Israel und die Wahl zum Europäischen Parlament

Vom israelischen Außenminister auf X am 10. Juni veröffentlichtes KI-generiertes Bild mit dem Kommentar: “Die Spanier haben die Koalition von @sanchezcastejon und @Yolanda_Diaz_ mit einer krachenden Wahlniederlage bestraft. Es stellt sich heraus, dass die Unterstützung der Mörder und Vergewaltiger der Hamas der Wahl nicht dient.”

Der bei den Wahlen zum europäischen Parlament zu verzeichnende Rechtsruck hat eine gewisse Relevanz für Israel.

 

Das Ergebnis der Wahlen zum Europäischen Parlament haben in Israel kein besonderes Aufsehen erregt. Das verwundert nicht allzu sehr, da Israels Politik stets Nabelschau betreibt, und sich jetzt, im fortwährenden Kriegszustand, nur noch mit sich selbst zu beschäftigen vermag.

Ein bekanntes Diktum Henry Kissingers aus den 1970er Jahren besagt, dass Israel eigentlich gar keine Außen-, sondern nur eine Innenpolitik habe. Das ist wahr und muss dennoch eingeschränkt werden. Denn da Israel seit 1967 die Okkupation der palästinensischen Territorien zum zentralen Faktor seines politisch-ökonomisch-militärischen Daseins hat heranwuchern lassen, bedeutet dies, dass das außenpolitische Anliegen (das Besatzungsregime und die dezidierte Verhinderung der Errichtung eines souveränen palästinensischen Staates) die innere Parteipolitik affiziert, diese aber ihrerseits zwangsläufig auch die Ausrichtung auf die Außenpolitik prägt. Wie sehr dabei die Praxis der israelischen Beziehungspolitik zu anderen Staaten mittlerweile verkommen ist, hat sich diese Woche, nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse zum EU-Parlament, in peinlichster Weise artikuliert.

Bekanntlich haben im letzten Monat Irland, Norwegen und Spanien den palästinensischen Staat anerkannt. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez und Vize-Ministerpräsidentin Yolanda Díaz gerieten sogleich ins Visier des israelischen Außenministeriums. Im Netzwerk X zeihte Israel Katz, Israels amtierender Außenminister, Sánchez und Díaz der Hetze zum Judenmord.

Wörtlich hieß es: “Chamenei, Sinwar und Spaniens Vize-Ministerpräsidentin Yolanda Díaz rufen zur Liquidierung des Staates Israel und zur Errichtung eines palästinensisch-islamischen Terrorstaates vom Fluss bis zum Meer auf”. Er fügte dem hinzu: “Sánchez, wenn Sie Ihre Vize nicht entlassen und die Anerkennung eines palästinensischen Staats proklamieren, nehmen Sie an der Hetze zur Ermordung des jüdischen Volkes und an Kriegsverbrechen teil.”

Die “Ha’aretz” berichtete zudem, Katz habe auch ein Video verbreitet, das Bilder von der Attacke am 7. Oktober zeigte, die von Flamenco-Musik begleitet wurden. Titel des Videos: “Hamas: Danke Spanien”. Entrüstet habe daraufhin der spanische Außenminister reagiert. Das Video sei skandalös und abstoßend: “Skandalös ist es, weil alle Welt weiß, dass wir die Taten der Hamas vom ersten Moment an verurteilt haben. Und abstoßend ist es, weil es sich eines der Symbole der spanischen Kultur bedient.”

Dass der oberste Diplomat der israelischen Politik sich aggressiv-polemischer Rhetorik bedient, ist nicht sonderlich überraschend. Nicht nur hat er von seinem Chef, Premierminister Benjamin Netanjahu, schamloses Lügen, ausfälliges Räsonieren und manipulative Skrupellosigkeit gelernt, sondern er schwimmt im Fahrwasser der im israelischen Parlament üblichen Rhetorik, die in den letzten Jahren zum Niedrigsten verkommen ist, was man in diesem Haus je zu hören bekam. Er befleißigt sich dessen ganz bewusst, weil er auf diese Weise in der Basis seiner Partei zu punkten trachtet.

