
Der Iran-Krieg hat bei längerer Dauer fatale wirtschaftliche Folgen, meint die Chefin des Internationale Währungsfonds (IWF). Darauf sollten sich die politischen Entscheidungsträger vorbereiten. Dass die Energiepreise angesichts der Sperrung der Straße von Hormus schon explodiert sind, wird allen voran für das Rezessionsland Deutschland schlimm, wo die Lage auch ohne den Überfall Israels und der USA schon als „wirklich dramatisch“ beurteilt wird.
Nur die Hoffnung auf die wachsweichen Worte von Donald Trump haben für etwas Entspannung an der Ölpreis-Front und zunächst auch wieder für steigende Börsenkurse gesorgt, die zuvor in die Knie gegangen waren. Doch es herrscht das Prinzip Hoffnung nach den Aussagen von Trump vor, der den lieben langen Tag so alles Mögliche erzählt. Vor allem seine Worte sorgten aber am Montag dafür, dass der auf fast 120 US-Dollar explodierte Ölpreis pro Barrel wieder deutlich nachgegeben hat. Der US-Sender CBS News hatte Trump mit den Worten zitiert: „Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet.“ Er fügte an: „Wir sind dem Zeitplan weit voraus.“
Angesichts dieser Meldung ging der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent wieder auf knapp 90 Dollar zurück. Aber auch das bedeutet, dass das Fass nun 43 Prozent teurer ist als vor einem Jahr und sogar 60 Prozent teurer als vor drei Monaten. Bei Gas sieht es sogar noch schlechter aus, die Preise haben sich seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffs sogar in etwa verdoppelt und haben damit die stärksten Anstiege seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine vor vier Jahren verzeichnet.
Kritischere Beobachter wie die britische BBC wiesen auch auf die „gemischten Signale“ und die „widersprüchlichen Aussagen“ von Trump hin. Denn nachgefragt, ob seine oben zitierten Worte bedeuten würden, dass der Krieg bald zu Ende sein würde, erklärte er: „Ich weiß es nicht, das hängt davon ab. Die Entscheidung darüber liegt allein bei mir, bei niemand anderem.“ Auffällig war auch, dass er plötzlich nicht mehr von einer Kapitulation des Iran gesprochen hat. Kurz zuvor hatte er auf seiner Plattform Truth Social noch erklärt: „Es wird kein Abkommen mit dem Iran geben, außer einer BEDINGUNGSLOSEN KAPITULATION!“ Nach der Auswahl „eines GROSSARTIGEN und AKZEPTABLEN Führers“ werde man „daran arbeiten, den Iran vom Rand der Zerstörung zurückzuholen und ihn wirtschaftlich größer, besser und stärker als je zuvor zu machen“.
Das ist wohl schon wieder Schnee von gestern. Das konservative Wall Street Journal (WSJ) hat schon getitelt, dass man in Washington schon nach einem „Ausstiegsplan“ suche. Dazu würden Berater Trump schon hinter verschlossenen Türen angesichts steigender Ölpreise drängen, die auch innenpolitische Gegenreaktionen befürchten. Schließlich hatte er seiner Maga-Bewegung stets genau das Gegenteil von dem versprochen, was er nun auch im Iran tut – und es stehen alsbald Wahlen an. Nach Angaben des WSJ solle er nun öffentlich erklären, dass man die militärischen Ziele schon weitgehend erreicht habe.
Dass der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu Trumps neuem Schwenk klar widerspricht, ist auch ein Indiz dafür, dass Trump wohl nach einem Ausweg sucht. Für Netanjahu, gegen den der Internationale Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schon vor fast eineinhalb Jahren einen Haftbefehl ausgestellt hat, ist man „noch nicht fertig“ im Iran. Er gibt als Ziel der massiven Bombardierungen an, „das iranische Volk dazu zu bringen, das Joch der Tyrannei abzuwerfen“.
