Konsequent: Auch die NATO bekommt einen „Friedenspreis“

NATO-Generalsekretär Mark Rutte mit europäischen Regierungschefs. Bild: Nato

Was haben der französische Präsident Macron, die ehemaligen Bundeskanzler Schmidt und Kohl sowie die baltischen Staaten gemeinsam? Sie wurden mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. Dazu passt der neue Preisträger NATO bestens. Auch er engagiert sich unermüdlich für Frieden – unter seinen Bedingungen, versteht sich.

Die Empörung friedensbewegter Menschen ist groß: Wie kann man dem stärksten Militärbündnis aller Zeiten einen „Friedenspreis“ verleihen? Diese NATO hat die Sowjetunion „totgerüstet“ und dabei jeden Tag den Atomkrieg riskiert. Mit ihrer überragenden Gewalt im Rücken haben deren Mitglieder ihre Interessen gegen unliebsame Staaten wirkungsvoll in Anschlag gebracht. Deutschland singt davon immer wieder gerne sein Lied vom „lebenswichtigen Bündnis“ für seine Außenpolitik. Die Führungsmacht USA hat außerhalb der NATO unzählige Kriege geführt, mit Unterstützung vieler Bündnisstaaten, aktuell gegen den Iran. Die NATO hat auch selbst Hand angelegt, wenn es sich bedroht fühlte und die USA dies einforderten, wie im Afghanistan-Krieg. Oder es für nötig erachtete, in einem Krieg die gewünschte Entscheidung herbeizuführen, wie völkerrechtswidrig 1999 in Jugoslawien. Außerdem hat diese Organisation in Europa die einstige Front gegen die Sowjetunion zur Front gegen Russland ausgebaut und die Frontlinie bis in die baltischen Staaten, Polen und die Ukraine verschoben. Mit den bekannten kriegerischen Folgen.

Unternehmer prämieren die Absicherung ihrer Geschäfte

Doch natürlich kann man den Preis vergeben: Es kommt halt nur darauf an, wie man „Frieden“ definiert. „Mit der Auszeichnung des NATO-Bündnisses würdigen wir eine Institution, die in einer Zeit globaler Unsicherheit Verlässlichkeit schafft, Partnerschaft fördert und Frieden durch Stabilität ermöglicht. Der Westfälische Frieden steht für Ordnung durch Verständigung und Einbindung. Genau das leistet die NATO im 21. Jahrhundert. Unter der Führung von Mark Rutte zeigt sie, dass militärische Stärke und Friedenssicherung kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig bedingen“, sagt Dr. Reinhard Zinkann, Vorsitzender der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe.

Dieser Verein verleiht in der Regel alle zwei Jahre den „Internationalen Preis des Westfälischen Friedens“. Er versteht sich als Interessensvertretung der Wirtschaft in der Region Westfalen und Lippe. Zum Vorstand gehören neben anderen der Geschäftsführer des Schmallenberger Textilherstellers Falke, Franz-Peter Falke, Vorstandsmitglied Jörg-Uwe Goldbeck vom Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck sowie der zitierte Dr. Zinkann, Vorstandsvorsitzender der Miele & Cie.KG in Gütersloh. Bekannte und erfolgreiche Unternehmer mithin, die sich nicht nur um ihre Geschäftsbedingungen hierzulande sorgen. Sondern sie engagieren sich „auch für ein Europa der Regionen“. Neben dem Preis gibt es seit 2023 die „Westfälische Friedenskonferenz“. Die Gesellschaft veranstaltet jährlich ein Treffen „zu aktuellen weltweiten friedenspolitischen Fragestellungen in Konfliktfeldern und Krisenherden aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“.

Wie sich diese Unternehmer eine für sie optimale politische Situation vorstellen, ist schnell beschrieben: Ihre Geschäfte sollten ungehindert laufen, mit möglichst wenigen staatlichen Vorschriften und international selbstverständlich ebenso, in Europa und dem Rest der Welt. „Globale Unsicherheit“, fehlende „Stabilität“ und „Ordnung“ sind ihnen Synonyme für potenzielle Geschäftsschädigung. Entsprechend interessiert sind sie, dass die Macht ihres Deutschlands ihnen die gewünschten Verhältnisse beschert und sichert. Als politisch gebildete Bürger wissen sie: Mit der NATO hat das bislang gut funktioniert. In Europa sind sich jedenfalls seit Ende des Zweiten Weltkriegs die Staaten nicht mehr an die Gurgel gegangen, die verhasste Sowjetunion ist Geschichte, und gerade jetzt ist eine überragende Militärmacht nützlich, in diesen „unsicheren Zeiten“ der wachsenden globalen Konkurrenz.

Zu einem solchen Frieden leistet die NATO einen unschätzbaren Beitrag. Folgerichtig bekommt sie den westfälischen Friedenspreis. Er befindet sich damit in bester Gesellschaft der vielen anderen Auszeichnungen dieser Art. Das große Vorbild ist natürlich der Friedensnobelpreis.

