
Der Drohnenkrieg und die wirtschaftlichen Folgen.
1. Der Krieg am Schwarzen Meer
Die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Häfen im Schwarzen und Asowschen Meer sowie auf Schiffe, die den internationalen Handel Russlands unterstützen, haben unerwartete Folgen für die Ukraine selbst.1
Als Reaktion auf diese Angriffe hat Russland seinerseits die Vergeltungsangriffe auf die Hafeninfrastruktur in den Regionen Odessa und Mykolajiw deutlich intensiviert. Die Angriffe richteten sich nicht nur gegen die Lagertanks der Häfen, die Treibstoff, Schmierstoffe und militärische Güter für die Ukraine lagern, sondern auch gegen die Getreidesilos für den Export ukrainischen Getreides.
Zudem wurden Seefrachtschiffe unter der Flagge von Drittstaaten, die in ukrainischen Häfen zum Entladen und Beladen anlegten, sowie Schiffe, die sich auf ukrainische Schwarzmeerhäfen zubewegten, von den russischen Streitkräften kontrolliert.
Das russische Verteidigungsministerium meldet mittlerweile regelmäßig massive Angriffe mit Präzisionswaffen und Drohnen auf ukrainische Infrastruktureinrichtungen und Schiffe, die „für die Lieferung und Lagerung von militärischer Fracht“ für die ukrainischen Streitkräfte genutzt werden.
Die Häfen des Großraums Odessa, die für 90 % der Seefrachtexporte verantwortlich waren, haben ihren Betrieb eingestellt und es bleibt ungewiss, wie die Ukraine künftig Agrar- und Metallprodukte exportieren wird.
Bereits am 22. Juli stellten Schiffe aufgrund verstärkter russischer Angriffe auf Hafenanlagen und Schiffe den Anlauf von Häfen im Großraum Odessa ein. Insgesamt griff Russland im vergangenen Monat 124-mal Häfen und Handelsschiffe an.
Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 27. Juli wurde die Frage der Unterbrechung des Seehandels mit der Ukraine erörtert. Einem Bericht des UN-Sekretariats zufolge wurden allein im Juli mehr als sechs russische Angriffe auf zivile Schiffe in der Region Odessa registriert.
Es wurde außerdem festgestellt, dass die Ukraine im Juli zahlreiche Schiffe, darunter Öltanker, die russische und mit Russland verbundene maritime Logistik in der Region bereitstellten, angegriffen hat. Allein im Asowschen Meer haben die ukrainischen Streitkräfte in den letzten Wochen über 100 Schiffe attackiert.
Als Folge der harten militärischen Gegenschläge Russlands kam der internationale Seeverkehr aus ukrainischen Häfen nahezu vollständig zum Erliegen. Dies führte nicht nur zu Problemen für die Ukraine und zahlreiche Länder, die Lebensmittel von ihr beziehen, sondern hatte auch angesichts der Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf Schiffe, die russische Häfen anlaufen oder von dort abfahren, auch extrem negative Auswirkungen auf die Getreidepreise an den Weltmärkten.
Laut UN-Angaben sind die Weizenpreise seit Anfang Juli um 20 % gestiegen und haben damit den höchsten Stand seit März 2024 erreicht.
Steigende globale Energiepreise und Schifffahrtsprobleme im Schwarzen und Asowschen Meer haben bereits zu höheren Kosten für die internationale Seeschifffahrt geführt. Diese Kosten werden zusätzlich durch gestiegene Frachtversicherungskosten und die Weigerung von Reedereien, ihre Schiffe in das gefährliche Kriegsgebiet zu entsenden, beeinflusst.
Die Lage des ukrainischen Außenhandels hat sich deutlich verschlechtert. 90 % der ukrainischen Agrarexporte werden auf dem Seeweg transportiert. Die Unterbrechung des Schiffsverkehrs hindert exportierende Unternehmen daran, ihre Kaufverträge zu erfüllen. Dies bringt nicht nur den ukrainischen Agrarsektor an den Rand des Ruins, sondern entzieht dem Staatshaushalt auch entsprechende Steuer- und Zolleinnahmen.
2025 überstieg die gesamte Handelsbilanz der Ukraine 125 Milliarden US-Dollar. Die Importe beliefen sich auf rund 85 Milliarden US-Dollar, die Exporte auf über 40 Milliarden US-Dollar. Die Lebensmittelumsätze (22,5 Milliarden US-Dollar) machten im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der ukrainischen Exporte aus (55,8 %).
