Neuigkeiten der Russen wohl irgendwie nicht bekannt gemacht worden. Auch das Disaster
mit dem Überfall auf den Iran durch die USA und Israel hat er nicht bemerkt. Er will einen
Vormarsch der Russen verhindern. Die Russen werden aber gar nicht einen Vormarsch beginnen.
Hat man Herrn Putin denn wirklich gar nicht zugehört? Russland hat absolut kein Interesse
in den Westen zu marschieren. Aber! Wenn die Nato es wagt Russland zu betreten, wird sich
Russland mit allen Waffen die zur Verfügung stehen wehren. Die Nato hat noch keine Waffe
mit der sie sich gegen die Hyperschallwaffen verteidigen könnte. Die so gepriesene F35 wird
gar nicht den Weg zur Startbahn schaffen. Wir brauchen keine Spacken wie diesen General,
wir brauchen Politiker, die endlich wieder für Frieden auf diesem Planeten sorgen können.
Allerdings wird das ohne einen totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch der USA und dem
damit verbundenen Machtverlust, nicht funktionieren.
Selbstverständlich ist die NATO Russland ⚔️ 🪖 militärisch haushoch überlegen. Das gilt sogar für die USA allein ohne die anderen NATO-Mitgliedsstaaten.
Der einzige und banale Grund dafür, dass die USA Russland nicht angreifen und okkupieren, ist die Tatsache, dass Russland über nukleare Raketen verfügt, die auch die USA treffen könnten. Selbst dann, wenn von 100 Raketen nur drei NY, Washington und Fort Leavenworth treffen würden und alle andere Raketen vorher abgefangen werden, wären die Auswirkungen für die USA katastrophal.
Staaten wie Venezuela haben keine (transkontinentalen) Raketen mit nuklearen Sprengköpfen. Da schickt der Imperator Donald Trump einfach die US-Armee, kidnappt und verschleppt den Präsidenten Venezuelas in die USA, weil der die Ölreserven seines Landes nicht zu Dumping-Preisen an die USA verkaufen will. Es geht hier nicht um „Verteidigung“, es geht hier um ökonomische Interessen, um Plutokratie, um Kapitalismus, Feudalismus und um Geopolitik.
Merke:
Raketen mit nuklearen Sprengköpfen, die der Gegner schickt,
könnten das eigene Land treffen, das daran erstickt.
Deshalb greift man den „Feind“ nicht an,
weil diese Vergeltung auch die USA zerstören kann.
(Rainer Reimer, Reimstadt am Rhein, Reimland 2026)
„Selbstverständlich ist die NATO Russland militärisch haushoch überlegen. Das gilt sogar für die USA allein ohne die anderen NATO-Mitgliedsstaaten.“
Statt blind Westblock-Propaganda nachzubeten würde ich Ihnen empfehlen, sich mit den Einschätzungen von Militär- und Geheimdienstexperten vertraut zu machen, die eben kein Gehalt von der Nato beziehen. Martyanov, MacGregor, Ritter, Johnson, Crooke, Vad oder auch Gast wären ein paar leicht verfügbare Namen.
Und dann würde mich ihre Erklärung interessieren, wieso die USA und Israel mit Nato-Unterstützung gegen den Iran bisher so kläglich abgeschnitten haben.
Liegt es vielleicht daran, dass der Iran über wesentlich mehr Schiffe, Flugzeuge, Panzer, Raketen, Drohnen und Soldaten verfügt als die gesamte Nato oder zumindest die USA und Israel alleine und natürlich auch über ein deutlich höheres BIP? Oder vielleicht daran, dass der Iran ganz allgemein über ein konventionelles Militär verfügt, dass etwa zehnmal so stark ist wie das Russische?
Ich denke Sie merken selber, dass Sie an dieser Stelle Unsinn schreiben.
Jetzt wurde schon zwei Male mein Kommentar ohne Ankündigung ins Nirvana geschickt.
Gebt mir eine Ansage, wenn ich hier nicht mehr kommentieren soll. Dann spare ich mit gleich
die Mühe etwas zu tippen.
kenne ich irgendwo her. Und jetzt noch die 100 Zeichen voll machen. Mist, immer noch vierunddreißig.
