Nietzsche

Friedrich Nietzsche. Fotografie aus der Serie „Der kranke Nietzsche“ von Hans Olde, zwischen Juni und August 1899. Bild: gemeinfrei

Nietzsche galt als Philosoph „gefährlichen Denkens“. Das war er auch, aber nicht wegen seiner Vereinahmung durch die Nazis. Deren Regime samt seiner Führer wären ihm gewiss zu verpöbelt gewesen.

1.

Nietzsche stellt fest: „Der Staat oder die organisierte Unmoralität – inwendig: als Polizei, Strafrecht, Stände, Handel, Familie; auswendig: als Wille zur Macht, zum Kriege, zur Eroberung, zur Rache.“ Die Trennung hat ihre Gültigkeit verloren – schon zu Nietzsches Zeiten: Der Wille zur Macht befindet sich in der inwendigen polizeilich-strafrechtlichen Repression, im Klassenkampf, in den Handelseroberungen, in der Kommerzialisierung der Familie. Die repressiven Auswirkungen der modernen kapitalistischen Globalisierung sind in sämtlichen Privatnischen dessen, was sich noch „inwendig“ organisiert wähnt, erkennbar.

 

2.

Nietzsche sagte: „Für mich knüpft sich alles Beste und Schönste an die Namen Schopenhauer und Wagner …“ Nicht von ungefähr erhob er sich gerade gegen sie. Über Wagner sagte er: „Wenn man von einem unerträglichen Druck loskommen will, so hat man Haschisch nötig. Wohlan, ich hatte Wagner nötig.“ Schopenhauer apostrophierte er als „Erzieher“. Die Erhebung gegen beide – den Philosophen und den Künstler – war nötig; bestrebt, ihnen zu gleichen, wollte er doch auch seine Individualität wahren. Die Individualisierung freilich bedurfte der Bestrebung, ihnen zu gleichen. Denn: „Nur bei drei Existenzformen bleibt der Mensch Individuum: als Philosoph, als Heiliger und Künstler.“ Wie steht’s also mit dem „Heiligen“? Womöglich hat er sich darauf bezogen, als er schrieb: „Was unangenehm ist und meiner Bescheidenheit zusetzt, ist, daß im Grunde jeder Name in der Geschichte ich bin. Ich bin voriges Jahr von den deutschen Ärzten auf eine sehr langwierige Weise gekreuzigt worden …“

 

3.

Nietzsches Diktum: „Die schlechtesten Leser sind die, welche wie plündernde Soldaten verfahren: sie nehmen sich einiges, was sie brauchen können, heraus, beschmutzen und verwirren das übrige und lästern auf das Ganze“ gilt im Grunde für Leser schlechthin. Wer könnte schon von sich behaupten, das Ganze beherrscht zu haben? Sich nicht, was er brauchte, genommen und dabei die Ordnung alles übrigen verwirrt zu haben? Der Akt des Lesens birgt stets ein Element von Plünderung in sich. Man nennt das Hermeneutik.

 

4.

Nietzsche hat Freuds Verdrängungsbegriff in genialer Formulierung vorausgenommen: „‚Ich habe es getan’ sagte mir mein Gedächtnis, ‚Nein, das konnte ich gar nicht tun’ sagte mir mein Stolz und war unbeugsam, und das Gedächtnis mußte sich dem Stolz beugen.“ Ein Verdrängungsproblem anderer Art entsteht, wenn man die Anordnung der Worte umstellt: „‚Ich habe es getan’ sagte mir mein Stolz, ‚Nein, das konnte ich gar nicht tun’ sagte mir mein Gedächtnis, war aber beugsam und beugte sich dem Stolz.“ Viele Schöpfer und Autoren würden die Richtigkeit dieser Einsicht eingestehen, wenn sie mutig genug wären, sich Rechenschaft über die Originalität ihres Werks und dessen reale Quellen abzulegen.

 

5.

