
Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz und die Stichwahl in der SPD-Hochburg München, wo der Grüne Dominik Krause den Amtsinhaber Reiter klar hinter sich ließ, scheinen den Niedergang der SPD noch einmal zu bekräftigen. In Baden-Württemberg konnte die SPD gerade noch knapp über der 5-Prozent-Quote bleiben. Zwar war das Ergebnis in Rheinland-Pfalz, seit 35 Jahren SPD regiert, nicht grottenschlecht, aber die SPD kann nicht mehr den Ministerpräsidenten stellen.
10 Prozent krachte die einstige Arbeiterpartei ein und rutschte auf 26 Prozent und damit auf den zweiten Platz vor der AfD, die 19 Prozent wählten und die am meisten diejenigen aktivieren konnte, die bislang dem Nichtwählerklientel angehörten. Die CDU legte mit 3 Prozentpunkten auf 30 Prozent nur wenig zu, die Grünen verloren nur wenig. Die beiden wichtigsten Ergebnisse sind das Debakel der SPD, die Wähler wanderten zur CDU und zur AfD, und der enorme Zuwachs der AfD, die fast 12 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Wahl einfuhr und in einem westlichen Bundesland 20 Prozent erhielt.
Ebenso wichtig ist, dass auch in Rheinland-Pfalz die FDP aus dem Landtag fällt. Ein Ende der Partei ist absehbar, deren Inhalte einerseits von den Grünen und andererseits von der CDU und AfD übernommen wurden. Die Linke schafft auch hier den Einzug nicht, auch wenn sie um fast 2 Prozentpunkte zulegen konnte, das BSW mit 1,9 Prozent ist zumindest in Westdeutschland nur eine unbedeutende Marginalie.
In Deutschland scheint wegen der 5-Prozent-Quote die ansonsten oft zu beobachtende Zersplitterung der Parteienlandschaft nicht einzutreten, sondern eine Viererkonstellation mit einer deutlichen konservativ-rechten Schlagseite, die absehbar nicht mehr lange durch die Brandmauer am Zusammenwachsen zu hindern sein wird. Die Grünen im Westen und die Linke im Osten, beide im Bundestag, werden mit einer wohl weiter schwächelnden SPD übrigbleiben und Koalitionen ermöglchen.
Was bei der Wahl auch wieder auffällt, ist der Unterschied zwischen dem Wahlverhalten der Jungen und der Älteren. Wie schon in Wahlen zuvor fällt auf, dass die AfD für junge und Erstwähler attraktiv ist. Von den 18-24-Jährigen haben mit 21 Prozent am meisten die AfD gewählt, 19 Prozent die Linke, aber ebenso viel die SPD. Hier tauchen auch BSW und Volt mit jeweils 3 Prozent auf. Grüne sind nicht mehr so attraktiv. Auch bei den 25-34-Jährigen liegt die AfD vorne. Erst bei denjenigen, die älter als 45 Jahre sind, beginnt die AfD abzurutschen, während SPD und CDU zulegen, die die Parteien der älteren Generation sind, womit das Schicksal nicht nur der SPD, sondern längerfristig auch der CDU abzusehen ist.
Es vollzieht sich also bei den jungen Bürgern eine Flucht aus der Mitte vor allem zur linken, aber eben auch zur rechten Seite. Vermutlich steckt dahinter, dass Die Linke und die AfD deswegen überzeugender sind, weil sie im Parteiensystem am ehesten noch für Aufmüpfigkeit und Rebellion zuständig sind.
Die AfD überzeugt am wenigsten die Bürger mit hoher Bildung, auch da können die „alten“ Parteien der SPD und CDU überzeugen, wahrscheinlich weil sie den Status quo erhalten. Deswegen sind die beiden Parteien auch bei den Rentnern am beliebtesten. Bei den Arbeitern steht die AfD ganz oben, die Grünen sind hier außen vor. Selbständige setzen vor allem auf die CDU und die AfD. Und auch wenn es völlig schleierhaft ist, warum die Ärmeren in Deutschland genauso wie anderswo ausgerechnet auf rechten libertären Parteien und ihre oft superreichen Führungsfiguren setzen, präferieren mit deutlichem Abstand 40 Prozent derjenigen, deren finanzielle Lage schlecht ist, die AfD. Abgeschlagen sind SPD und CDU, aber auch Die Linke mit gerade einmal 6 Prozent.
Für die rechte AfD stimmen also junge Menschen, Arbeiter, Ärmere und geringer Gebildete. Zumindest für diese Gesellschaftsschichten – und die Menschen aus den östlichen Bundesländern – ist die AfD offensichtlich eine Alternative. Die Mitte-Parteien SPD und CDU werden mit den Alten aussterben, die AfD beerbt deren Systemerhaltung, den Schutz des Kapitalismus und die Wiederkehr des Nationalismus. Man verlustiert sich im abseitigen Kampf gegen die Shitbürger und die Wokeness, der zunehmend Don Quijotes Kampf gegen die Windmühlen gleicht, und der Abkehr von der kulturellen Modernisierung. Es fällt auf, dass politische Vorstellungen für eine bessere Gesellschaft fehlen, weswegen offenbar die Wiederkehr einer phantasierten glorreichen Vergangenheit als Ersatz attraktiv wird. Kritik weist nicht nach vorwärts, sondern nach rückwärts. Es sind traurige Zeiten inmitten von Kriegen und eines dumpfen No-Future-Biedermeiers.
- BSW 55%, 324 votes324 votes 55%324 votes - 55% of all votes
- AfD 17%, 101 vote101 vote 17%101 vote - 17% of all votes
- Ich wähle nicht 13%, 77 votes77 votes 13%77 votes - 13% of all votes
- eine andere Partei 7%, 41 vote41 vote 7%41 vote - 7% of all votes
- Die Linke 3%, 20 votes20 votes 3%20 votes - 3% of all votes
- Weiß nicht 3%, 20 votes20 votes 3%20 votes - 3% of all votes
- FDP 1%, 3 votes3 votes 1%3 votes - 1% of all votes
- CDU/CSU 0%, 2 votes2 votes2 votes - 0% of all votes
- SPD 0%, 2 votes2 votes2 votes - 0% of all votes
- Grüne 0%, 1 vote1 vote1 vote - 0% of all votes
- Freie Wähler 0%, 1 vote1 vote1 vote - 0% of all votes
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Wenn Wahlen etwas ändern würden…
Die, die man wählen kann, haben nicht das Sagen und die, die das Sagen haben, kann man nicht abwählen.
Es ist aber auch völlig egal, weil anscheinend die Gepritzten, immer die Parteien wählen die ihren Interessen sowieso am wenigsten vertritt.
™️1974 war das Gemengelage noch etwas anders.
Hoffnungslos, wurde es erst in den 80ern, als klar der Neoliberalismus der Hochfinanz mit Derivaten und Hedgefonds nach amerikanischem Vorbild, bspw. durch die Abschaffung der Vermögenssteuer und der drastischen Absenkung des Spitzensteuersatzes realisiert worden ist
Das nennt man eine erfolgreiche Medienkampagne. Oder auch Propaganda. Oder Volksaufklärung. Oder früher auch Sonntagspredigt.
Die Linke ist für Aufmüpfigkeit und Rebellion zuständig? Ich weiss ja nicht, aber vielleicht sollte mal Jemand diese Partei darauf hinweisen?
Sehe ich das richtig, RLP wird jetzt komplett von schwarz/braun (CDU, die „rot“ /“grüne“ Farbmischung und die „Blauen“ mit dem Sprachfehler) regiert?
Die Linkspartei folgt nur der guten bundesdeutschen Tradition, daß nicht drin ist, was darauf steht: CDU ist nicht christlich, die Grünen kein Umweltschutz, die SPD keine Arbeiterpartei, AfD keine Alternative und die Linkspartei nicht links. Passt doch.
Nur die FDP ist die Geldsackpartei. Die einzig ehrlichen. 😉
Das erinnert mich an einen etwa gleichaltrigen Akademiker (Datenschutzbeauftragter) aus meinem Sportclub, der am Tag der Bundestagwahlen nicht wusste was er wählen sollte und dann später meinte, er hätte die FDP gewählt, weil er lieber den kleinen Parteien seine Stimme geben wollte.
Das Wahlergebnis zeigt eindeutig:
Die Deutschen sind nicht mehr zu retten!
…und so haben die RECHTS- und KRIEGSPARTEIEN aus CDU, SPD, AFD und GRÜNEN die Wahl gewonnen
„Für die rechte AfD stimmen also junge Menschen, Arbeiter, Ärmere und geringer Gebildete. Zumindest für diese Gesellschaftsschichten – und die Menschen aus den östlichen Bundesländern – ist die AfD offensichtlich eine Alternative.“
„die AfD beerbt deren Systemerhaltung, den Schutz des Kapitalismus und die Wiederkehr des Nationalismus.“
Deutschland hat schon immer den Weg nach RECHTS und in den Nationalismus eingeschlagen, das liegt in der Natur der Deutschen und ist ganz GRUSELIG in der Vorstellung das es aller Wahrscheinlichkeit nach so kommen wird.
Die Altparteien sind nicht „rechts“, sondern realsozialistisch. Das ist das, wo alle Linken enden, wenn sie an die Macht kommen und ihre Theorien in der Praxis versagen.
Aha, so nenn er das also….????
Aha, der realsozialisierende Existenzialismus… surreal vielleicht?!
@Heribert
Superkalifraglistisch Expiallegorisch ???
https://www.youtube.com/watch?v=oPmcz3JeFrk
Nee klar, die Kapitalschleimer die ihr wegbeißen wollt um selbst ranzukommen sind realsozialistisch. Viele würden sich heute einen realsozialistischen Verteilungsmodus wünschen. Daß du dein Kettensägen-Milei Fan Niveau doch noch unterbieten kannst war ja klar:
Heribert Wannsieder
28.10.2025 08:26 Uhr
Natürlich stecken finstere Mächte dahinter. Dass die Leute einfach genug haben von den Sozialisten, die das Land vor die Wand gefahren haben, kommt wohl nicht in Betracht.
https://overton-magazin.de/krass-konkret/trump-jp-morgan-lassen-die-argentinier-fuer-milei-abstimmen/#comment-305218
Eben das übliche Orwellsch eurer Mischpoke im Dienst von Herrchen.
So kann man – fast – unbemerkt das Spektrum nach ganz rechts verschieben…
Sowas können wohl nur Irre sagen.
P.S.
Oder um es mit Julius Schittenhelm zu sagen:
Er dreht sich hinein ins Hrin ….. unbemerkt
https://www.youtube.com/watch?v=TkyKRGFQyoU&list=RDTkyKRGFQyoU&start_radio=1
Danke, den kannte ich noch nicht.
Volker Pispers sprach immer vom Stacheldraht im Kopf.
Wenn es denn zumindest „Patriotismus“
wäre. Aber nicht mal das kriegen
„Die Deutschen“ (TM) hin..
Schlecht ausgebildete Zuwanderer nicht unkontrolliert
in Sozialsysteme einwandern zu lassen
ist übrigens meiner Meinung nach
weder nationalistisch noch patriotisch,
sondern einfach nur gesunder Menschenverstand..
„auf den zweiten Platz vor der AfD, die 19 Prozent wählten und die am meisten diejenigen aktivieren konnte, die bislang dem Nichtwählerklientel angehörten“
Ja, komisch … seit die AfD die Nichtwähler abräumt, ist es schlagartig vorbei mit der Nichtwählerbeschimpfung.
Ja, auffallend. Anspruch und Selbstverständnis der etablierten Parteien wurden wohl von der Realität eingeholt.
Naja, die Linke bzw. die PdL wird es nicht mehr lange machen. Denn der Bundesvorstand hat beschlossen, daß sich die Partei zu Faschismus, Apartheid und Kolonialimus bekennen soll, mit anderen Worten zukünftig, zum Wohle der Staatsräson offen rechtsextrem auftreten soll. Ob das viele Mitglieder mitmachen, ist fraglich.
Wenigstens einer, der noch die klassischen Definitionen von rechts & links kennt!
Wo wandern denn da Wähler nach links ab? SPD, Linke, Grüne – alles, was sich für links ausgibt, aber real mittlerweile ebenso weit rechts steht, wie die CDU, hat doch Stimmen verloren ohne Ende. So viel Realismus darf doch wohl sein!
Ich bin von der Perspektive auch nicht begeistert, aber wenn wir nicht wenigstens einmal die AfD in einem Bundesland regieren sehen, kann doch – ganz ehrlich – niemand wirklich sagen, ob sie es gut oder schlecht machen würden. Machen sie es gut, können sie von mir aus gerne bleiben. Machen sie es schlecht, verschwinden sie ganz schnell im Orkus der Geschichte.
Dieses ganze „rrrrrrächts“ und „Brandmauer“-Gefasel ist doch nichts wie Panik, weil die etablierten Versager ihre Felle schwimmen sehen. Das hilft doch nur noch, den eigenen Untergang etwas in die Zukunft zu verschieben.
So rechts wie die Union? Habt Ihr nur nein zur Impfung im Kopf?
Die AFD wird verstärkt von Armen gewählt, Frau Meloni und Ihre Leute haben dieser Personengruppe schnell gezeigt, was sie ihnen wert ist, nämlich nichts!
