Krise der Emanzipation

Wir leben in einer Zeit, in der unzurechnungsfähige Bullshiter ungestört unser Leben bestimmen dürfen.

 

Am 18.3.2026 schrieb Haaretz-Kolumnist Rogel Alper: “In Kürze eine Pressekonferenz von Donald Trump. Das ist immer so, zu jeder Sendezeit. Sie wird mit Ernsthaftigkeit und ausführlich diskutiert werden. Man wird fieberhaft versuchen, seine Worte zu interpretieren, als wäre er Maimonides. In ihnen Ordnung, Logik, eine konsistente Rationalität und ein kohärentes Ziel zu finden – ein heroischer, aber vergeblicher Versuch. Das iranische Regime ist aufgrund religiösen Fundamentalismus nicht rational. Trump ist nicht rational, weil er nicht zurechnungsfähig ist. Jeden Tag, auf jeder Pressekonferenz – und zuletzt gibt es mehr als eine pro Tag – stellt er seine persönliche und kognitive Beschränktheit zur Schau.”

Alper beschrieb dann seine persönliche Gefühlsreaktion auf dieses Ungemach: “Vielleicht war es einst eine Ehre, als Rückhalt für Churchill oder Roosevelt zu dienen. Der Rückhalt für Trump zu sein, ist eine fragwürdige Erfahrung. Bei jedem Alarm, bei jeder Explosion, die die Wände erschüttert, spüre ich die brennende Demütigung, die damit verbunden ist, ein Bürger der Welt zu sein, der einen direkten Preis für seine Dummheit zahlt. Jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht und sich selbst widerspricht (der Krieg wird gleich enden und noch viele Wochen andauern), massenhaft Bullshit verspritzt und sich live daran berauscht, sein eigenes Ego zu befriedigen, habe ich das Gefühl, daß er sich über mich lustig macht. Wie bedeutungslos ich in seinen Augen bin – irgendwo in einem halbwegs normgerechten Schutzraum sitzend, auf dem Bauch am Rand einer Schnellstraße liegend, erschrocken in einem Treppenhaus zusammenzuckend.”

Alper hätte erwähnen können, dass er mit “einem halbwegs normgerechten Schutzraum”, gemessen an zahllosen BürgerInnen Israels, schon gar nicht zu reden von denen der benachbarten Länder, noch einigermaßen privilegiert ist. Aber gerade ihm muss man dies nicht vorhalten, denn seine Kolumnen zeichnen sich für gewöhnlich durch Menschlichkeit und Empathie aus. Wichtig ist aber vor allem, was er beim Hören der Trump-Interviews empfindet: Vor so viel verschwommenem Rumgerede, Faktenverdrehung, Lüge und Bullshit kann man sich in der Tat verarscht vorkommen. Der mächtigste Mann der Welt redet zumeist so, dass man ihm mit “kognitiver Beschränktheit” noch ein Kompliment erteilt. Verarscht müssten sich alle vorkommen, die mehr oder minder bei Verstand sind. Jeder vernünftige Mensch müsste beunruhigt sein bei dermaßen explizitem Narzissmus, süffisantem Geschwätz und infantiler Großkotzigkeit, die nicht davor zurückschreckt, vor aller Welt zu behaupten, die iranische Ölanlage sei “zerstört”, aber die USA könnten weiterhin “just for fun” bomben.

Dieses “just for fun” muss man ernstnehmen. Wenn “just for fun” verwüstet wird und man damit auch noch rumprotzt, dann mag es bei Schurken im Batman-Kinouniversum angehen, beim amtierenden US-Präsidenten müsste es (und sei’s noch so scheinheilig) pures Entsetzen auslösen. Dem ist aber nicht so. Trump erntet bei seinen Anhängern viel Erfolg damit, und er weiß es auch. Nicht von ungefähr konnte er bereits während seiner Wahlkampagne von 2016 behaupten: “I could stand in the middle of 5th Avenue and shoot somebody and I wouldn’t lose voters.” Warum dem so ist, bleibe hier unerörtert. Dass man einem noch so beschränkten bzw. unzurechnungsfähigen Führer bedingungslos folgt, ist bekanntlich nicht erst mit Trump in die Welt gekommen, mithin auch in der Polit- und Sozialpsychologie weitgehend erforscht worden.

Zu fragen gilt es gleichwohl, wie es da um die Emanzipationsemphase weltweit bestellt sei. Dass der Einzelne sich ohnmächtig fühlt vor so viel aufgezwungener Katastrophenrealität, die in den Defiziten der Führer und den Strukturen, in denen sie (idiotisch) agieren, wurzeln, und es mit dem Gefühl des Verarschtseins bewenden lassen muss, ist eine Sache. Eine andere aber die Frage, wie es um die emanzipatorische Zielsetzung des ausgefochtenen Krieges steht. Diese Frage mag angesichts der vorherrschenden Gewaltrealität völlig irrelevant erscheinen; das Geschwätz von der “Befreiung des iranischen Volkes” oder der präventiven Liquidierung der “imminenten” Gefahr eines Angriffs des Irans auf Israel und die USA darf man sich getrost schenken. Darüber ist hier bereits mehrfach geschrieben worden. Dennoch muss aber die Frage insofern gestellt werden, als sie das Problem einer akuten Zeitenwende aufwirft, in welcher sich der Niedergang des gesamten Emanzipationsdiskurses der Moderne ankündigt.

Nimmt man etwa das Schlagwort der Demokratie, Kernbegriff im Politdiskurs des Westens – was bedeutet sie heute noch in einer Zeit, in der der ehemals für bedrohlich erachtete politische Rechtsruck, diktatorische Ambitionen und strukturelle Faschismus-Tendenzen zur Norm geronnen sind, und zwar nicht nur in Staaten, die eh nicht sehr viel mit Demokratie (und sei’s einer liberalen Demokratie) im Sinn haben, sondern auch in solchen, die sich ihrer demokratischen Kultur rühmen? Was bedeutet Demokratie noch, wenn Kritik und Widerstand gegen antidemokratische Entwicklungen nicht nur zeitweilig erlahmen, sondern zunehmend degenerieren bzw. als Feinde oder Verräter vom herrschenden Regime verfolgt und zuweilen liquidiert werden? Was bedeutet noch Demokratie, wenn die Bürger und Bürgerinnen eines Landes ihre politische Entmachtung als solche nicht nur passiv hinnehmen, sondern sich in dieser ihrer neuen Realität naserümpfend, manchmal verzweifelt oder begeistert, zumeist aber dumpf-erschöpft einrichten, sich kulturindustriell “ablenken”, mithin die letzten kritischen Impulse verblassen lassen?

Nachdenkliche mögen sich mit einem erwarteten “Pendelschlag der Geschichte” trösten, mit der sloganhaften Hoffnung, es werde sich noch “zum Besseren wenden”, oder mit der stoischen Haltung, es werde schon “nicht so schlimm kommen”. Indes, gerade bei derlei optimistisch gestimmten Erwartungen stellt sich doch die Frage, worauf sie zielen, vor allem aber, mit wem sie erfüllt werden sollen. Denn wenn das Worauf die Rückkehr zu einem vor der jetzigen Krise herrschenden “Normalzustand” meint, dann muss auch eingesehen werden, dass es dies Normale war, aus dem das gegenwärtig Bedrohliche erwachsen ist. Der jetzige Zustand hat einen Vorlauf, in dem schon angelegt war, was sich späterhin horrenderweise manifestierte. Geht man aber nicht von der Wiederherstellung von Gewesenem aus und meint ein Neues (welchen Inhalts auch immer), dann stellt sich umso dringlicher die Frage, mit wem dies Neue erzwungen werden soll – nicht also nur um Inhalt und Form der Emanzipation geht es, sondern auch um die sie erobernden historischen Akteure, die sich kollektiv bilden müssen.

Und genau an diesem Punkt offenbart sich die Krise, in der die emanzipatorische Emphase sich gegenwärtig befindet. Denn zum einen erfreuen sich diktatorische Autokraten wie Trump, Netanjahu, Putin, Orbán und ihresgleichen der unverbrüchlichen Unterstützung ihrer Anhänger; und gerade sie haben es verstanden, eine Ideologie zu schüren, die den Anhängern sowohl die Notwendigkeit der bedingungslosen Treue als auch die paranoide Angst vor politischen Gegnern (oft als Verräter besudelt) einbläut. Zum anderen erweist sich aber die Opposition gegen diese Autokraten als so blutleer und zahm, wie kaum je zuvor; das hat damit zu tun, dass sie als wirklich gestählte Oppositionelle zumeist einer verschwindenden Minderheit angehören, aber auch damit, dass die gängigen Oppositionelle keine ernsthafte inhaltliche Alternative zur dominierenden Politik zu bieten haben – es will zuweilen gar scheinen, als haben sie einen eingeschüchterten Respekt vor der Durchsetzungskraft der autokratischen Machtmenschen entwickelt.

