Israel: Wiederkehr des Verdrängten

Rom Braslavski, eine der Geiseln, von denen Hamas und der Islamische Dschihad Videos verbreiteten.

Die Bilder ausgehungerter israelischer Geiseln in Hamas-Gefangenschaft haben in Israel Entsetzen ausgelöst. Die Reaktionen auf sie kodieren auch Unbewusstes.

 

Der Anblick zweier Geiseln in Hamas-Gefangenschaft hat diese Woche die israelische Bevölkerung gebeutelt. Sie waren auf Video-Aufnahmen zu sehen, die von der Hamas freigegeben und im israelischen Fernsehen gezeigt wurden, nachdem die Angehörigen der geschundenen Geiseln sich dazu bereit erklärt hatten. Der Anblick war schwer zu ertragen: Zwei ausgemergelte junge Männer, nur noch Haut und Knochen, die, völlig entkräftet, ihren nahenden Tod suggerierten.

Das Entsetzen war groß, man sah sich an Muselmann-Bildern im KZ gemahnt. Bald tauchte denn auch der Begriff “Shoah” auf, und zwar (mit Bezug aufs Visuelle) nicht nur als Metapher. Aber man konnte das Gefühl blanken Horrors nicht beim Anblick “bewenden lassen”. Das ist in Israel nie möglich, wenn es um “Shoah” geht. Deutungen mussten sogleich aktiviert werden, in den Medien zumal. Das hatte zum einen seinen praktischen Grund darin, dass die gemarterten jungen Männer Geiseln sind, die von ihrem katastrophalen Zustand, mithin von der unmittelbaren Todesbedrohung prinzipiell befreit werden könnten, wenn man sie, wie stets offiziell proklamiert wird, um jeden Preis aus der Gefangenschaft befreien will. Dass man es aber mit allen damit einhergehenden Konsequenzen wirklich will, ist allen empathietriefenden Erklärungen zum Trotz ganz und gar nicht ausgemacht.

Das wissen die Angehörigen der Gaza-Entführten schon seit vielen Monaten. Sie betteln Politiker in Ausschüssen immer wieder um das Leben ihrer Lieben an, teils in schmerzerfülltem Aufschrei und bitterlichem Greinen, teils in wutentbrannter Anklage der Politiker, die einen Deal mit der Hamas verhinderten, der die Beendigung des Krieges zur Voraussetzung der Geiselbefreiung hätte. Denn – zum anderen – die Anweisung “von oben”, mithin die offizielle Politik Israels, lautet, der Krieg dürfe erst dann beendet werden, wenn Hamas vollkommen vernichtet und die Geiseln befreit worden sind.

Der Widerspruch dieser “Zielsetzungen” liegt auf der Hand. Denn nicht nur gelingt es Israel trotz zweijährigen Krieges mit extremer, völlig unproportionaler Gewaltentfaltung nicht, die Hamas “total” zu bezwingen, und sieht sich in einem Guerillakrieg verwickelt, der vielen israelischen Soldaten das Leben kostet, sondern man muss darüber hinaus davon ausgehen, dass der “totale” Sieg über die Hamas zwangsläufig den Tod aller verbliebenen Geiseln zur Folge haben wird. Warum Netanjahu eine möglichst lange, um nicht zu sagen, “endlose” Fortsetzung des Krieges anstrebt, ist hier schon mehrfach ausführlich dargelegt worden. Es geht fast ausschließlich um seine persönlichen Interessen.

Der Zustand der beiden Geiseln in Muselmann-Verfassung musste also auf die Ebene der Ideologie gehievt werden. Dafür stehen dem israelischen Premierminister alle die von ihm nominierten servil-getreuen PolitikerInnen und eine Schar demagogisch-perfide eingeübter Medienpersonen zur Verfügung. Von einer kreischenden Handlangerin Netanjahus bekamen die entsetzten Angehörigen der Geiseln zu hören, sie sollen endlich ihren Mund halten; ihre Vorhaltungen gegen die Regierung bedienten nur die Ziele der Hamas. Ein Verbündeter von Smotrich verlangte, man möge aufhören die Leiderfahrung der Geiseln in Videos zu zeigen; sie wirkten auf Armee und Bevölkerung demoralisierend.

Der Grundhaltung der kahanistisch-messianischen Parteien zufolge habe man die Geiselfrage ohnehin hinter dem Ziel des “totalen” Sieges (also der Gesamteroberung Gazas, des initiierten Bevölkerungstransfers der Palästinenser und der jüdischen Neubesiedlung des eroberten Landstreifens) zu stellen; der mögliche Tod der Geiseln sei angesichts dieses erklärten Ziels als hinnehmbar einzustufen; dies sei das Opfer, das dem “Kollektivinteresse” des jüdischen Volkes, welches das Zeitalter eines von Gott bewirkten “Wunders” durchlebe, zu erbringen ist.

