Neue Ordnungsmacht in Europa?

Die Mappa Humorístico da Europa entstand 1914 von dem portugiesischen Maler und Illustrator António Soares (1894-1978). Bild: BioKnowlogy/public domain

Russland und die europäische Sicherheit.

 „Es ist ein fast unglaublicher Vorgang in der Geschichte, dass ein Land (wie Russland) in einem Zustand wirtschaftlicher Schwäche und technischer Rückständigkeit in wenigen Jahren das Beispiel eines reichen …, technisch und industriell … überlegenen, dazu vom Kriege verschonten und ungleich mächtigeren Landes in einem zentralen Entwicklungsbereich wie dem einer … modernen Rüstungstechnologie wiederholt.“  – Lothar Ruehl, 19811

 

1. Der Unbelehrbare

    Ein Tag vor dem Beginn des Nato-Gipfels in Ankara veröffentlichte Wolfgang Ischinger (Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz) am 6. Juli 2026 einen Artikel in Foreign Affairs mit einem vorwurfsvollen Titel „The Transatlantic Alliance Can’t Survive Without Trust. Washington Dismisses NATO’s Value at Its Own Peril“ (Die transatlantische Allianz kann ohne Vertrauen nicht überleben. Washington ignoriert den Wert der NATO auf eigenes Risiko).

Als strammer Transatlantiker, der im gleichen Jahr wie der amtierende US-Präsident geboren wurde und sogar zwei Monate älter als dieser ist, wagt Ischinger es, „Seine Majestät“, Donald I., zu belehren. Sehr mutig! Die beiden Zeitgenossen können in ihren Geisteshaltungen und Weltanschauungen nicht unterschiedlicher sein.

Der eine geht mit der Zeit, der andere geht mit der Zeit. Der eine möchte vor dem Hintergrund der dramatischen geopolitischen und geoökonomischen Umwälzungen radikal alles verändern, koste es, was es wolle, und will retten, was noch zu retten ist2. Dazu hat er Macht, die er auch exzessiv nützt. Allein die Kosten dieser entgrenzten Machtausübung stürzten die Welt, wie der halsbrecherische Irankrieg zeigt, in Turbulenzen, die ihr nicht bekommen.

Der andere tritt auf die Bremse, ist ein Mann des Status quo, will die „glorreichen“, weil weltbeherrschenden Errungenschaften der transatlantischen Welt um jeden Preis zementieren und merkt nicht, dass der geopolitische Zug längst abgefahren ist und nicht mehr zurückkommt.  „Ein Mann von gestern“ nannte ich einst Herrn Ischinger3.

Zwei unterschiedliche Gestalter der Zeitgeschichte – der US-Amerikaner und der Deutsche – verkörpern zwei widerstreitenden politischen Richtungen innerhalb der transatlantischen Welt und repräsentieren zwei Zukunftsvisionen, die zwar gegensätzlicher nicht sein können, nichtsdestotrotz aber beide realitätsfern sind.

Der achtzig Jahre alte US-Amerikaner hat einen postmodernen Imperialismus entdeckt4 und glaubt Amerika mit brachialer Gewalt des reanimierten Neokolonialismus zur alten Größe zu verhelfen. Er ignoriert freilich nur eine triviale Erkenntnis, dass die Welt des 21. Jahrhunderts nicht die des 19. Jahrhunderts ist und sich nicht mehr kolonialisieren lässt, zumal die USA, wie der Irankrieg und die vorangegangenen Kriege der vergangenen zwei Jahrzehnte gezeigt haben, kein entsprechendes militärisches Machtpotenzial mehr besitzen.

Und der achtzig Jahre alte Deutsche, der kein Militärexperte ist, träumt von der Wiedererstarkung der Nato, die bereits die besten Zeiten hinter sich hat, ziellos dahinvegetiert und vom Zerfall bedroht ist.

„Die Trump-Administration hat Europas Sicherheitsgefühl erschüttert. Sie hat die US-Interessen in der Ukraine verharmlost und kleingeredet (downplayed), die europäischen Länder von Gesprächen zur Beendigung des Krieges dort und von amerikanischen Beratungen über einen Krieg gegen den Iran ausgeschlossen“, empört sich Ischinger und beklagt sich darüber, dass Europa von Trump im Kampf gegen „die russische Aggression“ im Stich gelassen wird.

Was Ischinger hier so empört und beklagt, ist nicht die Verharmlosung und Kleinreden der „US-Interessen in der Ukraine“, sondern die Geo- und Sicherheitspolitik der Trump-Administration, in deren Mittelpunkt eben nicht mehr Europa und schon gar nicht die Ukraine steht. Er will nicht akzeptieren, dass Trump ganz andere außenpolitische Prioritäten setzt, die mit europäischen Sicherheitsvorstellungen nicht übereinstimmen.

Die Behauptung, dass „Washington den Wert der Nato auf eigenes Risiko ignoriert“ (Washington Dismisses NATO’s Value at Its Own Peril), ist weithergeholt und zeigt nur, wie sehr er aus der Zeit gefallen und in der Welt des „Kalten Krieges“ stehengeblieben ist. Deswegen bezeichnete Ischinger bereits in seinem Interview mit dem Tagesspiegel am 8. Februar 2026 den Ausgang des Ukrainekrieges als „Schicksalsfrage schlechthin“ für Deutschland und Europa.

Wie sehr er aus der Zeit gefallen ist, zeigt sein deplatzierter Vergleich zwischen dem Ukrainekrieg und den Balkankriegen der 1990er-Jahre.

