Märchenstunde: Eine “Theorie des Sieges“ der Nato vom Supreme Allied Commander Europe

General Alexus G. Grynkewich, der Supreme Allied Commander Europe (Saceur). Screenshot aus dem Video seiner Rede

Auf dem Warsaw Security Forum 2026 berichtete General Alexus G. Grynkewich, der Supreme Allied Commander Europe (Saceur), wie sich die Nato auf einen Krieg mit Russland vorbereitet und bei einem Angriff souverän gewinnen würde: „Wie können wir in der Abschreckung und Verteidigung militärische Erfolge gegen Russland erzielen?“ Auf dem Forum waren am ersten Tag neben Tusk und Selenskij zahlreiche EU-Minister, ehemalige Regierungsmitglieder aus den USA wie Ex-Verteidigungsminister Lloyd Austin oder David Petraeus, Keith Kellog oder Ben Hodges vertreten. Auch einige deutsche Vertreter waren geladen, die neuen Militärstrategen der Grünen Robert Habeck zum Thema „The West Under Attack: Confronting Malign Powers“, Anton Hofreiter und Joschka Fischer, daneben die unvermeidlichen Claudia Major (mehr Investitionen in die Rüstungsindustrie), Wolfgang Ischinger und Norbert Röttgen. Als einziges Mitglied der Bundesregierung war Außenminister Wadephul geladen zum Thema: „The Return of Power Politics: Europe Between War and Rivalry“.

Es sei großartig, wieder in Polen zu sein, meinte Grynkewich einschmeichelnd zum Publikum zu Beginn. Hier würden „Abschreckung und Verteidigung“ ernst genommen, selbstverständlich auch deren Finanzierung. Das ist Jobsicherung und der Sinn des Treffens. Der amerikanische General muss allerdings beiseitestellen, dass US-Präsident Trump die Hilfe für die Ukraine massiv zusammengestrichen und gerade einen Deal mit Russland getroffen hat, nicht an einen Angriff von Russland glaubt und als Hindernis für einen Frieden den ukrainischen Präsidenten Selenskij sieht, dem er den Rücktritt nahelegt und mit der Beendigung der Lieferung von Zieldaten droht.

Grynkewich tut so, als gäbe es keine Probleme in der Nato durch die US-Regierung. Die würde voll hinter der Nato stehen, sucht er in Warschau unter den Europäern glaubhaft zu machen, auch wenn das kaum jemand selbst auf dieser Veranstaltung unterschreiben würde. Überdies betont er den üblichen Sermon, die Nato sei ein eigentlich harmloses Verteidigungsbündnis zur Friedenssicherung. Es gäbe keinerlei Pläne oder Intentionen über den Schutz des Territoriums hinaus. Das dürfe aber nicht als Zeichen der Schwäche missverstanden werden. Man sei ja friedlich, „aber wenn jemand dumm genug ist, uns anzugreifen, werden wir kämpfen“. Man befolge auch den Grundsatz, dass es der beste Weg sei, den Frieden zu erhalten, wenn man sich auf den Krieg vorbereitet (und nicht auf andere Möglichkeiten der Friedenssicherung).

„Blunt, block, degrade“

Und wie gekämpft werden soll, legt er in der „Theorie des Sieges“ der Nato dar, nicht in einer Theorie der erfolgreichen Verteidigung. Die „Theorie“, die vor drei Monaten final beschlossen worden sei und Erfahrungen aus den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine beinhalte, soll den Feind abschrecken und den Nato-Mitgliedsländern versichern, dass die Nato jeden Angriff „auf das euro-atlantische Gebiet“ erfolgreich abwehren kann. Das sei nämlich ihre „heilige Pflicht“. Die „Theorie“ sei kein Plan, sondern eine Vision. Dabei geht man gnädig vor und vernichtet nicht den Feind, sondern nur alle seine Mittel, weiter kämpfen zu können. Damit würde man eine Eskalation und so auch einen Atomkrieg vermeiden.

Natürlich verkündet der General nicht die Einzelheiten der „Theorie“, überhaupt ein seltsamer Begriff für eine Strategie oder ein Konzept. Insgesamt gleicht die „Theorie“ einer Märchenstunde, der General einem Träumer. Vorgesehen sind drei Stufen: „Blunt the initial attack. Block the continuation of the attack. Degrade the enemy.“ Die erste ist schon ein Wunschdenken und besteht darin, den Angriff bereits in den Anfängen zu stoppen, weil man nicht überrascht werden könne. Man verlasse sich da auf massenhaft gesammelte Daten, die mit neuesten Algorithmen ausgewertet würden: „Wir werden sehen, wenn ein Angriff kommen wird.“

Dann werde man den Angriff mit Landstreitkräften, unterstützt durch die Luftwaffe und Marine sowie die Weltraum- und Cyberkommandos, blockieren und „schnell Manövrierfreiheit“ und Lufthoheit erlangen. Wenn der Angriff fortgesetzt wird, werde er mit dem Einsatz von „Sensoren, autonomen Systemen und multi-domain Truppen“ abgewehrt und das Vorrücken verhindert. Falls erforderlich werde man die feindlichen Streitkräfte und das gesamte operierende Kriegsführungssystem zerbrechen und ununterbrochen kinetischen und nicht-kinetischen Druck auf allen Domänen ausüben: „Den feindlichen Formationen werden die Nachschubmöglichkeiten entzogen. Die feindlichen Befehlshaber werden ihre Streitkräfte nicht mehr kontrollieren können. Die feindlichen Streitkräfte und ihre Unterstützungskapazitäten werden geschwächt und vernichtet.“

