
Was hat es mit der hysterischen Reaktion Israels auf die Preiskrönung des Filmes “Naza” in Venedig auf sich?
Am 10. September 2026 fand im Rahmen des Wettbewerbs um den Goldenen Löwen die Weltpremiere von NAZA bei den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig statt. Regie führten Yuval Abraham und Rachel Szor, die bereits zu den Regisseuren von No Other Land gehörten. Es handelt sich um einen investigativen Dokumentarfilm, der die militärischen und nachrichtendienstlichen Systeme hinter den israelischen Luftangriffen auf Gaza untersucht – besonders die Frage, wie viele zivile Opfer bei den operativen Entscheidungsprozessen einbezogen bzw. in Kauf genommen werden.
Im Zentrum des Films stehen 24 israelische Soldaten, Geheimdienstmitarbeiter und Offiziere, mit denen Abraham und Szor über einen Zeitraum von etwa drei Jahren gesprochen haben. Gesichter und Stimmen wurden zum Schutz der Informanten digital verändert. Ihre Aussagen betreffen u.a. den Einsatz von KI-gestützten bzw. automatisierten Systemen bei der Suche und Auswahl von Angriffszielen; die geheimdienstlichen Verfahren, mit denen bestimmt wird, welches Gebäude angegriffen werden soll; die Einschätzung, wie viele palästinensische Zivilisten bei einem Angriff voraussichtlich getötet werden; die Tatsache, dass nach den Aussagen der Informanten zivile Opfer teilweise nicht bloß als unbeabsichtigte Nebenfolge, sondern als kalkulierbare Größe in die militärische Entscheidungsfindung eingehen. Der Titel NAZA bezeichnet dabei einen hebräischen militärischen Begriff (Akronym) für die erwartete Zahl ziviler Opfer eines Angriffs – also eine bürokratisch-technische Kennzahl für “Kollateralschäden”.
Der Film will weniger einzelne Soldaten moralisch beurteilen, sondern versucht, die Struktur und Bürokratie des Tötens sichtbar zu machen. Die Regisseure fragen also nicht primär “Warum tötet dieser oder jener Soldat?”, sondern “Wie kann ein bürokratisch-technisches System entstehen, in dem die Tötung von Zivilisten kalkuliert, quantifiziert und in Entscheidungsprozesse integriert wird?” Die offizielle Festivalbeschreibung formuliert den Anspruch noch schärfer: Der Film wolle die „systems behind Israel’s calculated mass killing of Palestinian civilians in Gaza“ offenlegen. Ein wesentlicher Teil des Materials stammt aus journalistischen Recherchen von The Guardian, +972 Magazine und Local Call, die bereits seit 2023 über diese militärischen Systeme berichtet haben. NAZA versucht, aus diesen einzelnen Enthüllungen ein Gesamtbild der dahinterstehenden militärischen Logik zu entwickeln.
Die israelische Armee weist zentrale Aussagen und Schlussfolgerungen des Films zurück. Sie bestreitet insbesondere, dass KI eigenständig über Angriffe entscheide, und kritisiert die Verwendung nicht überprüfbarer anonymer Quellen. Diese Gegenposition gehört zur öffentlichen Auseinandersetzung über den Film. Gerade deshalb ist NAZA nicht einfach ein Film über einzelne Kriegsverbrechen, sondern ein Film über die Sprache und Bürokratie, durch die Gewalt administrativ verschleiert oder normalisiert werden kann: “Kollateralschaden”, Zielauswahl, Fehlerquote, erwartete Opferzahl usw.
Die Reaktion im Saal bei der Premiere war enthusiastisch. Nach der Vorführung gab es etwa 25 Minuten lang Standing Ovations – nach damaliger Berichterstattung die längste bzw. eine der längsten Reaktionen in der Geschichte des Festivals. Die Ovationen richteten sich insbesondere an Abraham und Szor, aber auch an die Produzenten. Zugleich war die Atmosphäre außerhalb des Saales politisch aufgeladen: Auf dem roten Teppich waren Rufe wie “Free Palestine” und “Free Israel” zu hören. Die Jury zeichnete den Film schließlich mit dem “Special Jury Prize” aus.
Die Reaktion in Israel auf den Film und die Veranstaltung war außerordentlich heftig. Bemerkenswert ist, dass viele der schärfsten Angriffe von Politikern kamen, die den Film zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gesehen hatten. Benjamin Netanyahu bezeichnete den Film als Teil einer internationalen antisemitischen Kampagne und kritisierte besonders, dass israelische Filmemacher das israelische Militär als Kriegsverbrecher darstellten. Kulturminister Miki Zohar ging noch weiter: Er bezeichnete Abraham und Szor als Verräter und kündigte an, Schritte zum Entzug ihrer israelischen Staatsbürgerschaft prüfen zu lassen. Auch der Generalstabschef, Eyal Zamir, meldete sich zu Wort und bezeichnete die Vorwürfe des Films als “Blutlügen” und “bewusste Verzerrung der Realität” und ordnete zugleich eine Untersuchung der militärischen Quellen bzw. möglicher Geheimnisverletzungen an. Auch einer der Führer der Opposition, Naftali Bennett, griff den Film scharf an und bezeichnete ihn als eine “Ritualmordlegende”. Von selbst versteht sich, dass Itamar Ben-Gvir und Avigdor Lieberman mit dabei waren und die Regisseure, den Film und die Veranstaltung unter Verwendung faschistischer Rhetorik vehement angriffen. Es gab aber auch einen gewissen Widerstand gegen diese Angriffe. 43 israelische Menschenrechts-, Gleichheits- und Friedensorganisationen veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung zur dezidierten Unterstützung der beiden Regisseure, mithin gegen die Forderungen, ihnen die Staatsbürgerschaft zu entziehen oder sie strafrechtlich zu verfolgen.
