
Doch wie können wir die 1 % davon überzeugen? Es ist inspirierend zu sehen, wie sich die Forscher des World Inequality Lab mit einer großartigen Vision globaler wirtschaftlicher Konvergenz direkt in die Postwachstumsdebatte einbringen. Wir können nur hoffen, dass dies eine friedliche Massenbewegung der Bürger anstoßt, um den unvermeidlichen Widerstand der Superreichen zu überwinden.
Auf der World Inequality Conference im Juni stellten der renommierte Ökonom Thomas Piketty und ein Team von 45 Forschern des World Inequality Lab den „Global Justice Report“ vor. Es handelt sich um einen äußerst beeindruckenden und überzeugenden Vorschlag, bis zum Ende des Jahrhunderts „Gleichheit und Wohlstand innerhalb der planetarischen Grenzen“ zu erreichen. Basierend auf einem vollständig quantifizierten Fahrplan, der aus einer umfassenden makroökonomischen Analyse abgeleitet wurde, legt der 135-seitige Bericht eine ehrgeizige Vision dar: den Aufbau einer globalen Wirtschaft, die den weltweiten Wohlstand teilt und ein hohes Maß an Wohlbefinden für alle erreicht, während gleichzeitig die Energiesysteme rasch dekarbonisiert werden, um die Emissionen innerhalb der relativ sicheren Grenzen von 1,8 °C zu halten.
Diese hoffnungsvolle Perspektive bietet ein willkommenes Gegenmittel für unsere Zeit, in der die Welt bereits unter dem Klimakollaps, geoökonomischen Konfrontationen und einer sich vergrößernden strukturellen wirtschaftlichen Kluft leidet.
Das Kernziel des Vorschlags besteht darin, bis zum Jahr 2100 eine vollständige Einkommenskonvergenz zwischen allen Ländern zu erreichen, wobei ein Zielwert von 5.000 € (etwa 5.700 $) pro Monat und Person im Mittelpunkt steht. Um dies zu erreichen, müsste der weltweite Vermögensanteil der unteren 50 % der Menschheit von 2 % auf 30 % steigen. Der Anteil der obersten 0,001 % würde hingegen von 6 % auf 0,05 % sinken – eine „eindrucksvolle Umverteilung“, wie es im Bericht heißt, die die Milliardärsklasse im Wesentlichen abschaffen würde.
Ein Global Justice Fund dient der Verwaltung dieser immensen Anstrengung zur internationalen wirtschaftlichen Umverteilung, finanziert durch eine globale Vermögenssteuer und eine Spitzensteuer, die auf das reichste 1 % der Weltbevölkerung erhoben wird. Ein Teil der erzielten Einnahmen würde in einen World Sovereign Fund fließen, der voraussichtlich Vermögenswerte in Höhe von 60 % des weltweiten BIP ansammeln und Steuereinnahmen als Hauptfinanzierungsquelle ablösen würde. Die Länderdividenden sollen gleichmäßig pro Kopf verteilt werden, wodurch ärmere Länder mehr Ressourcen erhalten als reichere und weitaus mehr Mittel als derzeit für Entwicklungshilfe bereitgestellt werden. Diese Mittel sind zudem an strenge Auflagen in Bezug auf Klimainvestitionen, Ungleichheitsziele sowie Ausgaben für Gesundheit und Bildung geknüpft.

Eine Vision der Suffizienz
Die wichtigste Neuerung des Berichts besteht darin, das Konzept der Genügsamkeit in den Mittelpunkt seiner Analyse zu stellen, wobei zu Recht argumentiert wird, dass wir das 2°C- CO₂-Budget nicht einhalten können, wenn die gesamte Weltbevölkerung einen Lebensstil der reichen Welt mit hohem privatem Konsum annimmt. Genügsamkeit, wie sie der Bericht definiert, erfordert daher mehr als eine Halbierung der durchschnittlichen Arbeitszeit auf 1.000 Stunden, was in etwa einer zweieinhalbtägigen Standardwoche entspricht.
Dies muss mit einer deutlichen Verlagerung von materiellen hin zu immateriellen Sektoren wie Gesundheit und Bildung einhergehen, was wiederum dazu beitragen würde, die Wirtschaft wieder stärker auf verbrauchsarme Aktivitäten auszurichten. Eine grundlegende Änderung der Ernährungsgewohnheiten und ein geringerer Fleischkonsum könnten zudem ein striktes Abholzungsverbot ermöglichen, wodurch Ackerland freigesetzt und gleichzeitig emissionsintensive landwirtschaftliche Praktiken zurückgefahren würden. Gleichzeitig muss die Suffizienz in Produktions- und Konsummustern mit einer raschen Dekarbonisierung des Energiesystems einhergehen, die vom Global Justice Fund vorangetrieben und ermöglicht wird.
All dies mag sich bisweilen wie eine Wunschliste von Nachhaltigkeitskonzepten und -maßnahmen lesen, für die sich Umweltdenker schon seit langem einsetzen. Doch die Arbeit des Global Justice Project ist weitaus umfassender als Pikettys Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, der bekanntlich anhand umfangreicher historischer und wirtschaftlicher Daten für eine progressive globale Vermögenssteuer plädierte. Bereits 2015 kritisierten wir von „Share the World’s Resources“ und andere das Buch dafür, dass es die ökologischen Wachstumsgrenzen und die planetarischen Grenzen nicht ernst nahm. Es ist daher inspirierend zu sehen, dass sich die Autoren des World Inequality Lab direkt in diese Debatte einbringen und die Rhetorik des „grünen Wachstums“ entschieden anprangern, die davon ausgeht, dass wir Umweltprobleme lösen können, indem wir den „Kuchen“ unbegrenzt vergrößern, ohne Ungleichheit abzubauen, weniger zu konsumieren oder Ressourcen global zu teilen.
Teilen des ökologischen Raums
In ihrem neuen Bericht wird dargelegt, dass Technologie allein nicht ausreicht, um eine rasche Dekarbonisierung zu erreichen. Sie erkennen an, dass es für eine weltweite Bewältigung des ökologischen Wandels im Rahmen eines strengen CO₂-Budgets notwendig sein wird, dass die heute reichsten Länder ihren Ressourcen- und Energiebedarf radikal reduzieren und dabei ein BIP-Wachstum nahe Null anstreben. Dies wird den ökologischen und CO₂-Raum schaffen, den ärmere Länder des Globalen Südens benötigen, um ihr Wirtschaftswachstum fortzusetzen, und ermöglicht so eine schnelle Energiewende bei gleichzeitiger Gewährleistung grundlegender öffentlicher Dienstleistungen und eines angemessenen Lebensstandards für alle Menschen.

Diese Sichtweise ist zwar kaum neu, doch der Bericht betont, dass ihr „Sustainable Convergence Scenario“ eine Form der „Klima-Gerechtigkeit“ beinhaltet, da die sehr Reichen – die in den letzten Jahrzehnten am meisten vom fossilen globalen Wirtschaftswachstum profitiert haben – die „Global Justice Platform“ in erster Linie finanzieren werden. Darüber hinaus steht der Vorschlag in gewisser Weise im Einklang mit dem Konzept der Klimagerechtigkeit und setzt das Prinzip der „gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortlichkeiten“ effektiv in quantitative Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels um.
Eine weitere Stärke des Berichts besteht darin, wie er makroökonomische und ökologische Prognosen direkt mit Fragen der internationalen institutionellen Reform verknüpft. Im Mittelpunkt steht dabei die Notwendigkeit einer umfassenden Reform und Demokratisierung des globalen Wirtschafts- und Währungssystems, einschließlich der Umgestaltung des Internationalen Währungsfonds in eine Zentralbank der Vereinten Nationen, die eine eigene Reservewährung ausgibt. Dies würde das exorbitante Privileg des US-Dollars und anderer wichtiger Währungen beseitigen, die Kredite zu wesentlich niedrigeren Zinssätzen aufnehmen können, und damit einer massiven umgekehrten Umverteilung von Wohlstand aus den Ländern des Globalen Südens in den Globalen Norden ein Ende setzen.
Alle anderen internationalen Institutionen würden strengen Regeln und gleichen Stimmrechten unterliegen, wodurch die Sonderprivilegien und Vetorechte dominanter Nationen weiter beseitigt würden. Eine neue internationale Ordnung würde die Reform der Regeln der Welthandelsorganisation und eine Neugestaltung der Streitbeilegungsmechanismen umfassen. Und die umfangreichen finanziellen Mittel, die dem Global Justice Fund zugewiesen würden, würden de facto eine umfassende Umstrukturierung des gesamten UN-Systems finanzieren und dessen zahlreiche Organisationen, den Schutz der Menschenrechte sowie das Völkerrecht stärken.

