„Mit Mexiko muss etwas unternommen werden“

Noch spielt Vizepräsidentin Rodriguez nicht mit. Im Verteidigungsrat verurteilte sie den Angriff: „Es gibt nur einen Präsidenten in Venezuela, und der heißt Nicolas Maduro“. Bild: vicepresidencia

Der Überfall auf Venezuela und der Regime Change, der damit bewirkt werden soll, wird für alle Regierungen in Lateinamerika und vielleicht auch für Kanada oder Grönland ein Warnsignal sein. Während Russland die Wahrung nationaler Sicherheitsinteressen beim Einmarsch in das Nachbarland Ukraine vorgab, das in die Nato aufgenommen werden sollte und sich schon länger auf einen Krieg vorbereitete, kann die USA dies nicht geltend machen und will den militärischen Angriff durch Drogenkriminalität bzw. „Narkoterrorismus“ rechtfertigen, der angeblich die USA gefährdet, weil Maduro Gangs und Menschen aus den Gefängnissen und psychiatrische Kliniken geschickt habe.

Die Begründung für den Völkerrechtsbruch ist durchsichtig und an den Haaren herbeigezogen, um Venezuela mit seinen Ressourcen dem kolonialen Zugriff der USA zu öffnen. Die Freiheit, die den Venezolanern geschenkt wird, bestünde vor allem in der Privatisierung vor allem der Ölressourcen für die amerikanischen Konzerne und der Einrichtung einer Marionettenregierung: Machado, der Friedensnobelpreisträgerin, traut er allerdings die Regierungsübernahme nicht zu und erklärte in seiner Ansprache, die USA würden das Land erst einmal selbst regieren (run Venezuela), also zeitweise annektieren. Bodentruppen schloss er nicht aus. Übergangsweise gerne mit der Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die möglicherweise mitspielt, wie Trump andeutete. Das würde dem Regierungssturz ein besseres Image verpassen und könnte die Situation beruhigen.

Update: Rodriguez aber macht dazu keine Anstalten und ruft zum Widerstand und zur Freilassung von Maduro auf. Nach dem Verfassungsgericht wird sie nun Präsidentin und ist bereits vereidigt worden. Während der Zeremonie erklärte sie, Venezuela werde keine Kolonie irgendeines Staates werden und sei bereit, seine Souveränität zu verteidigen. Sie forderte erneut die Freilassung von Nicolás Maduro und seiner Frau und betonte, dass sie Gewalt gegen ihr Volk und jegliche Form militärischer Aggression ablehne. Da die Opposition im Land sich zurückhält, sind weiter die Chavisten an der Macht. Wie Trump das Land regieren will, ohne mit Bodentruppen einzumarschieren, was ihm viele Anhänger kosten dürfte, ist derzeit nicht abzusehen.

Den Sturz von Maduro wollte Trump schon in seiner ersten Präsidentschaft erreichen. Seine Verachtung für Völkerrecht und Recht überhaupt hatte er auf Fox News geäußert. Kritiker „sollten sagen: ‚Großartige Arbeit‘. Sie sollten nicht sagen: ‚Oh, vielleicht ist das verfassungswidrig.‘ Sie wissen schon, das Gleiche, was wir seit Jahren und Jahren hören.“ Er pries vor allem die spektakuläre Operation an, die so gut gelaufen sei, die Soldaten und die Ausrüstung, alles optimal.

Venezuela wird für Trump, seine Crew und sein Kriegsministerium nur der erste Schritt gewesen sein, vielleicht auch um auszutesten, auf welche Widerstände er global stoßen wird. Zwar unterstellt man Putin auch, dass er die Sowjetunion wiederherstellen, auf jeden Fall nach der Ukraine weiter vorstoßen will, aber das dürfte eher Angstmache zur Aufrüstung sein. Bei Trump kann man sich relativ sicher sein, dass er zumindest auf dem amerikanischen Kontinent seine Version der Monroe-Doktrin durchsetzen will, alle Länder, nicht nur die Nachbarländer Kanada und Mexiko, sollen nach der Pfeife von Washington tanzen, zur Not auch mit militärischer Gewalt erzwungen.

Was früher unter dem Banner des Globalen Krieg gegen den Terrorismus lief, den Trump allerdings auch noch in Syrien, im Iran oder in Nigeria fortsetzt, soll jetzt im Krieg gegen den Narkoterrorismus militärische Interventionen in anderen Staaten freien Raum verschaffen, allerdings ohne den Rückhalt im Kongress. Während nach dem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu möglicherweise ein weiterer Angriff auf den Iran bevorstehen könnte, den Trump bereits angedroht hat. Müssen vor allem Mexiko und Kolumbien fürchten, von den USA bedroht zu werden.

General Caine sagte auf der Pressekonferenz, dass solche Operationen auch gegen andere Länder durchgeführt werden könnten. Trump kündigte eine zweite Angriffswelle an, wenn die Dinge nicht nach seinen Vorstellungen laufen. Und gefragt nach dem kolumbianischen Präsidenten Gustavo Pedro, der den Angriff als einen gegen die Souveränität Lateinamerikas kritisierte, sagte er drohend: „Er stellt Kokain her und sie schicken es in die Vereinigten Staaten, also muss er auf seinen Arsch aufpassen.“