Ich muss sagen, dass ich eher glaube, dass das ein Bug oder eine Fehlkonfiguration ist. Mir ist das auch schon passiert und es war immer umgehend, ohne den Hinweis „der Kommentar wartet auf Freischaltung“. Ein Feedback von der Redaktion dazu wäre allerdings mal nicht schlecht.
Auch kann die Forensoftware echt mal ein paar kleinere Updates vertragen. Ich finde es z.B. immer sehr mühsam, überhaupt die eigenen Posts wieder zu finden, wenn man da kein Bookmark drauf gelegt hat. Z.B. um zu schauen ob es eine Antwort gibt, die eine Erwiderung benötigt.
Warum sollten die das. Kostet bloß Geld. Offensichtlich ist das Hauptziel der Website, Werbung zu verkaufen.
Deshalb filtert man großzügig aus, damit man unter dem Radar der Zensur bleibt.
Ceterum censeo intellegentiam artificialem vestram in cloacam demergendam esse.
wie ich bei Gelegenheit schon schrieb:
Ceterum censeo intellegentiam artificialem vestram in cloacam demergendam esse.
also mal ganz ehrlich Herr Hübschen,
die Nato steht mit Waffen und die EU mit Milliarden hinter der Ukraine.
Nato/EU wussten ganz genau, dass die Einladung 2008 an die Ukraine eine dunkelrote Linie für Moskau war, die mahnenden Stimmen von vielen Analysten, Diplomaten und Politiker wurden überhört, ja völlig ignoriert!
Ist es nicht so, dass man seitens der Nato/USA austesten wollte und immer noch will, wie weit Moskau gehen wird, um eine Natomitgliedschaft der Ukraine zu verhindern?
Mittlerweile haben sich die Ziele der Nato ja verschoben, es geht nicht mehr nur um die Ukraine, es geht um die „strategische Niederlage Russlands“.
Russland zerschlagen, wie naiv und zugenagelt muss man eigentlich sei, um so was in Betracht zu ziehen?
Ob die Nato der russischen Armee überlegen ist oder nicht, es wird kein konventioneller Krieg geben, egal ob der Startschuss an der
norwegisch-russischen Grenze, an der finnischen, baltischen oder polnischen
Grenze fällt, egal wer anfängt,
es wird ein strahlendes Ende nehmen, die Amerikaner werden keinen Finger rühren,
um nicht ein Inferno an ihren Küsten erleben zu müssen.
Herr Hübschen ist BRD-Sozialisiert und hat den Großteil seines Lebens bei Bund und Nato verbracht.
Sein Weltbild lässt nichts anderes zu.
Und das dumme Volch hält still und falls doch nicht wettert es gegen den ‚widerlichen‘ Kreml-Schurken, schimpft und zetert darob. Und opfert nicht nur sein friedliches Leben, sondern auch seinen Wohlstand und seinen Sozialastaat und was immer sonst noch so das gedeihliche Vorankommen von MIK und seinen „Aktionären und Aktionärinnen“ gar so schröcklich zu stören vermag.
Und wenn mal der ‚Bärentatzenschinken‘ vertilgt werden konnte und – Überraschung – diese grässlichen ‚Dlachenzungen süßsauel‘ im Anschluss auch noch, dann – ja dann – herrscht endlich mal Ruhe? Was macht ein Süchtiger, wenn sein Stoff ausgeht? Genau!!! Wetten dass, dann geht es – ganz bestmmt – gegen die ET’s vom äußeren Rand des expandierenden Universums. Solange, bis auch noch der letzte Sparstrumpf von uns’Oma in Sondervermögen umgetauscht werden mußte. Von ihr’Häusken ganz zu schweigen. Und der SACEARTH jeweils im Amte vermeldet bis auf Widerruf – aber sicher doch, die in die Milky-Way-Defense-Organization gewandelte NATO wird ganz gewiß die AUTO – die ‚außer-universale-Terror-Organisation‘ irgendwann einmal vernichten können.
