
Israel, der Staat, der den Holocaust zum Argument seiner Errichtung hat werden lassen, faschisiert sich zunehmend. Wie ist das möglich?
Man hört oft die Behauptung, der drastische Rechtsruck der israelischen Gesellschaft liege im globalen Trend; die gesamte Welt habe sich gesellschaftlich wie politisch nach rechts bewegt. Das mag stimmen, und doch wirft die ideologische Metamorphose in Israel Fragen auf, die über das Gegenwärtige hinausweisen. Die fundamentale Verwunderung über sie setzt in der jüdischen Geschichte an.
Selbst auf die Gefahr einer allzu groben Verallgemeinerung darf postuliert werden, dass die schlimmsten Verfolgungen, Gewaltauswüchse und Katastrophen Juden in der Welt unter rechten Ideologien widerfahren sind. „Rechts“ kann dabei vielerlei meinen, wenn man die Vormoderne in diese Überlegung miteinbezieht. Nimmt man aber die Moderne zum Ausgangspunkt, in der sich die politischen und sozialen Kategorien von „rechts“ und „links“ als reale Aktionsfelder und analytische Begriffe überhaupt erst etabliert haben, dann lässt sich nachweisen, dass trotz mancher Ausnahmen die Juden unter rechten Regimen unvergleichlich mehr zu leiden hatten, als unter Regimen mit linksorientierter politischer und sozialer Praxis. Das hat in erster Linie mit der Heraufkunft des modernen Antisemitismus zu tun (den man vom traditionellen, religiös bestimmten Judenhass zu unterscheiden hat). Fraglos bildet dabei der eliminatorische Antisemitismus des Nazismus den horrenden Kulminationspunkt der judenfeindlichen Entwicklungen im modernen Zeitalter.
Nicht von ungefähr ist die Shoah als „Zivilisationsbruch“ apostrophiert worden; in ihr bildete sich die Dialektik einer ursprünglich von der Aufklärung ausgehenden und sich dann ins Gegenteil verkehrenden Moderne wesenhaft ab: Einzig unter den Bedingungen der fortgeschrittenen Moderne konnte der administrativ geplante, bürokratisch verwaltete, vor allem aber industriell praktizierte Genozid vollführt werden. Der auch in der stalinistischen Sowjetunion zuweilen aufflackende Antisemitismus kann hier nicht als „Gegenargument“ zur obigen Behauptung angeführt werden – nicht nur, weil seine horrenden Auswirkungen in beiden Regimen nicht miteinander vergleichbar sind, sondern (und das ist entscheidend) weil der Antisemitismus dem Nazismus, mitnichten aber dem Sozialismus wesentlich innewohnt.
In jedem Fall kann davon ausgegangen werden, daß die Shoah die Matrix für die politische Kultur Israels von Anbeginn gebildet hat. Der Staat Israel ist drei Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs gegründet worden, viele der Holocaust-Überlebenden wanderten in den zionistischen, mithin als jüdisch verstandenen Staat ein. Ideologisch wurde die Staatsbildung zudem mit der jüngst erlebten Katastrophe des europäischen Judentums begründet: Nun habe sich historisch-empirisch erwiesen, dass Juden einer nationalen Heimstätte mit eigenem Territorium und entsprechender Wehrhaftigkeit bedürften.
Das „jüdische Israel“ gerann gleichsam, auch auf der Weltbühne (vor allem im Westen) zur Antithese des deutschen Nazimus: Hatten die Nazis die Eliminierung des jüdischen Volkes angestrebt, so hat das Scheitern dieser Ambition gerade die Gründung eines „Staates der Juden“ gezeitigt. Der politischen Kultur dieses Staates galten die Nazis (und ihre Ideologie) fortan quasi als seine Raison d’être. Warum Israel? Weil es den von den Nazis vollführten Holocaust gegeben hat. Den Slogan dafür schuf der Zionismus denn schnell genug: Mi’shoah le’tkumah (Von der Shoah zur Wiederauferstehung).