Die Daten für Januar bis Juni 2026 zeigen, dass der ukrainische Handelsumsatz auf 70,3 Milliarden US-Dollar gestiegen ist, ein Plus von 20,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von den ukrainischen Exporten im Wert von 21 Milliarden US-Dollar im ersten Halbjahr entfielen fast 60 % (12,5 Milliarden US-Dollar) auf Lebensmittel.
Sollte der Seeverkehr mit der Ukraine in den kommenden Wochen nicht wieder aufgenommen werden, würde dies der ukrainischen Wirtschaft, insbesondere den Getreideexporten, einen schweren Schlag versetzen. Einige Lieferungen könnten über Land durch benachbarte europäische Länder umgeleitet werden, andere wiederum in rumänischen Häfen umgeschlagen werden, die über Straßen erreichbar wären.
Der Einsatz immer teurerer Kraftstoffe für den Straßentransport sowie der Bedarf an zusätzlichen Be- und Entladevorgängen werden jedoch die Einnahmen der ukrainischen Exporteure und des Staates erheblich reduzieren.
Das ukrainische Außenministerium betont, dass die russischen Angriffe auf den ukrainischen Seeweg im Schwarzen Meer angeblich „keine Reaktion oder Vergeltung für irgendetwas“ seien. Kiew behauptet, Moskau greife seit 2022 systematisch ukrainische Häfen an. Sollte dies so weitergehen, werde es „zu einem drastischen Anstieg der Lebensmittelpreise kommen, der die ärmsten Bevölkerungsgruppen“ in Afrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika hart treffen werde.
Diese Behauptung des ukrainischen Außenministeriums ist eine Schutzbehauptung. Im Wirtschaftsjahr 2025/26 exportierte die Ukraine laut agronews.ua mehr als 25 Millionen Tonnen Getreide (darunter 14,24 Millionen Tonnen Mais, 9,9 Millionen Tonnen Weizen und 1,38 Millionen Tonnen Gerste).
Knapp die Hälfte der Exporte (44,7 %) gingen in die EU, 38,8 % nach Asien und lediglich 16 % nach Afrika, wobei die Türkei, Italien und Spanien die Hauptabnehmer waren. Der ehem. Außenminister Dmytro Kuleba meinte entgegen der Beteuerung des Außenministeriums, dass die russischen Angriffe auf die Hafeninfrastruktur vielmehr zu einer Nahrungsmittelkrise in der Ukraine selbst führen werden.
Es ist unbestreitbar, dass Schifffahrtsstörungen im Schwarzen und Asowschen Meer rund 28 % der weltweiten Weizenversorgung gefährden (davon entfallen etwa 20 % auf Russland und nur 8 % auf die Ukraine). Russland hat jedoch die Möglichkeit, andere Häfen an der Ostsee oder am Kaspischen Meer zu nutzen. Auch die Nordostpassage oder Häfen im Fernen Osten könnten für Exporte nach Asien genutzt werden. Der Ukraine fehlen demgegenüber vergleichbare Möglichkeiten.
Eine mögliche Lösung der Situation wäre ein Ende der Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf russische Häfen und Schiffe im Asowschen Meer und im Schwarzen Meer. Dies würde es Kiew ermöglichen, auf ein Ende der andauernden russischen Militärangriffe auf ukrainische Häfen und Massengutfrachter, die dorthin unterwegs sind, zu bestehen, womit freilich kaum zu rechnen ist.
Wenn man bedenkt, dass der Großteil der Versorgungsgüter für die ukrainischen Streitkräfte auf dem Seeweg transportiert wird, wäre die Aufhebung der russischen Blockade des Schwarzen Meeres für die Ukraine überlebenswichtig.
Russland kann wiederum seine militärische Position im Donbass nicht nur durch die Fortsetzung der Seeblockade der Ukraine, sondern auch durch die Einführung einer Landblockade verbessern.
Wie lange die Seeroute in die Ukraine gesperrt bleiben wird, ist noch unklar. Kiew und seine westlichen Partner werden wahrscheinlich versuchen, sie so schnell wie möglich wieder freizubekommen und dabei einen internationalen Druck auf Moskau auszuüben bzw. zu organisieren.
Es sieht indes so aus, dass die Euphorie der europäischen Kriegspartei über einen „tollen“, ja tollkühnen Drohnenkrieg der Ukraine angesichts massiver russischer Vergeltungs- und Gegenangriffe, die zur Seeblockade geführt haben, etwas verfrüht war. Und nun steht die Ukraine vor einem ökonomischen Kollaps, der die militärische Niederlage des Kiewer Regimes nur noch beschleunigen wird.