Alle rechtspopulistischen Parteien sind gewollte Opposition im Marktradikalismus. Sie lenken den Unmut auf (noch) Schwächere und lenken ab von den wahren Schuldigen an der Misere. Das klappt umso besser, je mehr die linken Parteien ihre politische Basis verlassen und sich dem Marktradikalismus andienen. Überall zu beobachten.
…und niemand weist darauf hin, dass das BSW offensichtlich 0,1 % mehr erreicht hat, als die Tierschutzpartei. Das muss Gründe haben…
Laut Text 0,3% – aber merkwürdigerweise scheint die Tierschutzpartei bedeutender als das BSW zu sein und taucht darum in der Liste auf.
Die Totengräber der SPD sind Gabriel und Stein(Schleim)meier während der Merkel Ära. Strikt Transatlantisch ausgerichtet und die eigenen nationalen Interessen vergessend verließen sie den sozialdemokratischen Pfad „der guten Nachbarn“.
Zumindest der Frank- Spalter hat ja einen sehr guten „Draht“ zu den Geheimdiensten…entweder die haben Kompromat oder bezahlen gut. Und der Gabriel ist nichts als ein billiger Opportunist. Wer solche Figuren in der Partei hat, braucht sich nicht wundern, wenn die in den Orkus rauscht. Was aber nicht entschuldigen soll, was mit dem restlichen Führungspersonal los ist. Degenerierte, dumme Karrieristen ohne eigene Meinung….
Ich schätze es liegt hauptsächlich an der permanenten Verräterei, unabhängig wer in dem Verein gerade den Vorsteher mimt. Das ist ne kontinuierliche Geschichte. Also nicht erst seit dem Genossen der Bosse Gerhard. Beim Nachfolgemodell der sog. Partei „Die Linke“ ging die Verwurstung noch schneller.
Das Projekt SPD geht seit nun mehr als 20 Jahren seinem wohlverdienten Ende entgegen
Viel ist passiert und vieles unverzeihlich ……..
@notabene
….und die SPD ist leider nicht auf dem Besserungstripp – Heute morgen schon die Stellungnahme der SPD zum Wahldebakel gelesen?
Die SPD tritt wieder einmal nach unten,.auf Grundsicherungsempfänger sowie Niedriglöhner, und will gleichzeitig die „Arbeiter“ mehr hofieren.🙂↔️🙂↔️🙂↔️🙂↔️
So wird das weiter wieder nix mit zukünftigen Wahlerfolgen für die einstigen „Sozialdemokraten“ ☺️👎 👎
Gruß
Bernie
Ich lese nur noch am Rande die Äußerungen von der „Führungsspitze“ der SPD.
Ich bin Anfang ´99 aus der SPD raus, nachdem Clash zwischen Schröder und Lafo wegen der Ratifizierung der Finanzmarktgesetzte.
Der spätere Bruch mit der SI war dann der letzte Nagel zum Sarg.
Für mich gabs in er Ära Schröder nur eine positive Sache. Das war die Annäherung an Russland unter dem Motto „Wandel durch Handel“
Als Kind des kalten Kriegs hatte ich die tiefe Hoffnung erleben zu dürfen, wie der Grundstein für dauerhaften Frieden in Europa zustande kommt.
Daher gibt es auch, in welcher Sprache auf diesem Planeten auch immer, keine Worte, die meine Wut auf die SPD jemals Ausdruck verleihen könnten!
Aber damit endet ja nicht der Schrecken.
JETZT muss ich auch noch erleben, wie CDU, CSU und AfD (die Gorgonen der deutschen Politik) immer mehr an Boden gewinnen und zusammen mit ihren Helfern Grüne und Linkspartei, das gesamte politische Spektrum immer weiter nach rechts verschieben.
Und nach DIESER Nachricht geh ich erstmal ne Runde kotzen
https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/hier-gibt-es-den-fuehrerschein-fast-umsonst-bundeswehr-gibt-fette-zuschuesse/
@notabene
SPD
Wir vergeben nicht
Wir vergessen nicht
@Otto0815
👍👍👍👍👍
Gruß
Bernie
@Bernie
Die SPD ist die einzige Partei die ihre Wahlkientel regelmäßig in den Hintern tritt anstatt deren Interessen zu vertreten.
Lernfähig? Nö, und so wirtschaften sie sich immer weiter bergab 🙂
Ich habe noch keine Wahlanalyse von der SPD gelesen ist aber wahrscheinlich wie immer der gleiche Schmu und danach geht es weiter wie bisher – bergab mit SÄBELRASSELN statt Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter
@ Otto0815
So ist es.
Der ultimative, gefolgt von unzähligen, Sündenfall seit 1914.
Opportunismus scheint der reale, fruchtbare Nährboden dieser fleischgewordenen Judas-Ischariot-Partei.
@Veit_Tanzt
Stimmt! Einmal Verräter = immer Verräter!
Diesen Stallgeruch wird die SPD nicht mehr los.
@Otto0815
DIESER SPD nur über meine faulende Leiche!
Bei vielen Aussagen ist diese SPD bereits so tief im rechten Spektrum angekommen, dass sie eine Koa mit der NPD machen sollten (alternativ mit der AfD)
Dear Palestine
https://www.youtube.com/watch?v=Yf5I-5I-fF4&list=RDYf5I-5I-fF4&start_radio=1
SEEDS OF TOMORROW
https://www.youtube.com/watch?v=hSrNiCa2V6E&list=RDhSrNiCa2V6E&start_radio=1
Wir werden es überwinden
https://www.youtube.com/watch?v=BlUCYSEV2ac&list=RDBlUCYSEV2ac&start_radio=1
Dass die CDU der SPD im Untergang folgen wird ist möglich, aber nicht sicher.
Gerhard Schröder hat mit der „Agenda 2010“
und mit seiner stolzen Verkündung
alle Stammwähler der SPD vor dem Kopf gestoßen, und mit dem Umschwenken von einer Friedenspartei zu einer Partei, deren wichtigstes Ziel ist Deutschland in kürzester Zeit kriegstüchtig zu machen, haben sich weitere Wähler von der SPD verabschiedet.
Weil sich die SPD in ihrer gegenwärtigen Sozial-und Friedens Politik kaum noch von der CDU unterscheidet, gibt es für ehemalige SPD-Wähler keinen Grund mehr die SPD zu wählen, dann gehen sie besser zur CDU.
Das gegenwärtige Problem der CDU ist die AfD so wie Anfang der 1980-er Jahre die Grünen das Hauptproblem der SPD waren, wie der Zweikampf zwischen der CDU und der AfD entschieden wird, wird sich noch zeigen.
Dafür kommen schon wieder die üblichen Gestalten aus ihren Löchern, die der SPD jetzt mal wieder „mehr Schröder“ verordnen wollen:
z.B. aus der SPD in Thüringen: „Die SPD müsse wieder Politik »für die arbeitende Mehrheit« machen – und »nicht nur vor allem für die, die Arbeit suchen oder sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen« befänden“
@henio
„Gerhard Schröder hat mit der „Agenda 2010““
Noch gut in Erinnerung auch sein Spruch:
„Hauptsache Arbeit“ , von Lohn hat er nicht gesprochen 🙂
@Otto0815
Politiker verkünden Arbeitsplätze zu schaffen und verschweigen bewusst, dass sie damit nicht Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen meinen, wie sie sich alle Bürger stillschweigend vorstellen, sondern eine Arbeit, die nur der Ausbeutung der Beschäftigten dient.
Mit anderen Worten, die Arbeit, die von Politikern versprochen wird, gleicht der Arbeit der Sklaven in den Südstaaten der USA vor dem Bürgerkrieg.
Das ist übrigens die Arbeit, die Friedrich Merz für die angeblich faulen Bürgergeld-Bezieher fordert.
„Das wichtigste ist, daß die Menschen Arbeit haben.“
Das ist ein original Müntefering. Genau, von Geld hat er nicht gesprochen.
Auch nicht davon, daß die Arbeit Leute davon abhält, sich „dumme“ Gedanken zu machen.
Die Haupt- Losung bei den Montagsdemos in der DDR hieß: „Frieden, Freiheit, Wohlstand für alle“. Eine Partei die in Ostdeutschland Wahlen gewinnen will muss dies beherzigen. Die AfD hier macht dies geschickt.
Ach ja?! Wie und wo denn?
Naja, die These von nach links sieht man nicht wirklich, eben weil die Linke unwählbar ist. Für die idt alles Antisemitismus wenn man einen Genozid Israels angreift, dass zudem gerade auf den 3. Weltkrieg zusteuert.
Wer sich für mehr als nur immer Vorhersagbares sowie dessen Wiederholungen interessiert, und nicht zur folgenden Mehrheit zählt:….
„Für die meisten dieser geistig ausgetrockneten Artgenossen gilt schon heute: Was nicht im „App-Store“ des Handys zu finden ist, gibt es nicht. Künftig aber gilt: Was Google nicht genehmigt, läuft nicht. Wer sich nicht ausweist, bleibt draußen. [..]
Wenn mich am „Stadtbild“ also etwas stört, sind das Politiker auf Wahlplakaten und die schiere Masse entrückter Zombies jeder Altersklasse, die ihren toten Blick kaum noch vom Bildschirm lösen können und die Umgebung in dreister Permanenz mit Belanglosigkeiten aus krächzenden Lautsprechern belästigen.“
….findet eventuell folgendes lesenswerter:
„So markiert die Tatsache, dass Android ab September [2026] ein geschlossenes System sein dürfte, nicht weniger als einen Meilenstein auf dem dunklen Weg in Richtung digitale Isolierzelle. Denn mit den neuen Registrierungsanforderungen sichert sich Google Einfluss auf einen bisher freiheitlich organisierten Bereich des Ökosystems Internet.“
(Manova/21.3./Geschlossene Gesellschaft)
Guter Artikel auf Manova.
Aber wie schon zig mal erwähnt nichts Neues.
Wir werden mit der bewährten Salamitaktik aller Freiheiten beraubt.
Wie der Viewer seit mehr als 2 Dekaden schreibt, ist Google und Facebook der Feind und wer ein Smartphone nutzt ist raus.
Edward Snowden lässt grüßen, aber der war ja nur ein Schwätzer…
Ist schon recht.
Wenn es Ihnen (allen) nur gut geht, dann passt es doch. Gruß an die Anderen (Persönlich-keiten).
P.S. Beim nächsten namentlichen Switchen aber bitte etwas aufmerksamer sein: Dent=Beule oder Delle könnte andere (reale, singulär auftretende Individuen) vermuten lassen, dass der berühmte Schlag auf den Hinterkopf (zusätzlich) das Gegenteil von „Denkvermögen erhöhen“ bewirkte.
@ achso
Motorola kooperiert jetzt mit GrapheneOS.. mal sehen, was dabei herauskommt.
„Es war kaum jemals dringender, Big Tech kompromisslos zu boykottieren und auf alternative Betriebssysteme wie GrapheneOS und Linux, auf Open-Source-Software wie OnlyOffice und CoMaps, auf F-Droid und Streaming-Plattformen wie Odysee umzusteigen.“
Vielleicht sollten wir aber auch Overton boykottieren.. denn immerhin hält man hier eisern an Youtube als einziger Plattform für die Videos fest.
„Es war kaum jemals dringender,…“
Diese Aussage ist nicht nur korrekt, sondern •universell•, auf jeden noch so kleinen Bereich des Lebens zutreffend .
Aber ein Ausbremsen (oder gar Ende des allgegenwärtigen Irrsinns) bzw. tatsächliche Veränderungen waren noch nie – dank einer freiwillig gewachsenen, debilen, lethargischen und alles legitimierenden Mehrheit – derart und absolut verunmöglicht.
Tote Fische schwimmen stets und schmerzbefreit mit dem Strom – der noch zappelnde, kleine Rest wird, über eher kurz als lang, mitgerissen und verwurstet!
Der Anteil der Arbeiter beträgt bei der AfD 37 % Die meisten Arbeiter haben einen Berufsabschluss. (Manche davon sind sogar Akademiker). Wer hat mehr Ahnung, ein Arbeiter mit Berufsabschluss oder ein arbeitsloser Geisteswissenschaftlier der grün wählt. Und dass die Empfänger von Bürgergeld die Linken wählen, ist ja klar
Das Bürgergeld war kaum besser als Hartz IV, der Name ist ja schon Geschichte, schlimmer und mit mehr Druck auf Armutsbetroffene geht leider immer.
warum diffamierst du Empfänger von Bürgergeld?
Die Abwahl der SPD in RLP ist bedauerlich. Aber immer noch wesentlich besser als in BaWü mit 5,5 Prozent. Wie kommt’s? Ich sage mal Sozialleistungen und Windräder.
In BaWü hat Kretschmann vor fünf Jahren 1000 neue Windräder versprochen, tatsächlich waren es 68. BaWü ist absolutes Schlusslicht beim Ausbau, knapp vor den Stadtstaaten. Özdemir hat einen auffallend teuren Wahlkampf gefahren und wenn eine Partei so im Geld schwimmt, darf man immer die Fossilindustrie dahinter vermuten. Kein Witz, niemand verhindert den Ausbau der Erneuerbaren so effektiv wie die Grünen. Auf die Idee, die Grünen aus diesem Grund anzugreifen, kam die SPD nicht.
