
Erinnerung an eine unbeugsame Denkerin und Antimilitaristin.
[Vorbemerkung: Der deutsche Militarismus wächst und gedeiht wieder. Umso wichtiger wird die Erinnerung an Menschen wie Rosa Luxemburg (1871-1919). Bruno Kern hat für die Schalom-Bibliothek einen neuen Band mit Texten von ihr vorgelegt: „Nein, auf unsere Brüder schießen wir nicht!“. Ungekürzt dargeboten wird darin u.a. die bedeutende Antikriegsschrift „Krise der Sozialdemokratie“ (1916), deren „Aktualität“ die Lesenden heute in Erstaunen oder Erschrecken versetzen kann. Der nachfolgende Beitrag basiert weitgehend auf Kerns Einleitung der kleinen Sammlung. Peter Bürger]
Rosa Luxemburg wurde im Jahr 1871 in der kleinen Provinzstadt Zamość im damals unter russischer Herrschaft stehenden Teil Polens als Tochter eines jüdischen Kaufmanns (Holzhändlers) geboren. Bald schon sollte die Familie aber in die Hauptstadt Warschau übersiedeln. Von Kindheit an hat Luxemburg in dieser emanzipierten, weltläufigen Familie am weiten geistigen Horizont der bürgerlich-jüdischen Intelligenz partizipiert. Rosas Vater verfügte über internationale Kontakte und zählte sich zu den Maskilim, den Anhängern der Haskala, das heißt der Tradition der jüdischen Aufklärung, die sich auf Moses Mendelssohn zurückführen lässt. Im Gegensatz zu den orthodox-frommen Chassidim assimilierten sich die Haskilim der nichtjüdischen Gesellschaft und zeichneten sich durch eine liberale Gesinnung aus. Zum bildungsbürgerlich-weltläufigem Milieu, in dem Rosa Luxemburg aufwuchs, gehörte auch die Mehrsprachigkeit. Neben der polnischen Muttersprache wurde innerhalb der Familie nicht nur die offizielle Amtssprache Russisch, sondern auch Deutsch gesprochen. Das Jiddische hingegen wurde eher vermieden.
Das jüdische Erbe
Luxemburgs Verhältnis zu ihrer jüdischen Herkunft ist durchaus ambivalent. Zeitlebens wird sie es ablehnen, das spezifische Leid, dem die Juden im Lauf ihrer Geschichte in der Diaspora unterworfen waren, zum Ausgangspunkt ihres politischen Denkens und Handelns zu wählen, obwohl sie dieses Leid seit ihrer Kindheit aus eigener Anschauung kannte: Im Jahr 1881 flammten in Polen allenthalben antijüdische Pogrome auf, die im Dezember auch Warschau erreichten und die jüdische Bevölkerung tagelang in Angst und Schrecken versetzten. Tausende jüdische Wohnhäuser, Geschäfte und etliche Synagogen wurden zerstört. Die russische Armee ließ den katholischen Mob offensichtlich mit Absicht gewähren, bis sie schließlich doch intervenierte, um die „Ordnung“ wiederherzustellen. Für das zehnjährige Mädchen muss das ohne Zweifel ein traumatisches Ereignis gewesen sein – und dennoch nimmt sie später nie Bezug darauf.
Noch im Jahr 1917 schreibt sie aus dem Gefängnis an ihre enge Vertraute Mathilde Wurm: „Was willst du mit den spezifischen Judenschmerzen? Mir sind die armen Opfer der Gummiplantagen in Putumayo, die Neger in Afrika, mit deren Körper die Europäer Fangball spielen, ebenso nahe.“ Keine mangelnde Empathie gegenüber dem Leid ihres eigenen Volkes also, sondern eine entschieden universalistische Haltung, keine Ignoranz gegenüber der jüdischen Leidens- und Verfolgungsgeschichte, sondern die unterschiedslose Parteinahme für die Leidenden überhaupt. – Offenbart sich nicht gerade darin das beste Erbe der jüdischen Religion? „Ich möchte alle Leiden, alle verborgenen bitteren Tränen den Satten auf ihr Gewissen laden …“ Dieser Satz ist uns von der jungen Rosa Luxemburg überliefert.
Zeigt sich nicht gerade in dieser Grundhaltung unabhängig vom eigenen religiösen Bekenntnis das spezifische Gottesbild des Ersten Testaments, die biblische Kunde von einem Gott, der seinen universalen Heilswillen gerade an denen bewährt, die faktisch von diesem Heil ausgeschlossen sind: den Unterdrückten, den Schwachen, der Witwe und der Waise? „Mein Ideal ist eine solche Gesellschaftsordnung, in der es mir vergönnt sein wird, alle zu lieben.“ Auch in dieser Selbstaussage, in der das junge Mädchen Rosa Luxemburg das Motiv ihres politischen Engagements präzise zusammenfasst, mag man das in der Hebräischen Bibel beurkundete Ideal der Gesellschaftsordnung – die Verwirklichung von Recht und Gerechtigkeit als Voraussetzung wahren Menschseins – erkennen.
Eine Eigenschaft Luxemburgs, die zu ihrer Zeit keine besondere politische Rolle spielte, ihre Persönlichkeit aber ganz besonders charakterisierte und vor allem in ihren Briefen aus dem Gefängnis zum Ausdruck kommt, ist ihre besondere Empathie für die außermenschliche Kreatur. Zeitlebens hat sie in liebevoller Hingabe Herbarien angelegt. Sie verfügte über außerordentliche botanische Kenntnisse. Den bekannten „Büffelbrief“ aus der Festung Wronke, in der sie inhaftiert war, widmete sie dem Leid eines mit Stockhieben traktierten Tieres. All dies zeugt von einer Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben – ganz im Sinne eines Albert Schweitzer und der Kernbotschaft der Tora. Und nicht zuletzt ist zu sprechen vom kompromisslosen Kampf Rosa Luxemburgs gegen den Krieg, in welchem die Friedensverheißung des nachexilischen Judentums – bis hin zur Botschaft des Juden Jesus – ihren deutlichen Niederschlag findet.
Politischer Kampf im Dienst der Menschlichkeit
Die äußerst begabte Schülerin – aufgrund einer Läsion der Hüfte seit frühen Kindertagen leicht gehbehindert – politisierte sich noch in ihren Gymnasialjahren, sicherlich auch unter dem Eindruck der brutalen zaristischen Herrschaft. Sie schloss sich der sozialistisch-revolutionären Partei „Proletariat“ an, die damals von Marcin Kasprzak geführt wurde. Bald schon war sie zur Flucht aus Russisch-Polen gezwungen. Auf abenteuerliche Weise wurde die erst Siebzehnjährige in einem Heuwagen versteckt über die Grenze nach Deutschland geschmuggelt. Sie gelangte schließlich nach Zürich, wo im Gegensatz zu anderen europäischen Städten auch Frauen ein Universitätsstudium absolvieren durften. Sie entschied sich schließlich nach Kostproben in einigen anderen Fachgebieten (unter anderem Zoologie) für die noch junge Wissenschaft Nationalökonomie. Mit einer brillanten Arbeit über die Industrialisierung Polens wurde sie schließlich promoviert. Ihr Doktorvater, der österreichische bürgerliche Ökonom Julius Wolf, ein entschiedener Gegner von Karl Marx, bezeichnete die Marxistin Luxemburg dennoch als seine begabteste Schülerin.
Die Theoretikerin ist aber schon damals zugleich auch politische Aktivistin innerhalb des anregenden Milieus von europäischen Exilanten, die in Zürich eine Zuflucht gefunden hatten. Sie lernt dort bald den jungen, aus Wilna geflohenen Sozialisten Leo Jogiches kennen. Er sollte ihr langjähriger Lebenspartner und politischer Kampfgefährte werden. Zusammen stellen sie zunächst die in Paris erscheinende polnische Zeitschrift Sprawa Robotnicza („Sache der Arbeiter“) auf die Beine. Sie wird auch zum Kristallisationspunkt einer zunächst kleinen politischen Formation, der SDKP (Sozialdemokratie des Königreichs Polen). Rosa Luxemburg entschließt sich nach Abschluss ihrer Promotion bewusst für das Engagement in der deutschen Sozialdemokratie, der stärksten und wichtigsten Sektion der Zweiten Internationale. Eine Scheinehe ermöglicht ihr den Aufenthalt in Deutschland. Bald schon ist sie Parteitagsdelegierte und macht sich als brillante Rednerin und als theoretische Wortführerin der deutschen Marxisten einen Namen.
Zum ersten Mal profiliert sie sich im sogenannten „Revisionismusstreit“, in dem sie Stellung gegen Eduard Bernsteins reformistischen Politikansatz bezieht, und setzt ihm ihr Konzept von der „revolutionären Reformpolitik“ entgegen. Das heißt: Der Kampf um die unmittelbaren Verbesserungen der Lebensverhältnisse erfolgt stets aus der Perspektive, dass das kapitalistische System letztlich notgedrungen zum Scheitern verurteilt ist. Kurzzeitig wird sie Chefredakteurin der Sächsischen Arbeiter-Zeitung und dann – zusammen mit Franz Mehring – der Leipziger Volkszeitung.