2. Das ökonomische Desaster
Von den 46 Millionen Tonnen Gütern, die seit Anfang 2026 von ukrainischen Seehäfen umgeschlagen wurden, entfielen 42,2 Millionen Tonnen auf Odessa, Tschornomorsk und Juschni. Lediglich 3,8 Millionen Tonnen wurden über andere Donauhäfen zusammen abgefertigt. Agrarprodukte, Eisenerz und Eisenmetalle machten rund 90 % des Güterumschlags in ukrainischen Häfen aus.
Vor der Aussetzung der Schiffsanläufe erklärte Denys Marchuk (stellvertretender Vorsitzender des Gesamtukrainischen Agrarrats), dass Probleme bei den Seeexporten zu einem der größten Risiken für die Landwirte werden würden. „Wenn wir nicht in vollem Umfang exportieren können, wird das ein schwerer Schlag sein. Alternative Routen können die erforderlichen Exportmengen nicht gewährleisten“, warnte er. Ab 22. Juli 2026 ist, wie gesehen, dieses Szenario Realität.
Vor der Seeblockade lag der durchschnittliche monatliche Umschlag von Agrarprodukten bei rund 4,3 Millionen Tonnen. Oleh Khomenko (Geschäftsführer des Ukrainischen Agrarwirtschaftsclubs) schätzt die maximale Umschlagkapazität alternativer Routen auf 3,7 Millionen Tonnen pro Monat.
Aufgrund von Unsicherheiten beim Transit durch Polen, Einschränkungen im rumänischen Eisenbahnverkehr und zusätzlichen Kosten beträgt ihre Gesamtkapazität jedoch nur 2,5 Millionen Tonnen. Wegen des niedrigen Wasserstandes der Donau wird die Kapazität der Flusshäfen bis Oktober reduziert sein.
Im Wirtschaftsjahr 2026 muss die Ukraine 67 Millionen Tonnen Agrarprodukte exportieren . Bei einer anhaltenden Blockade würden 27,4 bis 32,4 Millionen Tonnen, also bis zu 48 % dieser Menge, auf dem Inlandsmarkt verbleiben. Dies würde den Druck auf die Einkaufspreise erhöhen, die teilweise bereits unter die Produktionskosten gefallen sind.
Die direkten Verluste für den ukrainischen Agrarsektor könnten sich in diesem Jahr auf 1,5 bis 3 Milliarden US-Dollar belaufen, erklärte der ukrainische Minister für Agrarpolitik und Ernährung, Taras Vysotsky, in einem Interview mit Reuters. Er merkte dabei an, dass die Reedereien angesichts russischer Angriffe auf die ukrainische Hafeninfrastruktur ihre Anläufe in den Seehäfen während der Hauptsaison der Ernte ausgesetzt haben.
Andriy Zablovsky (Vorsitzender des Unternehmerrats beim ukrainischen Ministerkabinett) erklärte, dass die gesamte Wirtschaft zusammenbrechen werde, wenn die Häfen einen Monat oder länger blockiert blieben.
Landwirte können immerhin Getreide über lange Zeiträume lagern, wenn ihnen entsprechende Lagerkapazitäten zur Verfügung stehen, wohingegen die Bergbau- und Metallindustrie deutlich weniger widerstandsfähig ist. Die Lagerung von Eisenerz erfordert große Flächen und ist relativ kostengünstig, während die Produktion für den Lagerbedarf das Betriebskapital schnell aufzehrt.
Die ersten Produktionsausfälle haben bereits begonnen. Aufgrund von Hafenblockade und Kapitalmangel hat die Ferrexpo-Gruppe die Produktion im Bergwerk und Aufbereitungswerk Poltawa (MPP) seit Anfang August für voraussichtlich 10 bis 20 Tage eingestellt. Auch die Produktion im Werk Juschni GOK der Metinvest-Gruppe wurde unterbrochen.
„Der Zugang zum Meer ist für das Überleben unserer Branche von entscheidender Bedeutung. Dies ist ein deutlich gravierenderes Problem als 2022/23, da die Preise damals günstiger waren und die Unternehmen die Krise überstehen konnten. Jetzt gibt es keine Alternative zu den Häfen von Odessa“, so Oleksandr Kalenkov (Präsident des Unternehmensverbands Ukrmetallurgprom).
Schon vor der Blockade exportierte die Ukraine einen Teil ihres Erzes per Bahn nach Polen, doch eine Umleitung aller Seetransporte dorthin ist unmöglich. Im ersten Halbjahr kaufte China fast 6 Millionen Tonnen der insgesamt 12 Millionen Tonnen des exportierten Eisenerzes. Ohne Tiefseehäfen wird die Ukraine nicht in der Lage sein, solche Mengen auf weit entfernte Märkte zu transportieren.