Vorbild Friedensnobelpreis: Auszeichnung für Krieg führenden Präsidenten

US-Präsident Barack Obama erhielt ihn 2009. Damals hatte er unter anderem beschlossen, noch mehr Soldaten in den Afghanistan-Krieg zu schicken, und auch der Einsatz im Irakkrieg war noch nicht vorbei. In seiner Dankesrede sprach er von „Bedrohungen“ gegen die USA. Deshalb könne er nicht untätig sein. In seiner unnachahmlichen Rhetorik: „Wir können begreifen, dass es Krieg gibt, aber trotzdem nach Frieden streben.“ Ein Frieden eben nach der Lesart der Weltmacht Nr. 1: Jede „Bedrohung“, also Widerstand gegen die Ansagen und Ansprüche der USA, ist zu bekämpfen. Darin besteht das Streben nach Frieden. Die Bomben und Kanonen dienen diesem Zweck. So werden Tötungsinstrumente zu Friedensbringern.

Dem Osloer Komitee für den Friedensnobelpreis leuchtete das ein. Es lobte „seine außergewöhnlichen Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und zur Zusammenarbeit zwischen den Völkern“. Afghanistan, Irak, wie auch Syrien, Libyen, Iran, Russland, China und weitere Staaten, die nicht auf Linie waren mit der „Zusammenarbeit zwischen den Völkern“, waren nicht gemeint. Denn sie standen schließlich für die erwähnten „Bedrohungen“. Vielmehr hatte das Komitee die Brille des Westens auf und zeigte sich erfreut über die neue Zugewandtheit der USA in Richtung Europa. Entsprechend positiv fiel dort die Resonanz auf die Preisverleihung aus, besonders in Deutschland.

Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Ukraine? Schwer friedlich, diese Europäer

Drei Jahre nach dem Nobelpreis für Obama kam folgerichtig auch Europa dran, genauer gesagt die „Europäische Union“ (EU). Ein Staatenbündnis mit dem Zweck von Beginn an, ökonomisch und politisch zur Weltmacht aufzusteigen. Die USA sahen dies nach dem Zweiten Weltkrieg mit Wohlwollen, denn ein prosperierendes westliches Europa, das sich entsprechend umfangreiche Rüstungsausgaben leisten konnte, eignete sich bestens als Bollwerk gegen den sowjetrussischen Feind im Osten. Damit verbunden war das einleuchtende Verbot, dass die Europäer nicht ihre bisherigen Feindschaften aus den Weltkriegen fortsetzten. Sondern diese hintanstellten zugunsten einer einheitlichen Front. Darin liegt das ganze Erfolgsgeheimnis des Friedens zwischen einstigen erbitterten Gegnern. Der jahrhundertelange Kampf um die Vorherrschaft in Europa wurde eingefroren.

Mit dem europäischen Frieden war es dann aber vorbei, als sich in den 1990er-Jahren die jugoslawischen Teilrepubliken Kroatien und Slowenien abspalten wollten. Deutschland unterstützte dies mit der Anerkennung und befeuerte so den Bürgerkrieg. Am Ende stand der Einsatz von NATO-Kampfflugzeugen gegen Serbien, unter Beteiligung der Bundeswehr. Natürlich nur, um den Frieden auf dem Balkan wiederherzustellen. Der Frieden, der hieß und bis heute heißt: Zerschlagung Jugoslawiens, ständige Konflikte zwischen den neuen Staaten, wer welches Volk sein Eigen nennen darf, mit entsprechendem Mord und Totschlag, Armut und Elend.

Die weiteren Kriegsbeteiligungen der EU-Mitgliedsstaaten aufzuzählen, sprengt den Rahmen dieses Artikels. Irak, Afghanistan und Syrien mögen als einige Beispiele genügen. Nicht fehlen darf auch die Würdigung, wie sich die EU gen Osten ausgedehnt hat. Die drei baltischen Staaten, Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien und Slowakei sind hinzugestoßen – alle einstige Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft und des Militärbündnisses der Sowjetunion. Und an der Ukraine als weiteren Vorposten gegen den neuen Feind Russland hat die EU seit dem Putsch in Kiew 2014 intensiv gearbeitet. Dass sie damit einen Krieg riskierte, der dann schließlich auch eintrat, war den maßgeblichen Politikern sicher bewusst.

Preis für Freundin von Entführung und Putsch

Doch dem norwegischen Nobelkomitee stellte sich die EU als Förderer von „Frieden und Versöhnung“ dar. Es lobte die Aufnahme von Kroatien, die Beendigung der „Teilung zwischen Ost und West“ und bezeichnete die Arbeit des Staatenbündnisses als „Bruderschaft zwischen den Nationen“, wie es dem Stifter Alfred Nobel mit dem Begriff des „Friedenskongresses“ in seinem Testament umschrieben hatte.

Einen vorläufigen Höhepunkt des Friedensverständnisses nach Lesart des Nobelkomitees stellte die Verleihung vergangenes Jahr dar: Die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado erhielt ihn für ihren „unermüdlichen Einsatz“ und ihren „zivilen Mut“. Ihr Programm besteht in dem ziemlich unfriedlichen Vorhaben, die Regierung abzusetzen und wieder eine wirtschaftsfreundlichere Herrschaft einzurichten. Dafür ist es ihr auch recht, dass die USA in Venezuela gewaltsam eingreifen und ihr Geschäft betreiben. Nach der Entführung von Präsident Maduro hegte sie die entsprechende Hoffnung, von Donald Trump als dessen Nachfolgerin eingesetzt zu werden. Es blieb aber einstweilen beim Trostpreis aus Oslo.