Von der Plutokratie zur Demokratie
Wie der Bericht bekräftigt, stehen diese Vorschläge zur Transformation der globalen Governance von einer „Plutokratie zur Demokratie“ in engem Zusammenhang mit vielen anderen bestehenden Rahmenwerken und Initiativen. So betont beispielsweise die Bridgetown-Initiative aus dem Jahr 2022 ebenfalls die ergänzende Rolle einer globalen Vermögenssteuer und einer internationalen Währungsreform. Der Prozess der UN-Steuerkonvention konzentriert sich zudem auf die Demokratisierung des internationalen Steuersystems und die Eindämmung illegaler Finanzströme, während die von Brasilien und Südafrika angeführten G20-Initiativen sich ebenfalls für globale Vermögenssteuern einsetzen, um Klimamaßnahmen und die Energiewende zu finanzieren.
Es gibt zahlreiche weitere Netzwerke und Organisationen, die ähnliche Steuer- und Governance-Reformen anstreben, wie beispielsweise die Arbeit der Progressive International mit ihrem Program of Action on the Construction of a New International Economic Order. Die Stiglitz-Kommission von 2010 und die Brandt-Kommission von 1980 werden im Global Justice Report gerne als ergänzende Diskussionen zur Reform des internationalen Währungs- und Reservesystems angeführt.
Vor allem erwähnen die Autoren des Berichts zu Recht den „Fahrplan zur Beseitigung der Armut jenseits des Wachstums“ – ein Großprojekt, das vom ehemaligen UN-Sonderberichterstatter für extreme Armut und Menschenrechte, Olivier De Schutter, koordiniert wird und ein umfassendes Instrumentarium für den Aufbau einer Weltwirtschaft vorschlägt, in deren Mittelpunkt Menschenrechte und ökologische Gerechtigkeit stehen. Thomas Piketty und viele andere prominente Ökonomen haben diesen Plan unterzeichnet, der zu den umfassendsten politischen Dokumenten der letzten Jahre zählt und definiert, wie man „gut innerhalb der planetarischen Grenzen leben“ kann – durch verstärkte Süd-Süd-Zusammenarbeit, reparative Klimafinanzierung und die Unterstützung universeller sozialer Mindeststandards.
De Schutters wegweisender Vorschlag für einen Globalen Fonds für soziale Sicherung ist wohl eine weniger utopische Perspektive, um chronische Finanzierungslücken in Ländern mit niedrigem Einkommen zu schließen, indem auf bestehenden Strukturen wie der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen aufgebaut und nach unmittelbar realisierbaren Quellen internationaler Finanzierung gesucht wird.
Die entscheidende Frage ist wie immer, wie die politischen Voraussetzungen entstehen werden, um diese Maßnahmen als Alternative zu der rechtsextremen, techno-autoritären Vision umzusetzen, für die sich reaktionäre politische Eliten und ihre milliardenschweren Unterstützer einsetzen. Es ist sicherlich richtig, wie Piketty und sein Team in einem Gastbeitrag für den „Guardian“ schreiben, dass nicht technische Unmöglichkeit im Weg steht, sondern vielmehr „das Fehlen einer gemeinsamen Vision von sozialem Fortschritt, die zugleich konkret und radikal ist“. Und sowohl Pikettys als auch De Schutters Fahrpläne machen deutlich, dass gewaltige Kräfte sich jedem sozioökonomischen Wandel hin zu einer globalen nachhaltigen Konvergenz widersetzen werden, wobei der heftigste Widerstand von den Superreichen ausgehen wird.
Beide Berichte skizzieren zudem kurz die Notwendigkeit, eine Gegenmacht von der Basis aus aufzubauen, und unterstützen ausdrücklich kollektives Handeln von progressiven politischen Parteien, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Der „Global Justice Report“ versieht seine Schlussfolgerung sogar mit dem Untertitel: „Eine globale Bürgerbewegung für soziale Gerechtigkeit“ – und er bringt seine Analyse bescheiden in die breitere kollektive Mobilisierung ein, die sich auf weltweiter Ebene bereits (wenn auch nur allzu langsam) voranschreitet. Welche Einschränkungen und Mängel diese Berichte auch immer enthalten mögen – wir können nur hoffen, dass sie jene massive Welle der Unterstützung durch die Bevölkerung anstoßen, die dringend benötigt wird, um die endlichen Ressourcen der Welt gerecht zu verteilen, bevor es zu spät ist.
Der Artikel erschien im englischen Original in Common Dreams wurde unter der Lizenz CC BY-NC-ND-3.0 veröffentlicht. Übersetzung mit der Hilfe von DeepL.



Es gibt keinen Klimawandel nur Geoengineering und der ist dann auch Menschengemacht.
Alles dummes Gewäsch, denn Piketty ist nichts weiter als ein Libertärer.
1. Dann fragen wir doch den „Adel“ einmal, warum die Alpengletscher in den letzten 100 (in Worten: einhundert) Jahren um rund ein Drittel abgeschmolzen sind oder will der „Adel“ das bestreiten und leugnen? Wir reden hier von 100 Jahren und nicht von den letzten 1.000 oder 10.000 oder 100.000 Jahren.
Ich bin in einem deutschen Mittelgebirge aufgewachsen. Dann fragen wir den Adel doch mal, warum es in meiner Schulzeit und das ist noch keine 100 Jahre her (so alt bin ich noch nicht), im Winter immer mindestens einen halben Meter geschneit hat und zwar von Anfang/Mitte November und der Schnee dann bis Ende März oder manchmal sogar bis Anfang April liegen geblieben ist? In der Straße meines Elternhauses wurde von November bis März immer ein Schild aufgestellt mit „Einbahnstraße“, weil der Schneepflug (das ist dieses Fahrzeug mit Blinki-Blinki, das den Schnee im Winter auf der Straße zur Seite räumt), nur eine Fahrspur frei geräumt hat.
Euer Hochwohlgeboren müssen nämnlich wissen, dass ich immer mit dem Fahrrad aka „Radl“ zur Schule gefahren bin und wenn es im Winter morgens zu viel geschneit hatte, dass konnte man nicht mit dem Rad fahren, dann musste ich immer zu Fuß laufen und das mochte ich überhaupt nicht, denn Laufen war noch nie mein Ding. Wir hatten nämlich in unserer Familie nur ein Automobil und mit diesen Automobil ist der Papa schon früh zwischen sechs und sieben Uhr zur Arbeit gefahren und einen (Schul-)Bus, mit dem man hätte fahren können, gab es da nicht.
In 10 Jahren gab es einmal am 24. Dezember keinen Schnee, das nannten meine Eltern dann „grüne Weihnachten“. Im Winter sind wir Schulkinder nach der Schule mit dem Schlitten den Berg hinunter gefahren, man nannte das „rodeln“. Aber das funkioniert nicht, wenn es auf der Wiese nur einen Zentimeter Schnee hat.
In den letzten 20 Jahren war das genau umgekehrt. Da gab es einmal in 10 Jahren am 24. Dezember mehr als einen oder zwei Zentimeter Schnee. Mit Rodeln oder Skifahren war da nix. Im Winter wurde von der Gemeindeverwaltung auch kein Schild mehr aufgestellt mit „Einbahnstraße“. Das hat auch nichts mit Statistik zu tun, das nennt man EMPIRISCHE ERFAHRUNG. Was sagt der „Adel“ dazu? Zufall, statistische Ausreißer oder Koinzidenz?
2. Wenn Piketty ein „Libertärer“ ist, was bitte sind dann Milton Friedman, August von Hayek, Ron Paul und Javier Milei? Etwa Kommunisten?
Hauser: Noch Fragen Kienzle?
Kienzle: Ja Hauser. Kann es sein , dass der „Adel“ etwa in falsche Kutsche eingestiegen ist?
Warum nur?
Warum tauchen denn überall unter dem schmelzenden Eis Spuren von Menschlichen Handel und Wandel aus der Vergangenheit auf?
Mainstream-Quelle dazu: https://www.swissinfo.ch/ger/alpengipfel-waren-vor-6000-jahren-bis-hoch-hinauf-eisfrei/46231498
Und erst DANACH sind dann die tollen Gletscher entstanden, denen man heute wieder lautstark nachweint.
@Bernie: Und was wollen Sie uns mit dieser Epoche von vor 6000 Jahren belegen?
Das übliche „War schon immer so“-Gewäsch der Klimawandelleugner-Sekte?
Abgesehen davon, dass sich die Welt seit dem, was die Menschheit betrifft, a bisserl geändert hat.
@Bernie+RAGGARE: Na dann ist es ja kein Problem, wenn die Alpengletscher immer schneller abschmelzen und in ein paar Jahren abgeschmolzen sind und kein Eis mehr da ist, das schmelzen kann oder vielleicht doch?
Remember Monsieur Ember: Mehrere hundert alpine Fließgewässer werden von Gletschern gespeist. Nicht wenige größere Alpenflüsse bekommen den überwiegenden Teil ihres Wassers aus schmelzenden Gletschern und das vor allem im Sommer. Ist aber kein Problem, wenn das Gletschereis weg ist ganz abgesehen und dann kein Wasser mehr in die Flüsse fließt. Dann senken wir eben den Grundwasserspiegel noch weiter ab. Auch das ist kein Problem.