Die Schließung des Seewegs könnte die Stahlindustrie monatlich 150 bis 200 Millionen US-Dollar kosten. Diese Zahl berücksichtigt nicht die indirekten Folgen gestiegener Rohstofflieferkosten, höherer Betriebskosten aufgrund des Verlusts von Skaleneffekten und das Risiko der Stilllegung einzelner Produktionsanlagen. Es wird mit einem Produktionsrückgang von 35 % gerechnet.
Die ukrainische Nationalbank (NBU) schätzt die negativen Auswirkungen der russischen Angriffe auf Häfen angeblich auf nur 0,9 % des BIP im Jahr 2026, was völlig unglaubwürdig erscheint.
Der ukrainische Wirtschaftswissenschaftler, Oleg Nivievskyi, schreibt hingegen am 23. Juli 2026: „Wenn sich das Szenario von 2022 wiederholt, riskiert die Ukraine etwa 6 % des BIP zu verlieren.“2
Die Ukraine verhandelt mittlerweile mit Polen über eine Senkung der Transportkosten und mit Rumänien über den Ausbau der Route zum Hafen von Constanța. Weitere Optionen umfassen den Transport der Fracht nach Danzig und von dort über Rumänien nach Italien, die Kosten hierfür werden jedoch noch ermittelt.
All das sind freilich nur Ersatzhandlungen, die das Kollabieren der ukrainischen Wirtschaft womöglich verlangsamen, aber nicht verhindern werden.
Donau, Eisenbahnlinien und Straßen können die Auswirkungen abmildern, aber Tiefseehäfen nicht ersetzen. Für Landwirte bedeutet die instabile Schifffahrt sinkende Inlandspreise und fehlende Mittel für die Feldarbeit. Für Metallurgen führt sie zu unrentabler Logistik und Werksstillständen.
Summa summarum hat der vom Kiewer Regime unter Jubel seiner europäischen Kriegskameraden vom Zaun gebrochene Drohnenkrieg bis dato militärisch kaum etwas bewirkt, wohl aber zu einem wirtschaftlichen Desaster geführt, was die Kriegsniederlage der Ukraine nur noch beschleunigen wird.
Anmerkungen
- Zum Nachfolgenden Котов, B., Блокада Черного моря приведет к росту цен на продовольствие в мире, Независимая, 30. Juli
- Vgl. Telegram, Нів’євський|Економічна політика без прикрас росія зновузаблокувала наші чорноморські порти Якщо повториться сценарій 2022го року, Україна ризикує втратити біля 6% ВВП.
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„Im Juli 2023 verkündete Russland, dass es das Abkommen nicht verlängern werde, und stieg somit aus der Initiative aus;[15] ohne weitere Verlängerung lief das Abkommen somit am 17. Juli 2023 aus.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Initiative_f%C3%BCr_den_sicheren_Transport_von_Getreide_und_Lebensmitteln_aus_ukrainischen_H%C3%A4fen
Und die Gründe dafür sind dir und dem „Politbüro“ der Wikipedia auch vekannt Aber sie würden nicht in die Propagabda vom „Bösen Russen“ passen.
Damals landeten übrigens, von der UNO protokolliert, nicht mal ein Dutzend der ukrainischen Getreidelieferungen in Afrika, mit dessen Hunger in der EU Oropaganda betrieben wurde. Fast alles ging nach Spanien, Asien und in die Türkei.
Umgekehrt wurden russische Lieferungen, die in dem Abkommen auch inkludiert waren, von der EU blockiert . Ebenso Düngemittel, die immer noch in EU-Häfen festliegen…
Du wißt das, ich weiß das. Also wen willst du hier für dumm verkaufen?
Nein , Vendehals weiß tatsächlich nicht sonderlich viel und versucht propagandistischen Unsinn zu verbreiten.
Warum bleibt der nicht beim Spiegel& Co hängen?
Es möchte uns Unbedarfte halt noch dem Mainstream näherbringen, solange es noch dem zivilen Leben fröhnen darf. Es ahnt bereits, dass es nicht die Unverzichtbaren sein werden, die zuerst an die Front abkommandiert werden.
Jaein!
Er hilft uns, indem er den Kontrast zwischen mainstream und open mind verstärkt und somit die Konturen schärfer macht. Ohne tragfähige Argumentation wirds wohl eher nix mit dem „mainstraem näherbringen“…
Nebenbei:
Danke an Michael Silnizki für seine immer wieder lesenswerten Artikel.