Ganz anders in RLP. Seit Kurt Beck wurden die Erneuerbaren systematisch ausgebaut. Nach den Grundlagen von Herrmann Scheer, Förderung der lokalen Stromerzeugung. Sehr zur Zufriedenheit der Bevölkerung, immer wieder in Umfragen bestätigt. RLP darf man als Vorreiter der Erneuerbaren sehen. Womit nun wohl Schluss ist. Die Merz-CDU steht für Trumps Energiepolitik.
Auch bezüglich der Sozialleistungen war RLP vorbildlich. KI fragen. Eine Sozialleistung aber wird immer erst bemerkt, wenn sie weg ist. Was sagen die Pfälzer, wenn sie plötzlich für die Kita wieder bezahlen müssen? Tja, habt ihr gestern gewählt.
„Die Abwahl der SPD in RLP ist bedauerlich. Aber immer noch wesentlich besser als in BaWü mit 5,5 Prozent. Wie kommt’s? “
Ganz einfach: durch das Beharrungsvermögen. „Ich habe schon immer xxx gewählt, also …“
BaWü ist cDU-Stammland, die sPD schon immer traditionell schwach. Andersrum in RPL.
Das ist das gnaze Geheimnis an dem ArturderZeh sich hier die Zähne ausbeisst. Aber schwätz du nur
RLP war nach dem Krieg immer tiefschwarz. Bis Kurt Beck kam.
Von wohlhabenden Eltern kann man durchaus einen angemessenen Kita-Beitrag verlangen.
Die Kriegstüchtigkeits-SPD ist sehr schön abgestraft worden.
Wahlbeteiligung 69,..% — also 30% haben nicht gewählt
Ignorierte Stimmen AfD + Sonstige + FDP+Linke+FW+… = 35%
65% der Wählberechtigten werden ignoriert bzw haben keine Stimme.
Eine Regierung setzt sich also aus 35 % der Wählerstimmen des Bundeslandes zusammen
30 % CDU, wird wohl den Ministräsitenden stellen..
Soll ich das mal in Anzahl Stimmen ausrechen?
4,13 Mio Einwohner
3 Mio Wahlberechtige
davon haben 70 % gewahlt = abgegebene Stimmen –> 2 047 098
ungültige 18.915
davon 30 % für CDU = 630.000 Stimmen für CDU (genau 627.909)
auf die Einwohnerzahl von RLP sind das 15,25 %
auf die Wahlberechtigten sind das 21%
Eine Minderheit von 15% bestimmt wo’s in RLP langgeht … ich dachte immer es geht um Mehrheiten?
https://www.wahlen.rlp.de/fileadmin/wahlen.rlp.de/dokumente-wahlen/ltw/PDF/Wahlnachtanalyse_LW2026.pdf
Die Mehrheit möchte das so.
woher weißt du das?
Tja, das liegt halt wohl an denen, die immer stolz verkünden, nicht zu wählen und alle Wähler eh blöd sind.
es liegt wohl eher am Wahlsystem.
man wird ja nur gefragt wen man will, nicht was man will.
„Die CDU wird der SPD im Untergang folgen“
Nein, da geht nichts unter. Bevor man sich zu einer so dummen Aussage hinreißen läßt, sollte man doch erstmal das Diagramm ansehen und richtig verstehen. Eindeutig: 80,5% der Wähler sind eine SEHR gute Basis für das weitere Regieren, wobei es überhaupt keine Rolle spielt, ob gerade ein CDU-Stuhl mehr oder weniger bei einer anderen Altpartei steht.
Die CDU WIRD sich eher früher als später ihrem natürlichen Seelenpartner, der AfD, öffnen und das gesamte Schland für lange Zeit in schwarzblauer Nacht versinken lassen.
Der dumme Michel will es so.
Um es mit Gandalf zu sagen: flieht ihr Narren, flieht!
Fragt sich nur, wohin?? 😵💫
Zunächst einmal in die innere Emigration.
Wenn die Lebensumstände unerträglich werden, muss man halt weg und alles zurücklassen, so wie es viele im Dritten Reich gemacht haben. Ich möchte nicht erleben, daß die schwarzblaue SA hier alles kurz und klein schlägt.
Wir können nur Etiketten wählen. Auf was die gepappt sind, was dahinter steckt, ist diffus. Das wissen nicht alle sondern einige glauben noch an so etwas wie Anstand und Ehrlichkeit in Parteien. Dass das längst zu PR-Manieren verkommen ist kann eigentlich jeder sehen, der nicht blind ist. Wahlwerbungen versprechen das blaue vom Himmel – oder enthalten gar nichts.
Dass Wahlversprechen nicht eingehalten werden, auf jeden Fall nicht substatiell sondern höchstens symbolisch und marginal, liegt natürlich immer am Koalitionspartner oder weil sich die Weltsituation nach de Wahl anders dargestellt hatte oder es gibt andere Ausreden.
PR eben.
Übrigens wäer es ja populistisch, wenn Parteien ihre Wahlversprechen einlösen würden. Das ist doch wohl klar.
Also was soll das alles?
Und auch hier wieder wird das „links-rechts“-Gedöns verzapft, die größte Verarsche in diesem unserem Affentheater namens „repräsentative Demokratie“.
Wer das Politische auf nur die zwei Pole „rinks“ und „lechts“ reduziert, hat schon die Leute verdummt. Das ist aber ja auch Zweck der Veranstaltung.
Trend zur linken? Wo denn? Die Olivgrüne Atlantikerpartei sind doch auch rechts.
Florian weiß daß er Schmonz erzählt. Er weiß daß keine genuin linke Partei zur Wahl stand. Und die wissen auch daß Wahlen in diesen Rahmenbedingungen überhaupt nicht geeignet sind eine Förderung des Allgemeinwohls voranzustellen.
In BaWü hat die AfD Wahlwerbung mit dem Spruch gemacht: „Du siehst es doch selbst“
Bessere Werbung für eine Partei habe ich schon lange nicht mehr gesehen (was jetzt nichts über die Qualität der Partei aussagt.
Aber nach meinem Gefühl stammt dieser Slogan nicht aus einer PR-Agentur (wie es zu 100% bei den anderen Parteien der Fall ist).
DIe AfD macht vieles erstaunlich richtig (im Sinne ihrer Interessen als Partei). Dass sie noch nicht mitregiert liegt mE nur daran, dass die Unterwanderungs- und Übernahmephase noch nicht erfolgreiche abgeschlossen ist.
Aber keine Sorge, die Schläfer und Wendehälse sind darin schon gut etabliert. Und zur Not gibt es auch noch Mittel, denen keiner widerstehen kann, mit Familie und so. Andere wie zB damals Brandt, wird halt raffinierter am Wickel gepackt.
Wir haben zum einen eine aufrechterhaltene Illusion – dass irgend einer Partei die Sicherheit und Wohlfahrt Deutschlands, des deutschen Volkes, am Herzen läge, und dass das Politische innerhalb nur zweier Pole, „links“ bzw. „rechts“ vollständig abgebildet werden könnte.
Das Erste bringt einen Teil zum Wählen weil sie ihre Illusion nicht aufgeben wollen, das Zweite bringt einen Teil dazu zu wählen weil sie durch ihre Wahl das vermeintlich Schlimmere verhindern wollen. Dabei wird uns immer nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera angeboten. Gesundheit steht nicht zur Wahl, ja nicht einmal Hoffnung auf Gesundung. Das ewige Weiterso ist unser Schicksal. Weil uns nur das zur „Wahl“ steht.
Es ist eine Farce.
Weil die Leute nie zugeben würden, das sie verarscht wurden.
Einfach, weil die gesamte westliche Erzählung halt nur gelogen ist.
Schläfer in der AfD. Der war gut. Wann war die AfD mal nicht ein Projekt des Geldadels und hat Ablenkthemen für die Machtunterworfenen bedient?
Dass das Establishment (Meinungsmacht, Elite, Herrschaft, Finanzoligarchie, …) die AfD daran hindert, Regierungsverantwortung zu übernehmen hast Du also nicht mitbekommen?
Aha.
Da weiß ich was ich von dem Schnitzel zu halten habe.
Danke für das Gespräch …
Ich denke, die Dichte von unabhängigen Köpfen ist in der AfD bei allen Parteien heute noch am höchsten –
was nicht heißt, dass ich das, was unabhängige Köpfe gut finden, auch gut finden muss. Aber das heißt, dass in der AfD noch nicht alle eingenordet sind.
Und deshalb wird die AfD (noch) draußen gehalten.
Andere Theorie: die Umdekoration des Affentheaters von „links“ auf „rechts“ darf nicht zu schnell erfolgen. Also muss die AfD noch auf der Ersatzbank schmoren bis es soweit ist. So lange dürfen sich auch noch ein paar selbstständige Köpfe dort austoben.
Dass in der AfD klerikale Mittelalterkreise Einfluss haben und auch Altadel (wohl eher ohne viel Geld, glaube ich) sich da reinhängt, ist mir nichts Neues.
Hauptsache mal wieder herrschaftliche Agitprop bedient. Flucht aus der „Mitte“ nach „links“ oder nach „rechts.“ Na passt doch zur sonstigen Kaffeesatzleserei. Was ist man doch a(a)lternativ. Die Herren mögen ihren Faschismus eben bunt etikettiert.
Es bleibt dabei wie kürzlich, es ist der gleiche Schmonz wie überm Teich, denn da kam die repräsentative Farce ja her und deswegen gilt auch hier, das Getöse zwischen der Pseudo-Opposition und dem Rest ist in etwa so Sinn stiftend wie über dem Teich zwischen Dems und Reps:
“Es gibt nur eine Partei in den Vereinigten Staaten, die Partei der Besitzenden. Und diese Partei hat zwei rechte Flügel. Die Republikaner und die Demokraten.”
―Gore Vidal
Der hat das auch gut rübergebracht:
George Carlin ~ Der amerikanische Traum (Transkript)
Aber es gibt einen Grund. Es gibt einen Grund. Es gibt einen Grund dafür, es gibt einen Grund, warum die Bildung so schlecht ist, und aus demselben Grund wird sich das auch niemals ändern.
Es wird nie besser werden, such nicht danach, sei zufrieden mit dem, was du hast.
Denn die wahren Machthaber dieses Landes wollen das nicht. Ich spreche von den wirklichen Machthabern, den Mächtigen! Den Reichen… den wahren Machthabern! Den großen, wohlhabenden Wirtschaftsinteressen, die die Fäden in der Hand halten und alle wichtigen Entscheidungen treffen.
Vergiss die Politiker. Sie sind irrelevant. Politiker sollen dir nur vorgaukeln, du hättest Wahlfreiheit. Die hast du aber nicht. Du hast keine Wahl! Du hast Besitzer! Sie besitzen dich. Ihnen gehört alles. Ihnen gehört das gesamte wichtige Land. Sie besitzen und kontrollieren die Konzerne. Sie haben längst den Senat, den Kongress, die Landtage und die Rathäuser gekauft und bezahlt. Sie haben die Richter in der Tasche und besitzen alle großen Medienkonzerne. Sie kontrollieren also praktisch alle Nachrichten und Informationen, die du zu hören bekommst. Sie haben dich fest im Griff.
Sie geben jedes Jahr Milliarden von Dollar für Lobbyarbeit aus, um ihre Ziele zu erreichen. Wir wissen ja, was sie wollen: mehr für sich selbst und weniger für alle anderen. Aber ich sage Ihnen, was sie nicht wollen:
Sie wollen keine Bevölkerung mit kritischem Denkvermögen. Sie wollen keine gut informierten, gebildeten Menschen, die kritisch denken können. Daran sind sie nicht interessiert. Das nützt ihnen nichts. Das widerspricht ihren Interessen.
Ganz genau. Die wollen keine Leute, die intelligent genug sind, um am Küchentisch zu sitzen und darüber nachzudenken, wie sehr sie von einem System verarscht werden, das sie vor 30 Jahren im Stich gelassen hat. Das wollen die nicht!
Wisst ihr, was die wollen? Gehorsame Arbeiter. Gehorsame Arbeiter, Leute, die gerade schlau genug sind, um die Maschinen zu bedienen und den Papierkram zu erledigen. Und gerade dumm genug, um all diese immer beschisseneren Jobs mit dem niedrigeren Lohn, den längeren Arbeitszeiten, den reduzierten Sozialleistungen, dem Wegfall der Überstunden und der verschwindenden Rente, die im selben Moment verschwindet, in dem man sie abholen will, passiv hinzunehmen. Und jetzt wollen sie auch noch eure Sozialversicherung. Sie wollen euer Rentengeld. Sie wollen es zurück, um es ihren kriminellen Freunden an der Wall Street zu geben. Und wisst ihr was? Sie werden es kriegen. Sie werden euch alles früher oder später wegnehmen, denn ihnen gehört dieser verdammte Laden! Es ist ein exklusiver Club, und ihr seid nicht drin! Ihr und ich gehören nicht dazu.
Übrigens, es ist derselbe große Knüppel, mit dem sie auf dich den ganzen Tag lang einhämmern, wenn sie dir vorschreiben, was du glauben sollst. Den ganzen Tag lang hämmern ihre Medien auf dich ein und sagen dir, was du glauben, denken und kaufen sollst. Die Karten sind nicht mehr gedeckt, Leute. Das Spiel ist manipuliert, und niemand scheint es zu merken. Es scheint niemanden zu kümmern! Anständige, hart arbeitende Menschen – ob Angestellte oder Arbeiter, egal welche Farbe ihr Hemd hat. Anständige, hart arbeitende Menschen, Menschen mit bescheidenen Mitteln, wählen weiterhin diese reichen Arschlöcher, denen ihr scheißegal seid… denen seid ihr scheißegal… denen seid ihr ein Drecksding.