2. Wenn man unter den schmelzenden Gletschern „Spuren von Menschlichen Handel und Wandel aus der Vergangenheit auf gefunden werden, dann heißt das, dass es dort im Jahresdurchschnitt 35 Grad Celsius hatte oder vielleicht sogar 40 oder 20 oder 10 Grad Celsius? Oder wie warm war es dann dort bevor das Eis kam? Es macht schon einen Unterschied, ob es VORHER im Jahresdurchschnitt 10 oder 15 oder 25 oder 35 Grad Celsius hatte oder etwa nicht? Nein?
Bekanntlich ist unser abartiger Lebensstil ja zu einer Frage von Leben und Tod geworden. Für wie viele Lebensformen nun diese Frage bereits eindeutig und unwiderruflich mit „Tod“ zu beantworten ist, und das eindeutig als – hier nicht mal mitgedachte, zusätzliche – Nebenwirkung des Schaltens und Waltens der Spezies homo sapiens sapiens, dazu findet sich auf Wikipedia unter dem Stichwort „Artensterben“ ein zwar nicht sehr genauer, aber nichtsdestotrotz höchst eindrücklicher Hinweis:
„Neueste Erhebungen gehen davon aus, dass die derzeitige Aussterberate von 3 bis 130 Arten pro Tag um den Faktor 100 bis 1000 über dem natürlichen Wert liegt“.
Welche einzeln identifizierbaren Exemplare unserer Spezies für diese deprimierende Bilanz verantwortlich zu machen sind, darüber lässt sich natürlich von sog. Libertären und Adligen etc. etc. trefflich streiten. Bloss: für die 100 bis 1000 Male zu vielen hinweg gerafften Arten pro Tag macht das ja wohl keinen Unterschied mehr, ja mehr noch: selbst für den streitlustigen homo sapiens sapiens ist es letztlich nach allen Regeln der Logik ebenfalls nicht einmal mehr eine Frage von Leben oder Tod, sondern nur noch eine der Zeit, wann die Antwort auch hier definitiv „lethal“ lautet. (…bloss ist dann wohl niemand mehr da, der die Frage überhaupt stellt…)
Hinzu kommt noch der – hier ebenfalls nicht mitgedachte, aktuell aber schwer eskalierende – Faktor des kriegerischen Treibens dieser unserer Spezies, in der Bibel auch „Krone der Schöpfung“ genannt: Um welchen Faktor hierdurch die Spanne bis zu ihrer Selbstauslöschung nochmals minimiert wird und wer genau nun daran schuld ist – auch darüber lässt sich wieder trefflich streiten…
Also frisch auf, ihr Kommentatoren!
Wenn ich mir die Ideen dieses Herrn Piketty so durchlese, dann komme ich zu dem Schluss, das die neokoloniale Ausbeutung der Welt durch den Westens( „Goldene Milliarde“) unbedingt weiter gehen soll. Warum sollen die 7,5 Milliarden Menschen, die bisher für den Wohlstand der „Goldenen Milliarde“, bzw. deren 1% Oberschicht geblutet haben, auch weiterhin deren Wohlstand mitfinanzieren?
Und wer verwaltet eigentlich „uneigennützlich“ diese „Wohlstandsfonds?
Möglicherweise ist die Idee des Herrn Piketty gut gemeint. Aber die Realisierung wird sicher scheitern…
Die herrschende Klasse hat einvernehmlich nicht das geringste Interesse den Welthunger zu beenden.
Ich sage es mal mit dem Spruch von JFK: “ Die, die friedliche Revolutionen verhindern, machen blutige Revolutionen unvermeidlich“
Die Chancen für die Realisierung des Konzepts sind bei Lichte betrachtet sicherlich gering. Die Gier der oberen 0,001 Prozent ist maßlos und welche Regierung, welche Politiker sollten die „Superreichen“ davon abhalten, immer noch reicher und reicher zu werden bis das System kollabiert und das wird passieren. Die Frage ist nicht, OB es passieren wird, sondern nur WANN es passieren wird.
Was Ihnen vorschwebt, das ist offenkundig eine zentralistische Wirtschaft mit einer globalen Planwirtschaft oder interpretiere ich das falsch? Die Chancen für eine „Weltrevolution“ sind aber sicherlich = Null Komma Null.
Da sind die „Chancen“ oder treffender formuliert: die Risiken für einen globalen oder zumindest einen kontinentalen Krieg erheblich größer.
Der verstorbene britische Physiker Stephen Hawking war sicherlich kein dummer Mensch. In einem Dokumentarfilm von 2018 sprach er davon: „There is no escaping it. We are running out of space, and the only places to go to are other worlds.“ In einem Interview mit der BBC: „Although the chance of a disaster to planet Earth in a given year may be quite low, it adds up over time and becomes a near.“
Zum „nicht dummen Menschen“ Stephen Hawkins und seinem „We are running out of space, and the only places to go to are other worlds“:
Bisher ist es dem „menschlichen“ Fortschritt in äusserst kurzer Zeit – sagen wir mal: seit 1700, und das ist nicht mal ein Augenzwinkern innerhalb der Zeitspanne, in der sich das Leben insgesamt hier auf Erden entwickelt hat – wunderbar gelungen, diesen einzigen uns bekannten Himmelskörper mit LEBENSFREUNDLICHEN Bedingungen zu einem womöglich nicht mehr allzu lange bewohnbaren zu machen, mit anderen Worten: ihn – so wird befürchtet – zu ZERSTÖREN. Welchen revolutionären Wandel zum DAUERHAFT AUFBAUENDEN hin müsste dieser Fortschritt und damit der Mensch insgesamt durchmachen, welche Richtungsänderung um 180 Grad müssten wir schaffen und dies mit was für einer ungeheuren Schubkraft, wenn es uns nun innerhalb der verbleibenden, noch viel kürzeren Zeit* gelingen soll, auf einem beliebigen Himmelkörper mit bekanntermassen LAUTER LEBENSFEINDLICHEN Bedingungen irgendwo im All Leben möglich und erträglich, ja: gar bekömmlich zu machen?!?!? (*We’re not only running out of space, dear Mr. Hawkins, but not less of time…)
Wer derlei ernsthaft andenkt, mag noch so sehr ein mathematisches, physikalisches etc. Genie sein – er denkt dennoch unterhalb des Vernunft-Niveaus eines jeden durchschnittlichen Kindergartenschülers, der sein Leben einfach hier und jetzt geniessen will. Aber genau dieser wissenschafts-positivistische Wahn hat seit – sagen wir mal: 1700 unseren kleinen, heimischen Himmelkörper unerbittlich im Griff, und er nennt sich stolz: europäische Aufklärung.
(…und hinzu kommen noch all die andern alten, anscheinend ebenfalls unausrottbaren Impulse, die für diese technologie-gläubige Herrenmenschen-Zivilisation konstitutiv zu sein scheinen: die messianischen, missionarischen, imperialistischen, kolonialistischen, genozidalen etc. etc., die ja gerade wieder mal fröhlichste Urständ feiern…)
Nein, da ist mir Piketty’s Ansatz schon sympathischer, er mag noch so utopisch oder hilflos scheinen – immerhin denkt er nicht in den Dimensionen der Hybris, sondern in schlicht menschlichen. Denn was schon die Alten wussten, ist noch immer nicht widerlegt und muss nicht neu erfunden werden: Hienieden ist’s den Menschen beschieden, Bescheidenheit zu üben.
SCHON WIEDER IST EINER MEINER KOMMENTARE IM NIRWANA VER –
SCHWUNDEN.
ES SIEHT AUS, DASS DAS PROGRAMM AUF BESTIMMTE WÖRTER ABGERICH-TET IST, OHNE AUCH NUR DEN SINN ZU VERSTEHEN. ZUM ABGEWÖHNEN !
Weniger idealistisch, mehr materialistisch
Marx, Ökomarxismus und Postwachstumstheorie, pdf., Uni Tübingen
https://ub13.uni-tuebingen.de/ojs/index.php/eug/article/download/1-2018-art-7/553
Das ökosozialistische Manifest, deutsch
https://fourth.international/de/congres-mondiaux/874/699
Ökoanarchismus, Texte von John Zerzan
https://theanarchistlibrary.org/category/author/john-zerzan
Wie soll das denn gehen, haben doch die mächtigsten Milliardäre den mächtigsten Staat, die USA, für sich eingespannt. Da müsste also zuerst der US-Imperialismus entmachtet werden, was sich weder die USA noch deren Milliardäre gefallen lassen dürften.
Die Vorschläge der Autoren „von einer Plutokratie zur Demokratie“ hören sich ja gut an, nur mangelt es an der praktischen Realisierbarkeit. Die entscheidende Frage ist doch, wie schafft man es den Milliardären etwas wegzunehmen, wo sie doch die Weltmacht Nr. 1 hinter sich zu stehen haben. Für Chinesen und Russen dürfte es kein Problem sein ihre Milliardäre zu entmachten, aber für westliche Demokratien kann ich mir das nicht vorstellen, die sind doch in Wirklichkeit Plutokratien.