Aber selbst das war noch moderat, gemessen an dem, was ihm nach der Wahl zum EU-Parlament entfleuchte. Nach der Niederlage der sozialistischen Partei von Pedro Sánchez (PSOE) bei den spanischen EU-Wahl beglückwünschte Israel Katz den spanischen Premier zu seinem Misserfolg und entblödete sich nicht zu schreiben, das sei der Weg des spanischen Volkes, ihn für die Anerkennung des palästinensischen Staates zu bestrafen. Diese subtile diplomatische Glanzleistung garnierte der kreative Außenminister mit einem KI-Foto, auf dem Pedro Sánchez und Yolanda Díaz mit zerbrochenen, über ihren Köpfen fließenden Eiern zu sehen sind. “Es stellt sich heraus, dass es sich nicht auszahlt, die Vergewaltiger und Mörder der Hamas zu umarmen”, schrieb Katz dazu.

Man könnte diese infantilen Vulgaritäten abwinkend beiseiteschieben, wenn sie nicht (über das bisher Gesagte hinaus) symptomatisch wären für etwas Grundlegendes in Israels Ausrichtung auf andere Länder. Zum einen ist es kein Zufall, dass gerade die Anerkennung des palästinensischen Staates durch eine linke Partei Spaniens Israels Außenminister so in Rage versetzte. Eines der zentralen propagandistisch-agitatorischen Zielsetzungen Benjamin Netanjahus in seiner gesamten bisherigen Regierungszeit war die Etikettierung alles “Linken” als landesverräterisch, anti-israelisch und antisemitisch. Er hatte da leichtes Spiel bei sehr vielen israelischen Bürgern, die ihm darin folgten, selbst wenn sie ihn selbst verabscheuten.

Netanjahus ministeriales und parteiliches Umfeld befleißigte sich dieser Anti-Linken-Hetze – mit einigem Erfolg, wie man sagen muss; nicht zuletzt ihr ist das fast völlige Verschwinden der israelischen Linken aus der öffentlichen Sphäre zuzuschreiben. Israel Katz, der (wohl vergeblich) sucht, sich als Netanjahus möglicher Nachfolger zu profilieren, weiß genau, wie er da zu handeln und bei wem er den angemessenen ideologischen Anklang zu generieren hat. Von selbst versteht sich, dass bei der gegenwärtigen rechtsradikal und faschistisch durchwirkten Regierungskoalition das anrüchige Ressentiment gegen die Linken mit gesteigertem Applaus rechnen darf.

Zum anderen geht es aber eben auch um die Verhinderung eines palästinensischen Staates. Seit dem 7. Oktober und dem darauffolgenden Krieg gegen die Hamas hat sich etwas in der Weltöffentlichkeit bewegt, das Israels Innen/Außenpolitik und Diplomatie zutiefst beunruhigt. Die Tabuisierung des Palästinenserstaates, seine Suspendierung von der Weltbühne und der Tagesordnung der israelischen Politik sind in den letzten Monaten merklich (freilich noch nicht entscheidend) geschwächt worden. Israels politische Klasse ist daher bemüht auszuharren, bis sich der Wind wieder dreht: Große Hoffnung wird bei Netanjahu und seinem politischen Umfeld auf die Wiederwahl Donald Trumps im November gesetzt.

