
Lang hat es nicht gedauert bis im Austragungsland des Eurovision Song Contest (ESC) 2026 der Dachstuhl brannte. Für Österreich ist der ESC eine große Anstrengung und nachdem sich der eben noch gefeierte Gewinner JJ den Ausschluss Israels vom Wettbewerb wünscht, gesellen sich zu den logistischen Problemen heftige Diskussionen.
Zunächst sei noch ein Blick auf die heiteren Seiten der landesweiten Vorbereitungen auf die Austragung des Song Contest erlaubt. Heiter, weil sie der erwartbaren Dramaturgie der Provinzposse entsprechen. Die Republik Österreich muss sparen, damit das Budgetdefizit nicht aus dem Ruder läuft. Die Kosten für die ESC-Austragung sind aber beachtlich.
Man scherzte schon, der Finanzminister habe am Abend der Austragung absichtlich tausendfach für Schweden gestimmt, damit der Kelch an Austria vorbeigeht. Pech gehabt, der Zirkus kommt. Der ORF erinnerte in einem Bericht an die letzte Austragung vor genau zehn Jahren. Tenor des Beitrags: Es war damals sehr teuer und kompliziert. Gut zu wissen.
Wohin mit dem Monsterevent?
Mehrere Städte bringen sich bereits in Stellung. Sogar Spaßstarter wie Oberwart (genügend Nächtigungsmöglichkeiten vermutet man im nahegelegenen Bad Tatzmannsdorf) sind dabei. Der logistische Optimismus des Bürgermeisters Georg Rosner (ÖVP) ist löblich und schließlich ist Oberwart die drittgrößte Stadt des Burgenlands! Was soll da noch schiefgehen?
Auch das oberösterreichische Wels bringt sich und seine neue Messehalle in Stellung. Wels war bislang noch nicht auf der Landkarte internationaler Musikevents, aber das kann ja noch werden. Man hatte sich bereits 2014 (erfolglos) für den ESC beworben und das Messegelände wurde jetzt nochmals um 10.000 Quadratmeter erweitert. Das ist ein ganzer Fußballplatz zusätzlich!
Der ORF betont in seinem Bericht über die Bewerbung Wels‘ nochmals: die Sache wird teuer und kompliziert. Faszinierende Formulierungen des Staatssenders: Es sähe „danach aus“, dass der Wettbewerb „trotz der hohen Kosten“ in Österreich stattfinden kann. Aha. Hoffentlich kann Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) zwischen den Zeilen lesen und ist dann nachher nicht zu enttäuscht, wenn es doch wieder Wien wird und Wels keinen neuen Flughafen für den ESC gebaut bekommt.
Wiens Bürgermeister Ludwig meint zumindest, Wien sei bereit, nur mit dem Dach hapert es noch. Man könnte ja wieder in die Stadthalle nehmen, liebäugelte aber mit dem ungleich größeren Ernst-Happel-Stadion. Das soll tatsächlich ein verschließbares Dach bekommen und wäre damit endgültig Eventarena (für Fußball wird das Stadion sowieso – aus bekannten Gründen – zu wenig gebraucht), nur leider ist bereits sicher, dass das mit dem Dach bis zum Mai nächsten Jahres nicht klappen wird.
Aufregung über den Israel-Sager
Alles ging seiner unvermeidlichen Wege und hätte putzig provinziell bleiben können, wenn da nicht die Weltpolitik wäre. Und an dieser Stelle muss der ESC-Vorbericht leider bitter werden. Das kam so: Der österreichische Gewinner Johannes Pietsch (Bühnenname JJ) wurde vermutlich ein wenig von der spanischen Zeitung „El Pais“ in die Falle gelockt.
In Spanien artikulierte sich bereits Unmut über das überraschend gute Abschneiden Israels beim Publikums-Voting und es wurden Stimmen laut, man solle KAN, die israelische Fernsehanstalt, auszuschließen. JJ sagte nun brav ins Mikrophon, er sei „sehr enttäuschend, dass Israel noch am Wettbewerb teilnimmt“ und er würde sich den Song Contest nächstes Jahr „in Wien“(sic!) „ohne Israel“ wünschen.
Ein bisschen also das, was die spanischen Kollegen wohl hören wollten. Es ist die ziemlich gleiche Aussage des letztjährigen Siegers aus der Schweiz, auch der zeigte Unverständnis, warum Israel noch mitmachen darf.