Ich möchte darauf hinweisen, daß bei 2 Prozent Inflation die 60.000 Dollar im Jahr 2100 ca 14.000 Dollar von heute wert sein werden. Das ist weniger als der aktuelle Mindestlohn und weniger als unser pfändungsgeschütztes Existenzminimum (aktuell 1308 Euro). Klar, das wird Piketty so nicht gemeint haben, aber andere werden das so interpretieren und die Idee entsprechend von oben so gut finden, wie ein an drastische Bedingungen geknüpftes, „bedingungsloses“ Grundeinkommen.
Aha, der „Sozialstaat.“ War ja gerade eben ein paar Artikel zuvor. Jetzt eben global, über Steuern auf die Beute. Den Raub nicht unterbinden aber bitte ein Teil der Beute als Almosen zur Perpetuierung. Jean Ziegler hat doch gesagt, es geht nicht darum den Menschen der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen.
Egal, ein weitrer Wolf im Schafspelz. Auf jeden Fall ist bei den vorgeschobenen SDG’s, neben Klima, auch immer „die Gesundheit“ dabei, gerne auch als Kombo. Und wie ereicht man das? Eben, mehr Pharmaka:
Pope Francis: A Humble Advocate for Sharing the World’s Resources
Again and again, Pope Francis railed against our collective indifference to widespread suffering and urged humanity, especially world leaders, to do better. It’s not too late to heed his call.
By Adam Parsons
Apr 23, 2025
(…)
During the coronavirus pandemic, Francis also set out the challenge for rich nations to cooperate and distribute the vaccine freely to the world, rather than hoarding resources and treating one’s own nation first. The 2020 encyclical titled Fratelli tutti—’Brother’s all’—made clear that Covid-19 was exposing existing inequalities, and fraternity on a state level requires richer countries to help poorer ones if we are to give meaning to the equality of human rights. Clearly, the world failed to heed Pope Francis’ plea to ensure recovery from the crisis tackled poverty, inequality and the climate emergency by ‘sharing resources in a just and respectable manner’.
https://www.commondreams.org/opinion/pope-francis-on-inequality
Was gibt’s noch von dem Verein? Pfizer ist böse. Nicht wegen dem Dreck den sie in die Leute pressen, sondern weil zu teuer:
‚Daylight Robbery‘: Pfizer Condemned for Hiking US Covid Vaccine Price by 10,000% Above Cost
“While health workers and the vulnerable continue to go unvaccinated in developing countries, Pfizer is shamelessly fleecing the public for ever-greater sums of money,” said one campaigner.
By Jake Johnson
Oct 21, 2022
https://www.commondreams.org/news/2022/10/21/daylight-robbery-pfizer-condemned-hiking-us-covid-vaccine-price-10000-above-cost
Und echt jetzt, Parteien, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen(neudeutsch NGOs)? Ein Jammer.
Für diese Utopie müsste man das Eigentum abschaffen und die Produktionsmittel zum Gemeingut machen und das auch noch weltweit. Das aber werden sich dibitet für den Süden mit?eden ar Eigentümer nicht einfach gefallen lassen, die durchaus in der Lage sind zum Schutz ihres Vermögens eine Privatarmee zu finanzieren.
Zudem sind diese Prosuktionsmittel völlig ungleich auf dem Planeten verteilt. Genau deshalb ist der reiche Norden besser gestellt als der arme Süden. Will man dann Produktionsmittel aus dem Norden in den Süden schaffen, damit man die Arbeit gleichmäßiger verteilt, oder wird der Süden vom Arbeiten verschont und der Norden arbeitet für den Süden mit?
Überhaupt muss ja jemand die Produktion planen, organisieren und ausführen lassen. Wenn man die dafür erforderlichen Unternehmen wegdenkt, wer macht das dann und wie wird man dazu motiviert diese Leistung zu erbringen, wenn doch jedermann das gleiche Einkommen zusteht?
Zugleich müsste man auch jegliche Krimminalität beseitigen, sonst kommen eifrige Diebe , um sich am Volkseigentum gütlich zu tun – und bei dem natürlichen, menschlichen Streben nach mehr als der Nachbar hat, blüht auch der Schwarzhandel.
Ja, ja, schon klar, mit der demokratisch vereinbarten absoluten Bürgerüberwachung und der allumfassenden Kontrolle digitalen Geldes, würde das auffallen und somit eingehegt. Nur Tauschhandel würde weiter gut funktionieren. Was da aber eher als Zukunftsmodell passt, ist eine ansolute Überwachung der Masse an Arbeits- und Lohnabhängigen von den sehr wenigen Machtbesitzern und Vermögensinhabern.
Völlig egal, wie denn die Zukunft wirklich ausfällt, stellt sich die Frage: Wer kontrolliert die Kontrolleure?
Jo, jo. Mit der weltweit einheitlichen Besteuerung der Milliardäre bin ich einverstanden.
Wie Demokratie aussieht und wie das Geld dann ausgegeben wird, darüber müssten wir allerdings noch alle ein Wörtchen mit reden. Der UN gebührt nicht unser Vertrauen. Die Herrschaft der irren US-Tech Milliardäre gegen eine Weltregierung einer faschistischen-UN einzutauschen deren WHO uns gestern noch alle Zwangsimpfen wolle, kommt jedenfalls nicht in Frage.
Dann schon lieber eine richtige Revolution nach Volkes Sitte, Basisdemokratisch.
Solange Theorien entwickelt werden, die auf die Verteilung abzielen, werden sie nur eine weitere Illusion hervorbringen.
Die Verteilung aktuell ins Visier zu nehmen ist nicht von vorn herein falsch, aber sie als Therapie für die Ungleichheit anzubieten schon. Die Veränderung von Verteilung kann ein Schritt sein, günstige Verhältnisse in der Warenproduktionsweise zu schaffen, um einer bedürfnisgeleiteten Produktionsweise Raum und Zeit zu geben.
Ohne die Zielrichtung Produktionsverhältnisse, Wert & Kategorien, werden die Vorhaben der guten Leute wieder nur Wünsche bleiben, so wie auch schon mit der „grünen“ Idee geschehen. Die ist ja gar nicht so „grün“ (=neu), sondern schon ganz schön angegraut, und hat schon ein Vorleben in der Blut-und-Boden-Ideologie.
Sehen wir das doch einmal nüchtern und sachlich. Der reichste Mann auf dem Planeten Erde, der Mann mit dem Frau Weidel von der blauen AfD gerne Smalltalk macht mit dem Namen Elon Musk, verfügt derzeit (Stand 07/2026) über ein Vermögen von 900 Milliarden US-Dollar. Andere schätzen sein Vermögen inzwischen auf eine BILLION US-Dollar. Das schwankt sicherlich täglich um 200 oder 219 oder auch 346,3 Milliarden US-Dollar. Für alle, die es nicht so mit den Zahlen haben:
1 Million = 1.000.000
1 Milliarde = eintausend Millionen
1 Billion = eine Million Millionen
Vielen fehlt offenkundig auch die Vorstellungskraft, was eine Billion ist. Wenn man eine Wohnung mit 250.000 US-Dollar als Vergleichsbasis nehmen würde, dann könnte man damit 4 Millionen Wohnungen bauen bzw. finanzieren. Das entspricht ungefähr der gesamten Einwohnerzahl von Berlin oder Hamburg + München.
Aber das reicht dem superreichen Elon immer noch nicht, der superreiche Elon will immer noch mehr und viele Politiker, Journalisten und Ökonomen nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland und weltweit sind begeistert davon.👏🤩 Herr Piketty gehört offenkundig nicht dazu.
Das Problem besteht aber nicht in der Analyse oder der Umsetzung von Konzepten, die sowohl national als auch global sozialer und auch gut für das Klima wären. Das ist ein Erkenntnisproblem der medialen und wissenschaftlichen Hofschranzen, der politischen Stiefel-/Speichellecker, der regierenden Lakaien und staatlichen Erfüllungsgehilfen.
Wer Warnungen ignoriert und den Irrtum verehrt,
merkt oft zu spät, was die Zukunft beschert.
Die Augen verschlossen, die Warnungen verhallt,
der Zug fährt zum Abgrund, der Aufprall kommt bald.
Kienzle: Noch Fragen Hauser?
Hauser: Wie war die Sauna gestern?
Kienzle: Die Sauna stärkt den 💪 und beflügelt den 🧠.
Was mir immer wieder ein Rätsel ist: Wie und warum Materialisten immer auf „Geld“ zurückkommen, wo es um reale Teilhabe an realen Gütern geht. MUSS das sein? Was BRAUCHT der Mensch? Hat schon mal ein zeitweise in Skandinavien lebender deutscher Dichter treffend gefragt.
