Märchen über den „Sieg“ der Ukraine

Der ukrainische Generalstab berichtet von einem Angriff auf die Ölraffinerie „Slawjanski“ in Krasnodar in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni. Bild: facebook.com/GeneralStaff.ua/

Propaganda und Wirklichkeit.

„Одна и центральных главных национальных идей Украины — как можно больше врать себе и людям. Потому что если не врать — то рухнет всё.“ (Eine der zentralen nationalen Ideen der Ukraine ist es, sich selbst und die Menschen so viel wie möglich zu belügen. Denn wenn wir nicht lügen, wird alles zusammenbrechen.) – Oleksij Arestowytsch, Ex-Berater des ukrainischen Präsidenten Selenskij, 20.04.2022

 

1. Allgemeine Situation

    Seit Tagen und Wochen verbreiten die ukrainischen und transatlantischen Mainstream-Medien die Siegesmeldungen der ukrainischen Armee am Boden und in der Luft. Neulich schrieb der bekannte US-amerikanische Militärexperte, Michael Kofman, am 23. Juni in seinem in Foreign Affairs erschienenen Beitrag „The Next Russia Threat. Moscow’s Military Power After Ukraine“: „Der Krieg in der Ukraine hat einen weiteren Wendepunkt erreicht. Die russischen Streitkräfte haben sichtlich Schwierigkeiten auf dem Schlachtfeld, da Kiews Strategie, den Krieg für Russland sinnlos zu machen, aufgeht. Selbst im Falle einer Niederlage wird Russland auf Jahre hinaus die größte Bedrohung für Europa bleiben. Trotz seiner stagnierenden Wirtschaft, der ungünstigen demografischen Entwicklung und des verkrusteten autoritären Regimes ist Russland nach wie vor eine Großmacht, die in der Lage ist und ein Interesse daran hat, die Sicherheitsarchitektur des Kontinents zu untergraben.“

In diesen zitierten wenigen Sätzen werden konzentriert in einem Atemzug der Eindruck von militärstrategischen Erfolgen der Ukraine und einer wahrscheinlichen Niederlage Russlands ebenso erweckt, wie alle gängigen Klischees von Russland als „verkrustetem autoritärem Regime“ und Schwarzmalerei über die daniederliegende russische Ökonomie, der bald das Geld für den Krieg ausgeht, wiederholt.

Dieses ständig wiederholte propagandistische Getöse über einen baldigen ökonomischen Niedergang, politischen Untergang und eine baldige militärische Niederlage Russlands spiegelt eher das Wunschdenken der Propagandisten als die realpolitischen Entwicklungen wider.

All jenen Propheten des russischen Niedergangs hat Putin Anfang Juni 2026 alles Nötige gesagt. Bei einem Treffen mit den Leitern internationaler Nachrichtenagenturen im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums St. Petersburg (SPIEF) antwortete Putin am 4. Juni 2026 auf die Frage eines französischen Journalisten, der auf Schwierigkeiten in der russischen Wirtschaft hingewiesen hat, mit einem Zitat von Mark Twain: „Was die Wirtschaft betrifft, so sind, wie Mark Twain sagte, die Gerüchte über meinen Tod übertrieben. Und so ist es auch jetzt. Was also haben sie vorhergesagt? Eine Niederlage auf dem Schlachtfeld. Der ehemalige US-Präsident sagte, die russische Wirtschaft liege in Trümmern.“

„Man darf Wunschdenken mit der Realität nicht verwechseln“, fügte Putin gleich hinzu. Russland besitzt nach Angaben des russischen Finanzministeriums Geldreserven im Wert von einer halben Billion Dollar und die russische Staatsverschuldung beträgt keine 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Davon können die EU-Länder nur träumen.

Aber auch an der Front ist die Lage alles andere, als die transatlantische Kriegspropaganda uns weismachen will. Ausgerechnet die ehem. Pressesprecherin von Wolodymyr Selenskij, Julia Mendel, warf dem Staathalter von Kiew am 17. Juni auf der Social-Media-Plattform X vor, dem „Westen“ „Märchen“ über den Sieg der Ukraine aufzutischen.

„Während Selenskyj dem Westen Märchen vom ‚Sieg‘ der Ukraine erzählt, fällt Kostjantyniwka gerade. Russische Truppen haben die Außenbezirke der Stadt aus mehreren Richtungen erreicht und dringen ins Innere vor. Sobald die Stadt fällt, ist der Weg in den gesamten Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk frei. Nach Kostjantyniwka folgt Druschkowka (ein wichtiger Logistikknotenpunkt), dann Kramatorsk. Die ukrainische Logistik könnte zusammenbrechen“, schreibt sie.

   Zur Bestätigung dieses Berichts ist auf einen gerade am 30. Juni 2026 erschienenen Handelsblatt-Artikel verwiesen, dessen Verfasser direkt aus Kramatorsk berichtet und entrüstet feststellt: „Russland erobert Stück für Stück weitere Teile von Kostjantyniwka. In der Ostukraine sind die Folgen der intensivierten ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland bislang nicht zu spüren.“1

   Mendels Lagebeurteilung bestätigt aber auch Putin. In einer Pressekonferenz äußerte er sich am 29. Mai zuversichtlich über einen baldigen und siegreichen Abschluss der „Speziellen Militäroperation“ (SVO). „Die Lage auf dem Schlachtfeld entwickelt sich so, dass Russland von einem raschen Ende des Konflikts sprechen kann“, betonte Putin.

Die Entwicklungen an der Front belegen, „dass die russische Armee die strategische Initiative behält; unsere Truppen rücken vor und befreien immer mehr Siedlungen und Gebiete. Die Schwächung des Gegners ist ein Trend, der weder durch europäische Kredite … noch durch die Lieferungen der westlichen Drohnen aufgehalten werden kann“.

Die Tatsache, dass westliche Länder das Kiewer Regime weiterhin mit Drohnen für Angriffe gegen Russland beliefern, bedeutet nur eines: Wir müssen unser Luftverteidigungssystem stärken. „Und das tun wir und werden es auch weiterhin tun“, sagte Putin im Gespräch mit Journalisten.

Berichte entlang der Kontaktlinie bestätigen Putins Vortrag. Sie deuten darauf hin, dass die russischen Streitkräfte neue Stellungen im Donbas und in Noworossija besetzen und die sog. „Sicherheitszonen“ in den Regionen Sumy, Charkow und Dnipropetrowsk ausweiten. Das von der Ukraine kontrollierte Gebiet schrumpft täglich.

Am 24. Juni berichteten die russischen Medien zudem über einen russischen Hackerangriff auf die Datenbanken des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte, ukrainischer Leichenhallen, medizinischer Einrichtungen und des Transports- und Kommunikationszentrums. Die Ukraine verlor laut den Berichten 2,4 Millionen Soldaten.

Ob die Zahlen stimmen oder nicht, können wir von unserer Warte natürlich nicht verifizieren, obschon selbst manche US-amerikanischen Militärexperten seit Langen von ähnlichen Opferzahlen ausgehen. Die EU-europäischen Massenmedien sprechen hingegen lieber von Millionen Verlusten der Russen, wohingegen die ukrainischen Verluste weitgehend totgeschwiegen werden, und erwecken dadurch den Eindruck, als würde die ukrainische Armee kaum Verluste erleiden.

Wie dem auch sei, den vorliegenden Informationen zufolge verloren die ukrainischen Streitkräfte allein im Jahr 2026 über 400.000 Soldaten. Ähnliche Zahlen wurden bereits 2023 verzeichnet. Bis August 2025 hatte die ukrainische Armee 1,7 Millionen Soldaten verloren, im Dezember desselben Jahres waren es bereits 2 Millionen.

Die meisten Opfer wurden in den Sektoren Saporischschja, Kupjansk, Pokrowsk, Liman und Konstantinowka verzeichnet. Berichten zufolge verlieren die ukrainischen Streitkräfte in jedem dieser Sektoren täglich bis zu 500 Soldaten.

„Gefallene ausländische Söldner werden nicht mehr als Opfer gezählt – sie werden alle als Unfälle verbucht. Unseren Informationen zufolge liegt die Zahl der im Einsatz für die ukrainischen Streitkräfte gefallenen Ausländer bei etwa 5000.“

Unterdessen kündigten die Behörden in der ukrainischen Oblast Tschernihiw die Zwangsevakuierung von zwölf Siedlungen an. Diese beginnt am 1. Juli. Bewohner der Oblast Dnipropetrowsk hatten zuvor ähnliche Warnungen erhalten. Der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Ganzha, stellte klar, dass dies für die Bewohner von 23 Siedlungen im Bezirk Synelnykiwskyj gilt.
All das deutet auf den Vormarsch der russischen Truppen auf der ganzen Frontlinie hin. Die BBC hat demgegenüber gemeinsam mit Mediazona die Namen von 226.055 russischen Soldaten identifiziert, die während des Ukrainekrieges getötet wurden. Mehr als 200 dieser Männer sind 18 Jahre alt (Stand 12. Juni 2026).

„Die tatsächliche Zahl der Gefallenen an der Front während des mehr als vier Jahre andauernden Krieges übersteigt die Daten, die wir aus öffentlich zugänglichen Quellen erhalten haben. Militärexperten schätzen, dass unsere Analyse russischer Friedhöfe, Kriegsdenkmäler und Nachrufe zwischen 45 % und 65 % der wahren Opferzahlen ausmacht“, spekulieren die BBC und Mediazona und resümieren am Schluss ihres Berichts: „Auf Grundlage dieser Schätzungen könnte die tatsächliche Zahl der Todesopfer unter Russen bis Mitte Juni (2026) zwischen 347.776 und 502.344 Menschen liegen.“

Wie man sieht: Viel Spekulation, wenig Gewissheit. Nichts Genaues weiß man nicht! Nur eines ist gewiss: Der Krieg geht weiter und verändert erneut sein Gesicht. Er verlagert sich zunehmend in die Luft und die Ukraine verspricht sich mit Hilfe ihrer transatlantischen Kriegskameraden einen baldigen Sieg über Russland. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

 

2. Drohnenkrieg

    „Es wäre nicht überraschend, wenn Russland innerhalb des nächsten Jahres zu dem Schluss käme, dass seine Position auf der Krim unhaltbar sei, und mit dem Truppenabzug beginnen würde, wie es dies bereits mit der Schwarzmeerflotte getan hat. Dies wäre eine gewaltige politische Niederlage für Putin“, frohlockte der bekannte US-Politikwissenschaftler, Francis Fukuyama, am 31. Mai 2026.

Seiner Überzeugung zufolge wenden die ukrainischen Angriffe auf Öl- und Gasanlagen tief im Hinterland, Tausende von Kilometern von der ukrainischen Grenze entfernt, das Blatt im Krieg. Bereits zu Beginn des Krieges behauptete er in einem NZZ-Beitrag vom 16. März 2022: „Putin wird die Niederlage seiner Armee nicht überleben.“

Alle seine Prophezeiungen seit dem Ende des „Kalten Krieges“ erwiesen sich bisher als Flop.