Wenn also Rogel Alper beim Hören von Trump das Gefühl der totalen Ohnmacht überkommt, dann ist dem so, weil er weiß, wie erbärmlich der US-Präsident labert, und sich zugleich bewusst ist, daß dieser beschränkte Mensch seine Geschicke bestimmen darf. Das hat aber auch damit zu tun, dass das, was er Trump entgegenzusetzen hätte, sich wie das Hundegebell bei einer vorbeiziehenden Karawane ausnehmen muss. Denn der Kolumnist Alper übt scharfe Kritik in einer Zeit, in der Kritik fast schon für unzulässig erachtet wird, zumal er allenfalls eine kleine Minderheit im gesamten nationalen Diskursfeld, in dem er agiert, repräsentiert. Für die allermeisten Menschen in Israel ist Rogel Alper ein unerwünschter Störenfried bzw. ein aus dem nationalen Konsens ausscherender Aussätziger. Von selbst versteht sich, dass es hier nicht nur um Alper und Trump geht, sondern um den kritischen, dem emanzipativen Denken und aufklärerischen Ethos verpflichteten Menschen, der sich gegen die Repression, die Demokratiefeindlichkeit und Gewaltfreudigkeit der herrschenden Machtmenschen auflehnt.

Dass Alper als Einzelmensch keine Chance hat, sich gegen den Machtapparat der Herrschaft durchzusetzen, weiß er wohl selbst am besten. Festzustellen gilt es gleichwohl, dass das, was Alper vertritt, namentlich die aufklärerisch beseelte Emanzipationsemphase, die die Logik der Moderne, ihrer Ideale und Ambitionen ausmachte, offenbar seinen geschichtlichen Rang und Stellenwert verloren hat. Das kulturelle Kapital, das dem, was heute den ideologischen Ton und die politische Marschroute angibt, dezidiert entgegenstand, ist ins Wanken geraten. Der Tod von Jürgen Habermas wirkt da nachgerade wie ein Symbol der Zeit. Von radikaleren Denkern ganz zu schweigen.

Geblieben ist lediglich die erbärmliche Empörung darüber, dass man es ertragen muss, dem Wirken solch korrupter Lügner, gewaltgeiler Militaristen und Mobbern, infantiler Narzissten und dummdreister Bullshiter ausgesetzt zu sein. Das ist nicht nur eine existentielle Kränkung, sondern, wie sich herausstellt, in der Tat lebensbedrohlich.

Moshe Zuckermann

Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. 2018 wurde er emeritiert. Sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Florian Rötzer geschrieben hat, erscheint demnächst.
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81 Kommentare

  1. Diese Leute nennt man die „herrschende Klasse“.
    Die sind alles andere als „unzurechnungsfähig“, sondern verfolgen einen Plan.
    Leute wie der oben abgebildete Trump und auch der schon m.E. nicht mehr unter den Leben weilende Netanjahu. sind nur die Spitze der Funktionselite aber nicht die Initiatoren.
    Sich, nur auf die Persönlichkeiten zu reduzieren ist zu kurz gegriffen.
    Es ist die Finanz, Tech, Pharma und Rüstungselite, die bestimmt wo´s langgeht.
    Und natürlich, die zionistische Konglomeration des westlichen Judentums der Finanzoligarchen, der auch aus weiteren irrational christlichen Organisationen besteht, die sich einem religiösem Überbau bedienen um ihr tun zu legitimieren.

    1. Das iranische Regime reagiert m.E. sehr rational, trotz religiösem Fundamentalismus!
      Das israelische Regime agiert irrational, wegen religiösem Fundamentalismus!
      Das amerikanische Regime agiert irre, wegen religiösem Fundamentalismus!
      warum wird Putin hier als diktatorischer Autokrat bezeichnet? Ich kenne keinen rationaler agierenden demokratisch gewählten Staatsführer!

      1. Das zionistische Weltbild zerbricht!
        Das liberale Weltbild zerbricht!
        Das ist ein sehr schmerzhafter Erkenntnisprozeß
        Da darf man auch mal irrationales, dummes Zeug reden.
        Danach sollte aber die Selbstkritik und die Orientierung auf eine neue, postkoloniale Weltordnung spielen.
        In dieser neuen Weltordnung wird Israel nicht mehr gebraucht,,die BRD wahrscheinlich auch nicht!

      2. Ganz genau so ist es.
        Einer der wenigen, der in diesem wildgewordenen Affenhaufen noch rational handelt und denkt ist ganz offensichtlich Putin. Die „Funktionseliten“ des „Wertewestens“ haben sich bereits vor rund 30 Jahren davon verabschiedet und sind zu einem hysterisch und kopflos umherflatternden Hühnerhaufen mutiert, über dessen Stall mal kurz ein Habicht hinweg flog und das reichte, um jegliches rationale Urteilsvermögen komplett auszuschalten.
        Und dieser Habicht hatte die Drohung „Schmälerung der exorbitanten Profite der US-Milliardäre durch den Übergang in die multipolare Weltordnung“ auf seiner Flügelunterseite stehen.

      3. Mit Putin gebe ich ihnen 100% Recht.
        Wie Pispers so schön formulierte, nehmen die Moslems ihre Religion noch ernst.
        Wobei Viktor Orban auch schon wieder in einer anderen Liga agiert, aber durchaus seine Partikularinteressen vertritt.

      4. @Hubert Burghardt: Putin, aber auch Orbán in eine Reihe mit Trump und Netanyahu zu stellen, halte ich ebenfalls für völlig daneben, weswegen ich Herrn Zuckermann bei diesem Punkt massiv widersprechen muss.

        Und trotzdem bin ich weder ein Anhänger des einen noch des anderen.

      5. @Hubert Burghard: Der Iran wird von einer Regeirung gelenkt, Israel von einem
        Regim dem ein Massenmörder vorsteht und Ultra Orthodoxe den Tod zig tausender
        Kinder und Erwachsenen in Gaza bejubeln!!!!

  2. „Geblieben ist lediglich die erbärmliche Empörung darüber, dass man es ertragen muss, dem Wirken solch korrupter Lügner, gewaltgeiler Militaristen und Mobbern, infantiler Narzissten und dummdreister Bullshiter ausgesetzt zu sein.“
    Das Problem: Nicht nur die Eliten, sondern geschätzt 3/4 der Menschen sind solche Charaktere.

    1. Ja, aber…
      hat evtl. mal jemand darüber sinniert was das Ganze mit den exorbitant verschnupften Mengen des Derivats einer im südlichen amerikanischen Kontinent heimischen Pflanze zu tun haben könnte? Immerhin befähigt dieses dazu unmenschlich wenig Schlaf dafür nutzen zu können noch viel mehr … wissen schon🫩

      Ich stelle mir dann gern einen Nachfahren vom Pablo vor der sich darüber amüsiert wie der Hirnfras so grassiert bei den 🥳 Highperformer:innen und diesen Volldeppen nix weiter übrig bleibt als … 😳 mehr🤧.
      Vielleicht haben Vladimir und Xi ja damit auch einen zusätzlichen Hebel geschaffen um die Heuchler:innen so richtig mit Anlauf gegen ihre eigene Wand der Doppelmoral rennen zu lassen?

      https://www.euda.europa.eu/publications/pods/waste-water-analysis_en

    2. Quatsch, wenn nur eine oder zwei Generationen, in Demokratien aufwachsen dürften, hätten wir sofort eine andere Charakterbildung. Niemals würde aus einer Demokratie heraus ein anderes Land überfallen oder unterdrückt und ausgebeutet werden. Länder die auch nur ansatzweise eine Tradition darin haben, die Bevölkerung in poltische Entscheidungen einzubeziehen, sind die friedlichsten auf der ganzen Welt. Und es hat Auswirkungen auf die Sozialcharaktere, auch im alltäglichen Umgang miteinander. Du must nur über Grenze gehen. was sofort auffällt, ist die wohtuend geringe Anzahl von „Shitbürgern“.
      Unser System ist ein fein ausjustierter Automatismus, der stets Charaktere der übelsten Sorte aus Politik und Wirtschaft an seine Spitze stellt.
      Es gibt keine Wahl, vielleicht hätte es sie früher einmal geben, vielleicht aber auch nicht. Du wählst Etiketten, wie Frieden, Abrüstung, oder Erhalt der Biosphäre und bekommst dann Krieg und Frackinggas. Oder du wählst das Etikett eines allgemeinen wirtschaftlichen Aufstiegs und erhälst wirtschaftlichen Niedergang, zugunsten von Lobbyvereinen aus der Finanz- und Versicherungswirtschaft. Rüstung und Fossilindustrie.
      Die erste Phase des Apparates betraf seine Etablierung. Diese halte ich für weitgehend abgeschlossen. Die zweite betreffen Maßnahmen zu seiner Stabilisierung. Das erleben wir gerade. Methoden sind Überwachung, Zensur und gezielte Verdummung.