Gravierend ist dabei die Verwurzelung des zionistischen Selbstverständnisses in der jüdischen Erfahrung des Nazismus. Es handelt sich um eine Verschwisterung, die man nicht aus den Augen verlieren darf, denn sie korrespondiert essentiell mit dem fundamentalen Postulat der zionistischen Ideologie, demzufolge es die Diaspora (also das jüdische Exil) zu negieren gelte; das Negative allen jüdischen Daseins unter den repressiven Bedingungen einer historisch ausgebliebenen Souveränität müsse überwunden werden. Und insofern der Kulminationspunkt der Judenverfolgung sich im Nazismus manifestiert, der Nazismus mithin, wie gesagt, die Antithese zum „jüdischen Staat“ symbolisiert, müßte sich doch gerade mit Israel der Bekämpfer par excellence aller rechten Ideologie (allem voran des Nazismus und Faschismus) gebildet haben.
In seinen Anfängen enthielt der Zionismus in der Tat sozialistische Ansätze, die sich etwa in der Kibbutz-Bewegung, aber auch in einer starken Gewerkschaft und Arbeiterorganisation niederschlugen. Man kann behaupten, dass die Ideologie der Staatsgründer vor und auch lange Zeit nach der Staatserrichtung linksorientiert war. Und dennoch darf man sich nicht täuschen lassen – auch in den Regierungszeiten des linken Zionismus wirkten in seinem Rahmen dominante politisch-ideologische Elemente, die der territorialen Expansion und nach 1967 der perpetuierten Okkupation das Wort redeten.
Das Selbstverständnis der zionistischen Linken war in der Tat von Anbeginn durch den Israelisch-palästinensischen Konflikt zutiefst kontaminiert. Die Araber waren Feinde, und zwar nicht nur in den benachbarten Staaten, sondern als nichtzionistische Staatsbürger auch im Innern des Landes. Das (mittlerweile zum Fetisch geronnene) „Sicherheitsproblem“ bestimmte die soziale und politische Kultur des Landes in vielerlei Hinsicht, nicht zuletzt aber das linke Selbstverständnis. Der israelische Militarismus hat seine Quellen in einer realen historischen Notwendigkeit, entfaltete aber im Laufe der Jahre ein eigentümliches Eigenleben, das zum ausgesprochenen Erbteil der rechten Ideologie des Landes verkam. Das will wohlverstanden sein: Der Militarismus begann nicht mit der Heraufkunft der israelischen Rechten, aber es war die israelische Rechte, die ihn zum faschistischen Politikum hat heranwachsen lassen.
Eine zentrale Rolle spielte in diesem Zusammenhang die Amalgamierung des Zionismus mit dem Messianismus. Denn solange die eroberten Territorien dem säkularen Zionismus als Faustpfand für potenzielle Friedensverhandlungen galt, wurden sie als temporär angesehen, mithin der Vorstellung einverleibt, dass man sie für (wirklichen) Frieden räumen würde. Das wandelte sich von Grund auf unter der sich verbreitenden und zunehmend etablierenden Ideologie der messianisch ausgerichteten, nationalreligiösen Bewegungen und Parteien der israelischen Politlandschaft. Für sie sind die okkupierten Territorien ein von Gott verheißenes Land, Land der Urväter, das eben darum nicht verhandelbar sein darf, sondern im Gegenteil jüdisch besiedelt werden muss.
