
Auf den Spuren eines Traumtänzers.
„In our nation’s 246-year history, there has never been an individual who is a greater threat to our republic than Donald Trump.“ In der 246-jährigen Geschichte unserer Nation gab es noch nie eine Person, die eine größere Bedrohung für unsere Republik als Donald Trump war. – Dick Cheney, 2022
1. Trump als „champion of peace“?
Trump ist im Schatten des Irankrieges hin und her gerissen zwischen dem militärisch versuchten, aber letztlich gescheiterten Regime Change und einem auf dem diplomatischen Wege undurchsetzbaren Friedensdiktat, das selbst bei einem erneuten Waffengang kaum realisierbar wäre. Das geradezu obsessive Verlangen danach, wieder zu einer unangefochtenen Hegemonialmacht zurückzukehren, um über die Welt erneut uneingeschränkt herrschen zu können, entspringt jener Hybris, in die sich Angst vor Scheitern und Verzweiflung über einen so nahe geglaubten, aber unerreichbaren Sieg mischt.
Trump zielt darauf ab, sich die Welt untertan zu machen, getreu dem biblischen Spruch: „Macht euch die Erde untertan“ (1. Mose 1,28) und kommt nicht umhin einzugestehen, dass dieser süße Traum bis auf weiteres unerreichbar und unerfüllbar bleibt. Er will Hegemonie allein mittels Gewalt erreichen und führt Kriege, um einen weltweiten „Frieden“ durchzusetzen, erzwungen von den Waffen der USA, womit er freilich nur Angst und Hass verbreitet.
Im Namen des Friedens führt er Kriege, um die seinen „Frieden“ erzwingende US-Hegemonie zur Schau zu stellen und vor allen Augen der Welt zu exerzieren, als würde er in Umdeutung des berühmten, aber unverstanden gebliebenen Satzes von Carl Schmitt: „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“ sagen wollen: Hegemon ist, wer Kriege führt, um Frieden zu schaffen.
Ist Donald Trump deswegen ein Madman? Wohl kaum! Vielmehr ahmt er seinen Amtsvorgänger und Idol, Theodore (Teddy) Roosevelt (1901-1909), samt seinem imperialistischen Gehabe nach: „Every expansion of civilization makes for peace. In other words, every expansion of a great civilized power means a victory for law, order, and righteousness. …It is only the warlike power of a civilized people that can give peace to the world“ (Jede Ausbreitung der Zivilisation bringt Frieden. Anders ausgedrückt: Jede Expansion einer zivilisierten Großmacht bedeutet einen Sieg für Recht, Ordnung und Gerechtigkeit. … Nur die kriegerische Macht eines zivilisierten Volkes kann der Welt Frieden bringen).
Das Zitat stammt aus Roosevelts Essay „Expansion and Peace“, das am 21. Dezember 1899 in The Independent, einer wöchentlichen New Yorker Zeitschrift, veröffentlicht wurde. Darin vertrat der Gouverneur von New York, Theodore Roosevelt, die Ansicht, dass Frieden und Stärke Hand in Hand gehen müssten. Ein Land, das schädliche Kräfte nicht proaktiv bekämpfe und in Friedenszeiten nicht aktiv Stärke zeige, sei seiner Überzeugung nach gefährdet.
„Frieden ist ein hohes Gut“ (Peace is a great good), schreibt Roosevelt in seinem Essay und fährt fort: „Doppelt schädlich ist daher die Haltung derer, die ihn mit selbstsüchtigem und feigem Zurückweichen vor dem Kampf gegen das Böse gleichsetzen. Die weisesten und weitsichtigsten Verfechter des Friedens (The wisest and most far-seeing champions of peace) werden sich stets daran erinnern, dass er erstens, um gut zu sein, gerecht sein muss, denn ein ungerechter und feiger Frieden kann schlimmer sein als jeder Krieg; und zweitens, dass er oft nur um den Preis des Krieges erreicht werden kann.“
Roosevelt lehnte mit anderen Worten eine Geisteshaltung ab, die den Frieden um jeden Preis propagierte, und vertrat dezidiert die Auffassung, dass ein dauerhafter Frieden die Bereitschaft zum Einsatz von Gewalt erfordere und dass die Expansion einen Sieg der Gerechtigkeit bedeute. Wie sehr ähnelt doch Trump seinem Idol, „Teddy“, wie er Roosevelt bei seiner Inaugurationsrede am 20. Januar 2025 nannte1.