IWF warnt vor neuen Schocks
Bei Trump und vor allem bei seinen Beratern dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass die IWF-Chefin vor extremen Szenarien und fatalen wirtschaftlichen Folgen dieses Feldzugs warnt. Dabei wird den USA über die hohen Energiepreise derzeit sogar noch mehr Geld in die Kassen gespült. Hatte der größte Gasproduzent weltweit schon Russland teilweise über Sanktionen vom Markt gedrängt, ist über den Krieg ein weiterer Konkurrent mit Katar weitgehend ausgeschaltet. Es wird geschätzt, dass die dort ausfallende Produktion aus den USA (zu ohnehin deutlich höheren Preisen) übernommen wird. Die US-Produzenten könnten wöchentlich nun eine Milliarde Dollar zusätzlich einnehmen. Aber natürlich heizen die hohen Energiepreise auch die Inflation in den USA weiter an und damit die Widersprüche, denn die wollte Trump schließlich auch senken.
Für die Weltwirtschaft zeichnet die IWF-Chefin Kristalina Georgiewa auf einem Symposium in Tokio angesichts des Iran-Kriegs ein finsteres Bild und sie fand dafür auch eine deutliche Sprache. Wenn der Krieg nicht bald ein Ende finde, „dann können Sie sicher sein, dass es nicht lange dauern wird, bis ein neuer Schock kommt“. Sie führt die Sperrung der Straße von Hormus als Beispiel an. Durch wird „etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung“ des Flüssiggases (LNG) normalerweise transportiert. Für Asien sei es sogar die Hälfte der Ölimporte, die derzeit blockiert sind.
Sollte der „Konflikt“ länger anhalten, gibt sie „allen politischen Entscheidungsträger in diesem neuen globalen Umfeld“ einen Ratschlag: „Denken Sie an das Undenkbare und bereiten Sie sich darauf vor.“ Nach einer Faustregel bedeute jeder Anstieg der Ölpreise um zehn Prozent einen Anstieg der globalen Gesamtinflation um 40 Basispunkte und das bedeute einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung um 0,1 bis 0,2 Prozent, führt Georgiewa aus. Bleibt der Ölpreis also in etwa auf dem Niveau vom Dienstag, dann dürfen wir mindestens von einer Verdoppelung der Inflation ausgehen, die derzeit im Euroraum bei knapp zwei Prozent liegt.
Schlingerkurs des Bundeskanzlers
Vom Wachstum in der EU, das nach Angaben von Eurostat im vergangenen Jahr 1,5 Prozent betragen hat, bliebe dann kaum noch etwas übrig. Deutschland, dass gerade mit einem schuldenfinanzierten Miniwachstum von 0,2 Prozent aus der jahrelangen Rezession gekauft wurde, würde wieder tief darin versinken. Schon im vergangenen Juni titelte Overton: „Sprengt die Eskalation im Nahen Osten die prognostizierte Erholung der deutschen Wirtschaft?“ Das steht nun auf der Tagesordnung.
Für Deutschland wird es bei einem längeren Krieg besonders heftig kommen, da die Lage längst verfahren ist. Die teure Energieabhängigkeit von den USA, spielt dabei auch eine wichtige Rolle, da das US-Gas deutlich teurer als das Gas aus Russland oder Katar ist. Deutschland hat sich zudem extrem vom verflüssigten Erdgases (LNG) aus den USA abhängig gemacht. Die Importe haben 2025 sogar 96 Prozent der gesamten deutschen LNG-Importe ausgemacht. „Deutsche LNG-Importe aus den USA steigen in Trumps erstem Amtsjahr 2025 mit rund 101 Terawattstunden um mehr als 60 Prozent auf neuen Höchstwert“, ermittelte die Deutsche Umwelthilfe und verweist auf die fatale Abhängigkeit von einem „zunehmend unberechenbaren Partner USA“.
Dass der Krieg im Iran fatale Auswirkungen auf Deutschland haben wird, umso länger er dauert, umso schlimmer kommt es, diese Botschaft ist offenbar nun auch bis zum Bundeskanzler durchgesickert. Auf seinem Schlingerkurs sendet aber auch Friedrich Merz widersprüchliche Signale aus. Nun erklärt er: „Ein endloser Krieg ist nicht in unserem Interesse.“ Man arbeite deshalb „mit unseren Partnern daran, eine gemeinsame Perspektive zu einer Beendigung der Kampfhandlungen zu formulieren und zu ihrer Umsetzung beizutragen“.
Bei seinem peinlichen Auftritt beim Treffen mit Donald Trump hatte Merz noch vor einer Woche seine Übereinstimmung mit den USA in der Iran-Politik betont und ein ganz anderes Ziel formuliert: „Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran gestürzt werden muss.“ Davon ist er offenbar abgerückt und erklärt nun: „Wir möchten kein syrisches Szenario erleben“, wobei er auch neue mögliche massive Flüchtlingsbewegungen vor Augen hat.
So warnt er nun vor einem Szenario, wie nach völkerrechtswidrigen Kriegen gegen den Irak oder Libyen, die er natürlich nicht so benennt. Doch nun ist er besorgt, „dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann“. Hätte er Trump vor einer Woche auf den Zahn gefühlt, statt ihm willfährig beizupflichten, hätte er sich diese neue Peinlichkeit ersparen können. Er hätte damit auch nicht EU-Partner Spanien brüskiert, der genau vor den Konsequenzen gewarnt und sich gegen den „völkerrechtswidrigen“ Krieg ausgesprochen hatte.
„Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung“
Wegen der Untätigkeit der Bundesregierung wird in Deutschland längst ganz besonders über die Tankstellen die Inflation angeheizt und die für die Konjunktur so wichtige Binnennachfrage deutlich weiter geschwächt. Die Kaufkraft ist durch die Inflation zwischen 2020 und 2025 ohnehin schon deutlich gesunken. Lag die Inflation in dieser Zeit bei 21,8 Prozent, erhöhten sich die Einkommen im gleichen Zeitraum nur um gut 11 Prozent. Das ist ein Grund für die lange Rezessionsphase in Deutschland. Es ist klar, wie auch der IWF angeführt hatte, dass steigende Energiepreise wieder kurz und mittelfristig auch auf alle Waren und Dienstleistungen durchschlagen. Das heizt die Inflation wieder an und zieht weiter Kaufkraft ab.
An Tankstellen ist das schon deutlich zu beobachten. Obwohl das Öl für den Treibstoff, der derzeit dort verkauft wird, vor Ausbruch des Kriegs billig gekauft wurde, sind die Preise dort längst explodiert. Der ADAC spricht von „extremen Spritpreisen in Deutschland“ und führt weiter aus: „Obwohl der Ölpreis aktuell nachgibt, klettern Benzinpreis und Dieselpreis weiter nach oben.“ Am Montag habe Superbenzin der Sorte E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt am Montag bei 2,028 Euro pro Liter und Diesel durchschnittlich 2,171 Euro je Liter gelegen. „Die morgendlichen Preise des Dienstags, 10. März, lassen auch keinen Abwärtstrend erkennen: Die Preisspitze um 7.15 Uhr (in Euro je Liter): Super E10: 2,095 Euro und Diesel 2,237 Euro“. Das ist also ein weiterer Anstieg, obwohl der Ölpreis am Montag stark zurückgegangen ist. Und dem Treiben in Richtung einer erneuten „Gierflation“ schaut die Bundesregierung tatenlos zu.
Dabei war die Lage in der deutschen Wirtschaft auch vor einem neuen Energiepreisschock schon schlecht. Am Dienstag gab das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Beispiel miese Zahlen für die Exportnation vor Kriegsbeginn bekannt: „Im Januar 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber Dezember 2025 kalender- und saisonbereinigt um 2,3 % und die Importe um 5,9 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2025 nahmen die Exporte um 0,6 % zu und die Importe um 4,0 % ab.“ Am Vortag gab es eine weitere, noch dramatischere Hiobsbotschaft für die Zukunft. „Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2026 gegenüber Dezember 2025 saison- und kalenderbereinigt um 11,1 % gesunken.“
Man kann das weiter fortsetzen. „Produktion im Januar 2026: -0,5 % zum Vormonat“, titelt Destatis und in der Produktion in den energieintensiven Industriezweigen fiel das Minus sogar bei deutlich niedrigeren Energiepreisen mit 0,8 % gegenüber dem Vormonat noch schlechter aus. Und auch die Erwerbstätigkeit geht inzwischen mehr und mehr zurück. Im Januar ging die Zahl der Erwerbstätigen „saisonbereinigt erneut gegenüber dem Vormonat zurück“ und das war schon von „Mai bis Dezember 2025“ durchschnittlich um 12 000 Personen der Fall.