Obgleich eigentlich nach den Träumereien das feindliche Militär vernichtet ist, sagt der General: „Wir wollen unserem Gegner keine strategische Niederlage zufügen. Das ist auch nicht notwendig. Vielmehr wollen wir lediglich jeden Angriff im Keim ersticken.“ Irgendwie soll also nur der Teil des Militärs vernichtet werden, der den Angriff führt, wie man das unterscheiden will, führt der General nicht aus, nach dem der Feind wisse, dass jede Eskalation seinerseits seine Position verschlechtert: „Da wir nur das System angreifen müssen, das uns angreift, und da wir dies nur tun, um zu verhindern, dass es seine Ziele erreicht, haben wir weder einen Grund noch einen Anreiz zur Eskalation. Das bedeutet, dass die Last der Eskalation vollständig beim Angreifer liegen würde.“ Die „Theorie“ besteht offenbar darin, dass alles nach Nato-Plan verläuft, die Nato-Truppen immer überlegen sind und das Risiko eines Atomkriegs angeblich außen vor bleibt.

Man sei schon jetzt kampfbereit, versichert der General, obgleich die Arsenale an Raketen durch den Krieg gegen den Iran weitgehend geleert sein sollen, was er aber bestreitet. Natürlich werde man immer besser aufgestellt sein. Aber man müsse das auch demonstrieren, damit der Feind das auch glaubt: „Zu zeigen, dass wir bereit sind, gemäß unserer Theorie des Sieges zu handeln, ist daher ebenfalls entscheidend für den Erfolg bei der Abschreckung.“ Wie das gezeigt werden soll, ohne einen Krieg zu provozieren, führte er nicht aus.

Letztlich geht es natürlich um mehr Geld für die Aufrüstung: „Wir werden sowohl in hochmoderne als auch in kostengünstige Präzisionsschlagfähigkeiten mit großer Reichweite, Sensornetzwerke und eine ‚Warfighting Cloud‘ investieren, um unsere Fähigkeit zu stärken, jedes gegnerische Kampfsystem zu zerschlagen und es so handlungsunfähig zu machen, dass es den Angriff nicht fortsetzen kann.“

Und er versichert, dass die USA weiter zur Nato halten. Trump habe auf dem Nato-Gipfel gesagt, dass Liebe in der Luft liege.  Er sei auch da gewesen und habe diese Liebe ebenfalls verspürt. Man halte also unverbrüchlich und stärker denn je zusammen: „Ich glaube, niemand sollte das Engagement der Vereinigten Staaten für dieses Bündnis in Frage stellen. Ich meine, ich bin ja selbst hier. Ich bin ein amerikanischer Offizier, der von Präsident Trump hierher entsandt und dem US-Senat vorgeschlagen wurde. … Ich wurde vom Nordatlantikrat für die Position, die ich derzeit innehabe, vorgeschlagen. All das geschah auf Initiative von Präsident Trump. Das ist ein Bekenntnis zum Bündnis.“

Die Botschaft des Generals am Ende: „Wir haben das absolut im Griff, und darauf können Sie sich verlassen.“

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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42 Kommentare

  1. Unwillkürlich kommt mir beim Lesen der Vorstellungen dieses Generals der Gedanke, dass wir es hier weniger mit einem Militär als vielmehr mit einem gläubigen Technokraten zu tun haben.
    Seine Behauptung … „Wir haben das absolut im Griff, und darauf können Sie sich verlassen.“ … ignoriert so vollständig die Lehre beinahe aller größeren Kriege der letzten Jahrhunderte, wonach Unvorhergesehenes und auch unerwartete Prozesse der Eskalation praktisch unvermeidbar sind, dass ich mich wundere. Ein Militär, der behauptet, dass er alles im Griff hat und dass im Falle eines Falles alles nach Plan abläuft, scheint mir recht unerfahren zu sein.

    All das ist eigentlich seltsam, da er doch Militärgeschichte studiert hat. Nun weiß man nicht, was da seine Schwerpunkte? Ich tippe mal auf die siegreiche US-Beteiligung an den zwei Weltkriegen und vielleicht noch ein bisschen Caesar in Gallien.
    Qu.: https://de.wikipedia.org/wiki/Alexus_G._Grynkewich
    Vielleicht kann man seine Prägung besser verstehen, wenn man sich bewusst macht, dass seine Karriere seit den 1990er Jahren in jener bewussten Zeit der vollständigen Überlegenheit der USA erfolgt ist und dass er – von Afghanistan abgesehen – eigentlich immer nur erlebt hat, wie US-Militäreinsätze gegen deutlich unterlegene Gegner nach Plan abliefen.

    1. Weder „Ein Militär, der behauptet, dass er alles im Griff hat und dass im Falle eines Falles alles nach Plan abläuft, scheint mir recht unerfahren zu sein.“ noch „All das ist eigentlich seltsam, da er doch Militärgeschichte studiert hat.“ trifft den Punkt.

      Es ist schlicht so, dass die hochdekorierten Nato-Militärs das sagen, was sie sagen sollen. Douglas MacGregor, konfrontiert mit abenteuerlichen Aussagen solcher Leute, betonte immer mal wieder, dass diese sich vor solchen Auftritten an die politisch zuständigen Stellen mir der Frage wenden: „What am I supposed to say?“.

      1. > …Douglas MacGregor…

        All diese Ex-Militärs und Ex-Diplomaten auf den US-Youtube-Kanälen sind eine Grundvoraussetzung, wenn man irgendwas, was mit US-Politik/Außenpolitik/Militär zu tun hat, verstehen will.

