„Jedes Land darf seine Bündnispartner selbst aussuchen“

Havanna. Bild: Klaus Peter Schmidt/CC BY-NC-4.0
Havanna. Bild: Klaus Peter Schmidt/CC BY-NC-SA-4.0

Oder: Die Rachsucht der USA gegenüber Kuba.

 

Liebe Leser, erinnern Sie sich – am 4. Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine – noch an die Behauptung: „Jedes Land muss sich seine Bündnispartner selbst aussuchen dürfen!“? So hieß es mit tiefster Überzeugung gegen jeden, der die zuvor sehr deutlich geäußerten russischen Bedenken gegen eine Mitgliedschaft der Ukraine in der Nato und die mögliche Stationierung von Mittelstreckenraketen auf dem Territorium der Ukraine nachvollziehen konnte.

Nun, Kuba hatte sich nach dem erfolgreichen Sturz des Diktators Batista im Jahr 1959 zunächst an die USA gewandt, um freundschaftliche Beziehungen geworben und auf eine Unterstützung seines Programms nationaler Entwicklung gehofft. Als diese Anfrage in Washington negativ beantwortet wurde, baten die Anführer der kubanischen Revolution, Fidel Castro und Che Guevara, in der Sowjetunion um Hilfe. Schauen wir mal, was dann passierte:

Zitat aus Wikipedia, Stichwort “Kubakrise”
„Die UdSSR beobachtete diese Entwicklung aufmerksam und nahm im Mai 1960 diplomatische Beziehungen zu Kuba auf. Castro hoffte, mit der wirtschaftsstarken UdSSR im Rücken ein Vorbild für die nationale Unabhängigkeit in Lateinamerika werden zu können. Die USA werteten dies als inakzeptablen Versuch, in Mittel– und Südamerika den Kommunismus zu verbreiten.
Nach der entschädigungslosen
Verstaatlichung von Agrarland, Banken und Raffinerien aus US-Besitz auf Kuba verbot die Regierung der USA im Oktober 1960 per Dekret, Erdöl nach Kuba zu exportieren; gleichzeitig untersagte sie jeglichen Import aus Kuba. Das sowjetische Politbüro sagte der Castro-Regierung hierauf wirtschaftliche und militärische Unterstützung zu. Diese Zusagen galten später als Anlass für die mit verdeckter Unterstützung der CIA durch Exilkubaner ausgeführte Invasion in der Schweinebucht vom April 1961, die für die Angreifer in einem Fiasko endete. Die USA erarbeiteten noch im selben Jahr ein geheimes Programm zur Sabotage und Unterwanderung Kubas.“

Was lernen wir daraus?

  1. Den USA war es völlig selbstverständlich, eine Regierung n i c h t zu dulden, die sich einen Bündnispartner aussuchte, den die USA nicht genehmigt haben und noch viel weniger mochten.
  2. Deshalb durften, ja mussten die USA geradezu den “inakzeptablen Versuch”, im Hinterhof der USA Kommunismus zu verbreiten, indem ein “Vorbild für nationale Unabhängigkeit” (!) aufgebaut wird, mit allen Mitteln verhindern: Sabotageakte, Attentate auf die kubanische Führung (inkl. der Liquidation Che Guevaras), versuchte Invasion.
    3.
Und wer sich an US-Eigentum – wie immer das auf Kuba zustande gekommen ist – vergreift, um seine „nationale Entwicklung“ voranzutreiben, durfte sich nicht über eine jahrzehntelange harte Wirtschaftsblockade wundern, die eben diese Entwicklung des Landes nach Kräften behindert.

Das schreibt übrigens kein linkes antiamerikanisches Studentenmagazin, sondern die ziemlich amerikanisch geprägte Wikipedia… Eine aktuelle Analyse der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages bezweifelt übrigens die völkerrechtliche Grundlage der US-Sanktione, insbesondere die der sog. „Sekundärsanktionen“, die Unternehmen und Staaten außerhalb der USA betreffen.

Wenn dann nach 65 Jahren Blockadepolitik gegen eine kleine Karibikinsel alle sehen können, dass es „der Sozialismus“ einfach nur zu einer phänomenalen Misswirtschaft bringt, kann der jetzige US-Präsident zur finalen Friedensstiftung übergehen.