Zitat: „Mittlerweile haben sich die Ziele der Nato ja verschoben, es geht nicht mehr nur um die Ukraine, es geht um die „strategische Niederlage Russlands“.“
Das stimmt nicht: das Ziel war von vornherein Russlands Niederlage.
Die Ukraine war nur als „Opferstaat“ vorgeschoben, mit der Hoffnung, dass diese es richten wird.
Insofern ist die Ukraine nur das Vor- oder Zwischenspiel.
Der US-Imperialismus und -hegemonialismus hat klare Ziele: die Herausforderer / Widersacher zu unterwerfen.
Sonst stimme ich zu.
Der alberne Verein ist Russland im Zweifel nicht ansatzweise gewachsen. Nur bim Größenwahn, da sind sie die größten….
Nun gab es eine NATO-Doktrin namens „Massive Response“. Ist das massive response, was Grynkewitch da sagt? Eigentlich nicht. Er will letztlich wohl sagen: wir sind so stark, dass wir das nicht nötig haben.
Man sollte ihn nicht überbewerten. Vom Politischen hat er keine Ahnung.
Das war eher „strategische Kommunikation“ a la „Sieh her Putin, wir wollen keinen Atomkrieg, weil den alle verlieren würden. Uns reicht ein konventioneller Krieg, den wir sicher gewinnen. Also bitte füge dich in deine Niederlage.“
Was er nicht sagt:
Sollten SACEURS bunte Truppen allerdings auf die konventionelle Verlierstraße geraten, werden sie natürlich die Atombomben raus holen. Noch schlimmer als zwei gemeinsame Verlierer ist ein einzelner Verlierer, der NATO heißt.
Was er auch nicht sagt:
Er und sein Chef am Potomac haben gar keinen Einfluß darauf, was die russ. Regierung im Falle einer drohenddn Niederlage macht.
Ach so:
Ceterum censeo intellegentiam artificialem vestram in cloacam demergendam esse.
Die regelmäßigen Erklärungen hoher und weniger hoher Nato-Militärs gehören fast ausschließlich in die Kategorie „Informationskrieg“. Trotzdem sollte man sie nicht unbeachtet lassen, da sie die praktische Kriegspolitik der Nato mitformen.
Dem Autor sei Dank, dass er sich (auch für uns) damit beschäftigt. Seiner zusammenfassenden Beurteilung allerdings kann ich in einigen Punkten nicht zustimmen. Im Folgenden führe ich kurz aus, wo und warum:
„Die Feststellung des SACEUR: „Unsere militärischen Fähigkeiten, die wir in einem Großkonflikt zum Einsatz bringen würden, übertreffen die Moskaus bei Weitem“…
Das entspricht nur der Wirklichkeit der konventionellen militärischen Kräfteverhältnisse in Europa, wenn man das Kriegsgerät von dem die Nato zumindest formal mehr verfügt zusammenzählt und mit dem Russischen vergleicht. Dass dieser Ansatz nichts taugt, sollte eigentlich seit dem US-amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran klar sein.
„… wird von Präsident Putin mit großer Wahrscheinlichkeit geteilt.“
Ich kenne die Einschätzung des russischen Präsidenten über das militärische Kräfteverhältnis nicht, denke aber, wir dürfen davon ausgehen, dass es auf den Daten und Einschätzungen der russischen Militärführung beruht und nicht auf Nato-Propaganda.
„…, denn aus seiner Sicht, ist die NATO vermutlich kein Verteidigungsbündnis.“
Wohl nicht nur aus seiner Sicht.
„In diesem Zusammenhang wird Putin einen Beitritt der Ukraine zur Allianz sicherlich nicht akzeptieren und wohl auch nicht endlos zusehen, dass Kiew nur mit Hilfe von NATO-Mitgliedsländern in der Lage ist, in dem aktuellen Krieg nicht nur Widerstand zu leisten, sondern auch zunehmend Ziele im russischen Kernland anzugreifen.“
Das sehe ich auch so. Ersteres dürfte allen interessierten Beobachtern bekannt sein und letzteres stellt die russische Führung vor die Alternativen, wenn es nicht mehr anders geht massiv auf Nato-Staaten zurückzuschießen, oder zu versuchen vorher den Preis für Nato-/EU-Europa für eine Fortsetzung des Krieges in die Ukraine soweit hochzutreiben, dass Nato-/EU-Europa passen werden muss, sollte es nicht willentlich den eigenen Zusammenbruch in Kauf nehmen. Ich denke, das zweite ist das worauf wir zusteuern.