Die nationalreligiöse Siedlerbewegung ist mittlerweile zum zentralen Faktor der israelischen Politik avanciert, sie ist Schrittmacher und Tonangeber von Israels Außenpolitik. Die Platzhalter dieser Ideologie wirken heute bestimmend in Benjamin Netajahus Regierungskoalition. Zu beachten gilt es dabei, daß der israelische Faschismus sich (wenigstens zum Teil) mit der Religion verschwistert hat – ein Phänomen, das im klassischen europäischen Faschismus eher randständig war. Zugleich darf man aber nicht vergessen, dass die Siedlerbewegung sich erst nach der Machtübernahme durch den Likud im Jahr 1977 voll entfalten konnte: Die von Menachem Begin angeführte rechte Partei hing (ohne sich dezidiert auf das Postulat des von Gott verheißenen Lands zu berufen) der Großisrael-Ideologie an, die vor allem das Westjordanland als historischen Erbteil der Juden ansah.

Der Rechtsruck Israels manifestiert sich nicht zuletzt in der Anpassung der ursprünglich nicht-rechten Parteien (von linken kann schon seit langem nicht die Rede sein) an das von den Rechten geschaffene und beherrschte Bestehende. Am israelischen Apartheidregime im Westjordanland sind letztlich alle beteiligt – die Regierung durch ideologisch fundierte Politik (die den antidemokratischen, faschistisch getönten Staatsstreich gezeitigt hat), die Opposition (zum großen Teil selbst rechtsorientiert) durch servile Hinnahme dessen, was mittlerweile tabuisiert worden ist: die Okkupation als unverrückbare Tatsache, die unentwegte Unterdrückung der Palästinenser als normalisierte Selbstverständlichkeit, der fatale Kritiklosigkeit gegenüber dem Faschismus als Alltagsrealität.
Im Gazakrieg offenbarte sich, was – gesteigert durch den von der Katastrophe des 7. Oktober hervorgerufenen Schock – in Israel schon lange vorher angelegt war. Gegenwärtig muss man sich zwar primär auf die unfassbare Zerstörungswut, die barbarische Erbarmungslosigkeit in der Tötung von 70.000 Menschen und die ideologisch betriebene Dehumanisierung der Opfer konzentrieren. Aber man geht fehl, wenn man die Erörterung dieser Erscheinungen auf das punktuelle Kriegsgeschehen reduziert und die strukturellen Vorläufer und ihre Entwicklungen außer acht lässt. Die Okkupation besteht schon seit bald 60 Jahren, die Nakba samt ihrere Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Palästinenser in Israel ist bald 80 Jahre alt. Der Hang zum Faschismus ist in der israelischen Gesellschaft schon lange wirksam, ohne dass die Bevölkerung sich dessen bewusst wäre bzw. sich bereit zeigte, dies zuzugeben. Von möglicher Aufarbeitung dessen, was sich im israelisch-palästinensischen Konflikt von israelischer Seite manifestiert, kann ohnehin nicht die Rede sein.
Und es ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Frage erhebt, wie es überhaupt möglich sei, dass ein Kollektiv, das die Erinnerung an den an ihm begangenen Völkermord zur Grundlage der Raison d’être seines nationsstaatlichen Bestehens erhoben hat, sich der Barbarei verschreibt, die er in der Konfrontation der von ihm selbst historisch erzeugten Opfer praktiziert. Was besagt das über das Shoah-Gedenken Israels? Wie ist es möglich, dass die Ideologie des Faschismus das (latente) Fundament seines politischen Selbstverständnisses abgeben kann? Wie kann es sein, dass ein Kollektiv, das die Auswirkungen des Rassismus historisch am horrendesten erfahren hat, sich der Apartheid-Ideologie und einer damit einhergehenden Pogrompraxis hingibt? Bündig gefragt: Wie ist es zu erklären, dass das historische Opfer zum dezidierten Täter geworden ist?
Eine gängige Antwort darauf bedient sich der Metapher, derzufolge ein geschlagenes Kind sich als Erwachsener des Schlagens von Kindern enthalten oder aber erst recht schlagen wird. Diese psychologisierende Antwort erfordert allerdings einen weiteren Schritt, namentlich die Klärung des Übergangs von der Psychologie zur Ideologie. Was an Israels politischer Kultur (mithin am besagten Rechtsruck) verstört, ist die Tatsache, dass die Berufung auf die Shoah, die selbst schon in Israel zur Ideologie der permanenten Selbstviktimisierung verkommen ist, sich mit einer (unreflektiert bleibenden) Ideologie verbindet, die Menschenverachtung, Unterdrückung und massives humanes Leid bewirkt. Die Erklärung dafür bleibt vorerst aus.
