
Der Faschismus bildet sich stets nur allmählich heran. Und dann ist er “plötzlich” da.
Bei Hitlers Machtübernahme am 30. Januar 1933 lebten in Deutschland etwa 522.000 Juden. Wie konnte es passieren, dass rund 160.000 von ihnen bis 1945 von den Nazis ermordet wurden. Zwar emigrierten zwischen 1933-1941 mehr als die Hälfte der Juden aus Deutschland, warum aber emigrierten nicht alle rechtzeitig?
Im Gegensatz zu den in Osteuropa lebenden Juden, konnte doch den deutschen Juden nicht entgehen, was die Nazis mit ihnen vorhatten. Gewiss, niemand hat im Jahr 1933 wissen können, dass es auf Auschwitz zugeht (auch die Nazis selbst nicht), aber von der Machtübernahme 1933 bis zum “Reichskristallnacht”-Pogrom im November 1938 verschlimmerte sich die Lage der Juden im Nazideutschland in eklatanter Weise. Schon die Nürnberger Gesetze von 1935, die die rassenideologische Legitimationsgrundlage für die Diskriminierung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im Nazismus bildeten und sich auch bald genug lebensweltlich auswirken sollten, hätten klarmachen können, dass es höchste Zeit wird, Deutschland zu verlassen. Viele verstanden das auch, wie gesagt, aber allzu viele eben auch nicht. Wie konnte das sein?
Eine in Israel lebende, in Berlin geborene ältere Dame, deren Familie erst 1939 ausgewandert war, fragte ich einmal nach dem Grund für die so späte Entscheidung ihrer Eltern. Sie antwortete mir mit entwaffnender Schlichtheit: “Mit Hitlers Machtergreifung war meine Kindheit beendet, und eine graue Wolke hing über meine gesamte Jugendzeit. Aber man konnte noch weiterleben.” Bekannt sind die historischen Erklärungen, die die Schwierigkeit deutscher Juden, sich von der geliebten Heimat (mithin von der deutschen Kultur) zu lösen, zum Inhalt haben. Auch die Weigerung zu glauben, dass es wirklich zum Schlimmsten kommen könnte, spielte bei vielen eine gewichtige Rolle. Das Entwaffnende an der Antwort der alten Berlinerin lag in der sachlich-lakonischen Feststellung, dass es zwar nicht mehr angenehm war, als Jude in Nazideutschland zu leben, aber ein Weiterleben (bis zum Ausbruch des Kriegs) doch noch möglich war. Und das sei zunächst (über alle romantisch-kulturellen Begründungen hinaus) der Grund für das Bleiben gewesen.
Man neigt dazu, historische Momente der Gefahr und Bedrohung finalistisch wahrzunehmen, d.h., ex post facto zu beurteilen. Das ist insofern verständlich, als man den Ausgang dessen, was die Bedrohung zeitigte, zu kennen vermeint; man ist gleichsam im Besitz des empirischen Kriteriums für die “volle” Einordnung des historisch Gewesenen. Was dabei jedoch übersehen wird, ist die Wahrnehmung der Realität durch die Menschen in der historischen Jetztzeit – sie können schlechterdings keine Gewissheit über den Ausgang der Dinge haben, aber sie sind es, die die die historische Zeit durchlebt haben, also die eigentlichen Protagonisten der Geschichte ausmachen, mithin als solche verstanden werden müssen. Es liegt im Wesen historischer Kontingenz, dass man sowohl pessimistische als auch optimistische Konsequenzen aus dem noch Unbestimmten, in der Zukunft Liegenden, ziehen kann; “Hellsichtigkeit” ist dabei eine Frage der Einstellung, zuweilen freilich auch der Verblendung. Das berühmte Zeichen an der Wand ist ein solches erst im Nachhinein. Es ist nie ganz evident, wann der richtige Zeitpunkt ist, die praktische Schlussfolgerung aus dem Moment drohender Gefahr zu ziehen.
