
Die Hauptverhandlung vor dem Oberlandesgericht bleibt dubios. Ist sie ein Schritt zur Aussetzung von Zschäpes Strafe und ihrer „Befreiung“?
Im NSU-Prozess gegen Susann Eminger hat Ende Januar 2026 Beate Zschäpe zum dritten Mal als Zeugin ausgesagt. Für die Bundesanwaltschaft soll die zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe Verurteilte die Hauptbelastungszeugin gegen die Angeklagte sein. Das funktioniert zum wiederholten Male nicht. Warum dieser Prozess überhaupt durchgeführt wird, will sich auch nach drei Monaten Dauer nicht erschließen, wenn man auf die offizielle Begründung blickt. Eminger soll das NSU-Trio unterstützt und von den Morden gewusst sowie Beihilfe zu einem Raubüberfall geleistet haben.
Die Hauptverhandlung ist diffus; überzeugende Zeugen, die die Anklage stützen, fehlen; was die Beteiligten wollen, bleibt nebulös. Deshalb drängt sich immer mehr die Frage auf, ob die Veranstaltung überhaupt etwas mit der angeklagten Susann E. zu tun hat – oder ob etwa andere Zwecke damit verfolgt werden? Geht es in Wahrheit möglicherweise nicht um Eminger, sondern um Zschäpe? Soll sie durch ein entsprechendes Auftreten Begünstigungen erhalten? Und wenn das so ist, warum? Gibt es unbekannte Verstrickungen und Verbindlichkeiten? Das sind die eigentlichen Fragen dieses Prozesses.
Zschäpes letzter Zeugenauftritt Anfang Dezember 2025 war beim Fragerecht der Verteidigung von Susann E. stehen geblieben. Einer ihrer zwei Rechtsanwälte beginnt, indem er die Verurteilte nach der sogenannten Vollzugsplankonferenz in der JVA Chemnitz in ihrem Falle fragt. Zschäpe ist überrascht, dass er davon weiß. „Hat Ihr Aussageverhalten hier im Prozess darauf Einfluss gehabt?“, will er wissen. Die Befragte wartet nicht ab, bis die Frage zu Ende gestellt ist, sondern antwortet umgehend mit „Nein“. Er fragt nach: „War ein Vertreter der Bundesanwaltschaft dabei?“ Zschäpe: „Nein!“
Rechtsanwalt Uwe Schadt erwähnt nun, dass sie ja 13 Jahre, von 1998 bis 2011, mit den beiden Männern zusammen gewesen sei, und will wissen, was ihre persönliche Motivation gewesen sei. Zschäpe erklärt, sie habe mit beiden eine Beziehung gehabt, sie seien ihre Bezugspersonen gewesen. Aber, sagt sie, sie hätte jederzeit gehen können, sie hätte sich nur der Polizei stellen müssen. Der Verteidiger fragt Zschäpe: „In die konkreten Planungen der Mordtaten waren Sie nie eingebunden?“ Und die antwortet: „Es hätte sonst nicht funktioniert, wenn ich eingebunden gewesen wäre.“ Als der Kontaktmann Carsten Schultze die beiden nach der Flucht einmal konspirativ besuchte, wollten sie nicht, dass sie mitbekomme, was zwischen den dreien besprochen wurde.
Der Verteidiger will schließlich von Zschäpe noch wissen, ob seine Mandantin in der Wohnung des Trios in Zwickau einmal Waffen habe liegen sehen? Nein, antwortet die, an so etwas habe sie keine Erinnerung.
Das Gericht will weiteres Wissen von Beate Zschäpe abfragen und spricht die zeitliche Lücke von knapp viereinhalb Jahren an, in denen keine Taten verübt worden waren: 2007 geschah der letzte Mord, erst 2011 gab es wieder Banküberfälle. Die Vorsitzende Richterin fragt: Was war dazwischen? Gute Frage. Zschäpe antwortet: Weil sie Geld benötigt haben, hätten die Überfälle nie aufgehört. Falsche Antwort, denn die Raubüberfälle hatten wie die Mordtaten im Jahr 2007 ebenfalls aufgehört. Das Gericht besteht seltsamerweise nicht auf seiner Frage, was zwischen 2007 und 2011 geschehen ist.
