
Wir leben in einer Zeit, in der unzurechnungsfähige Bullshiter ungestört unser Leben bestimmen dürfen.
Am 18.3.2026 schrieb Haaretz-Kolumnist Rogel Alper: “In Kürze eine Pressekonferenz von Donald Trump. Das ist immer so, zu jeder Sendezeit. Sie wird mit Ernsthaftigkeit und ausführlich diskutiert werden. Man wird fieberhaft versuchen, seine Worte zu interpretieren, als wäre er Maimonides. In ihnen Ordnung, Logik, eine konsistente Rationalität und ein kohärentes Ziel zu finden – ein heroischer, aber vergeblicher Versuch. Das iranische Regime ist aufgrund religiösen Fundamentalismus nicht rational. Trump ist nicht rational, weil er nicht zurechnungsfähig ist. Jeden Tag, auf jeder Pressekonferenz – und zuletzt gibt es mehr als eine pro Tag – stellt er seine persönliche und kognitive Beschränktheit zur Schau.”
Alper beschrieb dann seine persönliche Gefühlsreaktion auf dieses Ungemach: “Vielleicht war es einst eine Ehre, als Rückhalt für Churchill oder Roosevelt zu dienen. Der Rückhalt für Trump zu sein, ist eine fragwürdige Erfahrung. Bei jedem Alarm, bei jeder Explosion, die die Wände erschüttert, spüre ich die brennende Demütigung, die damit verbunden ist, ein Bürger der Welt zu sein, der einen direkten Preis für seine Dummheit zahlt. Jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht und sich selbst widerspricht (der Krieg wird gleich enden und noch viele Wochen andauern), massenhaft Bullshit verspritzt und sich live daran berauscht, sein eigenes Ego zu befriedigen, habe ich das Gefühl, daß er sich über mich lustig macht. Wie bedeutungslos ich in seinen Augen bin – irgendwo in einem halbwegs normgerechten Schutzraum sitzend, auf dem Bauch am Rand einer Schnellstraße liegend, erschrocken in einem Treppenhaus zusammenzuckend.”
Alper hätte erwähnen können, dass er mit “einem halbwegs normgerechten Schutzraum”, gemessen an zahllosen BürgerInnen Israels, schon gar nicht zu reden von denen der benachbarten Länder, noch einigermaßen privilegiert ist. Aber gerade ihm muss man dies nicht vorhalten, denn seine Kolumnen zeichnen sich für gewöhnlich durch Menschlichkeit und Empathie aus. Wichtig ist aber vor allem, was er beim Hören der Trump-Interviews empfindet: Vor so viel verschwommenem Rumgerede, Faktenverdrehung, Lüge und Bullshit kann man sich in der Tat verarscht vorkommen. Der mächtigste Mann der Welt redet zumeist so, dass man ihm mit “kognitiver Beschränktheit” noch ein Kompliment erteilt. Verarscht müddten sich alle vorkommen, die mehr oder minder bei Verstand sind. Jeder vernünftige Mensch müsste beunruhigt sein bei dermaßen explizitem Narzissmus, süffisantem Geschwätz und infantiler Großkotzigkeit, die nicht davor zurückschreckt, vor aller Welt zu behaupten, die iranische Ölanlage sei “zerstört”, aber die USA könnten weiterhin “just for fun” bomben.
Dieses “just for fun” muss man ernstnehmen. Wenn “just for fun” verwüstet wird und man damit auch noch rumprotzt, dann mag es bei Schurken im Batman-Kinouniversum angehen, beim amtierenden US-Präsidenten müsste es (und sei’s noch so scheinheilig) pures Entsetzen auslösen. Dem ist aber nicht so. Trump erntet bei seinen Anhängern viel Erfolg damit, und er weiß es auch. Nicht von ungefähr konnte er bereits während seiner Wahlkampagne von 2016 behaupten: “I could stand in the middle of 5th Avenue and shoot somebody and I wouldn’t lose voters.” Warum dem so ist, bleibe hier unerörtert. Dass man einem noch so beschränkten bzw. unzurechnungsfähigen Führer bedingungslos folgt, ist bekanntlich nicht erst mit Trump in die Welt gekommen, mithin auch in der Polit- und Sozialpsychologie weitgehend erforscht worden.
