
Der Ukraine-Krieg beweist: Mehrschichtige Verteidigung und SEAD-Einsätze sind der Schlüssel zur Abwehr großer Feinde.
Der Konflikt in der Ukraine hat schwerwiegende Mängel bei der Planung, den Konzepten, den Waffensystemen und den Taktiken im Zusammenhang mit der Luftkriegsführung in einem zwischenstaatlichen Konflikt offenbart. Höchstwahrscheinlich sind die Mängel darauf zurückzuführen, dass sich die Welt jahrzehntelang ausschließlich auf die asymmetrische Kriegsführung konzentriert hat.
Kurz nach Beginn des Ukraine-Konflikts sahen sich sowohl die Ukraine als auch Russland mit Unzulänglichkeiten konfrontiert, die sich aus der einzigartigen Nutzung des technologischen Fortschritts durch den Gegner ergaben.
In der asymmetrischen Kriegsführung setzt nur die dominierende Macht den technologischen Fortschritt auf dem Schlachtfeld ein. In einem Peer-to-Peer-Konflikt haben beide das Privileg, dies zu tun! Es überrascht nicht, dass der Verlauf des Kampfes von Überraschung und Enttäuschung geprägt war.
So überschätzten die ukrainischen Streitkräfte (AFU) das Potenzial bewaffneter Drohnen wie der türkischen Bayraktar TB2 und unterschätzten die Wirksamkeit der mehrschichtigen Luftabwehrsysteme, die von den russischen Streitkräften der Doktrin gemäß eingesetzt werden, um dem technologischen Vorsprung westlicher Kampfjets und Marschflugkörper asymmetrisch zu begegnen.
Die russischen Luftwaffe (RuAF) ihrerseits erkannte nicht ausreichend, dass sie eine große Anzahl von AWACS-Flugzeugen benötigen, um Luftüberlegenheit und SEAD-Patrouillen (Suppression of Enemy Air Defence) sicher durchführen zu können. Die Tatsache, dass sich die RuAF in der Anfangsphase des Feldzugs auf ungelenkte Bomben verließ, war geradezu peinlich.
Sowohl die Ukraine als auch Russland traten in den Krieg ein, ohne das Potenzial der drohnengestützten Aufklärung und des Angriffs richtig einzuschätzen.
In den folgenden Abschnitten werde ich einige wichtige Lehren aus dem Krieg in der Ukraine auflisten und diskutieren, Lehren, die sich wahrscheinlich auf die Zukunft der Luftkriegsführung auswirken werden.
Einige der Lehren bestätigen Konzepte und Vorstellungen, die die indische Luftwaffe bereits übernommen hat. Andere könnten der IAF-Führung durchaus Anlass zum Nachdenken geben. Wo immer es relevant ist, werde ich den Kontext erläutern.
Moderne AD-Systeme schließen eine theaterweite Luftüberlegenheit aus
Das Konzept der Luftüberlegenheit setzt die vollständige Kontrolle über den Luftraum innerhalb eines bestimmten Konfliktgebiets voraus. Nach Erlangung der Luftüberlegenheit kann die dominierende Luftwaffe relativ frei operieren, während die gegnerischen Luftoperationen stark eingeschränkt, wenn nicht sogar völlig unterbunden werden.
Aufgrund der Vielseitigkeit und Wirksamkeit moderner AD-Systeme (Luftabwehrsysteme) ist eine Luftüberlegenheit über den gesamten gegnerischen Luftraum unmöglich zu erreichen.
Die große Reichweite fortschrittlicher AD-Systeme wie Patriot und S-300 und die Fähigkeit moderner Systeme mit geringerer Reichweite, wie NASAMS und Pantsir, im „Dark“-Modus zu operieren, schließen eine theaterweite Luftüberlegenheit aus. Im „Dark“-Modus schaltet ein AD-System sein Suchradar aus, um einen Angriff durch ein gegnerisches Kampfflugzeug zu verhindern, das für eine SEAD-Mission ausgerüstet und mit einer Anti-Radar-Rakete (ARM) bewaffnet ist.
Anstatt sein eigenes Radar zur Zielverfolgung zu nutzen, verfolgt das Dark-AD-System die Ziele mit Hilfe von Daten, die über eine Datenverbindung von einem ganz anderen Radar (in der Regel ein AWACS in der Luft) übertragen werden. Sobald ein Ziel in Raketenreichweite kommt, schaltet das dunkle System seinen Raketenleitradar ein und startet seine Rakete. Kein noch so großer SEAD-Aufwand kann somit gewährleisten, dass die dominierende Streitkraft ungehindert operieren kann.

Moderne Luftverteidigung reduziert die Effektivität der Luftstreitkräfte drastisch
Die Wirksamkeit moderner Flugabwehrsysteme zwingt angreifende Jäger und Bomber dazu, ihre Bomben und Raketen aus der Ferne zu starten, um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten.
Die für Standoff-Angriffe verwendete Munition (Marschflugkörper, Gleitbomben usw.) ist wesentlich teurer als ungelenkte Munition (Raketen, Bomben) für Angriffe im Nahbereich.
Ebenso wichtig ist, dass die Gefechtsköpfe der gelenkten Fernkampfmunition deutlich kleiner sind, was zu einer geringeren Zerstörungskraft führt. Auch die geringere Geschwindigkeit der Lenkmunition führt zu einer geringeren Zerstörungskraft.
Der Kostenunterschied kann erheblich sein, wenn gehärtete Ziele angegriffen werden müssen. Nicht nur, dass jede Lenkmunition teurer ist, man braucht auch eine größere Anzahl von Geschossen, um ein bestimmtes Ziel zu zerstören.
Kurzum, der Einsatz der Luftwaffe über große Entfernungen ist weniger effektiv.
Keine Rolle für bewaffnete Drohnen in der Luftkriegsführung
Wie die Ukraine kurz nach der Stabilisierung ihrer Front im Oktober 2022 feststellen musste, werden mittelgroße bewaffnete Drohnen leicht vom Himmel geschossen, wenn sie in einem stark umkämpften Luftraum eingesetzt werden.
Die Ukraine, die sich zu Beginn des Krieges so sehr über ihre bewaffneten türkischen Bayraktar TB-2-Drohnen gefreut hat, setzt sie jetzt nur noch zur Aufklärung in den wenig umkämpften Gebieten der Front ein.
Die Absicht Indiens, in großem Umfang in US-Predator-Drohnen zu investieren, ist in diesem Zusammenhang schwer zu verstehen. Indien hat zwei ebenbürtige Gegner und keine hegemonialen Ambitionen. Im Falle von Feindseligkeiten wäre die Überlebensdauer eines Predators, der entlang der indischen Grenze zu China oder Pakistan eingesetzt wird, sehr begrenzt.
Bedarf an Luft-Luft-Raketen mit großer Reichweite
Die Lieferung moderner AD-Systeme der USA und der NATO an die Ukraine machte es Russland unmöglich, die Luftüberlegenheit über einen wesentlichen Teil des ukrainischen Luftraums zu erlangen. Das Beste, was Russland tun konnte, war, die Luftüberlegenheit über einen Streifen des ukrainischen Luftraums zu erlangen, der sich 100 Kilometer tief in die Ukraine entlang der 1000 Kilometer langen Front erstreckte.
Russland erlangte die Luftüberlegenheit über den begrenzten Streifen ukrainischen Territoriums durch die Stationierung seiner S-300- und S-400-Langstrecken-Luftabwehrsysteme (Integrated Air Defence Systems, IADS) in unmittelbarer Nähe der Front und durch die Rund-um-die-Uhr-Patrouillen russischer Su-35S- und Su-30SM-Kampfjets.
Die russischen Kampfflugzeuge sind mit mehreren Arten von Luft-Luft-Raketen bewaffnet, die jedes ukrainische Flugzeug unter ihnen abschießen können, sowie mit einer einzigen Anti-Strahlungs-Rakete (ARM), die jedes aufleuchtende AD-Radar zerstört.
Russische Kampfhubschrauber wie die Ka-52 und Mi-28 sowie Su-25-Kampfflugzeuge können sich im von Russland kontrollierten Luftraum frei bewegen. Die Tiefe, in der patrouillierende russische Kampfflugzeuge die Luftüberlegenheit herstellen können, ergibt sich aus der Reichweite der RVV-BD-Luft-Luft-Rakete, die, wenn sie aus großer Höhe abgeschossen wird, Berichten zufolge Ziele in bis zu 300 Kilometern Entfernung treffen kann!
Luft-Luft-Raketen und ARMs mit großer Reichweite sind heute von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, die Luftüberlegenheit über einen begrenzten Bereich des gegnerischen Territoriums zu erlangen. Je größer die Reichweite der Rakete ist, desto größer wird die Flugverbotszone.
Offenen Quellen zufolge verfügt die IAF nicht über eine echte Luft-Luft-Rakete mit großer Reichweite wie die RVV-BD. Auch ihr Bestand an Langstreckenraketen ist wahrscheinlich begrenzt.
Erhöhter Bedarf an SEAD-Einsätzen
SEAD-Einsätze mit Kampfflugzeugen, Marschflugkörpern oder ballistischen Raketen sind für die Herstellung der Luftüberlegenheit unerlässlich. Mobilität und Operationen im „Dark Mode“ erschweren jedoch das Aufspüren und Zerstören gegnerischer AD-Systeme, die in einem Einsatzgebiet stationiert sind.
Künftige Kriege werden einen weitaus größeren Ressourceneinsatz für SEAD-Einsätze erfordern, als dies heute der Fall ist.
Notwendigkeit einer mehrschichtigen Luftverteidigung
Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, wie wirksam mehrschichtige mobile Luftverteidigungssysteme Angriffe durch ballistische Raketen, Marschflugkörper, alle Arten von aerodynamischen Zielen, Artillerieraketen und Granaten abwehren können.
Mehrere AD-Schichten sind schwerer zu durchdringen als eine einzelne Schicht. Angreifende Kampfflugzeuge und Marschflugkörper können zum Beispiel niedrig fliegen, um der Entdeckung durch Systeme mit großer Reichweite zu entgehen.
In der Nähe von Mittelstreckensystemen können sie sich durch Terrainmaskierung der Entdeckung entziehen oder den Entdeckungsbereich verringern.
Um jedoch ein Ziel anzugreifen, das von geschichteten AD-Systemen geschützt wird, sind sie immer noch mit Punktverteidigungs- oder VHORAD-Systemen (Very Short Range Air Defence) konfrontiert.
AD-Systeme können verschiedene Arten von Suchköpfen einsetzen, um ihre Ziele zu verfolgen und zu zerstören – optische, IIR (Imaging InfraRed), Radar, SALH (Semi-Active Laser Homing) und SARH (Semi-Active Radar Homing).
Der Einsatz von Raketensystemen mit verschiedenen Arten von Suchköpfen ist wirksamer, um zu verhindern, dass Raketen die AD-Abdeckung eines Ziels durchdringen, als ein einziger Typ von Raketensystemen.
Die IAF hat verschiedene Arten von AD-Systemen erworben, die eine wirksame mehrschichtige Verteidigung bieten könnten. Ob die Anzahl der erworbenen Systeme ausreicht und ihre Vernetzung angemessen ist, ist fraglich.
Allerdings ist Indien in der Raketentechnologie inzwischen autark, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Lücke durch selbst entwickelte AD-Raketensysteme geschlossen wird.
Notwendigkeit einer adaptiven Luftverteidigung
Moderne AD-Systeme verwenden Software-Algorithmen, um ihre Ziele zu identifizieren und ihre Abfangstrategie je nach Zieltyp zu optimieren. In manchen Fällen kann der Gegner durch Spionage oder die Eroberung eines Waffensystems die Abfangalgorithmen entschlüsseln und ihnen mit Änderungen der Flugeigenschaften begegnen.
In einem solchen Fall sollte eine Verbesserung oder Änderung der Abfangalgorithmen möglich sein.
Die Fähigkeit Russlands, die Abfangalgorithmen seiner Buk- und Pantsir-AD-Systeme zu ändern, um die Abfangraten von HIMARS-, HARM- und Storm Shadow-Raketen zu verbessern, hat dazu beigetragen, die negativen Auswirkungen der Lieferung dieser Waffensysteme durch den Westen an die Ukraine zu verringern.
In diesem Zusammenhang ist es für die IAF wichtig, die Fähigkeit zu erwerben, die Abfangalgorithmen ihrer AD-Systeme zu verbessern.