Mit seinem postmodernen Imperialismus erweist sich Trump, wie wir es spätestens seit dem Irankrieg wissen, als „der weiseste und weitsichtigste Champion des Friedens“ und als Kämpfer für einen „gerechten“ Frieden. Denn der „Frieden“ kann „oft nur um den Preis des Krieges erreicht werden“. Und was „gerecht“ ist, entscheidet allein die „eigene Moral“ von Donald Trump!
Im Zeitalter des Imperialismus und Expansionismus vertrat Roosevelt die Auffassung, dass die „kriegerische Macht“ „zivilisierter Nationen“ notwendig sei, um den „halbzivilisierten“ und „unzivilisierten“ Völkern einen „Frieden“ – seinen Frieden – aufzuzwingen. Expansion sei nicht nur für die „kriegerische Macht“ (warlike power), sondern auch für die ganze Welt von Vorteil, denkt offenbar auch Trump in Anlehnung an sein Idol.
Dass dieser Habitus der Ideologie des Herrenmenschentums gleichkommt, versteht sich von selbst. Und so kann auch Trump mit Roosevelt sagen: Nur der Hegemon kann als die „weise“ und „weitsichtigste“ „kriegerische Macht“ (warlike power) einen Frieden schaffen. Krieg führen heiße, folgt man dieser Ideologie des Herrenmenschentums, Frieden schaffen. Die Kehrseite dieses hegemonialen Gehabes kann man in einem Satz zusammenfassen: So wenig Zusammenarbeit, wie möglich, so viel Entscheidungs- und Handlungsfreiheit, wie nötig. Das nennt man entgrenzte Machtwillkür, was wir im Falle von Trump als „champion of peace“ auch beobachten dürfen.
2. Trump als Caligulas Widergänger?
„Oderint dum metuant“ (Sollen sie hassen, solange sie fürchten), sagte einst der römische Kaiser Caligula (12-41 n. Ch.), der nach vier Jahren seiner Regentschaft brutal ermordet wurde.
„Nach zwei Jahren auf dem Thron wandelte sich der junge Kaiser Caligula vom Hoffnungsträger zum Scheusal“, bringt Berthold Seewald in Erinnerung2. Eine derartige Verwandlung vom „Hoffnungsträger zum Scheusal“ schaffte Trump in unserer schnelllebigen Welt bereits nach einem Jahr.
„Mit Perversionen und Hinrichtungen provozierte er die Aristokratie, bis er im Januar 41 n. Chr. selbst zum Opfer wurde. … Die Liste seiner Untaten und Perversionen ist lang und reicht von Inzest, Vergewaltigungen, spontanen Morden und Hinrichtungen bis hin zu bizarren Projekten wie dem Bau schwimmender Paläste. Vor allem aber demütigte er die Senatoren mit immer neuen Provokationen, soll ihre Frauen zur Prostitution gezwungen haben und zeigte in blutigen Exzessen …, was er von ihnen hielt.“3
Getreu Caligulas Motto „Oderint dum metuant“ (Sollen sie hassen, solange sie fürchten) regiert auch unser „champion of peace“. Wird ihm womöglich auch das gleiche Schicksal widerfahren? Wer weiß!? Wie Trump war Caligula ein Genussmensch und schätzte den Reichtum. Er liebte Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe und gab viel Geld dafür aus. Seine Gemächer stattete er mit Kunstwerken aus, die im griechischen Raum geraubt wurden und plante zahlreiche Bauten.
Wegen der hohen Ausgaben erhöhte er die Steuern, was ihn nicht unbedingt beliebter machte. Es gab immer mehr Gewalt und viele Hinrichtungen und Verbannungen, insbesondere von reichen Senatoren. Nun lässt Caligula aus der Hölle, in der er wahrscheinlich bis heute verweilt, Trump grüßen, der seinerseits die Militärausgaben drastisch erhöht hat und eine exzessive Gewalt anwendet.
Nach nur sechs Monaten Herrschaft hatte Caligula einen Nervenzusammenbruch. Bei Trump dauerte es freilich ein ganzes Jahr, bis er die Nerven verlor.