„Am 29. Januar 2026 unterzeichnete Präsident Trump eine Exekutivverordnung, die Kuba als „ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit der USA einstuft.“ 



¡Hola! Interessant!

Trotz sozialistischer Misswirtschaft sind also zehn Millionen Kubaner, die unter massiven Stromausfällen leiden und denen inzwischen selbst wichtige Medikamente und Lebensmittel fehlen, eine „ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung“ der militärischen Supermacht Nummer Eins auf dem Globus.

Okay – wir sind ja längst nicht nur im post-faktischen, sondern auch im post-logischen Zeitalter angekommen, insofern sollten wir nicht so pedantisch sein.
Es ist also eher großzügig von Trump, dass er überhaupt eine Art Begründung dafür ins Feld führt, dass die USA auf einem regime-change in Kuba bestehen.

MERKE:
Wer keinen Respekt vor US-amerikanischem Eigentum hat, kriegt das bitter zu spüren. Die Kubaner verhungern, damit die Welt das lernt!

PS: Kleiner Nachtrag zur eigentlichen “Kubakrise”

Nach der vom CIA gesteuerten Invasion in der “Schweinebucht”, die zurückgeschlagen wurde, wollte Kuba sich durch die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen vor weiteren Attacken schützen.

Umgekehrt war es für die Sowjetunion attraktiv, ihrerseits Raketen in der Nähe des amerikanischen Festlandes zu stationieren – als Reaktion darauf, dass die USA Raketenbasen in der Türkei und Italien aufgebaut hatten und ihr damit drohten.

Der sowjetische Versuch, nuklear bestückte Mittelstreckenraketen in Kuba zu stationieren, wurde von den USA mit der Androhung eines atomaren Erstschlags durch den damaligen Präsidenten John F. Kennedy beantwortet. Im Oktober 1962 war die Welt nur einen Wimpernschlag von einem Atomkrieg entfernt – dabei wollte eine kleine Insel doch „nur“ ein paar Raketen „zur Abschreckung“ der hoffnungslos überlegenen US-Macht. Vielleicht sollte man daran denken, wenn jetzt Deutschland über „die Bombe“ diskutiert oder die USA (ganz selbstlos, versteht sich) Taiwan helfen, „sich gegen die übermächtige Volksrepublik zu verteidigen“…

Die Sowjetunion lenkte schließlich ein und verzichtete auf die Stationierung; die USA zogen ihre Raketen aus der Türkei ab, womit sie anerkannten, welche Bedrohung sie zuvor aufgebaut hatten. Und sie gaben das Versprechen, Kuba nicht mehr anzugreifen…

Renate Dillmann

Renate Dillmann ist freiberufliche Journalistin. Studium der Politikwissenschaft und Geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz; Promotion zur Staatstheorie von Thomas Hobbes an der Fernuniversität Hagen. Seit vielen Jahren Lehrbeauftrage an der Evangelischen Hochschule Bochum. Veröffentlichungen: „China – ein Lehrstück“ 2021, Die Buchmacherei; „Abweichendes zum Ukraine-Krieg“ 2023; „Medien. Macht. Meinung. Auf dem Weg in die Kriegstüchtigkeit“, 2025, PapyRossa
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70 Kommentare

  1. „MERKE:
Wer keinen Respekt vor US-amerikanischem Eigentum hat, kriegt das bitter zu spüren. Die Kubaner verhungern, damit die Welt das lernt!“

    Das kann man ergänzen:

    „Gods Own Country“ gehören alle Ressourcen dieser Welt. Länder, die das Pech haben, auf Öl, Gas oder anderen Ressorcen zu sitzen, haben die gefälligst gegen ein kleines Bakschich rauszurücken, sonst werden sie mit Regime Changes, Stellvertreter-Kriegen oder direktem Krieg überzogen (siehe z.B. Venezuela, Iran, Russland/Sibirien).

  2. Kleine Anmerkung, welche die Sache nicht gerade besser macht: Die Ukraine hat sich die NATO als Bündnispartner nicht wirklich „ausgesucht“: Die NATO hat sich die Ukraine „ausgesucht“. Es brauchte jede Menge Investitionen in politische und gesellschaftliche Beeinflussung und einen gewaltsamen Umsturz, um die Ukraine zu überzeugen, sich aus „freien Stücken und völlig unbeeinflusst“ für die NATO zu entscheiden.