Das will indes wohlverstanden sein: Es handelt sich hier mitnichten um ein Gleichgewicht der Reaktionen von “links” und “rechts”. Es herrscht momentan in Israel ein schmutziger Wahlkampf, bei dem der Anschein erweckt werden könnte, ein linker Oppositionsblock sei bestrebt, den rechten bzw. rechtsradikalen Netanjahu-Block zu besiegen, mithin Netanjahus Amtszeit zu beenden. Diese Blockbildung gibt es in der Tat, nur hat sie nichts mit “rechts” und “links” zu tun, denn sobald es um Palästinenser geht, mithin um die politische Lösung des Nahostkonflikts, ist die jüdische Bevölkerung Israels weitgehend homogenisiert: Die Allerwenigsten sind bereit, der Zweistaatenlösung das Wort zu reden (de facto ist diese Kategorie schon längst im innerisraelischen Politdiskurs ausgelöscht worden). Und nach dem 7. Oktober hat sich der Hass auf Palästinenser ins Unermessliche gesteigert.
Dass Israels Reaktion auf die Katastrophe zu einem horrenden Rache- und Vergeltungskrieg ausartete, der die fast totale Verwüstung des Gazastreifen, die Tötung von 73.000 PalästinenserInnen, unter ihnen 20.000 Kinder, zeitigte, wobei unzählige Kriegsverbrechen begangen wurden, interessiert heute die jüdische Bevölkerung Israels so gut wie gar nicht mehr. Man gefällt sich darin, zu bekunden, dass man nicht die geringste Empathie für die Leiderfahrung der Gaza-Bewohner und ihre Not aufzubringen vermag. Rationalisiert wird dies mit dem “Argument”, dass es keine Unbeteiligte bzw. Unschuldige in Gaza gebe, alle seien Hamas oder Hamas-Anhänger und als solche müssen sie bekämpft und vernichtet werden – auch Kinder, weil sie zu Hamaskämpfern heranwachsen werden.
Außerdem hätten die Palästinenser die über sie hereingebrochene Katastrophe mit dem 7. Oktober selbst verschuldet. Den Kontext dieses desaströsen Pogroms vergegenwärtigt sich in Israel kaum noch jemand. Nicht nur wird die viele Jahrzehnte währende Okkupationsbarbarei, mithin die alltägliche Unterdrückung der Palästinenser in den besetzten Gebieten, die gegen sie gerichtete Gewalt, die Beraubung ihres Landes, welche auf Annexion hinausläuft, die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage völlig verdrängt bzw. gelassen ignoriert, sondern man legt sich auch keine Rechenschaft darüber ab, dass es Israel war (allen voran Netanjahu), das die verhandlungsresistente Hamas hochgezüchtet und die verhandlungsbereite PLO gedrosselt hat. Für die allermeisten Israelis beginnt das Desaster mit dem 7. Oktober, welches aber einen langen historischen Vorlauf hat, der sich vor allem darin manifestiert, dass man eine territoriale Teilung, also die Gründung eines palästinensischen Staates, nicht zulassen möchte und letztlich den Frieden mit den Palästinensern eher als Bedrohung denn als ein erstrebenswertes Ziel anzusehen geneigt ist. Die Hamas ist nicht im lustleeren Raum entstanden – auch nicht ihre terroristische Gewaltpraxis.
In einem sind sich entsprechend nahezu alle jüdischen Israelis einig: Die Palästinenser sind allesamt erbarmungslos zu bekämpfende Feinde, sie sind Terroristen, gegen die Israel, die ”einzige Demokratie im Nahen Osten”, ohne Rücksicht auf Verluste vorgehen muss. Daher gilt es “die moralischste Armee der Welt” bedingungslos zu unterstützen – ihre Soldaten sind stets “Helden”, die gegen “Monster” kämpfen. Kriegsverbrechen? Nicht die IDF. Mordlust, soldatische Übergriffe, Zerstörungslust? Wie kommt man überhaupt auf die Idee. Manifeste Unmenschlichkeit auch bei der militärischen Planung der Waffengänge? Disproportionalität der reaktiven Gewaltanwendung? Unmäßiges Töten von Zivilbevölkerung und exzessive Verwüstung? Das sind alles Vorwürfe, die nichts mit der Realität zu tun haben und im Ausland von Antisemiten sowie im Inland von sich selbst hassenden Juden erhoben werden.
Daher konnten Yuval Abraham und Rachel Szor nichts anderes als Verräter sein, die – so meinen nicht wenige in Israel –gerichtlich verfolgt, verbannt oder gar (für so manchen) getötet gehören. Was sich in der Reaktion auf NAZA wie eine kollektive Massenpsychose der jüdische Bevölkerung Israels ausnimmt, ist deshalb so gravierend, weil sich in ihr manifestiert, wie verblendet-unfähig die israelische Bevölkerung ist, sich mit dem auseinanderzusetzen, was sie im ihr vorgesetzten Spiegel zu erblicken hat. Und das Frappierende: Sie wusste schon, was sie im Spiegel wird erblicken müssen, bevor sie überhaupt den Film von Abraham und Szor gesehen hat.
Denn auch das dürfte klar sein: Die aggressiv räsonierenden Politiker wie auch die sie ideologisch tragende Bevölkerung und ohnehin die Militärs selbst wissen sehr wohl, was Israel an den Palästinensern verbricht. Sie wollen es aber nicht wissen, sie dürfen es nicht wissen wollen, denn was würde sonst von der Raison d’être ihres Staates, mithin ihres Daseins übrigbleiben? Wer sich dennoch anmaßt, artikulieren zu wollen, was er begriffen und nicht ertragen kann, muss daher als nichtswürdiger Renegat verflucht werde. Yuval Abraham und Rachel Szor trauen sich nicht, nach Israel zurückzukehren.



Klar, dass unser Moshe alles glaubt. Bei no other land war das Pallywood offensichtlich, schon im Trailer. Hier aber engagiert man eben Sprecher, von denen kein Rang, kein Einsatzort und kein Name bekannt ist. Beweiskraft gleich null.
Wenn nun ein israelscher Soldat in Mamdanis New York geflohen wäre und dort diese Aussagen gemacht hätte, das hätte Beweiskraft. Nur kommt der eben nicht.
Diese saudumme Klatschorgie beweist, dass sie wissen, dass da gelogen wird. Das muss übertüncht werden.