Vor allem im Jahr 2011, als die drei die Wohnung in der Frühlingstraße mit Kameras und Überwachungstechnik zu einer regelrechten Festung ausbauten. Was war der Grund? Warum das Trio sich in dieser Weise eingebunkert hat, weiß man bisher nicht. Zur selben Zeit, im Sommer 2011, nahm das LKA Baden-Württemberg auf einmal die Ermittlungen im Mordfall Kiesewetter in deren thüringischen Heimatstadt Oberweißbach wieder auf. Das Gericht geht mit der Zeugin die Skizze der Wohnung in der Frühlingstraße durch. Zschäpe selber liefert eine Vorlage, indem sie von einem Überwachungsmonitor spricht. Doch das Gericht reagiert nicht auf das Stichwort und fragt nicht nach. Das tut auch die Bundesanwaltschaft nicht, als sie mit ihren Fragen an der Reihe ist.
Das Anmeldeformular für einen Campingaufenthalt des Trios wurde von einer fremden Person ausgefüllt, möglicherweise einer Frau. Die Vorsitzende Richterin fragt: „War das Frau Eminger? War sie bei der Anmeldung dabei?“ Zschäpe verneint: „Definitiv nicht!“
Immer wieder entlastet Zschäpe Susann E. Unter anderem will sie ihr gegenüber auch gesagt haben, sie seien aus Jena abgehauen, weil sie die Verjährungsfrist abwarten wollten, ehe sie wieder auftauchen würden. „Wissen Sie, wann Mord verjährt?“, fragt der Eminger-Verteidiger sie. „Nein“, antwortet Zschäpe, „das Thema hatten wir ja nicht. Es ging um die Legende und darum, die Leute in der Szene ruhig zu halten.“
Im Wohnmobil, wo am 4. November 2011 die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gefunden wurden, lag eine große Menge von Waffen sowie Bargeld. Zschäpe erklärt, sie sei selber überrascht gewesen, habe das nicht gewusst. Auch nicht, dass die beiden Geld von zuhause mitgenommen hatten. Bei der Vorbereitung des Banküberfalls und beim Packen sei sie nicht dabei gewesen.
Keine politischen Diskussionen, keine Gespräche über die Mordtaten, was wusste Zschäpe überhaupt davon und was hätte Susann Eminger dann davon wissen können – mit diesem Befund ist Zschäpe keine Belastungs-, sondern eher eine Entlastungszeugin. Das entspricht aber nicht der Intention der Bundesanwaltschaft, die mit Zschäpes Wissen Frau Eminger verurteilt sehen will. Angeblich. Doch wenn das nicht funktioniert, warum dann überhaupt dieser Prozess und diese Anklage?
Auch die Bundesanwaltschaft selber fragt nicht konsequent. Wo in der Wohnung lagen die DVDs mit dem Bekennervideo?, will ihr Vertreter wissen. Antwort Zschäpe: Im Lager. Der Staatsanwalt fragt nicht weiter. Seit wann lagen sie dort? In welcher Anzahl? Was sollte damit geschehen? Wer nichts wissen will, will auch nichts aufklären.

Die oberste Anklagebehörde der BRD ist in diesem Staatsschutzprozess nur noch mit einem Staatsanwalt vertreten, ursprünglich zählten noch ein Bundesanwalt und ein Oberstaatsanwalt zur Delegation. Das kann man auch als Statement verstehen, so wenig Bedeutung misst die Karlsruher Behörde der Aussage von Zschäpe inzwischen bei. Die dritte Vernehmung hat ganze zweieinhalb Stunden gedauert.
Das Bild, dass Zschäpe wenig bis nichts von den Mordtaten weiß, verdichtet sich immer mehr. Sie sagt zwar: „Die Straftaten sind nun mal Fakt“, wer dafür verantwortlich war, muss sie aber trotzdem nicht unbedingt gewusst haben. Möglich bleibt, dass Böhnhardt und Mundlos nicht die einzigen Täter waren oder dass sie zu einer größeren Tätergruppierung gehörten. Das wiederum würde den möglichen Tatbeitrag der Angeklagten relativieren.
Inzwischen werfen die fünf Vernehmungen Zschäpes durch das BKA im Jahr 2023 nach ihrem Auftritt im bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss Nummer 2 Zweifel auf, ob sie Susann E. dabei tatsächlich belastet hat. Die Vernehmungen sind als geheim eingestuft: Entspricht das ihrem Wert oder ist das Bluff? Wird mit der angeblichen Einstufung ein Inhalt suggeriert, den es nicht gibt?