Während der Balkankriege der 1990er-Jahre koordinierten die USA ihre diplomatischen Bemühungen über die Kontaktgruppe, die Frankreich, Deutschland, Italien, Russland und Großbritannien zu regelmäßigen Treffen zusammenbrachte. Ein ähnlicher Mechanismus könnte wichtige europäische Verbündete in die heutigen, von den USA geführten Gespräche einbinden. Die Europäer werden schließlich unverzichtbar sein, um einen Waffenstillstand zu sichern, Russland einzudämmen und langfristige Stabilität nach dem Kriegsende zu gewährleisten.“

Ischinger vergleicht hier das Unvergleichbare: Den zwei unterschiedlichen sicherheitspolitischen Machtrealitäten der jüngsten Zeitgeschichte, die ursächlich miteinander nichts gemein haben, empfiehlt er die gleiche Behandlung mit einem „ähnlichen Mechanismus“.

Seine Vorstellungen über die Regelung des Ukrainekonflikts deuten darauf hin, dass Ischinger und seine zahlreichen Protagonisten immer noch nicht verstanden haben, worum es in diesem Konflikt geht. Die 1990er-Jahre haben eine ganz andere geo- und sicherheitspolitische Realität als die der 2020er-Jahre.

Die 1990er-Jahre waren Zeiten des westlichen Triumphalismus über den „besiegten“ systemideologischen Feind des „Kalten Krieges“, der klang- und geräuschlos untergegangen ist. Russland lag politisch, ökonomisch und sozial am Boden nach dem Untergang des Sowjetreiches und die USA stiegen zu der unangefochtenen Ordnungsmacht in Europa auf.5 Russland und der Westen waren keine ideologischen Gegner mehr, sondern (potentiellen) Partner.

Russlands wichtigstes geostrategisches Interesse besteht in der Aufrechterhaltung und Entwicklung guter Beziehungen, wenn nicht sogar eines strategischen Bündnisses, mit den führenden westlichen Ländern und ihren Koalitionen“, steht in einem 1995 veröffentlichten Thesenpapier der russischen außen- und sicherheitspolitischen Experten.6

Wir befinden uns in den Flitterwochen der 1990er-Jahre, in denen oberflächlich noch die „glücklichen“, „ungetrübten“ und „unbeschwerten“ Beziehungen zwischen Russland und dem Westen vorherrschten und die russische Gesellschaft von einem westlichen Wohlstand und einer vielversprechenden Zukunft zusammen mit dem Westen träumen durfte.

Aus heutiger Sicht rufen solche Träume und Illusion nur Erstaunen und Unglauben hervor. Wie naiv, unbefangen, unaufgeklärt und vor allem leichtgläubig waren doch die westlich gesinnten Funktionseliten im Russland der 1990er-Jahre.

Es war darum nur folgerichtig, dass die USA als die Ordnungsmacht in Europa „ihre diplomatischen Bemühungen über die Kontaktgruppe (koordinierten), die Frankreich, Deutschland, Italien, Russland und Großbritannien zu regelmäßigen Treffen zusammenbrachte“.

Davon kann heute gar keine Rede mehr sein. Dreißig Jahre danach sind die Beziehungen zwischen Russland und Europa vergiftet, zerrüttet und befinden sich auf einem Konfrontationskurs, der schlimmer als zu Zeiten des „Kalten Krieges“ ist. Heute sind Russland und die EU keine Partner mehr, sondern erbitterte Kriegsgegner im Ukrainekonflikt.

Und wenn Ischinger vom „ähnlichen Mechanismus“ spricht, der „wichtige europäische Verbündete in die heutigen, von den USA geführten Gespräche einbinden (könnte)“, dann lebt er immer noch in den 1990er-Jahren und verkennt vollkommen die neuentstandene machtpolitische Realität. Die USA haben ihren Status als Ordnungsmacht in Europa spätestens seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine am 24. Februar 2022 weitgehend verloren.

Sie führen keine Gespräche an, in denen sie Russland und der anderen Kriegspartei ihren Willen wie zurzeit des Dayton-Friedensabkommens von 1995 diktieren können. Ganz im Gegenteil: Russland ist heute selber zu einer unverzichtbaren Ordnungsmacht in Europa aufgestiegen, ohne die eine friedliche Regelung des Ukrainekonflikts genauso wenig, wie der Aufbau einer neuen Sicherheitsarchitektur in Europa, denkbar ist.

2. Posthegemoniales Machtgleichgewicht

    Ischingers Annahme, dass die Europäer „unverzichtbar“ seien, „um einen Waffenstillstand zu sichern, Russland einzudämmen und langfristige Stabilität nach Kriegsende zu gewährleisten“, ignoriert nicht nur die Rückkehr Russlands als Großmacht auf die Weltbühne, sondern verkennt auch die Natur des Ukrainekonflikts.

Geschweige davon, dass das verzwergte Europa gar nicht in der Lage ist, „einen Waffenstillstand zu sichern“ oder „Russland einzudämmen“, geht es der russischen Führung bei Friedensverhandlungen nicht um einen wie auch immer gearteten „Waffenstillstand“, sondern um eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsordnung, die auch Russlands Sicherheitsinteressen beachtet.

