
Die politische Klasse des Landes versucht, dem gerecht zu werden, indem sie zu Selenskij & Co mehr oder minder auf Distanz geht.
Polens nationalkonservativer Präsident möchte Selenskij jetzt sogar den erst 2023 verliehenen höchsten Orden Polens, den „Orden des Weißen Adlers“, wieder entziehen lassen. Unmittelbarer Anlass dafür ist eine Entscheidung Selenskijs im Rahmen der üblichen Kiewer Geschichtspolitik. Einer Militäreinheit wurde in der letzten Woche die Ehrenbezeichnung „Helden der UPA“ verliehen.
Die UPA, was als Abkürzung für „Ukrainische Aufstandsarmee“ steht, war der militärische Arm der faschistischen OUN-B. Sie hat 1943/44 Massaker an rund 100.000 polnischen Dorfbewohnern in der heutigen Westukraine zu verantworten. Doch während ähnliche Gunstbezeugungen Selenskijs gegenüber den radikalen Nationalisten, so z. B. im November 2024 eine Rede in Kupjansk vor einer im Hintergrund wehenden schwarz-roten Faschisten-Flagge, in Polen kaum wahrgenommen wurden, sorgt der Vorgang um die den „Helden der UPA“ gewidmete Militäreinheit für erhebliche Aufregung.
Auch das „liberale“ Regierungslager und die ihm verbundenen Medien reagierten mit ungewöhnlicher Kritik. Alt-Präsident Walesa, noch vor kurzem als „großer Freund der Ukraine“ gefeiert, kündigte an, in Zukunft keine Anstecker und Aufkleber mit den ukrainischen Nationalfarben mehr zu verwenden. Premier Tusk forderte, allerdings von beiden Präsidenten, die „guten polnisch-ukrainischen Beziehungen nicht zu zerstören“. Ob Selensky tatsächlich der Orden aberkannt wird, entscheidet eine Ordens-Kommission am 8.6. .
Dass die Selensky-Entscheidung nun für heftigen Wellenschlag in Polens Politik und Medien sorgt, ist Ausdruck der gewandelten Stimmungslage in der polnischen Bevölkerung. Die Polen sind des Krieges im Nachbarland müde geworden. Appelle, den „Freiheitskampf der Ukrainer“, der angeblich der Freiheit und Sicherheit ganz Europas dient, weiter zu unterstützen, verfangen kaum noch. In einer CBOS-Umfrage hatten sich im Januar 2026 54% der Befragten, unter den 18-24-Jährigen sogar 64%, für einen Kompromissfrieden unter Inkaufnahme ukrainischer Gebietsverluste ausgesprochen. 33% lehnten Gebietsabtretungen zugunsten Russlands ab. Noch Ende 2023 zeigte sich in einer ähnlichen Umfrage ein umgekehrtes Verhältnis bei diesen Einstellungen. Nicht klar ist, inwiefern dieser Einstellungswandel mit einer schwindenden Furcht vor einem russischen Angriff auf Polen zusammenhängt. Immerhin verbreiteten auch die polnischen Mainstream-Medien, dass jedes Zugeständnis an Putin dessen imperiale Machtansprüche wachsen lasse.