        Gleicht man deren Aussagen mit dem Afghanistan-Krieg oder Irak oder Libyen oder, oder, oder ab, schält sich die Grundfunktionsweise der US-Projekte ungefähr so heraus: Ein Krieg wird begonnen. Die Regierung wird gestürzt, aber der Sieg bleibt aus. Da es nicht an Geld mangelt, werden immer mehr Schönfärbereien entwickelt. Zivile ebenso wie militärische, siehe Artikel. Das Geld fließt weiter. Die Soldaten bleiben. Der Krieg wird auf niedrige Intensität gebracht, damit nicht zu viele Soldaten sterben. Das kann Jahrzehnte so laufen und die dortige Zivilgesellschaft ist dem Siechtum ausgeliefert, wenn sie sich nicht entschließt oder keine Gelegenheit hat, sich den Besatzern anzugliedern, heißt von dem Geldstrom von außen zu profitieren.

        So ähnlich versucht man das auch derzeit bei den Golfanrainern und der Straße von Hormuz einzugrooven. Man darf gespannt sein, ob sich die Iraner einwickeln lassen oder bei ihrer Strategie bleiben, den US-beschützten Schiffsverkehr an der Küste des Oman so stark zu stören, dass die USA auf dem Wege der Erschöpfung bleiben.

        Laut den USA normalisiert sich der Schiffsverkehr. Wunschdenken wird zur Nachricht. Im Fall Afghanistan hat das 20 Jahre funktioniert. Das können sich Reiche leisten. Lange Zeit. Die EU versucht das auch mit der Ukraine, das Geld ist aber schon so knapp, dass man sich bei russischen Euros bedienen muss und den eigenen Sozialstaat abknabbert.

        Frau Leyen wird kaum noch gesehen, wie sie – selbst festen Glaubens – zur Einigkeit aufruft. Frau Kallas ist nach wie vor jedes Mal glücklich, wenn sie alle paar Tage neue Russlandsanktionen bekannt gibt oder welche in Vorbereitung ankündigt.

    2. „darauf können Sie sich verlassen“
      So sehr, dass man darauf sogar einen lassen kann. Vorausblickenderweise sind NATO-Uniformen mit der hierzu passenden Einlage ausgestattet.

  2. „Wir haben das absolut im Griff, und darauf können Sie sich verlassen.“ – General Alexus G. Grynkewich
    Na bitte, das sagt also der Experte.
    Was soll dann nur dieses ständige, dumpfe unterschwellige Furcht erzeugende Gejammer in den Qualitätsmedien und von den Politikerinnen der deutschen Prädikatsparteien? Geht das nur darum um besser in die Geldbörsen der verängstigten Bürger greifen zu können?

  3. Eigentlich hat er nur den schon neurotisch zu nennenden Überlegenheitsnarzissmus der Nato zum besten gegeben. Ich frage mich nur, was so einer macht, wenn es nicht „nach Plan“ läuft?

    1. AeaP: Aus dem bischen Lebenserfahrung, welche ich sammeln konnte weiß ich,
      dass solche Leute wenn es ernst wird und es nicht so läuft wie es soll, sich sogar
      praktisch ins Höschen machen. Diese Theoretiker sind in der Praxis meißt völlig
      überfordert. Das ist nicht nur im Film so, dass passiert auch im wirklichen Leben.
      Ich habe hochbezahlte Spinner erlebt, die als es ernst wurde, völlig in Panik gerieten.
      Wie man es jetzt auch bei dem Angiff auf den Iran gesehen hat, der dann völlig aus
      dem Ruder lief, ist sogar beim großen Trump die Panik eingeschossen.

  4. Ohne zu viel in einen Schnappschuss hineinlegen zu wollen und das überbewerten zu wollen, es wäre interessant, den Blick, den Ausdruck mal einer psychologischen Analyse durch einen entsprechenden Experten vorzulegen.

    Davon abgesehen fällt auf, dass schon initial nichts nach Plan läuft: der Russe will einfach nicht angreifen, was braucht der verdammt noch mal noch um endlich auszurasten. Dem General und der ganzen Entourage da geht es wohl so wie einer hysterischen Frau, die versucht ihren Mann zum zuschlagen zu provozieren um ihn dann aus der Wohnung schmeißen zu dürfen und das Ekel bleibt einfach ruhig und beherrscht, schöner Mist so was.

  5. Die europäischen Kriegstreiber erinnern an Charlie Chaplin aus dem Film „Der Große Diktator“:

    Demokraty: Stunk.

    Liberty: Stunk.

    Free Sprechen: Stunk.

    Mit seiner Auffassung »Wir haben das absolut im Griff, und darauf können Sie sich verlassen« hat General Alexus G. Grynkewich auch Recht aber nur wenn er fest überzeugt ist von

    Russland könnte bei Gefahr Atombomben einsetzen: Stunk.

  6. Seine Behauptung … „Wir haben das absolut im Griff, und darauf können Sie sich verlassen.“ erinnert mich an Biden, als Olaf Scholz neben ihm stand und Biden auf die Frage, wie er denn Nord-Stream stoppen wolle, so etwas ähnliches gesagt hat. Auf die Nachfrage, wie er das bei einem Projekt unter deutscher Kontrolle bewerkstelligen wolle, sagte Biden: „Ich verspreche Ihnen, wir werden in der Lage sein, das zu tun.“

    Aber der General zeigt genau auf, das es Unterschiede zwischen Trump, dem Pentagon und er CIA gibt.

    Es ist schon seltsam, dass eine Raffinerie in Rostow am Don getroffen wurde, kurz nachdem das angebliche Abkommen verkündet worden war. Denn die Ukraine ist nicht in der Lage, Drohnen präzise zu steuern. Rostow liegt zwar sehr nahe an der Donbass-Front, dennoch müssen mehrere russische Überwachungssysteme umgangen werden. Normalerweise übernehmen das die USA oder einer der wütenden NATO-Mitglieder, wie zum Beispiel die ruchlosen Briten.

