
Den eigenen Favoriten unbedingt gewinnen sehen wollen. Trauern, wenn „wir“ gegen andere Nationalteams verlieren. Als Fan sich empören über die Beleidigung des geliebten Vereins. Den Kopf schütteln über Fußball-Millionäre. Enttäuscht sein über Doping und korrupte Sportfunktionäre: Wie das alles bestens zu einer Gesellschaft passt, in der es auch sonst ums Gewinnen und Verlieren geht.
Siehe Teil 2: Korruption, Doping und Siege für „uns“: Vom Fordern und Fördern des Leistungssports
Für den sanften Einstieg in einen Small Talk eignet sich neben dem Thema Wetter der Sport ausgezeichnet. Genauer, der Leistungssport, und unter Männern meist der Bundesliga-Fußball. Dann wird man gefragt, welchem Verein man anhängt, verbunden mit der Erkundigung, aus welcher Gegend Deutschlands man kommt. Lebt man beispielsweise in Dortmund, ist klar: Der Mann fiebert mit der Borussia. Wird dies allerdings verneint, folgt die Nachfrage: Mit wem denn dann? Kommt der Herr vielleicht ursprünglich ganz woanders her, womöglich gar aus Gelsenkirchen, schimpft sich Fan von Schalke 04, dem Erzfeind? Winkt der Angesprochene ab und behauptet tatsächlich, er liebe Fußball und schaue sich Spiele auf hohem Niveau gern an, aber bei den Begegnungen drücke er keiner Mannschaft den Daumen, allenfalls der, die besser spielt, erntet er Unverständnis.
Absurd – aber ganz normal: „Mein Verein“
Wenn erwachsene, gut ausgebildete und in ordentlichen Berufen tätige Menschen von „ihrem Verein“ sprechen, den sie über alle anderen Vereine stellen und dem sie natürlich den Sieg in jedem Spiel wünschen, dann darf man das einerseits nicht so wörtlich nehmen, andererseits durchaus. Natürlich haben auch die anderen Teams ihre Existenzberechtigung. Allein schon deshalb, weil es ja für den eigenen Verein welche geben muss, die er besiegen kann. Und dass die anderen Clubs auch ihre Anhänger haben, zumal die in anderen Orten wohnen und lokalpatriotisch verständlicherweise dort Fans sind, wird ebenfalls respektiert. Auf der anderen Seite indes ist mit „meinem Verein“ der Rest der Tabelle als Gegner definiert. Was logischerweise an der Veranstaltung liegt: Sie ist in jeder Saison als Konkurrenz um die Meisterschaft und sonstige lukrative Plätze dahinter organisiert, bis hin zum Kampf gegen den Abstieg.
Ist halt Wettkampf, und so macht doch Sport am meisten Spaß, für die Akteure wie für die Zuschauer, oder? Und bei den Spielen für eine Seite zu sein, weil sie nun einmal aus der Stadt kommt, in der man lebt, oder, bei Nationalkämpfen, aus dem eigenen Land – was soll daran verkehrt sein? Das gilt hierzulande als normal. Befremden löst dagegen aus, wer seine Gunst nach dem besseren Spiel ausrichtet oder gar danach, welches Team die schöneren Trikots trägt. Zugegeben, der letztere Grund ist nicht sachgerecht. Das sind allerdings die akzeptierten Gründe „mein Verein“ und „meine Stadt / mein Land“ auch nicht.
„Wir“ gegen „die“: eine Verrücktheit mit Folgen
Nun könnte man einwenden: Gut, ein wenig seltsam ist diese Parteilichkeit, aber es gibt Schlimmeres. Warum darum so ein Aufhebens? Weil es bei dieser privaten Verrücktheit nicht bleibt. Sie hat Folgen. Von Klein auf wird ein „wir“ gegen „die“ gelernt. Dabei existiert dieses „wir“ nur in der Einbildung der Anhänger des Fußball-Bundesligisten. Die meisten sind noch nicht einmal Mitglied des Vereins; und die einen Mitgliedsausweis besitzen, haben in der Profiabteilung nichts zu melden. Denn da geht es um den Erfolg in einem Sport, der längst ein Geschäft geworden ist. Vorstände und angestellte Manager haben dort das Sagen.
Selbst die Verbindung der verehrten Mannschaft zur Stadt oder Region ist nur eine Einbildung. Es gilt schon als große Ausnahme, wenn ein Spieler tatsächlich „von hier“ kommt. In den meisten Fällen haben sie mit der Heimat der Fans nichts zu tun. In einem Spiel klopfen sie nach einem Tor auf das Vereinswappen ihres Trikots, als Zeichen der Verbundenheit, kommt ja gut an. Und kurze Zeit später machen sie das in einem gegnerischen Team, weil sie dort bessere Perspektiven für sich erhoffen, sportlich und finanziell.
