
Der Psychologe Stephan Schleim über den überraschenden Wahlerfolg des Rechtspopulisten. Interessant ist, dass seine „Partei für die Freiheit“ nur ein Mitglied hat, nämlich er selbst. Vorbild für die Partei, die Sahra Wagenknecht gründen will?
Ein Grund für den in den Umfragen nicht vorhergesehenen Wahlerfolg könnte darin liegen, dass die rechtsliberale Ex-Regierungspartei VVD kurz zuvor eine Frau mit türkisch-kurdischen Hintergrund ins Rennen schickte. Zudem hat die Linke einen Tiefpunkt erreicht. Das irreale Versprechen, die sozialen Probleme wie die zunehmende Armut oder die Wohnungsnot mit der Bekämpfung der Migration zu lösen, dürfte überzeugt haben, auch wenn die Zuwanderung eigentlich relativ gering ist.
„Das linksliberale Spektrum hat seinen Tiefpunkt erreicht. Sie haben nur noch eine kleine Fraktion im Parlament. Timmermann ist vielleicht nett und erfahren, aber er ist auch sehr elitär. Er ist niemand, der die kleinen Leute auf der Straße überzeugen könnte. Wilders, und das könnte auch für Deutschland, vielleicht für das Bündnis Sahra Wagner interessant sein, versucht hingegen, die soziale Not der Leute ernst zu nehmen, und sagt eben gleichzeitig, Migration sei das Problem Nummer eins. Er hat einen Donald-Trump-Wahlkampf „Let’s make Amerika great again“ in dem Sinne geführt, dass die Niederländer wieder an die erste Stelle kommen müssen. Er hat im Endeffekt die Leute angesprochen und davon überzeugt, der beste Politiker für ihre heutige Lage zu sein, indem er die soziale Not der Leute mit Ausländerfeindlichkeit verknüpft hat.“
Eine prinzipielle Ablehnung von Wilders Ein-Mann-Partei gibt es jedoch in niederländischen Medien und Politik nicht, VVD oder die neue Partei von Pieter Omtzigt könnten eine Minderheitsregierung dulden. Die Regierungsbildung dürfte wie schon beim letzten Mal, als noch einmal Rutte an die Macht kam, lange dauern. Im Parlament sind 15 Parteien, im Senat 16, wo zuletzt die Bauernpartei viele Sitze erringen konnte und im Parlament beschlossene Vorhaben blockieren könnte. Diskutiert wird derzeit auch eine außerparlamentarische Regierung, also dass das Parlament eine Expertenregierung einsetzt und die Parteien jeweils suchen, wo es bei Themen einen Konsens gibt. Das wäre ein demokratisches Experiment, aber wahrscheinlich sehr instabil.
„Ich fürchte, dass politisch über die nächsten Monate, vielleicht sogar Jahre ein Stillstand auftreten wird. Vielleicht gibt es dann auch Neuwahlen, dann sieht das Meinungsbild wieder ganz anders aus. Niemand weiß genau, was passiert. Aber dass es nicht einfach wird, das ist, glaube ich, den meisten bewusst.“
Das Gespräch wurde am Samstag, den 2.12., geführt.
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Wenn man das Interview hört, so entsteht bei mir der Eindruck, dass sowohl Herr Rötzer als auch Herr Schleim gar gar nicht auf die Idee kommen, dass die Wähler, die Geert Wilders gewählt haben, selbstbestimmt, autonom, rational und aus tiefer Überzeugung gewählt haben könnten.
Das Gespräch dreht sich daher viel darum, welche Kampagnen, Tagesereignise, politischen Fehler anderer Parteien usw. für den Wahlausgang die entscheidende Rolle gespielt haben könnten. In der Konsequenz werden die Wähler im Grunde aber gar nicht ernst genommen. Unterschwellig werden ihnen sowohl eine leichte Beeinflussbarkeit als auch nur geringes Wissen und eine schwankende Haltung unterstellt.
Wahrscheinlich sollte man stattdessen wirklich einmal davon ausgehen, dass ein immer größerer Teil der europäischen Bevölkerungen von der offiziellen Politik und ihrer Agenda Iinsbesondere zur Migration) „die Schnauze voll hat“ und von der Bewusstseinsindustrie schlichtweg überhaupt nicht mehr erreichbar ist. Aus eigener Überzeugung und auf Grund persönlicher Erfahrungen sind viele Wähler vermutlich zu bestimmten Einstellungen gelangt, die sich dann im Wahlverhalten niederschlagen.
Das Besondere und Neue ist nun, dass die Bewusstseinsindustrie hieran nichts mehr ändern kann – und, dass der Anteil der Wähler, die zu solchen Erfahrungen und Überzeugungen gelangt, angesichts der bekannten Verhältnisse kurz- und mittelfristig wohl eher zu- als abnehmen wird.
Mhm, ja klar, „Bewusstseinsindustrie“, nur halt nicht sowas wie Bild, Welt, Focus, oder gar die rechtsextremen Hassprediger von Junge Freiheit und Konsorten, die den rassistischen konnotierten Diskurs antreiben, auf den der deutsche Wutwolfgang seit jeher so abfährt. Herr, lass’…
erstaunlich dass hier, nach Jahrzehnten, Enzensberger’s Bewusstseinsindustrie auf -taucht !