Die regierungskonformen, auf Netanjahus “Botschaften” ausgerichteten Medienmenschen bedienten sich einer anderen Praxis der Instrumentalisierung der durch die physische Verfassung der beiden Geiseln diese Woche aufgekommenen Shoah-Allusionen. Endlich konnten sie klarmachen, dass während der Hunger der Palästinenser in Gaza KI-Fake, mithin eine von der Hamas in Gang gesetzte Kampagne sei, die eigentlichen Opfer systematischer Aushungerung die israelischen Geiseln in Hamas- Gefangenschaft seien. Man entblödete sich nicht, die gesunden Arme von Hamas-Terroristen mit den abgezehrten der Geiseln zu vergleichen, wie man denn nicht glauben mochte, dass eine verhungerndes Kind in Gaza von einer “nicht so dünnen” Mutter in den Armen gehalten wurde. Es wollte zuweilen scheinen, als seien die Videos mit den Schreckensbildern der israelischen Medienwelt genau zur rechten Zeit gekommen.

Verdrängung und Verleugnung

Verdrängung und Leugnung sind zwei zentrale, aus der Freudschen Psychoanalyse bekannte Abwehrmechanismen. Sie sind miteinander verwandt und unterscheiden sich dennoch voneinander. Denn bei Verdrängung handelt es sich um einen unbewussten psychischen Vorgang, in welchem etwas Verstörendes und Unerwünschtes aus dem Bewusstsein ausgeschlossen wird. Das Verdrängte wird dabei nicht völlig eliminiert, sondern lebt im Unbewussten fort, bleibt in ihm wirksam.

Leugnung ist demgegenüber ein Abwehrmechanismus, bei dem eine äußere Realität bzw. eine manifeste Tatsache nicht anerkannt wird. Im Gegensatz zur Verdrängung bezieht sich Leugnung zumeist auf die äußere Realität und weniger auf innere Impulse. In dem, was Freud als “das Unheimliche” apostrophiert, wird erfahrbar, wie das Verdrängte im Unbewussten weiterlebt. Es handelt sich dabei um einen Zustand, in dem uns etwas zugleich vertraut und fremd vorkommt, uns mithin beunruhigt bzw. erschrickt, weil es das Verdrängte ist, das an die Oberfläche gelangte – Freud spricht von der “Wiederkehr des Verdrängten”. Es ist gerade das Halbvertraute, weniger das völlig Fremde, das uns in diesem Zustand ängstigt.

Freud entwickelt die Kategorie des Unheimlichen etymologisch. “Heim” steht im Deutschen für das Zuhause, für Vertrautheit und Geborgenheit. Das Adjektiv “heimlich” bezieht sich auf das Heim, steht also ursprünglich fürs Vertraute, Private; indes erhielt es im Laufe der Sprachentwicklung die zusätzliche Bedeutung von geheim und verborgen. Das Heim verweist sprachlich also nicht nur auf Geborgenheit, sondern auch auf Verborgenes, Nicht-Offengelegtes. Interessant ist dann die Freudsche Deutung der Kategorie des Unheimlichen: Sie bezeichnet nicht nur das Gegenteil von “heimlich”, welches sich auf die Geborgenheit des Heimes bezieht, sondern auch auf das, was heimlich war, nun aber offengedeckt, gleichsam entbergt worden ist – also Verdrängtes, das ins Bewusstsein wiederkehrt. Das Unheimliche ist bei Freud daher etwas, das vertraut war und plötzlich fremd erscheint – anders gewendet: Fremdes, das unheimlich vertraut wirkt. Auf dieser Grundlage sei nun der Übergang von der Individualpsyche zum Kollektiven gewagt.

Verdrängungsmechanismen in Israels politischer Kultur

Leugnung ist der politischen Kultur Israels nicht fremd. Die Okkupation ist von den israelischen Rechten stets als solche geleugnet worden: Ihrer Ideologie zufolge gibt es gar keine Okkupation. Vielmehr sei das jüdische Volk nach einem langen Exil zum “Land der Urväter”, mithin zum gottverheißenen Land, das bereits in Bibelzeiten den Juden gehörte, zurückgekehrt. Netanjahu hat es aber darüber hinaus geschafft, viele in Israel, die die Okkupation einst verurteilten, in einen Dauerzustand der Oblivion zu versetzen. Die wenigsten reden im heutigen Israel noch von der Besatzung, geschweige denn, von der Notwendigkeit, ihr ein Ende zu setzen.