„Wir“ reduziert sich daher beim Anhänger auf dessen irrationale Projektion, irgendwie gehörten er und die Spieler zusammen – weil beim Verein aus der gleichen Stadt angestellt, und, noch größer, weil sie den gleichen Personalausweis besitzen, für „unser“ Deutschland kicken. Der Wunsch nach Zusammenhalt als Gegenpol zur ungemütlichen Wirklichkeit – hier findet er sein Material. Gemeinsam im Stadion grölen, die „eigenen“ Jungs oder auch Mädels anfeuern, sich zusammen freuen und auch zusammen trauern, „Gänsehautmomente“ erleben: „Wir“ unterstützen alle, unterschiedslos, „unseren Verein“ gegen seine Gegner.
Die Politik macht sich das zunutze: Es passt perfekt zusammen mit dem täglich von ihr und den Medien gepflegten Nationalismus. Wie stehen „wir“ in der Welt da? Gegen „die“ in Russland, in China und neuerdings gegen die USA? Auch dieses „wir“ ist eine Einbildung – die größte ihrer Art: Beinahe lustig, dass eine Gesellschaft, die auf Konkurrenz um Arbeitsplätze und Profit basiert, also Gegensätze permanent und ohne Ende produziert, Elend hier und Reichtum da, mit der Harmonie eines „wir“ ständig hausieren geht. Und dabei nicht ebenso ständig dafür ausgelacht wird.
Im Gegenteil – dieses „wir“ wird äußerst ernst genommen. Gerade weil das tägliche Erleben der Bürger dem Hohn spricht, muss das verlogene Narrativ immer wieder neu aufgetischt werden: „Wir“ sitzen doch alle in einem Boot, müssen gegen „die“ draußen in der Welt zusammenhalten!
Böse Bayern in der Bundesliga, gute Bayern in der Champions League
Da läuft das „Wir“ ein paar Nummern kleiner auf der Ebene des Sportfans gut mit. Die fiebern mit „ihren“ Teams und Athleten bei nationalen und internationalen Wettkämpfen. In der Fußball-Bundesliga freuen sich dann die Anhänger von 17 Bundesligisten, wenn der FC Bayern ausnahmsweise mal verliert. In der Champions League freuen sich hingegen so ziemlich alle dieser Anhänger mit denen des FC Bayern, wenn der Münchner Club gewinnt. Der ist ja aus Deutschland, vertritt „unseren“ Fußball bestens, schlägt die Konkurrenz aus England, Spanien, Frankreich und Italien.
Bei Welt- und Europameisterschaften aller möglichen Disziplinen und natürlich bei dem Sport-Wettstreit der Nationen schlechthin, Olympia: Stets beschäftigt die Zuschauer, wie „ihre“ Sportler abschneiden. Entsprechend groß ist der Zuspruch – persönlich in den Stadien und noch weit zahlreicher vor dem Fernseher oder im Internet.
Auf dieser Grundlage gedeiht ein mittlerweile in einigen Sportarten sehr ausgewachsenes Geschäft. Der Fußball nimmt dabei hierzulande und auch global eine herausragende Stellung ein. Die kommende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wird die bisher größte ihrer Art mit 48 teilnehmenden Nationalmannschaften.
Schlappe 14.000 Euro für alle Spiele der Nationalmannschaft bei der WM
Sie wird auch die teuerste – für die Gastgeberländer, vor allem aber für die Stadionbesucher: Wenn ein deutscher Fan alle Spiele „seiner“ Mannschaft erleben will und sie es bis ins Finale schafft, können bis zu 14.000 Euro an Ausgaben zusammenkommen. Und dabei sind die Kosten für Flug und Unterkunft noch gar nicht eingerechnet. Immerhin hat die FIFA, der Weltfußballverband, auch Tickets für einen Festpreis von 60 Euro bereitgestellt. Das Kontingent für den Deutschen Fußballbund (DFB) umfasst allerdings nur rund 1.600 Karten. Und der verteilt sie – natürlich – nur an besonders engagierte Fans.
Das kann dann selbst ansonsten wohlgesonnene Sportjournalisten auf die Palme bringen. Von „Wucher“ schreibt Javier Cáceres, Redakteur der „Süddeutschen Zeitung“: „In vielen Ländern Europas ist das Stadionerlebnis schon jetzt alles andere als ein transversales Spektakel, in dem alle Klassen ihren Platz finden. Sondern Privileg einer mehr oder weniger begüterten Schicht (…) Irgendwie muss ja irgendwer die Millionengehälter der Arrivierten der Branche bezahlen.“ (in: Süddeutsche Zeitung, 11.10.2025)
Nike gegen Adidas, TV gegen Streaming: Woher die Millionen kommen
Damit kommen wir bei den „Fußball-Millionären“ an – sowie den ebenfalls bestens bezahlten Funktionären und den Finanzkapitalisten, die ihre Rendite gern mit Investitionen in erfolgreiche und erfolgversprechende Vereine sichern wollen. Deren Einnahmen resultieren zum geringeren Teil aus dem Verkauf von Stadion-Tickets. Mehr Geld bringen der Verkauf von Rechten für die Übertragung von und für die Werbung mit den Begegnungen. Hinzu kommen umfangreiche Verträge mit Exklusiv-Ausrüstern. Die deutsche Nationalmannschaft beispielsweise wird von 2027 an bis 2034 nicht mehr von Adidas ausgerüstet, sondern von Nike. Dafür zahlt der US-amerikanische Konzern an den DFB jährlich 100 Millionen Euro, das Doppelte des bisherigen Vertrags mit Adidas (vgl. Uwe Ritzer: Das letzte Hemd, in: Süddeutsche Zeitung, 12.11.2025).