Viereinhalb Jahre tobt der Krieg in der Ukraine und Ischinger hat immer noch nicht begriffen, worum es in diesem Krieg eigentlich geht. Zuletzt hat Sergej Lawrow das am 11. Februar 2026 zum wiederholten Mal in einem Interview für die Online-Plattform „Empathie Manuchi“ in Moskau erklärt: „Der Sowjetunion wurden Garantien gegeben, dass die Nato sich nicht nach Osten ausdehnen würde. Sie wurden auch schriftlich auf dem Gipfeltreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) 1999 in Istanbul und erneut auf dem Gipfeltreffen in Astana 2010 gegeben. Diese Versprechen stellten klar, dass Sicherheit unteilbar ist und jedes Land das Recht hat, seine eigenen Sicherheitsformen zu wählen. Gleichzeitig durften aber keine Maßnahmen ergriffen werden, die die eigene Sicherheit auf Kosten anderer stärken würden. Dies bezog sich auf die OSZE-Staaten. Man ging sogar noch weiter: Kein Land, keine Staatengruppe und keine Organisation im euro-atlantischen Raum habe das Recht, Dominanz zu beanspruchen.“

Nach dem Motto: „Versprochen, gebrochen“ wollen Ischinger und Co. davon nichts mehr wissen. Arrogant weisen sie alle „Belehrungen“ und „Vorhaltungen“ der Russen von sich und dann wundern sie sich darüber, dass diese sich das so nicht gefallen lassen und dagegen in der Ukraine militärisch vorgehen.

Die Kolonisierung der Ukraine durch die transatlantischen Eliten läuft im Übrigen bereits seit 1994 – seit über 30 Jahren! Weiß Ischinger nichts davon? Mag sein! Zeitgeschichtliche Kenntnisse sind nicht das, womit die westliche Diplomatie und Sicherheitspolitik heutzutage brillieren kann.

Heute lässt sich das spannungsgeladene und feindselige Verhältnis zwischen Russland und Europa nach wie vor auf einen einzigen, von Dmitrij Trenin prägnant formulierten Nenner bringen: „Der Westen ist zu keinem Kompromiss, Russland ist zu keiner Kapitulation bereit (Запад не пойдет на компромисс, Россия – на капитуляцию).“7

Auf Dauer lässt sich ein solches Spannungsverhältnis, das letztlich auch zum Ukrainekrieg geführt hat, nicht aufrechterhalten. Es wird entweder in einem Kompromiss oder in einer Kapitulation enden. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass der Krieg in einem Kompromiss enden und Russlands Aufstieg zu einer Ordnungsmacht in Europa unausweichlich machen wird.

Die erneute Rückkehr Russlands als Großmacht auf der europäischen und weltpolitischen Bühne ist nach dem Absturz in geopolitische Bedeutungslosigkeit in den 1990er-Jahren und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhundert an und für sich ein erstaunliches Phänomen. In den 1990er-Jahren hätte man keinen Pfifferling auf Russlands Wiedergeburt als Großmacht gegeben.

Noch im Jahr 1999 prophezeite ein angesehener US-amerikanischer Russlandexperte, Thomas Graham Jr., eine Welt, in der Russland geopolitisch keine bedeutende Rolle mehr spielt.  „World without Russia?“ Unter diesem Titel hat er seine umfangreiche Studie am 9. Juni 1999 in Carnegie Endowment for International Peace veröffentlicht.

Der Tenor der Studie war vor dem Hintergrund der desaströsen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Lage Russlands gegen Ende des 20. Jahrhunderts nicht gerade schmeichelhaft. Es sei nur recht und billig, über eine Welt ohne Russland nachzudenken (It is only prudent that we begin to contemplate a world without Russia), schreibt Graham und fügt hinzu: Die herrschende Meinung besage, dass Russland „eine Großmacht“ (a Great Power) sei. Die Frage ist allerdings, ob „diese Macht“ von einem „antiwestlichen autoritären oder einem prowestlichen demokratischen Regime“ (an anti-Western, authoritarian regime or a pro-Western, democratic one) ausgeübt werde.

Russland befinde sich bereits seit einem Vierteljahrhundert – seit der Breschnew-Ära – in einem „säkularen Niedergang“ (secular decline). Es sei längst keine Großmacht mehr, will Graham uns damit sagen. Sein Totengesang auf Russland als Großmacht erweist sich ein Vierteljahrhundert später als verfrüht. Totgesagte leben länger! So auch im Falle Russland!

Die seit dem Ende des „Kalten Krieges“ entstandene hegemoniale Dysbalance als Ordnungsprinzip der europäischen Friedens- und Sicherheitsordnung8 ist mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine zu Ende gegangen. Die USA haben nunmehr ihre Rolle als Ordnungsmacht in Europa, die sie insbesondere in den 1990er-Jahren und zum Teil auch noch in den ersten zwanzig Jahren des 21. Jahrhunderts waren, weitgehend verloren.

Russland steigt demgegenüber zu einem mächtigen Machtfaktor in Europa auf, was man nicht mehr ignorieren kann. In Europa entsteht ein posthegemoniales Machtgleichgewicht der Großmächte, die seit Jahrhunderten traditionell die europäische Friedens- und Sicherheitsordnung prägten. Auch wenn es sich noch in statu nascendi befindet, ist die anbahnende Entwicklung unumkehrbar.

Der Sinn und Zweck des europäischen Gleichgewichtssystems waren indes nicht Kriege zu verhindern. Es war vielmehr ein System von Macht und Gegenmacht, wodurch die Großmächte sich wechselseitig beschränkten, um die Hegemonie einer Großmacht zu verhindern9. Das europäische Gleichgewicht war allerdings immer schon eine prekäre Veranstaltung und nicht von ungefähr sprach Johann Heinrich Gottlob von Justi bereits 1759 von der „Chimäre des Gleichgewichts“.

Das Versailler System war nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr in der Lage, selbst diese „Chimäre“ wiederherzustellen und mit der Entstehung der bipolaren Weltordnung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte vom europäischen Gleichgewichtssystem erst recht keine Rede mehr sein. Der Zusammenbruch des Sowjetimperiums hat nicht nur die bipolare Weltordnung des „Kalten Krieges“ überwunden, sondern auch kein Gleichgewichtsystem mehr herstellen können.