Die Vorsitzende Richterin erwähnte gegenüber Beate Zschäpe die Perspektive einer „Aussetzung“. Aussetzung der Haftstrafe? Ist der Prozess gegen Susann Eminger und die Vorladung Zschäpes als Zeugin ein Manöver für dieses Ziel? Soll Zschäpe für ein bestimmtes Aussageverhalten eine Gegenleistung erhalten? Handelt es sich genau genommen um eine Operation mit dem Ziel der „Befreiung“ von Beate Zschäpe? Keine Befreiung im herkömmlichen Sinne mittels Gewalt, sondern mit den Mitteln und Möglichkeiten des Rechtsstaates, scheinbar normal und unauffällig, wenn auch kompliziert. Und wenn ja: Warum? Was ist das Besondere bei ihr?
Vor wenigen Jahren, im Fall von Walter Lübcke, hat so eine Aktion schon einmal stattgefunden. Beim Mord an dem CDU-Politiker waren ziemlich sicher zwei Täter dabei: Stefan Ernst, der Schütze, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, der mutmaßliche Mittäter Markus H. wurde freigesprochen.
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Das NSU- Bild aufhellen kann man nur wenn man über die zugewiesenen Handlungen der rechten Gruppierungen in Thüringen und Sachsen nach der Wende nachdenkt und dabei die Interessen der verschiedenen Geheimdienste beachtet.
Oder anders: Wenn man den Mordfall Kiesewetter aufklärt (also wirklich!!!), bricht das ganze mediale Konstrukt des NSU zusammen.
Das war das Fazit der ARD-Doku „Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michelle Kiesewetter“, an der auch der Autor dieses Artikels, Thomas Moser mitwirkte.
Es wäre ja schon ein Anfang den letzten Killer des NSU, Andreas T. vom NS Verfassungsschutz Anzuklagen, welcher ja „zufällig“ auch beim Mord an Lübcke vor Ort war.
Dem Andreas T., an dessen Kleidung Schmauchspuren der verwendeten Mordwaffe waren, der Andreas T. der sich gar nicht in diesem Internetcafe aufhalten hätte dürfen. Jener Andreas T. welcher von Zeugen wiedererkannt wurde, der mit einer Tüte, wie sie der NSU benutzt hat damit keine Hülsen am Tatort zurückbleiben, gesehen wurde.
Jener Andreas T. bei dem ein Münchener NS Richter keine Hinweise auf seine Beteiligung gesehen hat weil der Andreas T. ja Beamter des Nationalsozialistischen Verfassungsschutz der Braunen Republik Deutschland und damit ein guter Nazibeamter war.
Nazideutschland lebt, weshalb eine dringende Behandlung mit Atomwaffen für Nazideutschland immer angebrachter Erscheint. Zu einer Selbstreinigung war dieses Land ja noch nie fähig, weshalb wohl eine Desinfektion nötig wird.
https://m.youtube.com/watch?v=2sQXgecCJB0
Vielleicht kann das Herr Moser nicht schreiben, es gibt aber zahlreiche Vermutungen, dass die Zschäpe selbst eine V-Frau gewesen sein könnte. Wenn die beiden Bs einen nicht selbstgewählten Tod erlitten, fragt sich, warum Zschäpe noch am Leben ist.
Während Schorlaus lesenswerter Krimi zum NSU-Komplex (Die schützende Hand) wirklich spannend ist, erleben wir jetzt „in echt“ – nachdem soundso viele Zeugen starben, Akten verschwanden, Personen abtauchten -, eine der langweiligsten Schmierenkomödien dieser Aufarbeitungs-Affäre.
Der Verfassungsschutz hat wahrscheinlich große Probleme nicht pöltzlich in dieser Sache
enttarnt zu werden. Als ich damals die Meldungen über das finale Ende von Mundlos und
Böhnhardt verfolgte, dachte ich nur, dass Horst Tappert, der Kommissar, gleich nach dem Auto
ruft. Ein gemietetes Wohnmobil mit all den im Laufe ihrer Karriere angesammelten Waffen
an Bord und dazu auch noch Viel Geld vor dem Bankraub. Plötzlich sind sie umzingelt und
sogar der oberste Polizeichef ist gleich vor ort. Dann qualmt das Fahrzeug und der oberste
Chef stürmt als erster hinein. Steht dann Sekunden später mit der Waffe der getöteten Polizistin
in der Tür , die da so einfach herum lag und hinter ihm die Leichen der Täter. Beide mit einer
Pumpgun erschossen, die dann, wieder durchgeladen !!!, daneben lag. Bevor das Fahrzeug
vor Ort auf Spuren untersucht wird, Zieht man es auf einen Transporter und bringt es weg,
inkl. der Leichen. Es gibt ja zum Glück kein Geruchsfernsehen, aber trotzdem stank das Ganze
mächtig gewaltig.