@ Lichtenberg
Ach, das Wort ist von Enzensberger?! Wusste ich gar nicht.
Ich habe es irgendwo anders aufgeschnappt.
Es ist ein guter Begriff, der natürlich in einer Zeit, da die Wachstumsraten dieser Branche durch die Decke gehen, seine besondere Berechtigung hat. Er lenkt den Blick auf den Sinn des Ganzen; nüchterne Begriffe wie „Medien“ oder „Hochschule“ können das ja nicht.
Danke erst einmal für Ihren Erklärungsansatz.
Ein wichtiger Indikator dafür, dass die Wähler auf einmal überzeugte PVV-Anhänger wären, und nicht nur von den anderen Parteien enttäuscht, könnten Partei-Eintritte sein. Nun kann man bei der PVV aber nicht eintreten, denn die hat nur ein Mitglied: Wilders.
Ich stimme Ihnen insofern zu, als man die Entscheidungen an der Wahlurne ernst nehmen sollte. Aber mit Blick auf die Tatsache, die Sie zu vergessen scheinen, dass die PVV erst bei den Wahlen im Sommer kaum Stimmen bekam, darf man an Ihrer Erklärung wohl zweifeln.
In Holland scheint das Wahlsystem ähnlich wie in Frankreich zu sein, wo zuerst die möglichen Regierungschefs gewählt werden, die sich dann eine parlamentarische Mehrheit besorgen müssen.
Sich da einleitend zu mokieren, dass die parlamentarische Machtbeschaffung ja ganz anders wäre als in Deutschland, hilft nicht wirklich beim Verständnis.
Dass 20%-30% drin sind, wenn die Kriege immer näher kommen und die Menschen von denn Flüchtlingen genervt sind, ist kein unlösbares Mirakel.
Inzwischen ist mir jeder recht, der sich noch traut, was gegen die Nato-Kriege zu sagen. Man sieht ja dann schnell die roten Flaggen, wenn die eigentlichen Interessen zutage kommen. Deswegen heißt das auch nicht, dass man AfD wählt.
Die Karrieristen in den linken Parteien träumen davon, ins gehobenen Bürgertum aufzurücken, und trenne sich von allem, was ihr Anschleichen aufhalten könnte. Das Blöde ist, dass ihnen dadurch das eigentliche Linkswähler-Klientel verlustig geht.
@ Müsli zum Fest
Kann Ihnen fast durchweg zustimmen-
—
Diese Passage ist Ihnen scheint mir besonders gut gelungen:
„Die Karrieristen in den linken Parteien träumen davon, ins gehobene Bürgertum aufzurücken, und trennen sich von allem, was ihr Anschleichen aufhalten könnte.“
Geert Wilders ist doch ein Halbblut, Freund des Toleranten Islam, Filmemacher und Israelunterstützer. Ist Demokratisch gewählt als manche in der Europäischen Kommission, und keiner der mit der Motorsäge auftritt!
Deutlich besser als der High Performer Christian Wolfgang Lindner und Navalnyunterstützter der gerade den Bundeshaushalt an die Wand gefahren hat.
Ein ansehnliches Format. Fasziniereschernde Holztreppe!
Kommt denn keiner auf die Idee,dass der Wilders (und die BBB) deshalb gewählt wurden,weil der Rest des politischen Lagers schlicht versagt hat?In Zeiten der Kriese erwarten die Wähler,dass die politische Klasse handelt und Probleme löst.Wenn sie aber nur übelriechende warme Luft und die immergleichen hohlen Worthülsen serviert bekommen,dann gehen sie dahin,wo sie Lösungen erhoffen.Ist in De mit der AfD ja das selbe.Die Menschen wählen die ja nicht,weil die deren Wahlprogramm so toll finden.Sondern weil das etablierte Politgesindel keine Lösungen für die alltäglichen Probleme liefert.Ob es dann besser wird,ist nicht garantiert.
Anfang der 1930er zur Weltwirtschaftskriese hat ja die Reichsregierung in De auch massiv in die Kriese hineingespart.Das Ergebniss war der 30.1.1933…Mir kommt es oft so vor,als würde die Ampel das gleiche Rezeptbuch wie damals benutzen.
>> massiv in die Krise hineingespart <<
Das war die Regierung Brüning mit der SPD in der Weimarer Republik, und es waren danach die Deutschnationalen ohne die SPD (aber die SPD blieb trotzdem brav harmlos bis zum Schluss).
Was aber hat das mit den Niederlanden heute zu tun? Was davon wollen Sie vergleichen?
Ronald macht auf einen dialektischen Prozess aufmerksam, der sich zwischen herrschenden Liberalen und opponierenden Populisten abspielt: Das gegenseitige und sich verstärkende Hochschaukeln divergierender, politischer Glaubensrichtungen. Indem die Liberalen die Populisten verteufeln, die sachliche Auseinandersetzung meiden und auf moralischer Ebene verharren, wird Politik zu einer Glaubensfrage. Entweder du bist für uns oder gegen uns, Kritiker werden so automatisch zu Gegnern. Mit diesem Agieren sind es die herrschenden Liberalen selbst, die das Erstarken der Populisten herbeiführen. Das Erstarken der Populisten wiederum lässt die Liberalen noch rigoroser und dogmatischer agieren. So entsteht ein dialektischer Prozess des gegenseitigen Hochschaukelns, was zu irrationalen Handlungen führen kann, bis hin zu Glaubenskriegen. Siegreich wird dann der sein, dessen Glauben der Realität am nächsten ist.
ja. Und dazu kommt noch die Geschichte mit den Bauern, die man zwingen wollte, ihre Betriebe aufzugeben, was zu Aufständen führte. Zu Recht. Die EU greift in Staaten und Eigentum ein. Wer einigermaßen denken kann, weiß, dass er als nächster dran sein könnte. In Deutschland heißt das beispielsweise Heizungsgesetz oder Sanierungspflicht, u.a. im Erbfall. Was bedeutet das? Eine kalte Enteignung. Und da wundert man sich, dass das politische System nach rechts abkippt?