In der Welt ist die Irritation unter (sogenannten) Israel-Freunden bereits groß – ohne dass sie sich indes mit verurteilender Kritik hervorwagen würden. Am allerwenigsten in Deutschland. Aber die Verstörung außerhalb Israels bleibt unerheblich, solange sich das israelische Kollektiv selbst dieser moralischen Unfassbarkeit nicht gestellt hat. Nichts in der gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit Israels weist indes darauf hin, daß sich etwas in dieser Hinsicht wesentlich rührt. Stattdessen beruft man sich weiterhin auf die „uns geschehene“ Shoah und begnügt sich mit der selbstviktimisierenden „Gewissheit“, dass die Welt eben antisemitisch war und geblieben sei.



Was mich an Zuckermanns Analysen zu Israel immer erstaunt ist, wie konsequent er, wenn es um Antisemitismus geht, den antijüdischen Hass des Christentums ausblendet. Das ist sicherlich kein Versehen, sondern eine bewusste Distanzierung von der Tradition der Aufklärung, die, besonders Voltaire, dieses gruselige Antihumane im Christentum in den Mittelpunkt stellte.
Der christliche Antijudaismus hat ja eine Geschichte von vielen hundert Jahren und ich weiß nicht, ob es einfach ist, ihn mit einem Begriff zu beschreiben.
Soweit ich es überblicke, galt über lange Zeit, dass die Juden sich zum Heiland zu bekennen und zum Christentum zu bekehren haben und dann könne man ihnen vergeben.
Ich weiß nicht, ob das mit der Reformation und Luther oder vorher bereits anders wurde. Jedenfalls hat Luther in seiner Schrift „, Wieder die Jüden “ schon mal erklärt, dass das mit dem Bekenntnis zu Jesus und zum Christentum nicht so einfach sei, da die Juden halt lügen und man könne bei ihnen nur sicher sein, wenn man ihnen „die Köpfe abschneide“.
Damit war sehr wirkungsmächtig klargestellt, dass sie, egal was sie tun, selbst wenn sie konvertierten, nicht zu „uns“ gehören können, also per Geburt.
Die Nazis konnten sich sehr zu recht auf Luther berufen und wussten dann zu sagen, dass es sowas wie deutsches oder jüdisches Blut geben müsse und gegen eine biologische Tatsache hilft kein Bekenntniswechsel. Das war etwas anderes als der einstige christliche Antijudaismus, so wie ich es verstehe, aber sehr gut mit Luther zu vereinbaren. Bis hin zum „Köpfe abschneiden“.
Ich weiß nun aber nicht, ob und wie solche Vorstellungen auch bei den Katholen wirkungsmächtig waren. Die meisten der bedeutenden Nazibonzen hatten ja eine süddeutsch-. katholische Herkunft.
Auch in Spanien hat man im 15 bzw noch eher im 16 Jahrhundert die konvertierten Juden immer wieder misstraut.
die Zuwanderung in Israel ab Mauerfall war enorm, auch aus Russland zb …
Es war damals schon erkennbar, das alles andere nur noch eine Frage von Zeit ist, und die Probleme, Klimawandel etc wurden ja nicht weniger ab diesen Zeitpunkt, und hier kommen damit auch Faktoren ins Spiel die man nicht einfach mit „Faschismus“ abtun kann, eher Richtung „ökonomische Notwendigkeit“.
Nackter Kapitalismus den Wir da in Aktion sehen können .
Ich vermute das auch viele Israelis das ähnlich sehen, nur kein guter Zeitpunkt aktuell das offen da kritisieren zu wollen und nicht nur da, gilt für Deutscland genau so ..