Von Europa erwartet man (mit der Ausnahme Deutschlands) nicht allzu viel, aber man kann nicht verkennen, dass der Rechtsruck, der sich bei den EU-Wahl vollzogen hat, auf einige Genugtuung unter Israels Rechten (insofern sie sich überhaupt für Europa interessieren) stößt. Die Erfolge von Geert Wilders in Holland, Marine Le Pen in Frankreich, Giorgia Meloni in Italien, und der (relative) Erfolg Viktor Orbáns in Ungarn sowie das gute Abschneiden von Parteien mit neonazistischem Einschlag sind beredt. Israel hat von dieser Trendwende zwar nichts unmittelbar zu erwarten, darf aber hoffen, dass der Wandel zumindest die Palästina-Frage verstummen lassen wird: die Islamophobie der erstarkten rechten Parteien Europas korrespondiert mit dem Palästinenser-Hass der politischen Klasse Israels sowie eines Großteils der jüdischen Bevölkerung des Landes. Dass man sich dabei mit Parteien verbandelt sieht, die dem Bewusstsein von Juden nach der Shoah mit Anspruch auf historisches Gedenken einen Schlag versetzen, stört heute in Israel die Wenigsten. Von keinem anderen als von Netanjahus älteren Sohn, Yair, hat die AfD schon vor einigen Jahren hohes Lob geerntet.

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23 Kommentare

  1. Im Grunde interessieren die innerisraelischen Befindlichkeiten niemanden mehr!

    Die Welt hat sich von Israel abgewandt! Kein Staat auf der Welt ist so isoliert wie Israel!

    Gleichzeitig ist das Leid des palästinensischen Volkes größer als zur Zeit seiner Vertreibung. Aber auch die weltweite Zuversicht, die weltweite Solidarität für Palästina war noch nie so groß. In New York muß eine zionistische Israelin entsetzt feststellen, die jüdische Diaspora der Weltstadt unterstützt Palästina.

    Nur das offizielle Deutschland hat sich zu einer Art Ersatzisrael entwickelt. Trotz Polizeiterror und Einschränkung der Meinungsfreiheit, trotz Polizeipanzer in Neukölln, ist gerade in der deutschen Hauptstadt die Solidarität mit Palästina größer denn je.

    Der Autor ist eingeladen Berlin zu besuchen und sich den antizionistischen Jüdinnen und Juden anzuschließen, es werden immer mehr

  2. Och der Sanchez. Völlig unfähig, eine auch nur ansatzweise linke Politik zu machen, dachte er, er könne damit punkten. Das Wahlergebnis ist dann durchaus ein geworfenes Ei, das Bild übertreibt da nicht. Auch der Hetzer Ramaphosa in Südafrika dachte ja, er könne damit seine korrupte Regierung retten. Eben zeigt ihm der Wähler, wo der Ausgang ist.
    Auf der Gegenseite zeigen sich Geert Wilders, Marine Le Pen und Georgia Meloni dezidiert israelfreundlich. Das sind die ganz großen Gewinner dieser Wahl. Moshes Weisheiten sind einfach noch nicht überall durchgedrungen.
    Die deutsche AfD übrigens nicht. Mann wollte das Nazilager nicht verärgern. Die AfD ist, wie das konkret-Magazin neulich enthüllte, der größte und effizienteste Iran-Lobbyist in Deutschland, wobei dieser Maximilian Krah den führenden Kopf bildet.
    So langsam wird es ja richtig bunt in Deutschland: die Berliner Universität wurde nicht nur besetzt (was schon öfter vorkam), sondern bei dieser Gelegenheit auch regelrecht verwüstet, wobei der Schaden sich auf 150.000 Euro beläuft. Das gewohnt sympathische Auftreten dieser Pro-Palästinenser eben. Ihre Personalien wurden erfasst, aber es hat keinerlei Konsequenzen. Der dumme Artur zahlt das ja mit seiner Steuer. Lasst mich hier einmal mitteilen, dass der dumme Artur diese Gewalttäter im Knast Knast sehen will.
    Die Uni, wie auch ganz Berlin sind nun mit roten Dreiecken überflutet. Die Zielmarkierung der Hamas und damit ganz eindeutig eine Aufforderung zum Mord. Julia steht darunter und damit ist die Rektorin gemeint. All das bleibt ohne jede Konseqenz. In was für einem Staat leben wir denn?
    Ja, wenn wir so weit sind, dann können wir doch das Kalifat ausrufen, dachten sich die in Hamburg. Richtig gedacht, das passt ins Bild. Und der Attentäter von Mannheim wollte ja noch mehr. Er dachte, hiermit einen Aufstand lostreten zu können. Einen erfolgreichen Aufstand wohl, diesen Eindruck hat er in seiner Community wohl bekommen. Ja, es gab Folgeattentate. So falsch war dieser Gedanke nicht.
    Für die Islamisten ist das das reinste Zuckerfest. Und der Rückenwind von bekloppten Linken befeuert das natürlich gewaltig. Die Schüler und Auszubildenden bekommen das mit und wählen AfD.