An der Stelle ein notwendiger Hinweis: Von deutschen (und österreichischen) Boden ging ein industriell organisierter Massenmord an den Juden aus. Daraus erwächst eine besondere deutsche und österreichische Verantwortung gegenüber dem Staat Israel. Juden sollen dort friedlich und sicher leben können. Gleichwohl ist Massenmord, Vertreibung und eine in Teilen faschistische, israelische Regierung, die offenkundig Palästinenser als minderwertige Menschen betrachtet eine Katastrophe, die alle Menschen angeht und auch von einem österreichischen Musiker kommentiert werden darf. Denn dies ist ein moralisches Problem das auf allen lastet: „Wo warst Du, als Gaza starb?“
Nach JJs Äußerungen bemühten sich, vom österreichischen Bundespräsidenten abwärts, zahlreiche Vertreter des Staates zu relativieren. Das gelang mal besser und mal schlechter. Der Vorsitzende der Wiener FPÖ Dominik Nepp polterte los, die Bundesregierung habe mit JJ einen Antisemiten gefeiert.
Ein typisches Muster des Rechtspopulismus. In aller Welt tuen plötzlich Antisemiten so, als würden sie gegen den Antisemitismus kämpfen. Tun sie nicht. Sie nutzen dies nur als Vehikel antimuslimische oder im Fall von JJ anti-queere Ressentiments zu schüren.
JJ ist ziemlich sicher kein Antisemit. Er ist ein junger Musiker, der das Leid der palästinensischen Bevölkerung nicht mehr aushält und der nicht verstehen kann, weshalb niemand die tagtäglichen Bombardements der Zivilbevölkerung stoppt und den durch zeitweilige Totalblockade des Gazastreifens entstanden Hunger beendet.
Er sagt selbst, dass er sich mit den politischen Zusammenhängen nicht auskennt, aber seine Betroffenheit ehrt ihn und ist gut nachvollziehbar. Es ist wenig hilfreich, JJ jetzt undifferenziert ins Eck zu argumentieren und sich beispielsweise darüber zu empören, dass er Israel mit Russland vergleicht.
Dass hat er nicht eigentlich getan, wenn er erwähnt, dass nach der russischen Invasion das Land ausgeschlossen wurde, der „Aggressor“ Israel aber nicht. Als Mitglied der LGBTQ+-Community wird er sicherlich ein paar Unterschiede zwischen der Russischen Föderation und Israel kennen.
Außerdem, was verlangt man von JJ? Es gilt eine fadendünne Linie entlang zu wandern, auf der einerseits Verständnis für die enorm schwierige Lage Israels artikuliert wird und es aber andererseits keinerlei Verständnis dafür geben kann, dass in Gaza aus politischen Gründen Kinder getötet werden und verhungern.
Besonnenheit, die beim Konflikt zwischen Israel und Palästina kaum wer noch aufbringt, wäre gefragt. Die israelische Botschafterin in Österreich will JJ einladen und mit ihm reden, das wäre vielleicht ein guter Schritt.
Wurde die Abstimmung manipuliert?
Israels Regierung unter Bibi Netanjahu steht zunehmend im Abseits und daran ist sie alles andere als unschuldig. Für die Menschen in Israel ist dies fraglos eine große Belastung. Das Land steht mit dem Rücken zur Wand und fühlt sich, nicht ganz grundlos, von Feinden umgeben.
Ist es da ein Wunder, dass kaum jemand gewillt ist, harmlose Liebessongs zu trällern? Man möchte das eigene Leid artikulieren und in die Welt hinaustragen. Gut nachvollziehbar. Nur stelle man sich – als Gedankenexperiment – einmal ganz nüchtern ein Pitch-Meeting im Land X vor, bei dem nach dem möglichen Beitrag für den ESC gesucht wird und eine Person steht auf und sagt: „Ich habe eine Idee, lasst uns einen Song machen über ein entsetzliches Massaker, bei dem 1200 Menschen brutal ermordet wurden!“
Man würde der Person ein Glas Wasser reichen und ihr ruhig erklären, dass ein solches Musikstück zum ESC und seinen Bu-ba-ba-bu-ba-ba-Wohlfühlsongs irgendwie nicht passt. Tja, nur leider hat der israelische Sender KAN, ziemlich genau dies in den letzten zwei Jahren getan.
Mehr oder minder unverhüllt wurde auf das Massaker vom 7. Oktober hingewiesen und damit die Spaßveranstaltung ESC durchaus politisch gekapert. In der Musikszene hat dies zu zahlreichem Widerspruch geführt. 70 ehemalige Teilnehmer sprachen sich deshalb gegen eine erneute Teilnahme Israels aus und sie tun dies auch aus durchaus verständlichen, handwerklichen Gründen.