Mit einer fulminanten Attacke gegen Lenin, die in ihrer ganzen prophetischen Überzeugungskraft erst nach der Oktoberrevolution von 1917 erkannt werden konnte, begründete Luxemburg ihre politische Bedeutung bis heute. Im Parteiorgan der russischen Sozialdemokratie, Iskra („Der Funke“), publizierte sie eine scharfe Kritik am zentralistischen Organisationsprinzip der Bolschewiki. Im selben Jahr (1904) erfolgt ihre erste Verurteilung zur Gefängnishaft: Eine angebliche Beleidigung Kaiser Wilhelms trägt ihr drei Monate Haft ein. Ihr journalistisches Wirken kann sie vorübergehend als Mitarbeiterin der Redaktion des Vorwärts, des Zentralorgans der deutschen Sozialdemokratie, entfalten. Nach dem Ausbruch der ersten russischen Revolution im Jahr 1905 wird sie bei einem illegalen Aufenthalt in Warschau zusammen mit Leo Jogiches verhaftet und kommt erst nach Stellung einer Kaution frei.
Einen äußerst fruchtbaren Abschnitt ihres Wirkens stellt ihre Tätigkeit als Dozentin für Ökonomie an der Berliner Parteischule dar, einer Kaderschmiede sozialdemokratischer Agitatoren und Redakteure. Etliche ihrer Schüler und Schülerinnen berichten begeistert davon, wie es Luxemburg verstand, sie jenseits aller dogmatischen „Schulung“ zum eigenen Denken anzuregen.
Die Beschäftigung mit der Ökonomie im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit mündete schließlich in ihrem theoretischen, mehr als vierhundert Seiten umfassenden Hauptwerk: Die Akkumulation des Kapitals. Ausgangspunkt ist für sie ein Problem, an dem Marx selbst gescheitert war und das er am Ende des zweiten Bandes seines Werkes Das Kapital nicht befriedigend zu lösen vermochte, nämlich die Frage, woher die Nachfrage letztlich kommt, die den zweiten Zyklus der Kapitalverwertung finanzieren könne. Luxemburg zeigt scharfsinnig auf, dass diese Nachfrage nicht der Sphäre des Kapitalismus selbst entspringen kann, sondern dass die kapitalistische Ökonomie mit innerer Notwendigkeit auf Bereiche angewiesen ist, die von ihr noch nicht restlos durchdrungen sind. Das wird ihr zum Ausgangspunkt ihrer Imperialismustheorie, die eine heftige Debatte auslöste und unter ihren Parteifreunden hauptsächlich auf Ablehnung stieß.
Konsequenter Antimilitarismus
Eng mit ihrer ökonomischen Analyse des Imperialismus hing ihr entschiedener Antimilitarismus zusammen. Auf allen Ebenen, innerhalb der Zweiten Internationale und innerhalb der deutschen Sozialdemokratie, focht sie für eine klare Positionierung und eine entsprechende Orientierung der Arbeitermassen. Schon im Jahr 1900 hatte sie auf dem Pariser Kongress der Zweiten Internationale prophezeit, dass der Zusammenbruch der kapitalistischen Ökonomie „durch eine durch die Weltpolitik herbeigeführte Krisis“ erfolgen werde. Insbesondere auf den Kongressen 1907 in Stuttgart und 1911 in Basel versuchte sie eine kompromisslose antimilitaristische Linie durchzusetzen. Der Kriegsausbruch und vor allem die „patriotische“ Haltung der SPD – abgesehen von einer kleinen Schar Kriegsgegner, zu der auch der Reichstagsabgeordnete Karl Liebknecht gehörte, der als Einziger seiner Fraktion die Zustimmung zu den Kriegskrediten verweigerte – lösten bei der Humanistin und Kriegsgegnerin schiere Verzweiflung aus. Zeitweilig trug sie sich sogar mit Selbstmordgedanken bzw. mit dem Plan eines demonstrativen Suizids aus Protest gegen den Krieg.
Kaum etwas könnte von aktuellerer Bedeutung sein als Luxemburgs unermüdlicher, verzweifelter Kampf gegen den Krieg. Bis zuletzt hegte sie die Hoffnung, dass der entschlossene Widerstand des europäischen Proletariats die Katastrophe verhindern könne.
Luxemburg hatte ein geschärftes Bewusstsein dafür, dass der bevorstehende Krieg eine völlig andere Qualität haben würde als alles bisher Bekannte. Sie konnte deshalb dazu kein taktisches Verhältnis entwickeln, konnte ihn auch nicht, wie so manche ihrer Genossen, im Sinne „marxistischer“ Dogmatik relativieren oder ihn zynisch als revolutionäre Chance begreifen. Der Krieg, in dem die Grausamkeit der Imperialmächte letztlich auf diese selbst zurückschlug, war für sie schlicht der Untergang jeglicher Zivilisation, das Versinken in die Barbarei. Hier verbietet sich jedes taktische Verhältnis, verbietet sich jede Relativierung.
Interessanterweise hatte bereits Friedrich Engels, ein begeisterter Militärstratege, der oftmals äußerst zynisch über den notwendigen Untergang „geschichtsloser“ Völker im Namen des Fortschritts der Zivilisation sprach, diese völlig neue Dimension von Krieg ebenso erkannt wie Luxemburg. Etliche Jahre vor Ausbruch des Krieges schreibt er prophetisch: „Acht bis zehn Millionen Soldaten werden sich untereinander abwürgen und dabei ganz Europa so kahlfressen wie noch nie ein Heuschreckenschwarm. Die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges zusammengedrängt in drei bis vier Jahre und über den ganzen Kontinent verbreitet; Hungersnot, Seuchen, allgemeine, durch akute Not hervorgerufene Verwilderung der Heere wie der Volksmassen …“ (MEW 21, 350–351)
Im innerparteilichen Streit um eine konsequente antimilitaristische Haltung profilierte sich Luxemburg bereits sehr früh in ihrer Auseinandersetzung mit dem Reichstagsabgeordneten Max Schippel, der für die Erweiterung und Entwicklung des bestehenden Militärsystems eintrat. In einer Serie von Artikeln in der Leipziger Volkszeitung unter dem Titel „Miliz und Militarismus“ im Jahr 1899 kritisierte sie Schippels Position scharf. Den Opportunismus in Fragen der Militarisierung sah Luxemburg durchaus im Zusammenhang der umfassenderen Revisionismusdebatte. Innerhalb der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion und der Parteiführung erntete Luxemburg zum damaligen Zeitpunkt noch vorwiegend Zustimmung für ihre Haltung.
Bereits im Jahr 1899 forderte Bernhard Fürst von Bülow ganz offen im Reichstag die Vorbereitung auf den militärischen Kampf um die Aufteilung der Welt. Für Deutschland sei die Zeit der demütigen Zurückhaltung vorbei. Die berühmte „Hunnenrede“ Kaiser Wilhelms II., in der er 1900 zur Schonungslosigkeit bei der Unterwerfung der chinesischen Provinz Shantung aufforderte, war ein besonders brutaler Ausdruck dieser imperialistischen Kriegsbereitschaft. In diesem Klima trat Luxemburg als unerschrockene Versammlungsrednerin auf. Auf dem Mainzer Parteitag 1900 hat sie allerdings vergeblich versucht, die halbherzige Haltung der Sozialdemokratie zu diesen Entwicklungen zu verändern. Erfolgreicher war ihr Kampf auf der Ebene der Zweiten Internationale, die schließlich im Jahr 1907 eine wesentlich von Luxemburg ausgearbeitete Resolution zum Friedensengagement herausgab, der auch August Bebel für die deutsche Sozialdemokratie zustimmte. Darin heißt es wörtlich:
„Droht der Ausbruch eines Krieges, so sind die arbeitenden Klassen und deren parlamentarische Vertretungen in den beteiligten Ländern verpflichtet, unterstützt durch die zusammenfassende Tätigkeit des Internationalen Büros, alles aufzubieten, um durch die Anwendung der ihnen am wirksamsten erscheinenden Mittel den Ausbruch des Krieges zu verhindern, die sich je nach der Verschärfung des Klassenkampfes und der Verschärfung der allgemeinen politischen Situation naturgemäß ändern. Falls der Krieg dennoch ausbrechen sollte, ist es die Pflicht, für dessen rasche Beendigung einzutreten und mit allen Mitteln dahin zu streben, die durch den Krieg herbeigeführte wirtschaftliche und politische Krise zur Aufrüttelung des Volkes auszunutzen und dadurch die Beseitigung der kapitalistischen Klassenherrschaft zu beschleunigen.“
Das Finanzkapital, die Rüstungsindustrie und die Militärs ließen vermutlich die Sektkorken knallen, als die sozialdemokratische Reichstagsfraktion am 30. Juni 1913 ihre Zustimmung zu den beantragten Militärausgaben gab. Einzig Karl Liebknecht wies im Reichstag unbeirrt auf den Zusammenhang von Profitinteressen, Aufrüstung und Kriegspropaganda hin.
„Staatsfeindin Nummer Eins“
Rosa Luxemburg drängte die Sozialdemokratische Partei, die seit dem Jenaer Parteitag einem deutlichen Rechtsruck unterlegen war, zur Einhaltung der internationalen Antikriegsbeschlüsse und setzte ihr Vertrauen auf den Widerstand der Arbeiterklasse. Am 24., 25. und 26. September 1913 trat Luxemburg in Hanau, in Fechenheim (bei Frankfurt a.M.) und in Frankfurt-Bockenheim als Rednerin auf. Im Kriegsfall, so Luxemburg, gelte es, dass Arbeiter nicht gegenseitig auf ihre Brüder schießen dürfen. Luxemburg setzte auf einen Massenstreik im Falle eines Kriegsausbruchs. Ihre Auftritte als Rednerin veranlassten Redakteure der national gesinnten evangelischen Zeitung Frankfurter Warte dazu, den Staatsanwalt zu informieren und die Anklage Luxemburgs wegen Hochverrats zu fordern. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin tatsächlich ein Ermittlungsverfahren ein, das schließlich am 27. November 1913 zur Anklage führte. Die Hauptverhandlung wurde für den 20. Februar 1914 anberaumt. Verteidigt wurde Luxemburg von den Rechtsanwälten Paul Levi und Kurt Rosenzweig.
