
Gerade hat der Nato-Oberbefehlshaber Alexus G. Grynkewich die „Theorie des Sieges“ bei einem konventionellen Krieg zwischen Russland und der Nato vorgetragen. Selbstverständlich ist die Nato, wenn Russland angreifen sollte, weit überlegen und kann die Attacke souverän niederschlagen, inklusive der Zerstörung der Kommandozentralen, Luftwaffenstützpunkte oder Logistikknoten weit in Russland. Der US-General versichert, es werde nur vernichtet, was direkt zu dem russischen Angriff beiträgt, ansonsten soll Russland intakt bleiben. Das wird als Strategie verkauft zu verhindern, dass Russland Nuklearwaffen einsetzt (Märchenstunde: Eine “Theorie des Sieges“ der Nato vom Supreme Allied Commander Europe).
Gegenwärtig findet aber auch wieder ein Nato-Manöver mit dem Titel Steadfast Noon in Italien statt, bei dem ein nuklearer Krieg geübt wird – natürlich nur als Verteidigung und auch nicht gegen einen bestimmten Gegner (Übungen für ein Kriegsverbrechen). Der Gegner ist aber eindeutig und übt seinerseits zur Abschreckung und Einsatzbereitschaft seine Nuklearstreitkräfte.
Als wirkliche Provokation kann gelten, wenn es stimmt, was die britische Times berichtete. Die Nato will danach im November in Polen eine Übung mit 1500 Soldaten vor allem aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland abhalten. Das Szenario ist ein Truppeneinsatz in der Ukraine nach einem Waffenstillstand. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting hat bei seinem Antrittsbesuch in Washington die Übung bekannt gegeben, die bereits im Juli bei einem Treffen der Koalition der Willigen beschlossen wurde. Demonstriert werden soll damit angeblich, dass auch die europäischen Nato-Staaten Sicherheitsgarantien für die Ukraine stellen können.
Für Wes Streeting muss die Ukraine als Bollwerk gegen Russland unterstützt werden, gewünscht wird ein Sieg über Russland, wie er etwas kaschiert in Washington äußert, um auch zu betonen, dass hier London führend sein will, was man in Paris und Berlin vermutlich nicht so gerne hört: „Die Ukraine ist die Frontlinie für die Freiheit überall, und es ist absolut entscheidend, dass sie sich gegen Putins Aggression durchsetzt.“ Und zu der Übung: „Wir planen für den Frieden und die Freiheit, die wir durch unsere Führungsrolle in der Koalition der Willigen erreichen wollen. Nächsten Monat werden Tausende von Soldaten an einer groß angelegten Übung in Polen teilnehmen, um sicherzustellen, dass wir bereit sind, die militärische Ausbildung und den Wiederaufbau nach dem Krieg zu unterstützen, die die Ukraine benötigen wird.“
Dabei ist allen klar, dass Russland einen Waffenstillstand ohne langfristigen Friedensvertrag ablehnt, u.a. aus dem Grund, weil eben befürchtet wird, dass die Nato die Gelegenheit nutzen könnte, in die Ukraine Truppen und Waffensysteme zu verlegen. Moskau lehnt die Stationierung von Nato-Truppen in der Ukraine kategorisch ab und würde dies als Kriegserklärung betrachten. Auch um dies zu verhindern, hat Moskau den Krieg gegen die Ukraine begonnen. Man wird davon ausgehen müssen, dass eine Verlegung von Nato-Soldaten in die Ukraine das Risiko für einen militärischen Konflikt steigert. Vermuten könnte man auch, dass allein schon die Übung Russland provozieren und auch verhindern soll, dass es zu einem baldigen Friedensabkommen kommt, da die Nato weiter auf eine Schwächung Russlands durch eine Fortsetzung des Krieges und der militärischen Unterstützung der Ukraine setzt.
