
Die Bundesregierung treibt die Rüstungskooperation deutscher Unternehmen mit ukrainischen voran. Das machen auch andere EU-Staaten. Man will damit aus der Kriegserfahrung der ukrainischen Waffenhersteller lernen und die Kampffähigkeiten der Ukraine gegen Russland stärken. Die Kooperationen dienen auch dem Zweck, dass Beschränkungen fallen können, die bei Lieferung etwa von weitreichenden Waffen wie Taurus bestanden haben, aber sie ziehen auch die EU-Staaten direkt in den Krieg hinein, die gemeinsam mit der Ukraine den Krieg gegen Russland führen. Die EU-Staaten wollen die USA, die unter Trump sich aus dem Ukraine-Krieg verabschiedet haben und sich aus der Nato zurückziehen, ersetzen, aber sie werden nun auch mögliche Ziele russischer Angriffe, weil die USA wahrscheinlich nicht mehr zur Hilfe kommen werden und der Beistandspakt nicht mehr gilt.
Die russische Führung hat einerseits die Schwäche Europas erkannt, aber sieht sich andererseits auch durch die Rüstungskooperationen der EU-Staaten mit der Ukraine bedroht, weil diese damit sich aufrüsten und neue Waffen entwickeln kann. In Moskau sieht man wieder einmal rote Linien überschritten, Anlass dürfte vor allem die Verkündigung der strategischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine gewesen sein. Die Frage wird sein, ob sich die EU-Staaten von der russischen Drohung beeinflussen lassen oder sie wie einige andere davor nicht ernstgenommen werden muss, weil Russland nicht die europäischen Nato-Staaten angreifen wird, selbst wenn die USA nur zusehen würden. Aber noch sind die USA mit vielen Soldaten und Stützpunkten in Europa vor Ort. Wie würde Washington also reagieren, wenn gezielt ein Rüstungsunternehmen in Deutschland angegriffen werden sollte?
Das russische Verteidigungsministerium verweist auf einen Beschluss mehrerer europäischer Länder vom 26. März, mehr Drohnen an die Ukraine für Angriffe auf russisches Territorium herzustellen und zu liefern. Darüber habe man Informationen, Näheres wird nicht gesagt. Möglicherweise bezieht sich das auf die von der EU-Kommission am 1. April beschlossenen Ausnahmeregelungen für die Beschaffung von Drohnen oder auf andere Vereinbarungen wie die Lieferung von 120.000 Drohnen von Großbritannien.
„Wir betrachten diese Entscheidung als einen bewussten Schritt, der zu einer drastischen Eskalation der militärpolitischen Lage auf dem gesamten europäischen Kontinent und zur schleichenden Umwandlung dieser Länder in das strategische Hinterland der Ukraine führen wird“, schreibt das russische Verteidigungsministerium. Gewarnt wird: „Statt die Sicherheit der europäischen Staaten zu stärken, führen die Handlungen der europäischen Machthaber diese Länder zunehmend in einen Krieg mit Russland hinein.“ Als Ursachen gelten ukrainische und „gemeinsame“ Unternehmen, die Drohnen oder Komponenten herstellen. Die europäische Öffentlichkeit sollte die Standorte kennen, weswegen entsprechende Karten veröffentlicht wurden.
Danach werden Drohnen für Angriffe auf Russland in London, München, Prag und Riga hergestellt. In Spanien werden Komponenten in einem Werk in Madrid montiert, in Italien in vier Werken. Ukrainische Drohnenhersteller haben Niederlassungen in acht europäischen Ländern. Komponenten werden außerdem aus Deutschland, der Türkei, Israel, Spanien, Italien und Tschechien geliefert.

In Deutschland werden Davinci Avia und Auterion Airlogistics Germany mit der Shahed-ähnlichen Kampfdrohne Anubis mit einer Reicheweite bis zu 1600 km genannt. Auch Adressen werden aufgeführt (Felaskostr. 10 in Feldkirchen und Lerchenauerstr. 28). Beim Besuch von Selenskij in Berlin wurde ein Kooperationsabkommen von Auterion Airlogistics mit der Ukraine über die Lieferung von Tausenden von „autonomen Angriffssystemen mittlerer Reichweite mit leistungsstarker KI-Steuerung“ geschlossen.
München bzw. Bayern sind zentrale Standorte für die Rüstungsindustrie, was die Produktion von Drohnen und Raketen angeht. Letztes Jahr hatte Quantum Systems (Gilching) mit dem ukrainischen Startup Frontline Robotics das Joint Venture Quantum Frontline Industries (QFI) gestartet und am 1. April die ersten Linza-Drohnen den ukrainischen Streitkräften geliefert. Die haben allerdings nur eine Reichweite von 10 km, weswegen das Joint Venture vom russischen Verteidigungsministerium wohl nicht genannt wurde. Im März wurde die Lieferung von 15.000 STRILA-Abfangdrohnen vereinbart. Und in Berlin wurde die Gründung von zwei neuen Joint Ventures für Drohnen und Bodenroboter beschlossen.