Vielleicht rührt sein Erfolg aber auch nur daher, dass die Wähler, auf Grund ihrer eigenen Realitätserfahrungen, wieder beginnen selbst zu denken und nicht mehr so anfällig sind für die woke linksgrüne Propaganda.
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Dilan Yeşilgöz: Das ist ein komplexes Thema, das man nicht 1:1 erklären kann.
Ich könnte jetzt erwidern, dass das Ipsos-Institut am 25. Juli die VVD bei 28 Sitzen sah – einen Monat später dann nur noch bei 22 (I&O Research, 26. August), also 21% weniger.
Die Interpretation solcher Umfragen hat aber immer auch etwas von Kaffeesatzleserei. Am Ende zählt das Wahlergebnis.
Gerade dann, wenn Sie auf die Umfragen verweisen, kommen Sie nicht um das Problem herum, dass die VVD am Tag vor der Wahl noch stärkste Kraft war (29 Sitze, Ipsos), in etwa gleichauf mit der PVV – der Wahlausgang aber eben anders war: Die VVD/Yeşilgöz endete weit abgeschlagen hinter PVV/Wilders.
Man kann mit solchen Umfrage-Ergebnissen also nichts beweisen. Die Punkte über Yeşilgöz machten u.a. auch Wählerinnen und Wähler, die man auf der Straße befragte.
Zu dem „Tiefpunkt“ schreibe ich hierunter noch etwas, zu „Estragon“.
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P.S. Was soll der Punkt mit dem „Psychologen“? Ich lebe seit 14 Jahren in den Niederlanden, habe rund 15 Jahre mit Florian Rötzer zusammengearbeitet – und kommentiere hier eben das Geschehen, sozusagen als eine Art Auslandskorrespondent.
Und, schon einmal daran gedacht: Wahlentscheidungen sind psychologische Vorgänge.
Ein wirklich beeindruckender, umfäglichlicher und ausführlicher Abriss über die niederländische Politik und Wahlsituation. Wow!
Von hier, wo ich wohne, bin ich in ca. einer Stunde Fußweg an der niederländischen Grenze. Viele Freunde und Bekannte wohnen im Nachbarland. Einige sind schon vor Jahrzehnten dorthin gezogen, unter Anderem auch, weil Holland ja so liberal und offen wäre, so umkomplziert. Diese Einschätzung hat sich mittlerweile bei fast allen geändert, die dort mit der alltäglichen, niederländischen Lebensrealität zu tun haben. Die Niederlande haben sich geändert in den letzten 30 Jahren. Es ist weniger liberal und es ist restriktiver, mehr als in Deutschland meinen einige schon.
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@ Altlandrebell,
zunächst meinen Gruß an diesem winterlichen Nachmittag!
Sie scheinen sich ja auch in den Niederlanden etwas auszukennen. Beachtlich!
Ich selbst war im ganzen Leben nur dreimal da, und das waren zusammen auch bloß vier Tage, zuletzt vor 40 Jahren! Mir ist das Land immer fremd geblieben. Schon diese flache eintönige Weite und dann wieder diese zu vollen und zu steinernen Städte. Egal.
Die Lage der Dinge in unserem Nachbarland haben Sie für mich daher dankenswerterweise ganz interessant und schlüssig skizziert. Dass sich der Migrantenanteil dort seit 1990 auf 14% verdoppelt hat, wusste ich noch gar nicht.
In Deutschland entspricht die Veränderung zwischen 1990 und heute ja sogar ziemlich genau sogar einer Verdreifachung, nämlich eine Steigerung von etwa 8,5% auf etwa 26%.
Natürlich sind die Zahlen allein noch nicht direkt vergleichbar, weil sie nicht erkennen lassen, um was für Migranten es sich genau handelt und wie ihre Stellung und Integration beschaffen ist. So findet man in Deutschland m.E. mehr Ausländer aus der EU bzw. dem westlichen Ausland und Menschen mit schon länger zurückliegender Migrationsgeschichte (z.B. Nachkommen türkischer oder südeuropäischer Gastarbeiter) als in Holland, was im Hinblick auf die Integration vermutlich günstig ist.
Angesichts der zwei Morde an den prominenten Islamkritikern Pim Fortuyn und Theo van Gogh sowie der räumlichen Nähe der Niederlande zu benachbarten Regionen mit ausgeprägten und deutlich erkennbaren gewaltsamen Migrationsproblemen – Teile von Brüssel, Teile von Nordfrankreich und das Ruhrgebiet – scheint mir das Thema „Migration“ in den Niederlanden für Wahlentscheidungen jedenfalls trotzdem nicht unwichtig zu sein. Die Holländer sehen ja auch, was jenseits ihrer Grenzen passiert.