    3. 3/4 ? Wie optimistisch, das wären 25% andere. Realistisch sind eher 90% Idioten, heutzutage eher 99%.

      Schweizer Bar Brand: Die Kids sind nicht schnell geflüchtet, sondern haben in der Garderobe in dem Stapel ihre Designer Jacken gesucht.

      Die Dekadenz in ihrem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf.

      Sara Wagenknecht, BSW, eine Partei für Wirtschaftliche Vernunft ? Da wird eher eine Partei, die allen freie Vergrösserung der Geschlechtsmerkmale verspricht, gewählt – 30 cm Länge und 109-49-109 Umfang für alle !

  3. Bunkergespräche?

    Kann man so die jetzt kommenden Meinungsartikel von Moshe Zuckermann bezeichnen?

    Der Artikel wird vielleicht einmal Zeitdokument, denn er beschreibt die Stimmung im hoffentlich niedergehenden Israel. Es herrscht dort mittlerweile Desorientierung und Depression. Trump wird als der irre Hauptsündenbock dargestellt. Dabei wird völlig übersehen, das Israel, der Zionismus Trump in diese Katastrophe hineingezogen hat. Der zionistische Schwanz wedelt mit den imperialistischen Hund. Selbstkritik, die Erkenntniss das das zionistische Israel diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg begonnen hat, Fehlanzeige. Für diese fehlende Selbstkritik müssen die Israelis jetzt in ihren Bunkern mit Angst und Depression bezahlen.

    Israel ist doch der Hauptschuldige an diesen Chaos!
    Gäbe es den kolonialrassistischen Staat Israel nicht, wäre dieses Chaos niemals entstanden.
    Die zionistische Staatsgründung auf Betreiben von Josef W. Stalin war ein schwerer Fehler.
    Für diesen Fehler müssen die zionistischen Siedler jetzt bezahlen.
    Wer Blut über die Kinder Palästinas gebracht hat, mit dem kann ich kein Mitleid empfinden!

    1. Schon mal was vom Sykes- Picot Abkommen von 1916, der Balfour- Deklaration von 1917gehört?
      Oder wie der britische Agent Lawrence dafür sorgte, das die Strassenräuber- Familie Al Saud an die Macht kam, den rechtmäßigen Herrscher Sharif Hussein entmachteten, das Stück Land Palästina im Gegenzug für 10000 Gewehre und 200000 britische£ in Gold an die Briten verscherbelte?
      Ob nun ein Stalin dem Teilungsplan zu Palästina zustimmte oder nicht, das Ergebnis wäre gleich geblieben. Wer konnte auch wissen, das die Zionisten niemals vor hatten, den Bewohnern Palästinas irgendetwas an Rechten zuzugestehen? Kannte jemand den Warschauer Juden Jabotinsy : https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Zeev_Jabotinsky , dessen Privatsekretär Mileikowsky und deren gemeinsames Werk „The Iron Wall“ https://de.wikipedia.org/wiki/Die_eiserne_Mauer_(Essay)?
      Der Privatsekretär Benzion Mileikowsky nannte sich später in den USA Netanyahu….

    2. Diese „Bunkergespräche“ klingen immer reichlich nach „Selbstgesprächen“ … !? Aber egal …!
      Stimme Ihnen zu würde aber den „Fehler“ nicht Stalin quasi allein anlasten! Da haben Herzl, Balfour, Rothschild, etc., etc. eine große Rolle gespielt!
      Schließlich: nach meinem Verständnis von Geschichte lassen sich Kolonien nicht dauerhaft etablieren und legitimieren, auch die zionistische Kolonie Israel in Palästina nicht!

    3. Nochmal 99% an Naomi, wobei sicherlich nicht Stalin allein an der Gründung Israels verantwortlich zu machen ist.
      Schließlich waren es die Angelsachsen, die damals federführend den sogenannten „Nahen Osten“ in ihrem Einflussgereich hatten.

      1. @Naomi
        „ Der Artikel wird vielleicht einmal Zeitdokument, …“ 😂😂
        Das glaube ich auch. Ein Zeitdokument für den Niedergang der Sprache.
        Damit will ich nicht sagen, dass jeder Artikel ein literarisches Meisterwerk sein muss. Aber in Zuckermäulchens Gebrabbel muss er auch nicht unbedingt enden.

    4. @ Naomi

      „Gäbe es den kolonialrassistischen Staat Israel nicht, wäre dieses Chaos niemals entstanden.“

      Und Sie denken, unter britischer Kolonialherrschaft wären die Araber ganz irre vor Glück?

      „Die zionistische Staatsgründung auf Betreiben von Josef W. Stalin war ein schwerer Fehler.“

      Wer hat Ihnen diesen Unsinn erzählt?

      In welchem Bunker betreiben Sie, in welchen Quellen, Ihre historischen Studien?
      Ich halte die Politik der gegenwärtigen israelischen Regierung für grundlegend falsch und verheerend. Aber dass Juden für die Verbrechen der Jahrhunderte alten imperialen Großmachtpolitik Europas kollektiv in Haftung genommen werden, hatten wir schon. Ihr Feigenblatt „Zionismus“ camoufliert es nur dürftig.

      1. Das Ziel der Briten war ein „unsinkbarer Panzerkreuzer“ in Westasien. Stark genug, um für ständige Unruhen zu sorgen. Aber nicht stark genug, um ohne ( vorzugsweise britische) Hilfe zu überleben. Damit sollte die dauerhafte Präsenz GB in der Region sichergestellt werden. Bis zum Suezkrieg 1956 gelang das auch. Die israelische Armee marschierte bis zum Suezkanal und lieferte den Briten und Franzosen den Vorwand, dort militärisch zu intervenieren. Erst die Drohung der UdSSR und der USA machte dem ein Ende. Die Weltmacht Britannien war mal eine und musste ihren „Panzerkreuzer“ an die USA übergeben! …

        1. Ja, die Briten. Und schon vor dem Zionismus waren sie kolonisatorisch unterwegs. Dass ihnen die politische Bewegung des Zionismus gelegen kam, ist dabei wenig strittig. Nur ist es wie so oft in der Geschichte – „Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los.“

          Ja, der „Panzerkreuzer“ ist an die USA gegangen, aber auf der Brücke stehen die alten Gespenster Europas.

  4. @Herr Zuckermann

    Vielen Dank. Wie immer ein sehr guter Beitrag.
    Aber zur Korrektur:

    „………in der unzurechnungsfähige Bullshiter ungestört unser Leben bestimmen dürfen.“

    Das nennt sich Neudeutsch „feministisch-wertegeleitete Politik“ (s. Epstein-Netzwerk)

    Nach (politischer, sozialer oder wie auch immer gearteter) Emanzipation zu suchen, ist naiv ………

  5. Unser Herr Merz, oder auch die Herren Macron und Starmer, die Frauen Meloni und von der Leyen und weitere ‚Würdenträger‘ all across the board sind kaum besser. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass die wirklich herrschende Klasse einfach niemanden mehr findet, der einigermaßen bei Trost ist und trotzdem ihre Politik vertreten mag. Eigentlich vorrevolutionäre Zustände par excellence – wenn nicht die Masse der Geknechteten ebenfalls komplett gehirngewaschen wäre.

    1. Aber, auch hier gehören die oben genannten Personen nur zur Funktionselite.
      Sie sind also wie Merz auch nur Befehlsempfänger für große Unternehmen wie bspw. Blackrock, der herrschenden Klasse.

  6. Zuckermann irrt fundamental und kommt dadurch nicht ans Ziel, wenn er Trump, Netanjahu, Putin und Orban in einem Atemzug nennt.

    1. Das ist richtig, denn die beiden Letzteren agieren durchaus überwiegend rational. Das bedeutet nicht, dass man ihre Positionen in Allem teilen muss. Mit der von mir geäußerten Einschätzung sind inzwischen die meisten Zeitgenossen hoffnungslos überfordert. Das erkennt man an den allseits bekannten Schubladenkategorisierungen, die an dieser Stelle nicht mehr wiederholt werden müssen.