In ähnlicher Weise leugnet Israel seit dem 7. Oktober und dem Beginn des Gazakrieges alles, was die IDF bzw. die politischen Entscheidungsträger in diesem Krieg in Verruf bringen könnte. Geleugnet wird, dass Israel Kriegsverbrechen begehe; apodiktisch wird der Vorwurf abgewehrt, dass Israel einen (von vielen in der Welt für einen solchen erachteten) Völkermord praktiziere; kategorisch wird die horrende Leiderfahrung der Zivilbevölkerung Gazas als etwas, für das Israel nicht die geringste Schuld und Verantwortung trägt, in Abrede gestellt.

Auch in der Innenpolitik wird vom regierenden Establishment geleugnet, einen Staatsstreich vollziehen zu wollen, der die formale Demokratie de facto schon seit langem zerstört, wobei sich immer mehr herausstellt, dass man auf eine Netanjahu-Diktatur zusteuert. Netanjahu und seine parlamentarischen Handlanger sind bei der Verwirklichung dieses Ziels emsig am Werk. Zugleich fällt aber auf, dass Netanjahus Gegner, und zwar sowohl die Opposition in der Knesset als auch gestandene Anti-Bibisten in der Bevölkerung auf ihre eigene Weise die Realität leugnen: Wie gelähmt blicken sie auf die unheilverheißenden Vorgänge, ohne sich zu rühren und sich massiv gegen sie zu erheben. Man schaut gebannt zu.

Von besonderer Relevanz sind im hier erörterten Zusammenhang die in Israels politischer Kultur wirkenden Verdrängungsmechanismen. Es ist bezeichnend, wie der Shoah-Code beim Anblick der beiden israelischen Muselmann-Geiseln aktiviert wurde. Beim Gros der Bevölkerung war die Erschütterung genuin. Aber nichts von einer nämlichen Erschütterung konnte man beim Anblick der Tausenden von Notleidenden im Gazastreifen registrieren. Das hatte nicht nur damit zu tun, dass man der israelischen Bevölkerung die Bilder der siechenden Kinder Gazas vorenthielt (in der heutigen Zeit gibt es nichts mehr, was man nicht sehen kann, wenn man es sehen will). Das Tabu der Shoah-Allusion wirkte sich vielmehr automatisch aus: Nicht gesehen sollte werden, was sich dem kollektiven Narzissmus verbietet. Juden können doch keinen Genozid begehen, ein Genozid wurde an Juden begangen.

Aber das Verdrängte bestand auf seine Wiederkehr: Der Anblick der jüdischen Hungeropfer ließ einen Moment lang den Gedanken an die palästinensischen Opfer zu – und der musste schleunigst wieder verdrängt werden. Effektives Mittel dazu war der Vergleich: Man sehe, was die Hamas den Geiseln antut, während die Welt von einem Völkermord in Gaza räsoniert (die Disproportionalität der Quantitäten stellt kein Problem dar – den meisten Israelis wiegt das Leben eines einzelnen Juden das Leben Hunderter von Arabern auf).

Aber so leicht lässt sich das wiedergekehrte Verdrängte nicht wieder verdrängen, und so stellte sich in der Reaktion des offiziellen Israel heraus, was da eigentlich verdrängt wird: Die Shoah wird in Israel schon seit Jahrzehnten nicht erinnert (jedenfalls nicht als Erinnerung an die Opfer im Stande ihres Opferseins und die Täter im Stande ihres Täterseins), sondern durchwegs zu fremdbestimmten Zwecken instrumentalisiert. Wer erwartet hatte, dass die an die Shoah gemahnenden Bilder der jüdischen Geiseln eine Läuterung der israelischen Regierenden zeitigen würde, die einen Deal mit der Hamas eingehen würden, um die verbliebenen Geiseln noch zu retten, sah sich getäuscht. Und wenn es noch eines manifesten Aktes der Regierung bedurfte, um plastisch vorzuführen, wie egal ihnen die Geiseln sind (trotz ihrer parolenhaften Beteuerung des Gegenteils), so kam dieser nachgerade wie bestellt: Die Regierung beschloss, den Gazastreifen ganz zu erobern, um so die Geiseln zu “befreien”, was mehr oder minder einem Todesurteil der Geiseln gleichkommt.

Wer sich mit Vehemenz dem Regierungsbeschluss entgegenstellte, war kein anderer als der Generalstabschef der IDF, der davor warnte, die geforderte Operation zu vollziehen – sie werde die Geiseln gefährden, vielen Soldaten das Leben kosten und Israel in eine “Falle” (so der von ihm gewählte Ausdruck) versetzen, die es im Gaza-Sumpf versinken lassen werde. Das Ergebnis war, dass der Generalstabschef, erst vor einigen Monaten von der Regierung nominiert, vom Premier und anderen Kabinettsmitgliedern heftig angegangen wurde. Er habe die Anordnungen der Regierung zu befolgen, ohne sie zu hinterfragen, auch nicht aus militärischen Erwägungen. Er begehe Verrat, versuche einen Militärputsch (so Netanjahus Sohn Yair). Von Entlassung bzw. einem Rücktritt war die Rede.