Nietzsche sagt: „Gelehrten, welche Politiker werden, wird gewöhnlich die komische Rolle zugetheilt, das gute Gewissen einer Politik sein zu müssen.“ Über die Einsicht in die Feigenblattfunktion hinaus, die akademische Amtsträger durch den schieren Eintritt in die politische Praxis erfüllen, ist es jedesmal aufs Neue frappierend mitanzusehen, mit welcher Geschwindigkeit ihr intellektuelles Niveau, mithin ihre Denktiefe – Attribute, die ihnen den Status des „guten Gewissens der Politik“ einbrachten – verfallen, auf dass sich diese Überläufer in das macht- und herrschaftsgetriebene Zweckhandeln der politischen Welt vollends integrieren können. Das politisch Heteronome, von dem schon die universitäre Praxis merklich durchdrungen ist, erscheint klein und naiv im Vergleich zur Fremdbestimmtheit des freiwilligen Selbstmordes akademischen Gelehrtentums in der Sphäre der Politik. Obwohl sich die Zukunft der Universität als (letzter) gesellschaftlicher Ort der säkularen Beschäftigung mit dem Wahren, Schönen und Guten in den letzten Jahren nicht gerade vielversprechend ausnimmt, verkörpert sie noch ein Stück Utopie, gemessen am Schmutz der professionellen politischen Praxis. Niemand veranschaulicht dies krasser als jener Politiker gewordene Gelehrte. Niemand personifiziert besagten drohenden Verfall zynischer als er.

 

6.

Nietzsche stellt fest: „Zuletzt ist es aber gleichgültig, ob der Herde Eine Meinung befohlen oder fünf Meinungen gestattet sind. – Wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und bei Seite tritt, hat immer die ganze Herde gegen sich.“ Man kann natürlich behaupten, dass fünf öffentliche Meinungen immer einer monolithischen vorzuziehen seien, und doch hat Nietzsche recht: In kritischen Momenten, in denen eine abweichende, den allgemeinen Konsens überschreitende Stimme erklingt, erweist sich die Exklusion des Abweichenden stets als Mechanismus einer freiwillig-obödienten Normalisierung. Das Problem besteht darin, dass sich eine wirklich einheitliche Meinung selten nur gegen eine abweichende, deren Verwerfung in der Tat erforderlich wäre, herausbildet. Zumeist bildet sich die einheitliche Meinung gegen einen Denkindividualismus, der die „Empfindung der Bevölkerung“, die nationalen Mythen und die eingefleischten Meinungen und Ansichten, die zum mentalen Lebenselixier des „kleinen Mannes“ und der „großen Herren“ in einem geronnen sind, verletzt.

 

7.

Nietzsche sagt: „Wonach sehnen wir uns beim Anblick der Schönheit? Darnach, schön zu sein: wir wähnen, es müsse viel Glück damit verbunden sein. – Aber das ist ein Irrthum.“ Nietzsches apodiktische Behauptung ist nicht gar so selbstverständlich, wie sie sich gibt. In einer Welt, in der die Einheit von Wahrem, Schönem und Gutem sich verwirklicht hätte, wäre das Glück der Schönheit durchaus kategorial verwandt. Nicht zufällig sprach man in der Aufklärung von einer dem Kunstschönen inhärierenden „Glücksverheißung“. Nietzsche meint freilich nicht das dem Subjekt durch die Objektschönheit verursachte Glück, sondern die Annahme des Subjekts, dass seine eigene Schönheit ihm zur Quelle von Glück werden könne. Aber auch in diesem Zusammenhang mag angeführt werden, dass unter den Bedingungen einer anderen Welt, welche das real existierende Reich der Zwecke transzendiert hätte, Schönheit ihr Scheinhaftes, welches ihr im repressiv Bestehenden eignet, verlöre, mithin die sie kontaminierende Zweckfunktion: Es wird nicht mehr ihre Aufgabe sein, „Glück zu verursachen“. Auch wird es sich erübrigen, Schönheit einzusetzen, um „begehrt“ zu sein. Nur leben wir bekanntlich nicht in einer solchen Welt, weshalb denn Nietzsche unter den bestehenden Bedingungen mit seiner Bezweifelung der Verbindung von Schönheit und Glück recht hat. Aber die Sehnsucht – ist sie nicht verständlich?

 

8.

„Es gibt einen Trotz gegen sich selbst, zu dessen sublimiertesten Äußerungen manche Formen der Askese gehören. Gewisse Menschen haben nämlich ein so hohes Bedürfnis, ihre Gewalt und Herrschaft auszuüben, daß sie, in Ermangelung anderer Objekte oder weil es ihnen sonst immer mißlungen ist, endlich darauf verfallen, gewisse Teile ihres eigenen Wesens, gleichsam Ausschnitte oder Stufen ihrer selbst, zu tyrannisieren.“ An diesem Diktum allein lässt sich schon ermessen, was Freud Nietzsche alles verdankte. Was nun aber, wenn Freud Nietzsche gar nicht gelesen hätte? Nun, er hat ihn gelesen. Aber selbst, wenn er es nicht getan hätte, würde man behaupten dürfen, dass etwas zu Freuds Zeit „in der Luft gelegen“ habe – bzw. in jenem Zeitgeist, der seinen Beginn in der klassischen Aufklärung und seine Fortsetzung in der deutschen Romantik hatte –; etwas, das sich stets aufs Neue zu formulieren und auszudifferenzieren trachtete; etwas, das im Vorbewusstsein der vollen Erkenntnis der komplexen Dialektik von Freiheit und Unterdrückung harrte. Um die Einsicht geht es, die sich bei Nietzsche als aphoristisch pointierte Aussage formuliert: „Unter friedlichen Umständen fällt der kriegerische Mensch über sich her.“

 

9.