    2. Äußerst rational, wohlüberlegt, nach einen genauen Plan, reagiert der Iran.
      Der Iran hat – fast anarchistisch – die Macht dezentralisiert. Sie haben ein gemeinsames Ziel nämlich ihre Haut so teuer wie möglich zu verkaufen und überall über das Land verteilt gibt es die Revolutionsgarden, die auch dann zurückschießen können, wenn noch soviel ihrer Führer durch die zionistischen Barbaren getötet wurden.
      Der Iran hat sich lange auf diesen Krieg vorbereitet und reagiert sehr überlegt
      Zunächst wurden die Militärbasen der US, ihre Radarsystemen, Tanklager angegriffen. Auf Israel wurden zunächst veraltete Raketen abgeschossen um deren Luftabwehr zu überlasten. Bald ist Israel wehrlos und der Iran wird dann seine modernen Raketen einsetzten. Diese werden gegen die Militärmacht Israel, den Mossad etc. gezielt eingesetzt. Die Ziellisten liefert moderne Aufklärung mit Hilfe von Russland und China.
      Der Wirtschaftskrieg durch die Sperrung der Straße von Hormus ist eine Sache für sich. Keineswegs wurde die Meerenge vermint. Schiffe, deren Ladung in Yuan fakturiert ist, jetzt auch Schiffe aus Japan, Indien, China sowieso, dürfen die Meerenge passieren. Nach den Krieg wird der Iran, ähnlich wie Ägypten, Transitgebühren für die Durchfahrt erheben. Die „Guten“ dürfen durch, die „Bösen“ müssen hohe Preise bezahlen.
      Netanjahu und das kleine Israel haben ihre Macht überschätzt. Sie können nur mit Hilfe der US gewinnen und haben deshalb den verrückten Trump in diesen Krieg verwickelt. Dieser Krieg ist schon jetzt in den US äußerst unbeliebt, es soll Meutereien unter US-Soldaten geben.
      Besitzer israelischer Pässe dürfen in immer weniger Länder einreisen. Israelische Touristen ist weltweit sehr unbeliebt und werden in Lokalen z. B. in Thailand nicht mehr bedient.
      Israel muß sich in Demut üben, aber es wird über kurz oder lang für seine Verbrechen bezahlen müssen!

      1. Da der Iran das Ziel völlige Zerstörung Israels hat, hat Israel keine Wahl. Im Notfalls wird man im Iran nuklear durchkehren.

        Das gleiche gilt für die Golfstaaten. Wie lange wird man der Zerstörung der einheimischen Gas und Ölindustrie noch zusehen ? Gas, Öl, Elektro, Wasser und der Iran wird ganz erhebliche Probleme haben, seine Raketen Produktion aufrecht zu erhalten.

        1. Ah ja, der Iran ist der Aggressor.
          Um nochmal Volker Pispers zu bemühen: „Die sitzen auf unserem Öl“!
          Solange der Staat Israel existiert, wird es auch kein Frieden auf der Welt geben.

        2. Alles klar. Klares Weltbild: der angegriffene Iran ist der Aggressor. Prost.
          Und das arme Israel muss sich verteidigen.
          Und wenn sie nicht gestorben sind…..

        3. Sie können das natürlich mit Originalzitaten iranischer Politiker belegen? Ich meine damit NICHT die zionistischen Medien und deren williges Fußvolk!
          Der Iran und seine Führungsschicht hat kein Problem mit Juden oder einem Staat Israel. Aber sehr wohl mit einem faschistoid- rassistischen Zionistenstaat.

  7. Das tiefer liegende Problem ist, dass von fast der gesamten Opposition nur die Frage nach Demokratie gestellt wird, aber nicht die ökonomischen Verhältnisse, die zur jetzigen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft autark und autonom zwingen, im Fokus stehen. Demokratie oder nicht ist zwar eine aktuelle Frage, löst aber den Widerspruch zwischen den Interessen der Bevölkerung und denen der herrschenden Klasse in Gesellschaft und Politik nicht.
    Erforderlich wäre eine „fundamentale“ Opposition, die sich nicht im Rahmen der bürgerlichen Ordnung bewegt und von den Erkenntnissen der Rolle des Wertes in Ökonomie und gesamter Gesellschaft ausgeht, eine Bedürfnis bestimmte Produktionsweise, die den Wert als bestimmendes Element ausschließt, zum Ziel hat.

      1. Ja, aber anders als allgemein sich vorgestellt wird.
        Man denkt in der Regel an Systemveränderungen mittels politischer Revolution, die aber nach bisheriger historischer Erfahrung im Überbau der Gesellschaft Veränderungen erbrachten, aber die Basis, die gesellschaftlichen und besonders die ökonomischen Verhältnisse unberührt ließen.
        Marx & Gen. machten sich (verärgert) über die schon damals aufkommenden Revoluzzer lustig, die an jeder Straßenecke eine revolutionäre Situation ausmachten. Sie hatten ja erkannt, dass nur die Veränderung der Produktionsweise, die von den Produktivkräften ausgehen muss, die Veränderung bringen. Das war ihnen die Revolution.
        Wie das entstehen kann, ist die große Frage. Aber objektiv ist kein anderer Weg möglich, da die Warenproduktion den Wert und dessen Vorherrschaft in der Gesellschaft zwangsläufig entstehen lässt, der die letzte Ursache für die die Menschheit bedrohende Entwicklung darstellt.

  8. „unzurechnungsfähige Bullshiter“ – Danke für diesen famosen, überaus zutreffenden Begriff! 🙂

    Gerne ergänze ich „unzurechnungsfähige Bullshiter“ um ‚mit psychopathologischen Zügen‘.

  9. Nun, der Herr Netanyahu wurde ja immer wieder von der israelischen Mehrheitsbevölkerung gewählt. Und dessen Programm war ja bekannt. Sie wollten Krieg, Massenmord und Zerstörung. Es waren unzählige Israelis, die Freudentänze vollführten, als Tausende arabischer Kinder bestialisch ermordet wurden. Es waren ihre Söhne, Ehemänner, Brüder, die als Wehrpflichtige an den besetzten Gebieten bestialischen Terror verüben. Und dann in ihren Familien damit prahlen, wie sie es den „zweibeinigen Tieren“ besorgt haben… die überwiegende Mehrheit der jüdischen Israelis findet es gut, das arabische Israelis weniger Rechte haben und diskriminiert werden. Viele wollen die Entrechtung noch verschärfen…..Rassismus ist zur Normalität geworden.
    Jobotinskys „ Die eiserne Mauer“ gehört zum Schulstoff. Auch Netanyahus Plan „ A clean Break“ ist öffendlich zugänglich. Jeder der es wissen wollte, konnte wissen, was die israelische Eliten vor haben.
    Und gerade deswegen immer wieder gewählt wurde!

  10. An Iranian cleric said Iran will continue fighting until all US bases in the region are destroyed and Israel is eliminated, in remarks during Eid al-Fitr prayers on Saturday. “The enemy has suffered a heavy defeat so far, and there should be no doubt that we will never lay down our weapons,” Mohammad Nabi Mousavi-Fard, the prayer leader of Ahvaz, said. (IranIntl)

    Das der Iran das 4000 km entfernte Diego Garcia mit zwei Raketen beschossen hat, kommt kaum in den Medien vor. Da bekommt die Anfrage wegen Ramstein eine neue Dimension, schliesslich ist (auch) Europa das Haus der Muslime.

    Man kann sich über „Grab them by the Pussy“ Trump aufregen, nur erscheint mit die gesamte westliche Gesellschaft so.

    Nach der Ölkrise in den 70ern rettete der damals VW Golf das Volkswagen Werk vor der Pleite. Damals rund 800 kg Leergewicht, heute 1.250 bis 1600 kg.

    Prolliges Rumprotzen mit dem Auto als Verlängerung eines gewissen Körperteils bei Männern ist Usus. Frauen stehen nicht nach, vielmehr muss der Nachwuchs mit dem 3.000 kg SUV sicher die 500 m zum Kindergarten gebracht werden,

    Ich empfehle als Filmabend „Idiocracy“ und „Don’t look up!“ . Dagegen war Woody Allen harmlos, und Maryl Steep „Der Teufel trägt Prada“als intrigante US Präsidentin ist exzellent !