Und natürlich ist es eine Machtdemonstration. Wenn Du nicht bereit bist, Hamas-Propaganda vollumfänglich zu unterstützen, dann ist Deine Karriere im Filmgeschäft zu Ende.
Und das muss ich mit meinen Steuergeldern unterstützen.
@Artur_C Und was ist mit der 🎭 📢 Propaganda der israelischen Regierung? Aber die israelische Regierung verbreitet selbstverständlich nur die Wahrheit, nichts als die Wahrheit, die reine Wahrheit?
Warum dürfen dann keine neutralen Berichterstatter in den Gaza? Können Sie das erklären und erzählen Sie nicht das Märchen der Gebrüder Grimm, diese neutralen Berichterstatter dürfen nicht in den Gaza, weil es für diese Berichterstatter dort so gefährlich wäre. Diese neutralen Berichterstatter dürfen da nicht rein, weil sie etwas sehen könnten, was der isrealischen Progaganda widerspricht, es würde hier um „Verteidigung“ gegen „Terroristen“ gehen.
Was sagen die letzten überlebenden Indianer 🪶 🐎 🦬🏹 aus Nordamerika dazu? Diese nordamerikanischen Ureinwohner sagen: Die isrealische Regierung spricht mit gespaltener Zunge, um sich den Gaza unter den Nagel zu reißen und die rund zwei Millionen Palästiner, die im Gaza-Streifen leben, ihre Häuser und ihr Land nicht freiwillig verlassen wollen. Wenn sie das nicht freiwillig machen, dann muss man eben mit etwas „Krieg“ nachhelfen, aber das als „Verteidigung“ framen. Das war beim Überfall der Deutschen auf Polen am 1. September 1939 auch schon so. Da wurde um 05:45 Uhr auch nur „zurückgeschossen“.
Wenn eine Regierung sagen würde: Wir wollen das Land im Gaza. Dort wohnen und leben seti Jahrzehnten die Palästinenser und diese Palästinenser wollen das Land nicht freiwillig verlassen. Deshalb beschießen wir die Palästinser im Gaza mit Raketen, wir besetzen das Land und diejenigen, die dann immer noch nicht freiwillig abhauen, die erschießen wir dann mit Sturmgewehren oder wir hungern sie aus, dann klingt das nicht schön: 🎻 🎼 🎵 🌹 ✨. Wenn man das als „Verteidigung gegen Terroristen“ bezeichnet, dann klingt das viel schöner.
Es gibt ein treffendes Zitat dazu von Peter Ustinov: Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen. Aber Krieg bleibt Krieg.
Man stelle sich vor: Jemand würde behaupten, dieser Putin aus Russland würde sich in der Ukraine gegen die Okkupation des Wertewestens und gegen die Stationierung von NATO-Raketen in der Ukraine „verteidigen“, was dann hier in Deutschland los wäre. Die Journalisten von BILD, FAZ, RTL, SZ, WELT, ZDF usw. würden wahrscheinlich ihre verbalen Sturm – und Maschinengewehre aus dem Keller holen und damit persönlich in der Ukraine kämpfen.
Die Frage❓ ist doch: *WER* sperrt dort im Gaza seit Jahrzehnten *WEN* ein? Und die historische Antwort lautet: Es ist die israelische Regierung, die die Palästinenser seit Jahrzehnten im Gaza einsperrt und nicht umgekehrt. Es sind nicht die Palästinenser, die die israelischen Bürger in Israel einsperren. Oder wollen Sie das bestreiten❓
Apropos „Steuergelder“: Dieses Argument ist billiger als 100 Gramm Sandkörner in der Wüste. Wie viele Cent haben Sie denn persönlich dafür gezahlt? Einen halben, einen 3/4 oder EINEN GANZEN Cent❓
Beklagen sich Leute wie Sie auch darüber, wenn kriminelle Steuerbetrüger das Finanzamt um mehr als 100 Milliarden Euro Steuern betrügen und das Jahr für Jahr❓ Nein, darüber beschweren sich Leute wie Sie, die Propaganda für den Krieg der israelischen Armee/Regierung gegen die Palastinser im Gaza machen, selbstverständlich nicht. Oder wollen Sie bestreiten, dass das, was Sie machen, keine Propaganda ist❓
Fragen über Fragen, die 2026 im „aufgeklärten“ und „gebildeten“ Deutschland nicht gestellt geschweige denn beantwortet werden.
Kienzle: Noch Fragen Hauser?
Hauser: Nein Kienzle.
Israel sollte sich bei der Propaganda ein Beispiel an Putin-Russland und den MAGAs nehmen: Flood the zone with shit.
Das machen die Israelis doch schon. Wie ihr Beitrag beweist!
Und hier noch etwas Füllmaterial für die 100 Zeichen.
Im Shit-Fluten ist Israel einsame Spitze! Jede Kritik an Israel ist „Antisemitismus“ und schön müssen sich die angeblichen „Antisemiten erklären – und nicht das zu Recht kritisierte Israel.
Oder nimm den Auftritt Netanjahus vor der UN-Generalversammlung!“ Erst beleidigt er die, die demonstrativ den Saal verlassen, um dann den Angriff auf den Iran damit zu rechtfertigen, daß „ohne den jetzt alle in Israel tot seien“.
Ist noch mehr Shit denkbar?
> Ist noch mehr Shit denkbar?
Mehr shit geht immer.
Beiden Konflikten ist gemeinsam, dass die eine Großmacht dahinter steht, die das tut, was Großmächte, wie wir sie kennen, eben tun: andere zwingen. Dazu unterstützt sie jeweils eine Konfliktpartei übermäßig. Im Fall der Ukraine wurde eine Konfliktpartei über Jahre mit viel Geduld und Geld (Nuland) überhaupt erst groß gemacht und bis zum Kipppunkt (Putsch) und dann zum militärischen Exzess (ATO) getrieben. Der anvisierte Gegner hätte der Nato-Übernahme einfach zugucken können. Das wäre für die USA OK gewesen. Oder eben nicht. Darauf hatte man sich lange vorbereitet und eine Lawine an Sanktionen vorbereitet, die dann aber nicht ganz so krass wirkten, wie sich die Weltbeherrscher und ihre Helferlein das ausgemalt hatten.
