Jarosch und der Rechte Sektor: Worüber man im Westen nicht mehr sprechen will

Jarosch an der Front zwischen „Kharkiw und dem vorübergehend besetzten ukrainischen Belgorod (das russisch ist).

Bedingungslos werden Waffen und Geld in die Ukraine gepumpt, die angeblich „unsere Werte“, Freiheit und Demokratie im Osten verteidigt. Auf jeden Fall kämpfen nicht alle Ukrainer für „unsere Werte“: Ein Blick auf Jarosch, Berater des ukrainischen Militärs, mit seinem Freiwilligenverband.

Ich hatte schon mehrmals auf Dmitri Jarosch hingewiesen, der eine hohe, wenn auch offiziell verschleierte Funktion bei den ukrainischen Streitkräften einnimmt. Jarosch, zeitweilig Chef des Rechten Sektors (Pravyi sektor), Abgeordneter und sogar verwegenerweise Präsidentschaftskandidat, wurde Ende 2021 zumindest kurzzeitig zum Berater des ukrainischen Oberbefehlshabers Valery Zaluzhny ernannt, mit dem er auch gemeinsam auftrat, was offiziell aber dann nicht bestätigt, sondern als geheim klassifiziert wurde.

Welche Rolle er jetzt innehat, ist schwer herauszufinden, aber er unterhält offiziell und auf hoher Ebene enge Verbindungen zu verschiedenen Kampfverbänden und Kommandeuren und ist Kommandeur der „Ukrainischen Freiwilligenarmee“ (UVA), die bis zum Beginn des Kriegs unabhängig blieb und erst dann als Spezialeinheit mit Sonderstatus in die reguläre Armee formal integriert wurde. Die UVA hat auch zwei Einheiten mit ausländischen Kämpfern aus Tschetschenien und aus Belarus. Jarosch versteht die Freiwilligenverbände als „eine freiwillige, militärische Bruderschaft“, wo es locker zugeht.

Nachdem eine unverbrüchliche Solidarität mit der Ukraine propagiert wird, sollte man im Westen zumindest wissen, wen man in den ukrainischen Streitkräften mit welchen Interessen unterstützt. Es geht nicht darum, ob es sich wirklich um Neonazis handelt, wesegen man sich um das Weißwaschen der Freiwilligenverbände mit ihren „Helden“ bemüht hat, sondern welcher nationalistischen Ideologie sie vertreten.

Jarosh wie der Rechte Sektor, Asow und andere Rechtsnationalisten liefen Sturm gegen eine mögliche Umsetzung des Minsker Abkommens und jede Verhandlungen mit Russland über die Lösung des Konflikts. Das sei alles Verrat. Bekannt ist seine Drohung, die er gegenüber Selenskij machte, der 2019 die Wahl gewonnen hatte, weil er einen Friedensabschluss bewirken wollte. Jarosh sagte: „Er wird an einem Baum auf Khreshchatyk hängen – wenn er die Ukraine und die Menschen verrät, die in der Revolution und im Krieg gestorben sind.“ Selenskij müsse das gut verstehen, der ansonsten ein guter Präsident und Oberbefehlshaber werden könne.

Man werde bei einem Verrat einen Aufstand organisieren: „Das Minsker Format ist eine Gelegenheit, auf Zeit zu spielen, die Streitkräfte zu bewaffnen, auf die besten Weltstandards im System der nationalen Sicherheit und Verteidigung umzuschalten. Dies ist eine Gelegenheit zum Manövrieren. Aber nicht mehr. Die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen ist der Tod unseres Staates.“ Von einem Bürgerkrieg zu sprechen, ist ein Tabu.  In dem Interview plädiert er auch für eine Offensive auf die „Volksrepubliken“.

Dmitri Jarosch veröffentlicht ein Foto von sich und titelt: „Ruhm der Ukraine“

Der ukrainische Staat „gehört den Soldaten“

Kein Wunder ist sein Staatsverständnis, das wenig mit Demokratie gemein hat: „Er gehört den Soldaten, die jeden Tag für diesen Staat sterben, seit mehr als fünf Jahren. Er gehört allen, die ihn bis zu einem gewissen Grad verteidigen (Militär, Freiwillige, Strafverfolgungsbeamte, Freiwillige, Unternehmer, Journalisten, Familien von Staatsverteidigern usw.). Das ist unser Staat! Und wir geben ihn an niemanden weiter.“

Kurz vor dem Kriegsbeginn erklärte er, seine Freiwilligenverbände seien für den Kampf gegen die Russen bereit, aber es gehe auch um die „systematische Reinigung ukrainischer Städte und Dörfer von Kollaborateuren und Abschaum“.  Jarosh hat erst am 25. März 2022 Präsident Selenskij angesichts der erfolgreichen Verteidigung als Oberbefehlshaber anerkannt: „Und wir Ukrainer vertrauen wirklich dem Oberbefehlshaber Wolodymyr Selenskji (ich hoffe, dass ich diesen meinen Satz in einer Woche, einem Monat, einem Jahr nicht bereuen werde) … Jetzt ist Wolodymyr Selenskij für mich der Präsident und mein Waffenbruder. Und das sagt alles. Wir alle – Ukrainer – führen einen Krieg – nationale Befreiung, heilig und patriotisch!“

Und sein Rechter Sektor mit den Freiwilligenverbänden forderte schon im März den Sieg: „Der Rechte Sektor sichert der militärischen und politischen Führung des Landes seine volle Unterstützung während des aktuellen Kampfes zu. Solange der Kurs ‚keine Zugeständnisse an Terroristen bei Verhandlungen‘ anhält, sind wir bei Ihnen. Unser Volk ist stärker denn je und wir müssen Krieg führen bis zur vollständigen Niederlage der Besatzer, bis zum endgültigen Sieg.“

Auf jeden Fall ist Jarosch, der den Partisanenkrieg feiert, mit den ihm nahestehenden Soldaten und Milizen eine Person, die vom Westen direkt oder indirekt unterstützt wird, dessen Waffen auch schon vor dem Krieg an die rechtsnationalistischen Freiwilligenverbände gingen und deren Mitglieder auch in den USA ausgebildet wurden.

Das macht eine Rede von Yevhen Karas der rechtsextremistrischen C14, Teil des Rechten Sektors, im Februar vor dem Krieg während einer Bandera-Veranstaltung in Kiew klar. Er erklärt, sie würden deswegen so viele Waffen vom Westen – die meisten Javelins auf dem europäischen Knntinent –  erhalten, weil sie vom Westen gesetzten Aufgaben erfüllen und „weil wir Spaß haben zu töten und zu kämpfen“. Es gehe nicht darum, Teil einer europäischen Allianz zu werden, sondern neue Allianzen zu schmieden. Und: „Der Maidan war der Sieg der nationalistischen Ideen, die Nationalisten waren die treibende Kraft.“ Manche würden sagen wie die Böll Stiftung, dass die Neonazis doch nur wenige waren: „Wenn es die Nationalisten nicht gegeben hätte, würde sich das Ganze in eine Gay Parade verwendelt haben.“

Wie einflussreich Jarosch als Person ist, lässt sich schwer abschätzen, er spielt aber wie Andriy Biletsky, erneut  Asow-Kommandant und Offizier der Nationalgarde, eine Rolle in der rechtsnationalistischen, an Bandera orientierten Bewegung (Totgeschwiegenes Thema: Wen unterstützt der Westen, wenn er vorbehaltslos „die Ukraine“ unterstützt). Yarosh hat mit dem Rechten Sektor, dem National Corps von Asow und der rechten Svoboda-Partei 2019 für die Wahlen eine gemeinsame nationalistische Liste aufgestellt, die allerdings keinen Erfolg hatte.

„Der Papst ist ein linkes und ein prorussisches Arschloch“

Auf seinem Facebook-Account äußert Jarosch seine mitunter wirren Ideen, die aber zeigen, dass der ukrainische Warlord wie andere Rechtsnationale keineswegs EU freundlich ist. Der Beitritt zur EU wird abgelehnt, man will ein Bündnis der osteuropäischen Staaten – eine „osteuropäische militärisch-politische Union“ mit der Ukraine, Polen, Litauen, Lettland, Estland und dem „befreiten“ Belarus -, das liberale Westeuropa ist hingegen verpönt, Ausnahme sind die USA und Großbritannien. Auch von den Vereinten Nationen hält Jarosch nichts, wie er Anfang August schrieb: „Die UN-Organisation ist tot und unnötig. Die UN ist eine Fiktion, für die Milliarden ausgegeben werden. Die UN ist ein Mittel in den Händen von Invasoren, Besatzern, Plünderern, Vergewaltigern, Terroristenstaaten und Strukturen.“

Nachdem Amnesty International es gewagt hat, neben russischen Kriegsverbrechen auch auf ukrainische hinzuweisen, kommentierte er: „Amnesty International waren schon immer Arschlöcher und Parasiten. Sie haben wieder bewiesen, dass sie die „Rechte“ von Nichtmenschen, Besatzer, Plünderern, Vergewaltiger verteidigen.“ Man müsse die anti-ukrainische Organisation verbieten. Mit dem Papst Franziskus hat es  der Kämpfer, der die Freiheit und Demokratie und unsere Werte verteidigt, auch nicht: „Obwohl der Papst ein linkes und ein prorussisches Arschloch ist, schäme ich mich nicht griechisch Katholik zu sein … Dies ist bereits in der Geschichte der Kirche passiert: Ihre Köpfe dienten nicht Gott, sondern dem Satan.“ Irgendwie ist dann Gott direkt mit der Ukraine, weswegen sie siegen wird, verkündet Jarosch.

Jarosch tritt natürlich für das Recht auf Waffen für alle ein. Im August schrieb er als Kritik zu Überlegungen, das Tragen von Schusswaffen einzuschränken, nachdem zu Beginn des Krieges Schusswaffen verteilt wurden: „Die Ukrainer sind ein Volk von Kosaken – das heißt von freien, bewaffneten Menschen. … Die Ukrainer haben ihr Recht, bewaffnet zu sein, mit Blut gewonnen! Sowohl während des Krieges als auch danach … Und die Waffen werden von uns und unseren Nachkommen zum Schutz unseres eigenen Lebens und unserer Freiheiten sowie zum Schutz der Ukraine eingesetzt, um äußere und innere Feinde zu vernichten. Wir kämpfen jeden Tag auf dem Schlachtfeld für das Recht, Waffen zu besitzen und frei zu sein! Sklaven haben keine Waffen …“

Selbstverständlich glaubt Jarosch, das die Ukraine mit ihm und Seinesgleichen und der Unterstützung durch westliche Waffen, der Sieg um die Ecke ist: „Wir sind dem Sieg der Ukraine in diesem Unabhängigkeitskrieg sehr nahe…“ Er sieht sich auch sonst in apokalyptischen Zeiten leben und drückt wahrhaftig „unsere Werte“ aus: „Das russische Unterreich neigt sich dem Ende zu. Die Hauptsache ist, dass wir – die Ukrainer – diese Unmenschen vernichten, dass wir so viele Feinde und  „unserer“ Kollaborateure wie möglich vernichten und dass wir den Imperialisten keine zweite Chance geben, sich neu zu formieren und einen weiteren Versuch zu unternehmen, das böse Imperium wiederzubeleben. Ich bin überzeugt, dass wir mit Hilfe unserer Verbündeten in der Lage sein werden, dies zu verwirklichen! Das russische Unterreich wird zerstört, und die Ukraine wird unabhängig und geeint werden. Ich bin stolz, Ukrainerin zu sein und froh, in dieser historischen Epoche zu leben!“

Imperialistische Träumereien einer Großukraine

Im Überschwang der Siegesgewissheit verrät der Unabhängigkeitskrieger, der gegen die russischen Imperialisten als das Reich des Bösen antritt, auch die eigenen imperialistischen Ziele der ukrainischen Nationalisten. Die Grenzen von 1991 reichen da nicht aus, es geht auch um die Eingliederung von Teilen Russlands:

Das Moskauer Imperium zerbröckelt… Wladimir Putin ist eine politische Leiche… Die ukrainischen Streitkräfte vertreiben den ewigen Feind aus dem ukrainischen Land. Und wir sind am Gewinnen.

Es ist an der Zeit, geopolitische Ansprüche auf die von den Russen besetzten ukrainischen Gebiete zu erheben: Ukrainischer Kuban; die ehemaligen Gebiete der Kosakentruppen von Don und Tersk; die Gebiete des Grünen Keils im Fernen Osten der Ukraine; Gebiet Woronesch; Gebiet Belgorod; südliches Gebiet Kursk; Gebiet Starodub, usw.

Sobornist ist Sobornist!

Ruhm für die vereinigte Ukraine!“

Gebiet und Ansprüche der Ukrainischen Volksrepublik im Februar 1918, die Jarosch anstrebt. Bild: Witalii/CC BY-SA-4.0

Am 22. Januar wird in der Ukraine der Sobornist-Tag, der Tag der Einheit, gefeiert. 1919 wurde an diesem Tag der Zusammenschluss der Volksrepublik Ukraine“ und der Westukrainischen Volksrepublik in Kiew bekannt gegeben. Der Staat der „Volksrepublik Ukraine“ bestand nur ein paar Wochen, dann nahmen die Bolschewiki Kiew ein und die Polen besetzten die Westukrainische Volksrepublik, die zu einem Teil Galiziens wurde.  Eine Exilregierung der Volksrepublik Ukraine gab es bis 1992 in München, wo nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seiner Ermordung auch der ukrainische Volksheld und Nazikollaborateur Stepan Bandera Unterschlupf fand.

Zur Volksrepublik Ukraine gehört das nordkaukasische, jetzt russische Gebiet Kuban, die Krim, das Asowsche Meer, die jetzt russischen Kosakengebiete um die Flüsse Don und Tersk. Der grüne Keil oder die grüne Ukraine liegt fernöstlich in der Amur-Region mit den Städten Chabarowsk oder Wladiwostok. Woronesch, Belgorod und Kursk sind jetzt westrussische Regionen an der Grenze zur Ukraine, Sarodub ist eine Stadt im russischen Oblast Brjansk.

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81 Kommentare

  1. Danke an Florian Rötzer für die Fortführung „Worüber man im Westen nicht sprechen will“. Diesmal wird die ultranationalistische Seite an der Person Jarosch und seine Ideen beschrieben.

