
„Ich habe meine Wohnung verloren und lebe nun auf der Straße. Ohne Wohnung habe ich kein Anspruch auf Bürgergeld – und dadurch habe ich ab dem 1.1.2026 keine Krankenversicherung mehr. Dann muss ich alle Medikamente wie Blutverdünner, die ich für meine thrombotischen Störungen im Bein brauche, selbst bezahlen. Am 31.12. werde ich noch mal zum Arzt gehen, um mir für die erste Zeit meine Medikamente zu sichern. Wie es dann weiter geht, weiß ich nicht.“
Das hat mir Andreas E. an einem eisigen Montag zwischen den Jahren erzählt, als ich ihn nach längerer Zeit wieder in der Stadt getroffen habe. Ich konnte das nicht glauben und habe ein wenig recherchiert. [1] – [4]
Die gute Nachricht: Es gibt Hilfe. Nur wissen das viele Betroffene nicht. Für sie gibt es keine bunten Paraden und keine Solidarität. Wer kaputt ist, stört, passt nicht ins Bild einer heilen Welt. Für Andreas E. und alle, denen es ähnlich geht, ist dieser Text geschrieben.
Das deutsche Gesetz unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Gruppen von Personen:
- Menschen, die mindestens drei Stunden täglich arbeiten können. Von der Bundesagentur für Arbeit bekommen sie Arbeitslosengeld, wenn sie sich arbeitslos gemeldet haben und in den 30 Monaten davor mindestens 12 Monate Pflicht- oder freiwillige Beiträge zur Arbeitslosenversicherung geleistet haben. Ist das nicht der Fall, muss beim Jobcenter Bürgergeld beantragt werden, das aus Steuermitteln finanziert ist. Das wird gezahlt, wenn man seinen ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen bestreiten kann und niemand da ist, der einen unterstützt. Das Jobcenter übernimmt dann die auch Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung.
- Menschen, die nicht in der Lage sind, drei Stunden täglich zu arbeiten, gelten als „erwerbsunfähig.“ Sie müssen beim „Sozialamt“ einen Antrag stellen. Das sind die Kommunalbehörden der Städte, Kreise, Landschaftsverbände und Bezirke oder die Landessozialämter. Aber aufgepasst: Ein Hilfebedürftiger kann einen formlosen Antrag stellen. „Auch nach einem Hinweis Dritter, wie etwa der Familie oder Nachbarn, muss das Sozialamt tätig werden (Amtsermittlungsgrundsatz).“ So steht es auf der Homepage der Bundesregierung. [3]
Solange die Erwerbsunfähigkeit nicht von einem Arzt festgestellt und von einem Amt, in Hessen z.B. vom Hessischen Amt für Versorgung und Soziales, bescheinigt worden ist, sollte man als Obdachloser im erwerbsfähigen Alter zuerst zum zuständigen Jobcenter gehen. Ganz wichtig: Um Geld vom Jobcenter zu bekommen, braucht man einen gültigen Personalausweis und die Berechtigung, sich dauerhaft in Deutschland aufhalten zu können.
Andreas E. glaubt, dass er mit seiner Wohnung auch sein Anrecht auf Bürgergeld verloren hat. Damit ist er vermutlich nicht allein. Stimmen tut das aber nicht. Das Jobcenter braucht eine „ladungsfähige Anschrift“. Das kann auch die Postadresse von Freunden oder Bekannten sein. Obdachlose scheuen sich, andere um diesen Gefallen zu bitten, um sie nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Der Obdachlose muss beim Jobcenter angeben, dass es sich nur um seine Postadresse handelt, nicht um seine Wohnadresse, sonst wäre er ja nicht obdachlos. Wenn das Amt vermutet, dass da eine „Bedarfsgemeinschaft“ gebildet worden ist, kann sie die Bezüge von dem kürzen, der helfen will. So hat es mir Andreas E. erzählt. Wenn Lebenspartner zusammenleben oder Eltern mit ihren Kindern trifft dies in der Tat zu. Wenn andere Personen einen Obdachlosen aufnehmen und mit ihm eine Haushaltsgemeinschaft bilden, ist folgendes wichtig: Nachweislich getrennte Konten, Essen getrennt einkaufen, der Aufnehmende zahlt wie bisher die volle Miete. Wenn die Aufnahme nur von kurzer Dauer ist (1 Monat), sollte man dies dem Jobcenter mitteilen. Wer auf der Straße lebt, kann auch eine karitative Einrichtung als Postadresse angeben oder ein Postfach einrichten.
Es ist auch großartig, wenn Menschen Obdachlosen in Garagen, Kellerräumen oder Gartenlauben Unterschlupf gewähren, gerade in dieser kalten Jahreszeit. Aber man muss dann alle Probleme im Blick haben. Augen auf ist der beste Schutz vor Bränden und sonstigen Problemen. Die private Hilfe wird immer auf Einzelfälle beschränkt bleiben. Um so mehr sind die Profis gefragt, bei den staatlichen Behörden, bei Diakonie, Caritas, Notfallübernachtungen, Teestuben und Tafeln. Politik, Medien und auch die Kirchen schauen gerne in die Ferne, obwohl die Not doch oft so nah ist.
Mit dem Beginn des neuen Jahres braucht man auf jeden Fall ein Bankkonto. Zum Glück hat jeder Anspruch darauf. Sparkassen sind als öffentlich-rechtliche Institution dazu verpflichtet, jeder Person, die sich rechtmäßig in der EU aufhält, ein Konto einzurichten. Nur bei Verdacht auf Betrug oder Geldwäsche darf sie ablehnen.
Hier in Form eines Laufzettels zusammengefasst was Obdachlose wie Andreas E. tun sollten (Laufzettel zum Herunterladen):
- Schnorren Sie sich 50, besser 100 Euro zusammen. Wenn Sie süchtig sind nach Alkohol oder Drogen und zu einer anderen Person mehr Vertrauen haben als zu sich selbst, geben Sie das Geld, was Sie zurück legen können, in deren Obhut, bis der Betrag zusammen ist.
- Als nächstes brauchen Sie eine Anschrift, unter der man Sie erreichen kann. Das geht, auch wenn Sie obdachlos sind. Dazu gibt es drei Möglichkeiten A, B und C:
- A) Sie finden eine karitative Einrichtung, die sich bereit erklärt, Ihre Post in Empfang zu nehmen und zu verwahren, bis Sie diese abholen. Gehen Sie mindestens einmal pro Woche dorthin, sonst kann Ihnen das Postfach gekündigt werden.
- B) Sie finden eine Privatperson, die Ihnen Folgendes bestätigt:
„Hiermit bestätige ich, Max Mustermann, geboren am 1.1.1980 in Klein-Kleckersdorf, wohnhaft in der Bahnstraße 1, in 12345 Tüdelhausen, dass Hans Hilflos, geboren am 1.1.1990 in Babbelburg, Inhaber des Personalausweises mit der Nummer A1B12345C, unter meiner Postanschrift Briefe und sonstige postalische Nachrichten erhalten kann. Er wohnt unter dieser Anschrift nicht und ist dort auch nicht gemeldet.“
- C) Sie gehen zur nächstgelegenen Post und richten ein Postfach ein, wo Sie Ihre Briefe abholen können. Das kostet derzeit 29,95 € pro Jahr. Das Geld müssen Sie dabei haben.
- Gehen Sie zur Sparkasse und eröffnen Sie ein Konto. Das kann ein „Comfort“-Konto sein für derzeit 9,99 € pro Monat. Wer sein Konto nur wenig nutzt (1x im Monat Geld vom Jobcenter, 2x Geld abheben, 1x Kontoauszüge ausdrucken) gibt es je nach Sparkasse Konten, wie das Giro Flex, die nur die Hälfte kosten. Bringen Sie Ihren Personalausweis, eine bestätigte Adresse (siehe Punkt 2) und mindestens 30 € mit. Damit decken Sie die Kosten für die Kontoführung bis die erste Zahlung vom Jobcenter kommt.
- Mit Personalausweis, Ihrer bestätigten Adresse und Bankverbindung gehen Sie zum Jobcenter und beantragen Bürgergeld. Dort wird geprüft, ob Sie Vermögen haben und wie viel Geld Sie bekommen. Vor allem: Sie sind wieder gesetzlich krankenversichert. Das kann Ihnen wirklich das Leben retten. Wenn zu vermuten ist, dass bei Ihnen dauerhafte Erwerbsunfähigkeit vorliegt, wird man dort weitere Schritte in die Wege leiten.
Ich habe Uli Steiert, einen Bekannten, der im Jobcenter Frankfurt arbeitet, gebeten, diesen Text Korrektur zu lesen. Er hat wertvolle Hinweise und Ergänzungen geliefert. Hierfür herzlichen Dank! Hoffen wir, dass dies für Andreas E. und andere Obdachlose eine erste Hilfe ist. In Deutschland leben etwa 50.000 Menschen auf der Straße. Tendenz steigend. [5]
[1] https://www.arbeitslosenselbsthilfe.org/obdachlos-buergergeld/
[3] https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/sozialhilfe-und-buergergeld-2253064
[4] https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/arbeitslose/
[5] https://www.deutschlandfunk.de/ursachen-obdachlosigkeit-wohnungslosigkeit-100.html




Selten so einen Bobo-Scheiß gelesen,
alleine schon als Pflichtversicherter bei der gesetzlichen Krankenkasse und Pflegeversicherung springt so fort die Schulduhr an. Bei mir waren da über 1550€ pro Monat fällig. Von so ein Nettoeinkommen träumt jeder Obdachlose!