Unverwundbarkeit von Hyperschallraketen
Russlands sehr erfolgreicher Einsatz von Hyperschallraketen hat bewiesen, dass kein AD-System der Welt heute eine ballistische Hyperschallrakete wie die Kinshal abfangen kann. Wann immer Russland ein Ziel mit absoluter Sicherheit zerstören will, setzt es eine Kinshal-Hyperschallrakete oder Iskander-M ein.
Die meisten ballistischen Raketen fliegen mit Überschallgeschwindigkeit, können aber nicht manövrieren. Daher ist ihre Flugbahn vorhersehbar, und ein Abfangen ist einfach. Kinshal und Avangard können mit Hyperschallgeschwindigkeit fliegen und manövrieren, was ein Abfangen mit der derzeitigen Technologie unmöglich macht.
Aufgrund der physikalischen Grundlagen für das Abfangen von Hyperschallzielen ist es wahrscheinlich, dass die Fähigkeit von Hyperschallraketen, alle Luftverteidigungssysteme zu durchdringen, jahrzehntelang unangefochten bleiben wird.
Neben der Fähigkeit, Luftabwehrsysteme zu durchdringen, sind Hyperschallraketen auch in Bezug auf ihre Zerstörungskraft sehr wirkungsvoll. Indien verfügt über nichtnukleare, manövrierfähige ballistische Hyperschallraketen, deren Einsatzstatus und Anzahl jedoch unbekannt sind.
Raketen mit hoher Überschallgeschwindigkeit sind nahezu unverwundbar
Wenn es um das Durchdringen der Luftabwehr und die Zerstörungskraft geht, stehen Raketen mit hoher Überschallgeschwindigkeit, wie die russische Onyx, den Hyperschallraketen in nichts nach.
Ihre Fähigkeit, unvorhersehbare Profile zu fliegen, und ihre hohe Endgeschwindigkeit machen ein Abfangen sehr schwierig. Ihre hohe Geschwindigkeit verleiht ihnen auch eine große Zerstörungskraft.
Indien hat in weiser Voraussicht stark in die Brahmos-Rakete investiert, die derzeit eine höhere Zerstörungskraft, Durchschlagskraft und Vielseitigkeit als die Onyx aufweist. Indien muss die Produktionskosten des Brahmos-Flugkörpers senken und seine Herstellungskapazitäten verbessern, um seine leichte Verfügbarkeit bei Feindseligkeiten zu gewährleisten.
Bedarf an erschwinglichen Gleitbomben-Bausätzen
Der Ukraine-Krieg hat eindeutig bewiesen, dass erschwingliche Fähigkeiten sehr viel nützlicher und effektiver sind als bessere Fähigkeiten, wenn es um präzisionsgelenkte Munition geht.
So hatte beispielsweise die Lieferung von JADAM-ER-Gleitbombenbausätzen durch die USA an die Ukraine weitaus geringere Auswirkungen auf den Kriegsverlauf als die russische Einführung der groben und weniger genauen UPMC-Gleitbombenbausätze. Russlands Einsatz von FAB-500M62-Gleitbomben hat entscheidend dazu beigetragen, die ukrainische Gegenoffensive zum Stillstand zu bringen, bevor sie richtig beginnen konnte.
Die IAF hat in israelische SPICE-Gleitbomben (Smart, Precise Impact, Cost-Effective) investiert, die aber trotz ihres Akronyms nicht kosteneffizient sind, zumindest nicht ausreichend für einen groß angelegten Einsatz.
Die DRDO entwickelt Bausätze, die die vorhandenen 100-, 250- und 500-kg-Bomben der IAF mit einer Präzisionslenkung und Gleitfähigkeit ausstatten, so dass sie aus einer bestimmten Höhe und in einem bestimmten Abstand abgeworfen werden können. Der Einsatzstatus und die Erschwinglichkeit dieser Bausätze sind jedoch nicht als Open Source verfügbar.
Auf Wiedersehen, Luftnahunterstützung
Die Luftnahunterstützung (Close Air Support, CAS) war einst eine wichtige Aufgabe für jede Luftwaffe. Die Verbreitung von MANPAD hat die Kosteneffizienz von CAS-Einsätzen ernsthaft in Frage gestellt.
In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass Russland die Su-25, die als reines CAS-Kampfflugzeug konzipiert wurde, derzeit nur für Tiefflugangriffe mit ungelenkten Langstreckenraketen einsetzt, nicht aber für CAS.
Der Ukraine-Krieg hat eindeutig bewiesen, dass CAS am besten mit FPV- und Kamikaze-Drohnen durchgeführt werden kann, die von spezialisierten technischen Kräften bedient werden, die den vorgeschobenen Verbänden zugeteilt sind.
CAS-Unterstützung, die Angriffe auf Ziele tiefer im feindlichen Gebiet beinhaltet, wird am besten von Kampfhubschraubern durchgeführt, die mit präzisionsgelenkten Langstreckenraketen bewaffnet sind. Die Kampfhubschrauber operieren außerhalb der Reichweite feindlicher MANPADs und fliegen in einer Zone mit vollständiger Luftüberlegenheit.
Die IAF, die bereits vor Jahrzehnten einen Strategiewechsel von spezialisierten CAS-Kampfflugzeugen hin zum Einsatz von präzisionsgelenkter Munition aus mittlerer Höhe für CAS-Einsätze vollzogen hat, bewies große Weitsicht. Der begrenzte Bestand an erschwinglichen PGMs im IAF-Bestand gibt jedoch Anlass zur Sorge.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die für eine zwischenstaatliche Konfrontation relevanten Luftkampfkonzepte im Laufe der Jahre in vielerlei Hinsicht aus dem Ruder gelaufen sind, ähnlich wie ein Kreisel, der lange Zeit nicht „fixiert“ war.
Zynisch gesprochen muss sich die indische Luftwaffe glücklich schätzen, dass die Ukraine und Russland in einen Konflikt verwickelt sind, denn seit dem indisch-pakistanischen Krieg von 1971 hat es keinen ausgewachsenen zwischenstaatlichen Konflikt mehr gegeben.
Infolgedessen waren die Konzepte der Luftkriegsführung für lange Zeit nicht festgelegt worden. Es bleibt zu hoffen, dass die indischen Verteidigungsplaner die richtigen Lehren daraus ziehen und wo immer nötig nachbessern.
Vijainder K Thakur ist ein ehemaliger Jaguar-Pilot der IAF. Er ist außerdem Autor, Softwarearchitekt, Unternehmer und Militäranalyst.
Der Artikel ist im englischen Original auf EurAsian Times erschienen.
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Mit großem Interesse gelesen. Komme von der Luftverteidigung. Zwar schon viele Jahre her, jedoch das Prinzip einer dichtgestaffelten Luftverteidigung für unterschiedliche Höhen und Entfernungen kenne ich. Problem war immer das Zusammenwirken mit den Luftstreitkräften. Die konnten ja nicht in die Vernichtungszonen des gestaffelten Luftverteidigungssystems. Die heutigen Mittel gab es noch nicht.
Problem ist, dass sowohl Indien, wie Pakistan und auch China Atommächte sind.
Falls ein Händel in die vom Autor skizzierten Bereiche eskaliert, … besser nicht.
Die Ukraine ist in den Krieg nicht eingetreten, sie wurde überfallen. und zwar hinterrücks, ohne Vorankündigung. Darüber hinaus war ich der felsenfesten Überzeugung der Jom-Kippur-Krieg, der Chinesisch-Vietnamesische Krieg oder der Falklandkrieg haben nach 1971 stattgefunden, so kann man sich irrren.
Würden die russischen Streitkräfte aber auch auf einen gleichwertigen Gegner treffen, so wäre deren Luftüberlegenheit Makulatur (wäre auch nicht anders, wenn die Amerikaner nochmal einen echten Gegner hätten) und manchmal frage ich mich ob es nicht besser wäre, die NATO würde direkt eingreifen. Dann kann man ja sehen, wer zuerst zuckt.
Tust du nur so oder bist du wirklich so dumm, Majestyk?
Die Ukraine hat ihre abtrünnigen Provinzen, welche sich zu selbstständigen Volksrepubliken erklärt haben, im Rahmen ihrer Möglichkeiten gepiesackt und malträtiert.
Und als es an das große „Reinemachen“ ging, aufgefahren mit einer 6-stelligen Zahl von Soldaten an der Kontaktlinie, mit massiv ausgeweiteten Artillerie-Angriffen ab dem 16. Februar, mit der Erklärung Selenkijs auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 19. Februar, da wusste selbst Putin, dass er in den sauren Apfel beißen muss und deshalb sein Russland niemals mehr so funktionieren wird, wie er sich das gewünscht hätte.
Denn diese beiden Volksrepubliken sind schlimmer und gefährlicher als Sjuganow jemals gewesen ist, wenn man von 96 absieht, als dieser seine Chance nicht entschlossen ergriff.
Xi hat vor einigen Jahren wohl auch nicht ganz freiwillig den Kapitalismus dort enclosed.
Und auch hier wird es noch ganz gewaltige Reibungen geben.
Und keine führende Partei, auch nicht die AfD, hat die Analysefähigkeit und Werzeuge, adäquat darauf zu antworten.
Es wird aber Antworten bedürfen, weil wesentliche Teile der Bevölkerung eine zu ungewisse Zukunft nicht unbestimmt ertragen wollen.
Er ist so dumm. ein Fascho halt. Und ein Troll. Nicht füttern.
@ aquadraht:
Ich warte. Aber der kleine anonyme Schmierer hat wohl die Hosen voll. Egal was ich bin, ich bin zumindest ein Mann. Sie sind erbärmlich und eine feige Memme.
Was ist heute noch ein Mann? Dein Denken zeugt nicht davon, ist stark verkürzt!
Sehr geehrter Herr Majestyk, Ihren Kenntnisstand in historischen Dingen nebst Ihren Pöbeleien lasse ich unkommentiert. Wer wird denn dem Schwachsinn Reverenz erweisen. Was nun die von Ihnen dranghaft betonte Männlichkeit Ihrer Person angeht, so liegt ihr ein Tatbestand zugrunde, den Lichtenberg (schon mal von gehört?) in die Worte faßte:
„Das einzige, was an ihm männlich war, konnte er aus Gründen des Anstandes nicht sehen lassen.“
Aqua war noch nie etwas anderes. Eine Blockwartmentalität wie sie im Buche steht.
Was er nicht versteht bezeichnet er als Troll oder Nazi. Das ist sein minderbemittelter Reflex, mehr ist einfach nicht da.
Nein, nein, das bist du ganz sicher nicht. Du bist ein feiger, ehren- und würdeloser Dre***nazi. Aber das ist dann wohl deine ureigene Definition von „Mann“. Es sei dir gegönnt, Monsieur sans-ouefs.
@ Luck:
Dumm hin oder her. Ich bin jedenfalls fähig zu erkennen, daß bestimmte westliche Kreise Farbenrevolutionen betreiben vor allem ein bestimmter gebürtiger Ungar, daß die Ukraine einer der korruptesten Staaten der Welt ist, der Herr Selenskyj ein Komiker und dennoch lasse ich mir nicht einreden, daß es richtig ist einen anderen Staat anzugreifen. Ich leide ja nicht an Doppeldenk und Doppelsprech, was ich bezüglich des Irak als falsch empfunden habe, kann jetzt nicht richtig sein, nur weil es das ach so unschuldige Rußland ist.
Krieg ist scheiße, egal wer den betreibt. Und das können Sie sich jetzt zurechtbiegen wie Sie wollen, die Russen haben angefangen und jener Krieg ist nicht alternativlos. Der Aggressor ist eindeutig Rußland und selbst ein korruptes Land wie die Ukraine hat das Recht sich zu wehren, wenn es angegriffen wird. Und da kann ich die Ukrainer die kämpfen auch verstehen. Right or wrong, my country.
Wenn Putin heute im Recht ist, dann war es Hitler 1939 ebenfalls, da waren auch Deutsche in Not, Deutsche die gegen ihren freien Willen in einem anderen Land gelandet waren. Und natürlich war es damals ein Alibi, genauso wie heute.
Und jetzt huldigen Sie weiter Ihrem KGB Offizier und Ihrem KPCh Boss und lassen mich in Frieden, Sie Möchtegern Fünfte Kolonne.