    Ist da auf der Linken jetzt wenigstens ein leichtes Dämmern zu vernehmen? Undenkbar. Das Politbüro der UdSSR war dagegen ein Muster an Einsicht und Flexibilität.

    1. Das lustigste an dir ist ja, wie du dich immer als Linker gibst, bloss um die Scharade bereits bei der leisesten Kritik am Ziofaschismus fallen und deinem Islamhass freien Lauf zu lassen.

      1. Wenn man Äußerungen wie die von diesen A. im Ausland liest, vor allen in den USA, bestätigt dies die Weltmeinung, das offizielle Deutschland hat aus den Faschismus nichts gelernt.

        Deutschen zeigt man im Ausland immer mehr die kalte Schulter. Wer als „guter Deutscher“ wahrgenommen werden will, sollte eine Palästinafahne mitführen, dann ist freundliche Behandlung gesichert. Leider können sich immer weniger Deutsche Auslandsreisen leisten, was den Horizont verengt!

        Dieses Schicksal teilen Nazideutsche allerdings mit zionistischen Israelis, denen die New Yorker jüdische Gemeinde den zionistischen Massenmord vorhält. Da flippen diese Leute dann völlig aus, ein Weltbild bricht zusammen. So muß es sein!

        1. Ich flippe nicht aus. Die jüdische Gemeinde in New York tut das, um zu überleben. Sie könnte sonst kein Fest mehr veranstalten, ohne dass es Verletzte gibt und ihr Gemeindezentrum so aussieht wie die TU Berlin.
          Aber am Wahltag werden sie wohl Trump wählen. Sie haben keine Alternative.

      2. Verehrtes @Größtes Übel (sie werden sich den Nick ja sicher mit Bedacht ausgewählt haben?!), damit Sie Ihren Hass nicht nur auf die eine Person des Artur_C beschränken müssen teile ich Ihnen gerne mit, das ich seinen Beitrag unterstütze.

        Übrigens verstehe ich mich selbst nun auch schon seit einem halben Jahrhundert als „links“, wobei dieser Begriff für mich sowohl „Islamhass“ wie auch Judenhass ausschließt. Auch kann ich an Artur–Cs Beiträgen nicht erkennen, dass er den Islam hassen würde. Wie kommen Sie überhaupt darauf, er würde diese Religion hassen? Er äußert doch gar nichts dazu!
        Bleiben wir lieber bei der richtigen Aussage eines gewissen Karl Marx: Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

        Islamistische Gewalttäter allerdings scheint Artur_C jetzt nicht so besonders zu mögen, worin ich ihn von Herzen unterstütze. Da unterscheiden wir uns eben, verehrtes @Prime Evil!

        Da stellt sich friedfertigen Zeitgenossen wie mir dann schon die Frage, ob Sie die Aktionen der angeblichen Palästinenserfreunde in Deutschland, also die Zerstörung öffentlichen Eigentums, die Diffamierung und ernsthafte Bedrohung gegen hier lebende Menschen und die Ausrufung einer religiösen Gewaltherrschaft („Kalifat“) wirklich für den Weg halten, den wir hier gehen sollten. Sind sie wirklich ein Anhänger des selbsternannten Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi? Sie halten die Morddrohungen gegen die Präsidentin der Humboldt-Uni Berlin für richtig?