Soweit ich den Text verstanden habe, wird der Betrag vom Jobcenter übernommen; er ist also nicht aus dem Betrag zu bestreiten, den der Betroffene vom Jobcenter erhält.
Davon ab: Dinge wie diese zu recherchieren, ist dem Autor hoch anzurechnen!
Hübsche Geschichte, gibt es die auch ohne Paulanergarten und Pinocchionase?
Hübsche Antwort für deine personalisierte Apple Intelligence
alter NPC
Als Obdachloser? Da waren Sie aber bei einer gaaaanz falschen Krankenkasse versichert. *kicher*
@ Toto Masturbator, Umbhaki, Alex_R und All
Sieht man mal wieder, wieviel gefährliches Halbwissen über die Soziale Absicherung vorhanden ist. Auch keine Ahnung wie leicht es zu einer Zwangsräumung und anschließenden Obdachlosigkeit kommt!
Auch die Dümmlichen Links die hier als Hilfe angepriesen werden, wiedersprechen doch der Realität. Geht doch einfach mal vor die Tür und zählt die Menschen ohne Wohnung in euer Umgebung.
Reality Check https://youtu.be/-2idVRN7ZsI?si=PY4aaoPciR1a57Ds
Da muss ich Kalsarikännit mal zustimmen. Man kann es ja auch mal selbst versuchen, als Selfmademan. Einfach nicht bei Behörden vorstellig werden und dann gucken, was läuft. Dabei Zahlungsaufforderungen ignorieren. Die erste ernst zunehmende Post kommt vom Hauptzollamt. 90000 € für die KK inkl. Pfändungsbescheid, versteht sich.
Interessant auch, dass etwaige Reste der Familie mit der Bullizei zu tun bekommen, da man ja angeblich nicht selbst verfügbar wäre.
Der Kapitalismus funktioniert. Das muss man schon anerkennen.
Währenddessen gibt es auch 0 Leistung.
Ist genau, wie die Arroganz nicht gekündigt zu bekommen, nur heftiger.
Nämlich danke für gar Nix : Seit dem 1. Januar 2009 gilt gemäß § 193 Abs. 3 Satz 1 VVG die Allgemeine Krankenversicherungspflicht für alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Jede bzw. jeder muss bei einem in Deutschland zugelassenen Krankenversicherer gegen Krankheitskosten versichert sein.
🚩Achtung Pfandflaschen sammeln ist auch nur bis zu 256€ p.a. frei‼️
Obdachlose, jene unsichtbaren Schatten in unseren Innenstädten: Sie stolpern nicht nur über die Ritzen des Bürgergeld-Systems, sondern auch über die Amtssprachen der Bürokratie. Der Staat spricht von „Hilfe“, wenn er gleichzeitig Voraussetzungen schafft, die niemand ohne Adresse, Konto oder warmen Mantel erfüllen kann. Während Abermilliarden in die Ukraine fließen – ein Geldregen, dessen Verwendung und Versickern so undurchsichtig ist wie ein Nebel über dem Finanzmarkt – bleibt für diejenigen ohne festen Boden unter den Füßen meist nur der bittere Frost. Wie viele Prozent dieser Milliarden in sinnvolle Hilfe für Leidende fließen versus wie viel in Verwaltung, „Beratung“, „Berater“ und zweifelhafte Abschlüsse, kann man nur spekulieren.
Und wie passend, dass Merz, der selbst durch ein Leben in finanzieller Sicherheit spaziert, ausgerechnet über finanziell Benachteiligte herzieht, um von seinem Totalversagen in der sozialen Frage abzulenken. Er redet von Leistungsdruck, als seien Obdachlose nur bockige Spieler in einem gesellschaftlichen Videospiel – ohne zu begreifen, dass sie im echten Leben nicht einmal das Passwort kennen.
Fehlt nur noch eine neue Zielgruppe in diesem grotesken Narrativ: „EU-Sanktionierte“ – jenen armen Seelen, denen nach EU-Verordnung jede offizielle Hilfe amtlich verboten ist. So schlimm wie im Mittelalter „vogelfrei“ erklärt zu werden: Rechtlich geächtet, abgeschoben in die rechtliche Wildnis einer Bürokratie, die weder Verantwortung noch Empathie kennt und das nur weil diese anderer Meinung sind, als gewünscht.
Kurzum es ist alles nur noch komplett irre!
Ich glaube, dass Leute wie Merz und ähnlich/besser priviligierte Leute genau wissen, dass es unter der untersten Schicht des (Bürger)Einkommens immer noch eine untere Schicht existieren muss, die bewußt durch Raster fällt und auch fallen muss. Das Elend des Einzelnen wird weggedacht (man kann sich ja schließlich nicht um jeden kümmern oder es jedem recht machen).
Diese Schichten des Einkommens sind leider die Triebfeder und das Dichtmittel des Kapitalismus. Und es wurde noch keine dauerhaft erfolgreiche Gesellschaftsform gefunden, die nicht auf Schichten oder Gruppen oder Kasten und ähnlichem basierte.
Doch, die Anarchie.
Keine Herren
Keine Sklaven.
@motonomer
Welchem Obdachlosen sollen ihre Sprüche in der akuten Situation helfen?
Der ganzen Menschheit wird damit geholfen.
Allein, schon die Schlipsträger loszuwerden, wäre ein Segen für die Menschheit.
Aber das verstehen die Meisten von euch ja schon nicht einmal.
@n.b
Sie haben es auf den Punkt gebracht!
++++++++++
Es soll ja auch Leute geben, die auf keinen Fall ein Bankkonto haben wollen und vom mittlerweile fingerabdruckpflichtigen „Personalausweis“ ganz zu schweigen.
Aber die sind ja eh keine „richtigen Menschen“ in Vater Staates Augen….
Und außerdem ist die Zahl von 50.000 stark untertrieben.
In D sind ja schon alleine 470.000 Personalausweise mit dem Vermerk O.f.W. (ohne festen Wohnsitz) im Umlauf.
Ja „richtigen Menschen™️„ kann man auch noch Angst machen, darüber sind Obdachlose hinweg.(einem nackten kann man nicht in die Taschen greifen)
Lustig ist auch die Assoziation von Obdachlosigkeit und Alkohol und Drogen gebrauch damit das Weltbild in Ordnung bleibt.
Wer würde schon Obdachlos sein wollen weil er von „Vater Staat“ die Schnauze voll hat (was für ein ungedanke).
Es handelt sich hierbei auch um die gefährlichste Personengruppe in der Gesellschaft deshalb wird sie auch mit allen Mitteln der Propaganda bearbeitet .(niemand ist gefährlicher als jemand der nichts zu verlieren hat)
Was für ein ausgemachter Schwachsinn. Niemand ist ungefährlicher für die Machthaber als Menschen, die mit Mühe ihr überleben sichern müssen. Der Staat kann sie gefahrlos ignorieren und deshalb tut er genau das.
Ich glaube auf die 470.000 können Sie noch mal locker das Doppelte drauflegen.
Weil bei diesen handelt es sich um die als wohnungslos gemeldeten, die auch in
Einrichtungen unterkommen. Ganz viele aber fallen mit der Zeit durch den Raster
und sind niergendwo mehr registriert.
Es wird unterschieden zwischen Menschen ohne festen Wohnsitz (Menschen, die vorübergehend bei Freunden wohnen – wirklich wohnen), das sind rund 500.000, und Obdachlosen, die auf der Straße leben. Diese Zahl wird mit 50.000 angegeben. Es ist aber sehr gut möglich, dass es eine große Dunkelziffer gibt, allein schon weil die Erhebung nicht einfach ist.
Ein Personalausweis ist in Deutschland Pflicht.
Stimmt, hab aber dennoch seit 2021 keinen gültigen Ausweis mehr.
Ohne Fingerabdrücke gibts nämlich seit 2022 nicht mal mehr einen Perso, beim Reisepass war das ja vorher schon so, daher hab ich, seitdem das so ist, auch keine Reisepass mehr.
Das ist eine interessante Rechtslücke.
Denn trotz „Ausweispflicht“ gibt es (noch) keine rechtliche Handhabe für die Behörden, bei Verweigerung an die Fingerabdrücke ran zu kommen.
Respekt, gute Entscheidung !
Ich habe vor längerer Zeit mal gelesen, daß ein ‚Bundesbürger‘ dem (Fingerabdrücke abgeben zu müssen) entschieden widersprochen hat, gerichtlich hin bis zur EU geklagt hat, das Urteil bis zum damaligen Zeitpunkt aber noch ausstand. Keine Ahnung, auf welchem Stand der Dinge es diesbezüglich ist.
PS :
Auch die Fotos können nur noch digital (und nach biometrischen Grundsätzen – schließlich muss man ja jeden immer und überall identifizieren können; Scheiß auf Privatsphäre) eingereicht werden.
Ist zwar genauso rechtswidrig, schert aber ja eh keine Sau. Weder den ach so autonomen Bürger, der das in der Mehrzahl brav und unhinterfragt abnickt; noch die ‚Obrigkeit‘, die mittlerweile auf jegliche Regeln pfeift.
Der Artikel richtet sich an Menschen, die gerne überleben wollen.
Das ist ein Ziel, das die meisten Menschen teilen. Wer andere Prioritäten hat, braucht andere Ratschläge.