Nietzsche sagt: „Wie wenig Lust genügt den meisten, um das Leben gut zu finden, wie bescheiden ist der Mensch!“ Da ist sie wieder – die Größe des Hammer-Philosophen in ihrer dichten Pracht: das „gute Leben“ als etwas zu denken, dessen Gültigkeit sich auf keinen Fall am Begnügen mit dem wenigen bemessen darf. Die „Bescheidenheit“ des Menschen gereicht ihm in diesem Zusammenhang nicht zur Ehre, sondern verweist gerade auf seine Erbärmlichkeit: Resultat der Schande einer repressiven Zivilisation, die ihn gelehrt hat, sich in dieser Welt mit dem wenigen zu begnügen und die Erwartung des guten Lebens aufs Jenseits zu vertagen.

 

10.

Nietzsche sagt: „Wer sich nicht auf der Schwelle des Augenblicks, alle Vergangenheiten vergessend, niederlassen kann, wer nicht auf einem Punkte wie eine Siegesgöttin ohne Schwindel und Furcht zu stehen vermag, der wird nie wissen, was Glück ist und noch schlimmer: er wird nie etwas thun, was Andere glücklich macht.” Was für eine fabelhafte Formulierung aller interesselosen (gar altruistisch ausgerichteten) Spontaneitätserfahrung. Nietzsche bezieht sie auf das Augenblickserlebnis schlechthin. Aber er weiß natürlich, daß die im Bestehenden verbreitete organisiert-organisierende Zweckgebundenheit des routinierten Lebens die Fähigkeit, uns auf den „Augenblick“ einzulassen, in ihm zu versinken, zunehmend aushöhlt. Die instrumentelle Vernunft eliminiert, ihrer Logik gemäß, die Reste der Spontaneität und die Überbleibsel aller dionysischen Obsession. Nicht von ungefähr maß Nietzsche der Kunst einen solch hohen Stellenwert in seinem Denken bei und behauptete, dass ein Leben ohne Musik ein Irrtum sei.

 

11.

Nietzsche fragt: „Giebt es etwas Ekelhafteres, als die Sentimentalität gegen Pflanzen und Thiere, von Seiten eines Geschöpfes, das wie der wüthendste Feind von Anbeginn unter ihnen gehaust hat und zuletzt bei seinen geschwächten und verstümmelten Opfern gar noch auf zärtliche Gefühle Anspruch erhebt!“ Nietzsches Frage ist mehrdimensioniert. Die sich aufdrängende Antwort ist, dass es in der menschlichen Gesellschaft durchaus mehr als genug Erscheinungen gibt, die ekelhafter sind als das, worauf sich Nietzsche bezieht. Nicht eindeutig ist indes, ob besagte Erscheinungen nicht eng, wenn auch indirekt, mit dem zusammenhängen, worauf Nietzsches Frage zielt. Man bedenke, dass Horkheimers und Adornos These über die sich durch die gesamte menschliche Zivilisation ziehende Dialektik der Aufklärung in der Annahme eines inneren Zusammenhangs zwischen der äußeren Naturbeherrschung durch den Menschen und der Beherrschung seiner inneren Natur wie der des Menschen durch den Menschen fußt. Nicht ausgeschlossen, dass Nietzsche – der bekanntlich die „Verhaustierung“ des Menschen verabscheute – auf einen ähnlichen menschlichen Zusammenhang verwies, als er von „Pflanzen und Thieren“ sprach. Andererseits – wer weiß: Es war ein geschlagenes Pferd, das ihn – am Beginn seiner tragischen Reise in den Wahnsinn – veranlasste, in hemmungsloses Weinen auszubrechen und voller Erbarmen das gequälte Tier zu umarmen.

 

12.