        So sieht es aus, wenn man Ihren Beitrag zur Kenntnis nimmt, und damit steht aber auch fest, dass sich zwischen Ihnen und einigermaßen demokratisch und menschenfreundlich gesonnenen Menschen keine Einigkeit herstellen lässt.

        Sie tun ja so, als hätten Sie die Aussagen des Artur_C gar nicht verstanden. Ist Ihnen wirklich entgangen, dass er mit seinem Beitrag nicht von den aktuellen Praktiken des Staates Israel handelt, sondern von den Aktionen hier im „aufgeklärten“ Europa?

        Hier, in Deutschland und anderen Teilen Europas, sind inzwischen Juden nicht mehr sicher. Seit dem 7. Oktober 2023 haben sich die Drohungen und Angriffe auf sie vervielfacht. Auf Leute also, die nicht in Israel leben, sondern hier, und die auf die Geschehnisse in Israel und im Gazastreifen genau so viel Einfluss nehmen: Gar keinen.

        Und dann gehen Tühpen wie @Größtes Übel her und halten sich für Intelligent, wenn sie jemanden, der das kritisiert, als „Islamhasser“ und Vertreter eines „Ziofaschismus“ diffamieren. Meine Fresse! 😡

        1. Sie sind wohl Antideutscher? Ihre politische Richtung hat doch gerade die Linkspartei ruiniert! Sie werden bemerkt haben, daß Sie hierzulande – vor allen in Berlin – eine Minderheit darstellen.

          Eigentlich habe ich keine Lust mehr groß Belehrungen zwischen Antisemitismus und Antizionismus zu erteilen. Nehmen Sie zur Kenntnis, das letzte Woche in Berlin ein antizionistischer Jude von der deutschen Polizei verhaftet wurde, weil er eine Kippa und die Flagge Palästinas trug. Die Berliner Polizeigewalt ist weltweit im Netz gut dokumentiert und die Weltöffentlichkeit sieht, dieses Deutschland hat aus den Faschismus nichts gelernt!

          Die deutsche Regierung unterstützt bedingungslos die Ukraine, wo faschistische Militäreinheiten wie das Asow-Regiment kämpfen. Die deutsche Regierung unterstützt eine rechtsradikale israelische Regierung, die in Gaza Kinder ermordet. Der ehemalige griechische Finanzminister Varoufakis durfte nicht nach Deutschland einreisen. Erinnern diese Zustände nicht an die DDR?

          Die Meinungsfreiheit wurde in Deutschland immer mehr eingeschränkt, siehe die Parole „from the River to the sea…..“ Da hat allerdings ein Gericht in Mannheim interveniert.

          Die gleichgeschaltete öffentliche Presse in Deutschland treibt viele Leute in die Hände der AfD. Vergleichen sie die Berichterstattung im UK (z.B. Guardian) oder in der New York Times mit den „Spiegel“ in Deutschland. Das tut die Weltöffentlichkeit und sagt entsetzt

          „Germany shame on you!“

        2. Danke auch! Da nämlich ist dieser Stürzenberger auf dem Holzweg, wenn er den Islam grundsätzlich diffamieren will. Eine Weltreligion! Das ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.
          Richtig hingegen ist, dass die heute dominierenden Strömungen sowohl auf der schiitischen Seite, wie auch auf der sunnitischen von Judenhass geprägt sind und ohne diesen auseinander fallen würden. Und zwar Judenhass von der Nazisorte. Immer dieses Drumrumgerede.

          Wenn Israel fällt, seid ihr dran. Da zumindest hat Netanjahu recht.

        3. Erstens zitieren Sie Marx – aus seiner “Kritik der Rechtsphilosophie” – ohne im Weiteren anzuführen, in welcher Weise dieses Zitat nun aus Ihrer Sicht die aktuellen Verhältnisse beleuchten soll.
          Möchten Sie damit ausdrücken, dass die Existenz des Staates der Angehörigen der Jahweschen Religion “Ausdruck des wirklichen Elendes” sei oder die Existenz der Hamas? Oder möchten Sie einfach nur posieren?

