Madrid droht Feuerwehrleuten, weil sie Großbrände bekämpfen

Bild: Ministerio Defensa

Seit drei Jahren streiken Forstfeuerwehrleute gegen prekäre Arbeitsbedingungen und für die Anwendung von Gesetzen. Wegen den Großbränden um Madrid setzten sie ihren Streik aus, wurden trotz allem nicht eingesetzt. Nun droht ihnen die Regionalregierung, da sie eigenmächtig zum Löschen ausgerückt sind.

In der spanischen Hauptstadtregion um Madrid und in angrenzenden Regionen wüten noch immer unkontrolliert riesige Brände. Die von der rechten Volkspartei (PP) regierte Region bat sogar die Zentralregierung um Hilfe, worauf die sozialdemokratische Regierung unter Pedro Sánchez den „Notstand nationaler Tragweite“ ausgerufen und auch internationale Hilfe angefordert hat, um die riesigen Brände zu bekämpfen.

Man sollte meinen, dass auch in Madrid alle Kräfte mobilisiert würden. Das ist aber in der Region unter der rechten Regionalpräsidentin Isabel Ayuso nicht der Fall. Die Frau, die kein Problem damit hat, „Faschistin“ genannt zu werden, hat sogar Forstfeuerwehrleuten mit „administrativen und juristischen“ Konsequenzen gedroht. Die hatten zunächst tagelang angeprangert, nicht zur Brandbekämpfung „mobilisiert“ worden zu sein. Sie saßen in der Basis herum, mussten die Brände frustriert im TV verfolgen, bis ihnen am vergangenen Freitag der Kragen platzte.

Wegen fehlender Befehle der Generaldirektion für Notfälle (DGE), denen die Forstfeuerwehr untersteht, sei man „angesichts der gravierenden Lage“ und der „Notwendigkeit, die Bevölkerung und ihr Eigentum zu schützen“, zur Unterstützung mit eigenen Mittel ins Brandgebiet ausgerückt. Das erklärte Alfonso Ferrero spanischen Medien. Der Sprecher der Truppe teilte mit, dass die DGE zwar über Einsatzfahrzeuge verfüge, die seien ihnen aber nicht zur Verfügung gestellt worden. Eigentlich befinde man sich seit mehr als drei Jahren im Streik, fügte der CSIT-Gewerkschafter an. Doch man habe den ausgesetzt, den Einsatz beantragt, um helfen zu können.

„Wir wurden aber ignoriert und geparkt”, erklärt einer der Feuerwehrleute gegenüber Overton. Seinen Namen möchte er aus Angst vor Repressalien nicht nennen. Die ist nicht unbegründet, denn die Regionalregierung spricht von einer „Erpressungsstrategie durch eine kleine Gruppe“. Weil sie sich nun an Löscharbeiten beteiligen, behauptet die Regionalregierung sogar, „sie könnten den Einsatz der Rettungskräfte gefährdet haben“.

Der Feuerwehrmann glaubt, die Ayuso-Regierung wolle „Stimmung gegen den Streik und dessen Forderungen zu machen, um letztlich auch diese Einheit zu privatisieren“. Neoliberalismus mit fatalen Folgen. Viel mehr will er nicht sagen. Mit Genugtuung verweist er darauf, dass am Dienstag ein rechtskräftiges Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen die Regionalregierung erging. Die hatte fast 40 Millionen Euro, gesetzliche Zweckbeiträge von Versicherungen, nicht wie vorgeschrieben für die präventive Brandbekämpfung eingesetzt, sondern zweckentfremdet. Auch dieses Geld fehlte bei der Brandbekämpfung. Zuvor hatte schon ein untergeordnetes Gericht die Regionalregierung verurteilt. Geklagt hatte die Gewerkschaft CSIT des Feuerwehrsprechers Ferrero.