    Es gibt da ein Problem. Simplicus (und viele andere Kommentatoren) behaupten, das Hauptquartier für all diesen Wahnsinn liege in Wiesbaden – aber Wiesbaden ist ein US-Hauptquartier. Da stimmt doch etwas nicht. Denn wenn das Hauptquartier in Wiesbaden die Fäden zieht, dann würde ein Anruf des Oberbefehlshabers (=POTUS) dem Ganzen ein Ende setzen. Wenn die Ukraine weiterhin Raffinerien angreift, dann ist entweder Wiesbaden nicht das Hauptquartier ODER die Ukraine braucht die NATO nicht.

    Der Krieg in der Ukraine wird von der CIA geführt, nicht vom US-Präsidenten.

    Der Krieg wird zum Vorteil der Banken und ihrer Handlanger geführt, die CIA hat die Fäden in der Hand. Donald Trump spielt keine Rolle. Dem Tiefen Staat ist es völlig egal, ob er mitmacht oder nicht.

    Die ukrainische Führung ist nicht bereit, Russland Zugeständnisse zu machen. Ihre Truppen erleiden Niederlagen. Die Wirtschaft liegt am Boden. Sie überlebt dank europäischer Subventionen, von denen ein Großteil von den Machthabern veruntreut wird. Ihre einzige Hoffnung, den Geldfluss aufrechtzuerhalten, besteht darin, die Angriffe fortzusetzen.

    Operative Gruppen innerhalb der CIA und des Pentagons stehen in täglichem Kontakt mit Ukrainern und wollen deren Aggression gegen Russland nicht beenden.

    1. Gut zusammengefasst.

      „Es gibt da ein Problem. Simplicus (und viele andere Kommentatoren) behaupten, das Hauptquartier für all diesen Wahnsinn liege in Wiesbaden – aber Wiesbaden ist ein US-Hauptquartier. Da stimmt doch etwas nicht. Denn wenn das Hauptquartier in Wiesbaden die Fäden zieht, dann würde ein Anruf des Oberbefehlshabers (=POTUS) dem Ganzen ein Ende setzen. Wenn die Ukraine weiterhin Raffinerien angreift, dann ist entweder Wiesbaden nicht das Hauptquartier ODER die Ukraine braucht die NATO nicht.“

      Oder der US-amerikanische Warlord Trump WILL dort nicht anrufen. Oder wenn er es denn täte, könnten die Angerufenen den Anruf möglicherweise auch einfach ignorieren.

      Oder wie Du selber schreibst „Normalerweise … oder einer der wütenden NATO-Mitglieder, wie zum Beispiel die ruchlosen Briten.“ die Briten brauchen dafür das Hauptquartier nicht.

      Die Vorstellung, die US Amerikaner wollten den Krieg mit Antritt der Trump-Administration beenden, ist denke ich das etwas, was hier nicht stimmt. Vielleicht wollte Trump selber das tatsächlich, ist ja nicht ganz auszuschliessen, aber wenn dem so ist oder war, dann zeigt das nur, dass dafür seine Macht in US Amerika nicht ausreicht.

      „Ihre (der Ukrainer) einzige Hoffnung, den Geldfluss aufrechtzuerhalten, besteht darin, die Angriffe fortzusetzen.“

      Wenn man genau hinschaut, dann sieht man, dass die Russen seit zwei oder drei Monaten begonnen haben, der Nato die Kosten für den Krieg gewaltig zu erhöhen. Ich bin nicht sicher, dass die Nato beziehungsweise ihr europäische Teil sich das noch lange leisten kann…

  7. Mich erinnert der ganze Style der NATO sehr an Scientology. Dieses Blau, die hässlichen Uniformen, das Logo usw. Und genau wie Scientology, wollen die uns Brainwashen und an unser Geld. 💰
    Ein Scheissladen.

  8. Die NATO wird Russland genauso besiegen, wie die USA den Iran, Vietnam oder Afghanistan. Das nennt man den Strahlensatz der Militärstrategie. Und sie wird dabei den Atomkrieg genauso verhindern wie sie mit ihren Panzern und sündhaft teuren High-Tech-Waffen die gegnerischen Kräfte ausschalten wird. Sie haben alles genauso im Griff wie damals bei Wintex/Cimex, wo Deutschland das Schlachtfeld war und am Ende der Übung radioaktiv verseucht war, und das war zum Zeitpunkt des Kalten Kriegs, ohne Hyperschallwaffen und Drohnen.
    Ich glaube keinem Militär auch nur ein Wort. Alles Lügen und Sandkastenspielereien.

  9. Kurz zusammengefasst:
    Verhält sich der Feind genauso wie wir das wünschen und stellt sich dabei noch besonders dumm an ist uns der Sieg sicher.
    Super Strategie, weiter so.

    1. Ziemlich exakt, was ich selbst darüber denke.
      Wer genau mit einem dummen Angreifer gemeint sein könnte, weiß man ja und der Tollpatsch wird sicherlich lange genug abwarten, bis die 700 000 Abwehrsoldaten den Atlantik überquert haben, oder sonstwie zusammengetrommelt werden, um sich dann auf der A2 in Richtung Front zu begeben ( dazu existiert ja der Operationsplan Deutschland ). Schlecht wäre natürlich, wenn der Russe erst gar nicht persönlich an der Front erscheint, sondern Kriegsroboter und Kampfdrohnen dort zusammenführt , wobei die Robotiks Stopp-Schilder aufstellen mit der Aufschrift Achtung Front, Lebensgefahr. Natürlich nur um dem Völkerrecht genüge zu tun und Zivilisten vor Schäden zu bewahren. Vielleicht kommt der Feind sogar auf noch perfidere Gedanken und sprengt in Deutschland und Polen die Brücken mit Haselnüssen weg und fals einer der Front zu nahe kommt, macht ein großer Bums den Weg zur Front unpassierbar.
      Sicherlich hat die Nato aber auch genügend ABC-Schutzuniformen und Jod-Tabeletten in ihren Vorratskammern.