„Ohne tragfähige Argumentation wirds wohl eher nix mit dem „mainstraem näherbringen“…“
Natürlich nicht! Da haben Sie meinen Text gründlich missverstanden. So etwas passiert, wenn man 3× vom Overton Algorithmus abgewürgt wird und den Sinn des eigenen Textes nur noch verklauseliert, beispielsweise mit „es“ statt „er“ (im Sinne von geistig arm) am Algorithmus vorbei mogeln muss; traurig, aber aufgezwungener Weise leider notwendig!
Der Aufreger des Tages ist doch die „Dohnenbombe auf dem Leipziger Flughafen“. Diese wurde neben einem Antonow-Frachtflugzeug entdeckt, „das mit militärischer Munition beladen gewesen sein soll“. So in BILD zu lesen, die ihren Lesern natürlich nicht sagen möchte, wie tief wir im ukrainischen Kriegssumpf stecken.
Da stellt sich doch die Frage, ob wir den Sender Gleiwitz selbst überfallen müssen, weil Putin einfach nicht zurück schießen will?
Möglicherweise gehört hier das „entdeckt“ Anführungszeichen. Die von Dobrindt genannten „Profis“ gibt es nicht nur im bereits bschuldigten Russland. Celler Loch anybody?
Da in Leipzig auf dem Frachtterminal standen 3- 4 Frachtflugzeuge herum die mit
millitärischen Gütern für die Ukraine beladen werden sollten. Dann taucht da um mitternacht eine !
kleine drohne auf, die von einem Busfahrer, der gerade eine Touristentour beendet hatte, mit bloßen
Händen „gefangen“ und am Boden gehalten wurde. Der Zündmechanismus war durch ein abgerissenes
Bauteil außer Funktion. Das sind etwa die Erkenntnisse. Es wurden Nitratspuren entdeckt, was auf einen
Sprengstoff deutete. Zuerst sollte die Drohne gesprengt werden, was aber wohl nicht geschah.
Wenn Russland ein Sabotageakt durchgeführt hätte, dann bestimmt nicht mit nur einer kleinen
Drohne für min. 3 Flugzeuge. Es ist auch davon auszugehen, dass die Russen Profis genug sind,
die Drohnen vor dem Start auf Fehler zu testen. Wer aber nur einen falschen Verdacht plazieren will,
der „entschärft“ die Drohne um keinen Schaden an den Flugzeugen und der wertvollen Fracht zu
verursachen und verwendet sicher auch russisches Material, was ja, wenn nichts explodiert, besser
zugeordnet werden kann. Mal sehen was der Herr Kiesewetter nächste Woche raushaut, wenn
es sich wirklich um einen Ukrainischen Fake handelt.
Auch das passt doch, ähnlich wie das Attentat auf dem CSD in Berlin, wie die Faust aufs Auge. Will man damit noch die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern „drehen“? Das CSD-Attentat lenkte so schön vom Regierungsdesaster und dem Sozialkahlschlag ab, jetzt droht man mit dem allzweckbösen „Russ“. Aber der dumme Michel wird es wieder fressen… Bis es zu spät ist.
Heute Morgen wurde einen Zwischenfall gemeldet, bei dem ein Frachtschiff vor der Küste der Ukraine von einer russischen Rakete getroffen wurde. In den ersten Meldungen gegen 10 Uhr haben verschiedene Pressemedien noch behauptet, es handle sich um ein deutsches Frachtschiff.
Zwischenzeitlich meldet man ein Schiff unter der Flagge von Guinea-Bissau.
Meine Vermutung. Das Schiff war Deutsch und lieferte Rüstungsgüter!
https://www.t-online.de/nachrichten/ukraine/id_101371946/ukraine-krieg-russland-greift-schiff-in-ukraine-an.html
PS
Sämtliche Meldungen mit dem Hintergrund eines deutschen Frachters sind verschwunden und nicht mehr auffindbar
Aber die Sache mit der Drohne ist Omnipräsent und als Nächstes findend man sicher den Perso eines Wladimir P. aus M.
Mister Kiesewetter hat die Nato informiert,
er verlangt Gespräche nach Artikel 4…. vielleicht ging die Drohne mit Sprengstoff beim Beladen der Antonow verloren,
würde gerne wissen was in der Antonow noch alles so versteckt ist und wohin der
Vogel fliegt.
Es gehörte wohl zur „Deutschen Schattenflotte“….
Und Russland hat nur „Sanktionen vollstreckt“? 😉
Ebenfalls erstaunlich kurzsichtig: Seit ein paar Wochen gab es ja erhebliche ukrainische Luftschläge im russische ,Hinterland‘, auf Raffinerien und Wildberries Lager.