Der „Staatsfeindin Nr. 1“ warf man vor, ein „Attentat auf den Lebensnerv unseres Staates“ im Schilde zu führen. Luxemburg wird wegen der antimilitaristischen Aufklärungsarbeit schließlich zu insgesamt 14 Monaten Haft verurteilt. Diese Haftstrafe wird sie allerdings erst im Februar 1915 antreten. In ihrer rhetorisch brillanten Verteidigungsrede gibt sie geschickt den Vorwurf der „Hetze“ an die richtige Adresse, nämlich an Kaiser Wilhelm höchstselbst, zurück. Vor allem aber macht sie deutlich, dass nicht der Kadavergehorsam des Soldaten, sondern der Wille der Volksmassen selbst die Grundlage des Staates ist und dass ohne diesen Willen der Bevölkerung bzw. der Arbeiter selbst kein Krieg geführt werden kann!
Die verbleibende Zeit in der Freiheit nutzt Luxemburg zu weiterer Agitation. Die Verurteilung in Frankfurt hatte ihre Popularität nur noch gesteigert, und so war der Zulauf zu ihren Veranstaltungen umso größer. Bald sollte ihr ein außerordentlicher Triumph gegen den Militarismus gegönnt sein. In einer Rede in Freiburg hatte sie die Soldatenmisshandlungen angeprangert, die damals gang und gäbe waren. Der Strafantrag des Kriegsministers folgte auf den Fuß. Luxemburg aber erkannte sofort, dass er sich damit nur selbst ein Bein gestellt hatte, dass ein Prozess die einmalige Gelegenheit darstellen würde, gestützt auf reichlich vorhandenes Beweismaterial eben jene Misshandlungen der Öffentlichkeit gegenüber aufzudecken. An ihren Anwalt Paul Levi, mit dem sie inzwischen auch privat liiert war, schreibt sie in diesem Sinne triumphierend:
„Liebling, denk dir, wie famos! Es ist ein Strafantrag des Kriegsministers von Falkenhayn wegen Beleidigung des Offiziers- und Unteroffizierscorps, weil ich in der Freiburger Versammlung am 7. März gesagt habe, die Soldatenmisshandlungen stehen auf der Tagesordnung und die „Vaterlandsverteidiger“ werden mit Füßen getreten. […] Ich habe natürlich zugegeben, die Äußerungen getan zu haben, und zwar, um den Leuten den Rückzug abzuschneiden. Die Kerle sind wohl von allen guten Geistern verlassen. Denk dir, was man alles bei einer solchen Verhandlung an Material ausbreiten und wiedergutmachen kann, was unsere Esel im Reichstag versäumt haben!“
Man hatte tatsächlich Mühe, ohne Gesichtsverlust aus dieser Sache wieder herauszukommen, zumal die Angelegenheit inzwischen erhebliche öffentliche Resonanz erfahren hatte, selbst in der bürgerlichen Presse. Durch allerlei Winkelzüge versuchte man der drohenden Blamage zu entgehen, bis der preußische Kriegsminister schließlich am 4. August 1914, am selben Tag also, als die Reichstagsfraktion der SPD die Kriegskredite bewilligte, den Strafantrag gegen Luxemburg zurückzog.
Luxemburg selbst verbrachte die Zeit des Krieges zum Großteil im Gefängnis. Zunächst hatte sie jene Haftstrafe anzutreten, zu der sie bereits im Februar 1914 in Frankfurt wegen „Aufhetzung von Soldaten zum Ungehorsam“ verurteilt worden war, dann wurde sie erneut in „Sicherheitshaft“ genommen. Aus der Haft heraus – aus dem Berliner Weibergefängnis, der Festung Wronke in der Provinz Posen und dem Breslauer Gefängnis ‒ führte Luxemburg ihren Kampf weiter. Noch im Februar 1916 konnte ihre Analyse der Kriegsursachen und der Politik der SPD unter dem Pseudonym „Junius“ erscheinen. Sie wurde ihre wahrscheinlich wirksamste Schrift und ist noch heute eine hervorragende Quelle für das Verständnis der Ereignisse und deren Ursachen. Helmut Hirsch fasst die Bedeutung dieser Broschüre folgendermaßen zusammen:
„… mit ihrer Anwendung der von Marx und Engels entwickelten historisch-materialistischen Methode verstand sie auf knapp 100 Seiten den Gang der Entwicklung mithilfe einer sozialökonomischen und politischen Analyse treffend zu schildern und vorherzubestimmen. Sie zerstörte – nur acht Monate nach Kriegsbeginn – die beiderseitigen Legenden vom Verteidigungskrieg und entlarvte deutscherseits die Beherrschung der Türkei als das uneingestandene Ziel eines imperialistischen Angriffskriegs.“
Abscheu vor der Gewalt
Aus dem Gefängnis heraus setzt sich Luxemburg in Artikeln für die Spartakusbriefe der kleinen Gruppe von Kriegsgegnern innerhalb der Sozialdemokratie in durchaus kritischer Solidarität mit der russischen Revolution der Bolschewiki auseinander. Ihre Positionen werden schließlich in ihre erst posthum veröffentlichte Schrift Zur russischen Revolution münden. Es ist jene Schrift, die den berühmt gewordenen Satz enthält, dass Freiheit immer die Freiheit des anders Denkenden sei – ein Satz, der noch siebzig Jahr später imstande war, die DDR-Führung in furchtbare Verlegenheit zu bringen. Die in dieser Schrift vorgenommene Verhältnisbestimmung zwischen Sozialismus und Demokratie ist gerade im Rückblick auf die spätere totalitäre Entwicklung in ihrer Klarsichtigkeit nicht genug zu bewundern. Und sie setzt einen unverrückbaren Maßstab: Niemals darf Demokratie zur Disposition stehen. Der Sozialismus erweist sich gerade darin als die überlegene Gesellschaftsordnung, dass sich erst auf seiner Grundlage die demokratische Selbstbestimmung der Menschen entfalten kann.
Luxemburg, von den Gegnern als „blutige Rosa“ diffamiert, hatte einen Abscheu vor jeglicher Art von Gewalt – auch der Gewalt als Mittel des revolutionären Kampfes. Das lässt sich in ihren Schriften und Äußerungen von Anfang an bis hin zu einem ihrer letzten Texte, der Programmschrift für den Spartakusbund, nachvollziehen. Sie meint sogar eine geschichtliche Tendenz zu erkennen, der zufolge auch die Kämpfe um eine gesellschaftliche Transformation im Lauf der Zeit immer zivilisiertere, gewaltärmere Formen annehmen. Die blutigen Barrikadenkämpfe früherer Revolutionen weichen nun dem vornehmlichen Kampfmittel des Massenstreiks. Bei aller revolutionären Begeisterung warnt sie vor sinnlosem Blutvergießen angesichts klarer Kräfteverhältnisse. Der „rote Terror“ Lenins, dem jedes Mittel recht war, wenn es dem Machterhalt diente, erfüllte Luxemburg mit Entsetzen.
Am 9. November 2018, an dem Tag also, als Philipp Scheidemann die deutsche Republik ausruft ‒ nur um der Ausrufung der „freien sozialistischen Republik Deutschland“ durch Karl Liebknecht zuvorzukommen ‒, kommt Luxemburg endlich frei und verzehrt sich bald im revolutionären Kampf dieser Tage. Aus der Spartakusgruppe, also der kleinen Minderheit von Kriegsgegnern unter den Sozialdemokraten, wird nun der Spartakusbund. Luxemburg versucht unermüdlich, mithilfe des Zentralorgans Die rote Fahne die Aufstandsbewegung journalistisch zu begleiten und zu orientieren.
Allerdings werden in den Revolutionstagen vom Januar 1919 auch die ganze Tragik ihrer Persönlichkeit und die Widersprüchlichkeit so mancher ihrer politischen Positionen offenbar. Angesichts eines aufgrund des ungleichen Kräfteverhältnisses aussichtslosen Kampfes lehnt Luxemburg den Spartakusaufstand, der die alte Ordnung mitsamt ihrer ökonomischen Basis stürzen will, eigentlich ab, meint aber dennoch, hinter die Position der Massen nicht zurückfallen zu dürfen und sich ihnen gegenüber loyal verhalten zu müssen. Von Anfang ihres politischen Wirkens an hatte sie ja den Massen der Arbeiter selbst, ihrem spontanen Agieren und ihrem Instinkt ein unverbrüchliches Vertrauen entgegengebracht. Ihr Eintreten für Gewaltlosigkeit in ihrer Schrift Was will der Spartakusbund? lässt sich im Lauf der Ereignisse kaum durchhalten, und gerade angesichts ihres Glaubens an die „Zivilisierung“ revolutionärer Kämpfe offenbart ihr gewaltsamer Tod die ganze Tragödie der Geschichte. Die zentralen Persönlichkeiten des Spartakusbundes bzw. der Kommunistischen Partei Deutschlands (ab 31.12.1918), darunter Karl Liebknecht und Leo Jogiches, werden liquidiert. Rosa Luxemburg wird am 15. Januar 1919 von Mitgliedern eines Freicorps unter Billigung der Regierung brutal ermordet.