Dass die eine Großmacht in ihrem Hegemonialraum auch soviel mediale Deutungshoheit besitzt, dass sie die Position der bekämpften Seite weitgehend zum Verschwinden bringen kann, gehört dazu. Das wird umso mehr forciert, je weniger die Geschicke so laufen, wie es sich die Planer wünschen. Im Fall der Ukraine fing es schon kurz nach dem Putsch an, schlecht zu laufen, als zeitnah ein Antwort-Putsch auf der Krim stattfand, die dort stationierten Soldaten nicht aus den Kasernen raus kamen, die Krim-Putsch-Regierung das Referendum durchführte, sich von Kiew abspaltete und Russland anschloss. Die Medien überschütteten den Kiew-Putsch, bei dem ein demokratisch gewählter Präsident gestürzt wurde, mit allen Ehren und den Krim-Putsch, der sich gegen die Zerstörung der Demokratie auflehnte, mit, naja, eben shit.
Auch im Fall Palästina diente Krieg zum Verhärten der Fronten. Aber dafür, dass es so lange dauerte, bis die eine Seite im Großmachts-Hegemonialraum völlig delegitimiert werden konnte, musste sich erst die Sowjetunion auflösen und das Weltverständnis in Sachen Palästina mit so was wie dem 7. Oktober inklusive der Reaktion darauf tiefgehend geschockt* und dann resetet werden. In Israel und weiten Teilen der USA sowie folgend der EU ist das durch.
Immerhin können sich jene freuen, die im Fall des Ukrainekriegs noch so weit vom Medien-Shitstorm Abstand halten, um noch nicht völlig eingedeckt zu werden, dass es für sie noch keinen moralischen Totschläger wie für die im Fall Palästinas gibt – den Antisemitismusvorwurf. „Putin-Versteher“ ist vergleichsweise harmlos, weil sich die, die diesen Vorwurf als Kampfbegriff nutzen, selbst ständig als solche inszenieren, nur halt nicht versöhnend, im Sinn von Verständnis, sondern toxisch. Putin als Teufel, der überall Strippen zieht. In Russland selbst und weltweit. Ein typischer Verschwörungsmythos.
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* Enthüllt: Netanyahu erhielt wenige Tage vor dem 7. Oktober eine eindringliche Warnung – und informierte Israels Sicherheitschefs nicht darüber. Israels Sicherheitsdienste erhielten schon zuvor Warnungen.
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/haaretz-eineinhalb-wochen-vor-dem-7-oktober-wurde-benjamin-netanjahu-gewarnt
https://www.haaretz.com/israel-news/israel-security/2026-09-08/ty-article-magazine/.highlight/netanyahu-got-an-explicit-warning-before-oct-7-he-didnt-brief-security-chiefs/000001a0-7a3b-d7d5-a9fc-7eff3d0f0000
Hallo Theo❗
Ich habe lange nichts von dir gehört. Wer behauptet, Propaganda würde es nur auf „der anderen Seite“ geben und die eigene Regierung würde immer nur die Wahrheit verkünden, der macht Propaganda oder würdest du das bestreiten und abstreiten?
Jeder, der den Krieg der isrealischen Regierung gegen die Palästinenser im Gaza kritisiert, wäre ein „Antisemit“, den den Holocaust verharmlost oder leugnet. Ist das keine Propaganda? Da könnte jemand auch behaupten, Donald Trump, Elon Musk, Friedrich Merz, Robert Habeck, Boris Pistorius und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wären Humanisten und/oder Pazifisten. Aud das wäre Propaganda.
Viele Grüße von Schorsch Ohrwäl an deine Frau Uschi, an die PR-Abteilung der NATO und alle Kriegstreiber bei den Mainstraim-Medien!
“
Jeder, der den Krieg der isrealischen Regierung gegen die Palästinenser im Gaza kritisiert, wäre ein „Antisemit“, den den Holocaust verharmlost oder leugnet.
“
Willst du etwa für jede deiner Aussagen gelobt werden?
Zitat
„Man gefällt sich darin, zu bekunden, dass man nicht die geringste Empathie für die Leiderfahrung der Gaza-Bewohner und ihre Not aufzubringen vermag. Rationalisiert wird dies mit dem “Argument”, dass es keine Unbeteiligte bzw. Unschuldige in Gaza gebe, alle seien Hamas oder Hamas-Anhänger und als solche müssen sie bekämpft und vernichtet werden – auch Kinder, weil sie zu Hamaskämpfern heranwachsen werden.“
Mit Verlaub, aber das ist wohl … Was sagt da denn der Herr Schuster zu? Oder der Herr Gabriel, oder …
Man gefällt sich daran, zu bekunden … So, so …
wrrkNa also, geht also doch? Da lagen wohl zwei No-go’s auf Rötzers Tisch. Wenn schon die pole-position neu zu besetzen war. – statt Theo ein *****-C – sollte wohl auch Mischa’s Werk… Warum dann aber nur seine ersten zwei, der dritte Kommentar aber nicht? Denke, der wäre noch trefflicher zu Moshe’s Empörung ausgefallen. Hier kommt er noch einmal!
SKANDAL IM SPERRBEZIRK – DIE UBLICHEN VERDÄCHTIGEN
Entnommen aus NTV.de vom 25.9.2026 – nichts hinzugefügt !
„Israels Botschaft sieht den Versuch, Vergangenheit auszulöschen.
Der Stopp von Stolpersteinen im sächsischen Heidenau stößt auf Kritik und
entsetzte Reaktionen. Israels Botschafter Ron Prosor erklärte: „Ich bin
beschämt“. Bundesbildungsministerin Karin Prien sprach von einem „Skandal“.
Wer Erinnerungsorte jüdischen Lebens auf Friedhöfe verdrängen wolle, mache
Jüdinnen und Juden „noch einmal unsichtbar“, sagte Prien der „Bild“-Zeitung.