Die Umfragen hierzu sind höchst widersprüchlich, was wohl auch mit den Intentionen der unterschiedlichen Auftraggeber bzw. den konkreten Fragestellungen zusammenhängt. Das polnische Institut „Opinia24“ fragte im Auftrag von Radio ZET im Februar 2025 rund 1000 repräsentativ ausgewählte Polen kurz und knapp „Glauben Sie, dass die russische Armee Polen angreift“. Nur 2% bejahten die Frage mit einem entschiedenen „ja“, 14% mit „eher ja“, aber 47% mit „eher nein“ und 17% mit einem entschiedenen „nein“. United Surveys fragte im Auftrag des Nachrichtenportals WP ein gutes Jahr später eine ähnlich große Gruppe, ob sie die Warnungen westlicher Politiker vor einem russischen Angriff auf Polen bzw. die Nato für berechtigt halten. 16,2% sehen sie als „unbedingt berechtigt“, 37,7% für „eher berechtigt“ und nur 24,3% für „eher unberechtigt“ bzw.15,7% für haltlos. Gegenüber 2022/23 eine deutlich nachlassende Furcht vor einem direkten Angriff Russlands bei gleichzeitig fortbestehender Beunruhigung über die zunehmenden geopolitischen Spannungen incl. der Gefahr einer Verwicklung des eigenen Landes in verschiedenartige Auseinandersetzungen der Nato mit Russland: das beschreibt wohl am besten die Stimmungslage der Polen heute. Aufgrund welcher Beobachtungen die deutschen Mainstream-Medien regelmäßig von z. T. akuter „Kriegsangst“ in der polnischen Bevölkerung schreiben, müssten die jeweiligen Redaktionen darlegen. Entgegen verallgemeinernden Berichten über „Kriegsangst“ begegnet dem aufmerksamen Polen-Reisenden heute zwar allerlei Unzufriedenheit, aber von einer akuten „Kriegsangst“ oder gar einer „Vorbereitung auf den Ernstfall“ (RBB, 10/2025) seitens der Bevölkerung ist nichts zu spüren.
Die Sorgen des Alltags haben die meisten Polen wieder in Beschlag genommen. Die Arbeitslosenquote nach nationalem Maßstab (mit dem EU-Harmonisierten kann man in Polen wie andernorts wenig anfangen) ist seit Ende 2024 wieder gestiegen und bewegt sich bei 6%. Die offizielle Inflationsrate liegt aktuell nur etwas über 3%, wird subjektiv aber als deutlich höher wahrgenommen. Viele Polen sind sich zudem bewusst, dass die globalen Krisen und nicht zuletzt die dramatische Schulden-Ausweitung der eigenen Regierung sich erst in nächster Zeit auch in ihrer Geldbörse zeigen werden.
Aufschlussreich in diesem Zusammenhang ist eine Umfrage des Instituts „Pollster“ von Anfang 2026. Danach konzentrieren sich die Sorgen von 48% der Bevölkerung für das laufende Jahr auf einen Anstieg der Lebenshaltungskosten und eine Wirtschaftskrise, während bei nur 28% ein möglicher Krieg im eigenen Land im Vordergrund steht. Andererseits werden die wirtschaftlichen Sorgen inzwischen vielfach in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine gebracht. Deshalb wohl möchte eine Mehrheit der Polen ihn möglichst schnell durch einen Kompromissfrieden beendet sehen, wobei das im Unterschied zu Deutschland bei vielen vorhandene Wissen um die komplizierte ethnische, sprachlich-kulturelle und politische Gemengelage in der Ukraine diese Einstellung begünstigt.
Der Wandel in den Auffassungen der Polen zum Ukraine-Krieg drückt sich auch in den aktuellen Umfragen über die Parteipräferenzen aus. Die „Bürger-Koalition“ (KO) von Donald Tusk würde bei aktuellen Parlamentswahlen mit rund 34 % zwar weiterhin deutlich vor der oppositionellen PiS (ca. 25%) liegen. Die Bündnispartner der KO würden mit Ausnahme der Linken (ca. 8%) aber regelrecht abstürzen und die 5%-Hürde nicht erreichen. Die politischen Aufsteiger Polens sind zwei nationalistische Parteien, die „Konföderation“ und deren Abspaltung die „Konföderation der polnischen Krone“. Sie würden bei heutigen Wahlen zusammen ungefähr 23% Stimmenanteil bekommen. Dabei ist es wohl kaum das weitgehend konfuse Wirtschafts- und Sozialprogramm der „Konföderierten“, was sie in den Augen vieler Polen attraktiv macht. Es ist die einfache Botschaft „Das ist nicht unser Krieg“, mit der die beiden Parteien für ein Disengagement Polens im Ukraine-Krieg, speziell aber auch für eine Einstellung der Hilfeleistungen für ukrainische Flüchtlinge, werben.
