Internetblockade auf dem Smartphone bringt angeblich erstaunlich schnell positive Effekte

Bild: www.lyncconf.com/CC BY-2.0

 

Nach einer Studie erhöht sich das Wohlbefinden, Depressionssymptome gehen stärker als mit Antidepressiva zurück und die Aufmerksamkeitsspanne verbessert sich um einen Wert, der der Umkehrung von 10 Jahren altersbedingten kognitiven Rückgangs entspricht.

Praktisch jeder besitzt ein Smartphone mit Internetzugang und ist mehr oder weniger fortwährend damit beschäftigt. Letztlich ist ein Smartphone Teil des Körpers oder des Gehirns geworden und verursacht Entzugssymptome bis hin zur Orientierungslosigkeit und Weltfremdheit (Breitet sich durch das Internet „Gehirnfäule“ aus?). Zudem frisst das Smartphone erhebliche Mengen an Lebenszeit: nach einer Umfrage in Deutschland durchschnittlich 2,5 Stunden täglich, nach einer amerikanischen Studie gar über 5 Stunden, jüngere Menschen über 6 Stunden.

Kanadische und amerikanische Wissenschaftler haben nun versucht herauszufinden, ob eine heftige Nutzung von Smartphones zu kognitiven Folgen führt. Man nimmt ja gemeinhin an, dass die Aufmerksamkeitsspanne oder die räumliche Orientierungsfähigkeit abnimmt, während Schlafstörungen, Ängste und Depressionen zunehmen.

Für ihr Experiment haben die Wissenschaftler bei den 467 zufällig ausgewählten Versuchspersonen mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren nicht gleich das Smartphone ganz weggenommen, sondern es nur zu einem „Dumbphone“ gemacht und den Internetzugang zwei Wochen lang gesperrt. Sie konnten also noch telefonieren und texten. Überdies konnten sie weiterhin einen Computer verwenden, um online zu gehen. Überwacht wurde, ob die Internetsperre von den Versuchspersonen nicht umgangen wurde. Das macht auch deutlich, dass eine vollständige Internetsperre im Alltag kaum mehr möglich ist.

Die Versuchspersonen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Bei einer Hälfte wurde die ersten zwei Wochen, bei der anderen die zweiten zwei Wochen der Internetzugang blockiert, um zu sehen, ob die Veränderungen anhielten, wenn die Internetnutzung wieder möglich wurde. Vor Beginn, nach zwei Wochen und nach zwei weiteren Wochen mussten die Versuchspersonen Fragen zu positiven und negativen Gefühlen und der Lebenszufriedenheit beantworten. Es wurden entsprechend auch psychologische Tests zur Messung der psychischen Gesundheit und zur Aufmerksamkeitsspanne durchgeführt. Die Studie ist im Wissenschaftsjournal PNAS Nexus erschienen.

Wie schwer schon die Internetsperre beim Smartphone auszuhalten ist, zeigt, dass von den 467 Personen 266 die dafür erforderliche App einrichteten und 119 die vorab festgelegte Definition von „konform“ einhielten, also dass die Sperre mindestens 10 der 14 Interventionstage aktiv war. Alle Tests wurden von 67 Prozent ausgeführt.

Schon nach zwei Wochen Internetentzug bei der Handynutzung zeigten sich erstaunliche Verbesserungen, leichte Verbesserungen selbst bei denjenigen, die nur zeitweise die Internetsperre einhielten. Die Bildschirmzeit verringerte sich allerdings nur von 314 auf 161 Minuten bzw. von 336 auf 190 Minuten. Das hatte aber dennoch den Effekt, dass die Menschen mehr Sport trieben oder spazieren gingen, länger schliefen, mehr Zeit mit anderen oder mit Hobbies verbrachten etc. Allein der Umstand, mehr Zeit zu haben, dürfte, so die Wissenschaftler, das Wohlergehen, die kognitive Leistung, die Selbstkontrolle, die Schlafdauer und die psychische Gesundheit verbessern.

Die Ergebnisse der Studie nach Adrian Ward, einer der Autoren von der University of Texas:

„91 % der Teilnehmer verbesserten sich bei mindestens einem der drei Ergebnisse (psychische Gesundheit, Wohlbefinden, Aufmerksamkeit).