Abhängig von der körperlichen Anstrengung inkl. des Gehirns ein gewisses Maß an verwertbaren Kalorien aus seiner Umgebung. Lachse werden nicht weniger, weil damit Gewinne in Geld gemacht werden, sondern weil sich bestimmte Kasten weltweit herausnehmen, Dinge zu essen, die bei ihnen nicht so recht wachsen, weil das angeblich gesünder ist. Menschen brauchen wie alles die Nachkommen säugende Getier GENUG Wasser, Eiweiß, Zucker und Mineralien und die Fähigkeit zu deren Haltbarmachung durch Backen, Gären, Salzen, Zuckern … . Sonst nix.
Ausbeuter der ganzen Erde sind alle, die sich gegenwärtig nicht an dem orientieren, was in ihrem Raum wächst, sondern lieber fremde Weltgegenden zu touristischen Exzessen missbrauchen. Sie kommen einfach mit dem nicht aus, was zuhause wächst, blüht und gedeiht, als Kleidung und Baumaterial zur Verfügung steht oder die Sinne erfreut. Ordentlich gefertigte Woll- oder Lederjacken und eine ganze Reihe von Farbstoffen braucht kein Mitteleuropäer zu recyceln. Unter Anwendung geeigneter Reparaturtechniken halten sie Jahrzehnte und können danach problemlos als Düngemittel vergraben werden. Auch allerhand Gewürz- und Heilkräuter wachsen bei uns. Man muss sie nur kennen. Ein Umweg über BASF und Treibstoffe ist nicht nötig.
Denjenigen, die das nicht wissen, helfen auch geistige Güter nicht, die als Oblaten oder Wissenschaft ausgegeben werden.
„Was mir immer wieder ein Rätsel ist: Wie und warum Materialisten immer auf „Geld“ zurückkommen, wo es um reale Teilhabe an realen Gütern geht.“
Es ist der Materialismus ( Die Materie geht dem Geist voraus ) als philosophischer
Gegenpol zum Idealismus ( Jeder Mist funktioniert, wenn nur alle daran glauben und mitmachen ) gemeint. Materialismus und Idealismus sind die beiden Grund-/
Hauptströmungen der Philosophie.
Im Dunstkreis von Marx und Engels geht
es um den „historischen Materialismus“.
Der „historische Materialismus“ dürfte den Skeptiker nicht interessieren, denn der hat nur sein individuelles Idyll im Kopf.
Jedenfalls ist nicht der Materialismus im
umgangsprachlichen Gebrauch gemeint.
Nicht der Hedonist, Statuskonsument, Konsumidiot ist gemeint, der glaubt, der Nachbar beneide ihn um sein neues Auto,
tatsächlich dem Nachbarn aber knapp am Arsch vorbeigeht, weil auch sein Kfz.-Brief
bist zur letzten Rate bei der Bank liegt.
Danke für die Präzisierung. Mir lag daran, darauf hinzuweisen, dass es materialistische Weltbetrachtung schon vor den beiden Verfassern der 40+ x blauen Bände gegeben hat. Dass der historische Materialismus durch Einheitlichkeit in Art und Richtung der Argumentation glänzt, ist – aus meiner Sicht – ein unter „Marxisten“ weit verbreiteter Irrtum.
„Nüchtern und sachlich“ fehlt für
„1 Million = 1.000.000
1 Milliarde = eintausend Millionen
1 Billion = eine Million Millionen“
(also 1.000.000.000.000)
wohl nicht nur „vielen“, sondern schlicht allen „offenkundig die Vorstellungskraft“. Und kommt da nicht noch hinzu, dass Herrn Musks & cons.’s Billionen schon rein technisch gar nicht umverteilbar sind, weil sie sich nämlich gar nicht in liquides Geld umwandeln lassen? Denn: handelt sich da um etwas anderes als um rein digitale Notierungen im tausendfach abgesicherten und abgehobenen Banken- und Börsenorkus, gechippte Reihen von Nullen und Einsen auf irgendwelchen Hochfinanz-Festplatten und -Clouds? Oder liessen sich daraus tatsächlich Geldscheine drucken, wie ein Normalsterblicher sie aus dem Bankomat tippt und dann an der Super- oder sonstigen Marktkasse als Gegenwert für irgendeine Ware oder einen Dienst weitergibt? Dieser unfassbare Reichtum, aus dem Nichts geschöpft und ins Nichts notiert, als lauter reale Dollar-Scheine vorgestellt – ergäbe das nicht einen Papierhaufen, unter dem die Menschheit keinen Atemzug mehr tun könnte? (…also jetzt nicht symbolisch gemeint, sondern im ganz und gar physischen Sinne…)
Dieser Reichtum mag zwar unsere Welt beherrschen – er ist dennoch nur ein Gottglaube wie jeder andere auch. Im Grunde ein Aberglaube: furchtbar dumm, aber – leider – auch furchtbar wirkmächtig.
Erstaunlich, wie wenig Bereitschaft bei den Kommentatoren hier besteht, eine neue, fundierte, Vision für linke Politik der Zukunft zu akzeptieren. Natürlich ist es schwer, ein Ideal zu verwirklichen, aber besser man hat eins, als dass man sich einfach von Christ- und Sozialdemokraten in die Zukunft hinein schaukeln lässt, mit einem Feindbild von vor 85 Jahren (1941 deutscher Überfall auf die SU).
Wenn einer die ur-ur-großväterlichen Ideen des Patriarchen Karl Marx nachbetet, dann genügt die Floskel, dazu müssen wir nur erst mal den Kapitalismus abschaffen. Wenn Thomas Piketty aber, der sehr viel von Statistiken auf der ganzen Welt versteht, ein konkretes Modell entwirft, will niemand mitgehen. Piketty ist der führende linke Denker unserer Zeit. Wir brauchen eine Vision und dann muss man die Politik danach ausrichten.
Der Hebel sind Steuern, welche die Umverteilung nach oben umkehren. Dazu habe ich, genau wie Piketty, konkrete Vorschläge, nicht die gleichen, aber mit gleicher Tendenz. Transaktionssteuer, höhere Steuern auf Finanzgewinne und statt Vermögenssteuer eine Beteiligung des Staates an Erbschaften, weil das leichter zu realisieren ist. Und weil ich Thomas Piketty favorisiere, hat der Umschlag meines neuen Buches genau so einen farbigen Rahmen wie die Bücher von Thomas Piketty im C.H.-Beck-Verlag. Das ist einfach, aber deutlich.
https://kritlit.de/kob/unbexpa.htm
Es ist mir eher erstaunlich, dass jemand, der in Gesellschaftswissenschaften unterwegs ist, so über Marx redet. Tja, der „alte Marx“.
Welch einfach herrliches Argument, dass ich von vielen, die Marx zu kennen vorgeben, immer wieder bringen, aber damit auch belegen, ihn gar nicht zu kennen.
Heraus kommt dann zumeist eine recht oberflächliche Gesellschaftsanalyse.
Mal in das Vorwort von Rolf Hecker und Ingo Stüzle zu ihrer Ausgabe Das Kapital 1.1-1.5, den des Bandes Wertformanalyse 1.5, schauen. Vielleicht fällt dann auf, was zum Verständnis des Werkes in gesamter Tätigkeit glatt übersehen wurde.
Was nicht gerade für die Linken spricht, zumindest wenn ich den Artikel zum Maßstab nehme. Das Umstürzen aller Systeme und Verhältnisse (obwohl man nur sehr wenig davon versteht), ist offensichtlich genauso eine Konstante bei linker Weltverbesserung, wie autoritäre weltweite Führung (allein das wäre ein gelebter Alptraum) und die fortgesetzte Missachtung der Tatsache, dass Menschen und Kulturen eben nicht gleich sind (und wahrscheinlich/hoffentlich niemals gleich sein werden).
Ich hoffe nur, dass besagte Milliardäre nicht massenweise darauf reinfallen, denn die haben tatsächlich das Potential, uns richtig derbe Probleme zu bereiten, der Schaden, den ein Soros oder Gates schon angerichtet haben, passt auf keine Kuhhaut mehr und besonders komplexe realistische Denker scheinen die nicht zu sein…
Apropro, die google-KI meint:
„George Soros ist der Gründer des Institute for New Economic Thinking (INET). Diese Non-Profit-Organisation hat in der Vergangenheit einen Teil von Thomas Pikettys Forschungsarbeiten zur Vermögensverteilung finanziell gefördert.“
(Quelle ist ein time-Artikel, den ich nicht verlinke, sonst lande ich wieder in der Moderation)
Na Prosit! Was kann da schon schiefgehen?
@Rob Kenius
Welcher Bürgerin und welche Bürger, der das mit dem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ Deutschland, wie es im Artikel 20 Grundgesetz heißt, tatsächlich Ernst nimmt, will Ihnen da widersprechen mit Ausnahme der
– aktuellen deutschen Bundesregierung,
– der Mehrheit der Deutschen Bundestages,
– der Bayerischen Staatsregierung,
– der Landesregierung von Rheinland-Pfalz, BW, NRW, Hamburg, Sachsen usw.
– der CDU und der CSU,
– der SPD,
– der FDP,
– der AfD,
– der Grünen,
– Herrn Pistorius, Herrn Merz, Frau Reiche, Frau Klöckner usw.