Denn bei der aktuellen Abstimmung letzte Woche ließ sich auf YouTube ablesen, dass der israelische Beitrag eher selten aufgerufen wurde. 19 andere Beiträge hatten mehr Klicks, dennoch erreichte der israelische Beitrag beim Publikumsvoting den überragenden ersten Platz. Warum gewinnt ein Lied, das sich kaum wer anhört?
Nun, die vielen Stimmen bekam Israel, weil Menschen aus politischen Gründen für den Beitrag gevoted haben. Sie wollten ihre Solidarität mit Israel bekunden. Fein, warum nicht? Aber das widerspricht eben leider eindeutig dem Geist des ESC, der ja die Musik feiern will und keine Abstimmung über Zuspruch oder Abneigung gegenüber der Politik eines Landes sein möchte. Für die anderen teilnehmenden Musikerinnen und Musiker ist das mehr als demotivierend und auch für israelische Musiker ist es verkorkst, wenn ihr möglicher Sieg so einen Beigeschmack bekäme.
Klar, einige aus der Musikszene mögen bei ihrer Kritik antisemitisch motiviert sein (ist ein häufiges Phänomen), aber sicherlich nicht alle. Es wäre letztlich wünschenswert, wenn dies die Sendungsverantwortlichen in Israel mitbedenken würden.
Fraglich ist, ob dies noch möglich ist, nachdem Bibi Netanjahu systematisch am Umbau des Senders KAN zum Propagandainstrument arbeitet. Der Sender berichtet kaum mehr über das namenlose Elend der palästinensischen Bevölkerung oder über mögliche Kriegsverbrechen der Israeli Defence Forces, die mittlerweile auch der ehemalige Premierminister Ehud Olmert nicht mehr gänzlich ausschließen mag.
Vor diesem Hintergrund klingt vielen Fans der Eurodance-Stampf des ESC hohl und deplatziert. Eigentlich könnte man sich vor diesem Hintergrund die Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes sparen.
Es bleibt abzuwarten, wie es jetzt weitergeht, vielleicht speckt man den ESC einfach wegen all der nicht mehr aushaltbaren politischen Konflikte auf ein Minimum ab und dann kann vielleicht doch noch Wels als Austragungsort zum Zug kommen … oder das 8000 Einwohner starke Oberwart.



Ist ein JJ wirklich relevant genug für einen Artikel? Den man auch noch lesen soll? Sry, vielleicht wenn ich mal gaaanz viel Zeit habe… Nix gegen den Autor, jeder muß heutzutage sehen wie er (es) sich seine Semmeln verdient…..
Was für ein dämlicher Kommentar!
Es geht hier nicht um die Relevanz dieses JJ-Fuzzies, sondern die brisante politische Situation dahinter.
Echt jetzt?!?? Dann hätte man die Schlagzeile aber ganz anders gestalten sollen!
Ok., die Schlagzeile ist wirklich bescheuert.
„Besonnenheit, die beim Konflikt zwischen Israel und Palästina kaum wer noch aufbringt, wäre gefragt. Die israelische Botschafterin in Österreich will JJ einladen und mit ihm reden, das wäre vielleicht ein guter Schritt.“
Nein. Was soll es da zu bereden geben? Wie notwendig die Ausrottung der Palästinenser aus Sicht Israels sei?
Ein guter Schritt wäre vielmehr, wenn das österreichische Außenministerium die israelische Botschafterin vorladen würde, um ihr klarzumachen, daß Völkermord inakzeptabel ist, um anschließend sie und das gesamte diplomatische Personal Israels des Landes zu verweisen. Das wäre absolut angemessen!
Israel von heute:
https://youtu.be/pKQN79Eeo0w?si=lTIHaj49b9gCRG1V
An was erinnern solche Typen?
Massenmord bleibt Massenmord, egal ob ihn Amerikaner, Engländer, Deutsche oder Israeliten begehen.
Ja, das was heute in Gaza passiert ist ein Genocid. 15000 Kinder verhungern jede Woche.
Und ein Fascho bleibt ein Fascho, egal welches politische Mäntelchen er sich anzieht. Lrecht oder Lrinks 😊
Alle Menschen sind gleich. Es gibt keine Besseren. Menschen die sich für besser halten sind arrogante Deppen.