    2. Mit dieser tollen „Theorie des Sieges“ im Hinterkopf¹ trete ich demnächst gegen Magnus Carlsen an und erwarte einen 6:0 Sieg.

      ¹Zusammen mit einem implantierten Chip, der mich mit einem Super-Schach-Computer verbindet

  10. Diese Mittel-Bereitstellungs-Werbeveranstaltung der NATO würde ich nicht all zu ernst nehmen. Natürlich verstehen die Militärs durchaus, dass bei einem Krieg zwischen NATO und Russland Atomwaffen eingesetzt werden würden. Das können die bei dieser Veranstaltung halt nicht sagen, denn sie wollen ja um Geld werben.

    1. Der ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner Helmuth von Moltke : Ja, mach nur einen Plan!
      Zündet ein grosses Licht!
      Und mach‘ dann noch ’nen zweiten Plan

      Geh’n tun sie beide nicht!

      Ein Nuklearkrieg zu begrenzen ist der erste Plan – den eigenen Nuklearkrieg zu gewinnen ist der zweite Plan.

  11. Siegtrunken waren die Bellizisten im sog. Westen schon immer, allen voran die Amerikaner. Aber dann kam Vietnam, der Irak und Iran, Afghanistan, etc., etc.! Im Griff haben die rein garnichts, nicht einmal sich selbst!

  12. Tankerbeschlagnahmungen, Ukraine, Kola-Halbinsel, Kaliningrad, Leipzig…

    Zündelei nun auch vor Bulgarien:

    „Erneut Frachter vor bulgarischer Küste gesunken. Die bulgarische Regierung verdächtigt Russland und schaltete die NATO ein.“ ( TS )

    So ein shit …. Die Russen wollen und wollen einfach nicht angreifen….Keine Absichten, Belege …. nix ! Totrüsten wollen sie sich auch nicht…

    Und nu ?

  13. Aber jetzt greifen die Russen doch endlich an, oder ?

    Brand in polnischer Starlinkanlage.
    „Wadephul sieht Europa im Fadenkreuz Russlands“ ( TS )

  14. Märchenstunde in Polen und viele NATO Märchenerzähler gaben dort ihre Geschichten zum Besten. Aber welche gruseligen Geschichten man sich auch erzählte, der böse Russe wollte einfach nicht kommen. Und so siegte die NATO immer weiter, bis das liebe Geld ausging, denn Heldentum hat auch seinen Preis, selbst wenn es nur die Märchenerzähler sind, die dafür bezahlt werden wollen.

  15. „Wir wollen unserem Gegner keine strategische Niederlage zufügen. Das ist auch nicht notwendig. Vielmehr wollen wir lediglich jeden Angriff im Keim ersticken.“ Irgendwie soll also nur der Teil des Militärs vernichtet werden, der den Angriff führt, wie man das unterscheiden will, führt der General nicht aus, nach dem der Feind wisse, dass jede Eskalation seinerseits seine Position verschlechtert: „Da wir nur das System angreifen müssen, das uns angreift, und da wir dies nur tun, um zu verhindern, dass es seine Ziele erreicht, haben wir weder einen Grund noch einen Anreiz zur Eskalation. Das bedeutet, dass die Last der Eskalation vollständig beim Angreifer liegen würde.“ Die „Theorie“ besteht offenbar darin, dass alles nach Nato-Plan verläuft, die Nato-Truppen immer überlegen sind und das Risiko eines Atomkriegs angeblich außen vor bleibt.

    Eines verstehe ich an diesem Artikel ganz und gar nicht … halt … ich verstehe es vielleicht doch …
    Florian ist ja nun kein junger Hüpfer, er hat zwei Jahre mehr auf dem Buckel, als ich, und ich räume ein, ich habe auch einiges vergessen, was nach 1990 zunächst nicht mehr relevant erschien. So habe ich Schwätzi um Hilfe gebeten, kürze seine Auskünfte jetzt kräftig ein:

    Der deutsche Verteidigungsminister Gerhard Schröder (CDU) etablierte schließlich 1967 die geläufige Bezeichnung „Vorneverteidigung“ (engl. Forward Strategy oder Forward Defense) im deutschen Sprachraum. … Ihre größte Popularität und operative Reife erlangte die Vorneverteidigung ab 1967 mit der Einführung der NATO-Strategie der Flexible Response (Dokument MC 14/3).

    „Alter Wein in neuen Schläuchen“ also, und nicht „Märchen“, sondern „alte Sagen“.

    Allerdings kommt es auf den „Schlauch“ sehr an! Der heißt heute nämlich „Belarus“. Deshalb die „existentielle“ „Bedrohung“, die für das Baltikum und die „Suwalki-Lücke“ erfunden wurde. Im „Falle eines Falles“ gedenkt NATO russische Truppen in Belarus vernichtend anzugreifen und hält Kaliningrad in der taktischen Hinterhand, darauf setzend, daß die RF sozusagen „in letzter Sekunde“ die dicken Pfeile im Köcher läßt und die Weiße Fahne der Verhandlungsbereitschaft schwenkt.