Die deutschen Linken war so „intelligent“ und haben sich leider spalten lassen bzw. Leute wie Sarah Wagenknecht und Fabio De Masi aus der Partei gemobbt, auch wenn sie das bestreiten. Der neue Vorstand des BSW, Fabio De Masi, ist aus meiner Sicht nicht nur ein kompetenter Makroökonom, Finanzexperte und Steuerfachmann. Er muss seine Vorstellungen bzw. Politik aber auch gut „verkaufen“, denn darauf kommt es in der Politik an.
Wer sich mal mit Konsumentenpsychologie beschäftigt hat, der weiß, nicht das qualitativ bessere Produkt verkauft sich, sondern das Produkt, von dem die potentiellen Käufer glauben, es wäre das bessere Produkt. Das ist bei Wahlen nicht anders. Ich möchte nicht wissen, wie viele Wählerinnen/Wähler es gibt, die SPD, CDU/CSU und Grüne wählen bzw. gewählt haben und sich damit auf die eigenen Finger gehauen haben, obwohl sie keine Masochisten sind, die das wahrscheinlich „geil“ finden. Das ist bei der AfD nicht anders, auch wenn diese „Alternative“ bislang noch an keiner Regierung beteiligt war.
Man kann im Nachhinein darüber streiten ob es klug war, die Partei „BSW“ nach Frau Wagenknecht zu benennen. Das eine ist/war sicherlich der bekannte Name. Auf der anderen Seite könnte es auch Wähler abgeschreckt haben, eine Personenpartei zu wählen. Der neue Name ist schon mal nicht so schlecht: „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft.“ Ich hätte das bereits bei der Parteigründung gemacht und den Namen „Wagenknecht“ als Anhänger angehängt.
BSW = „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft – Sarah Wagenknecht“
(Anmerkung: In dieser Hinsicht war die „Alternative“ für Deutschland bei de Parteigründung cleverer, sich als „Alternative“ zu bezeichnen, auch wenn sie wirtschafts-, steuer-, sozial-, finanz-, bildungs-, renten-, innen- und außenpolitisch keine Alternative zur herrrschenden neoliberalen Politik von CDU/CSU/SPD/GRÜNE ist.)
Frau Wagenknecht ist aus meiner Sicht makroökonomisch ebenso kompetent wie Fabio De Masi, sicherlich bekannter als Herr De Masi, aber für die Mainstream-Medien immer noch ein „rotes“ Tuch. Wenn Frau Wagenknecht sagen würde: 2+2=4, dann würden die „Wirtschaftsjournalisten“ von FAZ, SZ, WELT usw. dem sofort widersprechen und nur aus dem Grund, um Frau Wagenknecht nicht Recht geben zu müssen. Das gilt sogar für die „Macher“ der ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“, die sicherlich keine Fans der AfD sind und sich selbst tendenziell links von der sog. „Mitte“ verorten. Auch „Gendern“ und der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus sind sicherlich links, aber das sind Nebenkriegsschauplätze. Im Zentrum „linker“ Politik muss die SOZIALE FRAGE stehen und zwar national und international. Wenn „die“ Linke und vor allem die deutschen Linken das nicht begreifen, dann wird „die“ Linke nie auf einen grünen Zweig kommen und in der Versenkung verschwinden bevor sie von der AfD verboten wird.
Geben Sie mir eine Milliarde Euro und ich entwickle eine PR-Strategie, die Ihre und die Vorschläge von Herrn Piketti nicht nur bekannt machen, sondern auch von den potentiellen Wählerinnen/Wählern gekauft werden. Die „Details“ der Umsetzung kommen danach.
Sie haben keine Milliarde? Ich leider auch nicht und der Raffzahn Elon Musk will mir keine einzige Milliarde von seinen 900 oder 1.000 Milliarden abgeben. Dieter Schwarz von Kaufland/Lidl könnte mir auch eine Milliarde Euro abgeben, aber auch der will mir keine geben, obwohl er das wahrscheinlich nicht einmal merken würde, wenn er eine Milliarde Euro mehr oder weniger auf seinem Konto hat.
Hallo, obwohl mich der Name Dirty… abschreckt, Sie hatten mich angesprochen.
In den zwei Jahren, in denen ich vergeblich versucht habe, Mitglied bei BSW zu werden, habe ich als Unterstützer auch einen Vorschlag zur Namensänderung gemacht, mit dem ich aber nur bis zur Ortsgruppe Köln vorgedrungen bin. Die hätten es weiterreichen können. Es war besser als das, was jetzt Sache ist. Drei Buchstaben für 6 Wörter! Das ist Krampf.
Mein Vorschlag war BSW = Bündnis Soziale Weltpolitik
Diesen Namen hat Thomas Piketty jetzt mit Inhalt gefüllt.
Pseudolinke Verquasungen. Führer braucht’s also? Gerne auch rot bemalt. Ignazio Silone klingt an. Der Kapitalismus frisst alles auf und wenn er’s wieder rauswürgt ist’s ein widerlicher Brei.
Und Steuern, … wird nimmermüde in den Ring geworfen. Also während man die Leute unentwegt bestiehlt, bettelt man darum, daß doch etwas von der Beute zurückgegeben werden möchte. Das ist putzig und nicht besonders aufrichtig.
Faktisch war es doch so, daß das nur geschieht, also daß die von der Gemeinschaft ersonnenen, erstellten Errungenschaften und Güter (zu einem etwas größern Teil) auch der Gemeinschaft zugute kommen, wenn die Herren die Notwendigkeit dafür sehen. Wie z.B. im Rahmen der kapitalistischen, realsozialistischen Systemkonkurrenz des vergangenen Jahrhunderts geschehen. Daß es bei Konkurrenz und nicht totalem Krieg, ausgehend von den Kapitalisten, blieb (wobei es stay behind Terror gab und es in den Kolonien häufig heiß her ging) war der Gefahr der totalen Selbstzerstörung geschuldet.
Also freiwillig werden die Herren in dieser Richtung nichts unternehmen, im Gegenteil. Und wenn die Machtverhältnisse dermaßen gekippt sind, also in Richtung großräumiger demokratischer Selbstermächtigung, so daß man sie zwingen könnte sowas wie Steuern zu zahlen, ist das bereits obsolet. Weil, warum sollte man den Raub dann noch dulden?
Das sind Befriedungspillen und ist Beschäftigungtherapie zur Wahrung des Status quo der Herren.
Popper lässt grüssen. Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. Wer der führende linke Denker ist, bestimme immer noch ich für mich. Um Steuern durchzusetzen, ist Macht notwendig. Und die kommt bekanntlich aus den Läufen der Gewehre.
Sozialismus oder Barbarei. Wir bevorzugen Letzteres.
@Gilbert
Richtig ist, um Steuern durchzusetzen, ist Macht notwendig.
Dazu braucht man aber nicht unbedingt Gewehrläufe. Man bräuchte Journalisten, die die Politik der Regierung hinterfragen und kritisieren. Man bräuchte Ökonomen und Wirtschaftswissenschaftler, die den Kapitalismus hinterfragen, den Monopoly-Effekt dieser Wirtschaftsordnung erkennen und kritisieren. Man bräuchte Finanzgerichte, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und nicht nur im Namen und auf Kosten des Volkes, sondern auch im Interesse des Volkes Recht sprechen. Man bräuchte Politikerinnen/Politiker mit Rückgrat, die die Plutokraten und Oligarchen im Zaum halten und nicht mit ihnen kuscheln wie die blaue Alice mit den blauen Socken von der blauen AfD mit dem superreichen Billionär Elon Musk.
Diese Journalisten, Wissenschaftler, Richter, Ökonomen, Politiker usw. haben wir aber nicht. Ausnahmen wie z. B. Patrick Baab, Alexander Teske, Gabriele Krone-Schmalz, Mathias Bröckers, Naomi Klein, Marcus Klöckner, Hans Leyendecker, Harald Welzer, Joseph Stieglitz, Ha-Joon Chang und **THOMAS PIKETTY** bestätigen die Regel und das bedeutet nicht, dass man immer zu 100 Prozent ihrer Meinung bzw. Ansicht sein muss. 99 oder 98 Prozent sind aber auch schon sehr viel. Bei der amtierenden Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und dem Bundeskanzler Friedrich Merz aka „Fritz Black-Rock“ ist das eher umgekehrt.
Wenn es z. B. um die öffentlich-rechtlichen Medien geht, dann gibt es in diesem Land zu viele Opportunistinnen und Opportunisten. Warum fällt mir da immer spontan der Name Frühauf ein? Seit 2025 ist die ehemalige ARD-Journalistin und „Expertin für Spritzen“ und Laienrichterin Sarah Frühauf, die andere Mitmenschen auch schon mal öffentlich „mitschuldig“ spricht (siehe unten), Leiterin des Pressereferats im Bundesministerium des Innern und Sprecherin des CDU-Bundesinnenministers Alexander Dobrindt. In dieser Funktion ist sie nicht mehr als Journalistin tätig, sondern jetzt Teil der Regierung, aber finanziell ist sie sicherlich fünf oder sechs Etagen nach oben gefallen und in einem weichen Sessel gelandet.