Eine für die Dienste Klassische Arbeit, die der NS Verfassungsschutz da hingelegt hat. Könnte direkt aus dem Lehrbuch stammen. Und auch die ganzen Nazis in leitender Stellung beim NS Verfassungsschutz war dabei großes Theater. Die Krone Abgeschossen hat doch die Ernennung zum Chef des Thüringer NS Verfassungsschutz durch „unbekannte“ die dem als er völlig besoffen war, morgens um 2 die Ernennungsurkunde in die Hand gedrückt haben sollen. So primitiv wurden die Nazis aus dem CDU Regime gedeckt und der nie vorhandene Rechtsstaat ist auch über diese Stufe brav gesprungen.
Jetzt längere Zeit später sind diese Nazis wieder ganz oben im inzwischen wieder offen faschistischem Deutschland, der Braunen Republik Deutschland, auch als Rest des 3 Reichs zu bezeichnen.
@Träumer
„Tappert“ passt in mehrerer Hinsicht, z.B. in der:
Horst Tappert (1923–2008), der bis 1998 unermüdlich den Kommissar Derrick gab, war in der NS-Zeit Mitglied der Waffen-SS.
Interessant das zu wissen. War jetzt nicht mein Hintergedanke.
Das Wohnmobil stand nach der „Spurensicherung“ ungeschützt auf dem Hof einer Autowerkstatt herum und wurde dann nach ca. sechs Monaten verschrottet. – Die Mutter des einen Uwe sagt, sie hätte sich noch mit ihm öfter im Park heimlich getroffen. Und sie ist sich sicher, daß sie beobachtet wurden. Kann man als Spinnerei abtun, aber meine Mutter wäre auch so gewesen. – Angeblich entspricht die Stückelung der im Wohnmobil gefundenen Banknoten nicht der Stückelung der Banknoten aus dem Bankraub. – Die beiden Uwes haben „Räuber und Gendarm“ gespielt und zu hoch gepokert. Meine Meinung.
Der Verfassungsschutz agiert als Frühwarnsystem auch gegen Spionage. Möglicherweise wurden Böhnhardt/Mundlos anders geheimdienstlich geführt als Zschäpe. Diesbezügliche Indizien soll es ja geben. Man denke auch an den TV- Film Küstenwache.
Vielleicht ist Zschäpe Reptiloidin und hat Elvis (Elvis lebt!) heimlich geehelicht und jetzt wollen sie gemeinsam per streng geheimer Marsraumschiffe von Elon auf dem Zeitstrahl eines Chemtrails ins Sirius-System auswandern?
–
Gibt es etwas mehr an Substanz oder bleibt es beim Geraune?
Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt, aber 12 Jahre Haft sind umgerechnet 4380 Tage.
4380 x im 9 qm Raum aufwachen mit Stahltür und vergittertem Fenster mit Billigstfraß. Etwas spät für eine „Befreiung“.
Was für ein Thema ! Dem Autor ist ja hoch anzurechnen, dass das Thema nicht verloren gehen muß. Es gäbe derzeit ja wirklich reichlich Gelegenheit zur Abwechslung. Gestern z.B. gab. es auf Manova etwas, was auch einem OM ganz gut anstehen würde, versprochen! Das hier nämlich: „Von Strang und Krokodilen“. Den Link dazu erspare ich mir, wer zu faul ist, dorthin. zu finden … nun, ich kenne meine Pappenheimer. Waum ich hier damit ankomme? Zum einen, weil Manova kein Forum hat und nicht. einmal einen Einfüllstutzen per Email-Adresse anbietet. Und außerdem, weil es jüngst ein Vorkommnis gab, das mich sehr nachdenklich stimmte. Der Herr Rottenfußer – sowas wie der Herr Roetzer auf M.- glaubte ja neulich auf den Spuren eines Zenz, Adrian lustwandeln zu müssen mit seiner Uiguren-Schwurbeilei. Und siehe da, die war sogar so deftig ausgefallen, dass sie einem Herrn Fitzthum gewaltig gegen den Strich gehen mußte und er eine Gegendarstellung glaubte einreichen zu müssen. Wie er das geschafft hat, ich weiß es nicht. Gehe da lieber mit meinem Exkurs den einfachen, den sicheren, nenne ihn mal den Termolo-Weg.