Laut dem am 20. April 2026 veröffentlichten WSJ-Bericht „Trump shouted at advisers for several hours after Iran’s attack on the F-15E“ (Trump schrie seine Berater mehrere Stunden lang an, nachdem der Iran die F-15E angegriffen hatte) geriet Trump in Wut, als der Iran einen F-15E-Kampfjet abschoss. Er befürchtete, die Piloten könnten gefangen genommen werden, und forderte dringend, die Besatzungsmitglieder zu finden, um eine Wiederholung der Ereignisse von 1979 zu verhindern. Damit die Ungeduld des Präsidenten die Operation nicht gefährdete, informierten ihn seine Assistenten nur über die wichtigsten Punkte.
„Es schien, als sei Donald Trumps Risikofreude verschwunden und seine Ängste wuchsen“, berichtet Wall Street Journal (WSJ). „Sehen Sie, was Jimmy Carter passiert ist … Hubschrauber, Geiseln – diese Ereignisse haben ihn die Wahl gekostet“, schrie Trump. „Das ist eine Katastrophe.“
„Laut informierten Kreisen kämpft Trump, wie andere Präsidenten, die Kriege geführt haben, mit der Angst, Soldaten in eine gefährliche Zone zu schicken, wo einige von ihnen verletzt werden und andere gar nicht mehr nach Hause zurückkehren werden“, schreiben die WSJ-Autoren, Josh Dawsey und Annie Linskey.
Im Gegensatz zu Caligula, der als wahnsinnig beschrieben wird, ist Trump (noch) nicht verrückt geworden. Der wahnsinnig gewordene Caligula beförderte sogar sein Rennpferd zum Konsul! Es besaß einen Stall aus Marmor und bekam Hafer von goldenem Teller, berichten die Chronisten.
Nun ja, unser „champion of peace“ ist noch nicht so weit, um seine Lieblingstiere, falls er welche hat, zu Botschaftern zu ernennen. Er spielt zwar lieb und gerne einen Madman, ist es aber (noch) nicht.
Bekannt ist indes seine Vorliebe für Gold. Trump nutzt es als Symbol für Reichtum, Status und Einfluss in seinen Wohnräumen (beispielsweise im Trump Tower und in seinem persönlichen Hubschrauber). Er besitzt auch physische Goldbarren und -münzen und schätzt deren Farbe und Haptik. Trump hat sich auch durchaus positiv über eine Rückkehr zum Goldstandard geäußert, hört man. Ob er überhaupt versteht, dass er damit den US-Dollar als Weltleitwährung zerstören kann?
Trump ist, wie man sieht, nicht nur Roosevelts, sondern auch Caligulas Wiedergänger.
3. Trump als Kriegsherr
Wie geht es nun weiter mit dem berühmtesten Traumtänzer unserer Zeit, Donald John Trump? Ist er wirklich auf dem Wege verrückt zu werden, wie der Verfassungsrechtler, Robert Barnes (geb. 1974), behauptet? In einem Interview mit dem ehem. CIA-Analysten, Larry Johnson, behauptet Barnes am 19. April 2026, dass sich alle in Trumps Umfeld darüber bewusst seien, dass er völlig verrückt sei und weniger Vernunft als ein dreijähriges Kind habe.
Die Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles, habe ihre Methode, den Präsidenten vor negativen Nachrichten und Meinungen abzuschirmen, inzwischen in der Hoffnung geändert, dass etwas von der Realität zu ihm durchdringt. Aber alle in Trumps Umfeld seien zu feige, ihn zu konfrontieren und in Schach zu halten, weshalb der Präsident immer noch zu viel Macht habe.
Ferner behauptet Barnes, dass Trump die Bemühungen von Vizepräsident Vance bei der ersten Verhandlungsrunde in Islamabad persönlich sabotiert habe, indem er u. a. darauf bestand, dass er mit Bibi Netanjahu Absprache halte.
Barnes sagte weiter, Vance habe es aufgegeben, für das Präsidentenamt zu kandidieren, weil die Trump-Administration eine Katastrophe sei. Und der Außenminister Rubio wisse, dass ein langer Krieg gegen den Iran seinen Ambitionen auf die Präsidentschaft schaden würde, und wünsche sich nun ebenfalls, dass der Krieg beendet werde.
Laut Barnes erwogen hochrangige Militärs, einen Befehl Trumps zur Vernichtung des Irans zu verweigern. Er behauptete, die Streitkräfte müssten bedenken, dass Trump nicht genügend Begnadigungen für das gesamte Militärpersonal erlassen werde, das Kriegsverbrechen begehen würde, wenn es ihm gehorcht.