Mit dem jahrelangen Streik wenden sich die Feuerwehrleute gegen prekäre Arbeitsbedingungen und fehlendes Personal. Statt 62 hätten im Sommer eigentlich 124 Forstfeuerwehrleute eingesetzt werden sollen, erklärt Ferrero. Die Truppe werde immer weiter ausgedünnt. 2008 habe sie noch über 450 Einsatzkräfte verfügt. Wie prekär ihre Arbeitsbedingungen sind, erklärt das Führungsmitglied des Streikkomitees. Óscar de Castro arbeitet „seit 2012, wie viele Kollegen, ohne Vertrag“.  Offiziell sei er kein Forstfeuerwehrmann, da Madrid Gerichtsurteile und Gesetze ignoriere, führt er im spanischen TV aus.

Man werde nur gut 50 Prozent im Jahr von Mai bis Oktober beschäftigt, womit das 2024 beschlossene Basisgesetz für Forstfeuerwehrleute umgangen werde. Demnach müssten sie dauerhaft angestellt werden. Im Winter Feuerschneisen schlagen und Unterholz zu beseitigen sei auch um 50 Prozent gekürzt worden, hatten Feuerwehrleute im April auf Demonstrationen erklärt und vor den absehbaren Folgen gewarnt. De Castro und Ferrero beklagen, nur „als Fahrer oder als Wartungsarbeiter“ angestellt zu sein, um Risikozulagen für Feuerwehrleute zu umgehen. Sie riskierten so für 1300 Euro im Monat ihr Leben. „Wir fordern nur die Anerkennung unserer Arbeit und die Umsetzung des Gesetzes“, erklärt Ferrero.

Wo die PP mit der ultrarechten VOX- Partei regiert, ist die Lage fast noch schlimmer. VOX leugnet den Klimawandel, der von Experten als wichtiger Faktor dafür gesehen wird, dass sich Brände schnell ausbreiten und kaum noch beherrschbar sind. In Kastilien-Leon, wo nun der schwerste Brand in der spanischen Geschichte registriert wurde, bei dem 50.000 Hektar abgebrannt sind, wurden von PP und VOX die Präventionsmittel sogar um fast 90 Prozent gekürzt.

Der Brand wurde durch Baggerarbeiten ausgelöst, die wegen der enormen Brandgefahr verboten waren. Die waren vom Viehzüchterverband in Burgohondo in Auftrag gegeben worden. Obwohl sofort alarmiert worden war, breitete er sich unbeherrschbar schnell aus. Einen weiteren Großbrand soll in der Nachbarregion Kastilien-La Mancha soll von einem VOX-Bürgermeister ausgelöst worden sein, der gegen alle Verbote eine Erntemaschine einsetzte, die ebenfalls Funken schlug.

Ralf Streck

Der Journalist und Übersetzer Ralf Streck wurde 1964 in Flörsheim am Main geboren. Er studierte Politikwissenschaft und Turkologie an der Universität in Frankfurt. Seine journalistische Laufbahn begann bei Radio Dreyeckland in Freiburg, wo er eine Fortbildung zum Fachjournalist für Umweltwirtschaft absolvierte. Er lebt seit mehr als 20 Jahren im Baskenland, ist spezialisiert auf linke Unabhängigkeitsbewegungen und berichtet für diverse Medien in Europa vor allem von der Iberischen Halbinsel.
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42 Kommentare

  1. „Man sollte meinen, dass auch in Madrid alle Kräfte mobilisiert würden. Das ist aber in der Region unter der rechten Regionalpräsidentin Isabel Ayuso nicht der Fall. Die Frau, die kein Problem damit hat, „Faschistin“ genannt zu werden,“

    Rechte Popos können eben nur Schuldige suchen um weitere Feindbilder zu schaffen.
    Demnächst auch in diesem Kino.

    1. Als ob „linke Popos“ nicht auch immer nur nach ihre vorgefassten Feindbildern suchten. Die nehmen sich da nichts im Nichtnachdenken. 🙄