Medwedew spitzte gemäß seiner Rolle die Bedrohung zu: „Die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums ist wörtlich zu nehmen: Die Liste der europäischen Betriebe, die Drohnen und andere Ausrüstung herstellen, ist eine Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte. Wann es zu Angriffen kommt, hängt davon ab, wie es weitergeht. Schlaft gut, liebe europäische Partner!“
Kaum derzeit vorstellbar, dass Russland Ziele in London oder München angreifen wird, möglicherweise eher in den baltischen Staaten. Aber Moskau stellt heraus, dass gerade bei Drohnen mit einer großen Reichweite die Drohnenhersteller und ihre Umgebung auch ins Zielvisier geraten und nicht nur ihre Geschäfte im sicheren Ausland machen können, um Waffen für eine Kriegspartei zu liefern.
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Es sieht nicht gut aus und ich hoffe, daß dies niemals geschehen wird. Jedoch könnte es evtl. den ein oder andere Aufwachmoment bei der geboosterten Schlafwandel Fraktion auslösen. Aber ich glaube eher nicht.
„On all sides, nichts als Krieg u. Liederlichkeit“ (Brief von Karl Marx an Friedrich Engels, 22. Februar 1858). Das gilt auch hier im Detail: Lerchenauerstraße 28 in München beherbergt in einem unscheinbaren Gebäude das löbliche vietnamesische Restaurant Asian Dong Do, während Austerion Air Logistics laut Amtsregister in der Centa-Hafenbrädl-Straße 61 residiert. Das kann ja heiter werden bei einer derart schlampigen Zielerfassung durch die RF-Streitkräfte. Am Ende geht noch das benachbarte BMW-Museum an der Lerchenauerstraße kaputt. Als konstruktiv mitdenkender Bürger und Steuerzahler erwartet man in einem derart sensiblen Punkt mehr Genauigkeit beim Weltkrieg!
„Kaum derzeit vorstellbar, dass Russland Ziele in London oder München angreifen wird, möglicherweise eher in den baltischen Staaten. …“ Die baltischen Staaten und Polen lassen inzwischen den Überflug ukrainischer Drohnen zu, womit sie eindeutig in den Krieg eingreifen, sich also im Krieg mit Russland befinden. Und in Russland steigt die Zahl toter Zivilisten, das kann selbst die zurückhaltendste Regierung nicht mehr tolerieren. Ich erwarte deshalb, dass Russland demnächst Drohnen schon über diesen Ländern abschießt, was unsere Kriegstreiber hoffentlich etwas einbremst. Ansonsten sehe ich schwarz, wenn ich in die Zukunft schaue, die Russen sind viel zu duldsam. Da wird ein „großer Paukenschlag“ immer wahrscheinlicher.
Sollte Russland wirklich so leichtfertig sein, Europa genau den Krieg frei Haus zu liefern, den es so offenbar haben will?
Vielleicht probieren sie mal die „einfach mal draufhauen“-Strategie aus, die sich im Krieg gegen den Iran bewährt hat?
Friedrich Merz hat schon vor seinem Amtsantritt durch die immense Schuldenaufnahme, verbunden mit einer fragwürdigen Verfassungsänderung, die Interessen der Finanzwirtschaft vor das Allgemeinwohl des Landes gestellt. Der hohe Finanzbedarf der Regierung Merz basiert an erster Stelle auf der Unterstützung der Ukraine. Und dafür gibt es nur einen erkennbaren Grund. Die Ukraine wird unterstützt, weil sie gegen Russland kämpft. Ansonsten hat Deutschland mit dem Land Ukraine wenig oder nichts zu tun. Hier treffen sich zwei Motive in der Person von Friedrich Merz. Erst einmal der historische Revanchismus in der CDU, die 1945 gegründet wurde und die ersten Wahlen nach dem verlorenen Krieg, 1949 nur gewinnen konnte, weil Millionen Nazis die junge Partei gewählt haben. Und zweitens gibt es für Friedrich Merz ein familiäres Motiv: Er stammt aus der Stadt Brilon im Sauerland, wo sein Großvater, in der Nazizeit Bürgermeister war. Während dessen Amtszeit wurden dort Straßen nach Adolf Hitler und Hermann Göring umbenannt. Die größte Aggression gegen Russland, in der gesamten Geschichte, ging bekanntlich vom deutschen Nazireich aus und hat 25 Millionen Sowjetmenschen das Leben gekostet. Auf der Seite von Nazideutschland kämpften damals auch ukrainische Faschisten, die in der Ukraine heute noch als Helden verehrt werden. Deutschland ist, unter Kanzler Merz, jetzt der Staat, der am