„Die Beurteilung des US-Generals, dass ein Konflikt (mit Moskau) weder bevorsteht noch unvermeidlich sei, ist aktuell sicherlich zutreffend.“
Wie immer der US-Informationskrieger und unser Autor das meinen, mein ist Standpunkt, dass wir uns bereits seit einigen Jahren in diesem Konflikt befinden und es somit semantisch sogar richtig ist, dass er uns nicht mehr „bevorsteht“.
„Das heißt aber nicht, dass es durch hybride Aktionen Russlands und mögliche falsche Reaktionen oder Lagebeurteilungen eines NATO-Mitgliedslands nicht zu einem „echten“ Krieg kommen könnte.“
Der Punkt der hierhin gehört ist, dass die Nato gegen Russland beständig immer höher eskaliert und Russland nur solange keine Ziele auf Nato-Gebiet zerstören wird, solange die Kalkulationen der russischen Führung ergeben, dass sie mit Abwarten und „Abnutzen“ weiterhin bessere Chancen hat einen möglichst großen Teil ihrer Ziele zu einem möglichst vertretbaren Preis zu erreichen. Sobald dass nicht mehr der Fall ist, dürften auf uns Zerstörungen zukommen, die für die meisten unverstellbar sein dürften.
„Deshalb ist es von großer Bedeutung, die Gesprächskanäle nach Moskau offen zu halten, so wie es der US-General auch fordert.“
Leider hat Nato-/EU-Europa alle offiziellen Gesprächskanale mit Russland zerstört und ihre Führungsebene zeigt bislang keinerlei Bereitschaft umzusteuern. Ob oder auf welchen Feldern die Gesprächskanäle zwischen US Amerika und Russland belastbar sind, kann ich beim besten Willen nicht einschätzen.
„Leider verbindet er damit keine konkreten diplomatischen Initiativen, die dazu beitragen könnten und vielleicht auch würden, die Spannungen zwischen Russland und der NATO abzubauen.“
Dafür wird er auch nicht bezahlt, sondern für das Verkünden von Überlegenheitspropaganda und der bevorstehenden Unterwerfung Russlands.
„Die NATO muss sich bei ihrer Organisation, Ausrüstung und Bewaffnung so aufstellen, dass sie allen Bedrohungen gewachsen ist und zwar nicht nur heute, sondern auch in Zukunft.“
Das ist schlicht nicht möglich.
„Last but not least steht die Beurteilung des SACEURS hinsichtlich der Bedrohungslage im Widerspruch zu den Behauptungen „westlicher“ Politiker, die ständig vor Russland warnen und ihre Bevölkerung mit einer drohenden Kriegsgefahr zunehmend verunsichern, ohne irgendeine diplomatische Initiative zu ergreifen, um u.a. die Eskalation im Ukrainekrieg zu stoppen, bzw. die Gefahren einer „hybriden Auseinandersetzung“ zu verringern.“
Westliche Politiker verunsichern ihre Bevölkerung nicht in erster Linie mit einer drohenden Kriegsgefahr, sondern sie führen sie durch ihr beständiges Eskalationsstreben gezielt herbei.
„Eine überzeugende Strategie basiert immer auf zwei Säulen, nämlich auf militärischer Stärke und diplomatischer Kompetenz.“
Hier fehlt die wie ich finde mittlerweile entscheidende dritte Säule – möglicherweise deshalb, weil sie zur aktiven Zeit unseres Autors im Militär schlicht selbstverständlich war – nämlich das Kalkulieren auf Basis der Realität und nicht des Wunschdenkens.