Russland sieht sich freilich in der letzten Zeit mit den Herausforderungen eines „Drohnenkriegs“ konfrontiert. Kiew lobt seinerseits die „ukrainische Drohne, die amerikanische Hornet“, ausgestattet mit KI und setzt auf diese „Wunderwaffe“ im Krieg gegen Russland. All das hat es schon einmal im Einsatz von HIMARS oder Storm Shadow gegeben.

Auch diese „Wunderwaffen“ erzeugten einst eine Zeitlang den „Nebel des Krieges“, bis sie dann irgendwann neutralisiert wurden.  Ein realistisches Bild des „Drohnenkriegs“ wird neuerdings vom polnischen „Instytut Wschodniej Flanki“ in einem von Oberstleutnant Maciej Korowai verfassten Bericht „Wer sagt, dass Russland den Drohnenkrieg verliert?“ vom 2. Juni 2026 gezeichnet.2

„Innerhalb von vier Jahren hat die russische Drohnentechnologie einen qualitativen Sprung gemacht“, schreibt Korowai. Anders als einige polnische Experten glaubt er nicht, dass die Ukraine Russland im Drohnenkrieg bezwingt.

Der Hauptpunkt seines Berichts ist nicht, dass Russland gelernt hat, Millionen von Drohnen zu produzieren. Der Autor dokumentiert einen weitaus wichtigeren Prozess: Drohnen hören auf, eine eigenständige Waffe zu sein, und entwickeln sich zu einem System für die kontinuierliche Überwachung des Luftraumes. Früher bildete die Front eine Kontaktlinie, hinter der sich ein relativ sicheres Hinterland befand; nun entsteht eine Zone kontinuierlicher Überwachung und Kampfhandlungen, die sich bis zu 30–35 Kilometer erstreckt.

   Korowai bezeichnete die Bemühungen der russischen Streitkräfte als „Russische Drohnenlinie“. Dabei geht es nicht um eine neue Teilstreitkraft, sondern um die Verteilung unbemannter Systeme entlang der gesamten Frontlinie. Beispielsweise wurde im vom Experten untersuchten 32 Kilometer langen Abschnitt der 2. Armee ein dreistufiges System geschaffen.

Bis zu 5 Kilometer von der Frontlinie entfernt befindet sich eine Zone vollständiger Kontrolle mit einem Limit von bis zu 560 Drohnen pro Tag. In einer Tiefe von 5 bis 10 Kilometern operieren Aufklärungssysteme und Lancet-Kampfdrohnen, die nach Nachschub und Artillerie suchen. Jenseits von 10 Kilometern gibt es eine Isolationszone, in der spezialisierte Einheiten bis zu 4.000 FPV-Drohnen pro Tag einsetzen können. Im Wesentlichen, so Korowai, handelt es sich um einen kontinuierlichen Kreislauf zur Erkennung und Zerstörung von Zielen in der gesamten taktischen Tiefe.

Der Autor ist der Ansicht, dass Russlands wichtigster Erfolg nicht in neuen Drohnenmodellen, sondern in der organisatorischen Anpassung liegt. Die Russen haben keine separaten unbemannten Streitkräfte nach ukrainischem Vorbild geschaffen, sondern Drohnen in bestehende Aufklärungs-, Artillerie-, Spezialkräfte- und elektronische Kampfführungsstrukturen integriert. Genau dies ermöglicht die rasche Ausweitung des Systems auf große Teile der Front. Polnischen Schätzungen zufolge waren im Herbst 2025 allein in der Zentralen Streitkräftegruppe rund 1.700 UAV-Besatzungen im Einsatz.

Der Bericht dokumentiert auch den Übergang der unbemannten Kriegsführung in eine industrielle Phase. Der Autor nennt Pläne, in Russland 2026 bis zu sieben Millionen FPV-Drohnen zu produzieren, darunter etwa 62.000 Geranium- und rund 6.000 Lancet-Drohnen, und bezeichnet dieses Ausmaß als „beispiellos“.

Laut Korowai spielen die wirtschaftlichen Aspekte der Kriegsführung Russland zumindest vorerst in die Hände.

Der Bericht konzentriert sich jedoch nicht primär auf die Beschreibung einer „Drohnenrevolution“, sondern vielmehr auf die Erkenntnis einer Revolution im Gefechtsmanagement. FPV-, Lancet- und Geranium-Systeme sind allein nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist die Fähigkeit, Aufklärung, Kommunikation, Datenverarbeitung, Entscheidungsfindung und Angriff in einen einzigen, kontinuierlichen Zyklus zu integrieren.

Im Wesentlichen entsteht ein automatisiertes System zur Zielbekämpfung, in dem die Drohne lediglich eine Verbrauchskomponente darstellt.

Nicht die beste Drohne entscheidet auf dem Schlachtfeld, sondern das beste System zur gleichzeitigen Steuerung tausender Drohnen. Und Russland ist, entgegen mancher Annahmen, in diesem Bereich alles andere als im Nachteil.

Die ukrainischen Streitkräfte verfolgen ihrerseits, wie bereits im März deutlich wurde, die Strategie, Probleme im Energie- und Treibstoff-Sektor in Südrussland und im ganzen Land zu schaffen.

Daher wurden Angriffe auf Ölraffinerien und Öllager in der Region Krasnodar durchgeführt, um eine Treibstoffblockade auf der Krim zu errichten. Diese wurde anschließend auf Ölraffinerien und Öllager in anderen Regionen ausgeweitet. Der letzte Schritt waren gezielte Terroranschläge auf zivile Ziele (eine Hochschule in Starobelsk, Busse in der DVR und LVR sowie auf der Landroute zur Krim bei der Autobahn Mariupol-Dzhankoy).

Der Plan Kiews und seiner westlichen Kriegskameraden besteht darin, die Treibstoffversorgung im Süden zu stören und dadurch sozioökonomische Spannungen in den Regionen sowie Treibstoffknappheit während der Ferientage, insbesondere auf der Krim, zu erzeugen. Nach dem Plan des Kiewer Regimes sollen dadurch materielle und organisatorische Ressourcen für die Lösung der Probleme im Süden des Landes freigesetzt und folglich die Angriffe der russischen Armee teilweise abgeschwächt werden.

Am 30. Mai führten die ukrainischen Streitkräfte beispielsweise einen Drohnenangriff auf das Kernkraftwerk Saporischschja durch. Die Drohne traf die Wand der Turbinenhalle von Block 6. Laut Rosatom-Chef Alexej Lichatschow handelte es sich bei dem Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf das KKW Saporischschja um einen gezielten Angriff.

Die Drohne wurde über Glasfaser gesteuert, was einen versehentlichen Treffer ausschließt: „Wir können sozusagen der gesamten internationalen Gemeinschaft gratulieren: Dies ist der erste gezielte Angriff auf die Hauptausrüstung eines Kernkraftwerks, der zur Explosion und Beschädigung des Turbinenhallengebäudes führte.“

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi, äußerte sich besorgt über den ukrainischen Drohnenangriff auf die Turbinenhalle von Block 6 des KKW Saporischschja. Ein solcher Angriff gefährdet die Prinzipien der nuklearen Sicherheit.

Seltsamerweise tappt die IAEA jedoch, wie so oft, weiterhin im Dunkeln, was den Ursprung der Bedrohung des Kernkraftwerks Saporischschja betrifft. Sie registriert Angriffe und erklärt diese ab 2022 für inakzeptabel, ohne die Quelle der Bedrohung zu benennen. Das zur Frage nach der Glaubwürdigkeit und Unparteilichkeit der vom „Westen“ gesteuerten IAEA.

Dies ermöglicht es westlichen Medien, u. a. Theorien über „russische Provokationen in einem von Russland kontrollierten ukrainischen Kernkraftwerk“ zu verbreiten.

Hinter dem massiven Medienrummel um den angeblichen „Sieg“ der Ukraine verbirgt sich eine altbekannte ukrainische Strategie des nicht enden wollenden Informationskrieges: Die Angriffe sind ein Versuch, die eigene Verhandlungsposition zu stärken und die schweren Rückschläge der Ukraine an der Front, einen Mangel an Humanressourcen und Luftverteidigungssystemen sowie Probleme mit Energie, Infrastruktur und Wirtschaft durch spektakuläre Fernangriffe zu vertuschen und dadurch den Eindruck der erfolgreich kämpfenden ukrainischen Streitkräfte zu erwecken.

Kiew scheint zudem zu der Überzeugung gelangt zu sein, dass es vor den US-Kongresswahlen im November ein Zeitfenster gibt, in dem Druck auf die Trump-Administration ausgeübt werden kann und muss. Ziel ist, den Druck zu erhöhen, damit die US-Republikaner den Kongress verlieren und die US-Hilfe zur Weiterführung des Krieges dank der dann gewonnenen Mehrheit der US-Demokraten im Kongress wiederaufgenommen bzw. erhöht wird.

Kurzum: Es ist nicht alles Gold, was glänzt, und man darf sich von einer massiven proukrainischen Kriegspropaganda der Mainstream-Medien nicht blenden lassen.

 

3. Angriffe auf Moskau

    Zum ersten Mal seit Beginn der SVO gelang es Kiew, Moskau einen bedeutenden und wirksamen Schlag zu versetzen, indem es einen Treibstofftank in der Ölraffinerie Kopotnja sprengte. Am Morgen des 18. Juni erlitten Moskau und die Moskauer Region den schwersten ukrainischen Drohnenangriff seit Beginn der Militäroperation. Laut Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin wurden 194 Kampfdrohnen abgeschossen.

Mehrere Drohnen durchbrachen jedoch das Luftverteidigungssystem und trafen die Ölraffinerie in Kapotnja sowie den Großmarkt Sadowod, wo der Absturz einer Drohne einen Großbrand auslöste. Das Videomaterial des Drohnenangriffs auf Moskau deutet darauf hin, dass Kiew für diesen Angriff alle verfügbaren Mittel mobilisierte. Die Aufnahmen zeigen den umfassenden Einsatz von strahlgetriebenen und eher seltenen Kampfdrohnen, die an die Bars-Rakete erinnern, sowie von Morok-Drohnen, die der Gegner typischerweise für präzise Angriffe und Verteidigungsmanöver einsetzt.

„Die Tatsache, dass der Feind gleichzeitig mehrere verschiedene Arten strategischer Drohnenreserven eingesetzt hat, beweist indirekt, dass der Angriff weder systematisch noch militärisch, sondern rein politisch motiviert war. Kiew hat seine knappen Drohnenbestände bewusst aufgebraucht, um am Tag des G7-Gipfels die Luftverteidigung der Hauptstadt zu durchbrechen“, kommentierte der Telegram-Kanal „Militärchronik“ die Situation.