Selenskij, aufgrund der ständigen Forderungen und Hilfeersuchen an die Nato-Länder und der Theatralik seiner Auftritte eh kein Sympathieträger, hat mit der Glorifizierung der UPA es den Konföderierten leicht gemacht, die anti-ukrainische Stimmung weiter zu befeuern und evtl. sogar die PiS zu überholen. Präsident Nawrocki hat das verstanden und darauf reagiert.
Ähnliche Beiträge:
- None Found



Zu dem was in Palästina passiert ist:
Es wurden die Bürgermeister von Nablus, al-Bira und Ramallah am 02.Juni 1980 mit einer Autobombe angegriffen.
Die Kraftfahrzeuge von Bassam al-Shak’a (Nablus) und Karim Khalaf (Ramallah) detonierten. Der Bürgermeister von Nablus verlor beide Beine und der Bürgermeister von Ramallah einen Fuss.
Die Autobombe in dem Kraftfahrzeug von Ibrahim Tawil (al-Bira) wurde entdeckt.
Es waren dem Drohungen vorausgegangen die der Verteidigungsminister Weizman gegenüber Bassam al-Shak’a im September ausgesprochen hatte. Er würde umgebracht werden und physische Verletzungen erleiden wenn er weiter politisch gegen Israel vorgeht. Es war die erste Drohung die gegen den Bürgermeister ausgesprochen wurde und wurde von dem Minister selber vorgebracht. Es wurden im Mai desselben Jahres bei einem Angriff auf Besucher der Höhle der Patriarchen in Hebron sechs Juden von Fatah umgebracht. Der Angriff galt Siedlern die in Kiryat Arba lebten und nach Hebron die Höhle besuchen sind.
Der Bürgermeister sagt dass der Angriff auf ihn damit nichts zu tun hat und ihm gilt. Er wirft den Siedlern, Gush Emunim, und dem Rabbi Meir Kahane vor Erweiterungen des jüdischen Staats zu sein, von den Autoritäten ihren legalen Status zu erhalten und darin unterstützt zu werden die Palästinenser auf ihrem Land zu unterdrücken.
Der Bürgermeister erzählt dass er und seine Brüder eine Seifenfabrik haben und die Zollbeamten die Arbeit behindern und dass er die Autoritäten um einen Gefallen bitten soll um dann zuzuarbeiten. Bassam al-Shak’a sagt dass er nicht kooperiert und dass viele Gemeinderäte die nicht alleinige Inhaber sind ihre Unternehmensanteile verkauft hätten um die anderen Teilhaber nicht zu belasten. Er erwähnt dass jeder in den besetzen Gebieten unter der Besatzung leidet. Die Zuhause und Geschäfte werden zerstört. Die Schulen werden für Monate geschlossen. Die Menschen werden in Gefängnisse gesteckt und erschossen. Die Steuern für die palästinensische Wirtschaft die nicht so entwickelt ist sind dieselben wie für die industrielle und technologische Wirtschaft der Besatzung. Die Besatzer dringen in die Zuhause der Palästinenser ein die die Steuern nicht bezahlen können und nehmen ihnen ihre Sachen weg (z.B. die Möbel, Fernseher und was sie finden). Die Palästinenser dürfen nur Unternehmen gründen die einen wirtschaftlichen Vorteil für die Besatzung sind. Die Konsumgüterindustrien müssen alle Rohstoffe bei der Besatzung kaufen. In Nablus durfte ein Brunnen nur 14 Km entfernt gegraben werden was den Kubikmeterpreis des Wassers verfünffacht hat. Er wirft den Präsidenten Begin, Carter und Sadat vor die Unterdrückung der Palästinenser für den Erfolg des Camp David-Abkommens zu benutzen. Der Angriff auf ihn wurde vom einem Siedler verübt der dafür nur für vier Monate verurteilt wurde weil er krank war und schwerverletzt wurde als ein Palästinenser versucht hat ihn zu ermorden. Zu dem Zeitpunkt der Verurteilung hatte er diese Zeit schon in Untersuchungshaft verbracht.