71 % der Teilnehmer berichteten über eine bessere psychische Gesundheit nach der Internetpause als davor. Das durchschnittliche Ausmaß der Verbesserung der Depressionssymptome war größer als das, was in mehreren Studien über Antidepressiva berichtet wurde.

Die Aufmerksamkeitsspanne verbesserte sich um einen Betrag, der der Umkehrung von 10 Jahren altersbedingten kognitiven Rückgangs entspricht.

Die Vorteile der Sperrung des mobilen Internets scheinen mit der Zeit zuzunehmen. Die Daten der Erfahrungsstichprobe zeigten, dass sich die Menschen während des Interventionszeitraums von Tag zu Tag zunehmend besser fühlten.“

Die Wissenschaftler schreiben: „Unsere Forschung ist die erste, die kausale Effekte in einem Experiment untersucht, das eine Intervention zur Reduzierung der Smartphone-Nutzung einsetzt und die Einhaltung objektiv verfolgt. Die Ergebnisse liefern kausale Belege dafür, dass die Sperrung des mobilen Internets wichtige psychologische Ergebnisse verbessern kann, und deuten darauf hin, dass die Beibehaltung des Status quo einer ständigen Internetverbindung schädlich für die Zeitnutzung, die kognitiven Fähigkeiten und das Wohlbefinden sein kann.“

Dass Verbesserungen so schnell nach Internetentzug nur beim Smartphone eintreten, ist schon erstaunlich. Nicht klar ist, ob die Wirkung auf die Beendigung einzelner Dienste wie den sozialen Medien zurückzuführen ist. Und fraglich ist auch, wie lange der Entzugseffekt anhält, endlich mal für begrenzte Zeit ohne Internetzugang im Smartphone zu leben. Die wohltuende Befreiung muss ja nicht lange anhalten, bis man auch ohne mit dem Internet verbundenem Smartphone wieder in die alte Spur zurückfällt, zumal man sich dann auch sozial isolieren würde.

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45 Kommentare

      1. Mein Tag hat nur 24 Stunden. Auch wenn ich die Nacht dazu nehme komme
        ich auf 48 Stunden. Woher haben Sie die zusätzlichen 6 Stunden um auf insg.
        54 Stunden pro Tag zu kommen?

  1. Naja, Cory Doctorow hat da einiges dazu immer wieder geschrieben. Alarme ausschalten ist das Wichtigste. Alle Bullshit Alarme, irgendein Indernett Freund dokumentiert einen Furz eines Kollegen etc. ausschalten. Trigger reduzieren auf das was wirklich wichtig ist.
    Seit ich meinem Mailprogramm und anderen gesagt habe, dass sie mich nicht triggern sollen, sondern nur anzeigen, ob es was Neues gibt, habe ich viel mehr Ruhe. Auf dem Laptop. Denn Smartphones benutze ich nur zum teflonieren. Man kann wieder selbst entscheiden, wann man schauen will ob irgendwas interessantes passiert ist.

    Daher, meiner Meinung nach, die positive Wirkung von auch kurzer Smartphone Internet Abstinenz. Die Trigger springen nicht mehr alle 5 Minuten an.

    Abgesehen davon als alter Sack gesehen. Früher haben die Süchtigen ihren Platz im Park gehabt. Man wusste wo sie waren und konnte sie umgehen. Heute ist man umgeben von Süchtigen (die das natürlich auf’s Schärfste negieren), die in allen Situationen vor ihrem Scheissphone hängen, Mütter und Väter, denen eine Scheissnachricht wichtiger ist, als das Wohlbefinden ihres Kindes. Rücksichtslose Jugendliche (geht ja heute bis 40, mit Reifegrad eines 15jährigen) die allein in dieser Welt zu sein scheinen, abgesehen vom Phone.

    Trage mich schon mit Gedanken ein Ballerspiel zu entwickeln. Thema Phonesüchtige abknallen oder E-Biker auf Fussgängerwegen. Arrogante ich bin besser als ihr Typen. Sie leben sowieso nicht in der realen Welt, wozu braucht man die noch? Auch Pazifisten müssen ab und zu ihre Gefühle ausleben, wenn möglich ohne anderen Schaden zuzufügen.

    1. Thema Phonesüchtige abknallen oder E-Biker auf Fussgängerwegen. Arrogante ich bin besser als ihr Typen. Sie leben sowieso nicht in der realen Welt, wozu braucht man die noch?