  11. „In ihnen Ordnung, Logik, eine konsistente Rationalität und ein kohärentes Ziel zu finden – ein heroischer, aber vergeblicher Versuch. Das iranische Regime ist aufgrund religiösen Fundamentalismus nicht rational.“

    Hmmm… ich sehe nur einen religiösen, daher irrationalen Fanatiker und Fundamentalisten im Raum…. Und das ist die Israel-Clique. Sie glauben irgendein uraltes Buch würde ihnen erlauben das Volk Palästinas auszulöschen und irgendwie würde dann der Messias zurückkehren, irgendsoein Schwachsinn halt.

    Und man schaue sich mal diese Bilder hier an (ab 1 Stunde und 2 Minuten):

    https://www.youtube.com/watch?v=6ld4HAZYpaE&t=3720s

    Also ich sehe das Verhalten des Iran als vollkommen rational an. Man wirft Bomben auf sie und dann wehren sie sich halt. Und dass sie als einziges Land in der Region (voll von Verrätern) Empathie für die von Israel Unterdrückten und Ermordeten zeigen, sehe ich auch nicht als irrational an. Dass sie hier und da emotional reagieren, ist vollkommen menschlich.

    Irrational ist z.B. auch was die deutsche Justiz macht. Sie erklärt immer wieder, dass es ein Verbrechen sei den Völkermord von Gaza zu kritisieren und Freiheit für die Palästinenser von dieser Barbarei zu fordern.

    Der Westen hat ein riesengroßes Problem. Er projeziert allzu oft sein eigenes Verhalten auf seine Gegner. Und da im Westen großer Rassismus und Herrenrassedenken vorherrschend ist (man fühlt sich als der Mittelpunkt der Erde, dem es als einzigem erlaubt sei ein Urteil über andere zu sprechen), trifft das auch auf jede Menge offene Ohren.

    Und noch etwas… 1. ohne die Gewalt, die von Israel und den USA in der Region ausgeht, wäre der Iran auch nicht so. 2. die einzigen durchgeknallten Muslime, die ich kenne, sind erstaunlich oft immer nur vom Westen finanziert, ausgebildet und mit Waffen und Co ausgerüstet worden. Der Westen hat sogar eigens zur Radikalisierung mal eine eigene Fassung des Koran verteilt (zumindest in Afghanistan). Al Quaida (https://www.vrijspreker.nl/wp/wp-content/media/2015/07/osama_zbig-brzezinski.gif), Taliban, IS und Co lassen grüßen.

  12. Es handelt sich nicht um eine „Krise der Emanzipation“, sondern um eine Krise des liberalen Kapitalismus in seinem fortgeschrittenem Stadium der USA, eines schlichten und aggressiven Imperiums.

    Wenn die USA nur noch debile Staatsführer wie Trump und Biden hervorbringen, dann ist das ein bemerkenswerter Ausdruck des imperialen US-Regimes, denn es zeigt, dass auf Rationalität wie auch dem gesunden Menschenverstand verzichtet wird, dass der Staat quasi chaotisch agieren soll.

    Die wirklich Mächtigen (die großen Gelder) suchen sich im dann entstehenden Chaos die für sie profitabelsten Passagen heraus. Vor allem aber bekommen sie so Gestaltungsspielraum für ihre Partikular-Interessen, jenseits der Interessen von Nation und Staat mit seinen Menschen.

    1. In meinen Augen gibt es – wenn man es so bezeichnen möchte – durchaus eine Krise der Emanzipation, aber nicht dort, wo sie Zuckermann verortet (fürchte ich). Die Emanzipation findet gerade beim sog. globalen Süden (und Osten) statt. Und der Westen will sich nicht damit anfreunden, weil er seine Rolle als alles dominierende Herrenrasse nicht aufgeben will. Die Krise besteht nun darin, dass der Westen die Welt immer tiefer in seine Logik der Gewalt zu stürzen versucht. Und mit dem Iran hat er sich vll. zum Ersten Mal mit dem Falschen angelegt, weil dieser zwar vll. einen groß angelegten Krieg nicht gewinnen kann, aber er kann die Kosten für den Westen explodieren lassen.

      Ich denke das westliche Kapitalismusmodell (einer kleinen Kaste gehört alles) stößt gerade an seine Grenzen.

      1. Das Kapital hat in den USA in der Tat eine unglaubliche Konzentration erreicht. Und die Milliardäre möchten natürlich, dass das so bleibt und sie ihre Macht immer stärker ausspielen können. Mit den USA haben sie sich damit das ideale Instrument geschaffen. So funktioniert die Demokratie in den USA eigentlich nur noch für die Superreichen mit ihren diversen Fraktionen.

  13. Demokratie endet zuverlässig in der Tyrannei. Als äusserst korrupte Verwaltungsform* mit extremen Neigungen zum Populismus** spült sie solche Koryphäen wie Zensursula oder Netanjahu an die Macht, die dann ausschliesslich damit beschäftigt sind, sich an der Macht zu halten (die Definition von Tyrannei), unter anderem auch damit sie nicht für ihre Verbrechen belangt werden können. Wenn die grössten aller Heuchler etwas anführen, dann kann nichts Gutes draus erwachsen.

    Apropos Emanzipation, die menschliche Psyche ist einfach nicht für die Demokratie gemacht. Die Mehrheit folgt zuerst ihren Emotionen und Gefühlen (Dinge die sehr einfach manipuliert werden können) statt sich auf ihre Rationalität zu verlassen: Sogar Zuckermann, den ich sonst durchaus als rationaler Intellektueller schätze, übernimmt die emotional aufgeladene Sprachregelungen und schreibt vom iranischen Regime.

    Ein narzistisches Grossmaul ala Trump ist bloss die logische Konsequenz davon. Es gibt in den USA sehr viele, extrem ungebildete, ignorante und abgehängte Menschen (das Resultat des dort herrschenden Faschismus). Da zieht die debile Rhetorik eines Trumps, siehe auch DE in den 1930ern. Aber auch andersrum wird ein Schuh draus, wie die Wohlstandsverwahrlosten beim Messias und Friedensnobelpreisträger Obama unter Beweis stellten. Es gibt afaik keine Demokratie auf Erden die nicht komplett von diesen „Demokraten“ (= Populisten) unterwandert ist. Die alten Griechen wussten es und haben davor gewarnt.

    Wenn wir jemals etwas anderes machen wollen als die Geschichte zu wiederholen, bleibt uns imo daher nichts anderes übrig als uns von unseren Emotionen zu emanzipieren. Die müssen Privatsache werden (was wäre eine Beziehung ohne Liebe.. oder Hass, lol) und haben in Politik nichts verloren. Aber wenn ich meine eigenen Gefühle zum Geschehen nicht nur im nahen Osten betrachte, ich will „Gerechtigkeit“ und dass die „Bösen“ für ihre Taten büssen, dann sehe ich diesbezüglich schwarz.

    * In einer Monarchie kann man ein paar selbstsüchtige Minister oder Familienmitglieder kaufen, in Demokratien gibts Parlamente mit teils hunderten von selbstsüchtigen Karrieristen.

    ** Wahlversprechungen, Medien, etc.

    1. Entscheidend ist nicht ob es sich um Demokratie, Autokratie oder sonstwas handelt, sondern entscheidend ist der Grad an Transparenz. Und da steht es gerade in D nicht besonders gut, woran die Linksliberalen mit ihren Dogmen von Persönlichkeitsrechten und Datenschutz nicht ganz unschuldig sind.

  14. Also damit kann ich nun wirklich nichts anfangen:

    „Und genau an diesem Punkt offenbart sich die Krise, in der die emanzipatorische Emphase sich gegenwärtig befindet. Denn zum einen erfreuen sich diktatorische Autokraten wie Trump, Netanjahu, Putin, Orbán und ihresgleichen der unverbrüchlichen Unterstützung ihrer Anhänger;“

    Ich kenne Orban und Putin nicht, also ihren Regierungsstil in ihren Ländern. Generell bin ich vorsichtig, wenn mir westliche Akteure erzählen wollen, wie böse ihre Widersacher sind, sie zu dämonisieren, als Teufel höchst persönlich hinzustellen versuchen. Wir alle wissen, wo das regelmäßig endet… siehe ua Irakkrieg bzw. all die vielen Kriege, wo es genau darum ging: „die Regierung ist böse, wir suchen einen Kriegsgrund, den wir den Menschen irgendwie als gut und gerecht verkaufen können.“ Da stellt sich mir auch die Frage: und welche Fehler haben Trump und Netanjahu gemacht? Die Verbrechen oder vielleicht doch eher nur, dass sie damit so offen umgehen, es nicht mehr so sehr hinter einer wohlklingenden Fassade verstecken? Ein weiteres Problem: viele Regierungen verwandeln sich zu Autokratien, weil der Westen dazu die Grundlage schafft. Nehmen wir als bekannteres Beispiel den Iran. Dass der Iran heute da steht, wo er steht, liegt fast ausschließlich nur am Westen. Dass in Kuba „der Sozialismus nicht funktioniert“, liegt auch einzig und allein am Westen. Kuba selbst hatte nie eine Chance das Gegenteil zu beweisen, weil der Westen sie permanent zu erdrosseln versucht. Und China… man mag beklagen, dass es in China so eine all umfassende Überwachung gibt (wobei ich manchmal glaube, dass es bei uns schlimmer ist als in China und man uns genau deswegen erzählt, wie schlimm es in China angeblich sei, um auch hier vom eigenen Verhalten abzulenken)… aber welche Optionen hat China, um nicht von außen z.B. via (a)sozialer Netzwerke unterwandert und in Unruhen gestürzt zu werden. China mag sich auch ohne das westliche Zutun so verhalten. Aber zum Einen kann man es nicht wissen, weil der Beweis fehlt. Zum Anderen ist ausgerechnet der Westen, der inzwischen auch immer rabiater gegen seine Dissidenten vorgeht (Assange, Lipp, Baud, Dogru etc.) ein schlechter Ratgeber.