Der „Internationale Preis des Westfälischen Friedens“ eifert mit seiner Würdigung der friedensstiftenden Leistungen der NATO dem großen Vorbild aus Norwegen bestens nach. Seine Bezugsgröße ist indes nicht Alfred Nobel, sondern ein Vertragswerk zwischen Königreichen und Fürstentümern, die sich 30 Jahre lang in Europa einander ständig mit Krieg überzogen hatten.

Der „Westfälische Friede“: Königreiche regeln die Machtverhältnisse neu

Es ging zu Beginn 1618 darum, welche christliche Konfession im „Heiligen Römischen Reich deutscher Nation“ und in den Reichsständen, den Herrschern über einzelne Regionen, zu gelten hatte – Katholizismus oder Protestantismus. Der deutsche katholische Kaiser bekämpfte die böhmischen Protestanten. Seinen vollständigen Sieg verhinderte der schwedische König Gustav Adolf. Er überzog von Norden her Deutschland mit Krieg und sprang den protestantischen Fürsten bei. Später stieg auch Frankreich in den Krieg ein und verbündete sich mit Schweden gegen den deutschen Kaiser. Mit von der Partie in verschiedenen Konstellationen waren zeitweise das Österreich der Habsburger, Spanien, die Vereinigten Niederlande, Dänemark und auch Italien. Die Konfessionen spielten immer weniger eine Rolle. Stattdessen ging es um die jeweilige Stellung der Reiche in Europa.

Rund 25 Jahre dauerte es, bis die Mächte begannen, über ein Kriegsende zu verhandeln. Die Kosten waren ins Uferlose gestiegen, das Menschenmaterial für die Heere geschrumpft, und die Länder im deutschen Kriegskerngebiet waren dermaßen entvölkert und verheert, dass es vielerorts kaum noch etwas gab, was sich plündern ließ und was sich der Herrschaft darüber noch lohnte. Dennoch wurde bis kurz vor dem Friedensbeschluss weiter heftig gekämpft. Kein Widerspruch: Denn so versuchten die Parteien, sich die beste Basis für einen vorteilhaften Vertrag zu verschaffen. Es gab eher Gewinner wie Frankreich, Schweden, die Vereinigten Niederlande, und eher Verlierer wie das Kaisertum im „Heiligen Römischen Reich deutscher Nation“.

Im „Westfälischen Frieden“ 1648 wurde demgemäß Bilanz gezogen. Die Schweiz und die Niederlande schieden aus dem Verbund des „Heiligen Römischen Reiches“ aus, im Elsass und auf der rechten Rheinseite setzten sich die Franzosen fest, in Vorpommern, Stettin, Wismar, Bremen und Verden die Schweden. Der deutsche Kaiser war geschwächt, denn er musste den zu Hunderten zählenden Fürstentümern im Reich erhebliche Zugeständnisse machen. Ob katholisch oder protestantisch war nun kein Grund mehr für eine Entscheidung per Gewalt. Die Konfessionen wurden anerkannt.

Geschichte als Streben nach der zu preisenden Gegenwart

Die „Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe“ denkt sich beim „Westfälischen Frieden“ aber nicht so etwas Profanes wie, dass sich Königreiche auf ein neues Machtverhältnis in Europa geeinigt haben, als Ergebnis von 30 Jahren Krieg. Vielmehr hat der Vertrag Höheres bewirkt: „Durch das Friedenswerk von Münster und Osnabrück wurde mit der Anerkennung unterschiedlicher Konfessionen die Voraussetzung für religiöse Toleranz geschaffen. Das föderative Verfassungsprinzip erhielt mit einer Stärkung der Fürstentümer, Territorien und Reichsstädte gegenüber der kaiserlichen Zentralgewalt das stärkere Gewicht. Die Idee einer Ordnung gleichberechtigter Staaten, deren Koexistenz sich auf das Völkerrecht gründete, trat an die Stelle der zentralistisch geführten Einheit der Christenheit mit Kaiser und Papst an der Spitze.“

Tatsächlich einigten sich die Reiche darauf, dass ein Krieg aus konfessionellen Gründen nicht mehr stattfinden sollte. In Zukunft standen weltliche Gründe im Vordergrund: Die Herrschaft über Land und Leute und den damit verbundenen Reichtum möglichst auszudehnen auf Kosten der anderen Reiche. Im Rest des 17. Jahrhunderts gab es deshalb auch keinen Mangel an weiteren Kriegen in Europa, wie auch in den folgenden Jahrhunderten. Der „Westfälische Friede“ wirkte eben nicht als Friedensstifter in Europa. Er war schlicht das Ende eines verheerenden Krieges. Bis zu den nächsten Kriegen um die Macht auf dem Kontinent.

