Oberste US-Geheimdienstchefin: Die Existenz von US-finanzierten Biolaboren in der Ukraine wurde verschleiert

DNI-Chefin Tulsi Gabbard veröffentlichte kurz vor ihrem Ausscheiden aus dem Amt Informationen über US-finanzierte Biolabore. Screenshot von DNI-Video

Kurz vor ihrem Ausscheiden aus dem Amt als oberste Geheimdienstchefin (Director of National Intelligence – DNI) hat Tulsi Gabbard noch Dokumente über 120 von amerikanischen Steuergeldern seit langem unterstützte Biolabs auf der ganzen Welt veröffentlicht. Es geht aber vor allem um diejenigen in der Ukraine. Die Öffentlichkeit seien diese Informationen absichtlich vorenthalten worden: „Die Informationen über die Existenz, die Geschichte, die Standorte und die Finanzierung dieser von den USA finanzierten Biolabore wurden von mächtigen Menschen bewusst verschleiert, indem fälschlicherweise behauptet wurde, sie existierten nicht, und jeder, der etwas anderes behauptete, wurde als ausländischer Agent und Verräter Amerikas beschuldigt.“

Das ist harter Tobak und könnte direkt aus Moskau stammen. Die paar Dokumente, teils noch geschwärzt, die Gabbard „nach monatelanger Suche“ veröffentlichte, sind allerdings dürftig.

Die Biolabore des Pentagon weltweit, aber vor allem in der Ukraine, die mit gefährlichen Erregern hantieren sollen, um sie möglicherweise zu Biowaffen zu machen, wurden von China und Russland während der Covid-19-Pandemie und vor allem nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine zum Thema auch vor die Vereinten Nationen gebracht. Sie seien, so Valentina Matviyenko, die Sprecherin des Föderationsrats, im April 2023 nach Veröffentlichung des Berichts der Parlamentarischen Kommission über die Untersuchung der Biologischen Labors der USA in der Ukraine, “exklusiv militärisch und keineswegs für eine friedliche medizinische Forschung“. Ukraine, so der Bericht, sei zu einem Testgebiet für Biowaffen geworden, es sei an ethnischen Waffen geforscht und mit gefährlichen Fledermaus- und Vogelviren, aber auch Milzbrand und Tularämie (Hasenpest) geforscht worden. Putin sprach von einem „Netzwerk von westlichen Biowaffenlaboren“. Über die Jahre hielt man an der Bedrohung durch die Biolabore fest.

Aus den USA wurde das abgestritten und als Desinformation oder Verschwörung abgetan. Die vom Biological Threat Reduction Program des Pentagon modernisierten und geförderten Biolabs dienten dazu, so die US-Botschaft in Kiew bereits im April 2020, „der Gefahr von Ausbrüchen (vorsätzlichen, versehentlichen oder natürlichen) der weltweit gefährlichsten Infektionskrankheiten entgegenzuwirken“. Zu den Laboren in der Ukraine heißt es:

„Die Prioritäten des Programms zur Reduzierung biologischer Bedrohungen in der Ukraine bestehen darin, sicherheitsrelevante Krankheitserreger und Toxine zu konsolidieren und zu sichern sowie weiterhin sicherzustellen, dass die Ukraine Ausbrüche gefährlicher Krankheitserreger erkennen und melden kann, bevor diese eine Bedrohung für die Sicherheit oder Stabilität darstellen.“

Es handelt sich um Labore, die in Zeiten der Sowjetunion teilweise mit der Entwicklung von Biowaffen zu tun hatten. „Wir bekämpfen die Bedrohung durch Bioterrorismus, indem wir Sicherheitsvorkehrungen für tödliche Krankheitserreger treffen, die aus einem biologischen Waffenprogramm der Sowjetzeit stammen“, so die US-Regierung. Washington hatte 2005 mit der ukrainischen Regierung nach der Orangen Revolution vereinbart, die Labore zu modernisieren, um in Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Gesundheitsministerium „präventiv die Verbreitung von Techniken, Pathogenen und Wissen, die zur Entwicklung von biologischen Waffe“ zu verhindern. Verabredet wurden auch Regeln der Geheimhaltung, falls diese vom Pentagon erlassen werden.