      1. Na ja, aber jetzt geht es nun mal um die ‚Right-wing‘ Politiker und die können halt sehr, sehr hetzerisch sein, geradezu mordlustig, da wird alles sowas von passend gemacht, gegen alle Fakten. Wie nennt man sowas? Ideologisch.
        Und die eigene Blase ist da halt nochmal eine Runde weniger nachdenklich als die auf der anderen Seite, was hat sicher auch mit traditioneller Macht und Privilegien zu tun hat; letztere beiden Dinge sind im, äh, „grünlinken“ (durchaus auch ein Widerspruch in sich, wenn man es genau nimmt) Spektrum weniger vorhanden, das ist halt seit Jahrzehnten gewissermaßen der 2. Bildungsweg zur Macht… jedenfalls sind die Fälle, in denen es PP-Leute aber sowas von komplett versemmelt haben und das null komma null eingestehen wollen (plus: damit oft ziemlich locker durchkommen) recht häufig. Ich finde Sánchez und seine Leute nicht so toll, aber die Stehaufmännchen-Qualitäten sind immerhin durchaus mit denen von Spahn vergleichbar, allerdings mit weitaus weniger feisten Sprüchen in Verbindung mit Heuchelei. Berlusconi durfte ja auch so ziemlich alles, gerade seine weibliche Fanbase hat sich ohne Ende an ihn rangeschmissen. Typisch: von progressiven Ansätzen sich ein paar Rosinen rauspicken, liberalisierte Filestücke nach Gutsherrenart abgegriffen, aber ansonsten nur Druck und fiese Ansagen an die breite Masse (die das komischerweise zu nicht geringen Teilen auch noch toll findet, ja, Kälber selber).

  2. Und trotz allem werden die Klimairren nicht merken, was an der ganzen Sache tatsächliche faul ist, nämlich …

    gezielt provozierte Notstände, wo Abhilfe leicht möglich wäre.

    1. Rechte Popos sind schon immer Klimairre weil die Physik leugnen.
      Ansonsten, du meinst die zu billige oder kostenlose Entsorgung von CO2-Müll?

      1. Physikleugner kenne ich jetzt nur und ausschließlich unter den Co2-Apokalyptikern… Jene, die behaupten, „97,1% aller Wissenschaftler sagten, ‚Der Mensch mache den Klimawandel'“. Und das, obwohl in den Rohdaten der von ihnen inflationär zitierten „Metastudie“ gerade mal 0,54% dem Menschen zumindest eine 50%ige Beteiligung zuschrieben…..

    2. Brände stiften ist doch traditionelles Kulturgut in Südeuropa könnte man meinen angesichts der Häufigkeit. Sich für besonders schlau zu halten und trotz gerechtfertigten Verbotes brandgefährliche Dinge zu tun, ist auch Tradition dort, so scheint mir.

      1. … wenn dem so ist, dann ist es ja noch dümmer, bei der Brandbekämpfung zu sparen, als in dem Artikel gut dargelegt…
        Aber man kann ja auch die Existenz der Waldbrände beistreiten, gelle?

    3. Korrekt.
      Vor einiger Zeit, es dürfte ein Jahr her sein, daher wird es schwierig den Artikel wieder zu finden, las ich auch, dass es in „grün“ regierten Gemeinden und Städten auch durchaus vorkommt, dass absichtlich keine Abhilfemaßnahmen pro-aktiv in Angriff genommen werden, um Überschwemmungen oder Brände leichter in den Griff zu kriegen oder größere Schäden zu verhindern, um die „grüne“ Ideologie mit Katastrophenmeldungen zu „untermauern“ 😉

      Dann wäre da noch die Firma „Enedis“, einem Strombetreiber, deren Mitarbeiter nun von der französischen Staatsanwaltschaft genauer unter die Lupe genommen werden, weil sie den Waldbrand bei Bordeaux ausgelöst haben. Ob absichtlich oder fahrlässig soll ermittelt werden.

      1. @Hermes335

        Neben dieser Information wird ebenfalls selten erwähnt, dass diese Wälder nicht natürlich gewachsen sind, sondern als Holz- und Terpentinrohstoff bereits unter Napoleon angepflanzt wurden. Pinien brennen sicherlich mindestens so gut wie Eukalyptus. Eukalyptus wurde auch massenhaft in Portugal angebaut, wo letztes Jahr die Brände wüteten.

        Eigentlich sollte Mensch schlauer werden. Sich anzupassen hieße auch Verbrauch zu reduzieren und den jeweiligen Forstwirten wirtschaftliche Alternativen bieten, und sei es auch nur zum Schafe oder Ziegenhüten meinetwegen staatlich subventioniert, so dass denn den nütlichen Tieren auch gut geht.