ARD und ZDF überweisen für die Live-Berichte von 60 der insgesamt 104 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 an die Deutsche Telekom 152 Millionen Euro. Die anderen Partien dürfen in Zusammenfassungen gezeigt werden. Die Telekom hatte die Fernsehrechte zuvor im „größten Rechtepaket, das es jemals gab“ von der FIFA erworben. Der Konzern tat dies für seinen Dienst „Magenta TV“, der sich in harter Konkurrenz zu Anbietern wie Netflix, Dazn und Amazon Prime befindet. Über die Kaufsumme schwieg die Telekom, wohlwissend, dass dies die Verhandlungen mit möglichen Sublizenznehmern erschwert hätte.
Auch in den beiden nationalen Profiligen läuft das Geschäft: In der Saison 2024/25 verbuchten die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga insgesamt einen Umsatz von 6,33 Milliarden Euro, ein Plus von fast acht Prozent gegenüber der Spielzeit zuvor. Über die Gründe ist sich die „Deutsche Fußball-Liga“ (DFL) im Klaren: „Zur starken wirtschaftlichen Bilanz des Profifußballs tragen Millionen Fans und Mitglieder mit ihrer Begeisterung und Unterstützung bei. In hohem Maße relevant ist zudem der Beitrag von Sponsoren und Medienpartnern. Fast jeder dritte Euro der Einnahmen unserer Clubs stammt beispielsweise aus der Zentralvermarktung der Medienerlöse“, erklärte DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel bei der Vorstellung des Wirtschaftsreports (ebenda).
Konkurrenz wollen, aber die Kosten der Konkurrenz beklagen
Solche Zahlen und Zusammenhänge könnten dem normal Fußballbegeisterten oder dem Fan die Augen öffnen über seine Rolle in dem Spiel: Als Konsument, der mit seiner zahlungsfähigen Begeisterung für den Sport ein mittlerweile weltumspannendes und profitbringendes Geschäft trägt. Profi-Fußball ist zu einer lukrativen Anlagesphäre geworden. Deshalb gelten auch dort die Regeln des Kapitalismus. Die sportliche Konkurrenz lebt in Symbiose mit der wirtschaftlichen Konkurrenz. Jeder Sieg spült reichlich Geld in die Vereinskasse, besonders in den internationalen Ligen Champions und Europe League. Entsprechend steigen die Preise fürs Sponsoring, werden im Merchandising mit Trikots und anderen Utensilien höhere Umsätze erzielt.
Beim Fußballanhänger geraten die beiden Aspekte der Konkurrenz durcheinander. Er will unbedingt seine Mannschaft gewinnen sehen, ist also Parteigänger unbedingter Konkurrenz, beklagt sich aber gleichzeitig über die hohen Spielergehälter und enorm gestiegenen Ablösesummen – die nötig sind, um in der Konkurrenz zu bestehen. Der Fan will ein konkurrenzfähiges Team und einen erfolgreichen Trainer; ein Management, das clever gut und günstig Spieler ein- und verkauft; ein Stadion, das den Ansprüchen an einen modernen und komfortablen Spielort erfüllt; und gerne kauft er Trikots und sonstige Devotionalien aus dem Merchandise-Shop seines Lieblingsclubs.
Den Preis dafür findet mancher Fan allerdings dann zu hoch – irgendwie, ohne das genau beziffern zu können. Wie auch, eine Grenze nach oben gibt es nicht. Denn es gilt einzig und allein: Der Einsatz muss sich lohnen. Dann rechnen sich all die Fantasiesummen für die Akteure, nicht nur für Neymar, Messi, Ronaldo und Co., sondern für Vereinsbesitzer, Funktionäre, Spielervermittler, Verbände usw. Wenn „sein“ Verein mit diesen Fußball-Millionären Erfolge feiert, rückt die Aufregung des Fans über das viele Geld aber schnell in den Hintergrund.
Umgekehrt wird er allerdings ebenso rasch ungehalten, falls die Siege ausbleiben. Dann wird gegen die gierigen „Söldner“ und Geschäftemacher gehetzt, die sich am „sauberen“ Sport versündigten. Der sollte daher natürlich auch ohne Korruption und Doping auskommen. Obwohl sie in vielen Disziplinen zum Wettkampf schlicht dazugehören. Wie auch der Einsatz von jeder Menge Staatsgeldern, um der Nation die ihr zukommenden Erfolge in internationalen Begegnungen zu bescheren.