Also, noch mal zu „Dem Strang und den Krokodilen! – empfehle zwar das Original auf Manova (https://www.manova.news/artikel/von-strang-und-krokodilen) aber einen veritablen Appetizer möchte ich nicht fehlen lassen, ein paar Eingangszeilen seien erlaubt:
„Erhängen
Seit geraumer Zeit fragt man sich, wie man des planetaren Chaos literarisch noch Herr zu werden vermag. Ich möchte an dieser Stelle auf einen Wesenszug der Kriegspropaganda hinweisen, der darin besteht, die eigenen Aktionen und Absichten dem Feind anzulasten, mit anderen Worten: Alles, was man selbst tut oder zu tun beabsichtigt, wird dem Feind in die Schuhe geschoben. Der sympathische Mann auf dem Foto ist Itamar Ben-Gvir, Israels Minister für nationale Sicherheit. Während von allen Seiten der medialen Front von drohenden Hinrichtungen im Iran die Rede ist (1) — welche durch den Strang vollstreckt werden —, ist bereits im November in der Knesset ein Gesetzesentwurf angenommen worden, der es dem israelischen Staat ermöglicht, die Todesstrafe an Palästinensern zu exekutieren, und zwar durch den Strang.“
Dieses Thema ist verdammt heiß – heißer als heiß, auch und gerade deswegen, weil mit dem unbefristeten Zugeständnis eines ‚Rechts auf Selbstverteidigung’ insbesondere durch ‚deutsche Regierungsorgane‘ bis hin zur Staatsräsonggg de facto ein Verdikt – ein Verdammungsurteil – ausgesprochen haben über alle, die nicht … muß ich wahrlich auf die ‚Erfolgszahlen‘ bei der Inanspruchahme vorgenannten Rechts verweisen? Oder wäre das gar schon höchst Antisem….?Ja, vermute oder besser schätze mal, alles wieder viel zu ‚komplegx‘, um sich – hehehe, wenn es denn so lustig wäre – ein vorschnelles Urteil erlauben zu können. Nun, eine Warweg-Frage dazu in der Regierungspressekonferzenz dazu wird es vermutlich ja nicht mehr geben, aber die – wohl wie immer lachhafte – Antwort von der Kanzel kann ich mir sehr gut vorstellen: „Wir haben der Knesset keine Vorgaben zu machen!“.
Zu jeder guten Frage eben – wie stets – eine saudumme Antwort, schließlich gab es bei dem ‚Recht auf Selbstverteidigung‘ oder bei der Belobigung zu eindrucksvoller Erledigung von ‚Drecksarbreit‘ keine solche vornehme Zurückhaltung. Außerdem sollte nicht unterschlagen werden, wie oft denn noch will man aus den gleichen Posaunen die ‚Zwei-Staaten-Lösung‘ als die präferierte ‚propagieren‘ und auch noch behaupten, sie anstreben zu wollen, wo doch alles getan oder unterstützt wird, dass es bald für eine zweite Entität – auch keiner potentiellen – mehr zu gereichen vermag. Es reicht ja nicht einmal mehr zu einem halbwegs erträglichen ‚Stadtbild‘, wenn man zu sich mal einmal ehrlich wäre. Ob da Gaza im Kopf herumschwurbelte, als der Zustand von was auch immer zu bejammern war, Freud ließe grüßen? Und da gäbe es auch noch einen anderen alsbald totgerittenen, längst auf fünf Beinen lahmenden Gaul. Gestatten … ‚der Rechtsstaat‘! Welcher Rechtsstaat denn? Was ist denn peinlicher? Ihn immer in Permanenz für sich selbst in Anspruch zu nehmen, bei der veritablen ‚Sachlage‘ bis hin auf die längst auf Grund gesetzten Pseudo-Verfassung namens Grundgesetz? Oder gar die dem Traum- alias Trugbild ‚Rechtsstaat‘ zugebilligten Eigenschaften ausgerechnet diesem ‚Gebilde‘ am östlichen Ende des Mittelmeeres. Wo es doch auch noch heißen soll, ‚der Fisch stinkt vom Kopfe her‘?