    4. @ratzefatz: „Und trotz allem werden die Klimairren nicht merken, was an der ganzen Sache tatsächliche faul ist, nämlich …“
      Klimairre?? Frei nach Dirty Operating System: „Noch Fragen, Hauser?“, „Nein danke, Kienzle!“

  3. Mit oder ohne Klimawandel.
    Da fragt man sich ob die Feuer nicht auch deshalb größer werden, weil die Feuerwehr immer weiter weg gespart wird.

  4. Ist doch so gewünscht. Oder hat man etwa nach der coronautischen Krise endlich Krankenhäuser und Pflegeheime personell aufgestockt? Und das Geklatsche für die Alltagshelden ist auch Geschichte.
    Ich hörte daß Spanien über eine Hubschrauberflotte verfügt, die mit hoher Präzision bis zu 5000 l Wasser abwerfen können.
    Leider sind es russische Hubschrauber und die dürfen nicht gewartet werden und Ersatzteile können nicht bestellt werden.
    Das Gleiche in Griechenland. Da sind es russische Löschflugzeuge.
    Lieber schaut man von oben mit Stolz auf das Schlachtfeld.

    1. …..auch im Gesundheitswesen wird weiter ausgedünnt, sorry heisst natürlich …an die Situation angepasst.

      Neuer Skandal seit 2 Tagen veröffentlicht: es wurde eine 485 qm grosse Wohnung von der Regierung gekauft, im luxoriösen Viertel Chamberí, …nebst 200 qm Terrasse, …gut Isabel Díaz Ayuso hat es bereits während der Coronazeit
      richtig krachen lassen, ….temporäres Büro mit Stil für die Präsidentin.
      Jetzt wird der Druck richtig gross, und ……..die Ereignisse überschlagen sich. Mehr dazu im Original:

      https://www.publico.es/politica/partidos/comunidad-madrid-vende-atico-chamberi-habia-comprado-convertirlo-oficina-temporal-ayuso.html

      Diese fürchterliche Medienschlacht……..von links gegen Ayuso ist einfach nur unverschämt.

      1. …..auch im Gesundheitswesen wird weiter ausgedünnt, sorry heisst natürlich …an die Situation angepasst.

        Ein Freund hatte vorgestern, 29. Juli, eine radiologische Untersuchung. Besprochen wird die am 21. Oktober. Dann kann/ wird man eine Behandlung festlegen. Ich glaube, er hatte Glück, dass es noch Oktober 2026 ist und nicht 27 oder später.

        1. Leider kein Einzelfall sondern die schlichte Realität des Alltags.
          Schon der Arzt/Ärztin im Consultorium
          ist sehr wichtig, wissen die ihre Spielräume im System nicht zu nutzen, kann es eng werden mit der fachlichen
          Weiterleitung.
          Solche Leute sind eher selten, habe lange Zeit Glück gehabt, letztes Jahr Wartezeit auf eine Untersuchung in der Uniklinik von fast 7 Monaten, keine
          Seltenheit.
          Diese Prozesse sind leider leise schleichend und ständig wird im System geschliffen und ausgedünnt.
          Ihrem Freund wünsche ich in jedem Fall alles Gute.
          mfG

          1. ich halte es schon für ein Unding, dass da eine radiologische Untersuchung gemacht wird und nicht wenigstens der Befund mit dem Radiologen direkt besprochen wird. Auch wenn es nichts Ernstes oder Lebensbedrohliches ist. Warten bis der Traumatologe einen Termin in drei Monaten frei hat ist schlicht nicht tragbar. Und weiter Stellenabbau und Versprechen es würde alles besser. Man sollte sich das System als Deutscher genau anschauen, was da in Deutschland vorgesehen ist. Wobei man immer berücksichtigen muss, das Primärziel des Systems in europaweite Vereinheitlichung. Und das wird für die schlechteren Systeme sicher nicht besser. Und „wir“ können das auch nicht verhindern. Nur hoffen, dass wir schon alt genug sind, das Schlimmste nicht mehr mitzubekommen.