          Da stellt sich friedfertigen Zeitgenossen wie mir dann schon die Frage, ob Sie die Aktionen der angeblichen Palästinenserfreunde in Deutschland, also die Zerstörung öffentlichen Eigentums, die Diffamierung und ernsthafte Bedrohung gegen hier lebende Menschen und die Ausrufung einer religiösen Gewaltherrschaft („Kalifat“) wirklich für den Weg halten, den wir hier gehen sollten. … Sie halten die Morddrohungen gegen die Präsidentin der Humboldt-Uni Berlin für richtig?

          Nein, Sie “lebenslang Linksverstehender und Friedfertiger”: “wir” sollten einfach aufhören, dem Massenmord propagandistisch, ökonomisch und militärisch zu assistieren.
          Und wenn Sie wirklich nicht begriffen haben, dass es den protestierenden Berliner Studenten darum ging, dann hören Sie auf, sich als “links zu verstehen”, weil dazu eben ein Mindestmaß an geistigen Fähigkeiten gehört. Conditio sine qua non, verstehen Sie? Wenn man nicht in der Lage ist, die Forderungen seiner Opponenten zu angemessen interpretieren, dann ist man auch buchstäblich zu blöd, um “links” zu sein.

          Und zuletzt zu der angeblichen Mordrohung gegen den Präsidenten der FU Berlin Ziegler – “Ziegler will pay” als Graffiti.
          Nicht nur, dass diesen Spruch jeder x-Beliebige angesprüht haben konnte, denn der FU-Campus ist nicht von Mauern umgeben. Nein, 12 wirklich mächtige US-Senatoren, die im Unterschied zu unbekannten Graffiti-Schmierern auch die entsprechenden Gewaltmittel kommandieren, schrieben an den Chef-Ankläger des IStGh Khan einen Brief, der in der Aussage kulminierte: “Target Israel and we will target you”.

          Ich habe nirgendwo, auch nicht beim “friedliebenden Artur” oder beim “friedliebenden umbhaki” bisher lesen können, dass dieser Satz eine Morddrohung gegen Herrn Khan darstellen könnte.
          Gibt’s in Ihren Kreisen irgendeine beglaubigte Liste, welche Metaphern (“zahlen”, “zielen”) als Morddrohungen zu gelten haben und welche nicht?

          Hier, in Deutschland und anderen Teilen Europas, sind inzwischen Juden nicht mehr sicher. Seit dem 7. Oktober 2023 haben sich die Drohungen und Angriffe auf sie vervielfacht.

          Klar, es tobt eine regelrechte Jagd auf Juden in Deutschland. Allerdings auf antizionistische Juden, die von zuvor vereinbarten Veranstaltungen ausgeladen, von der Polizei verhaftet werden oder deren Konto gekündigt wird.
          Der gravierendste judenfeindliche Angriff in den letzten Jahren datiert aus dem Jahre 2019. In Halle versuchte ein Rechtsradikaler in eine Synagoge einzudringen, war damit überfordert und erschoss deshalb ersatzweise zwei nichtjüdische Passanten. Seitdem wird in Halle “des Anschlags auf die Synagoge” gedacht, der nicht stattgefunden hat.
          Vergleichen wir dies mit den moslemfeindlichen Vielfach-Morden a la Möln, NSU oder Hanau 2020.

          Ansonsten wird ca. einmal pro Jahr irgendein Kippa-Träger “angespuckt” oder “beleidigt” oder “verbal angegriffen”, was man anschließend in jeder überregionalen Zeitung lesen kann.
          Das ist nicht schön, aber: Die Juden gehören im aktuellen Deutschland sicher zu den am wenigsten gefährdeten Minderheiten und “antisemitische Vorkommnisse” stellen sich zumeist als Kritik an der israelischen Politik heraus.