Biolabore des Pentagon haben Biowaffenforschung betrieben

Auch wenn es stimmen sollte, dass das Pentagon keine Biowaffenforschung betreibt, sind Maßnahmen zur Erkennung, Verhinderung und Bekämpfung von Biowaffen stets dual-use. Die Pathogene müssen vorhanden sein, mit ihnen muss experimentiert werden. Das lässt immer die Möglichkeit zu, dass heimlich auch an Entwicklung und Bevorratung von Biowaffen gearbeitet oder damit experimentiert wird. Natürlich wird die Forschung als Biodefense-Programm bezeichnet. Auch unter der ersten Trump-Regierung wurde 2028 eine National Biodefense Strategy verabschiedet, um sich auf biologische Bedrohungen vorzubereiten und diese zu bekämpfen.

Dass das Pentagon mit Milzbrand-Biowaffen experimentiert, stellte sich beispielsweise 2001 heraus, als Anthrax-Briefe an Redaktionen und Senatoren verschickt wurden. Fünf Personen starben. In Verdacht stand ein Mitarbeiter des Biolabs in Fort Detrick, der aber vor dem Ende der Ermittlungen Selbstmord beging. Wirklich aufgeklärt wurde der Vorfall nicht.

Im Juli 2001 hatte die US-Regierung erst ein Zusatzprotokoll zur Biowaffenkonvention abgelehnt. Man wollte sich offenbar nicht in die Karten schauen lassen, allerdings waren vorgesehenen Maßnahmen auch löchrig. Die Mitgliedsstaaten hätten angeben müssen, ob sie bereits Biowaffenprogramme durchgeführt haben und in welchen Labors Versuche mit bestimmten Krankheitserregern beispielsweise zur Entwicklung von Impfstoffen stattfinden. Aber sie wären nur verpflichtet gewesen, Hochsicherheitslabors und größere Labors zu benennen, die dann routinemäßig überprüft würden. 2015 flog auf, dass Hochsicherheitslabore des Pentagon fahrlässig Proben gefährlicher Anthrax-, Pest-, Enzephalitis-Erreger weltweit an andere Militäreinrichtungen verschickt haben. Daraufhin wurden erst einmal die Biowaffen-Forschung an neun Pentagon-Labors eingestellt.

Im September 2022 versicherte die US-Regierung in Reaktion auf den russischen Bericht: „Das Verteidigungsministerium betreibt, unterstützt oder billigt die Entwicklung biologischer Waffen nicht. Weder in den Vereinigten Staaten, noch in der Ukraine, noch irgendwo sonst auf der Welt.“ (Statement to the Article V Consultative Meeting Under the Biological and Toxin Weapons Convention By Kingston Reif, Deputy Assistant Secretary of Defense, Threat Reduction and Arms Control, United States Department of Defense)

Gabbard: „Gefährliche ‚Gain-of-Function‘-Forschung bei äußerst geringer Transparenz und Kontrolle“

Tulsi Gabbard, eine Veteranin und ehemals demokratische Abgeordnete, die Kriegen abgeneigt war, für Assange und Snowden eintrat und von Hillary Clinton aus Konkurrenzgründen als Russenfreundin diskreditiert wurde, hat angekündigt, am 30. Juni ihr Amt zu beenden, weil sie sich um ihren kranken Mann kümmern müsse. Sie wurde wahrscheinlich von Trump dazu gedrängt, weil sie seinen Iran-Krieg nicht unterstützte und mitunter auch zu eigenwillig war. Das kann Trump nicht ertragen.