Und in Fox News sagte er auf die Frage, ob die Äußerung von Vizepräsident Vance, dass der Drogenschmuggel aufhören müsse, auch an die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum gerichtet sei: „Das sollte nicht sein, und wir sind sehr freundlich zu ihr. Sie ist eine gute Frau.“ Aber fügte hinzu, dass sie Mexiko nicht regiert: „Die Kartelle regieren Mexiko. Und wir könnten politisch korrekt und nett sein und sagen: ‚Oh ja, das tut sie. Nein, nein. Sie hat große Angst vor den Kartellen.“ Er habe mehrmals angeboten, dass die USA die Kartelle ausschalten, aber sie habe gesagt, bitte nicht. Dann kam er auf die amerikanischen Drogenopfer zu sprechen. Das seien in Wirklichkeit 300.000 Tote. Die meisten Drogen kämen über die südliche Grenze, ein wenig auch über Kanada: „Aber sie kommen hauptsächlich über die südliche Grenze. Und mit Mexiko muss etwas unternommen werden.“

Und dann ist da noch Kuba, dessen Regierung ohne die Unterstützung durch Venezuela stürzen könnte. US-Außenminister Rubio hatte schon mal gedroht: „Wenn ich die kubanische Regierung in Havanna wäre, wäre ich besorgt.“ Panama war nicht Thema, was aber auch bald der Fall sein könnte. Ähnlich wie nach Trump die Ölinfrastruktur amerikanischen Konzernen gehöre, gehöre der Panama-Kanal eigentlich den USA.  Daher erklärte er zu Beginn seiner Präsidentschaft, er werde ihn zurückholen – und Kanada gewissermaßen als Bundesstaat heimholen sowie Grönland kontrollieren.

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen können sich die Großmächte gegenseitig blockieren. Da ist nichts zu erwarten. Und wie es aussieht, werden sich die drei Großmächte USA, Russland und China mit ihren territorialen Ansprüchen nicht wirklich gegenseitig das Leben schwer machen, wenn es nicht die eigenen Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen schwer beeinträchtigt.

Medwedew macht klar, dass nun in den kleineren Ländern angesichts der Aktionen der nuklearen Großmächte die nukleare Aufrüstung attraktiv werden wird: „Die Operation in Caracas war der beste Beweis dafür, dass jeder Staat seine Streitkräfte maximal stärken muss, um zu verhindern, dass reiche, skrupellose Individuen die verfassungsmäßige Ordnung im Streben nach Öl oder anderen Gütern leichtfertig ändern können. Und die einzige Möglichkeit, die zuverlässige Verteidigung des Landes zu gewährleisten, ist ein Atomwaffenarsenal! Es lebe die Atomwaffe!“

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, hat nach dem Studium der Philosophie als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -ästhetik in München und als Organisator zahlreicher internationaler Symposien gearbeitet. Von 1996 bis 2020 war er Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis. Von ihm erschienen sind u.a. „Denken, das an der Zeit ist“ (Suhrkamp 1988), „Die Telepolis“ (1995), „Vom Wildwerden der Städte“ (Birkhäuser 2006), „Smart Cities im Cyberwar“ (Westend 2015), „Sein und Wohnen“ (Westend 2020) oder „Lesen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ (Bielefeld 2023)
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86 Kommentare

  1. „Während Russland die Wahrung nationaler Sicherheitsinteressen beim Einmarsch in das Nachbarland Ukraine vorgab“

    Ach, das ist nur ein Vorwand?

    1. Stimmt. ‚Vorgeben‘ ist nicht ganz das richtige Verb, wenn man dann anschließt, dass die Ukraine aufgerüstet wurde und der Nato beitreten sollte.

      Die Anstatt-Vorgaben der Nato und der EU, dass Putin – je nach aktuellem Sternenstand – mal die Sowjetunion oder dann wieder das Zarenreich herstellen wolle, sind dagegen ziemlich echte Vorwände. Kaum ein Land ist neoliberaler in Europa wie Russland und für die Zar-Geschichte fehlt Putin, der sich gerne alles vom Parlament vorab erlauben lässt, der Hang zum royalen Autokraten. Er ist auch nicht mehr der Jüngste und hätte, was die Regierungserfolge seiner neuen Zarenfamilie angeht schon irgendwas in die Wege leiten müssen.

          1. stimmt schon aber einen Vorschlag
            darf Putin aber machen oder?
            Der Kandidat muss ja auch dem Volk bekannt sein und einen gewissen Lebenslauf vorweisen können, ein Noname ist viel zu riskant bei den Heuschrecken um Russland herum.

  2. „Die meisten Drogen kämen über die südliche Grenze, ein wenig auch über Kanada: „Aber sie kommen hauptsächlich über die südliche Grenze. Und mit Mexiko muss etwas unternommen werden.““

    Die tolle Mauer vom Donald funktioniert also nicht, ist dem Donald eigentlich klar das er sich damit als Versager geoutet hat?

    1. Binsenweisheit: würde kein Bewohner der USA auch nur eine einzige Droge konsumieren, würden die Händler gnadenlos auf ihrer Ware sitzen bleiben. Vielleicht sollte man ansatzweise eher versuchen, Verhältnisse im eigenen Land herzustellen, die Menschen nicht zum Genuss derselben veranlassen? Gilt natürlich für alle Länder.

        1. Gute Frage. Bei konsequenter Unterbindung der Schneezufuhr in die USA könnte man vielleicht bald einem schönen Crash an der Wallstreet zusehen, wenn der „fuel“ ausgeht.

      1. @ Ivo Genc
        Es hat selbst ein gewisser Rauschebart mal was vom Opium fürs Volk gefaselt. Es dient dem Profit der einen und der Sedierung anderer gewisser Kreise. Vermutlich altbekannt und bewährt. Seit der relativ billigen industriellen Fertigung der Be-Rauschmittel sind diese massenkompatibel einsetz- und vermarktbar. Man schaue einen beliebigen Film aus dem wertewestlichen unKulturkreis und achte beispielsweise auf das Trinkverhalten der Mimen (Product-Placement und Assoziationsketten). Da an der Illegalität gewisser Substanzen ein gigantischer Rattenschwanz von Profiteuren der Strafverfolgung hängt, wird es kaum was mit einer Legalisierung werden.