Der Rabbi Kahane wurde in New York erschossen, der Täter von der Juri als nicht-schuldig erklärt und trotzdem von dem Richter Alvin Schlesinger verurteilt. Der Richter meinte zum Täter „…hat eine Vergewaltigung dieses Landes, unserer Verfassung und unserer Gesetze sowie der Menschen begangen, die friedlich zusammenleben wollen.“ Obwohl der Getötete sowohl in den Staaten als auch in den palästinensischen Gebieten sich gegen die Palästinenser geäussert hat. Das hat der Richter auch gesagt obwohl in den palästinensischen Gebieten die Siedler in den 50er oder 60er Jahren die Palästinenser erschossen und die Palästinenserinnen vergewaltigt haben. Dem Rat seines jüdischen Anwaltes (der als einziger in der Wikipedia erwähnt wird, obwohl es drei Anwälte waren) sich schuldig zu erklären ist der Täter nicht gefolgt.
Die Vereinten Nationen haben diese Woche Israels Streitkräfte und Sicherheitskräfte wegen sexueller Gewalt im Konflikt gegen die Palästinenser in Gaza und der West-Bank auf eine schwarze Liste gesetzt. Die Anzahl solcher Übergriffe wird in Gaza und der West-Bank mit 31 angegeben aber die Anzahl ist viel höher. „Die Schwierigkeiten bei der Meldung sexueller Gewalt hielten an, unter anderem aufgrund expliziter Drohungen seitens der israelischen Streit- und Sicherheitskräfte, die die Inhaftierten dazu zwangen, Missbrauch nicht zu melden.“ Begangen wurden diese Gewalttaten von den Streit- und Sicherheitskräften „die israelischen Streitkräfte, der israelische Strafvollzugsdienst, einschließlich der Spezialeinheit Keter, sowie die Anti-Terror-Einheit der Polizei (Yamam)“.
Es wurde eine Gruppierung die zu Gush Emunim gehört von der Europäischen Union diese Woche sanktioniert obwohl in Wikipedia steht dass es diese Siedlerbewegung nicht mehr gibt.
Über den Völkermord und die Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Heimatland sprechen.
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de
[1] Aus dem Journal of Palestine Studies Vol.10, Nr.1 (1980), Wikipedia, Bericht des Generalsekretärs und einer Presseveröffentlichung der Europäischen Union.
[2] Bericht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen über sexuelle Gewalt für das Jahr 2025.
https://news.un.org/en/story/2026/05/1167603
Ich bin geneigt darauf zu wetten, dass Deutschland das letzte Land sein wird, das dem Clown die Treue hält, wenn sich alle anderen bereits abgewendet haben, und dass die deutsche Bevölkerung das nicht einmal bemerkt.
@xblob Ich wette immer gerne, aber bei dieser Wette wette ich nicht mit. Bei dieser Wette kann man nur verlieren.
Nach meinen Beobachtungen( ! subjektiv !) wollen die große Mehrheit der westdeutsch sozialisierten Bevölkerung den Krieg gegen Russland. Warum wissen wohl die wenigsten. Aber da es die „Tagesschau“ und die „Bild“ wollen, wissen sie, das sie es auch wollen….Argumente zählen nicht mehr. Da der Großvater schon Deutschland gegen die „russischen barbarischen Horden“ verteidigt hat, und der Kanzler Merz von der „ barbarischen russischen Gesellschaft“ faselt, muss wohl was dran sein…
Die Mehrzahl muss erst mit der „Fresse im Dreck liegen“ , bevor das Selberdenken beginnen kann. Der Rest wird auch dann seinen rassistischen Hass auf die „asiatisch- mongolischen Horden“ ausleben….
„Die Mehrzahl muss erst mit der „Fresse im Dreck liegen“ , bevor das Selberdenken beginnen kann.“ – das ist leider ein besonderes borniertes Wesensmerkmal der meisten hier im Lande. Wer nicht hören will, muss fühlen.