Auch die Art der Waffen die da eingesetzt wurden, sagt einiges aus zur aktuellen Entwicklung Israels aber auch USA und dem Westen allgemein.
Nur noch Gefasel. Die Hamas existiert einfach nicht. Auch nicht das mörderische Regime in Teheran. Wenn man das alles weglässt, dann kann man natürlich zu dem Schluss kommen, dass Israel völlig grundlos Gewalt anwendet.
Bloß ist das halt die Perspektive eines Ignoranten. Die Hamas ist die ideologische Fortsetzung von Auschwitz. Wenigstens das sollte nicht mehr umstritten sein.
Dass nun 2 Millionen Araber in Israel leben, das hat er offensichtlich nicht mitbekommen. Yahya Sinwar hat darauf spekuliert, dass diese den 7. Oktober zu einem Aufstand nutzen. Aber was war? Nichts. Die wollen nicht, dass die Hamas „from the river to the sea“ regiert. Die deutschen Kulturschaffenden wollen das. Aber nicht die israelischen Araber.
Nun hat die Hamas das größte Tunnelsystem der Welt errichtet, mit meinen Steuergeldern unter anderem. Um das zu bekämpfen, kann man eben nicht mit einer Zweipfundbombe kommen. Großflächige Zerstörungen sind da nicht zu vermeiden. Das war das Kakül der Terroristen, dann Genozid zu brüllen und die dummen Linken damit zu ködern. Die Blamage, darauf hereingefallen zu sein, könnte nicht größer sein.
Die Hamas wird ehrlich, wenn es ums Geld geht. Jetzt will sie 50.000 Witwenrenten. Heißt, es wurden 50.000 Terroristen eliminiert. Beifall! Das ist in der Tradition der Alliierten, die auch nicht fragten, ob es in Nazideutschland auch Kinder trifft. Die aber dafür gesorgt haben, dass unsern Moshe in Frankfurt leben konnte.
In Gaza würde er den Abend des Tages nicht erleben. Wegen der Rasse.
Die Hamas ist eine Terrororganisation, die von Netanjahu selbst gefördert wurde, um die Palästinenser davon abzuhalten, einen eigenen Staat zu gründen. Und der geplante Überfall am 7.10. war Netanjahu lange vorher bekannt, er hat es geschehen lassen, damit er endlich massiv zurückschlagen kann. Selbst der damit zusammenhängende Tod seiner eigenen Leute (ein großer Teil ist auch durch israelische Abwehr selbst zu Tode gekommen) war ihm völlig egal. Dass Netanjahu involviert war, hat nun sogar unlängst ein öffentlch rechtliches Medium berichtet, bislang wurde das als Verschwörungstheorie abgetan. Sie können die 1154 beim Überfall getöteten Israelis (es war ein Soldaten- und Polizeifestival) nicht als Rechtfertigung für die bislang mindestens 70000 getöteten Palästinenser verkaufen, 20000 getötete Kinder hat Israel nun selbst zugegeben, die Dunkelziffer dürfte höher sein. Und wie es palästinensischen Gefangenen in Israel geht, ist auch weltweit bekannt. Sie werfen anderen vor, die Hamas zu verharmlosen, und outen sich selbst als Zweibeiner, der übelste Mord- und Folterpraktiken für gut heißt. Meine herzliche Verachtung.
schliesse mich dieser herzlichen Verachtung an!
Artur demonstriert mal wieder, dass es den Faschismus nicht nur in Israel gibt. Nach seiner Nazilogik musste man halt Gaza zerstören und zehntausende töten. Und klar, alle Getöteten sind „Hamas-Terroristen“. Herr Artur ist eben der projizierende Herrenmensch, mit Palästinensern und Iranern als Untermenschen.