An Stelle der Bipolarität trat eine unipolare Weltordnung unter Führung des US-Hegemonen und an Stelle des „Gleichgewichts des Schreckens“ das Machtungleichgewicht als Ordnungsprinzip in Zeiten der Unipolarität.

Mit dem Ende der unipolaren Weltordnung geht nun auch das Machtungleichgewicht als Ordnungsprinzip der europäischen Friedens- und Sicherheitsordnung zu Ende, begleitet vom unaufhaltsamen Aufstieg des militärisch wiedererstarkten Russlands und des ökonomischen Giganten China.

Die Diagnose von Hannes Adomeit (1942-2022) aus dem Jahr 2006, dass nämlich „Moskaus Ambitionen … größer als sein politisches Gewicht (sind)“10, können wir zwanzig Jahre später nicht mehr gelten lassen.

Russlands Wiedererstarkung als militärische Supermacht zeigt sich im Krieg in der Ukraine und ist nicht mehr zu leugnen. Denn der seit viereinhalb Jahren tobende Krieg in Europa ist längst kein Krieg zwischen Russland und der Ukraine mehr, sondern ein Krieg zwischen Russland und der Nato-Allianz auf ukrainischem Boden.

Und gegen diese russische Kriegsmaschinerie konnte die Nato als angeblich „das stärkste Bündnis der Menschheitsgeschichte“, wie Christoph Huber (Brigadekommandeur der Panzerbrigade 45 in Litauen) zu wissen glaubt, selbst nach viereinhalb Jahren andauerndem Krieg in der Ukraine nichts ausrichten.

3. Russlands Aufstieg zur ordnungspolitischen Gestaltungsmacht

    Bereits zu Beginn der 1990er-Jahre wies der Vordenker und Architekt der Ostpolitik, Egon Bahr (1922-2015), auf eine wegweisende Alternative hin, vor der die europäische Friedens- und Sicherheitsordnung nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und dem Untergang des Sowjetreiches stand. In seinem Vortrag „Ungeteilte Sicherheit für Europa“ sagte er am 25. Juni 1994 vor der Batory-Foundation in Warschau:

„Sicherheitsfragen sind Machtfragen. Sie bleiben auch am Ende des Jahrhunderts zentral. Deshalb stelle ich sie an den Anfang. Und deshalb steht Russland am Anfang, wenn von einer neuen Ostpolitik die Rede sein soll,“ sagte Bahr und fügte prophetisch hinzu: „Der Zerfall der Sowjetunion hat dieses Land in Grenzen gelassen, in denen es während seiner tausendjährigen Geschichte noch nie existiert hat, mit mehr als 25 Millionen Russen außerhalb seiner Grenzen. … Sofern die Geschichte weitergeht wie bisher, ist voraussehbar, dass die russischen Grenzen nicht bleiben werden, wo sie heute sind. Eine solche Prophezeiung ist … risikolos …, weil nicht damit zu rechnen ist, dass Russland so schwach bleiben wird, wie es ist. … Der Kern der europäischen Stabilität ist also weniger die Frage des Verhältnisses Russlands zur Nato, sondern die gesicherte Stabilität der russischen Grenzen. Die garantierte Stabilität der russischen Grenzen ist die beste Sicherheitsgarantie für alle Staaten zwischen Nato und Russland. Verteidigung vor Russland oder Sicherheit mit Russland – das wird die Alternative.“

Ein weiser Mann war dieser Egon Bahr und er hat recht behalten. „Sicherheitsfragen sind Machtfragen“ und diese „Machtfragen“ wurden in den 1990er-Jahren im Sinne des „Kalten Krieges“ zu Gunsten der „Verteidigung vor Russland“ entschieden, was letztlich auch die Nato-Expansionspolitik besiegelt hat.

Diese expansive Machtpolitik fand ihr Ende erst mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine. Der Ukrainekrieg löste freilich bis heute das grundsätzliche Problem der europäischen Friedens- und Sicherheitsordnung – das Problem der „ungeteilten Sicherheit“ – nicht. Die beiden Kriegsparteien beharren auf ihren jeweiligen Grundpositionen und denken gar nicht daran, darauf zu verzichten.

Heute herrschen allerdings ganz andere geopolitische Machtverhältnisse im Vergleich zu den 1990er-Jahren, als die Clinton-Administration sich für die „Verteidigung vor Russland“ und gegen die „Sicherheit mit Russland“ entschieden hat.11

Diese Entscheidung bedeutete letztlich eine Entscheidung gegen die „ungeteilte Sicherheit“ und für die Nato-Expansionspolitik.12

Russland befindet sich heute im Gegensatz zu den 1990er-Jahren in einer sicherheitspolitisch stärkeren Machtposition, die die Nato-Expansionisten nicht mehr ignorieren können. Und diese starke Machtposition verleitet Russland eine ordnungspolitische Gestaltungsmacht, ohne die keine zukünftige europäische Sicherheitsarchitektur möglich und denkbar ist.

Der Krieg in der Ukraine hat uns vor Augen geführt, dass die dreißig Jahre andauernde Politik der „Verteidigung vor Russland“ gescheitert und anachronistisch geworden ist, keine Zukunft mehr hat und sich längst überlebt hat. Nachdem diese Politik kläglich gescheitert ist, bleibt nur die von Egon Bahr formulierte und übriggebliebene Alternative der „Sicherheit mit Russland“.

Je schneller die EU-Europäer das begreifen, umso mehr besteht die Chance auf einen Frieden in Europa. Alles andere wäre eine Verschärfung der Konfrontation mit Russland mit unabsehbaren Folgen für Europa und die Welt.

