Minima Moralia in Tel Aviv

Antikriegsprotest in Tel Avib am 4. April. Screenhot von al-Jazeera-YouTube-Video

In Tel Aviv hat ein Polizist einen Arzt daran gehindert, die Wiederbelebung eines zusammengebrochenen Demonstranten zu betreiben. Lediglich ein einzelner Vorfall?

 

Am Samstag, d. 4. April, fand auf dem Habima-Platz in Tel Aviv eine Demonstration gegen den Krieg statt. Keine große Demonstration, etwa 1000 Menschen, aber immerhin. Haaretz-Kolumnistin Noa Limona berichtete Folgendes darüber:Ein Mann, der am Samstagabend gegen den Krieg demonstrierte, brach in einem Parkhaus unter dem Habima-Platz zusammen; er lag auf dem Boden und atmete nicht. Zwei Ärzte und ein Team des Rettungsdienstes Magen-David-Adom [das jüdisch-israelische Äquivalent zum Roten Kreuz], die sich vor Ort befanden, begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Nach Aussagen von Ärzten und Demonstranten sabotierte ein Polizist, der sich als Polizeiarzt auswies, ihre Bemühungen. Ihren Angaben zufolge stieß er einen der behandelnden Ärzte weg, entriss ihm eine Adrenalinspritze und warf sie weg. Videomaterial unterstützt ihre Darstellung. Beim Rettungsdienst Magen-David-Adom und bei der Polizei werden diese Vorwürfe bestritten, und sie weisen stattdessen den Demonstranten die Schuld zu, deren angebliches Gedränge dazu geführt habe, dass der Demonstrant einen Herzinfarkt erlitt. Zeugenaussagen zufolge gab es jedoch kein übermäßiges Gedränge. Stattdessen, so sagen die Zeugen, sei dem Zusammenbruch des Demonstranten Polizeigewalt vorausgegangen.”

Die offizielle Begründung für die Auflösung der Demonstration sei der Schutz des Lebens der Demonstranten – Sicherheit, gemäß den Anweisungen des Heimatfrontkommandos. Das darf bezweifelt werden, denn als die Sirene ertönte, durften Festgenommene aus der Demonstration, die in einem Bus abtransportiert wurden, keinen Schutzraum betreten. Die IDF wies die Behauptungen der Polizei zurück, wonach sie die Genehmigung zur Auflösung der Demonstration erteilt hätten, und stellte demgegenüber klar, dass die Polizei die Anweisungen des Heimatfrontkommandos selektiv durchsetze: bei Demonstrationen schaltet sie sich sehr wohl ein, nicht jedoch an überfüllten Stränden oder bei Versammlungen von Ultraorthodoxen, die ja besagten Anweisungen entgegenstehen. Noa Limona dazu: “Wenn ein Beweis dafür nötig war, daß es sich um einen Vorwand und nicht um eine logische Begründung handelt, dann liefern die selektive Durchsetzung [der Polizeigewalt] sowie die Verhinderung medizinischer Behandlung und die Verweigerung von Schutz für die Festgenommenen diesen Beweis.”

Limonas Haaretz-Kollegin Yoana Gonen schrieb zum Gleichen Vorfall:‘Hier gibt es einen abgrundtiefen Hass, der von Seiten der Polizei uns gegenüber immer stärker wird. Sie sehen uns einfach als Feinde.‘ So erklärte Rechtsanwalt Gonen Ben Yitzhak auf Kanal 13 den gestörten Umgang der Polizei mit Demonstranten auf dem Habima-Platz. Das ist eine präzise Beschreibung dessen, was bei Demonstrationen immer wieder sichtbar wird: keine punktuellen Fehler, sondern eine Weltanschauung. Die Polizei sieht in Demonstranten keine Bürger, die ein Grundrecht ausüben. Aus Sicht der Polizisten ist jeder, der sich dem Krieg oder der Regierung widersetzt, ein Feind des Staates – und daher auch ihr Feind.” Der punktuelle Vorfall entlarvt also eine Weltanschauung. Ist aber diese Schlussfolgerung zulässig? Kann man aus dem Einzelereignis aufs umfassende Ganze schließen? Zumindest, wenn man sich auf Adorno berufen möchte, ist dem so.

Theodor W. Adorno nannte seine Aphorismensammlung “Minima Moralia” (“Minimale Moral”) als Gegenstück zu großen Moralphilosophien, besonders zu Aristoteles’ Werk Nikomachische Ethik. Er tat dies aus einem bewusst ironischen Grund, der aber zugleich programmatisch gedacht war. Der Titel spielt bewusst auf klassische Moralphilosophie an. Während Aristoteles eine umfassende Ethik des guten Lebens formulieren wollte, ging es Adorno darum zu zeigen, dass es in der modernen, von ihm als “beschädigt” apostrophierten Welt keine “große” Moral mehr gebe. Es bleiben nur “Minima” – kleine, fragmentarische Beobachtungen des richtigen Lebens. Das korrespondiert mit Adornos berühmtem Sentenz aus dem Buch: “Es gibt kein richtiges Leben im falschen.” Entsprechend lautet der Untertitel des Werks “Reflexionen aus dem beschädigten Leben”, was die Moral(reste) im Alltag des beschädigten Lebens impliziert. Gemeint ist damit, dass die moderne Gesellschaft (Kapitalismus, Faschismus, Exil-Erfahrung) das Leben grundlegend beschädigt hat; dass Moral nicht mehr als geschlossenes System auftreten könne, sich mithin nur noch in kleinen Alltagsbeobachtungen zeige – daher Aphorismen als Darstellungsform. Man kann auch sagen: Die “Minima Moralia” sind kurze Texte, fragmentarische Einsichten, wenn man will, moralische Miniaturen aus einem kaputten Leben. Als bedeutendes Mitglied der Frankfurter Schule war Adorno grundsätzlich skeptisch gegenüber großen philosophischen Systemen, festen Moralregeln und der Idee eines harmonischen “guten Lebens” in einer ungerechten Gesellschaft. Der Titel “Minima Moralia” signalisiert genau diese Haltung: Keine große Ethik mehr – nur minimale moralische Reste.

Als wollte sie Adornos Postulat exemplifizieren, redet Yoana Gonen vom “Tiefpunkt, der sich während der Demonstration ereignete, als ein Polizist Ärzte aus dem Umfeld des Protests daran hinderte, bei einem zusammengebrochenen Demonstranten eine Wiederbelebung durchzuführen”. Ein Mensch liegt bewusstlos auf dem Boden, und das, was den Polizisten beschäftigt, ist, wie er seine Autorität gegenüber dem behandelnden Arzt durchsetzen kann. Das will wohlverstanden sein: Er handelt so, nicht weil er beabsichtigt, dem Demonstranten zu schaden, dessen Herz aufgehört hat zu schlagen, sondern weil er selbst auf den Versuch, Leben zu retten, wie auf eine weitere Störung der Ordnung reagiert. Yoana Gonen schließt daraus: “Wenn die Polizei aufhört, Demonstranten als Menschen zu sehen, und sie stattdessen als politisches Ärgernis betrachtet, kann selbst eine Wiederbelebung den Drang nicht mehr aufhalten, zurückzudrängen, niederzutrampeln und zu unterwerfen.”

Es ist dies ein Moment, das den Gesamtzustand der israelischen Gesellschaft kodiert. Warum, mag man fragen, reagiert der Polizist so? Gonen gibt zur Antwort: Weil die Polizei aufhört, Demonstranten als Menschen zu sehen, und sie stattdessen als politisches Ärgernis betrachtet. Warum hat die Polizei aufgehört Demonstanten als Menschen zu sehen? Weil sie von ihrem Minister, Itamar Ben-Gvir, den Auftrag dazu erhalten hat. Denn Itamar Ben-Gvir sieht jeden zivil-demokratischen Protestakt als Anzeichen der Erschütterung seiner Macht; daher muss er zerschlagen werden. Woher stammt dieser Bezug zu seinem Beruf als Politiker? Zunächst und vor allem von der ihn antreibenden Ideologie und seiner politischen Sozialisation in der Jugendzeit: Itamar Ben-Gvir ist Kahanist, ein Anhänger von Meir Kahane – einem 1990 in Manhattan ermordeten Rabbiner, der eine solche Melange aus radikalem Messianismus, rassistischem Araberhass und autoritärem Faschismus predigte und politisch aktivierte, dass die von ihm gegründete Kach-Bewegung 1994, bereits nach seinem Tod, vom israelischen Parlament als Terrororganisation für ungesetzlich erklärt wurde. Wieso ist dann aber die Nachfolgepartei Itamar Ben-Gvirs, Otzma Yehudit, im Parlament, wobei er selbst als Minister für Nationale Sicherheit fungiert, ein Amt, das die Aufsicht über die Polizei, die Grenzpolizei und Teile der inneren Sicherheit umfasst? Weil Netanjahu ohne ihn keine regierungsfähige Koalition hätte bilden können. Dass mit Ben-Gvir und seinem Gesinnungsgenossen Bezalel Smotrich, selbst messianisch angetriebenr Zentralfigur des israelischen Siedlerfaschismus, und den orthodox-religiösen Parteien die rechtsradikalste Koalition der gesamten israelischen Parlamentsgeschichte zustande kam, beunruhigte den israelischen Premierminister nicht allzu sehr. Warum nicht? Weil er auf unbedingten Herrschaftserhalt aus war. Über den “normalen” Antrieb eines jeden Politikers hinaus, Macht zu akkumulieren und zu wahren, spiel(t)en bei Netanjahu hinzukommend sein Privatinteresse eine gewichtige Rolle: seinen Prozess wegen Korruption, Veruntreuung und Betrug so in die Länge zu ziehen, dass eine Verurteilung (vorerst) ausbleibt. Parallel dazu konnte er mit ebendieser rechtsradikalen Regierungskoalition einen politischen Gegenangriff zur Bewältigung seiner privaten Bredouille starten, nämlich die als “Justizreform” ausgegebene Schwächung bis hin zur Paralysierung der Judikative zugunsten der von ihm angeführten Exekutive. Diese “Reform” entpuppte sich letztlich als versuchter Staatsstreich, der nicht nur die Gewaltenteilung erschütterte, sondern darüber hinaus die Grundregeln der formalen Demokratie, allen voran die Formation von checks and balances, außer Kraft zu setzen trachtete. Warum machten die Koalionsparteien mit? Weil sie allesamt nicht demokratisch ausgerichtet sind – weder die religiösen noch die autoritär-faschistischen (die in dieser spezifischen Koalition ebenfalls religiösen Doktrinen und nicht demokratischen Spielregeln verpflichtet sind). Dass sie die Parlamentspraxis noch immer betreiben, hat mit Demokratie mittlerweile wenig zu tun. Sind es also primär fremdbestimmte Motivationen, die diese Misere der Demokratie herbeigeführt haben? Diese spielen zwar eine gravierende Rolle, aber sie sind nicht der ausschließliche, letztlich auch nicht der zentrale Grund für die Krise; denn die Krise ist nur ein Symptom eines elementaren Zustands der israelischen Politik und die Politik selbst das Symptom einer Grundverfassung des zionistischen Staates: Als eine seit Jahrzehnten Okkupationsbarbarei betreibende, zum Apartheidstaat geronnene Pseudodemokratie ist ihr Demokratie längst zum Lippenbekenntnis entartet. Israel ist keine Demokratie, weil es keine Demokratie sein will. Dass dies im Trend des globalen Zeitgeistes liegt, hat die antidemokratische Emphase nur bekräftigt und beschleunigt: Benjamin Natanjahu hat in Donald Trump einen Gesinnungsgenossen für seine autoritären, aufs Diktatorische hinauslaufenden Ambitionen und die entsprechenden politischen Praktiken gefunden. Faschismus ist schon kein abschreckender Begriff für den vorwaltenden, mithin konsensuellen Diskurs des zionistischen Staates. Der Faschismus-Vorwurf seitens (weniger) kritischer Stimmen im Land wird belächelt; die propagandistische Giftmaschine der Koalition fängt ihn süffisant ab, wartet mithin nur, dass Strukturvergleiche mit dem Nazismus gemacht werden, um im vorgespielten Brustton der Entrüstung jene, die den Vergleich machen, als “Verräter”, “Terroranhänger”, “Antisemiten” und dergeichen mehr zu geißeln. Nicht nur Polizisten verhalten sich wie Berseker, mit nicht minderer Verve tun es auch die Sachwalter des faschistischen Diskurses.

Man könnte mit dieser Dekodierungskette noch weiter gehen, und sich fragen: Wie konnte es passieren, dass es zu einem solch verhängnisvollen Gefüge von strukturellen Faktoren und unvorhersehbaren Kontingenzen kam? Was, anders gefragt, ist dem Zionismus widerfahren? Die Beantwortung dieser Frage bedarf der präliminaren Klärung, ob der Zionismus eine wirkliche Metamorphose erfahren hat oder vielleicht lediglich zur radikalen Auswirkung brachte, was in ihm schon immer angelegt war. Handelt es sich etwa um ein Paradebeispiel einer hegelianischen Aufhebung, bei der die ursprünglich eher schüchtern in den Zionismus eingebrachte Religion in einem grandiosen dialektischen Umschlag zum determinierenden Faktor der Geschicke des zionistischen Staates mutierte? Die in der Politpraxis Israels zum Monster herangewachsene Verschmelzung von Zionismus und Messianismus erwiese sich in diesem Fall im nachhinein als Nemesis des historischen zionistischen Projekts.

Und das alles soll im Vorfall der Polizeibrutalität gegenüber den Antikriegs-Demonstraten kodiert sein? Nun, das muss nicht apodiktisch beantwortet werden. Es ließen sich noch viele andere Kausalketten konstruieren, auch solche, die zu einem konträren Deutungsergebnis führen. Schon gar nicht davon zu sprechen, dass man sich den Verkettungszusammenhang gar nicht linear, sondern als ein Rhizom, ein Wurzelgeflecht (Deleuze & Guattari), vorzustellen hat. Es kommt immer darauf an, welchem Interpratationsparadigma man sich verschreibt. So ließe sich die Frage stellen, ob sich aus dem Scheitern der 1848er Revolution, mithin aus dem “deutschen Sonderweg”, die Heraufkunft des Nazismus ableiten lässt, oder ob der Nazismus lediglich einen “Betriebsunfall” in der modernen deutschen Geschichte darstellt.

Yoana Gonen würde vermutlich nicht so weit gehen, wie es der vorliegende Text suggeriert. Am Ende ihrer Kolumne zitiert sie den Arzt, der in Bezug auf den Polizisten, der ihn während der Wiederbelebung stieß, gesagt habe: “Es gibt hier einen moralischen und ethischen Bruch.” Und sie fährt fort: “Doch dieser Satz beschreibt auch den allgemeinen Zustand der Polizei. Unter Itamar Ben Gvir ist die israelische Polizei zu einer politischen Polizei geworden, die Demonstrationen gegen die Regierung als Bedrohung betrachtet, die neutralisiert werden muss. Ben-Gvir hat die Polizeigewalt nicht erfunden, aber er hat sie von allen Beschränkungen befreit und ihr vollständige Legitimität verliehen. Nach seinem Ebenbild sieht die Polizei immer mehr wie ein Mechanismus aus, dessen Hauptaufgabe darin besteht, Regimegegnern zu zeigen, wer hier das Sagen hat.” Auch sie gelangt also vom konkreten Vorfall zu einer umfassenderen Aussage über die Ben-Gvir-Polizei und mutatis mutandis über das Regime, das diese Polizei bewusst hervorgebracht hat und in dem sie fungiert. Um aber den vorherrschenden Verblendungszusammenhang, der den Horror der israelischen Realität erzeugt hat, auf den Grund zu kommen, ist es unerlässlich weiterzugehen. Das zu verhindern, ist aber Zweck ebendieses Verblendungszusammenhangs.

Moshe Zuckermann

Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. 2018 wurde er emeritiert. Sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Florian Rötzer geschrieben hat, erscheint demnächst.
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39 Kommentare

  1. Bunkergespräche Fortsetzung!

    Während Mr. Zuckermann sich an der Unterdrückung der kleinen Opposition in Israel abarbeitet, hat sein Land ein weiteres Massaker im Libanon angerichtet. Verträge, Absprachen, daran hat sich doch Israel seit der Staatsgründung nie gehalten.

    Was mich wirklich interessiert ist wie überlebensfähig ist den dieses kriegszerstörte Israel? Liegt die israelische Wirtschaft nicht völlig am Boden? Lohnt es sich überhaupt noch in Israel zu leben? Ich würde schnell abhauen, solange die Welt noch Israelis aufnimmt.

    Im übrigen der pakistanische Außenminister sprach mir in seinen mittlerweile gelöschten Post aus der Seele. Das aber darf man hierzulande nicht laut sagen, Demokratie, hi, hi, hi hi….

    Ach ja, palästinasolidarische Menschen werden von der Berliner Polizei regelmäßig zusammengeschlagen, auch Frauen.
    Im Westen also nichts Neues!

    1. @Naomi
      Bezüglich den israelischen Massenmördern und deren US-Pendants bleibt innerhalb der EU nur eine Regierung, deren Einwohner sich klar äussern dürfen und sich nicht ihrer Staatsführung zu schämen brauchen, nämlich die spanische! 🇪🇸🤗🇪🇸🤗🇪🇸🤗🇪🇸

    2. es gehört beides zusammen. Unterdrückung im eigenen Land und Krieg nach außen. Das sind die zwei Seiten der gleichen Medaille.

    3. Die derzeitige Lage im Kriegsgebiet hier

      https://tkp.at/2026/04/11/43-tag-im-krieg-israels-und-der-usa-gegen-den-iran-verhandlungen-ticker-0800-uhr/

      Hierzulande bekommt man ja, auch via alternative Medien, wenig bis nichts mit was in Middle East wirklich passiert. Über das Epstein-Netzwerk, die Epstein-Koalition der Kinderschänder, die internationale Israel-Lobby und den Mossad-Netzwerk wird ebenfalls geschwiegen. Die Verbrechen Israels sind so zahlreich (Pager-Attentate schon vergessen.) das angesichts der Greuel eine Ermüdung der Wahrnehmung eintritt

    4. Meines Wissens hat die israelische Führung – die sich bisweilen selber ins sichere Ausland abgesetzt haben soll (Berliner Bunker sind da im Gespräch) – der Bevölkerung eine Ausreise verboten….

      1. Reiche Juden haben schon längst die Flucht ergriffen. Aber die demokratische Weltöffentlichkeit hat doch die Israelis gewarnt. Warum sind sie nicht früher ausgereist, Deutschland würde sie gerne aufnehmen und dafür die Syrer abschieben

  2. Die Kriegstreiber kennen weder Gnade noch Menschlichkeit, nicht nur in Israel.
    Auch wenn es nur tausend Teilnehmer bei der Demo gegen den Krieg waren, sie haben zumindest das Signal ausgesendet das nicht alle in Israel sind für den Krieg und sie verdienen internationale Unterstützung.

    Die britische Times hat folgendes berichtet:
    EU
    „Wir bekennen unsere Schuld“
    „Die EU ist bereit jede Strafmaßnahme von Trump zu ertragen, solange die USA die NATO nicht verlassen“

    Die fühlen sich in der EU also schuldig bisher nicht an einem illegalen Angriffskrieg teilgenommen und keine Kriegsverbrechen begangen zu haben?
    Starmer hat bereits eine intensive Beteiligung,angekündigt.

    Wird die Bundeswehr jetzt in diesen völkerrechtswidrigen Krieg geschickt?

    1. Starmer, unschuldig… Hihihi… Das ist ja lustig. Hat es doch mit der Realität überhaupt gar nichts zu tun.

      Wer verheizt denn die ukrainische Bevölkerung, um sie ua skrupellos daran zu bereichern? Wer verweigert denn zu diesem Zweck den Ukrainern auch nur schon die Aussicht auf Frieden?

      Die GANZEN westlichen Eliten sind einfach nicht mehr auszuhalten in ihrer Gewalt und Kriminalität.

  3. Die Kriegstreiber kennen weder Gnade noch Menschlichkeit, nicht nur in Israel.
    Auch wenn es nur tausend Teilnehmer bei der Demo gegen den Krieg waren, sie haben zumindest das Signal ausgesendet das nicht alle in Israel sind für den Krieg und sie verdienen internationale Unterstützung.

    Die britische Times hat folgendes berichtet:
    EU
    „Wir bekennen unsere Schuld“
    „Die EU ist bereit jede Strafmaßnahme von Trump zu ertragen, solange die USA die NATO nicht verlassen“

    Die fühlen sich in der EU also schuldig bisher nicht an einem illegalen Angriffskrieg teilgenommen und keine Kriegsverbrechen begangen zu haben?
    Starmer hat bereits eine intensive Beteiligung,angekündigt.

    Wird die Bundeswehr jetzt in diesen völkerrechtswidrigen Krieg geschickt?

  4. Elegant schlägt Zuckermann von der Verhinderung ärzlicher Nothilfe durch die Polizei in Israel einen Bogen zu Donald Trump, um davon abzulenken, dass Israel ein durch und durch faschistischer Staat geworden ist.

    1. Der Mossad benutzte ja auch Untergrundnazis in Europa für seine Verbrechen. Vor Jahren gab es dazu ein Interview des österreichischen Innenministers, dem der Mossad sogar den Tresor ausräumen konnte.

    2. Ich sehe nicht, dass Mosche Zuckermann den faschistischen Charakter des gegenwärtigen Regimes in irgendeiner Weise beschönigt. Im Gegenteil schlägt er den Bogen zum Zionismus insgesamt, wobei der die Antwort auf die Frage, inwieweit der Faschismus darin bereits angelegt war, nicht definitiv beantwortet, was meiner Meinung nach legitim ist.
      Wie stets von Dir nur pöbelnde Allgemeinplätze.

  5. Adorno, der seine Ergüsse immer in möglichst verquaste Sprache verpackte, was seine Adorniten bis heute zum Irrglauben verleitet, ihr maximalmoralischer Herr und Meister sei blitzgescheit und vergeistigt gewesen, starb am Herzkasper.

    Hat denn wenigstens der zusammengebrochene Demonstrant überlebt, dem Ben-Gvirs Büttel amtlich-aktive Sterbehilfe leisteten? Darüber hätte doch ein Artikel informieren sollen, wenn dessen Autor mehr am Wohlergehen des Demonstranten liegt als Ben-Gvirs Bütteln.

    „Aus Sicht der Polizisten ist jeder, der sich dem Krieg oder der Regierung widersetzt, ein Feind des Staates – und daher auch ihr Feind.”

    Dieser Einsicht kommt universelle Geltung zu. Beim Krieg gegen Corona-Kritiker definierten hierzulande die Polizeiminister Seehofer und Faeser zusammen mit ihren Länderkollegen, wer kaputt gemacht wird. Und hetzten ihre Polizeibataillone los.

    Wird jener Polizeiminister, der seine Polizisten gegen als Staatsfeinde markierte Leute hetzt, die sich dem von der kriegstüchtigen Regierung geplanten Angriffskrieg widersetzen, nur Dobrindt gerufen werden?

      1. Während Trump das Ende des Iran-Kriegs verkünden will, veröffentlicht der iranische Präsident einen offenen Brief an die Amerikaner und weitere Kriegs-Updates

        Auszug:
        https://seniora.org/politik-wirtschaft/iran/iranischer-praesident-veroeffentlicht-offenen-brief-an-das-amerikanische-volk
        Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat einen offenen Brief an das amerikanische Volk veröffentlicht, in dem er in Frage stellt, ob Washington wirklich „America First“ setzt oder lediglich als „Stellvertreter Israels“ agiert, der bereit ist, „bis zum letzten amerikanischen Soldaten“ zu kämpfen.

        In der Botschaft vom Mittwoch, die die Wurzeln der Spannungen zwischen den USA und dem Iran bis zum Staatsstreich von 1953 zurückverfolgt und gleichzeitig die jüngsten Bombenangriffe auf die iranische Infrastruktur verurteilt, stellt Pezeshkian fest, dass Teheran keine Feindseligkeit gegenüber gewöhnlichen Amerikanern hegt. Stattdessen fordert er die US-Bevölkerung auf, hinter die „künstlich geschaffenen Narrative“ zu blicken, und argumentiert, dass die wahrgenommene iranische Bedrohung eine Erfindung des militärisch-industriellen Komplexes und israelischer politischer Interessen sei.

        Der vollständige Wortlaut des Schreibens lautet wie folgt:

        Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Gnädigen

        An das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika und an alle, die inmitten einer Flut von Verzerrungen und erfundenen Erzählungen weiterhin nach der Wahrheit suchen und nach einem besseren Leben streben:

        Der Iran – mit diesem Namen, diesem Charakter und dieser Identität – ist eine der ältesten ununterbrochen bestehenden Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. Trotz seiner historischen und geografischen Vorteile zu verschiedenen Zeiten hat der Iran in seiner modernen Geschichte niemals den Weg der Aggression, der Expansion, des Kolonialismus oder der Herrschaft eingeschlagen. Selbst nachdem er Besatzung, Invasion und anhaltenden Druck seitens globaler Mächte erdulden musste – und obwohl er über militärische Überlegenheit gegenüber vielen seiner Nachbarn verfügt –, hat der Iran niemals einen Krieg begonnen. Dennoch hat er diejenigen, die ihn angegriffen haben, entschlossen und mutig zurückgeschlagen.

        Das iranische Volk hegt keine Feindseligkeit gegenüber anderen Nationen, einschließlich der Menschen in Amerika, Europa oder den Nachbarländern. Selbst angesichts wiederholter ausländischer Interventionen und Druckausübung im Laufe seiner stolzen Geschichte haben die Iraner stets klar zwischen Regierungen und den von ihnen regierten Völkern unterschieden. Dies ist ein tief verwurzeltes Prinzip in der iranischen Kultur und im kollektiven Bewusstsein – keine vorübergehende politische Haltung.

        Aus diesem Grund entspricht die Darstellung des Iran als Bedrohung weder der historischen Realität noch den heute beobachtbaren Tatsachen. Eine solche Wahrnehmung ist das Produkt politischer und wirtschaftlicher Launen der Mächtigen – der Notwendigkeit, einen Feind zu konstruieren, um Druck zu rechtfertigen, militärische Dominanz aufrechtzuerhalten, die Rüstungsindustrie zu stützen und strategische Märkte zu kontrollieren. In einem solchen Umfeld wird eine Bedrohung, wenn sie nicht existiert, erfunden.

        In diesem Rahmen haben die Vereinigten Staaten die größte Anzahl ihrer Streitkräfte, Stützpunkte und militärischen Kapazitäten rund um den Iran konzentriert – ein Land, das zumindest seit der Gründung der Vereinigten Staaten noch nie einen Krieg begonnen hat. Jüngste amerikanische Aggressionen, die von eben diesen Stützpunkten aus gestartet wurden, haben gezeigt, wie bedrohlich eine solche militärische Präsenz tatsächlich ist. Natürlich würde kein Land, das mit solchen Bedingungen konfrontiert ist, darauf verzichten, seine Verteidigungsfähigkeiten zu stärken. Was der Iran getan hat – und weiterhin tut –, ist eine angemessene Reaktion, die auf legitimer Selbstverteidigung beruht, und keineswegs eine Kriegserklärung oder Aggression.

        Die Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten waren ursprünglich nicht feindselig, und die frühen Kontakte zwischen dem iranischen und dem amerikanischen Volk waren nicht von Feindseligkeit oder Spannungen geprägt. Der Wendepunkt war jedoch der Staatsstreich von 1953 – eine illegale amerikanische Intervention, die darauf abzielte, die Verstaatlichung der iranischen Ressourcen zu verhindern. Dieser Staatsstreich unterbrach den demokratischen Prozess im Iran, führte zur Wiedereinführung der Diktatur und säte tiefes Misstrauen unter den Iranern gegenüber der US-Politik. Dieses Misstrauen vertiefte sich weiter durch die Unterstützung der USA für das Regime des Schahs, ihre Unterstützung für Saddam Hussein während des aufgezwungenen Krieges der 1980er Jahre, die Verhängung der längsten und umfassendsten Sanktionen der modernen Geschichte und schließlich durch unprovozierte militärische Aggressionen – zweimal, mitten in Verhandlungen – gegen den Iran.

        Doch all dieser Druck hat den Iran nicht geschwächt. Im Gegenteil, das Land ist in vielen Bereichen stärker geworden: Die Alphabetisierungsrate hat sich verdreifacht – von etwa 30 % vor der Islamischen Revolution auf über 90 % heute; das Hochschulwesen hat sich dramatisch ausgeweitet; bedeutende Fortschritte wurden in der modernen Technologie erzielt; die Gesundheitsversorgung hat sich verbessert; und die Infrastruktur hat sich in einem Tempo und Ausmaß entwickelt, das mit der Vergangenheit nicht zu vergleichen ist. Dies sind messbare, beobachtbare Realitäten, die unabhängig von erfundenen Narrativen bestehen.

        Gleichzeitig dürfen die zerstörerischen und unmenschlichen Auswirkungen von Sanktionen, Krieg und Aggression auf das Leben des widerstandsfähigen iranischen Volkes nicht unterschätzt werden. Die Fortsetzung der militärischen Aggression und die jüngsten Bombardierungen beeinflussen das Leben, die Einstellungen und die Perspektiven der Menschen zutiefst. Dies spiegelt eine grundlegende menschliche Wahrheit wider: Wenn Krieg Leben, Häuser, Städte und Zukunftsperspektiven irreparablen Schaden zufügt, werden die Menschen den Verantwortlichen gegenüber nicht gleichgültig bleiben.

        Dies wirft eine grundlegende Frage auf: Welchen Interessen des amerikanischen Volkes dient dieser Krieg tatsächlich? Gab es eine objektive Bedrohung durch den Iran, die ein solches Verhalten rechtfertigen würde? Dient das Massaker an unschuldigen Kindern, die Zerstörung von Einrichtungen zur Krebsbehandlung oder das Prahlen damit, ein Land „in die Steinzeit zurückzubomben“, einem anderen Zweck als dem, das Ansehen der Vereinigten Staaten in der Welt weiter zu schädigen?

        Der Iran strebte Verhandlungen an, erzielte eine Einigung und erfüllte alle seine Verpflichtungen. Die Entscheidung, von diesem Abkommen zurückzutreten, die Eskalation in Richtung Konfrontation und die Durchführung zweier Aggressionsakte mitten in den Verhandlungen waren destruktive Entscheidungen der US-Regierung – Entscheidungen, die den Wahnvorstellungen eines ausländischen Aggressors dienten.

        Angriffe auf die lebenswichtige Infrastruktur des Iran – einschließlich Energie- und Industrieanlagen – richten sich direkt gegen das iranische Volk. Solche Handlungen stellen nicht nur ein Kriegsverbrechen dar, sondern haben auch Konsequenzen, die weit über die Grenzen des Iran hinausreichen. Sie führen zu Instabilität, erhöhen die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten und perpetuieren Spannungszyklen, indem sie den Keim für Ressentiments säen, die noch Jahre andauern werden. Dies ist kein Zeichen von Stärke; es ist ein Zeichen strategischer Ratlosigkeit und der Unfähigkeit, eine nachhaltige Lösung zu erreichen.

        Ist es nicht auch so, dass Amerika diese Aggression als Stellvertreter Israels begonnen hat, beeinflusst und manipuliert von diesem Regime? Ist es nicht wahr, dass Israel durch die Erfindung einer iranischen Bedrohung versucht, die weltweite Aufmerksamkeit von seinen Verbrechen gegenüber den Palästinensern abzulenken? Ist es nicht offensichtlich, dass Israel nun darauf abzielt, den Iran bis zum letzten amerikanischen Soldaten und bis zum letzten Dollar der amerikanischen Steuerzahler zu bekämpfen – und dabei die Last seiner Wahnvorstellungen auf den Iran, die Region und die Vereinigten Staaten selbst abwälzt, um unrechtmäßige Interessen zu verfolgen?

        Gehört „America First“ heute wirklich zu den Prioritäten der US-Regierung?

        Ich lade Sie ein, hinter die Maschinerie der Desinformation zu blicken – die ein wesentlicher Bestandteil dieser Aggression ist – und stattdessen mit denen zu sprechen, die den Iran besucht haben. Beobachten Sie die vielen erfolgreichen iranischen Einwanderer – ausgebildet im Iran –, die heute an den renommiertesten Universitäten der Welt lehren und forschen oder in den fortschrittlichsten Technologieunternehmen des Westens mitwirken. Stimmen diese Realitäten mit den Verzerrungen überein, die Ihnen über den Iran und sein Volk erzählt werden?

        Heute steht die Welt am Scheideweg. Den Weg der Konfrontation weiter zu beschreiten, ist kostspieliger und sinnloser denn je zuvor. Die Wahl zwischen Konfrontation und Engagement ist sowohl real als auch folgenreich; ihr Ausgang wird die Zukunft künftiger Generationen prägen. Im Laufe seiner jahrtausendealten, stolzen Geschichte hat der Iran viele Angreifer überdauert. Von ihnen sind nur noch befleckte Namen in der Geschichte übrig geblieben, während der Iran fortbesteht – widerstandsfähig, würdevoll und stolz.

        Quelle: Uncutnews
        https://uncutnews.ch/waehrend-trump-das-ende-des-iran-kriegs-verkuenden-will-veroeffentlicht-der-iranische-praesident-einen-offenen-brief-an-die-amerikaner-und-weitere-kriegs-updates/

        1. Also der Behesht-e Zahra/Blutbrunnen ist so echt, wie die Gehängten an den Baukränen wirklich hängen.

          Kleiner Mullah Märtyrer auch für dich gibt’s ein Plastikschlüssel zum ewigen Paradies.

    1. So ist es. Und sie versuchen noch per Gehirnwäsche und merkwürdigem Verhältnis zu offener Gewalt das Ganze als „Recht und Ordnung“ darzustellen. Dabei wird so getan, als wäre der Staatsapparat kein aktiver Akteur, als wären sie quasi neutrale Außenstehende, die gar nicht wissen wie ihnen geschieht und daher auch null Verantwortung für ihr Handeln tragen. Das Ganze System ist ja auch so ausgelegt, dass diese Leute, die Wasserträger und die Befehlenden vom Strafrecht defacto ausgenommen sind. Staatliche Kriminalität und Gewalt sind also systemimmanent.

      Richtig krass sollte es eigentlich sichtbar werden, wenn wir von „Wehr-“ bzw. „Kriegspflicht“ sprechen. Da werden einerseits sehr junge Menschen, bisweilen auch Minderjährige, dazu angestiftet anderen Gewalt anzutun, andererseits auch mit der Gefahr selber dabei zu Schaden zu kommen: seelische Traumata, körperliche Verstümmelungen, Tod.

      Merkwürdigerweise wird aber auch in der Bevölkerung vielfach so getan, als wäre so etwas normal und nunmal einfach der Lauf der Dinge. Das systematisch-kriminelle, das wirklich abartige Verbrechen dahinter wird überhaupt nicht gesehen. Es wird so getan als kämen diese Gesetze direkt von Gott oder als wären es unumstößliche Naturgesetze.

      Eigentlich vollkommen absurd, wenn man bedenkt dass die größte Gewalt der Menschheit zu 100 % IMMER nur von Politikern ausgeht, nämlich Krieg………..

  6. Immer wenn es um Israel geht ist ein Zensurmechanismus am Werk, in den offiziellen und in den alternativen Medien, da sind sich alle gleich. Das hochladen eines Textes dauert unter diesen Artikel ewig und man muß damit rechnen, das die Kommentierung wieder geschlossen wird
    Wovor habt Ihr Angst?

    1. Welche „Welt“? Fangen wir doch mal bei der westlichen Wertewelt an. So man nicht selbst als Beschützer der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“ deren langersehnten Krieg mit Iran maßgeblich führt und die Bereitschaft erklärt, eine mehrtausendjährige Zivilisation „in die Steinzeiten“ (gibt’s offenbar nicht im Singular) zurückzubomben, bemüht man aus lauter Dankbarkeit für die geleistete „Drecksarbeit“ die eigene Staatsraison und was der unterstützenden, verständnisvollen Erklärungen mehr sind.

      Aus dem Interview des israelischen Historikers Adam Raz in der heutigen Berliner Zeitung, der seinen Wohnsitz vor einigen Monaten nach Berlin verlegt hat:

      „Wenn man jemandem die Carte blanche gibt, alles zu tun, was er will, dann endet das mit Bergen palästinensischer Leichen und Leichen im Iran, im Libanon usw. Und es wird nicht aufhören, solange Länder wie Deutschland nicht Stopp sagen.“

      Und dann noch, gefragt „Wie ist es für Sie als Jude und Israeli, hier zu leben?“
      „Das stärkste Gefühl, das ich hier habe, ist: Ich schäme mich, Israeli zu sein…….in einer Situation, in der meine Staat solche Gräueltaten begeht……..Kritik an Israel ist kein Antisemitismus“. Dasselbe gelte für „Free Palestine“ oder „Stoppt den Genozid“.

      Wie lange er das hier wohl noch äußern darf?

      1. Dazu passend:

        https://x.com/IsraeliPM/status/2042596981600596128

        „Prime Minister Benjamin Netanyahu:

        “Israel will not remain silent in the face of those who attack us.

        Spain has defamed our heroes, the soldiers of the IDF, the soldiers of the most moral army in the world.“

        Klar doch, die „moralischste Armee der Welt“.

        https://x.com/AdameMedia/status/2042869533296193692

        „Trump will CUT OFF all trade with Spain for refusing to take part in Israel’s terrorist (and pointless) war of agression.

        „Spain has nothing we need…we’re gonna cut off ALL TRADE with Spain. We don’t want ANYTHING to do with Spain.“

  7. Warum, mag man fragen, reagiert der Polizist so? Gonen gibt zur Antwort: Weil die Polizei aufhört, Demonstranten als Menschen zu sehen, und sie stattdessen als politisches Ärgernis betrachtet.

    Das kennen wir doch „gut“ aus den Coronajahren!

    https://youtu.be/ARCtZAHWoYk

    1. Nicht nur Corona. Polizisten werden regelrecht darauf abgerichtet ihr Gegenüber nicht mehr als Menschen zu sehen. Ich könnte jetzt eine ganze Reihe von Beispielen nennen. Sehr auffällig sind dabei diverse Elitentreffen, z.B. G7/G8, Bilderberger, G20. Dabei werden immer wieder massiv Lügen und Desinformationen verbreitet, um die Polizisten regelrecht aufzuhetzen gegen die Demonstranten. Manchmal arbeitet man auch mit agent provocateurs, um die Stimmung aufzuheizen (z.B. beim G20-Gipfel in Hamburg vor ein paar Jahren).

      Einige erinnern sich vll. als vor Jahren bei einem G8-Treffen (mW) in Heiligendamm die Lüge verbreitet wurde, dass die Demonstranten Säure in ihre Wasserpistolen gepackt hätten. Ebenso wurden Knochenbrüche zusammengelogen. Der Mann einer Bekannten ist Polizist. Ich erinnere mich noch wie sie damals voller Besorgnis davon berichtete, dass es zu Knochenbrüchen bei Polizisten gekommen sei. Am Ende stellte sich all das als Lüge bzw. extrem starke Übertreibung heraus. Das heißt die Polizisten selbst sind auch oft nicht eingeweiht, also nur Spielball der Mächtigen.

      Noch ein anderes Beispiel… vor einigen Jahren gab es hier so eine Fahrraddemo. Weiß gar nicht, ob es die immer noch gibt. Jedenfalls fanden die immer sehr spontan und immer an einem anderen Ort statt. Da hab ich mich mal kurz mit einem Polizisten unterhalten. Was der für einen Hass den Demonstranten gegenüber an den Tag gelegt hat, fand ich – dafür, dass wir uns Demokratie nennen und ich auch davon ausgehen will, dass Polizisten Demokraten sind – schon unglaublich.

      Allgemein kann man bei Demos mal Glück haben, dass die Polizisten ihren Job machen. Nicht selten sind sie aber auch die größten Unruhestifter auf einer Demo. Dann sind sie also selber die Gefahr, obwohl ihr Job eigentlich ist genau das zu verhindern, Gefahren abzuwenden. Vor gar nicht so langer Zeit gab es in Köln einen echten Skandal… Meines Wissens ist es damals auch zu brutaler Gewalt gekommen. Jedenfalls hatte sich die Polizei einen systematischen Plan ausgedacht, um Menschen, die gegen den Völkermord von Gaza demonstriert haben, physisch zu spalten, somit zu schwächen und den einen Teil dann durch Gewalt und Einkesselung einzuschüchtern, letztlich um einen offenen Angriff auf das demokratisch verbriefte Recht zu demonstrieren durchzuführen. Konsequenzen hatte das natürlich keine, weil genau dieses demokratiefeindliche Verhalten bisweilen wesentlicher Teil unserer Politik und Eliten ist.