Das liegt zum einen daran, dass der Vollzug besagter Schlussfolgerung für gewöhnlich mit Beschwernissen und gewichtigen Umstellungen einhergeht, was sich auch in der Aussage der alten Berlinerin kodiert findet: Man zögerte, sich den Problemen der Auswanderung auszusetzen, solange es sich in den alten Verhältnissen (die freilich keine mehr waren) noch “weiterleben” ließ. Es ist nie leicht zu emigrieren (wenn man dazu nicht ideologisch vorgeprägt ist), und zwar weder psychisch noch materiell. Zum anderen ist aber auch die Verzögerung der sich (in der nachmaligen Perspektive) notwendig aufdrängenden Tathandlung darin begründet, dass die Notwendigkeit auch dann nicht evident ist, wenn die Not sich nach und nach institutionalisiert hat; die alte Berlinerin wusste ja bereits in den 1930er Jahren um die “graue Wolke”, die über ihre Jugendzeit hing.
Der Faschismus schleicht sich allmählich in die bestehende sozial-politische Ordnung ein
Das trifft auch auf den Faschismus zu, vor dem es damals zu flüchten galt. Denn der Faschismus erscheint nie auf einen Schlag, von einem Tag auf den anderen, sondern schleicht sich allmählich in die bestehende sozial-politische Ordnung ein. Man merkt zunächst gar nicht, dass er seine Fänge ausstreckt; denn seine Parolen liegen noch nicht im Konsens, werden mithin abgewunken bzw. “nachsichtig” belächelt. Seine Wortführer müssen sich erst profiliert haben, bevor sie in die Ideologie des national Zulässigen Eingang finden. Rassistische Reden und populistische Slogans werden vorerst mit Abscheu registriert, bis man “plötzlich” merkt, dass sie viele, bislang noch nicht wahrgenommene Anhänger in der Bevölkerung haben, die sich nach und nach zur Masse bilden. Es stellt sich dann heraus, dass die in den Anfangsphasen außerparlamentarisch agierende Bewegung sich nicht nur einen merklichen Halt in der Bevölkerung etabliert hat, sondern dass diese Tatsache auch im Parlament registriert wird, was sich für gewisse Herrschaftsparteien durch Koalitionsabkommen und anderen Verbandelungen als willkommener Machzuwachs darstellt.
Es ist die herrschende politische Klasse, die dann dem Faschismus den offiziellen Eingang ins Parlament verschafft. Man hütet sich davor, das, womit man sich verbrüdert hat, Faschismus zu nennen, übernimmt aber realpolitisch die Ideologeme des Faschismus, ein Umstand, der sich erst allmählich herausstellt und vor allem mit faschistischen Prädispositionen der Regierenden korrespondiert, die ihrerseits bei ihrem Wahlvolk (der base) chauvinistisch genährte faschistische Neigungen längst schon ausgemacht haben.
Sobald sich der Faschismus im Parlament etabliert hat, setzt er alles daran, sein neues “Zuhause” zu faschisieren, was sich vor allem in der Institutionalisierung der gesetzmäßigen Zerstörung der formalen Demokratie manifestiert, allem voran in der Auflösung der Gewaltenteilung. Der erste dominante Angriff gilt dabei der Judikative und jenen Justizinstanzen des Staates, die dem Ansinnen der Faschisten, jegliche Form der Kritik an der Herrschaft und ihren Führern “legalen” Einhalt gebieten sollen.