Schon gar nicht bildete der Vertrag von 1648 den Auftakt zum „Völkerrecht“ und „einer Ordnung gleichberechtigter Staaten“. Obwohl, war nicht das „Römische Imperium“ so eine Art Vorläufer der „Europäischen Union“? Und knüpften daran nicht später Karl der Große, Napoleon und ein gebürtiger Österreicher mit Charlie Chaplin-Bart an? Eine beliebte Masche unter Historikern: Die Geschichte als ein Streben zu dem zu sehen, was in der Gegenwart zu lobpreisen ist. So wird dem „Westfälischen Frieden“ eine Signalwirkung angedichtet, und die EU stellt die Vollendung eines jahrhundertelangen Drangs zum Zusammenschluss dar.

Protest gegen Preisträger NATO: Eigentlich gute Auszeichnung geht an den Falschen

Die Organisatoren des Protests am 1. Oktober in Münster gegen die Verleihung des Friedenspreises an die NATO sitzen dieser Masche allerdings auf: „Der Westfälische Friede steht historisch für die Überwindung von Gewalt durch Verhandlung, für Ausgleich statt Eskalation und für den Vorrang ziviler Lösungen. Er markiert den Beginn einer Ordnung, in der Frieden nicht militärisch erzwungen, sondern politisch gestaltet wird.“ Eigentlich ist der Westfälische Friedenspreis richtig gedacht. Er geht nur an den Falschen.

Die Protestierenden laufen damit den Laudatoren der „Wirtschaftlichen Gesellschaft“ hinterher. Und sie merken an den NATO-Vorgängern wie den baltischen Staaten, dem französischen Präsidenten Macron und den deutschen Bundeskanzlern Schmidt und Kohl nicht, wohin die Reise geht: Zu einer Feier der guten Herrschaft, die unermüdlich für den Frieden kämpft. Der natürlich von den bösen Herrschaften dieser Welt ständig „bedroht“ wird. Also muss gerüstet werden für den Frieden. Und siehe, die NATO stiftet ihn.

Der kardinale Irrtum sehr vieler Mitglieder der Friedensbewegung hält sich hartnäckig: Diplomatie sei das Mittel, Frieden zwischen den Staaten zu schaffen und zu erhalten. Sie sollen verhandeln, statt aufeinander zu schießen.

Diplomatie und Krieg sind keine Gegensätze, sondern gehören zusammen

Dabei sind beide, Diplomatie und Krieg, die Mittel der Staaten, ihre Interessensgegensätze um Macht und Reichtum auszutragen: Indem sie einander mit ihren ökonomischen und militärischen Potenzen bedrohen und damit darauf drängen, dass die andere Seite nachgibt. Das geschieht meist in höflichen Worten und bei Treffen, die zunächst höchsten Respekt vor der Gewalt der Gegenseite zeigen, mit rotem Teppich, dem gemeinsamen Abschreiten einer Militärparade und dem Dinner mit den Ehepartnern der eingeladenen Herrscherfiguren. Wenn diese Diplomatie nicht die erwünschte Wirkung erzielt, wird die Schraube angezogen. Dann wird es nicht mehr ganz so freundlich, ökonomische Sanktionen werden erwogen, verhängt und politischer Druck ausgeübt.

Am Ende, wenn alle Stricke reißen, kommt die letzte Gewalt, das Militär, ins Spiel. Erreicht dessen Anwendung schließlich das Ziel, kommt es zu einem „Friedensvertrag“ mit dem Feind. In dem werden dann die Bedingungen festgeschrieben, unter denen erst einmal Frieden herrschen soll. Die Bedingungen des Siegers, versteht sich. Ist es nicht ganz so gut gelaufen, einigt man sich auf ein Unentschieden oder muss sogar eine Niederlage verkraften. Der Auftakt für Anstrengungen, beim nächsten Mal besser abzuschneiden – sprich, den Krieg zu gewinnen.

In dieser kapitalistischen und imperialistischen Welt wohnt in jedem Friedensschluss der nächste Krieg (mehr zu Diplomatie und Krieg). Wie beim „Westfälischen Frieden“ schon: Die beteiligten Reiche bekriegten sich in Europa danach fleißig weiter. Insofern war der Vertrag seiner Zeit dann doch weit voraus. Grund, ihn dafür hochzuhalten, ist das freilich nicht.

 

Von Björn Hendrig ist gerade das Buch erschienen: Gegen die öffentliche Meinung. Gängige Erklärungen unter die Lupe genommen: von A wie Arbeitsplatz über K wie Krieg bis W wie Wirtschaft.

Warum gibt es ständig Kriege, warum Hunger in vielen Regionen dieser doch eigentlich so reichen Welt? Was treibt so viele Menschen aus ihrer Heimat fort, warum ist es dort für sie nicht mehr auszuhalten? Warum unternehmen die Staaten so wenig gegen den Klimawandel? Woher kommt die viele Armut?

Sehr bedeutende, große Fragen zu einer ziemlich ungemütlichen Welt. Doch die meisten Bewohner stellen sie sich nicht. Sondern sie machen ihren Job, kümmern sich um die Familie und hoffen, irgendwie gut durch dieses Leben zu kommen. Was kann man schon gegen all die Grausamkeiten machen?