Mehr dazu in Teil 2: „Korruption, Doping und Siege für „uns“: Vom Fordern und Fördern des Leistungssports“.



Leistungssport hat mit Sport im ursprünglichen Sinn gar nichts zu tun. Leistungssport – so wie auch Profifußball, Profitennis u.s.w – gehört zum Wirtschaftszweig der Unterhaltungsbranche/Showbusiness, ist also ein Business-Zweig.
Unverständlich ist, dass so viele Menschen – darunter sehr viele Menschen, die selber mit sehr wenig Geld auskommen müssen – dafür sorgen, dass Profisportler so viel Geld verdienen und diesen Großverdiener zujubeln.
Verrückte Welt: Der eine spielt berufsbedingt mit einem Ball auf einem Rasen, die Massen jubeln ihm zu und er wird mit seinem Ballspielen Millionär. Der andere ist Maurer und zieht tagtäglich eine Mauer hoch und bringt dabei mindestens die gleich hohe sportliche Leistung wie der Profifußballer, jedoch sind hier keine Menschenmassen, die ihm dabei zujubeln – und verdienstmäßig bleibt er ein armer Schlucker.
Im Kapitalismus ist alles möglich.
Wenn Du Dich ein wenig mehr anstrengen würdest und dich selbst optimierst, könntest auch du dazugehören.
Ein Maurer hat, im Gegensatz zu vielen anderen Berufstätigen, bei seiner Arbeit zwar jeden Tag ein Erfolgserlebnis – aber nein, ich möchte nicht dazugehören, möchte kein Maurer sein.
@ Arthur Dent:
Endlich mal jemand, der die Wahrheit ausspricht. Im Kapitalismus ist alles möglich!!!! Vom Tellerwäscher zum Millionär. Das weiß jeder in den USA. Und auch in Deutschland wird niemand widersprechen. KGE, z.B. von einer Küchenhilfe in der DDR – ein Ausbeuterstaat, der seines gleichen sucht – hat sie es bis in den BT geschafft und sackt monatlich rund 15.000,– ein. Also, dieses ewige rumjammern sollte endlich eingestellt werden. UNS geht es gut. Fußballer verdienen so gut, weil sie Leistung bringen. Darum!! Ein Maurer bringt keine Leistung, der hat halt in der Schule geschlafen und Pech gehabt. Überhaupt Profi-Sportler, die zeigen uns, der Bevölkerung, die nur vor der Glotze hockt und das Bürgergeld, das die hart arbeitenden Menschen bereitstellen, versäuft, was es heißt immer und immer wieder Leistung zu bringen.
Verdammte Scheiße, hört auf zu jammern. Hier kann es jeder zu etwas bringen. Merz, und all die anderen sollten Beispiel genug sein.
Danke, Arthur, du hast endlich mal den Finger in die Wunde gelegt.
Und kurz noch eines: wie so etwas läuft kann hier auf „Overton“ sehr gut beobachtet werden: immer und immer wieder Werbeeinblendungen, so geht das. Nur damit kann sich diese seltsame Plattform, die sich auch noch „alternatives Medium“ nennt über Wasser halten. Genau so arbeiten auch alle anderen. Fällt der Geldgeber weg… iss alles Scheiße, also mach ich das, was er verlangt. Grüße an RDL.
Zum Kapitalismus gehört auch die Armut, denn Kapitalismus ist immer verbunden mit ungleicher Vermögensverteilung und Ausbeutung.
Apropos „der Maurer hat in der Schule geschlafen. Fleißig sein in der Schule und hohe Intelligenz ist keine Grundvoraussetzung um Milliardär zu werden.
Nee, aber als faule Dumpfbacke, die nur nachplappert und sich aufplustert, dabei ohne fremde Hilfe weder richtig schreiben noch rechnen kann, wird es über Sozialhilfe und gewisse Foren hinaus sicher nichts werden.
Dem möchte ich doch sehr vehement widersprechen. Aktuell zum Beispiel ist auf diesem Planeten einer der angeblich mächtigste Mann der Welt – weil er der Nation mit den höchsten Militärausgaben vorsteht:
→ der tatsächlich nur nachplappert, was andere ihm vorplappern (deswegen widerspricht der sich auch so häufig, weil er heute das nachplappert, was ihm sein Buddy aus dem Pentagon geflötet hat, und morgen das, was der Buddy von der CIA ihm eintrichterte),
→ der sich aber so was von aufplustert,
→ der nicht richtig schreiben kann – haben Sie im TV schon mal dabei zugesehen, wie der seinen Namen unter irgendwelche Dokumente kratzt? Der kann nicht richtig schreiben, davon bin ich überzeugt,
→ der nicht richtig rechnen kann – der wirtschaftliche Schaden, den der seiner Nation zufügt, ist in kürzerer Zeit höher als bei jedem seiner Vorgänger (sein persönlicher Vorteil bei der Gelegenheit ist allerdings ebenfalls höher als bei jedem seiner Vorgänger).