Zu fragen gilt es gleichwohl, wie es da um die Emanzipationsemphase weltweit bestellt sei. Dass der Einzelne sich ohnmächtig fühlt vor so viel aufgezwungener Katastrophenrealität, die in den Defiziten der Führer und den Strukturen, in denen sie (idiotisch) agieren, wurzeln, und es mit dem Gefühl des Verarschtseins bewenden lassen muss, ist eine Sache. Eine andere aber die Frage, wie es um die emanzipatorische Zielsetzung des ausgefochtenen Krieges steht. Diese Frage mag angesichts der vorherrschenden Gewaltrealität völlig irrelevant erscheinen; das Geschwätz von der “Befreiung des iranischen Volkes” oder der präventiven Liquidierung der “imminenten” Gefahr eines Angriffs des Irans auf Israel und die USA darf man sich getrost schenken. Darüber ist hier bereits mehrfach geschrieben worden. Dennoch muss aber die Frage insofern gestellt werden, als sie das Problem einer akuten Zeitenwende aufwirft, in welcher sich der Niedergang des gesamten Emanzipationsdiskurses der Moderne ankündigt.
Nimmt man etwa das Schlagwort der Demokratie, Kernbegriff im Politdiskurs des Westens – was bedeutet sie heute noch in einer Zeit, in der der ehemals für bedrohlich erachtete politische Rechtsruck, diktatorische Ambitionen und strukturelle Faschismus-Tendenzen zur Norm geronnen sind, und zwar nicht nur in Staaten, die eh nicht sehr viel mit Demokratie (und sei’s einer liberalen Demokratie) im Sinn haben, sondern auch in solchen, die sich ihrer demokratischen Kultur rühmen? Was bedeutet Demokratie noch, wenn Kritik und Widerstand gegen antidemokratische Entwicklungen nicht nur zeitweilig erlahmen, sondern zunehmend degenerieren bzw. als Feinde oder Verräter vom herrschenden Regime verfolgt und zuweilen liquidiert werden? Was bedeutet noch Demokratie, wenn die Bürger und Bürgerinnen eines Landes ihre politische Entmachtung als solche nicht nur passiv hinnehmen, sondern sich in dieser ihrer neuen Realität naserümpfend, manchmal verzweifelt oder begeistert, zumeist aber dumpf-erschöpft einrichten, sich kulturindustriell “ablenken”, mithin die letzten kritischen Impulse verblassen lassen?
Nachdenkliche mögen sich mit einem erwarteten “Pendelschlag der Geschichte” trösten, mit der sloganhaften Hoffnung, es werde sich noch “zum Besseren wenden”, oder mit der stoischen Haltung, es werde schon “nicht so schlimm kommen”. Indes, gerade bei derlei optimistisch gestimmten Erwartungen stellt sich doch die Frage, worauf sie zielen, vor allem aber, mit wem sie erfüllt werden sollen. Denn wenn das Worauf die Rückkehr zu einem vor der jetzigen Krise herrschenden “Normalzustand” meint, dann muss auch eingesehen werden, dass es dies Normale war, aus dem das gegenwärtig Bedrohliche erwachsen ist. Der jetzige Zustand hat einen Vorlauf, in dem schon angelegt war, was sich späterhin horrenderweise manifestierte. Geht man aber nicht von der Wiederherstellung von Gewesenem aus und meint ein Neues (welchen Inhalts auch immer), dann stellt sich umso dringlicher die Frage, mit wem dies Neue erzwungen werden soll – nicht also nur um Inhalt und Form der Emanzipation geht es, sondern auch um die sie erobernden historischen Akteure, die sich kollektiv bilden müssen.
Und genau an diesem Punkt offenbart sich die Krise, in der die emanzipatorische Emphase sich gegenwärtig befindet. Denn zum einen erfreuen sich diktatorische Autokraten wie Trump, Netanjahu, Putin, Orbán und ihresgleichen der unverbrüchlichen Unterstützung ihrer Anhänger; und gerade sie haben es verstanden, eine Ideologie zu schüren, die den Anhängern sowohl die Notwendigkeit der bedingungslosen Treue als auch die paranoide Angst vor politischen Gegnern (oft als Verräter besudelt) einbläut. Zum anderen erweist sich aber die Opposition gegen diese Autokraten als so blutleer und zahm, wie kaum je zuvor; das hat damit zu tun, dass sie als wirklich gestählte Oppositionelle zumeist einer verschwindenden Minderheit angehören, aber auch damit, dass die gängigen Oppositionelle keine ernsthafte inhaltliche Alternative zur dominierenden Politik zu bieten haben – es will zuweilen gar scheinen, als haben sie einen eingeschüchterten Respekt vor der Durchsetzungskraft der autokratischen Machtmenschen entwickelt.