Sie scheren sich überhaupt nicht um dich… überhaupt nicht… GAR NICHT. Und niemand scheint es zu merken. Niemanden scheint es zu kümmern. Genau darauf spekulieren die Machthaber. Darauf, dass die Amerikaner wohl weiterhin bewusst die Augen vor dem großen rot-weiß-blauen Schwanz verschließen, der ihnen täglich in den Arsch geschoben wird, weil die Machthaber dieses Landes die Wahrheit kennen.
Man nennt es den amerikanischen Traum, weil man schlafen muss, um daran zu glauben.
https://www.icomedytv.com/content/george-carlin-the-american-dream-transcript
Die Illusion der Wahl, faszinierend nicht? Das Stück ist bereits in so vielen Ländern so lange auf Tour und zieht immer noch.
SUPER!! Eine der besten Nummern über. Die Nummer „We like War“ ist auch großartig
Allerdings nennt er die Politiker Cocksucker, was nicht Arschloch bedeutet 😉
Obwohl die Analyse von Herrn Rötzer im Großen und Ganzen in die richtige Richtung geht, verwundert einmal mehr, dass es auch ihm nicht gelingt, das Tendieren der Arbeiter und der Jungwähler zur AfD zu verstehen.
Dass dies Herrn Rötzer, der ja zweifellos ein gebildeter und erfahrener Mensch und Zeitbeobachter ist, nicht gelingt, das ist für mich das eigentlich Interessante am Artikel. Natürlich gelingt es vielen anderen Leuten – insbesondere im Mainstream und im linken Spektrum – auch nicht.
Man liest in seinem Artikel nur einmal mehr den Hinweis, dass das ja komisch und sozusagen unlogisch sei, wenn Arbeiter, ärmere Leute oder überhaupt Menschen aus einfacheren Verhältnissen eine Partei wählen, die teilweise neoliberale Positionen vertritt. Das wäre jedoch nur dann unlogisch, wenn man einerseits ein rein materialistisch ausgerichtetes Wertesystem und andererseits eine prinzipielle Bejahung einer postnationalen „weltbürgerlichern“ Haltung als selbstverständlich und alternativlos voraussetzt.
Der Grund für das Unverständnis von Herrn Rötzer dürfte darin liegen, dass er sich vermutlich nur sehr schwer in Menschen hineinversetzen kann, denen eine bestimmte kulturelle Ausprägung der hiesigen Lebensverhältnisse schlichtweg wichtiger ist als materiellen Komponenten oder Fragen der Mitbestimmung. Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist der Primat des Kulturellen!
Wobei „kulturell“ jetzt in einem weiten Sinne zu verstehen ist, wozu etwa auch die Erwartung gehört, dass man ohne Gefahr Weihnachtsmärkte besuchen kann, dass die eigenen Kinder in der Schule nicht unter gewissen Problemen zu leiden haben, dass es in den Kantinen weiterhin Schweinefleisch gibt, dass man nicht von fremden Kulturmustern gestört wird und schon gar nicht von Moscheelautsprechern, dass man nicht durch woken Unsinn oder Genderei behelligt wird oder dass einem niemand reinzureden hat, wie man das eigene Haus beheizt … ! usw.
Und wer beispielsweise in Pirmasens oder Ludwighafen wohnt, der hat ja nun gerade als Angehöriger etwas einfacherer Bevölkerungsschichten tagtäglich die Gelegenheit bzw. das Unglück, den desaströsen Niedergang kultureller Werte und Standards in den Städten mitzuerleben … Der etwas besser situierte Mittelstrand in den Speckgürteln der Großstädte bleibt davon etwas mehr verschont.
Gewiss spielt das Materielle auch eine Rolle, und zwar besonders in Form der zuwanderungsbedingten Wohnungsnot, die ja auch die ärmeren Bevölkerungsschichten stärker trifft. Womit wir aber auch wieder bei der Mutter der Probleme sind …
Klar, lieber bettelarm, gerne auch ohne jede soziale Absicherung, und dafür biodeutsch bis in die Zehenspitzen und im Stammbaum.
So geht Patriotismus!
Danke Wirth, auf Pi-News bekommen sie dafür sicher Applaus.
@Zebraherz
Man merkt, dass Ihre Fähigkeiten, Menschen mit anderer Schwerpunktsetzung zu verstehen, leider immer noch gering ausgebildet ist. Schlimmer noch: Sie wollen sie in Ihrem selbstgerechten Hochmut auch gar nicht verstehen.
Wer aber meint, dass jeder, der anders wertet und denkt als man selbst, ein bisschen dumm sei,
der ist selbst ein bisschen dumm oder um es präziser zu sagen: ein bisschen beschränkt, und zwar im wortwörtlichen Sinne.
Zustimmung, bei mir hat sich der Eindruck verfestigt, dass weiten Teilen der Linken sowas wie epistemische Bescheidenheit vollkommen abgeht, kombiniert mit Denk- und Sprachtabus, eine gefährlich weltfremde Mischung, die kein Problem damit hat, sich anderen aufzuzwingen.
Ich höre mich gerade durch die Videos von Raphael Bonelli (ein Psychiater):
https://www.youtube.com/@rppinstitut/videos
hier wirbt er gerade für sein neues Buch „Kopflos“ (er hat auch eines über Tabuisierung geschrieben, „Tabu: Was wir nicht denken dürfen und warum“).
Ich mag den Typen und seine etwas trockene Art, vor allem hat er 30 Jahre Berufserfahrung und vermeidet es, sich dem Zeitgeist anzupassen. In mancher Hinsicht ein Augenöffner, auch wenn ein genauer Beobachter die meisten Schlüsse auch durch eigenes Nachdenken finden kann.
@Scheinregen
Danke für den Tipp.
—
Bezüglich der Linken sehe ich es ebenso wie Sie.
Da diese Kreise in erheblichen Teilen (nicht alle) zutiefst davon überzeugt sind, dass sie selbst und nur sie selbst für das Gute eintreten, haben wir es mit der „Intelligenz“ von Sektenmitgliedern zu tun, die im eigentlichen Sinne unfähig zu einem echten geistigen Austausch auf Augenhöhe sind.
Das „Zebra“ demonstriert das jede Woche …
Nur echte Linke können überhaupt Gut sein, das ist schon rein historisch so ausgelegt und auch genügend dokumentiert worden.
@Arthur Dent
Sie sind komisch.
Außerdem bestätigen Sie mich.
Hatten wir hier nicht schon das eine oder andere Mal die Diskussionen über „echte Linke“ Linke und „unechte Linke“ Linke und wer das wie definiert bzw definieren darf?
Und „echte Linke“ sind nur die mit dem Marxquark-Stempel drauf! Am besten noch mit der KapitalvonAbisZ-Lesebescheingung.
Wer nicht wenigstens fünf Marxquarkzitate aus dem Ärmel schütteln kann – und im Internet wenigstens 35 Seiten Vollzitate.
Ach Wolfi, guck mal hier:
Wolfgang Wirth
23.03.2025 21:53 Uhr
Du meine Güte, sind Sie dumm!
https://overton-magazin.de/top-story/leichter-als-luft-folge-12-hochburg-der-technoiden-gegenkultur/#comment-222231
Du hast ja die passende Antwort bekommen. Und schon blöd wenn man nicht mehr weiß was man so sabbelt.
Wirth
Dumme Wähler::
„Die Widersprüche zwischen den Interessen der AfD-Wähler*innen und den Positionen der AfD könnten kaum größer sein. Steuersenkungen für die Spitzenverdiener*innen, niedrigere Löhne für Geringverdiener*innen und eine Beschneidung der Sozialsysteme würden AfD-Wähler*innen viel stärker negativ treffen als die Wähler*innen der meisten anderen Parteien. Würde sich die AfD-Politik durchsetzen, käme es zu einer Umverteilung von Einkommen und sozialen Leistungen von AfD-Wähler*innen hin zu den Wähler*innen anderer Parteien.“
Sie können sich ihren unappetitlichen Fokus auf eine homogen-deutsche Gesellschaft vielleicht leisten, andere Rechtswähler können das (eigentlich) nicht. In jedem Fall bin ich aber froh, habe ich in meiner persönlichen Nachbarschaft keinen einzigen Menschen wie sie oder ihren albernen Kommentar-Sekundanten, der meint, Hitler sei Sozialist gewesen, sondern eine lebendige, sympathische und kulturell sehr diverse Mischung.
https://www.diw.de/de/diw_01.c.879742.de/publikationen/diw_aktuell/2023_0088/das_afd-paradox__die_hauptleidtragenden_der_afd-politik_waeren_ihre_eigenen_waehler_innen.html
@Zebraherz
Entweder können Sie nicht gut lesen oder Sie haben echte Probleme, meine obige Argumentation zu begreifen. Deshalb wiederhole ich sie hier noch einmal. Extra für Sie.
„Der Grund für das Unverständnis von Herrn Rötzer dürfte darin liegen, dass er sich vermutlich nur sehr schwer in Menschen hineinversetzen kann, denen eine bestimmte kulturelle Ausprägung der hiesigen Lebensverhältnisse schlichtweg wichtiger ist als materiellen Komponenten oder Fragen der Mitbestimmung. Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist der Primat des Kulturellen!
Wobei „kulturell“ jetzt in einem weiten Sinne zu verstehen ist, wozu etwa auch die Erwartung gehört, dass man ohne Gefahr Weihnachtsmärkte besuchen kann, dass die eigenen Kinder in der Schule nicht unter gewissen Problemen zu leiden haben, dass es in den Kantinen weiterhin Schweinefleisch gibt, dass man nicht von fremden Kulturmustern gestört wird und schon gar nicht von Moscheelautsprechern, dass man nicht durch woken Unsinn oder Genderei behelligt wird oder dass einem niemand reinzureden hat, wie man das eigene Haus beheizt … ! usw.“
—
Auch das (notorisch SPD-nahe) DIW kapiert es nicht. Linke können eben nicht kulturell denken, sondern nur materialistisch.
Ach Wolfi, in der kapitalistischen Krise tendiert man eben zum Original, auch wenn der Faschismus nicht auf die AfD beschränkt ist. War doch im vorigen Jahrhundert mit „meinetwegen auch Hitler“ auch so. Also lies dich schonmal in deinen Carl Schmitt ein. Wirst noch gebraucht.
Dass eure Ablenkmanöver, woher die gesellschaftlichen Verwerfungen wohl rühren könnten, irgendwann fruchten, dafür hat man euch doch rauf und runter breit Bühne gegeben. Bekommst ein Ehrenschemelchen.
So funzt das:
Anatomie des Wahns
Wilhelm Reichs Klassiker „Massenpsychologie des Faschismus“ provoziert Vergleiche zwischen 1933 und heute.
von Andreas Peglau
Im Januar 2020 erscheint Wilhelm Reichs „Massenpsychologie des Faschismus“ nach 87 Jahren erstmals im redigierten Originaltext. Es ist nicht nur eines der wichtigsten psychoanalytischen Bücher, die je veröffentlicht wurden. Innerhalb dessen, was heute Rechtsextremismusforschung genannt wird, war es die erste Publikation zu psychosozialen Hintergründen des Nazi-Staates. Eine Einordnung und Auszüge aus dem Text von 1933.
Ein eigenständiges Werk
Wilhelm Reich (1897 bis 1957), „linker“ Psychoanalytiker und kritischer Mitstreiter Sigmund Freuds, hatte 1933 das erklärte Ziel, Elemente aus Psychoanalyse und Marxismus zu etwas Neuem zu verschmelzen, das er „Sexualökonomie“ nannte. Da er seit 1930 in Berlin lebte, war er unmittelbar konfrontiert mit dem damaligen politischen „Rechtsruck“, als Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands und Sexualreformer zugleich in dessen Abwehr involviert. Was er dabei erfuhr und begriff, hielt er fest für die Massenpsychologie.
(…)
Wie wird Ideologie zur „materiellen Gewalt“?
Die Menschen unterliegen ihren Seinsverhältnissen auf doppelte Art: direkt der unmittelbaren Einwirkung ihrer ökonomischen und sozialen Lage, und indirekt vermittels der ideologischen Struktur der Gesellschaft; sie müssen also immer einen Widerspruch in ihrer psychischen Struktur entwickeln, der dem Widerspruch zwischen der Einwirkung durch ihre materielle Lage und der Einwirkung durch die ideologische Struktur der Gesellschaft entspricht. Der Arbeiter etwa ist sowohl seiner Klassensituation wie der allgemeinen Ideologie der bürgerlichen Gesellschaft ausgesetzt. Indem die Menschen der verschiedenen Schichten aber nicht nur Objekte dieser Einwirkungen sind, sondern sie auch als tätige Subjekte reproduzieren, muss ihr Denken und Handeln ebenso widerspruchsvoll sein, wie die Gesellschaft, der es entspringt.
(…)
Warum leisten die Unterdrückten so wenig Widerstand?