Nach meinen Beobachtungen( ! subjektiv !) wollen die große Mehrheit der westdeutsch sozialisierten Bevölkerung den Krieg gegen Russland. Warum wissen wohl die wenigsten. Aber da es die „Tagesschau“ und die „Bild“ wollen, wissen sie, das sie es auch wollen….Argumente zählen nicht mehr. Da der Großvater schon Deutschland gegen die „russischen barbarischen Horden“ verteidigt hat, und der Kanzler Merz von der „ barbarischen russischen Gesellschaft“ faselt, muss wohl was dran sein…
Die Mehrzahl muss erst mit der „Fresse im Dreck liegen“ , bevor das Selberdenken beginnen kann. Der Rest wird auch dann seinen rassistischen Hass auf die „asiatisch- mongolischen Horden“ ausleben….
Die Konföderation ist ein Sammelbecken für rechte, mitunter rechtsextreme Nationalisten, Monarchisten und Libertäre. Ein Sozialprogramm ist kaum vorhanden. Eher im Gegenteil: Nach deren Vorstellungen soll sich der Staat bei sozialen Aspekten zurücknehmen und die Aufgaben dem Markt überlassen. Im Bereich der Rüstungspolitik sieht es anders aus. Dort setzt sie sich für die Stärkung der polnischen Rüstungsindustrie und eine enge Zusammenarbeit mit ihr ein. Wie kann man eine solche Partei wählen wollen, wenn einen „die Sorgen des Alltags“ – damit ist wohl die persönliche wirtschaftliche Situation gemeint – belasten?
Das Polen auf Distanz zu der ukrainischen Clique gehen wird, und zwar egal ob Pis oder Tusk, war nur eine Frage der Zeit und des geeigneten Zeitpunktes seine Souveränität gegenüber Brüssel zu verteidigen. 😉
Im Gegensatz zu Ungarn, sind zurückbehaltenen Zahlungen unterwegs 😁
Im übrigen würde ich auch für die FDP den Zeitpunkt für einen Schwenk in der Ukraine-Frage als gegeben sehen. Wenn Kubicki die FDP wieder hoffähig machen will, sollte er einen Schwenk riskieren. Er könnte von der AfD und sogar dem BSW einige Stimmen holen. Zwei Fliegen mit einer Klappe, die FDP bedient den Mittelstand in der Wirtschaft und lockt die Kriegsgegner in der Bevölkerung. 😉🤣
Das Polen auf Distanz zu der ukrainischen Clique gehen wird, und zwar egal ob Pis oder Tusk, war nur eine Frage der Zeit und des geeigneten Zeitpunktes seine Souveränität gegenüber Brüssel zu verteidigen. 😉
Im Gegensatz zu Ungarn, sind die von Brüssel zurückbehaltenen Zahlungen an Polen unterwegs 😁
Im übrigen würde ich auch für die FDP den Zeitpunkt für einen Schwenk in der Ukraine-Frage als gegeben sehen. Wenn Kubicki die FDP wieder hoffähig machen will, sollte er einen Schwenk riskieren. Er könnte von der AfD und sogar dem BSW einige Stimmen holen. Zwei Fliegen mit einer Klappe, die FDP bedient den Mittelstand in der Wirtschaft und lockt die Kriegsgegner in der Bevölkerung. 😉🤣
Eine Umfrage? Darf das sein? Die dürfte unseren Kriegsertüchtigern gar nicht gefallen. Die Polen sind ja noch näher dran am Russen und müssten sich noch viel mehr fürchten als wir. Aber das ist ja wohl wehrkraftzersetzende Gelassenheit.
Polen war in der Koalition der Willigen bislang das radikalste und verlässlichste Teilstück. Jetzt wackelt das und nur deshalb durfte diese Umfrage wohl stattfinden. Uns könnten sie ja auch mal fragen. Mit Sicherheit nicht. Bei uns gibt es keine Umfrage.