    Die Anhänger des „Rechten Sektors“, andere ultranatinalistische Verbände und deren Anführer wie Jarosch nutzen besonders Twitter um ihre kruden Ideen von der Einzigartigkeit der Ukrainer und Russen sind Orks (Untermenschen) offen. Teilweise hat man auch hier bereits Videos zu sehen bekommen, die ukrainische Verbrechen zeigen (Tötung der russischen Kriegsgefangenen) oder mögliche Säuberungsaktionen gegen Leher durch ukrainische Milizen dokumentieren (letztes Video ist noch nicht zu 100% den Ukrainern anzulasten). Dies würde alles in der Linie der Banderas-Ideologie passen.
    In den beiden Forumbeiträgen von @oskarwagenrecht 15:24 Uhr und 23:05 Uhr zu iFlorian Rötzers 1.Teil „Totgeschwiegenes Thema: Wen unterstützt der Westen, wenn er vorbehaltslos „die Ukraine“ unterstützt“ ( https://overton-magazin.de/top-story/totgeschwiegenes-thema-wen-unterstuetzt-der-westen-wenn-er-vorbehaltslos-die-ukraine-unterstuetzt/ )werden ja die Führer, deren Gedankengut und Verbrechen Stepan Bandera, Yaroslav Stetsko und der OUN ganz gut beschrieben. Und bestimmt deckt es noch nicht alle deren damaligen Verbrechen ab. Und schon damals existierten Verbindungen zum amerikanischen Staat und deren Geheimdienst CIA.
    Die Iddeen und Vorgehensweisen, deren Verbündete damals und heute der ukrainischen Ultranatinalisten gleichen sich. Nur die Gesichter und Namen sind anders.

    Selbst der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj trägt ein Armband mit einem Hakenkreuz ( https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/krieg-oberbefehlshaber-walerij-saluschnyj-foto-traegt-der-ukrainische-armeechef-ein-hakenkreuz-am-armband-was-bedeutet-das-symbol-li.275112 ) und toleriert bei seinenUnterstellten die Nazisymbolik. Klischko präsentiert sich mit ASOW-Anhängern und deren Nazisymbolen ( http://blauerbote.com/wp-content/uploads/2022/03/klitschko_nazis.png ). Über ihnen weht die gelbe Fahne mit dem Symbol der Wolfsangel, das nicht nur äußerlich an ein Hakenkreuz erinnert, sondern auch von den Nationalsozialisten verwendet wurde. So präsentieren sich die Kämpfer des Bataillons Asow im sozialen Netzwerk vk. Das Bataillon Asow ist eine rechtsradikale Miliz. „Die historische Mission unserer Nation in diesem kritischen Moment ist, die weißen Rassen der Welt in einen finalen Kreuzzug für ihr Überleben zu führen“, sagte der Kommandeur Andrij Bilezki der britischen Zeitung „Telegraph“.
    Der Ex-Botschafter Melnyk und sein Interview mi Thilo Jung, wo Melnyk es nicht schafft, sich von Banderas zu distanzieren, die Verbrechen der OUN relativiert und klein redet, dürfte bekannt sein ( https://duckduckgo.com/?q=Melnyk+Thilo+Jung+Banderas+youtube+video+Ausschnitt&t=newext&atb=v257-1&iax=videos&ia=videos&iai=https%253A%252F%252Fwww.youtube.com%252Fwatch%253Fv%253D4rXfnBrWp ).

    Und das sollen unsere Verbündete sein?
    Für diese Leute geben wir unseren Wohlstand (angeblich) auf?

    1. „Selbst der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj trägt ein Armband mit einem Hakenkreuz“…na und?
      Vielleicht ist er Mitglied bei „Falun Gong“ (Falun Dafa)? Die haben dies Hakenkreuz sogar offiziell in ihrer Fahne.
      😉

      1. Falun Gong das ist doch nur eine China Volunteer Group, die Gesundheits Übungen machen! 😎

        Offiziell ist es eine Swatika und die steht für Glück und gute Verdauung.

  2. Ich denke auch das es ein guter Artikel zur Aufklärung ist. Schade nur das kein Bezug zu der AfD gezogen wird. Die sollen doch auch Faschisten sein und es soll sich auf der Straße mit denen nicht gesehen werden.
    Es ist mir ein bisschen zu wenig zu sagen. „Worüber man im Westen nicht mehr sprechen will.“ Das ist es im Grunde auch nicht, es wird so getan als gäbe es die nicht (Böll-Stiftung), wenn dem so ist worüber sollte dann gesprochen werden.
    Ich finde, wie es sich entwickelt, dass auch Intellektuelle immer mehr zu Worte melden. Dabei ist mir egal, ob deren Äußerungen mir gefallen. Viel wichtiger scheint mir zu sein, dass sie in Ihrem Bereich bleiben und nicht auf die Träne drücken und Hartz Leute her zerren und im Katzenjammer der Moral ersticken, nichts ist gewonnen.
    Es ist gut das es Habeck und Baerbock gibt, die zwingen die Schlauen ein bisschen.

  3. Fehlen nur noch Nestor Machno und die Rechten Anarchisten. Die Politische Vielfalt der Ukrainer*Innen die hier als Schutzsuchende auftreten überfordert doch den allgemeinen Deutschen-Michel/Michaela!

  4. Ich befürchte nur, dass Artikel wie diese keine Konsequenzen haben werden. Waffen für Nazis, die gegen Russen kämpfen? Unschön, muss aber sein. Also kein großes Problem für die Regierung, Scholz, Baerbock usw.. Man definiert einen Hauptfeind und unterstützt alle, die gegen ihn kämpfen. Das war im 2. Weltkrieg so. Gegen Hitler mit Stalin. Danach gegen Stalin auch mit Rechtsradikalen, ehemaligen Nazis, Gestapo, SS (siehe BND). Gegen die Russen in Afghanistan mit den Mujadihin usw.usf. Mit der PKK in Syrien gegen Islamisten, dann lässt man sie wieder fallen. Realpolitik nennt man das.

      1. Zuerst müssen auch die zuständigen Personen bei den NDS „bearbeitet“ werden, dass sich eine zur Realität analoge Grundpositionierung einstellt.
        Das Overton-Magazin ist nicht zuletzt aufgrund der Mitkommentierenden hier eindeutig Avantgarde.
        Danke dafür an Alle!

        1. „„Das russische Unterreich neigt sich dem Ende zu. Die Hauptsache ist, dass wir – die Ukrainer – diese Unmenschen vernichten, dass wir so viele Feinde und „unserer“ Kollaborateure wie möglich vernichten und dass wir den Imperialisten keine zweite Chance geben, sich neu zu formieren und einen weiteren Versuch zu unternehmen, das böse Imperium wiederzubeleben.“

          Klar, eindeutig, das gänzlich zugedröhnte Marvell-Universum, hat sich endgültig ins Helden-Delirium hochgekifft. Die Wahrheit ist: Es sind nicht „kleine Teile“ der Ukraine, die sich ein bisschen (un)verschämt der blond- „nordischen Mythologie“ hingeben, sondern mittlerweile zeigt sich sehr offen, dass dank der langen Gehirnwäsche, der primitive Hass auf alle „Andersrassigen“, das eigentlich Substrat ist, auf dem in diesem shithole weiters der nationale Größenwahn, üppig wuchern kann.

          Allein deren OFFIZEILLE Diktion beweist doch, dass sie die „humanistischen Idee“, für einen verschwuchtelten Furz halten – dafür aber mit ideologischen „Anabolika“ zum prolotoiden Schlägertyp aufgeblasen wurden.

          Fazit: Wer heute nicht erkennt, dass die romantisch-verzückte „unverbrüchliche Unterstützung“ der Ukraine, eine extrem bedrohliche Gefahr für Europa darstellt, der wird sich später gefallen lassen müssen, der grenzenlosen Kriminalität, rechtsextremer Prägung, tatenlos, zugesehen zu haben. Im Vergleich zu Jarosch und seinen Mannen, sind die europäischen Nazis, fußmarode Luschn. Noch gibt es in Deutschland ein geringes gewaltbereites Potenzial. Anders bei den Ukros: Für die ist die „Liquidierung“ Andersdenkender, Routine. Und die Ukros, würden ein europäisches rechtsextremes Netzwerk dominieren, sie würden die Lehrmeister werden. Eine Ukraine, nach einem „Sieg“, wäre ein extremes Risiko für ganz Europa.

          1. Danke, Rebane, für deine klaren Worte!

            Wir Menschen in Europa dürfen nicht diesen Nazis zum Sieg verhelfen, weil es unser eigener Untergang wäre.

            1. Lieber oskar,
              natürlich SOLLTEN wir ihnen nicht zum Sieg verhelfen – aber ist das nicht wiederum eine „Billigung einer Straftat????“ Die Ukraine MUSS gewinnen, Gegen Putins „brutalen Angriffskrieg“.

              Fazit: Wir machen alle gaaaaanz fest die Augen zu, sehen keine Hakenkreuze, schwarzen Sonnen, etc – dann wird alles gut und der Nazi in der Ukraine, ist unser Bruder im Geiste – da er für „unsere Werte“, gekämpft hat. Es kann alles gaaaaaanz einfach sein.

              Nein, lieber oskar, wir erleben die Perversion in Reinkultur: In einer gänzlich beschissenen Epoche, in der in Echtzeit sämtliche Daten verfügbar sind – wird mit Wonne gefiltert. Und das Schlimme: Das dumme Volk frisst es – bis es nix mehr zu fressen hat.

              Auf der Straße aber, warten dann die „Freunde und Helfer“. Allerdings nicht mit Gulaschkanonen, sondern Wasserwerfern. Juhuuuuu, wir speilen „Demokratie“ – und du schaust weg!

  5. Man kann die Rolle des Rechten Sektors nicht an den offiziellen Erklärungen analysieren. Sonst gerät man in die Falle der aufgebauten Narrative und der Verharmlosung der Machtverhältnisse.
    Der Sektor war von Anfang an die entscheidende Kraft, die von Seiten der USA mit Feuerschutz von NATO und EU aus deren Planung und Führung eingesetzt wurde. Der Ablauf auf dem Maidan und Aussagen Beteiligter geben da genügend Sicherheit. Z B tönte einer, dass schon bei der Bildung des Sektors die 3. Kompanie, also ein Drittel, ausschließlich aus Ausländern bestand. Der Sektor war und ist Teil der Stay- behind-Organisation der NATO und hat mit einem Netzwerk alle Entscheidungszentren der Regierung unter Aufsicht. Vermutlich ist Jarosch der an den Schalthebeln. Die Hinrichtung des Vertreters des Militärgeheimdienstes bei den Verhandlungen in Weißrussland als Warnung an den Rest möglicher Opposition in Regierungs- und Militärkreisen kann nicht übersehen werden, ist eindeutig.
    Den ukrainischen Staatslenkern so ein wenig doch noch demokratische Ambitionen zuzusprechen ist naiv. Die der Ukraine zugedachte und praktischen Rolle als Verteidiger der westlichen Demokratie ist ein Staat unter der Herrschaft von Faschismus.

    1. Das Gerede von Demokratie muss bleiben, sonst kann man den EU Beitritt und die Finanzierung dieser Großmäuler durch den EU-Steuerzahler nicht verkaufen.

      1. Ist ja klar. Der Umsturz konnte nur mit Stay-behind und Rechtem Sektor durchgezogen werden. Es wurde damals die Beobachtung publik, dass Hunderte Specials in Kiew landeten. Die „Demokraten“ dienen bis heute nur der Staffage. Das Geschehen selbst ist das Planungs- und Führungswerk des Westens, sodaß die Heuchelei, in etwas hineingeraten zu sein, mit einem riesigen Apparat der Strategischen Kommunikation das im Westen, im großen Teil der Welt gelingt das nicht, die realen Vorgänge unter dem Deckel bleiben müssen.

        1. Nehmen wir aber mal an, Putin hätte die Olympischen Spiele abgebrochen und den Maidan und damit auch den rechten Sektor ausgemerzt, und wäre damit seiner Verantwortung als russischer Staatschef gerecht geworden. Wäre der Welt damit nicht viel erspart worden?
          Wenn ich Putin etwas vorwerfe, dann ist es das, dass er viel zu spät gehandelt hat.
          Er hatte hinreichende Kenntnis und keinen Grund, dass man ihm irgendwie entgegen kommt.

    2. „Der Sektor war von Anfang an die entscheidende Kraft, die von Seiten der USA mit Feuerschutz von NATO und EU aus deren Planung und Führung eingesetzt wurde.“

      So sehe ich das auch. Ohne den rechten Sektor gäbe es diesen Krieg nicht, sondern Frieden, weil ohne die Rechten Minsk2 umgesetzt worden wäre. Dies war aber nicht im Interesse der Amerikaner.

  6. Natürlich darf es diese ukrainischen Nazis nicht geben, denn damit hätte „Putin ja recht gehabt“, als er die militärische Operation mit dem Vorhaben einer Entnazifizierung begründete. Es darf einfach nicht sein, dass beispielsweise Baerbock zusammen mit Jarosch gegen einen gemeinsamen Feind kämpft (Die Ukraine muss gewinnen) und dieser Jarosch entpuppt sich als LUPENREINER NAZI.
    Übrigens waren meiner Kenntnis nach in den Regierungen Adenauers mehr Nazis als zu Hitlers Zeiten.

  7. Die Amis zeigen mit dem Finger drauf, sagen:“ Das sind gute Jungs!“
    und die Spitzen der Ampel nicken artig.
    Die Liste der von Amerika unterstützten Faschisten ist lang, zieht sich von Somoza in Nicaragua bis Pinochet in Chile und um die gesamte Welt bis heute in die Ukraine.
    Entweder werden die Faschos unter amerikanischer Obhut gegen Russland eingesetzt, oder sollen in Ländern sozialistische Strukturen und Entwicklungen zerstören.
    In Rojava lassen sie Erdogan freie Hand.
    Alles altbekannte Methoden der Amerikaner und ihrer braunen Brut.

    1. Die Truppe ist auch gerne gesehen bei US-Kongressmitgliedern, u.a. auch beim notorischen Herrn Schiff.

      Im September dieses Jahres traf eine Delegation der von ukrainischen Neonazis geführten Asow-Bewegung in den Vereinigten Staaten ein – zu einem Zeitpunkt, als die Gerüchteküche über die „Entpolitisierung“ des rechtsextremen Netzwerks bereits hochkochte. Zu diesem Zeitpunkt hatte die New York Times aufgehört, Asow als „offen neonazistisch“ zu bezeichnen, und bezeichnete die ultranationalistische Organisation als „gefeiert“.

      (x)https://thegrayzone.com/2022/10/05/azov-neo-nazi-ukrainian-congress/

      1. Wenn eine offen neonazistische Gruppierung gefeiert wird, ist daraus eine Bewegung geworden.
        Eine solch gefeierte Bewegung bestimmt aber eine Gesellschaft zumindest mit.
        In der Ukraine gestaltet diese Bewegung die Politik, auch und gerade wegen der Hasardeure in Washington DC.

        1. Wozu das Ganze ?
          Um anschließend
          zu plündern.

          Die Chinesen haben jetzt die Amis in Syrien erwischt.

          Die chinesische Regierung hat von Washington gefordert, die Plünderung der syrischen Bodenschätze zu beenden und die Souveränität und territoriale Integrität des arabischen Landes zu respektieren. @telesurenglisch

          The Chinese government has demanded that #Washington stop plundering #Syria’s national resources and respect the sovereignty and territorial integrity of the Arab country. @telesurenglish pic.twitter.com/wJ2SOgGGXt

          — teleSUR English (@telesurenglish)

          1. Natürlich gebt es nur ums Plündern, ums Aneignen, was aber im Terminus „Investition“ verklausuliert wird.
            Die kapitalistische Gier entartet wieder zu einem Pawlowschen Reflex und zeigt auf, dass 1989/90 keine Systemkonkurrenz geendet hat, welcbe Friedensdividenden für immer bereit hält, sondern nur eine neue Form von kapitalistischem Imperialismus Bahn gebrochen hat.
            Dabei sind die Produktivkräfte mittlerweile hinreichend entwickelt, dass es für ein vernünftiges und zufriedenstellendes Leben für Alle reichen könnte.
            Destruktive Transaktionskosten sind jedenfalls nur für absolute Laien/Leyen ein probates Mittel. Aber auch für ein anderes Ziel.

  8. Danke an Florian Rötzer, dass er das „heiße Eisen“ NAZI´s HEUTE IN DER UKRAINE nochmals thematisiert und diesmal an der Person Dmytro Jarosch. Das was sie schreiben ist richtig und wichtig, damit immer mehr Menschen in unserem Land erfahren, welche Leute Krieg mit unserem Steuergeld durch die Berliner Regierung und den politischen Zwängen durch die USA und NATO finaziert werden.
    Ausdrücklich möchte ich mich dem ersten Absatz im obrigen Forenbeitrag vom @OberstMeyer 8:51 Uhr zustimmen, dass man keine offiziellen Erklärungen, keine Erläuterungen offizeller westlicher Seiten wie Wikepedia unhinterfragt glauben schenken darf, “ sonst gerät man in die Falle der aufgebauten Narrative und der Verharmlosung der Machtverhältnisse“.

    Leider wird das hier wieder einer meiner gefürchteten langen Pamphlete – aber das Thema ist zu brisant, als das man es nur kurz abhandeln kann. Und viele wissen fast nichts im konkreten darüber.

    Zur Person Dmytro Jarosch (geb.1971 in Dniprodserschynsk):
    1994 war er Mitbegründer der rechtsextremen Gruppe Trysub (1)und deren Anführer. Im November 2013 entstand daraus ein paramilitärischer Zusammenschluss mit mehrerer anderen radikaler nationalistischer Organisationen der „Rechte Sektor“ (Ukrainisch : Правий сектор , Pravyi Sektor) (2). Seit dem 5. April 2015 fungiert Yarosh als Berater der ukrainischen Streitkräfte und ist am 11. November 2015 offiziell als Anführer des Rechten Sektors zurückgetreten.
    Der „Rechte Sektor“ (RS abgekürzt war unter Jarosch Mitführung von Jarosch der paramilitäre Arm von der Gewalt und Terror auf dem Euromaidan in Kiew und später in der gesamten Ukraine (Odessa Gewerkschaftshaus (3), Prognom von Korsum (4)). D) er RS sieht sich in der Tradition der Zeit der 30er, 40er, 50er Jahre als ukrainischer Partisanen und wie der Ukrainischen Aufständischen Armee (gegründet aus separaten militanten Formationen der Organisation Ukrainischer Nationalisten – Bandera- Fraktion (OUN-B)).
    Selbst sieht sich D. Jarosch als Anhänger des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera (5). Er forderte das Verbot der Partei der Regionen sowie der Kommunistischen Partei (beide Parteien sind heute in der Ukraine verboten und deren Mitglieder/ Anhänger werden verfolgt).
    Jarosch nahm im Sommer 2014 als Anführer eines bewaffneten Freiwilligenverbandes des Prawyj Sektor an den Kämpfen gegen prorussische Separatisten in der Ostukraine teil. Am 21. Januar 2015 wurde Jarosch während der Zweiten Schlacht um den Flughafen Donezk bei Pisky schwer verwundet. Im April 2015 wurde Jarosch zum Berater des Generalstabs der Ukrainischen Streitkräfte ernannt. Er soll als Vermittler zwischen den Freiwilligenbataillonen und dem Generalstab dienen.(2)

    Hier ist ein original Interview (6) mit D.Jarosch auf ukrainisch ( https://www.deepl.com/translator gut zu übersetzen). OBOZREVATEL sprach mit Dmytro Jarosch, dem Kommandeur der ukrainischen Freiwilligenarmee, über dieses Thema am 27.05.2019, das Schicksal von Präsident Wolodymyr Zelenskij, die Gefahr von Racheakten, „Frieden um jeden Preis“ und neue Drohungen aus Russland. Dieses Interview komplett zu lesen, um die Denkweise von Jarosch zu verstehen, ist empfehlenswert.
    Auszüge daraus:
    Jarosch: Wenn Zelensky die Ukraine verrät, wird er nicht sein Amt, sondern sein Leben verlieren.

    Frage: Was genau hat sich Ihrer Meinung nach in der AFU im letzten Jahr zum Besseren gewendet?

    Jarosch: Das absolute Plus ist die Erlaubnis, ohne Vorwarnung an eine höhere Instanz zu schießen (2019 – da galt ein Waffenstillstandsabkommen). Die Menschen verteidigen sich selbst und halten sich an die Charta (der Satz musste jetzt wegen Minsk2 und OSZE sein). Und wenn trotz der so genannten Minsker Vereinbarungen das Feuer auf sie eröffnet wird, können sie reagieren. Das ist richtig, cool, auf die ukrainische Art (hier sagt er, das Minsk2 scheißegal denen ist). Und es sollte so weit wie möglich verbreitet werden (sein Aufruf, dass alle sich nicht an Minsk2 halten).
    Zweitens: Den Truppen wurde gestattet, durch die „Grauzone“ vorzurücken. Das geht nun schon seit einem Jahr so. Natürlich löst es nicht die Probleme des Krieges selbst, aber vom moralischen und psychologischen Standpunkt aus ist es für die Armee sehr wichtig, wenn sie einige Grauzonen übernimmt und vorwärts geht. Das ist die richtige Entscheidung. Es ist das Richtige zu tun.

    Jarosch: Ich sehe dieses Risiko immer voraus. Denn für sie ist es logisch, die Ukraine zu zwingen, zu ihren Bedingungen Frieden zu schließen. Das Wichtigste ist, der Erpressung durch Putin nicht nachzugeben (hier MINSK2 gemeint).
    Deshalb ist es für den Staat sehr wichtig, was der neu gewählte Präsident Zelensky in naher Zukunft tun wird. Denn was ich über das Referendum gehört habe, ist für mich schwer zu verstehen. Es ist, als wären wir vergewaltigt worden und würden darüber abstimmen, ob wir mit dem Vergewaltiger befreundet sein sollten oder nicht. Das ist völliger Blödsinn! Und das ist es, was mich persönlich dazu bringt, Widerstand gegen diese Regierung zu leisten. Und das würde ich nicht unbedingt wollen.

    Jarosch: Das Minsker Format – und das sage ich immer wieder – ist eine Gelegenheit, die AFU hinzuhalten, aufzurüsten und zu den besten globalen Standards im nationalen Sicherheits- und Verteidigungssystem überzugehen. Es ist eine Gelegenheit zum Manövrieren. Aber nicht mehr als das. Die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen ist der Tod unseres Staates. Sie sind keinen Tropfen des Blutes der Jungen und Mädchen, Männer und Frauen wert, die in diesem Krieg gestorben sind. Nicht ein Tropfen.

    Frage: Glauben Sie, dass es an der Zeit ist, Minsk aufzugeben?

    Jarosch: Ganz genau.

    Jarosch: … Denn dieser Staat gehört nicht den Massen.
    Es gehört den Kriegern, die seit mehr als fünf Jahren jeden Tag für dieses Land sterben. Er gehört all jenen, die ihn auf die eine oder andere Weise verteidigen (Militär, Freiwillige, Ordnungskräfte, Ehrenamtliche, Unternehmer, Journalisten, Familien von Staatsverteidigern und so weiter). Das ist unser Staat! Und wir werden es nicht an irgendwelche Gauner geben.

    Jarosch: Da ich den Krieg nicht aufgegeben habe, werde ich versuchen, einige Werke über meine Vision von der Zukunft der Ukraine zu schreiben. Ich werde vor allem ukrainischen Nationalisten und Patrioten dabei helfen, eine neue Vision der Ukraine zu entwerfen, die auf einer soliden ideologischen Grundlage beruht – dem Erbe von Taras Schewtschenko (bedeutendster Lyriker der Ukraine ), Mykola Mikhnovsky () Ideologe und Führer der ukrainischen Unabhängigkeitsbewegungum 1900 (7)), Dmytro Dontsov(Vordenker des „integralen ukrainischen Nationalismus“ – wichtig bei ASOW(8)), Yevgeny Konovalets (Mitgründer OUN, ukrainischer Nationalist, Politiker und Militärbefehlshaber der Ukrainischen Volksrepublik), Stepan Bandera (9), Vasyl Ivanishin (ukrain. Großmeister im Schach) und so weiter.
    Ich werde in naher Zukunft versuchen, die Ukrainer dazu zu bewegen, ihren Staat zu erhalten und den Nationalismus modern und perspektivisch zu gestalten. Das wird meine persönlich wichtigste Aufgabe sein.

    Aus all den obrigen Aussagen, den Quellen ist zu erkennen, D.Jarosch möchte die Ukraine in ein monoethnisches Land (10) umbauen, was höchst problematisch ist und zu einem Ethnozid führt. Dies stützt sich bei ihm auf das Gedanken gut von Dmytro Dontsov, wie ein Elite-Volk zu schaffen, weit weg vom „Egalitarismus der Sklaven“ der Russischen Oktoberrevolution und den „universellen Idealen“ der Französischen Revolution. Dadurch ist auch die ausgesprochene „Russophobie“ von D.Jarosch, zu erklären, der das ukrainische Volk über alles stellt (Ukraine den Ukrainern) und damit entfaltet einfach die Masse an russischer Ethnie deren Sprache, Geschichte und Kultur eine riesige Konkurenz auf Grund der Bevölkerungsstärke in diesem hochgradig multinationales Land. Dies ist für diesen Banderisten Jarosch nicht duldbar.

    Um meinen Beitrag richtig zu verstehen, empfehle ich die Links (5), (8), (9) & (10) zu lesen.
    Meine Links kommen im nächsten Beitrag.
    Einen späterer Beitrag beschäftigt sich mit den nachgewiesen Verbrechen in der Ukraine durch die ultranationalistischen Anhänger, wo D.Janosch einer der obrigen Führer und Vorbild dieser Menschen ist. Diese Taten werden auch von ihm nicht verurteilt.

        1. Danke venice12, für deine Ergänzung. Es ist erschreckend, wie diese Banderisten weltweit vernetzt sind und wo sie überall Unterstützung finden.

    1. Wer nach dem lesen meines obrigen Kommentares immer noch glaubt, dass es sich bei Dmytro Jarosch und ein paar anderen, nur um ein paar wenige Spinner ohne politischen Einfluss handelt, der irrt sich gewaltig. Wie oben beschrieben, wollen diese Ultranationalisten/ Banderisten eine monoethnische Ukraine, welches sie mit der Kiewer Gesetzgebung wie Sprachen- und Rassengesetzgebung (1) erreichen wollen. Dies führt neben Russland auch zu Spannungen mit anderen Ländern (2), denn das Ungarn und Bulgarien keine Waffen an die Ukraine liefert, liegt in diesem Rasenkonflikt begründet. Ungarn stellt wie RF seit Jahren ungarische Pässe für ungarische Ukrainer aus. Bereits im Februar 2014 wurden die neonazistischen Kämpfer vom „Rechter Sektor“ und „Nationale Selbstverteidigung“ vom Putschisten Awakow („Innenminister“) aus staatlichen Arsenalen bewaffnet und an der Macht beteiligt (3 schauen sie sich in den Link bitte die Bilder an).
      Diese Gewalt begann auf den Euromaidan mit den bis heute nicht richtg aufgeklärten Schüssen und Toten auf Seite des Maidans und der Polizisten. Richtig von der Staatsanwaltschaft wurden die Tötungsdelikte auf dem Maidan nie verfolgt, könnte es daran liegen das die Schüsse vom Euromaidan selbst veranlasst wurden (4)? Der durch die USA gesteuerte Euromaidan führte dann zur Einsetzung des US-Wunschkandidaten Turtschynow als Präsidenten und Jazenjuk wurde als Premierminister (5, 6).

      Diese Gewalt trug der Rechte Sektor und andere paramilitante Gruppen des Euromaidan über das ganze Land. In der Nacht vom 20. zum 21. Februar 2014 hielten bewaffnete Aktivisten des Euromaidan in der Nähe der Stadt Korsun-Schewtschenkowskiy Busse an, in denen einige hundert Gegner des Euromaidan aus Kiew auf die Krim zurückkehrten. Die Busse wurden in die Gewalt der Bewaffneten genommen und angezündet. Auf alle sich darin befindlichen Menschen (ungefähr 350 Menschen), einschließlich Frauen und Jugendliche, warteten grausame Prügel und Schikanen. Der Film „Die Verbrechen der ukrainischen Nazis vom Euromaidan: Das Pogrom von Korsun“ dokumentiert die Verbrechen denen einige Dutzend Menschen zum Opfer fielen (ca. 30 Menschen gelten bis heute als vermisst). Bekannt ist dies Massaker als Prognom von Korsun (7).

      Der blutige Vorfall am 30. Juli 2014 ereignete sich in dem kleinen ukrainischen Dorf Melioratyvne, an der nah gelegenen Großstadt Dnipropetrovsk. Es entbrannte ein starker Konflikt zwischen den Dorfbewohnern und bewaffneten Söldner des „Aydar“ Battalion, die für die Ukrainische Regierung gegen das Donbass kämpft. Mitten in der Nacht versuchten die Söldner einen Abriss an der einzigen Lenin Statue, die sich im Dorf befinden, durchzuführen. Als die Dorfbewohner die Söldner zur frage stellten, wieso sie kamen, um das zu tun, entfachte ein Konflikt. Etwa 20 Zivilisten wurden schwer verletzt. Als Polizeibeamte am Tatort eintrafen, standen sie neben den Kämpfern des „Aydar“ Battalions und unternahmen nichts. Über diesen Vorfall wurde in den ukrainischen Medien nicht berichtet.(8)

      Sergey Tkachenko und Denis Timofeyev sind ukrainische Kommunisten, Mitglieder der CPU (Kommunistische Partei der Ukraine). Ihr Scheinprozess kann für sie jeweils 10 Jahre Haftstrafe bedeuten. Seit dem 1. September 2014 sitzen sie in Voruntersuchungshaft in Dnepropetrovsk. Seitdem konnten gerichtliche Untersuchungen ihnen keine Schuld nachweisen, doch aufgrund der politischen Umstände wurde ihr Gewahrsam verlängert. Derzeit benötigen sie und ihre Familien dringlichst finanzielle Unterstützung.
      Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen durch den Ukrainischen Inlandsgeheimdienst (SBU) wurden die verbotene Zeitung „Novorossia“, Granaten und TNT beschlagnahmt. Es gibt gute Gründe um zu behaupten, dass diese „Beweisstücke“ ihnen von Beamten des SBU untergeschoben wurden: zum Beispiel wurden diese in beiden Fällen am Ende der Durchsuchung an Orten aufgefunden, die schon vorher durchsucht worden waren. (9)

      Laut Aussage der kommunistischen Partei der Ukraine wurde ihr Mitglied Vyacheslav Kovshun am Kontrollpunkt der Kiewer Ukrainischen Nationalgarde im Starobeshevsky Bezirk, Donezk zu Tode gefoltert. Der Sekretär der kommunistischen Zelle im Dorf Glinki (Donezk), Stellvertreter des Rates Dorf Vyacheslav, Kovshun wurde gefoltert und ermordet. Die Telefon-Kommunikation mit ihm brach am 22 Juli 2014 ab. Am nächsten Morgen wurde sein Körper mit zahlreichen Verletzungen und Schusswunden in einer Lache Blut gefunden. Er wurde bereits zuvor durch Anhänger der Ukrainischen Regierung bedroht, aber glaubte nicht, dass er für seine Ansichten getötet werden können.
      Am selben Tag stimmte das Parlament der Ukraine darüber ab, die Kommunistische Partei der Ukraine zu verbieten.(10)

      64 Personen, die das Massaker in Odessa, wo das Gewerkschaftshaus niedergebrannt wurde und mindestens 43 Menschen starben, überlebten, wurden sofort verhaftet und des „Terrorismus“ beschuldigt. Heute stürmten die Menschen von Odessa die Polizeiwache und befreite diese. Der Leiter der Präsidialverwaltung der Ukraine S. Pashinsky nannte die Befreiung der Inhaftierten „schrecklich“. Nun hat die Regierung der Ukraine erneut die Neonazis des rechten Sektor nach Odessa bestellt. Sie sind jetzt wieder auf den Straßen von Odessa und die Polizei gab ihnen die Adressen aller entlassenen Gefangenen von heute. Dies geschah am 04.Mai 2014 (13).

      Bei den jährlichen Feierlichkeiten des Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus am 9. Mai 2014, der die Kapitulation von Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg gegen die Sowjetunion und der Befreiung vom Hitler markiert – spielten sich merkwürdige Szenen ab. Der Gouverneur der Region Kherson Yuri Odarchenko (Mitglied von Julija Tymoschenkos Vaterlandspartei) wurde von Tausenden einschließlich 2. Weltkriegs Veteranen ausgebuht, als erklärte, dass die Sowjetunion angeblich versuchte die Ukraine versklaven, während Hitler versuchte die Ukraine zu befreien. „Wenn Sie sich mit der Geschichte näher beschäftigen würden, und darüber gibt es reichlich TV-Sendungen im ukrainischen Fernsehen, dann werden Sie sehen, dass er [Hitler] in erster Linie das Ziel verfolgte, die Menschen vom kommunistischen Joch zu befreien. Er hatte das Ziel die Menschen von dem Tyrannen Stalin zu befreien.“, sagte Odarchenko. (11)

      Massaker in Mariupol: Bis zu 100 Menschen am Jahrestag des Sieges über den Faschismus erschossen (12 – Vorsicht verstörende Bilder))

      64 Personen, die das Massaker in Odessa, wo das Gewerkschaftshaus niedergebrannt wurde und mindestens 43 Menschen starben, überlebten, wurden sofort verhaftet und des „Terrorismus“ beschuldigt. Heute am 04.Mai 2014 stürmten die Menschen von Odessa die Polizeiwache und befreite diese. Der Leiter der Präsidialverwaltung der Ukraine S. Pashinsky nannte die Befreiung der Inhaftierten „schrecklich“. Nun hat die Regierung der Ukraine erneut die Neonazis des rechten Sektor nach Odessa bestellt. Sie sind jetzt wieder auf den Straßen von Odessa und die Polizei gab ihnen die Adressen aller entlassenen Gefangenen von heute.(13)

      Ukrainische Ultranationalisten rühmen sich auf Fotos (26.September 2016), auf denen sie stolz ihr neu erbautes Konzentrationslager präsentieren. Neben Hakenkreuzen und Reichsadlern, posieren sie in Schützengräbern, oder auch vor den Tor ihres nach Vorbild genommenes Konzentrationslager, ganz nach denen des Dritten Reiches. Das Lager befindet sich nahe dem Dorf Lysyanka (14).

      Am Abend des 13. Juli 2015 wurde in Kiew die unabhängige, Maidan- und regimekritische Journalistin Margarita Valenko vor der Haustür ihrer Wohnung erschossen. Der Killer lauerte ihr im Haus auf und schoss gezielt 3 Kugeln ab. Margarita Valenko war sofort tot. (15)

      In den letzten Tagen versuchte der Rechte Sektor, unter der Führung von Dmitry Jarosch, einen Attentat auf einen Politiker auszuüben, sowie öffentliche Behörden zu stürmen. Vor allem in der Westukrainischen Stadt Mukachevo, spitzte sich die Lage zu. Der Rechte Sektor setzte am Sonntag, den 12. Juli 2015, mehrere Polizeiwagen in Brand, als sie versuchten den Abgeordneten der Ukrainischen Rada (Parlament) Mikhailo Lanyo auf offener Straße zu ermorden. Drei Menschen wurden getötet (zwei von ihnen waren Mitglieder des Rechten Sektors) und dreizehn verletzt (vier von ihnen Mitglieder des rechten Sektors).
      Es scheint so, als hätte ein weiter blutiger Machtkampf in der Ukraine seinen Anfang genommen. Dmitry Jarosch, der Kopf des Rechten Sektors, forderte von Poroschenko einen Rücktritt. Er stellte ihm am gestrigen Abend ein Ultimatum, welches am 12. Juli 2015, um Mitternacht sein Ende nahm. Der Rechte Sektor, unter der Führung von Dimitry Jarosch, drohte mit dem entsenden seiner insgesamt 19 Bataillone (ca. 20.000 Mann) nach Kiew, sollte die Kiewer Regierung den Forderungen nicht nachgehen. Die Forderung des Rechten Sektors ist angeblich die Loslösung der ukrainischen Armee und der rechtsradikalen Bataillione von den Befehlen der Zentralregierung in Kiew, sowie freies Geleit für die Rechtsradikalen (16).

      New York Times: Video zeigt Hinrichtung Ende März/ Anfang April 2022 russischer Soldaten durch Ukrainer (17)

      Nun wurde in Mariupol ein weiterer Ort gefunden, an dem offensichtlich gefoltert wurde. Der britische Journalist Patrick Lancaster ist in Mariupol und er war in einer Schule, die das Asow-Regiment als Basis missbraucht hat. In den Kellern des Gebäudes wurde unter anderem die Leiche einer Frau gefunden, der die „Kämpfer“ des Asow-Regiments ein großes Hakenkreuz auf den Körper gebrannt haben. Die Hämatome deuten darauf hin, dass sie auch geschlagen wurde. (18)

      Am 6. März 2022 wurde gemeldet, dass Denis Kireev, ein Mitglied der ukrainischen Verhandlungsdelegation (Friedensverhandlungen zwischen Ukraine und Russland), in Kiew getötet wurde. Über die Umstände seines Todes gibt es verschiedene Meldungen. Das ukrainische Verteidigungsministerium meldete, er sei bei einer Spezialoperation getötet worden, ukrainische Abgeordnete hingegen meldeten, er sei vom ukrainischen Geheimdienst wegen Verrat erschossen worden. (19)

      Das Folter-Video von März 2022zeigt, wie ukrainische Kämpfer (wahrscheinlich Kraken) russischen Gefangenen in die Beine schießen und sie zusammenschlagen. Zu Beginn des Videos sind russische Gefangene zu sehen, die mit durchschossenen Beinen auf dem Boden liegen; bei einigen von ihnen sind auch die Knochen der Beine gebrochen. Die Chancen, solche Wunden zu überleben, sind unter diesen Umständen gering. Man könnte den Eindruck gewinnen, die russischen Soldaten wären bereits verwundet gefangen genommen worden. Aber nein: Am Ende des Videos schießen ukrainische Kämpfer allen gerade ankommenden gesund gefangen genommenen russischen Soldaten in die Beine. Viele verenden unmittelbar vor laufender Kamera am Schmerzschock. Und dies alles wird von den ukrainischen Kämpfern selbst gefilmt. (20)

      Zuerst gepostet von @august und später von @mengel: Nach der Veröffentlichung der Videoaufnahme einer brutalen Hinrichtung von Zivilisten (VORSICHT! 21) im Internet hat das Oberhaupt des russischen Ermittlungskomitees Alexandr Bastrykin die Einleitung eines Strafverfahrens angeordnet. Die Aufnahme (Ende September/ Anfang Oktober 2022) war von einem ehemalige Kommandant des neonazistischen Asow-Bataillons Maxim Schorin gepostet worden.
      Bei den im schrecklichen Hinrichtungsvideo gezeigten Menschen handelt es sich vermutlich um Lehrer aus Kupjansk. Dies berichtete gegenüber RT der ehemalige ukrainische Rada-Abgeordnete und Präsidentschaftskandidat Oleh Zarjow, der inzwischen die Donbass-Republiken unterstützt. Er erklärte:
      „Die Menschen im Video wurden von Lehrern erkannt, die in den russisch kontrollierten Teilen des Gebiets Saporoschje leben. Ich bat die Abonnenten meines Telegramkanals, mir mitzuteilen, ob irgendjemand die Menschen im Video erkannte. Man schrieb mir und erzählte, dass es Lehrer aus Kupjansk seien. Sie wurden erkannt, weil die Lehrer aus Saporoschje mit ihnen zusammenarbeiteten. Ich leitete diese Information an die Ermittler weiter.“ (22)

      Bitte schaut euch auch die Quellen von @Sabine Schulz (23) und dem @Russischen Hacker (24) an, welche auch verdeutlichen, dass diese ukrainischen Nationalisten ein zutiefst unmenschliches, rassistischen Menschenbild verinnerlicht haben und vor keiner Gewalt zurück schrecken.

      Viele dieser meiner genannten obrigen Verbrechen sind über die UN human rights dokumentiert. Damit sind sie als belegt anerkannt. Bis auf das letzte Video sind alle anderen Taten heute auch in westlichen Medien eine Tatsache. Über die Echtheit und Vielfalt gibt es keine weitere Deutung heute mehr.
      Jeder von euch kann nun seine Schlüsse selber ziehen.

      Mitforenten erlauben mir sicherlich einen Rückverweis auf ihre Kommentare.

      Quellen kommen wegen der nachvollziehbaren Verzögerung der Freigabe im nächsten Kommentar. Ich bedanke mich ausdrücklich bei diesen Mitkommentatoren!

      1. (1) https://linkezeitung.de/2022/06/22/die-ideologie-der-banderisten/
        (2) http://www.pesterlloyd.net/html/1409ungsorgenukraine.html
        (3) inter-der-fichte.blogspot.com/2014/02/ukraine-ard-verharmlost-die-braune.html
        (4) https://bueso.de/verborgene-wahrheit-ueber-ukraine-putsch-maidan-schuetzen-sagen
        (5) https://u-labs.de/portal/putsch-in-der-ukraine-wer-fuehrte-den-regierungswechsel-herbei/
        (6) https://www.infosperber.ch/politik/europa/fuck-the-eu-wird-victoria-nuland-politisch-reaktiviert/
        (7) https://de.ukraine-human-rights.org/das-pogrom-von-korsun/
        (8) https://de.ukraine-human-rights.org/dec/informationen/civil-resistance/
        (9) https://de.ukraine-human-rights.org/dec/informationen/civil-resistance/page/2/
        (10) https://de.ukraine-human-rights.org/dec/informationen/civil-resistance/page/3/
        (11) https://de.ukraine-human-rights.org/dec/informationen/civil-resistance/page/4/
        (12) https://de.ukraine-human-rights.org/dec/informationen/civil-resistance/page/5/
        (13) https://de.ukraine-human-rights.org/dec/informationen/civil-resistance/page/6/
        (14) https://de.ukraine-human-rights.org/dec/informationen/kriegsverbrechen/
        (15) https://ren.tv/news/v-mire/37499-smi-soobshchili-chto-v-kieve-rasstreliali-nezavisimuiu-zhurnalistku-margaritu-valenko
        (16) https://de.ukraine-human-rights.org/blutiger-machtkampf-in-der-ukraine-rechter-sektor-stellet-poroschenko-ultimatum/
        (17) https://www.berliner-zeitung.de/news/new-york-times-video-zeigt-hinrichtung-russischer-soldaten-durch-ukrainer-li.221206
        (18) https://www.anti-spiegel.ru/2022/beweise-fuer-folter-von-russischen-kriegsgefangenen-und-zivilisten-in-der-ukraine/
        (19) https://www.anti-spiegel.ru/2022/morde-und-das-verbot-jeder-opposition-das-terrorregime-in-der-ukraine/
        (20) VORSICHT!! https://odysee.com/@RTDE:e/kriegsverbrechen-brutales-video-misshandlung-kriegsgefangener:5?src=embed
        (21) VORSICHT!!!! STARK VERSTÖRENDE BILDER! https://t.me/MaksymZhorin/3779
        (22) https://www.extremnews.com/berichte/weltgeschehen/971418d16ca2a8e
        (23) @Sabine Schulz 3:00 Uhr und 6:34 Uhr https://overton-magazin.de/top-story/totgeschwiegenes-thema-wen-unterstuetzt-der-westen-wenn-er-vorbehaltslos-die-ukraine-unterstuetzt/
        (24) @Russischen Hacker 5:42 Uhr https://overton-magazin.de/top-story/totgeschwiegenes-thema-wen-unterstuetzt-der-westen-wenn-er-vorbehaltslos-die-ukraine-unterstuetzt/

        1. Liebe o-m Redaktion,

          bitte öffnet diese Linkliste. Sie wartet seit 16 Stunden darauf. Es ist ein Dokument, dass die ukrainische Regierung als das darstellt, was es ist.

      2. Oh oskar, sehr lang aber sehr gut.
        Danke auch für die Links. Gerade Nr 8 mit dem Artikel von Thierry Meyssan über den Dmytro Dontsov und wie sich darauf die gesetze von Poroschenko und Selenskyj aufbauen, ist interessant.

        Zu deinem zweiten Artikel fehlen die Links. Kannst du die noch schicken.
        Würde dort auch gerne noch reinschauen.

          1. Für Jeden, der hier einigermaßen mitliest, ist die Behauptung, Russland hätte unprovoziert angegriffen, eine friedlose und dreckige Lüge.
            Wenn es vitale nationale Sicherheitsinteressen gibt und diese unteilbar sind, was jeder anständige und faire Mensch sofort unterschreibt, weil er keine Privilegien gegenüber Mitmenschen braucht, dann ist die Einordnung völlig klar.
            Der rechte Sektor war im letzten Jahrzehnt die bestimmende politische Kraft in der Ukraine auch ohne ein hinreichendes politisches Mandat durch Wahlen.
            Und dessen Bedeutung steigt, als das sie abnehmen würde.
            Wie kann es sein, dass jahrzehntelang die Parole „Wehret den Anfängen“ durchs Land getragen wird und im konkreten Fall Öl ins Feuer gegossen wird?
            Die völlig versagende 4. Gewalt trotz hinreichender Alimentierung und rechtsstaatlicher Absicherung durch die Gewaltenteilung kennt anscheinend keine hinreichende Knautschzone, dass sich Journalisten trauen, das Lebenswagnis einzugehen, ihrer Aufgabe gerecht zu werden.

            Gäbe es das Overton-Magazin, die Nachdenkseiten und noch andere Randmedien nicht, müsste man schier verzweifeln oder sich in Fatalismus retten.

            Und nun kommt der große historische Vergleich:
            Es kommt jetzt zuerst darauf an, es der Welt bzw. Nachwelt zu zeigen und den großen Wurf zu wagen, selbst wenn man als Demokratie-Verräter und Putinversteher gebrandmarkt wird.
            Und dazu zählen dieses Forum und noch viel mehr.
            Alles, was zählt, ist es, klare Standpunkte heraus zu arbeiten und diese dann konsequent zu vertreten.

            1. Wenn man sich wie ich in den letzten Monaten intensiv mit all den ultrannationalistischen Problemen in der Ukraine befasst hat, kann man nur zur Erkenntnis kommen, dass dieser Staat heute in der Ukraine ein faschistischer Staat ist. Dieser Faschismus ist von der USA bewußt znterstützt, auf und ausgebaut worden. Ohne finanzielle, materielle, logistische, militärische, propagandistische und politische Unterstützung durch die US-Regierung, würde das System dieser Banderisten innerhalb kürzester Zeit zusammen brechen.

              Auch in der Bundesregierung ist das bekannt.
              Es ist wichtig, dass wir diesen Faschismus in den Anfängen wehren.

          2. Hi Glück82,

            wenn man sich diese Bilder anschaut, egal ob Odess Gewerkschaftshaus, jetzt der Film über das Prognom von Korsun erschreckt man sich als Mitteleuropäer immer wieder, dass es normale Menschen gibt, die innerhalb eines Systems solche Gealt gegen genau so normale ander Menschen entwickeln können. Diese Gewalt von ganz wenigen Prozent der Bevölkerung, wenn diese Machtausübung durch Banderisten von der Regierung toleriert und nicht aktiv bekämpft wird, reicht aus, um einen ganzen Staat auf diese faschistische Linie zu pressen.

            Danke für die Verlinkung des Filmes. Den habe ich in meiner Linkliste nicht dabei, welche seit mehr als 16 Stunden auf die Freischaltung wartet.

  9. Die „rechten Nationalisten“ sind ja auch deshalb so einflussreich, weil sie medial und im Bildungsbereich, sowohl Jugend und Hochschulen, gut aufgestellt sind. Da ist der ehemalige Bildungsminister Sergiy Kvit, der ein guter Kumpel von Jarosch aus dem Trysub ist. Er hat einen PhD der Ukrainian Free University in München und wurde aus westlichen Elite-Töpfen gepimpert, erhielt Fulbright-Stipendien an der Ohio-University und Stanford, ein Stipendium am Woodrow Wilson International Centre in Washington DC und ein DAAD-Stipendium an der Uni Köln: https://fsi.stanford.edu/people/sergiy-kvit

    Er hat eine Journalisten-Schule mitgegründet, war in diverse Bildungs- und Medien-Reformen involviert und war Präsident der renommierten National University of Kyiv-Mohyla Academy.

    Aus die nationalistischen, gewalttätigen Jugendcamps wurde in Kommentaren hier ja schon eingegangen:
    https://overton-magazin.de/top-story/totgeschwiegenes-thema-wen-unterstuetzt-der-westen-wenn-er-vorbehaltslos-die-ukraine-unterstuetzt/

    Oder die Mutter des einarmigen Asow-Kämpfers, der mit einer Prothese kämpft. Alla Samoilenko ist eine bekannte Casting-Directorin des ukrainischen Kinos und hat ukrainische Schauspieler auch für deutsche Filme rekrutiert:

    https://global.espreso.tv/cyborg-with-perfect-english-what-we-know-about-illya-samoilenko-officer-who-gave-historic-press-conference-from-azovstal

    Und das ist sicher nur die Spitze des Eisbergs…

    1. Interessant ist auch wie der Dmitri Jarosch ein Foto von sich veröffentlicht und Betitelt:
      „Ruhm der Ukraine“

      Mit so einer AKSU-74U haben sich auch die CIA Außendienst-Mitarbeiter Al-Sawahiri und Osama Bin-Laden in einem anderen Kontext, gerne für ein Foto positioniert!

  10. Wie nett Herr Rötzer, dass Sie ganz zu Beginn schreiben:“ Auf jeden Fall kämpfen nicht alle Ukrainer für „unsere Werte“! Es ist bestimmt eine kleine unbedeutende Minderheit, die nicht für unsere Werte kämpft. Weiter so differenzierte Anal ysen.

    1. Naja, ich nörgel sonst ja auch gerne an Rötzers Artikeln rum.
      Dieser aber ist ein recht guter und das sollte man denn auch schon mal anerkennen!

    2. Das gesellschaftliche Narrativ besagt, dass die Ukraine als ganzes für die westlichen Werte und damit für die Freiheit kämpft.
      Gäbe es es einen relevanten gesellschaftlichen Einfluss, dies infrage zu stellen, idem darauf verwiesen wird, dass dies ganz eindeutig nicht alle tun, sondern schon eher das Gegenteil wollen, wäre der zentrale Einbruch erreicht und das alte Narrativ müsste versanden.

      1. Richtig Luck, wenn sich zumindestens im westliche Europa diese Wissen durchsetzen würde, dass wir mit der Ukraine einen faschistischen Staat mitten in Europa mit allen Mitteln unterstützen, wäre die falsche Hilfe nicht mehr aufrecht zu erhalten.

        @Milos, Ein Florian Rötzer ist nicht hoch genug zu loben, dass er sich bereits mehrfach in diesem Magazin mit diesem Thema befasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Dies dürfte so ziehmlich einmalig für einen in Deutschland lebenden Journalisten gelten. Was du da veranstaltest, ist erbsenzählerei. Da bin ich absolut mit @Rufus einer Meinung.

  11. Vielen Dank für diese sehr interessanten Infos.
    Was für ein Wahnsinn.
    Aus der Nummer kommen Selensky und auch der Westen doch nie mehr raus.
    Daher werden wir immer stärker mit Propaganda zugeballert werden.

    Ich hatte mich damals gefreut als Selensky gewählt wurde, weil ich dachte, ja der will den krieg beenden.
    Umso erstaunter war ich, als ich wie er zum Warlord mutierte.
    Die Rechtsradikalen haben ihn mit ihrem Drohungen umgedreht.

    1. B ist du dir da sicher mit „umgedreht“?

      Kann es sein, dass der Schauspieler bewußt rausgesucht wurde? Das seine Daily Soap mit Oligarchenbekämpfung, Frieden im Donbas, bessere Lebensbedingungen und noch mehr blablabla, nur für das dumme Volk war?

      1. kann natürlich sein.
        aber ich denke S wurde mit großer Mehrheit gewählt weil er versprach sich für den Frieden einzusetzen.
        Und wenn Jarosch diese Drohungen ausgesprochen hat, dann wohl weil er befürchtete dass S was umsetzen würde

      2. Aber warum hat Selenskij dann mitgemacht?
        Die Aussicht auf noch größeren Reibach?
        Oder er hatte bereits soviel Dreck am Stecken, was ans Licht der Öffentlichkeit hätte gelangen können?

          1. Das mag schon sein.
            Aber diese Rolle hat ein offenes Drehbuch, was Selenskij durchaus noch stärker Sorgen bereiten könnte.
            Die Russen sind nämlich keine Zwistl-Krieger und können Selenskij den Ofen so heiß machen, dass ihm der Arsch auf Grundeis geht.

            1. Ja. das glaube ich auch.
              Wie kommt der je aus der Nummer wieder raus?
              Und der Westen generell auch.
              Soviel Waffen kann der Westen doch gar nicht liefern.
              zb. die Raketenabwehrsysteme.
              Wieviel Systeme bräuchte es um ein so großes Land mit so
              vielen großen Städten wirksam zu schützen ?

              1. Gerade bei Rtde zu lesen:
                US-Außenminister Antony Blinken hat am Freitag in Washington Verhandlungen mit Russland ausgeschlossen, solange Moskau seine Kriegshandlungen fortsetzt.
                https://test.rtde.tech /international/131481-liveticker-ukraine-krieg-konaschenkow-rund/ (zu finden Stand 7:00 Uhr)

                und
                Russland könnte seine diplomatischen Bemühungen im Westen zurückfahren, sagte Außenminister Sergei Lawrow am Dienstag vor neuen Mitarbeitern des Ministeriums.
                „Es gibt dort keine Arbeit mehr, seit Europa beschlossen hat, sich von uns abzuschotten.“
                „Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika brauchen dagegen zusätzliche Aufmerksamkeit“, fuhr Lawrow fort und versprach, dass Länder, die „bereit sind, auf gleicher Augenhöhe zu arbeiten“, mit „vielversprechenden gemeinsamen Projekten“ belohnt werden.
                https://test.rtde.tech /international/151975-westen-ist-tollwutig-geworden-lawrow-kuendigt-diplomatische-abkehr-vom-westen/

                Die Konfrontation wird immer schlimmer!

                1. Wenn der Westen und auch der weiter östlich postierte Westen dies so will und sein Adsum, seine Bereitschaft dazu gibt, ist dies eine logische Folge.
                  Russland kann es auch ohne den Westen und das gleiche gilt auch für China.
                  Der Westen bzw. ein gehöriger Teil davon wird erhebliche Schwierigkeiten haben, sich auf diese Neukonstellationen einzustellen.
                  Aber wenn ich darauf verweise, wie lange man gebraucht hat, das Merit-Order-Prinzip vom schlimmsten zu befreien und damit die Forward-Kontrakte in mehr als ungesunde Höhen manövriert hat, wäre ein sich wundern ein Wunder.

                2. naja – was heisst „Kriegshandlungen fortsetzt“?

                  nur Gefecht einstellen, oder
                  alle Gebiete raeumen einschl Krim ?

                  Verm die pessimistische Variante, Blinken ist kein vernuenftiger Mensch.
                  Man fragt sich, wo diese ganzen Irren herkommen… gibt es da eine Uni fuer oder sowas?

  12. Bloomberg hatte berichtet, dass Beamte der Biden-Administration die Unterziehung von Elon Musks Unternehmungen einer nationalen Sicherheitsprüfung erwägen, einschließlich des Deals für Twitter Inc. und das Starlink-Satellitennetzwerk von SpaceX.

    Die US-Beamten seien verärgert über Musks jüngste Drohung, die Lieferung des Starlink-Satellitendienstes an die Ukraine einzustellen, und über seine ihrer Meinung nach zunehmend russlandfreundliche Haltung nach einer Reihe von Tweets, die Friedensvorschläge zugunsten von Präsident Wladimir Putin enthielten. Beamte der US-Regierung und der Nachrichtendienste wägen derzeit ab, ob und welche Instrumente der Bundesregierung zur Verfügung stehen, um Musks Unternehmungen zu überprüfen. Eine Möglichkeit wäre, dass der Ausschuss für Auslandsinvestitionen in den Vereinigten Staaten Musks Geschäfte und Operationen auf Risiken für die nationale Sicherheit überprüft, hieß es.

    bloomberg.com/news/articles/2022-10-21/us-weighs-security-reviews-for-musk-deals-including-twitter-buy

    Tulsi Gabbards Kommentar dazu auf Twitter:

    Biden Admin/Power Elite cooking up ways to destroy @ElonMusk because they can’t control him—just like Trump. Expect them to use every law enforcement and regulatory body as weapons to bring Musk down or force him to surrender. Blatant authoritarianism.

    twitter.com/TulsiGabbard/status/1583414733478064128

    Mein Kommentar: politisch motivierte Repressionen und klassischer Totalitarismus.

    1. Lieber Russische Hacker,

      dass was du da beschreibst, kann nicht sein, weil Amerika das freieste Land auf Gottes Erden ist.
      Da muss eine Verwechslung deinerseits vorliegen. Bestimmt hast du einen Artikel über einen russischen Oligarchen in der Prawda gefunden und der Puti macht das jetzt mit diesem armen Oligarchen.
      Anders kann es nicht sein.
      SG Oskar

      und Sarkasmus Ende

    2. Eine Interessant Aussage hörte ich bei “ Duran.com “ ….
      Elon Musk möchte das die USA ihm verbieten Twitter zu kaufen. Twitter hat einen Marktwert von 10 Mill. und er hat 40 Mill. geboten. Aus dem Twitter Deal heraus zu kommen würde ihm eine Menge Geld sparen.
      Starlink ist scheinbar auch nicht sicher vor dem Russischen Militär, wie die letzten Störungen zeigen.
      Sollte Russland Starlink stören oder gar zerstören können würde E. Musk eine Menge Geld verlieren.
      Als Guter Kapitalist läßt er diese Risiken lieber die Regierung tragen und läßt sich eine Entschädigung geben.

      Daher haben seine aktuellen Medienauftritte nichts mit Rückrad oder Gesinnung zu tun, sondern sind vermutlich rein kapitalistisches Management.

  13. Großen Dank für Artikel und die Kommentare und links.

    ich hätte trotzdem eine Frage:

    Haben „wir“ denn Informationen zur politischen Haltung der Armee und des Sicherheitssektors in der Ukraine in ihrer Gesamtheit.

    Immerhin ist es doch ein nicht kleines Land. Und Nazis gibts auch in der US Army. Trotzdem würde das Argument in einer entsprechenden Diskussion zu den amerikanischen Streitkräften keinen interessieren.

    Und so widersprüchlich die Maidan-Bewegung in sich war (auch siehe obigen Twitter-link Schwule UND Faschos) kann man ja nicht ausschließen, dass Ähnliches für die Binnensoziologie im Militär gilt.

    Sry wenn ich so „universitär“ frage („Binnensoziologie“).

    Aber wann immer ich woanders den Versuch mache kurz mal zu kommentieren und auf etwas bloß hinzuweisen, kommt mir extrem scharfer Wind entgegen mit Formulierungen die ich hier nicht zu zitieren brauche.

    Im Grunde ist es dieser Entweder-bist-du-für-uns-oder-gegen-uns-Irssinnn der da eingefordert wird,
    Natürlich oft bei den linken Gruppierungen (die, ich vermute endlich sich geliebt fühlen, weil sie von denen, die sie immer ausgelacht haben, ernst genommen werden. „Very important grown-ups, um Theweleit zu zitieren.)

    Aber nicht nur. Es gibt auch eigentlich kluge und vernünftige Leute, die sich fachlich sehr gut auskennen.
    Historiker, Publizisten etc., die aber irgendwie „gekippt“ sind 2022.

    Meine Frage zielt auf die Praktikabilität und Überzeugungskraft ab, die eine solche Analyse in der „politischen Auseinandersetzung“ spielen kann.

    Und dazu bräuchte es auch den Blick aufs gesamte Gebilde „Ukraine“.

    Sonst wirkt die Argumentation nicht, in den Augen derer, die man überzeugen will, oder denen gegenüber man zumindest einen „Punkt“ landen muss.

    Denn sobald ein „ukrainischer“ Osteuropa-Institutsleiter, ein Politiologe, ein Snyder-Klon mit slawisch klingendem Namen, oder auch eine waschechter Soziologe – oder eine Nobelpreisträgerin – sagt „kann schon sein, aber 87,34% unserer Soldat*Innen sind lupenreine Demokraten, und bei uns gibts kein Parlament mit zweistelligen AfD-lern wie bei euch“ (ich erfinde jetzt nur) ist der Diskurs beendet und verloren.

    Da wäre z.B. dieses fürchterliche Personal, das den offenen Brief in DIE ZEIT im Januar, glaube ich, veröffentlicht hatte, und die ganz klar aufriefen zum Krieg gegen Russland.

    Das waren keine Splittergruppen aus dem Untergrund. Das waren diverse Leiter und Mitarbeiter aus Insitituten in BRD, Österreich, natürlich Baltikum usw.

    Freilich kann man einigen nachweisen, dass sie hier und da berufliche Kontakte zu transatlantischen Gruppen haben. So what?

    Alleine das Gewicht, das diese Namen haben, reißt die MSM mit sich. Völlig egal, dass sie Quark reden.

    Es braucht also deshalb auch Info aus anderen Richtungen mit Zahlen die Vergleichen Stand halten.

    (Es geht nicht darum, dass ICH nicht überzeugt wäre). Es geht um die, die nicht hier sind.

    Ich spreche aus leidvoller Erfahrung.

    Es geht um das ausarbeiten eines Gegen-Narrativs, das nicht ideologisch überzeugen soll, sondern hinsichtlich transparenter Daten. Man muss sich immer fragen, würde es das Publikum in einer bescheuerten TV-Sendung oder bei eienr profunden öffentlichen Diskussion überzeugen. Oder die Gegenargumentierenden in eine Situation bringen in denen sie zugeben müssten „kann schon sein“.

    Sry wenn ich hier zu weit ausgreife oder zu kritisch wirke.

    1. Hallo xyz,
      ich finde die Zielsetzung, die Sie formulieren, sehr wichtig.

      Zu „Haben „wir“ denn Informationen zur politischen Haltung der Armee und des Sicherheitssektors in der Ukraine in ihrer Gesamtheit.“:
      Bei Belltower (Amadeu-Antonio-Stiftung, finanziert vom Bundesministerium für Familie…..) findet sich dazu ein sehr informativer Artikel vom 19.1.2022 (!):
      Titel: „Wie rechtsextreme Soldaten in der Ukraine vom Westen ausgebildet werden“
      Untertitel: „In den ukrainischen Streitkräften sind Rechtsextreme gut vernetzt und rekrutieren Soldaten für ihren Kampf. Einige werden sogar von Deutschland, Großbritannien und den USA militärisch ausgebildet. Der Westen schaut weg – denn der Konflikt mit Russland droht.“

      Zitat:
      „Die Präsenz von Rechtsextremen im ukrainischen Militär und in den Sicherheitsbehörden bekommt nicht genug Aufmerksamkeit, obwohl sie wahrscheinlich beträchtlich ist“, sagt Kuzmenko gegenüber Belltower.News. Vor allem an der „Hetman Petro Sahaidachny National Army Academy“ (NAA), der renommiertesten Militärschule des Landes, agiert seit 2018 eine rechtsextreme Gruppe mit Verbindungen zu „Asow“ – und versucht, die künftige Militärelite der Ukraine zu rekrutieren. Die NAA bestreitet, dass die Gruppe dort aktiv ist – aller Belege zum Trotz.“

      Ein paar Links folgen gleich

        1. Nein, die Demo in Nörvenich beginnt ja erst um 12 Uhr und da werden wir „Friedensbewegte“ wohl leider unter uns bleiben, weil die „Grüne Jugend“ z. B. nach Düsseldorf zur Demo „Solidarität gegen Putin“ oder so ähnlich fährt.
          Bin aber gespannt, in Nörvenich zu erfahren, wie sich die altehrwürdige Friedensbewegung jetzt positioniert – vermutlich ein Eiertanz, denn mit Geopolitik haben die’s nicht so, war früher mein Eindruck.

          1. wäre es nicht so ernst, wärs Komödienstoff, diese Zersplitterung…erinnert mich an Claire Bretecher Momentaufnahmen.
            Oder die polit. Zersplitterung in Frankreich Anfang der 1950er. Weil ich dazu grad lese.

            Immerhin, das Wetter bei Ihnen soll ok werden.
            Der Grünen Jugend wünsche ich schwere Regenfälle und ungewohnte lokale Erdbeben.

      1. @ Sabine Schulz:
        Ich glaube nicht, dass auch noch so viel Belege eine eingefahrene ideologisierte Haltung ändern werden.
        Ich hatte Ende Februar von dem Komflikt inhaltlich noch keine Ahnung.
        Damals dachte ich durchaus, dass Putin aus imerialistischen Gründen die Ukraine überfallen hat.
        Da ich heuer aber mehr Zeit hatte bzw. diese nahm, konnte ich peu a peu den Nebel lichten.

        Es stellt durchaus einen Unterschied dar, ob im Donbass bzw. davor eine sechsstellige Zahl an Soldaten darauf wartet, „die Restukraine zu befreien“ und ab dem 16. Februar mit dem Einschießen begonnen hat oder nicht.
        Wenn man dann noch erfährt, dass es in Odessa am 2. Mai 2014 ein Massaker gegeben hat,das njcht aufgeklärt worden ist und was auch von EU-Seite bemängelt worden ist, kann man ein Motiv, und zwar ein naheliegendes, für die russische Intervention finden, ohne dass man lange suchen muss.
        Mittlerweile gibt es Interpretationen über Butcha, über die NS-Pipelines, über den Beschuss eines Akws usw., die derart hanebüchen sind, dass man nicht anfangen darf, den Kopf zu schütteln, weil es fraglich ist, ob man durch neue „Erkenntnisse“ solcher Art, nicht dazu genötigt wird, immer damit fortzufahren.

        Wer, wenn nicht jemand mit akademischer Ausbildung, sollte dazu in der Lage sein, sich ein relativ unabhängiges Bild zu zeichnen?
        Wenn das misslingt, dann liegt dies in der fehlenden Absicht begründet und keinem intellektuellen Defizit.
        Wer einen Hund zur Jagd tragen muss, wird mit einem solchen Jägerlatein auch am Ende des Tages nicht glücklich werden.
        Die Entscheidung in diesem Krieg wird auch keine hiesige politische und gesellschaftliche Elite aus freien Stücken treffen, sondern nur gezwungenermaßen.
        Welche Seite dies dann sein wird, steht noch in den Sternen. Ich weiß nur nicht in welchen.
        Olaf Scholz wehrt sich ja noch dagegen, der Kriegsbegeisterung aus EU-Kanälen nachzugeben und erfährt desbalb von dieser Seite auch Kritik.

        Aber wie dem auch sei. Die Lage wird sich so oder so klären.
        Die Rolle des rechten Sektors wird sich eindeutig auch für die Blinden bzw. mit den Augenklappen auf beiden Lidern zeigen.
        Und ob es dann so fein sein wird, als unreflektierter Unterstützer einer faschistischen Politik mit rassistischer Ideologie gelten zu dürfen, sei dahin gestellt.

        1. Liebe Sabine, xyz und Luck,

          unser Problem wird immer sein, dass wir Leute nicht erreichen werden, die wie bei Antifa im gruppendenken gefangen sind oder bei studierten Menschen bereits in mittleren Positionen diese auf Grund ihrer Karrier es sich nicht wagen, den Kopf aus der vorgegebenen Linie heraus zu strecken. Man schaue sich nur mal das Beispiel Musk an und die plötzliche Überlegungen zu ihm:

          „Einem Bericht des Wirtschaftsdienstes Bloomberg zufolge prüfen Beamte der Biden-Administration aktuell, ob die USA einige von Elon Musks Unternehmungen einer nationalen Sicherheitsprüfung unterziehen sollten, einschließlich des Twitter-Deals und der Geschäfte rund um das Starlink-Satellitennetzwerk von SpaceX. “

          Hier zeigt sich doch sehr deutlich, was passieren kann, wenn man ausschehrt. Es werden in der Presse die negativ Beispiele nicht umsonst bekannt gemacht, wie Julian Assange, Prof. Dr. Ulrike Guérot, Edgar Snowden, Gerhard Schröder, BSI-Präsident Arne Schönbohm und andere.

          Protest kann man sich ab einer gewissen Position in der BRD nicht mehr leisten, ohne Gefahr zu laufen Beruf, Karriere und damit seine materielle Sicherheit und sein persönliches Umfeld auf`s Spiel zu setzen. Ich kenne dies von Leuten aus der DDR. Auch deshalb fiel das Kartenhaus so schnell zusammen, weil es diese Gedanken in den Köpfen der Menschen in diesen höheren Ebenen durch aus gab, diese aber nicht gezeigt werden durfte.

          Ich als kleiner Arbeiter habe nichts zu verlieren. Meine Gedanken können relativ frei sein.

          1. Lieber Oskar,
            die Umstände werde Leute zwingen, sich völlig ungewollt mit der Realität auseinander zu setzen.
            Besondere fachliche Qualitäten außer bescheinigte zechnen diese eh nicht aus.
            Denn dann müssten sie sich nicht anpassen.
            Und wenn die US-Administration meint, mit Elon auf Konfrontationskurs gehen zu müssen, kann so einiges passieren wie nicht ganz einfach zu erklärende Updates oder gewisse anderweitig verursachte Kommunikationsverluste.
            Ein Musk wird sich auch China nicht abspenstig machen lassen.
            Und nebenbei werden sich immer mehr US-Amerikaner die Frage stellen müssen, ob es solche Risiken wirklich wert sind.

    2. Also ich finde die Infos, die Florian Rötzer hier zusammenträgt, vollkommen ausreichend. Siehe auch das Video von Alex Rubinstein mit Yevhen Karas von C14: Der Westen braucht diese Leute, weil sie „Spaß am Töten“ haben, wie Karas sagt, und fördert sie nach Kräften, mit Milliarden, mit viel Geld auch für privaten Wohlstand, Universitätsstipendien, auch Stipendien für amerikanische Eliteuniversitäten, modernsten Waffen, militärischer und geheimdienstlicher Ausbildung, Einladung zu Konferenzen, hochprofessioneller medialer Unterstützung…

      Unter diesen Umständen kann dann auch eine sehr kleine Minderheit, wenn sie auf den richtigen Posten sitzt, sehr viel Macht und Einfluss haben.

      Wenn Leute sich nicht mit Argumenten überzeugen lassen wollen, dann können Sie, xyz, so viel kommentieren, wie Sie wollen.
      Bei den deutschen Nazis war es doch ähnlich, auch die waren zuerst nur ein kleines Grüppchen, wurden auch von vielen kritisch gesehen. Dann flossen die Spenden deutscher Konzerne, es gab wohlwollende Berichte in der internationalen Presse.
      Wie dann die Bevölkerung auf Kurs kam, lesen Sie dazu LTI von Victor Klemperer. Die Menschen wollten zur Herde dazugehören, anstatt sich mit den Ausgeschlossenen zu solidarisieren. Seine ehemaligen jüdischen Freunde hat man nach und nach geschnitten, selbst einzelne Juden ließen sich von der Hitler-Begeisterung mitreißen, weil sie gerne dazugehören wollten, und realisierten so zu spät, dass sie keine Chance hatten. Diejenigen, die plötzlich verbrecherische Macht gegen andere, die Ausgeschlossenen hatten, haben diese mit Begeisterung ausgeübt. Aber es gab eben auch einzelne, die unentwegt bis zum Ende des Regimes dagegen gehalten haben!

      Vielen Leuten geht es nicht um Argumente, sondern um ihr Ego, sie haben Spaß an Mobbing und Spaß daran, auf der ihrer Ansicht nach stärkeren Seite (Mainstream) zu stehen, sich toll zu fühlen und andere zu belehren oder lächerlich zu machen. Die eine Seite ist Paria, also stellt man sich auf die Seite der „Anständigen“, derjenigen, die man auf der Gewinnerseite wähnt.