Man kann nur mutmaßen, warum sie jetzt noch schnell die paar Dokumente veröffentlicht hat. Vielleicht war es noch ein Wunsch von Trump, unterstützt auch von Gesundheitsminister Robert Kennedy, der sich auf seinem offiziellen X-Account bei ihr bedankte: „Vielen Dank, @DNIGabbard, dass Sie die von den USA finanzierten Biolabore auf der ganzen Welt aufgedeckt haben. Das amerikanische Volk hat ein Recht auf die Wahrheit.“

Gabbard scheint es weniger darum zu gehen, ob es sich um Pentagon-Labore zur Erforschung oder Entwicklung von Biowaffen handelt, worauf die russische Regierung verweist, sondern dass in ihnen wenig kontrolliert mit gefährlichen Erregern  experimentiert und an Gain-of-Function-Forschung gearbeitet wurde, also die Ansteckungsfähigkeit und Virulenz von Erregern zu erhöhen, um diese besser zu verstehen und etwa Impfstoffe zu entwickeln, gleichzeitig könnten die optimierten Erreger aber auch als Waffen eingesetzt werden.

Trump hatte im Mai 2025 ein Dekret erlassen, auf das Gabbard verweist, das der Biden-Regierung einen fahrlässigen Umgang mit Gain-of-Function-Forschung in den USA und in anderen Ländern unterstellte und die Fortsetzung von Gain-of-Function-Forschung untersagte, bis sichere Kontrollmaßnahmen in Kraft treten: „Die Biden-Regierung hat gefährliche „Gain-of-Function“-Forschung innerhalb der Vereinigten Staaten ohne ausreichende Aufsicht zugelassen. Zudem hat sie über die National Institutes of Health aktiv die Finanzierung von biowissenschaftlicher Forschung durch Bundesmittel in China und anderen Ländern genehmigt, in denen die Aufsicht durch die Vereinigten Staaten begrenzt ist oder keine angemessene Durchsetzung von Biosicherheitsvorschriften zu erwarten ist.“ Das sei leichtfertig gewesen, „selbst nachdem COVID-19 das Risiko solcher Praktiken offenbart hat“.

Diskutiert wurde, dass der Covid-19-Virus aus dem Labor in Wuhan entkommen sein könnte, in dem auch mit amerikanischen Geldern etwa über EcoHealth Alliance Gain-of-Function betrieben wurde. Den Verdacht hatte etwa auch der BND geäußert, die Bundesregierung hatte die Information zurückgehalten. Auch ein von Republikanern geführte Kongress-Ausschuss kam 2024 im Abschlussbericht zu dem umstrittenen Ergebnis, dass der Sars-CoV-Virus wahrscheinlich aus dem Labor in Wuhan gekommen sei. Dort sei mit amerikanischen Geldern an verschiedenen Viren Gain-of-Function-Forschungsbetrieben worden. Der stellvertretende Direktor der National Institutes of Health (NIH), Lawrence Tabak, hat dies 1924 vor einem Kongressausschuss eingeräumt. Die demokratischen Ausschussmitglieder veröffentlichten hingegen einen Bericht, der in vielem dem republikanischen widersprach und Fauci in Schutz nahm.

Dieser Streit steht vielleicht hinter Gabbards Vorstoß, wenn sie schreibt: „Viele dieser von der US-Regierung finanzierten Biolabore führen derzeit oder führten in der Vergangenheit Forschungen mit gefährlichen und hochansteckenden Krankheitserregern durch, darunter in einigen Fällen auch gefährliche ‚Gain-of-Function‘-Forschung, und das bei äußerst geringer Transparenz und Kontrolle.“

Aus den paar veröffentlichten Dokumenten geht nicht viel hervor. Es soll in der Ukraine 40 dieser unterstützten Biolabore geben, übrigens auch in den russisch besetzten Gebieten auf der Krim, in Donezk und Lugansk. Nach dem ODNI wurden Biowaffen-Pathogene wie  Milzbrand, TBC, Marburg, Ebola, Pest, Sars etc. in Odessa gelagert, wo es auch ein Hochsicherheitslabor mit dem Biosafety-Lavel 4 geben soll. Aufgeführt werden als Beispiel vier Labore, die mit amerikanischem Geld mit Pathogenen arbeiten dürfen und allesamt von der US-Firma Black & Veatch und Subunternehmen vor 2014  aufgebaut wurden.

