
Microsoft hat einen KI-Agenten namens Scout eingeführt. Wer mit Microsoft 365 Apps arbeitet, kann den persönlichen Agenten, der auf dem KI-Assistenten OpenClaw basiert, nutzen. Er greift auf die Programme und Daten von Chats, Kalender, Emails oder Kontakte automatisch zu und wird nicht nur auf einen Prompt hin aktiv, sondern soll im Hintergrund aktiv mithelfen und auch selbständig Aufgaben lösen.
Während vor OpenClaw wegen des Zugriffs auf viele Daten auch gewarnt wird, versichert Microsoft: „Microsoft Scout wurde mit Sicherheitsfunktionen und Kontrollmechanismen auf Unternehmensniveau entwickelt, sodass Sie in Ihrem Unternehmen vom ersten Tag an darauf vertrauen können.“ Das kann man glauben oder auch nicht, Microsoft-Programme haben sich nicht unbedingt durch übertriebene Sicherheit ausgezeichnet.
Und Vertrauen muss man schon haben, den Agenten Aufgaben auch im Hintergrund zu erledigen, auch wenn es nur um die Organisation des Tagesablaufs geht. Versprochen wird, dass Scout sich durch Work IQ an den Nutzer anpasst und lernt, wie man arbeitet, was einem wichtig ist und was als nächstes geschehen soll. Erst einmal hatten Microsoft-Mitarbeiter den Scout getestet, als nächstes sollen ausgewählte Kunden Zugang erhalten.
Wie aus einem an 404 Media geleakten internen Dokument mit dem Titel „ClawPilot: Overview and Plan with Project Lobster“ hervorgeht, soll Scout aber nicht nur ein gefügiger und zuvorkommender Diener sein, sondern er soll mit seinem Verhalten die Nutzer an sich binden und sie ausdrücklich abhängig oder süchtig machen. Das überrascht nur, weil es explizit ausgesprochen wird, denn Soziale Medien und die KI-Anwendungen sollen ja auch die Nutzer an sich binden, so dass sie durch emotionale und Aufmerksamkeit triggernde Verstärker möglichst lange und immer wieder zugreifen, aber glauben, sie hätten alles unter Kontrolle. Bei den LLMs, die mit natürlicher Sprache mit den Nutzern kommunizieren und diese einseifen, kann eine Abhängigkeit vor allem bei jungen Menschen schnell entstehen.
In dem Dokument, das auch mit der Hilfe von KI erstellt wurde, wird ein Plan vorgeschlagen, der in drei Phasen umgesetzt werden soll. Die erste Phase: „Die Nutzer süchtig machen.“ Man könnte eben auch sagen, dass die Nutzer davon so abhängig werden, dass sie auf Scout nicht mehr verzichten wollen oder können. „Die eigenständige ClawPilot-Erfahrung weiterhin bereitstellen“, heißt es im Dokument. „Die Benutzererfahrung testen, die Nutzerbasis vergrößern und das Ökosystem aus Fähigkeiten und Tools aufbauen, das die Menschen dazu bringt, täglich darauf angewiesen zu sein. Dies geschieht bereits auf organische Weise.“ Das ist am Laufen, als weitere Phasen sind vorgesehen, Scout mit anderen KI-Programmen zu verbinden und neue Kapazitäten hinzufügen.
Ein anonym bleibender Microsoft-Mitarbeiter sagte 404: „Ist es nicht das ultimative Ziel aller Softwareprodukte der großen Technologieunternehmen, süchtig zu machen? Zum Glück für uns ist Microsoft im Vergleich zu einigen anderen großen Unternehmen ziemlich schlecht darin, süchtig machende Produkte zu entwickeln.“ Da mag er recht haben. Wenn man unterstellt, dass die Strategie allen KI-Chatbots und -Agenten inhärent ist, gerät der ganze KI-Hype in ein anderes Licht. Bekannt ist ja auch, dass Menschen durch den Umgang mit KI in Abhängigkeit geraten, psychische Störungen entwickeln, sich von anderen Menschen zurückziehen und auch kognitive Kapazitäten durch exzessives Vertrauen in die KI verlieren und verdummen.
Müsste man also gegen die boomende KI-Branche ähnlich wie gegen die Tabakkonzerne vorgehen, um Regulierungen durchzusetzen. In den USA wurden die Konzerne in den 1990er Jahren gerichtlich gezwungen, ihre internen Dokumente zugänglich zu machen. Dadurch wurde bekannt, dass sie seit 1960er wussten, dass Rauchen der Gesundheit schadet und süchtig macht. Gezielt wurden von Konzernen die Risiken verheimlicht und wissenschaftliche Studien etwa über das Krebsrisiko auch mit gekauften Wissenschaftlern bekämpft. Die Folge der Gleichsetzung von Nikotin mit anderen Drogen waren Rauch- und Werbungsverbote und Aufdrucke mit drastischen Warnungen. Sollte also vielleicht KI mit der Warnung verbunden werden, dass ihre Nutzung abhängig machen kann und der psychischen Gesundheit schadet sowie die Kognition beeinträchtigt?