Vielleicht in einem ersten Schritt sich klar werden, warum es die gibt. Und wer warum ständig behauptet, das wäre schon alles grundsätzlich in Ordnung, wie es läuft. Dieses Buch will Zweifel säen an den einschlägigen Narrativen über Staat, Kapital und Gesellschaft, mit einem kleinen Lexikon der größten Themen.

Björn Hendrig

Björn Hendrig ist von Hause aus Journalist, längere Zeit auch tätig in der akademischen Lehre für Journalismus und Public Relations. Langjähriger Autor bei Telepolis und bei Overton. Björn Hendrig ist ein Pseudonym.
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32 Kommentare

    1. Nach diesem Friedenspreis wird die nächte Stufe der Friedensnobelpreis fur Trumpel und
      Netanjahu für den unprovozierten, brutalen, völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran sein.
      Dafür reisen die schwedischen Preisverleiher auch noch nach Israel, weil Netanjahu sonst
      gemäß dem internationalen Haftbefehl, in Schweden einkassiert werden müßte.

      1. Ach das neue transatlantische NATO-Schweden guckt einfach kurz weg, wenn der Netanjahu dann seinen wohlverdienten Preis abholt. Das Schweden der Bewegung blockfreier Staaten des Olof Palme ist schon lange nicht mehr.

  1. Außenclown macht dicke Backen

    Der Handschlag von Verdun war historisch.1984 reichten sich Helmut Kohl und Francois Mitterrand zur Ausöhnung über zwei Weltkriege hinweg in Verdun die Hände.

    Der Kniefall von Warschau war historisch.
    1970 sank Willy Brandt als Bitte um Vergebung in Warschau auf die Knie.

    Der Handschlag von New York war billige CDU-Reklame. 2026 trifft der deutsche Außenminister Wadephul seinen russischen Amtskollegen Lawrow in New York und erzwingt vor aufgestellten Fotografen einen Handschlag.

    Die Sonntagsfrage:

    CDU fällt auf Bundesebene hinter AfD durch wie ein Backstein, Abstand zwischen 8-10%
    https://www.wahlrecht.de/umfragen/

    Wann macht Friedrich Merz nen doppelten Rittberger mit Dreifachschraube in Stalingrad ? ( Putin steht mit Badekappe daneben )

    Kriege fängt man gar nicht erst an !

    1. „2026 trifft der deutsche Außenminister Wadephul seinen russischen Amtskollegen Lawrow in New York und erzwingt vor aufgestellten Fotografen einen Handschlag.“

      Wadephul machte bei dem Treffen mit dem russischen Außenminister Baerbock in Peinlichkeit alke Ehre und blamierte Deutschland.

      Was ich allerdings nicht verstehe warum sich Lawrov mit dem, „Der Russe wird immer unser Feind sein“, überhaupt auf ein Treffen eingelassen hat.

      Sich mit Wadephul zu treffen ist reine Zeitverschwendung. So hat es anschließend wohl auch Lawrov richtiger Weuse gesehen und gesagt: „Dafür hätte er mich auch anrufen können“

      1. Otto0815: Ich kann mich nicht erinnern, dass es in den letzten 60 Jahren so eine Klatsche
        in einer, von der ganzen Welt verfolgten Pressekonferenz, von einem Vertreter eines großen
        Landes gegen einen anderen Außenminister gegeben hat. Politisch sind wir ja schon seit
        Baerbock auf diesem Planeten nur noch Witzfiguren, Wadephuhl hat jetzt aber noch Einen
        drauf gesetzt. Leider können diese Regierungspfeifen die uns „vertreten“, uns mit dieser
        Arroganz und Überheblichleit mit einem Krieg ins Verderben schicken.

      2. „Was ich allerdings nicht verstehe warum sich Lawrov mit dem, „Der Russe wird immer unser Feind sein“, überhaupt auf ein Treffen eingelassen hat.“

        Damit die freche Maria ihm das Dokument:

        „Die Erben von Goebbels: Die Fälschung der Ereignisse in Butscha und die blutigen Inszenierungen des Kiewer Regimes“

        auf den Tisch legen konnte:

        https://uncutnews.ch/russischer-butscha-bericht-von-wadephul-demonstrativ-verdeckt-hier-was-in-dem-brisanten-dokument-steht/

        Solche Klöpse bringt nur die Maria Sacharowa ..hahaha….

  2. Dabei sind beide, Diplomatie und Krieg, die Mittel der Staaten, ihre Interessensgegensätze um Macht und Reichtum auszutragen: Indem sie einander mit ihren ökonomischen und militärischen Potenzen bedrohen und damit darauf drängen, dass die andere Seite nachgibt.

    Das ist natürlich richtig. Und dennoch steht Diplomatie für den „Vorrang ziviler Lösungen“, dafür, „zu verhandeln, statt aufeinander zu schießen“. Aus Sicht der ebenfalls nur als Mittel dienenden Bevölkerungen der jeweiligen Staaten macht das schon einen Unterschied, für den man sich einsetzen kann. Auch wenn ‚Frieden‘ nochmal etwas anderes wäre.