 

Anmerkungen

  1. Ruehl, L., Russlands Weg zur Weltmacht. Düsseldorf/Wien 1981, 414 f.
  2. Vgl. Silnizki, M., Rette sich, wer kann? Stimmen und Stimmungen jenseits des Mainstream-Denkens. 28. Januar 2024, www.ontopraxiologie.de.
  3. Vgl. Silnizki, M., Ein Mann von gestern. Ischingers „Schicksalsfrage“. 14 Februar 2026, www.ontopraxiologie.de.
  4. Silnizki, M., Trumps „Big Stick“-Diplomatie. Auf dem Wege zum postmodernen Imperialismus? 26. März 2026, www.ontopraxiologie.de.
  5. Siehe Silnizki, M., Machtungleichgewicht als Ordnungsprinzip? Zur Sicherheitskonstellation von heute und morgen. 11. Mai 2022, www.ontopraxiologie.de.
  6. Russland und die NATO. Thesen des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik der Russischen, in: Pradetto, A. (Hrsg.), Ostmitteleuropa, Russland und die Osterweiterung der NATO. Perzeptionen und Strategien im Spannungsfeld nationaler und europäischer Sicherheit. Darmstadt 1997, 161-177 (167).
  7. Тренин, Д., Новый Баланс Сил. Россия в поисках внешнеполитического равновесия. Альпина паблишер. Москва 2021, 9; näheres dazu Silnizki, M., Neue Machtbalance. Stellungnahme zu einem Desiderat. 7. September 2021, www.ontopraxiologie.de.
Michael Silnizki

Michael Silnizki (20. Juni 1957) immigrierter 1976 nach Israel aus der Sowjetunion, wo ich 6 Jahre verbrachte. Im Januar 1982 wanderte ich nach Deutschland ein. An der Uni. zu Köln absolvierte ich geisteswissenschaftliche Studien (Philosophie, gr. Philologie, kath. Theologie). 1987 und in den 1990er-Jahren arbeitete für Forschungsinstitute: BIOst (Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien) und Max-Planck-Institut f. Europäische Rechtsgeschichte. Ab Anfang des Jahrhunderts bin ich sozusagen ein Privatgelehrter und habe mehrere Bücher und zuletzt ca. 250 Studien geschrieben, die auf meiner Webseite: www.ontopraxiologie.de zu finden sind.
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23 Kommentare

  1. Teile bzw. spalte und herrsche = „divide et impera“ ist ein uraltes Herrschaftsprinzip. Das kannten schon die alten Lateiner. Das Prinzip funktionert innenpolitisch aber auch außenpolitisch.

    Innenpolitisch hetzt man zum Beispiel die Geringverdiener gegen die „faulen“ Arbeitslosen auf. Das nützt weder den Arbeitslosen noch den Geringverdienern, davon profitieren nur gierige Manager, gierige Politiker, gierige Immobilienspekulanten und gierige Aktionäre, die den eigenen Hals nicht voll kriegen.

    Oder man hetzt die junge Generation gegen die ältere auf (Rentner bzw. Oma+Opa). Wer profitiert davon: Die Reichen und die Superreichen, ganz egal ob alt, mittelalt oder jung. Auch Babys können schon Milliarden erben.

    Die AfD spaltet vor allem beim Thema Migration bzw. Integration. Die Debatten werden dann so geführt, dass sich „Einheimische“ und „Zuwanderer“ als gegnerische Gruppen wahrnehmen und bekämpfen. Und wer profitiert wieder davon: Die Reichen und die Superreichen, denn der Börse ist es vollkommen egal, ob der Kunde ein reicher weißer Inländer oder ein reicher dunkelbrauner Ausländer bzw. schwarzer Migrant ist.

    Außenpolitisch funktioniert das auch. Man treibt einen Keil 🔻 zwischen Deutschland/Europa ▷🔻◁ und Russland.
    Frage: Wer profitiert davon❓
    A) Russland. 🇷🇺
    B) Deutschland/Europa. 🇩🇪 🇪🇺
    C) Das Alien aus Alien. 👽
    D) Die Eisbärin „Icy“ im Zoo. 🐻‍❄️
    E) Der MIK in Deutschland und der MIK in den USA. 🪖🏭⚔️🏗️💰

    Und die Antwort lautet: Davon profitiert der 💰 MIK 💰 = „militärisch-industrieller Komplex“ in Deutschland und in den USA, denn die Obdachlosen in Deutschland und in den USA haben sicherlich auch nichts davon. Ganz im Gegenteil.

    Divide et impera! Diese uralte Propaganda-Methode hat vor 2.000 Jahren hervorragend funktioniert und es funktioniert heute immer noch hervorragend!

    1. Man sollte nicht vergessen, das schon 1993 ein gewisser Manfred Wörner, damals NATO- Generalsekretär, und ein BRD – Kriegsminister , Volker Rühe, sowie ehemaliger BND- Chef und Außenminister Klaus Kinkel, die Ostexpansion der NATO gefordert haben. Sie wollten schon damals eine europäische Sicherheitsordnung gegen Russland. Erst auf deren Druck hin orientierte sich die US- Regierung Clinton in Richtung der Ostexpansion der NATO…
      Ansonsten ein, meiner Meinung nach, guter sachlicher Beitrag.

      1. @Ronald

        Zumindest was Manfred Wörner betrifft, muss ich dir widersprechen. Zusagen, die Nato keinen Zoll weit nach Osten
        auszudehnen – als Preis für die deutsche Wiedervereinigung – wurden nicht nur von Präsident Bush und von Außenminister James Baker gemacht, sondern auch von Hans-Dietrich Genscher , Helmut Kohl, Robert Gates, François Mitterrand, Margaret Thatcher, Douglas Hurd, John Major und Manfred Wörner, was u.A. hier nachgelesen werden kam´,
        https://terrycowan.substack.com/p/nato-expansion

        1. Wobei man mittlerweile weis welchen Wert Zusagen westlicher Politiker haben. Ich will aber nicht in Abrede stellen, dass es unter den früheren Generationen noch welche gab, die halbwegs integer waren.
          Dirty op.eration system, das haben sie sehr gut dargestellt. Es ist in der Tat so simpel, dass man sich immer wieder fragt, was muss im Kopf passieren, dass die Leute das nicht durchschauen.

      2. Auch damals waren es transatlantisch programmierte Figuren in den deutschen Behörden. Dadurch sollte der Eindruck geweckt werden, die NATO-Osterweiterung wäre eine deutsche Idee.

  2. Wir gehen da einfach nicht hin, wenn die
    mit den Russen Stress anfangen. Die sollen uns mal am Arsch lecken und ihre verfickten Panzer selbst fahren. Das ganze
    Gras wurde doch für keine Agronummer legalisiert. Wer macht denn das, zieht sich ein Horn durch und läuft dann mit nem Stahlhelm durch die Gegend ?
    Die sind doch alle aus der Zeit gefallen, von vorgestern, prähistorisch !
    Nun gut, der Putin hätte auf Imperialismus nicht imperialistisch antworten müssen, aber Alternativen fallen mir nach zehn Jahren Minsk-Verarsche auch keine ein.
    Die nassen Lappen, die man Putin und seinen Mannen trotz diplomatischer Bemühungen ständig in den Nacken geschlagen hat, waren schon heftig.
    Gerade Putin, der alte KGB-Offizier, der viele Jahre in Dresden verbracht hat, fließend deutsch spricht und dies auch
    2001 in seiner Rede vorm Bundestag bewiesen hat.
    Den Mann haben wir doch auf Bank.
    Der will mit Russland kein neuer Hegemon
    Europas sein. Es geht um gegenseitige Entwicklung, unser Nachholbedarf ist enorm. Die Zeit läuft jedenfalls ab.
    Den Putin kann jederzeit der Schlag treffen. Das er noch Hockey spielt und Judo macht, hat nix zu sagen. Wenn er
    da liegt, kommen die Falken und ein Enkel
    Chruschtschows haut mit dem Schuhabsatz auf den Buzzer.

    Die Zeit läuft !

    Wo bekommen wir einen Egon Bahr her ?

      1. Ja, aber völkerrechtswidrig. Das die Spezialoperation einen Genozid in der Ostukraine unterbinden sollte, hat Putin ab Ende 2022 zur Rechtfertigung nicht wieder bemüht. Was Viele nicht sehen möchten,
        ist die Tatsache, dass die eroberten Gebiete der Ostukraine einen Landkorridor zur Krim, und damit zu Russlands einzigen, ganzjährig eisfreien Häfen bilden. Strategisch unabdingbar, sonst wäre die Krim schon heute abgeschnitten.

        Sicher hätte der russische Zugang zu den Krimhäfen wie zuvor über Pachtverträge
        ermöglicht werden können. Nun ging es
        jedoch um amerikanisch geführte Provokation, nicht um Pragmatismus.Mit der Verankerung der ukrainischen NATO-Mitgliedschaft im Jahr 2019 als Staatsziel, war der Ofen dann endgültig aus.

        Wir sitzen nicht im Beichtstuhl. Es geht nicht um Schuld, Sühne und Vergebung.
        Es geht um das Ende einer erzwungenen
        Konfrontation und wie wir wieder an ein
        freundschaftliches Verhältnis mit Russland wie in den 90ern anknüpfen können. Das sie ohne einen Schuss abzufeuern aus Deutschland abgezogen sind, hält ihnen heute niemand mehr zugute.

  3. HALLO REDAKTION!
    Ich bitte um Nachlieferung der fehlenden Fußnoten 8 bis 11.
    (Verweist die Fußnote 8 auf den Historiker Imanuel Geiss?)

    Ansonsten ein prima Artikel! – Silnizki hat momentan einen Lauf!

  4. Sicherheit mit Russland? Dass ich nicht lache! Klar, so unrecht hatte unser Egon nicht. Aber „Sicherheit mit …“ braucht vorallem eines, nämlich ‚Vertrauen‘. Und das haben sich die Gierschlunde aus Transatlantica total und auf absehbare Zeit verspielt. Weswegen sie ja – ihres Unwillens und ihrer Unfähigkeit dessen bewußt – alles auf die andere Karte gesetzt haben: Sicherheit vor Russland gibts nur wenn Russland ruiniert, besser noch – wenn ‚Russland weg‘. Wie Kleinkinder im Sandkasten. Die Schaufel und das Eimerchen – zum Schädelspalten verwenden anstatt Brücken zu bauen.

    Nee, nech? Das wird wohl nüscht mehr! Es sei denn … nicht dass ich es herbei schreien wollte, aber zum ‚Ende mit Schrecken‘ statt des ‚Schreckens ohne Ende‘ bedarf es keinerlei Vertrauens. Könnte es nicht sogar sein, dass das auch unsere stets wohlmeinenden ‚Denkpanzer‘ erkannt haben und zu ihrer Empfehlung, den ‚Russen‘ zu provozieren auf Deibel komm raus, gekommen sind? Mach endlich hinne, Russ! Schließlich will ‚man‘ ja mal endlich weiterkommen. Die Gurgel des roten Drachen wartet schon lange genug.

    1. Dass sie, ohne einen Schuss abzufeuern, aus Deutschland abgezogen sind, hält ihnen heute niemand mehr zugute.

      Und Sie, Mischa, wenn Sie die Psychiatrie im Verhältnis der europäischen Nachbarn heraufbeschwören, dann ist das völlig unpolitisch. Politik ist keine Psychiatrie!
      Wer die Psychiatrie heraufbeschwört, muss gut aufpassen, dass er darin nicht lebenslang sediert wird.

  5. Das Mittelmaß, wenn überhaupt, das uns regiert, ist nicht in der Lage, den eingeschlagenen Kurs zu ändern.
    Sie treiben und werden getrieben, eine Wechselwirkung mit den MSM und dem ÖRR.
    Zuzugeben, das der eingeschlagene Kurs falsch war und ist, kriegen die schon deshalb nicht hin, weil die ganze Problematik moralisch-ideologisch aufgeladen ist. Da haben die sich selber rein manövriert und stecken fest.
    Auch können sie nicht abschreiben! Sie glauben an die grundsätzliche Richtigkeit ihrer Politik, trotz aller Fehlschläge, meinen, das die Dosis der Maßnahmen zu gering ist und das ein wenig mehr das gewünschte Ergebnis bringen wird.
    Das wird nichts mit unserer Oligarchie.
    Eine vernünftige, an dem Wohl der Bevölkerung orientierte Politik ist mit der Parteienoligarchie nicht zu erwarten.
    Der Zug ist vor Jahrzehnten schon abgefahren.

    1. Wenn man Diskussionen aus dem Wege geht, stattdessen gar Verbote setzt, dann erinnert mich das an die untergegangene DDR. Dann bedeutet das doch einfach nur, dass Politik und Ideologie der Herrschenden nicht mit den Bedürfnissen der Menschen übereinstimmen. Nun hatten die DDR-Bürger früher die Information und Propaganda aus dem Westen, an dem sie sich orientieren konnten und so letztlich auch ihr Herrschaftssystem beiseite räumen konnten.

      Was aber haben die Menschen im Westen heute, woran sie sich orientieren können, wenn sie mit der etablierten Politik unzufrieden sind? Sie haben auf der politischen Ebene die geächteten Populisten, und sie haben ganz allgemein das Internet und die sozialen Medien, nach denen sie sich richten können. Weshalb man davon ausgehen kann, dass der Kampf um diese Medien noch beträchtlich zunehmen wird. Denn nur wer die Medienhoheit besitzt, der kann auch politisch herrschen.

      An einen Kampf zwischen „Demokraten“ und Populisten glaube ich nicht, das ist nur eine vordergründige Show. Da wird es eine Vereinnahmung durch die Transatlantiker geben, und dann werden sie akzeptiert werden. Die Populisten werden sogar alle ihre Ziele behalten können, bis auf den einen, den Atlantizismus, die Unterordnung unter US-Interessen.

      Was aktuell unter Kanzler Merz geschieht, erachte ich als (hoffentlich) letztes politisches Aufbäumen (gegen einen imaginierten Feind), bevor das westliche, liberale (oder demokratische) System zusammenbricht.

  6. Ist Trump jetzt schon Biden 2.0??

    https://t.me/neuesausrussland/31097

    Trump hat seine Absicht erklärt, eine vierte Amtszeit als Präsident anzustreben, obwohl er sich erst in seiner zweiten befindet.

    „Ich freue mich, meine Absicht bekanntzugeben – und das ist eine sensationelle Nachricht -, für eine vierte Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten zu kandidieren.

    Ich habe dreimal gewonnen, ich werde es wieder tun.“ – sagte er!?!?

    1. Nein, nein, er zählt für sich schon richtig, denn er hat ja nach seinem verständnis nicht nur 2016 und 2024, sondern auch 2020 eigentlich gewonnen. Und die Kleinigkeit einer 4. Kandidatur kriegt er sicher auch noch hin. Größenwahn kennt keine Grenzen.

    2. Da er ja der Meinung ist, eigentlich auch gegen Biden gewonnen zu haben und das ihm der Sieg gestohlen wurde, ist das aus seiner Sicht stringent.
      Ob er jetzt den 22. Zusatzartikel ändern läßt oder ob es ihm egal ist, werden wir sehen

  7. Präsident Vucic: Der Westen redet über Krieg, «weil sie glauben, dass sie gewinnen»

    https://weltwoche.ch/daily/praesident-vucic-der-westen-redet-ueber-krieg-weil-sie-glauben-dass-sie-gewinnen/?

    Serbiens Präsident Aleksandar Vucic wirft westlichen Politikern eine Kriegsbegeisterung vor.

    «Sie reden alle gerne über den Krieg, weil sie glauben, dass sie gewinnen – was verrückt ist», sagte Vucic in einem Interview mit der Weltwoche.

    Getötete Menschen würden dabei zur blossen Statistik: «Menschen, die sterben, sind nur noch eine Zahl geworden.»

    Wenn Vucic in Gesprächen fordere, den Krieg zu beenden, heisse es:

    «Man werde versuchen, den Krieg zu beenden, aber nicht unter Putins Bedingungen.

    Wir müssen die Bedingungen diktieren.»

    Seine Schlussfolgerung: «Dann werden wir den Krieg nicht beenden.» ALLES LESEN !!

    Famd sagt

    Eine Handvoll WHNSINNIGER stürzt die Welt in Krieg und Terror

    Die angebliche Einstufung als „rechtsextrem“ ist nur eine Schimäre – weil man den eigentlichen Angstgrund nicht öffentlich kolportieren möchte.

    ALLE Altparteien sind an der Unterstützung des Ukrainekrieges gebunden. (Befehl aus den USA von ganz oben)

    Die europäische Politik ist genau darauf ausgerichtet, mittels Stellvertreter oder Oppositionelle Russland zu zerstückeln, weil Europa – vor allem Deutschlands Wirtschaftsvertreter – einen kostenlosen Zugang zu den unermesslichen russischen Rohstoffen haben möchte.

    Darauf ist die Deutsche Altparteien-Politik ausgerichtet!!