Und in diesem Sinne fand ich es auch erfrisched das endlich mal ein junger Mensch politisch unvoreingenommen über Israel heute spricht.
Ja, Politiker und Medien wetzen jetzt die Messer.
Aber das sind charakterlich die selben Messerwetzer und Wegseher wie damals als es Slaven, Polen, Juden und Romas an den Kragen ging.
… und zur Ergänzung: auch den Ukrainern! Und diese alle mit tatkräftiger Unterstützung der jeweiligen Bevölkerung dieser Länder, die die Gelegenheit eifrig nutzte, sich unerwünschter Mitbürger zu entledigen. Es war für die Nazis keineswegs schwierig, einheimische Helfer für ihre ethnischen Säuberungen in diesen Ländern zu finden (Pars pro toto: Bandera!).
100%
15 Millionen Russen hat die NS damals in den KZ ermordet (von Denen redet Keiner) und heute greifen sie wieder Russland an.
PS: das erste Genocid in Europa machte die Habsburger Monarchie auch an Russen am Thalerhof in Feldkirchen.
@Sonja Walcher
Ernst Jandl – Lichtung
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum
„Israels Regierung unter Bibi Netanjahu steht zunehmend im Abseits und daran ist sie alles andere als unschuldig. Für die Menschen in Israel ist dies fraglos eine große Belastung. Das Land steht mit dem Rücken zur Wand und fühlt sich, nicht ganz grundlos, von Feinden umgeben.“
Wo steht Israel mit dem Rücken zur Wand?
Und warum schaffen sich deren Politiker immer mehr Feinde?
Hat der Tenor JJ was von Juden gesagt ?
NEIN, er hat vom Ausschluss des israe -lischen Staates geredet. Hört der Autor
nicht zu ?
Danke! Dieses Detail scheint man uns mit der Zeit erfolgreich abzugewöhnen…
Der östereichische Songcontest-Teil –
nehmer hat den Ausschluss Israels vom ESC gefordert. Von Juden hat er nicht geredet.
ESC heißt „Europäen Song Contest“! Sehe ich mir meinen Globus an kann
ich Israel in Europa nicht finden. Warum darf Israel überhaupt teilnehmen?
Sollte dann nicht auch der Iran und Nord Korea mit dabei sein?
Ich nehme an, Israel darf teilnehmen, weil es von Europäern kolonialisiert wurde.
Dein Einwand wäre bei Europameisterschaften berechtigt, wo ja auch Israel meist mitmacht. Angeblich, weil es in Asien (liegt in Vorderasien) nicht beliebt ist. Ich frag mich ja, woran das liegen mag…
Der ESC ist aber eben der Eurovision Song Contest. Veranstaltet von der Eurovision respektive der Europäischen Rundfunk Union EBU. Und Mitglied der Eurovision ist Israel immerhin, denn die EBU ist größer als Europa:
https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Rundfunkunion
„Warum darf Israel überhaupt teilnehmen?..“
.. weil Europa sein Judenproblem nach 1945 in Palästina endgültig, zunehmend erfolgreich und sakrosankt entsorgt hat, daher das Waffenliefern zur Unterstützung der Entsorgungsprobleme, die den europäischen Beteiligten durchaus bekannt sich konsequent dort ergaben samt kleinem Hinweis auf den Tatbestand der DNA per Song Contest etc.
Wenn, dann wäre es der EuropEAn Song Contest. Ist er aber auch nicht. Es ist der Eurovision Song Contest. Veranstalter ist dir EBU, und dort ist, badum-tssss, Israel Vollmitglied. Könnte man wissen, wenn man Allgemeinbildung nicht wie der Teufel das Weihwasser meiden würde.
Dann freue ich mich auf die Teilnahme anderer Vollmitglieder wie Libyen, Ägypen, Tunesien…
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1956 entschied der Bundesgerichtshof wie vor ihm bereits verschiedene Oberlandesgerichte, bis zur Deportation nach Auschwitz-Birkenau sei die Verfolgung von den „asozialen Eigenschaften der Zigeuner“, nicht aber „rassenideologisch“ motiviert gewesen. Die Minderheit habe „auch schon früher Anlaß gegeben“, sie „besonderen Beschränkungen zu unterwerfen“. Dieses Urteil bekräftigte die bis dahin übliche Ablehnung von Entschädigungsleistungen und begründete die Fortführung dieser Praxis. Noch über den BGH hinaus ging das Oberlandesgericht München. 1961 bestritt es die Deportation selbst nach dem Auschwitz-Erlass als „aus Gründen der Rasse“ geschehen. „Zigeuner“ seien verfolgt worden, „weil sie ziel- und planlos umherzogen, sich über ihre Person nicht ausweisen konnten oder für Spione gehalten wurden“
Unfaßbar!