        1. Der Rauschebart hat vom Opium des Volkes gesprochen, was eine Anspielung auf die damals beliebten opiumhaltigen Hustensäfte war, u.a. hergestellt von der Firma Merk. Die Formulierung Opum für das Volk ist viel älter und stammt aus dem Kampf gegen die katholische Kirche.

  3. Gute Quelle von France 24 Español 🇪🇸 mit Hauptzentrale in Bogotá, Columbia. Berichten derzeit quasi durchgehend 24/7 im Livestream

  4. Die Amis machen eigentlich nichts anderes als das, was sie schon immer machen. Nur dass sie, entsprechend des Charackters des orangen Killerclowns an der Spitze, noch lauter, noch unverschämter auftreten.
    Ich hatte gestern hier in einem Kommentar darüber spekuliert, dass die einzige Sicherheit, die eine Nation vor dem amerikanischen Amoklauf erlangen kann, die Nukes sind. Ich kannte da diese Stellungnahme Medwedews noch nicht. aber es ist wohl so offensichtlich, dass deren Notwendigkeit an vielen Stellen in der Welt begriffen wird und man wird es auf Dauer nicht verhindern können, dass die Nukes bald weiter verbreitet sein werden.
    Zu einem so fröhlichen Ausruf, wie ihn Medwedew publiziert, sehe ich mich da nicht in der Lage. Die Wahrscheinlichkiel, dass sie gezündet werden, wird nicht geringer.

    1. Das verhält sich ganz allgemein wie mit Waffen überhaupt.
      Um so mehr sie verteilt sind, desto wahrscheinlicher wird auch ihr Einsatz.

      1. Daran gibt es nicht den Hauch eines Zweifels und wenn es Menschen gibt, die es nicht wahrhaben wollen, macht dieser Glaube nicht, dass es nicht wahr ist.

  5. Wann erfährt man eigentlich endlich mal, was die Bevölkerung Venezuelas im Allgemeinen über diesen US-Überfall und seine Folgen denkt?

    1. Von einer Korrespondentin in Südamerika war in einem Radiointerview zu erfahren, dass der Überfall bzw. die Entführung in der venezolanischen Gesellschaft nur von einem sehr kleinen Teil gutgeheißen wird. Maduro als Präsident wird man zwar nicht sehr vermissen, aber man will die eigenen Angelegenheiten selber regeln. Daneben ist das Hauptproblem der Menschen Armut. Und ob Interventionen der USA Demokratie und Wohlstand bringen würden, daran glaubt wahrscheinlich niemand.

  6. Die Drogen sind vollkommen unerheblich! Es geht um reine Machtpolitik. Ob das mit der amerikanischen Verfassung konform geht oder nicht, ist uninteressant!
    Die Präsidentenikone Lincoln hat auch schon einen Haufen darauf gemacht, als er zu Beginn des Bürgerkriegs alles wegsperren ließ, was gegen seinen Kriegskurs war. Der Vietnamkrieg lief auch ohne Kriegserklärung des Kongresses ab, deren ganze Scheissverfassung ist die Tinte nicht wert, mit der sie geschrieben wurde!
    Ich will auch von Bernie Sanders nichts hören, der im Zweifelsfall auch nur ein patriotischer Amerikaner sein wird!
    Sie haben die militärische Macht, Stützpunkte ohne Ende auf der Welt, sind
    DIE Seemacht.
    Russland und China sind keine vergleichbaren Seemächte, selbst wenn sie genug Schiffe hätten, fehlen ihnen die Zugänge zu den Weltmeeren.
    Irgendwelche Hilfe, Waffenlieferungen sind nicht zu erwarten, weil sie in Südamerika gar nicht anlangen könnten!
    Von der UNO ist nichts zu erwarten, die wurde schon zahnlos konstruiert!
    Mit Wirtschaftssanktionen sind die USA auch nicht zu treffen, der amerikanische Export ist nicht so wesentlich, das ein Verlust dessen nicht tragbar wäre!
    Wer sich die Mühe macht, die Streitkräfte Mexikos oder Venezuelas zu betrachten, wird feststellen, das diese Länder über so gut wie keine modernen Waffensysteme verfügen.
    Natürlich könnte ein Guerillakrieg den Amerikanern Schwierigkeiten bereiten, aber ob ein solcher stattfinden wird, ist mindestens fraglich. Und ob ein solcher wünschenswert ist? Was wird das dann mit den Ländern und den Menschen machen? Weitere Länder, die mit Uranmunition auf Generationen verseucht sind?
    Die Amerikaner haben die Maske abgenommen, ich sehe nicht, wie sie auf diesem Kurs gestoppt werden können, zumal sie es nicht riskieren werden, Länder mit Nuklearbewaffnung anzugreifen, wie z.B. Nordkorea!
    Diese Erkenntnis werden andere Länder auch haben und daher werden sich noch mehr Länder nuklear bewaffnen wollen!
    Vielleicht wird ja auch in Europa nun den Menschen klar werden, wer der große Friedensfeind auf diesem Planeten ist, für mich sind die USA der Feind, aller Feind, die Pest des Planeten!
    Die einzige Option, die ich sehe, ist, das dieses Drecksland implodieren könnte, da
    die Gesellschaft dort enorm gespalten ist
    und an den eigenen Widersprüchen und sozialen Spaltungen scheitern wird.
    Das wäre ein Segen für die ganze Menschheit!
    Rein militärisch und auch wirtschaftlich ist dieses Dreckspack nicht aufzuhalten, die ziehen das durch!
    Deren ganzes vormaliges Geseier haben sie abgestreift, reine Machtpolitik tritt nun offen auf, wird auch gar nicht mehr verbrämt, wie noch bei Nordstream!
    Und man glaube ja nicht, das sich das nach Trump ändern wird!
    Trump ist nur ein Exponent des amerikanischen institutionellen Verbrechertums!
    Die Büchse der Pandora ist geöffnet!