Man soll eigentlich das Denken eines Philosophen nicht anhand von Begebenheiten seines Lebens und seiner individuellen Persönlichkeitsstruktur beurteilen. Aber bei der Lektüre des baren Unsinns, den Nietzsche über Frauen geschrieben hat, wundert man sich doch, welche ungeheure Angst vor ihnen, ja bewusste wie unbewusste Verklemmungen er bei der philosophischen Auseinandersetzung mit ihnen zu überwinden hatte. Was hat er nicht alles über sie geäußert? „Wenn ein Weib gelehrte Neigungen hat, so ist gewöhnlich Etwas an ihrer Geschlechtlichkeit nicht in Ordnung“; „Jeder Umgang, der nicht hebt, zieht nieder, und umgekehrt; desshalb sinken gewöhnlich die Männer etwas, wenn sie Frauen nehmen, während die Frauen etwas gehoben werden“; „Einige Männer haben über die Entführung ihrer Frauen geseufzt, die meisten darüber, dass Niemand sie ihnen entführen wollte“; „Die Frauen sind so geartet, dass alle Wahrheit (in bezug auf Mann, Liebe, Kind, Gesellschaft, Lebensziel) ihnen Ekel macht“; „Nichts ist von Anbeginn an dem Weibe fremder, widriger, feindlicher als Wahrheit, – seine grosse Kunst ist die Lüge, seine höchste Angelegenheit ist der Schein und die Schönheit“ – und noch viele andere derartiger Auslassungen und Sophismen.

Gerade er aber, der von der Frau in solch doktrinärer Manier sprach, schrak nicht vor der sarkastischen Bemerkung zurück: „Das Weib will selbständig werden: und dazu fängt es an, die Männer über das ‚Weib an sich’ aufzuklären.“ Und man kommt nicht um den Gedanken herum: Sollte etwa die Philosophie Schopenhauers – jenes Denkers, von dem behauptet wurde, die Sexualität sei seine große Feindin – Nietzsche auch in diesem Bereich affiziert haben? Oder sollte man eher annehmen, dass, wenn Nietzsche einige gelungene Sexualerfahrungen in seiner Jugend gemacht hätte, diese sich auf seinen Zugang zur „Frau“ anders ausgewirkt hätten, womöglich weniger bedroht und verängstigt, vielleicht auch – weiblicher?

Moshe Zuckermann

Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. 2018 wurde er emeritiert. Sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Florian Rötzer geschrieben hat, erscheint demnächst.
Mehr Beiträge von Moshe Zuckermann →

Ähnliche Beiträge:

3 Kommentare

  1. Es ist interessant, dass große Denker in einigen Feldern sehr rückständig sind, wie Nietzsche in Bezug auf Frauen. Wie viel davon dem damaligen Zeitgeist geschuldet ist, wer weiß, sicher vieles seiner Erfahrungen. Ich kann das bestätigen. Ich habe viel überwinden müssen, um ein einigermaßen normales Verhältnis zu Frauen zu bekommen, bei den negativen Erfahrungen mit Frauen in meiner Jugend. Zudem noch das ambivalente Verhältnis meiner Mutter zu mir, dessen Gründe ich erst kurz vor ihrem Tode erfuhr. Ich sollte abgetrieben werden, weil ich zur Zeit kam. Das hat sicher mich lange sehr geprägt, ohne dass ich auch nur ahnte, warum. Wer weiß, welches Trauma Nietzsche aus seiner Kindheit übernahm. Zumal das Männerbild seiner Zeit gleich eine Auseinandersetzung mit seinen Ängsten kaum zuließ, es einen Akt der Überwindung kostete, es doch zu tun, Daher sollte niemand sich über die Vorfahren erheben, in der Meinung, man selber sei besser. Ich darf nur an das Verhalten während Corona erinnern, wo einige der „Besseren“ sich aufführen, als gälte nur ihre Meinung und alle anderen lägen falsch. Derartige Entgleisungen sind schnell geschehen. Ich plädiere daher für Demut und weniger Verurteilung. „Urteilt nicht, damit Ihr nicht verurteilt werdet“.
    Wie man sieht, ich greife auch nur einen Aspekt heraus. Aber ist das nicht normal?

    1. Das ist normal, so funktioniert menschliches Lernen. Zudem muss man alles in seiner Zeit verorten. Weshalb ich auch dieses neuerliche (woke) rumpopeln an alten Texten hasse.

      Die Frage ist wie man mit Texten umgeht:

      > Nietzsches Diktum: „Die schlechtesten Leser sind die, welche wie plündernde Soldaten verfahren: sie nehmen sich einiges, was sie brauchen können, heraus, beschmutzen und verwirren das übrige und lästern auf das Ganze“

      Errinnert mich irgendwie an Faktenchecker, sorry.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen