
Die USA wollen eine Militär-Hinrichtung durchführen – öffentlich. Und das, kurz nach der gescheiterten Exekution von Tennessee, die weltweit Entsetzen auslöste.
Die Anfang Dezember geplante Erschießung des zum Tode verurteilten Attentäters Nidal Hasan auf einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Texas soll per Livestream übertragen werden. Das verkündete US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auf der Platform X. Im November 2009 hatte Hasan als Psychiater des US-Heeres auf dem Stützpunkt Fort Hood das Feuer eröffnet und zwölf Soldaten sowie einen Zivilisten getötet und Dutzende Menschen verletzt, bevor er selbst angeschossen und festgenommen wurde. Laut New York Times gab er nach dem Attentat an, den Angriff im Namen des „Dschihads“, des sogenannten Heiligen Krieges, verübt zu haben. Die Kriege in Afghanistan und Irak habe er illegal genannt. Hasan wurde laut US-Medien in den USA als Sohn palästinensischer Eltern geboren und habe sich vor dem Anschlag zunehmend radikalisiert. Für seine Tat war er 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt worden. Nach dem Urteilsspruch habe er keine Reue gezeigt und den Wunsch geäußert, bei dem Anschlag selbst gestorben zu sein, um als Märtyrer zu gelten.
Man werde nun dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung „öffentlich beobachten” könnten, sagte Hegseth dem rechtskonservativen US-Sender Real America’s Voice. „Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben“, so der Pentagon-Chef. Der demokratische Senator Chris Murphy zeigte sich im US-Sender CNN sichtlich geschockt, als er von Hegseth Ankündigung hörte: „Das ist widerlich. Was ahmt er nach? Hinrichtungen durch die IS wie die Terrormiliz Islamischer Staat?“ Eine live übertragene Hinrichtung würde die USA in die Nähe von Staaten rücken, deren Vorgehensweisen man an anderer Stelle verbscheute, so Murphy.
Präsident Trump hingegen pries bei einem Wahlkampfauftritt in Texas die geplante Hinrichtung Hasans, den er als „bösartigen Mörder“ bezeichnete. Er hatte die Hinrichtung erst kürzlich genehmigt, wenige Tage nachdem im US-Bundesstaat Tennessee ein Hinrichtungsversuch an der wegen Mordes verurteilten Christa Pike gescheitert war. Der wegen Mordes verurteilten Pike wurden nach Angaben der Behörden zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht, doch sie lebte weiter. Der Fall hat die Debatte um die Todesstrafe in den USA neu entfacht.
Sollte es tatsächlich zu der Exekution kommen wäre es die erste Militär-Hinrichtung in den USA seit mehr als 60 Jahren. Hasan ist laut dem Death Penalty Information Center einer von vier Todeskandidaten im Militärjustizsystem. Weitere Hinrichtungen im Livestream nicht ausgeschlossen.
Ähnliche Beiträge:
- Hegseth: „Keine Dicken. Keine Transen. Keine Bärtigen. Keine Spinner. Keine Weicheier. Keine Radikalen“
- Beste Freunde, starke Männer
- Der Militärputsch in Niger, die „EU Partnership Mission Niger“ und der US-Stützpunkt „Base 201“
- Hinrichtungs-Rekord in den USA
- US-Verteidigungsminister: „Ich teile voll und ganz deine Abscheu vor dem europäischen Free-Loading“




Herr Ortner bringt die logische Konsequenz des Apparates als Aufregerchen der Woche.
Besten Dank !
100 Zeichen
Die Rückwärtsgewandheit der Rechten erstaunt zwar grundsätzlich nicht, vermag aber bisweilen doch zu überraschen.
Was hat das mit rechts zu tun? Es fehlen noch 70 Zeichen, jetzt fehlen noch… noch ein bißchen tippen
…perverse mittelalterliche Barbaren…
mich würde es nicht wundern wenn es wie bei den alten Römern im Stadion vor einem Beseball Spiel stattfinden würde…
das sind dann die westliche Werte… und was passiert mit diesem bösartigen Präsidenten? der tausende ermorden lies?
wo sind diese barmherzigen Kirchen…
Die Tribute von Panem werden bestimmt mit echten Hungerspielen folgen. Eine öffentliche Hinrichtung im Livestream, ist sowas von Mondlandung, ein gigantischer Meilenstein in der Menschheitsgeschichte.
Die zunehmende Verrohung der amerikanischen Gesellschaft ist kaum noch zu übersehen. Immer deutlicher ist die Stärke des Rechts durch das Recht des Stärkeren verdrängt worden – nach außen durch völkerrechtswidrige Militäreinsätze, etwa gegen Venezuela und im Iran, nach innen durch das brutale und gewaltsame Auftreten der Einwanderungsbehörde.
Wenn die Vereinigten Staaten nun auch noch die in weiten Teilen der Welt als barbarisch geächtete und abgeschaffte Todesstrafe zum medialen Großereignis stilisieren wollen, wäre das ein weiterer zivilisatorischer Tiefpunkt. Die EU sollte deshalb alle rechtlich und technisch verfügbaren Mittel ausschöpfen, um eine solche Übertragung in Europa zu unterbinden.
“ Immer deutlicher ist die Stärke des Rechts durch das Recht des Stärkeren verdrängt worden – nach außen durch völkerrechtswidrige Militäreinsätze, etwa gegen Venezuela und im Iran, nach innen durch das brutale und gewaltsame Auftreten der Einwanderungsbehörde.“
Das sind so wohlfeile Floskeln, die nur davon ablenken sollen, daß es „die Stärke des Rechtes“ nie gegeben hat. Jedenfalls nicht dann, wenn sie wichtig gewesen wäre.
Nach außen sowieso, da der Aufstieg der USA zur Weltmacht nur mit Gewalt (WK1+2) möglich war, und dieser Status seitdem mittels des größten Militärapparates der Welt gehalten werden muß, damit das System des MIK-Staates nicht zusammenbricht.
Und nach innen war der Rechtsstaat auch nur Fassade. Recht zu bekommen, muß man sich in den USA nämlich vor allem erst mal finanziell leisten können. Die Gefängnisse sind voller Menschen aus niedrigen sozialen Schichten, die sich keine angemessene Verteidigung leisten konnten, und dort teilweise wegen lächerlicher Eigentumsdelikte lebenslang einsitzen, da eine zweite oder dritte Verurteilung auch bei solchen Taten eben dieses Strafmaß zur Folge hatte. Demgegenüber können sich Reiche sogar bei Tötungsdelikten einen Freispruch regelrecht erkaufen.
Und daran hat Trump reinweg gar nichts geändert. Er verschleiert es nur nicht.
Erinnert mich an eine Szene aus Verhoevens „Star Ship Troopers“… („Die Hinrichtung heute abend auf allen Kanälen…“).
Ja, darauf wird es wohl hinauslaufen als logische Konsequenz eines durch und durch totalitären Systems.
Einen Text, der bekennend keinen anderen Zweck und Inhalt hat, als Claqeure europäischer Arroganz gegenüber den USA für Klicks zu mobilisieren, würde ich unter anderen Umständen nicht kommentieren. Was sind die Umstände?
Wenn ihr den englischen Wiki-Eintrag zu Nidal Hasan aufmerksam und unvoreingenommen lest, werdet ihr schwerlich umhin kommen, zu bemerken, es gibt beweiskräftige Indizien dafür, daß die US-Armee Nidal vor seinem Amoklauf auf „kühle Weise“ zu töten versucht hat. Sie hat auf seiner Rekrutierung für die Kampftruppe in Afghanistan bestanden, obgleich er dagegen Einspruch erhob und erkennbar auch nicht dazu geeignet war, zudem nach Wegen suchte, den Dienst zu quittieren, ohne auf einer für ihn untragbaren finanziellen Schuld hocken zu bleiben. Seine Tat ist, nach allem, was zu wissen ist, ein erweiterter Suizid gewesen.
Ein Autor, der das Thema aufmacht, ohne zumindest auf die in den USA bekannte, und zumindest partiell unbestreitbare Zwielichtigkeit der Affäre hinzuweisen … naja, ihr wißt schon.
Den zweiten Umstand findet ihr im englischen Wiki-Eintrag zu Anwar al – Awlaki. Dazu referiere ich nur mein unmaßgebliches Urteil: Al-Awlaki war bis 9/11 kein Exponent eines politischen, geschweige „terroristischen“ Islam, dazu wurde er erst infolge seiner Verfolgung als ein Solcher, und ich bezweifle, daß er dazu je mehr beigetragen hat, als Kontakte herzustellen. Gehellfired wurden er UND seine Kinder, darunter ein gezielt ermordetes 8 jähriges Mädchen, höchst wahrscheinlich einzig deshalb, weil er über ein materielles Erbe verfügt hat oder eines bei ihm vermutet wurde, nämlich Beweise dafür, daß Mohammed Atta und mindestens drei weitere „Attentäter“ Stohmänner des CIA und des pakistanischen und saudischen Geheimdienstes gewesen sind. Al-Awlaki könnte dies Wissen mit Nidal geteilt haben.
Der dritte Umstand: Offiziell gibt es „etwa“ 750k iranische Immigranten in den USA, darunter registrierte (!) 450k, die im Iran geboren wurden.
Eine kurze Frage an die beiden Herren Rötzer und Lapuente: ist ihnen ihre „KI“ nicht langsam peinlich?
So sieht sie aus, die regelbasierte Ordnung. Und demnächst auf „social media inc. Kommentar: Nice Shooting! (?)
Nicht nur Trump,, auch Hegseth ist mental geschädigt.
Nur, damit ich es verstehe. Wenn Soldaten des Schurkenstaates in der ganzen Welt Menschen umbringen, dann ist das vollkommen in Ordnung. Wenn man aber eben solche Soldaten, alle potentielle oder bereits aktive Mörder, tötet, ist es ein Verbrechen?
Man darf jetzt schon gespannt darauf sein, welcher Sender sich die exklusiven Übertragungsrechte für Deutschland sichert.
Die Todesstrafe ist ein atavistisches Relikt, das mit Menschenwürde und Menschenrechten nicht in Einklang steht.
Sie ist durch nichts zu rechtfertigen!
Sie ist die Perversion an sich, egal ob öffentlich oder nicht.
Überzeugt bin ich auch, das, wenn weltweit in den Stadien Gladiatorenkämpfe antiken Typs stattfinden würden, diese ihr begeistertes Publikum finden würden, egal wo.
Allerdings möchte ich anmerken, das längst nicht alle Saaten der USA diese Monstrostät praktizieren.
Einige Staaten waren in der Hinsicht sogar fortgeschrittener als zeitgleich Europa!
Da ist die USA nicht gleich USA!
Was ich von der USA in ihrer Gesamtheit halte, habe ich hier schon des öfteren zum Ausdruck gebracht.
Warum kündigt Hegseth die Exekution auf „X“ an und nicht auf „Truth Social“?
Slogan bei „Truth Social“: »Follow the Truth«
Slogan bei „X“: »Blaze your glory!«
Warum »wenige Tage nachdem […] ein Hinrichtungsversuch an […] Christa Pike gescheitert war«?
Die Botschaft lautet, „Zivilisten sind (doppelt) unfähig, überlasst das dem Militär mit einem üblichen 5-köpfigen Peleton. Das sind keine Barbaren, das sind Profis und haben die hübscheren Uniformen.“
Es ist Wahlkampf, Midterms, siewissenschon, keine Zeit für bedachte Aussagen oder Handlungen, sondern „action action action!“
Sorry, muss los, meine Bulimie ist aufgewacht…
Von der öffentlichen Erschießung über den Galgen zur Verbrennung:
„Wenn die damaligen Henker eine angebliche Hexe dem Feuer übergaben, ging es der Obrigkeit denn auch darum, sich selbst als «Bezwinger des Teufels» zu inszenieren. Und vor dem einfachen Volk die eigene Macht zu demonstrieren.“
Auch in den USA gab es Hexenverfolgungen – das Mittelalter ist in den USA noch sehr nahe!
Demnächst werden die MAGA USA auch den Pranger wieder einführen:
— Trump erhält die 5,6 Millionen, die er an Entschädigung für seine Vergewaltigung gezahlt hat, wieder zurück.
— Stattdessen wird E. Jean Carroll wird an den Pranger gestellt: wegen Ungehorsams gegen ihren Meister.
Quelle: https://www.stern.de/politik/ausland/themen/e–jean-carroll-32832350.html
Nicht vergessen: Die USA sind ein Folterstaat – schon länger wieder legal, seit Guantanamo.
Der Schritt zur Rückkehr Hexenverfolgungen ist klein; die USA sind nahe an der Barbarei gebaut.
Die Puritaner von einst, die Kukluxklan von gestern, die MAGAs von heute.
Tompkins H. Mattesons Gemälde zeichnet den Prozess nach: die berüchtigten Hexenprozesse von Salem in Neuengland statt. 20 Menschen wurden verurteilt: — https://www.srf.ch/static/cms/images/1280w/o-dpr-1/17eba1.webp
Aber die Transatlantiker verteufeln Putin…
Das »Mittelalter« war bereits in den 1980ern 8 Jahre Präsident: Ronald Reagan. Und auch wenn es schwierig ist, sich im Chaos der Geschichte zu erinnern, das Grauen, das heute explizit von den US ausgeht, es begann in den 1960ern:
Schon die Todesstrafe selbst ist eine Barbarei.
Eine Erschießung öffentlich zu übertragen, hat das Ziel die Bevölkerung zu barbarisieren.
Die Morde des Staates sollen nicht nur in den vielen Kriegen im Ausland, sondern auch
im Inneren als „normal“ dargestellt werden.
Das ist ein Regieren durch Verbreitung von Angst und Schrecken. Das Mittelalter ist zurück,
mit seinen Galgenbergen und den darüber kreisenden aasfressenden Rabenvögeln.
Aber wir als Bürger der EU sollten uns nichts einbilden.
Die EU-Sanktionen gegen eigene EU-Bürger zerstören ebenfalls das Leben der Betroffenen,
wenn sie auch nicht direkt umgebracht werden.
Die USA sind uns da wieder mal, wie immer, einen Schritt in einer schlimmen Entwicklung voraus.
Dazu passend die US-Reaktion auf den Friedensnobelpreis 2026, den doch eigentlich mal wieder Wissenschon verdient hätte:
https://www.fr.de/politik/friedensnobelpreis-fuer-pillay-israel-und-trump-laufen-sturm-und-ziehen-goebbels-vergleich-zr-94534399.html
@“Militär-Hinrichtung in den USA per Livestream“
Wenn auch Viagra nicht mehr hilft bekommt Hegseth bestimmt einen Orgasmus bein Zuschauen. Mehr Widerlichkeit und Ekel geht nicht.
Selbst Hitler hat es vermieden die Strangulation der Attentäter öffentlich zu zeigen.
Ein Mann wie Merz protestiert selbstverständlich nicht. Daran kann man erkennen welcher Natur auch Merz ist.
DIE TODESSTRAFE GEHÖRT ABGESCHAFFT!
Mal abgesehen davon, dass der Nidal Hasan getan hat, was US Militärs halt so tun, nämlich Unbewaffnete morden, würde eine öffentliche Hinrichtung seinen Märtyrerstatus festigen und erst recht Nachahmung provozieren.
Erfolgt die Liveübertragung mit Ton? Er könnte dann ja noch etwas rufen! Also besser knebeln den Mann!
Der plötzlich ziemlich krank aussehende Larry C. Johnson erwähnt beim „Judge“, dass der Verurteilte wohl in seinem Rollstuhl erschossen würde. Den Rest lasse ich hier mal weg (Hinrichtung ok, Öffentlichkeit nicht) und zitiere lieber einen Kommentar unter dem Video:
Wenn man der Logik der Todesstrafenbefürworter folgt ist eine Livestreamübertragung der nächste logische Schritt.
ich schätze mal der Angeklagte wurde vor einen Militärgericht verurteilt die anderen Gerichte könnten aber folgen.