Erst Monate später wurde Luxemburgs Leichnam aus dem Landwehrkanal in Berlin Tiergarten geborgen. Die Totenrede bei ihrer Beisetzung hielt ihr einstiger Anwalt und Gefährte Paul Levi. Der Geist dieser „Märtyrerin der Menschlichkeit“ – so Levi – werde ungebrochen fortleben.
Im Geiste Luxemburgs über Luxemburg hinaus
Luxemburg hatte recht mit der Einschätzung, dass der einzige politische Faktor von Gewicht, der die Katastrophe des Ersten Weltkriegs hätte verhindern können, das europäische Proletariat und seine Organisationen, die sozialdemokratischen Parteien und die Gewerkschaften – in Deutschland, im Habsburgerreich und in Frankreich zumal – gewesen wäre. Und sie lag richtig mit ihrer Analyse, die den Krieg vor allem aus der aktuellen Phase der Kapitalverwertung begriff.
In ihrer Verteidigungsrede vor der Frankfurter Strafkammer macht sie deutlich, dass gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit kein Krieg zu führen ist. Hier setzt – mit etwas anderer Blickrichtung – auch das in den frühen 1980er-Jahren entwickele Konzept der „sozialen Verteidigung“ als Alternative zur militärischen Sicherheitsdoktrin an: Es geht davon aus, dass ein Aggressor nur dann wirklich erfolgreich ist, wenn er nicht einfach ein Territorium, sondern die betreffende Bevölkerung kontrolliert. Die effektive und angemessene Antwort auf einen Aggressor ist deshalb nicht bewaffnete Abwehr, sondern die Weigerung der Bevölkerung, sich ihm zu unterwerfen, die in vielfachen Formen des zivilen Ungehorsams zum Ausdruck kommt. Dies wäre eine konsequente Aktualisierung von Luxemburgs Antimilitarismus – was freilich erfordert, die Menschen stark zu machen statt auf allen Ebenen einen Klassenkampf von oben – gegen die Armen – zu führen.
Das Prinzip der aktiven Gewaltfreiheit gilt in nicht geringerem Maße für revolutionäre Befreiungskämpfe. Der Zwiespalt, den Luxemburg hier in sich trägt, ist überdeutlich. Sie verabscheut jegliche Form von Gewalt zutiefst und scheint sie andererseits dennoch für unvermeidlich zu halten. Natürlich ist jede Gewaltdebatte von vornherein irregeleitet, wenn sie die strukturelle Gewalt des Systems ausblendet und damit jegliche Gegenwehr von unten delegitimiert. Doch aufgrund unserer geschichtlichen Erfahrung wissen wir heute genauer als Luxemburg Bescheid über die schrecklichen Sackgassen blutiger Befreiungskämpfe und darüber, dass sich das Ziel einer humanen, solidarischen Gesellschaft in den Kampfmitteln selbst widerspiegeln muss. Die Arbeit von Initiativen wie den International Peace Brigades, von Hildegard Goss-Mayr und des Friedensnobelpreisträgers Adolfo Pérez Esquivel liefern beeindruckende Beispiele dafür, dass der gewaltfreie Kampf für Demokratie – also auch für eine demokratische Wirtschaft zugunsten aller – und Menschenrechte letztlich erfolgreicher ist als jeder bewaffnete revolutionäre Kampf, der mit den angewandten Mitteln (tötende Gewalt) seine eigenen Ziele selbst verrät. Im Geist Luxemburgs wäre deshalb auch innergesellschaftlich der zivile Ungehorsam – die gezielte Regelübertretung unter Einsatz der eigenen Person – gegen alle pubertären Gewaltfantasien als das aussichtsreichste Mittel zu propagieren, Veränderungen herbeizuführen.
Scharfsinnig erkannte Rosa Luxemburg den inneren Zusammenhang zwischen der Sicherung der Verwertungsbedingungen des Kapitals und dem Krieg. Im Sinne ihrer Imperialismustheorie begreift sie, dass die Kriegsvorbereitung konsequent aus der Konkurrenz um die Unterwerfung der Kolonien hervorgeht, die lebensnotwendig für den Fortbestand des Kapitalismus sind. Sie begreift den Stellenwert der Rüstungsindustrie als Kapitalanlage und nicht zuletzt die Funktion von Kriegen zur Verfestigung der Klassenherrschaft im Inneren. Karl Marx hatte in seiner Erörterung der „ursprünglichen Akkumulation“ die Gewalt bereits als Geburtshelferin des Kapitalismus entlarvt. Im selben Sinne zeigt Luxemburg, dass der Krieg die notwendige Begleiterscheinung und Folge der Expansion des Kapitalismus ist. Hier zeigt die bürgerliche Gesellschaft ihr wahres Gesicht, und im Krieg sieht Luxemburg den von Friedrich Engels als Möglichkeit ins Auge gefassten „Rückfall in die Barbarei“.
Die Aktualität von Luxemburgs Analyse liegt auf der Hand. Heute stehen die internationalen Konflikte vor allem auch unter dem Vorzeichen des Kampfes um immer knapper werdende Rohstoffe. Sowohl die geltende Doktrin der NATO samt deren Aktualisierung in den „Strategischen Konzepten“ als auch die diversen Weißbücher der Bundeswehr stellen unmissverständlich fest, dass die Sicherung von ökonomischen Interessen, Handelswegen und des ungehinderten Zugangs zu essenziellen Rohstoffen die Territorialverteidigung im konventionellen Sinne in den Hintergrund treten lässt. Pläne für künftige Ressourcenkriege liegen seit langem in den Schubladen der Militärstrategen, wie etwa das „European Defense Paper“ der ‒ immer noch als friedenssicherndes Staatenbündnis propagierten ‒ Europäischen Union aus dem Jahr 2004 belegt.
Der sich zuspitzende Konflikt der USA und der Europäischen Union mit China, der Stellvertreterkrieg in der Ukraine und die zunehmende Aggression der USA gegenüber Venezuela sind nur einige aktuelle Beispiele für geopolitische Interessen, die notfalls mittels Krieg durchgesetzt werden sollen.
Kein Geringerer als Papst Franziskus hat 2015 in seiner Enzyklika Laudato siʼ gewarnt: „Es ist vorhersehbar, dass angesichts der Erschöpfung einiger Ressourcen eine Situation entsteht, die neue Kriege begünstigt, die als eine Geltendmachung edler Ansprüche getarnt werden.“ Der Widerstand gegen die Abgründe der Heilslehre von Militarismus und Rüstungswahn ist dringlicher denn je.
Rosa Luxemburg: „Nein, auf unsere Brüder schießen wir nicht!“ Der Militarismus als kapitalistische Krankheit. Herausgegeben von Bruno Kern. (= edition pace 39 ǀ Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien 13). Hamburg: BoD 2025.
[ISBN: 978-3-6951-6182-9; Paperback 192 Seiten; 9,99 €]
Bibliotheksportal: Alle Publikationen des Regals „Pazifisten und Antimilitaristinnen aus jüdischen Familien“ erscheinen zunächst als Digitale Erstausgaben und sind frei abrufbar auf dem Projektportal www.schalom-bibliothek.org – dort auch alle Informationen zu den bisherigen Buchangeboten.


Rosa Luxemburg wurde im Jahr 1871 in der kleinen Provinzstadt Zamość im damals unter russischer Herrschaft stehenden Teil Polens als Tochter eines jüdischen Kaufmanns (Holzhändlers) geboren.
??
Das ist sachlich falsch. Es gab keinen unter russischer Herrschaft stehenden Teil Polens, sondern ganz Polen, das nach den Napoleonischen Kriegen übrig geblieben war, war ein russisches Protektorat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kongresspolen
Ich sehe nicht wo das Zitat „im damals unter russischer Herrschaft stehenden Teil Polens“ falsch sein sollte.
Denn egal wie es genannt wurde: Polen war damals faktisch unter russischer Herrschaft.
Das kommt auch sehr gut in dem von dir als Link gesetzten Wiki-Artikel hervor.
Je länger es das „Protektorat“ gab desto umfassender wurde die Herrschaft Russlands.
Zur Zeit von Rosas Geburt wurde nicht mal mehr der Name „Polen“ offiziell verwendet.
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@Altlandrebell
Ich hoffe Sie sind jetzt nicht unter die Astrologen und Wahrsager gegangen sonst kommt hier noch Nostradamos auf´s Trapez 🙂
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Also, nach meinen Informationen war Rosa Luxemburg weder ’n Steinbock noch ’n Fisch, sondern ’ne Frau. 😏
Und ihr Schicksal wurde auch nicht von irgendwelchen Sternen besiegelt, sondern von Otto Runge und Hermann Souchon auf Geheiß von so ehrenwerten und um das Wohl des ganzen Volkes bemühten Politikern wie beispielsweise dem Sozialdemokraten Gusav Noske oder dem „linksliberalen“ (DDP) Würstchen Max Weber.
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@Altlandrebell:
In dem Fall haben auch nicht die Sterne gelogen, sondern Grok! 😉
Der hätte Sie nämlich darauf hinweisen müssen, dass man alleine anhand des Geburtsdatums keine wirklich relevanten Aussagen machen kann. Statt dessen wirft er auch die Haustellung aus, die er gar nicht wissen kann und deutet dann am Ende noch Haus 12. Das ist wirklich arg 🤣
Und leider kann ich auch nicht wirklich beurteilen ob das Wenige was relevant sein könnte, die Zeichenstellungen von Sonne, Mond, Merkur, Venus und Mars, hier in Bezug auf Rosa einen Sinn ergibt, denn leider sind meine Kentnisse über das Leben und das Wesen dieser Frau mehr als nur rudimentär.