Die Times verweist auch auf eine Rede des britischen Generals Sir Roly Walker, Chef des Generalstabs, der herausstreicht, dass sich die Streitkräfte und die Bevölkerung des Landes auf einen Krieg einstellen müssten. Nach Walker sei das „Soldatsein“ wieder in das nationale Bewusstsein zurückgekehrt, die Zeiten, in denen man in Großbritannien nicht über militärische Konflikte nachdenken musste, seien vorbei: „Es gab eine Zeit, in der unsere Nation nicht daran denken wollte, dass sie einmal ihre Soldaten brauchen würde, um in einem Krieg zu kämpfen. Tatsächlich werden die politischen Führer dieses Landes schon sehr bald beginnen, ein offenes Gespräch mit den Bürgern dieses Landes zu führen.“
In diesem Gespräch soll es nach dem General darum gehen, dass alle Opfer für das Militär zu erbringen haben, das Vorrang vor allem anderen haben müsse: „Sie werden versuchen, unseren Bürgern zu erklären, dass diese Opfer bringen müssen, um Verteidigung und Sicherheit Vorrang einzuräumen. Und dann werden sie diese Bürger, für die wir nicht unbedingt im Vordergrund stehen, bitten, dass auch sie einen Beitrag zur Verteidigung und Sicherheit dieses Landes leisten müssen. Sie müssen verstehen, was wir für sie tun. Sie müssen zustimmen, dass wir das tun dürfen. Das bedeutet Opfer ihrerseits. Und letztendlich werden wir ihre Unterstützung brauchen, damit Sie das tun können, was nur Sie tun können und was niemand sonst tun darf: den Kampf zum Feind zu tragen.“
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Alles für den Frieden und die Freiheit selbstverständlich.
„Den Kampf zum Feind zu tragen.“ Das macht die NATO nun schon jahrelang. Allein heute Nacht über 1000 Drohnen über St. Petersburg und Moskau. Und die Irren von der NATO werden weiter eskalieren, bis eine Atombombe aus Russland zurück kommt.
Man darf davon ausgehen, dass es im NATO-Raum detaillierte psychologische Gutachten über alle Führungspersönlichkeiten „des Feindes“ gibt. Die Einschätzung Putins führt nun zu dem, was wir beobachten! Sie halten ihn einfach für einen erbärmlichen Feigling, der sogar nach Angriffen auf Moskau nicht reagiert und haben damit bisher ja auch völlig richtig gelegen (-> Die Ukraine als „Verantwortungsnehmer“). Und nach dem, was ich bisher beobachtet habe, will ich nicht mehr ausschließen, dass er nach einem verheerenden Großangriff auf die Hauptstadt einfach kapitulieren wird. Also nur weiter so!
Sollte er allerdings gestürzt werden, dann droht das hier: https://www.imdb.com/de/title/tt0090163/
Alexander: Glauben Sie wirklich Putin sitzt alleine an den Hebeln? Die Russen haben einen
ausgeprägten Geduldsfaden. Im Moment verausgabt sich die Koalition der Willigen in vollen
Zügen. Deren Länder sind Pleite und wie sich das entwickelt sehen wir gerade in Frankreich.
Ein Angriff auf Kaliningrad wird aber den Geduldsfaden reißen lassen. Auch der Einmarsch der
Nato in die Ukraine. Die Ammis haben das scheinbar erkannt. Ich glaube nicht, das Trump wegen
ein paar Litern Diesel einen Rückzieher macht. Da vermute ich eher, dass die Russen den Iranern
ein paar „richtige“ Waffen überlassen haben, die den Ammis wirklich Angst eingejagt haben.
Auch die Israelis haben den Schwanz eingekniffen. Raketen, die beim Angriff plötzlich im Zick-
Zack tanzten und so nicht mehr zu bekämpfen waren, hatten die noch nicht gesehen. Und noch Eines:
Die Russen (allerdings auch die Ukrainer) sammeln jetzt Kampferfahrung und testen neue Systeme
vor Allem für die Drohnenabwehr. So etwas konnten die Ammis bislang nicht. Gegen die Taliban zu
kämpfen war etwas total anderes, wie sie jetzt ja auch im Iran feststellen mußten.