Mit untertänigstem Verlaub – die Zeit ist reif! Reif für was? Für eine Rückrufaktion allemal! Rückrufen und einkassieren. Die Situation war nie dringlicher! Genug ist genug! Und damit sich auch wirklich niemand rausreden kann, hier noch ein paar Zeilen mit Informationen direkt von Quelle. Aus einem Traktat von heute https://www.counterpunch.org/2026/02/04/thousands-sign-online-petition-against-israels-proposed-death-penalty-bill/print/ – nur die wichtigsten Feststellungen welcher. Zum hinter die Ohren schreiben.
Zitate Beginn
Die Petition von Zazim trägt den Titel: „Nein zum Gesetz des Todes!“ Ihr Inhalt… lehnt den Gesetzentwurf zur Todesstrafe eindeutig ab:
„Wir, die Bürger, lehnen Ben Gvirs rassistisches Todesstrafengesetz ab und fordern die Opposition auf, ihre Stimme zu erheben und sich auf jeder Plattform und mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen zu wehren!“
Warum ist das wichtig? Wenn wir jetzt nicht handeln, machen wir uns mitschuldig an der Errichtung von Ben-Gvirs Schreckensregime. Der von ihm vorangetriebene Gesetzentwurf zur Todesstrafe sieht vor, dass Palästinenser, die einen Israeli ermorden, in der Westbank zwingend und ohne die Möglichkeit einer Strafmilderung zum Tode verurteilt werden. Der Gesetzentwurf wurde sorgfältig ausgearbeitet, um Rassismus unter dem Schutz des Gesetzes zu schaffen: Die Todesstrafe gilt beispielsweise nicht für Sie -dler, die einen palästinensischen Bewohner der Westbank ermorden! …
el
Die Wahrheit ist, dass der Gesetzentwurf eine Mehrheit in der Knesset hat, weil die oppositionelle Partei Yisrael Beiteinu ihn zusammen mit der Regierung unterstützt. Als ob das noch nicht genug wäre, haben Lapid und die Vorsitzenden der Oppositionsfraktionen keine umfassende Ablehnung des Gesetzentwurfs erklärt. Aber wir haben eine Chance: Die Haredim schwanken, und wir können und werden Yesh Atid und einige Mitglieder des „Staatskampfs“ beeinflussen….Die in dieser Erklärung hervorgehobene Heiligkeit des Lebens stützgsgst sich wiederum auf die dokumentierte massive Zahl rabbinischer Stimmen, die sich aus diesem Grund bereits gegen die Todesstrafe aussprechen. „Als Mitglieder einer globalen jüdischen Gemeinschaft, die sich für die Zukunft Israels einsetzt“, so lautet das Fazit der Erklärung, „fordern wir die israelischen Führer auf, diese Gesetzgebung zu stoppen und die Werte zu bekräftigen, die das jüdische Leben seit langem leiten: die Heiligkeit des menschlichen Lebens und die Würde jedes Menschen.“
Dazu gehört die Tatsache, dass Hinrichtungen immer Folter darstellen, die Gefahr bergen, Unschuldige hinzurichten, und – von Adolf Hitler üeeber Donald Trump bis hin zu Ben-Gvir – als
politisches Instrument eingesetzt wurden, insbesondere während Wahlkampagnen. L’chaim hat auch aufgezeigt, wie viele Hinrichtungsmethoden direkte Vermächtnisse der Nazis sind, darunter Erschießungskommandos, Vergasung und tödliche Injektionen. Der berühmte Gegner der Todesstrafe Elie Wiesel hat die Haltung von L’chaim am bestenbb zum Ausdruck gebracht, als er im Schatten des Holocaust über die Todesstrafe sagte: „Der Tod sollte niemals die Antwort in einer
zivilisierten Gesellschaft sein.“ Die Mitglieder der Knesset – und alle Befürworter der Todesstrafe – sollten Wiesels Botschaft und die Tausenden von Unterzeichnern dieser Online-Petition beherzigen. Sie sollten erkennen, dass Hinrichtungen niemals die Antwort sind – und dass Israels vorgeschlagenes Gesetz zur Todesstrafe jetzt nicht die Antwort sein sollte.
Zitate Ende
Da der NSU ein Kind des Verfassungsschutzes war, ist es ziemlich Wahrscheinlich das Zschäpe auf diesem Wege befreit werden soll, wo sie doch so gut wie ein Mafiosi geschwiegen hat.