      Wer beispeilsweise auf einer Anti-Corona-Maßnahmendemo mitläuft, auf der jemand gesehen wurde, der mal auf einer Demo war, wo auch ein „Reichsbürger“ mitlief, wird zur Paria, zum pösen Nazi-Verschwörungstheoretiker, Asow hingegen sind alles lupenreine Demokraten, und allenfalls gibt es da mal eine Ausnahme. Auch bei den deutschen Nazis fanden ja manche „so viele gute Kerne, dass diese fast wie Sonnenblumen aussehen“.

      Hier wird ganz klar mit zweierlei Maß gemessen und dieser Krieg ist übrigens auch ohne Nazis komplett falsch. Nie war so offensichtlich, dass trotz Einmarsch der Armee eines anderen Landes Gewaltverzicht die einzig vernünftige Reaktion und eine Verhandlungslösung möglich gewesen wäre.

      Da hilft nur eines: Argumentativ weiter Kurs halten, steter Tropfen höhlt den Stein!
      Danke an Sie, und alle, die hier ihre Zeit opfern und ihr Wissen einbringen.

      1. „Der Westen braucht diese Leute, weil sie „Spaß am Töten“ haben“

        Und diesen Spaß wird man ihnen mit Sicherheit auch weiterhin gönnen. Gerade finde ich das hier:

        Russland soll für das Massaker an Zivilisten in der Region Cherson während der Offensive der Streitkräfte der Ukraine verantwortlich gemacht werden. Einen entsprechenden Befehl haben Mitarbeiter der Spezialeinheiten der Streitkräfte der Ukraine aus dem Büro des Präsidenten erhalten. Das provokative Szenario wird von der berüchtigten Situation in Bucha kopiert, wo die Ukraine versuchte, die Streitkräfte der RF des Mordes an Einheimischen zu beschuldigen.

        Es ist erwähnenswert, dass die Hauptverantwortlichen für dieses Verbrechen an der Zivilbevölkerung bereits identifiziert wurden – Einheiten der „Fremdenlegion“, die von Kiew aus Richtung Izyum eingesetzt werden.

        Sie werden von operativen Beamten des SBU unterstützt, die über die Daten von Mitarbeitern der CAA und von Einwohnern verfügen, die an dem Referendum teilgenommen und Pässe der Russischen Föderation erhalten haben.

        https://t.me/Slavyangrad/15810

        1. Die Banderisten begehen ein Menschenrechtsverbrechen nach dem anderen, ermorden in Massen andersethnische Zivilisten aus reinem Rassismus heraus, vernichten Oppositionelle und der Wertewesten steht danaben, schaut weg oder beklatscht es sogar, wenn es Russen trifft und die europäische Politiker Garde brüllt ganz laut „Putin ist schuld!“.

          Es ist nicht mehr zu fassen!

  14. @ Redaktion:

    In der Karte mit den Wunschgrenzen bestimmter Ukrainer sind die aktuellen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland novellierungsbedürftig.

  15. Dieser bescheuerte Artikel (siehe nächster Post oder hyperlink unten) ist gestern in der Berliner Zeitung erschienen im Ressort „Open Source“.

    Da schreiben diverse Leute, wie auch Oskar Lafontaine, ausführlicher als sonst ihre Meinung.
    Mal in die eine polit. Richtung, mal in die andere.

    Der neueste Text stammt von einem neuen Politologen an der Fernuni Hagen, Felix Ackermann.
    Ich hab ein paar Semester, nicht viel, in Hagen studiert, vor langer Zeit, als das Fernstudium noch brandneu war.

    Wer sich diesen Text antun möchte (ich lade dazu alle „herzlichst“ ein – LOL), bedenke dabei folgendes:

    Dieser Mensch lehrt die kommenden Generationen.

    Und zwar nich nur die klassische Universitätsklientel, sprich Abiturienten.

    Sondern eben auch sehr viele, die etwas nachholen wollen an akademischer Ausbildung oder höheren Abschlüssen etwa.

    Dieser Text wird nun meinetwegen von 1000 Berlinern gelesen. Vielleicht aber auch 100 oder 10.000. Keine Ahnung.
    Aber 10, 15, 30, weitere Artikel die im Kern genauso dummdreist sind, erscheinen in derselben Zeit irgendwo im Bundesgebiet.

    Und das wiederholt sich Woche für Woche für Woche.

    Wieso also wundert ihr euch, dass die Menschen, wie weit gebildet oder nicht (man muss den Begriff „Bildung“ sehr vorsichtig verwenden, weil er oft das Gegenteil dessen bewirkt was er bewirken soll), diesen ganzen Unfug glauben.

    Natürlich ändert sich nichts, wenn man nichts dagegensetzt.

    Propaganda existiert, weil die Propagandisten wissen, dass man „Meinung macht“.
    Das gilt aber für jede Richtung.

    Auch für Aufklärung.

    Sry, ich will nicht nerven. Ich verstehe auch die Skepsis völlig.

    Auslöser für diesen Post, war dieser Zeitungsartikel und der Umstand, dass der Autor Leute bildet und ausbildet. Also nicht Medienmacher, sondern Pädagoge ist.

    (Stalin hätte wohl gesagt, er macht Menschen. Aber das führt jetzt wohl zu weit…)

    Artikel siehe nächster Post.
    oder hier der hyperlink:

    „Das europäische Haus brennt, die EU muss die Ukraine militärisch unterstützen

    Der russische Angriffskrieg in der Ukraine beschädigt das Fundament gemeinsamer friedlicher Koexistenz in Europa. Ein Gastbeitrag von Felix Ackermann. 21.10.2022:

    https://www.berliner-zeitung.de/open-source/analyse-gastbeitrag-von-felix-ackermann-russischer-angriffskrieg-das-europaeische-haus-brennt-die-eu-muss-die-ukraine-militaerisch-unterstuetzen-li.279000

  16. Berliner Zeitung, 21.10.22

    Das europäische Haus brennt, die EU muss die Ukraine militärisch unterstützen
    Der russische Angriffskrieg in der Ukraine beschädigt das Fundament gemeinsamer friedlicher Koexistenz in Europa. Ein Gastbeitrag von Felix Ackermann.
    Felix Ackermann
    21.10.2022 | 19:25 Uhr

    Die deutschen Debatten über die Erhöhung der Vorauszahlungen für die laufenden Mietnebenkosten wirken wie die Diskussionen in einer Wohngemeinschaft, in der sich alles um die Befindlichkeiten der Bewohner dreht. Dabei steht zur selben Zeit im selben Gebäude eine ganze Wohnung in Flammen. Diese liegt unmittelbar hinter der polnischen Wohneinheit auf der rechten Seite des östlichen Flures. Dort hatte der russische Nachbar von gegenüber 2014 zunächst rechtswidrig einen Raum abgetrennt, um ihn illegal für seine Einwohner zu nutzen.

    Im Februar 2022 legte er zusätzlich einen Großbrand, nachdem sich die ukrainische Bewohnervertretung nicht bereit erklärt hatte, die Verwaltung der Wohnung dem russischen Nachbarn zu überlassen. Obwohl sie bereits in Flammen steht und mehrere Einwohner starben, leitet dieser Nachbar jeden Tag aufs Neue Öl in den Brandherd, sodass die ukrainischen Feuerwehrleute den Brand derzeit noch immer nicht voll kontrollieren.
    Ein großer Teil der Bewohnerschaft der ukrainischen Wohnung musste in ein anderes Zimmer oder vor der Rauchentwicklung in andere Wohnungen des Hauses fliehen. Für den Fall, dass die Hausgemeinschaft die ukrainische Feuerwehr weiterhin bei den Löscharbeiten unterstützt, droht der russische Nachbar unverhohlen mit der Zündung radioaktiver Sprengladungen, die weitere Teile unseres Hauses unbewohnbar machen würden.
    Grundregeln des Zusammenlebens

    Die Groß-WG namens Bundesrepublik Deutschland befindet sich im Zentrum des Hauses, das wir unter dem Namen Europa kennen. Das Bild eines „Gemeinsamen Hauses Europa“ habe nicht ich ausgedacht. Es wurde als Zukunftsvision gemalt von Michail Gorbatschow und geht noch zurück auf den Helsinki-Prozess. Er hatte in den 1970er-Jahren in der Hochphase des Kalten Krieges ein Fundament für Frieden in Europa gelegt, in dem sich zwei Atommächte feindlich gegenüberstanden und tagtäglich mit der Auslöschung des Gegenübers drohten.

    Das Haus umfasst nicht allein den westlichen Teil des geografischen Europas, der sich als Europäische Gemeinschaft zusammengeschlossen hatte und aus der später die Europäische Union hervorging. Vielmehr umschließt das gedachte gemeinsame Haus Europas neben den heutigen EU-Staaten auch Russland, die Ukraine, Belarus, Moldau, die Staaten des südlichen Kaukasus, und die Nachfolgestaaten Jugoslawiens ein. Das Zusammenleben in diesem Haus steht auf zwei Fundamenten – zum einen Regeln, auf die sich alle Einwohner in einer Art Hausordnung geeinigt hatten, zum anderen auf Institutionen, die ihre Einhaltung überwachen. Die zehn Grundprinzipien dieser Hausordnung sind eigentlich Grundregeln des Zusammenlebens, die uns selbstverständlich erscheinen:

    1. Souveränität als Grundprinzip des Zusammenlebens
    2. Verzicht auf die Androhung und Anwendung von Gewalt
    3. Unverletzlichkeit zwischenstaatlicher Grenzen
    4. Das Prinzip territorialer Integrität
    5. Im Fall des Ausbruchs von Streitigkeiten eine friedliche Konfliktbearbeitung
    6. Die Nichteinmischung in innere Angelegenheiten anderer
    7. Die Menschenrechte und Grundfreiheiten sind Geschäftsgrundlage
    8. Die einzelnen Völker sind gleichberechtigt und bestimmen selbst über ihre Zukunft
    9. Die Staaten kooperieren miteinander
    10. Völkerrechtliche Verpflichtungen werden eingehalten

    Der Ausschluss Russlands aus dem Haus Europa

    Diese Prinzipien wurden im November 1990 von allen Mitgliedern des Helsinki-Prozesses feierlich in einer Pariser Charta bekräftigt – auch von Michail Gorbatschow, der als Staatsoberhaupt der Sowjetunion zu diesem Zeitpunkt zugleich für Russland, die Ukraine und viele andere Teilrepubliken unterschrieb, die erst ein Jahr später als Nationalstaaten entstanden. Das zweite Fundament machen die Institutionen aus, die wir im Haus Europa gemeinsam mit Russland und der Ukraine und nach dem Ende des Kalten Kriegs geschaffen haben, um die Einhaltung der Hausordnung zu überwachen.

    Das ist zum einen die 1995 geschaffene Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Sie soll im Fall von Streitigkeiten zwischen Hausbewohnern schlichten. Und als regulär tagende Eigentümerversammlung wurde im selben Jahr der Europarat ins Leben gerufen. Bei groben Verstößen einer Wohnungsgemeinschaft gegenüber ihren Mitbewohnern können sich diese an den Europäischen Gerichtshof in Straßburg wenden. Diese Organisationen und ihre Regeln wurden nicht gegen Russland auf den Weg gebracht, sondern von Anfang an von Russland mitgetragen und gestaltet.

    Der bis heute nicht gelöschte Großbrand am Ende unseres Korridors belegt eindeutig, dass beide Fundamente nicht tragen: Da die OSZE stets nach dem Prinzip der Einstimmigkeit handelt, konnte sie nach 2014 allein die Einhaltung des Abkommens von Minsk überwachen und melden, wenn es zu Handgreiflichkeiten zwischen den Nachbarn entlang der Kontaktlinie kam. 2022 spielt die OSZE gar keine Rolle mehr, da sie ohne Zustimmung von Russland keine Friedensmission entsenden kann.

    Als unmittelbare Reaktion auf den Angriff auf den Nachbarstaat hatte der Europarat im März diesen Jahres die Mitgliedschaft Russlands suspendiert. Russland kam kurz darauf mit einem eigenen Austritt dem Ausschluss aus dem Europarat zuvor. Damit unterliegen die Einwohner der russischen Wohnung im gemeinsamen Haus Europa nicht mehr der Gerichtsbarkeit des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

    Die Zahl der Binnenflüchtlinge in der Ukraine beträgt etwa 7 Millionen Menschen

    Die Ursache für den Brand liegt aber weder in den Schwächen des Fundaments noch in der Art wie die ukrainische Wohneinheit ihren Alltag gestaltet. Sie liegt darin, dass ein Hausbewohner bewusst vor unseren Augen die Hausordnung verletzt, das Leben der Nachbarn gezielt aufs Spiel setzt und dabei auch einen Großbrand des Hauses in Kauf nimmt. Dieser Hausbewohner ist die Russische Föderation unter Führung von Wladimir Putin.
    Das Bild vom gemeinsamen Haus Europa wurde aber von der Wirklichkeit der vergangenen Monate gesprengt. Ein vollumfänglicher Angriffskrieg, in dem ganze Großstädte zerstört werden, ist etwas anderes als ein Wohnungsbrand. Es sind inzwischen Zehntausende Ukrainerinnen und Ukrainer infolge des russischen Angriffs gestorben. Die Zahl der Binnenflüchtlinge in der Ukraine beträgt etwa 7 Millionen Menschen, über 5 Millionen Geflüchtete leben heute in anderen Staaten.

    Während wir in unserer gut geheizten WG über erhöhte Vorauszahlungen für die Nebenkosten diskutieren, lassen russische Ämter Kinder aus dem besetzten Osten der Ukraine deportieren und von russischen Eltern adoptieren, um sie zu Russen umzuerziehen. Während in Deutschland immer wieder Mitbewohner vorschlagen, mehrere Zimmer der ukrainischen Wohnung dem russischen Brandstifter zu überlassen, um ihn vom Nachgießen von Öl abzuhalten, kämpfen die Menschen in der Ukraine physisch um die Existenz ihres Staats, ihrer Nation. Es geht um nichts weniger als die Zukunft ihres Zuhauses und ihrer Kinder, denn sie wissen nach fast sieben Monaten Angriffskrieg, dass sich dieser Krieg gegen nichts anderes als ihre Existenz als Ukrainerinnen und Ukrainer richtet.

    Ein Programm der Vernichtung der Ukraine
    Der Brandstifter Putin hat das Nachbarland mit Ansage angegriffen. In seinen Geschichtsstunden behauptete er noch drei Tage vor der Ausweitung der russischen Kampfzone in der Ukraine in Leugnung der Wirklichkeit und der Hausordnung, die Ukraine habe keine eigenständige Geschichte, und damit auch kein Recht auf Eigenstaatlichkeit. Diese Behauptungen sind Teil einer menschenverachtenden Ideologie, die heute – auch an diesem Abend – über die Kanäle der russischen Staatspropaganda verbreitet wird. Ihr Kern erklärt, warum die systematische Anwendung von Gewalt gegenüber Zivilisten – etwa in der belagerten Stadt Mariupol – wichtige Voraussetzungen des Straftatbestands des Völkermords erfüllen.

    Denn dieser Krieg ist keine Reaktion auf einen Konflikt mit dem Nachbarn gegenüber. Er ist keine Reaktion darauf, dass sich mehrere Einwohner im selben Korridor des gemeinsamen Hauses einem Sicherheitsdienst namens Nato angeschlossen haben. Es ist weder eine Überreaktion noch fahrlässige Brandstiftung, sondern ein minutiös geplanter Amoklauf, der sich gegen die Existenz der benachbarten Wohngemeinschaft als solcher richtet. Dieses offenkundige Kriegsziel sprengt das Bild des gemeinsamen Hauses. Denn es geht Putins Russland nicht darum, die eigene Wohnung zu vergrößern oder gegen die Ausweitung der Nato vorzugehen, sondern im Kern versucht es seit sieben Monaten trotz militärischer Rückschläge ein Programm der Vernichtung der Ukraine umzusetzen. Deshalb ist es richtig, nicht nur von einem Angriffskrieg zu sprechen, sondern von einem Vernichtungskrieg.

    Wir müssen uns Gedanken über die Konstruktion unseres Hauses machen

    Die russischen Raketen, die seit März ohne erkennbaren militärischen Nutzen ukrainische Wohngebäude, Kraftwerke und Schulen zerstören, schlagen nicht in einer entfernten Wirklichkeit ein. Sie haben das gemeinsame Fundament unseres Zusammenlebens in Europa längst zerstört. Teile des gemeinsamen Hauses sind bereits heute unbewohnbar. Und auch wenn Russland infolge des historischen Bruchs mit den gemeinsam aufgestellten Regeln nicht mehr Mitglied des Europarats ist, verbleibt es in Europa, in unserem gemeinsamen Haus. Wie umgehen mit dem kriminellen Brandstifter und Mörder aus der Nachbarschaft, der weiterhin im eigenen Haus wohnt, wenn es keine Möglichkeit gibt, die zuvor gemeinsam aufgestellten Regeln durchzusetzen? Wir müssen uns Gedanken über die Konstruktion unseres Hauses machen.

    Doch vor einer zukünftigen Wiederherrichtung der zerstörten Ukraine und einer Sanierung des in seinen Fundamenten erschütterten Hauses Europa, bleibt noch immer der Brand zu löschen. Wir diskutieren heute Möglichkeiten der Brandbekämpfung und dafür ist es wichtig, weitere Unterschiede zwischen einem Wohnungsbrand und einem konventionellen Angriffskrieg zu benennen. Russland überfiel die Ukraine mit über 120.000 Soldaten und Tausenden Panzern, setzt bis heute täglich Raketen und Artilleriebeschuss gegen zivile Ziele ein. Bei den Zerstörungen der ukrainischen zivilen Infrastruktur der vergangenen Tage kommen derzeit sogenannte Kamikazedrohnen aus dem Iran zum Einsatz. Die Ukraine wehrt den Angriff seit dem 24. Februar 2022 nicht mit Löschwasser ab, sondern mit zehntausenden Soldaten, mit Panzerfäusten, Panzern, Artilleriefeuer und Luftabwehrsystemen.

    Eine gepflegte Form des Antimilitarismus ist ein wichtiger Konsens

    Es ist schwer, über die weitere Unterstützung des militärischen Kampfs um das Überleben in gemütlichen und immer noch gut geheizten Räumen zu sprechen, weil wir in unserer WG alle übereinstimmen, dass wir Gewalt ablehnen. Mehrere Generationen Linker haben den Wehrdienst in der Bundeswehr verweigert. Und nicht nur Linke haben sich Zeit ihres Lebens gegen Krieg in jeglicher Form eingesetzt. Viele erinnern sich an den Kampf gegen die Stationierung neuer Atomwaffensysteme in der Bundesrepublik. Eine gepflegte Form des Antimilitarismus ist ein wichtiger Konsens, der alle politischen Strömungen in unserer WG verbindet: Wir sind gegen jegliche Form von Gewalt.

    Das ist eine zentrale gesellschaftliche Strategie, mit den Folgen eines Angriffs- und Vernichtungskriegs umzugehen, der von der deutschen Gesellschaft ausging und der mehrere Dutzend Millionen Opfer in ganz Europa forderte. Wir haben unsere Lektionen als Wohngemeinschaft und Gesellschaft gelernt und sind deshalb gegen Krieg als solchen. Doch erinnern wir uns auch daran, wie der von unseren Vätern und Großvätern geführte Krieg zu Ende ging? Ja, in vielen deutschen Städten sind die weitgehenden Zerstörungen von Industrieanlagen und Zentrum ein sichtbares Zeichen, dass der nach außen gerichtete Krieg in eine radikale Form der Zerstörung Deutschlands mündete. Doch haben wir neben den zerstörten Wohnungen und Häusern sowie der Ankunft der Flüchtlinge aus den Ostprovinzen auch abgespeichert, dass es die Panzer und Millionen Soldaten der Alliierten waren, die das Ende des Nationalsozialismus erzwangen?

    Mit einem Massenmörder kann man nicht verhandeln

    Obwohl die meisten von uns nicht dabei waren, können wir uns in unserer gemütlichen deutschen WG-Atmosphäre inmitten des Hauses Europa genau an eine historische Situation erinnern, in der nicht nur Nachbarwohnungen in Flammen aufgingen, sondern deren Einwohner gezielt ermordet wurden, weil sie Juden, Roma, Russen, Ukrainer, Belarusen und Polen waren. Und wir wissen auch, dass es sinnlos gewesen wäre, mit dem Deutschen Reich unter der Führung von Adolf Hitler über eine Kapitulation zu verhandeln, bevor die Wehrmacht militärisch geschlagen war.

    Aus diesem historischen Verweis resultiert nicht, dass Wladimir Putin der Adolf Hitler des 21. Jahrhunderts ist. Ich rufe weder zur Zerstörung Russlands auf noch mobilisiere ich zum Dritten Weltkrieg. Ich verweise nur darauf, dass wir als deutsche Gesellschaft im Grunde genommen wissen, dass es nicht möglich ist, mit einem Massenmörder zu verhandeln, der sich gerade noch mitten in einem Amoklauf befindet. Deshalb ist es richtig, dass die Bundesregierung und die Europäische Union, sich nicht nur symbolisch geschlossen hinter die Ukraine als Staat und Gesellschaft stellen, sondern sie in ihrem Überlebenskampf auch finanziell und militärisch unterstützen.

    Es geht auch um unsere Freiheit und Zukunft

    Das Bild vom gemeinsamen Haus Europa erklärt, warum es gerade in Zeiten der gezielten Bekämpfung eines Großbrands auch darum geht, ein Übergreifen des Feuers auf andere Wohnungen zu verhindern. Gerade wenn wir Angst davor haben, dass der Brand sich in unserem Korridor weiter ausbreitet, müssen wir die Brandbekämpfung voranbringen.
    Letztlich geht es in der Ukraine heute auch um unsere eigene Freiheit und Zukunft. Deshalb müssen wir die Ukraine in ihrem Abwehrkampf weiter konsequent unterstützen. Der kalkulierte Massenmord gegen die Einwohner der Wohnung am Ende des Korridors gleich hinter der polnischen Wohnung richtet sich auch gegen die Hausgemeinschaft, ihre Regeln und das Fundament unseres Hauses.

    Auf diesem Fundament entstand 1990 unsere Wohngemeinschaft, die Bundesrepublik Deutschland, in Folge des Zwei-plus-Vier-Vertrags, mit dem erst 45 Jahre nach Ende der Kampfhandlungen der Zweite Weltkrieg formell beendet wurde. Die Sicherheitsarchitektur, die Russland heute mit Drohnen, Marschflugkörpern und Artilleriebeschuss zerstört, entstand als Reaktion auf die Katastrophe, die von Berlin aus zur Zerstörung Europas und zur Selbstzerstörung des Deutschen Reichs geführt hatte.

    Der Text basiert auf einem Diskussionsbeitrag beim Politischen Salon im Schuhmacher-Museum der Stadt Hagen. Felix Ackermann lehrt seit September 2022 Public History an der Fernuniversität Hagen.

    1. „Der Text basiert auf einem Diskussionsbeitrag beim Politischen Salon im Schuhmacher-Museum der Stadt Hagen. Felix Ackermann lehrt seit September 2022 Public History an der Fernuniversität Hagen.“

      „Public History“ ist, wenn die Hälfte der Geschichte fehlt, oder what ?

      1. @Alf

        „„Public History“ ist, wenn die Hälfte der Geschichte fehlt, oder what ?“

        Aber das ist doch das schöne dran: Man studiert 4 Semester und hat einen Abschluss!
        Für die Simulation von Kompetenz genau das Richtige.

        Wenns länger dauert, besteht die Gefahr, die Studierenden begreifen, dass sie in Wahrheit nichts wissen und werden dann neugierig und beginnen blöde Fragen zu stellen…

        1. Mit Halbwahrheiten lassen sich hervorragend Lügen unter die Menschen bringen.

          Genau so funktioniert westliche Propaganda.

          Die Herren Journalisten fühlen sich dann aber angegriffen, wenn ihre Arbeit als „Lückenpresse“ beschrieben wird.

          Leider ist es deren schiere Masse, die uns „Aufgeklärten“ mit der Zeit verzweifeln läßt.

    2. Wer von 10 Grundprinzipien einer Hausordung schreibt, sollte sie beim Geschichtenerzählen auch berücksichtigen.
      Wer das nicht kann oder nicht will, ist als Lehrender ungeeignet.
      Müssten Lernende keine Rechenschaft in Form von Noten abgeben, sollte klar sein, von einem solch Lehrenden nichts lernen zu können.
      Kein Wunder, weshalb es derart viel akademisierten Müll gibt, welcher der Gesellschaft zwar Struktur gibt, dieser aber mehr schadet als nützt.
      Wären im Donbass grundlegende Menschenrechte gewahrt worden, wozu auch gehört, einer dort regionalen Mehrheit die „natürliche“(kulturelle) Amtssprache nicht zu verwehren, hätte es weder einen Grund zur Sezession noch zur „Annexion“ gegeben.
      Im Kosovo mussten Serben fliehen oder wurden getötet, weil angeblich die Parole „Nie wieder Auschwitz“ zum Einsatz gekommen sei.
      Wie verkommen muss man sein, mit solch verlogenen und dreckigen Mitteln zu hantieren?

      Inwiefern berücksichtigt der Assoziierungsentwurf der EU das Postulat, das Staaten miteinander kooperieren sollen?
      Kennt jemand die Brüsseler Bürokratie in diesem Punkt und ist man sich schon klar darüber, dass damit die Erschließung bzw, Weiterführung komparativer Kostenvorteile im Osten der Ukraine erheblich erschwert würden?
      Es geht dabei also um viel wichtigeres als den Krümmungsgrad von Gurken, welcher schon mal Argwohn und Unverständnis erzeugt hat.

  17. Über das undemokratische Regierungssystem ist auch im Westen alles veröffentlicht. Was hier viele Foristen (bestimmt mit ganz viel Mühe und Fleiß) zusammen getragen haben, ist eigentlich bekannt. Wird aber in der Masse von Politikern und Journalisten verschwiegen, umgedeutet oder mit ihrem Narrativ massiv überdeckt.

    Die Bevölkerung wird bewußt belogen und betrogen. Das schlimme daran ist, dass das Volk unter massiven materiellen Verlust zu Gunsten einiger weniger mit ganz kruden Einstellungen am Ende zu leiden hat.

    Es ist wichtig, dass es möglichst bald zu einem Frieden und einer Verständigung kommt, wenn wir in normalen Menschen in Europa das gewohnte Leben fortführen wollen.

    Danach müssen wir unsere Lehren ziehen und raus aus der NATO!

  18. Heiho – das folgende stand (neben anderem) in dem link von ‚biopilz‘.
    Very sorry, wenn ich nun spamme, aber da es vielleicht nicht allen auffaellt, setze ich es nochmal explizit, weil ich denke, es ist nicht ganz unwichtig, bzw etwas irre
    (und am Schluss noch der link zum paper vom BAKS, auf den sich der Artikel bezieht):

    Zeitenwende in den Köpfen
    21 Okt 2022
    https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9060

    Regierungs-Denkfabrik fordert ein neues „Soldatenbild“ und will dabei
    „Töten und Sterben“ stärker betonen. Mehrheit der Bevölkerung wünscht von Berlin internationale Zurückhaltung.

    BERLIN (Eigener Bericht) – Die Bundeswehr soll ein neues „Soldatenbild“ propagieren und das „Kämpfen, Töten und Sterben“ sowie das „Durchstehen außerordentlicher Entbehrungen“ in den Mittelpunkt stellen. Dies fordern die Autoren eines neuen Strategiepapiers, das die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), der wichtigste militärpolitische Think-Tank der Bundesregierung, veröffentlicht hat. Wie es in dem Papier heißt, seien deutsche Soldaten, sollte es zu einem Krieg gegen eine Großmacht („Bündnisverteidigung“) kommen, mit einer völlig neuen Lage konfrontiert: Hätten sie in den bisherigen Einsätzen in „gut gesicherten Feldlagern“ noch „eine relative Sicherheit“ genossen, so sei nun die Bereitschaft zum „Durchstehen außerordentlicher Entbehrungen“ und „zum Kampf“ gefragt.

    Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Untersuchung, dass der Einsatz vor allem von Außenministerin Annalena Baerbock für stärkere „Wehrhaftigkeit“ in der Bevölkerung noch kaum gefruchtet hat. So ist der Anteil derjenigen, die mehr „Zurückhaltung“ in internationalen Krisen fordern, von 50 auf 52 Prozent gestiegen. Eine militärische Führungsposition Deutschlands in Europa weisen zwei Drittel der Bevölkerung zurück.

    Das Denken verändern

    Ausgangspunkt des aktuellen Strategiepapiers der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) sind Forderungen der Bundesregierung, die beschleunigte Militarisierung der Bundesrepublik („Zeitenwende“) und die stark fokussierte Ausrichtung der Bundeswehr auf die sogenannte Landes- und Bündnisverteidigung – in der Praxis also auf einen Krieg gegen eine Groß- bzw. Nuklearmacht, etwa gegen Russland – um einen Mentalitätswandel zu ergänzen.
    [snip]

    paper:
    https://www.baks.bund.de/sites/baks010/files/arbeitspapier_sicherheitspolitik_2022_9.pdf

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