    Aber Florian liegt natürlich zugleich richtig mit der „Märchenstunde“. Der spieltheoretische Hintergrund der „Vorneverteidigung“ als „flexible response“ liegt darin, daß USA und UK durch nichts verpflichtet sind, auf einen erwartbaren nuklearen Befreiungsschlag der RF zu reagieren. Frankreich schließt das ohnehin doktrinär aus.
    Das politische Resultat eines solchen Verlaufes ist für NATO Sieg genug, denn die Kreml-Besatzung könnte nach dem Befreiungsschlag die Schlüssel des Kreml gleich nach Peking tragen und abgeben, und damit wären beide für mindestens eine Generation auf strategischer Ebene zwar nicht „erledigt“, aber beschäftigt und auf vielen anderen Aktionsfeldern der NATO, aktuellen, wie künftigen, neutralisiert. „Thats all she wrote“, denkt sich für diesen Fall die Führungsriege der NATO-Strategiekomissionen, weiter brauchen sie nicht denken …

    1. Zur Ergänzung noch ein wenig deutlicheren Text von RBC-Ukraine, das sich auf das WSJ beruft:

      NATO’s „theory of victory“ builds on the work of retired General Chris Donahue, the former Army commander in Europe and head of the alliance’s Land Command.

      He was forced to leave his post in July after Defense Secretary Pete Hegseth downgraded his position.

      The approach is designed to block Russian military operations. Russia’s geographic advantages and massive defense industry could allow it to attack the Baltic states, Poland, and other NATO allies before the Alliance can organize a powerful response.

      Under Donahue’s strategy, an extensive „autonomous zone“ would be created, allowing drones and ground robots to suppress a Russian attack without significant losses among allied forces.

      Meanwhile, long-range missiles would strike Russian command posts and air defense systems in:

      The Kaliningrad exclave

      Areas near St. Petersburg

      Belarus

      This would undermine Russia’s efforts to control the skies and allow the US Army’s V Corps and other NATO ground forces to launch a counterattack, the outlet writes.

    2. Leser, die Qana einige Urteilsfähigkeit zutrauen, ermuntere ich, die Liste der Speakers und Councils sehr genau anzuschauen.
      Allgemein will ich nur darauf hinweisen, daß unter „Government-Speakers“ auch Sviatlana Tsikhanouskaya figuriert hat …
      Und den vielzitierten Spruch „Wir haben alles im Griff“, sollte man etwas gründlicher nach-denken, sage ich.

      Aber, zugegeben, relevant ist das nur für Leute, die sich den Luxus erlauben / gönnen, etwas genauer zu erkennen, was in Warschau los gewesen ist.

      1. Philipp Fess hat mir mit dem dritten Teil seiner Artikelserie zum „Informationskrieg“, „EU DisinfoLab: Unabhängig, aber eng mit der Macht vernetzt“, einen Teil der Arbeit abgenommen, die zu leisten wäre, wollte man genauer ermitteln, was in Vilnius los war.
        Dieser Teil stellt zudem klar, was es mit der Ambiguität der EU – Stellen auf sich hat, die Fess im ersten Teil thematisiert hatte: „Desinformation: Washington macht Druck, Brüssel weicht zurück.“

        Kleiner Tip: In Vilnius gab es mit zwei Ausnahmen keine „Amerikaner“. Die erste Ausnahme ist natürlich der SACEUR, die zweite der NATO-Botschafter der USA. Alle anderen Amerikaner waren Dissidenten – demokratische und republikanische Feinde der Administration aus außen- / kriegspolitischen Congress-Komitees und prominenterweise Ben Hodges, der schon vor Jahren aufgrund seiner Albernheit als Russlandkrieger in Washington in Ungnade gefallen ist und seitdem in Europa lebt – in Wien, wenn ich mich nicht irre.
        Eine noch deutlichere Botschaft war die Einladung der Baroness Ashton.

        Der Transatlantizismus brückt gegenwärtig nurmehr den Ärmelkanal, und der „Luftstützpunkt“ der US- Chaosreiter, bzw. ihrer Nachfolger, ist nach wie vor, und wiederum verstärkt, das Londoner „Atlantic Council“.

  16. Zum Thema „alles im Griff“: Eine Überraschung gab es ja jetzt in Norwegen. Man fuhr da wohl im Taxi zur Kaserne. Und irgendwem ist aufgefallen, dass die neuen Autos nicht nur nach hause telefonieren sondern auch alles filmen. So auch den Soldaten, der gerade einen Zugangscode eintippt.

    Autohersteller war wohl chinesisch. Ob die Filme auch übertragen wurden, konnte man nicht sagen. Es muss sich dabei wohl um hybride Kriegführung handeln. Das Böse ist immer und überall.

  17. Die Long-Range-Sanktionen gegen Яндекс der letzten Wochen waren schon ein Husarenstück. Als neutraler Beobachter kann ich nur sagen: die Ukraine zeigt, wie es geht. Auch der NATO. Mitten in der Chipkrise ein paar Rechenzentren aus dem Spiel zu nehmen mit dem Wissen, dass es aktuell unmöglich ist, den Schaden auch nur in einem absehbaren Zeitrahmen zu ersetzen und dem Wissen, dass der russische Schlendrian auch keine Redundanzen vorsieht. Vor allem der Kollateralschaden an privaten Daten scheint immens un unwiederbringlich zu sein.

    1. Die Ukraine zeigt Garnichts

      Wenn dann die CIA oder der Mi6 mit massiver Rechenkapazität aller NATO-Rechenzentren zur Auswertung von Satteliteninformatioen, der Gefechtsfeld-Software von Palantir und der optimierten Kill-Chain von Wiesbaden in die Ukraine. Im Höchstfall drückt ein Mensch, der in eine UA-Uniform gesteckt wurde noch einen rot-leuchtenden Buzzer-Knopf. Der weiß weder wo die Rakete hinfliegt, noch von wem die Zielkoordinaten kommen, wenn das nicht auch schon von Wiesbaden aus erledigt wird.