“ […] dennoch lasse ich mir nicht einreden, daß es richtig ist einen anderen Staat anzugreifen.“
„[…] selbst ein korruptes Land wie die Ukraine hat das Recht sich zu wehren, wenn es angegriffen wird.“
Also nach ihrer Theorie ist es nicht legal ein Angriffskrieg gegen ein anderes Land,
zu führen. Auch nicht wenn die eigene Bevölkerung bedroht wird und am Ende das
sich so zuspitzt das es am Ende kein anderer Weg mehr gibt. Nur ist dann das Land
die angeriffen wird, die Guten da man sich ja nur verteiligt. Ich glaube da muss
manches internationales Übereinkommen neu verhaldelt werden.
Aus der Logik war Pearl Harbor illigitim und müßte als Kriegsverbrechen geahndet
werden. Hiroshim und Navasaki wäre wieder legitim, da dies nur zur Verteiligung
gedient hat.
@ phil:
Die russische Bevölkerung war nicht bedroht. Oder wollen Sie mir jetzt auch mit völkischen Argumenten kommen, den bedrohten Blutsbrüdern? Achtung dünnes Eis.
Die Russen in der Ukraine sind Ukrainer und nicht Angelegenheit der Russen. Die wollten übrigens auch Ukrainer werden und haben nach Zerfall der SU gleichfalls die Gunst der Stunde genutzt. Was wohl daran gelegen haben könnte, daß die SU ein so unglaublich beliebtes System gewesen ist. Und jetzt wird das Eis noch dünner oder sind die Türken in Deutschland etwa Angelegenheit der Türkei?
Jetzt müssen Sie mal gaaaanz genau überlegen wie Sie argumentieren. Mir soll es recht sein, für mich sind viele Zugelaufene nur Paßdeustche, ich steh ja auch dazu. Aber mir hier einen reinwürgen wollen, wegen bedrohter Russen und dann innerdeutsch wieder anders argumentieren, dazu müssen Sie sich jemand suchen, der noch dümmer ist als ich vermeintlich aussehe.
Und Pearl Harbor war ein ganz eindeutiger Angriff, auch wenn die Amerikaner die Japaner in die Falle haben laufen lassen. Hiroshima kann man verschieden bewerten. Wenn es ein Kriegsverbrechen war, dann war Dresden auch eines. Krieg hat aber auch eine eigene Dynamik und im Prinzip ist im Krieg vielleicht nicht alles erlaubt, aber als verboten wird es nur gewertet, wenn man verloren hat, dann sind Erschießungen Kriegsverbrechen, ansonsten eben Geschehnisse aus der Situation heraus. Ist halt Mist, wenn man einen Krieg verliert. Im wahren Leben ist ein schmutziger Sieg aber auch besser als eine ehrliche Niederlage.
Und mir ist klar, daß ich jetzt wieder alle rauchen und kotzen.
Ich habe nur einen Maßstab. Rußland hat die Ukraine angegriffen, Punkt, Aus, Ende. Ob Putin rationaler klingt als westliche Führer, wie sehr ich EU ablehne und ob ich wirklich eine NATO brauche, das ist eine andere Frage.
Nur weil die Ukraine eine Hure ist und von einem westlichen Zuhälter umworben ist, hat deren Ex-Mann noch lange nicht das Recht der Ukraine die Tür einzutreten und aufs Maul zu hauen.
Ich habe nur die Aussagen die Sie traffen in Frage gestellt. Das andere interessiert nicht, warum war Dresden kein Kriegsverbrechen? Wurden nicht hauptsächlich Zivilisten ausgebombt? Gleiches gilt für Bomben mit Langzeitzünder mit denen wir uns heute immer noch herumquälen dürfen.
Da aber ‚Der Sieger schreibt die Geschichte‘ gilt, sind diese keine Verbrechen.
Sie verdrehen da einiges: die türken in Deutschland sind ein anderes Land eingewandert.
Die ethnisch russischen Bewohner des Donbass sind vor 100 und mehr Jahren in einen anderen Teil des eigenen landes umgezogen.
Vor 30 Jahren fanden sich deren nachfahren in einem anderen Land wieder.
Vor 9 Jahren wurde die Regierung in Kiev,die in Donbass mit sehr großer Mehrheit gewählt worden war, gewaltsam gestürzt, das ganze miteingefädelt durch die Amis.
Als die Donbassler sich dagegen wehrten, schickte Kiev Asov und andere Terror-Gruppen um das brutal niederzuschlagen.
Schließlich gab es das Minsk2 Abkommen, welches die Ukraine aber nie vorhatte umzusetzen.
Letztes Jahr nun setzte Kiev dazu an, den Donbass gewaltsam zu übernehmen, mit der sicheren Folge einer ethnischen Säuberung.
Dann sind die Russen eingeschritten.
Kiev wollte dem Donbass keine Autonomie gewähren, was absolut kein Hexenwerk ist.
Jetzt werden sie ihn ganz verlieren.
Nein. ein Staat hat nciht das Recht einen Teil seiner Bevölkerung zu bombardieren, massakrieren, vertreiben.
Genau das ist aber das Bestreben von Kiew.
Ähnlich wollte es Georgien 2008 machen.
Dann kam Russland dazwischen.
Die EU Komission hat festgestellt dass die Schuld an diesem bei der georogischen Regierung war.
zum Glück kamen sie bald zur Besinnung, und der Westen mischte sich nicht ein, sodass sich Leid und Zerstörung in Grenzen hielt.
@ Bert Huner:
Der einzige der hier verdreht sind Sie und dazu muß man sich nur europäische Landkarten im Vergleich anschauen. Ich würde weniger Prawda lesen, dafür mal ein echtes Geschichtsbuch. Sowohl unterm Zaren als auch unter den Sowjets wurde beständig umgevolkt. Bestes Beispiel sind die Krimtataren. Bezüglich Nordirland würde mir hier jeder zustimmen, aber kaum geht es um die heißgeliebten Russen, da schlägt die einstige Parteiverbundenheit durch.
Im Übrigen sind die Türken nicht eingewandert. Die wurden als Gastarbeiter angepriesen und angeworben. Und auf einmal haben gewisse Kreise gesagt, ja mei, jetzt sind sie halt da. Auch die kamen, wie die Italiener unter außenpolitischen Druck, frei von jeder Notwendigkeit. Damals war Baukrise, die ersten Zechen schlossen, es gab wie immer viel zu wenige Lehrstellen, Wohnungen waren immer noch rar, eigentlich nur für Verheiratete. Und trotzdem wurde immer eingeschleust.
Ich brauche grundsätzlich keine Nachhilfe in Geschichte, ich könnte hier höchstens Nachhilfe erteilen. Ist aber zwecklos, scheitert schon an der Fähigkeit logisch zu denken. Menschen die angeblich vertrieben wurden, die sind dann nicht mehr dort.
ok. die Türken wurden angeworben.
Ich glaub ursprünglich war gedacht sie bleiben ein paar jahre und gehen dann wieder.
Dann sind viele geblieben, sind also defacto ausgewandert.
Aber darum geht es nciht.
Ein Türke, der von Anatolien in den Ruhrpott zog, ging in ein fremdes Land.
Ein Moskauer der 1910 nach Donezk zog, war immer noch im gleichen land.
Umgevolkt? Nazi-Gesabbel! Kein Wunder, dass der Rest von Dummheit strotzt.
ja. es wurden in der Vergangenheit in vielen Ländern, bevölkerungsstrukturen verändert, Menschen vertrieben, andere angesiedelt.
wirklich übel
Das gibt der Ukraine trotzdem nciht das Recht das heute weiter zu tun.
Und der Westen unterstüzt die Ukraine auch noch dabei, Regionen ethnisch zu säubern, und Minderheiten zu unterdrücken.
Nö, Russland ist in den Konflikt erst eingetreten, als Russland bedroht war. Die Regionen Dombass und Lugansk haben ihre Unabhängigkeit erklärt. Russland hat die anerkannt und anschließend haben die Republiken sich Russland angeschlossen. Völkerrechtlich ist das komplett korrekt und der Präzedenzfall dazu war die Entscheidung, über den Kosovo der das Gleiche gemacht hat.
Mag sein, dass alles Schmierentheater war, aber es war alles juristisch korrekt.
Und das scheint für Russland auch immer wichtig zu sein, denn es möchte nicht gerne gegen das Recht verstoßen, zumindest nicht offen. Dies steht im Gegensatz zum Westen der seine eigenen Regeln macht und die auch problemlos ändert oder bricht.
Das interessante ist ja, dass wir das an dem aktuellen Umgang mit Nordkorea sehen. Nordkorea wird Russland voraussichtlich mit zusätzlicher Munition versorgen, denn die internationalen Sanktionen gelten ja nur für die Einfuhr von Militärgütern, nicht für die Ausfuhr. Und Russland wird sich mit dem weiteren Aufbau der Zivilindustrie in Nordkorea revanchierten, die ja nicht sanktioniert ist.
Im Gegensatz dazu verhängen die USA regelmäßig völkerrechtswidrige Sanktionen oder führen völkerrechtswidrige Kriege. Das bedeutet sie halten sich eben nicht an das Völkerrecht.
Dieser Unterschied mag für den durchschnittlichen Westler uninteressant sein, aber für die meisten Staaten auf der Welt ist er wichtig, denn es bedeutet, dass sich Russland sowohl an Verträge als auch ans Recht hält. Die Verträge müssen halt nur wasserdicht sein, wenn sie das nicht sind, ist das nicht Russlands Schuld.
Und vom moralischen brauch wohl keiner zu reden. Solange die westlichen Staaten ihre Kriege im Nahen Osten geführt haben, waren Millionen Tote vollkommen vertretbar, nun aber wo es Weiße trifft, ist plötzlich alles ganz anders und das, obwohl es weit weniger zivile Opfer gibt als in allen US-Kriegen in den letzten 100 Jahren.
Die Ukraine hat Mitte Februar 22 den beschuss des Donbass massiv erhöht.
siehe Osze Aufzeichnungen.
Zu einem Zeitpunkt als die Russen mit großen Verbänden an der Grenze standen.
Offensichtlich wollte die Ukraine den Krieg.
Und da die Amis damals ankündigten: „am Mittwoch werden die Russen angreifen“, zeigt das für mich, dass das alles zwischen Ukrainern und Amis abgesprochen war.
@ Majextyk:
Ich kenne meinen KGB-Offizier leider nicht. Wie sollte ich ihm denn huldigen?
Wobei: KGB, ist das nicht irgendwas vom letzten Jahrtausend?
Arbeitet der jetzt etwa für den „Philantrophen“ und Förderer/Paten der offenen Gesellschaft namens George S., der mal mit dem Pfund gewuchert haben soll?
Übrigens: Es gibt durchaus eine Differenz zwischen „völkisch“ und „humanitär“.
@ Luck:
Sie können mich mal kreuzweise.
Es ist aber wohl eher andersherum, der Georg arbeitet für den Wladimir. Ersteren hat man dafür zum Scheinmilliardär aufgebaut, zum Teil mit Stasivermögen. Leute wie Sie werden für die Fremdpropaganda vielleicht nicht bezahlt, wobei es mehr als genug Spitzel in den Foren gibt. Aber viele machen es ja auch umsonst, das sind dann eben keine Huren sondern einfach Flittchen.
Es gibt auch Leute wie Du, die sind keine Trolle, sondern einfach dämlich.
Jetzt reicht’s aber langsam! :-{
Man kann ja eine andere Meinung haben und ggf auch vertreten, aber wenn die auf Wahrnehmungsfehlern beruht, sollte man die auch mal hinterfragen und korrigieren können. Eine gewisse Nachdenkpause nach dem Lesen einer Kritik wäre wohl nicht unangebracht. Auch das Nachlesen von historischen Tatsachen wäre mitunter zweckmäßig. Nicht alles, was man zu erinnern meint, muss stimmen (ist mir auch schon passiert). Anderenfalls kann man leicht für cholerisch gehalten werden.
Allerdings sind deine Beiträge, mitunter auch im Wechsel, oft eine Mischung aus anerkennenswert logisch Naheliegendem und wohl indoktriniert Unbegründetem bis hin zu emotionaler Abneigung. Das lässt Zweifel an deiner wahren Motivation aufkommen.
Die Ukraine hat den Krieg provoziert,
einerseits durch den jahrelangen unablässigen Beschuss der abtrünnigen Gebiete der Ostukraine,
aber auch durch die geplante Invasion obgenannter Gebiete, welche nur wenige Tage nach der Invasion Russlands begonnen hätte – die Befehle waren bereits unterschrieben.
Im Übrigen hat die NATO längst im Ukrainekrieg eingegriffen, oder glauben sie etwa das Märchen, dass ukrainische Soldaten – ja genau die, welche zuvor, als Zivilisten, das Land nie auf eine produktive Linie bringen konnten – dass also ausgerechnet diese Ausbünde an Korruption die westlichen Waffen in nur einem viertel der Zeit bedienen lernen ?
Naja, Glaube versetzt bekanntlich Berge, und sie versetzen dann wohl gleich ganze Gebirgsmassive.
Und die direkte Gegenüberstellung von russischen und NATO-Waffen zeigt ja eines überdeutlich: NATO-Waffen sind komplexer, ausgefeilter, aber auch massiv teurer – und versagen deutlich häufiger als ihre russischen Pendants.
Patriot ist da nur eines der Beispiele, die F-35 werden das nächste Piloten- und Geldgrab – wir werden es noch sehen.
@ oHenri:
Ein Loch ist im Eimer, oh Henry, oh Henry….
Was geht Rußland die Ostukraine an? Wie der Name schon nahe legt, das Gebiet gehört zru Ukraine, da hat die russische Armee nichts verloren. Das soll ein Kriegsgrund sein? Dann lag Adolf ja richtig, die Polen hatten wirklich Massaker an Deutschen verübt und Adolf hatte die Deutschen in Polen nicht massiv aufgerüstet wie der saubere Herr Putin, die ach so friedfertigen Milizen. Sie sind ja ein noch schlechterer Komiker als Selenskyj. Und die geplante Invasion Rußlands, was ist das für ein Ammenmärchen. Das ist Propaganda, aber nein, die Russen betreiben ja keine Propaganda. Jetzt kommen Sie mir gleich mit den ominösen Abschußrampen und Biowaffenlaboren. Oder wie wäre es mit der unerträglichen Grenze zur NATO, die es vorher schon gab, die nun noch länger geworden ist.
Es muß schön sein, sich alles so zurechtbiegen zu können, daß es ins eigene Weltbild paßt.
Wenn Ihr Vögel alle argumentiert, in der Ukraine seien Russen bedroht gewesen, der Putin hätte eingreifen müssen, fällt Euch dann eigentlich auf, daß Eure Argumenationsbasis völkisch ist? Der Putin muß also die Russen in der Ukraine retten, weil es Russen sind? Aber wenn ich sage, die Deutschen müssen zuerst einmal Solidarität mit Deutschen zeigen, dann bin ich ein Nazi.
Ich sage ja immer, linksdenken ist keine politische Haltung, das ist eine geistige Störung. Bei manchen wächst sich das raus, bei vielen wird es leider chronisch.
Bitte als Ergänzung, nicht als Kritik verstehen:
Das eigentlich völkerrechtliche Problem der Ukraine ab 2014 war, dass die bis dato gewählte Regierung verfassungswidrig weg-geputscht wurde; darauf die „Separatistengebiete“ die neue „gewählte“ Regierung nicht anerkannten. Eigentlich war die Ukraine ab 2014 kein „verfasster“ Staat, weil die Regierung eben nicht verfassungsgemäß zustande kam. Keinen im Westen hat es gestört, weil die Regierung pro-westlich war. Ich habe keine Ahnung, wie diese Problematik gelöst hätte werden können, zumal auch Nationalistisch-extreme Tendenzen aktiv waren. Von Russland aus war dieses Problem sicher nicht lösbar, das Minsk Abkommen hatte das zum Ziel (DE,FR,UK).
P.S: Ich finde den russischen Einmarsch nicht gut, aber ohne jegliche Provokation (NATO-Erweiterung war wohl der Schlüssel) wäre er wohl nicht erfolgt.
P.P.S: Am schlimmsten finde ich aktuell de Entmenschlichung von Russen (russischen Menschen: Männern, Frauen, Kindern), das ist widerwärtig und faschistisch.
@ Stefan:
Ich habe gar kein Problem mit Kritik, im Gegenteil, ich freue mich über jeden ernstgemeinten Widerspruch. Mit den meisten hier habe ich eine Vorgeschichte. Wenn ich sagen würde die Welt ist eine Kugel, dann protestieren die und erklären mir wie dumm ich bin, schließlich wüßte jeder die Erde sei eine Scheibe.
Ich weiß von den westlichen Beeinflußungen, ich lehne das auch ab. Wie könnte jemand wie ich sich mit EU-Politik oder westlichen Regierungen identifizieren? Ändert aber nichts, ich lasse mir nicht einreden, daß es alternativlos ist Krieg zu führen oder es sowas gibt wie ein gerechter Krieg, gleich wie korrupt es im Westen zugeht.
Und die Entmenschlichungen der Russen und die antirussische Propaganda ist widerlich. Nur weiß ich, daß es in geopolitischen Ränkespielen auch mehr als einen Bösewicht geben kann. Um die Ukraine wird sich gekeilt wie sich Drogenlords um Absatzgebiete in Harlem streiten. Unter den Mächtigen dieser Welt gibt es keine Altruisten, die verfolgen alle nur Interessen. Das Schicksal einfacher Menschen ist denen egal.
„Wenn ich sagen würde die Welt ist eine Kugel, dann protestieren die und erklären mir wie dumm ich bin, schließlich wüßte jeder die Erde sei eine Scheibe.“
Aber die Erde ist ja auch keine Kugel, sondern eher ein Rotationsellipsoid, wobei auch dieses nicht ganz korrekt ist¹ (da der Rotationsellipsoid zumindest eine kleine Delle hätte und es ja auch kleinere Unebenheiten aufgrund von Gebirgszügen, Hügeln etc. gibt). Oder um es noch anders auszudrücken, die Erde ist diffeomorph zu einer Kugel umformbar. Im übrigen ist die Erdoberfläche eine zweidimensionale Mannigfaltigkeit (ohne Rand).
ps. Ich kenne das Lied „Mein Freund ist Deutscher“ der Punkband „Planlos“, wobei man mit einer Übertragungsleistung eine Idee davon bekommen könnte, warum ich auch kein Problem damit habe entweder Trolle zu trollen oder Trolle zu füttern („Ein Herz für Trolle“).
¹) Wobei dieses u.a. daran liegt, dass z.B. der Abstand der Meeresoberfläche vom Mittelpunkt der Erde in einer gewissen Gegend des indischen Ozeans ca. 120 m geringer ist, als in anderen Meeresgegenden.
„Jetzt kommen Sie mir gleich mit den ominösen Abschußrampen und Biowaffenlaboren.“
In der Vergangenheit gab‘ es noch keine westliche Beteiligung an Biowaffenprogrammen. Das manchen alles nur die anderen. Siehe Projekt Coast in Südafrika, Wuhan in China, …
Alles natürlich möglich ohne die ominöse USA. Warum dann nicht weiter machen in anderen Ländern, wenn natürlich alles inzwischen zur ‚Prävention‘.
https://www.telepolis.de/features/Der-Ausbau-der-Biowaffenabwehrforschung-nach-9-11-ist-gigantisch-3417505.html
Die Existenz der Biowaffenlaboren hat Nuland selbst zugegeben.
Was geht Russland die Ostukraine an.
Die Bewohner werden von Kiev bombardiert , massakriert und sollen vertrieben werden.
Die Ukraine hat dazu kein Recht und ich kann verstehen dass die Russen da nicht tatenlos
zusehen.
Ein Loch ist im Eimer, oh Henry, oh Henry….
danke, mir gefällt das Lied ja auch.
Na historisch gesehen geht Russland die Ostukraine sehr viel an – leben und lebten schliesslich mehrheitlich russisch-stämmuge Menschen dort.
Ich lebe in der Schweiz – und was, denken Sie, würde passieren, wenn wir Deutschschweizer die Welschen mit Artillerie beschiessen würden, wie lange, denken Sie, würde es dauern, bis Frankreich eingreift ?
OkOk, der Vergleich hinkt – man muss ja schon ziemlich faschistisch unterwegs sein, sein eigenes Land wegen Bestrebungen nach mehr Selbstverwaltung mit Artillerie und Streumunition zu beschiessen – wir in der Schweiz sind das nachweislich nicht.
Die West-Ukrainer aber schon, dieses faschistische Pack hat jahrelang zugeschaut und mittels Wahlen gutgeheissen, wie die Osttunkraine beschossen wurde, und hat es gut gefunden – von daher denke ich, sie, die Westukrainer, haben sich jeden einzelnen Toten redlich verdient – diese und noch viele weitere Kommende.
Und ich glaube, an diesem Punkt endet auch unsere Kommunikation, Mr. Majestik- mit Leuten wie Ihnen, welche derart schmerzbefreit sind und all diese Fakten leugen, lässt sich nicht normal diskutieren.
Einzig noch was zum lachen – also linkes Denken wurde mir schon lange nicht mehr vorgeworfen … naja, alles Gute an Sie und hoffentlich baldige Genesung.
Wenn wir schon bei Namendeutungen und Haarspalterei sind. Nicht umsonst trägt auch die Stadt Kiew den Beinamen „Die Mutter Aller russischen Städte“.
Wie der Name „Ukraine“ nahelegt, handelt es sich um eine russische Grenzregion. Das Wort U KRAINА ist ein russisches Wort und bedeutet wörtlich übersezt soviel wie „Gebiet an der Grenze“ oder „Grenzgebiet“. Vor der russischen Revolution im Jahr 1917 war nicht nur die heutige Ukraine eine russische Grenzregion. Es gab darüber hinaus noch viele Ukrainen in Russland. Es gab eine Ukraina bei Novgorod und eine Ukraina bei Pskov z.b..
Damals wusste auch kein Mensch auf der Welt, dass es ein Volk der Ukrainer überhaupt gab. Damals war der weltweit anerkannte ethnologische Standard gewesen, dass auf dem Gebiet der heutigen Ukraine das Volk der s.g. „Kleinrussen“ lebte. Sie sprachen russisch und sahen sich als Teil des s.g. „Dreieinigen Russischen Volkes“.
Ich bin in der Ostukraine aufgewachsen und bin dort zur Schule gegangen. Meine ehemalige Schule wurde bereits im Jahr 2015 von der Ukrainischen Artillerie dem Erdboden gleichgemacht.
Den 2. Juni 2014 wird die Stadt Lugansk niemals vergessen. An diesem Sommertag hat Niemand in der Stadt einen Luftangriff erwartet. Ein Flugzeug der ukrainischen Luftwaffe schoss eine Salve von Raketen auf das Rathaus mitten im Stadtzentrum ab. Die Meisten Raketen gingen im nahegelegenen Park nieder, wo Mütter mit ihren Kindern spazierten und weit und breit nichts außer Zivilisten gab, geschweige denn russische Soldaten. Der Luftangriff selbst wurde gut dokumentiert. Das Flugzeug wurde beim Angriff von mehreren Kameras erfasst.
Nichts für schwache Nerven:
https://ok.ru/video/337642326624
Und jetzt erzähl mir, wann genau polnische Deutsche von der polnischen Luftwaffe bombardiert wurden?
wohlgemerkt, das ist Sommer 2014, fast neun Jahre vor dem russischen Einmarsch. Das war nur der erste Luftangriff. Es ging die ganzen neun Jahre so. In Donezk gibt es einen Ort der als „Alle der Engel“ bezeichnet wird. Das ist ein Kinderfriedhof für Kinder die bei Bombardierungen durch Ukrainisches Militär getötet wurden. Bereits vor dem russischen Einmarsch gab es dort mehr als 500 Gräber.
„Wer auf seine Bevölkerung schießen lässt, hat seine Legitimität verwirkt!“
Wer hat das gesagt? Na Angela Merkel.
Also wofür kämpft die Westukraine nochmal in der Ostukraine genau? Um die Freiheit die Ostukrainer unter Applaus der NATO Länder bombardieren zu dürfen muss man annehmen?
@ Majestyk:
Hier wird wieder gelogen, daß sich die Balken biegen. Kiew ist keine urrussische Stadt. In dem Gebiet herrschten schon alle möglcihen Stämme oder Fürsten. Was soll das auch beweisen? Nach der Logik müßten sich die Deutschen auch Königsberg zurückholen oder die Finnen Karelien.
Rußland hat sich 1994 verpflichtet die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Ukraine zu garantieren.
Was in der Ukraine passiert sind deren innere Angelegenheiten. Man führt keinen Krieg um angeblich Menschen zu retten. Der Wladimir kann es nicht verknusen, daß seine heißgeliebte Sowjetunion nicht mehr existiert, für deren Terrorrorganisation KGB er mal stramm gestanden hat. Deswegen hat er seinen Nachbarn überfallen und um im Wirtschaftskrieg punkten zu können. Und wie mir scheint trauern auch hier einige der Sowjetunion und dem Freilandknast DDR hinterher.
Was in Ex-Jugoslawien oder auch in Kosovo passierte ging Deutschland was etwas an nochmal?
@ Russischer Hacker:
Habe ich das behauptet? Ich bin der, der nur einen Maßstab hat. Und die russische Propaganda können SIe sich sparen. Werden Sie eigentlich vom russischen Staat bezahlt oder arbeiten Sie ehrenamtlich?
Was sind Sie eigentlich? Deutscher oder Russe? Und wo leben Sie? In Deutschland oder in Rußland? Wäre ja nett, wenn man Ihre Kommentare einordnen könnte. Von mir will man ja auch ständig persönliche Umstände wissen.
Und Sie können noch so hysterisch von „wir“ und „ihr“ kreischen. Ich habe gar nichts gemacht, ich saß noch nie an einem weltpolitischen Verhandlungstisch.
Na klar, du machst es dir aber auch einfach. Nun gut, scheiß auf Jugoslawien, scheiß auf Libyen, scheiß auf Syrien. Bleiben wir bei der Ukraine.
Was ging euch der Maidan etwas an? Warum musstet ihr euch dort einmischen und etwas unterstützen was ihr bei euch zuhause nie im Leben dulden würdet? Warum hinderte die Souveränität der Ukraine euch nicht daran einen Regime-Change in Kiew durchzuziehen?
Alles was danach geschah ist die Folge der Machtergreifung die ihr offen unterstützt und daran maßgeblich mitbeteiligt gewesen seid.
Und du machst es dir wieder einfach. Was genau ist Propaganda? Was habe ich gesagt was nicht stimmt und was stimmt denn stattdessen?
Lass uns bitte sachlich bleiben. Was ich sage ist meine eigene Meinung und ich muss nicht dafür bezahlt werden meine Meinung zu vertreten, das unterstelle ich hier auch Niemanden.
Ich bin ein in Russlanddeutscher, oder in Russland geborener Deutscher.
Völkisch betrachtet fließt in meinen Adern überwiegend deutsches, und auch ein wenig ukrainisches und russisches Blut. Meine Vorfahren waren Deutsche Flüchtlinge, die vor mehr als 200 Jahren in Russland Zuflucht gefunden hatten.
Ich bin in der Sowjetunion geboren, habe bis zum 12. Lebensjahr in der Ostukraine gelebt, in Gorlovka bei Donezk um genau zu sein. Das war noch zu Zeiten der Sowjetunion. Ein Paar Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderte meine Familie in ihre historische Heimat nach Deutschland aus. Fast drei Jahrzehnte lebte ich in Deutschland. Hatte mich vorbildlich integriert. Master in Informatik gemacht. War als Softwarearchitekt in einem der größten Deutschen Unternehmen tätig. Trotzdem konnte ich mich in Deutschland in 30 Jahren nicht zuhause fühlen. Ich war trotzdem immer „Der Russe“. Die ständig präsente latente Fremdenfeindlichkeit und seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine auch übelste Diskriminierung auch gegenüber meinen in Deutschland geborenen Kindern hatte ich einfach satt.
Vergangenes Jahr habe ich Deutschland verlassen und bin wieder nach Russland gezogen und lebe seither in Moskau.
@ Russischer Hacker:
Ich mache es mir nicht einfach, gegen den Strom schwimmen ist nie einfach. Und was Kriege angeht, ich wüßte nicht wo der Unterschied ist. Ob nun die USA den Irak angreifen oder Rußland die Ukraine, man will seinen Willen mit Gewalt durchsetzen. Entweder man erachtet das als legitim oder eben nicht. Das gilt dann aber für alle. Sollte nicht sonderlich schwer zu verstehen sein.
Ich beziehe damit nicht Position gegen Rußland, weil es Rußland ist, ich sage nur und zwar deutlich, Rußland ist der Aggressor und mit dem Vorwurf wird Rußland nun eben leben müssen, genau wie Amerikaner mit Vorwürfen wegen der Außenpolitik ihres Landes leben müssen und die finden auch nicht alle Amerikaner toll. Ich muß ja auch mit deutscher Politik leben und die gefällt mir gar nicht und natürlich darf ich mir wenn ich im Ausland bin anhören, was Deutsche nun schon wieder losgelassen haben.
Dann ist dann nämlich immer von „wir“ und „ihr“ die Rede und ich kann damit nichts anfangen und selber argumentiere ich so auch nicht.
Wenn ich sage, daß Rußland in dem Krieg der Aggressor ist, dann sage ich ja nicht, daß ich die Politik von NATO oder EU gutheiße, ich flagge auch keine Ukrainefähnchen, ich bin auch gegen die Sanktionen gegen Rußland, erstens stranguliert man hier damit die eigene Bevölkerung und Wirtschaft, was mich jetzt direkt nicht so belastet, aber unabhängig davon werden Deutsche und Russen auch in hundert Jahren noch zusammen leben müssen und meistens klappte das ja auch ganz gut. Und ganz sicher bin ich gegen Waffenlieferungen, das hat historische Gründe, aber ich halte es auch für pervers die Ukrainer immer weiter mit Waffen zu versorgen, wo der Ausgang schon lange absehrbar ist. Entweder der Westen geht all-in oder man leitet Verhandlungen ein. All dieses töten auf beiden Seiten ist so sinnlos.
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Grundsätzlich finde ich es schön, daß Sie so viel von sich erzählen, will ich auch nicht bewerten, ich habe aber Rußlanddeutsche als Freunde, die haben sich hier aber immer heimisch gefühlt und hatten auch keine Akzeptanzprobleme. Ich denke das ist aber etwas was man fühlt und dazu gehören immer zwei Seiten. Wer wie ich in einer Arbeitersiedlung in den 70ern aufgewachsen ist, der unterschiedet nicht mehr so sehr, der schaut eher auf die individuelle Person. Jetzt war das damals aber auch noch anders, der erste koreanische Junge im Viertel, den fanden alle irgendwie cool, der war aber auch immer gut drauf.
Das Fühlen hat ja auch viel damit zu tun, wie eine Gesellschaft funktioniert und die deutsche funktioniert eben nicht mehr. Ich fühle mich ja selbst als Kartoffel komplett fremd, je nachdem wo ich hingehe und das hat zwar zuweilen auch mit der Demographie, aber eben nicht nur zu tun. Die meisten Akzeptanzproblemen habe ich mit Deutschen. Die Deutschen haben ihre Mitte verloren, hier wird zwar viel auf #zusammenhalten gemacht, es gibt aber faktisch kaum noch welchen. Und auf einmal ist es wichtig geworden welche Meinung man zu welchem Thema hat. Gab es so früher nicht. In meiner Jugend und auch noch als junger Erwachsener war ich ja SPD, zwei meiner besten Freunde waren CDU, das hat nie eine Rolle gespielt, das war egal. Wir hatten sogar in der Clique einen der hat damals grün gewählt, ein anderer, zufälligerweise jugoslawischer Abstammung der hat Plakate für die DVU geklebt. Wir fanden die DVU zwar scheiße und haben den aufgezogen, der gehörte trotzdem dazu.
Dass dies alles in Rußland besser funktioniert glaube ich unbesehen. Funktioneirt ja auch noch in vielen anderen europäischen Ländern besser und die haben alle diesselben politischen Einflüße, leiden alle unter denselben Zeitgeistphänomenen.
Aber egal wieviel wir reden, man kann auch Rußland sehr mögen und auch die Russen und trotzdem gegen den Krieg sein und den russichen Einmarsch nicht richtig finden. Das ist nur dann ein Widerspruch, wenn man einen Widerspruch darin sehen will.
Ich habe geschäftliche Beziehungen zu einem Betrieb, da arbeiten Ukrainer und Russen zusammen, ist jetzt auch schwer, aber möglich.
Einer meiner Lieblingsfilme ist Don Camillo und Peppone. Ich bin ja auch zugegeben altmodisch. Und natürlich weiß ich, daß dies mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat, aber die Lehre daraus, die gefällt mir. Man kann sich noch so in der Wolle liegen, noch so sehr andere Ansichten haben sich auch mal ein bißchen kabbeln und bekriegen, aber wenn es hart auf hart kommt, dann halten die zwei doch zusammen. Und auch wenn die Welt nicht so ist, das ist die Welt in der ich leben möchte. Streit um die Sache, aber dennoch menschlich bleiben.
Deswegen kann man über alles reden, man kann auch über alles streiten und dennoch wird man sich trotz allen Streits hinterher nicht immer einig sein. Ist in den meisten Ehen auch nicht anders, einer gibt höchstens nach.
Sehen Sie, das mit dem Recht und damit der Juristerei ist das so eine Sache. Jeder Kontrahent hat seine juristisch fundierte Begründung. Und in diesem Fall ist es so, dass der Westen auf dem Gewaltverbot der UNO besteht und Russland dieses Gewaltverbot in Verbindung mit §51, Selbstverteidigung, als richtig ansieht. Und zwar als Selbstverteidigung der abtrünnigen Republiken Donetzk und Lugansk, die die Russische Föderation zu Hilfe gerufen haben. Deren Sezession die RF im Lichte des Kosovo-Urteils des IGH als gültig betrachtet und die, wie die Aufzeichnungen der OSZE nachweisen, von der Ukraine massiv beschossen wurde.
Eigentlich könnte diesen Streit nur ein unabhängiges Gericht entscheiden, was es nicht gibt. Allerdings haben durchaus Staaten außerhalb der westlichen Blase diese Sicht anerkannt. Z. B. in der Abschlusserklärung des Russland-Afrika-Gipfels in St. Petersburg wurde es so festgehalten.
Ich stimme Ihnen zu, dass aus moralischer Sicht dieser Krieg zutiefst zu verdammen ist. Aber allein auf Russland zu zeigen, ist mir persönlich aber auch zu einfach.
@ etwasvernunft:
„Aber allein auf Russland zu zeigen, ist mir persönlich aber auch zu einfach.“
Sie werden nicht einen Beitrag von mir im Netz finden wo ich das getan hätte. Aber ich werde die russische Führung, speziell Herrn Putin auch nicht für den Friedensnobelpreis vorschlagen. Und ich würde mal auch Ihre Argumentation gerne hören, wenn die USA der Aggressor wären oder die Briten. Die Frage ist aber rein rhetorisch, ich weiß, daß ich hier keine wirklich ehrliche Antwort bekomme. Rußland sind die Guten, die Amerikaner die Bösen. Zumindest bei letzterem Punkt sind sich Linke wie Rechte parteiübergreifend einig.
Es ist selten etwas wie es scheint.
Die Briten und die Amerikaner haben es praktisch immer verstanden, andere als die Aggressoren hinzustellen. Und nicht zu vergessen: Die Briten waren die ersten, die Propaganda zum Teil ihres Machtarsenals machten und bis heute zusammen mit den Amerikanern Meister dieses Faches sind.
Das eigene Erkenntnisproblem vor dem man steht, wenn man das Funktionieren der (sozialen) Welt verstehen will, ist die Trennung der moralischen, also letztlich individuellen Ebene und der Ebene den Regeln von Macht zwischen Organisationen bzw. Staaten. Ihres Erwerbs und ihrer Erhaltung. Und dann sieht man, dass dort nach anderen Regeln gehandelt wird. Nach Regeln, die grundsätzlich amoralisch sind.
Wie will man verhandeln, wenn sich eine Seite weigert, einen Weg zu finden, der die vitalen Interessen beider Seiten berücksichtigt? Und wenn es keine höhere Instanz mehr gibt?
Das waren alles russische Fürsten. Kiew ist die Wiege der russischen Zivilisation und war mehr als 700 Jahre die Hauptstadt Russlands gewesen, während die Nationalität „Ukrainer“ noch nicht einmal existierte. Kein Mensch auf der Welt, insbesondere kein Mensch in der Ukraine hat zu Zeiten des russischen Kaiserreiches zwischen Russen und Ukrainern einen Unterschied gemacht. Wenn du noch vor 200 Jahren den Leuten in Kiew erzählt hättest sie seien keine Russen, die hätten dich für verrückt gehalten. Das währe etwa so wie wenn du den Bayern erzählen würdest sie seien keine Deutschen.