Frühauf (2021): „Na, herzlichen Dank an alle Ungeimpften. Dank euch droht der nächste Winter im Lockdown. Vielerorts wieder ohne Weihnachtsmärkte, vielleicht wieder ohne die Weihnachtsfeiertage im Familienkreis.“
Frühauf (2021): „Ein Winter wie dieser darf sich nicht wiederholen. Wie das geht? Unser Nachbarland Österreich macht es vor. Mit einer Impfpflicht für alle, denen das medizinisch möglich ist.“
Frühauf (2021): „Alle Impfverweigerer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, an der derzeitigen Situation mitschuldig zu sein.“
Die bezahlt niemand.
Die bezahlt niemand.
Die ernennt niemand.
Die wählt niemand. Und wenn doch, dann geht es wie bei Mossadegh, Allende oder Whitlam.
„Der Hebel sind Steuern“ – weil er jüngst gestorben ist, wurde jüngst auch Jean Ziegler wieder mal zitiert mit seinem Hinweis auf das demokratisch verfasste Erdfleckchen Schweiz, wo es im Grunde einem jeden Einzelnen möglich wäre, „schon morgen auf die Strasse zu gehen“ und für eine vernünftige Besteuerung (z.B. Finanz-Transaktions-Multimini-Prozentchen) zu sorgen – per Initiativrecht bzw. Abstimmung. Aber es herrscht wohl „bei den Kommentatoren hier“ nicht nur mangelnde „Bereitschaft für linke Visionen“, sondern man ist auch unfähig geworden, echte Demokratie auch nur zu denken, dermassen abseits von wahrhaft demokratischen Bahnen bewegt sich der reale politische und wirtschaftliche Alltag, und d.h. auch: abseits der unablässigen offiziellen Beschwörungen (auch in der Schweiz ist letztlich genau das Antidemokratische nur allzu oft bloss demokratisch getarnt, und das Antirepublikanische republikanisch). Aber ich gebe Ihnen recht: Wenn nicht woanders, dann sind wenigstens im Denken Alternativen immer möglich, und wer’s nicht wenigstens dort probiert, hat endgültig kapituliert und ist selber schuld. Wo, wenn nicht im Denken, ist Freiheit überhaupt möglich? (Nur dort kann sie einem auch nicht genommen werden, solange man sie sich selbst gestattet.)
„Dies würde das exorbitante Privileg des US-Dollars und anderer wichtiger Währungen beseitigen, die Kredite zu wesentlich niedrigeren Zinssätzen aufnehmen können, und damit einer massiven umgekehrten Umverteilung von Wohlstand aus den Ländern des Globalen Südens in den Globalen Norden ein Ende setzen.“
Was soll denn ein eine umgekehrte Umverteilung sein ?
Der Burja Khalifa steht doch eher südlich und der Jeddah Tower wird doch eher südlich gebaut.
Das grösste Militärhauptquartier aller Zeiten wird in Ägypten geplant. Auch eigentlich ein südliches Land.
Oder wird hier Bezug auf die Äquatorlinie genommen ?
Ansonsten viel malen nach Zahlen von Pikett mit den Bild einer kommunistischen Weltordnung.
Wer mag kann sich Zahlenspielereien angucken wie zum Beispiel Pakistan Deutschland bis 2100 hinter sich lässt und sich dann in die Arme von Musk und Thiel flüchten.
@Ferdinand Wohlgewiehert
Was soll dieser verschimmelte und ungenießbare Käse mit der „kommunistischen Weltordnung“? Fällt den Pferdekapitalisten 2026 nix Besseres ein?
Wenn es nach den Pferdekapitalisten geht, dann ist es 2026 offenkundig „Kommunismus“, wenn der reichste Deutsche nicht immer noch reicher wird? Wenn jemand 2026 in diesem Land über ein Vermögen von 50 Milliarden = 50.000.000.000 Euro verfügt und jedes Jahr nicht noch reicher wird, dann ist das für die Pferdekapitalisten „Kommunismus“.
Wenn man in einem einzigen Jahr mehr Dividende = Kapitaleinkünfte für Nixtun kassiert als ein Busfahrer, wenn er 10.000 Jahre lang ohne Unterbrechung Busfahren würde und jemand würde das kritisieren, dann ist er offenkundig aus der Sicht der Pferdekapitalisten 2026 ein „Kommunist“. Dann ist das Grundgesetz von 1949 auch „kommunistisch“ oder warum steht im Art. 14 (2) GG: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“
Warum haben die Väter und Mütter des GG das 1949 in das GG geschrieben? Vielleicht waren die Väter und Mütter des Grundgesetzes das auch „Kommunisten“? Das Grundgesetz ist „kommunistisch“. Dann müssen wir es verbrennen oder?
Warum sind Pferdekapitalisten nicht ehrlich und sagen:
Es geht mir am fetten Pferde-Popo vorbei, ob sich zwei Millionen Menschen in Deutschland bei der Tafel anstellen, weil das Einkommen nicht für die Miete und zum Essen reicht.
Es geht mir am fetten Pferde-Popo vorbei, wenn Menschen Angst vor der nächsten Mieterhöhung haben.
Es geht mir am fetten Pferde-Popo vorbei, wenn Menschen ein Leben lang arbeiten und dann im Alter in stinkenden Mülleimern nach Pfandflaschen suchen müssen, weil die Rente hinten und vorne nicht reicht.
Es geht mir am fetten Pferde-Popo vorbei, wenn im letzten Winter allein in Hamburg mindestens 20 Obdachlose in diesem reichen Land erfroren sind? (Einer mehr oder weniger, das spielt auf der Pferdekoppel keine Rolle.)
Woran liegt das? Liegt das diese mangelnde Ehrlichkeit an der Feigheit der Pferde oder der Pferdebesitzer?
Hüüüühihihiii und Hottehüh!
🐴🐴🐴
ich bin nicht so der Antikommunistische Aktivist wie DOS sich das vorstellt.
Mir sind Pikettys Vorstellungen aber zu beliebiger salonkommunistischer Smalltalk.
DOSs Vorstellung dank Artikel 14 mit den Grundgesetz ins Bett zu gehen und morgen im Sozialismus aufzuwachen ist Blödsinn.
Und derlei Blödsinn wird verbreitet und viele gehen den auf den Leim.
DOS kann sich ja mal die Rechtsprechung im Laufe der Zeit zu Artikel 14 angucken.
„Vielleicht waren die Väter und Mütter des Grundgesetzes das auch „Kommunisten“?“
Gebe ich Garantie waren sie nicht.
Deswegen steht im Grundgesetz auch
was von Sozialstaat und nicht
sozialistischen Staat.
Hauser: Noch fragen Kienzle ?
Kienzle: Ja Hauser. Warum gibt es keine Linken mehr die für den Umsturz in der BRD kämpfen sondern nur noch gut gelaunte DOS – Systeme mit den Grundgesetz im Nachtschrank ?
Hauser: Das Existenzminimum ist noch zu hoch.
Grmpf, da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll, bei „Klimakollaps“, bei „Einkommenskonvergenz“, bei eingeforderter „Bescheidenheit“, bei einer Zielsetzung, die 75 Jahre in die Zukunft reicht, bei den Fehlanreizen die eine derartige Umverteilung auslösen würde, bei der naiven Vorstellung, mächtige Staaten und Milliardäre würden mal eben freiwillig Macht abgeben (und das bei der gerade stattfindenden Renationalisierung und einer sich bildenden multilateralen Weltordnung?) Und das will jemand konkret auf fundierten Daten durchgerechnet haben? Ich interessiere mich seit Jahren für VWL und ich halte das für vollkommen unmöglich! Es ist ein feuchter linker bzw. grüner Traum (der nicht funktionieren würde, weil er die Grundlagen schon nicht genau verstanden bzw. erfasst hat), ungefähr ein ähnliches Niveau wie das Parteiprogramm von „Die Linke“ (das von Wagenknecht ist viel realistischer und bodenständiger).
Niemals wird das passieren! Und mit Verlaub: wir wissen nichtmal was in 3 Jahren ist, derart chaotisch und schnell ist die Entwicklung gerade! Was in ca. 75 Jahren sein wird, ist noch viel unvorhersehbarer als es vor 75 Jahren war, also so um 1950 (trotzdem dürfte so gut wie jede Extrapolation falsch gelegen haben oder kennt jemand eine, die treffsicher war?)
@ RumpelKumpel
Meine Vermutung: Menschen legen sich gerne „Zukünfte“ zurecht, weil die wenigsten Menschen die Ungewissheit des morgigen Tages aushalten. Deshalb haben sie ja die Religion(en) erfunden. Das in die Zukunft gerichtete wissenschaftliche Denken dient im Wesentlichen der Überwindung der eigenen Unsicherheit. So sehr lange gibt es „Zukunftswissenschaften“ noch nicht. Ich fürchte, sie liegen trotz der Zuwächse und Verfeinerungen der Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung näher an der Religion als an den Naturwissenschaften. Ähnliches gilt für die Kunst der Ärzte.