Wir haben bisher gesehen, dass die wirtschaftliche und ideologische Situation der Massen sich nicht decken müssen und sogar beträchtlich auseinanderfallen können. Wir müssen nun weiter feststellen, dass die ökonomische Lage sich nicht unmittelbar und direkt in politisches Bewusstsein umsetzt. Wäre das der Fall, die soziale Revolution wäre längst da.
Entsprechend diesem Auseinanderfallen von ökonomischer Lage und Ideologie oder politischem Bewusstsein muss die Untersuchung der Wirklichkeit eine doppelte sein: Ungeachtet der Tatsache, dass sich die Ideologie grob gefasst aus dem wirtschaftlichen Dasein ableitet, muss die wirtschaftliche Situation mit anderer Fragestellung erfasst werden als die ideologische Struktur: jene sozialökonomisch, diese psychologisch.
Wir wollen das Gesagte an einem einfachen Beispiel darstellen: Wenn Arbeiter, die infolge Lohndrucks hungern, streiken, so ergibt sich ihr Handeln direkt aus ihrer wirtschaftlichen Lage. Das gleiche gilt für den Hungernden, der stiehlt. Zur Erklärung des Diebstahls aus Hunger oder des Streiks aus der Ausbeutung bedarf es keiner weiteren psychologischen Erklärung. In diesem Falle entsprechen Ideologie und Handeln dem wirtschaftlichen Druck. Ökonomische Lage und Ideologie decken sich. Die bürgerliche Psychologie pflegt in diesem Falle psychologisch erklären zu wollen, aus welchen angeblich irrationalen Motiven gestohlen oder gestreikt wird, was immer zu reaktionären Erklärungen führt. Für die dialektisch-materialistische Psychologie steht die Frage gerade umgekehrt: nicht, dass der Hungernde stiehlt oder dass der Ausgebeutete streikt, ist zu erklären, sondern warum die Mehrheit der Hungernden nicht stiehlt und die Mehrheit der Ausgebeuteten nicht streikt.
(…)
„Liegt nicht nahe zu fragen, was in den Massen vorgeht?“
Man muss natürlich die objektive Funktion der Sozialdemokratie und des Faschismus enthüllen. Die Erfahrung lehrt aber, dass die tausendfältige Enthüllung dieser Rolle die Massen nicht überzeugte, dass also die sozialökonomische Fragestellung allein nicht genügt. Liegt nicht nahe zu fragen, was in den Massen vorgeht, dass sie diese Rolle nicht erkennen konnten und wollten? Mit der typischen Auskunft „Die Arbeiter müssen nun erkennen …“ oder „Wir haben es nicht verstanden …“ ist nicht gedient. Warum erkennen die Arbeiter nicht und warum haben wir nicht verstanden?
Der Wirklichkeit hätte entsprochen festzustellen, dass der durchschnittliche Arbeiter einen Widerspruch, gleichzeitig die Gegensätze von revolutionärer Einstellung und bürgerlicher Hemmung in sich trägt, dass er also weder eindeutig revolutionär, noch eindeutig bürgerlich ist, sondern in einem Konflikt steht: Seine psychische Struktur leitet sich einerseits aus seiner Klassenlage ab, die revolutionäre Einstellungen anbahnt, andererseits aus der Gesamtatmosphäre der bürgerlichen Gesellschaft, was einander widerspricht.
Es ist nicht nur entscheidend, einen solchen Widerspruch zu sehen, sondern auch zu erfahren, worin sich konkret das Bürgerliche und das Klassenmässige im Arbeiter darstellt. Die gleiche Fragestellung gilt natürlich auch für den Mittelständler. Dass er in der Krise gegen das „System“ rebelliert, verstehen wir unmittelbar. Dass er aber, obwohl bereits ökonomisch proletarisiert, trotzdem das Absinken ins Proletariat fürchtet und extrem reaktionär wird, ist nicht unmittelbar sozialökonomisch zu verstehen. Auch er hat also einen Widerspruch in sich zwischen rebellierendem Fühlen und reaktionären Zielen und Inhalten.
(…)
Kein Krieg und kein Faschismus ohne Massenbasis
Es handelt sich offenbar um die grosse Frage, dass jede Gesellschaftsordnung sich in den Massen ihrer Mitglieder diejenigen Strukturen erzeugt, die sie für ihre Hauptziele braucht. Ohne diese massenpsychologisch zu erforschenden Strukturen wäre der Krieg nicht möglich gewesen. Es muss eine wichtige Korrelation bestehen zwischen der ökonomischen Struktur einer Gesellschaft und der massenpsychologischen Struktur ihrer Mitglieder; nicht nur in dem Sinne, dass die herrschenden Ideologien die Ideologien der herrschenden Klasse sind, sondern, was für die Lösung von praktischen Fragen der Politik bedeutsamer ist: Auch die Widersprüche der ökonomischen Struktur einer Gesellschaft müssen in den massenpsychologischen Strukturen der Unterdrückten repräsentiert sein. Anders wäre nicht denkbar, dass die ökonomischen Gesetze einer Gesellschaft nur durch die „Aktion“, das heisst die psychischen Strukturen der ihnen unterworfenen Massen zur konkreten Auswirkung gelangen können.
Die proletarische Bewegung wusste zwar von der Wichtigkeit des sogenannten „subjektiven Faktors der Geschichte“; woran es mangelte, war die Erfassung des irrationalen, unzweckmässigen Handelns, anders ausgedrückt, des Auseinanderfallens von Ökonomie und Ideologie. Wenn der Werktätige weder eindeutig bürgerlich noch eindeutig revolutionär ist, sondern in einem Widerspruch zwischen reaktionären und revolutionären Strebungen steht, so muss sich, wenn wir diesen Widerspruch entdecken, zwangsläufig eine Praxis ergeben, die den konservativen psychischen Kräften die revolutionären entgegensetzt.
https://web.archive.org/web/20200929180501/https://www.rubikon.news/artikel/anatomie-des-wahns
Reich in Ehren, einiges was er gemacht hat, ist interessant, immerhin ein Freidenker.
Um jemanden zu überzeugen, taugt der Orgonenergie-Erfinder eher nicht. Das Gequatsche von „autoritären Charakteren“ usw. begeistert auch nur jene mit entsprechenden Vorurteilen, die etwa auch die AfD als „faschistisch“ labeln oder (immer noch) an dem Totalversager Marx klammern, obwohl alle Versuche gescheitert sind, auf Basis seiner ökonomischen Vorstellungen etwas aufzubauen. Ist halt nicht so gut, wenn man allzusehr an seine eigenen Projektionen glaubt, wer den Kopf in den Wolken hat, versteht die Sorgen und Wünsche einfacher „Werktätiger“ halt eher nicht.
Reich kann man das verzeihen, er hat den Zusammenbruch des Ostblocks nicht mehr miterlebt, Andreas Peglau lässt mich hingegen genauso ratlos zurück, wie du.
War klar, dem Reichsflugenscheiben-Thiel Fanboy gefällt irgendwas mit Orgonenergie. Freidenker, ein Jammer daß du den Sinninhalt von Worten nicht begreifst. Da kann man keine Knöpfchen drücken. Aber dazu seid ihr auch nicht da:
Lumpenproletariat
1. Die „passive Verfaulung der untersten Schichten der Gesellschaft“
Das Lumpenproletariat, „das in allen großen Städten eine vom industriellen Proletariat genau unterschiedene Masse bildet, ist ein Rekrutierplatz für Diebe und Verbrecher aller Art, von den Abfällen der Gesellschaft lebend, Leute ohne bestimmten Arbeitszweig, Herumtreiber, dunkle Existenzen, verschieden nach dem Bildungsgrade der Nation, der sie angehören, nie den Tagediebcharakter verleugnend; …“. K. Marx, Klassenkämpfe 1848–1850, MEW 7, 26.
Das Pariser Lumpenproletariat von 1848, auf das sich Bonaparte bei seinem präfaschistischen Staatstreich gegen die Republik stützte, beschrieb Karl Marx folgendermaßen: „Neben zerrütteten Lebeherren mit zweideutigen Subsistenzmitteln und von zweideutiger Herkunft, verkommene und abenteuerliche Ableger der Bourgeoisie, Vagabunden, entlassene Soldaten, entlassene Zuchthaussträflinge, entlaufene Galeerensklaven, Gauner, Gaukler, Tagediebe, Taschendiebe, Taschen-spieler, Spieler, Zuhälter, Bordellhalter, Lastträger, Literaten, Orgel-dreher, Lumpensammler, Scherenschleifer, Kesselflicker, Bettler, kurz, die ganze unbestimmte, aufgelöste, hin- und hergeworfene Masse, die die Franzosen la bohème nennen … dieser Auswurf, Abfall, Abhub aller Klassen …“ K. Marx, 18. Brumaire, MEW 8, 160f.
Im „Kapital“ zählte Marx „Vagabunden, Verbrecher, Prostituierte“ zum „eigentlichen Lumpenproletariat“. K. Marx, Kapital I, MEW 23, 673.
Lumpenproletarier gehen meist einem individuellen Erwerb mit eigenen Arbeitsmitteln nach – und wenn es nur der Hut des Bettlers oder die Einbruchswerkzeuge des Diebes sind. Lumpenproletarier betreiben ein Gewerbe mit zweifelhaftem, wenn nicht kriminellem Ruf.
Als Anhaltspunkt für die Größe des Lumpenproletariats in der heutigen Gesellschaft lassen sich vielleicht die erwachsenen Tatverdächtigen für Raub und Einbruchsdiebstahl – der illegalen Eigentumsübertragung in Handarbeit – von rund 55.000 nehmen, plus der erwachsenen Tatverdächtigen für Betrug – der illegalen Eigentumsübertragung in Kopfarbeit – von rund 240.000 (Zahlen aus dem Jahr 2000) – dies ist knapp 1 % der Erwerbsbevölkerung.
2. Politische Rolle des Lumpenproletariats
„Das Lumpenproletariat, dieser Abhub der verkommenen Subjekte aller Klassen, der sein Hauptquartier in den großen Städten aufschlägt, ist von allen möglichen Bundesgenossen der schlimmste. Dies Gesindel ist absolut käuflich und absolut zudringlich. Wenn die französischen Arbeiter bei jeder Revolution an die Häuser schrieben: Mort auy voleurs! Tod den Dieben! Und auch manche erschossen, so geschah dies nicht aus Begeisterung für das Eigentum, sondern in der richtigen Erkenntnis, dass man vor allem sich diese Bande vom Hals halten müsse. Jeder Arbeiterführer, der diese Lumpen als Garde (= Kerntruppe) verwendet oder sich auf sie stützt, beweist sich schon dadurch als Verräter an der Bewegung.“ F. Engels, Bauernkrieg, MEW 7, 536.
„Das Lumpenproletariat, diese passive Verfaulung der untersten Schichten der alten Gesellschaft wird durch eine proletarische Revolution stellenweise in die Bewegung hineingeschleudert, seiner ganzen Lebenslage nach wird es bereitwilliger sein, sich zu reaktionären Umtrieben erkaufen zu lassen“ K. Marx, Kommunistisches Manifest, MEW 4, 472.
https://marx-forum.de/marx-lexikon/lexikon_l/lumpen.html
Wolltest du doch eigentlich nicht mehr mit mir reden? Bin ich deinem Wolfi zu nahe getreten? Bist du der Triebig aus Steiner?
Wer sonst keine Argumente hat, nimmt stets das „Orgon“ her, um Reich zu disqualifizieren. Du weißt auch, dass er ein ziemlich schlechter Marxist war und deshalb aus der Partei entfernt wurde.
Was Reich zum autoritären Charakter dargelegt hatte, war Faktum und blieb Teil der kritischen Theorie.
„Sorgen und Nöten der einfachen Arbeiter“ umreißt den zentralen Aspekt seiner Arbeit, nämlich hin zur Frage, warum dort ein revolutionäres Bewusstsein nicht entsteht. Wie kommst du darauf, er hätte die Belange dieser Menschen nicht verstanden.
Und natürlich teilt die AFD (vermutlich nicht der Großteil ihrer Wähler) faschistische Standpunkte. Diskutieren kann man darüber, ob ein Brot mit einer schimmeligen Ecke komplett als verschimmelt gelten sollte und ob es einen nur partialen Faschismus geben kann.
Reich ist so ein Phänomen: völlig abgedreht.
Aber da er „irgendwas kritisches“ zum Faschimus geschrieben hat und sich auf das Linksanbetungs-Gestirn Freud bezieht, muss das doch für einen „Linken“ einfach ein toller Mann sein – und wenn der auf dem Kopf stehend Seifenblasen machen als Lösung der Weltprobleme deklariert. Egal. Alles Egal. Die Geste alleine zählt. Selbst wenn sie nur aus Versehen zustande kam. Man denke nur an die vielen Hitlergrüße die im „rechts“-geschrieben Umfeld überall zu finden sind.
Aber ein Lauterbach, ein Merz oder ein US-Präsident würde doch nie …. ja könnte ja gar nicht! Also bitte!
Es gibt ja schließlich auch keine Verschwörungen. Also!
Sie sprechen vom Primat des Kulturellen zulasten materieller Erwägungen wie Mitbestimmung bei der Wahlentscheidung von Arbeitern und Kleinverdienern.