Russen und Ukrainer sind ein und das Selbe Volk gewesen. Erst die Bolschewiken haben quasi die Nationalität „Ukrainer“ erschaffen (um die russische Identität zu unterdrücken). Das erste mal in der Geschichte als Ukrainer getrennt von Russen gezählt wurden war die erste Volkszählung der Sowjetunion im Jahr 1922 gewesen.
Das soll nichts beweisen, wir erheben gar keinen Anspruch auf die Ukraine und wir erkennen die ukrainische Identität heute durchaus an. Wir begründen die Militäroperation nicht mit dem historischen Anspruch, uns geht es aus anderen Gründen sehr wohl etwas an was dort passiert. Das hier soll nur zeigen wie absurd deine Haarspalterei gewesen ist Ostukraine gehöre „wie der Name nahelegt“ zur Ukraine. Wenn wir diese Haarspalterei konsequent durchziehen, dann legt schon der Name „Ukraine“ nahe, dass es ein Teil Russlands ist.
Die Ukrainer sind was die Frage ihrer nationalen Identität angeht seit über 100 Jahren gespalten. Während die Menschen in der Ostukraine sich nach wie vor als Teil des russischen Volkes sehen, meinen die völkischen Westukrainer, dass „wahre Ukrainer“ keine Russen seien und dass für Andersdenkende Ukrainer in der Ukraine kein Platz sei.
Ostukraine gehört den Menschen die da leben und schon immer gelebt haben und Niemand hat das Recht ihnen ihre Selbstbestimmung zu verweigern. Ihnen vorzuschreiben welche Sprache sie gefälligst zu sprechen haben und welche sie nicht sprechen dürfen. Niemand hat das Recht sich an ihnen dafür zu vergehen weil sie sich für ein Teil des russischen Volkes halten. Niemand hat das Recht sie zu vertreiben weil für sie russisch die Muttersprache ist.
Wir haben der gesamten (!) Ukraine die politische Unabhängigkeit geschenkt, wie so vieles was wir der Ukraine geschenkt haben, einschließlich der Krim und des Donbasses. Wir haben nicht dem völkisch nationalistischen Banderistan die Unabhängigkeit garantiert in welchem es kein Platz für Ukrainer gibt, die russisch sprechen wollen und sich weigern den Faschisten und Holocaust-Täter Stepan Bandera für ihren Nationalhelden zu halten.
Damals 1994 hat übrigens nicht nur Russland die politische Unabhängigkeit der Ukraine garantiert. Unter anderem auch USA.
Und im Jahr 2013/2014, als es zu einer politischen Krise und Protesten gegen die damalige Regierung in Kiew kam, hat USA und Deutschland dort politisch interveniert und sich auf eine groteske Weise eingemischt. Ihr habt ganz offen eine gewaltsame Machtergreifung von Nationalisten unterstützt, die aus ihrer faschistischen Gesinnung und ihrer Absicht alles Russische auszumerzen gar keinen Hehl machten.
Damals heizten die offiziellen Vertreter der Vereinigten Staaten Stimmung auf dem Maidan direkt von der Protestbühne herab: Los, kämpft weiter! Ihr schreibt hier Geschichte! USA ist hinter euch! Haben sie gerufen. Soll ich dir vielleicht ein Video zeigen? Auch der Deutsche Außenminister und der Bundespräsident haben sich daran direkt beteiligt. Wir reden hier von einer blutigen bewaffneten Machtergreifung gegen eine demokratisch gewählte Regierung, ausgeführt von aufrichtigen Nazis.
Das habt ihr möglich gemacht. Ihr habt auch die politische Unabhängigkeit der Ukraine in Budapest garantiert, also wer hat euch erlaubt sich dort politisch einzumischen und einen Regime-Change zu ermöglichen? Die von euch an die Macht gebrachten Nationalisten haben sofort damit angefangen eine völkisch nationalistische Ukraine zu errichten und Alles russische zu vernichten. Das konnte man vorhersehen, dass der gesamte Südosten der Ukraine, insbesondere die Krim sich das nicht gefallen lassen würden. Und es war absehbar, dass Russland in der Rolle ihrer Schutzmacht auftreten würde.
Das habt ihr angerichtet!
Hättet ihr euch damals nicht eingemischt, und die Putschisten nicht unterstützt, hättet ihr damals ihnen nicht in Aussicht gestellt, dass ihre gewaltsame Machtergreifung im Westen anerkannt werden würde, hätten sie sich nie im Leben getraut bewaffnet das Regierungsviertel zu stürmen. Hättet ihr damals gesagt: So geht das aber nicht liebe Leute, dann gäbe es heute auch keinen Krieg in der Ukraine. Dann wäre auch die Krim nicht davon gelaufen. Dann hätte sich der Donbass nicht aufgebäumt. Dann würde auch günstiges Erdgas weiter über North Stream nach Deutschland fließen.
Ihr habt es gemacht, ihr habt die ukrainische Verfassung und politische Unabhängigkeit mit euren Füßen zertrampelt und Alles Andere ist die Folge dessen was ihr damals angerichtet habt. Und jetzt werdet ihr dafür die Verantwortung übernehmen müssen. Wir werden euch dazu zwingen, so wie ihr das wolltet, auf dem Schlachtfeld!
Banderistan wird Niemals in der NATO sein. Und wenn wir es dafür vernichten müssen, wie ihr einst Jugoslawien vernichtet habt.
Vielen Dank für Deine Beiträge, auch wenn ich glaube daß die hier zumindest für die Filmfigur des Mr. Majestyk vergeblich sind. Weil das Ausmaß der Vernichtungsabsichten der Banderas gegenüber dem russischstämmigen Bevölkerungsanteil ja hier von einigen für Propaganda gehalten wird hab ich dazu noch einen Beitrag aus dem Jahr 2016:
https://www.youtube.com/watch?v=MEq3K9y5ASk
Wer nicht viel Zeit hat, die erste Minute reicht. Da spricht der damalige Präsident der Ukraine über seine Bevölkerung.
Eine ausgezeichnete Doku, habe ich gesehen, kann ich empfehlen. Natürlich das was Poroschenko damals sagte, war mir auch nicht entgangen. Selenksky, hat es später sogar noch getoppt. Er wandte sich im Jahr 2019 über das Fernsehen direkt an die Bevölkerung des Donbasses, in russischer Sprache und sagte Folgendes:
„Wenn du die Ukraine nicht liebst, wenn du dich als Russe fühlst, dann wäre es das Beste für dich und deine Kinder das Land zu verlassen und nach Russland zu gehen. Das wäre richtig, das wäre gerecht.“
Zu diesem Zeitpunkt gab es auf dem Kinderfriedhof „Allee der Engel“ in Donezk, wo man Kinder beerdigte, die in Folge von Beschuss durch ukrainisches Militär getötet wurden, mehr als 500 Gräber.
Eine solche Aufforderung das Land zu verlassen verbunden mit einer direkten Drohung gegenüber deren Kindern, erfüllt schon für sich gesehen den Tatbestand der ethnischen Säuberung.
RH was meinst du denn genau mit: „Und wenn wir es dafür vernichten müssen, wie ihr einst Jugoslawien vernichtet habt.“ ?
Vernichten klingt immer… naja eben nach Vernichten, nach Töten, Auslöschen, Ausradieren, nach vernichten von Menschen auch, nach Unmengen menschlichem Leid jedenfalls (Wobei es dort natürlich jetzt schon Unmengen davon gibt, aber das lässt sich ja noch extrem steigern). Es klingt höchst unmenschlich. Und die Tatsache, dass die NATO in Jugoslawien übelste Dinge angerichtet hat, kann man wohl schwer als Rechtfertigung dafür nutzen, selber sowas zu veranstalten.
Wenn mit „Vernichten“ hier vorrangig die Auflösung oder Aufteilung des jetzigen Staates Ukraine gemeint ist, dann drück das bitte auch so aus, in differenzierter Form, oder willst du hier Medvediev spielen?
Deine übliche Wir/Ihr-Rhetorik empfinde ich auch als unpassend und irgendwie unhöflich. Sicher, es ist deine Sache wie du hier redest und vielleicht ist diese Wir/Ihr-Geschichte im russischen Kulturkreis eine eher normale Sache, keine Ahnung. Aber hier sprichst du mit Leuten von denen sich die meisten sicher nicht zum „Ihr“ zählen, auch wenn du dich vielleicht zum „Wir“ zählst.
„Und die Tatsache, dass die NATO in Jugoslawien übelste Dinge angerichtet hat, kann man wohl schwer als Rechtfertigung dafür nutzen, selber sowas zu veranstalten.“
Warum eigentlich nicht? Warum soll man sich gegenüber Staaten die nichts als Massenmord veranstaltet haben und nie dafür bezahlt haben, zivilisiert verhalten?
Auge und Auge wäre manchmal die bessere Lösung. Hätte Jugoslawien, damals die Möglichkeit gehabt, ein ähnliches Gemetzel in den europäischen Großstädten zurichten, wäre es vermutlich der NATO nie in den Sinn gekommen, den Krieg zu führen. Deswegen ist MAD so effektiv und deswegen sorgt die Atombombe für Frieden. Angst müssen nur die aggressiven westlichen Nationen haben, die seit 5 Jahrhunderten durch Raub, Mord und Ausplünderung Anderer ihren Wohlstand aufgebaut haben.
Grausamkeit und Unmenschlichkeit produziert immer neue Unmenschlichkeit, bis man nach vielen Jahren _vielleicht_ den Horror wieder langsam einfangen kann (Siehe all die Nachfolgekonflike zu beiden Weltkriegen, die jeweils auch noch einmal Unmengen an Menschenleben, (viele Millionen), Leid und Elend produziert haben).
Sich „zivilisiert“ verhalten, sollte man also schon im eigenen Interesse.
Egal welche Staaten („die nichts als Massenmord veranstaltet haben“) du da genau meinst, es sind sicher keine, die alle „_nur_ Massenmord“ produziert haben, zumindest nicht deren Bevölkerungen!
Auge um Auge bedeutet hier am Ende nur komplette oder zumindest weitgehende Weltzerstörung. Im Übrigen strebt Russland doch eine neue multipolare Weltordnung an. So eine ansich positiv gedachte Vorstellung kann man nicht erreichen, wenn man gleichzeitig mit Wie-du-mir-so-ich-dir-Methoden und entsprechender Zerstörung die negative Gegenrolle übernimmt. Ohne eine _auch_ positiv agierende Politik kann dabei nicht mehr als Zerstörung herauskommen.
Man kann Yugoslawien, Libyen, Irak usw. sicher dafür hernehmen, dass es Unsinn ist Russland gegenüber der Nato zu verurteilen, denn diese hat ja Gleiches getan. Klar.
Aber es dafür noch zu loben geht ja wohl zu weit.
Wie sehr die Atombombe für Frieden sorgt, sehen wir ja gerade, stehen wir doch mal wieder kurz vor einem Atomkrieg. Ok, man kann sagen, hätten die Großmächte keine A-Bomben, dann hätten wir schon lange einen Weltkrieg – vielleicht. Aber ein verdeckter Weltkrieg ist es ja auch schon. Außerdem wäre ohne Atombomben auf russ. Seite der Krieg wohl gar nicht entstanden, schützen diese Bomben die Russen ja doch davor, dass der Westen massiv mit Bodentruppen in der Ukraine eingreift.
Mit Banderistan vernichten meine ich die in der modernen Ukraine staatstragende nazistische Ideologie und den Personenkult um die Faschisten Roman Schuchevych und Stepan Bandera. Russland wird nicht noch einmal dabei zusehen wie die Braune Pest in Europa erneut ihr hässliches Haupt erhebt. Russland hat schon einmal diesen Fehler gemacht und hat dabei zugesehen. Wir kämpfen jetzt in der Ukraine damit wir nicht hinterher an der Wolga kämpfen müssen und 27 Millionen Opfer beklagen müssen. Noch einmal wird es den 22. Juni nicht geben.
Banderistan in der NATO, der Atomkrieg wäre vorprogrammiert. Mit der NATO im Rücken würden sie keine Sekunde zögern uns anzugreifen.
Sie haben es in der Hand. Sie können es sofort beenden und keiner mehr müsste sterben. Alles was sie tun müssen ist Waffen niederlegen, den Nazismus ablegen, und uns versichern, dass sie niemals in die NATO eintreten werden. Nur so können sie die Staatlichkeit der Ukraine noch retten. Ich glaube das ist nicht zu viel verlangt.