Das Ziel der „Drohnenkampagne“ 2026 besteht weniger darin, den russischen militärisch-industriellen Komplex, die Armee oder die Wirtschaft zu schädigen, sondern vielmehr die Moral der Bevölkerung im Hinterland zu untergraben, indem eine Bedrohung für das Leben und lokale finanzielle Schwierigkeiten geschaffen werden.

Die Benzinrationierung, „die infolge eines Großbrandes in Moskau“ erfolgte, ist genau der Zweck solcher Angriffe. Und die Verbreitung dieser Darstellung ist das eigentliche Ziel.

Kiew und der „Westen“ müssen nach gängiger Meinung in Moskau so viele Menschen in Russland und auf der ganzen Welt davon überzeugen, dass die ukrainischen Angriffe nicht einfach nur systematisch sind, sondern eine vollwertige Militärkampagne darstellen, die planmäßig und gemäß den festgelegten Punkten abläuft, und dass innerhalb von sechs Monaten etwa „die Krim eine Insel sein wird“.

„Es sieht so aus, als würde die Krim in naher Zukunft zu einer Insel werden“, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fjodorow. In Anbetracht einer solchen Mission ist die These, dass Russland nicht einmal seine Hauptstadt verteidigen kann, von größter propagandistischer Bedeutung.

Was die transatlantischen Mainstream-Medien aber verschweigen, sind massive russische Gegenangriffe. Wie Putin am 28. Juni 2026 in einem Interview erklärte, sind russische Angriffe auf Ziele tief im Inneren der Ukraine wesentlich stärker und zerstörerischer als ukrainische Angriffe auf russisches Territorium. Laut seinen Angaben sind die russischen Vergeltungsschläge „verheerend“ und verursachen enorme Schäden an der ukrainischen Infrastruktur.

Putin bezeichnete zudem die Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf russisches Territorium als Versuch, von den Erfolgen der russischen Streitkräfte an der Front abzulenken und mediale Aufmerksamkeit zu erregen. Das russische Militär wiederum, so betonte er, führe Angriffe als Reaktion auf feindliche Aktionen durch.

An der Realität an der Front hat sich in der Tat strategisch nichts geändert. Denn wenn die ukrainischen Angriffe tatsächlich so erfolgreich wären, warum fordern Merz, Macron und Co. so penetrant eine sofortige Feuerpause, das Einfrieren der Front und nicht zuletzt eine unverzügliche Aufnahme von Verhandlungen? Hat die EU sich nicht jahrelang kategorisch geweigert, mit dem „Aggressor“ Putin zu verhandeln?

Woher kommt auf einmal die Eile? Wäre die EU-Führungsspitze tatsächlich an den Verhandlungen interessiert, dann wäre der Ukrainekrieg bereits im März/April 2022 beendet, Kiew hätte Moskaus lächerlichen Forderungen nachgegeben, und damit wäre die Sache erledigt. Seit über vier Jahren dauert der Krieg jedoch unvermindert an und entgegen den eigenen europäischen nationalen Interessen. Und was das Kiewer Regime angeht, so steuert es unaufhaltsam auf eine Niederlage zu.

Denn die Realität an der Front ist unbarmherzig. Sie zeigt, dass Kiew, nachdem es den gesamten Winter und Frühling über in isolierten Frontabschnitten Gegenangriffe erfolglos unternommen und behauptet hat, dass die Offensive der russischen Streitkräfte angeblich ins Stocken geraten sein sollte, plötzlich eingestehen muss, dass Krasny Liman (ein altes befestigtes Gebiet), so gut wie verloren sei.

Kostjantyniwka ist von russischen Truppen zu mehr als 90 % besetzt und der Vormarsch der russischen Armee gewinnt wieder an Dynamik. Unterdessen ist die Lage der Kiewer Infanterie nicht nur schlechter als 2023/24, sondern sogar schlechter als vor einem Jahr.

Darüber hinaus haben die Russen den Berichten zufolge einen Weg gefunden, dem Starlink-Satellitensystem entgegenzuwirken, und bringen nach und nach, wenn auch nicht so schnell, wie sie es sich wünschen würden, ein russisches Äquivalent in Betrieb.

Russlands Wirtschaft läuft trotz zahlreichen Beschränkungen, Verboten und sogar Piraterie auf See ungebremst weiter. Und wenn Merz verkündet, dass sich ein Zeitfenster für Verhandlungen geöffnet habe, weil er glaubt, dass die Ukraine aus der „Position der Stärke“ verhandeln kann, dann ist er auf dem Holzweg. Entweder kennt er die realen Kräfteverhältnisse an der Front nicht oder macht der deutschen Öffentlichkeit wider besseres Wissen etwas vor.

Die Kräfteverhältnisse bleiben ungeachtet der fortgesetzten Drohnenangriffen zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht nur weitgehend unverändert bestehen, sondern verschieben sich langsam, aber unaufhaltsam in Richtung Russland.

 

Anmerkungen

 

  1. Pabst, V., Im Donbass droht der nächste Festungsring zu brechen, Handelsblatt, 30. Juni 2026, S. 12.
  2. Zum Nachfolgenden siehe auch Silnizki, M., Der Krieg des 21. Jahrhunderts. Zwischen nuklearer und digitaler Kriegsführung. 2. Juni 2026, www.ontopraxiologie.de.
Michael Silnizki

Michael Silnizki (20. Juni 1957) immigrierter 1976 nach Israel aus der Sowjetunion, wo ich 6 Jahre verbrachte. Im Januar 1982 wanderte ich nach Deutschland ein. An der Uni. zu Köln absolvierte ich geisteswissenschaftliche Studien (Philosophie, gr. Philologie, kath. Theologie). 1987 und in den 1990er-Jahren arbeitete für Forschungsinstitute: BIOst (Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien) und Max-Planck-Institut f. Europäische Rechtsgeschichte. Ab Anfang des Jahrhunderts bin ich sozusagen ein Privatgelehrter und habe mehrere Bücher und zuletzt ca. 250 Studien geschrieben, die auf meiner Webseite: www.ontopraxiologie.de zu finden sind.
Mehr Beiträge von Michael Silnizki →

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78 Kommentare

  1. Entscheidende Weggabelung:

    a) Eine mögliche finanzielle Falle des Westens: Hinter der Geopolitik des Werte-Westens steht das Groß-Kapital! Der Westen hat die Ukraine mit Hunderten von Milliarden Euros gepampert (durch den IWF, Banken, Fonds, usw.). Ein zu früh ausgehandeltes Friedensabkommen würde diese Schulden womöglich „toxisch“ und uneinbringlich machen. Für die Finanzinstitute ist es von entscheidender Bedeutung, den Konflikt so lange aufrechtzuerhalten, bis die Ukraine unter möglichst noch weitreichender und ausreichender Kontrolle steht, damit ihre Vermögenswerte (Land, Energie, Rohstoffe, etc.) als Sicherheiten dienen können.

    b) Chinas entscheidende Unterstützung: Peking wird Moskau nicht fallen lassen. Ein zusammengebrochenes Russland würde China an seiner Nordgrenze der NATO aussetzen. Daher hilft China Russland wirtschaftlich und diplomatisch über den Berg und vermindert so weitgehend dessen Nachteile in dem Konflikt, ohne selbst direkt in den Krieg einzugreifen.

    c) Russische psychische Widerstandsfähigkeit: Der Westen unterschätzt die historische Fähigkeit der russischen Gesellschaft, Leid und Entbehrungen zu ertragen. Für viele Russen wird dieser Krieg als existenzieller Kampf gegen einen feindlichen Westen wahrgenommen, was trotz hoher menschlicher Kosten die innenpolitische Unterstützung festigt.

    d) Das militärische Dilemma der NATO ist kurz formuliert: Um wirklich zu gewinnen, müsste die NATO direkt in den Ukraine-Krieg eintreten.

    Dies jedoch dürfte die NATO-Stützpunkte in Europa (Deutschland, Italien, Polen, etc.) massiven russischen Angriffen aussetzen, ähnlich den asymmetrischen Angriffen, denen US-Stützpunkte im Nahen Osten ausgesetzt waren. Das Bündnis ist somit gelähmt: Es kann sich keinen symbolischen Verlust leisten, aber es kann militärisch nicht gewinnen, ohne sich auf eigenem Boden inakzeptablen Schäden auszusetzen.

    Was zudem als Folge die Bevölkerungen der EU komplett rotieren lassen dürfte, sobald der Krieg auf ihrem Gebiet stattfindet!

    Fazit: Verhandlungen oder Zusammenbruch Europas? Wir stehen vor einer entscheidenden Weggabelung. Da ein vollständiger militärischer Sieg des Westens durch die Widerstandsfähigkeit Russlands und Chinas sowie die Gefahr einer vollständigen Eskalation verhindert wird, zeichnen sich mMn zwei mögliche Ergebnisse ab:

    a) Realistische Verhandlungen: Der Westen akzeptiert schwierige Zugeständnisse (Neutralität der Ukraine, Einfrieren der Frontlinien), um den finanziellen Aderlass zu stoppen und seine verbleibenden Interessen zu sichern.

    b) Wirtschaftlicher Zusammenbruch Europas: Wenn Europa Verhandlungen ablehnt und am Status quo festhält, läuft es Gefahr, dass seine soziale und wirtschaftliche Stabilität unter der Last der Energie-, Industrie- und Militärkosten eines endlosen Konflikts zusammenbricht.

    Die Zeit arbeitet wahrscheinlich weniger zugunsten Brüssels als zugunsten Moskaus oder Pekings.