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Zu dem was u.a. in der West-Bank passiert ist (Donnerstag 04.06.2026):
Die Siedler fällen in Burin, südlich von Nablus die Strommasten die zu einem Zuhause führen. Die Siedler zünden in Shaqba, westlich von Ramallah die Kraftfahrzeuge und ein Geschäft der Palästinenser an. Die Siedler werfen Steine auf vorbeifahrende Kraftfahrzeuge (Strasse nach Salfit, Sachbeschädigung). Die Siedler zünden die Felder der Palästinenser zwischen Odala and Huwwara, südlich von Nablus an. Die Siedler belästigen in Al-Taybeh, östlich von Ramallah die Gemeinschaft der Beduinen. Die Siedler versuchen in Sinjil, nördlich von Ramallah das Vieh zu stehlen. Die Siedler zünden die Felder zwischen Al-Mughayir und Abu Falah und in Beitin, nordöstlich von Ramallah an. Ein Siedler greift in der Ortschaft Shuqba, westlich von Ramallah die Kinder auf einem Sportplatz mit Stöcken und Steinen an, wird vom Militär beschützt und verletzt den Trainer mit einem Steinwurf. Die Einwohner eilen zur Hilfe und werden vom Militär mit Tränengas beworfen.
Das Militär begibt sich nach Nablus. Das Militär sperrt einige Strassen in Zabuba, westlich von Jenin. Eine Gruppe aus mindestens dreiundzwanzig bewaffneten Militärs begibt sich in die Wadi Ezzedine-Gegend in Jenin und nimmt einen Palästinenser fest. Mindestens acht Fahrzeuge des Militärs begeben sich nach Bir Al-Basha, südlich von Jenin. Das Militär nimmt im Al-Fawwar-Flüchtlingslager, südlich von Hebron einen Palästinenser fest. Das Militär begibt sich nach Faroun, südlich von Tulkarm. Das Militär schiesst in Anza, im Süden Jenins auf die Einwohner. Das Militär nimmt in Hazma, nördlich von Jerusalem mehrere Palästinenser fest. Das Militär erschiesst Haitham Ezzeddin Omar Hamida, 18 in Beitin bei Zusammenstößen mit der Bevölkerung.
Es gibt Angriffe im Libanon z.B. auf Ghaziyeh, Nmeiriyeh-Kreuzung (ein Kraftfahrzeug), Al-Mansouri, Kfartebnit, Sarifa, Qelia in West-Beeka, Tebnine, Doueir, Harouf (Gebetshalle), Maarakeh, Al-Ramadiyeh, Jibchit, Kfar Tebnit, Arnoun, Al-Masaken (Tyre, 3 Tote, ein Kleinkind wird aus den Trümmern geholt) und Burj Qalawiyeh (1 Toter). Das Militär zerstört in der Al-Hamra-Gegend von Zawtar Al-Sharqiy, im Süden des Libanon die Zuhause von Vertriebenen.
Das passierte in Gaza:
Das Militär beschiessen von ihren Booten aus. Das Al-Shati-Flüchtlingslager wird beschossen (zwei Verletzte). Das Kind Wadieh Al-Madhoun stirbt beim Öffnen einer als Nahrungsmitteldose abgeworfenen Sprengstoffes.
Es gibt Luftangriffe auf die Abraj Al-Mokhabarat-Gegend von Gaza-Stadt. Es gibt viele Luftangriffe auf Tel Al-Hawa, den westlichen Teil von Gaza-Stadt (mehr als 5 Verletzte).
Mehr als acht Tote und fünfzehn Verletzte (die meisten Kinder, schwere Verbrennungen) bei Angriffen auf Wohngebäude . Es ist Hala Hassan Labad, neun Jahre, die einzige Überlebende ihrer Familie nach dem Luftangriff auf ihr Zuhause in der Al-Mukhabarat-Strasse (fünf getötete Familienmitglieder). Es wurden vier Apartments zeitgleich angegriffen. Das Kind Tamim Lubbad und die ganze Familie wird getötet. Es stirbt Muhammad Abu Jamous der nach einer Schusswunde vom Vorjahr im Rücken teilweise gelähmt war. Bei einem Angriff auf eine Tankstelle in Gaza-Stadt gibt es einen Toten und mehrere Verletzte. In 24 Stunden werden mehr als 11 Palästinenser darunter vier Kinder getötet. Es gibt Luftangriffe auf Al-Bayouk und Al-Attar (Verletzte) in Khan Younis und Al-Zawayda. Die Wohngebäude werden zerstört.