Wenn also Rogel Alper beim Hören von Trump das Gefühl der totalen Ohnmacht überkommt, dann ist dem so, weil er weiß, wie erbärmlich der US-Präsident labert, und sich zugleich bewusst ist, daß dieser beschränkte Mensch seine Geschicke bestimmen darf. Das hat aber auch damit zu tun, dass das, was er Trump entgegenzusetzen hätte, sich wie das Hundegebell bei einer vorbeiziehenden Karawane ausnehmen muss. Denn der Kolumnist Alper übt scharfe Kritik in einer Zeit, in der Kritik fast schon für unzulässig erachtet wird, zumal er allenfalls eine kleine Minderheit im gesamten nationalen Diskursfeld, in dem er agiert, repräsentiert. Für die allermeisten Menschen in Israel ist Rogel Alper ein unerwünschter Störenfried bzw. ein aus dem nationalen Konsens ausscherender Aussätziger. Von selbst versteht sich, dass es hier nicht nur um Alper und Trump geht, sondern um den kritischen, dem emanzipativen Denken und aufklärerischen Ethos verpflichteten Menschen, der sich gegen die Repression, die Demokratiefeindlichkeit und Gewaltfreudigkeit der herrschenden Machtmenschen auflehnt.
Dass Alper als Einzelmensch keine Chance hat, sich gegen den Machtapparat der Herrschaft durchzusetzen, weiß er wohl selbst am besten. Festzustellen gilt es gleichwohl, dass das, was Alper vertritt, namentlich die aufklärerisch beseelte Emanzipationsemphase, die die Logik der Moderne, ihrer Ideale und Ambitionen ausmachte, offenbar seinen geschichtlichen Rang und Stellenwert verloren hat. Das kulturelle Kapital, das dem, was heute den ideologischen Ton und die politische Marschroute angibt, dezidiert entgegenstand, ist ins Wanken geraten. Der Tod von Jürgen Habermas wirkt da nachgerade wie ein Symbol der Zeit. Von radikaleren Denkern ganz zu schweigen.
Geblieben ist lediglich die erbärmliche Empörung darüber, dass man es ertragen muss, dem Wirken solch korrupter Lügner, gewaltgeiler Militaristen und Mobbern, infantiler Narzissten und dummdreister Bullshiter ausgesetzt zu sein. Das ist nicht nur eine existentielle Kränkung, sondern, wie sich herausstellt, in der Tat lebensbedrohlich.




Diese Leute nennt man die „herrschende Klasse“.
Die sind alles andere als „unzurechnungsfähig“, sondern verfolgen einen Plan.
Leute wie der oben abgebildete Trump und auch der schon m.E. nicht mehr unter den Leben weilende Netanjahu. sind nur die Spitze der Funktionselite aber nicht die Initiatoren.
Sich, nur auf die Persönlichkeiten zu reduzieren ist zu kurz gegriffen.
Es ist die Finanz, Tech, Pharma und Rüstungselite, die bestimmt wo´s langgeht.
Und natürlich, die zionistische Konglomeration des westlichen Judentums der Finanzoligarchen, der auch aus weiteren irrational christlichen Organisationen besteht, die sich einem religiösem Überbau bedienen um ihr tun zu legitimieren.
Das iranische Regime reagiert m.E. sehr rational, trotz religiösem Fundamentalismus!
Das israelische Regime agiert irrational, wegen religiösem Fundamentalismus!
Das amerikanische Regime agiert irre, wegen religiösem Fundamentalismus!
warum wird Putin hier als diktatorischer Autokrat bezeichnet? Ich kenne keinen rationaler agierenden demokratisch gewählten Staatsführer!
Das zionistische Weltbild zerbricht!
Das liberale Weltbild zerbricht!
Das ist ein sehr schmerzhafter Erkenntnisprozeß
Da darf man auch mal irrationales, dummes Zeug reden.
Danach sollte aber die Selbstkritik und die Orientierung auf eine neue, postkoloniale Weltordnung spielen.
In dieser neuen Weltordnung wird Israel nicht mehr gebraucht,,die BRD wahrscheinlich auch nicht!
Ganz genau so ist es.
Einer der wenigen, der in diesem wildgewordenen Affenhaufen noch rational handelt und denkt ist ganz offensichtlich Putin. Die „Funktionseliten“ des „Wertewestens“ haben sich bereits vor rund 30 Jahren davon verabschiedet und sind zu einem hysterisch und kopflos umherflatternden Hühnerhaufen mutiert, über dessen Stall mal kurz ein Habicht hinweg flog und das reichte, um jegliches rationale Urteilsvermögen komplett auszuschalten.
Und dieser Habicht hatte die Drohung „Schmälerung der exorbitanten Profite der US-Milliardäre durch den Übergang in die multipolare Weltordnung“ auf seiner Flügelunterseite stehen.