Der Rest hat eh gar nichts zu sagen, weil die Umlaufdauer der äußeren Planeten viel zu lange sind, als dass die Zeichenstellung dieser Planeten eine individuelle Wirkung auf Rosa haben könnte.
Aber selbst die Aussagen über die Zeichenstellungen von Merkur, Venus und Mars haben nur eine schwache Relevanz, die gegenüber anderen Horoskopfaktoren auch schon mal untergehen können.
Und bei diesen Zeichenstellungen geht es dann auch nicht darum was oder wo man etwas tut oder ist, sondern nur darum WIE man etwas tut.
Copilot hat das mal schön aufbereitet:
Und um ein für alle Mal klar zu haben wie die Relevanz der einzelnen Horoskop-Faktoren gewichtet ist (nach klassischer Meinung), hier noch mal Copilot mit einer ganz brauchbaren Sortierung:
So nun genug im Astrologie-Kurs für heute und für alle, die sich daran ergötzen oder laben oder erregen wollen 😉
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Das Territorium von Polen wurde damals – also nach der dritten Teilung Polens – von Preußen, Russland und Österreich kontrolliert. Kongresspolen war der Name des Teils der zu Russland gehörte.
Das sehe ich anders. Polen wurde auf sein Stammgebiet zurechtgestutzt. Eben das Gebiet des früheren Königreiches Polen-Litauen, in dem vor allem Polen lebten. Daß es später Teile Deutschlands (von Preussen/Pommern, und noch später Schlesiens) zugeteilt bekam und zudem 1920/21 völkerrechtswidrig Teile der Sowjetunion annektierte (Weißrussland, Litauen, Ukraine), steht auf einem anderen Blatt.
Hier von einer „Teilung“ zu sprechen, ist ahistorisch. Es spricht ja auch keiner von einer „Teilung Österreichs“, weil es nach WK1 Ungarn, Slowenien, Kroatien und Teile der Ukraine abgeben mußte, oder?
Wenn Sie Krakow und Poznan, die für 130 Jahre zu Österreich-Ungarn bzw. Preussen gehörten, nicht zum „ponischen Stammgebiet“ zählen ernten Sie nicht nur bei den Polen Kopfschütteln.
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Was sie schreiben ergibt für mich keinen Sinn. Polen-Litauen war ein Großstaat, umfasste neben Polen und Litauen unter anderem die Gebiete von Belarus, Lettland und fast der ganzen Ukraine.
…was aber eben nicht „Polen“ war.
England war ja auch nicht Hongkong und Indien, oder?
Generell bildeten sich ab dem 19. Jahrhundert Nationalstaaten heraus, die eben die Nation/Ethnie als verbindendes Element hatten. Und so wie Ungarn nicht österreichischer Nationalität/Identität war, galt das eben auch für Litauen Weißrussland oder die heutige Westukraine im früheren Königreich Polen-Litauen.
Sachsen ist ja auch nicht Deutschland, auch wenn heute praktisch alle Deutschen sächsisch sprechen…. 😉
Sie haben doch Polen-Litauen ins Spiel gebracht, und meinten, Polen wäre auf diese Größe zurechtgestutzt worden. Das ist schon der erste Punkt der keinen Sinn ergibt. Des weiteren ist von dieser Zeit gar nicht die Rede, was die Frage aufwirft, wieso Sie sich dahin verirren. Vor der dritten polnischen Teilung bestand Polen im Wesentlichen nur noch aus dem Kernland. Es gab also bereits nichts mehr, was man auch hätte zurechtstutzten können. Polen wurde als Staat aufgelöst und aufgeteilt. Kongresspolen war halt eines der Teile. Von Teilung zu sprechen ist also alles andere ahistorisch.
????
Was ist so schwer daran, zwischen dem alten Königreich Polen-Litauen (das polnische Nazionalisten gern wieder entstehen lassen würden) und dem LAND Polen zu unterscheiden?
Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole. Das Königreich Polen-Litauen existierte zu besagter Zeit nicht mehr. Und dass es auch heute noch Monarchisten in Polen gibt, ändert nichts dran.
„ Der ukrainische Nationalismus war in Rußland ganz anders als etwa der tschechische, polnische oder finnische, nichts als eine einfache Schrulle, eine Fatzkerei von ein paar Dutzend kleinbürgerlichen Intelligenzlern, ohne die geringsten Wurzeln in den wirtschaftlichen, politischen oder geistigen Verhältnissen des Landes, ohne jegliche historische Tradition, da die Ukraine niemals eine Nation oder einen Staat gebildet hatte, ohne irgendeine nationale Kultur, außer den reaktionärromantischen Gedichten Schewtschenkos. Es ist förmlich, als wenn eines schönen Morgens die von der Wasserkante auf den Fritz Reuter hin eine neue plattdeutsche Nation und Staat gründen wollten. Und diese lächerliche Posse von ein paar Universitätsprofessoren und Studenten bauschten Lenin und Genossen durch ihre doktrinäre Agitation mit dem „Selbstbestimmungsrecht bis einschließlich usw.“ künstlich zu einem politischen Faktor auf. Sie verliehen der anfänglichen Posse eine Wichtigkeit, bis die Posse zum blutigsten Ernst wurde: nämlich nicht zu einer ernsten nationalen Bewegung, für die es nach wie vor gar keine Wurzeln gibt, sondern zum Aushängeschild und zur Sammelfahne der Konterrevolution! Aus diesem Windei krochen in Brest die deutschen Bajonette.…“
aus Rosa Luxemburg, Die russische Revolution.
Daran muß aus aktuellen Anlaß. erinnert werden
Woher um Himmels Willen will Frau Luxemburg gewusst haben, welche Agitation die Bolschewiki 1917 betrieben? Die Frau saß zu dieser Zeit in einer Breslauer Gefängniszelle. Und selbst auf freiem Fuß hätte sie davon kaum Kenntnis gehabt; es wurden ja schließlich nicht sämtliche bolschewistischen Flugblätter druckfrisch über die Weltkriegs-Frontlinie zur Begutachtung an die Berliner SPD-Zentrale geschickt.
Aus dem Manuskript von Luxemburgs Schrift geht beispielsweise hervor, dass Sie falsch informiert war über den Zeitpunkt der Wahlen zur konstituierenden Versammlung in Russland. Sie nimmt fälschlicherweise an, dass das vor der Oktoberrevolution erfolgte, obwohl erst die Bolschewiki diese Wahl durchführten.
Vom Mordanschlag auf Lenin scheint sie auch nichts mitbekommen zu haben, denn sie glaubt, der „rote Terror“ sei eine Folge des Anschlags auf den deutschen Gesandten.
Stichwort „Bürgerkrieg“ im Manuskript oder „tschechoslowakische Legion“, die den Bürgerkrieg im Mai 1918 auslöste: Fehlanzeige.
P.S.
Was Frau Luxemburg anscheinend ebenfalls unbekannt war: Es gab 1917 bereits eigenständige ukrainische Parteien – ukrainische Sozialrevolutionäre, ukrainische Sozialdemokraten und andere – die bei den Wahlen zur russischen (!) kontituierenden Versammlung Ende November 1917 auf dem Gebiet der heutigen Ukraine (so ungefähr) in Summe mit Abstand die meisten Stimmen erhielten.
Kommando zurück. Ich hatte Unrecht. Rosa Luxemburg war auch im Gefängnis erstaunlich gut auf dem Laufenden, was aus ihrem Artikel „Die russische Tragödie“ (September 1918) hervorgeht.
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
Ich hatte in meinem vorhergehenden Kommentar einige Punkte genannt, die mir auf mangelnde Kenntnis der Lage hinzudeuten schienen.
Ja, aber es lief immerhin ein Weltkrieg, bis März 1918 mit einer Frontlinie zwischen Deutschland und Russland. Informationen zwischen den beiden Ländern konnten also in dieser Zeit nur über neutrale Drittstaaten wie Schweden ausgetauscht werden.
Außerdem herrschte in Deutschland seit August 1914 Militärzensur durch die OHL. Die Nachrichtenlage in den Zeitungen war also dem entsprechend eingeschränkt.
Selbstverständlich hat man in Deutschland nicht alles mitbekommen, was in Russland passierte. Es fragt sich eben nur, was genau.
Seit April (?) 1918 muss in Berlin eine quasi-diplomatische Vertretung der Revolutionsregierung bestanden haben. Das sollte ab diesem Zeitpunkt die wichtigste Nachrichtenquelle für die deutschen Spartakisten gewesen sein. Aber: Die Kommentatoren des Luxemburgschen Manuskripts sind sich anscheinend einig, dass Luxemburg mit den Aufzeichnungen „zur russischen Revolution“
im Sommer 1918 begann, nachdem die Trotzkische Broschüre „Von der Oktoberrevolution bis zum Brester Friedensvertrag“ in ihre Hände gelangte, die Trotzki während der Friedensverhandlungen im Februar/März 1918 verfasst hatte.
D.h. Luxemburg schrieb ab Sommer 1918 zu Dingen, die sich schon ein halbes Jahr früher abgespielt hatten – vermutlich wohl deshalb, weil sie zuvor unzureichend informiert war. (Gut, andererseits war die erwähnte Broschüre natürlich eine Darstellung aus der Sicht eines Protagonisten der Revolution, also entschieden mehr als nur eine Aufzählung von Ereignissen.)
Es ist schade, dass R. Luxembourg nichts über die Schrulle des palästinensischen Nationalismus geschrieben hat.
