
Israel weitet die Mordanschläge auf iranische Führungsriege aus. Verwunderlich ist bislang die Sorglosigkeit der Iraner. In den USA herrscht Angst vor iranischen Drohnenangriffen. Drohnen wurden über dem Stützpunkt gesichtet, in dem Hegseth und Rubio wohnen.
Israel eskaliert den Krieg gegen den Iran – und gegen den Libanon – weiter. So wurde das weltweit größte Gasfeld South Pars, das mit Katars North Dome verbunden ist, angeblich in Absprache mit der US-Regierung bombardiert. Iran konterte mit einem Angriff auf katarische Gasanlagen in Ras Laffan und auf Saudi-Arabien. Dadurch wurden die Gaspreise in die Höhe getrieben. Trump erklärte, man habe von dem Angriff nicht gewusst, was wohl nicht stimmt, auch Katar nicht. Israel werde nicht weiter angreifen, solange Iran nicht Katar bombardiert. Aber sollte dies geschehen, würden die USA South Pars zerstören.
Israel kapriziert sich auch darauf, die iranische Führung zu enthaupten, also zu ermorden. Das ist bislang „erfolgreich“ gewesen, zuletzt mit der Tötung von Laridschani, dem Geheimdienstchef Khatib und dem Basidsch-Kommandeur Soleimani. Allerdings hat das nicht dazu geführt, dass der Machtapparat zusammengebrochen ist. Vor allem werden damit die Führungspersonen eliminiert, mit denen sich noch eher verhandeln ließe, weil sie im Land anerkannt und gut vernetzt sind. Die nachrückenden Führungspersonen könnten eher radikaler sein und auch nicht die Macht oder das Ansehen haben, Verhandlungen und Kompromisse zu tragen.
Man kann den israelisch-amerikanischen Angriff insgesamt als Terrorismus verstehen. Die gezielten Mordanschläge auf einzelne Personen sind staatsterroristische Aktionen, so würde man sie auch sofort bezeichnen, wenn sie von Iran ob auf Trump, Vance und Co. oder auf Merz ausgeübt würden. Die Revolutionsgarde hat bereits den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu zum Ziel eines Mordanschlags erklärt.
Verteidigungsminister Katz hat klargestellt, dass Israel weiter auf die Tötung des Führungspersonals setzt. Dem Militär wurde freigestellt, jeden zu töten, der als höherrangig eingeschätzt wird: „Der Ministerpräsident und ich haben die israelischen Streitkräfte ermächtigt, jeden hochrangigen iranischen Beamten ins Visier zu nehmen, sobald verwertbare Erkenntnisse vorliegen, ohne dass eine weitere Genehmigung erforderlich ist.“
Gehackte Kameras, Spione oder fehlende Schutzmaßnahmen
Ohne Zweifel hat Israel eine Schwachstelle im Iran gefunden und bereits mehrmals für gezielte Tötungen benutzt. Das können Spitzel in der höchsten Führungsebene oder bei den Sicherheitskräften oder Leibwächtern sein, vielleicht auch gehackte Smartphones oder Überwachungs- oder Verkehrskameras. Angeblich habe der Mossad, so hieß es nach der Tötung von Chamenei und einigen Kommandeuren, schon seit Jahren fast alle diese Kameras gehackt und so Zugriff auf Live-Bilder gehabt. Eine Kamera war auf den Parkplatz vor Chameneis Residenz gerichtet, auf dem die Fahrzeuge der Betroffenen geparkt wurden. Man habe so gewusst, wer sich wann wo aufhielt, auch beim Sicherheitspersonal. Zudem sei lokal das Mobilfunknetz gestört worden. Und man habe KI benutzt, um die Daten über die Bewegungen und Aufenthalte der Führungspersonen zu analysieren.
Ob das zutrifft, ist nicht klar. Es könnte auch eine Erzählung sein, um Spitzel zu schützen oder andere Maßnahmen zu verschleiern, die nach Aufdeckung nicht mehr benutzt werden können, was auf das Verkehrs- und Überwachungskameranetz zutreffen dürfte. Dass nach Chamenei weiter Führungspersonen ausgemacht und getötet werden konnten, deutet darauf hin, dass entweder nicht ausreichend Vorsichtsmaßnahmen ergriffen wurden oder – unwahrscheinlich – eine Märtyrerhaltung eingenommen wurde. Nach Fars News wurde Laridschani in der Wohnung seiner Tochter ermordet, in der sich mit seinem Sohn Morteza, seinem Stellvertreter Alireza Bayat und weiteren Sicherheitsleuten, die auch umkamen, aufgehalten hat.
Erstaunlich ist, dass die wichtigen Führungspersonen sich weiterhin in Teheran aufgehalten haben und oft in Begleitung anderer Personen, anstatt sich zu isolieren, von allen elektronischen Kommunikationsmitteln und Geräten zu trennen oder in einen Bunker irgendwo im Gebirge zu gehen. So wurde auch der Basidsch-Kommandant im Hauptquartier in Teheran getroffen.
Im russischen kremlnahen Medium VZ wunderte man sich auch über die Sorglosigkeit der Iraner, was mit der Kultur, den Familienverbänden und der theologischen Struktur zu tun hat: „Im Iran fehlt es an einem zentralisierten Sicherheitssystem für die höchsten politischen und militärischen Ränge. Viele von ihnen verlassen sich nicht auf das staatliche System, sondern auf traditionelle Familienbande, was zu fehlenden einheitlichen Sicherheitsstandards führt. Die aus Verwandten oder dem Klientel rekrutierten Sicherheitskräfte haben traditionell keinerlei Befugnis, den zu Beschützenden – ihren ‚Ältesten‘, denen der Gehorsam laut Tradition verboten ist – etwas aufzuzwingen. Daher können diese Personen gehen, wohin sie wollen, wann sie wollen und mit wem sie wollen. Schließlich ist ein Politiker oder auch ein Offizier nicht verpflichtet, die Details der Sicherheitsmaßnahmen bis ins kleinste Detail zu verstehen. Sie benötigen in dieser Angelegenheit Anleitung. Aber wie erklärt man dem Ayatollah, der die Verkörperung Allahs auf Erden ist, dass ‚der Besuch aus Sicherheitsgründen verboten ist‘?“
Man wird sehen, ob das Regime im Hinblick auf die Sicherheit der Führung Veränderungen einleitet, die es Israel schwerer manchen, Enthauptungsschläge zu führen. Verteidigungsminister Katz drohte: „Niemand im Iran ist immun, jeder kann zum Ziel werden.“
Drohnen und Schläferzellen in den USA
Inzwischen wurde nach der Washington Post bekannt, dass das Pentagon vom Kongress fordert, mehr als 200 Milliarden Dollar für den Krieg gegen den Iran zu bewilligen. Im Vergleich: Israel hat seine Kriegskosten, so berichtet Haaretz, mit 12,4 Milliarden Dollar projektiert. In den ersten 19 Tagen wurden 6,3 Milliarden ausgegeben. Danach könnte der Krieg noch einmal so lange dauern. Das Verteidigungsbudget wurde von 35 Milliarden auf 46 Milliarden mit einer Option auf weitere 4 Milliarden erhöht.
Während Israel von iranischen und Hisbollah-Raketen heimgesucht wird, geht die Angst in Washington um, doch unmittelbar bedroht sein zu können. Nicht von iranischen Raketen oder großen Drohnen, sondern von kleineren Kamikazedrohnen. Allerdings gab es kurz vor Kriegsbeginn eine FBI-Warnung an Kalifornien, dass der Iran einen Drohnenangriff angeblich von einem Schiff aus starten könne. Aber das war vermutlich nur ein unbegründetes Gerücht, es folgten keine näheren Informationen. Die Trump-Regierung distanzierte sich.
Jedenfalls wird von der Washington Post berichtet, dass über dem Militärstützpunkt Fort Leslie McNair in der Nähe des Kapitols und des Weißen Hauses, wo US-Außenminister Marco Rubio und Pentagon-Chef Pete Hegseth bereits in einer Wagenburgmentalität wohnen, wurden unbekannte Drohnen gesichtet. Angeblich wurde sofort ein Treffen im Weißen Haus einberufen. Fort Leslie McNair ist nicht so gesichert wie andere Stützpunkte. Es sei überlegt worden, die beiden Minister umziehen zu lassen, sie bleiben aber vorerst dort wohnen. Zeitgleich mit den Drohnen wurde vom US-Außenministerium eine globale Sicherheitswarnung an alle überseeischen diplomatischen Vertretungen erlassen, einige Stützpunkte wie die Joint Base McGuire-Dix-Lakehurst in New Jersey und die MacDill Air Force Base in Florida erhöhten ihren Schutzstatus auf Charlie, was bedeutet, dass es Geheimdiensthinweise auf einen möglichen Angriff gibt.
Schon im September 2024 wurde Trump von Geheimdiensten mitgeteilt, dass der Iran ihn töten wolle und bereits mehrere Killerkommandos im Land seien. Es gab keine Beweise, um den Iran mit einem der beiden Attentatsversuche im Präsidentschaftswahljahr zu verbinden, aber man wollte einen Zusammenhang nicht ausschließen. Jetzt sagte er, Biden habe zugelassen, dass viele iranische Schläferzellen ins Land kamen. Die kann die Trump-Regierung auch deswegen beschwören, um zu rechtfertigen, den Iran wegen einer unmittelbaren Bedrohung angegriffen zu haben.

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Das passierte in der West-Bank (Mittwoch 18.03.2026):
Das Militär begibt sich nach Aqaba, nördlich von Tubas.
Die Siedler greifen in einer Gegend von Tuqu’, südöstlich von Betlehem einen Schafhirten an.
Die Siedler sind in Susya, östlich von Yatta auf einem Gelände und es ist nicht ersichtlich ob die Schafe gestohlen werden oder die Schafe auf das Gelände des Palästinenser gebracht wurden.
Das Militär wirft in Al-Mughayyir, nordöstlich von Ramallah, Tränengas auf Kraftfahrzeuge.
Das Militär begibt sich nach Kobar, nördlich von Ramallah.
Das Militär stürmt eine Hochzeit, wirft eine Granate (evtl. Blendgranate, stehen danach mit vorgehaltener Waffe um die Hochzeitsgesellschaft). Es gibt mehrere Festnahmen (Dienstag).
Die Siedler lassen in Sahlat al-Tal südlich von Sinjil, nördlich von Ramallah das Vieh auf die Felder. Das Militär zerstört in Tammoun, südlich von Tubas, mit Bulldozern die Strassen.
Das Militär nimmt in Beit Furik, östlich von Nablus zwei Palästinenser mit. Es werden die Kraftfahrzeuge beschlagnahmt. Die Siedler greifen in Aqraba, südlich von Nablus, eine Frau an und sprühen ihr Pfeffer-Spray ins Gesicht.
Es werden vom Militär fünfzehn Frauen festgenommen: die Frauen von freigelassenen Gefangenen, die Frauen von Gefangenen, die Mütter von Gefallenen. Es werden zwei später freigelassen.
Das Militär bearbeitet grossflächig Felder der Palästinenser mit einem Militär-Bulldozer und zerstört Olivenbäume. Die Siedler bearbeiten mit Bulldozern in Mukhmas, nordöstlich von Jerusalem, weite Flächen der Palästinenser (Olivenbäume zerstört). Die Siedler greifen in Mukhmas wiederholt an und es werden z.B. Solarpanels und Kraftfahrzeuge zerstört.
Die Siedler greifen in Wadi Abu Shaban, südlich von Hebron die Schafhirten an, schlagen sie und versuchen die Schafe zu stehlen. Die Siedler schiessen mit scharfer Munition, sprühen mit Tränengas auf die Palästinenser und halten einige fest. Das Militär begibt sich nach Jericho.
Die sechsjährige Suwar Salem al-Hathalin erholt sich Zuhause in Umm al-Khair, Masafer Yatta. Sie wurde letzte Woche von einem Siedler überrannt und mit Kopfverletzungen und Blutergüssen in ein Krankenhaus gebracht. Im Libanon werden bei Angriffen mehrere Journalisten gezielt getötet (z.B. Hajj Mohammad Sherri, die Frau stirbt ebenfalls und mehrere Verwandte sind verletzt).
Das passierte u.a. in Gaza:
Es wurden mehrere Kampffeld-Kommandeure der bewaffneten Gruppen bei zivilen Arbeitstätigkeiten oder in Zelten gezielt getötet (seit Montag). In Gaza-Stadt fällt ein vierzehnjähriger (Adham Al-Attar, die Familie ist aus Beit-Lahia, Vertriebene) wegen starkem Wind mit einer Wand und einem Stück Decke vom achten Stock des achtstöckigen Wohngebäudes und stirbt. Das Wohngebäude ist von den Bombardierungen beschädigt.
Es gab starke Sandstürme (Zelte sind unangemessene Unterkunft, mehrere Kinder sind im Winter erfroren). Es gibt Artillerie-Beschuss in Gaza-Stadt (evtl. Zerstörung von Wohngebäuden, Montag).
Nach Schätzungen benötigen 900.000 Menschen “Notunterkunftsartikel”. Es wurden keine Wohncontainer reingelassen. Mehr als 18.500 schwerkranke Patienten, darunter 4.000 Kinder, benötigen eine medizinische Behandlung ausserhalb des Gazastreifens. Zwischen dem 18. und dem 27. Februar wurden 160 Patienten und 292 Begleitpersonen rausgelassen. An der fehlenden Ausreise sind mehrere Kinder schon gestorben.
Zum Völkermord:
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Eine Unterschriftenaktion auf EU-Ebene bei der jede Stimme zählt.
https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de
Der Iran sollte sich auch so langsam angewöhnen, Hauptsächlich in Israel die Kommandostrukturen der IDF und die dazugehörenden Politiker zu hiten. Natürlich wo es möglich ist, auch US Bürger aus Politik und Militär, dann macht da Menschen Ermorden lassen für US/Israel gleich viel mehr Spaß.
Die eigene Medizin ist für solche Leute immer noch die beste zum kurieren dieser Geisteskrankhet. Sozusagen nur ein toter Bibi ist ein guter Bibi.
Vielleicht setzt dann ja irgendwann, wenn genug Leute ERMORDET! wurden, der Verstand wieder ein, jedenfals soweit vorhanden.
Mal anders gefragt: sind das nicht Methoden, die wir aus dem „Werkzeugkasten“ der Nazis kennen? Die systematische Eliminierung der Führungsschicht und der Intelligenz eines anderen Staates?
Ein ganz dickes Lob an Florian Rötzer, dass er diese brutalen Tötungen iranischer Führungspersonen als das bezeichnet, was sie sind: Nämlich MORDE!!
Eine Wohltat zu dem schleimig-schmierigen Geschwurbel der MSM mit ihren „Enthauptungsschlägen“, „gezielten Tötungen“ und ähnlichem verbalen Scheißdreck, mit dem dieses Pack die Öffentlichkeit für dumm verkauft.
Wird wirklich mal wieder Zeit für eine finanzielle Unterstützung Overtons.
Ich denke, die Ziele der „israelischen“ Führung sind relativ klar: Massenmord, Landnahme und die Vernichtung ihrer Gegner ähnlich denen des deutschen Reiches in den dreißiger und vierziger Jahren und das Ausleben von religiösem Wahn. Nicht so klar dagegen scheinen mir die Ziele der unterschiedlichen Gruppen des großen Geldes zu sein, die die US-amerikanische Politik lenken.
Trump selber mag keinen Plan haben, aber dafür ist er ja auch nicht Präsident, sondern um die Ziele derjenigen die tatsächlich die Macht haben so gut wie nur möglich zu verschleiern. Und sollte der Ausgang des Krieges für die Aggressoren zu ungünstig ausfallen, kann man ihm leicht die Schuld geben und ihn austauschen.
Ein Ziel des unprovozierten US-amerikanischen Angriffskrieges auf den Iran ist offensichtlich die Schließung der Straße von Hormus, um China von einem weiteren Teil seiner Energieimporte abzuschneiden. Brian Berletic hat sich am 17. März unter https://www.youtube.com/watch?v=eRaB3-ShxGk mit Schwerpunkt ab Minute 39 ähnlich geäußert.
Ein weiteres Ziel könnte der Zusammenbruch der Weltwirtschaft und des dahinter stehenden Finanzsystems sein um danach zumindest dem Westblock und seinen Verbündeten ein neues für die Bevölkerung wohl nicht ganz so günstiges System überzustülpen.
Und als drittes befürchte ich, dass US-Amerika seinen Krieg gegen die BRICS-Staaten auf die atomare Ebene hinauf eskalieren möchte, mittels „israelischer“ Atombomben versteht sich und durchaus bereit ist, seinen Proxy „Israel“ für die komplette Zerstörung des Nahen Ostens zu opfern.
In jedem Fall scheint mir 2026 das Jahr zu sein in dem wir vieles von dem, was Oppositionelle bislang als Befürchtungen für die nächsten Jahre skizziert haben, auf dem Silbertablett präsentiert bekommen werden.
Leider keine schönen Aussichten…
Die Iraner haben Gottvertrauen. Und sie Vertrauen auf das System. Etwas, was Westlern komplett abhanden gekommen ist. Iran ist ein auf einem gemeinsamen Glauben beruhender Staat. Personen sind dort annähernd beliebig ersetzbar, so lange der gegebene Rahmen nicht gesprengt wird. Und das Sprengen ist entgegen der Erwartungen von USrael nicht gelungen.
Israel ist auch eine Glaubensdemokratie. Es ist ein jüdischer Staat. Nix mit Säkularität. Auch diese Nation ist von Gottvertrauen geprägt. Allerdings auf eine extrem aggressive Art, sieht man sich doch als auserwähltes Volk Gottes. Einfach mal den Netanjahus, den Katz, den Bennets usw. zuhören.