Die Bundesregierung hat die Ukraine bisher mit ?? Milliarden Euro unterstützt……
aber fuer Menschen die in Not geraten sind hat Friedrich Merz, Bundeskanzler der Deutschen, kein Herz und keinen Euro uebrig.
Merz: „Es wird in Deutschland niemand obdachlos“!
Oh, hat sich Fritz um bezahlbare Wohnungen bemueht? NEIN hat er nicht!
Dass Merz keine Obdachlosen sieht, glaube ich ihm sofort, denn seine Wege kreuzen nicht die Wege der Obdachlosen, die Obdachlosen sind fuer ihn unsichtbar, das Stadtbild stoert ihn zwar aber…..nicht wirklich!
Friedrich Merz ist nicht zu Fuss oder mit der Bahn unterwegs,er steigt zuhause ins Auto und steigt am Kanzleramt wieder aus, wird dann zu Terminen mit dem Auto wieder abgeholt oder steigt in den Privat-/Regierungsflieger.
Abends steigt er wieder ins Auto und faehrt nach Hause zu Mutti……oh Pardon zur Gattin!
Die Obdachlosen und die Menschen, die ihre Arbeit wegen der irren Politik verloren haben, interessieren ihn auch nicht wirklich. Was interessiert ihn eigentlich ausser Geld und Macht?
Herr Merz könnte doch einen seiner beheizten Flugzeughanger für die nicht vorhandenen
Obdachlosen zur Verfügung stellen. Und in seine Flugzeuge passen sicherlich auch noch
einige rein und es gibt für all die Säufer dann auch bestimmt noch eine Bar. Als ich in der
Hausverwaltung tätig war, war ich schon immer entsetzt, wieviel Wohnungen in Hamburg
fast das ganze Jahr leer standen. Eigentümer aus aller Welt nutzen sie auch oft gar nicht.
Auch Bürohäuser standen oft bis zu 3/4 der Flächen leer. Warum greift der Staat da nicht
ein und schafft Wohnraum?
https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2025/wohnen/bureaux-du-coeur-bueros-als-schlafplaetze-gegen-obdachlosigkeit-bueros-mit-herz
Danke für den Link! Dass sollte in Deutschland einmal Schule machen.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/friedrich-merz-ein-obdachloser-fand-sein-notebook-und-das-war-der-dank-a-1240206.html
Ich begrüße jede Initiative, auch gut gemeinte Initiativen, um Obdachlosen zu helfen. Aber die Würde des Menschen ist unantastbar, auch für Obdachlose:
Das ist an paternalistischem Duktus nicht zu übertreffen (nehmen Sie es bitte nicht persönlich, Herr Dr. Stefan Nold, es geht schließlich um Menschen in Not).
„Schnorren“, ‚Drogen’ und ‚Sucht’ sind Stigmatisierungen. „Bitten Sie andere Menschen um Geld“, könnte man schreiben.
Obdachlose haben in aller Regel keine Vertrauenspersonen mehr, der Ratschlag ist realitätsfern.
Wieviel Geld braucht der Obdachlose tatsächlich, um die Ratschläge umzusetzen? 50 oder 100 €?
Es gibt bestehende Obdachloseninitiativen, die man unterstützen kann. Ich habe mir eine solche vor geraumer Zeit in Berlin mal näher angeschaut und war überrascht, wie professionell die Hilfe vor allem im Winter umgesetzt wurde, mit allen dafür nötigen Informationsratgebern und Broschüren für Obdachlose. Leider eine vor allem im Winter völlig unzureichende Hilfe, was man den Initiativen mit ihren freiwilligen Helfern nicht anlasten kann.
Wenn Obdachlose mich um Geld bitten, gehe ich folgendermaßen vor: Ich frage nach Gründen. Meistens kommt die Standardantwort Lebensmittel. Wieviel Geld brauchen sie für Lebensmittel ist meine nächste Frage. Meistens wird eine Summe zwischen 5 und 10 € genannt. Ich gebe die genannte Summe sowie zusätzlich 10 € pauschal für „Sonstiges“.
Ich halte zu diesem Zwecke immer Bargeld in entsprechenden Scheinen vor, es kommt allerdings nicht allzuoft vor, dass mich Obdachlose um Geld bitten.
Übrigens: Nur die „stille Bettelei“ ist in Deutschland erlaubt.
Schnorren ist eine ehrenwerte Tätigkeit – und Schnorrer können da auch selbstbewusst auftreten, zumindest war das mal so. Es gibt unzählige köstliche jüdische Witze drüber. Das Wort wurde mit Bedacht gewählt. Political correctness kann auch ein Ausdruck von Empathielosigkeit sein.
Und der Vorschlag ist nicht realitätsfern, sondern sehr praxisnah. Es gibt genug großzügige Menschen, sie gehören ja wohl auch dazu, aber sie sind da kein Einzelfall. Wenn ich die Möglichkeit habe, gehe ich auf die Menschen zu und frage wie es ihnen geht, rede mit ihnen auf Augenhöhe, denn ich bin so demütig zu erkennen, dass ich in der gleichen Lage sein könnte, wie mein Gegenüber. Lesen Sie mal: Michael Holzach: Deutschland umsonst. Leider ist der Mann schon lange tot.
Es heißt: „Einen freundlichen Geber hat Gott lieb.“ – nicht die deutsche Art der pfennigfuchsenden Wohltätigkeit. Einfach spontan von Herzen geben und gut ist – oder auch mal einfach vorbeigehen, wenn einem gerade nicht danach ist. Wir machen aus allem ein Riesenproblem. Sieht man auch an ihren Beiträgen.
Stefan Nold
Überlassen Sie das bitte den jeweiligen Menschen, wie diese Betroffenen das nennen wollen. Genau das ist die vorschreibende Haltung, die ich kritisierte. Haben Sie wahrscheinlich überlesen.
Um meine sanft formulierte Kritik richtig einordnen zu können, beachte man folgendes Statement plus weiteren Kommentar:
https://overton-magazin.de/dialog/wir-alle-haben-zumindest-im-advent-das-recht-an-ein-kleines-maerchen-zu-glauben/#comment-330994
.
„Schnorren“ war genau das Wort das Andreas E. in vielen Gesprächen mit mir gerne verwendet hat.
Schauen Sie doch bitte mal bei einer Obdachloseninitiative vorbei und sichten Sie das vorhandene Infomaterial und Broschüren für Obdachlose und erkundigen sich, was diese an Hilfe gerade zur kälteren Jahreszeit tatsächlich benötigen. Ich bin sicher, dass Sie fündig werden.
Und nehmen Sie ihren Merkzettel mit, vielleicht ist es genau das, was so eine Obdachloseninitiative am dringendsten benötigt, man kann ja nie wissen.
„Das ist an paternalistischem Duktus nicht zu übertreffen “
Na ja, vor 10 jahren dann hat es immer mehr auch Bürgerliche getroffen, und da können solch Infos schon hilfreich sein ..
Die scheitern dann wieder an an Hürden anderer Art, psychisch instabil usw ..
Und kliniken, die haben ja auch Menschen von der Straße aufnehmen müssen, so war da nun auch weniger Platz für Menschen aus der Bürgerlichen Schicht,
DIe Kosten die Behörden bei den Sozialausgaben sparen, musste am Ende dann die Kassen tragen o(
Wer da der Meinung ist, “ Mich trifft das nicht mit der Obdaschlosigkeit “ der sollte sich noch einmal belesen zum Thema ..
Jeden trifft es am Ende mit ..
@kd
Das ist nicht das Thema.
Thema ist, dass es gewisse Jahreszeiten gibt, an denen Menschen urplötzlich ihr Gewissen – gewissermaßen „Alle Jahre wieder“ – neu entdecken.
Und dann gibt es noch Leute ohne jegliches Gewissen, die „Kältebusse“
anzünden!
@kd
Es kann jeden treffen und leider wird wird es durch die Mietpreis- und Energiepreisexplosion, Wirtschaftsmisere und steigender Arbeitslosigkeit noch sehr viel mehr Leute treffen und selbst Leute mit Arbeit und Einkommen sind davor nicht sicher.
Zitat aus „Legion der Verdammten“
Ein Heer von Vergessenen,
und täglich wächst die dunkle Zahl
Am Rand spürt man den Gegenwind
und irgendwann wird er zur Qual
Wo der Regen den Asphalt küsst
lebt die Legion der Verdammten,
die man längst vergessen hat
Wo der Regen den Asphalt küsst
lebt die Legion der Verdammten
unter den Brücken dieser Stadt
Wo der Tellerrand den Schatten wirft,
nehmen sie was runterfällt
wo die Krankheit nicht behandelt wird,
fehlt wie immer nur das Geld
Wie ein Morphinbetäubter Schmerz,
niemand nimmt sie war
@Dan
„Wenn Obdachlose mich um Geld bitten, gehe ich folgendermaßen vor: Ich frage nach Gründen. Meistens kommt die Standardantwort Lebensmittel.“
In sehr jungen Jahren, während des Studiums, als Geld prinzipiell knapp war und die meisten nebenbei noch arbeiten mussten, um über den Monat zu kommen, war auch dies meine Frage.
Allerdings erkannte ich recht schnell:
wer bin ich, um zu entscheiden, wofür sie (mein) Geld ausgeben dürfen, um der Hölle der Straße, auch mit Alkohol etc., zu entfliehen?!
Jeder ehrenamtliche Mitarbeiter auf diesem oder ähnlich gelagerten Feld, verdient höchsten Respekt.
