Platzt die KI-Blase wie beim angeblichen Atom-Hoffnungsträger?

Oberes Drittel des NuScale Power-Moduls. Bild: NuScale/CC BY-SA-2.0

Der Marktwert von Firmen, die Smart Modular Atomreaktoren (SMR) bauen wollen, ist um mehr als 30 Milliarden US-Dollar eingebrochen. Den SMR-Hype hatten US-Präsident Trump oder Macron in Frankreich und die KI mit ihrem extremen Stromhunger befeuert. Dass kleine Reaktoren wirtschaftlich sein könnten, ist noch viel fraglicher wie die EPR-Katastrophe bei Großprojekten zeigt. Spanien legt derweil den Hebel in Richtung Ausstieg aus dem Atomausstieg um.

Platzt nun nur die Blase um überbewertete Firmen, die sich mit dem Bau von sogenannten kleinen Atomreaktoren (Small Modular Reactors/SMR) beschäftigen oder sehen wir sogar die ersten Anzeichen vom Platzen der gesamten Börsenblase? Die bläht sich vor allem besonders deutlich im Rahmen des Hypes um die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ (KI) auf.  Es drängen sich zwischen den SMR-Firmen und der KI-Branche nicht nur Parallelen auf, sondern es bestehen auch direkte Verbindungslinien.

Vor allem im vergangenen Herbst waren die Aktienkurse von Unternehmen, die die kleinen SMR-Reaktoren bauen wollen, stark gestiegen. Ein Grund war, dass der US-Präsident Donanld Trump angeordnet hatte, die Entwicklung und den Einsatz von SMR zu beschleunigen. Es gab Finanzierungszusagen und regulatorischen Erleichterungen. Es sollte um die „Gewährleistung einer widerstandsfähigen, sicheren und zuverlässigen Energieversorgung“ für Stützpunkte und Missionen der Streitkräfte gehen, hatte Overton berichtet. Man benötige Quellen, „die nicht durch externe Bedrohungen oder Netzausfälle gestört werden können“. Schon hier stellte man in Washington auf die KI ab, da die Streitkräfte auf die energiehungrige Technik angewiesen seien.

Die Aktie der SMR-Firma Nuscale Power ging nach oben und wurde zwischenzeitlich sogar für mehr als 57 US-Dollar gehandelt. Die Marktkapitalisierung lag bei 17 Milliarden Dollar. Die Aktie von Nano Nuclear schnellte auf fast 61 Dollar hoch, womit eine Firma mit drei Dutzend Mitarbeitern einen Wert von fast vier Milliarden Dollar hatte. Die Oklo-Aktie kostete sogar fast 194 Dollar. Das hatte damit zu tun, dass sie von OpenAI-Chef Sam Altman unterstützt wurde. Der Chef der Firma, die unter anderem ChatGPT entwickelt hatte, hatte maßgeblich zum Aufbau und der Finanzierung der im Jahr 2013 gegründeten Firma beigetragen. Er war auch lange Jahre Vorsitzender des Verwaltungsrats. Das hat schlicht auch mit dem enormen Energiehunger der KI-Rechenzentren zu tun, auch Hyperscaler genannt, die er mit dem Engagement sichern will.

Doch nun platzt diese Blase aus verschiedenen Gründen. Die Aktienkurse von NuScale, Nano Nuclear und Oklo sind abgestürzt. Die Firmen haben mehr als 30 Milliarden Dollar an Marktwert verloren, hatte die Financial Times (FT) berichtet. Schaut man sich die Entwicklung an, stellt man fest, dass seit Jahresbeginn NuScale etwa 35 Prozent, Oklo 39 Prozent und Nano Nuclear 18 Prozent an Wert verloren. Zu dem Zeitpunkt war aber schon deutlich Luft aus der Blase raus. Vom Höchstkurs von Oklo war schon zum Jahreswechsel fast die Hälfte weg, die Aktie kostete nur noch knapp 72 Dollar. Nun sind es noch 42 Dollar. Das sind also nur noch knapp 22 Prozent des Spitzenwertes. Bei NuScale sind sogar nur noch 16,5 Prozent übrig, bei Nano Nuclear noch 31 Prozent.