Kurz und schlecht: Wahrhaftig eine faule Dumpfbacke (außer vielleicht auf dem Golfplatz), aber weit entfernt von Sozialhilfe. In einem gewissen Forum ist er tatsächlich was geworden („truth social“), nachdem er aus einem anderen mal rausgeflogen war.
Fazit: Machen Sie sich nicht über faule Dumpfbacken lustig. Darauf kommt es nicht an, sondern auf die Gnade der passenden Geburt einerseits und auf das Fehlen jeglicher Empathie und Rücksichtnahme andererseits.
Fußball ist Teil des Establishments mit dem Ziel uns zu befrieden.
Netzfund vor etwa 15 Jahren nach wie vor sehr authentisch.
Ich bin der Meinung, dass diese Fußball verrückten, die es seit Jahrzehnten durch die breite Masse jeglicher Couleur der Bevölkerung zieht, einer Art Massengehirnerweichung unterliegen. Hier geht es um eine Form der “Solidarisierung mit dem Deutschen Volk”, die mit der Realität leider nichts mehr zu tun hat. Fußball ist genau wie im richtigen Leben kein fairer Sport, gespielt von über bezahlten aber eher unterbelichteten Spielern, die sich benehmen als wären sie Nutten auf dem Laufsteg. Selbst die Trainer, Manager und sonstigen Sponsoren, erfüllen alles andere als eine Vorbildfunktion in dieser Gesellschaft. Es vergeht kaum ein Tag da Fußball, das Zugpferd im Sport des kapitalistischen Betriebs nicht ohne Skandale, wie Schlägereien, Spielabsprachen, Wettbetrug, Bestechung, Doping oder wenigstens einer Beleidigung des guten Geschmacks von sich reden macht. Um dann solchen Leuten auch noch ein Bundesverdienstkreuz zu verpassen. (Sepp Blatter). Auch ein Herr Hoeneß ist eben kein Vorbild in unserer neoliberalistischen Gesellschaft, war aber auch nicht wirklich anders zu erwarten. Mit dem Produkt, hier Fußball, werden Ersatz-Lebenswelten verkauft (Träume), die der Konsument in einer Wirklichkeit, in der nur noch Produkte und ihre Verheißungen leben, umso selbstverständlicher als seine eigene Welt adaptiert. Ich schrieb in einem anderen Portal einmal: “5000″ Leute waren bei Occupy, aber „Hunderttausende“ von Leuten rennen gleichzeitig in die „Allianzarenen”. Das sollte euch zu denken geben….
Panem et circenses.
@Monotoner
„Fußball ist Teil des Establishments mit dem Ziel uns zu befrieden.“
Ja, aber dann wollen sie uns töten.
20 Millionen Impftote sind schwer zu negieren mein Freund.
Die Strategien des kapitalistischen Systems sind immer Multikausal und zielen seit dem Alten Rom darauf ab, das wir uns nicht gegen das Regime stellen.
Mono-tomer war dem Der Public-viewer sein sechstes Pseudonym.
Schließlich stellt er im In und Ausland seit über 20 Jahren seine Thesen ein.
@Biggi
Sind sie jetzt beim Illeismus angekommen… und sprechen von sich selber als „er“?
Vielleicht sollten sie weniger konsumieren, das hat schon manchem die Selbstwahrnehmung verhagelt.
Hoffentlich ist`s keine DIS.
Sieht dir ähnlich, das dieses Thema nicht angesprochen wird, so wie es eben hier im Forum so üblich ist.
@Zebri
Bei allem Mist, den der Monotone unbestritten verzapft, ist er mir mit vielem deutlich sympathischer und v.a. näher an der Realität, als Sie mit Ihren Pseudo-Troll-Kommentaren.
„Illeismus“ – fein, Sie kennen sogar Fremdwörter. Pluralis majestatis wäre allerdings angebrachter, aber was rede ich. Hoffentlich ist’s kein NING. Narzisstisch induziertes notorisches Geschwätz.
Meine Abneigung besonders gegenüber Fussball hat ohne Zweifel damit zu tun, dass Gruppenidentität, Feindbilder (Gegner), Überlegenheitsgefühle, Aggressionen etc., die man in starker Ausprägung beim Fussball (-Publikum) beobachten kann, auch immer die Basis für Faschismus sind.
Zur Identität aus einer Arbeit der Uni Zürich: https://lean-gate.geo.uzh.ch/typo3conf/ext/qfq/Classes/Api/download.php/mastersThesis/960
“
3.2.1 Identität und der Fussball
Auch das Konzept der Identität ist eng verbunden mit dem Fussball. Identitäten werden oft
durch Darstellung spezifischer Symbole sowie Performativität von Aktionen in der
Öffentlichkeit bewertet. Ein Beispiel ist die Darstellung der Mythen in öffentlichen Gebäuden.