          Letzteres gilt auch für die jährliche “Antisemiten-Liste” des Simon-Wiesenthal-Zentrums, die quasi die Funktion von “Antisemitismus-Beauftragten” vorwegnahm. Dort fanden sich auf vorderen Plätzen Oliver Stone (2010), Mikis Thodorakis (2011), Jakob Augstein (2012), die Schriftstellerin Alice Walker (“Die Farbe Lila”, 2013), Jeremy Corbyn und die EU (2015), Frankreich und die schwedische Außenministerin Margot Wallström (2016), die Bank für Sozialwirtschaft (2018; weil sie das Konto der “Jüdischen Stimme” nicht kündigte), “die deutsche Kulturelite” (2020; weil sie den BDS-Beschluss des Bundestages kritisierte) und – kein Witz – “Deutschland” (Platz 7 im Jahre 2021; u.a. deswegen, weil der Baden-Würtembergische Antisemitismus-Beauftragte Blume nicht hart genug “durchgriff” LOL).
          Schauen Sie sich die “Liste der weltweit gefährlichsten Antisemiten” an und Sie wissen, wie gefährdet die Juden sind.

          Das ist alles ein unglaublich schlechter Witz.

          P.S.
          Nur zur UNterhaltung die Wiesenthal-Liste von 2023:
          3. UNO, 4. Rotes Kreuz, 6. US-Uni-Präsidenten, 9. Human Rights Watch
          https://www.wiesenthal.com/assets/pdf/tt_2023.pdf

          Schicken Sie dem Zentrum Ihre besorgten Vorschläge!

        4. Dass Israel-unterstützende Juden (und Nichtjuden) jetzt mal etwas frischen Gegenwind bekommen, ist nur zu begrüßen.
          Wer sich partout nicht mit dem Land, in dem er lebt, identifizieren mag, sondern eher mit einem Klerikalregime im vorderasiatischen Raum – der kann ruhig seine Koffer packen.
          Zionismus ist der Zwillingsbruder des Islamismus.

    2. Wenn das so wäre, wie Du hier pöbelst, dann wärest Du ja keiner der treuesten Leser dieses linken Magazins.

      Fühlst Du Dich dadurch angesprochen? -> “Von keinem anderen als von Netanjahus älteren Sohn, Yair, hat die AfD schon vor einigen Jahren hohes Lob geerntet.”

    3. Auch der Hetzer Ramaphosa in Südafrika dachte ja, er könne damit seine korrupte Regierung retten. Eben zeigt ihm der Wähler, wo der Ausgang ist.

      Der zionistische Agitator ist wieder bei seiner undankbaren Arbeit.

      Wie jeder halbwegs gebildete Mensch weiß beschränkt sich die Solidarität mit den Palästinensern in Südafrika keineswegs auf “den Hetzer Ramaphosa” (Artur_C), der übrigens bei der aktuellen Wahl Stimmen vor allem an konkurrierende ANC-Fraktionen verlor. Diese Solidarität hat vielmehr Tradition, weil auch die schwarzen Südafrikaner unter einem Apartheid-Regime leben mussten und weil die beiden Apartheid-Staaten vor allem militärisch – auf dem Gebiet der Atomwaffen – eng zusammen arbeiteten. Israel gehörte zu den drei Staaten (ISR., USA, GB), die KwaZulu-Chef Buthelezi während der Apartheid-Zeit auf höchster Ebene empfingen und damit quasi die Bantustan-Verhältnisse anerkannten. Vermutlich haben Israel und Südafrika auch Unterdrückungstechniken ausgetauscht.