    Und bei aller Kritik an Orban und Putin… sie sind mit die Einzigen, die der radikal-evangelikalen transatlatischen Sekte – dem Satan auf Erden – noch wirksam etwas entgegensetzen. Ich hab mit Putin und Orban weniger Probleme, als mit Merz, von der Leyen, Macron, Starmer und wie sie alle heißen, die das alte voll von Gewalt geprägte kolonial-imperiale Herrenrassemodell des Westens (in seinem Ursprung aus Europa) aufrecht erhalten wollen.

    „und gerade sie haben es verstanden, eine Ideologie zu schüren, die den Anhängern sowohl die Notwendigkeit der bedingungslosen Treue als auch die paranoide Angst vor politischen Gegnern (oft als Verräter besudelt) einbläut.“

    Nunja… wie gesagt… wirf nicht mit Steinen, wenn Du selbst im Glashaus sitzt. Stichwort Jacques Baud, Hüseyin Dogru und viele Andere. Und mal nebenbei bemerkt… Ich glaub die Zustimmungswerte von Putin und Orban kommen von ganz woanders her.

    „Zum anderen erweist sich aber die Opposition gegen diese Autokraten als so blutleer und zahm, wie kaum je zuvor; das hat damit zu tun, dass sie als wirklich gestählte Oppositionelle zumeist einer verschwindenden Minderheit angehören, aber auch damit, dass die gängigen Oppositionelle keine ernsthafte inhaltliche Alternative zur dominierenden Politik zu bieten haben – es will zuweilen gar scheinen, als haben sie einen eingeschüchterten Respekt vor der Durchsetzungskraft der autokratischen Machtmenschen entwickelt.“

    Also, wenn Zuckermann Putin und Orban in diese Kategorie mit aufnimmt, verhält er sich nicht anders, wie die Mainstreammedien bei uns. Damit disqualifiziert er sich selbst. Und wenn er hier von „Opposition“ zu diesen – wie er sagt – „Autokraten“ spricht, wen meint er damit? Die woken Rechtsextremisten, die mit Regenbogenflagge das alte imperiale Gewaltmodell und Herrenrassedenken hochhalten? Denen fehlt es in der Tat an Argumenten, also „Alternative“, weil genau deren Zeit will niemand mehr. Da können sie noch so sehr versuchen es in eine neue Verpackung zu stopfen, eben z.B. Regenbogenflaggen (ich hab nichts gegen Regenbogenflaggen, sofern sie sich nicht für die Interessen des westlichen militärisch industriellen Komplexes missbrauchen lassen), um besonders modern (und wiederum anderen Kulturen gegenüber angeblich überlegen) zu erscheinen.

    Ich sehe mehr Merz, Frau vdL, Starmer als autokratische Machtmenschen. Macron weniger, da die Franzosen besser wissen, wie man Autokraten die Macht stutzt. Was Putin und Orban machen ist mir im Grunde herzlich egal. Ich mag diese Abgehobenheit nicht, diese Überheblichkeit wie über Putin und Orban gesprochen wird. Mich interessieren beide nicht. Wenn sie sich in ihren Ländern, ihren Bevölkerungen gegenüber nicht korrekt verhalten, wo ist das bitte unser Problem? Das geht uns nichts an. Aber, da wir ja Herrenrasse sind, haben wir alles Recht sie zu verurteilen, oder was?

    Welche Opposition tatsächlich marginal ist, ist eine echte Linke. Die gibt es nämlich fast nicht mehr im Westen, weil die Jahrzehnte der Manipulation durch Faschisten ihre Früchte trägt…

    1. Ich sehe das auch so. Ich bin froh daß Orban sich bei den 90 MRD für die Ukraine querstellt. Erstens weil ich will, daß der Krieg endet, warum soll das Töten für nichts und wieder nichts weitergehen? Und zweitens ist mir alles recht was unseren Merzer blockiert. Er wäre ja so gerne der neue europäische Führer gegen Russland. Wenigstens gibt es in der EU noch Nein Sager. Genannt seien Ungarn, die Slowakei und die Tschechische Republik!

  15. „Krise der Emanzipation“? Welch schöne Wendung. Es gab nie eine Emanzipation … Die Headline sollte besser lauten: Adieu Völkerrecht!

    Die EU beispielsweise ist eine Organisation von Schurken- bzw. US-Vasallenstaatenstaaten. — Jeder Staat / jede Person, welcher / welche das Völkerrecht relativiert – und das praktizieren in Deutschland seit dem völkerrechtswidrigen Angriff der USA / Israels auf den Iran sehr viele Experten / Gefälligkeits-WissenschaftlerInnen / LohnschreiberInnen usw. – gehört vor ein Völkerrechtstribunal und international geächtet. — Die EU, by the way, ist außerdem tot, ja fast töter. Sie leidet unter dem UNO-Syndrom, will heißen: «Die Großen Zwei» ( BRD / Frankreich ) wollen die übrigen ( u. a. Ungarn ) kuionieren und disziplinieren nach Tageslaune; sie imitieren die Supermächte des UNO-Sicherheitsrates und sind in Wahrheit Vasallenzwerke …

    *****************************************************************************

    Neulich schrieb ich:
    https://nius.de/episodes/prof-michael-wolffsohn-das-unrecht-an-voelkern-wird-durch-das-voelkerrecht-zementiert

    „“Historiker Prof. Michael Wolffsohn „Das Unrecht an Völkern wird durch das Völkerrecht zementiert“

    Sehr geehrter Herr Professor Dr. Wolffsohn,

    „Das Unrecht an Völkern wird durch das Völkerrecht zementiert“. Das, was Sie hier sagten, ist doch offenkundiger Quatsch. [ Man müsste mit Herbert Wehner von Quätscher sprechen. ]

    Anders wird m. E. ein Schuh daraus:
    Das Unrecht an Völkern wird durch das Völkerrecht deshalb zementiert, weil sich im Grunde kein Staat ( = Supermächte, NATO-Staaten, EU-Staaten, G20-Staaten ) mit Macht, wirtschaftliche oder militärische, an das Völkerrecht hält resp. sich diesem redlich und unabdingbar verpflichtet fühlt. Und das hat deshalb gar nichts mit dem Völkerrecht an sich, mit der Notwendigkeit desselben zu tun.

    Und dies wiederum hat etwas mit einer in entscheidenden Teilen falschen Konstruktion der UNO zu tun ( Stichwort Sicherheitsrat )! Die Gründung der UNO im Jahre 1945 und damit die organisatorische Fundierung des Völkerrechts / der Menschenrechte auf Weltebene war ein goldener Höhepunkt menschlicher Zivilisation und Vernunft, um den Primat des »Recht des Stärkeren« – ( Konfliktlösung durch den ) Einsatz von Gewalt – auch im ‚Angesicht des Holocausts‘ zu zerstören. — Die USA und Israel ( sich von den USA instrumentalisieren lassend ) vernichten diese zivilisatorischen Errungenschaften mit mehr als durchsichtigen und fadenscheinigen Argumenten. Viele Historiker / Völkerrechtler applaudieren dazu. Dies gilt es, zu konstatieren per 07.03.2026.

    Auch im Mainstream gibt es im Grunde keine Fürsprecher des Völkerrechtes. Ich nenne das „Verkehrte Welt“. Damit sind wir konfliktlösungstechnisch wieder in der Zeit vor 1914 angekommen. — Alles das ist Teil eines umfassenden »Great Reset«, einer lückenlosen Umwertung aller Werte. Die Nutznießer u. a.: USA, Black Rock, … das internationale Kapital also.