    1. Außerdem, lieber Wallenstein, ist das Leben für viele Menschen in dieser sozial völlig kaputten Gesellschaft der USA so unerträglich, dass es ohne Drogen gar nicht mehr geht.
      Man müsste in den USA nur von heute auf morgen den Zugang zu sämtlichen Drogen inkl. Alkohol, Beruhigungsmitteln etc. unterbinden, um diesen Laden innerhalb weniger Tage zum Einsturz zu bringen.

      Gilt übrigens für sehr viele der neoliberal-kapitalistischen Länder des Wertewestens.

  7. Die Polit- und Finanzelite der USA wird Trump, zumindest vorläufig, Grenzen setzen. Man weiß sehr gut, dass Militäraktionen wie jetzt in Venezuela die geopolitische Position der USA weiter schwächen, denn das globale Hegemonie-Konzept der USA bzw. des Westens beruht maßgeblich auf einer politisch-kulturellen und weniger, d. h. nur in Sonderfällen, auf einer militärischen Komponente. Ökonomisch haben die USA und ihre EU-Vasallen mit ihrem finanzialisierten Kapitalismus der Welt inzwischen sowieso weniger zu bieten als China.

    1. Die Position der USA wird weiter geschwächt ? Das Gegenteil ist der Fall, China ist ab gestern Nacht in Venezuela kaltgestellt, ein Regimewechsel im Sinne der USA dürfte bald folgen. Im Gegensatz zu den Versagern in Europa denkt Trump strategisch und global, vor allem zum Vorteil seines Landes, das hat er mit den Chinesen gemeinsam. Die militärische Hegemonie der USA in der Karibik ist auf dramatische Weise deutlich geworden, daran ändert auch moralisches Wunschdenken nichts.

      1. +++Trump denkt und handelt vor allem zum Vorteil des US-amerikanischen Energiesektors+++

        Man denke nur an die – völlig überraschende – Ernennung des Exxon-CEO`s Tillerson zum Außenminister in Trumps 1. Amtszeit. Auf Trumps Affinität zum Energiesektor beruht im wesentlichen auch seine Kooperationsbereitschaft gegenüber Russland.
        Jedoch der Energiesektor ist inzwischen nicht mehr die bestimmende Kapitalfraktion im US-Machtgefüge. Das ist der Finanzsektor, auch „Wallstreet“ genannt. Deren politische Repräsentanz sind vor allem die US-Demokraten. Und der Finanzsektor hat einen anderen Blick auf die Welt als die Energiekonzerne und Trump. Man denke nur daran, wie sich Zbig Brzezinski über Bush`s Irak-Invasion aufgeregt hat, die in der arabischen Welt ein neues Abrücken von der US-Dominanz initiiert hat.
        Der US-Finanzsektor braucht offene Finanzmärkte und und dafür, vor allem mit Blick auf den Hauptkonkurrenten China, politisch-kulturelle Dominanz. Das Problem ist inzwischen nur, dass dem freundlichen Narrativ von Freiheit, Rechtsstaat, Menschenrechten, nationaler Souveränität usw. die ökonomische Basis verloren geht, allmählich im Westen selbst.

      2. “ ….ein Regimewechsel im Sinne der USA dürfte bald folgen“
        noch ist es nicht soweit. ..
        das Oberste Gericht Venezuelas hat die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez zur Interimspräsidentin ernannt.
        Rodriguez fordert die Freilassung Maduros. Alle Minister sind noch im Amt und die Armee beruft sich auf die Verfassung!
        Frau Machado hat lt Trump kein Respekt und keine Unterstützung innerhalb des Landes. (rt)

    2. Die Polit- und Finanzelite hat Trump aus dem Loch geholt und zum Präsidenten gemacht, damit er genau das macht was er jetzt macht.

  8. „Während Russland die Wahrung nationaler Sicherheitsinteressen beim Einmarsch in das Nachbarland Ukraine vorgab“
    Auch ein Westeuropäer kann nicht über seinen Schatten springen, stimmt’s? Was einmal mit der Muttermilch eingesogen wurde, wirkt das ganze Leben lang hintergründig.
    Der obige Vergleich ist üblich im Westen, aber auch besonders perfide.
    Woran ist der „russische Einmarsch “ denn festzumachen? Wo stehen russische Truppen auf ukrainischem Boden? Ach so, Krim und die heutigen Volksrepubliken sind ja eigentlich (und für immer?) Ukraine. Dann hätten ja die Ostukrainer die Putschregierung in Kiew anerkennen müssen und sich nicht wehren dürfen. Das soll vom VR gedeckt sein? Hilfe für die Bedrängten, auch wenn sie sehr spät, als es gar nicht mehr anders ging, dem geballten Terror der Putschisten zu entgehen, kam, soll VR -widrig sein?
    Einmarsch. Wenn das ein Einmarsch gewesen sein sollte, dann sind die Russen wahre Stümper. So, wie es ablief, erobert man kein anderes Land. War vielleicht gar kein Einmarsch geplant und durchgeführt? Sind die russischen Hauptkräfte in der Ostukraine nicht die alten, jedoch reorganisierten und verstärkten spontan entstandenen Milizen unter operativer einheitlicher „ostukrainischer“ Führung der Republiken, die von Teilen der russischen Armee (Raketen, Flugzeuge) zeitweise und parallel unterstützt werden, dies aber unter zentraler russischer Führung?
    „Esst eure Suppen, sonst kommt der Iwan!“, ist nicht tot zu kriegen.