Ich stimme Ihnen zu, dass Wilders – falls er an die Regierung kommen sollte – hier weniger verändern dürfte als manche seiner Wähler hoffen. Wie Sie geschrieben haben:
„Wilders hat so viel Kreide gefressen, dass er jetzt einigermaßen hübsch gebügelt ist und ein paar Jahre lang die systemkonforme Systemalternative spielen und vielleicht auch ins Catshuis einziehen darf.“
Da „Migration“ untrennbar zum Credo und zur Agenda des aktuellen Systems im Westen dazugehört, wird er sich hier nicht vollkommen anders positionieren können.
Allerdings sollte man nicht übersehen, dass sich die Stimmung im Hinblick auf Migration, und zwar insbesondere im Hinblick auf Migration aus dem islamischen Orient, doch inzwischen in mehreren Ländern deutlich geändert hat: Schweden, Dänemark, Italien, jetzt vielleicht die Niederlande … Osteuropa macht sowieso sein eigenes Ding … und in Frankreich gab es zuletzt auch vergleichsweise kritischere Töne. (Nun gut, dort ist die Lage so, dass auch eine Variante a la Houellebecqs „Unterwerfung“ nicht gänzlich unmöglich ist.)
Jedenfalls könnte es sein, dass Wilders in einem sich leicht verschiebenden internationalen Rahmen doch ein bisschen (nicht viel, aber ein bisschen) mehr Spielraum hätte als man denkt. Mal abwarten!
—
Themenwechsel.
Ich habe da aber noch eine Frage, die sie vielleicht beantworten können.
Vor einigen Wochen wurde hier ein Interview mit Ullrich Mies veröffentlicht
(hier: https://overton-magazin.de/dialog/die-herrschaftskasten-kleiden-sich-antifaschistisch-und-tun-gleichzeitig-das-gegenteil/ )
Zu meiner ehrlichen Überraschung äußerten sich viele Kommentatoren, und zwar gerade solche, die ich als eher links einschätze, seinen Gedanken gegenüber gleichgültig bis ablehnend. Das erstaunte mich und ich vermochte mir diese Sicht nicht zu erklären. Da Sie sich in linken Zusammenhängen vermutlich besser auskennen als ich, wollte ich Sie schon seit Wochen mal hierzu befragen. Warum findet Mies bei undogmatischen und freigeistigen Linken nicht mehr Zustimmung?
Alles Gute
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Hallo, guter Rebell aus den alten Ländern,
der modische Hype um jedes im Grunde normale und ab und an vorkommende Wetterereignis nervt mich auch. Ja, man nennt es „Winter“, möchten man jungen Leuten zurufen!
Klar, an den speziellen Winter 1978 / 79 habe ich noch starke Erinnerungen. Zu Silvester waren wir mit dem Schlitten unterwegs, um bei etwa -20° C einen Kasten Bier über 3 km zu unserer Fete zu bringen (damals nannte man das ja noch nicht „Party“). Klappte auch. (Ist nicht eingefroren).
—
Sie fragen:
„Wie kommen Sie denn auf die 26 % Ausländeranteil in Deutschland?“
Damit meinte ich nicht den rechtlichen „Ausländeranteil“, sondern den Anteil der Bevölkerung mit „Migrationshintergrund.“
Hier der Beleg: https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61646/bevoelkerung-mit-migrationshintergrund/
Danach waren es in 2022 sogar schon 28,7 %.
—
Der von Ihnen zitierte Satz aus der ZEIT verblüfft mich:
„In niederländischen Städten sind Menschen ohne Migrationshintergrund heute eine Minderheit.“
Das hätte ich so nicht erwartet. Da der Migrantenanteil in den Niederlanden bei 14 % liegen soll – was ja gar nicht so viel ist – würde daraus folgen, dass sich diese Migranten fast ganz auf einige wenige größere Städte konzentrieren und kaum in der Fläche in Erscheinung treten, denn sonst wäre es ja rechnerisch nicht möglich, dass sie bei einem Gesamtanteil von 14 % mancherorts die 50 %-Marke überschreiten.
—-
Meine Aussage zur Änderung der Stimmung im Hinblick auf Migration aus dem Orient haben Sie überinterpretiert. Ich meine damit keine größeren Veränderungen. Auch ist die von mir erwähnte „Stimmung“ noch längst nicht identisch mit politischem Handeln. Im Hinblick auf das Handeln dürfte sich nicht so sehr viel ändern, jedenfalls nicht mehr als heute schon in Ländern wie Dänemark oder Schweden praktiziert wird. Insofern liegen wir hier in der Einschätzung nicht weit auseinander.
Allerdings könnte es bei durchaus denkbaren neuen großen Terroranschlägen in Westeuropa zu einer noch stärker ausgeprägten kritischen Stimmung und auch zu etwas schärferen neuen Bestimmungen kommen.
