
Das Verständnis der globalen Lage erfordert eine Abkehr von gewohnten Deutungsmustern, die das transatlantische Verhältnis als eine Art schicksalhafte Gemeinschaft begreifen. Wer die US-Außenpolitik der letzten Monate als bloße Laune eines egoistischen Machtpolitikers abtut, verkennt die strukturelle Tiefe der neuen amerikanischen Staatsraison. Diese findet ihre Kodifizierung in der National Security Strategy vom November 2025. Es handelt sich dabei um das für diesen Artikel maßgebliche Dokument, das in den Medien trotz seiner Brisanz und Erklärungskraft für das Geschehen auf der internationalen Bühne seit Donald Trumps Amtsantritt bezeichnenderweise kaum kritisch rezipiert wurde. Das Dokument markiert den bewussten Auszug der Vereinigten Staaten aus dem bisherigen Weltordnungssystem und die Grundsteinlegung für ein Projekt, das nachfolgend als Panam bezeichnet werden soll.
Panam steht für die Vision einer vollständigen Transformation des gesamten amerikanischen Doppelkontinents in eine autarke, technologisch abgeschirmte und nuklear gesicherte Einheit. Es handelt sich um das strategische Ziel, eine gigantische Weltinsel zu schaffen, die ein Drittel der Landmasse der Erde umfasst, auf der jedoch nur etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung leben. Pro Kopf stehen den Bewohnern von Panam damit das Viereinhalbfache an Fläche und Ressourcen zur Verfügung wie den verbleibenden neunzig Prozent der Menschheit auf den restlichen zwei Dritteln der Erdoberfläche. Diese neue Einflusssphäre erstreckt sich von der Arktis bis nach Feuerland.
Im Dokument wird diese Sphäre bereits als „westliche Hemisphäre“ bezeichnet. Der Begriff ist nicht mehr im klassischen geographischen Sinn zu verstehen, sondern meint exakt diesen amerikanischen Doppelkontinent, meint Panam. Das sogenannte Trump-Korollar zur Monroe-Doktrin untermauert diesen Anspruch. Wörtlich heißt es dort, die USA würden „nicht-hemisphärischen Konkurrenten die Fähigkeit verwehren, Streitkräfte oder andere bedrohende Fähigkeiten zu positionieren oder strategisch wichtige Anlagen in unserer Hemisphäre zu besitzen oder zu kontrollieren“ (NSS S. 15, Z. 5-7).
Damit knüpft die aktuelle Führung an eine lange Tradition US-amerikanischer Geopolitik an. Bereits das erste Korollar von Theodore Roosevelt im Jahr 1904 dehnte die ursprüngliche Monroe-Doktrin von 1823 so weit aus, dass die USA sich das Recht vorbehielten, als internationale Polizeimacht in Lateinamerika einzugreifen. Schon damals wurde der gesamte Kontinent als legitimer Hinterhof Washingtons behandelt. Das neue Trump-Korollar radikalisiert diesen Anspruch und definiert die kontinentale Insel Panam ausdrücklich nicht mehr als Teil eines globalistischen Verbundes, sondern als einen exklusiven Raum, in dem die USA „Vorherrschaft als Bedingung unserer Sicherheit und unseres Wohlstands“ beanspruchen (NSS S. 17, Z. 12-13).
Neue Ordnung durch Einflusssphären
Die im Dokument angestrebte Stabilität beruht nicht auf globaler Kooperation, sondern auf der Anerkennung regionaler Einflusssphären. Das Dokument formuliert dies als Prinzip des Machtgleichgewichts und erklärt, die USA lehnten „das fehlgeleitete Konzept globaler Dominanz für sich selbst ab“ und müssten ebenso „die globale und in einigen Fällen sogar regionale Dominanz anderer verhindern“ (NSS S. 10, Z. 5-7). Die Logik von Panam impliziert damit ein Angebot an andere Großmächte wie Russland oder China, in ihren jeweiligen geografischen Räumen nach eigenem Ermessen zu agieren, solange die Unantastbarkeit des amerikanischen Doppelkontinents respektiert wird.
Ein Tausch von Taiwan gegen den Rückzug Chinas aus seinen Investitionsprojekten in Südamerika entspräche dieser transaktionalen Logik. Das Dokument selbst benennt die Bedingung für einen solchen Handel, wenn es feststellt, dass Taiwan primär wegen seiner „Dominanz in der Halbleiterproduktion“ von strategischer Bedeutung sei (NSS S. 23, Z. 13-14). Erst wenn die für die technologische Autarkie essenzielle Chipproduktion vollständig auf das Territorium von Panam verlagert ist, entfällt die strategische Schutzfunktion von Taiwan. Dieser Prozess der industriellen Repatriierung läuft bereits unter Hochdruck.
In diesem Zusammenhang gewinnen auch die Gespräche über eine direkte Infrastrukturverbindung zwischen Alaska und Russland an Bedeutung, die beim Treffen in Anchorage im August 2025 und in den Folgemonaten erörtert wurden. Eine solche Verbindung würde einen bilateralen Handelsweg zwischen Panam und einem Machtblock auf der verbleibenden Landmasse etablieren, der von anderen möglicherweise noch vorhandenen Machtblöcken nicht kontrolliert werden kann.
Washington verfolgt hierbei eine Politik der schrittweisen gegenseitigen Entlastung. Es werden gezielt jene strategischen Hebel beibehalten, die notwendig sind, um Moskau zur Duldung des Aufbaus von Panam zu bewegen. In diesem Kalkül wird das gegenseitige Drohpotential nicht als permanenter Zustand, sondern als Verhandlungsmasse betrachtet, deren Reduzierung finanzielle Ressourcen für die jeweiligen Kernprojekte freisetzt.
Der Ukraine-Krieg fungiert in diesem System als eine solche Variable. Das Dokument benennt als „Kerninteresse der Vereinigten Staaten“, einen „schnellen Waffenstillstand in der Ukraine zu verhandeln, um europäische Wirtschaften zu stabilisieren, unbeabsichtigte Eskalation zu verhindern und strategische Stabilität mit Russland wiederherzustellen“ (NSS S. 25, Z. 27-30). Die europäischen Staaten nehmen dabei eine rein instrumentelle Rolle ein. Während sie sich als Verteidiger einer wertebasierten Ordnung begreifen, dienen sie in der strategischen Realität Washingtons als befristete Hebelwirkung, um russische Konzessionen zu erzwingen, bis die Konsolidierung der Festung Panam abgeschlossen ist.
Die Verengung des Sicherheitsbegriffs
In der Analyse des Dokuments fällt auf, wie radikal die Vereinigten Staaten den Begriff der nationalen Sicherheit auf den kontinentalen Raum Panam verengen. Das Dokument fordert totale Energieunabhängigkeit und die Sicherung kontinentaler Lieferketten als oberstes Primat und lehnt dabei ausdrücklich die „zerstörerischen Klimawandel- und Netto-Null-Ideologien“ ab (NSS S. 14, Z. 28-30).
Europa erscheint in dieser Prioritätenliste nur noch als ein Raum, der für seine eigene Verteidigung selbst aufkommen muss. Das Dokument stellt fest, dass die Tage vorbei seien, „in denen die Vereinigten Staaten die gesamte Weltordnung wie Atlas hochhalten“ (NSS S. 12, Z. 3-4). Europas Stabilität wird zwar erwähnt, begründet aber keine strategische Verpflichtung der USA mehr. Das Dokument macht deutlich, dass Ressourcen von sekundären Schauplätzen abgezogen werden, um die eigene Region zu konsolidieren. Die westliche Hemisphäre steht an erster Stelle der regionalen Prioritäten, gefolgt von Asien, während Europa auf den dritten Rang verwiesen wird (NSS S. 15ff.).