      Oh je… Schau mal in den Spiegel…
      Natürlich ist das mist, dass einige Leute von diesem Mist so beherrscht werden…. Nur du erhebst dich gerade über diese Leute…. Wenn das nicht arrogant ist, was dann?

      1. Hab ich irgendwo behauptet besser zu sein? Warum sollte ich? Hab andere Fehler.

        Ist nur eine Feststellung und es ging um ein Game, nicht um eine Tat in der Realität (die die manipulative verkürzte Darstellung nahe legt), bei dem ich meine Frustration über das asoziale Hier&Jetzt etwas abarbeiten kann (hab auch Spiele entwickelt, so nebenbei).

        Waren nur festgestellte Wahrnehmung, die falsch sein mögen, bias-belastet oder selektiv sind. Da um mich herum auch junge Menschen dasselbe wahrnehmen, scheint meine Wahrnehmung nicht vollständig daneben zu sein.

        1. Jemand der dich so kritisiert kennt mit Sicherheit Cory Doctorov nicht, noch nicht mal sein Vater.

          Ich benutze ein uralts ASUS mit android 7 drauf, ein neueres geht nicht. Eine sim, OHNE data drin, nur voice, oder wifi. Navigator, Onkyo High Fidelity Music Player und Translator

          Die Ruhe ist wunderbar…

          Smartphones sind halt gut fürs Ego. So dämlich kann keiner sein, dass er für jede noch so dumme Meinung nicht ganz schnell einen Fanplatz findet und sich toll finden kann.
          Naja, wir sehen ja mittlerweile die Folgen, zu allem nur mehr Meinungen statt Wissen. Und die Faktenchecker die den Zombies sagen welche Meinung politisch korrekt ist., sind gekauft.
          Ich bezweifle sehr, dass sich viele der wirklichen Zombies ihr Ego-Streichel-Instrument wegnehmen lassen werden. Und die sind nun mal leider auch die Mehrheit in jeder Demokratie….

          1. „Die Ruhe ist wunderbar“

            Nee – die Ruhe ist ganz sicher trügerisch!

            Eine ganz banale logische Betrachtung:
            Anwendungen wie Navigation Translater etc gehören zu den rechenintensiven Apps, die sehr viel Wärme produzieren und viel Strom verbrauchen.

            Ein PC-Tower hat ein mächtiges Netzteil mit kräftiger dauerlaufender Kühlung.
            Beim Laptop wird aus stromspar-Gründen die Kühlung dynamisch gesteuert, bei rechenintensiven Anwendungen läuft dieser Kühler hörbar.

            Ein Smartphone besitzt keinen Kühler, keinerlei Lüftungsschlitze zur Wärmeabfuhr und keine Stromversorgung, die rechenintensive Anwendungen zulassen würde.
            Alles was sie machen wird ins Netz gefunkt, dort berechnet und dann zurück zum Smartphone gesendet.

            Das Smartphone ist eine extreme Funkschleuder – daher ist es nicht verwunderlich oder merkwürdig, dass bereits kurzzeitiger Entzug zu massiven Auswirkungen wie in der Studie des Artikels (10 Jahren altersbedingten kognitiven Rückgang) führt.

            Aber das ist nur ein winziges Fitzelchen der Spitze des Eisbergs – die Probanden sind ja immer noch der Exposition der funkverseuchten Umwelt ausgesetzt.

            Dieser Umweltverschmutzung wird keiner in der heutigen Zeit gänzlich entkommen, aber man kann die Belastung sehr wohl zeitlich limitieren und in der Umgebung wo wir Hausrecht haben und uns längere Zeit aufhalten so bedeutend reduzieren, dass dem Körper die Möglichkeit zur Regeneration/Reparatur gegeben wird.

            1. Ich glaube sie haben da was missverstanden, ich habe keinerlei Interesse an der Rettung der Welt. Ich sehe das nämlich etwas realistischer…
              Die extreme Verblödung der Massenmenschen tangiert mich in meinem Leben nahezu überhaupt nicht, und es ist mir auch egal, ob das durch Elektro Smog geschieht oder nicht. Die Reichweite/Energie dieser Wellen ist extrem kurz, es scheint man müsse das Phone schon direkt ans Gehirn, bzw die Gehirn-Reste halten um negative Konsequenzen haben. Ob sie da anderer Meinung sind ist mir egal, denn WISSEN tun sie so wenig wie ich auch.
              Da ich bestenfalls ein Gespräch in der Woche führe und kaum 400 Jahre alt werde, hab ich ihre Sorgen nun mal nicht….