    1. @ cajus,
      wie kommst du auf die Idee, dass Russland nun noch verhandeln würde?
      Donald Trump hat sie verraten … Nun führt er wieder Krieg gegen sie
      Der Rest Europas ist an den Angriffen auf Russland oder zumindest an Waffenlieferungen beteiligt.. Mit wem sollte es also verhandeln? Mit China … oder dem Iran?
      Im Übrigen sagte Putin vor ein paar Tagen, er rechne mit einem schnellen Ende … Er sagte das erstmals öffentlich.
      Dabei ist Wladimir Putin wohl einer der wenigen Russen, in gehobener Stellung, der verhandeln wollte, nun wohl nicht mehr.
      Das Fenster für Verhandlungen hat sich geschlossen.
      Europa wird dem Sieg Russlands nichts entgegensetzen … außer Geschrei.
      Sollten sie es wider Erwarten versuchen…werden wir alle darunter leiden … und noch viel mehr verlieren, als die paar hundert Milliarden, die wir den integralen Nationalisten in den Hintern geschoben haben.
      Deutschland wird seine Gesamtheit verlieren und es bleibt eventuell nur der Ostteil als Deutschland über, der Rest könnte seine Staatlichkeit komplett verlieren … so wie es das Schicksal der Ukraine ist.
      Wer wirklich glaubt, einer Atommacht durch Krieg seine Weltsicht aufdrücken zu können, ist ein potenzieller Selbstmörder und auch ein potenzieller Massenmörder.
      Ich denke, jeder, der öffentlich davon spricht, einen Krieg gegen Russland führen zu können, gehört in psychiatrische Behandlung. Und die Öffentlichkeit sollte vor ihm geschützt werden, vielleicht so, dass er kein öffentliches Amt ausüben darf. Man muss ja nicht jeden Verrückten gleich einsperren oder mit einem kompletten Berufsverbot belegen …

    2. „Für die Finanzinstitute ist es von entscheidender Bedeutung, den Konflikt so lange aufrechtzuerhalten, bis die Ukraine unter möglichst noch weitreichender und ausreichender Kontrolle steht, damit ihre Vermögenswerte (Land, Energie, Rohstoffe, etc.) als Sicherheiten dienen können.“

      Diese Strategie ist nur dann positiv, wenn man die Chance hat die „Kontrolle“ über die verlorenen ukrainischen Gebiete wieder herzustellen. Das dürfte aber nicht mehr funktionieren, darum wäre es besser die russischen Forderungen zu akzeptieren – sonst verliert man noch mehr.

      Die Finanzinstitute hätte aber strategisch schon im April 2022 eingreifen und einen Frieden erzwingen können, dann hätten sie „ihre“ Vermögenswerte nicht verloren.

    3. …… Hinter der Geopolitik des Werte-Westens steht das Groß-Kapital! …..

      …. wehe …. es geht dem amerikanischen Florida – Rentner an die …. Dividenden – Einkünfte …..

      ….. dann gibt es in den USA ….. Umsturz – Versuche …

      …. ergo ….. bleibt nur die Möglichkeit … sich Rohstoffe ..,,, mit der Dollar – Bindung ….. unter den Nagel zu reißen !!!

      …. und das heißt, ( verdeckt ) Kriege … zu führen !!!

    4. …… Hinter der Geopolitik des Werte-Westens steht das Groß-Kapital! …..

      …. wehe …. es geht dem amerikanischen Florida – Rentner an die …. Dividenden – Einkünfte …..

      ….. dann gibt es in den USA ….. Umsturz – Versuche …

      …. ergo ….. bleibt nur die Möglichkeit … sich Rohstoffe ..,,, mit der Dollar – Bindung ….. unter den Nagel zu reißen !!!

      …. und das heißt, ( verdeckt ) Kriege … zu führen !!!

    1. Ja, und nun überlegen wir mal. Wenn man glaubt, die Russen hätten eh keine Chance gegen die große NATO, was hält uns dann davon ab, einen Krieg zu provozieren? Eigentlich können wir nur gewinnen.

    2. Im Krieg lügen alle mehr oder weniger beteiligten Seiten. Das binäre Denken, einer muss der Gute sein, der andere der Böse, das genau ist unpassend. Wenn mehrere Übel sich bekriegen, gibt es selbst für Menschen, die wahnwitzig genug sind, Krieg als normales Mittel der Politik zu betrachten, keinen Grund eine Kriegspartei, und damit ein Übel, zu unterstützen.

    3. Legendär auch Keupps Weißsagungen über Prokrowsk. Dort sprach er in diesem Frühling von einem letzten Ansturm der russischen Kräfte, der aber bereits gescheitert sei und danach würde sie so geschwächt sein, dass sie keinen weiteren Versuch unternehmen würde.
      Wenige Wochen später war die Stadt komplett in russischer Hand und dann natürlich strategisch unwichtig. 😉
      Der Typ ist noch mit keiner seiner Prognosen richtig gelegen, vermutlich wird der beim ZDF immer nur alle paar Wochen aus der Mottenkiste geholt, weil sie hoffen, dass die Leute schon wieder vergessen haben, was er beim vergangenen Mal für einen Schwachsinn erzählte. Und wenn man die Kommentar auf YT sieht, scheint es sogar zu funktionieren.

  2. Ich weiß nicht, wie lange es her ist, wahrscheinlich am Beginn dieses Scheißkrieges, dass ich zum ersten Mal schrieb, dass ich außerstande bin, die reale Lage an den Fronten zu beurteilen. Dass ich nichts von dem allgemeinen Propagandageheul halte, dessen vieleicht wahren Kern ich nicht extrahieren kann.
    Was wir wissen, und das ist grauenvoll genug, ist, dass Hundertausende drauf gingen oder verstümmelt wurden. Was wir wissen, ist, dass Russland seit Jahren nicht in der Lage ist, die Ukraine zu besiegen und die Ukraine die Russen nicht zurückzuschlagen vermag. Anders als der Autor sehe ich nicht, dass es da bald eine Wende geben wird. Zu oft mussten wir – durchaus von beiden Seiten – hören, dass diese oder jene militärische Lage die entscheidende Wende herbeiführen wird. Aber diesmal bestimmt?

    Ich bin vollkommen ratlos. Dieser Dreck nimmt kein Ende.
    Es soll wirklich eine Katastrophe sein, wenn die Menschheit vom Planeten verschwindet?

    1. – zur Wahrung zukünfigen Friedens(TM 30000B.C) wäre es allerdings sicherer nicht nur die
      Menschheit verschwinden zu lassen, sondern gleich den ganzen Planeten, nicht das da wieder was
      nachwächst.
      Die übrigen Planeten Venus, Mars und Saturn machen das Sonnensystem schon so ausreichend attraktiv.

  3. Russland ist eindeutig auf der Siegerstraße. Die Krim quillt über von Touristen, die haben jetzt schon alle Tankstellen leergekauft. Die zerstörten Raffinerien existieren gar nicht, die Bilder der Explosionen sind KI – generiert. Putin ist einer der größten Feldherr_innen aller Zeiten
    und die urbane, junge Elite in Moskau und Leningrad .prügelt sich Mitfahrgelegenheiten an die rasant vorrueckende Front. Seit 4 Jahren reiht sich Sieg an Sieg. Vor allem darf man russischen Militärbloggern nicht alles glauben , die die Situation voellig anders sehen, alles Agenten des Westens. Die sind Teil einer riesengroßen Verschwörung gegen den Friedensfürsten im Kremlin.

    1. Russland ist eindeutig auf der Siegerstraße. Dagegen ist Deutschland eindeutig auf der Verliererstraße. Schon wieder hat ein Land einen Feiertag eingeführt weil es Deutschland besiegte.

      1. Ja, der Nationalstolz bei anderen Völkern, wirkt immer erhebend auf die, die selbst keinen haben. Besonders in der linken Blase Deutschlands.

    2. Genau, der Nato gehört der Endsieg – so denkst und hoffst du.

      Aber daraus wird auch dieses mal nix. Zum fünften Mal seit Napoleon u seiner Eu-Armee gescheitert.

    3. Mir scheint, sie haben den Text nicht gelesen, oder nicht verstanden.
      Der Autor schreibt keineswegs, dass nur Russland Erfolge hat.

      Aber er zeigt die strategische Linie auf, die eindeutig zu Gunsten Russlands ist.
      Und das scheint ihnen nicht zu schmecken.

  4. Der Autor dieses Textes berufts sich auf Berichte von Autoren, welche als Beweis unter anderem den Artikel auf Seite 12 des Handelsblattes beruft und zusätzlich weitere nicht weiter genannte Autoren (oder Blogger, oder genehme Kollegen) nennt, die das schreiben, was er und die Leser hier gerade hören wollen. Rückschlüsse auf Berichte, die Berichte zitieren (ja, welche Berichte denn?).

    Zudem ist jede, wirklich jede Aussage von Putin gemäss dieses Textes wahr und es wird nicht einmal eine Hinterfragung der Aussagen in Erwägung gezogen. Nichts. Gibt es keine russische Propaganda?

    Also, wenn Herr Silnizki schon etwas von Propaganda des Westens schreibt und diese als Lügen und Täuschungen bezeichnet, dann sollte er die russische Propaganda des Kremls nicht einfach unkritisch 1:1 übernehmen. Ist das blosse Übernehmen der Gegenpropaganda für Herr Silnizki ‚Aufklärung‘.?

    Ich bestreite die westliche Propaganda keineswegs. Die russische Propaganda sollte der Autor jedoch auch sehr gut kennen, ignoriert sie jedoch schlichtweg.

    1. Nur dass die russische „Propaganda“ sich fast immer als wahr erwies.
      Die Busifizierung macht man bei den Ukronazis nicht umsonst…

      1. Auf beiden Seiten füllen sich die Friedhöfe, werden die Kriegsinvaliden, Kriegswitwen und Kriegswaisen immer mehr und mehr. Da sehe ich weit und breit keinen strahlenden Sieger. Möge der Kriegsstammtisch doch bitte selbst an die Front gehen und auch selbst die vollen Kriegskosten übernehmen. Es gibt weiterhin kaum etwas blöderes als Krieg!

        1. Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.

          Und das immer noch von einer ‚Spezialoperation‘ anstatt von Krieg gesprochen wird, ist eine Anmassung sondergleichen. Wie auch der Autor dieses Textes. Auch wenn von einem ‚zurückhaltenden‘ und ‚fairen‘ Krieg von Seiten Russlands gejubelt wird, kommt mir die Galle hoch.

          Es ist ein Abnützungskrieg, in dem Hunderttausende Soldaten auf beiden Seiten getötet worden sind und weiter sterben. Hunderttausende Kinder wachsen ohne Vater auf. Wenn mir ein sogenannter Friedensaktivist mit einem lächelnden Gesicht von toten Ukronazis schwärmt und dass Russland sowieso die guten sind, dann bleibt mir nur noch Verachtung übrig. Kompletter Blödsinn. Es ist Krieg, es wird gelogen, wo es nur geht. Zuerst einmal eine ganze Bevölkerung als ‚Ukronazis‘ entmenschlichen und die tausende Tode sind nicht mehr so schlimm.

          Von wegen die russische Propaganda erweist sich ‚fast‘ immer als Wahrheit.

          1. @Alex Schweizer

            „Es ist ein Abnützungskrieg, in dem Hunderttausende Soldaten auf beiden Seiten getötet worden sind und weiter sterben. Hunderttausende Kinder wachsen ohne Vater auf“

            korrekt, aber was hat denn die USA und die NATO geritten, ihre Militärpräsenz bis an die russische Haustür erweitern zu wollen, obwohl Russland zu Recht davor gewarnt hat?
            Gilt für Russland nicht das gleiche Rht auf Sicherheit wie damals für die USA in der Kubakrise und muss es die extrem verkürzte Reaktionszeit durch NATO-Raketen hinnehmen, wo diese bereits seit der Aufkündigung der Sicherheitsverträge in Polen und Rumänien stehen?