    1. „Aus Sicht der ebenfalls nur als Mittel dienenden Bevölkerungen der jeweiligen Staaten macht das schon einen Unterschied, für den man sich einsetzen kann.“
      Wie stellen Sie sich den Einsatz einer Bevölkerung vor, die das Mittel eines Staates ist, der Diplomatie und Krieg zur Durchsetzung seiner Interessen benutzt?

    2. Und mit einer Kriegswirtschaft kann, im Gegensatz zur Diplomatie, auch gut schlechtes Geld verdient werden. Denn moderne Materialkriege brauchen Nachschub und Investitionen brauchen Auslastung.

      Wunderschön zu sehen am amerikanischen MIC, der immer neue idiotische Kriege versorgt, die durch irgendwen herbeigeführt werden. Quasi als Selbstzweck.

  3. Vergleicht man den 30 jährigen Krieg mit heute, dann spielt Putin in etwa die Rolle von König Gustav Adolf, der den protestantischen Glaubensbrüdern zu Hilfe kam. So kam Putin seinen russischen Brüdern zu Hilfe. Dass es beiden auch um Macht und um deren Sicherung geht, das passt auch.
    Der Westen spielt heute die Rolle des katholischen Kaisertums, dessen Macht und Herrschaft überall durchgesetzt werden soll.

  4. Ein Friedenspreis für die Nato..?
    Eine Nato, die nicht verteidigt sondern aggressiv andere Länder angreift, sie bombardiert und deren Souveränität untergräbt, (Jugoslawien/Kosovo, Libyen,
    Afghanistan …) ist kein Friedensbündnis sondern von der Militärmacht USA abhängig.
    Dieser Preis ist genau wie der Friedensnobelpreis ein westlich
    propaganda affiner Preis.

    1. Neinneinneinneinnein….

      Die NATO hat Im Kosovo doch nur einen Völkermord beendet!
      Ok.. laut OSZE gab es bis zum Tag des Angriffes nur 39 Tote auf beiden Seiten, war also eher ein kleines Volk…. aber daß es so war, daran besteht kein Zweifel!

      ….meinten jedenfalls die Grünenden, die am Ende der Regierungzeit Schröder noch fix den Volkverhetzungsparagrafen dahingehend ändern wollten, daß die „Leugnung des Völkermordes im Kosovo“ strafrechtlich auf eine Stufe mit der Holocaust-Leugnung gestellt werden sollte.

      Hat dann nicht geklappt, aber Jahre später unter Scholz hat man die gewünschte Verschärfung in einem „Omnibusgesetz“ mit dem Titel „Änderung des Bundeszentralregistergesetzes“ durch den schlaftrunkenen Bundestag gewunken, und seitdem kann man vor Gericht gezerrt werden, wenn man sich öffentlich für Frieden einsetzt….

      Also nicht den NATO-„Frieden“, versteht sich….

  5. Oooch, in einer Zeit, in der Rassisten, die Russen als „Unrat“ charakterisieren, Friedenpreise bekommen (Serhi Schadan 2022), paßt so ein Preis für die NATO wunderbar. Auch im Sinne des Kanzelnden Friedrich Merz, dessen ehrlichstes Zitat wohl für immer der Satz „Frieden gibt es auf jedem Friedhof“ bleiben wird. Und genau dahin geht ja wohl auch der Weg….

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=89603

    1. Heinz: Ach wie sehr gönne ich unserem Kanzler seinen Frieden. Er könnte ihn
      dann ganz in Ruhe zwischen Bäumen und Sträuchern, beim zwitschern der Vögel
      genießen.

  6. In der „Hauptstadt der Friedenspreise“ -Münster- bekommt die NATO den Friedenspreis und in der „Hauptstadt der Demokratie“ -Berlin- bekommt Peter Thiel den Demokratiepreis. Alles bestens im Best-Deutschland- Aller-Zeilen!

  7. Steinmeier nennt Kiew „terroristische Mörderbande“ und verspricht Menschen in der Ostukraine Hilfe

    https://propagandaschau.wordpress.com/2014/08/16/steinmeier-nennt-kiew-terroristische-morderbande-und-verspricht-menschen-in-der-ostukraine-hilfe/

    Artikel vom 16. Aug 2014

    Sensationelle Wende in der deutschen Aussenpolitik!

    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier trifft zu einem Blitzbesuch in Donezk ein und verspricht den leidgeplagten Menschen umgehend humanitäre Hilfe – möglicherweise sogar mehr.

    Steinmeier: „Eine terroristische Mörderbande versucht sich das Land untertan zu machen.

    Deshalb wird es auf zwei Dinge ankommen: Erstens werden wir humanitäre Hilfe leisten und uns auch erkundigen, was darüber hinaus dringend erforderlich ist.“ ALLES LESEN !!

  8. Meine Meinung: Merz ist mit Abstand der grösste Wählerbetrüger, Lügner u. Hochstapler der sich jemals in Deutschland eine Kanzlerschaft ergaunert hat!!