Dass Washington bereit ist, diesen Anspruch auf Autarkie auch gegen gewachsene völkerrechtliche Normen durchzusetzen, zeigt die operative Umsetzung der Strategie innerhalb der eigenen Hemisphäre. Am 3. Januar 2026 führten US-Streitkräfte die Operation „Absolute Resolve“ durch, bei der sie den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas festnahmen und in die USA verbrachten.
Die Durchsetzung kontinentaler Herrschaft
Das Dokument beschreibt eine Ausweitung der US-Dominanz auf den gesamten Doppelkontinent, in der Staaten wie Kanada oder die Nationen Lateinamerikas primär als strategische Manövriermasse betrachtet werden. Ihre Rohstoffvorkommen und geografischen Lagen werden als integrale Bestandteile der Sicherheit von Panam definiert. Das Dokument fordert „gezielte Einsätze zur Sicherung der Grenze und zur Niederschlagung von Kartellen, einschließlich wo nötig des Einsatzes tödlicher Gewalt“ (NSS S. 16, Z. 12-14).
Die militärische Intervention in Venezuela zur Festnahme des Präsidenten und zur Sicherung der dortigen Energiereserven markiert den Übergang von der diplomatischen Einflussnahme zur Durchsetzung kontinentaler Interessen mit militärischen Mitteln. Diese faktische Aufhebung der außenpolitischen Autonomie der Nachbarstaaten verdeutlicht, dass die Errichtung der Festung Panam die strikte Unterordnung des gesamten Kontinents unter die wirtschaftlichen und militärischen Vorgaben Washingtons voraussetzt.
Zwischen den Zeilen des Dokuments lässt sich ein tiefer Bruch mit den Eliten des bisherigen transatlantischen Systems herauslesen. Es atmet den Geist einer Abrechnung mit jenen Strukturen, die in Washington als tief verwurzelte Bürokratie eines globalistischen Systems wahrgenommen werden. Das Dokument klagt an, dass amerikanische Eliten „nach dem Ende des Kalten Krieges sich selbst davon überzeugten, dass permanente amerikanische Dominanz über die gesamte Welt im besten Interesse unseres Landes sei“ (NSS S. 1, Z. 18-20) und dass sie „massiv fehlgeleitete und zerstörerische Wetten auf Globalismus und sogenannten Freihandel“ abgeschlossen hätten (NSS S. 1, Z. 25-27).
Das Ende des transatlantischen Bündnisses
Die Neuausrichtung auf Panam dient somit auch dazu, die personellen und ideologischen Verflechtungen mit den Machtblöcken in Europa zu kappen, die dort als Teil einer übergriffigen globalen Agenda gesehen werden. Diese Entflechtung führt zur Entwertung jener Bündnisstrukturen, die über Jahrzehnte als unumstößlich galten.
Die NATO wird im Dokument nicht länger als ideologisches Fundament betrachtet, sondern als ein Überbleibsel einer vergangenen Ära. Das Dokument fordert die „Beendigung der Wahrnehmung und Verhinderung der Realität der NATO als ständig expandierende Allianz“ (NSS S. 27, Z. 13-14). Es erklärt, dass Verbündete „weit mehr von ihrem nationalen Bruttoinlandsprodukt für ihre eigene Verteidigung ausgeben“ müssten (NSS S. 10, Z. 24-26) und verweist auf das „Haager Commitment, das NATO-Länder auf fünf Prozent des BIP für Verteidigung verpflichte“ (NSS S. 12, Z. 6-8).
In der Logik von Panam ist die Ära der einseitigen Lastenverteilung beendet. Der Abzug amerikanischer Kapazitäten ist somit kein diplomatisches Mittel zur Disziplinierung der Partner, sondern die folgerichtige Einstellung einer Dienstleistung, die für die Kerninteressen der eigenen Festung keinen messbaren Mehrwert mehr bietet. Der transatlantische Beistand verliert damit seinen Status als Verpflichtung und wird zu einem rein transaktionalen Gut degradiert, das in der neuen Weltordnung keine tragende Rolle mehr spielt.
Die Logik dieses Dokuments führt zu einem System, in dem die derzeit in Europa forcierte Strategie der massiven Aufrüstung gegenfinanziert durch einen ebenso massiven Abbau der Sozialsysteme ins Leere läuft. Die Annahme, dass eine solche nationale Kraftanstrengung Europa in absehbarer Zeit wieder zu einem gleichberechtigten Machtblock machen könnte, verkennt, dass Panam bereits die globalen Spielregeln grundlegend geändert hat.
Wer die Kontrolle über Panam und dessen Ressourcen zur Bedingung seiner Sicherheit macht, lässt keinen Raum für ein souveränes Europa, das als dritte Kraft zwischen den kontinentalen Machtblöcken vermitteln könnte. Die USA suchen keine Entlastung durch starke Partner, sondern eine konsequente Entflechtung von unkalkulierbaren Risiken jenseits ihrer Panam-Grenze.
Technologie als eigentliche Machtbasis
Während in der europäischen Debatte die Hoffnung dominiert, durch die Reaktivierung konventioneller Verteidigungsstrukturen wieder geopolitische Relevanz zu erlangen, definiert das Dokument Macht über weitaus grundlegendere Parameter.
Die Autarkie von Panam wird maßgeblich durch die technologische Vorherrschaft gesichert. Das Dokument fordert, dass „US-Technologie und US-Standards, insbesondere in KI, Biotechnologie und Quantencomputing, die Welt vorantreiben“ müssten (NSS S. 5, Z. 18-19). In einer Ära, in der klassische Waffensysteme durch softwaregestützte Kriegführung und autonome Systeme entwertet werden, bildet der Zugriff auf ein souveränes IT-Rückgrat die einzige verbliebene Machtbasis.
Das Dokument betont, dass strategische Souveränität heute untrennbar mit der Kontrolle über kritische Technologien verbunden sei und dass die USA „in aufkommende Technologien und Grundlagenforschung investieren“ würden, „um fortgesetzten Wohlstand, Wettbewerbsvorteil und militärische Dominanz für zukünftige Generationen zu sichern“ (NSS S. 7, Z. 4-6).
Da Europa über kein eigenes konkurrenzfähiges IT-Rückgrat verfügt, bleibt es faktisch ein Protektorat dessen, der dieses IT-Rückgrat bereitstellt und damit auch kontrolliert. Seit der Intervention in Venezuela ist unmissverständlich klargestellt, dass es für die operative Handlungsfähigkeit Europas keinen Unterschied macht, ob diese Abhängigkeit von einem Partner oder einem Gegner besteht. Da derzeit jedoch nur die USA ein solches IT-Rückgrat anbieten, zementiert dies die europäische Abhängigkeit, während Investitionen in herkömmliche Aufrüstung lediglich veraltete Strukturen konservieren.
Das Ende des Globalismus
In dem Dokument fehlen konsequenterweise jegliche Konzepte für eine kooperative Weltordnung. Diese Leerstellen sind Ausdruck der Überzeugung, dass übernationale Konzepte lediglich Werkzeuge einer Agenda waren, die man nun entschlossen hinter sich lässt.
Das Dokument wendet sich ausdrücklich gegen „souveränitätsschädliche Eingriffe der aufdringlichsten transnationalen Organisationen“ (NSS S. 9, Z. 22-24) und lehnt ab, was es als „zerstörerische Klimawandel- und Netto-Null-Ideologien“ bezeichnet, „die Europa so stark geschadet haben“ (NSS S. 14, Z. 28-29). Es beklagt „elitegetriebene, antidemokratische Einschränkungen von Kernfreiheiten in Europa“ (NSS S. 12, Z. 1-3) und warnt vor der „realen und schärferen Aussicht auf zivilisatorische Auslöschung“ des Kontinents durch „Migrationspolitiken, die den Kontinent verwandeln, Zensur der freien Rede und Unterdrückung politischer Opposition“ (NSS S. 25, Z. 6-12).