Meine Nachbarin, Friseurin mit Hauptschulabschluss, Mitte 50, beschäftigte sich vor der letzten Bundestagswahl mit den Wahlprogrammen aller Parteien. Die Ausländer-Raus-Programmatik der AfD konnte sie überhaupt nicht überzeugen, selbst wenn diese sich auf nicht-europäische Asyl-Zuwanderer beschränkt. Sie liest aus dieser Programmatik eine grundsätzliche Ausländerfeindlichkeit der AfD, und das widerspricht ihren materiellen Interessen. Sie kann sich den Primat des Kulturellen/Deutschen schlicht nicht leisten. WARUM? Ihre Eltern waren pflegebedürftig, Pflegegrad 5. Der Heimbetrieb kann nur mit osteuropäischen Pflegekräften aufrecht erhalten werden, selbst wenn das für die Heimbewohner lebensgefährdende Unterlassungen bedeutet. Ein Heim mit rein deutschen Pflegekräften wäre von der Rente des Vaters aus mehr als 40 Jahren Berufstätigkeit bei VW selbst nach dem Verkauf der Eigentumswohnung der Eltern nach wenigen Jahren nicht mehr bezahlbar gewesen.
Übrigens: Ich wohne in einem genossenschaftlichen Mietshaus, der Mietwohnungsbestand in der Nachbarschaft gehört ebenfalls zur Wohnungsgenossenschaft. In meinem Mietshaus wohnt eine rein deutsche Mieterschaft, in der Nachbarschaft ist die Mieterschaft gemischt – Türken, Russland-Deutsche, Polen, Deutsche. Die Bereitschaft, Gehwege und Stellplätze für die Müllcontainer zu fegen oder ein Treppenhaus außer der Reihe zu pflegen, ist unabhängig von der Zusammensetzung der Mieterschaft gleich Null mit gaanz wenigen Ausnahmen. Man fühlt sich nicht zuständig für die allgemein genutzte Infrastruktur, investiert aber alle Zeit und Kraft in den eigenen Schrebergarten. Soweit zum deutschen Kulturbewusstsein jenseits von Attributen wie Schweinefleisch, Freiheit von Gendern und von Rufen des Muezzins.
Noch etwas: Es würde den deutschen Wählern sehr gut tun, wenn in allen Schultypen, wirklich ALLEN, die materiellen Zwänge des täglichen Lebens ausführlich beleuchtet würden. Welches Gehalt ist mit welcher Schul- und Berufsausbildung zu erwarten? Wieviel Wohnraum ist davon bezahlbar in welchem Stadtviertel? Was kostet die Ernährung monatlich, was bleibt für Kleidung und kleinere Vergnügungen noch übrig? Ist man überhaupt kreditwürdig, wenn ja, mit welchem Gehalt und für welches Kreditvolumen? Welche Anschaffungen sind rausgeworfenes Geld und welche nicht? Das ist elementares materielles Grundwissen, das an unseren Schulen doch gar nicht vermittelt wird und dann im Erwachsenenalter durch bittere Schiffbrüche wie Scheidung, Krankheit, Erwerbslosigkeit, Schulden erworben werden muss.
Kein noch so ausgeprägter „Primat des Kulturellen“ kann mangelnden materiellen Verstand ersetzen, schon gar nicht bei Banken, Versicherungen und Vermietern.
@Dagmar Brandt
Haben Sie Dank für Ihre Stellungnahme, in der Sie die Verhältnisse in Ihrer Wohnumgebung skizzieren. Ich will das überhaupt nicht bezweifeln. Allerdings ist das ja nun ein absolut punktueller Eindruck, der nicht mal annähernd repräsentativen Charakter hat.
Von daher erkenne ich nicht, dass Ihr Beitrag geeignet ist, meine Einschätzung der Bedeutung des Kulturellen zu widerlegen.
Richtigstellen muss ich allerdings Ihre pauschale Formulierung „Ausländer-Raus-Programmatik der AfD“. Das ist eine Unterstellung, die in dieser Form an die verleumderischen Falschbehauptungen von „Correctiv“ erinnert.
Vielleicht ist es so, dass die Feinde der AfD es sich wünschen, dass die AfD eine „Ausländer-Raus-Programmatik“ betreiben würde?! Schließlich ließe sich so das Feindbild besser pflegen.
Nein, es geht der AfD um sinnvolle Begrenzung der Migration, um eine Ende der verantwortungslosen Maßlosigkeit der aktuellen Migrationspolitik, um die Durchsetzung von Integrationsverpflichtungen und Leitkultur, um ein Nichtignorieren der durch Migration entstehenden Probleme und um ein energisches Vorgehen des Staates gegen diese Probleme (z.B. Gewaltkriminalität, schleichende Islamisierung).
Diese maßvolle und vernünftige Zielsetzung liegt ganz offensichtlich auch im Interesse vieler Arbeiter und kleinen Angestellten, denn sonst würden sie ja nicht die AfD wählen, sondern die Linke oder die SPD. Genau das tun sie jedoch nicht, OBWOHL ihnen von diesen linken Parteien materielle Wohltaten versprochen werden. Das zeigt doch ganz klar, dass es hier keinen Primat des Geldes gibt.
Ich schrieb, meine Nachbarin zitierend, „Die Ausländer-Raus-Programmatik der AfD konnte sie überhaupt nicht überzeugen, selbst wenn diese sich auf nicht-europäische Asyl-Zuwanderer beschränkt. Sie liest aus dieser Programmatik eine grundsätzliche Ausländerfeindlichkeit der AfD“.
Ich halte den Eindruck meiner Nachbarin für zutreffend, vor allem nach einem Besuch einer AfD-Facebook-Seite vor etlichen Jahren. Es ging damals um einen Eklat, den ein AfD-Ratsherr in Nürnberg anlässlich der Wahl einer bestens integrierten schwarzen Gymnasiastin zum Christkindl losgetreten hatte. Ihm gefiel diese Wahl mit Blick auf die Hautfarbe der Schülerin nicht und bekam für seine Bemerkungen mächtig Gegenwind auf Facebook. Aber auch eine Menge Zuspruch, und das machte mich gegenüber der AfD-Anhängerschaft sehr skeptisch und gegenüber der AfD ebenso.
Dennoch fällt mir ein AfD-Politiker sehr positiv auf: Steffen Kortré, ein Ingenieur, der die Energiepolitik der Bundesregierung seit Jahren mit Sachverstand kritisiert. Ich verdanke seinen Aussagen, dass ich der „Energiewende“ nicht mehr so ‚grünäugig‘ gegenüberstehe wie noch vor sechs bis zehn Jahren.
Sie sprechen in Ihrer Replik die „Leitkultur“ an und fordern die Anerkennung derselben von Zuwanderern. Zustimmung. Ich vermute ganz stark, dass für außereuropäische Zuwanderer diese deutsche Leitkultur nicht so leicht zu entschlüsseln ist, wenn es schon an solchen Kleinigkeiten wie Pflege des Wohnumfelds bei der ansässigen deutschen Bevölkerung hapert, also eine Eigeninitiative fürs Allgemeinwohl nicht wahrnehmbar ist. Oder wenn Schulen, was in die öffentliche Zuständigkeit fällt, im baulichen Zustand heruntergekommen sind und defekte WC-Anlagen erst nach Jahren repariert werden, wenn überhaupt. Diese Unterfinanzierung der Kommunen ist ja schon seit den 1980er Jahren ein Dauerthema, lange vor der Migrationskrise seit 2015.
Übrigens: Warum haben in Deutschland Politik und Wirtschaft es nicht verstanden, aus dem Zustrom an (Bürger-)Kriegsflüchtlingen wirtschaftliche Chancen zu generieren, zum Beispiel untergegangene Industrien wiederzubeleben? Ich denke dabei vor allem an die Textil- und Schuhindustrie, die neben der Schwerindustrie, dem Maschinen- und Fahrzeugbau das Made in Germany repräsentierte.
„Und auch wenn es völlig schleierhaft ist, warum die Ärmeren in Deutschland genauso wie anderswo ausgerechnet auf rechten libertären Parteien und ihre oft superreichen Führungsfiguren setzen, präferieren mit deutlichem Abstand 40 Prozent derjenigen, deren finanzielle Lage schlecht ist, die AfD.“
Das ist in der Tat „völlig schleierhaft“, warum eine AFD u. A. aus Protest gewählt wird (gewählt werden darf), wo doch erwiesenermaßen seit Jahrzehnten durch die etablierte Parteien von „links“ bis rechts vA gegen das Prekariat Politik betrieben wird und so die AFD erst möglich gemacht hat.
Der Korridor der FDGO wurde stetig verengt und derart ins bellizistisch-rechtsextremistische Spektrum verschoben, dass einzig eine turbokapitalistische-rechtskonservative Partei als Retter in der Not angeboten wird.
Es liegt wohl einzig an der Strahlkraft der AFD, dass sie – mit nicht einen Tag an der Macht – für alle bisherigen und noch kommenden Krisen verantwortlich gemacht werden kann.
Das Interessante ist doch eigentlich, dass viele Linke nicht erkennen, dass sie mit ihrer politischen Einstellung selbst das „Prekariat“ abschrecken. Wokismus und bedingungslose Massenzuwanderung kommt in den unteren Bevölkerungsschichten i.d.R. nicht so besonders gut an, weil diese die volle Breitseite der Nachteile abbekommen: stark steigende Mieten, Lohnkonkurrenz, abfallendes Bildungsniveau, Leistungskürzungen. Das Gekasper um Identitätsgestörte geht m.E. meist an ihnen vorbei, die Beschimpfungen, von wegen Rassimus und privilegierte weiße Unterdrücker wahrscheinlich eher nicht… jeder der sich seit Jahren abrackert, um seine Familie durchzubringen, muss bei sowas wütend und verstört reagieren, denn das sind typische Steckenpferde wohlstandsverwahrloster urbaner „Eliten“, die das entsprechend über ÖRR und Co massiv zu propagieren versuchen und dabei nur noch Kopfschütteln und zunehmend Widerstand hervorrufen (leider noch nicht genug).
Wenn die selben Leute, die die einfachsten Zusammenhänge nicht erkennen wollen und die Sprache verhunzen und tabuisieren, auch noch mit Marx und vollmundigen Versprechungen ankommen, dann sind die meisten bodenständigen Leute halt (zu recht) einfach raus.
Die Westdeutsche SPD hat vergessen wo ihre Wurzeln liegen und die Herausbildung die noch tiefer liegt. Die SPD war bis 1945 nicht gerade die Partei der Arbeiter(Klasse) eher der Mittelschicht mit Verwurzlungen zu Industrie Bossen. Denn Slogan “ Wer hat die Arbeiter verraten, die Sozialdemokraten“ werden sie nie los. Erst in der BRD wurde die SPD Partei der Arbeiter, da die KPD von einer Regierung von CDU/ CSU, in der sich tausende Nazis tummelten, verboten. Die jetzige Regierung ist das eigentliche Problem, diese besteht aus Anwälten und Finanzkaste. Keine Fachkompetenz für ihre Regierungsaufgaben wie Wirtschaft, Wissenschaft, Infrastruktur und Energiesicherheit. Das schlimme daran das es die * deutsche Souveränität “ auf gibt und sich von der EU aus Brüssel und der USA sagen lässt was sie zu tun hat oder nicht. Das ist Beformundung in Höchstmaß. Die EU in Brüssel war gedacht und Handel zu vereinfachen und nicht zu reglementieren und Vorschriften zu machen. Schon gar nicht Verträge für die Mitglieder der Europäischen Staaten zu machen, da alle unterschiedliche Interessen haben. Die EU ist zu einer Faschistischen Diktatur verkommen. Die DDR war eine Kommunistische Diktator und ist untergegangen und die Brüsseler EU Diktatur wird auch untergehen.
Die SPD wird weiter absterben, sie wird nicht mehr gebraucht und hat ihre historische Aufgabe erfüllt.
Die Arbeiterschaft wurde verraten und marginalisiert, der Sozialstaat zurechtgestutzt und zu einem Bedrohungsinstrument umgebaut, der den materiellen und sozialen Tod bedeutet.
Die SPD kann sich mit den 25,9% noch glücklich schätzen. In anderen Bundesländern würde sie das nicht mehr erreichen. Das wird man dann im Herbst bei den Ost-Landtagswahlen erleben.
Der Erfolg der AfD erklärt sich m.E. aus den extremen Abstiegs- und Verlustängsten vieler Leute, denen es noch relativ gutgeht, die sich aber von allen Seiten bedroht sehen. Die AfD bietet Sündenböcke und vermeintliche Lösungen an, die bei vielen Verfangen.
Das bürgerliche Lager hat mit den beiden Parlamentsparteien CDU und AfD 50,5% der Stimmen. Das „linke“ Lager, SPD und Grüne dagegen nur 33,8%. Normalerweise würde es darum ein bürgerliche Koalition geben und RLP würde rechts regiert.
Wegen der Brandmauer kommt es aber mal wieder zu einer großen Koalition, wo sich die AfD als Opposition gut darstellen kann. Es ist absehbar, dass die Großkoalitionäre bei der nächsten Wahl schlechter und die AfD als neuerlicher Gewinner abschneiden wird. Sie hat ja ein Alleinstellungsmerkmal.
So bewirkt die wunderbare Brandmauer, dass die AfD, sofern sie sich nicht selbst zerlegt, immer weiter gewinnt. Danke liebe Medien und liebe etablierten Parteien. Wie wäre es, wenn man mit diesem unsäglichen Mist aufhören würde?