Viele Gründungsmythen oder relevante Personen in der Geschichte einer Nation, werden an
beziehungsweise in wichtigen Gebäuden dargestellt. Die Relevanz und Macht, welche diese
nationalen Symbole und Geschichten haben, ist evident. Damit wird bezweckt, die Geschichte
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aktuell und in den Köpfen der Menschen zu halten, um so die kollektive Identität zu fördern
(Schatz & Lavine, 2007).
Es gibt jedoch neben Mythen andere Aktionen und Symbole, welche bei Sport- und
Fussballveranstaltungen im Vordergrund stehen. Der Akt an sich, dass zwei Teams, die ein
Land repräsentieren, gegeneinander antreten, ist bereits ein performativer Akt, der für den
Nationalismus und die nationale Identität relevant ist (Tomlinson & Young, 2006). Die Events
werden jedoch durch Symbole und Handlungen noch stärker für die nationale Identität
mobilisiert. Schatz und Lavine (2007, S. 330) behaupten, dass die Bindung an Symbole
teilweise die Bindung an die Gruppe, welche von dem Symbol repräsentiert werden, übertrifft.
Menschen drücken ihre Emotionen gegenüber der Nation durch diese Symbole aus. So erhalten
die Symbole psychologische sowie auch politische Bedeutung.
Die psychologische Ebene ist beim Verfolgen einer Nationalmannschaft zentral, da die Spiele
eine Möglichkeit sind, die Emotionen gegenüber der Nation zu präsentieren. Hierbei spielen
Rituale eine grosse Rolle wie Ismer (2014) zeigt. Rituale ermöglichen einzelnen Menschen die
Teilnahme an einem Kollektiv und resultieren in Zugehörigkeitsgefühl, Gruppenkohäsion und
Solidarität zu einer Gruppe. Diese Gefühle müssen in Symbolen erfassbar sein, damit sie
konserviert werden können. Für den Fussball ist das Nationaltrikot der Mannschaften das ideale
Beispiel für ein Symbol, welches an die gefühlten Emotionen erinnern soll und die
Zugehörigkeit zu einer Gruppe repräsentiert (ebd.).
“
Siehe auch https://www.researchgate.net/publication/292996325_Football_Fascism_and_Fandom_The_UltraS_of_Italian_Football
und diverse andere Arbeiten.
Wenn sie jetzt noch begreifen würden wo bei der sogenannten Elite das Goal liegt, wäre viel gewonnen.
Ich bin zutiefst überzeugt, das, wenn es denn gestattet wäre, die Menschen bei Gladiatorenkämpfen und öffentlichen Hinrichtungen in den Arenen, wie im alten Rom, sämtliche Plätze besetzt wären plus Millionenpuplikum vor den Fernsehern und beim Puplic Viewing!
Aber so was von!
Kommt, ganz sicher, dauert aber noch bis nach dem Reset.
Haben wir doch längst; nur glotzt das Millionenpublikum vor den Fernsehern (und im Netz) jetzt eben reale Kriege – und zahlt hierfür letztendlich deutlich mehr, als für die verpönten Fussballspiele. Die Summen, die sie indirekt und in der Mehrzahl freiwillig an die Ukraine oder Israel abdrücken, sind mit jenen für Stadionbesuche oder Abos für Sky oder/und DAZN kaum vergleichbar.
Da hätte ich aber gerne mehr Liveberichterstattungen, falls nicht, möchte ich mein Geld wieder.
Al Jazeera liefert 24/7 – auch in die autonomen Gebiete! 😉
… darüber hinaus finden sich aber auch Lichtblicke, siehe
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/other/warum-spaniens-kurs-im-iran-konflikt-in-der-t%C3%BCrkei-f%C3%BCr-applaus-sorgt/ar-AA1YywBM
… oder
https://x.com/berlinerzeitung/status/2032428931991716192
Bei der Gelegenheit möchte ich hier mal an Walter Frosch („Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe“) erinnern, ein wahrhaft Großer unter den Kickern.
Und das meine ich ganz aufrichtig.
.
Meinten Sie Walter Frosch?
Hmm, ich könnte schwören, dass da oben eben noch Wolfgang Frosch stand.
„Mein Verein“, weil er halt „hier“ ((ziemlich) in der Nähe ist, zumindest rein räumlich, nicht unbedingt mental, aber egal). Die „anderen“ sind mindestens doof, weil sie halt zufällig die „anderen“ sind. Das ist nicht sehr schlau, die steinzeitliche Horde war da schon fast weiter.
Und wer oder was ist eigentlich das „Wesen“ des „eigenen“ Vereins? Die u.U. recht fürstlich bezahlten/allerdings auch unter Druck stehenden Profis aus der 1. Mannschaft? Die ja auch bald woanders spielen können bzw. dies eben noch getan haben?
Ein entsetzlicher Stumpfsinn, von der Globalisierung nur die weltweite Konkurrenz im Job zu praktizieren und von der näheren Umgebung die „Meine Heimat“-Dumpfmeisterei.