Die kleinen Messingplatten im Gehweg erinnerten tagtäglich an einzelne
Schicksale und daran, welche Verantwortung Deutschland aus dem Holocaust
ableiten müsse, führte sie aus und verband das mit einer Mahnung an ihre
eigene Partei. „In dieser Verantwortung sehe ich auch die CDU in Sachsen“,
sagte sie der Zeitung.Prosor erklärte: „Wer die Opfer aus der Vergangenheit löscht,
löscht dieVergangenheit selbst.“ Er forderte, Deutschland brauche „eine klare
Brandmauer gegen Antisemitismus – von rechts, von links und aus
islamistischen Kreisen“.Zuvor hatte bereits Charlotte Knobloch, Präsidentin der
IsraelitischenKultusgemeinde München und Oberbayern, entsetzt auf den
Stadtratsbeschluss in Heidenau reagiert. Orte der Erinnerung aus dem
Stadtbild zu entfernen sei der „völlig falsche Weg“, sagte sie den Zeitungen der
Funke Mediengruppe. „Und ich bin entsetzt, dass eine demokratische Partei
sich dafür hergibt, ein so durchsichtiges Manöver der Extremisten von der AfD
zu unterstützen.“
Seien wir doch einmal ehrlich, im Vergleich dazu sind doch Zuckermanns –
vermutlich sowieso – nur Peanuts wenn ncht Märchen, fake news. Pfui aber auch!
Übrigens ..,
Aufgemerkt! Die Zukunft kommt aus Heidenau – Schwarzblau oder besser
noch Blauschwarz! Aussichten sind das!
Der gestörte Auftritt des israelischen Gröfaz bei der UN half auch nicht weiter. Hat Israel keine Riefenstahl et al, die das ganze ins *hust* rechte *hust* Licht setzen kann? Arthur_H, übernehmen Sie?
Das grösste Problem aber ist, dass die ungestört weiter rauben und schlachten können, und man wegen der Unterstützung der Wertegemeinschaft für diesen genozidalen Apartheid-Staat bloss ohnmächtig zuschauen kann. Ich boykottiere jetzt seit Jahren Usrael wo es geht, das hindert Netanjahu aber kein bisschen vor der ganzen Welt seine Menschenverachtung als auch Missachtung jeglichen internationalen Rechts regelrecht zu zelebrieren. Die grosse Mehrheit der Israelis stört sich offenbar auch kein bisschen daran, die paar wenigen die wie Zuckermann das ganze „mit brennendem Herzen“ betrachten haben keinerlei Einfluss.
Und wenn man sich im Gästebuch einer alternativen Publikation sich über diese Ohnmacht ausheulen will, wird man möglicherweise deswegen zensiert.
Immerhin, es ist eine brauchbare Visitenkarte für Aliens, die sich fragen wie empathisch der Homo „Sapiens“ ist :/
Die Argumentationsmuster der jüdischen Bevölkerung Israels auf den Film „Naza“ sind identisch mit denen auf das Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ von Illan Pappe. Die jüdischen Israelis sehen sich trotz ihrer Verbrechen als Opfer, die von den Opfern von Völkermord, Kriegsverbrechen und sonstigen zu ihren Untaten gezwungen wurden…Für mich Anzeichen einer hochgradig psychotischen Gesellschaft…
@Ronald Ich würde dabei allerdings nicht von der „jüdischen Bevölkerung“ sprechen.
Es gibt zweifelsohne auch Juden, die den Krieg der israelischen Regierung/Armee im Gaza kritisieren und ablehnen. Von diesen „jüdischen Antisemiten“ hört man in den deutschen Mainstream-Propaganda-Medien (von ARD, BILD, FAZ, RTL, WELT bis ZDF) allerdings nichts.
Bekanntlich „verteidigt“ die israelische Regierung/Armee das Land im Gaza ausschließlich gegen Terroristen und alle Palästinser, die dort (im Gaza) noch wohnen und leben, sind „Terroristen“ oder potentielle „Terroristen“, denn auch aus drei Jahre alten Kindern und neugeborenen Babys könnten Terroristen werden und Terroristen müssen bekämpft werden. Dabei spielt das Alter und das woke Geschlecht keine Rolle. Das nennt man „prophylaktische Verteidigung“. Genozid, ethnische Säuberung und/oder gezielte Vertreibung, das sind keine schönen Begriffe. Damit könnte viele Bürger in Deutschland verunsichern.
Es gibt auch in Deutschland Christen, die die katholische und/oder protestantische „christliche“ Kirche kritisieren. Diese Christen sind wahrscheinlich näher bei Jesus Christus als viele Bischöfe, Priester und Pfarrer und „die“ Kirche.
Ausnahmen wie Eugen Drewermann bestätigen diese Regel. Der Kirchenkritiker Drewermann ist schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten oder treffender formuliert: er wurde rausgeworfen, weil er zu viel Kritik an der Institution „Kirche“ geübt hat.
“Wie kann ein bürokratisch-technisches System entstehen, in dem die Tötung von Zivilisten kalkuliert, quantifiziert und in Entscheidungsprozesse integriert wird?”
Ist genau das nicht als industrieller Massenmord zu verstehen?!
„Disproportionalität der reaktiven Gewaltanwendung? Unmäßiges Töten von Zivilbevölkerung und exzessive Verwüstung?“ (M.Z.)
Genau genommen war der 7.Okt. reaktive Gewaltanwendung nach 70 Jahren Besatzung und täglichem Terror.
Und gibt es ein maßvolles Töten der Zivilbevölkerung? Wobei die Zahl seit 3 Jahren kolportiert wird und längst ein Mehrfaches betragen dürfte, auch durch die unbehandelten Verletzten und Kranken, die Toten unter den flächendeckenden Trümmern, den an verdrecktem Wasser und Mangelernährung Sterbenden.
Und was die Verhandlungsbereitschaft Israels anbetrifft, es bringt ja auch regelmäßig seine Verhandlungspartner um, auch diejenigen ber Hamas, die als solche in Frage kommen. Oder sie sitzen seit Jahrzehnten wie Bargouti im Folterknast.
Zitat Zuckermann, dem Autoren übrigens – steht also schon mal da!