Der staatliche NS-Verfassungsschutz und die Justiz gehen da mal wieder Hand in Hand und zeigen wieder einmal das ein Rechtsstaat in Deutschland nur eine Illusion ist und die Justiz des 3 Reichs weiterhin das Maß aller Dinge der deutschen Justiz ist. Sie kann ihre Herkunft von der dem Nationalsozialismus verschworenen Nazijustiz nicht verheimlichen.
Da der NSU ein Kind des Verfassungsschutzes war?
B/M können auch vom Verfassungsschutz beobachtet worden sein, weil sie anderweitig tätig waren. Siehe Analog Österreich. Es gibt ja einen Dienst da dürfen die Deutschen nix tun als beobachten.
Die NSU ist ein Staatsfake zur Beerdigung von Mordfällen, die man aus verscheidenen Gründen nicht aufgeklärt wissen will, z.B. weil es Ärger mit „Freunden“ gäbe, sie dient aus Viehikel für die sogenannte Linke, aus der sie Macht, millionen Euros und viele schöne Versorgungspöstchen zieht.
@ Thomas Moser
Was halten Sie eigentlich von der neuen „Doku“ des SWR „Die Nichte des Polizisten“?
Hab gerade mal wieder nach der Doku „Tod einer Polizistin“ gesucht, die ja aus den Mediatheken verschwunden ist, und fand dieses 2025 veröffentlichte Machwerk.
https://www.ardmediathek.de/video/die-nichte-des-polizisten/warum-starb-michele-kiesewetter/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjk5NTA
Kurzzusammenfassung: Ein ExPolizist namens Peter Fink, der als Kriminaltechniker damals den Fall mit untersuchte („Phantom von Heilbronn“, ick hör dir trapsen!) kommt nach dem privaten Zusammentragen von angeblich über 100.000 Seiten Dokumentationen zu dem messerscharfen Schluß; Michelle Kiesewetter war ein Zufallsopfer der beiden Uwes auf dem Rückweg von der Auskundschaftung eines „migrantisch geführten Geschäftes“ per Fahrrad in einer Straße nahe der Theresienwiese, und er bekräftigt auch noch mal die idiotische Erklärung der Staatsanwaltschaft aus dem Schauprozess gegen Tzschäpe, der Überfall hätte allein der Beschaffung von Polizeiwaffen gedient.
Ich bin fassungslos! Also wenn nur die Hälfte der Doku „Tod einer Polizistin“ von 2017, an der auch Sie mitwirkten, stimmte, dann ist dieser neue Film schlicht aktive Vertuschung und damit ein öffentlich-rechtliches Pissen auf das Grab von Frau Kiesewetter!
Allein diese Schlagworte (aus dem Film):
Keine Augenzeugen
Keine ernstzunehmenden Zeugen
Nee, die hatte man ja auch unmittelbar nach der Tat, als sie sich meldeten, wieder weggeschickt! Und die wenigen, die sich später doch meldeten, wurden als „unglaubwürdig“ diskreditiert. Nicht zuletzt von Peter Fink selbst, der im Film bezweifelt, ob die beobachteten Personen mit blutigen Händen überhaupt in der Zeit bis zu dem Ort gekommen sein könnten, an dem man sie beobachtet hatte. Und ein anderer Zeuge wird diskreditiert, indem man einfach einwendet, daß „die beiden Uwes“ zum Zeitpunkt der Beobachtung schon wieder mit dem Wohnmobil unterwegs gewesen sein müßten. Jene „Uwes“, die am Tatort selbst keine Spuren hinterließen, die auf ihre Anwesenheit dort hätten schließen lassen.
Da wird vom gewünschten Ergebnis („Die Uwes vom NSU waren es“) her ein Tathergang „re“konstruiert, der praktisch allen Beweisen Hohn spricht. Daß die sich dann auch mal wieder „im Wohnmobil selbst erschossen“ haben (und anschließend die Pumpgun noch einmal durchluden) paßt da ebenso ins Bild wie der Satz „Da ist irgendwann auch von diversen Geheimdiensten die Rede“. Wohlwissend, daß ein US-Geheimdienst ja tatsächlich in der Nähe war, und den deutschen Behörden sogar seine Hilfe anbot! Vom Verfassungsschutz ganz zu schweigen, für dessen Anwesenheit in Tatortnähe eingeloggte Handys aus der Zeit der Observation der Sauerlandgruppe sprechen.