Am 7. Oktober manifestierte sich der Verrat, den der Staat Israel an seinen Bürgern begangen hatte. Der dann folgende Vernichtungskrieg gegen die Hamas sollte das kompensieren, erwies sich aber zugleich als ein Mittel der Regierungskoalition, sich den Macht- und Herrschaftserhalt zu sichern. Nach und nach verwandelten sich die Geiseln (und ihre Angehörigen) zu Geiseln der Regierung, nicht weniger als die der Hamas. Der demokratische Vertrag zwischen der Regierung und der Bevölkerung war gebrochen. Die Bürger Israels können sich längst nicht mehr auf ihre Regierung verlassen. Viele im Land fühlen sich verlassen; viele verlassen auch das Land. Man ist nicht mehr Zuhause in diesem Land, ein Heim ist es, dem das Geborgenheitsgefühl abhanden gekommen ist. Zu viel Verborgenes west in ihm, zu viel Nicht-Offengelegtes. Es ist unheimlich geworden in diesem Land. Unerfindlich sind die Wege der Verdrängung, fatal zuweilen die Folgen ihrer Wiederkehr.

Moshe Zuckermann

Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. 2018 wurde er emeritiert.
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55 Kommentare

    1. Hätte ich auch, wenn ich ein Palästinenser wäre. 😉
      Außerdem, wasche ich meine Hände in Unschuld, da ich damals eben keine Kufiya getragen habe, obwohl auf meinem Banner „Bubis raus stand“!

        1. Nein, ich habe nur eine klare Sichtweise der Dinge
          Außerdem, kann ich mich sehr gut in die Befindlichkeiten meiner Feinde versetzen.
          Ich gehe aber eher davon aus, das sie den Sinn meines Beitrages wohl nicht verstanden haben… 😉

    2. Du bist genau so eine Art völkischer Primitivling, wie die hier beschriebene israelische Bevölkerung: „Beim Gros der Bevölkerung war die Erschütterung genuin. Aber nichts von einer nämlichen Erschütterung konnte man beim Anblick der Tausenden von Notleidenden im Gazastreifen registrieren.“

      Typisch deutsch, besonders wenn man ans letzte Jahrhundert denkt.

  1. Eigentlich hatte ich erst gar kein Verlangen, das gestrige Tagesschau-Interview mit dem grünen Freund des zionistischen und faschistischen israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu, Volker Beck, anzusehen. Es ging um die Entscheidung von Merz, die Waffenlieferungen nach Israel einzuschränken. Doch da haben sich zwei gefunden, der verkommene Oberzionist Beck und die in nichts nachstehende Moderatorin. Da war wohl vorher vereinbart worden, dass kritische Fragen außen vor bleiben.

    Während weder die Moderatorin noch Beck auch nur ein bißchen Bedauern über die Toten des zionistischen Völkermordes äußerten, waren sich beide einig, das das Völkermorden an die Palästinenser solange weitergehen sollte bis die letzte Geisel gewaltsam befreit und auch der letzte Hamas getötet ist. Beck hat mal wieder eine Kostprobe von der Verkommenheit der Grünen Partei geliefert, aber das weiß man ja schon seit 25 Jahren, wo der dick-feiste Josef Fischer schon mal einem Krieg zugestimmt hat.

    1. Warum tun Sie sich sowas an? Die ganze Welt weiß, wie Beck, Merz und die deutschen Medien gestrickt sind, rassistisch wie eh und je. Und zum Verständnis hier noch einmal die offizielle Linie (die manchmal nur versteckt geäußert wird): Zionisten sind Demokraten, die alles Recht der Welt haben, minderwertigen Nachwuchs zu töten oder verhungern zu lassen; Russen sind Untermenschen, die es zu besiegen gilt, Wahlen und Referenden seit 1990 sind von Russland gefälscht, trotz attestierter Mängelfreiheit internationaler Wahlbeobachter; Chinesen sind ungläubige Konkurrenten, die mittelfristig kalt gestellt werden müssen.
      Etwas anderes wird man in deutschen Hauptmedien nicht empfangen. Dumm ist nur, dass diese Herangehensweise so etwas ähnliches wie eine Schaufel für das eigene Grab ist,

    2. Richtig: Beck ist einer der schlimmsten deutschen Scharfmacher in Sachen Zionismus und israelischer Kolonialismus in Palästina! Natürlich von der Grünen Partei!