Soll das heißen, daß dem Bundesgerichtshof 1956 die „Aktion Reinhardt“ noch nicht bekannt war? Und was hat „Auschwitz-Birkenau“ da zu suchen? Die erste industrielle Vernichtungsaktion der Nazis war besagte Aktion Reinhardt, in deren Zuge von 1942 bis 1943 etwa 1,8 Mio Juden und 50.000 Roma unterschiedslos ermordet wurden! Dafür wurden extra die Lager Treblinka, Sobibor und Belzec errichtet – und anschließend wieder eingeebnet, um die Spuren zu verwischen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Reinhardt
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@Altlandrebell: Hallo Altlandrebell, auch wenn ich nicht in allen Punkten übereinstimme, aber summa summarum wieder ein absolut genialer und vor historischem und politischem Wissen strotzender Beitrag von Ihnen!
Und da ich chronisch depressionskrank bin, muss ich mich für diesen Satz bedanken: „Ansonsten: Mich juckt diese Pop-Agitprop-Veranstaltung nullkommaniente. Das ist Musik, die man nicht mal auf dem Personalklo laufen lassen kann, ohne Probleme mit den Genfer Konventionen zu bekommen.“
Das war der absolute Stimmungsaufheller für mich!! 🤣🤣🤣
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@Altlandrebell
Hach, die guten Nachkriegsjahre! Endlich waren „wir“ wieder wer!
Wir sind schon wieder wer
https://www.youtube.com/watch?v=0zadspXE1to
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Ich lese Ihre Beiträge immer wieder gerne, viel Genuss und Gewinn. Herzlichen Dank, lieber Altlandrebell.
@Altlandrebell: erstklassige Antwort auf
den Artikel ! Ich gratuliere !
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@Altlandrebell:
Sehr schön! Danke.
„An der Stelle ein notwendiger Hinweis: Von deutschen (und österreichischen) Boden ging ein industriell organisierter Massenmord an den Juden aus. Daraus erwächst eine besondere deutsche und österreichische Verantwortung gegenüber dem Staat Israel. “
Und die geschichtlich ererbte Verantwortung gegenüber Israel besteht darin, jeden Scheiß, den Israel und seine Regierung verzapft, mitzumachen. So denken Völkische, also die Deutschen. Vielleicht wär es mal Zeit für was Neues.
Man liest (nicht nur hier im Forum) fast nur von Juden (bestenfalls noch von Roma und Sinti), die in den faschistischen Lagern ermordet wurden.
Jedoch sind ebenfalls Kommunisten, Sozialisten, Gewerkschafter und ueberhaupt Menschen, die in Opposition standen zur Nazi-Herrschaft in den Todeslagern der Faschisten gelandet.
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Kalauer-Alarm:
Ausgerechnet ein Künstler namens JJ soll Juden nicht mögen.
Was sagt bloß Josef Joffe dazu?
Laut Staatsräson sind das unsere Freunde und sollen trotz des IStGH-Urteils vom Bundeskanzler der Bundes Republik Deutschland eingeladen werden.
Doku
Extremisten an der Macht
https://www.arte.tv/de/videos/115065-000-A/israel-extremisten-an-der-macht/
„Es gilt eine fadendünne Linie entlang zu wandern.“
Hihi.
An die Hacker: Es kann doch kein Ding technisch völliger Unmöglichkeit sein, sämtliche Frequenzen der dort verwendeten drahtlosen Mikrofone im selben Moment zu kapern!
Das ESC eine super teure Zwangsbespaßung.
Peinlichkeit 12 Points.
Interview in der niederländischen Zeitung Trouw
Zuhair Muhsin wurde allgemein bekannt, als er im März 1977 die folgende Äußerung in einem Interview mit der niederländischen Zeitung Trouw machte:
Ein palästinensisches Volk existiert nicht. Die Schaffung eines Palästinenserstaats ist nur ein Mittel, um unseren Kampf gegen den Staat Israel zugunsten unserer arabischen Einheit fortzusetzen. In Wirklichkeit gibt es heute keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute über die Existenz eines palästinensischen Volkes, weil arabische nationale Interessen verlangen, daß wir die Existenz eines bestehenden „palästinensischen Volkes“ setzen, um dem Zionismus entgegenzustehen.[3]
Aus taktischen Gründen kann Jordanien, was ein souveräner Staat mit definierten Grenzen ist, nicht Ansprüche auf Haifa und Jaffa stellen, während ich, als ein Palästinenser, zweifelsfrei Haifa, Jaffa, Be’er Scheva und Jerusalem beanspruchen kann. Allerdings, in dem Moment, in welchem wir unser Recht auf ganz Palästina reklamieren, werden wir mit der Vereinigung von Palästina und Jordanien nicht eine Minute warten.