Machen wir uns aber schlau und anschließend ehrlich:
Hilfsangebote, um das Elend zu mindern, welches in dieser Quantität nie hätte entstehen dürfen, aber ein ungebremstes Wachstum erfahren wird, sind keineswegs ein flächendeckendes „Rundum-Sorglospaket“, sondern nur punktuell als Schulterklopfer etabliert.
Kältebusse (kurz geschaut) in einigen Großstädten, z.B.: BO 2, BS 1, E 1, F 1, L 1, H 2, MZ 1, HH 2, K 1, M 1. Wie üblich weit abgeschlagen „arm, aber sexy-B“ mit satten 5.
Noch weniger wird’s bei mobilen/kostenlosen Medi-Bussen für ärztliche Untersuchungen (auch für Tiere Obdachloser/Futterausgabe) – B rangiert, wie sollte es anders sein, ganz vorn.
Demzufolge sollten alle Obdachlosen nach B ziehen, da sind sie „gut und sicher“ versorgt/betreut.
Ist’s nicht auch B, in dem jährlich und medienwirksam ein wahnsinniges Beweihräuchern Namens „Gänsebratenessen für (2500 in 2025) Obdachlose/Bedürftige mit/von/für Zander“ zelebriert wird.
Da beschwere sich noch einer, dass in D Obdachlosigkeit ein Problem wäre.
P.S. Im Herbst ’24 wollten Bekannte mehrere hochwertige, unbenutzte Schlafsäcke/Isomatten mangels Verwendung entsorgen. Genau diese wollte nun wiederum ich Betroffenen über eine Obdachlosenunterkunft zur Verfügung stellen lassen.
Nun begab es sich aber, dass der Oberclown dieser Anlaufstelle für/und über Obdachlose hinweg entschied, dass ER diese nicht möchte – dafür aber Geld, Geld, Geld 🤑.
Shit Happens; wie immer für die Falschen!
*
Ach so
Richtig. Deswegen gebe ich ja 10 € zusätzlich für Sonstiges.
Der Autor erzählt Schmu !
Du hast als OFW’ler (Ohne festen Wohnsitz) natürlich Anspruch auf Bürgergeld (Existenzminimum, nicht an Wohn-haft gebunden). Früher ging man einfach alle 2-4 Wochen hin und holte sich die Kohle persönlich ab. Seit diesem Jahr geht das nicht mehr, man MUSS nun ein Konto haben, aber die Banken sind verpflichtet JEDEM ein Konto zu geben, auch Leuten ohne Wohnsitz. Die Mär, dass man eine Postaddresse haben muß stimmt auch nicht, aber es erspart Ärger. Ein Postfach ist hierbei hilfreich. – bin gespannt wie der Staat angesichts der erwartbaren Massenobdachlosenwelle damit umgehen will, der Sozialstaat ist jetzt schon eine Ruine. Vor ein paar Jahren sah das noch anders aus in Deutschland, heute sind die Bandagen wesentlich härter.
„Du hast als OFW’ler (Ohne festen Wohnsitz) natürlich Anspruch auf Bürgergeld “
Hatte ich nicht mal als Deutscher ..
Ich hätte mir pro Tag 10€ holen müssen, in Potsdam war die Stelle . Hätte mich die Fahrt alleine fast 9€ gekostet o)))))))
Dieses System arbeitet so subtil, ich kam aus dem Staunen oft nicht mehr raus ..
@kd
+++++
Man kann die Unkenntnis von Leuten wie Zombienation kaum fassen.
Nur aus diesem Grund funktioniert dieses System Otto o)))
Nochmal für alle!
Ziel der herrschenden Klasse ist UNS alles zu nehmen, UNS zu töten und einen kleinen Teil zu versklaven!
Was machen die dann mit den vielen Leichen, können die noch verwertet werden? Sind die Sklaven sozialversichert ? Wichtige Fragen die der Aufklärung harren.
Macht euch nur lustisch ist mir grad egal..:-)
“ UNS zu töten “
Wer bringt Ihnen dann Ihr Essen ? o)))
Einfach einmal den anderen Artikel bezüglich „Roboter“ lesen! Die werden
immer besser und können den schikimicki Weibern bald auch den Tampon
wechseln.
ok, guter Einwand o))))
Erst einmal vielen Dank für die praktischen Tipps.
Es dürfte wohl mehr illegale als legale Obdachlose hier geben. Denn die EU-Freizügigkeit gilt in der Regel nur mit einem Arbeitsverhältnis oder einem Derivat davon.
Wohnraum gäbe es genug, um mittels einer Bewirtschaftung keinen Obdachlosen zu zwingen, unfreiwillig draußen bleiben zu müssen. Auch der Rechtsrahmen würde dies bei entsprechender Interpretation hergeben.
Angebote zur Hilfe werden dann angenommen, wenn sie niederschwellig, unbürokratisch und am besten mit wenig Auflagen behaftet sind.
Da tun sich dann staatliche Einrichtungen per se schwer damit.
+++ mit wenig Worten zum Kern. o))
Ist dem Autor eigentlich bekannt, dass ein Großteil der Obdachlosen aus den ehemaligen Ostblock Staaten kommt ? Sollen auch hier wieder die Moralischen und Finanziellen Ressourcen der Eingeborenen ausgereizt werden, wie es schon in der Flüchtlingsfrage geschieht? Warum sind auf Berliner Straßen soviel Bulgaren, Rumänen, Montenegrer etc. und nicht etwa in Warschau, Kopenhagen oder Bratislava? Spielt hier wieder einmal falsch verstandene Toleranz die Hauptrolle?
Selbstverständlich ist ihr Beitrag keine Hetze, sondern der Versuch, dem Autoren nahezulegen, den Merkzettel mehrsprachig zur Verfügung zu stellen. Hetze wäre es ja nur auf Portalen wie pi, stimmts?
Sie haben ja sowas von recht, rechter kann man gar nicht haben.
„Zum Glück hat jeder Anspruch darauf. Sparkassen sind als öffentlich-rechtliche Institution dazu verpflichtet, jeder Person, die sich rechtmäßig in der EU aufhält, ein Konto einzurichten. “
Das ist so nicht richtig.. Als keine geldeingänge mehr kamen kündigte mir die Deutsche Bank das Konto, aber meldete das nicht der Schufa . Solche Dinge tun Sie gerne ..
Und jedes anderes Kreditinstitut hat mir ein Konto abgelehnt mit der Begründung “ Sie haben ja ein konto“ ..
Was sollte ich tun ohne Geld ? Telefonanruf ? Vodafone hatte mir auch Vertrag gekündigt und 1400€ in Rechnung gestellt mit der Begründung “ Vertragsausfall“ … auch da ohne Geld und ohne Wohnung ist nichts zu klären … o)))
Ich bin wegen einer Frau nach Berlin gezogen, hatte da keinerlei Soziales Umfeld. Ohne Wohnung stehst Da wie ein Hund an so einer großen Kreuzung des Nachts, Genau das habe ich empfunden ..
Einzige war ich klären konnte, Strafanzeige gegen Chefin Einwohnermeldeamt Pankow, weil ich nicht mal die 1 Woche Kündigungsfrist bekam. Ich ging aus der Wohnung, und kam nie wieder rein, und logisch alles weg. Die Fotos habe ich alle noch o)))
Die Chefin lud mich dann zum Gespräch vor und sagte am Ende, „das einzige was ich für Sie tun kann, wenn diese Frau noch einmal kommen sollte mit Problemen dieser Art, wird Sie keine Chance mehr bekommen“ Ich zog die Anzeige gegen Sie aber dann zurück, es hätte eben genau die falsche sonst erwischt , Sie wollte dieser Frau helfen, die da in Not war, angeblich !! Wie kann ich Ihr da böse sein ..
Das gute aber daran, Arge versuchte mir tüchtig zu helfen, und ich habe das auch ein wenig als Abenteuer gesehen, kannte ich ja nur aus Filmen o)
Oder Nacht bei fast 20° Minus, Schlafstelle und so, keine Chance Hatte noch Tablet und gutes Handy, da kommste nicht rein in solche Buden, weil Sie Angst haben das andere auf das Zeug geil sind … So schräg das alles, muss man echt mal erblebt haben ..
Aber Danke für den Artikel, Gute Ratschläge für Menschen in solch Sitautionen sind leider selten ..
Nachts U Bahn Weding raus, kam so ein Türke und meinte “ Du bist von der Polizei, siehst schon aus wie so ein Schlägertyp“ Ich sagte darauf hin “ Aber Sachsen, die sind besonders strenge “ o))))
Ok, ich hat kein Suchtproblem, und keine Berührungsängste mit dieser Sozialen Schicht, das machte es echt ein wenig zum Abenteur. Aber sobald Suchtproblem, Chancenlos ..
Gut. Wahrscheinlich nützliche Angaben. Jetzt ist bloss zu hoffen, dass sie sich rumsprechen. Ich weiss nicht, wie viele Obdachlose Overton lesen (können).
Genau das habe ich mir auch gedacht.
Weil wenn man nämlich mal wirklich obdachlos geworden ist, kämpft man Tag für Tag um’s nackte Überleben
und ist froh, wenn im Winter ab und an der Kältebus vorbei kommt und dafür sorgt, daß man nicht erfriert.
Internet spielt da eher eine untergeordnete Rolle.
wenn es andere lesen die solche treffen und Ihnen diese INfos geben , hilft es auch o(
@Zack15
Aber hilfreich für zukünftige Obdachlose die hier noch lesen können. Angesichts der Politik dieser Regierung, die dafür sorgt dass die Kassen der Eliten gefüllt bleiben und noch voller werden, dürften wir in Kürze noch viel mehr Obdachlose erwarten.