Nun stellt sich heraus, dass die eigenen Bestände der Patriot-Effektoren offenbar gegen Null gehen: beim gestrigen Angriff auf Kiev wurden Null von ca. 30 ballistischen Raketen abgefangen!
Soll das eine intelligente Strategie gewesen sein?!
Der Rauswurf von Fedorov erscheint mithin gar in einem neuen Licht.
Aber die Ukrainer werden wohl weiter machen, zuviel Russenhass in deren rechtsnazionalistisch-völkischen Rückgrat.
Und ihren europäischen Unterstützerinnen geht es ja auch und schon länger nur darum, Russland zu schädigen – ohne Rücksicht auf eigene ökonomische Verluste.
Was mich immer mehr befremdet, ist die Lethargie da draußen. Hier im Forum wird über militärische Propaganda und False-Flag Operationen, wenn überhaupt, nur im Detail gestritten, selbst die Anti-Putinversteher benutzen nur Ablenkung oder Derailing, doch keine entblößende Gegenrede.
Doch da draußen? Vielleicht bin ich der Naivling und alle anderen wissen schon immer Bescheid, jedenfalls lässt ich Ihr Blick bei meinen Argumentationen das annehmen, ganz nach dem Lebensmotto: „Wer mich füttert, von dem werde ich selbstverständlich auch gef…“
Was den Frachter angeht, sowohl die Anmeldung (Flagge), als auch der Besitz (Reederei) sowie die Verwendung (was wird wann wohin profitabel verschifft) können unterschiedlicher Nation sein. Wenn dann eine Reederei oder ein Logistiker deutscher Provenienz unterschlagen wird, denken die Super-Journalisten womöglich: „ich habe nicht gelogen“…
Aber was andres: Warum sollten Rüstungsgüter aus Deutschland über (den Umweg) das Schwarze Meer in die Ukraine importiert werden? Ist doch kein Geheimnis..?
@ Martini:
Sorry, mein vorheriger Post sollte unter dem von @notabene platziert werden.
Aber in der Ukraine auch nur irgendwo eine Strategie erkennen zu wollen, ist vergeblich, denke ich. Das ist nur noch ein Kriegsspielplatz und Teststrecke…
@ Red:
Das mit der Möglichkeit von Korrekt und Löschung sollte bei Gelegenheit reinstalliert werden.
Ich weiß, dafür müsste die max. 5-Kommentar-Regel ausgesetzt werden, also spricht nichts dagegen.
“
Aber in der Ukraine auch nur irgendwo eine Strategie erkennen zu wollen, ist vergeblich, denke ich. Das ist nur noch ein Kriegsspielplatz und Teststrecke…
“
Na dann los, kauf dir schnell ein paar russische Staatsanleihen.
Man muss kein Freund des russischen Großmacht-Projekts sein, um das Offensichtliche zu sehen: das Delirium einer ukrainischen Staatlichkeit, die nur mehr als wandelnde Leiche durch den Krieg taumelt und ein ganzes 40 Millionen-Volk für ein fragwürdiges Projekt verheizt und zu erheblichen Teilen bereits verheizt hat. Slava, slava! Herójam sláwa! Wer ist der nächste, der diese nützlichen Dienste für die westliche Wertegemeinschaft verrichten will?! Nur nicht drängeln…
»Staatsanleihen«? He he, sweet. Wenn ich mich um die Ecke mittels kapitalistischer Umschichtung bereichern wollte, würde ich sicherlich nicht mit den Krümeln unter dem Katzentisch anfangen. Noch mehr so erfolgsversprechende Tipps?
Die Ukraine kann, wenn dort alles zerstört ist, immernoch mit Hilfe aus Westeuropa rechnen. Aber was ist mit Rußland, wenn dort demnächst alle Raffinerien, Logistikzentren usw. zerstört sein werden??
Winnie Pooh holt sich dann die Gebiete zurück die Russland geklaut hat.
Und die da wohnen sind ja eher ethnische Chinesen/Asiaten als ethnische Russen, und für diese „Heim ins Reich“ Argumention wird Putin sicherlich vollstes Verständnis aufbringen.
haben die USA auch Verständnis dafür, wenn sich Mexiko seine Gebiete auch wieder zurückholt, die die Yankees geklaut haben.