Die machtgefräßige Kolonisierung der parlamentarischen Sphäre bedarf selbstverständlich einer markanten Führungsgestalt, die sich bei der faschistischen Expansion von Anbeginn durch eine diktatorisch-charismatische, ein Machtmonopol beanspruchende Grundeinstellung kennzeichnet. Die Anhängerschaft des Führers erweist ihm eine sich zum autoritären Personenkult steigernde Loyalität, die keine Grenzen kennt und entsprechend jeden Abtrünnigen rabiat niedermacht. So entstehen pauschal konturierte Feindbilder und zugleich eine propagandistische Giftmaschine, die sich in der rabiaten Verfolgung, perfiden Beschmutzung und Neutralisierung bzw. Ausschaltung der Feinde spezialisiert. Feinde sind dabei sowohl ausländische Mächte, die sich dem Faschismus gesinnungsmäßig widersetzen; Feinde sind zudem Gruppen und Kollektive, mit denen man sich offiziell im (kriegerischen) Konflikt befindet; Feinde können aber auch sämtliche oppositionellen Kräfte und Personen in der inneren Gesellschaft und Politik sein. Alles, was die Raison d’être des Faschismus zu unterwandern scheint, an der Autorität des Führers und seinem Machtanspruch rüttelt, die antidemokratischen Ideologeme des Faschismus demokratisch zu delegitimieren trachtet, wird zum Feind erklärt und durch Schikane, Diskriminierung und ständiger Verleumdung bekämpft.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt, an dem sich der Faschismus seiner Macht und Herrschaft gewiss genug ist, setzt auch der Terror ein, mithin die illegale Ausübung der Gewalt durch die “legalen” Apparate, die sich der Faschismus errichtet hat. Begleitet wird dies von einer systematischen Entmachtung der feindlichen Medien, die entweder direkt angegangen oder durch Usurpation auf Linie gebracht werden – Selbstzensur ist an der Tagesordnung, die unübersehbare Vernashornung kritischer Protagonisten verbreitet sich, und zwar in der gesamten Medien- und Kultursphäre.
Der antifaschistische Bürger stellt mit Bestürzung fest, dass das Unglaubliche passiert ist. Seine Gesinnung hat ihn stets wachsam gehalten, er hat die Entwicklungen verfolgt, sah die Zeichen an der Wand, hat protestiert, demonstriert, weigerte sich aber dennoch, daran zu glauben, dass es zum Schlimmsten kommen könnte, dass der Faschismus sich etablieren, zur normierten Realität seines Daseins gerinnen würde. Das Unfassbare hat sich nun verwirklicht – er lebt schon längst im Faschismus; das kollektive Umfeld ist nunmehr faschistisch durchseucht. Er kann nichts mehr an der ihn einfassenden Realität bewirken, schon gar nicht, sie wesentlich verändern. Emigration stand trotz aller Anzeichen einer herannahenden Finsternis nicht wirklich zur Debatte. Er kann im unfassbar Bestehenden nur “weiterleben”. Die alte Berlinerin ist schon vor vielen Jahren in Israel gestorben. Was würde sie heuten über das Land sagen, in das ihre Familie 1939 emigrierte, um dem nazistischen Deutschland zu entkommen?



In meiner Erinnerung ist ein Erlebnisroman eines nicht-faschistischen Juristen aus dem Innenministerium. Ich kenne Titel und Autor nicht mehr, alle Versuche, ihn zu finden, endeten ergebnislos.
Nach seiner Erinnerung kamen am Tag der „Machtergreifung“ alle Mitarbeiter der juristischen Abteilung außer ihm in braunen oder schwarzen Uniformen zur „Arbeit“, auch sein Bruder, und setzten ihre schon vor längerer Zeit begonnenen Arbeiten an Gesetzen fort, die eine weitere Verschärfung der Einschränkung bürgerlicher Rechte zum Inhalt hatten. Es wurden keine neuen Gesetze vorbereitet, die bisherigen reichten vollkommen, sie wurden nur präzisiser ausgefeilt.
frage mal die Ai, für sowas ist die richtig gut.
Eine ähnliche Situation hat Sebastian Haffner in den „Erinnerungen eines Deutschen“ beschrieben, er war damals Referendar an einem Berliner Gericht. Sehr empfehlenswerte Lektüre.