Dies war übereinstimmend mit dem Großsyrien-Konzept der syrischen Baath-Partei, deckte sich aber nicht mit der Charta der PLO, und mehrere pro-israelische Beobachter haben deswegen die Frage nach der Rechtmäßigkeit des palästinensischen Nationalismus (und damit der Notwendigkeit eines palästinensischen Staates) aufgeworfen. Tatsächlich reflektiert Muhsins Meinung nur einen extremen, von einer Minderheit in der PLO und der palästinensischen Gesellschaft angenommenen Standpunkt, namentlich den von as-Sa’iqa, der allerdings mit dem Syriens übereinstimmt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zuhair_Muhsin
Zuhair Muhsin (arabisch زهير محسن Zuhair Muhsin, DMG Zuhayr Muḥsin; * 1936 in Tulkarm; † 15. Juli 1979 in Cannes) war ein palästinensischer Politiker, der von 1971 bis 1979 die syrisch kontrollierte PLO-Gruppierung as-Sa’iqa anführte und 1979 einem Attentat zum Opfer fiel.
https://de.wikipedia.org/wiki/Taq%C4%ABya
Taqiya bzw. Taqīya (arabisch تقية, DMG Taqīya oder Taqiyya ‚Furcht, Vorsicht‘) ist ein bei verschiedenen schiitischen Gruppen geltendes Prinzip, wonach es bei Zwang oder Gefahr für Leib und Besitz erlaubt ist, rituelle Pflichten zu missachten und den eigenen Glauben zu verheimlichen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hamas-Charta
In der als Hamas-Charta oder Charta der Hamas (arabisch ميثاق حماس, DMG Mīṯāq Ḥamās) bezeichneten „Charta“ sind Programm und Ziele der 1987 gegründeten palästinensischen Terrororganisation Hamas festgeschrieben. Die Hamas veröffentlichte ihr durch die Ideologie des Islamismus geprägtes Grundsatzpapier am 18. August 1988. Sie dokumentiert den Anspruch der Terrororganisation auf das ihr als Waqf geltende Gebiet der Region Palästina. In dem Papier wird das Existenzrecht Israels bestritten. Alle Muslime und Araber werden zur Befreiung von Palästina und zur Unterstützung der Hamas im Kampf gegen eine postulierte „zionistische Invasion“ aufgerufen. Dabei wird auf ein traditionelles Hadith hingewiesen, das zum Töten aller Juden aufruft. In der Charta wird behauptet: „Der Zionismus macht nirgends Halt: Nach Palästina strebt er eine Expansion vom Nil bis zum Euphrat an, und wenn er sich diese Region einverleibt hat, folgt weitere Expansion und so fort.“[1] Als Beleg wird auf die „Protokolle der Weisen von Zion“ und „die derzeitigen Taten der Zionisten [im August 1988]“ verwiesen.[1]
Warum soll ich sie auch mögen.
Weil sie mich seit meiner Kindheit hirnwaschen und mit einer Schuld brandmarken, die sie gerade begehen und ich nicht begangen habe?
Der Autor versteht den Unterschied zwischen Juden und dem Staat Israel anscheinend nicht, sonst würde er beide nicht in einen Topf hineinwerfen. Eigentlich kommt es einer Pesonifizierung gleich, wenn aus den Lehren der geschichte des Holocausts, nun eine besondere Verantwortung gegenüber dem Staat Israel erwachsen, und damit die nun über 50 jährige Besatzng des Westjordanlandes und des Gazastreifens gerechtfertig werden soll. Der Autor übersah wohl auch das der Fernsehsender KAN zum staatlichen Rundfunk Israels gehört, also warum nicht ausschließen?
Ein jüdisches Volk existiert nicht.
https://www.amazon.de/Die-Erfindung-j%C3%BCdischen-Volkes-Gr%C3%BCndungsmythos/dp/3548610331/
Also muss man die auch nicht mögen.