Rosa Luxemburg lehnte den bürgerlichen Nationalismus, der letztendlich einer der vielen Gründe für den Zusammenbruch der UdSSR ab, siehe dazu „die russische Revolution“:
„ Wie kommt es, daß in allen diesen Ländern plötzlich die Konterrevolution triumphiert? Die nationalistische Bewegung hat eben das Proletariat dadurch, daß sie es von Rußland losgerissen hat, gelähmt und der nationalen Bourgeoisie in den Randländern ausgeliefert. Statt gerade im Geiste der reinen internationalen Klassenpolitik, die sie sonst vertraten, die kompakteste Zusammenfassung der revolutionären Kräfte auf dem ganzen Gebiet des Reiches anzustreben, die Integrität des russischen Reiches als Revolutionsgebiet mit Zähnen und Nägeln zu verteidigen, die Zusammengehörigkeit und Unzertrennlichkeit der Proletarier aller Nationen im Bereiche der russischen Revolution als oberstes Gebot der Politik allen nationalistischen Sonderbestrebungen entgegenzustellen, haben die Bolschewiki durch die dröhnende nationalistische Phraseologie von dem „Selbstbestimmungsrecht bis zur staatlichen Lostrennung“ gerade umgekehrt der Bourgeoisie in allen Randländern den erwünschtesten, glänzendsten Vorwand, geradezu das Banner für ihre konterrevolutionären Bestrebungen geliefert. Statt die Proletarier in den Randländern vor jeglichem Separatismus als vor rein bürgerlichem Fallstrick zu warnen und separatistische Bestrebungen mit eiserner Hand, derern Gebrauch in diesem Falle wahrhaft im Sinne und Geist der proletarischen Diktatur lag, im Keime zu ersticken, haben sie vielmehr die Massen in allen Randländern durch ihre Parole verwirrt und der Demagogie der bürgerlichen Klassen ausgeliefert. Sie haben durch diese Forderung des Nationalismus den Zerfall Rußlands selbst herbeigeführt, vorbereitet und so den eigenen Feinden das Messer in die Hand gedrückt, das sie der russischen Revolution ins Herz stoßen sollten.….“ Zitat Ende
In diesen Sinne ist nach Rosa Luxemburg Taiwan ein untrennbarer Bestandteil der chinesischen Nation. Separatismus lehnte sie ab und beschwor den Internationalismus der Werktätigen aller Länder. Rosa wäre entsetzt gewesen wenn sie von der Gründung eines zionistischen, rassistischen Staates auf den Boden eines anderen Volkes gewußt hätte. In ihren Sinn muß sich das jüdische Proletariat von Israel seiner bourgeois-faschistischen Regierung entledigen und mit den werktätigen Volk Palästinas eine gemeinsame Republik aller Werktätigen des Territoriums gründen. Das ist das Erbe von Rosa, das die deutsche Linke verraten hat. Da sie religionslos war, hat sie mit den Judentum nichts am Hut. Aber zu ihrer Zeit entstand der zionistische Nationalismus, der werktätige jüdischen Glaubens gegen ihre arabischen Klassenbrüder und Schwestern aufhetzt. Rosa war also Antizionistin, aber der Zionismus mit all seinen Übeln war ihr nicht bekannt
Da Rosa stets die Oktoberrevolution und die Politik Lenins und Stalins gelobt hat, muß sie wohl auch einverstanden gewesen sein daß Lenin Finnland in die Unabhängigkeit entließ. Obwohl das im Nachhinein derselbe Fehler war wie die Zerschlagung der Sowjetunion durch den Sozialdemokraten Gorbatschow und dem Dauerbesoffenen Jelzin.
@Simon
„Da Rosa stets die Oktoberrevolution und die Politik Lenins und Stalins gelobt hat…“
Das ist so nicht korrekt; tatsächlich hat sie Lenin bereits als „Wiedergänger des Zaren“ bezeichnet, da hatte der noch Fleischfetzen an den morschen Knochen. Und Stalin war zum Zeitpunkt ihres Todes noch vergleichsweise bedeutungslos.
Das stimmt nur eben nicht. Aber gut möglich daß Bild, Brd-Schulbücher, tagesschau, spieglein.. das so behaupten.
Aus einer religionsphilosophischer Grundhaltung heraus kann man wohl nichts anderes als den Ruf nach Gewaltlosigkeit erwarten – und keinen Aufruf zum Klassenkampf. Aber der Klassenkampf ist ja Realität, ein aufgezwungener von oben. Und da der Kapitalismus heute ein globaler ist, ist auch der Klassenkampf global.
Autor: Scharfsinnig erkannte Rosa Luxemburg den inneren Zusammenhang zwischen der Sicherung der Verwertungsbedingungen des Kapitals und dem Krieg. Im Sinne ihrer Imperialismustheorie begreift sie, dass die Kriegsvorbereitung konsequent aus der Konkurrenz um die Unterwerfung der Kolonien hervorgeht, die lebensnotwendig für den Fortbestand des Kapitalismus sind.
Die Klasse des Kapitals hat sich ja die Gewalt des bürgerlichen Staates für seine Interessen dienstbar gemacht (obwohl der bürgerliche Staat vorgibt den Interessen des Volkes zu dienen). Zu beachten ist hier das übliche Teile-und-Herrsche-Prinzip: Man lässt das nationale Proletariat ein wenig teilhaben am Profit aus den Kolonien, sodass es sich eher zugehörig fühlt zur nationalen Kapitalistenklasse als zum globalen Proletariat. An diesem Prinzip hat sich bis heute im Neo-Kolonialismus (der Schuldknechtschaft im Finanz-Kapitalismus) nichts geändert. Aber die Wirkung dieses Prinzips scheint Luxemburg doch unterschätzt zu haben.
Hat sie nicht. Heute wird sie nur umgeschrieben um sie vom Marxismus-Leninismus zu trennen und weg vom Sozialismus zu stellen. Sie war aber stets voll des Lobs für die Oktoberrevolution Lenins und Stalins. In der hiesigen Lügenpresse will man sie umdeuten. Darauf sollte man nicht reinfallen.
Es lautet aber das Barberei!
Der zweite, nicht endend wollende Artikel des Tages. Woher die Zeit nehmen, das alles zu lesen? Die Themen sind wichtig und interessant, aber man kann sie auch wesentlich konziser, kondensierter abhandeln. Aber dazu brauchts Zeit, allerdings diejenige der / des Schreibenden…
Vielleicht gleich noch als tic-toc video.
Bücherlesen ist heute für viele zu viel…
Nimm das von Gerhard Schnehen über Stalin. Ist eh besser als dieser Artikel.
„dass der gewaltfreie Kampf für Demokratie – also auch für eine demokratische Wirtschaft zugunsten aller – und Menschenrechte letztlich erfolgreicher ist als jeder bewaffnete revolutionäre Kampf, der mit den angewandten Mitteln (tötende Gewalt) seine eigenen Ziele selbst verrät“
Erfolgreicher? Jede erfolgreiche soziale Revolution (Änderung der Klassenstruktur) bis heute war blutig: Nordamerika, Frankreich, Russland, Cuba, China. Gewaltloser Widerstand war manchmal erfolgreich, aber mehr im antikolonialen (Indien) oder antirassistischen (Südafrika) als im revolutionären Kampf.
Das spannende an Rosa Luxemburg finde ich ihre Auseinandersetzung mit jeglichem Nationalismus. Ob es ihre strikte Ablehnung jeglichen jüdischen Nationalismus sei, ob es die ebenso vorausschauende wie beißende Kritik an den später desaströs gescheiterten Versuchen der polnischen Sozialdemokratie sich bei sozialen Kämpfen dem polnischen Nationalismus anzubiedern, oder ihre Kritik an der Leninschen Nationalitätenpolitik. Darüber hätte ich gern mehr erfahren.
Da bist du auf kapitalistische Propaganda reingefallen.
Die Leninsche Nationalitätenpolitik war so daß die Sowjetunion jeder Minderheit ihre Sprache zugestand, während sie im zaristischen Völkergefängnis unterdrückt wurde. Auch den sprachliche Minderheiten die noch keine Schriftsprache hatten schafften die Bolschewiki die Schriftsprache dazu.
Der Minister der dies alles von Beginn an verwirklichte war übrigens Josef Stalin.
Leider viel Unsinn im Artikel.
Mit „Freiheit der Andersdenkenden“ meine Rosa sozialistische Andersdenkende denn Kapitalisten können nicht demokratisch sein weil sie nur die 0,1% bedienen.
Auch Stalin wurde von Rosa nie kritisiert, denn bekanntlich wurde sie 1919 im Januar ermordet, konkret vom dreamteam Noske/Ebert/Scheidemann und ihren Naziverbündeten um Hermann Papke (lebte friedlich mit guter Pension bis in die 60er in der Brd). Deshalb gibts auch bald wieder die LLL-Demo in Berlin, übrigens am 11.1.26 . Wer es nicht allzuweit hat sollte unbedingt dort mitlaufen.
Rosa hat im Gegenteil stets die Bolschewiki für ihre Revolution gelobt.