Ich habe die KI mal gefragt:
Die beschriebene Erinnerung taucht in Walter Kempowskis Roman „Tadellöser & Wolff“ (1971) auf, der autobiografisch die Familie Kempowski in Rostock von 1938 bis 1945 schildert. Der Vater Karl Kempowski, Leutnant der Reserve und Jurist, erinnert sich an den Tag der Machtergreifung 1933: Alle Kollegen in der juristischen Abteilung – außer ihm – kamen in braunen (SA) oder schwarzen (SS) Uniformen zur Arbeit und setzten ihre Tätigkeit an Gesetzen fort, die bürgerliche Rechte weiter einschränkten.
Meine Frau und unser Sohn sind heute in Gießen, um zu demonstrieren.
Ich als der Älteste, der nicht mehr schnell laufen kann, bin auserkoren unsere zusammen vier Hunde zu betreuen.
Ich habe den Bus bezahlt, der die ganze Truppe unseres Sohnes da hin knarrt.
Außerdem stelle ich denen Miet-und Kostenfrei eine Wohnung zur Verfügung, wo sie ihre Aktionen planen und ihr Material lagern können!
Bis jetzt hatten wir noch keine Hausdurchsuchung, ich halte einen Anwalt vor und für den Fall von Festnahmen ausreichend Bargeld in Reserve.
Das die AfD nicht, oder nicht nur das Ziel sein sollte, sondern die Leute, die unsere Verfassung demontieren und den Kriegskurs fahren, dringt bei den Jungen Leuten nicht so durch, wie ich mir es persönlich wünschen würde; faschistoide Tendenzen verknüpfen die jungen Leute in erster Linie mit der AfD.
Im Gegensatz zu mir ist meine Frau mit ihren 60 Jahren erst durch unseren Sohn politisiert worden, zwar besser spät als nie, auch hat sie den ÖRR erkannt, als das, was er ist!
Fernsehen ist nicht mehr bei uns zu Hause, aber die TAZ konnte ich ihr bislang nicht ausreden. Immerhin kann ich ihr gelegentlich Artikel aus den NDS und Overton nahe bringen.
Mit meinen 66 Jahren und angeschlagener Gesundheit weiß ich ernsthaft nicht, was ich noch mehr tun könnte.
Ich sehe diesen Scheiss auf uns zurollen und möchte die Forenten hier um Nachsicht bitten, das meine Kommentare häufig ironisch oder zynisch sind.
Es ist meine Art damit umzugehen um das einigermaßen ertragen zu können!
Da bitte ich um Verständnis!
Schönen Dank!
Vielleicht gibt es ja die AfD-Hetze, damit man die übrigen faschistoiden Tendenzen nicht erkennt?
NB: Was nützt uns die Erkenntnis? Sie macht uns nur auch krank. Woran erkenne ich, dass mein Aktivismus nicht faschistoid ist?
„Vielleicht gibt es ja die AfD-Hetze, damit man die übrigen faschistoiden Tendenzen nicht erkennt?“
Genau das ist der Trick dabei.
Ich denke, man erkennt das daran, das man die faschistoiden Tendenzen des Systems erkennt, benennt und sich dagegen positioniert!
Nur nicht an sich zweifeln, die anderen tun es auch nicht!
die AfD ist in allerserter Line ein Prjekt der Hayekisten um den politverdrossenen Pöbel wieder einzufangen, der gehirngewaschenen Jugend einen Popanz zum daran Abarbeiten zu liefern, so dass das machieavellistische Drecksspielchen der Radikalisierung durch Einengung weitergehen kann sowie der Pöbel sich statt der Hayekisten bekriegt. – simpel, aber erkläre das mal den gehirngewaschenen, emotional traumatisierten und intellektuell verirrten zombies.
Mir geht es ähnlich.
Ja, da rollt ein gewaltiger Scheiß auf uns zu.
„ich halte einen Anwalt vor“
Der war gut.
Bademäntel sollte man heute auch immer ausreichend an Lager haben.
Ihre Kommentare in Dialekt sind übrigens der Hit!
Danke für deine Offenheit.
Kriegstreiber und Coronadiktatur(es war eine militärisch durchgeführte NATOAktion im Auftrag des Finanzkapitals) sind ein und dasselbe.
lies die Artikel von Fabio Vighi auf the philosophical Salon. Alle seit 2021!