Inzwischen warnt der Arbeitgeberverband Gesamtmetall angesichts dieser Situation vor einem Stellenverlust im Umfang von 150.000. „Die Lage ist wirklich dramatisch“, erklärt der Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. Man habe seit 2018 schon 270.000 Arbeitsplätze verloren. „Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster“, fügte er an. Er führt dafür unter anderem auch „zu hohe Energiekosten“ an, die nun noch weiter steigen werden.
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11.03.2026 #Iran #IranWar #AbbасAraghchi
Iran’s Foreign Minister Abbas Araghchi sat down with NBC Nightly News anchor Tom Llamas from inside a bombed Tehran and delivered one of the most chilling lines of this entire conflict. Asked if Iran feared a U.S. ground invasion, he didn’t hesitate: „No. We are waiting for them.“ Meanwhile, former U.S. Marine Corps intelligence officer and UN weapons inspector Scott Ritter is calling what’s unfolding in the Middle East a full strategic failure — and when you look at the numbers, it’s hard to disagree.
In this video, we break down exactly what happened in Geneva just 48 hours before Operation Epic Fury launched, why Araghchi says America negotiated in bad faith, what Ritter’s battlefield assessment reveals about empty targets and depleted interceptor stockpiles, and what the closure of the Strait of Hormuz — through which 20 million barrels of oil pass every single day — means for your wallet right now.
This isn’t cable news spin. This is the full picture, sourced and straight.
https://www.youtube.com/watch?v=VZ3kFZg3cQQ
„Ich weiß es nicht, das hängt davon ab. Die Entscheidung darüber liegt allein bei mir, bei niemand anderem.“
Ganz ehrlich, normale Menschen versuchen mit ihren Sätzen die Realität zu beschreiben und zu teilen. Donald Trump aber beschreibt nicht die Realität der Welt, sondern das aktuelle Abbild davon in seinem Kopf. Und je nach Tagesform und Uhrzeit sieht dieses Bild mal so und mal so aus. Morgens erzählt er dies und am Abend das Gegenteil.
Wenn man wissen will, was passieren wird, kann man das Gerede dieses kranken Menschen getrost ignorieren.
„Ganz ehrlich, normale Menschen versuchen mit ihren Sätzen die Realität zu beschreiben und zu teilen. Donald Trump aber beschreibt nicht die Realität der Welt, sondern das aktuelle Abbild davon in seinem Kopf.“
Da ist Trump nicht allein.
In Deutschland sind die Grünen genauso realitätsverleugnend mit ihrer Pipi Langstrumpf Politik.
Unterschied: Trump kann ganze Regionen der Welt ruinieren.
Unsere Grünen nur Deutschland. Das ist mir aber bereits zuviel.
Ich schätze die Beiträge von Herrn Streck durchaus, aber:
Nur Vergleiche mit dem Vorjahresmonat sind seriös, nicht solche mit dem Vormonat.
Die meisten Mitforenten hier haben eben dieses Szenario schon lange vorher gesehen und hier gesagt.
Mit Beginn der Abkoppelung von der russischen Energie reichten tatsächlich der gesunde Menschenverstand aus, dies zu prognostizieren.
Und jetzt erst scheint die Regierung mit Oberkaspar Merz an der Spitze etwas zu merken. Das nenne ich mal Voraussicht und Kompetenz. Wie Merz und die CDU jemals in den Ruf kamen, wirtschaftlich kompetent zu sein, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn man sich den Minister Klingelbeil ansieht und dem inkompetenten Stuss, den dieser verbreitet, zuhört, stelle ich mal die These auf, das ein großer Teil der Forenten hier dessen Job bedeutend besser machen würden!
@Wallenstein
Was die Energie betrifft schwärmt vdL gerade von Mini-Atomkraftwerken die jedoch gerade erst in der Erprobung sind.
Die sollen 225000 Haushalte versorgen können.
Selbst wenn man unterstellen würde sie würden gebaut ergeben sich Fragen :
-wieviele werden benötigt?
-bis wann sollen sie fertiggestellt sein?
-woher kommt das Uran?
-wie soll der Müll entsorgt werden?
Bisher sollten in DE 16 neue Gaskraftwerke bis 2030 gebaut werden und nach wenigen Jahren die Stilllegung erfolgen.
Die sind doch alle nicht mehr zurechnungfähig
„Mit Beginn der Abkoppelung von der russischen Energie reichten tatsächlich der gesunde Menschenverstand aus, dies zu prognostizieren.“
Jo, schon klar. Fragt sich nur, welche Abkoppelung. Denn inwieweit die tatsächlich stattgefunden hat ist ja wohl noch nicht endgültig geklärt. Jeder hat schon davon gehört, dass russische Energie verteuert über Indien eingekauft wird und das ist auch nur ein Beispiel. Folgt man RT DEUTSCH dann hat jetzt Europa praktisch die gesamte, in Yamal produzierte Gasmenge aufgekauft.
„Einerseits „kämpft“ man gegen russischen Treibstoff und kapert Tanker, andererseits kauft man das gesamte im Norden Russlands produzierte LNG auf: Die EU-Strategie gleicht zunehmend einer multiplen Persönlichkeit. Die Nahostkrise verschärft diese Situation noch.“
https://freedert.online/europa/272792-eu-kauft-gesamten-bei-yamal/
Und ab dem nächsten Jahr soll ja endgültig und zu 100 % Schluss sein mit Energie aus Russland. Hahaha. Und Putin sagt: „Warum warten bis nächstes Jahr? Machen wir doch gleich Schluss. “ In Asien gibt es sowieso genug ernsthafte und zuverlässige Kunden.
Das kann vermutlich nach Meinung des Cheffe von JungHeinrich wohl nur durch eine 140 Stundenwoche wie sie in China praktiziert wird behoben werden.
Die Deutschen sind halt zu faul und wollen immer weniger arbeiten, so ja auch Merz
Sarkasmus aus!
Die reele Arbeitszeit in China beträgt zwischen 48 und 49 Stunden pro Woche, bei gesetzlicher 40-Stunden-Woche, und damit entspricht die reele Arbeitszeit in China genau der Anzahl der Wochenstunden, die ich im Osten bei einem Westbetrieb über Jahre hinweg zu leisten hatte. Der ungeschriebene Standard war 50 Wochenstunden, Wegezeiten kamen dazu. 10 Überstunden pro Monat wurden als unbezahlte Leistung verlangt, darüber wurde bezahlt, abfeiern ging nicht. Ich wohne nicht mehr in der Gegend, aber die letzten Jahre dort und aktuelle Besuche zeigen, dass diese Mehrarbeit der Gegend keinerlei Pluspunkte verschafft hat, eher das Gegenteil ist der Fall, z.B. ist die Gastronomie am Boden.
Das erinnert doch fatal an Auschwitz, wo die Nazis den dort ansässigen Konzernen wie IG-Farben die im Vernichtungslager eingekerkerten Menschen bei geringster Ernährung solange zum Ausbeuten zur Verfügung gestellt haben, bis sie zusammengebrochen sind und danach den Gaskammertod sterben mußten. Ist es wieder soweit?
Der IG-Farben Chef, der 1948 eine lächerliche Strafe von 7 Jahren erhielt, hielt sich für unschuldig. Sein Sarkasmus spricht Bände:
Ter Meer hatte den Aufbau des IG-Farben-Werks in Auschwitz mitverantwortet, bei dem etwa 30.000 Menschen ums Leben gekommen waren. Seine Verteidigung? Den Zwangsarbeitern sei kein besonderes Leid zugefügt worden, „da man sie ohnedies getötet hätte“
Die westliche Hegenomie ist im Niedergang!
Die alte Weltordnung zerbricht, die neue liegt in den Geburtswehen. Das ist die Zeit der Monster!
In dieser Zeit leben wir hier und jetzt.
Für Deutschland kommt erschwerend hinzu, die BRD (nicht die ehemalige DDR) waren immer in Nibelungentreue mit Israel verbunden. Nicht die USA, nein die BRD, war von Anfang an der größte Waffenlieferant Israels. Dies beschreibt sehr treffend Daniel Marwecki in seinen Buch „Absolution?“
https://www.wallstein-verlag.de/9783835355910-absolution.html
Deshalb trifft der von Israel/USA begonnene brutale, völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen den Iran die BRD besonders hart, denn sie will nicht von ihren Support für Israel ablassen. Selbst eine Mehrheit der Amerikaner will den Support für Israel einstellen. US-Soldaten wollen nicht für Israel sterben. Linke und auch rechte Deutsche schon. Die Linkspartei hat sich nicht klar vom völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran distanziert. Gysi hat sich sogar rassistisch gegen in Deutschland lebende Araber geäußert. Dasselbe tut NIUS täglich, wo man Israel bedingungslos unterstützt.
Wo soll das enden?
„In dieser Zeit leben wir hier und jetzt.“
Da es kein zweites Leben gibt werden wir wohl endgültig sterben
Manchmal unterrschätze ich die globale Blödheit wirklich. Seit 1 Woche Krieg und jetzt müssen die Asiaten und Europäer bereits ihre Ölreserven angreifen bzw. Energiesparmaßnahmen anordnen. Wie blöd ist das denn? Die haben beim Thema Energie gerade mal 1 Woche Puffer, bevor sie die Nothebel bedienen müssen? In einer 5-Mannklitsche würde ich das noch verstehen, aber ganze Volkswirtschaften so knapp am Saum zu nähen und das bei Energie und in den Diskussionen darüber fällt es niemanden auf… Die ganze sache ist ja noch… da muss nicht mal Krieg sein…das gesamte Gebiet ist eine starke erdbebenzone… da muss es nur mal richtig ruckeln da läuft dort überhaupt nichts mehr.
Wenn Netanyahu erst seine Atombombe gezündet hat ist im Nahen Osten eh Schicht im Schacht.
Worauf wollen sie hoffen?
Hoffnung tötet!
Die prognostizierte Erholung der deutschen Wirtschaft? Also ganz ehrlich, ich denke eher, die Politiker an der Spitze beten gerade darum, daß der Unsinn noch möglichst lange weiter geht, damit man eine nette Ausrede hat, warum es auch weiterhin nicht aufwärts geht und nicht auffällt, daß die a) gar nichts tun und b) das genau so gut funktioniert, wie die letzten Jahre … gar nicht!
https://www.pressenza.com/de/2026/03/ein-manifest-aus-dem-iran-nein-zum-krieg/
ein Auszug…..
„Netanjahu und die Falken in Washington zielen mit kriegerischer Rhetorik, Sanktionen und Drohungen ausdrücklich darauf ab, unser Land zu destabilisieren und zu schwächen. Die Tragödien vom Januar 2026 – so schmerzhaft sie auch sind – können keinen Krieg rechtfertigen, kein weiteres Leid für unsere Landsleute und keine Zerstörung unseres Landes.
Wir, Iranerinnen und Iraner unterschiedlicher politischer Überzeugungen, lehnen jede Aggression gegen unser Land entschieden ab. Wir sind überzeugt, dass die Lösung – so schwer sie auch zu erreichen sein mag – im Iran selbst liegt: in konstruktiver Veränderung, in der Erneuerung der Gesellschaft, in einem Wandel von unten nach oben. Das ist der Weg nach vorn. Nicht der Krieg.
Deshalb rufen wir dazu auf, eine starke und einhellige Stimme gegen jede Logik der Kriegstreiberei zu erheben. Im Angesicht jeglicher Aggression werden wir an der Seite unseres Landes stehen. Und wir laden alle unsere Mitbürger:innen – insbesondere jene mit Stimme, Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit – ein, sich diesem Widerstand mit noch größerer Entschlossenheit anzuschließen.“