Ebenfalls auffällig im Sinne von „sicher kein Zufall“ ist, daß „Die Nichte des Polizisten“ nicht nur der Titel dieser SWR-„Doku“ ist, sondern auch der eines gleichzeitig ebenfalls unter Mitverantwortung des SWR veröffentlichten Spielfilmes mit einer fiktiven, an diese Geschichte angelehnten Story:
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Nichte_des_Polizisten
Was halten Sie davon, Herr Moser?
Ps: Der Onkel der namensgebenden Nichte (Kiesewetter) wird in der „Doku“ übrigens an keiner Stelle erwähnt. Auch ein Indiz, daß man sich hier nur an den Filmtitel anlehnte. Immerhin legt man die Lüge, der Gasthof „Zur Bergbahn“ in Oberweißbach wäre von Verwandten Kiesewetters betrieben worden, nicht wieder neu auf. Dafür streut man jetzt das Gerücht, Kiesewetter hätte ein Neonazitreffen in diesem Hof verhindert.
Und für seine Theorie der radelnden Uws hat ExPolizist Fink auch keine Beleg. Keine Zeugenaussagen. Nicht mal welche, die man diskreditieren könnte. Es ist eine reine Vermutung aufgrund eines „zum NSU passenden“ Geschäftes in der Nähe. Da ahnt man, wie akribisch dieser Kriminaltechniker den Fall Kiesewetter untersuchte…
Man kann bei den Kiesewetter- Mord annehmen, dass da etwas in Thüringen gelaufen ist, wo Frau Kiesewetter unfreiwillig Zeuge wurde. Und solche Zeugen dürfen normalerweise nicht leben. Die ermordete Peggy und die mysteriöse Auffindung ihrer Leiche in Thüringen könnte da ein Hinweis sein.
Es ist auf jeden Fall extrem unwahrscheinlich, daß das „NSU-Mörderduo Uwe“ in Heilbronn eine Polizistin killt (und das war ja wirklich eine Hinrichtung), und dabei „zufällig“ eine Thüringerin erwischt, deren Onkel in Thüringen im Staatsschutz ist und in der Neonaziszene recherchiert.
Und das jetzt mal nur als Replik auf die offizielle Version. Da ist ja noch viel mehr im Spiel, so in Thüringen der „Heimatschutz“, der mit dem Verfassungsschutz zusammenspielt, in BaWü Rechtsextreme in Kiesewetters Polizeitruppe, die zum Teil sogar Mitglied im Ku Klux Klan sind, und so weiter. Und daß ausgerechnet diese tumben Nazis vom Trio gleich im 10er Pack „das perfekte Verbrechen“ hinbekommen haben sollen, indem sie nirgendwo Spuren hinterließen, so daß man ihnen am Ende die DVD und die „Beweismittel“ (Waffen, Blutspritzer an Taschentüchern etc.“ in der zufällig in die Luft geflogenen Zwickauer Bude unterschieben musste, ist ja wohl….
Und kaum fliegen die Uwes auf, und der NSU wird publik – macht der Bundesfaschoschutz Konfetti aus seinen diesbezüglichen Akten. Und das auch noch am 11.11.11
Die Zschäpe hat doch ein Kind, oder?
weiß keiner oder darf nicht angesprochen werden?
Ich finde die Hebel wichtig die auf exponierte Menschen wirken können.
Es gibt bezüglich eines Kindes der Zschäpe nur eine Zeugenaussage einer Angestellten eines Wohnmobilverleihes, das dabei gewesen sein soll, als das Wohnmobil abgeholt wurde und „Mama“ gesagt haben soll. Und da geht’s schon los. Die Zeugin sagte: „ich glaube, es hat ,Mama’ gesagt“, sagte die Zeugin dem BKA.
https://www.tagesspiegel.de/politik/mysteriose-aussage-hat-beate-zschape-ein-kind-5188753.html
Verwechslung mit anderen Kunden nicht ausgeschlossen. Ansonsten nichts, gar keine Indizien, null. Zudem kann wohl Zschäpe keine Kinder bekommen. Was aber nicht sicher belegt wurde. Also viel zu dünn.
Echt jetzt? SoVIEL weiß man?
Ich hatte da etwas erinnerlich, aber vielleicht einfach jemanden verwechselt.
Danke jedenfalls.