    1. Die Artikel und Kommentare von Rötzer zu dem Ukraine-Konflikt gehören so ziemlich zum schlechtesten was man darüber in den sogenannten sozialen (Alternativ)Medien finden kann (zumindest die, die ich lese)

  9. Wir sind in einer weltgeschichtlichen Situation, in der jeder Anschein von Rechtmäßigkeit und Ordnung fallen gelassen wird. Das lang unter der Firnis der Sonntagsreden brodelnde „Recht des Stärkeren“ tritt wieder mit offenem Gesicht an die Öffentlichkeit.

    Und das führt zwangsläufig zu der Situation, dass irgendwann „die Stärksten“ das untereinander ausfechten werden müssen. Keiner schaut länger zu, wie sich jemand alles, was er will, unter den Nagel reißt. Auch alle anderen Kräfte lassen dann ihre bindenden und hemmenden zivilisatorischen Hüllen fallen. Trump ist der passende Irre für das 21. Jahrhundert des Niedergangs. Hoffen wir, dass die Rückstellung auf Null nicht alles völlig zerstören wird.

      1. Na ja, beim Monopoly heißt es ja auch: GEHE ZURÜCK AUF LOS – ZIEHE KEINE 4000 DOLLAR EIN.
        Früher hat das nicht für die Q***dts et al zwar noch nicht gegolten, aber bei dem Wohnsitzland derzeit?

  10. Die meisten Drogen in Deutschland kommen wohl aus Holland. Der Trump’schen Logik folgend, sollten wir sofort in Holland einfallen.

    Natürlich geht es nur um die Monroe-Doktrin und Öl. Aber ich frage mich, warum noch niemand die unsinnige Narko-Argumentation in der Form angegriffen hat. Kein Staat hat das Recht, einen anderen Staat anzugreifen, weil der andere Betäubungsmittel- oder Exportgesetze hat. ich will damit nicht sagen, Maduro sei ein Narko, keine Ahnung und spielt auch keine Rolle. Ich will nur darauf hinweisen, dass sich die gesamte Narko-Debatte zwischenstaatlich auf keinen einzigen Paragrafen stützen kann. Jeder Staat hat das Recht, eine Narko-Prohibition aufzuheben.

    Trump’s Argumentation ist eben auch in dieser Hinsicht völlig illegal und illegitim. Außerdem, nach dieser Logik müsste er Bomben auf die CIA in Langley werfen, denn die CIA ist stets und massiv in Drogengeschäfte verwickelt und vermutlich immer noch der größte Drogenschmuggler von allen in den USA.

    Weiterhin: Die Rechtfertigung der Maduro-Entführung überhaupt lässt in mir die Frage auftauchen, sind gescheiterte Mordanschläge wie der auf Trump’s Ohr eigentlich bedauernswert? Aber, Begrüßen oder Bedauern ist hier weniger die Frage. Solche Aktionen führen zu noch mehr Gewalt und Rechtlosigkeit. Bei aller Kritik an menschlicher Justiz, rechtlose Zustände sind in beiden Fällen zu bedauern.

    Ganz zum Schluss, wann fällt Trump eigentlich in Saudi-Arabien ein? Da gab es noch nie freie Wahlen. Wahrscheinlich ist erst Mexiko oder Kuba dran. Wegen Grönland brauchen wir uns keine Sorgen machen. Da wird jemand aus der dortigen Regierung bestochen, der die USA-Armee einlädt, weil die Innuit zuviele Wale töten oder so ähnlich. Kostet bestimmt keine 50 Millionen Dollar, die Trump offensichtlich erfolgreich als Kopfgeld auf Maduro ausgesetzt hatte. Wobei der Einsatz der Armada vor Venezuela bestimmt noch teurer war – aber mit venezolanischem Öl ist das schnell bezahlt.

    1. @ Helmut Jutzi
      Glauben Sie allen Ernstes die UZ-Navy und -Army erhält eine Aufwandsentschädigung der ölfördernden Industrien? Die Kosten werden sozialisiert, zu Lasten der ächtzenden Steuerzahler, die Gewinne privatisiert, mit ein paar Brosamen zugunsten der involvierten Politgangster.

  11. Und Venezuela hat jetzt einfach aufgegeben nachdem der Präsident entführt wurde? Gab es einen Versuch Machado oder einen anderen Kollaborateur zu installieren? Oder gibt es da jetzt eine Übergangsregierung die allein schon aus Protest sich gegen Trumps Anordnungen stellt und versucht die Verräter ausfindig zu machen um die Reihen zu schliessen? Wie sieht die Reaktion der Bevölkerung aus?

    Das ist eines der Grundübel unserer gleichgeschalteten Medien, alle sind bloss mit der Prahlerei des Gröfaz aus dem weissen Irrenhaus beschäftigt, auch die Alternativen wie hier. Die „Feindsender“ ala RT betonen unentwegt wie sehr Venezuela doch die Unterstützung ihres Landes hat. Aber berichten wtf in der Realität grad in Venezuela passiert? Unmöglich.

    Dasselbe haben die Amis notabene auch bereits mit Chavez (dessen Mausoleum offenbar bombardiert wurde um den Charakter der Amis hervorzuheben?) probiert, damals aber noch von einem Putsch begleitet. Der sass bereits auf einer Insel (iirc) in US-Gefangenschaft als der Coup in sich zusammenfiel.

    Jetzt haben die Amis Maduro geschnappt ohne irgendwen in der Regierung auszutauschen, nichtmal eine Clownshow ala Guaido, und erwarten dass Venezuela deswegen vor ihnen im Staub kriecht? Was für eine surreale shitshow geht da grad ab?