Sollte Trump, gegen die Interessen des ihm oppositionellen Finanzkapitals ein Kriegsende in der Ukraine durchsetzen können, wird so wie von Plandemie zu Krieg, ein Krieg zu globalem Cybercrash vorgenommen !
schwer zu glauben en?
Wir sprechen uns dann wieder, falls wir uns analog finden.
Fabio vighi lesen wird deiner Frau auch besser gefallen als die geschichtsvergessenen Schwafler von der TAZ.
Gießen ist eine Falle! Der Opferstatus der AFD wird nur auf eine neue Ebene gehoben.
Die Vorstellung von Zehntausenden Smombie- Schneeglöckchen unter Waffen in Gießen gruselt mich.
Sehe ich ähnlich!
Danke für den Tipp!
Zu den Aufmärschen gegen die AfD kann ich nur sagen: „Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr den Balken in deinem Auge. (Matthäus 7, 3).
Als ein ukrainischer Fanatiker den Russen zugerufen hat: „Brennt in der Hölle ihr Schweine“ und dafür den „Friedenspreis“ des deutschen Buchhandels bekommen hat, wo war da der Protest gegen den Faschismus?
Als das kanadische Parlament einen alten SS-Mann mit Standing Ovations und begeisterten Reden empfangen hat, wo war da der Protest gegen den Faschismus?
Als der Bürgermeister von Tübingen forderte, man solle den Menschen nur die Rente auszahlen, wenn sie gegen Corona geimpft sind, wo war da der Protest gegen den Faschismus?
Wenn die Banken Konten ohne Angabe von Gründen kündigen, wo ist da der Protest gegen den Faschismus?
Wenn Bürger wie Thomas Röper oder Alina Lipp ohne Gerichtsbeschluss ihre Bürgerrechte verlieren, wo ist da der Protest gegen den Faschismus?
Dieser Protest gegen die AfD dient nur der eigenen Selbstbeweihräucherung. Deshalb halte ich nichts davon.
„Dieser Protest gegen die AfD dient nur der eigenen Selbstbeweihräucherung. Deshalb halte ich nichts davon.“
Ja, und man darf bei der großen Zahl an staatlich geförderten NGOs sogar fragen, wieviele von ihnen da quasi für den Erhalt ihres Arbeitsplatzes demonstrieren, bzw., was den Nachwuchs angeht, für den Erhalt der Perspektive auf so einen Job als Däumchendreher bei ner NGO.
In einer Demokratie sollten politische Demonstrationen gegen Andersdenkende eigentlich verboten sein. Man sollte nur für oder gegen Anliegen demonstrieren dürfen.
Ganz genau. Der Faschismus zeigt sich daran, dass eine mächtige Mehrheit einer diffamierten Minderheit unter dem Beifall der übrigen Bevölkerung das Leben zur Hölle macht und allen Bürgern eine Schwarz-Weiß-Ideologie überstülpen will. Was auf dem Schild steht, das man der diffamierten Minderheit umhängt, ist dabei völlig egal. Und ganz egal, was man von der AfD hält – es sollte unmittelbar einsichtig sein, dass in Deutschland nicht die AfD diese mächtige Mehrheit darstellt.
Und ich finde es unglaublich ärgerlich, dass viele zwar die AfD als angeblich faschistisch bezeichnen, die übrigen Parteien aber, die sich während Corona tatsächlich und nachweislich in einem totalitären Machtrausch befunden haben, von diesem Etikett verschont bleiben.
Ich glaub, eines meiner Kinder fährt heute auch nach Gießen. Dahin zu fahren muß jeder selber wissen. Finanziell würde ich das nicht unterstützen. Kinder müssen ab einen bestimmten Zeitpunkt gelernt haben sich selbst zu ernähren. Folglich müssen sie für ihren Polittourismus auch selbst bezahlen. Nie käme eines meiner Kinder auf die Idee mich für igentwas um finanzielle Zuwendung zu bitten. Kinder müssen irgendwann gelernt haben, im Kapitalismus zu überleben.