Dann wird jetzt Katharina Reiche auch im ehemaligen EE-Vorzeigeland mit ihren Plänen zur Abwicklung der Erneuerbaren durchmarschieren können, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen. Ein weitererer Anstieg der Preise auch für fossile Energieträger bis hin zur Unbezahlbarkeit wird die Folge sein. Aber scheißegal. Lobbyisten fordern vor allem Treue und Dankbarkeit.
Die Szenarien, die der geschätzte Autor aufzeigt, sind ohne Zweifel denkbar. Zu den Erfahrungen meines Lebens gehört zwar, dass es immer anders kommt – aber vielleicht auch nicht.
Wenn der Autor aber schreibt, dass der Kampf gegen den Wokeschismus, der eine autoritäre antiemanzipatorische Ideologie ist, die behauptet, das Gegenteil zu sein, dem Kampf gegen Windmühlenflügel gleiche, habe ich Einwände. Der orange Horrorclown erbringt gerade den Beweis, dass dieser Kampf erfolgreich geführt werden kann. Soweit die gute Nachricht. Die schlechte aber ist, es kommt danach schlimmer.
Schätze, dass, wer sich darüber freut, schwer enttäuscht werden wird. Wer angesichts solcher Aussichten zutreffend annimmt, es gäbe „no future “ scheint mir einfach nur ein Realist zu sein. Ob man Realismus kritisieren soll?
Aber, um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: Die rechtsautoritäre Wende, die der Autor auch erwartet, fällt nicht vom Himmel, ist nicht gottgegeben. Eine der Grundlagen dafür hat der Wokeschismus gelegt, der linke Emanzipation in lächerlichen Travestie verwandelte.
Wenn dereinst mal wieder die Frage gesellt wird, wie es soweit kommen konnte, ist die Antwort nicht so schwer zu finden.
Wie würde sich die „rechtsautoritäre Wende“ von der jetzigen „Zeitenwende“ unterscheiden?
Kann ich nicht im Einzelnen prognostizieren. Die Reden werden sich ändern. Die Waffen, die man gegen den politischen Gegner und gegen die Bevölkerung wenden wird, sind die, die gerade geschmiedet werden : Zensur, Überwachung, Militarisierung, Sanktionierung…..
Bestimmt lässt man sich auch Neues einfallen. Wir werden es sehen und ich vermute, dass wir nicht mehr sehr lange werden warten müssen.
Rechtzeitig zur Oberbürgermeisterwahl im München hat man bemerkt, dass der Amtsinhaber SPD-Reiter Zuwendungen vom reichsten Fußballverein Deutschlands bekommt. Zwar sind 10000€ pro Jahr nur ein Bruchteil der Summe, die er als OB bekommen hat, aber man nimmt gerne alles und diese Gierlappen bekommen ja bekanntermaßen niemals den Hals voll. Und was machen die beiden Vorsitzenden Klingbeil und Baas: Sie kündigen jetzt an, die Reformen (gemeint sind aber die geplanten Sozialkahlschläge von BlackRock-Kanzler Merz) entschieden durchzuführen. Haben sie aus den Wahlschlappen gelernt? Natürlich, denn weniger Zustimmung bei Wahlen geht immer. Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt’s sich völlig ungeniert.
Schon Kurt Tocholsky hat dem sich selber „Sozialdemokratische Partei“ nennenden Haufen 1932 ins Stammbuch geschrieben:
„Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas –: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.“
– Kurt Tucholsky: Schnipsel. In: Die Weltbühne, 28. Jahrgang, 19. Juli 1932, Nummer 29, S. 98.
Na ja, zu einer Arbeiterpartei sind die Arbeiter ja dann auch gegangen, nur eben nicht zu eine kommunistischen….
Die AFD schreibt: „Die EZB zerstört mit einer Währungspolitik der unwirtschaftlichen Zinsen (Nullzinspolitik) alle kapitalgedeckten Alterssicherungssysteme von Betriebsrenten, über staatlich geförderte Rentensysteme, private Lebensversicherungen bis zu privaten Sparvermögen.“
Ich denke, das ist eine Aussage, die sehr deutlich zeigt, dass die AFD für die Interessen der Reichen und für extreme Ungleichheit wie in den USA steht. Denn Arbeiter profitieren von einer (gut bezahlten) Arbeit unvergleichbar viel mehr als von irgendwelchen Zinsen. Inflation ist vor allem für die Reichen ein Problem, nicht für die Armen, wenn diese eine gute und gut bezahlte Arbeit haben.
Ein weiterer Punkt ist, dass die AFD (und auch SPD, CDU) verschweigt, dass Staatsschulden Guthaben sind und nicht mit Privatschulden oder Schulden in Fremdwährung vergleichbar sind. Die AFD verdummt bewusst (wie es auch SPD und CDU tun). Beachtet z.B., dass die USA viele Obdachlose hat, aber in wenigen Tagen Milliarden für Raketen und Krieg ausgibt. Ähnlich ist es in Korruptland.
Wenn man sich nur das raussucht, was die eigenen Vorurteile bestätigt (Betriebsrenten und Lebensversicherungen aber unterschlägt), dann ja. Dass jemand privat Geld anspart, ist auch nicht verwerflich und macht ihn deshalb noch lange nicht reich.
Ja, das ist ein valider Punkt, allerdings:
Stimmt das eher nicht (Stichwort „Cantillon-Effekt“), die Reichen haben es am einfachsten ihre Werte in Sicherheit zu bringen, die wenigsten dürften da auf Zinsen angewiesen sein, Aktien und Firmenwerte halten mit der Inflation meistens Schritt. Ein „Armer“ der einen guten und gutbezahlten Job hat, ist auch i.d.R. nicht arm. Arm heißt: nicht die Wahl zu haben und mit dem Minimum leben zu müssen und m.W. steigt der Mindestlohn nicht im selben Maße wie die Inflation (oder irre ich mich da?)
Alle Schulden sind die Guthaben von irgendwem, nur Schuldner und Gläubiger unterscheiden sich. Ein Staat kann sich im Notfall von der Zentralbank finanzieren lassen, die Inflation heizt das genauso an, wie eine steigende Privatverschuldung.
Devisenschulden sind aber nochmal ein anderes kompliziertes Thema.
Die Medien sind voll über die deutsche Simulation, herrlich!
Jahrelang kämpfen die Medien gegen das ‚rechte‘ ideologische Partei System an, um an Ende in der rechten Ecke zu stehen.
Hip Hip Hurra, die Simulation funktioniert bestens…, ja Scheisse noch emal, der konservative agierende „Diktator aus Russland „, hat die deutsche Politik im Griff oder bzw. ihre Wähler.
Entschuldigung ich muss jetzt aufs Klo…
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
Wer hat uns verraten? Wer hat uns verkauft?
Wer hat uns schlecht beraten? Sozialdemokraten!
Die ham‘ uns verraten und die ham‘ uns auch verkauft
Karl Liebknecht soll diesen Spruch auf seinen Schreibtisch stehen gehabt haben.
Vielleicht ist es auch nur eine Legende ?
Verrat: Stichwort „Agenda 2010“, G. Schröder, SPD.
Ich vermute, dass das mit dem Schreibtisch von Liebknecht eher ein Witz von Marc Uwe Kling ist.
Ungeachtet dessen erwarte ich, dass die Sozialdemokraten zu ihnen Wurzeln zurückkehren und sich auf Noske besinnen. Da waren Sozialdemokraten noch erfolgreich. Das muss doch zu wiederholen sein.
Und die Verdiente, die man sich um das Vaterland erwarb ! Genau darauf verwies Noske in einem Bettelbrief an die Nazis, als diese ihn als Regierungspräsidenten der Provinz Hannover absetzten. Sie haben das zwar abschlägig beschieden, aber der Genosse Noske wusste schon, wessen Deutschland es war, um dass es sich verdient machte.
Das Wahlergebnis ist schockierend. Mir sind in der CDU keine Stimmen bekannt, die gegen die Kriegstreiberei der Parteiführung aufstehen. Ich würde diese Partei daher auch nicht als Partei der Mitte bezeichnen. Sie ist zu einem rechtsextremen Haufen verkommen. Die AfD siegt dank der Brandmauer, sodass keiner wirklich merkt welch asoziale Agenda sie vertreten werden, um Frieden wird es bei ihnen mit Sicherheit auch nicht gehen. Die Grünen als russophober Haufen sind auch ganz rechts angekommen. Die Linke ist leider nur viel heiße Luft und außenpolitisch unverantwortlich. Vielleicht wird der Parteitagsbeschluss sich solidarisch mit dem rechtsextremen zionistischen Terrorstaat zu zeigen, eine Chance fürs BSW. Dem es sicherlich in den Landtagswahlen etwas besser ergehen würde hätte man es nicht irregulär aus dem Bundestag ferngehalten.
Insgesamt alles eine katastrophale Entwicklung, aber vielleicht sollte man auch gar nicht mehr zu sehr auf Wahlen und Parlamentarismus setzen.
Primär handelt es sich um einen klaren Rechtsrutsch, eigentlich ein doppelter, bedenkt man, dass die Parteien selbst sich laufend nach rechts bewegen. Wo wird das enden?
Das Wahlverhalten der Jungen beweist deren politische Naivität. Die jungen AFD-Wähler fühlen sich abgehängt, oder ungerecht behandelt, oder jedenfalls nicht ihrem Wert entsprechend, was wohl cum grano salis auch zutrifft. Die AFD ist allerdings eine ultra-wirtschaftsliberale Partei, die das noch verstärkt, was für die junge Malaise ursächlich ist. Als junger Unzufriedener die AFD zu wählen, gleicht jemandem, der ein Feuer mit Öl löschen will. Es gibt zwar auch einen anderen Flügel, der eine traditionellere faschistische Wirtschaftspolitik vertritt, also einen vom allmächtigen Staat an die Kandarre genommenen Kapitalismus. Staatsinterventionistischer Kapitalismus löst allerdings das Problem nicht und ausserdem hat diese Strömung bis auf weiteres keine Chance, die Parteilinie zu bestimmen.
Deutschland ist nach wie vor Stammwählerland. Seit den 2. Wahlen.
Das sich über Dekaden mal eine andere Partei entwickelt, ist eher ein Kunststück.
Die ist dann meist weg, wenn sich der politische Erfolg nicht für den Wähler in klingender Münze auszahlt.
Der Rest ist Geraune.
Das Alte bleibt.
Die CDU steht saugut da. So sehen Wahlsieger aus. Von Untergang nichts zu spüren. Die CDU ist die Partei des besitzenden Bürgertums, die SPD soll einst Arbeiterpartei gewesen sein, dabei ist sie seit jeher die Partei des Arbeiterverrats. Und „die Arbeiter“ selbst? Wählen immer öfter Deutschlands faschistische Alternative. Warum auch nicht seinen eigenen Henker wählen? Dass die Jugend nach links tendiert, sehe ich nicht. Die Linkspartei ist grandios gescheitert, ein letzter Gruß vom BSW, das den Linken die entscheidenden Stimmen abgejagt hat.
Rötzers Schlusswort lautet: „Dumpfes No-Future-Biedermeier“. Ob er damit sein eigenes Forum meint?
Sehr schön, dass der arroganten Anti-Neuauszählungs-Linke sowohl in BW als auch in RLP genau die BSW-Stimmen zum Einzug gefehlt haben.
Der Linke-Bundesvorstand hat mit seinem Netanjahu-freundlichen Beschluss gegen den antizionistischen Aufbruch in Niedersachsen sich selbst von einer israelkritischen Mehrheitsströmung in der Bevölkerung abgeschnitten.
Fünfte Kolonnen Netanjahus braucht es eben nicht.
Ich finde es immer wieder putzig, wie Forenten die mutig die AfD – die ich übrigens nicht für die Lösung der Probleme unseres Landes halte – als rechtsextrem, faschistisch oder sonst etwas ähnliches bezeichnen und dies gelegentlich in ihrem Wahn glauben auch nachweisen zu können, offenbar die reale Faschisierung deutscher Politik in den letzten Jahren vollkommen übersehen.
Sowohl die totalitäre „Coronamaßnahmenpolitik“, die fanatische Kriegspolitik gegenüber Russland und der energische Demokratie- und Rechtsstaatsabbau wurde und wird von der radikalen Mitte betrieben und interessanterweise nicht oder kaum von der AfD unterstützt.
Möglich – möglicherweise ist es sogar wahrscheinlich – dass eine AfD-Regierung die Faschisierung deutscher Politik vorantreiben würde. Sicher allerdings ist es mangels entsprechenden Erfahrungswerten nicht. Dagegen dürfen wir im Lichte der Erfahrungen der letzten Jahre gesichert davon ausgehen, dass jede x-beliebige Koalition aus Parteien der radikalen Mitte die Faschisierung unseres Landes zügig fortsetzen wird.
Für manche hier im Forum scheint Faschismus nur dann ein Problem darzustellen, wenn AfD-Politiker daran beteiligt sind. Hitler – wäre er noch am Leben – würde heute wahrscheinlich die Grünen wählen…
Die SPD ist nur noch ein erbärmlicher Haufen, ein Seeheimer-Kreis-Wahlverein mit zwei ultra-opportunistischen Vorsitzenden, die alles tun, um ihre Ämter zu behalten.