Lange Rede, kurzer Sinn: Barnes erweckt den Eindruck, als ob es in Trumps Mannschaft und selbst in seiner Familie drunter und drüber gehe und Trump nicht bei sich sei. Vor dem Hintergrund des als Blitzkrieg konzipierten und gescheiterten Angriffskrieg gegen den Iran nimmt es kein Wunder, wenn der Krieger Trump genervt, gestresst und gereizt ist. Es ist aber noch lange nicht ausgemacht, dass er deswegen gleich verrückt geworden ist.
Als eine „gottähnliche Gestalt“, wofür er sich offenbar seit dem missglückten Attentat auf ihn hält, kann Trump gar nicht fassen, dass er sich mit seinem Iran-Abenteuer einfach verzockt bzw. verkalkuliert hat und dass er einen „Krieg gegen Mullahs“ überhaupt verlieren kann.
Darum kann er sich auch nicht vorstellen, dass er als der „beste Dealmaker aller Zeiten“, wie seine Anhänger ihn nennen, womöglich von falschen Freunden und erklärten Feinden vorgeführt und in diese missliche Lage gebracht wurde.
Nein, Trump ist kein Madman, wohl aber ein unbeherrschter Psychopath, dessen Wutausbrüche gelegentlich außer Kontrolle geraten und in die Öffentlichkeit gelangen. Ob Trumps Wutausbrüche dabei „durch Demenz getriebenen“ sind, wie Barnes behauptet, sei dahingestellt.
All das macht Trump aber noch lange nicht zu einem Madman. Vielmehr geht es um etwas ganz anderes. Mit dem Krieg gegen den Iran stieß Trump an die Grenzen seiner imaginären, selbsteingebildeten Allmacht. Das psychopathologische Unvermögen, das zu begreifen, bringt ihn außer Rand und Band. Trump ist weder ein „champion of peace“ noch ein Madman. Trump ist einfach ein Egomane an der Spitze der Macht und ein gewöhnlicher gewalttätiger und rücksichtsloser Schläger mit fehlender Empathie, der in einer eigenen Traumwelt lebt und sich neuerdings zu unüberlegten und halsbrecherischen Kriegshandlungen hinreißen lässt.
Wenn man das ganze makabre Spiel dieses selbsternannten „Friedensstifters“ seit Beginn des Jahres 2026 Revue passieren lässt, so ist es schwer, sich einer Georges Clemenceau zugeschriebenen Äußerung zu widersprechen: „Amerika ist das einzige Land, das direkt vom Stadium der Barbarei in das Stadium der Dekadenz übergegangen ist, ohne das Stadium der Zivilisation zu durchlaufen.“
Anmerkungen
- Siehe dazu Silnizki, M., Trumps „Big Stick“-Diplomatie. Auf dem Wege zum postmodernen Imperialismus? 26. März 2026, www.ontopraxiologie.de.
- Seewald, B., „Einige stießen ihm sogar das Schwert durch die Schamteile“, Die Welt 18.11.2024.
- Seewald (wie Anm. 2).


Ist „madman” ein Synonym für „Psychopath“? Ist ein pathologischer Narzisst, Egomane und Megalomane ein „madman”? Ist ein pathologischer „Lügner ein „ madman”?
Ja. Die Begriffe der ganzen Beschreibungs- und Erklärungsversuche des Phänomens Trump purzeln wild durcheinander.
In den US-Blogs konnte man schon den ein oder anderen Ausschnitt aus seinen TV-Shows sehen. Alleine der Umstand, dass die Shows in Deutschland nicht bekannt sind, schafft so viel kulturellen Abstand, dass jede Einschätzung fehl gehen muss.
Ich denke, er inszeniert gerne Reichtum, Macht und Stärke und er hört unverständlich unkritisch auf Schmeichler, besonders wenn die wissen, dass er gerne Reichtum, Macht und Stärke inszeniert.
Ein klein bisschen zirkulär.
Er nutzt aber auch extrem gerne Show-Elemente, so als ob er am Glücksrad gedreht hätte und das Glücksrad nun allen unverhofft eine neue Chance gegeben hat. Nicht unsympathisch, weil 99% sich in bockige Feindschaftsrhetorik flüchten würden.
Der „Ich bombe den Iran in die Steinzeit“ war sicherlich ein Macht und Stärke kompatibeles Madman-Show-Element, das er dann mit den Iran-Glücksrad-Treffen für Islamabad mit dem Iran-10-Punkte-Plan als Gesprächsbasis auflöste, das er dann mit dem US-Glücksrad-Treffer für den US/Israel-15-Punkte-Plans auflöste. Die Show läuft bei ihm schon ewig, denke ich. Ich würde sicherlich etliche seiner TV-Shows gucken, wenn er sie für Deutschland lizenzieren würde.
Immer dieser Bezug, wie „madman“, auf Begriffe aus Hollywood- Filmen – zeitgeistgeprägt – „dümmer geht nimmer“ – oder?
Immer dieser Bezug, wie „madman“, auf Begriffe aus Hollywood- Filmen – zeitgeistgeprägt – „dümmer geht nimmer“ – oder?
Ich sehe in Trump den idealen Repräsentanten des Niedergangs der US-Hegemonie. In seiner Person spiegeln sich all die Widersprüche einer untergehenden Weltmacht.
Hm. Weiß nicht. Was war dann Jelzin für Russland?
Trump hat sich elegant aus der Ukraine verabschiedet. Ähnlich unverhofft hatte er das in seiner ersten Amtszeit für Afghanistan angebahnt. Das mit Venezuela war ein rechtswidriges Husarenstück. OK, und das mit Kuba war/ist ein richtig unmenschliches Tyrannen-Werk ebenso wie inländisch ICE.
Was wenn die Marionette Kamala Harris plangemäß die senile Biden-Außenpolitik fortgesetzt hätte? Wäre das besser? Jain. Die USA würden noch in der Ukraine feststecken. Man könnte sicher sein, dass sich die Europäer nicht einmischen. Heißt, die Europäer hätten nicht das Gefühl, dass sie sich jetzt als die Verteidiger des Abendlandes darstellen müssten. Und so Pennälersprüche wie „Russland wird immer ein Feind für uns bleiben“ von ungeeigneten wie überforderten Politikern, die den Sinn von Zivilisation nicht verstanden haben, wären im Baltikum geblieben.
Für das scheinbar unentschlossene wankelmütige handeln kann noch ein anderer Grund eine Rolle spielen. Sicher nicht alleine, aber doch vielleicht ein Aspekt unter anderen. Das ist die Frage welchen Schaden die USA und ihre Verbündeten einstecken mussten. Es ist interessant, dass alle Medien auch die sogenannten Alternativen darüber unisono sehr zurückhaltend berichten. Das Verhalten der Golfstaaten, Israels und der USA (Nachrichtensperren, Strafandrohungen für Veröffentlichungen, Verbot von Satellitenbildern etc.) lässt vermuten, dass es da Dinge gab, die man nicht zeigen möchte.
Es ist auffallend, ich kann es nur wiederholen, wie merkwürdig wenig Ehrgeiz da sämtliche Medien entfalten was raus zu bekommen oder zu verbreiten. In anderer Sache ist man wie besessen hinterher, hier kühles Desinteresse, das fällt schon auf.
„Trump ist einfach ein Egomane an der Spitze der Macht “
Die Enttäuschung und tiefe Verbitterung Moskaus über Trump ist nachvollziehbar. Man dachte nach dem Anchorage-Treffen, dass man Trump schon in der Hand hätte. In der Zeit zwischen Anchorage und Trumps Coup in Caracas waren Moskaus Erwartungen an die US auch sehr hoch gehängt -sogar von einer russisch-amerikanischen Allianz, die zunächst die Ukraine in die bedingungslose Kapitulation zwingt und dann gemeinsam Europa angreift, war in den russischen Medien die Rede. Nach Trumps Engagement in Venezuela und im Iran Anfang dieses Jahres scheint die Trump-Euphorie im Kreml verflogen zu sein, man jammert im russischen Staatsfunk gelegentlich über den „verflogenen Spirit of Anchorage“, an Trumps „28-Friedensplan für die Ukraine“ vom Ende Novenber 2025 kann sich kaum jemand noch erinnern.
Mit anderen Worten: Putin und TACO passen nicht wirklich zusammen, um die Welt unter sich aufzuteilen.
Der Spießer hasst Trump, weil er ständig Tabus bricht, der Mainstreamer hasst Trump, weil er eine andere Meinung hat, der Globalist hasst Trump, weil er ein Populist ist und Zölle einführt, um die einheimische Industrie zu schützen, und der BSW-ler hasst Trump, weil er reich ist, und weil er Kapitalist ist, hassen ihn die Linken, die im multikulti Vielvölkerstaat eine gerechte Gesellschaft nach dem Langhausmodell wollen, in der alle gleichviel haben, gemäß dem Bibelwort, „Wolf und Lamm weiden zusammen / und der Löwe frisst Stroh wie das Rind, / doch der Schlange Nahrung ist der Staub. Man tut nichts Böses / und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der HERR.“ (Jesaja 65,25)
Und nochwas zu den Wutanfällen: Vielleicht erinnern sich einige, wie Trump Selenskyj freundlich und gutgelaunt begrüßte und ironisch sagte, aha, sie haben sich in Schale geworfen, ihn aber dann im oval office „wutentbrannt“ zur Schnecke machte, weil er es wage, in so einem Aufzug hier aufzutreten.
So ähnlich dürfte es bei Caligula auch gewesen sein.
Und sicher gab es auch Bewunderer in der Art des hängenden Gefangenen im Leben des Brian.
Danke für die Erinnerung. Genau so kommt es mir mittlerweile vor.
„Wirf ihn auf den Poden. Der kleine Chelm ist ein Widerporst“ 😂 🤣
https://www.youtube.com/watch?v=fPaDlNPbDSM
Die, die wir wählen können haben nicht das Sagen … und die, die das Sagen haben, können wir nicht wählen.
Trump ist eine Inszenierung.
Wir brauchen heute gegen diese scheindemokratischen und psychopathischen Oligarchen u. Politclowns, die die 8 Milliarden mit Gewalt unterdrücken eine Aufklärung 2.0.
Heutige Partisanen sollten nur mit friedlichen Mitteln kämpfen. Wir sollten sie auslachen.
Ich habe einen kabarettistischen und auf die heutige Zeit aktualisierten „Bella Ciao Song“ in deutscher Sprache geschrieben. Zusätzlich mit hübschem Video. Trump als King Kong:
https://www.youtube.com/watch?v=KyXVxiOIwoA
“ In einem Interview mit dem ehem. CIA-Analysten, Larry Johnson, behauptet Barnes am 19. April 2026, dass sich alle in Trumps Umfeld darüber bewusst seien, dass er völlig verrückt sei und weniger Vernunft als ein dreijähriges Kind habe.“
An vergleichbaren Komplimenten mangelt es nicht über die Jahre.
https://www.politico.com/story/2018/09/04/trumps-insults-idiot-woodward-806455
Gleichwohl ist dieses scheinbar so hellsichtige Umfeld (außer einigen Militärs) offenbar nicht willens, sich diesem 3-jährigen Kind wirkungsvoll zu widersetzen oder sich ganz zu verabschieden. Und das gilt für den Senat gleichermaßen; da wurde es gerade zum 5. oder 6. Mal verhindert, daß dieses Kind nach Belieben Kriege anzetteln und führen kann.
Für mich ist dieser Trump eher wie ein Sektenführer, dem alle huldigen – man denke nur an dieses grauenhafte Bild im Oval Office mit Segnungen und Handauflegungen oder die Huldigungen der TechBros bei der Inauguration – der keinen Widerspruch duldet und ausflippt, wenn er ihn erfährt. Der jeden, der nicht zur Sekte gehört, herabwürdigt, zum Feind erklärt und bei Widerstand mit Vernichtung bedroht.
Und da wird es nun wirklich gefährlich, nicht nur für den gerade auserkorenen Feind, sondern für uns alle. Die derzeitige Situation, in der er sich kaum noch vormachen kann, die Kontrolle zu haben – was bleibt ihm, um sich weiter gottgleich fühlen zu können? Er könnte alle noch verfügbaren Bomben auf Iran abwerfen, und hätte trotzdem nicht gewonnen. Inzwischen wäre die Weltwirtschaft wenn nicht zusammengebrochen, so doch schwerst geschädigt. Was bliebe also noch, damit er das als Sieg verkaufen könnte? Das, was er bereits „versprochen“ hatte: Eine ganze Zivilisation zu vernichten, die nie wieder auferstehen würde. Und dafür gibt es nur eine Methode, die ja bereits schon einmal zum Einsatz kam (der heute immer noch als unbedingt notwendig in den Geschichtsbüchern steht.) Diesmal wären es halt nicht zwei, sondern zwanzig oder zweihundert…..Schließlich hat er ja schon mal gefragt, wieseo man A-Bomben hätte, wenn man sich nicht einsetzen würde. (Und Herr N. aus J. würde ihn sicher nicht davon abhalten wollen).
Wer sagt und glaubt (und wahrscheinlich Recht damit hat), er könne jemanden auf der 5th Ave. ermorden und damit durchkommen, der sagt und glaubt auch das.
Um das „Durchkommen“ braucht sich dann ohnehin niemand mehr kümmern.
Wie hoch mag der Schaden wohl sein, den Bibi und Donald angerichtet haben?
Er dürfte mittlerweile in die Billionen gehen.
Allein die Schäden in den Golfstaaten die die 2 Verrückten unfähig waren zu schützen, sodann ein kompletter Einnahmeausfall für die letzten 2 Monate und für eine noch unabsehbare Zukunft.
Indien ohne Gas, China ohne Öl, Afrika ohne Dünger, all dass würden Menschen die noch alle Tassen im Schrank haben niemals verantworten. Soweit zur Frage nach dem Mad.
Wie aber werden die Golfstaaten, die ihre Bürger ausschließlich auf Staatskosten durchfüttern, reagieren?
US Staatsanleihen oder Firmenbeteiligungen beleihen oder monetarisieren?
D.h. für Donald und Bibi die Substanz verbrauchen? Das sehen Reiche gar nicht gerne!
Die Antipathien, die die beiden da eingesammelt haben dürften noch bittere Konsequenzen haben.
Vom Ärger der restlichen Welt ganz zu schweigen.
Die Rache dürfte den Petrodollar treffen.
Erstaunlich ist, dass alle so ruhig bleiben, als ob gar nichts wäre.
Man sieht, welche Angst gewalttätige Geisteskranke selbst unter Staatsmännern verbreiten.
Ein überaus schlechtes Zeichen, das an die Anfänge des 2. Weltkrieges erinnert.
Der Sturm könnte sehr plötzlich und sehr heftig kommen.
Für entsprechende Anlässe sind die zwei Irren ganz sicher zu haben….
Ehrlich gesagt hatte ich von dem Autor eine differenziertere Einschätzung von Trump und dessen Strategie erwartet.
Der Vergleich mit Caligula ist einfach abwegig.
Zwar distanziert sich Silnizki von den extremen Äußerungen eines Barnes, doch orientiert er sich trotzdem ziemlich stark an den Narrativen von Trumps innenpolitischen Gegnern und ihren hiesigen Unterstützern im rotrotgrünen Lager, etwa mit dieser Formulierung „unbeherrschter Psychopath“.
Gewiss ist Trumps Handeln gegenwärtig problematisch, aber solche Deutungen sind zu schlicht und in ihrer Motivation zu durchsichtig.
Die USA sind nicht erst seit Trump imperialistisch.
Man muss sich nur mal anschauen, was die US Brown-University zu den
post 9/11 Kriegen der USA alles zusammengetragen hat.
Ca 4 Millionen Tote (inkl. indirekte Todesopfer).
Das war unseren „Qualitätsmedien bisher kein Problem, solange man das als „humanitäre Intervention“
zur Verbreitung von „Demokratie“ und „Freiheit“ verkaufen konnte.
Trumps Rhetorik lässt es nun nicht mehr zu, die USA als Führungsmacht der westlichen „Wertewelt“ zu verkaufen.
Und genau das nimmt man ihm im Westen übel!
Das alte Trugbild von den guten USA kann nicht mehr aufrecht erhalten werden.
Die Führungsmacht ist dem Westen verloren gegangen.
Da müssen die europäischen Nato Staaten dann bald selbst die „Drecksarbeit“ (Zitat Merz) machen.
Ich vermute: Bald wird man hierzulande den Krieg gegen Russland wieder so nennen.
Ist Trump ein madman, weil er den Irankrieg angefangen hat, um einen Regime Change zu erreichen. Nicht sehr jedenfalls, denn die Chance besteht durchaus, weil der Iran Parallelstrukturen besitzt. Neben den Revolutionsgarden gibt es noch die Artesh, die eine klassische staatliche Armee mit Landstreitkräften, Luftwaffe und Marine ist und mehr Mitglieder besitzt als die Revolutionsgarden. Außerdem gibt es Parteien. Der Staatspräsident und das Parlament sind Organe, die gewählt werden. Die Kandidaten für das Präsidentenamt werden vom Wächterrad ausgewählt. Das könnte man leicht ändern, indem man von ihnen Unterstützerlisten anfordert, wie überall. Der Konflikt zwischen Revolutionsgarden, denen Modschtaba Chamenei die Entscheidungsgewalt vorübergehend übertragen hat, und dem Präsidenten spiegelt sich in den Verhandlungen mit den USA wider.