Nach so vielen Gänsefüßchen mag es für heute genug sein.
Mich würde tatsächlich interessieren, wer exakt hinter dem Synonym Björn Hendrig steht, dessen Publikationen ich bereits seit der Bürgergelddebatte auffällig wohltuend vernünftig empfunden.
🙏🏻🧠🪄🍀🕊️
„Konkurrenz und Patriotismus“ Ein ziemlich ignoranter Artikel
Also erst erfindet man ein Spiel, das in der Konkurrenz zweier Mannschaften darum besteht, wer in 90 min die meisten Bälle in einem Tor versenkt und dann soll es nicht um die Parteilichkeit zu einer der Mannschaften gehen? Fußball ist ein einzige Angebot sich eine Parteilichkeit zuzulegen.
Wofür soll es denn wichtig sein, wer in 90 min einen Ball öfter in einem Tor versenkt? Völlig Banane! Es ist so wichtig wie die Frage, wie oft in der Stunde sich irgendjemand am Kopf kratzt oder wie viele Reissäcke in China umfallen oder wie viele Vögel am Fenster vorbei fliegen. Rational gesehen völlig wurscht, würde man die ganzen Konkurrenzspiele abschaffen, die Menschheit würde in ihrem Fortbestand nicht im geringsten beeinträchtigt. Wozu sind dann diese ganzen Konkurrenzveranstaltungen gut, von Sport über Musik, Gesang, Kochen und Backen… Um es einzugrenzen: Es handelt sich hier also um den Bereich „Überbau“.
So ist er halt der Bürger. Objektiv ist der Bürger der ökonomischen Konkurrenz ausgeliefert. Er ist zwangsweise in Konkurrenz gesetzt, wenn er ein Einkommen beziehen will. Diesen Zwang will er aber als Bewährungsprobe, Chance, Herausforderung begreifen und so denkt er Konkurrenz sei das Leben, Normalität, weil es s e i n Leben ist. Und so einer kann von der Konkurrenz nicht genug kriegen, immerhin beweist er sich darin als erfolgreiches kapitalistisches Konkurrenzsubjekt, worauf er sich eine Menge einbildet. Und so ein seit Kindesbeinen an gelernter Konkurrenzgeier, der kann sich auch Freizeit gar nicht anders vorstellen als Genuss der Konkurrenz. Und je nach Gusto sucht er sich dann seinen Sport, oder auch eine andere Konkurrenzveranstaltung als sein Ding aus. Er fiebert bei GNTM mit, wenn Frau Klum verkündet: „Will der mich ärgern? Schau dir an, wie der stapft.“ – Tja Konkurrenz versiebt. „Heute gibt es leider kein Foto für dich“. Für den Bürger ist die Konkurrenz kein Zwang, sondern sein liebstes Steckenpferd. Und wenn er nicht selbst an der Konkurrenz teilnimmt, dann nimmt er zumindest ideell an ihr Teil, indem er einer Seite die Daumen drückt. Also geht es um Genuss durch ideelle Teilnahme an der Konkurrenz. Die darf man sich frei wählen. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ein Fan sich „seine“ Mannschaft nicht in der Gegend, sondern janz weit entfernt sucht. Was z.B. in dem 2023 erschienenen Spielfilm „Wochenendrebellen“ dargestellt wird. Sogar als Chinese kann man z.B. Fan von Borussia Dortmund sein. Das ist ideelle Teilhabe an der Konkurrenz.
Wenn man das lediglich als Absurdität, Einbildung, Verrücktheit darstellt, verpasst man das Wesentliche. Überhaupt wird im Artikel gar keine Erklärung versucht. Die psychologische Charakterisierung als irrationale Projektion, soll die Erklärung ersetzen. Der Autor hat nicht den geringsten Begriff der Sache, wenn er die Parteinahme für einen Verein als irrationale Verrücktheit abtut.
Das stimmt nicht. Das „Wir“ gibt es es als Fußballverein sehr wohl. Bayern München ist mit 432 500 Mitgliedern der Mitgliederstärkste Sportverein der Welt. Platz zwei Borussia Dortmund mit 238 100 Mitgliedern, FC Schalke04 210 000 Mitglieder. Wenn der Autor das als Einbildung bezeichnet, dann leidet er an Realitätsverzerrung. Zumindest tischt er seinen Lesern ein falsche Erklärung auf. Dass sich das „wir“ gar nicht daran bemisst, ob man auch wirklich einen Mitgliedsausweis hat, soll der Beleg für eine Einbildung, ein Projektion sein. Dabei ist es bloß ein Beleg dafür, dass der Fan in seinem ideellen Genuss der fußballerischen Konkurrenz frei ist. Der Genuss der Konkurrenz funktioniert ohne Parteinahme gar nicht. Wer der Mannschaft die Daumen drückt, die besser spielt, der genießt nicht die Konkurrenz, sondern das Spiel und sieht von der Konkurrenz ab. Der Hendrig hat also überhaupt nicht verstanden, worum es dem Fußballfan geht.