    1. Gerüchten (!) zufolge wurde Maduro von einem Teil seines eigenen Sicherheitsdetails verraten.
      Und soweit ich das verstanden habe, ist die Regierung noch im Amt und handlungsfähig, das Militär auch und die Lage ruhig.
      Wie die USA jetzt gedenken, das Land zu steuern, ist mir ach ein Rätsel…

  12. Grönland!?
    Grönland ist de facto längst unter US Kontrolle qua „Pituffik Space Base“ vormals „ Thule Air Base“! Die de jure Aneignung ist nurmehr formalistische Kosmetik!

  13. „Was für eine surreale shitshow geht da grad ab?“ (Prime Evil)

    Diese Frage ist immerhin beantwortbar, im Unterschied zu konkreten Fragestellungen, zu deren Beantwortung es noch kein Material gibt.

    Ich nenne es erstmal eine „Israelifizierung“ der US-Außenpolitik:
    Israel ist ein Staatswesen, das territoriale Ansprüche und den Anspruch auf ein Regionalmachtmonopol seit Generationen mit militärischem Terror in und gegen alle Nachbarstaaten behauptet, ohne sie je durchsetzen zu können.
    Die Analogie endet gewiss nicht mit diesem Satz, aber alles Weitere ist halt noch ziemlich offen, nachdem die Trump-Administration taktisch offen läßt, wie weit sie eine Neuauflage der „Monroe-Doktrin“ zu treiben gedenkt – taktisch nach innen nicht weniger, als nach außen.

  14. 64 versuchte Regimechanges in den letzten Jahrzenten.(Jeffry Sachs mit Glenn Diessen Aauf youtube)
    Wurden von der US Regierung geleugnet (64 Lügen)
    Trump macht das jetzt ganz öffentlich ohne Skrupel mit der irrwitzigen Begründung des Narkoterrorismus gegen Maduro und seine Frau.
    Wird wohl in einem Schauprozess a la Stalin enden und Sippenhaftung (Frau Maduro)kannten die deutschen Hitlerfaschisten auch.

  15. Ich glaube nicht das das klappt.
    Grönland konnte noch funktionieren, indem man einfach die Bevölkerung mit Sonderrechten und Geld kauft, weil es einfach kaum Leute dort gibt.
    In Lateinamerika sieht die Sache schon ganz anders aus. Die USA ist nicht beliebt und die Bevölkerung ist groß.
    Es ist nicht möglich die Lebensbedingungen der Leute dort zu verbessern und gleichzeitig die Länder auszuplündern.
    Zumal der US Imperialismus in der Vergangenheit bewiesen hat, das er strukturell zu so einem Vorgehen gar nicht in der Lage ist. Zuviel Korruption auf allen Ebenen und die Unfähigkeit langfristig angelegte wirtschaftliche Projekte zum Nutzen der Besetzten zu betreiben. Auch die Vorliebe der USA, sich vor Ort immer für die Zusammenarbeit mit den schlimmsten der Schlimmen zu entscheiden, wird sich negativ auswirken.
    Daraus erwächst Widerstand und die Kosten die daraus erwachsen werden der USA den Rest geben.
    Warum die USA das dennoch probiert ist durchaus nachvollziehbar.
    Die sind pleite. Sowohl materiell wie ideologisch und auf dem Bereich der Wissenschaft. Die wollen sich ihre Einflusszone sichern und konsolidieren.
    Den Rest geben sie dann (erstmal) auf.
    Man beachte die Parallelen zum Vorgehen der EU. Nur das die noch inkompetenter sind.
    Alles in allem ein besorgniserregender Start ins neue Jahr.

  16. Da wünscht sich Zelensky in seiner Weihnachtsbotschaft öffentlich den Tod einer bestimmten Person, dann fliegen zig Drohnen in die Richtung von dessen Residenz, und der Chef des feindlichen militärischen Geheimdienstes – verantwortlich für zahlreiche Terror- und Mordanschläge an hochrangigen Militärs im Land – wird zum Stabschef ernannt.
    Danach wird der Präsident eines befreundeten Staates in einer Nacht- und Nebelaktion entführt, die „Übernahme“ dieses Staates durch die Entführer erklärt, und die Planungen für weitere Angriffe auf verbündete Länder laufen bereits.

    Gibt es da Zusammenhänge? Welche Lehren sollte man als Putin aus diesen Vorgängen ziehen?

    1. zurückholen!

      Trump sagt ja das sei amerikanisches Öl, was Maduro den USA gestohlen habe. Ohne Witz, das ist die Argumentation Trumps.

  17. KUBA – KOLUMBIEN – IRAN – MEXIKO – DÄNEMARK – KANADA – ISLAND – BRASILIEN – TAIWAN – CAYMAN – MAGA

    Demnächst in diesem Theater: DER AMI KOMMT (Abgesetzt bis auf Weiteres: Der Russe ko …. )

    1. Aha…

      Was hat Kolumbien den USA denn wirtschaftlich außer Drogen (70% der weltweiten Kokainproduktion) zu bieten? Das Öl liegt doch in/vor Venezuela? Und um Drogen ging es nie. Bekanntlich war/ist der im Gegensatz zu Maduro von USA und EU „anerkannte Übergangspräsident“ Juan Guaido ein guter Kumpel kolumbianischer Drogenbosse…

  18. Der Übergang zum offenen Verbrechertum als Herrschaftsform im Kapitalismus ist ein Prozess, der von Hitler-Deutschland prototypisch und dann nach 1945 in widersprüchlichen Wellenbewegungen fortgesetzt wurde (innerhalb der spätestens seit den 1970er Jahren zunehmend krisenhaften Entwicklung des (Welt-)Kapitalismus). Wann dieser Prozess als abgeschlossen betrachtet werden kann, ist offen.