Das Militär greift Polizeistationen und Sicherheitskräfte an. Dies ist mehrmals passiert. Dazu äussert sich das “UN-Menschenrechtsbüro in den besetzten palästinensischen Gebieten” und kritisiert “regelmäßige gezielte Angriffe auf Polizeibeamte”. Es gab seit Januar 2026 zwölf Angriffe gegen die Polizei und es wurden 53 Zivilisten, 35 Polizeibeamte, 5 Jungen und eine Frau getötet. Diese Polizeibeamten wurden in Einsätzen, beim Ordnen des Strassenverkehrs und Rundgängen getötet. Aus dem Schreiben: „Nach dem humanitären Völkerrecht gelten Polizeikräfte jedoch als Zivilisten, die vor Angriffen geschützt sind, es sei denn, sie nehmen unmittelbar an Feindseligkeiten teil. Angriffe auf Polizeikräfte, die sich allein gegen deren normale Strafverfolgungs- und Polizeiaufgaben richten, würden Kriegsverbrechen darstellen.[…] Als Besatzungsmacht ist Israel nach dem humanitären Völkerrecht verpflichtet, so weit wie möglich für öffentliche Ordnung und Sicherheit für die Palästinenser zu sorgen.“ Es gibt Fälle von Korruption und Morde oder Wucher die nicht verfolgt werden. Schon zur Hungersnot hat das Militär die Sicherheitskräfte angegriffen und die Milizen die Nahrungsmittellieferungen stehlen lassen. Das Töten dieser Sicherheitskräfte wird als Versuch gewertet Unsicherheit und Chaos zu verbreiten.
Der 04.Juni ist „Internationaler Tag der unschuldigen Kinder, die Opfer von Gewalt geworden sind“. Dieser Gedenktag wurde von den Vereinten Nationen im August 1982 ins Leben gerufen. Die General Assembly äusserte sich „entsetzt über die große Zahl unschuldiger palästinensischer und libanesischer Kinder, die Opfer der israelischen Aggressionen geworden sind“. Der letzte Bericht vom 17.06.2025 des Generalsekretärs erwähnt 8.544 schwere Verstöße in 2024 gegen 2.945 palästinensische Kinder in den „Besetzten Palästinensischen Gebieten“. In den anderen Krisenregionen wird weniger Gewalt gegen Kinder angewendet: Kongo (4.043), Somalia (2.568), Nigeria (2.436) und Haiti (2.269) [1].
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de
[1] https://www.un.org/en/observances/child-victim-day
Mal ehrlich ?
Warum wohl sind LLM’s wohl immer so scheinheillig Freundlich..
Es ist ja oft schon ziemlich zum Fremdschämen wenn man manchmal ließt wie die LLM’s den Anwenderinnen und Anwendern den Honig um den Mund Schmieren..
Die Microsoft Strategie aus dem Dokument wurde ja auch schon mehrfach in anderen IT-Bereichen umgesetzt, z.B die „Gameifizierung“ der Messenger mit Glocken und Ding u.s.w was erwiesenermaßen einen Endorphin Effekt auslößt und somit suchterzeugend wirken kann, die Lootboxen die Quasi wie ein Glücksspiel funktionieren und jetzt die sykophantischen Chat-Bots..
Sogar der Krieg soll jetzt wohl Gameifiziert werden indem Man den Soldaten dann Punkte für Mord und Zerstörung zuteilt die sie dann am Ende des Monats zu „Loot Boxen“ umgetauscht werden können..
China ist hier mal wieder Vorreiter bei den neuen Techniken denn immerhin hat dort ein Gericht schon mal reagiert und zumindest dem Austausch der Arbeiterinnen und Arbeiter durch KI vorerst einen Riegel vorgeschoben..
https://fortune.com/2026/05/03/chinese-court-layoffs-workers-ai-replacement-labor-market/
Ein Wegweisendes Urteil mal schauen ob die Gerichte in Europa ähnlich weise Urteile fällen werden. Denn grade in einem Umfeld indem rücksichtsloses, maximales Profitstreben zur Überlebensstrategie für viele Firmen wird bedarf es harter Regeln und Gesetze um diesen Bestrebungen entgegen zu treten, weil ansonsten ein großer und fast unabsehbarer gesellschaftlicher Schaden entsteht.
Mfg Makrovir