„Man gefällt sich darin, zu bekunden, dass man nicht die geringste Empathie für die Leiderfahrung der Gaza-Bewohner und ihre Not aufzubringen vermag. Rationalisiert wird dies mit dem “Argument”, dass es keine Unbeteiligte bzw. Unschuldigein Gaza gebe, alle seien Hamas oder Hamas-Anhänger und als solche müssen sie bekämpft und vernichtet werden – auch Kinder, weil sie zu Hamaskämpfern heranwachsen werden.“
Leiderfahrung bei Drecksarbeiten? Hä? Wo kämen wir da bloß hin. Mit Verlaub, aber das ist wohl … Was sagt da denn überhaupt der Herr Schuster zu? Oder der Herr Gabriel, oder …
„Man gefällt sich daran, zu bekunden … „ auch noch? So, so … das sollte – nein – muß ich mir merken!
Und wohl auf Wunsch – oder eher wohl auf unermüdliche Forderung – eines einzelnen Gleichen, wohl des moralischten Menschenfreundes einer ever, verkündet der Herrscher der Welt gerade cora publico – rein zufällig die UN -Vollver-sammlung – dass er womöglich die totale Vernichtung just Derjenigen anweisen wird, die doch die Weiterführung der heldenhaften ‚Aktionen‘ im Freizeitpark zu Gaza und nearby dann doch allzu gerne einmal beendigt haben wollten. Wo doch der Selbige noch vor kurzer Zeit (3 Monate) eben mit diesen ‚Vernichtungsbedürftigen‘ ein MOU – ein Memorandum of Understanding – unterschrieben hat, mit eben und genau diesem Ansinnen. OMG! Oder doch eher wohl OMJ?
Übrigens (frei nach Lesch) …
Ach was, hilft ja doch nichts. Das bei diesem Thema Quarantäne unabdingbar sein würde, wer wollte das bestreiten.
Israel war wohl von Anfang an (zumindest teilweise) ein imperialistisches Projekt und es hat es nicht geschafft sich daraus zu lösen. Heute ist Israel auf Gedeih und Verderb mit dem USA-Imperium verbunden, dessen Tage zwar noch nicht gezählt sind, das aber um seine Vormachtstellung in der Welt kämpft – mit Tendenz zum Niedergang. Was hat Israel da für Zukunftsaussichten?
Es sollte sich um Frieden mit seinen Nachbarn bemühen – kein Siegfrieden, denn das ist kein dauerhafter Frieden, sondern ein Frieden mit Diplomatie.
Wahrscheinlich sind in Israel inzwischen schon Generationen so sozialisiert, dass sie Palästinenser nur als Feindbild wahrnehmen. Und „Rasen mähen“ ist dort wohl eine geläufige Metapher. Eine konkretisierte Strategie, die darauf aufbaut, ist die von Gabi Siboni und Gadi Eizenkot ausgearbeitete Dahiya-Doktrin, die in der praktischen Umsetzung nicht nur Abschreckung, sondern auch eine existenzielle Kollektivbestrafung darstellt. Ein Ergebnis davon sieht man heute in Gaza. „Moral Bombing“ und auch den Atombomben auf Japan lagen teils ähnliche Grundideen zugrunde; jedoch stand dabei die Bestrafung nicht so im Vordergrund, und diese Strategien wurden nicht über Jahrzehnte so kultiviert bzw. institutionalisiert und immer wieder angewendet. Man fragt sich, wie eine Gesellschaft aus der Nummer wieder herauskommen will.
„….. wie eine Gesellschaft aus der Nummer wieder herauskommen will.“
Will sie das denn? Gibt es dafür Anzeichen?
Die PLO (sprich: Abbas) ist nach dem Mord an Arafat schwerlich noch ein Verhandlungspartner, sondern agiert eher als ein Statthalter, der kaum jemanden zu vertreten scheint.
Wie Zuckermann allerdings nach dem Haaretz-Artikel vom 9. September (deutsch hier), der große Wellen schlug, von einer „verhandlungsresistenten Hamas“ sprechen kann, bleibt nicht zum ersten mal sein Geheimnis.
Dieser Artikel, der einen Auszug aus einem im Vorbereitung befindlichen Buch darstellt, schilderte doch detailliert, dass bis Mitte 2023 geheime Verhandlungen zwischen der israelischen Regierung und der Hamas stattfanden. Als dann die israelische Seite die Verhandlungen schleifen ließ drohte Sinwar – mehrfach – mit einem Angriff.
Zitat:
und weiter:
In der wortkargen und damit irreführenden Wiedergabe des Artikels in der deutschen Presse hieß es, der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohamed bin Zayed, habe Netanjahu in der zweiten Septemberhälfte vor einem Angriff gewarnt. Tatsächlich hatte bin Zayed eine Warnung der Hamas (!) weitergegeben.
Normalerweise vermeide ich psychologisierende Erklärungen politischer Zusammenhänge, aber in letzter Zeit will mir scheinen, dass sich westliches geostrategisches Denken derart fernab aller Rationalität bewegt, dass es einer so abartigen Realitätsferne, Gleichgültigkeit und Herzenskälte entspringt, dass es nur noch als psychopathisch bezeichnet werden kann, sprich: nur noch im klassischen psychologischen Konzept der PROJEKTION überhaupt nachvollziehbar ist. Auf Wikipedia wird Projektion beschrieben als
„das Übertragen und Verlagern innerpsychischer Inhalte oder eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Affekte, Wünsche, Impulse und Eigenschaften, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können, auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Außenwelt“; es handelt sich dabei um innerseelische sog. „Abwehrmechanismen: „Die ‚Abwehr‘ besteht dabei darin, dass durch Projektion vermieden wird, sich mit Inhalten bei sich selbst auseinanderzusetzen, die man beim anderen sieht.“
Ein Riesen-Schub dieser Psychopathologisierung von Geopolitik ging mit dem Coronawahn einher, ihm auf dem Fusse folgte die russophobe Hysterie um das ukrainische Kriegsdesaster, izischen sind wir beim Leugnen all der imperialen, missionarischen, kolonialistischen, genozidalen Impulse angelangt, die sich im Nahen Osten kriegerisch austoben.