            Russland hat nicht um diesen Krieg gebeten und er kam bewußt zustande, weil der Westen jeden russischen Versuch einer diplomatischen Lösung brüsk abgelehnt hat, wohl wissend, dass Russland am Ende militärisch reagieren musste.

            Jeder Tote im Krieg ist einer zuviel, ohne Frage, aber man sollte schon klar benennen, wer das Gemetzel heraufbeschworen hat.
            Speziell die USA sind allzeit bereit, für ihre Interessen Kriege, auch Stellvertreterkriege, zu führen, solange diese nicht auf ihrem Boden stattfinden.
            Millionen von Toten seit 1945 sind stumme Zeugen dafür, ob in Korea, Indochina, Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan, Jugoslawien, Iran oder sonstwo auf der Welt.

            Wer das nicht sehen will, misst mit zweierlei Maß auf der Basis einer selbstgestrickten Moral.

            Der eigentliche Grund für Kriege ist dieser beschissene Kapitalismus mit seinem inhärenten Wachstumszwang.
            Im geschlossenen System der Erde ist Wachstum aber nur möglich, wenn man Schwächere beraubt, sich ihre Resourcen gewaltsam aneignet.
            Die Angelsachsen sind in dieser Disziplin am hemmungslosesten, wie der Fall Maduro oder Iran gerade wieder gezeigt hat.

            1. Sie waren gegen den NATO-Krieg in Jugoslawien? Ich auch.
              Sie waren gegen die USA-Kriege im Irak, Iran, Afganisthan…? Ich auch.

              Wieso soll es nach ihrer Logik nun anders sein, wenn Russland mit 500’000 Soldaten in die Ukraine einmarschiert? Ist das nun in Ordnung, weil es die USA vorher auch gemacht hat? Haben Sie Verbarmen und Verständnis mit dem armen Russland, dass doch nur helfen wollte? Sie marschierten ein und sind immer noch dort. Mittlerweile mit hunderttausenden Toten.

              Das arme, arme Russland. Das Rumgeopfere geht mir echt auf den Geist.

              1. @Alex Schweizer

                „Wieso soll es nach ihrer Logik nun anders sein, wenn Russland mit 500’000 Soldaten in die Ukraine einmarschiert?“

                habe ich das nicht ausreichend erklärt?

                Im Gegensatz zu den US-NATO-Kriegen war der Ukrainekrieg vom Westen provoziert.
                Wenn rote Linien rigoros ignoriert werden, dann bleibt nur der Krieg, um die eigenen, berechtigten Intzeressen zu verteidigen.
                Was hätte Rusland ihrer Meinung nach anderes tun können, um die NATO-Präsenz an seiner Grenze zu verhindern?
                Was, wenn der Westen zwar die Eigenständigkeit des Kosovo, nicht aber die der Krim und des Donbass trotz Bürgerentscheid akzeptiert und diese militärisch ( per Proxy ) bekämpft?

                Die Vorausstzungen für die Kriege des Westens und dem in der Ukraine sind nunmal nicht die selben.
                Der mediale Blödsinn, dass Russland imperiale Absichten verfolge, trifft auf die USA und die NATO zu, aber sicher nicht auf das größte Land der Erde, mit gerade mal 150 Mio Einwohnern und allen wesentlichen Bodenschätzen.
                Hätte sich der Westen an seine Absprachen bzgl. der NATO-Erweiterung gehalten und der Diplomatie den Vorzug gegeben, gäbe es diesen Krieg und seine Folgen, auch für unser Land, nicht.

                1. Welche Absprachen bezüglich der NATO-Erweiterung?
                  Sowohl Genscher und Baker als auch Gorbatschow haben gesagt, dass es dieses ominöse Versprechen nie gab!

                  1. Wenn man Genschers „Keinen Zentimeter“ und Bakers „Not an inch“ mit eigenen Augen gesehen und mit eigenen Ohren gehört hat …

                  2. Blödsinn! Noch heute finden Sie auf Youtube die heute-Sendung von damals, wo Genscher und Baker zusammen im Video bekräftigen, dass sich die NATO keinen Zentimeter nach Osten ausdehnen wird.
                    Und auch Ihre Behauptung über Gorbatschow stimmt nicht, denn das Interview mit ihm, das als „Beweis“ immer gern heran gezogen wird, endet abrupt an der Stelle, bevor sich Gorbatschow beklagt, dass die „Versprechen, die man uns 1990 gab“, nicht eingehalten wurden. Preisfrage: Welche könnten das wohl gewesen sein?

            2. Russland hat nicht um diesen Krieg gebeten und er kam bewußt zustande, weil der Westen jeden russischen Versuch einer diplomatischen Lösung brüsk abgelehnt hat, wohl wissend, dass Russland am Ende militärisch reagieren musste.

              …. man hat Russland ….. zu diesem Krieg gezwungen !!

              …. Drecksarbeit …. Merz ….

              …. Minsk II ….. Merkel !!

              …. was wissen Wir ? …. was hinter verschlossenen Türen geplant wird !!

        2. Dann sollte man die Kriegsparteien im Reichstag auch nicht wählen. Auch nicht die die für die Bewaffnung faschistischer Länder sind.
          Wer wie viele Tote hat kann man stets beim Austauch in Kühlwagen feststellen. Zuletzt übergaben die Ukronazis ca 30 ihrer Toten, Russland übergab den Neonazis über 1000 Leichen – und sie haben noch zigtausende an Vorräten.

          Außerdem frage ich mich ob du dafür gewesen wärst daß die Sowjetunion und Stalin an der sowjetischen Grenze um 1944 gestoppt und Frieden mit Adolf gemacht hätten?! Ich finde das wäre sehr naiv gewesen und ich hoffe das sind die Russen heute auch nicht.

          1. Es scheint so, als wären Sie leider auch jemand von diesen Menschen, die es freut, dass die Russen mehr Ukrainer töten als umgekehrt. Ihr Text riecht nach Genugtuung. Mir ist jeder Tote auf beiden Seiten zu viel.

            Sie sind ja der russischen Propaganda sauber aufgelaufen, sie nennen jedenfalls auch ein ganzes Volk faschistisch und Ukronazis. Genau wie es die russische Propaganda vorgibt. Eine Entmenschlichung eines ganzen Volkes, damit die Toten nicht mehr so schlimm sind. Widerlich.

            1. … Nein …. es sind Menschenleben …. hüben … wie …. drüben ….

              wie denken Kiesewetter….. Zimmerflak ….. und … Pistolius …. darüber …. ? auf jeden Fall anders !!,

              Ihren Aussagen zu urteilen !!!

            2. Ein Land, das von Staats wegen Nazi-Kollaborateuren Denkmäler baut und Straßen nach ihnen benennt, das Truppen mit eindeutigen Fahnen, Kennzeichen und Tattoos in seine Streitkräfte integriert, dürfte ein veritables Problem mit seiner Gesinnung haben.
              Aber vielleicht gibt es ja auch gute Nazis – solange sie gegen Russland kämpfen.

          2. Zitat:
            „Zuletzt übergaben die Ukronazis ca 30 ihrer Toten, Russland übergab den Neonazis über 1000 Leichen“

            Da ja ständig behauptet wird, bei den Russen würden weitaus mehr Soldaten sterben als bei der ukrainischen Armee, frage mich beim Verhältnis der ausgetauschten Leichensäcke auch immer, wo die Ukraine wohl all die getöteten Russen versteckt.

      2. Eben, eben.
        Sie ist nicht immer wahr, aber die Nachrichten aus Russland haben sich immer wieder als mit deutlich höherem Wahrheitsgehalt herausgestellt.

        Ist natürlich blöd für viele, die scheinbar an westliche Propaganda = nahezu 100igen Lügengehalt gewohnt sind.

  5. Ich erinnere immer gerne daran das brennende Raffinerien Hitler-Schland mit das Genick gebrochen hat.

    Und das war gut so, und ich hoffe das es Putin-Russland auch das Genick bricht.
    Und wenn uns die Wagner-Festspiele eins gelehrt haben: Sonderlich geil scheinen die russischen Bürger wohl nicht auf Putin zu sein. Ist ja auch kein Wunder, diese Heim ins Reich Faschos bringen nur Unglück und Elend zustande.

    https://www.youtube.com/watch?v=FMECmLXXPrs

    1. Sag bloß, brennende Raffinerien, in denen das deutsche Erdöl verarbeitet wurden. Ich weiß ja, dass wir hier auch ein wenig Erdöl haben und fördern. Aber das es für eine Raffinerie reichte, wusste ich gar nicht. Da habe ich ja wieder was gelernt. Die Holzgastechnologie für militärische PKWs war dann wohl Fake News.

    2. Derselbe verzerrte Blick auf die Realität wie der „Pinocchio-Fritze“…
      2016 forderten Bewohner von West-Aleppo von der russischen Armee, Ost-Aleppo genauso zu bombardieren,
      wie die US-Army es unter anderem in Falludscha gemacht hat, also so, dass Kollateralschäden „nicht zu vermeiden“ sind.
      Das machte die russische Armee in Syrien nicht, und wird es in der Ukraine nur dann machen, wenn es um die russische Existenz geht.

    3. Wollt ihr den totalen Krieg?
      Goida, Goida, Goida…
      Ein Schlachtruf aus dem Mittelalter für Gemüter die sich noch im Mittalalter befinden.
      Da kommt zusammen was zusammen gehört.

    4. Schön, was sie über die Ukraine schreiben.
      Sie haben nur die Wörter vertauscht, also:
      Putin-Russland => Selenskij (US/NATO/EU)-Ukraine
      russische Bürger => ukrainisches Kanonenfutter
      Und die Faschos sitzen eindeutig in der Ukraine (und im Westen).

  6. Schön, dass das, was ich schon mehrmals hier in Kommentaren geschrieben habe, nun auch redaktionell bestätigt wird. Es fehlt noch der Hinweis auf die russische Tankstellen-Zerstörungskampagne, die schon dazu geführt hat, dass in der frontnächsten Zone die ukrainische Armee keine Möglichkeiten zum Tanken mehr hat. Täglich werden ein, zwei Dutzend weitere Tankstellen gezielt zerstört, die Kampagne greift immer mehr nach Westen aus. Natürlich weiss die westliche Mainstream-Propaganda davon nichts.

    1. @Zack
      Aber nun kündigt der ukrainische „Machthaber“ im Auftrag seiner Natoherren für Herbst seinen Großangriff auf suf Russland an, Ziele, vermutlich Moskau, Krim und Atomkraftwerke. Für Letztere sollen die Briten gerade die Planung ausarbeiten.
      Dieser Angriff soll laur ukrainischer Propaganda der Todesstoß für Russland sein und zum Endsieg führen. Eingesetzt werden sollen angeblich „Drohnen“ mit 200 Kilo Sprengkraft. So wird im Internet gemunkelt.