„Nur noch Gefasel. “ Schön, dass Sie mit dieser Einleitung gleich klarstellen was folgt. Die Hamas ist eine Folge der Besatzungspolitik, nicht umgekehrt. Dass der israelische Staatschef ein korrupter, krimineller Verbrecher ist, ist nun mal eine Tatsache. Dass er den Hamasüberfall zugelassen hat, ist zumindest wahrscheinlich. Dass Israel im Westjordanland ein rassistisches Apartheitsregime installiert hat, bestreiten nur verbohrte Ignoranten Ihres Schlages. Die Hamas, die von Ihrem Idol begünstigt wurde und das zionistische Mordbrennerregime, unterscheiden sich lediglich in der Anzahl ihrer Opfer und da hat Netanjahu mit seiner Verbrecherbande die unstrittige Führung ergriffen.
Wer Mord bejubelt, ist ein Arschloch!
In den meisten Rechtssystemen auf der Welt ist es so, dass ein Mörder hinter Gitter kommt, egal, ob er als Kind geschlagen wurde. Mit einem guten Anwalt kann es auch sein, dass es nur Sicherheitsverwahrung wird, wenn der Mörder als psychisch gestört gilt. In jedem Falle wird er von der Öffentlichkeit getrennt, damit er keinen Schaden mehr anrichten kann. Weshalb die Welt, und da insbesonere die USA und Deutschland, mit Israel anders verfährt, kann ich nicht nachvollziehen. Da liegt meines Erachtens eine Perversion zugrunde, die sadistische Züge offenbart. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass z.B. eine Bundestagspräsidentin den Horror in Gaza wie von einem sicheren Balkon aus begutachtet und für richtig befindet. Es ist und bleibt Barbarei, was Israel tut und ist auch nicht mit dem Holocaust entschuldbar. Die schärfsten Vertreter wie Netanjahu, Smotrich, Ben Gvir und Katz berufen sich ja auch weniger auf den Holocaust (denn dann müssten sie vorrangig Deutsche ermorden), sondern darauf, dass die Palästinenser Untermenschen, Tiere, sind und ausgerottet gehören. Der historische Hintergrund des Gebietes ist dabei nur Mittel zum Zweck, semitische Wurzeln dürften diese Zweibeiner weniger haben als jeder dort geborene Palästinenser. Das Treiben wird nicht mehr lange gut gehen.
Die totale Eskalation ist ja auch Sinn und Zweck der Sache.
Zumindest in diesem Punkt sind sich alle Eschatologien und vorherrschenden Ideologien einig.
„Wie ist das möglich?“
Vielleicht liegt es ja in den Genen ? Das ist jetzt nicht gar nicht nur rassenkundlich gemeint sondern ganz allgemein.
Denn warum handeln manche Menschen egal wie gut es ihnen ging und geht grundsätzlich absolut böse.
Und warum sind und bleiben manche trotz bösester Erlebnisse und Erfahrungen ausgeglichene freundliche friedliche liebenswerte Menschen ?
Selbst in den Mainstreammedien wird ja gelegentlich über die ständigen systematischen planmäßigen ungeheuren Verbrechen der Israelis berichtet. Freilich ohne das auch nur im entferntesten so zu skandalisieren wie die Kollateralschäden russischer Angriffe (oder der Abwehrversuche).
Jüngst schlüpfte selbst der ARD ein Bericht durch die Zensur, über die systematische Verwandlung des Südlibanon in eine tote Zone durch massenhaftes versprühen von Pflanzengiften in völliger Überdosierung durch die Judenarmee.
Vielleicht hat man es auch nur gemeldet, weil die UN-Beobachter es dokumentiert und beklagt haben.
Mein Beitrag ging nicht frei, habe ich wohl der Zensur unterliegende Begriffe verwendet oder der Zensur unterliegende Informationen und Zusammenhänge erläutert..
Deshalb ganz kurz als Info.
Die Israelische Armee zerstört systematisch Umwelt und Vegetation im Südlibanon durch das massenhafte überdosierte ausbringen von Glyphosphat-Präparaten.