            1. ……die sogenannte „lista de espera“ wird mehrmals pro Jahr veröffentlicht, immer eine Art Gradmesser für die allgemeine Situation.
              Ich glaube nicht, dass sich diese Gesundheitssysteme annähern, sie sind aus meiner Sicht schon in der Grundanlage total verschieden.
              Wer aus Deutschland nach Spanien kommt, hat einen Standard verinnerlicht, der in der Fläche hier nicht gegeben ist, es sei denn die Person ist privat versichert, aber selbst dann ist es regional sehr unterschiedlich.
              Gut und vielfältig in Grossregionen und an den Küsten, anderswo …….ganz anders.
              Ich stelle mir nur einmal vor, wenn eine Art „Hausarztsystem“ als Erstanlaufstelle in Deutschland wirklich eingeführt und durchgezogen würde (spanische Variante).
              Hausarzt bestimmt, ob sie/er überhaupt zum Facharzt weiter überwiesen wird.
              Undurchführbar, zumal alle Ärztegruppierungen in Deutschland darauf bedacht sind, das alle
              am grossen Futtertrock zuschlagen können. So geht es in Deutschland weiter: ein teures System in grosser Ineffektivität wie es oft erwähnt wird.
              mfG

  5. Der Faschismus einer Frau, die sagt, wenn man Faschist genannt wird, steht man auf der richtigen Seite.
    Und da behaupten einige, erst mit Vox sei eine ultrarechte Partei gekommen. Der Pp-Chef und Ex-ministerpräsident Aznar war Falangist. Real war das der erste Ultra-Regierungschef und nicht Meloni.

  6. Spanien ist Weltmeister, also sehen wir, was dieser Staat wirklich ist, ein korrupte Haufen.
    Die Spaniards, mit ihrem König und ihrer Demokratie, beweisen selbst, wie ihre politische Integrität lokalisiert ist!
    Sehr unstabil und letztendlich wird ihr Kolonialismus, ein Relikt in der Historie, eine Korrektur erfahren.
    Wie derzeit das auch andere koloniale Staaten erfahren….
    Das Fazit ist: Das Europa erfindet sich neu.

  7. Links steht gegen jede Hierarchie und die Mitnahme aller Menschen. während rechts für die Akkumulation von Reichtum durch Leistung und Konkurrenz anstelle von Kooperation einsteht und der Kapitalismus bildet den entsprechenden Rahmen dafür.

    Das, was heutzutage der herrschenden Regierung als „links“ zugeschrieben wird, ist nichts weiter als Geschichtsklitterung und bezeugt die Umdeutung der herrschenden Klasse um alle hehren linken Fortschritte zu diskreditieren.

    Alle Gute kommt und kam von links, oder linkem Gedankengut, während rechts dabei ist alle humanen zivilisatorischen Errungenschaften der letzten 150 Jahre in die Tonne zu treten.

    1. Unsinn, schon im Alten Testament steht geschrieben: Der Weg des Klugen führt zum rechten Pfad, der Dummkopf jedoch wählt den linken Pfad. So ist’s bis heute geblieben, der linke Weg führt in die Irre und Verderbnis. Wer vom rechten Wege abweicht, den strafen die Götter , Ignoranz und Borniertheit zählt er zu seinen Tugenden. Der Linke ist ein Irrläufer, erinnert an den Besoffenen, der immer wieder um die Litfaßsäule läuft und den Ausgang nicht findet.

  8. Die Geschichte von den Feuerlösch-Hubschraubern die nicht benutzt werden dürfen weil es böse russische Modelle (Kamov) sind, sollte aber auch noch erzählt werden um die Idiokratie so richtig aufzuzeigen.

    1. In vergangenen Jahren hat Russland auch seine extrem leistungsfähigen Beriev BE-200 Löschflugzeuge zur Verfügung gestellt. Aber da die EU heutzutage kollektiv in den Wahnsinn verfallen ist müssen die betroffenen Länder heute ohne diese Löschgiganten auskommen..