Ohne konkret zu werden, warnt Gabbard nicht vor möglichen Biowaffen, sondern davor, dass die Labore im Krieg eine Gefahrenquelle darstellen könnten: „Zu diesen Biolaboren gehören auch Labore in der Ukraine, die aufgrund des anhaltenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine gefährdet sein könnten. So warnten die Geheimdienste bereits zuvor, dass ein von den USA finanziertes Biolabor in der Ukraine wahrscheinlich gefährliche Krankheitserreger lagere und weiterhin der seit langem bestehenden Gefahr eines russischen Angriffs, einer Beschlagnahmung oder einer Beschädigung ausgesetzt sei.“

Gabbard erklärte, sie habe ODNI beauftragt, weiter Informationen über de Labore und die Arbeit zu sammeln, die dort durchgeführt wird. Man hat den Eindruck, sie stand unter dem Zwang, diese Sache noch schnell erledigen zu müssen. Den Befürchtungen Russlands oder von Mutmaßungen anderer entsprechen die Befunde von Gabbard nicht.

Ukraine in Abwehr, Russland sieht sich bestätigt

Trotz der dürftigen Informationen fühlte sich das ukrainische Außenministerium genötigt, auf  den Bericht zu reagieren: „Seit vielen Jahren zielt die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten im Bereich der biologischen Sicherheit ausschließlich darauf ab, die Kapazitäten des öffentlichen Gesundheitswesens, der epidemiologischen Überwachung, der Labordiagnostik sowie der biologischen Sicherheit und der Biosicherheit zu stärken. Dabei handelt es sich um ganz normale zivile Aktivitäten, die den internationalen Standards und Praktiken im Bereich der öffentlichen Gesundheit entsprechen und in keinerlei Zusammenhang mit militärischen Zielen stehen.“

Das sieht man natürlich in Russland anders. Kirill Dmitriev, Putins Sondergesandter für Investitionen und wirtschaftliche Kooperation mit dem Ausland und Leiter des Russian Direct Investment Fund (RDIF), der auch in die Verhandlungen mit den USA über die Beendigung des Ukraine-Kriegs eingebundenen ist, forderte gleich Wikipedia auf, den Eintrag über die Biolabore zu berichtigen, weil die Biolabore dort als Verschwörungstheorie dargestellt werden: „Russland hat die Wahrheit über die Biolabore gesagt, während der Deep State und die etablierten Medien dies geleugnet haben. Dies ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie Russlands Wahrheit von der mächtigen und finanzstarken Maschine der Falschdarstellung verschleiert wird.“ Er beschuldigte auch Hunter Biden mit seinem Fond die Biolabore mitfinanziert zu haben.

Die staatliche Nachrichtenagentur Tass zitierte Senator Alexander Voloshin von Donezk, der die von Gabbard nicht belegten Vorwürfe aufwärmte: „Die Ukraine ist für den Westen tatsächlich zu einem riesigen Testfeld für unmenschliche wissenschaftliche Experimente, Waffentests unter Kampfbedingungen und Social Engineering geworden. Es hat sich herausgestellt, dass es in der Ukraine tatsächlich von den Vereinigten Staaten finanzierte Einrichtungen gab, in denen mit gefährlichen Krankheitserregern gearbeitet wurde – worüber in Russland schon so lange gesprochen wurde. Darüber hinaus haben einzelne amerikanische Geheimdienste selbst vor den Risiken gewarnt.“

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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9 Kommentare