Oh je. Jetzt hat unser Fußballfan auch noch das Bedürfnis nach Zusammenhalt, weil er die „ungemütlichen Wirklichkeit“ (der Konkurrenz) kompensieren will. Mir kommen die Tränen. Das raue Gegeneinander im Kapitalismus lässt bei ihm den Wunsch nach einem Miteinander entstehen. Seltsam. Warum sucht er sich dann ein Gegeneinander, eine Konkurrenzveranstaltung aus? Ist es keine Konkurrenz mehr, wenn sie mit anderen gemeinsam ausgetragen wird? Hat der deutsche Fan nur etwas gegen die Einzelkonkurrenz im Kapitalismus, aber sobald die Konkurrenz gemeinsam ausgetragen wird ist er Feuer und Flamme und verwechselt das mit dem christlichen Abendmahl oder einer privaten Lustbarkeit? Wie gesagt alles Humbug: Der Fußballfan ist kein Konkurrenzkritiker er ist ein Fan der Konkurrenz. Und erst recht ist er ein Fan der nationalen Konkurrenz und zwar weil er ein Nationalist ist. Ich unterscheide hier ausdrücklich nicht zwischen schlechten Nationalismus und guten Patriotismus. Beides ist schlecht, weil Parteilichkeit immer dumm macht. Auch Patriotismus ist Nationalismus. Der deutsche Fan projiziert nichts. Er ist bloß ein normaler Nationalist, der Nationenkonkurrenz gut findet. Er hält es schlicht für vollkommen in Ordnung wenn Deutschland seine Interesse gegen andere Nationen durchsetzt und zwar ökonomisch und militärisch. Dem Nationalisten ist es selbstverständlich, dass man Putin seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nicht durchgehen lassen darf. Und wenn er schon die wirkliche Staatenkonkurrenz affirmiert, darf man sich auch nicht wundern, wenn der Bürger sich an der ideellen Staatenkonkurrenz in Sport, Wissenschaft, Popkultur, Kultur usw. beteiligt.
Mir kommen die Tränen, ob dieses Rührstücks, das uns der Hendrig hier auftischt. Da sucht der Bürger bloß ein bisschen Zusammenhalt, Gemeinsamkeit, Wärme in dieser kalten Welt kapitalistischer Konkurrenz und zack kommt die Politik daher und nutzt das unschuldige Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft schamlos aus, indem sie es für die Nation einspannt. Eine einzige Entschuldigungserzählung des Bürgers. Und man höre und staune. Auch die Nation gibt es gar nicht. Alles bloß Einbildung diese nationale Gemeinschaft, die die Völker in Kriegen gegeneinander aufhetzt in denen Millionen ihr Leben lassen. Alles Schall und Rauch. Bloße Projektion. Beinahe lustig, wie man die Nationen auf der Welt, die das Leben der gesamten Menschheit bestimmt für eine Luftnummer erklären kann. Und nein – es ist nicht staatlicher Zwang, der die nationale Gemeinschaft erzeugt. Es ist freiwillige Affirmation der Nation und die zwanglose Parteilichkeit für die Durchsetzung des staatlichen Gewaltsubjekts. Wer sich freiwillig einer Sache verschreibt, der gehört nun mal zu dieser Gemeinschaft, die sich deren Vorhaben zum Ziel gesetzt hat.
Entschuldigungen am laufenden Meter! Die Leute wollen eigentlich gar nicht parteilich für die Nation sein. Die werden bloß von Narrativen zugequatscht und fallen dann darauf rein. Erst erzählt uns Herr Hendrig, dass die Leute wegen des Gegeneinanders ein Bedürfnis nach Kompensation entwickeln und zwei Absätze später haben sie dieses Bedürfnis nicht mehr und müssen mit verlogenen Narrativen über den Tisch gezogen werden. Was ist das Gemeinsame, dieser sich widersprechenden Theorien? – Die Bürger sind nicht verantwortlich für ihren Nationalismus. 1. Wegen der bösen Konkurrenz suchen sie nach Ausgleich im Miteinander. 2. Und zweitens werden sie belogen. – Die sind also total unschuldig. Die armen Bürger können einfach nichts für ihren Nationalismus.
Zum Schluss fällt dem Herrn Hendrig dann doch noch auf, dass der Fußballanhänger ein Parteigänger der Konkurrenz ist, obwohl ihn angeblich die Flucht vor der realen grausamen Konkurrenz in die Arme eines Vereins mit echter Gemeinschaft getrieben hat.
Es fällt ihm auf als Widerspruch, der dahingehend aufgelöst wird, dass im Erfolgsfall, wenn der eigene Verein gewinnt, die Kosten der Konkurrenz schnell vergessen sind. Stimmt zwar, hat aber offensichtlich nicht dazu geführt, dass Hendrig seine dürftigen Erklärungen und Theorien im Artikel noch einmal überdacht hat.