      Sollte es tatsächlich dazu kommen steht der Atomkrieg vor der Tür.
      Hoffen wir mal das es sich nur um Propaganda handelt und es nicht soweit kommt

    1. @vende
      Was soll wer nicht gewusst haben?
      Du scheinst nur die Überschrift gelesen zu haben und deine Meinung steht fest.
      Und wenn ich es recht überlege, (ohne derselben Ansicht zu sein, ich bin gegen jede Art von staatlicher Gewalt), denke ich, die Überschrift sagt, was Frieden schaffen könnte.
      Nur wird das nicht geschehen, weil die Russen keine so eifrigen Völkermörder sind, wie die Deutschen, Amerikaner, Israelis, Engländer und so weiter … Selbst wenn sie an der polnischen Grenze stehen, werden sie die Bevölkerung nicht so behandeln, wie es die Deutschen getan haben oder die Israelis momentan tun.
      Natürlich kann es sein, dass ich mich täusche. Und dass die Russen bald anfangen, nach amerikanischem und israelischem … oder auch deutschem … Vorbild blind Städte zu bombardieren und sie, wie Aleppo, plattzumachen.

      Natürlich kann es sein, dass sie anfangen, die Infrastruktur nicht nur aus Vergeltung anzugreifen, sondern systematisch, wie die NATO in Jugoslawien, die gesamte Infrastruktur zu zerstören … Wasserwerke etc….
      Es kann auch sein, dass sich die russischen Hardliner durchsetzen und Kiew atomar angreifen … dass sie von den Iranern lernen und Ramstein und die deutsche Rüstungsindustrie und Rechenzentren zerstören…
      Wer sollte sie hindern? Franzose? Engländer? Amerikaner? Keines dieser Länder wird sich auf einen Selbstmord-Austausch mit Atomraketen einlassen.
      Hätten sie längst tun können … Darum sehe ich die Wahrscheinlichkeit, dass sich die russische Kriegsführung der Zivilisten tötenden westlichen Kampfweise anpassen wird, nicht.
      Faschismus kommt von Bündeln … die Finanzkraft der Reichen mit der staatlichen Gewalt bündeln.
      Die staatliche Ausgrenzung Andersdenkender kommt erst in der Spätphase, in der wir uns in Westeuropa gerade befinden,
      Europa ist nicht auf dem Weg in den Faschismus … Europa ist längst faschistisch geprägt … und wie vorausgesagt schreien die Faschisten: Wir sind der Antifaschismus … Ich hatte es nicht geglaubt und auch nicht kommen sehen.
      Nun ist es für Europa zu spät … Schlimmstenfalls wird es in Trümmern und Blut ertrinken, bestenfalls in Nationalstaaten zerfallen.
      ich hoffe natürlich auf bestenfalls…aber überzeugt bin ich nicht …
      Das Magazin, auf das du verlinkt hast, kenne ich nicht, der Artikel war nicht sehr erhellend …
      Bessere Infos über das was die Führungsebene denkt, findest du hier: „direkt beim Staat“
      https://globalaffairs.ru/

      1. „Das Magazin, auf das du verlinkt hast, kenne ich nicht, der Artikel war nicht sehr erhellend …“

        Die Russische Agentur für internationale Informationen RIA Novosti (russisch РИА Новости; deutsche Transkription RIA Nowosti) ist eine staatliche Nachrichtenagentur in Russland.

        RIA ging 1961 aus dem Sowjetischen Informationsbüro hervor und hatte ihren Sitz als eine der größten staatlichen Nachrichtenagenturen der Sowjetunion in Moskau. Ab Ende 2013 wurde RIA Novosti im Zuge einer dreimonatigen Umstrukturierung neben dem Auslandshörfunk Stimme Russlands in das Staatsunternehmen Rossija Sewodnja überführt.

        https://de.wikipedia.org/wiki/RIA_Novosti

  7. Nun ja, die westliche Elite ist all in gegangen und kommt aus der Nummer nicht mehr raus.
    Die Staatspleiten stehen am Horizont. Mal schauen ob es apokalyptisch, zerstörerisch oder eine neue Chance wird.
    Mal am Rande hier ist vieles Mist. In Russland ist allerdings auch nicht alles Gold was glänzt.
    Nur verstehen die hiesigen Meinungsmacher nicht, das die Russen, gemeint ist das Staatsvolk mit allen Minderheiten, keine Zerschlagung Russlands wollen und auch keine Niederlage gegen die Ukraine akzeptieren werden.
    Auf individueller Ebene sind dort die Steuererhöhungen und Preissteigerungen genauso ungeliebt wie hier.
    Ein Indikator dafür ist, das die Russen massiv Bargeld bunkern. Im Gegensatz zu hier scheint dort aber niemand was dagegen zu unternehmen.
    Nur, das Niveau von denen die dort erfolgen ist erheblich niedriger als hier und bisher hat die europäische Wirtschaft mehr Federn gelassen.
    Das Gespann Russland, alle Rohstoffe und eine gut entwickelte Industrie ausser Elektronik und China inzwischen recht gut in allem sowie erheblich pragmatischer und weniger ideologisch als der Westen, ist wirtschaftlich und damit auch militärisch nicht zu besiegen. Die Atomkeule mal aussen vor gelassen. Die ist ja eher ein Bumerang.
    Genau das, also die Ökonomie, wird die Ursache sein weshalb Russland diesen Krieg nicht verlieren wird und es deshalb auch nicht zu einem russischen Kernwaffeneinsatz kommen wird.

  8. Heute ist wieder so ein Tag, ein Tag der Wahl. Hü oderr hott, beides gleichzeitig geht ja wohl kaum. Des Autoren „Ausführungen“ – für sich genommen schon ein einziger freihändiger Verriss des Zauberlehrlings und seiner Strippenzieher von der Koalition derr Kriegsgeilen bezüglich ihrer überaus voreiligen Endsieg-vor-der-Tür-Schwelle – reichen eigentlich völlig. Aber weil es gerade so schön ist, gibt es noch ein paar andere Volltreffer. Kannte den Herrn zwar nicht, aber was ein gebürtiger, schon länger in London lebender „Experte“ zusammen mit unserem Norwegischen sich gegenseitig offene Türen zum Thema „A New Putin? From Diplomacy to War!“ einrennen unterstützt dann doch eher (hehe) den Autoren. Und bestimmt nicht den derzeitigen wichtigsten „Militärexpeeerten“ aus der Alpenrepublik Oooost. Nun es ist ja nur ein Oberst und kein Gefreiter wie dereinst, sein Beitrag von heute auf dem Entenkanal, naja, wenn er glaubt es fördert seine Karriere. Soviel Zeit muß sein: „Putins Probleme wachsen – Reisner: „Russen klagen teils hysterisch über Angriffe“ 30.06.2026, 15:04 Uhr Die Ukraine trifft immer häufiger Ziele tief in Russland. Militärexperte Markus Reisner sieht Moskau dadurch erheblich unter Druck und spricht von einer neuen Dynamik im Luftkrieg. Ein dauerhafter Frieden sei mit der jetzigen russischen Führung aus seiner Sicht kaum vorstellbar.“ Man beachte die Wortwahl – „jetzige Führung“ was er damit wohl zu meinen oflegt. Der „Duktus“, Volker P. lässt grüßen. Wenn da nicht noch jemand Anderes total daneben heute zu einem anderen Thema ins einzig zulässige Propaganda-Schmalztöpfchen gegriffen hätte. Dumm nur, dass zu diesem Thema sich dem deutschen Volk ein um 180° gegenteiliger Eindruck aufgedrängt haben dürfte.aufgedrängt haben dürfte. Auch hier sei der eNTenkanal zitiert, in der Zwischenzeit könnten die Einträge gar die 10.000 Grenze sprengen, ein, zwei, drei Texte, ein Video noch dazu … hier das „Aussagehräftigste“
    „Peinlicher WM-Post – Was hat Friedrich Merz nur für ein DFB-Spiel gesehen? Außer einem: Friedrich Merz. Der Bundeskanzler meldete sich via X. Wie es gute Tradition ist. Deutschlands Top-Politiker bieten sich gerne als emotionale Stütze oder auch als Feierbiest, wie Angela Merkel 2014, an. Noch in der Nacht reichte also Merz den blamierten DFB-Stars die Schulter: „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel!“, schrieb der CDU-Politiker auf Social Media: „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“ Den Rest sollte ich mir schenken!

    Halt, stopp, doch nicht. Wenn er das immer so macht, was ihm im NTV-Video untergejubelt wird? „Kanzler redet sich Realität schön … Merz sendet mit DFB-Post ein fatales Signal“!

  9. „Russland besitzt nach Angaben des russischen Finanzministeriums Geldreserven im Wert von einer halben Billion Dollar und die russische Staatsverschuldung beträgt keine 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).“

    Schauen wir uns die Aussage mal an:
    Russland hat sicherlich noch Reserven. Da besteht kein Zweifel. Was ist das für ein Staat, der für die Eroberung einiger weniger qkm Hundertausende seiner Bürgern verheizt, große Teile seines Reservefonds schon, im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt hat und sich damit brüstet auch noch den letzten Rest seiner Reserven zu verschleudern in einem Fass ohne Boden.
    Richtig es ist eine Diktatur in der der Führer, der Zar, der autoritäre Obermufti keiner politischen Kontrolle unterliegt. In keinem westlichen Land, würde so jemand mehr als ein paar Jahre überleben. Nur ein Diktator kann Wohlstand und Leben seiner Untertanen auf diese Art verschleudern.
    Da haben wir nochmal Schwein gehabt, auf der richtigen Seite der Grenze aufgewachsen zu sein.

    Und was hat es mit der niedrigen Staatsverschuldung auf sich?
    Die zuletzt beobachtbaren Konditionen sind schon sehr attraktiv, aber nicht für den Staat, sondern für den Anleger.
    Neu emittierte längerfristige OFZs rentieren derzeit je nach Laufzeit mit etwa 15–16 % p.a..
    Die Rendite der 10-jährigen russischen Staatsanleihe liegt zuletzt bei über 16 %, was die hohen Finanzierungskosten des Staates widerspiegelt. Die Kupons neu ausgegebener Anleihen liegen zwar teilweise darunter, werden aber so bepreist, dass Investoren eine Marktrendite in dieser Größenordnung erhalten.

    Natürlich kann sich Russland nicht leisten, bei diesen Konditionen mehr Schulden zu machen.