„(Jede Ausbreitung der Zivilisation bringt Frieden. Anders ausgedrückt: Jede Expansion einer zivilisierten Großmacht bedeutet einen Sieg für Recht, Ordnung und Gerechtigkeit. … Nur die kriegerische Macht eines zivilisierten Volkes kann der Welt Frieden bringen).“
Und wenn man dies ernst nimmt, kommt man unweigerlich zu dem Schluß, dass die imperialen USA eben keine Zivilisation sind, sonst brächten sie der Welt ja Recht, Ordnung und Gerechtigkeit. Stattdessen bringen sie einem großen Teil der Welt seit Jahrzehnten Zerstörung, Unrecht und Chaos.
Trump ist kein Dealmaker, Trump ist ein gerissener mafiosischer Showmaker!
Vielleicht werden wir was Trump und die USA betrifft allle getäuscht.
Während die USA versucht China in der Straße von Malaka einzudämmen um Krieg gegen China zu führen wird Deutschland von den USA massiv aufgerüstet um gleichzeitig den Krieg gegen Russland anzuführen.
Nicht ob sondern nur wann der Krieg gegen China und Russland beginnen soll ist noch nicht ganz klar.
Die können es gar nicht erwarten, grünes Licht vom Kindboß zu bekommen:
„Katz added that Israel is waiting for U.S. approval to „complete the elimination“ of Iran’s leadership, including the supreme leader and potential successors.“
https://www.euronews.com/2026/04/23/israel-awaiting-us-green-light-to-return-iran-to-stone-age-defence-minister-says
Bei aller Sympathie für den 1. Teil dieses Artikels, muss auch Kritik erlaubt sein, um in diesen gefährlichen Zeiten die wichtigen Faktoren im Blick zu behalten:
Unstrittig befinden wir uns im Zeitalter des „Dekadenz“ = der Niedergangs des US-Imperiums und des „Westens“, also der europäischen Vasallen-Eliten, – die sich so gern haben unmündig machen lassen zu transatlantischen, leistungslosen Rentenempfängern (aus den Steueroasen und dem MIK des Imperiums).
Politisches ist mit Politischem zu erklären, und die Psychologie der Charaktermasken, ob sie Trump, Caligula oder „Kriegsminister-Christenkreuz“ heißen, mit Psychologischem zu erklären. Doch das Beschwören von Putins oder Trumps Fratze erklärt politisch gar nix, erleben wir täglich in der Kriegspropaganda und ist, psychologisch gesehen, ein Fall für die Psychiatrie.
Der Vergleich mit Caligula ist einfach, aber steht auf tönernen Füßen, denn die tatsächlichen historischen Belege über Caligula sind sehr mager. Der Autor nimmt die warnenden Übertreibungen der damaligen Geschichtsschreiber für bare Münze.
— Caligula war ein „Betriebsunfall“, den die damaligen Zeitgenossen zur Warnung übertrieben darstellten – erfolgreich wie sich zeigte, denn der tatsächliche, „spätrömische“ Niedergang ging erst 400 bis 500 Jahre später los.
— Trump ist KEIN Betriebsunfall. Die Gleichsetzung von Trump und Caligula ist falsch. Das von einer Demokratie völlig losgelöste US-Regierungssystem der Ultrareichen ist nicht mehr in der Lage, sich selber zu regulieren oder Fehler im System zu korrigieren. Sie wollen einfach nur ihre Profitmaschine des Militärisch-Industriellen Komplexes am Laufen halten und deren Profite verprassen, der Rest ist ihnen egal. Dagegen war das Römische Reich im Kern eine Republik, die von Klassenkämpfen in Gang gehalten wurde und sich eines Caligulas entledigte, ohne die Welt in Kriege zu stürzen.
== Das heißt: Trump ist ein Motor des Niedergangs und beschleunigt den Zerfall der USA.
Dekadenz des Größenwahnsinns, die Michael Silizki so großartig beschreibt, ist unbestritten. Jedoch die POLITISCHE Bedeutung ist nicht psychologisch oder psycho-pathologisch, sondern POLITISCH zu erklären!
Bei John Mearsheimer und Jeffrey Sachs hat das, was psychologisch nach einem hyper-militaristischen Größenwahn aussieht, einen politischen Namen: Neokonservatismus.