PS: Putin gestern:
Ich habe gehört, dass die Ukraine ihre Identität und ihre Eigenständigkeit sucht, sich darum bemüht, ihre Identität zu festigen. An sich ist nichts Falsches daran, schließlich ist die Ukraine seit 1991 ein unabhängiger Staat, und es ist nur natürlich, dass sie ihre Identität sucht.
Aber warum muss die Suche nach der Identität auf Grundlage des Neonazismus erfolgen? Warum sollte die Identität der modernen Ukraine mit Handlangern Hitlers wie Bandera und Shukhevych verbunden sein? Warum sollten Menschen, die anderthalb Millionen Juden, Russen und Polen ermordet haben, als Grundlage für die Identität der heutigen unabhängigen Ukraines dienen? Es erstaunt mich, wie naiv die Menschen sind, die das tun. Denn ja, momentan, während die Ukraine als Werkzeug im Kampf gegen Russland verwendet wird, erfreut es unsere Gegner. Sie sind bereit, alles dafür zu nutzen, egal was es ist, genau wie sie Al-Qaida im Kaukasus gegen uns eingesetzt haben. Al-Qaida in Europa ist schlecht, aber Al-Qaida im Kampf gegen Russland ist gut. Das Gleiche gilt für den Nazismus. Nazismus im Allgemeinen – schlecht, aber wenn er im Kampf gegen Russland eingesetzt werden kann, ist es in Ordnung. Beide Seiten irren sich. Diejenigen, die versuchen, Neonazis gegen uns einzusetzen, irren sich, weil es letztendlich auf sie zurückkommen wird, genauso wie der Terrorismus zu ihnen zurück gekommen ist. Und diejenigen, die ihre Identität auf nazistischen Ideen aufbauen wollen, irren sich, weil sie damit in eine Sackgasse geraten werden.
“ Dann würde auch günstiges Erdgas weiter über North Stream nach Deutschland fließen. “ Genau das allerdings nicht.
Denn der Krieg der NATO gegen Russland in der Ukraine ist auch ein Krieg gegen Westeuropa im allgemeinen und gegen Deutschland speziell. Es geht darum, eine eigenständige Politik Europas zu verhindern und vor allem zu verhindern, dass Westeuropa zusammen mit Russland sich von den Erpressungen des Imperiums befreit (Wolfowitz Doktrin). Wie seit mehr als 100 Jahren geht es darum, ein Zusammengehen von Deutschland und Russland zu verhindern (George Friedman, STRATFOR). Und diese Kriegsziel haben die Angelsachsen bereits erreicht.
Ich dachte, der Dark-Modus wäre zum Stromsparen da.
Ein helles Display muss energieintensiv beleuchtet werden,
ein schwarzes Display nicht.
Vielleicht ist den Ukrainern die Kartendarstellung im Dark-Modus zu dunkel, weshalb sie ständig in die Minenfelder der Russen hineinfahren ?
Manchmal ist es besser mehr Saft auf dem Display zu haben, dann knallt et weniger, nä !?
Stichwort: “ Bradley Parkplatz “
Auf dem Bradley Parkplatz sollen, von den 109 aus den USA gelieferten Bradley Panzern etwa 80 Stück zerstört stehen, weil sie eben nicht mit Artillerie und Luftunterstützung unterwegs waren.
Warum fabuliert der Autor über eine nicht vorhandene Luftwaffe und Luftverteidigung der Ukrainer ?
Die zu Anfang durch Strela und Stinger verlorenen 300 Kampfhubschrauber, haben die Russen im Febr./ März. nachgebaut.
Die stehen jetzt als Verteidigungslinie Nr. 6 od. 7 hinter der Front.
Viel Froide bei der Durchfahrt !
Angaben ohne Gewähr – Der „Bradley-Parkplatz“ kann ein Gag von Militärbloggern sein.
Dann würde ich sagen das der IT Sektor gewonnen hat, weil dieser Sektor auch die Ressourcen benötigt um seinen Stand zu verwirklichen. Übersetzt bedeutet das, effektiv zu handeln und nicht mit PR Idiotie.
Im IT Sektor wird das folglich Konsequenzen nach sich ziehen, um können und wollen zu differenzieren.
Das Beispiel Indien, ist m. A.n komplett überbewertet, besitzt aber durchaus Potenzial.
Die einzige Waffengattungen müssen natürlich beurteilt werden, aber nicht für sich allein genommen. Da wir gerade im Abkürzungsmodus sind, entscheidend ist das OZW, die Organisation des Zusammenwirkens. Wobei keine Gattung als überholt abgetan werden sollte. Die Lage kann sich schlagartig ändern und dann hat man sich selbst gelackmeiert.
Derartige Analysen werden vom Westen laufend in Umlauf gebracht, um dennoch eine ukrainische Chance zu zelebrieren, d h, die unausweichlichen Kapitulationverhandlungen hinaus zu schieben und doch noch eine Wunderwaffe zu entdecken.
Ja, retCol Macgregor sprach davon, dass im (wohl 2.) Irak-Krieg US-Jäger nicht mehr mit Bordkanonen ausgerüstet waren, weil man nicht mehr mit klassischen Luftkämpfen rechnete. Und dann kam es doch dazu. Inzwischen haben wohl alle US-Jäger wieder Bordkanonen.
Was soll mit diesem Artikel erreicht werden?
Forenten erfinden noch perfidere Tötungsstrategien, Waffen und Techniken um sich noch besser gegenseitig umzubringen und ergeifern sich daran?
„Was soll mit diesem Artikel erreicht werden?“
In der Suchmaschine auffindbarer werden, vielleicht soll Overton Magazin als Militär Magazin
herauskommen. Wenns auch schwer werden wird gegeüber ‚Augen Geradeaus‘, ‚ESUT‘ …
Denn Artikel hätte ich eher in einem Militär Blog erwartet. Wenn auch der inzwischen etablierte
Satz fehlt, das die Ukrainische Nachrichten zuverlässiger sind als die Russischen und die
entsprechenden Überlegenheit westlicher Waffen, gegenüber den anderen.
Indien hat viel russ Material importiert und wird das wohl weiter tun. Auch neueste Jagdflugzeuge stehen wohl auf der Liste. Und die Hindustan Times bringt ständig kurze Clips auf YT, die russ Waffen im (erfolgreichen) Einsatz (durch die RF) in der Ukraine zeigen.
„Aufgrund der physikalischen Grundlagen für das Abfangen von Hyperschallzielen ist es wahrscheinlich, dass die Fähigkeit von Hyperschallraketen, alle Luftverteidigungssysteme zu durchdringen, jahrzehntelang unangefochten bleiben wird.“
Immer die gleichen Aussagen wenn mal wieder ein vermeidlicher Gamechanger gefunden wurde. Ausserdem wie soll das gehen, wenn schon längst dagegen Abwehrmassnahmen entwickelt werden?
https://esut.de/2019/06/meldungen/industrie/13415/zielsetzung-hyperschall-mbda-entwickelt-im-auftrag-der-bundeswehr/
Im Artikel steht das Gegenteil:
„Die Reaktionsfähigkeit solcher Systeme wäre nicht ausreichend um mit Hyperschall anfliegende Panzerabwehrlenkflugkörper schnell genug detektieren und bekämpfen zu können.“ Weiter steht im Artikel, dass die Bundeswehr in Zukunft (der Artikel ist von 2021) ein System zu entwickeln, um mit Hyperschallraketen herkömmliche Raketen abschießen zu können.
Stand heute gibt es keine Abwehrwaffen. Insbesondere nicht gegen Hyperschallraketen, die Flugbahn verändern können.
Der Autor hat offensichtlich grosse Fachkenntnisse, seine Ausführungen sind wertvoll, um einige Aspekte dessen zu verstehen, was in der Ukraine militärisch vor sich geht. Wäre er nicht so sehr aufs Miliärisch-Technologische fixiert, käme ihm zu Bewusstsein, dass die ökonomische Tragbarkeit im modernen Krieg zwischen virtuell Ebenbürtigen immer geringer wird. All die beschriebenen Systeme verschlingen viele Milliarden. Die Luftabwehr ist inzwischen unvorstellbar teuer. Will man sie wie ausgeführt flächendeckend mehrlagig, werden unzählige Einzelsysteme benötigt. Nicht zu reden von der anspruchsvollen Aufgabe, dafür genügend Munition bereit zu stellen, was die meisten nationalen Industrien schon rein quantitativ heillos überfordert, es sei denn die gesamte Wirtschaft werde in den Kriegsstatus versetzt und dringend benötigte zivile Güter vernachlässigt. Mit anderen Worten – die technische Entwicklung verwandelt Kriege in nicht mehr tragbare Luxusveranstaltungen, die alle Beteiligten in Verlierer verwandelt.
Anhand des Dargelegten müsste es eigentlich logisch sein, dass der Frieden billiger und tragbarer ist. Russland wird wohl sicher nicht ohne Aufbäumen die Segel streichen.
Insofern war die Eskalation schon zuvor fragwürdig.
Wenn man sich so sicher war, Russland mittels Sanktionen zu ruinieren und es nicht geklappt hat: Warum hat man dann keine andere Karte gespielt?
Die Logikliegt scheinbar in der Unlogik. Wenn der Verstand aussetzt und das Irre sich durchsetzt dann spielen Kosten wohl keine Rolle.
@Majestyk
„Die Ukraine ist in den Krieg nicht eingetreten, sie wurde überfallen.“
So ist es, ein völkerrechtswidriger
Angriffskrieg, ein Verstoß gegen das Gewaltverbot der UN-Charta.
Der „russische Zupfkuchen“ wurde deshalb aus allen Regalen verbannt. Als Fertigkuchen und als Mischung.
Das war für Dr. Oetker ne ziemlich harte Sanktion.
„Würden die russischen Streitkräfte aber auch auf einen gleichwertigen Gegner treffen….. ( wenn die Amerikaner nochmal einen echten Gegner hätten) und manchmal frage ich mich ob es nicht besser wäre, die NATO würde direkt eingreifen. Dann kann man ja sehen, wer zuerst zuckt.“
Bei einem Atomkrieg tritt ziemlich schnell Routine ein.
In den GPS/GLNSS-Satelliten sind Detektoren verbaut, die die Startblitze des Gegners sehen. Die Positionen von Nuklearwaffen sind gespeichert. Geht auf einer dieser Positionen der Deckel eines Raketensilos auf, weiß der Gegner wegen des Startblitzes, dass eine Rakete Sarmat mit 10 Sprengköpfen a 300 Kilotonnen ( 10x10xHiroshima ) unterwegs ist und feuert auf ein Silo das noch zu ist. Gesteuert wird das automatisch. Woher soll ein Mensch auch wissen, wo eine der 12000 Nuklearwaffen schon eingeschlagen ist und wo nicht.
Nach 4-6 Tagen ist der Spuk vorbei.
„In den GPS/GLNSS-Satelliten sind Detektoren verbaut, die die Startblitze des Gegners sehen. Die Positionen von Nuklearwaffen sind gespeichert. Geht auf einer dieser Positionen der Deckel eines Raketensilos auf, weiß der Gegner wegen des Startblitzes, dass eine Rakete Sarmat mit 10 Sprengköpfen a 300 Kilotonnen ( 10x10xHiroshima ) unterwegs ist […]“
Selbst wenn es so wäre gibt es darüber hinaus mobile Abschussvorrichtungen, getarnte Vorrichtungen (Container, Eisenbahnraketenkomplex…), strategische Atomuboote, …
Dies wird mit Hilfe von Infraschal zuverlässiger dedektiert. Wenn gleich es bei manchen Raketen schwer sein wird. zu erkennen mit was diese bestückt sind.
https://www.scinexx.de/news/technik/infraschall-verraet-raketenstarts/
Daneben gäbe es noch unkonventionelle Methoden (bsp. schmutzige Bomben), Artilleriegranaten und andere die im vorn herein schwer oder gar nicht erkannt werden können.
https://en.wikipedia.org/wiki/W9_(nuclear_warhead)
„[…] feuert auf ein Silo das noch zu ist. “
Was macht das für ein Sinn die Silos sind entsprechend gesichert. Solange die zu sind wird es schwer eine Rakete zu starten.
https://en.wikipedia.org/wiki/Missile_launch_facility
„Gesteuert wird das automatisch.“
Hoffentlich nicht nachdem in der Vergangeneit schon öffters Fehler aufgetretten sind.