Hauptsächlich bei Wessis sieht man das lange Nesthocker-Phänomen. Das ist eine dekadente Erscheinung. Deshalb kröne ich nie auf die Idee eine Reise nach Gießen finanziell zu unterstützen
@Wallenstein, sie machen etwas falsch. Das wird irgendwann mal negativ auf Sie zurückfallen.
Ich fahre aus Prinzip nicht nach Gießen zu den „Demokraten“. Ich suche mir heute hier in Berlin eine Palästina-Solidemo aus, denn der Völkermord in Gaza droht durch die einseitige Orientierung auf die AfD der „guten Demokraten“ in Vergessenheit zu geraten
@Wallenstein, in Giesen demonstrieren heute die „guten Demokraten“. Deshalb müssen sie keine Angst vor einer Hausdurchsuchung haben. Hätten sie propalästinensisches Material im Keller, z. B. von der jüdischen Stimme, dann müßten sie Angst vor Hausdurchsuchung haben.
Gegen ihre Frau müssen sie sich irgendwann mal durchsetzten. Ich hab jetzt meinen Dritten und dem hab ich vor dem Standesamt unmißverständlich klar gemacht, das ich politisch mein eigenes Ding mache. Er ist aber ein Lieber und unterstützt mich
Wer sich mit Pseudocourage und Gratismut einer „von oben“, dem Establishment, den Leuten mit Geld und Macht, den Altpolitikern, den Großmedien, den Konzernbossen unterstützten und freundlich begleiteten Demonstration anschließt, hat wohl gar nichts verstanden. Oder gehört zu der Clique.
Der Faschismus war von Anbeginn im Zionismus angelegt und entfaltet sich jetzt als kolonialistische Herrschaft in Palästina. Die Opfer von einst werden zu Tätern der Gegenwart oder: erst die Tragödie dann die Farce!
Israel ist zum Paria der Weltgemeinschaft geworden!
80% der Israelis stellen sich hinter Netanjahu. Für sie sind Palästinenser keine Menschen, sondern Tiere. Auch hier im Forum gibt es noch immer Leute, die die Verbrechen der Israelis versuchen zu relativieren. In Deutschland meint ein Kanzler in der Sprache der Gosse, Israel mache die Drecksarbeit für uns
https://michael-lueders.de/drecksarbeit/
Es ist schwer geworden mit einen israelischen Pass um die Welt zu reisen, wie Lüders in seinen Buch feststellt. Deutschland, die Deutschen werden zunehmend in der Welt verlacht. Nach den Untergang der DDR bin ich viel in der Welt herumgereist. Deutschland und die Deutschen waren gut angesehen. Diese Stimmung kippt jetzt, selbst in China, einen Land, wo Deutsche immer hochangesehen waren. Oft bitten Chinesen um ein gemeinsames Foto und fragen nach den Herkunftsland. Statt zustimmender Reaktion stößt man jetzt auf lautes Schweigen. In Griechenland, einen sehr gastfreundlich Land, kann es passieren, das man – wenn man nach den Weg fragt – als Deutscher keine Antwort mehr erhält. Schlimmer ergeht es nur den Israelis, die Griechen nicht mehr von Bord ihrer Luxusschiffe lassen, mit denen sie die Welt bereisen, während sie die Palästinenser den Hungertod preisgeben.
Als Deutscher muß man sich zunehmend schämen ein Deutscher zu sein. Als Israeli bist du zum Paria der Menschheit geworden, Deutschland hat wieder einmal gründliche Drecksarbeit geleistet!
@Naomi
Die Deutschen werden im Ausland nicht nur „verlacht“, sondern es geht viel weiter!