Abschließend ist meine Einschätzung, dass die Nato keine Chancen mehr hat den Krieg gegen Russland in der Ukraine „zu gewinnen“ (was immer das nach drei Millionen Opfern auf der eigenen Seite und einem verbliebenen Rumpf-Failed-State bedeuten soll) und dass die wichtigsten Nato-Staaten nach viereinhalb Jahren Abnutzungskrieg bereits so abgenutzt sind, dass Russland den Zeitpunkt in diesem Herbst und Winter für gekommen hält, den Krieg in einer Weise zu entscheiden, der nicht nur den Zusammenbruch der Restukraine zur Folge haben wird, sondern auch den Kollaps wichtiger EU-Staaten (Frankreich zum Beispiel) und möglicherweise des EU-Blocks in seiner Gesamtheit.
Ob die Nato die Niederlage gegen Russland in der Ukraine als Organisation überleben wird, steht im Moment noch in den Sternen. Militärexperten wie Douglas MacGregor oder Andrei Martyanov, die nicht von der Nato bezahlt werden, glauben jedenfalls nicht mehr daran.
Und wenn Nato und/oder EU „die ihr verbliebenen Karten“ ausspielt, nämlich Russland zu militärtechnischen Maßnahmen gegen europäische Nato- und/oder EU-Staaten zu zwingen, sollten wir uns auf die Möglichkeit eines massiven konventionellen Gegenangriffs einstellen, und uns bewusst sein, dass wenn die Nato dann immer noch nicht klein beigibt, sondern weiter eskaliert, dass dann eben auch die nuklearen Optionen mit am Tisch des russischen Sicherheitsrates liegen.
Danke. Gut zusammengefasst. Ihr Kommentar entspricht in etwa meinen Überlegungen.
Es wird in den kommenden etwa drei bis fünf Jahren noch sehr viele politische und soziale Turbulenzen/ Unruhen geben. Denn wie erleben gerade in Echtzeit den Untergang des transatlantischen Imperiums mit…
Der General hat schon recht mit der Feststellung, dass die NATO konventionell haushoch überlegen ist. Deshalb funktioniert ja auch der Stellvertreterkrieg, bei dem man die Ukraine dafür rüstet Russland anzugreifen, während Russland keinen einzigen Schuss auf den Verursacher des Krieges abgeben kann.
Wie lange Russland jedoch noch stillhält ist die Frage, wenn die NATO weiterhin Moskau und ST.Petersburg beschießen lässt. Allein gestern wieder mit über 1100 Drohnen.
Irgendwann knallt es dann zurück. Nein der Russe wird keine Soldaten schicken, er wird dann Atombomben schicken. Es ist nur eine Frage wie weit die NATO es noch treibt, damit es Wirklichkeit wird.
Trux: Solange kein Nato Soldat die russische Grenze überquert, wird Russland keine Atomwaffen
einsetzen. Allerdings könnte es zur Warnung Angriffe auf die Produktionsanlagen für Drohnen geben.
Es ist schon durchgesickert, dass für den Angriff auf St. Petersburg neue Langstrecken Drohnen aus
deutscher Produktion eingesetzt wurden. Die Ruhe, die im Moment von Russland ausgeht könnte
nichts Gutes verheißen. Ein ganz böses Zeichen wäre die Auflösung des 2+4 Vertrages durch Russland
in den nächsten Tagen. Dann gilt nur noch der Waffenstillstandsvertrag. Und den hat Deutschland
jetzt schon mehrfach verletzt. Von den ehemaligen Alliierten wird Deutschland dann keine Hilfe erwarten
können. Wahrscheinlich hält sich die USA deshalb schon so offensichtlich zurück.
@ Trux
Einen russischen Atombombengegenangriff aus dem Nichts können wir denke ich aus mehreren Gründen ausschließen. Laut Martyanov hat Russland den Einsatz von Atomwaffen auch gar nicht nötig, auch wenn ich meine, dass er aus kriegsökonomischen Gründen nützlich sein dürfte.
Natürlich kann die Nato alles erzwingen, aber wir dürfen dennoch davon ausgehen, dass Russland seinen ersten Gegenangriff mit konventionellen Mitteln ausführen wird, unterfüttert von diplomatischen Schritten und kombiniert mit wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen. Erst wenn die russische Führung klar sagt: „Jetzt ist Schluss, sonst …“ und die Nato sagt „Nö, wir möchten gerne weiterkämpfen“ oder wenn die Nato alles was sie hat auf einmal gegen Russland wirft, was kaum passieren dürfte, liegen die atomaren Optionen mit am Tisch.