    Die Weltmacht Nr.1 (die die USA noch sind) versucht mit ihrem derzeitigen Präsidenten diesen Prozess zu beschleunigen und zu verfestigen. Das Kidnapping von Maduro (völlig unabhängig davon, wie man ihn politisch beurteilt) ist eine eineindeutige Gangsteraktion. Der Gangsterboss Trump hat mit seiner Gang und einigen zuarbeitenden Gangs dieses Verbrechen durchgeführt und kommentiert es dementsprechend offen, nur noch mit wenigen Schnipseln von Rechtfertigungen, wie man sie von Regierungen kennt, die ähnliche Grausamkeiten begehen, aber sich nicht zum offenen Verbrechertum bekennen wollen.

    Diejenigen, die Trump für die Aktion loben, weil er offen sagt, um was es geht (Monroe-Doktrin, Öl), begreifen nicht, dass durch die herrschenden Gangs die dünne Schicht der zivilisatorischen und kooperativen Errungenschaften, die es nach dem Übergang vom Feudalismus/Absolutismus zum Kapitalismus durchaus gab, fast schon vollständig abgetragen ist. Die Beherrschten leben zunehmend in einem völlig recht- und schutzlosen Raum, in dem immer willkürlicher (nämlich im Gangsterinteresse) über ihre Lebensweise und ihr Leben verfügt wird.

    Strukturell ist das einen revolutionäre Lage. Die mehrheitlich sozialdarwinistisch, nationalistisch, rassistisch (zum Teil auch faschistisch) orientierten Beherrschten können diese aber nicht nutzen, weil sie dem offenen Verbrechertum in die Hände arbeiten.

    1. Was unterscheidet denn die Festnahme eines Dealers aus dem Wedding, seine Entführung in die JVA Moabit nebst Vergrabung in einer dortigen Zelle von dem Umgang der US-Administration mit Maduro?

      Richtig, Letzterer war aufwendiger, von mehr „Kollateralschaden“ begleitet (eine erste Zahl sprach von 40 Toten), und er ist vor allem anderen unüblich.

      Jetzt wird man sagen, dieser Kommentar verfehle komplett den Sachverhalt des Vorgehens der US-Administration, und der Einwand ist korrekt. Nur verfehlt der Text, den ich kommentiert habe, den Sachverhalt auf analoge Weise …

  19. Die Annexion schein vorerst gescheitert zu sein. Entgegen den Erwartungen, führt nun Vizepräsidentin Gonzalez das Amt weiter und von Destabilisierung ist keine Spur zu sehen. Auch der Handel mit China geht wie gehabt weiter, hier trauen sich auch die USA nicht, etwas daran zu ändern. Ohne Invasion ist also eine Annexion doch nicht so ohne weiteres möglich. Es bleibt spannend, ob die USA wirklich einmarschieren und einen vollumfänglichen Krieg beginnen. Dafür haben sie jedoch (Zeipunkt jetzt) nicht genug Militär vor Ort.
    Kleiner Nachtrag: Wer sich frägt, warum Putin Zelenski nicht ausgeschaltet hat, kann die Antwort jetzt live in Venezuela miterleben.

  20. Ich frage mich, ob dieses Chaos, das derzeit in der Welt angerichtet wird, indem man inzwischen nicht mal mehr so tut, als bedeute das Völkerrecht irgendwas, Zufall ist oder orchestriert.

    Mir ist das alles zu glatt. Wieso drehen auf einmal alle durch?

    Mein Vertrauen in Politik jeglicher Couleur ist inzwischen restlos verschwunden. Darum halte ich es auch nicht für unmöglich, dass wir hier alle ein Schauspiel sehen, bei dem übrigens auch Putin eingebunden sein könnte, um eine alte Weltordnung (die nach 1945) zu zerschlagen und uns Weltbürger derart zu stressen und in höchste Angst zu versetzen, dass wir irgendwann eine „Neue Weltordnung“ akzeptieren, mit der das Chaos endet aber auch jegliche Freiheit.

    Das läuft irgendwie alles ab wie geschmiert. Warum hält sich China so zurück? Warum Indien? So blöd kann man doch eigentlich nicht sein, um nicht zu verstehen, dass hier etwas unwiderbringlich den Bach runtergeht und kurzfristige ökonomische Gewinne nicht im Ansatz den immensen Schaden ausgleichen können, die völlige internationale Gesetzlosigkeit anrichten werden. Sind die wirklich alle so dumm und verrückt, um alle internationalen Regeln zu zerschlagen, ohne dass da etwas anderes in Aussicht ist? Ich kann es mir nicht vorstellen, tut mir leid.

    Ich habe inzwischen den Eindruck, wir Normalbürger werden komplett verar***t und zwar global.

    1. Vielleicht wird gerade die Welt, wie bei den großen Mafiaclans, unter denselben aufgeteilt? Auch unter den diversen Mafiaclans gibt es immer Waffenstillstand und dann mal wieder Auseinandersetzung.

      Wir werden, egal, wo wir herumhuschen, mit allerlei Gesülze ruhiggestellt. Am besten noch mit Formeln wie Demokratie, Menschenrechte und tausende mehr.

      Sie sehen ja auch hier in den Kommentaren in overton, wie beispelsweise stundenweise pseudo-debattiert wird, ob das in Venezuela jetzt wirklich Mist war oder Madero doch ein arger Finger ist.