„Und Demokratie, Volksherrschaft, beginnt erst dann wenn das arbeitende Volk die politische Macht übernimmt.“
„Sozialismus heißt nicht, sich in ein Parlament zu setzen und Gesetze beschließen, Sozialismus bedeutet für uns die Niederwerfung der herrschenden Klassen mit der ganzen Brutalität, die das Proletariat in seinem Kampfe zu entwickeln vermag.“
„Die ganze revolutionäre Ehre und Aktionsfähigkeit, die der Sozialdemokratie im Westen gebrach, war in den Bolschewiki vertreten. Ihr Oktoberaufstand war nicht nur eine tatsächliche Rettung für die russische Revolution, sondern auch eine Ehrenrettung des internationalen Sozialismus.“
„Wir wissen, solange der Kapitalismus existiert, solange wir nicht das Heft in unseren Händen halten, kann von Abrüstung keine Rede sein.“
„Die Lenin-Partei war die einzige, die das Gebot und die Pflicht einer wirklich revolutionären Partei begriff, die durch die Losung: Alle Macht in die Hände des Proletariats und Bauerntums! den Fortgang der Revolution gesichert hat.“
https://sascha313.wordpress.com/2019/01/16/das-erbe-der-rosa-luxemburg/
Auch heute werden wieder von den Auftragsschreibern der Bourgeoisie freche Lügen verbreitet und man versucht, einen Keil zu treiben zwischen die Klassiker des Marxismus-Leninismus und Rosa Luxemburg. Doch immer mehr Menschen erinnern sich mit Hochachtung und Dankbarkeit an bedeutende Kommunisten wie Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, Joseph Stalin und Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht und Erich Honecker – um nur ein paar Namen zu nennen. Mit der Gründung des Spartakusbundes wurde in Deutschland der Grundstein gelegt zur Gründung der SED, für den Weg zum Sozialimus in der DDR und für den erfolgreichen Aufbau unseres sozialistischen Vaterlandes. Wider alle Verwünschungen und Verleumdungen der Bourgeoisie hat sich gezeigt sich, daß die Ideen von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in der DDR ihre wahre Heimstatt gefunden hatten.
Der Author hier scheint auch zu diesen Lohnschreibern zu zählen bzw. Opfer der kapitalistischen Hirnwäsche beginnend in der Schule oder gar den Eltern.
Und ich dachte, es geht um Rosa Luxemburg.
Kernbotschaft der Tora:
Der Auftrag Gottes zur Austreibung und Vernichtung der Völker Kanaans 4 Mo 33,50-53; 5 Mo 7,1-6.16-26; 20,17.18; vgl. 2 Mo 23,23.24
Beispiel 5 Mo
Da sind sie wieder und waren auch nie wirklich weg: die lügenden Theologen; aber im Auftrage und im Namen des Herrn, ihres Herrn. Nur verblödete Knechte beten zu ihrem Herrn, des Selberdenkens unfähig. Knechte, widerliche Knechte. Ekelerregend, wie diese ‚Geschöpfe des Herrn’, ihres Herrn, aufrechte Kämpfer der Solidarität und des Humanismus für ihre Zwecke missbrauchen. Aber Tote können sich nicht wehren.
Auf blutdurchtränkten Boden das Reich ‚Gottes’ aufbauen? Gehört das Blutgetränkte nicht in das Ressort des Teufels? 🧌
Ich habe den Eindruck, dass auch eine Rosa Luxemburg instrumentalisiert wird. Warum kann man nicht einfach ihre Leistungen in ihrer Zeit als Leistungen anerkennen. Sie hat nicht nur für eine bessere, eine sozialistische/kommunistische, Welt gelebt, sie wurde dafür auch ermordet. Die unrühmliche Beteiligung an ihrer Ermordung der SPD der damaligen Zeit, den sogenannten, heute noch gelobten „Kämpfern für die Republik/die Demokratie“, die eine Welt, für die Rosa Luxemburg gekämpft hat, doch zutiefst verachtet haben und auch mit Luxemburgs Ermordung verhindern wollten, wurde und wird nicht thematisiert, ihre Mörder, geschweige denn die Hintermänner, nie belangt.
Selbstverständlich ist ihr Kampf gegen Ausbeutung, Nationalismus und Krieg noch heute, erst recht heute, aktuell. Und wird es immer bleiben, solange all das nicht überwunden ist.
Aber es ist doch müßig und macht keinen Sinn, darüber zu streiten, wie das Land zu bezeichnen ist, in dem sie geboren wurde und was sie heute zu aktuellen Missständen zu sagen hätte, auch wenn es dieselben wie damals sind, weil dieser von ihr gewünschte gesellschaftliche Fortschritt zugunsten der Ausgebeuteten eben nicht erreicht wurde. Das müssen wir schon tun.
Für mich ist sie ein bewundernswerter, kluger Mensch, eine bewundernswerte kluge Frau, die für eine bessere Zukunft für alle Menschen gekämpft hat und dafür ermordet wurde.
Sie hat es nicht verdient, von irgendwem instrumentalisiert zu werden. So wie viele andere, die für eine bessere, gerechtere Gesellschaft gekämft haben und dafür ermordet wurden, es verdient hätten, nicht vergessen zu werden, auch wenn ihre Überzeugungen denen der heutigen Machteliten nicht passen.
Ich kann den Film „Rosa Luxemburg“ nur empfehlen. Mich hat er stark beeindruckt. Sie war nämlich ein Mensch.
Wer von Rosa Luxemburg spricht sollte auch ihre Texte kennen. „Die russische Revolution“ war einer ihrer wichtigsten Schriften. Wie man sich selbst überzeugen kann, kritisiert sie darin die Nationalitätenpolitik von Lenin. Sie rechnet in dieser Schrift mit den bürgerlichen, insbesondere den ukrainischen Nationalismus, ab. Ihr berühmtes Zitat von der Freiheit des Andersdenkenden stammt auch aus dieser Schrift. Ihr Wirken macht keinen Sinn, wenn man ihre Worte nicht auf die Gegenwart übertragen darf.
Rosa Luxemburg war eine Revolutionärin, keine Heilige, an deren Glorienschein nicht gerüttelt werden darf.
Die Verklärung von bedeuteten sozialistischen Kämpfern zu Säulenheiligen war einer der vielen Gründe warum die DDR ruhmlos unterging.
Rosa Luxemburg wird heutzutage von ihren Todfeinden, also von denjenigen, die sie und Karl ermordeten, instrumentalisiert. Dagegen muß man sich verwahren.
Liebe Naomi,
kannst du dir mal bitte abgewöhnen, hier permanent „aufräumen“ zu wollen, wenn dir was nicht in deinen Kram passt? Vielleicht erstmal in Ruhe lesen und zu verstehen suchen, was andere zu sagen haben?
Weder habe ich Rosa Luxemburg als Heilige bezeichnet (Mein letzter Satz lautet „Sie war nämlich ein Mensch“.), noch habe ich behauptet, dass sie uns heute nichts mehr zu sagen hätte.
Ich habe darauf hingewiesen, dass sie eine wichtige Person ihrer Zeit war. Ich weiß tatsächlich, was sie über Lenin zu sagen hatte, auch über das Verhalten der SPD zu ihrer Zeit. Während ihre Kritik an der SPD ohne Probleme auf heute übertragen werden kann (Denn die SPD gibt es immer noch und sie erweist sich nach wie vor als Verräterin einer sozialistischen Idee.), sieht es mit Lenin und einer sozialistischen Revolution in der Sowjetunion doch anders aus. Lenin lebt nicht mehr, die Sowjetunion existiert nicht mehr und Russland ist kein sozialistisches Land (im Übrigen auch China nicht).
Rosa Luxemburg hat sich als Sozialistin gesehen, vielleicht sogar als Kommunisten, da sie erst an der Abspaltung von der SPD und später der Gründung der KPD beteiligt war.
Aber ausgehend von ihren damaligen Einschätzungen bleibt es Spekulation, wie sie die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, außer dass sie vieles sicher kritisieren würde, weil ihre Forderungen (leider) nicht umgesetzt wurden, einschätzen würde, erst recht nicht, welche Lösungen sie vorschlagen würde (Ihre Idee war ja Generalstreik, der in D z.B. verboten und ihre Hoffnung auf die revolutionäre Arbeiterklasse heute? ).
Was Rosa Luxemburg uns heute noch zu sagen hat, hat weniger mit ihren zeitgebundenen Einschätzungen zu tun, sondern mehr mit ihren Überzeugungen (gegen Nationalismus, gegen Krieg, für Internationalismus, Frieden und eine gerechte Welt). Denn wegen dieser Überzeugungen ist sie schließlich ermordet worden und würde wohl auch heute in unserem Land mit Repressalien zu rechnen haben.
Rosa-Luxemburg: „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden“
The Censorship Network: Regulation and Repression in Germany Today
https://liber-net.org/germany/#deutsch
@Sehr geehrte Frau Lehmann,
Ihr Post kommt mir so vor, als wollten Sie die proletarische Revolutionärin postum als sozialistische Heilige verklären, aber die konkrete Nutzanwendung ihrer Aussagen auf die Gegenwart lehnen sie ab. Sie bestreiten nicht das Rosa Luxemburg gegen den Nationalismus und den Krieg kämpfte, ziehen aber aus ihren Aussagen keine konkreten Konsequenzen. Sie kommen mir vor wie bürgerliche Politiker, die für alles und nichts Verständnis heucheln aber ganz konkret gegen das Volk handeln.
Warum verurteilen Sie nicht eindeutig, klar und unmißverständlich den Völkermord in Gaza? Wollen Sie leugnen das 80% der Israelis mittlerweile rassistisch verhetzt sind und die Palästinenser als Tiere sehen? Wollen die diese zionistischen Grausamkeiten damit ein bisschen rechtfertigen indem sie die jüdischer Herkunft von Rosa Luxemburg betonen? Rosa war Atheistin, Internationalistin, ihre jüdische Religion und kulturelle Herkunft hatte für sie keine Bedeutung.