Die unter den Anhängern globaler Governance auf beiden Seiten des Atlantiks verbreitete Hoffnung, dass es sich bei dieser Neuausrichtung nur um einen vorübergehenden Zustand handelt, der durch einen künftigen Regierungswechsel revidiert werden könnte, unterschätzt die materielle Überzeugungskraft dieses Plans. Sobald die US-amerikanische Bevölkerung die messbaren Erfolge dieser neuen Autarkie und den direkten Nutzen der Priorisierung des eigenen Kontinents erlebt, wird die Wiederanknüpfung an die kostspieligen globalen Ambitionen früherer Jahrzehnte politisch nicht mehr vermittelbar sein. Für die USA gilt künftig das Primat der eigenen Festung Panam, während die einstigen Partner jenseits der transatlantischen Brücke feststellen müssen, dass ihre strategische Bedeutung für Washington dauerhaft erloschen ist.
Der Dealmaker und sein Preis
Am Ende dieser Umgestaltung steht eine Ambition, die in Europa oft mit Spott quittiert wird, in Washington jedoch mit wachsender Ernsthaftigkeit verfolgt wird: Donald Trumps Anspruch auf den Friedensnobelpreis.
Wer Donald Trumps Vorgehen verstehen will, muss seine Methode begreifen. Er agiert als Dealmaker, der jede Situation nach einem einzigen Kriterium bewertet: Bringt sie ihn seinem Ziel näher oder nicht? Völkerrechtliche Normen, historische Bündnisverpflichtungen, moralische Erwägungen oder die Befindlichkeiten von Partnern spielen in diesem Kalkül keine eigenständige Rolle. Sie sind Variablen, die er einsetzt oder ignoriert, je nachdem, was der jeweilige Deal erfordert.
Dass Donald Trump trotz der proklamierten Rückzugsstrategie weiterhin weltweit militärisch interveniert, widerspricht dieser Logik nicht. Seine Operationen im Iran, in Syrien, Nigeria und anderswo dienen nicht der Aufrechterhaltung einer globalen Ordnung, sondern der Absicherung des Weges nach Panam. Donald Trump muss sicherstellen, dass ihm niemand Steine in den Weg legt, solange die Festung Panam noch nicht vollendet ist. Er verfügt zwar über die mit Abstand größte Militärmacht, aber der Weg bis zur vollständigen Konsolidierung von Panam ist weit und beschwerlich.
Hinzu kommt der innenpolitische Zeitdruck. Bereits im Herbst 2026 stehen die Zwischenwahlen an und in drei Jahren muss sein Nachfolger die Mehrheit der amerikanischen Wähler überzeugen. Donald Trump muss also kontinuierlich Erfolge vorweisen, die für die Bevölkerung spürbar sind. Da macht es durchaus Sinn, diejenigen, die ihm Steine in den Weg legen könnten, mit gezielten Schlägen kurz zu halten.
Aus der Binnensicht von Donald Trump ist der Anspruch auf den Friedensnobelpreis folgerichtig. Donald Trump strebt diesen Preis nicht an, weil er keine Kriege geführt, keine internationalen Regeln gebrochen und keine Völkerrechtsverletzungen zu verantworten hätte. Er strebt ihn an, weil er der Welt eine Lösung aufgezwungen hat, die einen interkontinentalen Atomkrieg und damit die potentielle Auslöschung der Menschheit verhindert. Dass er diese Lösung gegen den erklärten Willen vieler Beteiligter durchgesetzt hat, ist für ihn kein Widerspruch, sondern Ausweis seiner Führungsstärke.
Donald Trump ist dabei, die weltweit stärkste Militärmacht, die über Jahrzehnte als globaler Akteur oft zum Unruhestifter wurde, auf die eigene Hemisphäre zurückzuziehen und damit die Gefahr eines interkontinentalen Atomkriegs zu bannen. Sein Ziel ist es, dieses Drittel der Erde in sich zu befrieden und an den Grenzen zum restlichen Teil der Welt zu stabilisieren. Wenn diese Vision Realität wird, wird der verbleibende Rest der Weltgemeinschaft erst einmal beweisen müssen, ob er ohne die ordnende Hand der USA fähig ist, seinen Beitrag zum Weltfrieden und zum Fortbestand der Menschheit zu leisten.
Alle Machtblöcke dieser Welt haben spätestens seit Donald Trumps Wahl über ihre diplomatischen Kanäle, ihre Denkfabriken und ihre Nachrichtendienste Kenntnis von dieser Vision. Dass die Bürger in Europa weitgehend in Unwissenheit gehalten werden, während ihre Regierungen Entscheidungen von historischer Tragweite treffen, ohne den strategischen Rahmen offenzulegen, in dem diese Entscheidungen fallen, wirft Fragen auf, die über die Geopolitik hinausreichen.
Ein Beispiel für diese Diskrepanz lieferte die Episode um den angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz Putins am 29. Dezember 2025. Wer diese Episode als Nachricht konsumiert, sieht ein scheinbar chaotisches Hin und Her zwischen den Mächten. Wer sie jedoch vor dem Hintergrund der National Security Strategy 2025 liest, erkennt ein anderes Muster. Donald Trump signalisiert Wladimir Putin Gesprächsbereitschaft. Als die CIA ihm den Vorwand lieferte, nutzte er ihn, um öffentlich Distanz zu markieren. Das Ziel blieb dasselbe, die schrittweise Entflechtung bei gleichzeitiger Wahrung des Verhandlungskanals. Beide Seiten spielen ein Spiel, dessen Regeln sie kennen. Die europäischen Regierungen kennen diese Regeln ebenfalls. Währenddessen wird die europäische Öffentlichkeit mit Empörungsritualen bedient und bekommt vom eigentlichen Geschehen nichts mit.
Der Graben zwischen dem Wissen der Regierenden und dem Wissen der Regierten ist in den letzten Monaten immer tiefer geworden. Wer die National Security Strategy 2025 liest und mit dem vergleicht, was europäische Regierungen ihren Völkern über die transatlantischen Beziehungen erzählen, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass das Verhältnis zwischen Staat und Bürger in Europa einer Belastung ausgesetzt ist, die das System Staat bzw. Staatengemeinschaft an seine Grenzen führt.



Beeindruckende Analyse, keine Beanstandungen, die Realität klar dargestellt.Aber der westeuropäischen Bevölkerung bewußt vorenthalten. Die ist dem transatlantischen Irrglauben aus Brüssel hilflos ausgeliefert und bezahlt mit schrittweiser Verarmung den Wahnsinn. Der Wahnsinn der Abkoppelung von russischen und chinesischen Ressourcen wird noch schlimmer als angenommen.
Herr Oberst, die europäische Bevölkerung darf doch nicht beunruhigt werden. Das meinte doch schon Minister Karl Ernst Thomas de Maizière
Keine Panik auf der Titanic!
Wo und wann würde es nicht besser passen als beim „Wer nicht hören will muss fühlen!“
Wo und wann würde es nicht besser passen als beim „Wer nicht hören will muss fühlen!“
Anfrage an die Mitforisten: Habe eben folgende Meldung nach dem Absenden erhalten:
„Doppelter Kommentar entdeckt; sieht aus, als hättest du das schon gesagt!“
Nö, habe ich nicht! Hatte den Schmonzes eingetippt und umgehend abgesendet.