  1. Zu dem was es u.a. in der West-Bank und Gaza in diesen Tagen an Vorfällen gab. Die Siedler haben die Wasserspeicher vergiftet (Hebron Gouvernorat), Brandanschläge auf Brunnen verübt und das Wasser aus Wassertransportern gelassen (und landwirtschaftliches Gerät gestohlen). Die Siedler stehlen Wasserleitungen aus einem Zuhause in der Nähe eines Brunnens (Khalayel al-Loz in Bethlehem). Es wurden Kraftfahrzeuge in Brand gesetzt. Das Militär überfährt einen 18-jährigen und lässt die Sanitäter nicht zum Verletzten (Aqraba, südlich von Nablus). Die Siedler zünden Olivenbäume nordöstlich von Ramallah an. Das Militär verhaftet mehr als zehn Palästinenser (Anata östlich von Jerusalem Ramallah, Betlehem). Es wird in Gaza-Stadt Khalil Jamil Al-Masri, 40 in den Rücken geschossen. Die anderen drei Personen die am Tisch sind erschrecken und können nicht helfen. Es wird berichtet dass die Tötung willkürlich erfolgt ist. Es wird in Khan Younis in einem Zelt für Vertriebene Amir Emad Al-Basheeti, 13 erschossen (Samstag). Es gibt bei einem Angriff auf ein Geschäft bzw. Reparaturwerkstatt vier Tote (Jabalia). Seit dem Waffenstillstand im Oktober sind mehr als neunhundertachtzig Palästinenser getötet worden. Die Wohngebäude werden zerstört.

    Es fanden in z.B. New York und in London zwei Messen statt für Immobiliengeschäfte in denen was aus Siedlungen verkauft wird die umstritten sind. In der vergangenen Woche haben das Vereinigte Königreich, Australien, Frankreich, Neuseeland, und Norwegen einige Sanktionen gegen sechs Entitäten und einen Unternehmensinhaber beschlossen. Die Vereinigungen und Unternehmen helfen u.a. bei der Finanzierung der militärischen Ausrüstung der bewaffneten Siedler-Truppen und tätigen Überweisungen an Siedlungen die mit Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang stehen (Angriffe und Erschiessungen von Palästinensern in der West-Bank). Ebenso liefern sie z.B. Bulldozer mit denen die Wohngebäude in der West-Bank zerstört werden (Baufirmen für die Besatzung). Evtl. gehen die Siedler danach in McDonalds. Jedenfalls sagt die BDS-Bewegung (Boykott-Desinvestition-Sanktionen) dass man nicht in dieses Fast-Food Restaurant gehen soll.
    Es wurden in der West-Bank von 2006 bis 2022 1.036 Palästinenser darunter 225 Kinder getötet. Von 2023 bis 2025 wurden 1.244 Palästinenser darunter 268 Kinder getötet (Oxfam, Vereinte Nationen).

    „Ich bin Kinderarzt und versorge Patienten, Verletzte und schutzbedürftige Menschen im Gazastreifen. Ich habe meine Arbeit im Einklang mit dem Völkerrecht und humanitären Standards ausgeübt. Meine Inhaftierung ist ungerecht und willkürlich, und ich fordere meine Freilassung.“
    Dr. Hussam Abu Safiya, Mittwoch. Der Direktor des Kamal Adwan Hospitals war während des Völkermords öfters in den Nachrichten und wollte nicht weggehen. Es wird ihm ein Prozess gemacht und der Anwalt kennt nicht die Beweise. Die Wohngebäude in der Umgebung des Hospitals wurden zerstört. Die medizinischen Geräte in dem Hospital wurden zerstört. Meiner Meinung nach an Absurdität nicht zu überbieten: Dr. Abu Safiya war die ganze Zeit im Hospital. Er war als Arzt gekleidet und man wirft ihm vor ein Kombattant zu sein. Das Militär hat gesagt er soll aus dem Hospital rausgehen. Es wurde gefilmt wie ein Militär ihm in einem Militärfahrzeug die Hand gibt aber im Gefängnis wurde er geschlagen. Jetzt wird ihm in einem anderen Land ein Prozess gemacht. Eigentlich müsste er vor dem Internationalem Strafgerichtshof die Besatzung anklagen.