  2. Ach was liebe ich mein Rentner Handy. Telefon, SMS, Kamera und Taschenlampe
    was braucht man mehr? Kein hecktisches wischen an den Kassen um nach einer
    App zu suchen. Kein „schick mir mal ´n Bild“. Sehr entspannend!

    1. Bin ganz Deiner Meinung 🙂 Wer braucht all den „Chichi“ – fühlen sich die Menschen inzwischen so einsam und brauchen diese Art Selbstbestätigung? Einst trafen wir uns einfach zum Essen, Trinken, Sport, Musikhören, Kinogehen, bei Konzerten oder zu Diskussionen etc. Es war ein ‚ausgefülltes Leben‘ mit „echten Freunden“ und kein virtueller shice.
      Manchmal finde ich allerdings die Musikfunktion auf meinem „Handy sehr praktisch – da kann ich in Bus und Bahn weghören, wenn andere lange, laute Telefonate führen 😉

      1. „… fühlen sich die Menschen inzwischen so einsam und brauchen diese Art Selbstbestätigung? “

        Meinen sie das Ernst ???? Warum glauben sie, gibt es Facebook und Co überhaupt?

    1. „Kein Wort über die Strahlung, weder von den Masten noch vom Smartphone selbst“

      Aber das könnte doch die Bevölkerung beunruhigen!

      Lesen sie etwas genauer – es steht nur zwischen den Zeilen…
      Aus dem header des Artikels:
      „[…]die Aufmerksamkeitsspanne verbessert sich um einen Wert, der der Umkehrung von 10 Jahren altersbedingten kognitiven Rückgangs entspricht.“

      Funkexposition (was identisch mit der von ihnen gemeinten Strahlung ist) verursacht Zellstress, den die Zelle an ihrer Zellwand nach aussen signalisiert (ähnlich wie das spike von covid). Dieses Signal setzt eine biochemische Botenstoffkette in Gang, die mit vielen Reaktionen vom Körper beantwortet wird. Einer dieser Zweige der Botenstoffkette schaltet den Hippocampus aus, um keine unnötige Energie zu verbrauchen, da der Körper alle vorhandenen Energieen zur Regeneration einsetzt.

      Als Analogie auf die Funktionsweise unseres Gehirns: die graue Masse die wir als Gehirn verstehen ist der Arbeitsspeicher – der Hippocampus ist der Prozessor. Ist der Prozessor abgeschaltet werden keine Informationen aus dem Speicher verarbeitet.

  3. Dass Verbesserungen so schnell nach Internetentzug nur beim Smartphone eintreten, ist schon erstaunlich.

    Nicht erstaunlich, eher sehr merkwürdig.
    Die Sucht typischen Entzugserscheinungen in den ersten Wochen wie Zittern, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Angst- und Panikattacken, eventuelle Herz- und/oder Kreislaufbeschwerden, Schwächegefühle, Gliederschmerzen, Magenkrämpfe oder gar Hyperventilationen und Hysterien aller Art fehlen komplett. Stattdessen nicht nur ‚seelenruhige‘ Gelassenheit, sondern sogar eine verbesserte psychische Befindlichkeit, eine, quasi, Symbiose von Kosmos & Geist.

    Sucht?

    Wurde denn die Ausgangshypothese eines Suchtverhaltens durch Handynutzung überhaupt verifiziert oder dadurch eher falsifiziert?

    Auf deutsch: Lag denn überhaupt ein Suchtverhalten durch die Benutzung eines Mobiles vor?

    Überwacht wurde, ob die Internetsperre von den Versuchspersonen nicht umgangen wurde.

    Konnte denn eine Zweithandynutzung sicher ausgeschlossen werden?

    Verbesserten sich psychische Befindlichkeiten und kognitive Leistungsfähigkeiten eventuell durch die damit verbundene Selbsteinschätzung der Probanden, die Forscher gerissen übers Ohr gehauen zu haben?