„Glauben Sie wirklich Putin sitzt alleine an den Hebeln?“
Dazu kann ich nichts sagen (*). Der leider viel zu früh verstorbene investigative Journalist Jürgen Roth könnte dazu vermutlich mehr sagen. Aber es passiert genau das, wovor schon der nach der Papierform verdammt unsympathische Paul Craig Roberts vor Jahren (aber nach ’22) gewarnt hat! Am Ende wird uns Putins „Strategie“ alle umbringen!
—
(*) Gerassimow wurde jedenfalls gerade wieder beim Lügen in Sachen „Schlachtfelderfolgen“ erwischt
Und nochmals Danke, Herr Rötzer, an einem Sonntagabend, es kann nicht oft genug betont werden, was auf dem Spiel steht.
Die Deutschen und die Koalition der Billigen harren mit Selenskij bis zu den US-Wahlen im November aus und werden bis dahin alles tun um Trump zu schaden.
Inmitten des jüngsten Skandals zwischen den USA und der Ukraine hat Selenskyj nun enthüllt, dass das Haushaltsloch für die Ukraine noch tiefer geworden ist, und angekündigt, dass er Partner brauche, die zusätzlich unglaubliche 155 Milliarden Euro aufbringen müssten. Bin mal gespannt, wann wir einen „Ukraine-Soli“ zahlen sollen! Mich wundert eigentlich nur, das bisher noch niemand auf die Idee gekommen ist!
Ich verstehe nicht, warum wir der Ukraine helfen, Russen zu töten. Niemand spricht über Russlands Recht auf nationale Sicherheit und darauf, sich sicher zu fühlen. Die NATO hat nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 16 Länder um Russland herum aufgenommen, nachdem sie versprochen hatte, sich nicht einen Zentimeter nach Osten auszudehnen. Alles Lügen. Die NATO hat den gesamten Krieg angezettelt, angefangen 2014, als Victoria Nuland mit 5 Milliarden Dollar den Maidan-Putsch in der Ukraine inszenierte. Alles ein ausgeklügeltes Komplott des Westens, um Russland zu schwächen und seine enormen Bodenschätze zu plündern. Und die Ukraine ist nicht einmal NATO-Mitglied. Das Ganze ist völlig absurd. Der Westen ist nichts als eine Bande von Schlägern in Anzügen.
Mir ist völlig schleierhaft wieso die NATO gelegentlich als aggressives Miltärbündnis beschrieben wird.
> „Koalition der Willigen“ übt Truppenverlegung in die Ukraine nach Waffenstillstand
Interessant auch das man von Waffenstillstand redet und nicht von Frieden. Waffenstillstand heisst man möchte weiterkämpfen wenn man genug Truppen versammelt hat.
Bei all dem was da von den Millitärs der Nato abgesondert wird und auch schon vor
2022 abgesondert wurde, wundert sich wirklich noch jemand darüber, dass Russland
mit der Sonderoperation einen regelrechten Befreiungsschlag vollzogen hat? Die Wahrscheinlichkeit,
dass die Nazi-Ukraine ohne diesen Akt heute Nato Mitglied wäre und womöglich auch noch über
Atomwaffen verfügen könnte, wäre sehr hoch. Die Engländer schaffen es ja vielleicht doch noch
ihren Krieg mit Russland anzuzetteln. Dafür müßten sie allerdings völlig auf die Waffen der Restnato
setzen, weil sie außer einigen Drohnen kaum noch funktionierende Waffen vorweisen können. Sie
glauben immer noch, dass sie wie in den letzten 1500 Jahren durch ihre Insellage geschützt sind.
Aber immerhin konnten die ollen Römer vorher schon diese Sicherheit knacken.
Was gibt es für eine außergefechtsmäßige Truppenverlegung zu üben ? Fahren ohne Diesel ? Straßennavigation nach GPS ?
Sie möchten außerhalb einer Waffenruhe
NATO-Truppen in die Ukraine drücken und
die Russen überrumpeln.