      1. Da wagt keiner dem LGBTQ+++-VertreterIn, -Außen und Zwischendrin zu widersprechen. Die sind sakrosankt. Offener Rassismus, hinterhältiger Faschismus und bösartige Menschenverachtung werden „bunt“ und „woke“ zugedeckt. Mir wird übel bei so viel Widerwärtigkeit.🤢

    3. Ach, der Beck, der schon seit einer gefühlten Ewigkeit der selbstgefällige, strunzdumme, woke Vorzeige-Schwule der olivgrünen Deppen-Clique ist.
      Hat sich ja wohl auch regelmäßig Crystal Meth reingezogen, was ich als jemand, der ein absoluter Feind der Drogen-Prohibition ist, auch niemals verurteilen werde, aber wie beim unterbelichteten Koks-Clown aus Kiew zeigt sich, dass solche Drogen sich nicht positiv auswirken, wenn sie in hohle Schädel eindringen.

  2. Es geht das Gerücht um, vor der Küste Gaza’s läge ein nicht zu verachtend ergiebiges Gasfeld im östlichen Mittelmeer (im übrigen auch vor der Küste Israels, Libanons, Ägyptens usw.). Würde man einen Staat Palästina in Gaza anerkennen, würden die potentiellen Einnahmen aus der Gasförderung wohl auch zum großen Teil an die Palästinenser gehen, zumindest rechtlich betrachtet – ob die fördernden Konzerne sich daran hielten, wäre noch die andere Frage….
    Jedenfalls würde das den Palästinensern einen durchaus signifikanten Wachstum an ökonomischem Wohlstand bedeuten und sie könnten mehr oder weniger autark werden.
    Und: die Einahmen aus der Gasförderung würden nicht an Israel gehen.

    1. Es geht nicht um Menschenrechte, sondern um Schürfrechte.
      Wer hatte das immer gesagt…?
      Sagt mir Bescheid, wenn es euch einfällt… 😉

    2. Die Einahmen aus dem Gasfeld würden an die Palästinenser gehen ? Wohl eher an die Hamas, die ja schon bisher den Geldsegen der EU, einschl. der Lebensmittellieferungen abgegiffen hat. Hätte man die Zigtausend Tonnen Beton, die man in den Tunnelbau gesteckt hat, für den Bau eines Hafens verwendet, stünde man heute besser da. Aber so ist das nun mal mit Mafiaorganisationen. Kalabrien und Sizilien lassen grüßen.

      1. Da dürfte durchaus was wahres dran sein! Nur mit dem Hafenbau bezweifle ich, dass das Sinn gemacht hätte, denn der wäre durch die IAF eh längst in Schutt und Asche gelegt worden.
        Ansonsten sieht man ja auch in Kiew, was mit den Milliarden an Lieferungen in dunklen Kanälen verschwindet und nie beim Soldaten an der Front ankommt…
        Oder auch gar nicht so weit entfernt – Brüssel. Wenn Milliarden von Steuergeldern durch Korruption zum Beispiel an US-Pharma-Riesen gehen für weit überteuerte Preise an Impfdosen und das ganze dann noch nicht nachprüfbar per gelöschten SMS…. 😉

  3. „ Die Bürger Israels können sich längst nicht mehr auf ihre Regierung verlassen. Viele im Land fühlen sich verlassen; viele verlassen auch das Land. Man ist nicht mehr Zuhause in diesem Land, ein Heim ist es, dem das Geborgenheitsgefühl abhanden gekommen ist. Zu viel Verborgenes west in ihm, zu viel Nicht-Offengelegtes. Es ist unheimlich geworden in diesem Land. Unerfindlich sind die Wege der Verdrängung, fatal zuweilen die Folgen ihrer Wiederkehr.“

    Hatten auch Deutsche solche Gefühle kurz bevor das 3. Reich zusammenbrach?

    Obwohl die Deutschen wußten die Hitlerei würde bald von außen beendet werden, kämpfen und mordeten sie weiter, gegen innere und äußere Feinde. So wollten einfach nicht wahrhaben, verdrängten, das „ihr Deutschland“ am Ende war.

    In Israel scheint des ähnlich zu sein. Die Mehrheit der Israelis leugnet die Realität und versinkt in Apathie.

    Deutschland wurde von außen befreit. Das wird in Israel nicht passieren. Der israelische Staat wird langsam zusammenrechen und noch tausende Menschen, tausende Palästinenser, in den Tod reißen, denn die Welt schaut den Verbrechen der Zionisten weiter zu.

    Überall in der Welt sind mittlerweile Israelis äußerst unbeliebt. Erst kürzlich verwies man israelische Touristinnen in Katalonien, die sich rassistisch benahmen, aus ihren Hotel.