Es genügt bereits, wenn hier Leute lesen, die einen Obdachlosen kennen.
Ein Postfach kann man nur noch online beantragen. Eine Barzahlung ist nicht möglich.
So ist die Situation in den durch Vertragspartner der Post betriebenen Filialen.
In großen Städten gibt es evtl. hie und da noch echte Postfilialen. Also wo noch direkt bei der Post angestellte Arbeitnehmer hinterm Tresen stehen. Ob dort eine Beantragung und Barzahlung möglich ist, weiß ich nicht.
@Mitleser
Da stellt sich mir die Frage ob man postlagernd wohnen kann???
Theoretisch ja. Postlagernder Versand ist aber so selten geworden, daß viele in den Partnerfilialen das nicht kennen dürften. Deshalb sowas unbedingt mit der Filialleitung besprechen, wie der Brief zu adressieren ist usw. Die Filialen haben auch Nummern (Sichwort Paketumleitung). Dieses System kann man auch kapern. Man weiß aber nie, wie man vor Ort auf sowas reagiert. Horrorszenario: Kunde bestellt auf Filialadresse, Rechnung wird nicht bezahlt, Mahnung geht an Filiale, Verkäufer will dann dort auch Geld eintreiben.
Deshalb wie oben beschrieben: unbedingt vor Ort besprechen!
Was @Dr. Klöbner oben geschrieben hat, verdient aufgegriffen zu werden.
Zweifellos übt Deutschland wegen seiner – vergleichsweise (!) – besseren Versorgung von Obdachlosen und armen Menschen eine Sogwirkung auf mobile, aber prekäre Existenzen aus den Nachbarländern, insbesondere Osteuropa aus.
Mit dem im Artikel beschriebenen „Andreas E.“ wird eben gerade nicht eine repräsentative obdachlose Person behandelt. Nun, man kennt das auch von anderen Themen, wenn sie von Mainstreampublizisten behandelt werden …
Beispiel Berlin:
Zuletzt wurde am 29. /30. Januar 2020 in einer Befragung die Staatsangehörigkeit ermittelt. statt. Dabei wurden knapp 2000 obdachlose Menschen auf der Straße und in Kältehilfeeinrichtungen befragt. Von den befragten Personen gaben nur etwa
33 % die deutsche Staatsangehörigkeit an, etwa rund 50 % nannten eine EU-ausländische Staatsangehörigkeit und der Rest verteilte sich auf Drittstaaten. Schon vor fünf Jahren hatten also etwa zwei Drittel der gezählten Straßenobdachlosen keine deutsche Staatsbürgerschaft.
Im Hinblick auf die untergebrachten wohnungslosen Personen (in Heimen, Notunterkünften etc.), d.h. Personen, die nicht tatsächlich auf der Straße leben, gibt es neuere Zahlen, und zwar von 2023, 2024 und 2025.
Die amtliche Bundesstatistik besagt hier, dass ca. 86 % aller untergebrachten wohnungslosen Personen keine deutsche Staatsangehörigkeit haben. Sehr viele davon aus der Ukraine – bundesweit etwa 29 % aller Fälle. Hinzu kommt, dass zunehmend auch orientalische Migranten hier zu finden sind.
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Diese Tatsachen machen das Elend der Obdachlosen nicht weniger elend, aber darf nicht – wie im Artikel – verschwiegen werden. Die durch Einwanderung stark erhöhte Gesamtzahl belastet natürlich die Hilfsangebote (Übernachtungsplätze, „Tafeln“ mit Lebensmitteln) und trägt massiv dazu bei, die Situation insgesamt zu erschweren!
—
Es wäre grob falsch, die Ursache dieser Obdachlosigkeit pauschal dem „Kapitalismus“ zuschreiben zu wollen. Nein, die Ursachen liegen in politischen Fehlern, zu denen insbesondere die Grenzöffnungen und ein europaweit unterschiedliches Versorgungsniveau zählen.
@Wolfgang Wirth
Ihr typisch rassistisch geprägter Kommentar kotzt mich an! („Deutschland den Deutschen“)
Es handelt sich um MENSCHEN und da ist es egal aus welchem Land sie stammen!
KEIN MENSCH IST ILLEGAL!!!!!
@Otto0815
Bla, bla, bla!
Und mich kotzt Ihre dumme Wirklichkeitsverweigerung an – und das dann auch noch unter dem Mäntelchen des Gutmenschen. Deutschland hat nicht die Pflicht der Weltrettung!
Ja, auch Leute wie Sie tragen dazu bei, dass unser Land immer mehr kaputt geht.
Deutschland respektive das Abendland hat und hatte auch nicht die Pflicht zur kolonialistischen und kapitalistischen Ausbeutung der Welt, die so viele ruinierte Gegenden zurück lässt und ließ, dass die dort vorhanden Potential-Obdachlosen sich auf den Weg nach irgendwo machen.
Und Sie haben natürlich recht, wenn Sie sagen, dass @Otto0815 und alle anderen, die nicht marodierend durch die grünen Hügel der Kapitalisten, Kolonialisten und »Ist-schlim-aber-so-ist-es-nunmal« Schlaumenschen fegen, auch schuldig sind.
Btw. wer diese Wirklichkeit nicht verweigert, findet sich nicht nur damit ab, sondern trägt auch dazu bei. Dumme Sache ist das.
Mal so als Pro-Tipp: Sie hätten von @Otto0815 eine machbare Lösung erfragen können.
@El-G
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich oben lediglich eine nicht ganz unwesentliche Tatsache erwähnt.
Mehr nicht.
Ich habe Tatsachen genannt, die manche Gutis nicht hörten wollen.
Mehr nicht.
Ansonsten findet sich in meinem obigen Artikel auch dieser Satz:
„Diese Tatsachen machen das Elend der Obdachlosen nicht weniger elend.“
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Wenn Sie nach Lösungen zum Thema „Obdachlosigkeit“ fragen, so ist es allerdings schon zwingend unumgänglich, zwischen eingewanderter Armut und hier entstandener Armut zu unterscheiden.
Ich bin nun kein Fachmann für das Thema „Armut und Obdachlosigkeit“, aber ich bin mir doch ziemlich sicher, dass von den hiesigen Sozialwissenschaftlern die Ursachen für Obdachlosigkeit bei hier im Lande geborenen Menschen recht gut untersucht und erforscht sein dürften.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit würde ich hierzu vermuten, dass einerseits der zunehmende Mangel an bezahlbaren Wohnungen (hohe Mieten) in Verbindung mit der ziemlich großen Anzahl von Menschen im Niedriglohnsektor und Transfergeldempfängerbereich die wichtigste Rolle spielt.
Im nächsten Schritt müsste man darüber nachsinnen, warum es zu dem heutigen Wohnungsmangel gekommen ist … Hierfür dürften mehrere Ursachen verantwortlich sein: gestiegene Nachfrage, teils vom Amt übernommene Mietkosten für eine bestimmte Klientel, Zunahme der Singlehaushalte usw.
Natürlich kommen noch eine ganze Reihe weiterer Gründe hinzu: vom Niedergang verwandtschaftlicher Netze bis hin zu gestiegenen Bau- und Energiekosten.
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Wenn man hingegen zwischen eingewanderter und auf Alimentierung hoffende Armut einerseits und hier entstandener Armut andererseits nicht unterscheiden will – so ist dies erstens im Sinne von Verantwortungsethik ein verantwortungsloses und dummes Verhalten und zweitens trägt man auch noch dazu bei, die Probleme zu verschärfen. Dies ist derart offensichtlich und logisch, dass sich zwischen intelligenten Menschen hierüber jede Debatte erübrigt.
Ich gebe Ihnen im großen und ganzen Recht. Letztendlich ist aber die praktizierte Form von Kapitalismus schuld daran, dass Ressourcen fehlallokiert und nicht für den Wohnungsbau eingesetzt werden. Und dieses Problem tritt auch ohne Migranten auf und wird sich tendenziell verstärken.
Mit mezzaninen Finanzierungsformen, Bilanzierungsregeln, Sondervermögen Wohnungsbau ließe sich vieles erheblich verbessern und die Kosten im Sozialbereich würden sinken bei erhebllicher Verbesserung der Leistung. Man kann auch in einem kapitalistischem Umfeld kapitalistische Restriktionen aufbrechen, wenn man sie erkennt und die Kompetenz und den Mut besitzt, dann auch hemdsärmelig und konsequent zu handeln, dabei aber immer wissend, dass dies eine Gratwanderung ist.
Manöverkritik:
Mich hatte Ihr »Bla, bla, bla!« und »Gutmenschen« erstaunt, hätte ich nicht erwartet.
Der Anwurf von @Otto0815 an Sie war natürlich quatsch, es sind schließlich nicht Ihre Zahlen, aber die Zahlen zeigen eindeutig einen vorhandenen Rassismus – ich unterstelle keinen methodischen.
Inhaltlich:
Wenn man sich mit Betroffene unterhält, scheint es manchmal, »Obdachlosigkeit« hätte fast so viele Ursachen wie Obdachlose. Ihre aufgeführten Punkte sind für mich soweit alle valide und selbstverständlich unterscheide ich nicht zwischen eingewanderter und hausgemachter Obdachlosigkeit.