    Auch in den USA wird über die repressiven Methoden gegen die AfD in Deutschland berichtet!!

    https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion/politik/us-zeitung-deutsches-bundesland-beginnt-damit-afd-kandidaten-von-der-wahl-auszuschliessen-weil-sie-gewinnen-koennten/44686

    Unter einer AfD-Regierung würde nicht nur dieses Töten und Waffentesten aufhören, auch die Vernunft würde einziehen, über gesunde faire Handelsbeziehungen die zivilen Lebensverhältnisse in Europa und anderen Ländern zu verbessern und zu gestalten!!

    Die Hartbrenner von Krieg und Mord in unserer Regierung, und Leute wie Merz, Stracki, Pistorius, Laschet, Kiesewetter verkörpern genau das Marx-Zitat:

    „Für 1000% Gewinn geht der Kapitalist über Leichen“. Mittlerweile sind es Leichenberge auf beiden Seiten.

    Nun erklärt sich die Angst dieser blutrünstigen Volltrottel und wer über Leichenberge wegen Rohstoffklau geht, der manipuliert auch Wahlen!

    Ich möchte keine dreckigen Kriegstreiber in Landes- o. Bundesverantwortung.

    Mein Gewissen verbietet es diese Schandparteien SPD / Grüne / Linke / CDU zu wählen!!

  8. Der für mich springende Punkt des obigen Artikels ist diese Passage:

    „(…) Zuletzt hat Sergej Lawrow das am 11. Februar 2026 zum wiederholten Mal in einem Interview für die Online-Plattform „Empathie Manuchi“ in Moskau erklärt: „Der Sowjetunion wurden Garantien gegeben, dass die Nato sich nicht nach Osten ausdehnen würde. Sie wurden auch schriftlich auf dem Gipfeltreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) 1999 in Istanbul und erneut auf dem Gipfeltreffen in Astana 2010 gegeben. (…)“

    Lawrow mag ja Recht haben, ich hätte mir aber im obigen Text entsprechende Textpassagen aus den Abschlussdokumenten 1999 und 2010 zur Verifizierung von Lawrows Darstellung gewünscht. Das TV-Dokument, das Hans-Dietrich Genscher und James Baker zur Beschwörung eines „Not an Inch“ zeigt, ist bestenfalls ein Gentlemen’s Agreement, dem später von westlicher Seite keine Bedeutung mehr beigemessen wurde.

    In der Diplomatie kann man nichts (mehr) mit Handschlag besiegeln, aber bieten Verträge und Abschlussdokumente im Zweifelsfall mehr Rechtssicherheit in der Geopolitik bestimmter Akteure?

    1. Selbst Verträge sind irrelevant, die werden zur Not gekündigt.
      Dem russische Beharren darauf, daß es keine Nato-Ausdehnung nach Osten geben wird, wurde von Anfang an mit hahnebüchenen Argumenten begegnet. z.B. dass man der Tschechei ja nicht vorschreiben könne, sich bei der Nato zu bewerben.

  9. „Ukrainische“ Drohnen greifen derweil iranische Schiffe im Kaspischen Meer an. Es ist ein ein Weltkrieg, wenn auch (noch) kein nuklearer.

  10. Ukrainische Attacke auf Ferienlager – Zahl der Opfer steigt

    https://t.me/ostnews_faktencheck/22816

    Die Zahl der Todesopfer nach dem ukrainischen Angriff auf Ferienanlagen im Ort Kirillowka ist laut dem Gouverneur der Region Saporoschje, Jewgeni Balitski, auf zwölf gestiegen.

    Unter den Getöteten seien vier Kinder!!

    Zudem seien 16 Menschen verletzt worden.

    Was der Ukraine gegen russische Soldaten an Erfolgen verwehrt bleibt, das will die Ukraine an russischen Zivilisten ermorden können!

    Die ukrainischen Nazis hatten von Anfang an klar gesagt,
    dass es ihnen darum geht, Russen zu ermorden:
    Soldaten, Zivilisten, Kinder … den Nazis der Ukraine völlig egal!!

    EXAKT SO hatten die Nazis den Donbass ab 2014 beharkt
    – Tausende von wehrlosen Zivilisten – russischen Zivilisten (!) – wurden ermordet!

    Alles für ein reinrassiges ukrainisches Volk!

    Mein Herz mit den Trauernden in Kirillowka, mit den Menschen in Neurussland.

    Mögen die Verletzten schnell und vollständig genesen!

    Möge Liebe die Ermordeten begleiten, selbst in tiefste Todesnacht

  11. Die Politik und ihre angeblichen Differenzen, werden täglich wiedergegeben….
    Der Westen raubt seine eigenen Bürger aus und der ‚Osten gibt seinen Bevölkerungen einen Anteil vom Profit.
    Der Westen hatte China gross gemacht,… heute wollen diese Politiker gegen den ‚Kommunismus‘ bekämpfen…
    Das bedeutet für den Westen, das dieser auf seiner alternativlosen System besteht.
    Da seit Jahrzehnten keine Investitionen für die Infrastruktur, im Westen stattfinden, ist die ganze Infrastruktur so marode, das dieser Westen wie lange benötigt, um mit dem ‚Osten‘ auf Augenhöhe ist?
    Die USA und die Europäer haben vielleicht politische Differenzen, aber ihre Schulden diktieren den Weg für ihre angeblichen Differenzen.
    Die letzten Dekaden sind Karawane, politisch befördert, entstanden. Diese Karawanen verursachen extreme Kopfschmerzen und ob diese Gesellschaften das ’schaffen‘ werden ist fraglich.

    Der Ischinger ist ein ‚verdienter deutsche Bürger‘ und besitzt mit seinem Wendehals, Narrenfreiheit.

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