Letztlich würde ich aber selbst in diesem Falle (wohl ähnlich wie Sie) trotzdem keinen grundlegenden Kurswechsel erwarten. Das hängt m.E. auch damit zusammen, dass praktisch das gesamte politisch-mediale Establishment (einschließlich erheblicher Teile der Verwaltung, z.B. im Bereich von Schule und Hochschule) und mehr noch das gesamte „zivilgesellschaftliche“ Vorfeld der halbstaatlichen Projekte und Organisationen im Sinne auf Migrationsförderung geimpft ist. Das sind zusammen mindestens Zehntausende von aktiven Unterstützern, wenn nicht gar mehr, die sich mit Händen und Füßen gegen eine theoretisch von oben kommende Änderung der Agenda wehren würden. Schließlich hängt bei so manchen Vertretern der sog. „Zivilgesellschaft“ auch die eigene wirtschaftliche Existenz davon ab … !
—
Sie fragen:
„bezüglich Meloni, Frederiksen und Kristersson: Ist das substantiell oder bloß Show?“
Ich würde mal sagen: Es ist mehr als nur Show, es sind durchaus einige Änderungen, aber eben auch nicht wirklich substantielle. Wie oben geschrieben, erwarte ich ja auch gar keine grundlegende Änderung der Agenda.
—
Zu Houellebecq :
Ihre Sichtweise im Hinblick auf die Einstellung der Eliten gibt mir zu denken. Ja, sie KÖNNEN recht haben.
„Eine Unterwerfung à la Buchmodell erachte ich in Frankreich übrigens für ausgeschlossen, dazu müssten sich die Elitenmilieus signifikant verändern.“
Es ist ja auch nicht so, dass ich das regelrecht erwarte – allerdings halte ich es mehr als Sie für nicht ausgeschlossen. Zudem entwirft Houellebecq in „Unterwerfung“ eine durchaus konkrete politische Situation – nämlich gegenseitige Blockade der Nationalisten und der Linken mit jener islamischen Partei als Zünglein an der Waage – die sein Szenario möglich machen könnte.
Wenn Sie jetzt schreiben, dass die Elitenmilieus diese, durchaus den Spielregeln gemäße, Entwicklung nicht zulassen würden, dann müssten sie das im Grunde über Ausnahmezustand und Militärputsch tun. Nun ja, das wäre ja nicht unmöglich.
In Houellebecqs Roman arrangieren sich die franzöasischen Eliten übrigens mit dem neuen Zustand und leiden nicht unter ihm…
—
Jetzt das Wichtigste:
Uns unterscheidet wahrscheinlich der Umstand, dass ich als jemand, der weit stärker von von der Geschichte her kommt und weniger von der Politik bzw. der politischen Publizistik, mehr als Sie die Faktoren „Zufall“, „ungeplantes Ereignis“ und „unvorhersehbare Entwicklung“ berücksichtige. Wenn die Geschichte nämlich eines lehrt, dann dass sie offen ist und durch teilweise geradezu lächerliche Zufälle bestimmt wird.
Wenn Sie schreiben …
„Nein, die gezielt geschürte Angst vor einer islamischen Übernahme soll m.E. – wie auch die Angst vor Schulden, Pandemie und Klima – von tatsächlichen Bedrohungen wie Staatsterrorismus, Überwachungs- und Kontrollregime („gläserner Bürger“, „Bargeldverdrängung“, „social credit system“) und Co. ablenken.“
… dann will ich da gar nicht widersprechen, aber ich halte es mehr als Sie für möglich, dass den Akteuren die Sache ENTGLEITET.
Dass auch den Mächtigen die Dinge und Vorhaben entgleiten können, das belegt ein Blick in die Geschichte anhand von vielen Beispielen.
Nur mal ein paar aufgezählt:
* Das Weströmische Reich hatte seit langem Erfahrung damit, einwandernde Stämme erfolgreich einzubinden und gegeneinander auszuspielen. Nach 375 n. Chr. klappte das gewohnte Jonglieren mit vielen Kugeln aber auf einmal nicht mehr …
* Die Einberufung der französischen Generalstände im Jahre 1789 sollte ein Finanzierungsproblem lösen und öffnete stattdessen das Tor zur Revolution …
* Die Kriegserklärung Frankreichs und Großbritanniens ans Deutsche Reich hatte 1939 vermutlich auch nicht den erfolgreichen Westfeldzug der Wehrmacht mit der Besetzung Frankreichs im Drehbuch. Desgleichen nicht die Eskalation zum Weltkrieg und den Zerfall des Britischen Empires!
Ich bezweifle also nicht, dass die Eliten die von Ihnen genannten Vorsätze und Vorstellungen haben, aber ich teile weniger Ihre „Zuversicht“, dass ihnen das auch immer gelingt! Im Grunde ist es ihnen heute schon ein Stück weit entglitten.
Dies auch deshalb, weil sich der Islam als ein sperriges und sehr viel selbst-bewussteres Etwas erweist als es gemeinhin angenommen wurde. Die Vorstellung, islamische Organisationen und Gemeinschaften einfach ebenso leicht unterwandern und steuern zu können wie das etwa in der Gewerkschaftsszene möglich war, ist abwegig.
Anders gesagt: Der Islam will SUBJEKT sein und bleiben und wird sich eben nicht nicht so einfach zum Objekt degradieren lassen. Ich schreibe Ihnen das als jemand, der sich schon seit Jahrzehnten, seit dem Studium, mit dieser Religion, seiner Kultur und dem orientalischen Raum beschäftigt.
—
Zum Glück haben wir aber auch noch die analogen Dinge des Lebens – Plätzchen zum Beispiel oder den Schnee. Ich hoffe, dass Ihre Plätzchen gelungen sind und nicht zu lange im Ofen waren.