    Man möge mich korrigieren, aber ich glaube die kubanische Revolution war zumindest eine Eigenproduktion des Landes (?). Während ich zwar echte Basisdemokratie unterstütze, kann ich sowas zumindest eher akzeptieren als externe Beeinflussung.

  3. Kuba hat sich seine Verbündeten selbst ausgesucht, seine territoriale Integrität ist gewahrt. Die USA, die das kubanische Regime ablehnten, haben keine kubanischen Städte bombardiert. Es gibt Millionen kubanischer Flüchtlinge, aber sie haben Kuba verlassen, weil sie die unfähigen Kommunisten nicht mögen, nicht weil amerikanische Bomben auf sie gefallen sind.

        1. Roman, da haben Sie recht, die Amis hassen die Kubaner nicht, die wollen bloss ihren Spielplatz wiederhaben, den man ihnen so abrupt weggenommen hat, das will Trump rueckgaengig machen……

          „In den 1950er Jahren diente Havanna als „hedonistischer Spielplatz für die Weltelite“ und generierte beträchtliche Gewinne aus Glücksspiel, Prostitution und Drogenhandel für die amerikanische Mafia , korrupte Polizeibeamte und ihre politisch gewählten Günstlinge . [ 46 ] Der kubanisch-amerikanische Historiker Louis Perez urteilte: „Havanna war damals das, was Las Vegas heute ist.“ [ 47 ] Schätzungen zufolge gab es Ende der 1950er Jahre in Havanna 270 Bordelle. [ 48 ] Zudem waren Drogen, ob Marihuana oder Kokain, damals so leicht erhältlich, dass eine amerikanische Zeitschrift 1950 verkündete: „Drogen sind in Kuba kaum schwieriger zu beschaffen als ein Schluck Rum. Und nur geringfügig teurer.
          Infolgedessen beschrieb der Dramatiker Arthur Miller Batistas Kuba in The Nation als „hoffnungslos korrupt, ein Spielplatz der Mafia und ein Bordell für Amerikaner und andere Ausländer“.
          https://en.wikipedia.org/wiki/Fulgencio_Batista

          1. Es gibt keinen Hass gegen Kubaner, und es fallen keine Bomben auf Havanna! Das klingt gut für mich! Nicht alle Regierungen können so vernünftig sein.

            1. Wirtschaftskrieg ist auch Krieg nur mit anderen Mitteln. Eine Belagerung ist auch Krieg. Und beides machen die USA. Um den Kubanern Frieden und Demokratie zu bringen sind ein bisschen Tabak und Rum nicht wichtig genug im Vergleich zu Erdöl.

              1. Und diese „anderen Mittel“ ermöglichen es den Kubanern, friedlich zu leben, ihre territoriale Integrität zu wahren und die Demokratie aufrechtzuerhalten. Es gibt dort Demokratie, nicht wahr, und nicht nur Rum und Tabak?

                1. Roman, Kuba wird seit über 60 Jahren von den Amerikanern mit einem
                  Embargo beglückt.
                  Wenn Sie nicht wissen was das ist, Wiki hilft ausnahmsweise.
                  Jetzt kommen schwerste Sanktionen dazu, WARUM?
                  Kuba hat SEINE Souveränität verteidigt.
                  Territoriale Integrität stimmt auch nicht siehe
                  Guantanamo Bay!
                  Über die widerrechtliche Besetzung dieser Bucht selbst recherchieren!
                  Die Insel gehört den Kubanern und nicht der amerikanischen Mafia!

                  1. Sie haben völlig Recht: Sanktionen, nicht Bomben. 65 Jahre Sanktionen, kein jahrelanger Krieg zwischen Armeen. Und der Status von Guantanamo ist durch einen zwischenstaatlichen Vertrag geregelt; Guantanamo bleibt Teil des kubanischen Staatsgebiets.

                    „Die Insel gehört den Kubanern und nicht der amerikanischen Mafia!“ Und ich stimme Ihnen vollkommen zu. Und die „amerikanische Mafia“ bombardiert Kuba nicht. Das zeigt das wahre Ausmaß der Aggressivität des amerikanischen Imperialismus.

    1. Haben Vietnam, der Irak, der Iran, Libyen, Afghanistan (abgesehen von Bin Laden, den man auch Pakistan zuordnen kann, wo er dann durch die USA getötet wurde) die USA angegriffen, damit diese ihr Bombardement dort rechtfertigen könnten? Ach ja, da gab es ja mal die Brutkastenlüge, eine von vielen. Kann man mit so eine Danebenargumentation, wie Sie ständig betreiben, Geld verdienen? Was nehmen Sie, um Ihr Gewissen auszuschalten*

    2. Schon mal was von der „Schweinebucht“ gehört? Oder von Terroroperationen gegen kubanische Passagierflugzeuge? Oder von Attentatsversuchen der CIA gegen Fidel Castro und andere kubanische Politiker? Dazu Sanktionen, die den Menschen in Kuba das Leben zur Hölle machen sollen. Und die auch von den US- Vasallen/ Kolonien befolgt werden….

      1. Es gibt Sanktionen, aber keine „Spezielle Militäroperation“, deren Jahrestag der Autor feiert. So aggressiv ist der amerikanische Imperialismus!

        1. Fragen sie mal in Vietnam, Afganistan, dem Irak oder Haiti nach um nur ein paar Beispiele zu nennen. Oder einfach mal den freundlichen Syrer aus der Nachbarschaft fragen, warum der nach Deutschland gekommen ist.

          1. Die Autorin wählt Kuba als Beispiel für schlechte Beziehungen zu einem Nachbarland. Ich nehme an, dass die Beziehungen zwischen Kuba und den USA gar nicht so schlecht sind und anderen Regierungen als Beispiel dienen können.

              1. Was diskutiert ihr mit dem? Der verbreitet einen derart realitäts- und lebensfremden Schwachsinn, der bereits mit minimaler Allgemeinbildung widerlegt werden kann. Das ist ein Troll, füttert ihn nicht.

    3. Kuba hat seine territoriale Integrität nur deshalb gewahrt, weil die vom CIA inszenierte Schweinebucht-Invasion kläglich gescheitert ist und die USA haben alle zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt, um lebenswichtige Importe nach Kuba zu verhindern, sodass sie Kuba schikanieren können, ohne Kuba zu bombardieren.

      Die Kubaner, die Kuba verlassen haben sind keine Flüchtlinge, sie wurden in Kuba nicht verfolgt, es sind Wirtschaftsflüchtlinge, die hoffen, sich mit US-Unterstützung ein besseres Leben gestalten zu können.

      Und den Machthabern in den USA wässert der Mund nach über 65 Jahren immer noch, um Kuba militärisch angreifen zu können, auch mit Bomben.

      1. Nicht alle Regierungen sind in der Lage, von Bombardierungen benachbarter Länder abzusehen, wenn sie diese nicht mögen. Das 65-jährige Moratorium für Bombenangriffe ist nur ein Indiz für die Aggressivität des amerikanischen Imperialismus!

  4. Schön, mal ausnahmsweise lesen zu dürfen, dass es die UdSSR war, die bei der Kubakrise eingelenkt hat, und nicht der stets zu Unrecht als Friedensengel gefeierte Kennedy, der es glatt drauf ankommen ließ.

    1. Ja, der gute alte Genosse Chrutschow, eine Seele von Mensch. Voller Güte und Einsicht, ein wahrer Philantrop, ein Vorbild , ein leuchtender Stern, der heilige August der UDSSR…

      1. Dazu Bandera, der ehrenwerte Gegenpart, unser Held von heute, neben Netanjahu, allesamt Menschenfreunde, keine Tierfreunde, Tiere werden beseitigt, und Untermenschen auch. Chruschtow war wenigstens so human, der Ukraine die Krim zu schenken.

      2. Ja, der gute alte Nikita Chrustschow wollte sogar der Nato beitreten. Man hat ihn aber nicht gelassen, weil:
        „Und NATO ist gegen die Sowjetunion geschaffen worden. Daß dem so ist, wird von allen Tatsachen bestätigt,
        die sich ereignet haben. Das ist auch dadurch bewiesen, daß unser Wunsch abgelehnt wurde, der NATO beizutreten. Man hat es abgelehnt, weil die lTATO gegen die Sowjetunion und gegen die Länder der Volksdemokratien geschaffen ist.“

        Von wegen jedes Land darf sich seine Verbündeten aussuchen. Das wird nur behauptet, wenn es dem Welthegemon in den Kram passt. So darf man natürlich der Ukraine nicht vorschreiben, dass sie nicht in die Nato aufgenommen wird. Bei der SU ging das problemlos.