    Egon Bahr formulierte 2013: „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“
    Und: Ich bin ein unbedingter Bewunderer des leider ermordeten Jitzchak Rabins. Solche PolitikerInnen an Staatsspitzen: Viele Probleme hätten wir nicht auf der Welt; dto. Michail Sergejewitsch Gorbatschow …

    Mit freundlichen Grüßen

    Roland Weinert [ drs. phil. ]
    Magister Artium ( Universität zu Köln, Köln, D )
    Master of Business Administration ( Universität St. Gallen, St. Gallen, CH )“

  16. Mich wundert nichts mehr. Mit der „Corona Krise“ mitsamt Spritzenkampagne (und Israel war ja immerhin Spritzen Weltmeister) mußte jedem Menschen mit normalem Hausverstand klar gewesen sein, daß von jetzt ab alles möglich sein würde. Alles!

    1. Ja, absolut alles. Da stimme ich zu.
      Aber schliesslich war „alles“ ja schon früher möglich, nur noch nicht bei uns.
      Ab der C.-Zeit sind wir nun auch „dabei“.

  17. Wann hat Moshe Zuckermann eigentlich die Orientierung verloren?

    diktatorische Autokraten wie … Putin,

    Es ist doch vollkommen klar, dass er mit solchen Aussagen eine Stütze derjenigen ist, die er zu kritisieren vorgibt. Eine Stütze des Systems, welches die Ursache dieser ganzen „Bullshitereien“ ist.

  18. Begriffe wie Demokratie und Rückkehr zum Normalen werden des Öfteren wie selbstverständlich gesetzt. So auch hier. Doch gab es eine Normalität wirklich, oder ist es etwas – über einen historisch sehr kurzen Zeitraum – Gewohntes oder gar Eingebildetes. Wieviel Einfluss haben Menschen in der „guten alten Zeit“ tatsächlich gehabt im Vergleich zu heute. War es nicht vielmehr die Politik der Herrschenden, die aus Gründen die mit Demokratie nichts zu tun haben, ein Situation geschaffen haben, die einem Grossteil der Leute im Westen eine Lebensperspektive bot und das diese Zeit vorbei ist? Ich finde es irritierend, dass einerseits der Verlust an Demokratie beklagt wird, andererseits Demokratie als so selbstverständlich genommen wird, das deren Wirklichkeit nicht hinterfragt wird.

    1. Ich denke, die „Normalität“ bei uns in D, einigen europäischen Staaten und den USA war seit dem 2. WK mit dem US-Imperialismus verbunden:
      wir „durften“ mitmachen, hatten aussenpolitisch wenig zu sagen, und seit 1990 so gut wie gar nichts mehr, hatten aber ein relativ ruhiges Leben.
      D.h. die USA haben uns gekauft und dann mit Wohlstand stillgehalten, aber aussenpolitisch nahezu entmündigt.

      Ausserhalb wurde – vor allem von den USA – gebombt, geraubt, gemordet, terrorisiert, und wir haben den Mund gehalten, oder indirekt, manchmal auch direkt mitgemacht, und alles schöngeredet – als Vasallen.
      Und wenn die US-Interessen nicht betroffen waren, oder es letztlich den USA zunutze war, durften wir auch Verbrechen verüben, z.B. Frankreich mit seinen afrikanischen Kolonien.

      Wenn hier von „Normaltiät“ geredet wird, dann ist damit unsere v.g. „westliche Wohlstandsnormalität“ gemeint.

  19. Nochmals ein Wort zur „Gründungsschuld“ Stalins am zionistischen Kolonialstaat!

    Ich kenne die Gründungsgeschichte des Staates Israel, Herzl, Belfour-Deklaration, Kollaboration der Zionisten mit den Nazis, alles sehr gut. Ich verweise bewußt und etwas provokativ auf die Mitschuld der UdSSR an der Gründung des Staates Israel, weil das viele ignorieren. Der Linkszionismus, der auch heute die Linkspartei ruiniert, geht auf diese „Gründungsschuld“ der UdSSR zurück. Die Amis setzen aus Ölgründen zunächst auf die Golfmonarchien. Die junge BRD, nicht die DDR, finanzierte den Staat Israel mit Geld und Waffen
    Siehe dazu „Absolution.“

    https://www.wallstein-verlag.de/9783835355910-absolution.html

    Mein kurzes Fazit: wir stünden nicht vor diesen Chaos hätte die UdSSR damals nicht solche Scheiße gebaut!

    Israel ist ganz zweifellos die barbarischte, aggressivste Nation in Middle East. Dies erkennt sehr klar der globale Süden, wo Israelis sehr unbeliebt sind.

    Wir haben also zwei Faktoren, neben der militärischen Logik: der globale Süden haßt das zionistische Apartheidsregime und würde sich über dessen Niedergang sehr freuen. Zweitens, auch konservative Amis, GIs, haben keine Lust für Israel,zu kämpfen und zu sterben.

    Und die russische und die chinesische Karten wurden auch noch nicht ansatzweise ausgespielt. Wie ihr wißt unterstützen beide Staaten den Iran logistisch, mit Aufklärungsinfos. Ich bin sicher, bevor der Iran untergeht schickt China moderne Waffen, Ganz unauffällig, wie es chinesische Art ist.

  20. rt schreibt heute:

    „ In einem brisanten Gespräch mit Judge Andrew Napolitano kam der norwegische Geopolitik-Experte, Prof. Glenn Diesen, am 18. März 2026 zu dem Schluss, dass der brutale, unprovozierte, hinterhältige und völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran der letzte Versuch Washingtons war, den relativen Niedergang des US-Imperiums aufzuhalten. Der letzte Versuch, die Entwicklung umzudrehen und die einst unbestrittene US-Hegemonie über den Mittleren Osten wieder herzustellen, zumal diese Region von essenzieller Bedeutung für die globale Energieversorgung ist.

    Statt erfolgreich zu sein, ist dieser Versuch für die Trump-Regierung und Israel zu einem Rohrkrepierer geworden.

    Denn in weniger als drei Wochen seit Kriegsausbruch ist der langsame US-Niedergang in den freien Fall übergegangen, für die ganze Welt erkennbar. Nirgends wird das deutlicher als in den Reaktionen Moskaus und Pekings. Was für Trump und Netanjahu ein strategischer Geniestreich werden sollte, hat sich für die beiden anderen Großmächte als Lehrstück über amerikanische Ausweglosigkeit, Panik, verzweifelte Lügen, sich selbst ständig widersprechende Ausreden und – am wichtigsten – die totale Zerstörung der eigenen Vertrauenswürdigkeit in der internationalen Diplomatie entpuppt.…“

    https://rtnewsde.online/international/274010-russland-china-und-selbstmord-us/

    Und weiter:

    „ Peking sieht nicht nur militärische Irrationalität, sondern ökonomischen Wahnsinn. Die Blockade der Straße von Hormus, die Explosion der Energiepreise weltweit, die Deindustrialisierung Europas – all das sind keine Kollateralschäden, sondern direkte Folgen einer in Panik geratenen Supermacht, die nur noch Chaos schafft.

    Die gemeinsame Erkenntnis: US-Chaos bringt Russland und China noch enger zusammen.

    Hier verschmelzen die Perspektiven Moskaus und Pekings zu ein und derselben Diagnose. Beide Mächte ziehen dieselbe Lehre: Das US-Imperium handelt nicht mehr aus Stärke, sondern aus Angst. Es ist unberechenbar geworden, lügt offen (man denke nur an die groteske Behauptung, die Iraner hätten ihre eigenen kleinen Mädchen mit Tomahawks beschossen), ignoriert Regeln und opfert die globale Wirtschaft auf dem Altar der eigenen Hegemonie bzw. Dummheit.

    Genau das Gegenteil dessen, was Trump erreichen wollte, tritt ein: Statt Russland von China zu trennen, treibt er die beiden enger zusammen. Der Iran-Krieg wird zum Katalysator einer multipolaren Weltordnung, die Washington nicht mehr stoppen, sondern nur noch beschleunigen kann. Prof. Diesen sieht hier die eigentliche Tragik: Die USA haben die Lektion der Geschichte vergessen – wer seinen Niedergang mit Gewalt aufhalten will, beschleunigt ihn nur…“

  21. Zitat:
    „Denn zum einen erfreuen sich diktatorische Autokraten wie Trump, Netanjahu, Putin, Orbán und ihresgleichen der unverbrüchlichen Unterstützung ihrer Anhänger; und gerade sie haben es verstanden, eine Ideologie zu schüren, die den Anhängern sowohl die Notwendigkeit der bedingungslosen Treue als auch die paranoide Angst vor politischen Gegnern (oft als Verräter besudelt) einbläut.“

    1. wie andere schon schrieben: diese vier in einem Atemzug zu nennen: Herr Zuckermann „schüttet das Kind mit dem Bade aus“.