    Man kann den „guten Israelis“ – es ist eine Minderheit wie einst in Deutschland – nur zurufen:
    Rettet Euch, verlaßt das Land, solange es noch möglich ist, denn dieses Israel wird über kurz oder lang böse enden – wie einst Deutschland

    1. Israel wird fallen, auf die ein oder andere Weise.
      So wie ich es seit 1974 propagiere.
      Denn jetzt ist es bald soweit und ich freue mich darauf.

  4. Der Mann auf dem Foto, wenn es dann eine Geisel der Palestinänser ist,
    sieht nicht gerade „bis auf die Knochen“ abgemagert aus. Dagegen sehen
    die Kinder in Gaza erheblich schlimmer aus. Schade, dass es keine Bilder
    der tausenden, teils Jugendlichen, Gefangenen der Israelis gibt. Ersatzweise
    könnte man dann vieleicht Bilder der verhungernden Holocaust Opfer nehmen.
    Die werden sich mit großer Wahrscheinlichkeit stark ähneln.

    1. Das gleiche gilt für die Begriffe Folter und Marter. Wer nicht weiß, was man sich darunter vorstellen muss, sollte sich den schönen Roman: Die Abendröte im Westen von Cormac McCarthy kaufen und lesen.

      Man muss als zivilisierter Mensch nicht wissen, was es bedeutet, aber man sollte diese Begriffe nur dann verwenden, wenn sie annähernd zutreffen.

  5. „Der demokratische Vertrag zwischen der Regierung und der Bevölkerung war gebrochen. Die Bürger Israels können sich längst nicht mehr auf ihre Regierung verlassen.“

    Klar Herr Zuckermann, 20 Jahre lang haben Juden „in der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“ Bibi zum Ministerpräsidenten gewählt -noch lönger als die Deutschen ihre geliebte Abrisskanzlerin Merkel- jetzt aber können sie sich auf ihn nicht mehr verlassen. Ein Disaster für das demokratische Wahlvolk.

  6. Warum sollten Geiseln durchgefüttert werden wenn die Bevölkerung drumherum hungert und verhungert?
    Aber Verdrängung ist das raison d‘etre der Zionisten: die Kolonie Israel in Palästina ist eine Kolonie und kein Staat! Per definitionem kann eine Kolonie auch keine Demokratie sein, ganz abgesehen davon dass es niemals demokratisch sein Genozid zu begehen oder Apartheid zu praktizieren!
    Wenn viele Einsichtige die Kolonie Israel inzwischen verlassen, warum nicht Moshe Zuckermann?

  7. Israelischer Soldat enthüllt Befehl, die Gazastreifen-Grenzpatrouillen am 7. Oktober einzustellen
    Diese Offenbarung machte Shalom Sheetrit während einer Anhörung vor dem Ausschuss für Reservisten in der israelischen Knesset. Die Enthüllung ergänzt die Beweise dafür, dass Israel im Voraus von dem Angriff der Hamas wusste, ihn jedoch zuließ.

    Der israelische Soldat Shalom Sheetrit erklärte während einer Anhörung vor dem Ausschuss für Reservisten in der israelischen Knesset Mitte Juli: Er und seine Kameraden, die im militärischen Außenposten Pega in der Nähe des Gazastreifens stationiert waren, hätten den Befehl erhalten, am 7. Oktober 2023 ihre übliche frühmorgendliche Patrouille am Grenzzaun nicht durchzuführen. Dies berichtet The Cradle mit Bezug auf israelische Medien.

    Sheetrit zufolge erhielten er und zwei weitere Soldaten um 5:20 Uhr am Morgen des 7. Oktobers einen Funkspruch, der etwa lautete:

    «Ich weiß nicht, warum, aber es wurde befohlen, dass bis neun Uhr morgens keine Patrouillen am Zaun stattfinden dürfen.»

    Sheetrit erklärte, dass Soldaten des Außenpostens jeden Morgen Patrouillen am Grenzzaun durchführten, «weil man in einem operativen Bataillon ist und das Teil der Aufgabe ist».
    https://transition-news.org/israelischer-soldat-enthullt-seltsamen-befehl-die-gazastreifen-grenzpatrouillen

    1. „Let it happen on purpose“ oder „make it happen on purpose“ ist ne uralte Masche der Machthabenden.
      Egal was passiert, daran sollte man immer auch denken.

  8. Ich frage mich, warum die Bilder von verhungerten palästinensischen Babyleichen und auf Haufen gestapelten palästinensischen Leichen in Israel kein Entsetzen auslösen.
    Das sind Bilder, die an Konzentrationslager nach ihrer Befreiung erinnern.
    Aber so etwas nennt man eben selektive Wahrnehmung. Man sieht nur das, was man sehen will.
    Der Grad an Abstumpfung und Ignoranz in Israel muss extrem hoch sein.
    Solche theatralisch inszenierten Bilder wie das von Rom Braslavski sind einfach nur Propagandabilder des israelischen Regimes.