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So das scheint geklappt zu haben mal sehen noch mal kurz nachgeschoben
„Wie ist das möglich?“ Liegt vielleicht in den Genen ?
Na bitte, geht doch
Wann sind die nächsten Wahlen in Israel?
ändern Wahlen in Israel die Richtung?
Die Opposition ist doch selbst „rechtsorientiert“ Artikel nicht gelesen?
Der Zionismus war von Anfang an ein kolonialrassistisches Projekt europäischer Siedler. Zuerst kollaborierte der Zionismus mit den Nazis um junge, wehrfähige Juden für Palästina zu rekrutieren. Nach Ende des Faschismus unterstützte Stalin das zionistische Projekt, weil er darin sozialistische Züge zu erkennen glaube. Die Sowjetunion lieferte Waffen an Israel, die CSSR bildete die israelische Luftwaffe aus. Nach Staatsgründung der BRD wurde dieser von Nazis schlecht gesäuberte Staat zum wichtigste Waffenlieferant für Israel, um über die deutsche Schuld hinwegzutäuschen. Erst später wurde die USA zum Hauptunterstützer von Israel. Amerikanische Juden, die in Wohlstand lebten, hatten wenig Lust ins chaotische Israel auszuwandern.
Ich glaube von innen kann man Israel nicht mehr reformieren. Zu stark sind die in ihrer Blase lebenden Israelis rassistisch verhetzt. Die zivilisierte Befreiung muß von außen kommen, durch Boykott, Sanktionen und moralische Ächtung des zionistischen Apartheidsregimes. Außer in der BRD ist Israel weltweit bereits zum Paria der zivilisierten Menschheit geworden. Gaza hat vielen die Augen geöffnet.
Was ich nicht verstehe ist, warum Moshe Zuckermann von Frankfurt nach Israel ausgewandert ist? Jetzt sitzt er dort fest und ist zum Auswandern zu alt. Obwohl, sein Freund Rötzer könnte doch für eine bequeme Bleibe für seinen israelischen Freund in Frankfurt sorgen? Das wäre ein ganz praktischer Freundschaftsdienst für einen ruhigen Lebensabend für Moshe?
Das fatale ist, der antizionistische Jude Moshe Zuckermann wäre in Deutschland wieder nicht willkommen, wegen der zionistischen, deutschen Staatsräson, Das empfinde ich als sehr tragisch. Ein Nachfahre von Holocaustopfern ist wieder heimatlos geworden.
Gerade hier nach Berlin sind viele antizionistische Juden ausgewandert, die gemeinsam mit der palästinensischen Community für ein freies Palästina kämpfen und der Verfolgung durch den deutschen Staat trotzen. Ihnen gilt mein allergrößter RESPEKT!
@ Artur
„Die von Menachem Begin angeführte rechte Partei hing (ohne sich dezidiert auf das Postulat des von Gott verheißenen Lands zu berufen) der Großisrael-Ideologie an, die vor allem das Westjordanland als historischen Erbteil der Juden ansah.“
„Das Westjordanland als historischen Erbteil der Juden!“ Wo finde ich jetzt Palästina?
Artur, die Palästinenser hatten zu keiner Zeit die Chance, einen eigenen Staat zu gründen, auch nicht 1948.
Der Faschist Netanjahu hat, um die PLO zu
schwächen, die Hamas entstehen lassen und
über Katar mitfinanziert, das können Sie nicht leugnen, das ist belegt. Sie blenden das aus, weil es nicht in Ihr jüdisches Bild passt. Israel, der Kontrollstaat im Nahen Osten, der Stellvertreter des Hegemon ist auf dem Weg, seine Nachbarstaaten zu kontrollieren, jeder Widerstand wird mit Raketen sofort beantwortet, Mossad überall!
Der Jude Netanjahu ist ein Faschist par excellance. Und er wird getragen von den Faschisten dieser Welt!