Gibt zu denken!
Ist mir auch schon einige Male so passiert. Ich vermute, dass das tippen auf den
Absende-Buttom manchmal eine Doppelreaktion auslöst. Ich habe ein Touch-Skreen,
ich weiß nicht womit sie arbeiten und ob es mit der Maus oder durch Tasten auch
geschehen kann. Nervig wird es, wenn man noch korrigieren möchte, wenn schon
ein Kommentar mit dem Fehler „eingeloggt“ ist.
Die $-eliten der US haben die bisherige Weltordnung eingehalten weil sie sie nach 1945 definieren konnten.
Mit der „demokratischen“ Uno war das nicht mehr möglich und seitdem steigen die USA überall aus.
Eben NICHT Team-fähig die ´boys´.
[… gibt es eine Übersetzung der NSS2025 ? …]
Warum sollten sie auch? Sie haben die Macht dazu. Auf Moral, Weisheit, Gewissen oder Zurückhaltung und Mäßigung zu hoffen ist vergebene Müh‘ bei Politikern.
https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf
Übersetzung erledigt Google oder Deepl.com…
Geht tatsächlich auch mit pdf !!
Gips auch als HTML-Seite. Suchmaschine kaputt?
https://www.cueni.ch/vollstaendige-deutsche-uebersetzung/
Manche nenne es schon Donroe-Doktrin in Anlehnung an Monroe. Auch wenn Monroe eigentlich zwei Teile hatte, die USA und ihre Interessen in Amerika werden in Ruhe gelassen und die USA mischen sich nicht in den Rest der Welt ein. Also ziemlich isolationistisch eigentlich. Roosevelts Ausdehnung auf Lateinamerika hat die Isolation durchbrochen, genauso wie der Krieg in den Philippinen und dann der erste Weltkrieg. Und ich bezweifele stark, daß Trumps Nachfolger in ihrer „Festung Amerika“ sitzen bleiben werden.
Ich kann mir im Moment schon mal nicht vorstellen, dass sie Israel fallen lassen und damit sind sie in einer Region engagiert, deren Konflikte so schnell nicht gelöst werden. Israel ist auf lange Zeit. unantastbar, weil sie als einzige die Nukes haben,. Und die Amis müssen alles tun, dass das so bleibt und deshalb werden sie sich weiter durch die Region morden.
Ich erwarte jedenfalls nichts Gutes und wahrscheinlich kommt es schlimmer.
Es wird viel Blut fließen.
Die Lösung heißt Abraham- Abkommen…
Das Israel noch ein Wörtchen mitredet, ist mir beim Lesen des Artikes auch gleich
in den Sinn gekommen. Ich habe schon länger den Eindruck, dass Israel bestimmt
was die USA machen, oder die Juden in den USA. Wenn Trump sich sein großes Reich
gesichert hat, ist ja eigentlich auch genug Platz für alle Juden geschaffen. Die Frage ist
dann aber, warum Israel noch schnell die Palästinänser ausrotten und Gaza einverleiben
will. Nur so als Ferienressor für Trump und seinen Clan?
Womöglich, weil die USA sich zurückziehen werden und der Schwanz eben doch nicht mit dem Hund wedelt (wer das glaubt, sollte sich kurz fragen, wer von beiden den Kontinent hat und wer auf einem Stückchen Wüste sitzt).
Ich weiß nicht, wie zutreffend die Annahmen des Autoren sind. Aber ich bin ziemlich beeindruckt und von noch keinem Text zur geopolitischen Lage so überzeugt worden, wie von diesem hier vorgelegten. Und eigentlich passiert auch nichts im Geheimen.
Um in dieser Konstellation nicht abzusaufen, brauchte es in Europa in der politischen Klasse sehr viel mehr Verstand,als verfügbar scheint.
Wir bräuchten einen Bismark und haben einen Merz. Läuft nicht gut.
Ich muss zugeben, da ging es mir ganz genau wie Ihnen.
pffft …..
Kanonenuschi möchte einen 2 Billionen Scheck vom EU Parlament zur freien Verfügbarkeit haben , und da geht es wohl sicherlich nicht um Thermofenster für Sozialwohnungen ..
Das findet hier wohl eher keinerlei Gehör und damit keinerlei Bedeutung ..
Und auch die IT Unternehmen die in der US Rüstung nun richtig gut mitverdienen ,sollen von Pflichten denen IT Unternehmen in Europa unterliegen, ausgenommen werden..
Was bitte macht den Europa anders als eine USA ? Da kann ich auch beim Original bleiben ..
Kein schlechter Text, ‚kamma‘ zumindest (auch) in Erwägung ziehen beim Verständnis der Welt, in der wir leben. Wenn sich die USA eher wieder auf sich selbst beschränken wollen, muss das nicht das Schlimmste sein. Ihr Anspruch auf den ganzen Doppelkontinent ist durchaus fies, aber auch nichts Neues. Mir ist auch nicht bange um „Europa“ – egal, wie die Regierenden hier teilweise zwischen heller Aufregung und verzweifelter Anbiederung herumrotieren. Ich dachte schon bei der ersten Trump-Wahl 2016, dass ich wohl kaum für ihn gestimmt hätte und fand gleichzeitig viele der hiesigen Reaktionen aus der Politik hysterisch, dumm-vernünftig tuend und auch gruseliger als viele Aussagen des Geschäftsmanns aus Übersee. Und es geht doch bitte auch nicht darum, was ‚EUropa‘ jetzt vermeintlicherweise „alles tun muss“ (ich kann das „Unabhängig(er) von den USA werden“ nicht mehr hören, weil es verlogen ist und an der Lebensrealität von geschätzten 85% der Bevölkerung komplett vorbeigeht). Einflussreichere Leute wollen ihre Sorgen zu den unseren machen und gehen dabei durchaus erpresserisch vor. Mehr Power nach außen, Verzichtsappelle, autoritäres Gequatsche und weniger Rechte des Einzelnen im Inneren. Das hat schon was von einer Schönwetterdemokratie. Die Einflussträger hier sind insgesamt gesehen nicht besser als die in Übersee, nur fehlt es halt an der Einigkeit der 27. Das hinwiederum muss ebenfalls nicht schlecht sein, auch wenn das die Leyens und Merzens natürlich gerne anders hätten und innerhalb der EU NOCH MEHR Einfluss wollen. Ja, ich will auch viel. Und abschließend möchte ich anmerken, dass diese häufig wahrgenommene Darstellung von Europa als einem zarten Pflänzchen, das vor den eisigen Winden der Weltpolitik geschützt werden muss, absolut lächerlich ist. Es waren lange genug Europäer, die weltweit permanent mit der Peitsche geknallt haben, dabei fett abräumten (und auch dem gemeinen Volk zu Hause eine Beteiligung zukommen ließen, wenn auch in eher bescheidenem Ausmaß. Eine lohnende Investition und ein Identifikationsangebot, das jetzt wieder mit „Wir Europäer“ angesprochen wird, allerdings mit wohl eher schwindendem Erfolg. Das größere Problem für die EU-Machtansprüche sind dabei – merkwürdig oder nicht – rechte Parteien in den jeweiligen Staaten. Sich auf die jeweilige ‚Nation‘ o.ä. zu berufen, ist zwar auch Quatsch und keine Lösung für irgendwas, aber doch etwas vernünftiger als das permanente Streben der EU nach globalem Einfluss. Wo soll bitteschön plötzlich die „Augenhöhe“ herkommen, die europäischerseits immer wieder ins Spiel gebracht wird, wenn man sich mit den Regierenden ärmerer Weltgegenden trifft?!