    Hinweisen möchte ich auch noch dass in den Formulierungen „das Militär begibt sich nach Nablus“ und „Durchsuchung“ ebenso wie in der Formulierung „der Gefangene Mohannad Weida wurde nach 12 Monaten freigelassen“ weder der Grund der Durchsuchung, der Grund einer Festnahme oder der Grund einer Verurteilung zu Gefängnis genannt wird. Oder was das Militär in Nablus macht und worüber die Befragungen der Einwohner sind. Das sind die unvollständigen Angaben die es gibt. Das bedeutet aber auch: Es wurden in Gaza genau die Anzahl der Menschen bekanntgegeben die an einem bestimmten Tag ermordet wurden. Es wurde nicht die Anzahl der an diesem Tag getöteten Frauen und Kinder genannt um die Bevölkerungen nicht zu beunruhigen. „Unter den Toten sind auch Frauen und Kinder.“ Die Meldung hätte auch sein können dass z.B. an dem Tag 105 Menschen getötet wurden und dass unter den Toten sich 45 Kinder, 30 Frauen und 10 Ältere befinden. In den lokalen Medien gab es keine Nachrichten obwohl die Frauen und Kinder umgebracht wurden.

    Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
    https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de

    1. „Der Bewohner von Gaza wird getötet, während er bei seiner Familie und seinen Freunden sitzt… Er wird getötet, während er schläft, während er wach ist, während er mit seinen Kindern spielt, während er auf der Strasse geht, während er einkaufen geht, während er sein Kind zur Schule bringt, während er in der Moschee betet, während er arbeitet, während er nach Brennholz sucht, um sein Essen zu kochen, während er an der Schlange für Brot, für Suppe, für Wasser ansteht… Er wird getötet! […]

      Weil die ganze Welt zusieht und weint und empört ausruft: «Wie kann man die Bewohner von Gaza töten!» Aber diese ganze «Welt» unternimmt nichts, und so ändert sich nichts. Und wir werden weiterhin getötet.

      Es sind fast drei Jahre seit unserem Genozid vergangen … der auf den Bildschirmen der ganzen Welt übertragen wird. Wie und warum werden wir immer noch getötet?!“

      Zur Tötung von Khalil Jamil Al-Masri, 40, der mit seinen Freunden an einem Tisch saß.

    1. Ihre Kommentare werden zusehends inhaltsvoller und schäumen vor Brisanz geradezu über. Man fragt sich manchmal zwar, welchen Beitrag sie zum betreffenden Artikel leisten außer leerem Geplänkel, trotzdem sollten Sie sich um eine Position in der Redaktion bemühen.

  2. Und wie immer verschweigen die Regierungsmedien diesen Fakt. Wer will sich schon als Propagandist und Lügner selbst entlarven?
    Frage: Was ist der Unterschied zwischen „ Verschwörungstheorie“ und der Wahrheit? Mindestens 12 Monate! Ist nicht von mir.

  3. Bleibt die Frage, wieso in der Ukraine an Krankheitserregern „geforscht“ wird, die dort gar nicht vorkommen. Aber vermutlich habe ich jetzt „Jehova“ gesagt?

    1. „Bleibt die Frage, wieso in der Ukraine an Krankheitserregern „geforscht“ wird, die dort gar nicht vorkommen.“

      Über Ebola sollte nur in Afrika geforscht werden?

  4. Na was haben wir denn da …..
    Madame Nuland war so frei und räumte 2022 bei der Anhörung im US-Senat ein, dass es „biologische Forschungseinrichtungen“ in der Ukraine gebe –und dies durchaus ein Anlass zur Sorge gebe.“
    „Diese Befragung sorgt für Aufhorchen, nicht nur in Russland“ , jetzt hat sich die „Desinformation“ Russlands wohl bestätigt.
    Quelle Welt.de 2022

  5. Weitergehende Infortionen zu dem brisanten Thema gibt’s besimmt heute abend im ,Heute Journal‘, mit Marioetta Slomka.
    Ach nee, wahscheinlich doch nicht.

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