Ich werde demnächst Elisenkuchen backen.
Viele Grüße,
Ihr Wolfgang Wirth
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Stimmt nicht: >> Das linksliberale Spektrum hat seinen Tiefpunkt erreicht. Sie haben nur noch eine kleine Fraktion im Parlament. Timmermann… <<
Vielmehr haben PvdA/GL (=Sozialdemokraten und Grünlinks) 8 Sitze hinzugewonnen und jetzt 25 Sitze. Das ist keine große Fraktion, aber auch kein "Tiefpunkt". Verloren haben andere, vor allem die bisherige neoliberale Regierungspartei.
Es ist ganz klar, dass die Linke in den Niederlanden schon seit Jahrzehnten ziemlich schwach ist. Das ist eine sehr bürgerliche Gesellschaft (die ja historisch auch den Kapitalismus und Kolonialismus erfunden hat). Um das hier mal so kurz einzuwerfen.
Eine Wahlanalyse der Wilders-Wahl – seriös, auf Basis soziologischer Daten – habe ich noch nicht gesehen: Auch in diesem Punkt Totentanz in der blind gewordenen Medienlandschaft Deutschlands. Leider spreche oder lese ich kein niederländisch.
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Zwei Fakten und zwei Fragen:
1) Wir haben den Einbruch der Sozialdemokratie PvdA (1998 noch 45 Sitze) – wie in vielen Ländern Europas, z. B. in Frankreich, wo sie fast verschwunden ist; letztlich auch in Deutschland. Da ist der Fakt festzuhalten, dass Timmermanns bei der letzten Wahl mit seinem Rot-Grünen Bündnis einen (relativen) Wahlerfolg erreicht hat.
Zu ihren besseren Zeiten hatte sie also 45 Sitze, ein Drittel der Stimmen (einschl. des rechten Flügels). Das zeigt, dass die Linke in den Niederlanden, dem Mutterland des Kapitalismus, noch nie sehr stark war.
2) Die heftigen Verluste der D66 bei der letzten Wahl entstanden, weil sie neoliberal und nicht linksliberal ausgerichtet war; sie war fester Bestandteil der runtergewirtschafteten neoliberalen Rutte-Regierungen. Für mich ist es ein Denkfehler, die D66 einem linksliberalen Block zuzuordnen und sämtliche Schwankungen in der Multi-Parteien-Mitte der Niederlande dann ebenfalls diesem linksliberalen Block.
Offensichtlich ist die D66 liberal, aber nicht linksliberal, da sie ja ebenso auch mit den Neoliberalen koalierte (z. B. den Rutte-Regierungen der letzten 15 Jahre).
Die starken Schwankungen der D66 müssen extra gesehen werden – im Zusammenhang mit der Multi-Parteien-Mitte des niederländischen Systems! (Auch ist es historisch überholt, die konfessionellen Unterschiede, die Versäulung der Niederlande, heranzuziehen, um Links-Rechts-Unterschiede zu definieren.)
3) Über die SP (Sozialistische Partei) weiß ich leider zu wenig: 2023 stark verloren (-4 Sitze) und bei der Wahl vorher stärker gewonnen (9 Sitze). Das scheint eine an Basisbewegungen orientierte Partei zu sein? Einen Teil seines Erfolgs erreichte Timmermanns (Rot-Grün) sicher auf ihre Kosten.
4) Sollen alle Parteien außerhalb der stramm rechten und Neoliberalen genannt sein, dann wohl auch die Parteien der christlichen Soziallehre (CU?) sowie die Tierschutzpartei? Da kämen Sie dann rechnerisch auf etwas mehr Stimmen. Aber ich frage bereits: Wo ist die Aussagekraft dieser Rechnungen?
Das stimmt nicht.
Zählt man die Sitze aus dem links-progressiven Spektrum zusammen (also vor allem SP, D66, GL, PvdA), dann haben diese Parteien zusammen die geringste Anzahl an Sitzen seit 20 Jahren; nichts Anderes habe ich behauptet.
Wenn Sie es mir nicht glauben, können Sie es hier selbst sehen (es geht um die roten Balken; auf einen Blick): https://nos.nl/collectie/13958/artikel/2499168-verval-bij-links-progressieve-partijen-verkiezingsthema-s-geclaimd-door-pvv
Ich vermisse eine Wahlanalyse auf soziologischer Grundlage. Kennen Sie eine?
Den einzigen Schnipsel den ich fand:
„Aber die Herzen der kleinen Leute erreichte die neue Partei [Rot-Grün] nur bedingt: Rund 62% der Wähler*innen mit Universitätsabschluss unterstützten PvdA-GL, während 24% für die PVV stimmten. Fast die Hälfte der Wähler*innen mit mittlerem Bildungsstand (47%) unterstützte die PVV, während 27% für PvdA-GL stimmten.
In den Schichten mit den niedrigsten Qualifikationen verstreuten sich die Stimmen mehr. Die PVV erhielt mit 29% über dem Durchschnitt und mit 11% für die vereinigte Linke unter dem Durchschnitt.“
https://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/wilders-extreme-rechte-triumphiert/
Demzufolge ist das neue Rote-Grüne Bündnis (vereinigte Linke) der Niederlande unter Timmermanns eine Partei OHNE Arbeiter (ähnlich wie die Linkspartei in Deutschland).