  4. „Die Wissenschaftler schreiben: „Unsere Forschung ist die erste, die kausale Effekte in einem Experiment untersucht, das eine Intervention zur Reduzierung der Smartphone-Nutzung einsetzt und die Einhaltung objektiv verfolgt.“

    Naja die Ersten sind sie sicher nicht – und „inoffiziell“ wissen das etliche Wissenschaftler und Ärzte.
    Es gibt einige Institutionen und Einrichtungen, die sich mit Behandlung von Depressionen und Psychosen beschäftigen und eine sog.Isolierstation vorhalten, wo die schweren Fälle zunächst einen Entzug durchmachen müssen.
    Die eigendlich dahinter steckende Problematik wird nicht gerne breit diskutiert, sondern Stiefmütterlich behandelt und nur mit einem möglichst kleinen Kreis der Mitarbeiter kommuniziert.

    Das große Problem solcher Studien ist, dass heutzutage die Pacebo-Gruppe fehlt und es den Langzeitstudien, welche die schleichenden Auswirkungen nachweisen, an Finanzierung mangelt. Die Investitionen in solche Studien rechnen sich halt nicht, zumal unliebsame Ergebnisse sehr drastisch ausfallen und vielen Interessengruppen missfallen.

    Physikalisch macht es keinen Unterschied ob Smartphone oder Funkbelastung – die Auswirkungen sind seit den 60er Jahren hinlänglich bekannt. Nur das damals noch Vergleichsgruppen vorhanden waren…
    Aus diesen alten Studien wissen wir, dass eine zeitliche Limitierung der Funkexposition dem Körper die Möglichkeit zur Regereration gibt.

  5. Man kann die Petzen auch daheim lassen. Ich habe sie noch nie Gassi geführt, aber mir haben sie sie auch nicht bereits in die Wiege gelegt…

  6. „Internetblockade auf dem Smartphone bringt angeblich erstaunlich schnell positive Effekte“

    Kein Problem, da gibt`s Abhilfe für, ich hab schon die neuste Schlagzeile für Sie.

    „Die USA wollen sich BRICS+ anschließen und gemeinsam die Urup-Nazis zu Tode sanktionieren und wen nötig sogar in den Krieg ziehen“

    (aus welchem Grund auch immer, warum sind wir in diesem beschissenen transatlantischen gezinkten scheiß Spiel eigentlich plötzlich die bösen? Ach ja wegen Ursula. Und wer hat der befohlen in unserem Namen weiterhin in den Krieg zu ziehen? Wer soll das Bitte bezahlen meine Damen meine Herren? Saga mal, habt er se noch alle?

  7. So nach dem Motto was man nicht weiß macht nicht heiß, und darum glücklich. So, so das Glück der Unwissenheit?! Nun es kommt darauf an wofür man ein Smartphone benutzt. Also ich benutze es nur wenn ich bestimmte Auskünfte benötige oder telefonieren muss. Da ich es meistens nicht zur Unterhaltung oder sozialem Austausch benutze bleiben bei mir die meisten Apps unbenutzt. Es ist meistens ausgeschaltet und ich schalte maximal zweimal pro Tag an um Neuigkeiten zu erfahren. Passt. Macht mich weder nervös noch deprimiert es mich bei solcher Benutzungsweise, ist doch prima für schnelle Informationsbeschaffung und gewollte Kommunikation, gewünscht wie. Ist wie bei allen Werkzeugen man muss sie nur richtig für individuelle Zwecke benutzen wissen. Und ich bin 75, habe IT seit Entstehen immer nur als Werkzeug behandelt. Soziale Medien, igitt oh Graus, da komm ich ohne aus, und zwar gut!

    1. @Otto0815

      mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren

      https://debeste.de/upload/342e4a7135d5d4eef98deeab9146d3381384.jpg

      Es geht dabei nicht um Kinder! Bei letzteren sollte man schon genauer hinschauen. Meines Erachtens hat bspw. in der Schule ein Smartphone absolut nichts zu suchen.
      Was Erwachsene so in ihrer Freizeit machen… Viele Dinge die ihnen
      selbst Schaden zufügen. De facto geht uns das aber nur sehr beschränkt etwas an.
      Du hast woanders von negativen umwelttechnischen Aspekten gesprochen. Das ist richtig… Gar keine Frage, aber das gilt für ganz viele andere Dinge im Alltag auch… Dazu brauchst du nur das vom Deutschem heißgeliebte Auto nehmen… Ein Verzicht auf dieses ist bestimmt für viele im städtischem Raum möglich. Mit Sicherheit viel unbequemer. Aber wenn der umwelttechnische Aspekt entsprechend hoch gewertet wird…