meisten zum Krieg der Ukraine gegen Russland beiträgt, dazu hat es am 14.04.2026 noch den weitreichenden Beschluss gegeben, der militärische Kooperation beinhaltet. Das kann einen Raketen-Einsatz gegen Deutschland provozieren, weil es einem Eintritt in den Krieg sehr nahe kommt, es fehlt nur noch die Anweseheit deutscher Truppen oder „Berater“. Wir können nur hoffen, dass Moskau, dem russischen Charakter entsprechend, vorsichtig und besonnen bleibt. Alles, was die plumpe Aggressivität des Bundeskanzlers stoppen kann, ist jetzt die dringendste Aufgabe der Menschen, die überhaupt in der Lage sind, selber zu denken und konsequent zu handeln. Die Gefahr ist zu groß, um sich ausschließlich mit der Meisterung der Schuldenkrise, der Energieverknappung und der Inflation zu befassen. Es geht an erster Stelle darum, den bereits angepeilten Krieg gegen Russland, mit allen Mitteln zu verhindern: Protest, Streik, Kundgebungen, Demonstration. Rob Kenius, https://kritlit.de
„Die Ukraine müsse ein integraler Bestandteil der europäischen Sicherheit sein, sonst würden einige Länder des Kontinents zur „russischen Welt“ gehören, sagte Selenskyj (quelle euronews) also, wenn das so ist, dann möchte ich lieber zur „russischen Welt“ gehören als zu der „aufgeblasenen Welt“ eines EU-Möchtgern-Imperators mit seinen männlichen und weiblichen Groupies.
>> Kaum derzeit vorstellbar, dass Russland Ziele in London oder München angreifen wird
Warum ist dies „kaum vorstellbar“? Dass die Bombardierung von Raketen- und Drohnenfabriken im Iran legitim sei, weil sie eine Bedrohung darstellen wirft doch bei Niemanden in Europa Fragen auf? Mehr noch, selbst die gezielte Tötung von Wissenschaftlern und Ingenieuren im Iran, welche an der Rüstungsproduktion beteiligt sind, unter Inkaufnahme von Tötung zahlreicher unbeteiligter Zivilisten, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren, darüber ist in Europa doch auch Niemand überrascht gewesen. Warum sollte man also denken, dass so etwas in Europa kaum vorstellbar wäre?
Dieses „Wunder“ erscheint nur vorher so blau. Hinterher ist es dann plötzlich gar „kein Wunder“. Eure Regierungen würden das Selbe tun. Meiner persönlichen Einschätzung nach ist es nicht nur „kaum Vorstellbar“, sondern sehr wahrscheinlich, wenn das russische Verteidigungsministerium es schon öffentlich und nicht mehr über diplomatische Kanäle kommuniziert.
Warum wurde mein Kommentar gelöscht?
Zum Völkermord:
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Eine Unterschriftenaktion auf EU-Ebene bei der jede Stimme zählt.
https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de
Mir und sicherlich auch anderen ist schon länger aufgefallen, auf unseren Autobahnen Ost-West oder West-Ost sieht man zahlreiche ukrainische Trucks, die ohne Speditionsnamen oder den bei uns üblichen Werbeaufschriften fahren. Ich will hier den Selensky-Freunden gegenüber auch einräumen, dass hier auch Hilfsgüter unterwegs sein könnten. Gleichfarbige „neutrale“ Sattelauflieger können aber genauso gut tausende von Drohnen transportieren, um den Krieg weiter anzuheizen. Und um nichts weiter geht es den Gutmenschen. Ich befürchte, der Westen will den 3.Weltkrieg.
Im Wettbewerb um Marktanteile will ja jeder irgendwie mir dabei sein. Die Drohnen die gerade im Weltkrieg vorgeführt werden, werden die Drohnen einen Markt anführen die als Gewinner dastehen werden. Jetzt besteht eine Frage, wird der globale Norden gewinnen oder der globale Süden? Wer auch immer gewinnen wird, die Staaten die Produktionskosten besitzen, die der Westen nicht konkurrieren kann, werden ihren Markt besetzten. Der deutsche Lufthanseat befindet sich in einem Streik, weil das Unternehmen satte Gewinne einfährt, aber die schaffenden nicht am Gewinn teilhaben möchte. Denn die Drohnen führenden werden das teure Personal absetzen, man benötigt heute keine Piloten, Zugführer oder sonstiges lästige Personal und alle arbeiten fleißig an der neuen realen Realität. Wozu sind Kriege da? Einzig allein dazu, daß das Kapital einen neuen Weg kreiert, um +8Mrd vor sich her zu führen.