Eine wesentliche Ursache für die heutige Knappheit bezahlbarer Wohnungsangebote ist der Neoliberalismus seit den späten 1970er bis frühen 1980er (die Thatcher-Ouvertüre) und der Exitus der Sozialdemokratie (Blair, Schröder) sowie die Selbstmarginalisierung der Gewerkschaften (Neue Heimat war wohl der Beginn vom Ende). Auch werden die Bedingungen für Wohnungsbaugenossenschaften weiter verschlechtert.
Eine andere Ursache ist leider der offensichtlich fehlende politische Wille, das zu ändern. Und je länger es dauert, umso mehr Teilursachen kommen hinzu.
Es ist ein weites Feld und niemand von den politischen Funktionsträgern ist bereit, es nachdrücklich zu beackern. Weiter bräuchte dieses notwendiges Projekt wohl eine Dekade, bevor sich sichtbare Veränderungen bzw. Verbesserungen einstellten.
„Ja, auch Leute wie Sie tragen dazu bei, dass unser Land immer mehr kaputt geht“
Ich glaube eher Sie sorgen dafür!
JETZT ERST RECHT!
https://www.youtube.com/watch?v=qBrDnFaZXyc&list=RDqBrDnFaZXyc&start_radio=1
Es handelt sich um Menschen, und die bleiben auch Menschen, wenn sie in ihre Heimatländer zurück gehen.
Der Spruch „kein Mensch ist illegal“ war schon immer dämlich. Es geht um Aufenthaltsrecht, nicht darum, Menschen zu verbieten. Das Konzept, wonach manche Aufenthalte illegal sind dürfte dir auch bekannt sein.
Die sogenannte Arbeitnehmerfreizügigkeit IST eine kapitalistische Politik. An dieser simplen Feststellung gibt es nichts zu rütteln, auch wenn sich Wolfgangs Untertanengeist krümmt wenn jemand den Kapitalismus kritisiert.
Ich hatte 2 Wohnungen im Angebot Kommunale , und dann privatisierte die Linke mit die GSW …
Und ich bekam 3 Wochen später schreiben, das die Wohnungen nicht mehr zur verfügung stehen, da modernisierung geplant ist- 3 Jahre später war ich wieder in Pankow, hatte da was zu tun, die beiden Wohnungen sahen genau noch so aus wie an dem Tag wo ich Berlin verlassen habe o))
Wer bitte ist denn nun da der Übeltäter, abseits Kapitalismus…
Mir hat das nur nicht weh getan,denn alles was an Berlin cool war, wurde durch die damals anlaufende privatisierungswelle zerstört , Clubs etc … Und jedes bissel Grünfläche, zubetoniert ..
„Die Linke “ war der primäre Akteur , ohne Ihre Zustimmung hätte man niemals in solchen Dimensionen den Osten Berlins privatisieren können , mit genau diesen Folgen, das eben Obdachlosenzahlen explodiert sind..
1 Woche nach Beschluss hatten sich Mieten zum Teil sogar verdoppelt da … o((
Ein Beispiel, was hier eigentlich nicht hingehört, trotzdem ein Fall, wie dieser Verbrecherstaat und seine Konzerne arme Menschen regelrecht abzieht. Bekanntermaßen bekommen Menschen mit negativem Schufaeintrag nur Strom in Form von Grundversorgung. Nicht selten nämlich treibt auch eine hohe Stromrechnung die Menschen in die Obdachlosigkeit.
Vor kurzem bekam ich vom Grundversorger EON für eine andere, wenig genutzte Wohnung einen neuen Gebührenbescheid, wo die Kilowattstunde gnädigerweise vom bisherigen Wucherpreis 43,64 Cent auf 34,65 Cent gesenkt wurde. Wer aber glaubt, die Rechnung wird jetzt billiger, muß feststellen, dass EON die Grundgebühr von 212,38€ auf satte 293,92 € erhöht hat. Dazu kommt noch eine Zählergebühr von 17,06€ bis 144,51€ je nach Verbrauch.
Was sagen eigentlich die für Energieversorgung zuständige Wirtschaftsministerin, die Westnetzlobbyistin Reiche und der ehemalige Chef der Verbraucherzentralen und jetzige Chef der Bundesnetzagentur, der Grüne Klaus Müller dazu?
Zum Glück nicht,
die Energieversorger
stellen nämlich bei Nichtbezahlung die Energielieferung vorher ein. Ohne Strom, Gas oder Fernwärme bleibt eine Wohnung noch bewohnbar.
@AlterSchwede
Ich finde schon dass es hier hingehört.
„dass EON die Grundgebühr von 212,38€ auf satte 293,92 € erhöht hat. Dazu kommt noch eine Zählergebühr von 17,06€ bis 144,51€ je nach Verbrauch.“
Oh, das ist aber happig, Grundgebühr und Zählergebühr.
EOFF!
Bei den Bankgebühren ist es ähnlich. Wer viel hat dem wird gegeben, wer wenig hat dem wird genommen.
Genau das habe ich auch durch dann 2013 …
Hatte noch 280€ offen beim kommunalen Stromversorger, von 1990 …
WIe soll ich das überprüfen ohne jegliche Unterlage ?
Musste zahlen, wenn Ich Energie haben möchte, gleiche Kosten Bereich Grundversorgung, Aber ich konnte Bar einzahlen und die leute waren freundlich und hilfreich ..
Als Ich endlich wieder ein normales Leben hatte, bin ich bei Kommune geblieben, bekam bessere Verträge,auch die Zeit mit grünen Wirtschaftsminister wo die Preise explodierten, schon alleine weil in Notzeiten Sie mir Bargeldzahlung ermöglicht hatte, sonst wäre ich nie an Energie mehr gekommen.
Wenn ich da so zurückdenke , diese großen Energiekonzerne, modernes Raubrittertum, was den Menschen auch zeigt, das Politiker nicht mehr für Ihre Interessen stehen ..
Tja nun ist das Gesundheiteswesen drann , wird gefledert, und als nächstes Rentensystem ..
Und die Menschen wählen weiter die gleichen Parteien als ob es die letzten 40 Jahre nicht gegeben hätte und hoffen auf Besserung o)
Wer Geld hat kann sparen, wer über keine finanzielle Mittel verfügt wird noch stärker geplündert .
Danke für die konstruktiven Kommentare.
@Rubis: Danke für den Link über die französischen Unternehmen, die Obdachlose in ihren Büros übernachten lassen.
Hier der Link nochmal:
https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2025/wohnen/bureaux-du-coeur-bueros-als-schlafplaetze-gegen-obdachlosigkeit-bueros-mit-herz
Könnte das nicht auch heißen, dass Obdachlosigkeit auch Menschen treffen kann, die bis vor kurzem noch in einer ähnlichen Firma gearbeitet haben…?
@Mitleser: Danke für den Hinweis Die Post bewirbt die online-Einrichtung eines Postfaches, aber dass das die einzige Möglichkeit ist, steht nicht explizit da. Man will „postlagernd“ wohnende Menschen nicht als Kunden. Das ist klar. Um so wichtiger wäre es, dass die Politik dafür sorgt, dass diese Möglichkeit offen bleibt, gerade in den großen Postfilialen in den Innenstädten. Die Teestuben sind auf jeden Fall die bessere und kostenfreie Option – sofern man nicht auf die Walz geht.
@kd Die Banken wollen keine Obdachlosen als Kunden und wimmeln sie mit fadenscheinigen Gründen ab. Um so wichtiger ist es, ihnen den Rücken zu stärken und auf die Rechtslage hinzuweisen.
@n.b. Ja, die „EU-Sanktionen“, die Bürger komplett entrechtet, sind ein anderes wichtiges Thema.
Friedrich Merz hatte übrigens auch schon eine Begegnung mit einem Obdachlosen, die viel über den Mann, unsere Bundespolizei und auch über die Art der Berichterstattung im Stern, kurz unsere ganze Gesellschaft, aussagt:
https://www.stern.de/politik/deutschland/friedrich-merz–so-war-der-vorfall-mit-dem-obdachlosen-wirklich-9164606.html
@Karl. Es gibt 1000 Gründe um Obdachlos zu werden. Alkohol ist einer davon. Menschen, die süchtig sind, sollte man vor sich selbst schützen. Dostojewski war spielsüchtig. Der Brief, in dem er seiner Frau schildert, wie er bei einem Kuraufenthalt in Deutschland sein ganzes Geld im Casino verspielt hat, ist erschütternd.
@AlterSchwede. Elektrizität ist ein wichtiges Thema. Auch für die Obdachlosen. Ich selbst bin zwar ein Smartphone-Gegner, und kann es mir leisten, nur ein Uralt-Nokia-Handy zu haben – aber für die Obdachlosen ist ein Smartphone sehr wichtig, um erreichbar zu sein. Sie sollten die Möglichkeit haben, ihr Smartphone irgendwo aufzuladen. Als ich mich mit Andreas E. zum Kaffeetrinken verabredet habe, hat er den Starbucks vorgeschlagen und wusste auch gleich einen Tisch mit einer Steckdose in der Nähe.