Das normalsterbliche Kind der europäischen Aufklärung, das noch einigermassen seine humanistischen Tassen im Schrank hat, erkennt zwar leicht, dass unsere Mächtigen in Politik, Wirtschaft und Medien eigentlich nicht an die Hebel der Macht gehören, sondern in strenge Sicherheitsverwahrung mit integrierter Psychoanalyse und Reintegrations-Therapie. Da aber dieser psychiatrische Weg politisch nicht durchsetzbar ist, sind wir unserer wissenden Ohnmacht ausgeliefert und laufen darüber hinaus täglich Gefahr – die Medien machen viel Stimmung in diese Richtung -, uns mit den Psychopathen an den Hebeln der Macht sogar noch zu identifizieren und so „normal“ wie sie zu werden, d.h. selbst psychopathisch; Israel und seine Bürger scheinen darin z.Z. so etwas wie die Weltmeister zu sein.
„In einem sind sich entsprechend nahezu alle jüdischen Israelis einig: Die Palästinenser sind allesamt erbarmungslos zu bekämpfende Feinde, sie sind Terroristen, gegen die Israel, die ”einzige Demokratie im Nahen Osten”, ohne Rücksicht auf Verluste vorgehen muss. Daher gilt es “die moralischste Armee der Welt” bedingungslos zu unterstützen – ihre Soldaten sind stets “Helden”, die gegen “Monster” kämpfen. Kriegsverbrechen? Nicht die IDF. Mordlust, soldatische Übergriffe, Zerstörungslust? Wie kommt man überhaupt auf die Idee. Manifeste Unmenschlichkeit auch bei der militärischen Planung der Waffengänge? Disproportionalität der reaktiven Gewaltanwendung? Unmäßiges Töten von Zivilbevölkerung und exzessive Verwüstung? Das sind alles Vorwürfe, die nichts mit der Realität zu tun haben und im Ausland von Antisemiten sowie im Inland von sich selbst hassenden Juden erhoben werden.“
Dieses Bild, was die Israelis von sich selbst haben, wird auch hier intensiv und ausdauernd von führenden Medien gemalt. Umgekehrt sieht es für die Palästinenser aus. Mindestens stimmt dies für Deutschland mit seiner israelfrommen Springer-Presse und für die USA mit ihrer Israel-Lobby. Kritik an Israel und seiner Regierung oder seinem Militär wird von den Israelis ferngehalten oder per Antisemitismusvorwurf neutralisiert.
Auf diese Weise haben westliche Medien und westliche Politik in Israel offenbar ein immer faschistoideres Klima in der israelischen Politik und Gesellschaft erzeugt und ein Ende ist nicht in Sicht.
Abraham und Szor haben in ihrem Film keine private Fiktion verbreitet, sondern einfach nur die Realität ans Licht gezehrt. Sie zeigen, was da ist, und diese Tatsachen stehen im grundsätzlichen Widerspruch zum eigenen grandiosen Weltbild.
Israel und seine westlichen Unterstützer zeigen der übrigen Welt, ihre ethische moralische Haltung.
Das Ergebnis dazu wurde durch die Rede von Netanyahu in der UN geliefert, viele Diplomaten verließen den Saal.
Das heutige ‚fortschrittliche Zeitalter“ liefert alles frei Haus, da arbeitet das Militär zusammen, mit ‚privaten‘ Unternehmen.
Das hatte Netanyahu sogar bei der UN mit seinem „Pipsergerät“ und deren Massenmord der Öffentlichkeit präsentiert.
Wenn unsere Politiker sagen, ‚die machen die Drecksarbeit für uns‘, dann haben diese Politiker ihre Diplomatie abgegeben.
Die Ethik und Moral existiert nur noch in der Erinnerung.
lieber herr zuckermann –
auch wenns nix nützt, tuts vielleicht gut: danke für ihr klares denken und schreiben mit geöffnetem herzen und funktionierendem gehirn – möge ihre übung weiter gelingen!
whatever it takes funktioniert in erschreckendem ausmaß auch in biodeutschland weiterhin … philip jenningers ehrliche annäherung an diesen übelriechenden nährboden wurde 1989 durch kippabewehrte berufsjugendliche plattgemacht, die bis heute mitsamt folgegenerationen die manegen des öffentlichen diskurses füllen
Ich habe den Film nicht gesehen, bin aber skeptisch, wenn Filmpreise nach tagespolitischen Kriterien vergeben werden. Allerdings ist die Entrüstung und Hetze der Herrschaftsmedien Grund genug, den Veranstaltern in Venedig für ihren Mut zu danken, ganz unabhängig von der Frage, ob der Film den Preis verdient hat oder nicht.
Zuckermann konstatiert in Israel „Hass auf Palästinenser“, wohl eine Reaktion auf das Unrecht, das man diesem Volk (ich meine die Palästinenser!) angetan hat, um einen terrestrischen Flugzeugträger in der Region aufzubauen.
Trotzdem sehe ich in der Hamas keine Freiheitsbewegung – es war eine Kopfabschneidertruppe und ist es wahrscheinlich immer noch, ebenso wie die Truppe, die jetzt in Syrien die Macht von US-Gnaden ausübt.
Ich bleibe dabei: israelische und palästinensische Opposition sollte sich verbünden gegen den gemeinsamen Gegner. Der sitzt nun einmal dort, wo auch die Raketen herkommen, die die israelische Armee auf Gaza abwirft.
Freiheitsbewegung und Gewaltanwendung („Kopfabschneidertruppe“) das sind keine Widersprüche sondern Zwangsläufigkeiten . Diese Welt denkt in Gewaltkategorien Was sind die Gemeinsamkeiten zwischen Yahya al-Sinwar, Netanjahu, Pistorius, Selensky, Jarosch, Putin, Trump? Sie alle setzen auf Gewalt. Als Mittel der letzten Wahl
Aus Jahrtausenden des Köpfeabschneidens haben sie nur gelernt: dieses Mittel wirkt endgültig und verlässlich.
Warum sollten sie was Neues versuchen?