Wollte ich auch sagen .
Mit Putin gebe ich ihnen 100% Recht.
Wie Pispers so schön formulierte, nehmen die Moslems ihre Religion noch ernst.
Wobei Viktor Orban auch schon wieder in einer anderen Liga agiert, aber durchaus seine Partikularinteressen vertritt.
„Geblieben ist lediglich die erbärmliche Empörung darüber, dass man es ertragen muss, dem Wirken solch korrupter Lügner, gewaltgeiler Militaristen und Mobbern, infantiler Narzissten und dummdreister Bullshiter ausgesetzt zu sein.“
Das Problem: Nicht nur die Eliten, sondern geschätzt 3/4 der Menschen sind solche Charaktere.
Bunkergespräche?
Kann man so die jetzt kommenden Meinungsartikel von Moshe Zuckermann bezeichnen?
Der Artikel wird vielleicht einmal Zeitdokument, denn er beschreibt die Stimmung im hoffentlich niedergehenden Israel. Es herrscht dort mittlerweile Desorientierung und Depression. Trump wird als der irre Hauptsündenbock dargestellt. Dabei wird völlig übersehen, das Israel, der Zionismus Trump in diese Katastrophe hineingezogen hat. Der zionistische Schwanz wedelt mit den imperialistischen Hund. Selbstkritik, die Erkenntniss das das zionistische Israel diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg begonnen hat, Fehlanzeige. Für diese fehlende Selbstkritik müssen die Israelis jetzt in ihren Bunkern mit Angst und Depression bezahlen.
Israel ist doch der Hauptschuldige an diesen Chaos!
Gäbe es den kolonialrassistischen Staat Israel nicht, wäre dieses Chaos niemals entstanden.
Die zionistische Staatsgründung auf Betreiben von Josef W. Stalin war ein schwerer Fehler.
Für diesen Fehler müssen die zionistischen Siedler jetzt bezahlen.
Wer Blut über die Kinder Palästinas gebracht hat, mit dem kann ich kein Mitleid empfinden!
Schon mal was vom Sykes- Picot Abkommen von 1916, der Balfour- Deklaration von 1917gehört?
Oder wie der britische Agent Lawrence dafür sorgte, das die Strassenräuber- Familie Al Saud an die Macht kam, den rechtmäßigen Herrscher Sharif Hussein entmachteten, das Stück Land Palästina im Gegenzug für 10000 Gewehre und 200000 britische£ in Gold an die Briten verscherbelte?
Ob nun ein Stalin dem Teilungsplan zu Palästina zustimmte oder nicht, das Ergebnis wäre gleich geblieben. Wer konnte auch wissen, das die Zionisten niemals vor hatten, den Bewohnern Palästinas irgendetwas an Rechten zuzugestehen? Kannte jemand den Warschauer Juden Jabotinsy : https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Zeev_Jabotinsky , dessen Privatsekretär Mileikowsky und deren gemeinsames Werk „The Iron Wall“ https://de.wikipedia.org/wiki/Die_eiserne_Mauer_(Essay)?
Der Privatsekretär Benzion Mileikowsky nannte sich später in den USA Netanyahu….
Diese „Bunkergespräche“ klingen immer reichlich nach „Selbstgesprächen“ … !? Aber egal …!
Stimme Ihnen zu würde aber den „Fehler“ nicht Stalin quasi allein anlasten! Da haben Herzl, Balfour, Rothschild, etc., etc. eine große Rolle gespielt!
Schließlich: nach meinem Verständnis von Geschichte lassen sich Kolonien nicht dauerhaft etablieren und legitimieren, auch die zionistische Kolonie Israel in Palästina nicht!
Nochmal 99% an Naomi, wobei sicherlich nicht Stalin allein an der Gründung Israels verantwortlich zu machen ist.
Schließlich waren es die Angelsachsen, die damals federführend den sogenannten „Nahen Osten“ in ihrem Einflussgereich hatten.
@Herr Zuckermann
Vielen Dank. Wie immer ein sehr guter Beitrag.
Aber zur Korrektur:
„………in der unzurechnungsfähige Bullshiter ungestört unser Leben bestimmen dürfen.“
Das nennt sich Neudeutsch „feministisch-wertegeleitete Politik“ (s. Epstein-Netzwerk)
Nach (politischer, sozialer oder wie auch immer gearteter) Emanzipation zu suchen, ist naiv ………
Unser Herr Merz, oder auch die Herren Macron und Starmer, die Frauen Meloni und von der Leyen und weitere ‚Würdenträger‘ all across the board sind kaum besser. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass die wirklich herrschende Klasse einfach niemanden mehr findet, der einigermaßen bei Trost ist und trotzdem ihre Politik vertreten mag. Eigentlich vorrevolutionäre Zustände par excellence – wenn nicht die Masse der Geknechteten ebenfalls komplett gehirngewaschen wäre.