Aha, ein Artikel für Sofageneräle (und Sofakommandanten).
Sehr schön.
Ein paar weitere Aspekte:
1. Es gibt immer die Möglichkeit die Abwehrsysteme (unabhängig, ob dieses AD-Systeme/ Luftabwehrsysteme oder andere Abwehrsysteme – welche bei einigen 4X-Spielen auch durchaus Point Defence Systemen genannt werden) zu überwinden, sofern eben die Anzahl der in einem Zeitintervall abzufangenden „Geschosse“¹ nun die maximale Anzahl der im gleichen Zeitintervall abfangbaren „Geschosse“ übersteigt (und zwar auch insbesondere dann, wenn jedes einzelne „Geschoss“ für sich alleine durch jedes Abwehrsystem abfangbar ist). Ein anderes Problem dabei ist auch immer, dass beim Abfang von „Geschossen“ durch Abwehr-Systeme eben durchaus nicht zu viele Abwehrsysteme auf das gleiche „Geschoss“ zielen/schießen sollten² (sondern eben nur soviele „Schüsse“ verwendet werden, welche zum Ausschalten des „Geschosses“ benötigt werden).
2. Auch wenn alle „Geschosse“ abgefangen werden können, so kann es, aufgrund dessen das ein „Geschoss“ eine größeres Schadenspotential als ein anderes „Geschoss“ hat (bzw. ein wichtigers/bedeutenderes Ziel hat), doch wichtiger sein, nun bestimmte „Geschosse“ priotisiert abzuschießen und damit vielleicht andere „Geschosse“ mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit durchkommen zu lassen.
3. Wenn die Kosten für den „Schuss“ eines Abwehrsystems (mit den ein angreifendes „Geschoss“ abgeschossen werden kann) nun die Kosten eines „Geschosses“ bei weitem übersteigt, so kann es durchaus sinnvoll aus Sicht des Angreifers (Seite, welche die Abwehrsysteme beschäftigt) sein, nun auch dann möglichst viele „Geschosse“ (dieses Typs) auf den Gegner zu schießen, wenn alle „Geschosse“ abgeschossen werden (bzw. abgeschossen werden können), da die eigenen Kosten für den Ersatz der „Geschosse“ nun niedriger ist als die Kosten der anderes Seite (für den Abschuss des „Geschosses“). Und die Abwehrsystem verwendende Seite muss sich überlegen, ob man vielleicht aus kostengründen (da vielleicht der potentielle Schaden dadurch, dass ein „Geschoss“ sein Ziel trifft und dort einen „wirtschaftlichen“ Schaden anrichtet, nun geringer ist als die Kosten für den „Abschuss“ des „Geschosses“ mit einem Abwehrsystem) manche „Geschosse“ eben nicht abschießt (bzw. gar nicht erst versucht abzuschießen). Weiterhin ist natürlich jeweils das kostengünstigste³ Abwehrsystem zur Abwehr eines „Geschosses“ zu verwenden, welches auch in der Lage ist, das „Geschoss“ zu zerstören (und möglichst nicht das teuerste).
4. Sofern die „Geschosse“ nun Drohnen, Raketen oder Flugzeuge (oder Hubschrauber) sind, so muss man natürlich auch überlegen, dass nach dem Abschuss davon, durch ein Abwehrsystem, der dabei entstehende „Schrott“, dann auch irgendwo runterkommt, was dann auch durchaus einige Schäden anrichten kann (abhängig davon, was sich nun am Boden oder Bodennähe an der Stelle befindet, wo der „Schrott“ runterkommt, was durchaus in der Nähe des Abschussortes sein kann).
Für einen möglichst effektiven und effizienten Einsatz von Abwehrsystemen müssen die Systeme natürlich am Besten vernetzt sein, um auch die Abwehrsysteme möglichst immer optimal einsetzen zu können (Zielauswahl der Abwehrsysteme, Priotisierung der Abschüsse, Koordination der Abwehrsysteme etc.), und sollte deswegen – in Zukunft – am Besten vollautomatisch und autonom – da der Mensch dafür zu „langsam“ ist – von einem KI-System übernommen werden (um auch Gegenangriffe planen zu können und besser ausführen zu können, läßt man das KI-System am Besten auch die Angriffswaffen „steuern“ bzw. koordinieren bzw. mit einem anderen KI-System, welches diese Dinge steuer und koordiniert, kommunizieren). Es gibt sicherlich viele Namen, den man ein solchen KI-System geben könnte, aber ein möglicher (und passender) Name wäre sicherlich SkyNet, sofern es sich um Luftabwehrsysteme handelt.
¹) Dieser Begriff „Geschosse“ ist hier als Sammelbegriff für Raketen, Drohnen, Flugzeugen (Jäger, Bomber), Granaten, Artilleriegeschossen etc. zu verstehen.
²) So wie bei Strategiespielen zwar eine Fokussierung von Feuer auf gegnerische Einheiten (Units) sinnvoll ist (vor allem wenn die „Feuerkraft“ der gegnerischen Einheit nicht mit dem Grade der Zerstörung/Beschädigung der Einheit abnimmt), aber dann doch jeweils nur soviele „Schüsse“ abgefeuert werden sollten, bis eine Einheit kaputt ist (und nicht noch viele weitere Schüsse, welche dann eine schon kaputte/zerstörte Einheit treffen, auf eine solche Einheit zu verpulvern).
³) Kostengünstig im Sinne von möglichst geringe Kosten für einen „Schuss“ (bzw. „abfeuern“) mit dem Abwehrsystem – also z.B. möglichst billige Munition.
Das Problem bei der ICBM-Abwehr ist, dass man die Trägerrakete möglichst bald abschießen muss, möglichst kurz nach dem Start bis zum Höhepunkt ihrer berechenbaren ballistischen Bahn. Und dafür benötigt man idR schon mehrere Abfangraketen. Sind erst die selbständig zielsuchenden Mehrfachsprengköpfe ausgeklinkt und ausgeschwärmt, benötigt man ein Vielfaches der ursprünglichen Abwehrraketenzahl. Auch deshalb wurden solche Abwehrbatterien in der Vergangenheit um wichtige mögliche Ziele des gegnerischen Angriffs konzentriert – in der SU um große Städte und Kommandozentren, in den USA um ICBM-Abschussareale, die ohnehin in einsameren Gegenden in nur einigen zentralen Bundesstaaten angelegt wurden.
Das hat sich natürlich durch gut getarnte mobile Abschussrampen und Atom-U-Boote mit Langstreckenraketen-Abschussschächten verändert. Folglich sucht man auch nach preiswerteren Abwehrsystemvarianten, für deren Bedienung dann in den USA hptsächlich die USSF zuständig wäre (Laserkanonen auf Satelliten). Die USN soll auch mit so etwas ausgerüstet werden.
PS: Bleibt ggf nur, auf die UFO-Aliens zu hoffen, die vor Jahren schon mal die Elektronik eines ganzen ICBM-Areals (vorübergehend) lahmgelegt haben sollen. Keine einzige Rakete hätte dort starten können. 😉
Die „Schwächen und Stärken“ der russischen Luftkriegsführung und -optionen, die Thakur angibt und beschreibt, entsprechen meinen Schlüssen aus verstreuten Quellen, und dafür gibt es einen spezifischen Grund:
Es sind aus der SU ererbte „Schwächen und Stärken“, sie entsprechen den Konzepten des Großteils der Waffensysteme, die in der SU entwickelt, und seither modernisiert und aufgerüstet worden sind.
Man wäre in der SU vollkommen gaga gewesen, sich dem amerikanischen, in der NATO auch aus ökonomischen Gründen übernommenen und gepflegten Luftkriegsmythos anzuschließen, der in den alliierten Bomberflotten des WK2 seinen Ursprung hatte, dem Hiroshima und Nagasaki einen Großteil seiner mythischen Gestalt gaben, und dem die im Artikel erwähnten „asymmetrischen“ Kriege der USA und Israels weitere Nahrung gaben.
Erwähnenswert ist das nur aus einem Grund: Die russische Luftwaffe war auf den Waffengang in der Ukraine genau so wenig vorbereitet, wie die Landstreitkräfte, und die Führung der Streitkräfte hat dem russischen Sicherheitsrat, und im vorliegenden Fall halt besonders, vielleicht nahezu ausschließlich „Putin“, diesen Umstand nicht geltend machen wollen.
Das ist kein unwesentlicher Bestandteil der Verrücktheit dieses Waffenganges, von der ich im anderen Faden sprach.
Vielleicht eine Ausnahme: Falklandkrieg 1982 (wobei der Krieg recht kurz war, aber alle Teilstreitkräfte beteiligt waren)
Der Beitrag hat ein paar Schwächen. So fehlt völlig der integrierte Einsatz von Geran-2-„Mopeds“ zusammen mit Marschflugkörpern und Iskander- und Kinchal-Raketen. Dieser übersättigt die ukrainische Luftabwehr, die der Autor auch unrichtig darstellt, insofern er die „fortschrittlichen westlichen Luftabwehrsysteme“ masslos überschätzt.
Ein gestaffeltes mehrstufiges Luftabwehrsystem war in der UdSSR entwickelt worden, und das ist nach wie vor das Rückgrat dessen, was von der ukrainischen Luftverteidigung übrig ist. An westlichen Systemen sind Satelliten, AWACS etc. relevanter als der Patriotschrott oder Gepard und Iris-T.
An diesem System auf der russischen Seite liegen die eindrucksvollen Abschusserfolge von Himars-Projektilen, und jetzt auch von Storm Shadow. Die ukrainischen „Abschusserfolge“, bei denen regelmässig 120% und mehr der angreifenden Raketen und Drohnen erlegt werden, die Ziele trotzdem brennen und explodieren, sind weniger beeindruckend, ausser für die Propaganda. Dafür treffen ukrainische Abwehrraketen regelmässig ukrainische Wohngebäude, da sie zu ihrem Schutz in Wohngebieten stationiert sind und Fehlschüsse dort auch niedergehen.
Auch die Darstellung der Gleitbomben ist zu sehr aus der indischen Perspektive, wo wohl in der Tat nur recht ungenaue solche Systeme (derzeit) existieren. Die russischen KAB-250/500/1000 wurden bereits zu Sowjetzeiten entworfen, ihr Trefferradius liegt bei allen jetzt eingesetzten Steuerungstechnologien bei 10m und teilweise erheblich (3m bei lasergesteuerten) darunter (den Schwanzvergleich Brahmos – Nachbau sowjetischer/russischer Systeme – gegen Kinchal lasse ich mal beiseite ..).
Auch bei der gelenkten Munition muss man differenzieren. Wenn eine Krasnopol-Granate 10-20mal mehr kostet als ein ungelenktes 152mm-Projektil, wird das zumindest bei Punktzielen dadurch ausgeglichen, dass weniger Munition gebraucht wird, um entscheidende Treffer zu erzielen, und das Suchen von Deckung im Vergleich zu Sperrfeuer erschwert ist.
Ähnliches gilt für die (Himars-Gegenstücke) Smertsch-, Tornado- und Uragan-M-Raketenwerfer, die grössere Kaliber als konventionelle Mehrfachraketenwerfer haben und insoweit Einbussen bei der Sprengkopfmasse ausgleichen.
Zu Recht erwähnt der Autor das Ende von „CAS“, also bodennaher Luftunterstützung durch Bodenkampfflugzeuge und Frontbomber, die wurde in der Tat weitgehend von Lenkbomben sowie FPV- und Kamikazedrohnen abgelöst, während die Risiken von Bodenkampfflugzeugen dramatisch gestiegen sind. Auch deshalb hat die Ukraine kaum noch SU-24/25, wobei die erstere in angepasster Version für die Rakete Storm Shadow benötigt wird.
Allerdings unterschlägt er die entscheidende Bedeutung von EW-/Eloka-Systemen (elektronische Kampfführung wie Jamming und Übernehmen gegnerischer Flugkörper), wo die russische Seite dramatische Vorteile hat, die auch nicht absehbar durch irgendetwas auszugleichen sind. Auch die „fortschrittlichen westlichen“ Gleitbomben, Lenkgranaten und GMLRS sind diesen weitgehend zum Opfer gefallen.
Bis auf den Waffengattungs- und nationalen Tunnelblick gleichwohl ein interessanter Beitrag.