    Innen wie Aussenpolitisch eine .. Blendgranate .. , das merken jetzt zum Glück immer mehr Bürger / Wähler in Dumm Land!

    Unglaublich, wie konnte der Gauner nur Kanzler werden ?

    1. Immerhin brauchte es einen zweiten Wahlgang, um ihn auf den Kanzlerthron zu
      hieven. Irgendwie schön etwas töstlich, dass es damals wenigstens noch ein paar
      Zweifler gab. Leider waren es zu wenige, oder der Merz hat zu viele bestochen……

    2. Niemand anderes war so blöd die Stelle anzunehmen. Bei der derzeitigen Lage ist das keine schöne Arbeit. Dir anderen Spitzenpolitiker sind unauffällig einen Schrift zurückgetreten. So zumindest meine Hypothese, wie Merz Kanzler werden konnte.. 😉

  9. Ein Friedenspreis für die NATO?
    Wieder einmal wurde der große Friedenspräsident Trump, der mindestens 8 Kriege beendet hat,nicht berücksichtigt.
    Das wird den POTUS sicherlich derart verärgern so dass er demnächst mit der großen Pompfe anreist.🤣😅
    Ein Scherz

  10. Ich weiß gar nicht, wieso sich Trump über angeblich fehlende Unterstützung der Friedensmacht NATO bei dem völkerechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran beklagt hat. Der Generalsekretär höchstpersönlich hat am Mittwoch in Anwesenheit des US NATO-Botschafters vor dem Chicago Council on Global Affairs erklärt:

    „“NATO, its Allies, is one big platform of power projection,“ Rutte stated, revealing that 5,000 sorties had been launched from European bases in support of the war between February 28 and mid-April alone.

    „You could argue it would have been impossible to do Epic Fury without having Europe as a power projection platform for the United States.““

    https://www.presstv.co.uk/Detail/2026/09/26/777056/blood-on-hands-nato-chief-confession-europe-enabled-us-israeli-war-against-iran

  11. Krieg ist Frieden
    Freiheit ist Sklaverei
    Unwissenheit ist Stärke
    Nazis sind Demokraten
    Völkermord ist Selbstverteidigung
    Oben ist unten
    Rechts ist links
    …
    Kann man ruhig fortsetzen und ergänzen.

    Aber wie otto0815 auch schon schrieb, Trump braucht eigentlich auch noch einen Friedensnobelpreis. Und einen für Literatur. Kann ja nicht angehen, daß der Obama schon einen Nobelpreis hat. Trump braucht mindestens zwei!

  12. Hier wird der alte kapitalistische Konflikt ⚔️ zwischen Kapital und Arbeit beschrieben, der Konflikt zwischen den „Leistungsträgern“ und den „Leistungserbringern“, zwischen der herrschenden Klasse und dem gemeinen niederen Volk, zwischen Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft.

    Neoliberale Ökonomen und die Ideologen der „freien“ Marktwirtschaft erzählen den Bürgern immer noch das Märchen: Wenn der Staat sich aus der Wirtschaft raushalten und alles dem „Markt“ überlassen würde, dann würden alle Bürger davon profitieren und „wohlhabend“ oder sogar reich werden. Das Problem dabei ist, dieses Märchen war schon immer ein Märchen, das von der „Elite“ und ihren opportunistischen adligen Hofschranzen erzählt wird.

    Manager, Unternehmer, Aktionäre machen im Frieden und im Krieg „gute“ Geschäfte. Deutsche Unternehmen haben in den Friedenszeiten vor dem Ukrainekrieg auch mit Russland gute Geschäfte gemacht. Für gierige und nimmersatte Manager, Unternehmer, Aktionäre aka „Leistungsträger“ spielt es auch keine Rolle, womit sie Gewinne machen und in diesem Sinne ist der Krieg ein „sehr gutes“ Geschäft. Aus der Sicht von Kapitalisten ist der Krieg ein „Bombengeschäft“. Ob man Geschirrspüler produziert oder Kampfdrohnen, das ist den Managern von Black Rock egal solange die feindlichen Kampfdrohnen nicht die eigene Villa und den Porsche in der Doppelgarage treffen.

    Im Zweiten Weltkrieg haben deutsche Unternehmen, aber auch viele US-amerikanische Rüstungsunternehmen und Zulieferer der Rüstungsindustrie mit dem Krieg Bombengeschäfte und Riesengewinne gemacht. Viele deutsche Unternehmen haben Zwangsarbeiter beschäftigt. So pi mal Daumen wurden von 1933 bis 1945 rund 20 Millionen Zwangsarbeiter in Deutschland „beschäftigt“ vor allem aus Polen, Tschechien und der Sowjetunion.