      Luigi, ich habe entschieden “ Daumen nach unten“

  21. Die USA fliegt mit ein paar Schrottmaschinen bombardiert eine wenig und ist in der Lage den Präsidenten zu entführen.
    Der Aprilscherz ist vorgezogen au diesen Jahresbeginn.
    Wenn diese Lügen irgendeinen Bestandteil besitzt, hatte das Venezuelalnische Militär, trotz dem s400 System diesen Überfall verpennt?
    Vor allem was im Vorfeld geschehen ist, und Venezuelas Militär ist in ‚Alarmbereitschaft‘ gesetzt worden…
    Klasse dummpfbacken kreieren die dümmste Vorstellung….
    Der Westen wird vorgeführt, durch sich selbst und heute unter Trump.
    Was bedeutet dann der Inhalt, von der vorgeführten Selbstdeligitimation?
    Das diese auf Befehl von außerhalb aufgetragen wurde und die Nummer 1 der alten Tage spielt mit.
    Das ist aktive Umerziehung unter dem angeblichen Zwang, damit alle und jeder versteht, das die multipolare Ordnung verfestigt wird, aber die kapitalen Steuerer weiterhin, ihren Thron besitzen.

  22. Während nach dem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu möglicherweise ein weiterer Angriff auf den Iran bevorstehen könnte, den Trump bereits angedroht hat. Müssen vor allem Mexiko und Kolumbien fürchten, von den USA bedroht zu werden.

    Ich denke Cuba wird erstmal dran sein.

  23. Die Scheinbaum,die eine Sheinbaum Erscheinung ist.
    Der ganze Spuck von den Imperialisten, wird peau a peau aus der alten Historie gestrichen und wird neu geschrieben.
    Denn jeder Präsident besitzt eine Personenschutz, ein Protokoll für etliche Eventualitäten und kann nicht ohne Gegenwehr aus seiner Position herausgenommen werden.
    Wenn es so einfach ist, warum sitzt Selenski, Netanyahu oder zig andere Politiker wo diese sitzen?
    Die creme de la creme in der EU, sitzen fordal auf ihren korrupten Stühlen…

  24. Also, nachdem es jetzt für den Wertewesten offiziell OK ist, Staatsoberhäupter zu kidnappen und missliebige Nachbarn zu terrorisieren und zu überfallen, wird Taiwan wahrscheinlich dieses Jahr noch in China wiedereingemeindet.

  25. Jetzt mal im Ernst: sind das nicht optimale Voraussetzungen für eine Fußball-WM 2026 im Zeichen der guten Nachbarschaft? Trump überfällt Venezuela, will Kanada annektieren (Grönland sowieso), droht zum wiederholten Male Mexiko mit dem „big stick“ – dazu FIFA-Infantino wahrscheinlich so: null Problem, kann man trotzdem machen, bringt Geld, läuft.

  26. Ich staune immer wieder, wie verharmlosend die u.s.-amerikanische Wahnidee, den gesamten Erdball zu kontrollieren, die nun offensichtlich in eine neue Phase getreten ist, beschrieben wird. Dabei zeigt sich doch jetzt nur allzu deutlich, wer wirklich der Feind Europas ist. Nicht Russland, mit dessen Führung man, bei etwas gutem Willen, zu Potte kommen könnte, sondern das Monstrum usa. Was wird die EU machen, wenn die usa Grönland übernimmt? Vermutlich die Faust im Sack. Die imperialistischen Wahnvorstellungen, die Tronald ausspricht und von seinen Spiessgesellen mindestens abgenickt werden, treiben die Welt definitiv in den dritten Weltkrieg. Glaubt Rötzer ernsthaft, dass sich der Bolivarismus in Luft auflöst, nur weil Maduro gekidnappt wurde (schon nur das deutlich auszusprechen fällt ihm und auch z. B. Streck augenscheinlich schwer)? Wenn die usa Venezuela regieren will, muss sie es erobern. Das wird schwieriger als Vietnam… Eine einzelne Kommandoaktion ist dafür noch nicht einmal ein Anfang. Ein paar Gebäude in die Luft zu jagen, darunter infamerweise das Chavez-Mausoleum, hat keine Bedeutung und Tronalds faschistisch geprägte Grossmäuligkeit ändert an der militärischen Lage auch noch nichts.

    Wir werden Zeuge einer fortschreitenden Wieder-Faschisierung der Welt, die hauptsächlich von einem maroden Westen ausgeht. Nicht die Randparteien sind das eigentliche Problem, es ist die sogenannte Mitte, diese Bande von Vollidioten, die die letzten 30 Jahre damit verbracht hat, ihre Gesellschaften neoliberal zu ruinieren. Dies im Rahmen einer Defensive, gerichtet gegen die Entfaltung der inneren Aporien des Kapitalismus. Die Massnahmen waren nicht wirkungslos, haben dem System immer nochmals Luft verschafft, es gleichzeitig von innen aufgelöst wie eine Säure. Und nun stehen wir kurz vor dem totalen Zusammenbruch, der Moment, in dem das blinde militärische Umsichschlagen überhand nimmt um schliesslich im Krieg der Grossmächte zu münden, diesmal, aufgrund des Standes der Kriegstechnologie, ohne Hoffnung auf einen Sieger.

  27. Frau Machado sollte ihren Friedensnobelpreis an Trump übereignen, dann bemüht er sich noch, sie vielleicht zur Präsidentin zu ernennen.
    Krieg um Taiwan fehlt eigentlich noch in der Weltpolitik.

  28. Wie steht’s eigentlich um die Option, dass sich mehrere südamerikanische Staaten von der augenblicklichen Benommenheit nach dem knockout aufraffen, ihre Differenzen hintanstellen und sich zu einer durchaus militanten Allianz verbünden? Die Amtssprache haben sie ja schon mal gemein und eine gewisse Vorausahnung wird ihnen nun nicht mehr schwerfallen.

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