Ein in Sachen „Wertstufendemokratie“ Mitstreiter hat ein weltweites Netzwerk aufgebaut, und diese erzählen, dass die deutschen mittlerweile buchstäblich VERACHTET werden, man spricht wieder vom „hässlichen Deutschen“.
während Corona habe ich live erlebt, wie sich die Massenneurose seinen Weg bahnt, wie eine Progromstimmung heranwächst, wie die Wut des Pöbels gezielt gg die Kritiker gelenkt wird, die Ohnmacht angesichts dessen und eine Willkür, die jegliche Interaktion mit Behörden zur Zitterpartie werden läßt. – Faschismus geht immernoch hervorragend, man darf ihn nur nicht so bennennen. und genau wie damals: hinterher will niemand Schuld zugeben, alles wird verdrängt, bis die Katastrophe erneut vor der Türe steht.
heil kur !
Dem Artikel fehlt zunächst eine Definition von Faschismus, ohne die geht es aber nicht, schon deshalb, weil heute der Begriff inflationär gebraucht wird.
Ich definiere Faschismus als Herrschaftsform, zu der die im Kapitalismus herrschende Clique greift, wenn sie ihre Macht durch organisiertes Aufbegehren im Volk gefährdet sieht, also wenn es für sie gefährlich wird.
Vor diesem Hintergrund muss man nach meiner Auffassung das Geschehen am Ende der Weimarer Republik, kaum 20 Jahre nach der gescheiterten Revolution (!) betrachten. Zuckermann hätte gut daran getan, dies nicht außer Acht zu lassen.
Sicher, er lebt in Israel – dort haben wir aber keinen Faschismus, es gibt ähnliche Phänomene, was die Gewalt angeht, solche gab es aber immer, vom Mittelalter bis zum Zarenreich. Es hilft wenig, mit Begriffen um sich zu werfen, die man nicht erklärt/definiert.
Ich will nur einen Punkt aus dem ganzen Kladderadatsch aufgreifen:
Die NSDAP Ideologie fußte bekanntlich darauf, dass sie den Antikapitalismus der KPD imitierte, und zwar bis ins kleinste Detail (da können sich heutige ANTIFAler noch einiges abgucken), mit einem wesentlichen Unterschied: Sie ersetzte den Kapitalisten, das „Großkapital“, durch den *jüdischen* Kapitalisten, dabei auf eine lange, christlich-abendländische Tradition aufbauend.
Als sich die deutschen Staatsbürger jüdischer Herkunft, die faktisch der herrschenden Klasse angehörten, der Tatsache bewusst wurden, dass sie geopfert werden sollten, wanderten sie aus – ganz einfach war das nicht, man erpresste maximal viel Geld aus ihnen heraus, aber es ging. Dann kamen die sogenannten freien Berufe, die Kleingewerbetreibenden – viele flohen, viele von ihnen schafften es nicht, gingen 1940 den Nazis in Holland in die Falle.
Die anderen, etwa die Hälfte, hatten weder die Mittel, noch wurden sie freundlich von den USA aufgenommen, eher schon konnten sie nach England flüchten (dort ließ man z.B, 10.000 Kinder gegen sog. Affidavits einreisen, aber ohne ihre Eltern), oder in Frankreich untertauchen.
Die Frage, die Zuckermann nicht stellt, weil er die gesellschaftlich politischen Zusammenhänge fast komplett ausklammert: Warum schlossen sich so relativ wenige von Ihnen der KPD an? Warum hofften sie, dass der Sturm schon bald vorübergehen würde? Um diese Frage zu beantworten, müsste man sich mit der Frage der geistigen Orientierung der Juden und ihrer Organisationen beschäftigen (und kommt dann zwangsläufig z.B. zur staatstragenden Haltung des Zentralrats heute).