      3. „Ja, der gute alte Genosse Chrutschow,…“

        Wegen der Schwäche, die er in der Kuba-Krise gezeigt hatte, was Mütterchen Russland nie verzeiht, wurde er von Breschnew und Kossygin 1964 gestürzt. Von da an durfte er im Garten seiner Datscha Tomaten züchten.

    1. @ Rubis: Als Deutschland sich traute mit Russland etwas „intimere“ Handelsbeziehungen
      incl. der Nordstream Pipelines, die ja auch halb Europa mit versorgen sollte, haben unsere
      Freunde hinter dem großenTeich gezeigt, wer wir sind. Wer solche Freunde hat…….

      1. Werter @Träumer, wenigstens einmal darf ich Ihnen recht geben. Es war die berühmte TikTok-Beamtenaktentasche -Modell „Scholz“ in Echtleder- die das NS-Zulassungverfahren in der letzten Februarwoche 2022 nach dem Besuch in Washington DC Anfang Februar 2022 -als der berühmte Satz von Sleepy Joe „Wir haben die Mittel, um…“ fiel- ausgesetzt hat.

  5. Müsste der Untertitel nicht lauten:

    „Die Rachsucht der USA, und von rückwärtsgewandten Teilen der exilkubanischen Gemeinde (inkl. der dortigen US-Mafia samt US-Konzernen)?“

    Die Kubanische Revolution von Fidel Castro/Che Guevara, und deren Genossen, liegt ja schon etliche Jahrzehnte zurück und viele Exil-Kubaner/-innen wollen ja gar nicht nach Kuba zurück – vor allem die in den USA nun schon seit Generationen heimisch gewordenen Exil-Kubaner/-innen der jüngeren Generation – aber leider gibt es eben auch exil-kubanische Fanatiker die die Uhr wieder zu einer rechten, neo- faschistischen, Diktatur in Kuba zurück drehen wollen, inkl. Geschäften mit der US-Mafia und US-Konzernen.

    Diese exil-kubanischen Kreise haben doch in der rechten, faschistischen Diktatur, des Herrn Batista in Kuba besser gelebt als heute in den USA…

    Sarkastische Grüße
    Bernie

    1. „Die Europäische Union unterhält seit 2017 ein politisches Dialog- und Kooperationsabkommen mit Kuba, das den ersten bilateralen Rahmen für die Beziehungen zwischen der EU und Kuba schafft. Während die EU kritische Menschenrechtsfragen anspricht, vermeidet sie weitreichende Handelsembargos.
      Europäische Unternehmen können grundsätzlich mit Kuba Handel treiben, müssen jedoch die extraterritorialen Auswirkungen der US-Sanktionen beachten.“

      der letzte Satz ist ausschlaggebend!
      https://sanctionslawyers.net/de/sanktionen-kuba/

  6. Was hat Trump so an Kuba erzürnt? Rohstoffe sind es wohl nicht und das früher angebaute Zuckerrohr können die USA inzwischen selbst herstellen. Was dann?
    Kuba versucht sich, mit Dienstleistungen über Wasser zu halten. Da sind zum einen die Soldaten, die zum Beispiel Maduro bewachten. Aber auch Mediziner, die erstaunlich erfolgreich sind. Tatsächlich hat Kuba einen recht erfolreichen Covid-Impfstoff entwickelt. Ähnliches beobachtet man bei landwirtschaftlichen Projekten. Da ist also etwas, was der Logik des Kapitalismus widerspricht. Das möchte Trump ausmerzen.
    Wenn die Kubaner das überstehen, dann dank der Solarmodule aus China. Die USA waren immer ein Ölimperium. Macht bei uns mit, dann habt ihr billiges Öl. Diese Erpressung funktioniert dank der Erneuerbaren nicht mehr. Nicht nur in Kuba.