Man schaue sich nur die Zustände in Kalifornien an, wo eine Steuer auf Millionen-Vermögen erhoben werden soll …
In Kalifornien steht im November 2026 eine historische Volksabstimmung über die Einführung einer einmaligen Vermögenssteuer von 5 Prozent für Milliardäre bevor. Die von Gewerkschaften und Ökonomen initiierte Vorlage richtet sich gezielt an Personen mit einem Nettovermögen von mehr als einer Milliarde US-Dollar.
Einfach mal beobachten was da passiert
Alkes schön und gut, nur wie kommt man dahin oder besser, wie findet man von dort, wo man angelangt ist wieder heraus.
Das Tech-Milliardärentum entstand, als sich an der Westküste der prüden U.S.A. ein Hippiekult formierte, der versuchte alle in seine Arme schließen. Es gab einige wenigige Individuen, die Körperlichkeit nicht ertragen konnten und soviel Körperlichkeit schon garnicht. Das lag wahrscheinlich daran, dass sie aufgrund ihres unvorteilhaften Äußeren bereits als Kleinkinder von ihren Müttern nicht geknuddelt wurden.
Um der neuen, für sie gänzlich unterträglichen Situation aus dem Weg zu gehen, schlossen sie sich in Garagen ein und überlegten, wie sie an der Menschheit Rache nehmen könnten.
Als sie dann als mittlerweile Vierzigjährige in die Pupertät kamen, hatten sie es geschafft. Sie waren zu den mächtigsten und reichsten Menschen der Welt geworden und konnten allen anderen Menschen ihre Prinzipien aufzwingen.
Der einzig bekannte Weg, der aus jedwedem Schlamassel wieder heraus führt ist der Weg zurück. Es bedarf also einer neuen Hippiekultur, die nun aber aus den früheren Fehlern gelernt hat und konsequent sämtliche Garagen abfackelt
…um vielleich sogar an deren Stelle Kaninchenställe zu errichten. (vergl. F.J.D. 1965 Polydor)
@Trilex
Meinereiner kleiner Einspruch sonst falsche Historie: Leute wie Peter Thiel, Elon Musk, Sergey Brin, Mark Zuckerberg, Michael Dell, Jeff Bezos, Larry Page, Larry Ellison und Bill Gates waren auch in in ihrer Jugend keine „Hippies“ und die hatten auch noch nie was mit der „Hippiekultur“ inklusive Easy Rider, Woodstock, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Gemeinschaftssinn, Emanzipation, Bürgerrechten und Mitmenschlichkeit am Hut.
Hippies: Make love, not war.
Tech-Milliardäre: Make war and profit, not peace and love.
Die Genannten bilden bereits die zweite Generation Antihippies. Es sind die Verwerter, der von den Garagennerds ersonnenen Tüfteleien.
Henry Ford soll einmal gesagt haben: Die Löhne werden nicht vom Fabrikbesitzer bezahlt, sondern vom Kunden.
Das ist etwas, was „Linke“ nicht verstehen. Linke Konzepte bestehen immer darin, Menschen etwas wegzunehmen, Menschen etwas zu verbieten, Menschen vorzuschreiben, wie etwas zu sein hat. Glaubt hier irgendjemand im Ernst, er hätte auch nur etwas was mehr, wenn man den genannten Personen etwas wegnimmt. Ein Volkswirtschaft, die nur vom Verzehr von Vermögen lebt, ist dem Untergang geweiht. Wenn das Geschäftsmodell einer Volkswirtschaft darin besteht, auf Basis eines zweifelhaften Gerechtigkeitsbegriffs das Vermögen ohne Zugewinn von außen quasi als Rente zu verbrauchen, hat den Anschluss an die Realität verloren. Die Volkswirtschaft als Rentner. Ein wahrhaft brilliantes Konzept. Die Milliarden von Herrn Musk sind dann übrigens auch irgendwann verbraucht. Und dann?
Es gibt nicht ein einziges Konzept im Universum der Marxistisch-Lenilistisch-Nihilistisch-Kommunistisch-Progressiven-Woken-Antifa-Linken Ideologie, das nicht ohne den alleinigen Führungsanspruch der Partei über die revolutionären Massen auskommt. Ein Führungsanspruch, der mittels des totalitären Verfügungsanspruchs über das Individuum realisiert wird. Wenn es sein muss, oder vielleicht auch gerade, mit jakobinischem Terror. Das ist die Linke Agenda.
Unpräzise: MINDESTENS die Löhne werden vom Kunden bezahlt, aber Landeigner/Eigentümer der Schürfrechte an … Petroleum, Lithium, Braunkohle… bekommen doch etwas oben drauf! Sonst wären die nicht Unternehmer geworden. Die wollen für das „Unternehmen“, die. sog. unternehmerische Initiative, ihr Risiko auch bezahlt werden. Wieviel das ausmacht müsste aber leidlich fair ausgehandelt werden. Könnte man sicher auch, WENN MAN WOLLTE. So richtig wollen das gegenwärtig in Deutschland BEIDE Seiten nicht.
Wen Sie alles zur gesellschaftlichen Linken zählen, finde ich interessant.
„Die Milliarden von Herrn Musk sind dann übrigens auch irgendwann verbraucht.“ Meinen Sie, die werden adurch verbraucht, dass er seine Yacht an persönliche Freunde in ähnlichen Einkommensverhältnissen vermietet?
Es gibt Leute, die machen aus Sch… Geld. Was das Geld „wert“ ist erweist sich von Zeit zu Zeit auf unterschiedliche Weise. Natürlich kann man nicht ausschließen, dass Herr Musk irgendwann eine/viele satte Pleiten hinlegt. Na und? Gerüstbauer und Dachdecker stürzen auch immer wieder mal ab. Manchmal sogar tödlich. Sicher persönliches Risiko, oder?
Muss ich noch ergänzen: Die Grundlage des Reichtums soll, so behauptete zumindest EIN Philosoph lange vor Marx, die Landnahme gewesen sein. Landbesitz sichert bis heute die begrenzte Macht des Eigentümers. Vorausgesetzt das darauf gestellte Siedlungshäuschen ist bezahlt und noch gut in Schuss.
Deshalb haben sogar Teile der beiden Großkirchen in D. gelegentlich Baugrundstücke in Erbpacht vergeben. Ob das eine sinnvolle Erfindung ist/war? Da habe ich angesichts der Ablösummen, die gegenwärtig mancherorts für Häuser auf Erbpacht bezahlt werden, meine Zweifel.
„um die Emissionen innerhalb der relativ sicheren Grenzen von 1,8 °C zu halten.“
… also offensichtlich hahnebüchener Schwachsinn
„Emissionen innerhalb 1,8°C“
Verdummung, wo ist deine Grenze?
Alle Schulden löschen und von da an Gemeinwohl-Aufgaben immer nur mit öffentlich gestellten, zinslosen Darlehen finanzieren. Das trocknet die Macht der Profiteure der Zinsknechtschaft aus. Problem gelöst.
ok, bin dabei …
ABER: Ich habe keine Schulden … und nun? Bin aber auch nicht reich bzw. von den Sorgen des Alltags enthoben.
Die AI-Blase ist Schuldenfnanziert, die größten Unternehmen der Welt haben massiv Schulden
Beim Schuldenstreichen werden die alle nur noch mehr belohnt.
Klar hast Du Schulden – Staatsschulden.
Direkt zahlst Du 800 Eur im Jahr an Zinsen – über Deine Steuer. Und das ist nur der offen als „Schuldendienst“ des Staates deklarierte Anteil …
Dies wäre mal eine konstruktive Idee. Fragt sich nur, wie das Imperium dazu steht. Leider ist die Alternative sehr destruktiv und besteht aus folgenden Punkten:
– der Welthandel findet in Dollar statt und steht damit unter der Oberaufsicht der USA
– die USA verfügen nach Belieben über die Dollarvermögen, lenken die Investitionen, Konfiszieren oder Frieren Konten ein. Dies alles mit der Begründung, dass die USA als militärische Weltmacht die Sicherheit der „freien“ Welt gewährleisten müssen.
Beispiel laut Video (M. Hudson/ Nima) eine Untersuchung der Financial Times über die US-Geschäfte in Venezuela. Demnach haben die USA für 13 Milliarden Dollar Öl bezogen und dafür hat Venezuela bisher 300 Mio. erhalten. Der Rest schlummert wahrscheinlich auf einem Treuhandkonto, das nun von Trump für seine venezolanischen Kinder verwaltet wird – vielleicht!
Und so soll es dann auch mit dem Iran, den Golfstaaten und mit Russland geschehen, von den EU-Freunden Amerikas mal abgesehen. „The winner Takes it all!
https://www.youtube.com/watch?v=B_SpRNYAztU