      1. Also noch mal zur Erläuterung… wie ist die genannte Spaltung der Demonstration abgelaufen? Sie haben sich einen Teil der Gruppe genommen, abgespalten und dann in eine andere Straße getrieben, sie dort eingekesselt und mW. auch mit Gewalt überzogen. Das war kein „wir reagieren auf irgendwas“… das war ein systematisch ausgeheckter Plan… Die anderen Demonstranten haben dann m.W. die Demo auch abgebrochen, letzten Endes um die Demonstranten vor der repressiven Gewalt durch die Staatsmacht zu schützen.

      2. Da gibts viele Beispiele. Die G20-Demo in Hamburg 2017, als Scholz dort noch Bürgermeister war. Die war überwiegend völlig friedlich – bis die Polizei dort rein ist.

        Ich kenne so ein Beispiel der „Konditionierung“ in den „Truppen“ des Staates auch aus eigener Erfahrung. Ich hatte mal einen Kollegen, der zur Zeit des Kosovokrieges bei der Bundeswehr war. Nicht im Kriegseinsatz, nur in Deutschland in der Wehrdienst-Ausbildung. Was der zum Thema „Völkermord im Kosovo“ raushaute, war gruselig! Und er war der festen Überzeugung, es besser zu wissen als ich, da er ja quasi „Interna der Bundeswehr“ als Info bekommen hatte, und ich nur über die Medien bescheid wußte. Den mußte ich erst mal grundsätzlich „erden“.

  8. Polizisten und Staatsapparat sind auch nur die Schlägertrupps der Eliten. Ihre Aufgabe ist es – je weiter sich ein System dem Faschismus (nicht selten mit dem Neoliberalismus als Vorstufe) annähert – die Eliten vor berechtigten Interessen der Bevölkerung (z.B. auch Kritik, was sie als „Staatszersetzend“ ansehen) gewaltsam abzuschirmen, also weniger für Recht und Ordnung zu sorgen. Es geht dann immer mehr ausschließlich nur noch um die Durchsetzung von Macht….

    Ok. Die Aufgabe haben sie vielleicht sogar immer. Aber je stärke es Richtung Faschismus geht, umso mehr werden die Samthandschuhe ausgezogen einerseits und um so weniger spielt das eine Rolle, was man sich einstmals vorgeblich auf die Fahnen geschrieben hat, nämlich Recht und Ordnung andererseits.

  9. Danke. (@Naomi https://overton-magazin.de/top-story/minima-moralia-in-tel-aviv/#comment-37958). vom gleichen Autor: Die Auslöschungsdoktrin (The Obliteration Doctrine)
    https://der-politikchronist.blogspot.com/p/der-untergang-israels-von-dan-steinbock.html
    https://der-politikchronist.blogspot.com/p/die-ausloschungsdoktrin.html
    Dr. Steinbock ist 1954 in Helsinki geboren, NATOpedia kennt ihn immerhin noch auf Finnisch und Schwedisch.
    Steinbock war Gastprofessor an der Columbia Graduate School of Business in den Vereinigten Staaten und der Finnish School of Business in Helsinki. Er hat zuvor über mobiles Internet und technisch-kulturelle Themen veröffentlicht, scheint aber mit den letzten beiden Büchern der Cancel Culture zum Opfer gefallen zu sein.

  10. So, nach Löschung des ersten Kommentars, nun eine andere Formulierung, mal sehen, ob die durchgeht:
    Mit welchem Recht greifen 10 Millionen vorwiegend eingewanderte Nichtsemiten seit Jahrzehnten mindestens 100 Millionen im Nahen Osten beheimatete Semiten an und ermorden diese? Wie lange lassen sich diese 100 Millionen das noch von Israel und den befreundeten korrupten Regierungen gefallen? Wie lange kann die westliche Epstein-Schickeria dieses Drama noch aufrecht erhalten? Das Apartheidegime in Südafrika hat nicht überlebt, und das strebte noch nicht einmal nach Expansion, wie es Israel offen tut. Wenn sich Israel nicht grundlegend in Richtung Demokratie und Menschenrechte ändert (236 UN-Resolutionen wurden nicht befolgt, sondern das Gegenteil veranstaltet), hat es keine Zukunft, irgrndwann geht dem Tropf, an dem es hängt, der Saft aus.

    1. mein Kommentar wurde auch gelöscht, ich habe die Faxen so dicke, kein westlicher Staat ist in der Lage Netanjahu’s Israel
      zu stoppen, alle schauen beim Völkermord, bei der militärischen Expansion zu, Sanktionen werden nicht ausgesprochen,
      auch nicht wenn Verhandlungsführer auf iranischer Seite gezielt getötet werden,
      es wurde schon angesprochen wann die
      aktuellen von Israel ermordet werden.
      Das Fass ist am Überlaufen aber so was von.
      Ich habe fertig, ich will mich nicht mehr dazu äussern, denn ich kann nichts ändern!

      1. Der moralische Abstieg des Westens beschleunigt sich!
        Israel zeigt der Welt das wahre Gesicht der „westlichen Werte“
        Wir wissen jetzt Bescheid

      2. ich habe mir schon tausendmal geschworen, nichts mehr zu kommentieren, das geht seit Jahren so. Und dann lese ich Beiträge auf Overton, lostineurope, X, tkp, Mannova, uncutnews und auch googlenews, und da schwillt mir der Kamm und ich kann nicht anders. Mir ist bewusst, dass ich nichts ändern kann, aber es ist wichtig, eine Gegenöffentlichkeit zu präsentieren und stark zu halten, sonst fühlen sich die Henker in ihrer Propaganda noch uneingeschränkt bestätigt. Also, abkühlen, Pause machen, Privatem Vorrang geben und doch weiter Meinungen äußern.

        1. „ich habe mir schon tausendmal geschworen, nichts mehr zu kommentieren“

          Du hast mich tausendmal belogen
          Du hast mich tausendmal verletzt
          Ich bin mit dir so hoch geflogen
          Doch der Himmel war besetzt

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