    „Die sozialen Menschenrechte sind in Kuba teilweise gut umgesetzt. So gilt zum Beispiel das Recht auf Bildung für die Region als vorbildlich, ebenso die Gesundheitsversorgung. Der allgemeine Lebensstandard ist hingegen, gemessen nach dem Standard industrialisierter Länder, auf niedrigem Niveau.“
    So kann man das wohl zusammen fassen. Ich würde etwas vermissen, wenn der einzige Staat in Südamerika, der seinen Kindern eine ordentliche Bildung zukommen lässt, verschwände. Auch den armen.

    1. @Artur_C

      Trump sieht „in Kuba“ eine Bedrohung für die USA.

      Könnte es eventuell (auch) mit der Systemalternative zusammenhängen, die Kuba US-Bürger/-innen bietet, und dies sogar vor der eigenen Haustür? Nicht umsonst sind doch Reisen von US-Bürger/-innen nach Kuba schon seit Jahrzehnten verboten.

      Gott bewahre ein US-Bürger/eine US-Bürgerin würde noch mit dem falschen „sozialistischen“ Virus infiziert, der sogar noch eine Alternative zum (neoliberalen) Kapitalismus der USA darstellen könnte….

      Da liegt wohl der Hase im Pfeffer für schlimme Bedrohung der (marktradikalen) USA…. *grins*

      Übrigens aus US-Regierungssicht sind natürlich alle Dinge, und sozialen Fortschritte, zu denen Kuba weltweit mit beigetragen hat „des Teufels“ und „Sozialismus“ pur….bei MAGA-Anhängern löst ja das Wort „sozial…..“ – egal in welchem Zusammenhang – schon regelrechte Schlaganfälle, und Herzinfarkte bei Trump, Musk, Rubio, Vance & Konsorten (was nicht heißen soll die US-Demokraten wären besser, die sind nur gerade nicht an der Regierung….) aus….

      Sarkastische Grüße
      Bernie

  7. So wie jedes Volk seine Regierung ? o))

    Gerade Kuba, das niemals für irgendein Land eine Gefahr war, abseits von Ländern wo die Börsen die Regierung stellen o(

    1. SKYNET kommt vielleicht sogar aus Indien und verbindet sich mit der Anthropic-KI ….

      …. wer weiß, wer weiß das Schon in nicht allzu ferner Zukunft.

    2. Es kam mal so ein GEZ-Typ und hat sich als Hausmeister oder so ausgegeben und gefragt,
      ober er mal die Glotze abstellen kann wegen Reparatur von irgendwas.
      Ich habe „Ja“ gesagt, weil ich noch nie diesen Dreck konsumiert habe und auch nie werde.

    3. „AI halluzioniert “

      Ich hatte letzte Zeit (technischen Bereich) ein wenig zu tun damit . Und ab und zu hatte Ich sogar das Gefühl, das diese den Herrschenden eher an deren Beine pinkelt und nicht den einfachen Menschen … o))
      Da kamen Antworten zum Teil, wow …

      1. Die KIs fischen ja das ganze Internet ab und die Machthaber™ stellen ironischerweise ihre Absichten und Pläne offen ins Netz bei ihren Thinktanks zum Beispiel.

  8. Wieder ein lesenswerter Artikel von Renate Dillmann, die Autorin informiert nicht nur in verständlicher Sprache sondern sie weist auch auf Quellen hin, wie zum Beispiel auf das Zitat aus Wikipedia.

    Mit so einer Propaganda, deren Wahrheitsgehalt leicht nachvollziehbar ist, kann man leben.

    1. Was ist falsch an dem Zitat aus Wikipedia? Dann bitte kritisieren und sagen, wo es falsch ist. Oder ist es schon Propaganda, weil es in der Wikipedia steht.

      Im zweiten Fall könnte ich auch behaupten, dein Beitrag sei Propaganda, weil er in den Kommentaren von Overton steht. Aber ok, „Mit so einer Propaganda, deren Wahrheitsgehalt leicht nachvollziehbar ist, kann man leben.“

      1. @ Krim

        Na ja, falsch ist es nicht. Aber bei der Bildung der Autorin, sollte sie nicht darauf zurückgreifen müssen. Schon aus Gründen der Selbstachtung.

      2. Kannst du mir zeigen, wo ich behauptet habe, der von Frau Dillmann zitierte Beitrag aus Wikipedia sei falsch? Kaum!

        Ich erwähnte das Zitat nur um zu zeigen, wie Frau Dillmann auf Quellen hinweist.

  9. Vor Monaten schrieb mir hier ein Kommentator, das mit den US- Raketen in der Türkei wäre frei erfunden. Ob ihn der Link zum CIA-Portal Wikipedia überzeugte, weiß ich nicht. Er hat nicht mehr reagiert und ich weiß nicht, ob er es las.

    Ich denke, dass die USA die Lage auf Kuba sehr genau kennen und die Erklärung der USA, dass Kuba für sie eine Bedrohung ist, wird nicht das Vorspiel zur Intervention sein. Es dient nur noch dazu, an der Sanktionsschraube zu drehen. Im letzen Jahr war ein Freund längere Zeit auf der Insel und meinte, die Amis hätten schon gewonnen. Sie müssten nur noch warten. Sie haben das Land mit der Blockade erfolgreich an jeder Entwicklung gehindert. Der Tourismus, eine wichtige Einnahmequelle, wird absehbar zusammenbrechen und Zucker gibt es auf der Welt eh genug.
    Das fehlende Öl gibt ihnen den Rest. Es wird wieder ein großartiger Sieg für die zum Staat gewordene Ratte USA.

  10. Könnte. das Irrenhaus zu Trollingen nicht endlich die ganzen bett- und Anstaltflüchtigen Insassen einfangen und wieder auf Normalzustand runter sedieren? Ist ja nicht auszuhalten heute!

  11. Schon irgendwie krass auch, dass

    A) Der Sozialismus/Kommunismus ja eigentlich das Letzte und auch seit Jahrzehnten völlig erledigt ist

    B) Es da vor der Haustür der größten Wirtschafts- und Militärmacht der Welt es einen Inselstaat gibt, der sich noch als einer bezeichnet, der die in A) erwähnte Wirtschafts- und Lebensweise im Programm hat, wenngleich sich auch da sicherlich viel verändert hat. Die USA haben eine über 30mal größere Bevölkerung, das Volumen des BIP ist ca. 250mal so hoch, pro Kopf zehnmal so hoch. Von den Rüstungsausgaben müssen wir gar nicht erst anfangen. Trotzdem scheint von Cuba eine riesige Bedrohung für das Land der unbegrenzten Eitelkeiten auszugehen.

    sowie nicht zuletzt auch

    C) Die sonst doch eigentlich immer zu hörende „Das regelt der Markt“-Standardparole der mehr oder minder fanatischen Neoliberalen hier plötzlich nicht gelten soll, so dass man sogar den eigenen Bürgern vorschreibt, dass sie die besagte Insel nicht einfach mal so besuchen dürfen, dass da auch der permanent vergötzte „Freihandel“ da nicht zu gelten hat und man sogar Firmen aus Drittstaaten mit allem Möglichen bedroht, wenn sie da frecherweise mit Cuba Geschäfte machen wollen. Das sind zigmal autoritärere Eingriffe in das Marktgeschehen als man es von den schlimmsten Exzessen der Planwirtschaft kennt.

    Abgesehen davon ist es natürlich die schäbigste, verlogenste und ekelhafteste Tour, das jahrzehntelange Embargo jetzt nochmal mit militärischen Mitteln (Aufbringen von Schiffen in internationalen Gewässern) und Zolldrohungen gegen alle potentiellen Öllieferanten auf die Spitze zu treiben und dann zu höhnen, auf Cuba funktioniere jetzt ja gar nichts mehr, was klar zeige, dass man dort halt auf dem falschen Dampfer sei, dem des Komm./Soz. -ismus.

  12. Jedes Bündnis darf seine Mitglieder selbst aussuchen. Heißt auch Nein zu jenem Land das sich seine Bündnispartner selbst aussuchen will, sagen dürfen. Und auch dabei entscheidet sich ob das Bündnis defensiv oder provokativ ist.

  13. Das Monopol der westlichen Allianz, lässt kein Wahl.
    Der Westen war und ist , immer die Unterwerfung, weil sie alle ihre „Agenten“ dazu einsetzen.
    Diese Agenten bezeichnet man gerne als den tiefen Staat.

    Die letzten Dekaden der westlichen alternativlosen Politik, hatte sich selbst bestätigt, wie undemokratisch der Westen ist.

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