    1. Nach der Befreiung von Buchenwald durch das internationale Lagerkomitee – die US-Truppen fanden ein KZ ohne Bewacher vor – zwang man die Weimarer Bevölkerung auf den Ettersberg zu steigen und das KZ zu besichtigen. Die Weimarer zeigten sich entsetzt, weil es die Besatzer so wollten. Antifaschisten wurden sie aber nicht, das mußte staatlich erzwungen und hat wenig genutzt.
      Heute hat eine linke Regierung unter den Wessi Ramelow (der aus dem westlichen DKP-Umfeld stammt) die „Straße der Nationen“ auf den Ettersberg völlig vergammeln lassen. Gleichzeitig gebärdet sich dieser Ramelow als Antifaschist und als treuer Freund des zionistischen Israel.
      Noch Fragen?

    2. Sehr böse formuliert: trauert man um geschlachtete „Tiere“? (s. Galants widerliche rassistische Äußerung über die Palästinenser). Als „Erwählter“ juckt das sowieso nicht.

    3. Falls das Entsetzen auslöst, gilt es der Hamas, die man ja verantwortlich macht für alles was im Gazastreifen geschieht. („Weil die die Lebensmittel stehlen, verhungern die Kinder“).
      Zur Verdrängung und Verleugnung kommt noch die Projektion.

  9. Der Untrschied ist eben, dass diese Geiseln mit voller Absicht verhungert werden. Genau das kann man Israel nicht vorwerfen. Derzeit sind Hunderte von Videos auf X, wie die Öffentlichkeit systematisch getäuscht wurde:
    https://x.com/search?q=pallywood&src=typed_query
    Aber diese Kochtopfklopfer sind darauf hereingefallen. Die werden nie etwas merken.

    Indes, das sind Emotionen. Was Israel nun vorhat, ist angelehnt an das Vorgehen der Westalliierten im WK II bei uns. Ausschaltung der militärischen Fähigkeiten der Hamas, aber Nichteinmischung in demokratische Prozesse, von denen man hofft, dass sie stattfinden. Wie sonst soll denn der Krieg sonst enden? Wie soll gesichert werden, dass nicht mehr geschossen wird? Solang die Hamas irgendwie existiert, ist der nächste Terroranschlag sicher. Der durchaus auch unseren Moshe treffen könnte.

    1. Nein, Menschen einfach so verhungern zu lassen kann man den guten Israelis natürlich nicht vorwerfen…..kicher…;-)
      DU bist, zumindest was deine Meinung über Israel betrifft, das größte Arschloch hier im Forum.

      1. Hast du als monarchistischer Revolutionär noch nicht bemerkt, dieser Arthus-C ist ein rechter Sozialdemokrat und vertritt die Staatsräson. Das macht doch die SPD schon seit 1914. Was machen mit diesen Sozialdemokraten, Sozialfaschisten?

    2. Der israelischen Stabschef sagt voraus, dass die geplante Totalbesetzung von Gaza den Tod der verbliebenen Geiseln bedeutet. Zudem den gewaltsamen Tod etlicher junger IDF Männer.
      Mister C weiß es besser, aber es künmert ihn nicht.
      Er ist das Musterbild für den Abwehrreflex der Leugnung.
      Leugnung funktioniert gesellschaftlich aber nur, wenn der Leugner eingebettet ist in eine große Horde anderer Leugner Das klappt in Israel, mit seinem unüberwindbaren Holocausttrauma.
      Hier im Overtone Kommentariat ist Mister C aber weitgehend allein auf weiter Flur. Er ist die alte Frau Haverbeck der Overtone Gemeinde.
      Aber Oma wird’s nicht richten.

  10. Sowohl die Geiseln, als auch die hungernden Kinder in Gaza sind Opfer ihrer jeweiligen Machthaber. Sie dienen als Rechtfertigung der Verbrechen und des Grauens und sind gleichzeitig zu vernachlässigendes „Menschenmaterial“.
    Hamas und die Netanyahu Regierung und ihrer Unterstützer, weltweit, sind Brüder im Geiste, sind austauschbar. Der Unterschied besteht nur noch in Menge und Art der Vernichtungsmittel, die zur Verfügung stehen.

    1. Doch, das muß man natürlich der Hamas anlasten daß sie die nicht vorhandenen Lebensmittel den Geiseln vorenthalten damit diese verhungern……

  11. Palästina war britisches Mandatsgebiet. 1946 gab das UK dieses Mandat an die UN zurück mit der Bitte eine Lösung zu finden. So kam es zum UN-Teilungsplan der Resolution 181 vom 29.11,1947. Da eine Zweistaatenlösung nie zustande kam, fällt das Mandat über Palästina an die UN zurück.