Die deutsche Öffentlichkeit glaubt, dass die ehemaligen OÄstblockstaaten unbedingt in die NATO wollen, denn die haben so unter dem Russen gelitten. Da hätte man ja mal abstimmen können oder wenigstens eine Umfrage machen. Das ist in keinem Land passiert. Das fiel mir damals auf.
Es stimmt nämlich nicht. Polen und Russland earen im Jahr 2002 auf dem Weg der Normalsierung.
https://www.swp-berlin.org/publikation/neues-polnisch-russisches-verhaeltnis
In Polen vorangetrieben durch Präsident Kwasniewski, der 52 Peozent bekommen hatte. Dann erst übernahm die WAZ-Gruppe die polnische Presse und hetzte gegen Russland. Das missfiel der PiS und sie brachte die eigene Presse nach vorn, die noch weit russlandfeindlicher war. ´Junge Polen haben nie etwas anderes gehört. Genau die aber zeigen sich laut Umfrage wenig beeindruckt.
Ein gutes Zeichen.
@Artur_C Vielleicht liegt es auch daran, dass die polnische Regierung und viele Polen wissen, dass die Ostgrenze von Polen näher an der russischen Grenze liegt als die Grenze Ostdeutschlands bzw. der ehemaligen DDR, und die Polen die ersten sein werden, die eins auf die Mütze bekommen, wenn der „Wertewesten“ wieder zackig und blitzschnell Richtung Osten marschiert, um dann bei Wolgograd (vormals „Stalingrad“) mit viel Gedonner und vielen Toten eingekesselt zu werden und mit der russischen Armee im Nacken den Rückzug antreten zu müssen.
Die selbe Energie wie in Deutschland: Alte weiße Männer haben keinen Bock auf Krieg.
Wo genau, ist jetzt das Problem? Beim Eierlecker?
Betrachtet man die Geschichte Polens und der Ukraine ist eh unverständlich warum Polen die Ukraine unterstützt.
Immerhin will der polnische Präsident Selenskij jetzt den verliehenen Orden entziehen.
Zur Geschichte eine kurze Abhandlung – Deutschland, Ukraine (OUN), Russland, USA und das Nazitum
Die schaurige Wiederkehr der Nazis in der heutigen Ukraine
https://m.youtube.com/watch?v=7di5iaGviGg&pp=ygU6RGllIHNjaGF1cmlnZSB3aWVkZXJrZWhyIGRlciBuYXppcyBpbiBkZXIgaGV1dGlnZW4gdWtyYWluZdIHCQkjCwGHKiGM7w%3D%3D
Die Unterstützung der Ukraine hängt mit der polnischen Großmachtspolitik zusammen. Man betrachtet immer noch weite Teile der Ukraine eigendlich als eigenes Staatsgebiet und hat die Ansprüche darauf nie beerdigt… das Selbe gilt übrigens auch für seine westliche Grenze. Deshalb auch der versuch einer polnisch-ukrainischen Union und die versuchte Polonisierung der Westukraine, vor allem Galiziens, das man sich in diversen Sonderrechten schon von Selensky in Gesetze hat gießen lassen. Allerdings traf die ponisch- ukrainische Union auf massiven Widerstand aus Brüssel, und auch auf den massiven Widerstand der mächtigen ukrainischen Ultranationalisten, die offen Polen gedroht haben, sich nach der Beendigung des krieges gegen Russland sich um Polen in der Ukraine kümmern zu wollen. Selensky laviert in dem Punkt notgedrungen. er braucht Polen als rückwärtige Kriegsinfrastruktur, aber er ist aber auch abhängig von den ukrainischen polenfeindlichen Ultranationalisten, die ihm die Macht garantieren.
Ich sehe es als eine Art politischer „Symbiose“ zwischen EU und Ukraine.