      Ansonsten scheint auch wieder viel Geld EU-typisch irgendwo versickert zu sein wie die ECA (European Court of Auditors) neulich berichtet hatte..

      https://www.brusselstimes.com/1623002/eu-money-for-dealing-with-forest-fires-is-being-badly-targeted

      Mfg Makrovir

    2. Ja. Bananien hat acht davon in der Halle stehen, die nicht genutzt werden können. So hirnrissig sind die Spezialdemokraten auch hierbei. Lieber brennt das Land ab. Die sind nur gradual weniger schlecht aks diese Faschisten von PP und VOX.

  9. Eine Regierung, diecdonezwas tut, ist abzusetzen. Und zwar sofort. Aber die Instanz, dies zu tun, gibt es nicht. Diese Regierung geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen.

    1. Dazu müsste die Zentralregierung den Artikel 155 der Verfassung aktivieren. Das machen die Spezialdemokraten aber nur gehen legítime demokratische Bestrebungen wie in Katalonien. Noch 9 Jahre danach ist deren Präsident Puigdemont im Exil. Demokratie a la EU. Wertewesten halt.

  10. Ich erinnere mich grad an einen Artikel einer (Westberliner) Tageszeitung, die damals im Zuge der Vereinigung der beiden Teile der Stadt einen Artikel über die Ostberliner Feuerwehr, die zur Eingliederung anstand, schrieb. Mit der damals üblichen Mischung aus Arroganz, Gehässigkeit und Unwissenheit. Es wurde an allem rumgenörgelt. Dass die Feuerwehr zur Polizei gehörte, die Standorte, die Ausrüstung, die Ausbildung und was weiß ich. Man ließ den (West)Berliner Großkotz ungefiltert raushängen.
    Wenn ich lese, wie die in Spanien mit ihren Feuerwehrleuten umgehen…..
    Jedenfalls hat die (Ostberliner) Feuerwehr die Lage immer beherrscht und wir hatten noch viel Ofenheizung, ziemlich große Waldgebiete in der Stadt und um die Stadt herum, wo sie auch eingesetzt wurde. Angegriffen und im Einsatz behindert wurden sie allerdings nie.
    Ich schreibe es nicht zum ersten Mal, dass ich der Bonzenherrschaft keine Träne nachweine. Aber wer meint rechtsautoritäre und neoliberale Konzepte sind besser, sollte den Artikel noch mal lesen. Was er beschreibt, ist kein Fehler in System. Es ist das System.

    1. Wir Ossis waren gakt die Doofen für die Besserwessis. Es lief aber einiges besser. Ich trauere den autoritären „Sozialisten“ aber keine Träne nach. Der Kapitalismus ist aber auch 🤮

    2. Ich kann Ihnen versichern, die hier erwähnten Vorfälle in Madrid sind nicht auf alle Regionen von Spanien übertragbar, das hat der Autor auch gar nicht festgestellt.
      Die Situation ist unterschiedlich je nach Region und „Bundesland“. Ist gibt andere Regionen, die haben massiv aufgerüstet:
      -neue Leute eingestellt und nicht nur ein paar Monate beschäftigt. Im Gegenteil viele Trupps haben den ganzen Winter im Bereich Vorsorge (Brandschneisen, Unterholzentfernung, Erneuerung von Brandschneise sowie in Aufforstung gearbeitet.
      Manche Arbeiten sind nur von November bis Mai zu erledigen, weil dann (nicht immer) mit teilweise schwerem Gerät
      gearbeitet werden kann.
      – Verbesserung der organisatorischen Infrastruktur, neue Brandzentren, Erneuerung von Fahrzeugen und Gerät und auch
      insgesamt wurden neue Löschflugzeuge geordert.
      – meist sind in unserer Region die Trupps mit kleinen Stationen organisiert, klein effektiv, 4x4n gängige UNIMOG Fahrzeuge, die als erste Reaktion ausrücken. Hubschrauber gut verteilt.
      Spanien ist das zweit bergiste Land nach der Schweiz in Europa, das erfordert effektive kleines Equipment, gute Stationierung von Löschflugzeugen und Hubschraubern. Bei uns gibt es Brandschutzstützpunkte, die liegen flächen-
      deckend in einer Höhe zwischen 8oo bis 1.400 Metern und sind von Mai bis Oktober 24h besetzt. Die haben auch heute
      Drohnen zur Unterstützung vor Ort.
      Selbstverständlich kann und muss noch mehr verbessert werden.