Aber, auch hier gehören die oben genannten Personen nur zur Funktionselite.
Sie sind also wie Merz auch nur Befehlsempfänger für große Unternehmen wie bspw. Blackrock, der herrschenden Klasse.
Zuckermann irrt fundamental und kommt dadurch nicht ans Ziel, wenn er Trump, Netanjahu, Putin und Orban in einem Atemzug nennt.
Das ist richtig, denn die beiden Letzteren agieren durchaus überwiegend rational. Das bedeutet nicht, dass man ihre Positionen in Allem teilen muss. Mit der von mir geäußerten Einschätzung sind inzwischen die meisten Zeitgenossen hoffnungslos überfordert. Das erkennt man an den allseits bekannten Schubladenkategorisierungen, die an dieser Stelle nicht mehr wiederholt werden müssen.
Ja, das sollte man nochmal in den Fokus setzen.
Guter Einwand der bisher nur mäßig beleuchtet wurde.
Äußerst rational, wohlüberlegt, nach einen genauen Plan, reagiert der Iran.
Der Iran hat – fast anarchistisch – die Macht dezentralisiert. Sie haben ein gemeinsames Ziel nämlich ihre Haut so teuer wie möglich zu verkaufen und überall über das Land verteilt gibt es die Revolutionsgarden, die auch dann zurückschießen können, wenn noch soviel ihrer Führer durch die zionistischen Barbaren getötet wurden.
Der Iran hat sich lange auf diesen Krieg vorbereitet und reagiert sehr überlegt
Zunächst wurden die Militärbasen der US, ihre Radarsystemen, Tanklager angegriffen. Auf Israel wurden zunächst veraltete Raketen abgeschossen um deren Luftabwehr zu überlasten. Bald ist Israel wehrlos und der Iran wird dann seine modernen Raketen einsetzten. Diese werden gegen die Militärmacht Israel, den Mossad etc. gezielt eingesetzt. Die Ziellisten liefert moderne Aufklärung mit Hilfe von Russland und China.
Der Wirtschaftskrieg durch die Sperrung der Straße von Hormus ist eine Sache für sich. Keineswegs wurde die Meerenge vermint. Schiffe, deren Ladung in Yuan fakturiert ist, jetzt auch Schiffe aus Japan, Indien, China sowieso, dürfen die Meerenge passieren. Nach den Krieg wird der Iran, ähnlich wie Ägypten, Transitgebühren für die Durchfahrt erheben. Die „Guten“ dürfen durch, die „Bösen“ müssen hohe Preise bezahlen.
Netanjahu und das kleine Israel haben ihre Macht überschätzt. Sie können nur mit Hilfe der US gewinnen und haben deshalb den verrückten Trump in diesen Krieg verwickelt. Dieser Krieg ist schon jetzt in den US äußerst unbeliebt, es soll Meutereien unter US-Soldaten geben.
Besitzer israelischer Pässe dürfen in immer weniger Länder einreisen. Israelische Touristen ist weltweit sehr unbeliebt und werden in Lokalen in Thailand nicht mehr bedient.
Israel muß sich in Demut üben, aber es wird über kurz oder lang für seine Verbrechen bezahlen müssen!
Das tiefer liegende Problem ist, dass von fast der gesamten Opposition nur die Frage nach Demokratie gestellt wird, aber nicht die ökonomischen Verhältnisse, die zur jetzigen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft autark und autonom zwingen, im Fokus stehen. Demokratie oder nicht ist zwar eine aktuelle Frage, löst aber den Widerspruch zwischen den Interessen der Bevölkerung und denen der herrschenden Klasse in Gesellschaft und Politik nicht.
Erforderlich wäre eine „fundamentale“ Opposition, die sich nicht im Rahmen der bürgerlichen Ordnung bewegt und von den Erkenntnissen der Rolle des Wertes in Ökonomie und gesamter Gesellschaft ausgeht, eine Bedürfnis bestimmte Produktionsweise, die den Wert als bestimmendes Element ausschließt, zum Ziel hat.
In diesem Fall stellt sich die Frage, nach der Systemfrage.
„unzurechnungsfähige Bullshiter“ – Danke für diesen famosen, überaus zutreffenden Begriff! 🙂
Gerne ergänze ich „unzurechnungsfähige Bullshiter“ um ‚mit psychopathologischen Zügen‘.