  8. Eigentlich wissen es alle, auch ohne Studie. So wie wir wissen, dass Alkohol und Bewegungsmangel schädlich sind. Wer es genauer wissen wollte, konnte es schon vor Jahren von Prof. Spitzer hören, der, und das wohlbegründet, tatsächlich ein Verbot der Nutzung des Smartphones für Kinder fordert. Aber wir wollen es nicht wissen und lesen dann mit Erleichterung, dass Journalisten und Wikipedia-Autoren Spitzer als aus der Zeit gefallenen Technikfeind angifteten.
    Sacha Lobo, stilprägender Mitarbeiter beim Relotius-Magazin („Lumpenpazifisten“ ) soll erklärt haben, dass er seinem Kind, sowie es das mit den eigenen Händen bewerkstelligen könne, Zugang zum Smartphone ermöglichen wird. Das habe ich nicht selbst gelesen, aber es gibt Gründe, es zu glauben. Er würde sicher nie etwas machen, was seinem Kind schadet und besser als als ein anerkannter Neurologe wird er es sowieso wissen. Er publiziert schließlich in einem offizielle lizensierten Wahrheitsmedium. Und wenn es da steht, muss es genau das sein: die Wahrheit.
    Doch, wir wissen eigentlich alles.

    1. „Wer es genauer wissen wollte, konnte es schon vor Jahren von Prof. Spitzer hören, der, und das wohlbegründet, tatsächlich ein Verbot der Nutzung des Smartphones für Kinder fordert. Aber wir wollen es nicht wissen und lesen dann mit Erleichterung, dass Journalisten und Wikipedia-Autoren Spitzer als aus der Zeit gefallenen Technikfeind angifteten.“

      Ich würde es auch komplett im Straßenverkehr, ob Fußgänger oder Radfahrer verbieten, so wie für Autofahrer auch.
      Die rennen mit ihrem Ding vor der Nase blind durch die Gegend achten nicht auf den Verkehr und verursachen Unfälle.

      1. Es ist bereits für Autofahrer & Radfahrer mit gutem Grund verboten während der Fahrt zu benutzen… Einige tun es trotzdem!
        Für Fußgänger noch nicht. Da ist wohl das Gefährdungspotenzial noch nicht hoch genug. Ich bin mir nicht sicher wie es dabei versicherungstechnisch aussieht, wenn jemand mit einem Smartphone in der Hand abgelenkt einen Unfall als Fußgänger verursacht. Vielleicht kann mich da jemand aufklären.

            1. Fußgänger müssen, wenn sie keine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, den verursachten Schaden aus eigener Tasche bezahlen, idR wird die Höhe dann auf Klage des Geschädigten durch ein Zivilgericht festgelegt (und wenn man keine Rechtschutzversicherung hat….). Und uU greift das Strafrecht wg. Fahrlässigkeit.

    2. „Eigentlich wissen es alle, auch ohne Studie.“

      Also ich zB weiss es nicht, und ich bin sicher auch sie., wieso viele andere Zombies GLAUBEN das nur, auch sie WISSEN nichts. Selbstbverständlich goilt das auch für die, die das gegenteil von ihnen glauben.

      Erfreulicherweise kann mir das völlig egal sein, da ich sowas nicht, bzw extrem selten benutze, und von Ohr/Gehirn fern halte.

      Bei Ihnen scheint es allerdings bereits zu Problemen geführt zu haben, denn sonst würden sie nichts lesen, in dem der Name Lobo vorkommt.
      Sehen Sie? Das mit der Intelligenz wäre eigentlich ganz, ganz einfach…. aber das Ego, gell?
      „Ja, dieses Kack-Ego… das zwingt mich immer zu so solchen Sachen. Ich bin eigentlich ganz anders, ich komm nur so selten dazu!“

      „Doch, wir wissen eigentlich alles.“

      😂 🤣 😂 🤣 😂 🤣 😂

      1. Ach, ich mache jetzt keinen erkenntnistheoretischen Disput mit. Da ich Spitzer schon seit einigen Jahren verfolge, gibt es schon einiges Konkretes, was man diskutieren könnte. Ich habe aber den sehr sicheren Eindruck, dass das nicht in deiner Absicht liegt, sondern dass du irgendeine persönliche Nummer abziehen willst. Das kannst du auch gern machen. Nur eben nicht mit mir. Zu langweilig.

