
Viele Investitionen der Reichen, die unbedingt möglichst lange leben wollen und vom Antiaging auf Longevity umgestiegen sind, gehen in den Gesundheits- und Biotechbereich. Hier werden Jungbrunnen oder Therapien aller Art für diejenigen entwickelt und angeboten, die aufgrund ihres Lebensstils sowieso schon länger leben und sich unverzichtbar sehen, auch wenn sie diejenigen sind, die trotzdem nach der Devise „Nach mir die Sintflut“ oder dem Traum, auf einen anderen Planeten umzusiedeln, am meisten für Naturzerstörung und Klimaerwärmung verantwortlich sind.
Der rechtslibertäre und anti-woke Milliardär und Risikokapitalinvestor Joe Lonsdale, zusammen mit Peter Thiel, Alex Karp, Stephen Cohen und Nathan Gettings Mitbegründer von Palantir, das Software für Geheimdienste, Polizei und Militär herstellt, tut sich nicht gerade als Humanist hervor, hasst alle Linken und hat auch nichts gegen Gewalt. Er ist für die Kriminalisierung der Obdachlosen, propagiert eine „maskuline Führung“ und wirbt für Peter Thiels schrägen Kampf gegen den Antichristen, den dieser u.a. in Greta Tunberg verortet.
Empathie ist in dieser Welt der Tech-Milliardäre etwas, das man als Loser-Einstellung weit von sich weist. Das kann man auch paradoxerweise an dem Startup „Safer Human Medicine“ (SHM) sehen, in das er mit seiner Firma 8VC 20 Millionen US-Dollar investiert hat. Das scheint erst einmal ganz menschenfreundlich zu sein, er verkauft das Unternehmen auch als „pro human“ und „nicht böse“. Zweck des Unternehmens ist, für den boomenden Medizinmarkt 30.000 Makaken zu züchten, die von medizinischen Startups gekauft und zu Experimenten verwendet werden.
„Amerika braucht eine zuverlässige inländische Versorgung mit Versuchstieren aus dem Primatenbereich, um die Entwicklung von Heilungsmethoden für unsere Kinder rasch voranzutreiben“, erklärte Lonsdale gegenüber Forbes. „Führungsstärke bedeutet, den Mut zu haben, Forschung zu unterstützen, die Leben retten kann – auch wenn sie kontrovers erscheint.“ Nach der International Union for Conservation of Nature (IUCN) sind die in Asien lebenden „Javaneraffen“ (Macaca fascicularis oder cynomolgus“ stark gefährdet. Daher wittert SHM wegen der „Mangelware“ ein gutes Geschäft durch Züchtung im Inland. Und schließlich will Lonsdale nur die Alternative sehen: „Würdest du lieber dein Geschwisterkind oder den Affen retten?“
Gegründet hat Safer Human Medicine 2023 Jim Harkness, der zuvor mit der Firma Envigo Hunde für Tierversuche gezüchtet hatte. Er wurde wegen schwerer Verletzungen des Tier- und Umweltschutzes verurteilt und musste 4000 Beagles herausgeben. Das Mutterunternehmen von Envigo bekannte sich schuldig und zahlte 35 Millionen an Strafe, die höchste Strafe, die in den USA jemals wegen Verletzung des Tierschutzes gezahlt wurde. Verurteilt wurde allerdings nur die Firma, nicht Harkness.
Die große Makakenzuchtfirma soll in Georgie angesiedelt werden. Bewohner des Ortes Bainbridge wehren sich gegen die Ansiedlung der Tierquälerei. Ein Brief, den SHM an die Bewohner schickte, verspricht ihnen gute Jobs und sagt zur Begründung: „SHM wurde mit einem ganz bestimmten Ziel gegründet: dazu beizutragen, dass die medizinische Forschung in den Vereinigten Staaten nicht gebremst wird, weil Wissenschaftler und Forscher keinen Zugang zu nichtmenschlichen Primaten haben (d. h. Cynomolgus-Makaken, einer Affenart, die sich am besten für die medizinische Forschung eignet).“ Versprochen wird, alles für das Wohlergehen der Makaken zu tun, die dann freilich als Experimentiermasse anderswo enden. Betont wird, wie nahe die Makaken den Menschen seien: „Die menschliche Biologie und Krankheiten lassen sich am besten an nichtmenschlichen Primaten untersuchen, da diese dem Menschen sehr ähnlich sind. Nichtmenschliche Primaten verfügen über ähnliche Gehirne, Muskelstrukturen, Fortpflanzungs- und Immunsysteme sowie weitere körperliche Merkmale. Das bedeutet, dass Forschungsergebnisse, die anhand von nichtmenschlichen Primaten gewonnen werden, für den Menschen weitaus relevanter sind als Informationen, die man beispielsweise anhand von Ratten oder Mäusen gewinnen könnte.“
Die Rechtfertigung mündet in einem Argument, nachdem es amoralisch wäre, keine Versuche mit Makaken zu machen: „Wir halten es für unmoralisch, Menschen und Tiere unter Krankheiten leiden zu lassen. Der Einsatz von Tieren in der Human- und Veterinärforschung wird von den Beteiligten als ein wissenschaftlich vertretbares Mittel zum Zweck angesehen, das beibehalten werden muss, um sicherzustellen, dass Menschen und Tiere nicht unnötig Krankheiten und Leiden erdulden müssen.“ Das Ziel rechtfertigt das Mittel. Die Alternative wäre die Entwicklung von Methoden, die ohne Tierversuche auskommen.
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Cognitive Warfare*
Gegen Cyberpsychose helfen Cyberimplantate, ist besser als Gelddrucken nur das, das im eigenen Kopf stattfindet.
*PsyOps war gestern!
Wenn es andere Methoden gibt nimmt man die. Kein Milliardär sagt, ne man muss hierfür unbedingt Affen nehmen. Mit KI ist da mehr möglich, aber halt KI ist ja auch böse. Antiaging und Longevity ist mittlerweile Standard ! in der Jugendkultur, jeder möchte solange wie möglich leben und das ist ok. Das ist nicht nur ein Ansatz von Milliardären. Wer das nicht will sollte in seinem Ausweis vermerken das er jedewede Krankenhausbehandlung ablehnt. Oder er ist ein Heuchler. Das geht fast alles auf Tier und teilweise Menschenversuche zurück.
Dazu muss man nicht nach Amerika schauen da reicht Deutschland.
https://www.peta.de/themen/tierversuche-affen/