@ Inninör
Alle Signaturstaaten des 2+4 Vertrages außer Russland sind mit Deutschland über die Nato verbündet. Ein Ausstieg Russlands so er rechtlich überhaupt möglich ist, beziehungsweise die Monierung ernsthafter Vertragsverletzungen, kann Russland als diplomatische Unterfütterung militärtechnischer Maßnahmen gegen Deutschland einsetzen, mehr aber nicht. Das gleiche gilt auch für die Feindstaatenklausel der UN-Charta.
Deine Überlegungen sind deshalb rein theoretischer Natur. In der Praxis der Konfrontation / des Krieges Nato gegen Russland bedeuten sie nichts außer dem bereits Erwähnten. Was Nato-intern zählt sind die Interessen der Nato und nicht irgendwelche Verträge von irgendwem von irgendwann. Auch führt die Fixierung auf Deutschland in die Irre. Die Nato in ihrer Gesamtheit ist Russlands Feind, nicht nur oder im Speziellen Deutschland. Und diejenigen, die Russland beschießen sind – bislang jedenfalls – in erster Linie US-Amerikaner und Briten.
Kann mir bitte jemand die Relevanz von Fregatten, U-Booten und F-35 Jets in einem Konflikt mit Russland erklären? Erstere sind bedeutungslos in einem Landkrieg, letztere sind nur fürs „Endgame“ brauchbar, wenn die Luftabwehr des Gegners weitgehend ausgeschaltet ist.
War ja klar, dass Grynkewich wieder so ein Air Force-Spinner ist, der nicht verstanden hat, wie Landkriege funktionieren. Ich hätte mir gewünscht, dass das auch im Artikel deutlicher herausgearbeitet hätte. Ich sehe da nämlich kein gutes Argument, weshalb die NATO überlegen sein sollte. Mannstärke ist es derzeit definitiv nicht, und bei den relevanten Waffengattungen wie z.B., Artillerie kommt die NATO schon seit Jahren nicht mehr hinterher, wie man selbst in westlichen Medien nachlesen konnte.
Nur weil die inkompetenten Studien zur vermeintlichen Überlegenheit der NATO dauernd zitiert werden, macht das die Fehldeutung nicht besser.
Übrigens sehr interessant und kein gutes Zeichen für die Friedensbewegung:
In ihrer wahnhaften Vorstellung einer übrwältigenden Militärmacht „NATO“, decken sich Kriegsgegner, wie NATO-Generäle.
Das zeugt von allem, bloß nicht echter Kompetenz und genuin strukturell durchdachter Fachkritik.
Ich schlage vor, die NATO-Studien von GREENPEACE gründlich zu lesen insbesondere die Fußnoten, den in den Fußnoten angeführten Quellen zu folgen und sich anzusehen, wer diese Quellen sind.
Man wird sehr schnell feststellen, dass es NATO-nahe think tanks sind und v.a. ukrainisches Militär die mit märchenhaften Zahlen und Wunschvorstellungen operieren, die absolut nichts mit der traurigen Realität gemein haben.
Natürlich total interessefreie und neutrale Akteure in diesem Krieg! 😂😂😂
Die sagen alle die Wahrheit, richtig?!
Ich bin schon verwundert wie man mit solche Scheren im Hirn herumrennen kann:
Während im Irankrieg mittlerweile alle Welt weiß, dass die USA für große, echte Kriege gegen (nahezu) gleichwertige Gegner (ganz zu schweigen von überlegenen, wie Russland) absolut ungeeignet ist, z.B. weil sie die Entwicklungen der letzten 30 Jahre ignoriert hat, wird dasselbe Militär – denn die NATO ist im Kern nicht viel mehr als USA + Europa als Anhängsel – ganz plötzlich zur übermächtigen Superarmee.
Seufz.
Oder vielleicht mal Steve Jermy lesen, ist kürzer.