@mahem
Ich lese Ihren Beitrag als Antwort zu meinem eigenen („Kopfabschneidertruppe“) und ich habe über Ihren Einwand, dass es Gewalt schon immer gegeben habe und weiterhin gibt und meine Apostrophierung der Hamas als Kopfabschneidertruppe ungeeignet sei, zwischen ihr und anderen „Freiheitsbewegungen“ zu unterscheiden.
Denke ich darüber nach, unterscheide ich (zunächst ist es eine Empfindung) zwischen dem israelischen Militär und einer Islamistenarmee. Letztere sind religiöse Fanatiker, die IDF folgt militärischen Befehlen (die zumindest eine zweckrationale Grenze ihrer Gewaltaktionen einhalten sollte).
Ich könnte jetzt den Unterschied zwischen der Deutschen Reichswehr, den SS Einsatztruppen und der US-Army im 2. Weltkrieg untersuchen, um dem Thema näherzukommen.
Ich belasse es einmal (weil Sie das erwähnt haben) bei dem Unterschied zwischen dem gewalttätigen Handeln der russischen Armee unter Putin und dem der ukrainischen unter Selensky. Während erstere – wie mir scheint – die zweckrationalen Grenzen militärischer Gewalt einhält, sogar in die humanitäre Richtung erweitert, ist die ukrainische Seite was die Gewalt angeht, sogar ihren eigenen Leuten gegenüber sehr viel weniger zimperlich und bewegt sich hin zu dem, was ich faschistische Gewalt nennen würde. Dies ist eine Gewalt, die völkerrechtliche Regelungen, nach denen Streitkräfte bestimmten humanitäre Regel unterliegen, systematisch missachtet.
Und noch eine dritte Beobachtung: Im Iran geht die Armee mit Entschlossenheit gegen ihre Feinde vor, jedoch konzentriert sie sich auf militärische Ziele, vornehmlich US geführte und was Israel betrifft, wurden ausschließlich
• Militärflugplätze
• Geheimdienst-Zentren
• Flugabwehrstellungen
angegriffen. Das ist erstaunlich und unterscheidet sich positiv von einer Hamas, die in einer Art Blutrausch hunderte Zivilisten niedermetzelt.
Ich komme zur abschließenden Einordnung (das ist dann auch meine Antwort für Sie):
Sicher, Gewalt gibt es überall wo es um Machtfragen geht, auch Schwächere kommen daran nicht vorbei. Wer seine Position verbessern will, muss sich überlegen, mit welchen Mitteln ihm das gelingt, am Ende wird er um die Gewaltfrage nicht herumkommen, denn: Welcher Herrscher, welche herrschende Clique, auch Oligarchie genannt, hätte jemals ihre Macht freiwillig abgegeben. Und alle, die z.B. der großen Französischen Revolution ihre Gewalt anlasten, haben dies ganz einfach nicht verstanden, sind liebenswerte Pazifisten – oder ganz einfach: Freunde der Oligarchen-, wahlweise der Adelsmacht.
Ich habe meinen Kommentar bei der KI Plattformarena.ai (sie benutzen dort Inkling, die KI von Frau Murati und ihren Geldgebern) eingegeben und harsche Kritik geerntet: „Antisemitisch“, „Undifferenziert“ „Ideologisch“, usw. Was da auf uns zukommt ist sehr, sehr übel.
@mahem Diese These lässt sich leider nicht von der Hand weisen, wenn man die Geschichte der Menschheit insgesamt betrachtet.
Die Frage ist nur, ob der Frieden ☮️ 🤝 🫂 ❤️☀️🕊️ immer wieder vom Krieg ⚔️🪖💥 🔥🩸⚰️🪦 unterbrochen wird oder die Zeiten des Friedens durch Zeiten des Krieges.
Eine andere Frage ist, warum Mord auf individueller Ebene in den meisten Gesellschaften, die sich „kultiviert“ und „zivilisiert“ nennen, als Mord bezeichnet und als Schwerverbrechen geahndet wird. In der Regel kommt man dafür ein Leben lang in den Knast, in einigen Bundesstaaten der USA bekommt man dafür sogar eine Giftspritze.
Wenn dieser Mord auf institutioneller Ebene zwischen den Staaten geschieht, dann ist das offenkundig für die regierende „Elite“, aber auch für die Mehrheit der Bevölkerung kein Problem. (Menschenopfer lassen wir an dieser Stelle einmal außen vor. Auch das war Mord um z. B. die Götter zu besänftigen, aber das ist schon lange her.)
Wer das Mordhandwerk im Krieg besonders gut beherrscht und viele Feinde ermordet, der bekommt von der eigenen Regierung auch noch einen Orden 🏅 oder sogar zwei 🏅🎖️. Man nennt es im Krieg auch nicht Mord, sondern nur „töten“. Man ermordet die Soldaten und Zivilisten auf der anderen Seite der Front bzw. im Kriegsgebiet nicht, man tötet sie „nur“. Tot ist aber tot.
Das deutsche Strafrecht differenziert in dieser Hinsicht zwischen Mord und Totschlag. Mord ist die vorsätzliche Tötung eines Menschen z. B. aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder aus sonstigen niedrigen Beweggründen. Wenn man jemanden „nur“ schubst oder einen Tritt verpasst und er ist tot, weil er unglücklich fällt, dann ist das in der Regel „nur“ Totschlag und kein Mord.
Im Krieg wird aber nicht „geschubst“ und „getreten“. Man (bzw. Mann, Frau und „Divers“) töten gezielt, militärisch geplant und möglichst effektiv und effizient. Es sei denn, man verwundet Menschen absichtlich und so schwer, damit auf der feindlichen Seite Ressourcen gebunden werden, wenn die Verletzten geborgen und versorgt werden (müssen.)
Wenn sich Soldaten weigern, andere Soldaten/Zivilisten zu „töten“, dann werden sie in der Regel vor ein Kriegsgericht gestellt und „im Namen des Volkes“ wegen Feigheit vor dem Feind zum Tode verurteilt oder gleich standrechtlich erschossen oder aufgehängt wie am Ende des Zweiten Weltkrieges.
Der Homo sapiens als Species ist nicht die Krönung der Schöpfung, der Mensch ist ein Irrläufer der Evolution.