Russland ist viel zu groß. 11 Zeitzonen. Nur ein geringer Anteil an russischen Kapazitäten liegt in der Reichweite der Raketen und Drohnen aus der Ukraine. Die Angriffe aus der Ukraine tragen vielmehr einen symbolischen Charakter. Die schicken 500 Drohnen, von denen erreichen vielleicht 5 ihre Ziele. Also etwa 1:100. Die Schäden die dabei entstehen halten sich in Grenzen. Das sieht zwar spektakulär aus wenn so ein Öltank brennt, aber so ein Öltank ist in wenigen Tagen wieder repariert. Auf den Verlauf des Krieges hat es jedenfalls keinerlei Auswirkungen. Das Kalkül ist hier einerseits spektakuläre Bilder zu erzeugen, mit welchen Illusionen bei westlichen Spendern erzeugt werden sollen um weitere Spenden zu bekommen und sich daran zu bereichern. Und andererseits hofft man die Bevölkerung in Russland zu verunsichern, aber das funktioniert nicht.
Hat Roskomnadzor neuerdings die Karten mit den russischen Raffinerien im russischen Intranet gesperrt?
„Summa summarum hat der vom Kiewer Regime unter Jubel seiner europäischen Kriegskameraden vom Zaun gebrochene Drohnenkrieg bis dato militärisch kaum etwas bewirkt, wohl aber zu einem wirtschaftlichen Desaster geführt, was die Kriegsniederlage der Ukraine nur noch beschleunigen wird.“
Offenbar wurde der Drohnenkrieg auch nicht wirklich gegen das russische Militär geführt. Scheint so, als sei dies wenig spektakulär oder weitgehend erfolglos. Da hat man sich dann auf zivile oder duale Ziele gestürzt, wie Erdölraffinerien oder Schiffe oder Busse oder Tankstellen oder Tanklaster oder WildBerries Lager und zuletzt auch auf Badeurlauber am Strand. Und jetzt haben die Russen ihre Zurückhaltung aufgegeben und machen fleißig mit.
Die im ukrainischen Haushalt nun fehlenden zusätzlichen Milliarden Verluste werden wir Europäer aber gerne bezahlen.
Sowas kommt von sowas, pflegt man da zu sagen. Mehr gibt es auch nicht zu sagen, oder? Dies ist ein Testposting.
Herr Silnizki, der in der Lage ist im russischen Verhalten eine Strategie die zum Sieg führen soll zu erkennen, kann uns sicher hier auch einmal erhellend erklären warum die Russen viereinhalb Jahre gebraucht haben, um diesen entscheidend kriegswichtigen Schritt zu tun.
Vorher sind sie ja vor dem Vorwurf der Behinderung von Lebensmitteltransporten, vor der Angst um ihre Flotte und vor der eigenen Courage immer wieder zurückgeschreckt.
Herr Putin wird das auch diesmal wieder machen.
Ein Wille, diesen Krieg siegreich zu beenden, ist nämlich weder bei ihm, noch bei seinen viefältigen profitierenden Seilschaften zu erkennen. Es könnten ja Geschäfte mit dem Westen in Gefahr geraten.
Und so wird die bisherige Strategie bis in alle Unendlichkeit oder zum eigenen Untergang fortgesetzt werden:
Immer zu spät.
Immer zu wenig.
Immer inkonsequent.
Celler Loch, CSD-Anschlag, alles schon da für den 6.9. – jetzt fehlt eigentlich nur nocjh die Entführung. So wie damals die vom Professor – nein, nicht Balthasar, Rubin hieß das knitze Kerlchen.
Man sollte Geduld nicht mit Schwäche verwechseln. In einem Abnutzungskrieg gibt es keinen Sieger, aber am Ende einen, der weniger verloren hat (ob prozentual oder absolut sei dahingestellt). Zudem ist dieser Konflikt nicht auf Russland vs. Ukraine begrenzt, das ist sowohl für Russland als auch für die Ukraine ein Problem, aber die Ukrainische Führung scheint sich gewiss zu sein, dass dies eher zu ihrem Vorteil ist.
Wer sich die russische Wirtschaft näher betrachtet, hat dieser Konflikt, Russland bestens stehen lassen.
Für Russland besteht keine Eile, da Russland eine Nation ist, die geringe Schulden besitzen.
Das russische nationale System, ist gewiss korrupt, aber die Nation, steht über jeglichen westlichen Staat, was ihre autarke wirtschaftliche Position innehalten.
Da sollte man den Westen bestens danken, da der Westen, seine liberale Position, den Russen übergaben.
Der Grund dazu liegt darin, das daß Subjekt, weiterhin dort gehalten wird, wo es sich befindet. Ein Subjekt in der ‚Werteverarbeitung‘ durch das Kapital.
Wer eine Einsicht besitzt, wie die internationalen Verhältnisse besitzt, wird feststellen das diese Simulation für die simulierten Menschen, simuliert wird!
Der Hamster im Rad, dreht schon seit der Erscheinung der ‚Bibel‘, seine Runden im Rad und hatte es niemals verstanden, aus diesem Rad auszusteigen.