Als eine von vielen professionellen Quellen.
https://stevejermy.substack.com/
pars pro toto:
„The Coming War with Russia: A European Road to Ruin
Because we cannot adequately defend against conventional ballistic missiles and have no defence against hypersonic missiles, the damage to our economies would be catastrophic.“
2.7.26
https://stevejermy.substack.com/p/the-coming-war-with-russia
Solche selbst ernannten Sicherheitsexperten gehören für mich nicht auf ein Rednerpult, sondern müssen für ihre verantwortungslose Kriegsrhetorik politisch zur Rechenschaft gezogen werden. Wer von militärischer Überlegenheit und einem Sieg über Russland schwadroniert, blendet aus, dass Russland eine Atommacht ist und eine solche Eskalation katastrophale Folgen für die gesamte Menschheit haben könnte. Das ist keine Strategie für Frieden, sondern brandgefährliches Gerede!
Die NATO nennt sich ein Verteidigungsbündnis. Dann soll sie endlich beweisen, dass sie Frieden sichern will, durch Diplomatie, Verhandlungen und ernsthafte Gespräche mit Russland. Stattdessen werden Milliarden für Waffen verbrannt, während Menschen sterben, die Schulden steigen und Europas wirtschaftliche Zukunft aufs Spiel gesetzt wird.
Und wer glaubt, diese Entwicklung sei einfach eine Verkettung von Zufällen, sollte zumindest fragen, wem sie nützt und wer dafür bezahlt. Die westlichen Staaten haben sich wirtschaftlich und politisch in eine Sackgasse manövriert. Ob dahinter ein gezielter Plan für einen Systemumbau steckt, muss belegt werden. Die Folgen der gegenwärtigen Politik sind schon schlimm genug.
Europa braucht keine Kriegspropheten, keine Siegesfantasien und keine weitere Eskalation. Es braucht Verantwortliche, die den Mut haben, ihre Fehler einzugestehen und diesen Krieg durch Diplomatie zu beenden. Denn am Ende zahlen die Menschen die Rechnung, mit ihrem Geld, ihrem Wohlstand und viel zu oft mit ihrem Leben.
Wer wem gewachsen ist, ist im Ernstfall unwichtig.
Bei einem intensiven Verlauf sind dann alle tot.
Jede Diskussion darüber ist sinnlos.
Nur Gespräche zwischen den Gegnern, die ohne Vorbedingungen, wird uns aus dieser Situation eventuell rausbringen.
Wenn ich solche Mediengeneräle der NATO nur sehe, habe ich schon genug, und somit auch von den deutschen Exemplaren.
Mir scheint, bei der NATO darf jeder Mal aufsagen, was der Noch-Hegemon hören will, und die Nicht-US-NATO-Offiziere dürfen damit ihre Unterwürfigkeit demonstrieren.
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Herr Hübschen und sein Weltbild von der „heilen westlichen Welt der Guten“, Zitat:
„Generell greift es aus meiner Sicht zu kurz, wenn man sich im Zusammenhang mit einer Bedrohung ausschließlich auf Russland bezieht. Die NATO muss sich bei ihrer Organisation, Ausrüstung und Bewaffnung so aufstellen, dass sie allen Bedrohungen gewachsen ist und zwar nicht nur heute, sondern auch in Zukunft.“
Herr Hübschen sieht den Splitter im Auge des anderen, aber den Balken im eigenen nicht.
Die westliche Welt, und damit die NATO, bedroht die ganze Welt: so muss diese sich wappnen, um der NATO-Bedrohung gewachsen zu sein.
Die „Angloamerikanischen -Massenmörder als Speerspitze einer Nato-Mafia“ . . .
. . . die immer noch vorgibt sich für Frieden und Freiheit einzusetzen.
Der Wahrheitswert strebt gegen Null . . .
Dieser Desinformationszirkus a la von der Leyen, Kallas und dem Ukraine Kanzler Merz ist mittlerweile als „Einahmen-Roulette von Blackrock, Vanguard“ zu verstehen !
Und Merz und Blackrock ???
Da war oder besser ist doch was ! ! !
Gewinne für die Kalten Krieger . . . Tod und Elend für die Verarschten . . .
Das ist Deutschland heute . . . denn ein Morgen danach wird es nicht mehr geben ! ! !