    3. @1211

      [+++++]

      Jede Sucht hat ihre spezifischen Eigenschaften und Auswirkungen.
      Einige Süchte nehmen in ihren Auswirkungen die grotesken Formen des religiösen Wahns an und lassen sich damit prima als Religionsersatz missbrauchen. Aber erzählen sie das einem Junkie (oder einem Prediger wie dem Lobo)…

      „Eigentlich wissen es alle, auch ohne Studie.“

      Selbstreflektion ist eine der schweren Übungen eines jeden Menschen – daher benötigen wir die Gesellschaft und ihre Kritik, um zu einer fruchtbaren Kooperation zu gelangen.
      Emotionalität ist eins der größten Gifte für den individuellen IQ sowie den sozialen Charakter einer Gesellschaft.

      Wir wissen es nicht nur alle – wir können es auch tagtäglich in unserer Umgebung beobachten.
      Wir wissen es nicht nur „eigendlich“, sondern wir wissen es gesichert weil es bereits in allen Ausprägungen ausgiebig erforscht ist. Aber erst wenn -bildlich gesprochen- der Krieg unsere eigene Hütte vor unseren Augen zerstört hat, werden wir bemerken, „dass man Geld nicht essen kann“…

  9. Ich habe mal gehört, dass die Tech-Bros aus dem Silicon Valley ihren eigenen Kindern sogenannte Smartphones vorenthalten („sogenannte“ deswegen, weil das Smarte sich ja nicht oder nur zum Schein auf den Nutzer bezieht, während die Betreiber/Dienste dieser ganzen Technologie einzig den Vorteil haben/Profit machen; „Smartphone“ scheint ein ausgemachtes, Ursachen und Wirkungen verdrehendes Falschwort zu sein – ähnlich wie bspw. „Arbeitgeber“ oder „Arbeitnehmer“) und sie statt dessen auf Waldorfschulen schicken. Ich weiß nicht bzw. kann nicht mehr belegen, ob das stimmt.

    In diesem Zusammenhang würde mich sehr interessieren, wie eigentlich sogenannte Eliten mit diesem Phänomen umgehen, ob sie überhaupt betroffen sind. Ich kann mir eher vorstellen, dass die Reichen und Mächtigen eine Art „Handy-Boy“ oder „Smartphone-Diener“ haben (wenn überhaupt), als dass sie ebenfalls dieser pandemischen Sucht/Seuche ausgeliefert seien.

    Eine Frage an/Anregung für Florian Rötzer vielleicht also für einen zu seinem hiesigen Beitrag passenden: Wie machen die Reichen und Schönen das eigentlich? Ist dazu etwas bekannt?

    Ich könnte mir vorstellen, dass die eingangs vermutete Tatsache eher augenöffnend wirken könnte, als wissenschaftliche Studien, die die Schädlichkeit des Umgangs mit Smartphones dokumentieren.

  10. Umweltpolitisch ist das auch nicht i. O., ständig müssen neue Handys her weil es für die alten Dinger keine Updates mehr gibt und so fällt jede Menge Schrott an.

    1. Ja, je dümmer der Konsument, um so mehr haben sie Recht: „ständig müssen neue Handys her weil es für die alten Dinger keine Updates mehr gibt“

      ich benutze eines mit Android 7, hat mich vor vielen Jahren bei Amazon €20 gekostet, und es macht wirklich alles was ich will. Und das ist natürlich wenig, verglichen mit dem was die Telekom möchte, dass ich es tue.

      Allerdings hab ich die Angewohnheit selber zu denken und so leuchten mir auch die Begründungen der Digital Konzerne nicht ein, warum ich mir ein neues Smartphone kaufen sollte, nur weil die jetzt ein paar upgedatete Neuigkeiten eingebaut haben die es ihnen erlauben, noch mehr meiner Daten abzuzocken.

      Sorry.. zu lang der Satz fü ihr Hirn?

  11. Und was ist jetzt mit meinem „eyePhone von Mum“ – siehe oben „Futurama“ 🙂 😉

    Smartphone, Computer – sowas altmodisches ich will ein eyePhone direkt in meine Auge eingepflanzt 🙂 😉

    Oder noch besser gleich ins Gehirn wie Elon Musk das planen soll 🙂 😉

    Der Irrsinn kennt keine Grenzen mehr, aber ist ja alles – zum Glück – noch weit entfernte Zukunftsmusik *puh**daumenhoch* 😉

    Gruß
    Bernie

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