Den Judenhass von damals kann sich aber der Hass gegen Migranten heute durchaus zum Vorbild nehmen: Hetzt man die Bevölkerung gegen einen anderen Teil munter auf, schürt das Feuer, legt hier die Lunte, eröffnet dort einen kleinen Nebenkriegsschauplatz, lässt sich das eigentliche Thema wunderbar ersticken (nebenbei gesagt: das ist nichts anderes als das US-amerikanische Modell): Wie kann es gelingen, die erneut zu unvorstellbarem Reichtum gelangte, geopolitisch die Alleinherrschaft anstrebende Weltoligarchen-Clique loszuwerden (und ja, auch heute kriechen sie wieder aus den Löchern, die Hirnlosen aller Länder, die aus einer eigentlichen Nebensache, der Religion, die Hauptsache machen wollen).
++++
Ich habe mir einmal die Frage gestellt:
Wem nutzte der Holocaust?
Natürlich, einmal angestoßen, nährt sich solch ein Vorgehen wie auch schon die Hexenverfolgung oder die mittelalterlichen Pogrome ganz automatisch durch Bereicherung am Hab und Gut der Delinquenten.
Aber war es auch ein Gewinn für Deutschland als Nation?
Für eine Nation ist es nicht gerade von Vorteil, wenn man große Teile seiner Intelligenz vernichtet oder außer Landes treibt.
Ab 1933 findet man die hervorragendsten jüdischen Köpfe Deutschlands in den USA wieder. Nicht ganz so talentierte Flüchtlinge dürfen sogar noch 1939 nach der Reisekristallnacht Irrfahrten unternehmen. https://de.wikipedia.org/wiki/Irrfahrt_der_St._Louis oder müssen nach Israel auswandern.
Woher stammt eigentlich die Lehre von der Jüdisch-Bolschewistischen Weltverschwörung?
Sie stammte von keinem anderen als Henry Ford.
Henry Ford (und die Wall Street) unterstützten Hitler nach allen Kräften um an die Macht zu kommen und auch noch den ganzen Krieg hindurch.
Das relativiert mit Nichten die Verbrechen die zweifelsohne Deutsche begangen haben. Aber es entlarvt den Holocaust als geopolitisches Projekt der angelsächsischen Finanzindustrie.
1. Man konnte dadurch einen Brain Drain in die USA bewirken. 2. Dem geopolitischen Projekt Israel die nötige Menge an Menschen zuführen und 3. Durch die Überhöhung der Deutschen als arische Rasse eine ganze Nation zum Kanonenfutter gegen die Sowjetunion machen.
Es sind heute die selben Kräfte, die den Genozid in Palästina unterstützen und den Krieg in der Ukraine betreiben.
Und um das zu kapieren muss man verstehen, dass bei Nazis schon das N gelogen ist. Nazis sind nicht zum Wohle der Nation unterwegs. Genau so wenig wie Zionisten für das Judentum oder Islamisten für Muslime handeln.
Es sind bezahlte Mörder im Auftrag von Kapitalinteressen.
Und hier noch mal mein Lieblingsartikel dazu:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=132027
„Und um das zu kapieren muss man verstehen, dass bei Nazis schon das N gelogen ist. Nazis sind nicht zum Wohle der Nation unterwegs. Genau so wenig wie Zionisten für das Judentum oder Islamisten für Muslime handeln.
Es sind bezahlte Mörder im Auftrag von Kapitalinteressen“
Genau!
Und wie Karl Eduard von Schnitzler immer sagte: „Die NSDAP war manches, bloß nicht national und auch nicht sozialistisch“ – wo er recht hatte, hatte er recht!
Ich wundere mich immer wieder, wie viele hier noch glauben, AfD und Trump seien keine Pfeiler des selben Systems.
Die spielen schlicht mit verteilten Rollen. Auch in der NSDAP gab es unterschiedliche Flügel.
Und wie Zuckermann richtig sagt: Der Wandel geht schleichend, auf allen Seiten, mit Phasen kurzfristiger Entspanung und Beruhigung und dann Gewöhnung an die stetige Eskalation.
Und was Gaza und Israel angeht:
https://taz.de/Von-Israel-besetztes-Westjordanland/!6133435/
https://antikrieg.com/aktuell/2025_11_28_amnestyinternational.htm
https://antikrieg.com/aktuell/2025_11_26_deroekozidvongaza.htm