  11. Das droht nun überall, wo diese rechten Deppen an die Macht kommen. Grundsätzlich lrugnen sie den Klimawandel, blockieren daher auch den Ausbau einer einsatzfähigen Feuerwehr und im Brandfall verhindern sie deren Einsatz.

    Ja, auch die AfD.

  12. Manche sagen, dass wäre gar nicht so schlimm. Es mag zynisch klingen, aber das ist „schöpferische Kraft der Zerstörung“ wie das einmal der kapitalistischen Ökonom Joseph Schumpeter nannte.

    Das ist wie mit den Trümmerhaufen, die jeder Krieg hinterlässt. Das mit den vielen Toten ist selbstverständlich nicht so schön. Aber nie mehr war das Wirtschaftswachstum in Deutschland so hoch wie in den 1950er Jahren nachdem die größten Trümmer des Zweiten Weltkrieges von den Trümmerfrauen weggeräumt waren. Da gab es zweistellige Wachstumsraten (1951: rund 10 Prozent, 1955: sogar 12 Prozent). 1960 waren es auch noch rund 9 Prozent und 1968 rund 7,3 Prozent. Es gab fast keine Arbeitslosen, man brauchte sogar „Gastarbeiter“ aus Italien und Spanien, um die Arbeit zu stemmen. Davon kann man heute nur träumen.

    Heute haben wir ein Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent und neoliberale Ökonomen jubeln, weil es nicht negativ ist. Auf der anderen Seite haben wir offiziell rund drei Millionen Arbeitslose (+ stille Reserve).

    Es mag auch zynisch klingen, aber ein paar Tage nachdem der Kapitalismus die US-Investmentbank „Lehman Brothers“ zerstört hatte und die Bank am 15. September 2008 Insolvenz anmelden muss, veröffentlichte ein kleiner Autor mit dem Namen Friedrich Merz ein Buch mit dem Titel: „Mehr Kapitalismus wagen: Wege zu einer gerechten Gesellschaft“.

    Weil sich die Börsenzocker von Lehmann verzockt hatten, mussten viele Staaten die anderen „notleidenden“ Banken auf Kosten der Allgemeinheit mit zig Milliarden unterstützen, damit es keinen Dominoeffekt gibt. Trotzdem kam es zu massiven Kurseinbrüchen. 2009 schrumpfte aber auch die Weltwirtschaft, der Welthandel brach ein, viele Menschen wurden arbeitslos, die Kurzarbeit stieg, viele Kleinanleger verloren ihre gesamten Ersparnisse. Das BIP sank 2009 und rund 5 Prozent, der bis dahin stärkste Rückgang in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

    Aber dann kam die schöpferische Kraft des Kapitalismus und es ging wieder steil bergauf. 2016 wurde der kleine Autor sogar Mitarbeiter einer der größten kapitalistischen Felsen der Welt, von „Black Rock“ und heute ist der kleine Autor sogar Bundeskanzler Deutschland.

    Der Kapitalismus zerstört, aber er baut auch wieder auf. Das Problem dabei ist, wenn man zu den gehört, die zerstört wurden.

    1. Dass es in einem begrenzten System Erde kein unbegrenztes Wachstum geben kann, wollen einige nicht verstehen. Diese Brände, wie die Kriege, fachen die Klimakatastrophe zudem deutlich weiter an. Ein Teufelskreis der nur noch zerstört.

  13. „Wegen den Großbränden um Madrid“
    Autsch!
    Auf „wegen“ folgt der Genitiv! Bitte um Kenntnisnahme und Berücksichtigung

  14. Spanien musste seine sowjetisch/russische Löschubschrauberflotte an China verkaufen, weil es durch die EU sanktionen keine Ersatzteile udn Zuslassungen mehr bekam. Es war Spanien auch nicht möglich, adequaten Ersatz zu beschaffen, da die Russen, man soll es nicht für möglich halten, in diesem Sektor so ziemlich die einzigen sind, die brauchbares Gerät produzieren…

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