Diese „Wir Europäer“-Politdarsteller wollen glauben, dass EUropas Freiheit in der Ukraine verteidigt wird, der Blick ist starr rechts gegen Osten gerichtet. Derweil bereitet „President Donroe“ in aller Öffentlichkeit die Annexion Grönlands vor. Eigentlich ein klassischer Bündnisfall für die EU-NATO. Davon hört man aber nichts. Die EU-Solidarität reicht allenfalls mit Zwangsmaßnahmen gegen Russland, aber nicht für den Bündnispartner Dänemark und sein Territorium mit Autonomiestatus im Arktischen Ozean und wahrscheinlich auch nicht für das EFTA-Mitglied Island im Europäischen Nordmeer, wenn „President Donroe“ auch dort einen unerbetenen „Besuch“ abstatten sollte. Der einzige Verteidiungspartner, der für diese Konstellation hätte vielleicht infrage kommen können, den hat EUropa auf Betreiben der USA erfolgreich verprellt. Für Russland kein Grund zur Schadenfreude, sondern zur Besorgnis über die Sicherheit seiner Zugänge zum Atlantik.
Was Grönland angeht, wissen viele nicht, dass der EU-Vertrag auch eine militärische Komponente hat, und zwar eine deutlich schärfere, als der wachsweiche Artikel 5 der NATO.
Was die dann wohl wert wäre? Mutmaßlich nichts – und das wäre noch die gute Nachricht.
Ein herzliches Dankeschön an Ruben Schattevoy.
der Artikel hat mir ein weiteres Mal gezeigt, wie sehr sich Verstehen von Wissen unterscheidet.
Alle Tatsachen, die Ruben darlegt, waren auch mir bekannt. Ich habe schon einige Artikel über die neue Sicherheitsstrategie gelesen, war also mit dem Inhalt vertraut.
Auch was weltpolitisch geschieht und von Ruben angeführt wird, ist mir nicht entgangen.
Trotzdem hatte ich nicht verstanden, wohin die Reise geht.
Insofern war dieser Artikel ein Augenöffner für mich, der es mir ermöglicht, die Welt nun besser zu verstehen.
Es macht mir den Amerikaner wieder sympathischer.
Ich habe einfach nicht verstanden, was er vorhat.
Und es nötigt mir Respekt ab, vor der Vision, die er zu verwirklichen sucht und die wohl tatsächlich die Welt zu einem friedlicheren Ort machen könnte.
Da sollte man sich als junger Mensch gut überlegen (würde ich) ob man dem bescheureten Europa nicht den Rücken kehrt und sich in Südamerika niederlässt.
Bin zwar kein junger Mensch, aber genau das habe ich vor einer Weile getan. Nun wird mir schlecht bei dem Gedanken, wie die Ansprüche der USA auf diesen Teil der Welt wieder in die Höhe schießen werden, und wie sie ihn behandeln werden.
„Es macht mir den Amerikaner wieder sympathischer.
Ich habe einfach nicht verstanden, was er vorhat.
Und es nötigt mir Respekt ab, vor der Vision, die er zu verwirklichen sucht und die wohl tatsächlich die Welt zu einem friedlicheren Ort machen könnte.“
Ich bin nicht sicher, ob ihnen jetzt ganz klar ist, was er vor hat. Was wir doch zumindest jetzt schon sehen, ist, dass Trump seine orangen Griffel überall hinstreckt, wo er meint, dass die amerikanischen Interessen tangiert werden. Ich bin überzeugt, dass da kein Fleck auf dieser Erde vor ihm sicher ist und eine friedlichere Welt schliesse ich auch aus diesem Grund aus.
Aber wie auch immer, wir sollten ihn an seinen Taten messen (die bis jetzt ja wohl eher unterirdisch sind).
Die Welt wird auf keinen Fall sicherer werden, solange Trump diesen Prozess weiter betreibt.
Allerdings glaube ich nicht, das es so kommen wird wie die Ammis es sich vorstellen. Große
Reiche müssen auch beherrschbar sein. Das hat früher noch recht gut funktioniert, als viele
Mensche noch kaum etwas von einander wußten. Heute weiß jemand in der hintersten Ecke
des Planeten durch das Internet mehr über andere Menschen in anderen Ländern, als deren
Politiker. Die großen Reiche sind alle früher oder später wieder zerfallen. Wahrscheinlich auch
dadurch, dass verschiedene Kulturen auf Dauer doch nicht zusammenpassen.
@Zebraherz
Das sehe ich anders. Was soll denn an dem, was er getan hat, unterirdisch sein?
Es ist nicht demokratisch, es ist nicht mit dem sogenannten internationalen Recht zu vereinbaren. Richtig.
Da ich kein Demokrat bin, ist es mir egal, ob jemand behauptet, irgendetwas wäre undemokratisch. Und an »das Recht« habe ich noch nie geglaubt.
Schon in der Schule konnte ich feststellen, dass die demokratischen Prozesse nur dazu gedacht sind, die „Falschen“ herauszuhalten und die richtigen zu bevorzugen. Und recht hatte der Rektor, auch wenn er Unrecht hatte.
Doch was sollte an der Zeit, in der wir leben, so besonders sein, dass Politik, Machtpolitik, plötzlich auf die anderen Rücksicht nimmt? Man kann von Menschenrechten und internationalem Recht träumen. Doch zur dauerhaften Umsetzung bräuchte es andere Menschen. Besser gesagt: Menschen, die anders aufgewachsen sind, in einer anderen »Welt« als der unsrigen.
Das wird es erst nach einer weltweiten Naturkatastrophe geben können (ein Atomkrieg würde da nicht reichen). Doch wer möchte auf die totale Zerstörung der sogenannten Zivilisation warten oder auch nur sie sich herbeiwünschen?
Trump tut was er versprochen hat.
Ich kannte die Fakten, konnte sie aber nicht einordnen, weil ich nicht das ganze Bild gesehen hatte.
Manchmal braucht es einen kleinen Anstoß oder auch einen großen Schubser, damit der Mensch versteht, was er bereits weiß. Danach fasst er sich an den Kopf und denkt: Ist ja vollkommen klar, warum habe ich das nicht gesehen?
Das ist ja, meiner Ansicht nach, das größte Problem unserer Zeit. Verstehen, was man weiß.
Solche Ideen spukten doch im letztn Jahrhundert rum.
Wie so eine „Grossraumordnungs“-Transformation dann aussah ist bekannt.
Und am Ende belauern sich im besten Fall wieder sich totrüstende Machtblöcke.
Perpetuierter Krieg.
Ich glaube nicht, dass Du das wirklich willst.
Und auch sonst will das niemand ausser ein paar Hitler Fans und eine Handvoll Psychopathen.
Es wird auch so nicht stattfinden denke ich: die US sind fett in der Ukraine drin, haben gerade den Zuschlag für Lithiumabbau bekommen, ihre Schachfigur ein Feld weiter nach Osten gerückt.
Frieden wird es jedenfalls wohl nicht regnen, so oder so.
Im Leben nicht…mag´s kaum glauben was du da erzählst…???
@motonomer
Das glaube ich dir gerne. Manchmal kann ich selbst nicht glauben, was ich für richtig erachte.
Ich versuche, die Welt realistisch zu sehen, so wie sie sich darstellt. Da hilft es leider nicht, sich eine andere vorzustellen.
Ich halte sehr viel vom Menschen. Bedauerlicherweise sind die lebenden Exemplare recht degeneriert.
Den Rest habe ich im letzten Posting, als Antwort auf Zebraherzens Post, gesagt.
Die Stärke dieses Textes rührt, ich sage mal ins Grüne: maßgeblich daher, daß er von einem Physiker stammt, der den Umgang mit Hypothesen- und Modellbildung aus dem ff kennt.