    2. diesen Text hätte man auch über die EU und über diese Scheinregierung Deutschlands, und sicher auch über England und andere westliche Demokraturen schreiben können.

    Vielleicht benötigt Herr Zuckermann ein derart polarisiertes Weltbild, um sich zurechtzufinden.

  22. Ich bin doch sehr enttäuscht – heute hätte ich von Zuckermann gerne neueste Informationen über die Stimmungen und Ereignisse aus dem „gelobten Land“ gelesen. Ist das Nichtberichten der Militärzensur geschuldet?

    Stattdessen ergießt sich Zuckermann in geschichtsphilophischen Mutmaßungen mit Begriffen, die aus der doch längst toten „Kritischen Theorie“ entstammen. Die Frage „wie es da um die Emanzipationsemphase weltweit bestellt sei“ oder die Phrase vom „Niedergang des gesamten Emanzipationsdiskurses der Moderne“, gar von der „emanzipatorischen Zielsetzung des ausgefochtenen Krieges“ zu reden, empfinde ich als derart abseits der momentanen (und auch früheren) Kriegssituation, dass ich darin schon eine massive Verleugnung der globalen Lage erkenne.

    Ansonsten Niedergang der Demokratie. Ok. Zur Genüge immer wiedergekäut.

    1. Er unterliegt der israelischen Militärzensur!
      Er hat Angst, ist depressiv, sitzt in seinen Bunker und ist völlig verwirrt, weil sein linksliberales Weltbild zerbricht. Ähnlich erging es uns DDR-Bürgern, als unser Staat unterging. Nur euch Wessis hat das einen Scheiß interessiert. Und so schlimm wie der Untergang Israels war der Untergang der DDR nicht, zumindest nutzten wir die Chance die Welt zu bereisen und sind besser informiert als viele Wessis

      1. „Ist depressiv, sitzt in seinen Bunker und ist völlig verwirrt, weil sein linksliberales Weltbild zerbricht“

        Dabei schrieb Zuckermann in seinem (fake-) betitelten Buch: „Israels Schicksal“ von „ruchloser, faschistisch-repressiver Degeneration“ in Israel -er ist also schon in 2014 vorgewarnt worden.

        1. Warum ist er nicht mit Hilfe seines Freundes Rötzer nach Frankfurt, wo er herkommt, rechtzeitig emigriert. Jetzt ist es zu spät, er sitzt in der Falle

  23. Zur militärischen Lage empfehle ich wie immer Larry Johnson von „Sonar21“

    Er schreibt zur Entsendung von 5000 Bodentruppen in Richtung Iran:

    „ Am 20. März 2026 entsandten die Vereinigten Staaten zwei Marineexpeditionseinheiten (MEUs) in die Region Arabisches Meer/Naher Osten, inmitten des andauernden Krieges zwischen den USA und Israel und dem Iran (Operation Epic Fury, begonnen am 28. Februar 2026). Warum verkündet die Trump-Regierung dies inmitten des Krieges mit dem Iran? Normalerweise versucht ein Kommandeur, Truppenbewegungen zu verbergen. Dies ist entweder grobe Fahrlässigkeit seitens des US-Kriegsministeriums oder Teil einer Täuschungsoperation. Betrachten wir zunächst die Zusammensetzung der Einheiten und die voraussichtliche Ankunftszeit im Einsatzgebiet:

    Die 31. Marineexpeditionseinheit (MEU), die von Okinawa, Japan, aus vorverlegt wurde, erhielt am oder um den 13. März 2026 den Befehl, vom Indopazifik in den Nahen Osten zu verlegen. Sie umfasst etwa 2.200–2.500 Marinesoldaten, die an Bord der Amphibious Ready Group (ARG) unter dem Kommando von USS Tripoli stationiert sind. Zur ARG gehören das amphibische Angriffsschiff USS Tripoli (LHA-7), die USS New Orleans (LPD-18) sowie Begleitschiffe wie die USS Rafael Peralta (DDG-115) und die USS Robert Smalls (CG-62). Mitte März durchquerte die Gruppe die Straße von Malakka und wird voraussichtlich zwischen dem 25. und 30. März im Arabischen Meer/Golf eintreffen.

    11. MEU (stationiert in Camp Pendleton, Kalifornien): Die Aufstellung erfolgte erst kürzlich (Berichten zufolge um den 20. März 2026). Teile der Einheit werden mit der Amphibious Ready Group USS Boxer (einschließlich der USS Boxer und Begleitschiffen) verlegt. Dadurch werden weitere ca. 2.500 Marinesoldaten und Kriegsschiffe hinzugewonnen, was den Truppenaufbau beschleunigt. Berichten zufolge wurde diese Verlegung vorgezogen (möglicherweise Wochen vor dem geplanten Termin), um die CENTCOM-Streitkräfte zu verstärken. Die Ankunft wird Ende März bis Anfang April 2026 erwartet (etwa 18–25 Tage nach dem Abflug Mitte März) und könnte sich mit der Verlegung der 31. MEU/Tripoli ARG überschneiden oder ihr folgen (die schneller von näher gelegenen Positionen im Pazifik verlegt wurde).

    Okay. Sobald sie sich in der Nähe des Irans befinden, was wird ihre Mission sein? Manche vermuten, dass sie für einen amphibischen Angriff eingesetzt werden, um die Straße von Hormus zu öffnen. Wir sprechen hier von 5.000 Marinesoldaten, die eine zerklüftete Küste sichern sollen, die doppelt so groß ist wie die Strände der Normandie, die die USA, die Briten und die Kanadier am 6. Juni 1944 stürmten. Ich möchte Ihnen die Dimensionen dieser Operation noch einmal vor Augen führen:…“

    https://sonar21.com/boots-on-the-ground-in-iran-a-deception-or-a-suicide-mission/

    1. Mir kam die Tage ein ganz anderer Gedanke:

      vielleicht will Trump diese Soldaten bewusst in den Tod schicken, um damit die US-Öffentlichkeit aufzupeitschen, und sich politisch gefügig zu machen, um dann – z.B. mit der mitgerissenen NATO – komplett losbomben zu können.

      Z.B. durch bewusst deutlich übertriebene Hetzpropagandabilder.
      Bösen Menschen ist das Böseste nicht böse genug.

      1. Ich glaube soviel denkt er nicht!
        Die USA reagiert sehr empfindlich auf Tote US-Krieger. Die wollen Kriege in denen die anderen die Opfer sind.
        Noch gehorcht das US-Militär, aber es wird bereits von Meutereien von GIs berichtet. Ich glaube auch die US-Miliärführung hat erkannt, so kann man die Krieg nicht gewinnen, mit 5000 Mann Spezialtruppen in unwegsamen Gelände. Trump wäre wahrscheinlich glücklich wenn die Golfmonarchien den Iran den Krieg erklären. Trump könnte dann seine Truppen zurückziehen und erklären die glorreiche USA habe ihre Mission erfüllt, den Rest sollen nun die anderen erledigen.

  24. Die Profitrate ist weltweit unter die Räder gekommen. Der Mensch bringt nicht mehr die Leistung, die er bringen soll. Das ist der Grund, warum es solche Figuren wie Trump wieder richten sollen. Und Schuld daran habt auch Ihr, die Ihr wochentags Eueren sinnlosen Sermon in diesem Forum zum Besten gebt, anstatt zum Wohlgefallen irgendeines profitorientierten Unternehmers den Buckel krumm zu machen in Fabrik und Büro. Ihr, die Ihr lieber den samstäglichen Zuckermann-Artikel kommentiert, anstatt Euch in der Einkaufsmeile Euerer Stadt mit dem wohlfeilen Konsumplunder einzudecken. Schämt Euch.

    1. Ich habe lange gebraucht, um zu begreifen, welche Rolle ich als Nutzvieh für das globale Finanzkapital gespielt habe, Aber ich hab’s begriffen!

      1. Der gewiefte Marxist weiß, dass sich die Organische Zusammensetzung des Kapitals, also das Verhältnis von konstantem zu variablem Kapital zugunsten des konstanten Kapitals verschoben hat, aber nur variables Kapital Mehrwert erzeugen kann. Das ist die ganze Krux, aber das bleibt unter uns. Nicht weitersagen.

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