Gut, Wilders ist rechts und damit nicht mein Freund. Aber er war zumindest bis zum Kriegsbeginn pro-russisch und seit seiner Parteigründung stets pro-Israel. Das war damals völlig neu und aus Ratlosigkeit, wo man den jetzt hin tun soll, tat man ihn nach rechts.
Ja könnte das denn nicht sein, dass er deswegen gewonnen hat? Was in den Umfragen nicht zum Ausdruck kam, weil man sich als Pro-Israel-Wähler nicht outen will? Ist ja so abwegig nicht. Hamas und Hisbollah haben inzwischen das absolute Meinungsmonopol und was dem passiert, der dem widerspricht, sieht man ja täglich im Overton-Magazin. Was ich wegstecken muss, beispielsweise.
Unbeschadet übrigens. Es macht immer noch Spaß.
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Nu ja, ich entnehme dem Interview, dass Wilders Ergebnis deutlich höher lag als auch seine besten Prognosen. Das wollte ich erklären.
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Wilders ist vor allem Paria, weil er Anti-EU eingestellt ist. Deshalb will und kann er kein Regierungschef werden.
Die Chefin der Bauernpartei BBB hat klar gesagt, dass Pro-EU die Bedingung für alles weitere sei. Aber es ist die Frage, ob auch die herrschende Klasse seine Anti-EU Einstellung hinnimmt.
Je älter, je weißer, je rechter – desto Israel.
Wilders hielt sich früher auffallend lange in jüdisch-völkischen Siedlerkreisen auf. Dort lernte er, rechts zu sein.
Damit ist belegt, dass es sich mit dem real existierenden Zionismus auch nur um eine Variante der White Supremacy handelt.
Wenigstens ist jetzt die 13-jährige Präsidentschaft von Mark Rutte zu Ende gegangen. Einer der übelsten Kriegstreiber gegen Russland im Ukrainekonflikt ab 2014. Besonders unangenehm fiel er im MH17-Prozess auf. Eine einzige Farce: er ließ alle Fragmente aus dem Donbass in niederländische Kasernen verbringen und schottete sie dort von allen Journalisten ab, insbesondere vor denen, die kritische Fragen stellen konnten. Auch gegen deutlichen Protest der Malaysier. Es wurde dann ein 3D-Modell aus den Fragmenten gebaut, das allerdings mindestens zwei Originalteile nicht enthielt. Artikel von Peter Haisenko:
https://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2014/schockierende-analyse-zum-abschuss-der-malaysian-mh-017/
Die linke Seite der Piloitenkanzel und die linke Tragfläche sind hier abgebildet, wurden aber bei der Rekonstruktion nicht verwendet. Weil sie nur allzu eindeutig bewiesen hätten, dass MH17 von einem Jagdflugzeug mit einer 30-mm Kanone abgeschossen wurde.
Aber wie wurde vermieden, dass da Lücken entstehen? Grausiger Verdacht: es wurden Teile der kurz zuvor entführten MH370 verwendet und so manipuliert, dass die Buk-These bestätigt wurde. MH17 und MH370 sind beide vom Typ Boeing 777-200ER und beide sind exakt gleich lackiert, da von Malaysia Airlines betrieben. Ein Gedanke, auf den Haisenko seltsamerweise nicht kam.
Dürfen wir unter Wilders mit Aufklärung rechnen? Die Wahrscheinlichkeit ist, meiner Ansicht nach, eher gering. Aber nicht ausgeschlossen.
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MH370, evtl. für ein Attentat auf Diego Garcia geplant gewesen? Dann wäre sie sicher abgeschossen worden.
BTW Diego garcia ist völkerrechtswidrig besetzt.
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Die Diego-Garcia-These wird von Marc Dugain vertreten, immerhin Ex-CEO einer Fluglinie.
Hier sein Artikel auf Paris Match:
https://www.parismatch.com/Actu/International/Le-mystere-du-vol-MH370-2-2-675084
Was ihm auch fehlte: ein Motiv. Die Verbindung zu MH17 ist offenbar niemand aufgefallen.
Mal so herum: es fand die teuerste Suchaktion aller Zeiten statt, um das Wrack im Meer zu finden. Da liegt es offenbar nicht. Wäre es auf festem Boden gelandet, müsste man es ja nicht suchen. Wenn beides nicht der Fall ist, bleibt übrig: es ist auf festem Boden gelandet, wurde aber versteckt.
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Aber keiner der Autoren kam auf dieses Motiv. Das ist das Entscheidende.
Da bekommen manche Details plötzlich Sinn: die Maschine ist kurz nach dem Abbruch der Verbindung auf 13.000 Meter gestiegen. Wenn in dieser Höhe ein Druckausgleich erfolgt, sind alle Passagiere tot. Was ja nun unter diesen Umständen eine Notwendigkeit war.
Dann das extrem tieffliegende, wie MH370 aussehende Flugzeug mit Kurs auf Diego Garcia. Tieffliegend eben deswegen, weil es von keinem Radar erfasst werden sollte.
Da spricht schon einiges dafür.
Wäre die Politik der etablierten Parteien, betrifft ja nicht nur Linke, nicht so schlecht, würde der Aufstieg rechter und populistischer Bewegungen nicht die Folge.