Seine Schwäche rührt daher, daß der Autor nicht gelten lassen will – und gemäß seinen Absichten auch nicht braucht – daß er es mit einer Vision zu tun hat.
Einer, die nicht wesentlich jünger ist, als der amerikanische Unabhängigkeitskrieg.
Ins Spiel gebracht haben die „Panam“-Vision in jüngerer Zeit bereits Robert Gates und seine Spießgesellen, 2008, sie war die nicht nur aus meiner Sicht einzig verfügbare Erklärung für die seinerzeitige Reaktivierung nebst Neuaufbau der 4. Flotte, welche die Atlantikküste Südamerikas „abdeckt“.
Weitere Hinweise fanden sich zuhauf in der „Wettervorhersage“ des National Intelligence Council, der Ausgabe von „Global Trends 2005“.
Ich hatte seinerzeit schon argumentiert, daß es genau eine Macht geben werde, die das Weltfinanzsystem flachlegen wolle und könne – die USA, im Vorgriff auf den Verfall desselben – weil es im Konstrukt des Weltgeld-Kreditsystems von Dollar und – nachfolgend, seit etwa 2015 – EURO angelegt ist, daß alle anderen Player länger davon profitieren müssen, als die USA.
Ich bin halt ein Spinner, gelle.
Putin war sich auch im Klaren, daß es möglicherweise schon mittelfristig dazu kommen müsse, daß die USA diesen Weg einschlügen. Er reagierte mit dem in erster Adresse an China und den Rest Asiens gerichteten Vorschlag, den Dollar in einer konzertierten Aktion aller finanzstarken Mächte durch eine Konstrukt abzulösen, das an die „Sonderziehungsrechte“ des IWF angelehnt war, und an der Weltbank zu verwalten gewesen wäre. Einen „Sozialplan für die USA“ hat er das anzüglich genannt.
In Trump 1 war John Bolton der Sprecher der Neocons und Libdems, welche die Außenpolitik in die nämliche Richtung zu steuern gedachten. Trump nannte ihn einen Idioten und feuerte ihn.
Jetzt, schätze ich mal, hat er begriffen, daß er diese Leute ins Boot holen muß, um seine Amtszeit zu überstehen. Vielleicht denkt er auch daran, auf diesem Weg die NATO-Soldateska teils kalt, teils ins Abseits stellen zu können.
Wie dem auch sei, alles, was auf diesem Weg bisher konkret vorliegt, sind TV-Reality-Shows und Symbolpolitiken, und dabei wird es lange, sehr sehr lange, bleiben.
Wie lange, heißt es, wird es dauern, die Infrastruktur der Ölförderung Venezuelas auf einen modernen Stand zu bringen?
Ja, so zwischen 10 und 15 Jahre wurden dazu ins Spiel gebracht.
Und wie schon im Fall des Irak, werden die amerikanischen Ölfirmen einen Teufel tun, dort Investitionen mit langer Umschlagszeit zu tätigen – schon erst recht, nachdem deren erklärter Zweck es bislang wäre, den Ölpreis auf einem der US-Industrie genehmen, niedrigen Niveau zu halten.
Um wenigstens einen übergreifenden Punkt aus der politischen Ökonomie des Imperialismus genannt zu haben, von welcher der Autor entweder genau NULL Ahnung hat, oder es aus politischen Motiven vorzieht, so zu tun:
Seit mindestens 30 Jahren dauert eine massive Überproduktionskrise an, die nur deshalb nicht katastrophal auf die „westlichen“ Ökonomien durchschlägt, weil es einen Haufen „entgegenwirkender Momente“ gibt, die zu einem großen, wenn nicht größten Teil, auf staatliche Interventionspolitiken zurück gehen. Die Vision „Panam“ schließt ein, die US-Ökonomie von solcher „Nicklichkeit“ zu emanzipieren, aber bis dahin müssen Investitionen in diese Richtung zum Löwenanteil privatwirtschaftliche Quellen und Zwecke haben – sonst finden sie halt nicht statt.
Deine Kritik, dass der Autor zu wenig beachtet, dass er eine politische Vision der Amis zur Grundlage seiner Analyse macht, hat schon was Richtiges. Aber sie machen diese Version doch offensichtlich zur Grundlage ihres staatlichen Handelns. Und da gebe ich ihm recht, wenn er meint, dass Vieles, was uns widersprüchlich erscheint, so eine ziemlich Plausibilität erlangt.
Ich sehe tatsächlich auch die Entwicklung im Inneren der USA fraglich. Und mit fraglich meine ich nicht, dass ich es besser, sondern eben nicht weiß. Hat die amerikanische politische Klasse wirklich die Absicht durch Reinindustrialisierung und gewaltsame Enteignung der Nachbarn, die Lebensverhältnisse in den USA zu stabilisieren? Ich glaube das einfach nicht, weil es sie bisher nicht interessiert hat, sowas wie Aufstand oder Revolte nirgends zu erkennen ist und lässt sich so „Geld machen“, was ja das nationale Credo ist?
Und was soll ich sagen? Mit Theorien von Physikers ist die Menschheit sehr viel weiter gekommen als mit Überzeugungen von Ideologen. Aber das nur am Rande und deinen Kommentar finde ich auch durchaus interessant.
Die Wirklichkeit findet auf Overton nicht mehr statt – eingeschränkt gibt es sie immerhin noch nebenan, bei Telepolis, wo man heute erfuhr, daß NVIDIA die Exportgenehmigung für bis zu 2 Mio H200 – Chips für chinesische Technologieunternehmen „finalisiert“, nachdem China den Importstopp partiell gecancelt hat.
Erwähne ich der Gelegenheit halber.
Die USA sind nicht willens, und nach allem, was man aus vergangenen Geschehnissen ableiten kann, nicht imstande, in Venezuela zu intervenieren, es sei denn, sie wollten nach iwas um 2 Mio gemachter Leichen unverrichteter Dinge – welche Dinge überhaupt? Das weiß keiner! – wieder abziehen.
Die 30-50 Mio Barrel Öl, welche die USA jetzt als Beute beanspruchen, entsprechend ca. einer Monatsproduktion, sind ein Bestand, der aktuell alle verfügbaren Lagerkapazitäten Venezuelas verstopft, einschließlich der auf Reede liegenden Tanker.
Ach, ich hab keine Lust. Die NSS ist eine angestaubte Vision, die aktuell keine andere Funktion hat, als Inventar einer Selbstinszenierung der Trump-Administration im Stile einer TV-Serie zu sein. Das ist Innenpolitik – nicht Außenpolitik, selbst und gerade dann, wenn sie einen Set in Grönland beanspruchen sollte.
Allerdings, ich wiederhole, dem Grönland-Setting könnte die Funktion eines Testfalls für die Loyalität des EUCOM und seiner Patronage in DoS und Pentagon zugedacht sein. Das ist immer noch – und erst recht – Innenpolitik.
Ich kann an den Ausführungen des Aurors nichts wesentliches aussetzen. So ähnlich sehe ich die Entwicklung auch. Bei EU- Europa bin ich mir aber nicht sicher. Die gesamte Welt ist in rasantem Tempo dabei, sich neu zu ordnen. Hin zu einer Multipolaren Welt. Bis auf den trägen Apparat der EU, der in absolutem Stillstand verharrt. Unfähig, auf geopolitische Veränderungen zu reagieren, alle Chancen auf eine Zusammenarbeit mit Russland zerstörend, besessen von einer 1000jährigen Russophobie und einem kolonialen, rassistischen Erbe.
Gut, die Trump- Regierung demütigt die EU, zwingt sie zum Gang nach Canossa, übernimmt die Vormundschaft über ein Gebilde, das bereit und Willens ist, zivilisatorischen Selbstmord zu begehen.
Aber der Apparat der EU ist besessen davon, jeden sprachlichen, kulturellen, historischen und geopolitischen Unterschied innerhalb der EU- Mitglieder mit der Dampfwalze der Vorschriften, Normen und Strafen zu vernichten. Ihr Ziel ist immer noch, ein Gebilde „Vereinigte Staaten von Europa“ oder „4.Reich“ zu schaffen. Und natürlich Russland als Weltmacht dauerhaft so zu schwächen, wenn nicht gar als Staat zu zerstören, das die EU den Platz Russlands als dritte Weltmacht einnehmen kann.
Dieser Konflikt kann nur mit der Vernichtung Europas enden. Physisch in einem Kernwaffenkrieg oder dem politischen und organisatorischen Zerfall der EU…
Trump und seine Mannschaft haben nur begrenzt Zeit. Und viele Gegner. Wer sich durchsetzt und die Zukunft gestaltet, wird sich zeigen. Noch ist die Möglichkeit des Zerfalls ( Bürgerkrieg) in den USA nicht gebannt.
Wie das im Einzelnen ablaufen wird, ist schwer zu sagen und es wird noch viel Überraschendes passieren. Aber ich sehe auch nicht, dass da irgendwo ein Platz für Europa sein wird. Was wir hier verlieren können, schreibst du ja. Ein wenig rätselhaft bleibt, was die politische Klasse des Kontinents glaubt, gewinnen zu können. Selbst wenn ihre kühnsten Träume wahr würden und sie Russland in die Knie zwingen könnten, was wäre danach? Also wenn Dank göttlicher Fürsorge Europa nicht zur atomaren Wüste würde , woran zu glauben mir die Fantasie fehlt. Aber was glaubt man in Brüssel, Paris oder Berlin, in was für einer Welt sie dann agieren könnten? Hören die denn den Amis nicht zu? Haben die keine „Dienste“, die es ihnen erklären? Die können doch nicht so dumm sein, dass sie für sich reale politische Vorteile erwarten, wenn eine der Mächte verschwindet, die den Amerikanern wegen der Kernwaffen entgegentreten kann. Wie viel Verstand braucht es, um das zu erkennen?
Schauen sie sich doch das Niveau der politisch-medialen Klasse an. Die sind tatsächlich völlig degeneriert. Seit Willy Brandt geht es nur noch bergab. Und wenn jemand heraussticht, dann nur, weil der Rest noch erbärmlicher ist.
Was die Gründerväter Amerikas über den Grundsatz der Nichteinmischung dachten.
So wie alle Menschen von Gott gegebene gleiche natürliche Rechte besitzen, haben alle Nationen gemäß den „Gesetzen der Natur und des Gottes der Natur“ Anspruch auf einen „getrennten und gleichberechtigten Status“ zueinander.
Was heute im »National Security Strategy of the United States of America« verlangt wird.
Für ein Land mit so zahlreichen und vielfältigen Interessen wie den unseren ist ein striktes Festhalten am Grundsatz der Nichteinmischung nicht möglich.
Folglich:
Die USA maßen sich an in die inneren Angelegenheiten eines jeden Landes sich einzumischen, wie es ihnen beliebt.
Nachzulesen in
https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf
Nur eine USA ? wow ….
„Wenn diese Vision Realität wird, wird der verbleibende Rest der Weltgemeinschaft erst einmal beweisen müssen, ob er ohne die ordnende Hand der USA fähig ist, seinen Beitrag zum Weltfrieden und zum Fortbestand der Menschheit zu leisten.“
Etwa die ordnende Hand, die 2014 den Putsch in der Ukraine durchführen ließ, als Beitrag zum Weltfrieden und zum Fortbestand der Menschheit?
Oh, diese Schmerzen
Der eigentliche Initiator des Maidanputsches war die EU unter deutscher Führung, maßgeblich der jetzige Mieter des Schlosses Bellevue. Die US- Führung unter Obama hat da nur eingegrätscht. Natürlich hat die Neocon- Fraktion mit „Fuck the EU“ Nuland ihr eigenes Spiel gespielt. Merkel hatte erkannt, das der Frank- Walther noch andere Dienstherren hat. Und hat als einzige Möglichkeit, diese Figur unschädlich zu machen, in zum Bundespräser gemacht. Aber auch der Saarländer, der nach kam, war nicht besser. Die Sozen sind seit August Bebel den Briten verpflichtet. Und die wiederum wollten in alter Tradition sowohl De als auch Ru gegeneinander hetzen. Ist ihnen ja auch gelungen…
Da hat sich einer – zum Einstand hier – mal die Mühe gemacht die strategischen Pläne der MAGA-Leute zu analysieren. Das ist in den Leitmedien hierzulande verpönt, weil es die Bedeutungslosigkeit von Europa im multipolaren Zeitalter zeigt.
Das will man einfach nicht wahrnehmen, weil es unangenehm für die eurozentrische Sichtweise ist.
Ich glaube, die neue multipolare Weltordnung wird aus den Mächtedreieck USA – China – Russland bestehen. Das Völkerrecht wird derzeit und wahrscheinlich auch in Zukunft am entschiedensten von China verteidigt. Auch das widerspricht den hierzulande verbreiteten Weltbild.
Wenn sich die USA Südamerika und Grönland holt, dann hat auch China jedes Recht die Wiedervereinigung mit Taiwan anzustreben. Im Unterschied zur Trump-Politik kann sich China auf das Völkerrecht, die Nachkriegsordnung und die auch von den USA akzeptierten Ein-China-Prinzip berufen.
Nach den konservativen Ökonomen Hans-Werner Sinn sollte die BRD wieder um Rohstoffe aus Russland bemühen und sich mit China gutstellen. Das wollen viele Linksliberale, aber auch viele AfDler, nicht hören. Es ist aber die einzige Möglichkeit den deutschen Abstieg sozialverträglich zu gestalten. Sinn hat dies natürlich nicht im Sinn!
Moralische Empörung, daß das US-Reich imperial ist, immer war, das sind Binsenweisheiten die lange bekannt sind, deutsche Dummköpfe aber noch immer nicht glauben wollen!
„Der Graben zwischen dem Wissen der Regierenden und dem Wissen der Regierten ist in den letzten Monaten immer tiefer geworden. “
Ein Buch gut schreiben und ein Buch gut lesen können, sind halt doch 2 völlig verschiedene Dinge .. o)))
Das Gute , Europa trifft es primär, und die Menschen werden bald sich dem stellen müssen ….
Besser Regeln, die einem nicht gefallen, als Regeln, die eh niemand wirklich kennt und damit nur dem Stärksten dienen können..
Europa brauch wieder mehr Bildung, auch bei seinem politischen Personal. Und ehrlich, ich sehe das nicht als die schlechteste aller schlechten Zukunfts Versionen an ..
Ich verspüre sogar soetwas wie ein wenig Dankbarkeit Trump gegenüber, auch wenn Er vieles schwerer macht, so aber doch klarer erkennbar und das ist heute nichts mehr selbstverständliches .
Aber ich traue Trump weniger den dazu nötigen Intellekt zu, der für solche Visionen aber zwingend notwendig ist. Daher würde mich eher interessen wer denn die treibende Kraft ist hinter diesen Konzept ..
Ändern kann man nur Dinge, die man vorher auch erkannt und begriffen hat.