Selenskyj gibt sich als unfaschistischer Demokrat und höchstgradig europa-kompatibel, was „Bekämpfung der Korruption“ und Rechte im Allgemeinen angeht. Die offen faschistischen Nationalisten der paramilitärischen Freiwilligen-Verbände hat er vor Jahren in seine reguläre Armee integriert um ihren auffälligen faschistischen Ruf aus den wertebasierten Euro-Medien zu tilgen. Weil Selenskyj diese patriotischen „Ultras“ gut gebrauchen kann und es für den nationalen Kriegszweck der Ukraine ziemlich einerlei ist, ob die nun mit demokratischer oder faschistischer Motivation „alles für ihr Land“ geben, deswegen hat er im Inneren auch kein Problem damit, deren Bedürfnisse nach Ehrung ihrer „traditionellen“, faschistischen Vorbilder zu befriedigen – wenn’s der Ukraine dient.
Die EU sieht es ähnlich. Für den Krieg unseres Stellvertreters gegen Russland kann zwar mal die „korrupte Verwendung unserer Unterstützungsgelder“ kritisch über die Medien thematisiert werden, vor allem, wenn es um eine heikle vorzeitige EU-Mitgliedschaft der Ukraine und damit verbundene ukrainische Ansprüche und Rechte geht, – faschistisch anmutende Feierstunden, „Wolfsangel-Tattoos“ und andere Schönheitsfehler werden aber länger schon von den Medien ignoriert. Gezeigt werden – in DE – hauptsächlich nur noch russische Angriffe auf „zivile Ziele“, Wohnungen, Schulen, Kindergärten, aber auch ukrainische Erfolgserlebnisse an der Front und tolle Fortschritte bei der „von uns“ geförderten ukrainischen Waffenentwicklung. Da zeigt man auch ein bisschen deutschen Stolz auf die Kooperationen der Ukraine mit deutschen Rüstungsunternehmen.
Faschistische Folklore-Veranstaltungen sind da „als Thema“ nicht gefragt. Deutschen Reportern reicht es, das Flaggenmeer für die Gefallenen verehrungswürdig abzufilmen, egal zu wem das Kreuz nun gehört.
Dass Polen jetzt Verehrung von alten Faschisten in der Ukraine zum Anlass nimmt seine Unterstützung neu zu bewerten, hat neben den historischen 100.000 polnischen Toten – vermutlich – auch noch andere, gewichtigere politische Gründe in Polen und seiner Stellung als Ukraine-Unterstützer innerhalb der EU und Nato. Hatte Polen nicht erst vor kurzem versucht sich selbst als neue europäische (Nato-)Führungsmacht in den Vordergrund zu heben?
Meinungsumfragen sollen solchen politischen Kurskorrekturen jedenfalls meistens als Rechtfertigung dienen, und nicht als politische „Richtschnur“, weswegen es bei unterschiedlichen Lagern und ihren Medien nicht verwunderlich ist, dass da recht „widersprüchliche“ Ergebnisse herauskommen.
Haha, den deutschen Mainstream-Medien hat es seit Beginn des Ukraine-Kriegs bei der „Kriegsangst“ ausgereicht einkaufende Esten, Litauer, Polen, auch Finnen u.a. in der Fußgängerzone anzuquatschen, um ihre „Gefühle“ zur alten und neuen russischen Bedrohung aufzuspüren. So etwa: „Wird Ihnen beim aggressiven russischen Überfall auf unsere europäische Ukraine nicht auch sehr mulmig, wenn die Russen dort unseren europäischen Frieden und seine Sicherheit so total bedrohen?“ – „Ja, da wird mir auch irgendwie mulmig …“ – Reicht & Cut!