Was soll man zu diesem Müll der Geschichte noch weiter schreiben?
Dieser Kommentar aus der jw von morgen ist sehr gut:
https://www.jungewelt.de/artikel/519729.die-staatspartei.html
Simone Weil: Anmerkung zur generellen Abschaffung politischer Parteien:
„1. Eine politische Partei ist eine Maschine zur Fabrikation kollektiver Leidenschaft.
2. Eine politische Partei ist eine Organisation, die so konstruiert ist, dass sie kollektiven Druck auf das Denken jedes Menschen ausübt. Der ihr angehört.
3. Der erste und genau genommen einzige Zweck jeder politischer Partei ist ihr eigenes Wachstum, und dies ohne jede Grenze.“
…ein Name der immer in Leuchtschrift steht. Jedesmal ein kleiner Glücksmoment von ihr zu lesen.
Weil wir eben über Rheinland-Pfalz sprechen. Ich habe das gestern nur flüchtig gesehen – in einem Wahlkreis in Ludwigshafen, wo man die Kandidatur der AFD bei der Wahl zum Bürgermeister verhindert hatte, schnitt die AFD noch besser ab. Beim vorläufigen Ergebnis irgendwas um die 26%.. Auf der anderen Rheinseite , in Mannheim, im Norden der Stadt, holte die AFD zuletzt bei der Bawü – Wahl das Direktmandat.
Beide Städte waren doch mal ziemlich sozialdemokratisch. Mannheim hatte sogar lange Jahre einen Stadtrat von der DKP.
Das vielleicht zur Illustration dessen, was da grad in der Republik und ja, auch im Westen passiert.
Aber ich habe, frags Pferd warum, vorhin die Stellungnahme der beiden Vorsitzenden der SPD – einer Klingbeil, den Namen der Frau habe ich schon wieder vergessen – gesehen. Die haben die Gefahr erkannt und also fast schon gebannt. Sie werden jetzt in den Gremien beraten. Na dann…
Das Ergebnis wird sein, daß sie dann Ausschuss… äähhh … einen Ausschuss bilden
Vermutlich kommt man zu dem Schluß, daß die Kommunikation nicht gut war, da ja alles getane eh alternativlos ist, und man die Bürger besser mitnehmen müsse.
Warum sollten auch ausgerechnet Parteien als Letzte merken: there is no business like PR-Business.
Soll doch der Pöbel glauben dass das was da an „Öffentlichkeitsarbeit“ nach außen dringt hätte irgend etwas mit den Zielen und Absichten der Parteienlenker zu tun …
Die Wahl der AfD durch die Ärmeren könnte bei Teilen eine „rote Karte“ für die wokistische Ausrichtung der linken Seite sein, die sozialen Verbessereungen im Weg steht, eigentlich gedacht als Aufforderung zur Rückkehr zu linken Kernthemen.
Außerdem ist es teilweise nicht mehr un-sondern schlicht wahnsinnig was die Wokeness vertritt, wer das immer noch mit Fortschritt verwechselt, hat nichts verstanden.
Darüberhinaus kommen die schweren Probleme die alle Arten von Migration mit sich bringen, immer hübsch in den unteren Vierteln an. Dort wird um Wohnungen konkurriert, die absichtlich knapp gehalten werden, dort kommen die vielen Faschisten und Rassisten an, die es unter Migranten genauso gibt wie unter Deutschen, und die nichts Anderes im Sinn haben als die kulturelle und physische Verdrängung der „ScheißDeutschen“.
Es wäre eigentlich ein linkes Projekt, dagegen vorzugehen, weil Linke Faschisten nicht mögen und weil es egal ist welchen Hintergrund sie haben.
Stattdessen hofiert man Faschisten, Rassisten und Sexistinnen plötzlich wenn sie Migrationshintergrund haben oder laut plärrende Pseudofeministinnen sind, und bepöbelt Kritiker dieses Treibens als Nazis u.ä.
Sich da noch zu wundern über die Stärke der Rechten ist genauso wie sich zu wundern daß es eben doch eine Mondlandung gab, oder daß sich die Erde um die Sonne dreht.
@Art Vanderley
[+++]
@ Art Vanderley
Soweit stimme ich Ihnen zu, dass die rote Karte, bzw. Denk-Zettelwahl hier greifen könnte. Allerdings sehe und sah ich die Ergebnisse der BW-Wahl anno dunnemals als mit raffinierten Stuttgart21-Kampagnen der damals ungeschickt agierende CDU-Minderleister, Herr Mappus, entmachtet wurde und die olivgrüne Kaderpartei des Spätzles-PolPol Winnie Krätschmänn se Länd übernahm, breitflächig umkrempelte und unterwanderte. Die Ergebnisse sollten aktuell für sich, subjektiv bewertet, sprechen. Was der Denkzettel-Wählerschaft bei einer AFD-Machtergreifung blühen mag? https://www.afd.de/grundsatzprogramm/
Ansonsten sind ja Versprechungen VOR den Wahlen nicht rechtsverbindlich….
„Was der Denkzettel-Wählerschaft bei einer AFD-Machtergreifung blühen mag? “
Gute Frage. Löst die AfD die Migrationsprobleme oder bewirtschaftet sie sie bloß?
Können Rechte Migrationsprobleme überhaupt lösen oder ist das eigentlich eine linke und liberale Aufgabe?
Die Thesen warum Menschen welche Parteien gewählt haben, halte ich für weit weg von der Realität. Konservativ bedeutet das man das was sich bewährt hat, erhalten möchte. Dazu gehören politisch auch Wege, die die Lebenssituation verbessert haben. Viele Werktätige haben erst durch die Kommerzialisierung der 80/90er es sich leisten können einen vollen Kühlschrank zu haben oder ständig neue Kleider zu kaufen und mit dem Flugzeug nach malle zu fliegen. Alles Dinge die der akademischen Oberschicht selbstverständlich ist und Mittlerweile mit einem Schulkomplex verbunden ist. Der im Zuge der Umweltbewegung entstand.
Daher wünscht der Arbeiter sich einen stabilen Kapitalismus mit dem wofur die SPD früher stand. Starke Lohnsteigerungen und Mitsprache in unternehmen.
All das haben die „Altparteien“ seit Schröder demontierten. ALLE! Somit bleibt nicht viel übrig.
Und was den Begriff „modern“ oder „progressiv“ angeht, erwartet der normale Mensch, dass diese klare ziele haben und positive Veränderungen bringen. Das Gegenteil ist aber der Fall. Reformen bedeutet es wird schlechter, für die arbeitende Bevölkerung und erschweren die Realität aller Menschen ohne das die ziele eine Rolle spielen. Die werden so gut wie nie evaluiert.
Der Begriff „Reform“ als Forderung an die politische Klasse oder als Ankündigung aus deren Reihen, kann tatsächlich nur noch als Drohung verstanden werden. So gesehen, und da ist dir zu zustimmen, ist der Reflex, sich einem Konservativismus zuzuwenden und zu hoffen, Grundlagen des eigenen erträglichen Lebens zu erhalten, verständlich.
Ich allerdings zweifele entschieden, dass sich damit verbundene Hoffnungen erfüllen werden.
Und, auch wenn ich das selbst noch gar nicht so klar formuliert hätte oder habe, sind die Begriffe “ Modern “ oder „Progressiv“ nur noch inhaltsleere Phrasen, mit denen sich nichts positives mehr verbindet.
Halbnackte grelle Transen auf den Straßen sind nicht progressiv sondern geschmacklos und ein modernes Arbeitsrecht bedeutet verschärfte Ausbeutung und sonst nichts.
Interessant dass für so einen Fliegenschiss der Geschichte wie diese Wahlen gerade, hier so eine Aktivität entwickelt wird.
Man will wohl mal wieder den Kopf in den Sand stecken. Ablenkung ist angesagt angesichts der Tatsache, dass die Welt brennt.
Nun ja, Ablenkung ist tatsächlich auch manchmal von Nöten. Aber ausgerechnet so, mit diesem Thema? Öde und langweilig, da kann man nichts falsch machen und die alten, liebgewonnen Grabenkämpfe zwischen angeblichem „links“ und angeblichem „rechts“ zum zighundertsten Mal ausfechten. Schön.
Wieder mal eine interpretierende Wahlnachbereitung.
Angesichts der durch unsere politische Klasse offen gezeigte Verachtung von Demokratie und Parlamentarismus – v. A. seit dem finanzpolitischen Staatsstreich zur letzten BT-Wahl – und aktueller 95%iger zweckentfremdeter Mittelverwendung des „Sondervermögens“ sollte man zur Kenntnis nehmen, das sog. Wahlen als sinnfreies Ritual nunmehr vollends zur Farce verkommen sind.
Nach dem Brüsseler Demokratie-Modell wie im Falle Rumäniens sieht man, wohin die Reise letztlich geht; gelebt und verteidigt werden „Freiheit“ und „Demokratie“ und der Ukraine ja bereits seit Jahren.
Spätestens wenn die mit Rentenerhöhungen geköderten Kernwähler nicht mehr leben, werden nach rumänischen/ukrainischen Modell die nächsten Stufen gezündet.
Denn ein kriselnder Kapitalismus kann sich wahre Demokratie nun wirklich nicht leisten.
Da muss – und wird – selbst der beste Journalismus wie immer Verständnis für haben…..
AfD=Alternative für Dumme.
Ich glaube, diese Gleichung hat der gute Martin Sonneborn mal aufgemacht. Und sie stimmt halt einfach.
Mehr fällt mir zu dem Thema jetzt auch nicht ein.
Dumme wählen aber nicht nur die Afd sondern auch die Grünen oder die Altparteien.
Und da wir zumindest rein statistisch 75% Gespritzte haben, ist ja nun mal nicht von der Hand zu weisen.
Solange den Leuten nicht bewusst wird, das Parteien uns nicht weiterbringen, hat das alles sowieso keinen Zweck.
Und „dielinke“ die Alternative für Blöde.
Dass da jetzt die Buchstaben nicht passen stört nur einen Oberdummblöden.
Aber diese Parteien tun nicht so, als ob sie eine Alternative sind. Insofern sind sie ehrlicher.
Du meinst jetzt aber die HSDPE? Nicht die EDHSPE?
Der Artikel zeigt vor allem eines: wie weit sich manche Kommentatoren von der Realität entfernt haben. AfD-Wähler mit „Rebellion“ oder mangelnder Bildung zu erklären, ist nicht nur falsch, sondern auch bequem.
Viele Wähler der AfD stehen mitten im Leben, im Handwerk, in der Selbstständigkeit oder als Unternehmer. Das sind Menschen, die täglich wirtschaftliche Verantwortung tragen und genau wissen, was politische Entscheidungen praktisch bedeuten. Wer selbst Geld verdienen, Mitarbeiter bezahlen und Risiken tragen muss, entwickelt zwangsläufig einen anderen Blick als jemand, der nur theoretisch darüber spricht.
Der Frust kommt nicht aus dem Bauch, sondern aus Erfahrung. In Deutschland wird Unternehmergeist oft nicht gefördert, sondern durch Bürokratie, Abgaben und Auflagen systematisch ausgebremst. Wer das ignoriert, hat entweder nie selbst Verantwortung getragen oder will es nicht sehen.
Dass sich immer mehr junge Menschen davon abwenden, ist nur konsequent. Sie merken früh, dass zwischen politischer Rhetorik und wirtschaftlicher Realität eine massive Lücke klafft. Dass sie darauf reagieren, ist kein Problem, sondern ein Zeichen von Eigenständigkeit.
Besonders kritisch wird es, wenn selbst Institutionen wie Schulen ihre Neutralität nicht mehr klar einhalten. Wenn politische Haltungen einseitig vermittelt werden, untergräbt das Vertrauen und verstärkt genau die Entwicklung, über die sich dann gewundert wird.
Und bei Parteien wie CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP entsteht für viele längst der Eindruck, dass sie sich im Kern kaum noch unterscheiden, vor allem dann nicht, wenn es um wirtschaftliche Belastungen geht.
Das eigentliche Problem ist nicht der Wähler. Das Problem ist, dass seine Erfahrungen und Sorgen seit Jahren nicht ernst genommen werden. Wer das weiter ignoriert, braucht sich über politische Verschiebungen nicht zu wundern.
AfD-Wähler sind zu einem großen Teil eine Art „Rebellen“.
Dass das von PR-Agitprop-Schnöseln geleugnet werden muss, ist klar.
Da der das eh nicht wissen will nützt dem auch das Reden mit AfD-Wählern nichts.
AfD ist in ehemaligen sPD-Hochburgen auffällig stark. Das kommt nicht daher, weil die Leute plötzlich sich „rechts“ gewendet hätten, sonder weil es keine Alternativen im Wahlspektrum gibt und AfD zu einer Partei inszeniert wurde – auch durch die Gegenseite, die „Brandmauer“, die Altparteienquerfront, deren Medien – die nicht in dem allgmeinen Parteiesumpf steckt.
AfD-Wählen ist für viele ein Akt des Widerstandes. Natürlich ein unsinniger Widerstand. Aber da es keine echte Wahl gibt … BSW? Hahaha.
Immer mehr Bürger nehmen die Altparteien als den einunddenselben Sumpf wahr. Und diese Wahrnehmung entspricht auch offensichtlich der Tatsache.
Dass auch die AfD da nicht heraushelfen wird steht auf einem anderen Blatt.