Ganz einfach. Es handelt sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung, durch die Unfähigkeit der aktuell Jammernden.
Es wird der normalen Bevölkerung einfach mal zuviel abverlangt, um die Taschen und die Spezialinteressen weniger zu füllen und zu befriedigen.
Da hilft es nun eben auch nichts, das man ständig vor der Gefahr von rechts warnt, weil eben ohne rechts das Leben auch schon immer schlechter wird. Die Warnung vor dem bösen Wolf verfängt nicht, bei zu ofter Anwendung und wenn die die sie ausstoßen gleichzeitig die Schafe fressen. So wird es für die Menschen zu einem Qualitätsprädikat wenn jemand als rechts oder rechtsoffen bezeichnet wird.
Zuletzt sagt man dann einfach resigniert, nun dann sind wir eben alle rechts.
Generell muss man allerdings sagen, das es im rechten Spektrum ebenfalls viele extrem problematische Figuren gibt, uns auch keinen Meter nach vorne bringen werden.
Aber, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
In Zeiten weltweit wachsendem Rechtspopolismus und mehr, ergründen Rötzer und Schleim die „überraschenden“ Wahlerfolge der/des Rechtspopolisten in den Niederlanden; irgendein Bündnis „Sahra Wagner“ wird auch erwähnt.
Hier gibt’s immer was zu lachen… für mehr reicht es nicht.
Ist das nicht großartig, man wählt über ein demokratisches System, eine ein Mann Partei?
War es nicht großartig wie Demokratien Länder hervorbrachten?
War es nicht großartig, wie ein vereintes D komplett vom Westen ausgerichtet wurde?
Ist es nicht großartig, das Könighäuser in einigen Staaten bis dato existieren, während andere offiziell in die ‚Verbannung‘ oder getötet wurden?
Und hatte der Westen nicht selbst den langjährigen ‚Diktator Putin’s angeprangert, medial obszön hingestellt bis zum erbrechen? Aber heuer möchte man dort hin.
Die Menschen im Westen, leben in einer demokratischen Simulation und tun genau das was die simulierer von ihnen möchten. Das ist führen von Herden unter der Aufsicht Herdenführung mit seinen Hunden.
Das Gespräch muss vor dem 1. Dezember geführt worden sein.
Denn da gab Omtzicht bekannt, dass der NSC Wilders nicht unterstützen werde, weil er Teile des Programms der PVV für verfassungswidrig halte.
Das könnte der Autor eigentlich einarbeiten.
In Zeiten weltweit wachsendem Rechtspopolismus und mehr, ergründen Rötzer und Schleim die „überraschenden“ Wahlerfolge der/des Rechtspopolisten in den Niederlanden; irgendein Bündnis „Sahra Wagner“ wird auch erwähnt.
Hier gibt’s immer was zu lachen… für mehr reicht es nicht.
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
@ Majestyk: Die Realität besteht darin, dass sich Europa auf einem stark absteigenden Ast befindet.
Und deshalb kriechen alle möglichen Verängstigten aus ihren Höhlen und wollen durch dumme Sprüche, Diebstahl und Mord ihrer Nachbarn sich das holen, von dem sie glauben, dass es ihnen zustehe.
Man kann die Realität verleugnen, aber die Konsequenzen aus der Realitätsverweigerung, die lassen sich irgendwann nicht mehr leugnen. In Europa dämmert es immer mehr Menschen, daß sie faktisch umgevolkt werden, ihrer Kultur und Identität beraubt und immer mehr Leute merken auch, daß hinter allem Irrsinn und Betrug und der schleichenden Enteignung und der Bevormundung die Linken stecken.
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und der Schaden ist angerichtet, aber ich bin felsenfest überzeugt, trotz allem Druck, aller Überwachung, Gehrinwäsche und Manipulation, am Ende siegt die Wahrheit.
@ Kümmel:
Sie antworten auf einen Kommentar der zensiert wurde, wie knapp ein Dutzend anderer Kommentare die ich gestern verfaßt habe.
Womit eindeutig bewiesen ist was Overton unter freier Debatte wirklich versteht.
Judenhaß, Terrorsympathie und Demokratiefeindlichkeit darf stehen bleiben, die Gegenwehr nicht.
Zensur kann man OT nun wirklich nicht vorwerfen. Fast überall sonst fliegt man nach dem ersten klaren Wort.
Was mir hier hingegen nen bissl fehlt, ist dieser Social-Media-Krams. Ich wüßt z.B. schon gern, wieviel persönliche Follower ich hier bislang gesammelt hab.
Naja, ich weiss nicht, was in den wegredigierten Kommentaren stand. Mir wurde auch mal einer gesperrt oder nicht publiziert, wo ich aber sagen muss, dass ich die Sau etwas sehr rausgelassen hatte. Etwas Benehmen ist nicht gleich Präferenzverfälschung, und bei einigem. was Majestik hier ausscheidet, halte ich die Moderation für eher generös. Ich habe nicht den Eindruck, dass hier Rechtsausleger, Nazis und Pegidioten sowie Genozidfans ausgeschlossen werden. Ich finde das sogar richtig, man muss das aushalten können, auch wenn der Spam und die Trolls mitunter nerven (eine ignore-Funktion wäre schön). Ein „heul, mein Beitrag wurde gesperrt“ ist aber kindisch, heul doch.