Die FT zitierte Adam Stein. Auch der Direktor für Innovationen im Bereich Atomenergie bei der Denkfabrik Breakthrough Institute weiß: „Die Aktienkurse waren aufgrund von Spekulationen überhöht.“ Der ganze Sektor habe einen „Hype-Zyklus wie aus dem Lehrbuch“ erlebt. Das sei „sehr typisch“ für Unternehmen, die sich in einer frühen Phase vor dem Erzielen regelmäßiger Umsätze befinden. NuScale verzeichnete sogar einen Umsatzeinbruch im zweiten Quartal 2026 auf nur noch etwa 75.000. Der gesamte Umsatz lag 2025 bei rund 31,5 Millionen US-Dollar. Die Firma fuhr einen Nettoverlust von knapp 97 Millionen Dollar ein. Oklo verzeichnete 2025 einen Nettoverlust von 105,7 Millionen Dollar, deutlich mehr als die 73,6 Millionen im Vorjahr, hatte bisher fast keine Umsätze und das gilt ähnlich für Nano Nuclear.

Die Geldgeber bekommen aus gutem Grunde kalte Füße. Spekulanten haben diese Situation nach Angaben von FT ausgenutzt, die über Leerverkäufe auf die Entwicklung gewettet hatten. So hätten „Investmentfonds“ durch Leerverkäufe bei den drei Aktien insgesamt schon 2,1 Milliarden US-Dollar einstreichen können. Die Wetten laufen auf Hochtouren weiter, denn zwischen 18 und 30 Prozent der Aktien dieser drei Firmen sollen für Leerverkäufe noch verliehen sein.

Die Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Stets gab es große Zweifel am SMR-Konzept, schon als auch der französische Präsident Emmanuel Macron vor fünf Jahren in die Wundertüte gegriffen und den SMR hervorgezaubert hatte. Er hatte gefordert, Frankreich müsse erneut investieren, „um an der Spitze der bahnbrechenden Innovationen in diesem Sektor zu stehen“. Er fabulierte – wieder einmal – von der „Neuerfindung“ der Atomenergie. Dabei seien die SMR „vielversprechend“. Fünf Jahre sind ins Land gegangen, ohne dass es nennenswerte Ergebnisse gegeben hätte. Weltweit sind bislang lediglich zwei kommerzielle SMR-Reaktoren in Betrieb, ein Atomkraftwerksschiff liefert in Russland seit 2020 Strom und 2023 ging in China ein erster Demonstrationsreaktor in Betrieb.

Die Kosten für AKW laufen aus dem Ruder

Die Probleme sind vielseitig. Neben der Tatsache, dass man sich noch in der Entwicklungsphase befindet und völlig unklar ist, wann sie jemals Strom produzieren, kommen die hohen Firmenverluste, regulatorischen Unsicherheiten und auch die Engpässe bei der Versorgung mit dem Brennstoff. Der kommt bekanntlich in hohem Maß aus Russland und wurde, weil sonst in Frankreich und anderen Ländern die Lichter ausgehen würden, stets von Sanktionen ausgenommen. Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF), das zum französischen Staatsbetrieb Framatome gehört, darf im deutschen Lingen sogar Brennelemente für Atomkraftwerke russischer Bauart herstellen. „Diese sollen mit russischen Lizenzen und russischer Technik in einem Joint Venture mit dem russischen Atomkonzern TVEL/Rosatom“ hergestellt werden, schreibt das Umweltministerium in Niedersachsen.

Das allergrößte Problem mit den dreckigen Reaktoren ist, vor allem für die, die Geld in die Technik stecken sollen, dass die SMR kaum jemals wirtschaftlich sein werden. Das gilt eigentlich für die gesamte Atomkraft, wie auch eine Studie der TU Berlin gezeigt hatte. Das Projekt war auch vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) gefördert worden. Das französische EPR-Desaster lässt grüßen, sei es in Olkiluoto, Hinkley Point oder Flamanville.

Überall bestimmen lange Verzögerungen das Bild, während die Kosten aus dem Ruder laufen. Flamanville kostete den französischen Staatsbetrieb EPR nicht wie geplant 3,3 Milliarden Euro, sondern es wurden schon jetzt mindestens 23,7 Milliarden Euro. Die Inbetriebnahme verzögerte sich um 12 Jahre. Im kommenden Monat wird der Reaktor ohnehin schon wieder für mindestens ein Jahr abgeschaltet, um den Deckel auszutauschen, der Schmiedeprobleme aufweist. Die gibt es eigentlich auch am Boden des Reaktorbehälters. Da man an den nicht herankommt, schaut man über dieses enorme Risiko geflissentlich hinweg.

Die EDF bestätigte auch eine weitere Verzögerung sowie weitere Kostensteigerungen für das Großprojekt im britischen Hinkley Point, an dem seit 2017 herumgewerkelt wird. Der erste Block sollte eigentlich schon seit einem Jahr Strom produzieren. Verschoben wurde zunächst auf 2027, später auf 2029 und nun auf 2030. Die Baukosten werden schon auf 55 Milliarden Euro beziffert. Und dabei wird es sicherlich nicht bleiben. Der EDF wurde ein Mindest-Strompreis von etwa 15 Cent für jede produzierte Kilowattstunde garantiert. Der Preis wird jeweils an die Inflation angepasst und das über 35 Jahre. Liegt der Börsen-Strompreis darunter, zahlt der Staat die Differenz, also die Steuerzahler weiter für das Märchen von angeblich billiger und verlässlicher Atomkraft.

Wie verlässlich die ist, hat der Sommer in Europa nun noch deutlicher als jemals zuvor gezeigt, wo etliche Reaktoren in Frankreich, der Schweiz, Ungarn oder Rumänien abgeschaltet wurden und nur erneuerbare Energien einen Hitze-Blackout verhindert haben. In Frankreich waren zum Teil etwa 50 Prozent der gesamten geplanten AKW-Leistung weg, als erneut verstopfte Kühlsysteme durch Quallen zur Abschaltung von drei Reaktoren in Gravelines führte. Zum Teil waren zudem, auch wegen fehlendem Kühlwasser in Flüssen, acht Reaktoren abgeschaltet und fünf stark hrruntergeregelt.

Aber auch die kleinen SMR brauchen Kühlwasser, wie auch die großen KI-Hyperscaler sie in enormen Mengen benötigen. Da sind wir beim nächsten Problem. Die kleinen Reaktoren würden ausgerechnet in der Wasserfrage mit den Rechenzentren konkurrieren, für die sie Strom liefern sollen. Das treibt die ohnehin hohen Kosten noch weiter in die Höhe und macht sie noch unrentabler und treibt auch die Umweltkosten weiter hoch.

Dabei, wenn wir auf die oben erwähnte Studie zurückkommen, ist zwar jeder einzelne SMR billiger als ein großer schon unrentabler Reaktor, doch man braucht einige, um die gleiche Leistung zu erzeugen. Der technische Aufwand ist ähnlich, der Ertrag aber viel geringer. Deshalb kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass der Preis pro Kilowattstunde aus einem SMR sogar dreimal so hoch wie der seines großen Bruders wäre. Dabei würde die Unfallgefahr allein über die große Zahl der benötigten Atomkraftwerke deutlich steigen. Über die weiter ungelöste Endlagerfrage des über hunderttausende Jahre gefährlichen Mülls wollen wir hier nicht sprechen. Deshalb ist also kein Wunder, wenn die SMR-Blase nun platzt. Die Frage ist nur, ob dies nun insgesamt auch die gesamte KI-Blase betrifft. Denn auch hier machen Firmen vor allem Verluste und es ist ebenfalls unklar, wie sie jemals Gewinne generieren sollen.

Ausstieg aus dem Atomausstieg in Spanien

 „Mit Hinterlist und Heimtücke“, habe die spanische Regierung mitten im Urlaubssommer die Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Almaraz verkündet, erklärt Juan López de Uralde. Der Koordinator der „Grünen Allianz“, die 2023 in der Linkskoalition „Sumar“ kandidierte, wirft der Regierung von Pedro Sánchez vor, ein zentrales Versprechen gebrochen zu haben: „Den Zeitplan für die Abschaltung der Atomkraftwerke nicht zu ändern.“

Mit der Abschaltung der beiden Reaktoren 2027 und 2028 sollte der Atomausstieg noch in dieser Legislaturperiode beginnen. 2035 sollte er abgeschlossen sein. Die Laufzeiten beider Meiler an der portugiesischen Grenze bis 2030 zu verlängern, wurde sogar ohne Debatte verkündet, es gab nicht einmal eine Pressekonferenz. Man habe davon beim Frühstück über die Veröffentlichung im Gesetzesblatt erfahren, bringt der ehemalige Parlamentarier López de Uralde den Unmut beim kleinen Koalitionspartner über die Sozialdemokraten (PSOE) auf den Punkt.

„Es ist ein Bruch des Koalitionsvertrags zwischen PSOE und Sumar“, erklärt Kultusminister und Sumar-Chef Ernest Urtasun. Die PSOE habe sich „dem Druck des Energieoligopols“ gebeugt. Es werde „ein falsches Signal“ gesendet, der „Ausbau erneuerbarer Energien gebremst“. Von einem „historischen Fehler“ spricht Greenpeace und sieht die Glaubwürdigkeit der Regierung zerstört. Eva Saldaña, Direktorin der Umweltorganisation für Spanien und Portugal meint, die Entscheidung diene nur „wirtschaftliche Interessen“ von Energiefirmen, habe aber nichts zu tun mit „Kriterien der technischen Sicherheit oder der Senkung der Stromrechnung“.

Dass Spanien 2025 fast 60 Prozent des Strombedarfs über Erneuerbare Energien (EE) gedeckt hat, sorgt hier für Strompreise, auf die das Atomstromland Frankreich neidisch über die Grenze schaut. Die Regierung meint aber, die „begrenzte und vorübergehende Verlängerung“ werde „die Belastung des Stromnetzes und der spanischen Verbraucher durch zuvor unvorhergesehene Preisspitzen, die von den internationalen Erdgasmärkten ausgehen, abmildern“. Damit spricht sie den Iran-Krieg an, dessen Ende weiter nicht in Sicht ist. Sie sprich von einer „außergewöhnlichen und unerwarteten internationale Energiesituation“. Am Ausstiegsplan bis 2035 und an der Energiewende solle aber nicht gerüttelt werden.

Das ist schon deshalb fraglich, da alle Regionalwahlen zuletzt gezeigt haben, dass PSOE und Sumar wegen gebrochener Wahlversprechen abstürzen. Für Sumar, die aus Regionalparlamenten geflogen ist, könnte es der Sargnagel sein, wenn sie auch diese einseitige PSOE-Entscheidung schluckt und weitere Wähler verprellt. PSOE und Sumar bilden ohnehin nur eine schwache Minderheitsregierung und vorgezogene Neuwahlen liegen in der Luft. Die Parlamentswahlen hatte schon die rechte PP gewonnen, die nun in immer mehr Regionen allein oder mit der ultrarechten VOX-Partei regiert. Beide sind gegen den Atomausstieg. Der Präzedenzfall Almaraz liefert ihnen neue Argumente, wie den Betreibern der übrigen Atommeiler.

Greenpeace sagt, dass Atomstrom das Netz verstopft und so billigeren Strom verhindere. Sie verweist auf eine Studie der Universität Rey Juan Carlos, wonach die Laufzeitverlängerung Haushalte und Unternehmen zusätzliche vier Milliarden Euro koste. Almaraz am Netz zu lassen, stelle auch geplante Investitionen im Umfang von 26 Milliarden Euro in EE und Speicher in Frage. Da oft viel Wind- und Photovoltaikstrom im Netz ist, sind Strompreise tagsüber bisweilen sogar negativ. Deshalb stehen längst Anlagen zum Verkauf oder neue in Frage, weil sich Investitionen nicht rechnen.

Das hat auch damit zu tun, dass der Netzausbau von der Regierung verschleppt wurde. Strom kann oft nicht dorthin transportiert werden, wo er gebraucht wird. Zudem fehlen Batteriespeicher, Pumpspeicher oder andere Speicherlösungen. Die fordern Experten wie Antonio Turiel seit langem, da sie zur Netzstabilisierung gerade wegen dem hohen Anteil von EE-Strom nötig sind. Atomkraftwerke sind wegen ihrer schlechten Regelbarkeit zur Netzstabilisierung kaum geeignet. Ausgerechnet Almaraz steht im Verdacht, einen Anteil am Blackout im Frühjahr 2025 gehabt zu haben. Turiel, Forscher am CSIC-Institut (Oberster Rat für wissenschaftliche Forschung) hält die Laufzeitverlängerung für einen „langfristigen Fehler“ und spricht von einer „gewissen Feigheit“, die „sehr schlecht enden könnte.“

Die Debatte um Laufzeitverlängerungen kam mit dem spanischen Blackout auf, der auch das Stromnetz in Portugal in den Abgrund zog. Beim Nachbarn ist man über die Entscheidung in Madrid aber nicht erfreut. Dort wird seit Jahren die Abschaltung von Almaraz wegen gefährlicher Probleme gefordert. Portugal ist EE-Spitzenreiter, dort decken die Erneuerbaren Energien schon 80 bis 90 Prozent des Strombedarfs.

Ralf Streck

Der Journalist und Übersetzer Ralf Streck wurde 1964 in Flörsheim am Main geboren. Er studierte Politikwissenschaft und Turkologie an der Universität in Frankfurt. Seine journalistische Laufbahn begann bei Radio Dreyeckland in Freiburg, wo er eine Fortbildung zum Fachjournalist für Umweltwirtschaft absolvierte. Er lebt seit mehr als 20 Jahren im Baskenland, ist spezialisiert auf linke Unabhängigkeitsbewegungen und berichtet für diverse Medien in Europa vor allem von der Iberischen Halbinsel.
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5 Kommentare

  1. Die Börsenbewegungen gehen hauptsächlich auf den Geldüberfluss zurück, der auf Seite der Investoren herrscht. Deshalb ist es leicht, mit interessanten Projekten einen Hype an der Aktienbörse zu erzeugen.

    Das alles ist nichts Neues, nur die Spekulationsobjekte sind neu, jetzt Mini-Reaktoren und KI, früher war es erst die Dot-Com-Blase, die geplatzt ist, und dann facebook, amazon und Tesla, wo die weltbekannten Milliardäre gemacht wurden. Doch immer ist (und manchmal bleibt) auch der Börsenwert stark überhöht, weil das Geld (US-Dollar) in Überfluss da ist und durch die Schuldenaufnahme noch immer mehr wird.

    Die konservative Reaktortechnik lehrt uns, dass es kleine Atomreaktoren, die wirtschaftlich arbeiten, nicht geben kann. Das interessiert aber weder Politiker noch Spekulanten noch das Militär. In Russland hat man kleine Reaktoren für die Schifffahrt und militärische Zwecke gebaut. Ob sie in unserem Sinne ökonomisch vertretbar sind, darf bezweifelt werden.

    Der Atomausstieg ist eine sehr vernünftige Sache, wird aber torpediert von denen, sich eine Einschränkung des Energieverbrauchs nicht vorstellen können, weil sie Geld in unbegrenzter Menge verfügbar haben und glauben mit immer mehr Geld alle Probleme lösen zu können. Die Finanzmacht ist halt unbegrenzt und expansiv. Die Natur auf diesem Planeten ist es nicht.
    Deshalb der Buchtitel: Unbegrenzt und Expansiv !!! https://kritlit.de/kob/unbexpa.htm

  2. Wohin soll denn die „gesamte Börsenblase“ platzen? Die Regierungen haben unendlich viel Geld gedruckt, das irgendwo hin muss.

    Man kann erwarten, dass einzelne Segmente wie KI oder auch Rüstung platzen, aber das Geld wird dann nicht aus dem Markt gehen, sondern neue Blasen bilden.

    Wer sinnvoll streut und langfristig investiert, dürfte da wenig Schmerzen haben.

    1. „Wer sinnvoll streut und langfristig investiert, dürfte da wenig Schmerzen haben.“

      Dafür müsste man aber erst einmal genügend Streumaterial besitzen

  3. „Fünf Jahre sind ins Land gegangen, ohne dass es nennenswerte Ergebnisse gegeben hätte. Weltweit sind bislang lediglich zwei kommerzielle SMR-Reaktoren in Betrieb, ein Atomkraftwerksschiff liefert in Russland seit 2020 Strom und 2023 ging in China ein erster Demonstrationsreaktor in Betrieb.“

    China und Russland bauen ein kommerzielles SMR – und bei uns gibt es an den Börsen eine SMR-Blase, aber keine Kraftwerke. Habe ich das so richtig verstanden?

    Das ist mal Finanzkapitalismus, wie man ihn liebt. Pyramidenspiele vom Feinsten, und bei KI läuft es genauso. Wir tauschen unser Geldwerte hin und her und glauben, dass wir alle reich werden.

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