Mit dem Westen gibt es keine Geschäfte mehr.
Warum hat Russland das nicht früher gemacht?
Russland hat so einiges noch nicht gemacht was es alles noch machen könnte.
Zum Beispiel könnte Russland die Ukraine auch von Luftfracht komplett abschneiden. Russland kann jeden Punkt der Ukraine mit Raketen treffen, die Ukraine kann ballistische Raketen nicht abfangen. Die Anflugzeit beträgt 20-30 Minuten. Das reicht um jedes gerade gelandete Frachtflugzeug vor der Entladung zu erwischen.
Russland könnte auch sämtliche Brücken und Tunneln zerlegen und somit den Landtransport ebenfalls zum Erliegen bringen. Schließlich könnte Russland Enthauptungsschläge führen und sämtliche politische und militärische Entscheidungszentren liquidieren.
Russland will aber nicht irgendjemanden Beeindrucken, sondern seine Ziele erreichen unter geringst möglichen Einsatz. Dazu gehört die Strategie der stufenweisen Eskalation. Jedes mal wenn der Westen ein Schritt weiter geht, wird die Ukraine dafür härter vermöbelt.
Solange bis der Westen kapiert, dass jede weitere Eskalation nicht die Strategische Niederlage Russlands näher rücken lässt, sondern die Zerstörung der Ukraine, und dass wenn man von der Ukraine noch etwas erhalten möchte, dass es besser wäre die Bedingungen Russlands zu akzeptieren.
In der Presse ist davon ausgesprochen wenig zu lesen. Eigentlich wäre das ja Anlass für eine Empörungswelle, denn die gesamte Ukraine kann nun nur noch schwer versorgt werden, Thomas Röper hat das gründlich analysiert. Es trifft auch die Zivilbevölkerung, welche deswegen eventuell hungern muss. Und natürlich trifft es den militärischen Nachschub. Denn die Wunderdrohnen kommen alle aus dem Westen.
Die Presse hält sich wohl deswegen so zurück, weil die Leser erahnen können, was das für die Ukraine bedeutet. Sie verliert.
Das Ukrogetreide wurde überwiegend in Europa gehandelt, durch alte europäische Händler.
Eine bittere Pille für die Händler und natürlich für die Menschen dort leben. Weil die gestiegenen Preise weitergegeben werden.
Als die SMO begann, hatte Herr Putin mitgeteilt, daß diese Auseinandersetzung lange anhalten werde…
Denn der „Faschist“ besitzt einen langen Atem.
Die witzigste Form der ukrainischen Klage ist, dass Schiffe, die unter der Flagge eines Drittstaates fahren ja eben private Schiffe seine, unabhängig vom Eigentümer.
Also greift die Ukraine Schiffe von Drittstaaten an, wenn sie Tanker der sogenannten Schattenflotte angreift.
Oder die EU begeht unrechtmäßige Akte gegen Schiffe von Drittstaaten.
Aber, aber, das ist ja was ganz anderes.
Inkonsistenzen weisen immer auf defekte Argumentation hin. Hier auf die defekte Argumentation der UA und der EU:
Fragen, die sich stellen: Wem nützt das Ganze und wer hat ein Interesse an einer Eskalation zwischen der Nato und Russland? Wie kommt es, dass der Zünder versagt und so die in unmittelbarer Nähe stehenden ukrainischen Antonow-Transportmaschinen vor der Zerstörung bewahrt hat? Ist der verdächtigte russische Geheimdienst zu blöde um einen Zünder richtig zu montieren, oder sollten die Maschinen gar nicht beschädigt werden, sondern lediglich Russland ein versuchter Angriff auf Nato-Gebiet unterschoben werden?
Von daher empfehle ich der den Fall untersuchenden Bundesanwaltschaft: Konzentriert euch auf die Besatzungen der vermeintlichen Anschlagsziele, die direkt neben der gefundenen Drohne geparkten ukrainischen Antonow-Frachtmaschinen.
Wobei dieser Rat illusorisch ist, da das Letzte, was bei dieser Untersuchung herauskommen darf, ist die Ukraine als Initiator dieses misslungenen Anschlags.
Vielen Dank zunächst, Herr Silnizki, für den Text.
Zitat:
„Sollte der Seeverkehr mit der Ukraine in den kommenden Wochen nicht wieder aufgenommen werden, würde dies der ukrainischen Wirtschaft, insbesondere den Getreideexporten, einen schweren Schlag versetzen.“
Keine Bange: die EU und vor allem Deutschland werden alles bezahlen. Für den US- und den eigenen Imperialismus tun sie alles.