Ausführliche „Darlegungen“ der Bedrohung liefern meist die bestellten Historiker, Politiker und Militärexperten von den entsprechenden Think Tanks, Akademien, Stiftungen und Hochschulen dazu, mitunter auch „Dokumentationen“, in denen militärisch Befugte der Bundeswehr die möglichen und vielfältigen „Gefahren“ in „unserem Nord-Ostseeraum“, bis hinauf nach Finnland und in arktische Gebiete, oder für die deutsche „Litauen-Brigade“ an der russischen Grenzen modellieren, damit befragte Fußgänger auch eine maßgeschneiderte Begründung für ihre „Kriegsangst“ bekommen. Denn „zuviel“ von dieser verbreiteten Angst könnte ja laut Strack-Zimmermann, Kiesewetter, Hofreiter u.a. auch wieder sehr kontra-produktiv für die angepeilte „Kriegsertüchtigung“ sein, für die man keine ängstlichen Verweigerer, sondern tüchtige patriotische Euro-Fighter haben will.
Die medial befragten und überhöhten „Kriegsängste“ der „stets bedrohten“ Russen-Nachbarn war deshalb – meine Behauptung – sehr auf die neue Wehr-Erziehung der Bundesbürger im Inneren ausgerichtet, denen man die dringende Notwendigkeit für Kriegsertüchtigung, riesige Aufrüstungskosten, mehr Kostensenkungen für die Wirtschaft, neue soziale Einschnitte und überhaupt mehr „Resilienz“ und Wehrbereitschaft glaubhaft vermitteln will. Mit der „Kriegsangst“ der litauischen Mutti in der Fußgängerzone soll man sich dabei schon ein wenig identifizieren, um die „russische Bedrohung“ wenigstens soweit nachzufühlen, dass daraus ein einziger, zustimmender Wille zum deutsch-europäischen Kriegsertüchtigungs-Programm folgt, und nicht etwa ein „Pazifismus“ von „Höllenengeln“ oder gar eine Ablehnung des friedlichen Nationalismus.
Nur anekdotisch, aber selbst ein Bedrohungs-Antreiber wie Neitzel wurde neulich bei „Lanz“ kurzfristig kleinlaut, als der ihn auf seine „Vorhersage“ eines „letzten Sommers in Frieden“ – 2025 – angeranzt hat. An einer „potenziellen“ oder sonstwie „strukturellen“ Bedrohung durch Russland halten besonders die deutschen Experten erwartungsgemäß dennoch fest, auch wenn sie erstmal keine harten Indizien für ihren unersättlichen „russischen Imperialismus“ haben. Die Aufrüstung auf „west-europäischer“ Seite sehen sie jedenfalls seit Scholz‘ Zeitenwende weiterhin auf gar keinen Fall als irgendeine „Bedrohung“ für irgendjemanden, auch wenn sie ständig davon reden, dass „Abschreckung“ auch „glaubwürdig“ gesteigert werden muss. – Was die Meinungsabfragen hier in DE sicherlich bestätigen würden.
Mein Fazit aus einem anderen Forum zur selben Problematik ist, dass einer Mehrheit hierzulande die Verbrechen der UPA damals vollkommen egal sind, wenn es nur gegen die Russen geht.
https://www.telepolis.de/article/Ukraine-ehrt-UPA-Einheit-und-deutsche-Medien-schweigen-zur-Geschichte-11312819.html
Ob jetzt traditionelle Russophobie der Grund ist, pure Dummheit oder irgendetwas anderes, vermag ich natürlich nicht zu sagen, jedenfalls sprechen die Beiträge für sich.
Das Schwierige an diesen Kompromissfrieden ist vermutlich, dass alle erst mal ‚all in‘ gehen und lieber jahrelang aufeinander herumbomben, was sich für die betroffenen Bevölkerungen als zunehmend defizitär herausstellt. Das hat die Schreihälse der jeweiligen Herrschafts- und Gelddynastien aber nie davon abgehalten, einen immer höheren Blutzoll zu fordern, wenn dies dem eigenen Geltungsdrang zum Vorteil gereicht. Aus diesem Grund wird auch die planetare Biosphäre aktuell vernichtet, nur damit eine handverlesene Schar mehr oder weniger superreicher Irrer in die Lage versetzt wird, ihrem exklusiven Hobby der spaßhaften Planetenvernichtung zu frönen. Muss das zu allem Überfluss auch noch unbedingt sein?