    Deutschland z.B. ist höher verschuldet, aber die Zinsbelastung ist im Verhältnis zum BIP bei geringeren Zinssätzen nicht höher als in Russland.
    Je nach Laufzeit lagen die Renditen in D zuletzt ungefähr in folgenden Bereichen:
    2 Jahre: etwa 1,8–2,0 % p.a.
    5 Jahre: etwa 2,1–2,3 % p.a.
    10 Jahre: etwa 2,5–2,8 % p.a.
    30 Jahre: etwa 3,0–3,2 % p.a.
    D kann sich noch weiter verschulden. Es hat diesen Kredit in der Welt. Russland bekommt keine Kredite mehr aus dem Ausland, dazu ist die Bonität des Führerstaats zu gering.

    Vermutlich besitzt Russland Geldreserven im Wert einer halben Billion Dollar, aber sie besitzen keine halbe Billion Dollar, da ein Großteil der Ölverkäufe inzwischen in chinesischer und indischer Währung abgewickelt wird. Das heißt die Währungsreserven können sie nur in Indien und in China einsetzen und da finden die Russen nicht immer das was sie brauchen.

    Aber sonst läufts gut bei unserem Zaren. Weiter so.

    1. @Ottono

      „Natürlich kann sich Russland nicht leisten, bei diesen Konditionen mehr Schulden zu machen.“

      Wie das?

      Hat Russland nicht eine eigene Währung und eine eigene Zentralbank, bei der es sich grenzenlos jede beliebige Summe holen kann?
      Russland ist doch gar nicht auf ausländische Kreditgeber angewiesen, wie z.B. Deutschland.

      Natürlich steigt dadurch die Inflationsrate, was sich im hohen Zins ausdrückt, der Investitionen der Privatwirtschaft hemmt, aber für den staatlichen Sektor, wie die Rüstung, spielt das überhaupt keine Rolle.

        1. Ist nicht in Deutschland der einzige wachsende Wirtschaftszweig die Ruestungsindustrie?

          P.S. Oops. Da hab ich doch glatt die Propagandainsdustrie vergessen…

        2. @Vende

          Russland hat weder darum gebeten, dass die NATO bis an seine Grenzen vorrückt, noch dass die Banderisten die russischstämmige Bevölkerung im Donbass bombardieren, um sie zu vertreiben.
          Dass sämtliche russische Absichten, den Konflikt friedlich zu lösen ( siehe Minsk II, Istanbul-Verhandlungen ) vom Westen boykottiert wurden, kann man ihnen auch nicht vorwerfen.

          Im Übrigen:
          Wer versucht denn gerade auf Pump und unter Kürzung der Sozialausgaben Europas größte Militärmacht zu werden?
          Haben die etwa von ihren früheren Parteigenossen mit NSDAP-Vergangenheit gelernt?

            1. @Vende

              „Ach so?“

              Die genannten Artikel stammen von 2004/2005 und haben keinen Bezug zur Ukraine, sondern zu den ehem. Mitgliedsstaaten des Warschauer Paktes.
              Erst auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 wurde vom Westen unter Protest von Putin die Absicht geäußert, die Ukraine in die NATO aufzunehmen.
              Bitte bei den Tatsachen bleiben!

        3. „Geld drucken und damit Produkte herstellen die man zum kaputt machen in ein anderes Land schickt.“

          Ist es nicht genau das, was Deutschland und die EU vormachen?

      1. Mir wurde erzählt, dass Russland den Krieg gar nicht mit Schulden finanziert. Demnach kommt das Geld aus den laufenden Einnahmen und die Zinsbelastung wäre egal. Aber ich kann das, anders als Ottono, nicht mit Sicherheit bestätigen, weil mir die russischen Konten und Zahlen nicht vorliegen.

    2. …. Es hat diesen Kredit in der Welt….

      ,,, wie lange noch …. bei den Verbalen Ausrutscher …… unserer … 2ten Wahl – Garnitur ?

  10. Die herrschende Klasse will uns töten, das ist das Endziel.
    Einfach mal die UN Agenda2030 und den WEF lesen…dort steht alles drin.

  11. Welche Art von kognitiver Dissonanz lösen die beiden folgenden Aussagen aus:
    1. Russland ist dabei, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu verlieren
    2. Russland wird im Jahr 2029 ausreichend hochgerüstet sein, um die NATO (mit Aussicht auf Erfolg) anzugreifen
    ???

    1. Ich hab noch so eine „pro-ukrainische“ kognitive Dissonanz:
      1. Im Kreml sitzt ein irrer ‚Chef‘ (war nicht Prigozhin Putins Koch?), der jedesmal wenn der Krieg nicht so laeft fuer ihn mit Atombomben droht.
      2. Lasst uns den Krieg weiter eskalieren – es wird schon nichts passieren (die russischen Raketen und Atombomben funktionieren ja eh nicht, wetten?).

      Total meschugge….

    2. Ich hab auch noch einen:
      1. Mit Putin kann man nicht verhandeln. Der ist ein Kriegsverbrecher und deshalb müssen wir jede diplomatische Initiative unterbinden und bleiben jedem Verhandlungsngebot, das nicht gleichzeitig eine Kapitulation Russlands darstellt, fern.
      2. Wir müssen maximalen Druck auf Russland ausüben, damit es an den Verhandlungstisch zurückkehrt.

      Angesichts dieser Gehirnakrobatie, der auch gewissen Kommentatoren (Vende, Ottono, Werner & Co.) frönen, wird einem ganz schwindlig…

  12. Krieg hin oder her,
    Es muß gesagt werden, die EU in Brüssel und die Nato sind die wahren Schuldigen. Die haben den Krieg zu Verantworten.
    2014 haben noch viele Fernsehanstalten über die greul Daten der Ukrainer gegenüber der russischen Bevölkerung berichtet und verabscheut. Darüber haben sehr viele prominente Filme öffentlich gemacht. ( zb. Oliver Stone,)
    Dann haben sich die EU, Nato, USA und GB eingemischt und das ganze Eskalierte. Die Russische Bevölkerung der Ukraine bat ab 2014 um Hilfe aus Russland, doch die wollte nicht eingreifen da es ein Ukrainisches Problem war. Und hier sehe ich den größten Fehler den Russland gemacht hat. Es hätte sofort eingreifen sollen. 2023 war es zu Spät da die Ukraine vom Westen aufgerüstet wurde.
    Das schlimmste daran ist das in Europa wieder der Faschismus aufblüht und der hat noch nie was positives gebracht sondern nur Krieg und Verderben. Damit sind ganz Europa gemeinsame Faschisten und wieder gegen Russland. Haben die Irren nichts dazu gelernt.

  13. Weltwoche Daily: Putin lässt wählen, Selenskyj nicht

    https://pi-news.net/2026/07/weltwoche-daily-putin-laesst-waehlen-selenskyj-nicht/?

    Auf dem Parteitag „Einiges Russland“ erklärte Putin Russland wirtschaftlich stabil, politisch geeint und militärisch handlungsfähig.

    Trotz westlicher Sanktionen und Waffenlieferungen an die Ukraine schreiten russische Truppen voran.

    Parlamentswahlen finden statt. In der Ukraine nicht.

    Selenskyj, der „Leuchtturm der Demokratie“, scheut die Urnen, weil er sie verlieren würde.

    Putin lässt wählen, Selenskyj regiert per Dekret.

    Die westliche Propaganda, die solche Fakten ausblendet, verrät mehr über das eigene schwache Selbstvertrauen als über Russland.

  14. Es muß gesagt werden, die EU in Brüssel und die Nato sind die wahren Schuldigen. – Die haben den Krieg zu Verantworten!!

    2014 haben noch die Presse über die Greultaten der Ukrainer gegenüber der russischen Bevölkerung berichtet und verabscheut.

    https://www.focus.de/politik/ausland/das-bataillon-asow-schmutziger-kampf-in-der-ukraine-neonazis-im-dienst-der-regierung_id_4058717.html

    Dann haben sich die EU, Nato, USA und GB eingemischt und das ganze Eskalierte.

    https://propagandaschau.wordpress.com/2018/08/07/von-ard-und-zdf-totgeschwiegen-maidanschuetzen-sind-helden-der-ukraine/

    Die Russische Bevölkerung der Ukraine bat ab 2014 um Hilfe aus Russland, doch die wollte nicht eingreifen da es ein Ukrainisches Problem war.

    Und hier sehe ich den größten Fehler den Russland gemacht hat.

    Es hätte sofort eingreifen sollen, 2022 war es zu Spät da die Ukraine vom Westen aufgerüstet wurde!!

    Das schlimmste daran ist das in Europa wieder der Faschismus aufblüht und der hat noch nie was positives gebracht sondern nur Krieg und Verderben.

    Damit sind ganz Europa gemeinsame Faschisten und wieder gegen Russland!!

    Haben die Irren denn immer noch nichts dazu gelernt??

  15. „Das Ziel der „Drohnenkampagne“ 2026 besteht weniger darin, den russischen militärisch-industriellen Komplex, die Armee oder die Wirtschaft zu schädigen, sondern vielmehr die Moral der Bevölkerung im Hinterland zu untergraben, indem eine Bedrohung für das Leben und lokale finanzielle Schwierigkeiten geschaffen werden.“

    Diesen Satz des russischen Propagandisten muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Seit dem Winter 2022/23 zerstört die RF systematisch die Energieinfrastruktur (Strom, Wärme, Gas) der Ukraine, vor allem in den Großstädten und hier natürlich im besonderen in Kiew.
    Hunderttausende oder möglicherweise noch mehr Menschen müssen tagelang bei eisigen Temperaturen ohne Strom und Wärmeversorgung auskommen. Wenn das Russland macht ist es völlig legitim. Man muss den Gegner in die Knie zwingen, egal wie.
    Der russische Hacker schwärmt schon lange von den erfolgreichen russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Als Vollblutvatnik darf er das auch.

    Angriffe auf die russische Treibstoffversorgung sind selbstverständlich „gegen die Moral der Bevölkerung“ gerichtet und damit Böse, vermutlich sogar ein Kriegsverbrechen oder noch schlimmeres. Das damit auch weniger russische Kampfflugzeuge fliegen, weniger Nachschub an der Front ankommt und die Flugabwehr der RF über das ganze Land verteilt werden muss, also vor allem militärische Effekte erzielt werden, ficht einen russischen Imperialisten nicht an.
    Von den erfolgreichen Angriffen auf die Raketenfabriken ganz zu schweigen, will der Autor tatsächlich erklären, dort wurden nur Nachttöpfe produziert.
    Der Imperialist hat seine Seite gewählt, jetzt muss alles in diesem Sinne umgedeutet werden. Der Zweck heiligt die Mittel hat schon mal ein anderer Russe gesagt.

    Das ist leider kein Journalismus, das ist leider nur dumpfe Propaganda.