    Für Kapitalisten sind das paradiesische Zustände. Noch billiger als billige Arbeitskäfte sind Zwangsarbeiter. Viele Zwangsarbeiter wurden schlechter ernährt und behandelt als die Sklaven auf den Baumwollfeldern der amerikanischen Südstaaten. Die Zwangsarbeiter, die den Krieg überlebten, erhielten erst Jahrzehnte später vom „demokratischen“ deutschen „Rechtsstaat“ eine einmalige „Entschädigung“, für die Friedrich Merz, Boris Pistorius, Markus Söder, Donald Trump und der CEO von Rheinmetall keinen Finger krumm machen würden. Auf der anderen Seite erhielt die Witwe des NS-Blutrichters Roland Freisler, der 1945 durch eine Fliegerbombe ums Leben kam, bis zu ihrem Tod 1997 vom Freistaat Bayern Monat für Monat ein „Witwenrente“, damit sie nichts arbeiten muss, weil ihre Ehegatte bei seinem Tod 1945 Beamter war. Da zeigt der bayerische Freistaat seine wahre „christliche“ Nächstenliebe. Halleluja and God praise Bavaria!

    Für das gemeine Volk, die „Leistungserbringer“, die sogenannten kleinen Leute und die einfachen Soldaten war der Krieg noch nie vorteilhaft. Für das gemeine Volk sind Frieden und Diplomatie in jedem Fall besser als Aufrüstung und Krieg und das war schon immer so.

    Aus diesem Grund muss man Aufrüstung und Krieg als Verteidigung des Friedens framen und die NATO selbstverständlich als Schutzmacht des Friedens feiern. Wenn man dem gemeinen Volk erzählen würde, es soll für den „besseren“ Gott oder die „Ehre“ in den Krieg ziehen, kämpfen, bluten und gegebenenfalls sterben, das funktioniert heute nicht mehr so gut.

  13. Schon Orwell hat es gewußt: Krieg ist Frieden.
    Also Krieg nach Außen sorgt für Frieden nach Innen.
    Aber dieser Frieden ist nur eine unterdrückte Opposition.
    Echter Frieden geht anders.

    1. Nicht ganz Herr Zillian, nicht ganz. Es ist ein Krieg sowohl nach Innen als auch nach Außen.
      Und wenn der Krieg zu einem Normalzustand wird, dann ist das einem Frieden gleichwertig. Aber der Krieg nach Innen ist dann ebenfalls permanent aufrecht zu erhalten. Also der Terror und die Unterdrückung gegen die eigene Bevölkerung Kommt einem irgendwie bekannt vor. Oder? Krieg ist Frieden.
      Und bei Eric Arthur Blair ist es so, dass der Krieg nicht mehr gewinnen werden muss. Er muss nur andauern, permanent werden, damit der Krieg nach Innen weitergeführt werden kann.
      Vielleicht noch einmal die »Theorie und Praxis des oligarchischen Kollektivismus« von Emanuel Goldstein durchlesen. Da wird es noch einmal wunderbar dargestellt. Mittelteil des Buches. Und es nahezu gruselig wieviele »Ähnlichkeiten« es heute gibt, im Vergleich zu den Zuständen die in 1984 dargestellt wird.
      Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft! Und wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit. Die Grundaussage, der Teil der wirklich wichtig ist, ist der Moment wo Winston Smith das verbotene Buch liest. Der Rest der Geschichte ist halt eine fatale Liebesbeziehung innerhalb einer Diktatur.. 🙂

  14. Die Meinung der Herrschenden ist immer die vorherrschende Meinung und wenn bei denen Krieg Frieden ist dann ist es so. Die bestimmen ja auch wer ein Demokrat ist und wer nicht. Alles immer zur Absicherung ihrer Macht und wenn es eben nur mit Vernichtung geht ,dann schicken sie die anderen zum Einsatzort .

  15. Das Ding heißt ja nicht Westfälischer Rüstungspreis insofern ist die Preisvergabe an die NATO Ketzerei. Weshalb ist so etwas möglich, weshalb verlieren Juroren jegliche Selbstachtung ? Ist es schnöder Opportunismus, merkantiler Trieb oder schlicht Dummheit, es bleibt eine Kombination von allem. Vor allem zeigt es uns, das noch ganz andere Dinge denkbar werden. In einem Land das 2 Weltkriege mit ca 100 Millionen Toten zu verantworten hat fehlt jegliche Demut und wohl auch Einsicht. Bürger dieses Landes wehrt euch mit allen demokratischen Mitteln. Bleibt nicht zuhause geht auf die Strasse stellt eure Abgeordneten zur Rede, lasst deren Telefone nicht zur Ruhe kommen, schickt eMails, Briefe … gebt keine Ruhe.

  16. Das Ding heißt ja nicht Westfälischer Rüstungspreis insofern ist die Preisvergabe an die NATO Ketzerei. Weshalb ist so etwas möglich, weshalb verlieren Juroren jegliche Selbstachtung ? Ist es schnöder Opportunismus, merkantiler Trieb oder schlicht Dummheit, es bleibt eine Kombination von allem. Vor allem zeigt es uns, das noch ganz andere Dinge denkbar werden. In einem Land das 2 Weltkriege mit ca 100 Millionen Toten zu verantworten hat fehlt jegliche Demut und wohl auch Einsicht. Bürger dieses Landes wehrt euch mit allen demokratischen Mitteln. Bleibt nicht zuhause geht auf die Strasse stellt eure Abgeordneten zur Rede, lasst deren Telefone nicht zur Ruhe kommen, schickt eMails, Briefe … gebt keine Ruhe.

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