Alleine wenn ich die Logfiles PiHole mir ansehe beim Aufruf von Overton ,wird mir klar das es keine leichte Aufgaben werden wird, Europas Suveränität. Wenn ich aber Heise zb aufrufe, wird der kleine Pi 4 gleich richtig warm , „Abhängigkeiten“ die eigentlich vielen dienen, nur nicht den einfachen Menschen ….o)))))
Das erstaunt ja, dass dieses Papier so wenig Beachtung findet. Das ist nicht ein Papier von einem Thinktank, das ist offizielle Regierungspolitik der USA, die für Europa spürbare Folgen haben wird, wenn sie umgesetzt wird.
Kurz gesagt: diese weltweite Präsenz mit 800 Militärstandorten wurde errichtet, weil sie für das Imperium rentabel war. Jetzt ist sie nicht mehr rentabel und wird deshalb abgerissen. Der Autor vermutet richtig, dass diese Ausrichtung nicht an Trump gebunden ist. Auch nachfolgende Regierungen werden das nicht rückgängig machen.
Die nächste Frage ist dann die NATO. Letztlich sieht sie Trump als Klotz am Bein und man muss mit einen Austritt rechnen. Insbesondere, wenn sich die Europäer den amerikanischen Plänen diametral entgegen setzen, wie in der Ukraine.
Aber Südamerika will er haben. Ausgerechnet da, wo viele Länder von Linksregierungen geführt werden. Wo er schlechte Karten hat, weil die Chinesen Bessres zu bieten haben. Übrigens, ohne einen einzigen Soldaten dabei zu haben. Werden die USA nie machen. Das kostet und weckt Misstrauen.
Es könnte sein, dass er da auf Granit beißt.
Danke für den (guten) Artikel.
Tja, bis jetzt sind die Amis ja wohl im Plan!
Europa von ihrer Energielieferung abhängig gemacht, die wirtschaftliche Konkurrenz ausgeschaltet, einen Keil zwischen Russland und der EU getrieben, der sich kaum mehr entfernen lässt!
Und unsere „Führungseliten“ machen weiter und weiter und weiter mit ihrer autodestruktiven Politik!
Jetzt stehen sie da, unsere Transatlantiker
und haben offenbar immer noch nicht verstanden, das sie am Nasenring durch die Manege geführt wurden und werden!
Sie erweisen sich als die klassischen betrogenen Betrüger!
Breszinski hat das doch schon vor ewig und drei Tagen beschrieben, wo der Hase lang zu laufen hat.
Ein wirklich beeindruckender Artikel!
Und hier demonstrieren die aufrechten Bürger gegen die AfD……
Mann, mann…..oh Herr, lass Hirn vom Himmel regnen, rief meine Oma oft aus!
Ist natürlich reine Ideologie, die Ruben Schattevoy völlig unkritisch wiedergibt.
Wie viele Militärbasen haben die USA auf der Welt?
Wieviele davon liegen in dem neuen PanAm-Phantasia oder auch Monro’via?
Ist geplant, auch nur eine einzige der 877 Militärbasen zu schließen? -> https://www.infosperber.ch/politik/die-globale-us-militaerpraesenz-waechst-ungebremst-weiter/
Plant Trump, Rüstungsausgaben zu reduzieren, um in die neue „IT-Weltherrschaft“ zu investieren?
Weltherrschaft per Smartphones made in China??
Ist Gaza das neue US Herrschaftsmodell im Rückgriff auf die Indianer-Ausrottung und die Wiederherstellung des Bündnisses weißer Grundbesitzer mit arabischen Sklavenhändlern?
USA: Die höchste Säuglingssterblichkeit aller Industrieländer (zusammen mit der Ukraine), die höchste Rate funktioneller Analphabeten, die geringste Lebenserwartung, seit 50 Jahren stagnierende Reallöhne, eine zerschredderte industrielle Basis, der weltweit höchste Anteil (2%) an Gefängnisinsassen der Bevölkerung usw. usf.
– An alledem werden weder MAGA noch PanAm-Phantasia / Monroevia etwas ändern.
Der Niedergang der USA ist und bleibt unumkehrbar.
(Weiteres siehe E. Todd.)
„“ Ist geplant, auch nur eine einzige der 877 Militärbasen zu schließen? „“
Genau so sieht das aus …
Und es sind sogar für dieses Jahr 50% Mehrausgaben Rüstung, nähmlich 1,5 Billionen. Und das bei Rückbau an Soldaten und Nato..
Bis heute konnte ich nichts dazu lesen, wo denn das ganze Geld hingehen soll, denn mit Sicherheit geht das „irgendwohin“ ..o(
Man müsste die Frage eigentlich anders stellen “ ist denn eine USA heute noch Suverän “ ?
Es sind Global aufgestellte Finanzkonglomerate und IT Konzerne die neuerdings Ihren Profit im Bereich Militär enorm steigern konnten auf amerikanischen Boden. Gaza ist ein gutes Beispiel dafür. Und das sind ausgerechnet konzerne, die auch in Europa niemand ersetzen könnte aktuell im Bereich IT&Kommunikation ..
Und auch
„Die europäischen Staaten nehmen dabei eine rein instrumentelle Rolle ein. “
Ich sehe genau das Gegenteil, aktuell EU Politik wird zum Feind Amerikanischer Freiheitsideale erklärt und soll bekämpft werden, und das aktiv über Bereistellung finanzieller Mittel dafür. Und hier stehen sich Russland/USA näher als Europa/USA o)))
Panam? Furchtbare Idee und völlig chancenlos. Won´t come.
@Estragon. Ich fand den Artikel von Herrn Schattevoy sehr interessant, vor allem in der Zuspitzung auf die These von der panamerikanischen Hegemonie. Aber mir sind bei der Lektüre dieselben Einwände gekommen wie deine.
Ich denke, daß der Artikel und deine Einwände sich nicht widersprechen, wenn man in Betracht zieht, daß es in den USA zwei Lager gibt, die einen Kampf gegeneinander führen: der deep state mit Geheimdiensten, Neocons und liberalen Medien auf der einen Seite. Das sind die Leute, die mit regime change Aktionen einen low intensity Krieg auf der eurasiatischen „Weltinsel“ führen wollen. Und auf der anderen Seite Trump mit seiner Truppe aus Tech-Milliardären, ein paar Think Tanks und Schwiegersohn, die eine Lösung in Absprache mit Rußland suchen. Die größere Vision dieses Lagers hat der Artikelautor sicherlich korrekt beschrieben.
Wer sich in diesem Ringen durchsetzt, weiß ich nicht. Mir scheint aber, daß man sich vor übertriebenen Hoffnungen auf Trump hüten sollte. Er mag ja vielleicht ernsthaft einen Atomkrieg verhindern wollen. Die faschistischen Tendenzen im Trump-Lager sind aber unübersehbar. In der National Security Strategy ist vom „eisernen Gesetz“ der Machtpolitik die Rede. Trump hat dieses Stichwort auch in seiner Pressekonferenz nach der Aggression gegen Caracas noch einmal wiederholt. Er hat sich vom Völkerrecht verabschiedet und scheint auch bereit zu sein, innenpolitisch zur Gewalt überzugehen.
Egal, wie der Kampf in den USA ausgeht, für Leute wie uns, die wir ein Leben mit zivilisatorischen Mindeststandards leben wollen, sieht die Zukunft nicht gut aus.
“Mir scheint aber, daß man sich vor übertriebenen Hoffnungen auf Trump hüten sollte. “
Trump hat doch klar gestellt das Ihn der Rest der Welt weniger Interessiert. Bitte warum sollte dann Trump für Hoffnung in Europa stehen ?
Europa ist doch viel eher das Problem, zumindest dieses Europa . Es opfert aktuell alle Erungenschaften letztes Jahrhundert den Interessen weniger , die da hart erkämpft wurden..