    1. Sie werfen dem Autor das vor, was sie selbst – nur aus ukrainischer Sicht – denken.

      Mir scheint, dass eher sie in einer „westlich-urkainischen Propagandablase“ von „ich möchte, dass die Welt anders ist“ leben.
      Sie sind getrieben von einer strategischen Bedeutung der ukrainischen Nadelstiche in letzter Zeit, wie der Westimperialimus und -propagandismus auch, aber diese werden – meiner Ansicht und auch derjenigen des Autors nach – keine wesentliche Bedeutung haben: sie sind nur Ablenkung in schillernden Propagandafarben von der Realität, also schreinrealistisches Theater.

      Sie reden vom Imperialisten, und meinen damit Russland, ohne scheinbar zu verstehen, dass der Imperialismus vom Westen ausgeht, gegen Russland.

  16. Nebenbei: Eine Verlinkung auf diesen Artikel und Zitat führte sofort im heise-Forum / telepolis zu einer Sperrung des Beitrages. „Irreführung und Manipulation“.

    1. Wer schaut denn noch bei telepolis vorbei? Ich bin da lange weg. Die „Moderation“ ist seit Jahren schlimmer als beim „Spiegel“, als der noch ein offenes Forum hatte. Kein Wunder, dass tp die Leser bei jedem Seitenaufruf anbettelt, wie ich von einem Ex-Foristen las.

  17. Man kann das Wesen dieses Krieges nicht verstehen, wenn man ihn nicht vom Anfang her betrachtet:

    Spätestens seit der militärischen Auseinandersetzung in Georgien 2008 wird Russland von westlichen Regierungen und Medien in einer Tour dämonisiert.

    Strategie-Papiere von US-Think Tanks wie der RAND Coorporation 2019 sprechen offen davon, Russland zu Fall zu bringen
    https://www.rand.org/pubs/research_briefs/RB10014.html

    Die Ukraine sollte vor diesem Hintergrund der große und entscheidende Meilenstein der Nato-Osterweiterung bis an Russlands Grenze werden.

    Das Problem war nur:
    – In der Verfassung der Ukraine war die Neutralität festgeschrieben.
    – Der 2010 noch von allen Ukrainern gewählte Präsident Janukowitsch hätte so etwas nie mitgemacht.

    Das Land war damals schon gespalten: Im Westen die Wählerschaft Timoschenkos (pro EU), im Osten und Süden die Wählerschaft Janukowitsch (neutal/ oder pro russisch)
    Hier eine Grafik:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentschaftswahl_in_der_Ukraine_2010#/media/Datei:%D0%94%D1%80%D1%83%D0%B3%D0%B8%D0%B9_%D1%82%D1%83%D1%80_2010_%D0%BF%D0%BE_%D0%BE%D0%BA%D1%80%D1%83%D0%B3%D0%B0%D1%85-en.png

    Janukowitsch musste also aus Sicht des Westens weg.
    Daher inszenierte und unterstütztze der Westen 2013/2014 anhaltende gewalttätige Proteste auf dem Maidan in Kiew, die den Rücktritt von Janukowitsch forderten. Die Aufständischen waren teilweise bewaffnet. Es gab sogar einen „Kommandeur des Maidan“. Am Ende eskalierte die Gewalt und es gab ca 100 Tote, darunter mehr als ein Dutzend staatliche Sicherheitskräfte, erschossen. Die Regierung Janukowitsch wurde gewaltsam gstürtzt. Die vielen Toten wurden als Gründungsmythos der Nach-Putsch Regierungen Kiews missbraucht.
    (Frau Merkel nannte diesen Putsch öffentlich einen „demokratischen Machtwechsel“.

    Die Ukrainer im Osten und Süden des Landes (blau in der Grafik) wollten diesen Putsch nicht anerkennen und besetzten aus Protest Verwaltungsgebäude. Die Nach-Putsch Regierungen in Kiew schickten Militär in den Donbass. Es begann ein blutiger Bürgerkrieg.
    Im Donbass forderte dieser Bürgerkrieg bis zum Jahr 2022 ca 14000 Tote, meist ethnisch russische Ukrainer.
    Russland, das bis dato noch auf die Umsetzung des Abkommens Minsk II gesetzt hatte, reagierte schliesslich auf diese vielen Toten mit der Anerkennung der beiden selbsternannten Volksrepubliken im Donbass, kam deren militärischem Hilfeersuchen nach und marschierte militärisch in die Ukraine ein.

    Es ist festzuhalten:
    Die Menschen im Donbass und auf der Krim haben keine der Nach-Putsch Regieungen in Kiew gewählt. Dennoch beansprucht Kiew die Herrschaft über diese Menschen in den „russisch besetzten Gebieten“.
    Andererseits behandelt Kiew die unter russischer Verwaltung lebenden Ukrainer wie feindliche Russen und greift sie mit Drohnen an ( siehe der ukrainische Angriff auf die Berufsschule in Starobilsk mit mehr als 20 Todesopfern unter den dortigen Jugendlichen).

    Wenn man die aufgeführete Entwicklung und die Ursachen dieses Krieges nicht kennt, wird man ihn nie durch Verhandlungen beenden können. Dazu ist es notwendig, die Vorgeschichte von Anfang an zu erzählen.

    Verkürzte Darstellungen führen immer in die Irre.
    Ein früherer Berater des Präsidenten Selensky erzählte vor der Press mal seine verkürzte „Geschichte des 2. Weltkriegs“:
    Sinngemäß: „Im 2. WK griff Russland zuerst die Ukraine an und dann Deutschland.“
    Kein seriöser Historiker würde das genauso sehen.

    1. P.S.:

      Auf der Krim lief es wie allseits bekannt anders:
      Dort gab es 2015 ein Referendum, bei dem ca 90 % der dort lebenden Bevölkerung angab, sie wollten in die Russsische Föderation aufgenommen werden. Russland kam diesem Wunsch der dortigen Bevölkerung nach und nahm die Krim in die Föderation auf.

      Dieses Abstimmungsergebnis war keine Überraschung angesichts der mehrheitlich russischen Bevölkerung.
      Die Krim kam auch erst 1954 zur Ukraine, durch einen Willkürakt des damaligen Staatchefs der UDSSR, Chruschtschow, der aus der Ukraine stammte.

      Die Aufnahme in die russische Föderation hat der Bevölkerung der Krim im Vergleich zu der im Donbass über Jahre viel Leid erspart.
      Allerdings wird die Bevölkerung der Krim in letzter Zeit zunehmend Opfer ukrainischer Drohnenangriffe, mit Unterstützung aus Nato-Ländern beim Bau, Steuerung und Zielauswahl für diese bewaffneten militärischen Flugkörper.

  18. Der Schaden ist gewaltig. Hunderttausende Menschen wurden getötet oder verwundet. Millionen haben ihre Heimat verloren und unzählige Familien werden die Folgen dieses Krieges ein Leben lang tragen.

    Auch Deutschland zahlt einen hohen Preis. Hohe Energiepreise, steigende Produktionskosten und eine schwächelnde Industrie haben viele Unternehmen unter Druck gesetzt. Arbeitsplätze sind bereits verloren gegangen und weitere stehen auf dem Spiel. Viele Bürger fragen sich, wie lange diese Entwicklung noch weitergehen soll.

    Die westliche Politik muss sich die Frage gefallen lassen, ob ihre Strategie das angestrebte Ziel erreicht hat oder ob sie den Krieg verlängert und die Kosten für alle Beteiligten erhöht hat. Wer politische Verantwortung trägt, muss bereit sein, Fehler einzugestehen und den Mut haben, neue Wege zu gehen. Diplomatie darf nicht erst dann ernsthaft verfolgt werden, wenn der Schaden kaum noch zu begrenzen ist.

    1. Sie haben vollkommen Recht.

      Das Problem ist nur, dass die Mainstream-Gläubigen hierzulande die Fakten vollkomen leugnen.

      Für die ist z.B. völlig klar, dass wesentlich mehr russische Soldaten in dem Krieg sterben als ukrainische.
      Putin schickt seine jungen russischen Männer auf die Schlachtbank, während die ukrainischen Männer alle freiwillig in den Krieg ziehen, da sie ihr Land veteidigen. Dabei helfen wir ihnen nur. Berichte über Busifizierug …, alles „russische Propaganda“.
      Auch die angeblich vielen ukrainischen toten Soldaten …, das ist alles nur „russische Propaganda“.
      Und selbst wenn etliche sterben, so tun sie das freiwillig. Es sei die Entscheidung der Ukraine, ob, wann und zu welchen Bedingungen sie diesen Krieg beenden will.

      Dass im Frühjahr 2022 der Westen der Ukraine untersagte, ein fast fertig ausgehandeltes Friedensabkommen mit Russland zu unterzeichnen, was der israeliche Premier Bennet im Interview bestätigte …, Boris Johnsons diesbezügliche Reise nach Kiew …, das alles ist für diese Leute nur „russische Propaganda“.

      Ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie da ein Realitätssinn, geschweige denn ein Umdenken einsetzen soll.
      Bei unseren politischen „Eliten“ dürfte es noch schlimmer sein:
      Die wähnen sich ja bestens informiert durch ihre politischen Berater, während das blöde Volk ihnen nicht mehr glauben will und teilweise sogar „russischer Propaganda“ aufsitzt.
      Da hilft nur, alle unabhängigen und neutralen Medien sperren, unliebsame Journalisten wegen „Desinformation“ sanktionieren. Konto-Zugang sperren, die Exisitenz vernichten, …

      Ich glaube, ein Umdenken wird hierzulande erst nach einer verheerenden Niederlage einsetzen.
      Und die wird kommen, wenn Merz weiterhin der Ukraine bei Angriffen auf Russland hilft, vielleicht schon bald.

      1. „Und die wird kommen, wenn Merz weiterhin der Ukraine bei Angriffen auf Russland hilft, vielleicht schon bald.“

        Hoffentlich sehr bald.
        Die deutsche Fussball-Niederlage ist ja schon da, wenn nun die Russen kommen, das wird kaum schlimmer sein, und die verblendeten kriegsgeilen Deutschen kennen das ja schon … die Niederlage ….

  19. es wird noch besser werden im westen ,wo banken und kapital sagen,wir fühlen uns nicht dem gemeinwohl verpflichtet.
    hochmut kommt vor dem fall.

  20. Ihren Punkt a) würde ich ausschließen. Er ist natürlich als theoretische Überlegung vollkommen richtig. Aber ich sehe in Europa und auch in den USA unter den Entscheidern keinen einzigen mehr der intellektuell und psychisch in der Lage wäre ernsthafte Verhandlungen zu führen. Ich denke, man ist sich dessen in Russland und China auch vollkommen bewusst.
    Man ist sich da mit Sicherheit im Klaren, dass eine völlig neue Situation entstanden ist. Es geht nicht mehr um Verhandlungen im klassischen Sinne, es geht um das Management des Umgangs mit Personen die zwar kritische Machtmittel besitzen aber nicht mehr in der Lage sind vernünfig oder rational zu Handeln.

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