    Diese muß schnell handeln, UN-Friedenstruppen aufzustellen um humanitäre Korridore für Hilfslieferungen an die hungernde Bevölkerung zu ermöglichen.

    Ein neues UN-Mandat über Palästina muß her. Dazu müssen UN-Friedentruppen das Gewaltmonopol über Palästina zurück erhalten. Eine Entmilitarisierung des Mandatsgebietes müßte durchgesetzt werden. Sowohl die IDF, als auch die Hamas müßte entwaffnet werden. Dann müßte die Abrüstung des israelischen Atomwaffenarsenals durchgeführt werden. Schließlich müßte die UN eine palästinensisch/israelische Regierung einsetzten, die die Befriedigung und den Wiederaufbau des Mandatsgebietes organisiert. Dazu müßte die UN Grenzen des neuen Staates festlegen und garantieren. Der Golan fiele an Syrien zurück. Es müßte verhandelt werden, ob das Westjordanland dem neuen Staatsgebiet zugeteilt wird, denn es war ursprünglich jordanisch.

    Als allererste Sofortmaßnahme müßte ein sofortiger Waffenstillstand erzwungen werden!

    Seht ihr eine andere, bessere Lösung?

    1. Du verstehst das nicht.
      Eine Zweistaatenlösung war nie intendiert.
      Die wird es nie geben,.
      Mittlerweile haben auch die Palästinenser begriffen, dass das nicht geht.
      Die UN ist keine humanitäre Organisation, geschaffen von Imperialisten für Imperialisten.
      Seklbst in Ruanda haben die 92 keinen Finger gerührt, obwohl sie vor Ort waren.

      1. Ich weiß, du willst die Weltrevolution.
        Vielleicht hast du als Adeliger Verbindungen zu adeligen ehemaligen Militärs und kannst mit diesen eine revolutionäre Truppe aufstellen, so Wieses einst der Junge Fidel Castro getan hat?

  12. Was für den Autoren wahrscheinlich unvorstellbar oder eben unaussprechlich ist, ist mir nur noch schwer auszureden: die israelische Führung, die nach Meinung des Autoren in Teilen faschistisch ist, wusste von den Plänen der Hamas und hat sie nicht unterbunden, weil sie genau das wollte , was wir erleben – den Krieg in Gaza und in der Folge die Vertreibung. Deshalb macht die Weigerung, einen Deal mit Hamas abzuschließen auch Sinn. Es würde das Ziel der Aktion gefährden. Man hat schon den Rubikon überschritten und kann nicht mehr zurück.
    Niemand muss mich davon überzeugen, dass Hamas eine üble Truppe ist. Wäre die israelische Mehrheitsgesellschaft nicht zutiefst rassistisch, hätte es in den vergangenen Jahren andere Wege gegeben, zu einer Lösung zu kommen. Wer arabische junge Menschen in Israel und in der Westbank erlebte – in Gaza war ich nicht – kann sich nicht vorstellen, dass die mehrheitlich von diesen islamischen Irren beherrscht werden wollen. Aber Israel hat nie auch nur den Versuch unternommen, die wirklichen Stärken des Landes auszuspielen und seinen eigenen arabischen Bürgern und seinen Gefangenen in Gaza und der Westbank die Perspektive als Gleichberechtigte in einem modernen und entwickelten Industrieland zu leben, anzubieten.

    1. Die UN muß militärisch eingreifen und humanitäre Korridore für Hilfslieferungen an die hungernde Bevölkerung von Gaza erzwingen.
      Danach muß die UNO die Entwaffnung aller militärischen Formationen in Palästina erzwingen, also sowohl die Hamas als auch die IDF entwaffnen. Danach muß das israelische Atomwaffenarsenal abgerüstet werden.
      Da die derzeitige israelische Regierung gegen das Völkerrecht verstößt, muß sie von der UNO abgesetzt werden und durch eine Regierung der Versöhnung aus Palästinensern und Israelis ersetzt werden.
      Als Versöhnungsgeste kann man Netanjahu Asyl in den USA oder Deutschland anbieten?
      Allererste Maßnahme muß allerdings ein sofortiger Waffenstillstand sein!

  13. Was hier manche für ein Bullshit schreiben, um nicht „wahrnehmen“ zu müssen, was für einen Horror Israel intendiert verbricht….inkl. dem Autor.
    Führende israelische Politiker SAGEN ES DOCH DEZIDIERT VOLLER HASS, Leute.
    GEHT’S HIER NOCH??

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