@Wolfgang Wirth, @Dr.Klöbner. Ich habe mal auf einer Parkbank bei uns um die Ecke einen Menschen getroffen, der völlig fertig war und medizinische Hilfe nötig zu haben schien. Ich rief den Notarzt. Bevor der kam sprach mich eine Frau an: Den kenne ich, wohnt bei einer Frau bei mir im Haus, Alkoholiker, schlägt die Frau, pöbelt rum, ständig betrunken, macht immer eine Riesensauerei im Treppenhaus. Der Notarzt kam, der Mann zeigte seinen Ausweis, er war Ukrainer, sprach nur Russisch. Der Notarzt schaltete per Telefon einen Übersetzer ein und nahm ihn dann irgendwann mit. Obdachlosigkeit kann wie gesagt viele Ursachen haben – die Schrecken des Krieges sind eine davon. Der Typ war vermutlich wirklich unmöglich – aber was hat ihn dazu gemacht? Könnten seine Probleme – ebenso wie die vieler anderer Einwanderer – nicht „Made in Germany“ sein?
Und dann sind da noch die tollen Experten, die offenbar den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen, sofort bereit, ihre Beschimpfungen herauszurotzen, sobald ein neuer Beitrag kommt, ohne ihn überhaupt zu lesen. Sie glauben, sie wären anonym. Man kennt ihre Identität nicht, aber seelisch machen sie sich nackig, Und was da zum Vorschein kommt, ist traurig. Nicht viel besser sind die ewigen Besserwisser, die stets gute Ratschläge bei der Hand haben und die mit erhobenem Zeigefinger die political correctness anmahnen. Das nervt, hilft aber nicht.
Anlass meines Beitrages war ein konkreter Einzelfall, den ich etwas näher kenne. Anhand dieses Falles habe ich versucht eine Lösung aufzuzeigen und mir dabei auch kompetente Hilfe von einem Bekannten geholt, der im Jobcenter Frankfurt arbeitet, und solche Menschen täglich vor sich hat. Florian Rötzer von overton hat dankenswerterweise im Text einen Link zu dem Laufzettel gesetzt, so dass sich jeder ihn als pdf-Dokument herunterladen und an diejenigen weitergeben kann, die ihn brauchen können.
2023 waren wir mit unserem Wohnwagen auf dem Campingplatz der Familie Mößler am Millstädter See in Österreich. Von dort bekamen wir jetzt eine Grußkarte zu Weihnachten. Darauf stand: „Friede wächst dort wo Menschen einander mit Wärme, Verständnis und Offenheit begegnen.“ In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gutes, und friedvolleres Neues Jahr 2026.
@Stefan Nold
Vielen Dank für Ihren Kommentar.
„Friedrich Merz hatte übrigens auch schon eine Begegnung mit einem Obdachlosen, die viel über den Mann, unsere Bundespolizei und auch über die Art der Berichterstattung im Stern, kurz unsere ganze Gesellschaft, aussagt“
Nicht nur Merz
Vielleicht erinnern Sie sich noch an Kurt Beck (SPD, selbst Bartträger)
„Waschen und rasieren Sie sich, dann kriegen Sie auch einen Job“
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kurt-becks-arbeitslosen-schelte-waschen-und-rasieren-dann-kriegen-sie-auch-einen-job-a-454389.html
Die Opfer der Krise werden zu Tätern gemacht.
Da Sie den eigentlichen Sinn meines Kommentars übergehen werde ich ihn hier wiederholen.
Diese Klasse (bzw. Schatten) der Gesellschaft hat die Aufgabe unruhige Geister zur Vernunft zu bringen deshalb werden sie auch in genau diesem schattenhaften Dasein gehalten.
Damit sich jeder zweimal überlegt ob er denn jetzt verweigert über das Stöckchen zu springen oder nicht.
Angemerkt sei noch das es nirgends so viele Alkoholiker und Drogensüchtige gibt wie in unserer Arbeitswelt.
@Stefan Nold
Hat der Freund Andreas E. denn seine Wohnung behalten können oder hat er dank deiner Hilfe eine neue Wohnung beziehen können?
Hier Links einstellen mit dem Segen vom Jobcenter ist wirklich mehr als großzügig und kostenlos!
Hätte der Stefan N. mal das Finnische Programm (Housing First) gegen die Obdachlosigkeit, in eine Suchmaschine gegeben.
Friede wächst dort wo Menschen einander mit Wärme, Verständnis und Offenheit begegnen, und wenn sie das nötige Kleingeld mit bringen gibt’s auch eine Grußkarte.
++
„Ist das nicht eine geile Familie“, rief Frank Zander ganz beseelt ins Publikum,
Tue Gutes, und teile es der ganzen Welt mit.
Zander protzt mit 2500 pseudomoralischen Vorzeige-Obdachlosen. Da ist noch Luft im jahresendzeitlichen Wettstreit fürs scheinmoralische Sammelalbum für fleißige Bienchen. Der weiß auch ganz genau, was Obdachlose zu Weihnachten brauchen (eine Gänsekeule) und andere wissen ganz genau, wie man „ehrenwerten“ Tätigkeiten nachgehen kann, so man sie entsprechend benennt („Schnorrer“), obwohl einem die Würde bereits genommen wurde.
Das vereint diese Gutmenschen weltweit:
“Kopf hoch“, Herr Störtebeker!
👍🏿👍🏻👍🏼👍👍🏾
In einem Asterix-Comic gibt es die Figur des Greulix, den die Römer zu den Galliern schicken, um Unfrieden zu stiften. Son „fiese Möpp“ gibt’s doch gar nicht, habe ich damals gedacht. Beiträge von ihnen haben mich eines besseren belehrt.
Da sie subtil geäußerter Kritik nicht zugänglich sind, sah ich mich gezwungen, den Holzhammer rauszuholen.
Und den Greulich haben sie nicht gelesen. Greulich wurde nicht von der Römern geschickt, sondern war ein machtgieriger Komplize Grobianix, der mit den Römern paktierte, um seine Interessen durchzusetzen.
https://www.comedix.de/lexikon/db/greulix.php
Peinlich
Nachtrag: Ich vermute, sie meinen Tullius Destructivus. Da sind schon ne Menge Hefte erschienen, da verliert der ein oder andere schon mal den Überblick. Bei Asterix-Heften.
Richtig! Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
Damit sollten wir es bewenden lassen.
… obwohl: Gerade habe ich beim Feindsender gelesen: Obdachlosigkeit bei Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren in Deutschland verfünffacht. 5.000 sollen es sein, Dunkelziffer unbekannt. Vielleicht sollte man gemeinsam den richtigen Baum anbellen. Finden Sie nicht?
Ich bin aber erst mal raus. Meine Kraft ist begrenzt. In diesem Sinne: Gute Nacht.
Peinlich ist vor allem ihr versuchter ad hominem 🙂
@Dan
Wenn du tot bist, weißt du nicht, dass du tot bist.
Den Schmerz spüren andere.
Dasselbe passiert, wenn du dumm bist.
Noch ein ad hominem.
Mehr als das gibt’s hier nicht 🙂
@Dan
Wenns überall, wo man hingeht, fürchterlich stinkt,
sollte man gucken, ob die Schei*e nicht am eigenen Schuh klebt 😉
@Stefan Nold
Asterix Band „Der große Graben“ 1980
Sie treffen den Nagel auf den Kopf: es stinkt nach Bückling…
Normalerweise dürfte es unfreiwillige Obdachlosigkeit in D. gar nicht geben vom Sozial- und Ordnungsrecht her (siehe nachfolgend). Aber in der Praxis werden viele Fälle des realen Lebens von diesem Recht nicht richtig erfasst. Obdachlosenunterkünfte erlassen aus verschiedenen Gründen Hausverbote (auch dauerhafte) etc. PP. Nicht jeder möchte auch in eine solche Unterkunft einziehen. Dann gibt es auch Familien mit kleinen Kindern die aus Wohnungen geklagt werden.
OVG Bremen:
„In der Rechtsprechung… ist anerkannt, dass unfreiwillige
Obdachlosigkeit eine Störung der öffentlichen Sicherheit
darstellt. Die Betreffenden befinden sich in diesem Fall in
einer Notsituation, die sie nicht mit eigenen Kräften
bewältigen können. Deshalb ist die zuständige
Gefahrenabwehrbehörde verpflichtet, die zur Beseitigung
der Störung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen“ (B. v.
7.2.2013 – 1 B 1/13).
https://www.bagw.de/fileadmin/bagw/media/Doc/TGD/TGD_15_BUTA_Forum-A-II_Ruder.pdf
Die Rechtslehre unterscheidet zwei Formen der
Obdachlosigkeit:
Freiwillige Obdachlosigkeit und
Unfreiwillige Obdachlosigkeit
Nur die unfreiwillige Obdachlosigkeit begründet die
sachliche Zuständigkeit der zuständigen Ordnungs-,
Polizei- und Sicherheitsbehörden für die
Durchführung von Maßnahmen zur Vermeidung /
Beseitigung der Obdachlosigkeit.
https://bravors.brandenburg.de/verwaltungsvorschriften/obdachlos1997/2
„Normalerweise dürfte es unfreiwillige Obdachlosigkeit in D. gar nicht geben vom Sozial- und Ordnungsrecht “
Wow …
Alleine was Rechte angeht, zur Miete und zur Untermiete …
Letzteres hat fast gar keine Rechte, das einzige ist 7 Tage Kündigungsfrist , und nicht mal die gewährte man mir.
Das ist kein Recht im Bereich Untermieter, das ist ein Regelwerk um Zustände aufrecht erhalten zukönnen die Sklavenhalter Gesellschaften prägten …
Wenn deine Untermieter auch dein Partner ist kann dieser dich von jetzt auf dann auf die Strasse werfen .. Neues Jahrtausend..
„Nur die unfreiwillige Obdachlosigkeit begründet die
sachliche Zuständigkeit der zuständigen Ordnungs“
Was soll der Blödsinn, ich war auf Gericht am gleichen Nachtmittag , Antwort “ Sie haben hier keinen Wohnsitz , Wir sind nicht für Sie zuständig“ ..
Dabei bin ich morgens normal aus dem Haus, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, was in diesem Land so alles möglich ist ..
Was ich aushalten musste in Sachen Erniedrigung , fast jeder andere wäre da explodiert ..
Hatte zum Glück gute Freundin, (allerdings weit weg) praktizierende Psychologin und wir quatschen oft, und Sie gab mir Kraft das durchzustehen.. Das war mein Glück …
Es kann kein Recht sein, wenn nur der sich noch darauf berufen kann, der über genügend finanzielle Mittel verfügt. Und genau da leben Wir heute ..
Das billigste und einfachste ist ein Konto bei traderepublic.
Da gibt es dann eine virtuelle Visa-Debit-Karte, die nichts kostet. Mit der kann man dann zahlen und Geld abheben.
Die Kontoführung ist auch kostenlos. Das weiß ich erst seit ein paar Stunden. Man braucht dafür natürlich ein Smartphone. Die gibt es schon um 100 Euro und haben auch noch ein paar andere nützliche Funktionen.
Hatte so einen Kunden, Display defekt Handy , konnte nicht mal mehr zahlen damit im Supermarkt, musste hungern.
Bank nur über Handy, hatte keine Filiale .
Ich ihn also Ersatzteile vorgeschossen (100€) und Geld geborgt, damit Er sich was zu essen kaufen konnte und Display gewechselt. Das geborgte Geld bekam ich zurück, mehr hatte ich nicht erwartet .. So gehen heute gute Geschäfte o)))))
Sorry, aber für solche Leute habe ich wenig bis gar kein Mitleid.
Dumm ist Der, der mehr erwartet… o)
Mir war das klar, Wer nichts hat, kann nichts geben … Von daher, war ok – o))
Ich habe einfach etwas weitergegeben das ich von anderen bekommen habe in einer Notsituation .
Wenn alle das so handhaben würde, wäre dieser Planen ein besserer o(
Hier stoßen wieder mal Welten aufeinander, die eben gar nicht miteinander kompatibel sind.
Das bestärkt mich eher noch mehr im Kampf gegen Smartphones und virtuelles Geld.
Bei Trade Republik gibt es eine physische Debitkarte für einmalig 5 Euro. Auch das wäre also finanziell zu stemmen.
Aber letztendlich ist das nur Symptombekämpfung.
Die Hauptursache ist kapitalistische Gleichgültigkeit und formale Bürokratie-Hürden sind auch erwähnenswert.
Jemand kann noch so viel falsch im Leben gemacht haben: Wenn es um nackte existenzielle Not geht, hilft man einfach.
Wenn man wüsste, was ich in meinem Leben alles getan habe und selbst massiv auf fast alles verzichtet, würden mit Christen wegen altruistischer Dummheit steinigen.
Die Gretchenfrage ist aber, wie wir Arbeitskraft und gesellschaftliche Ressourcen organisieren. Der Markt ist da teilweise blind und braucht Sehhilfen und auch Schranken. Das wird aber intellektuell nicht gesehen, was oft auch mit einem Mangel an Anstrengung zu tun hat. Und es streiten sich oft idiotische Ideologien um die Vorherrschaft. Eine Schande und ein Offenbarungseid für Gruppe der über 50-jährigen, die es eigentlich aufgrund genügend Erfahrung besser wissen könnten. Nicht die konkrete Person, sondern als Gruppe. Aber Gleichgültigkeit und Egoismus statt Idealismus macht die Runde. Kein Herz, kein Hirn, nur Schande, natürlich von Ausnahmen abgesehen.
Den Hinweis fand ich zunächst interessant.
Habe dann mal etwas gegoogelt
https://traderepublic.com/de-de
Auf deren Homepage stand, man brauche ein SEPA-Bankkonto um dort ein Konto zu eröffnen.
Es scheint zum regulären Konto ein Korrespondenzkonto zur schnellen Geldvermehrung zu sein.
TradeRepublic richtet sich so wie es aussieht an eine ganz andere Zielgruppe, Sie verstehen sich als „Broker“!
Die Bank hat im Impressum nur eine Postanschrift, aber keine Telefonnummer und auch keine Email-Adresse. Das Angebot eines Kontos ohne Gebühren klingt verlockend, einem Obdachlosen würde ich dieses Konto aber nicht empfehlen und würde es auch selbst nicht nutzen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat die TradeRepublik wegen irreführender Werbung verklagt. Trotz aller Nachteile sind Sparkassen und Volksbanken für mich immer noch die beste Wahl. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Ich habe am Samstagabend ein Konto bei Trade Republic eröffnet.
Ich muss natürlich irgendwie darauf Geld überweisen oder überweisen lassen.
Ein Referenzkonto wie bei anderen Online Banken bräuchte ich bisher nicht.
Das Trade-Republik als Neo-Broker ein anderes Kundenumfeld sucht, liegt auf der Hand. Ich wusste auch nicht von einer virtuellen Visa-Debit-Karte. Und eine physische gibt es schon um 5 Euro einmalig. Und weil die Bank seit 2025 eine Vollbanklizenz haben soll, gibt es überhaupt die Möglichkeit, das Konto als Girokonto zu nutzen. Da ich aus diversen Gründen mehrere Girokonten habe, kenne ich auch deren Kosten. Wenn Trade Republic aufgrund konsequenter Skalisierung diese Möglichkeit kostenlos anbietet, kann man sie nutzen oder es eben bleiben lassen.
Das Irreführende bei diesem Neo-Broker kann dabei nur sein, dass die niedrigen pauschalen Transaktionsgebühren durch den erhöhten Spread zwischen bid/ask erzielt werden, an denen der Neo-Broker partizipiert.
Ich wusste zwar schon vor knapp 5 Jahren, dass es diese Bank bzw. Broker gibt. Aber wenn ich mir aufgrund Fokussierung auf allgemeine Interessen mich um meine Belange nicht kümmern kann, dann hat dies eben bisher für mich keine reale Bedeutung gehabt.
Jetzt habe ich aber wirklich den großen Überblick in wesentlichen Belangen und kann mich somit wieder auch auf mich selbst konzentrieren und damit Dinge optimieren.
Und so bin ich u.a. zu Trade Republic gekommen. Hier können sich die Bedingungen zwar auch wieder ändern. Das war aber bei anderen Online-Banken nicht anders. Und selbst eine telefonische Rücksprache ist aufgrund Auslagerung und enger Aufgabenverteilung nicht immer unproblematisch.
Mein Hinweis sollte nur als zusätzliche Option dienen. Entscheiden soll aber immer die konkrete Person. Der einen liegt das besser und der anderen das.
Unfreiwillige Oddachlosigkeit ist aber der Offenbarungseid eines formalen Sozialstaates und müsste nicht sein. Nur die intellektuelle Überforderung der Eliten und die Gleichgültigkeit und Faulheit der breiten „Masse“ führt zu diesem Phänomen und verstärkt dieses.
Danke für die Info. Wobei ich das Finanzchinesisch Spread Bid/ask nicht verstehe und auch nicht den Unterrschied zwischen Neo-Broker und Broker kenne. Für den, der mit jedem Cent rechnen muss, ist Sicherheit die absolute Priorität. Deshalb würde ich eher zu einem Konto bei der örtlichen Sparkasse raten. Vielleicht ist das in ein paar Jahren anders.
Neo-Broker werden solche genannt, die nahezu alles automatisiert haben und deshalb Skaleneffekte am stärksten nutzen können. Ein Broker ist dabei ein (Wertpapier)-Händler.
Die Differenz zwischen dem An und Verkaufskurs (bid/ask) eines Wertpapier nennt man Spread. Wenn ein solcher Broker Ausführungen nur über weniger frequentierten Börsen tätigt, also Regional-Börsen und Market-Maker (Händler, welche für eine gewisse Menge zugleich immer einen An- und Verkaufs-Kurs stellen), ist der Spread höher. Man kauft dann oft zu einem teuren Kurs ein und verkauft zu einem niedrigeren Kurs als an einer hochfrequentierten Börse wie Xetra. Der Händler teilt sich dann mit der Bank den Profit. Die Und das war das Irreführende an der Werbung. Mittlerweile soll das aber so nicht mehr möglich sein. Da ich aber schon länger nicht mehr gehandelt habe, kann ich nichts Konkretes dazu schreiben.
„Jemand kann noch so viel falsch im Leben gemacht haben: Wenn es um nackte existenzielle Not geht, hilft man einfach.“
thx +++
Man kann dem Jobcenter auch anbieten, täglich um 10:00 Uhr zur Post Abholung zu erscheinen. Das sollte man sich täglich schriftlich bestätigen lassen. Ansonsten mit dem Sozialgericht drohen. Auch dort anbieten, täglich zu erscheinen. Möglicherweise lässt man sich darauf ein, per SMS oder E-Mail ein Schreiben anzukündigen. SMS ist allerdings unsicher, das sollte an bis zu 4 Tagen wiederholt werden. Ansonsten bietet es sich an, einen Betreuer für die Post Annahme zu beantragen. Dies gilt insbesondere, wenn aufgrund Defiziten die rechtzeitige Reaktion nicht gewährleistet ist. Dann muss der Betreuer nachhaken. Eine gewisse Penetranz ist nötig, um der Behörde die Schikane zu vermiesen.