    2. Als neutraler Beobachter kann ich nur sagen: die Ukraine zeigt, wie es geht.

      Es geht ja nichts über eine realistische Selbsteinschätzung. 😀

    1. Die von Ihnen verlinkten Youtube Beiträge halte ich für Propaganda.
      Ich denke es wäre überzeugender sachliche Berichte über russische Angriffe und deren Folgen zu erörtern.
      Ich weis, das ist aber sicher schwierig, wegen der immensen Zensur in den westlichen Medien. Da nehmen sich private und ÖR kaum was.

  18. Zumindest kann man der märchenhaften „Theorie des Sieges“ ein bisschen das Ideal der Nato-Kriegsplanung, bzw. „Vision“ entnehmen. Jeden möglichen „Angriff“ – oder Truppenverlagerungen und -bewegungen – vorher „erkennen“, nun mit Hilfe der super-intelligenten KI, und dann „nur“ diesen Angriff „im Keim ersticken“ und „blockieren“ wollen, – weil die Nato-Verteidigungsmacht natürlich „keine strategische Niederlage“ des Gegners anstrebt -, das hört sich einerseits nach der alten „Vorwärts-Verteidigung“ an, die Qana bereits in Erinnerung gerufen hat, also nach präventiven „Erstschlägen“ gegen KI-berechnete Kriegs-Absichten des Angreifers.
    Zum anderen ist es ein Aufruf für eine totale Rüstungsüberlegenheit, die dann, wenn ihre angebliche „Abschreckungs“-Qualität schon mal NICHT von einem Angriff abschreckt, auf dem Schlachtfeld dafür sorgen soll, dem Gegner in jeder Waffenkategorie und auf jeder Stufe den beabsichtigten „Angriff“ kaputt zu machen. Aber nur den „Angriff“, denn die Nato gibt sich gern als Kriegsverhinderungs-Macht, so wie Pistorius die Aufrüstung Deutschlands zur größten und damit quasi „abschreckendsten“ europäischen Militärmacht als den einzig echten „Pazifismus“ ausgibt.

    Die „Last der Eskalation“ KANN nur beim Gegner liegen.

    Bedrohen und Eskalieren wollen die Nato-Führer mit ihrer massiven Aufrüstung und der Einrichtung weiterer militärischer Kontrollgebiete natürlich niemanden. Laut Nato-Sprech soll es ja idealerweise schon die „Abschreckung“ mit total überlegenen militärischen Mitteln sein, die jeden Gegner zur friedlichen Unterordnung bringen und von kriegerischen Begehrlichkeiten im Namen seiner nationalen Sicherheitsinteressen abhalten soll.
    Welche Nationen den Segen für ihre nationale Sicherheitsinteressen ausgestellt bekommen und welche von ihnen Waffengattungen dafür auch kaufen und besitzen dürfen, das wurde schon immer maßgeblich von westlichen Nato-Staaten nach ihrem Freund-Feind-Schema festgelegt, die dieselbe Belieferungspolitik ihrer weltpolitischen Konkurrenten wie Russland, China, Iran, u.a. natürlich zur globalen Bedrohung von Sicherheit, Freiheit und „unserem Lebensstil“ erklärt haben. Nationale Sicherheitsinteressen von Russen? Die sind zweifellos ganz übler „Imperialismus“.

    Wie gut das Abschreckungskonzept funktioniert könnte man eigentlich auch der militärischen und atomaren Großmacht Russland entnehmen. Deren Überlegenheit und selbst atomare Drohungen hatten bisher offenbar wenig „abschreckende“ Wirkung und stattdessen mehr Kriegstreiberei zur Folge, bei der die Bürger sich nun ständig von Russland „bedroht fühlen“ sollen, aber keineswegs in „lähmende Angst“ verfallen dürfen, – „das will der Russe ja nur!“, laut unseren Militär-Experten. Zuviel der Angst ist ganz schlecht, vor allem wegen der geforderten Kriegsertüchtigung und Opfergesinnung, die Deutschland nun schnellstens braucht.

    Die Nato-Rede enthält so alles Nötige um „glaubwürdige Siegesgewissheiten“ und Sicherheits-Visionen auszustrahlen: „Wir“ wollen ja keinen Krieg, keine Eskalation und keine Niederlage des Gegners, sondern nur einen uns aufgezwungen Angriff „im Keim“ unschädlich machen. Wenn, dann eskaliert nur der Gegner und „Wir“ müssen auf jeder Stufe die passende Auswahl an Mitteln bereit haben um auf jede mögliche Feindseligkeit kontrolliert zu „reagieren“.

    Dass die USA ihre europäischen Verbündeten mittlerweile auch als schädliche Konkurrenten betrachten, die gefälligst selbst für ihren Ukraine-Krieg und ihre europäische Sicherheitsordnung gegen Russland aufkommen und bezahlen sollen, darf die Glaubwürdigkeit der Nato als großartigstes „Verteidigungsbündnis der Welt“ auf keinen Fall schmälern. Und Trump weiss bei seinen provokativen Anti-EU-Vorstößen sehr wohl, dass die USA zur Aufrechterhaltung ihres Weltmacht-Status weiter auf die EU-Partner angewiesen sind, schon allein wegen ihrer militärischen Infrastruktur in Europa.
    Als Beweis für die militärische Einigkeit wirkt es natürlich etwas komisch, wenn der US-amerikanische Nato-Oberst seine bloße Anwesenheit zum Beleg für „die Liebe“ macht, die unter den Nato-Herrschaften unterwegs ist. Aber bei der eigennützigen Abhängigkeit von den USA, die die Europäer oftmals demonstrativ vorgeführt haben, um sich weiterhin ein Wohlwollen der USA für europäische Interessen zu erhalten, kann der US-Präsident sich ja durchaus gnädig zeigen, wenn sie teure Flug-Computer und anderes Kriegsgerät gegen die Richtigen bei ihm einkaufen und auch andere seiner neuen Bedingungen fast wie gewünscht erfüllen.
    Von einer die bisherige Weltordnung weiter gefährdenden „Nato-Krise“ wollen jedenfalls beide Seiten bis jetzt nichts wissen.