Warum positionieren sich sich nicht – ganz im antimilitaristischen Sinne von Rosa – gegen den Krieg in der Ukraine. Warum schweigen Sie zum ukrainischen Nationalismus, der doch mit zum Faschismus und den Mord an zehntausenden Polen führte? Sind Ihnen diese historischen Tatsachen nicht bekannt?
Warum setzen Sie sich nicht ganz konkret für mehr soziale Gerechtigkeit ein, wie es ganz im Sinne von Rosa Luxemburg wäre? Die Leute draußen auf der Straße sind es satt schöngeistige Reden von Politikern und Pseudointelektuellen zu hören. Sie wollen konkrete Taten sehen! Und solange die Restlinke nur dumm daherredet, den Leuten keine konkreten Verbesserungen anbietet, den neudeutschen Nationalismus huldigt, solange macht die AfD das Rennen. Die sagen wenigsten klar, aus nationalistischen Gründen, das sie gegen den Krieg in der Ukraine sind. Solche deutlichen Worte hört man von Linken zu selten, auch deshalb ist die Linke schwach.
In diesen Sinne:
Wir zahlen nicht für Eure Krise!
Keine Waffenlieferngen an die Ukraine und an Israel!
Kein Geld für Militarismus und Kriege, sondern bezahlbaren Wohnraum und Kampf gegen die Inflation
Nieder mit der neuen Wehrpflicht!
Das ist Rosa Luxemburg konkret auf die heutige Zeit bezogen. Darüber zu schweigen bedeutet sich letztendlich sich mitschuldig zu machen, seine Hände im Blut palästinensischer Kinder reinzuwaschen
Wollen Sie das?
@Naomi
Gut, die distanzierte Anrede ist mir in der „Diskussion“ mit Ihnen auch lieber.
Verstehendes Lesen scheint nicht so Ihr Ding zu sein. Darum macht es auch keinen Sinn, Ihnen zum dritten Mal zu erklären, worin meine Aussagen zum Thema Rosa Luxemburg bestehen.
Nur soviel:
Nein, ich stelle Rosa Luxemburg auf kein Podest. Sie war eine Frau, deren Mut ich bewundere und deren Überzeugungen ich teile. Ist Ihnen bekannt, dass sie sich nach der Niederschlagung des Spartakus-Aufstandes mit Selbstmordgedanken geplagt hat? Aber sie hat weitergekämpft bis zu ihrem grausamen Ende. Was genau also werfen sie mir vor? Dass ich das als das anerkenne, was es war, nämlich Mut?
Und wieso, bitteschön, sollte ich mich bei einem Artikel zu Rosa Luxemburg zu z.B. Gaza äußern?
Offensichtlich lesen Sie doch sowieso nur, was Sie lesen w o l l e n und sind ganz schnell dabei, andere Kommentatoren in Ihre Schubladen zu stecken. Sie wissen nichts über mich, unternehmen mit Ihren Unterstellungen (nicht nur in meinem Fall) aber alles, ein gemeinsames Handeln Gleichgesinnter zu unterlaufen.
Im Übrigen könnte man Rosa Luxemburg durchaus auch als Intellektuelle bezeichnen.
Bei der auch durch Sie vorangetriebenen Spaltung einer Bewegung gegen die unerträglichen Zustände in Deutschland und der Welt für eine Mehrheit der Menschen- wie und von wem soll da was zum Besseren verändert werden?
Sie schreien doch auch nur rum, unterstellen allen anderen aber Untätigkeit, wenn Sie sie nicht gar denunzieren.
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
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Die Leute in den Wohnblocks von Berlin sind unzufrieden!
Sie leiden unter hohen Mieten, steigenden Lebenshaltungskosten, den immer rauher werdenden sozialen Klima. Viele, zuviele machen dafür die Ausländer verantwortlich, mit denen sie um Wohnraum und Arbeitsplätze konkurrieren.
Es gibt aber leider keine politische Kraft – das waren früher die Linken – die glasklar und für jeden einleuchtend sagen, die Reichen sind schuld. Diese Krise hat ihre Ursache in den imperialistischen Kriegen in Gaza und der Ukraine. Keine Waffenlieferungen an Israel und die Ukraine, statt dessen mehr Geld für Soziales.
Das ist doch eine sehr einfache Wahrheit, die jeder begreift. Nur, in dieser Klarheit und Einfachheit sagt das niemand.
Viele Linke distanzieren sich nicht eindeutig vom Völkermord in Gaza weil sie sich mit Israel gut stellen wollen. Da Putin mittlerweile das Böse schlechthin ist, finden auch Linke man müsse diesen Imperialisten irgendwie bekämpfen und deshalb braucht man eine starke Armee. Die Meinungsfreiheit wird immer stärker eingeschränkt, weil es mittlerweile strafbar ist politische Nieten als solche zu bezeichnen.
Statt dessen eiert die Linke, die Restlinke irgendwie herum, findet die Revolutionärin Rosa Luxemburg menschlich irgendwie vorbildlich, menschlich ganz großartig, weigert sich aber ihren ganz praktischen Antimilitarismus und ihre Ablehnung auch des ukrainischen Nationalismus ganz praktisch auf die Gegenwart anzuwenden. Damit vereinnahmt man eine Revolutionärin für die herrschende Klasse, die doch die Rosa und der Karl stürzen wollten.
Wenn das keine Doppelmoral ist?
@Naomi
Schön im Allgemeinen bleiben, vermeintlich Mißstände aufzeigen, Aussagen verdrehen, inhaltlich auf Kommentare nicht eingehen, sondern die eigene ‚Meinung‘ durchdrücken, reihenweise Unterstellungen, uvm. Am putzigsten ist dann noch die altbekannte Aufforderung, sich doch bitteschön (gegen was oder wen auch immer) möglichst deutlich zu distanzieren.
Ähnlich wie das Konstrukt Miri (lange nichts mehr gehört…😄) halte ich Sie nicht für echt. Zu plump die immer gleichen Versuche, mit mehr oder weniger nichtssagenden Plattitüden vermeintlich Aufmerksamkeit zu binden.
„Es gibt aber leider keine politische Kraft“
Als ob es für alles immer eine ‚politische Kraft‘ bräuchte. So hält man die Menschen hübsch passiv und apathisch.
“ Das ist doch eine sehr einfache Wahrheit, die jeder begreift. Nur, in dieser Klarheit und Einfachheit sagt das niemand.“
Doch, und das wissen Sie auch ganz genau. Nur wird diese ‚Wahrheit‘ (mir sind jene Menschen, die diesen Begriff nicht zumindest subtil differenzieren, ausgesprochen suspekt) gerne mal unterdrückt. Das auszuführen spare ich mir und war auch schon oft genug Thema in diesem Forum.
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Dankeschön, ebenso ! Ich kann mir Ihre (und von einigen anderen) Kommentare doch nicht entgehen lassen…😉
Nee, es gibt hier einen anderen Kommentator mit dem Pseudonym Brain (obwohl ich auch schon öfters so angesprochen wurde…), das kann man schnell mal überlesen.
Auch wenn ich selbst nicht ‚feiere‘ : ich wünsche Ihnen ein paar schöne Feiertage !
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@Altlandrebell
Ich weiß natürlich das man an der Dummheit der „Masse“ verzweifeln kann.
Leider gibt es keine politische Kraft, die ganz populistisch einen Ausweg aus der Misere aufzeigen kann. Es ist das Schweigen der Lämmer, frei nach Mausfeld. Seine antikoloniale Sicht teilen leider viele Linke nicht.
Diese politisch/ideologische Leerstelle nutzt die AfD
@Altlandrebell
Ich weiß natürlich das man an der Dummheit der „Masse“ verzweifeln kann.
Leider gibt es keine politische Kraft, die ganz populistisch einen Ausweg aus der Misere aufzeigen kann. Es ist das Schweigen der Lämmer, frei nach Mausfeld. Seine antikoloniale Sicht teilen leider viele Linke nicht.
Diese politisch/ideologische Leerstelle nutzt die AfD
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Altlandrebel: Das deutsche Volk in seiner Mehrheit … ist normopathisch, autoritär, belliphil und für jede Schandtat zu haben. Und das letzte was es versagt, ist der Gehorsam. Brav nach oben buckeln und nach unten treten. Eben brave Bürgerknechte und -mägde.
So sieht er aus, der Besserwessi in Form des überheblichen Linksliberalen, egal ob er sich nun als Sozialist, Anarchist oder was auch immer sieht. Er fühlt sich mit seiner intellektuellen Geschwätzigkeit erhaben über die breite, dumme Masse. Von seiner liberal-individualistischen Freiheitsüberzeugung kommt er nicht los. So bleibt das Volk (zumal das deutsche) nur ein verachtenswertes Subjekt.
Ein Wessi der von Freiheit redet, der meint immer nur seine eigene. Ihm mangelt es an Klassenbewusstsein, aber wo sollte das in der westlich-liberalen Gesellschaft auch herkommen, wo kollektive Zwänge stets als Übel gebrandmarkt werden.
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@Naomi
Warum schweigen Sie zum sowjetischen Kommunismus, der zum Mord an Zehntausenden Polen beigetragen hat? Sind Ihnen diese historischen Fakten etwa nicht bekannt?
@Roman
Warum schweigen Sie zu den westlichen, liberalen Demokratien, die zu vielen Kriegen angestiftet haben, die zu unzähligen Toten geführt haben. Sind Ihnen diese historischen Fakten etwa nicht bekannt?
Welch ein schönes Echo von Naomis Rhetorik!
Ist die Ermordung von Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Leo Jogiches nicht der Beweis, dass Gewalt die einzige richtige Lösung ist? Die Interessen hinter diesen Morden sind bis heute an der Macht.
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