    Davon, dass die „Siegestheorie“ von der umfassenden Zerstörung der militärischen Kontrolle genauso zur Verkürzung der atomaren Zündschnur führen könnte, wollen die Nato-Kriegsvisionäre auch nichts wissen. – Wenn überhaupt etwas dran ist, an der öffentlich zur Schau gestellten Nato-„Strategie“. Mehr als die Botschaft „WIR wollen ja keinen Krieg und nur gegen Angriffsabsichten präventiv zuschlagen, wenn die anderen ihn wollen, mit unseren überlegenen Mitteln und Planungen einer glaubwürdigen und einigen Nato-Macht, die alles im Griff hat“ steckt in der Rede ja nicht drin. Aber auf diese Botschaft der Kriegsbereitschaft kommt es offenbar ungemein an, egal ob da Fragen aufkommen, wie das denn gehen soll, ob es „realistisch“ ist oder eine Märchenerzählung und ob die roten Atomknöpfe nicht näher liegen, wenn die gegnerische Kontrolle über das konventionelle Militär futsch ist. Militärische Glaubwürdigkeit hat ja nichts mit theoretischer Überzeugungskraft zu tun, sondern mit der „Sprache der Stärke“, wie die Nato es verklausuliert.

    Siegestheorien hießen früher mal „kurzer Krieg gegen Frankreich“, unbedingter „Durchhalte-Willen“ und heißen bis heute ‚Wir bomben den Iran mal eben aus unserer Zivilisation‘, wenn der zum Erhalt seines regionalen souveränen Status, besonders gegenüber Israel, weiterhin an seinen Atomwaffen-Ideen festhält.
    In Deutschland muss man sich anständig in Latein, wehrhafter „Resilienz“ und Schutzmaßnahmen üben, dann klappt’s auch mit der atomaren Bedrohung.

  19. Das hört sich an wie, wir schnappen zu wenn er gerade nicht daran denkt ,das wir auf seinen Angriff warten.Die Ukraine hat das Land und die Menschen geopfert ,wir tun den Rest.Die Ukrainer sind geflüchtet wollen in die EU .Aufbauhilfe in der Ukraine wird gewährleistet Firmen warten auf Aufträge ,Rentner zahlen
    Russland ist geschwächt ,jetzt kann der große Schlag kommen .Russland ist ganz klar der Schuldige ,das werden wir denen schon nachweisen .Der ukrainische Komiker ist aufgestiegen seine Frau ist mit den Damen der Welt .Es ist ehrlich kein Vergleich ,aber was würde eigentlich aus Eva Braun?

  20. Dass einer aus der dort in Polen anwesenden Grünen Krieger Haute-Volee Clausewitz kennte, war nicht zu erwarten. Mal vorsichtig formuliert, zu sperrig in der Sprache und zu logisch der Inhalt. Dass der Saceur Clausewitz anscheinend nicht kennt, das ist schon alarmierend und überrascht mich doch sehr. Seine Theorie des Sieges kennt anscheinend keine Friktionen, Wechselwirkungen und Nebel des Krieges. „Das Einfachste ist schwierig“. Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenze; so gibt jeder dem anderen …. . Welche Dynamik diese von Clausewitz postulierte „Gesetzmäßigkeit“ entfaltet, , war doch in der jüngeren Vergangenheit gut zu beobachten.

    Z. B.: Russland hat den Kriegswillen der NATO unterschätzt und ist in die Nebel des Krieges geraten. Das will ich jetzt nicht weiter ausführen. Trump hat die Widerstandskraft des Iran vollkommen falsch eingeschätzt. Der Iran ist eine gewachsene Nation mit großer Fläche und vielen Ressourcen und einer bestens gebildeten Bevölkerung. Der Iran ist nicht so ein labiles Kunstgebilde wie Saudi Arabien mit seiner primär auf Dekadenz basierenden Loyalität seiner Staatsbürger. Aber, Clausewitz gilt natürlich sowohl pro als auch contra für jede Kriegspartei, auch wenn sie sich zu den moralisch Guten zählt.

    Die existentielle Bedrohung Europas besteht in der vollkommenen Unbedarftheit und der großen Raffgier unserer Pseudoeliten.

  21. Kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt.

    Mußte mal gesagt werden, es schreit einen ja zwischen sämtlichen Zeilen an.

    Und zum Thema Vorwarnzeit: Wie lang braucht ne Haselnuß von Petersburg nach Wiesbaden?

  22. ‚Auch einige deutsche Vertreter waren geladen, die neuen Militärstrategen der Grünen Robert Habeck zum Thema „The West Under Attack: Confronting Malign Powers“, Anton Hofreiter und Joschka Fischer, daneben die unvermeidlichen Claudia Major (mehr Investitionen in die Rüstungsindustrie), Wolfgang Ischinger und Norbert Röttgen. Als einziges Mitglied der Bundesregierung war Außenminister Wadephul geladen“

    Die unappetitlichsten Gestalten, die das Land zu bieten hat. Insbesondere auf Habeck, der sich im Nato-Umfeld warmläuft, sollte man ein Auge haben. Wird er bald Chef eine Schwarz-Blau-Oliv-Regierung?

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