      Nach dem Sieg über die Apartheid in Südakfrika betonte Mandela mehrfach, dass der Sieg erst dann vollständig sei, wenn auch die Palästinenser befreit würden. Mandela besuchte 1999 das Al-Shati-Flüchtlingslager in Gaza (Nördlich von Gaza-Stadt), das die Israelis mittlerweile dem Erdboden gleichgemacht haben.
      https://x.com/Timesofgaza/status/1758438319292100785

      Dort sagte er an die Palestinenser gewandt: “Choose peace rather than confrontation. Except in cases, where we cannot proceed, where we cannot move forward. Than, if the only alternative is violence, we will use violence.”
      https://www.youtube.com/watch?v=71mEKiFYfx4

      Erzbischof Desmond Tutu löste nach Mandelas Tod diesen als gewichtigste antizionistische Stimme in Südafrika ab. Er setzte sich bis zu seinem Tod für den globalen Boykott Israels ein.
      Aufgrund der historischen Parallelen wagt heute keine südafrikanische Partei Israel offen zu unterstützen. Selbst die “Demokratische Allianz”, die Nachfolgepartei der weißen Siedlerparteien, behauptet nur eine “neutrale Position” einzunehmen.
      “Unverbrüchlich zu Israel” steht lediglich die jüdische Organisation South African Jewish Board of Deputies (SAJBD), die bis 1985 auch die Apartheid im Südafrika unterstützte. Natürlich vertritt diese Truppe nicht “die Juden Südafrikas”.
      Ruth First, Joe Slovo und Ronnie Kasrils beispielsweise waren bzw. sind südafrikanische Juden, die an der Spitze der bis heute einflussreichen, mit dem ANC verbündeten südafrikanischen KP gegen Apartheid sowohl in Südafrika, als auch – zumindest die beiden letzteren; Ruth First wurde 1982 von einer Briefbombe getötet – in Israel kämpften.
      Ronnie Kasrils im Dezember letzten Jahres:
      https://www.youtube.com/watch?v=dpTAao_nqto

      1. Eben. Deren Wahlergebnisse dürften eher weniger mit deren Positionen zu Israel geschuldet sein als deren jeweiliger Innenpolitik. Was kümmert den Durchschnittsspanier oder -südafrikaner der Nahostkonflikt, wenn es in den jeweiligen Ländern genug eigene Probleme gibt, die die beiden Politiker nicht gelöst haben?

  3. @all

    A. sagt:

    „ Und der Attentäter von Mannheim wollte ja noch mehr. Er dachte, hiermit einen Aufstand lostreten zu können. Einen erfolgreichen Aufstand wohl, diesen Eindruck hat er in seiner Community wohl bekommen. Ja, es gab Folgeattentate. So falsch war dieser Gedanke nicht.“

    über diesen Fall wurde an anderer Stelle schon diskutiert!

    Was A. hier sagt, könnte genauso von der AfD stammen!

    Selbst die TAZ – nicht gerade mein Lieblingsblatt – hat diesen Fall differenzierter diskutiert!

    Das sollte als Argumentation genügen

    1. Sie sollten nicht so streng mit “A.” sein, denn offensichtlich vermag er mehr zu sehen, als alle restlichen Menschen der Welt zusammen. Warum? Sie zitieren doch selbst zuerst seinen Satz, beginnend mit “Und der Attentäter von Mannheim….” Bis jetzt konnte nach den bisherigen Erkenntnissen im Internet der verletzte afghanische Täter nicht verhört werden – und nur “A.” weiß bereits mehr!!! Zollen Sie (und wir) ihm höchsten Respekt! 💩

      1. Ich dachte auch ich sei im falschen Film. Hab ich was versäumt, welche Folgeattentate hat es denn gegeben? Muslimische Gemeinschaften haben doch ihre Bestürzung und Trauer mit dem getöteten deutschen Polizisten gezeigt. Im Zuge der Fake-News-Bekämpfung versuche ich Leuten wie A. mit Fakten zu begegnen, obwohl sie eigentlich nur Mitleid verdienen. Aber sie dokumentieren der Weltöffentlichkeit ganz gut, das in Deutschland offensichtlich eine Bildungskrise herrscht.
        Eine qualifizierte Diskussion was Zionismus ist und was diese Ideologie angerichtet hat, wie sie den jüdischen Volk geschadet hat, ist mit Leuten wie A. leider nicht möglich.
        Um wieder zum Thema zu kommen die Frage: Hat der Zionismus den jüdischen Volk Sicherheit gebracht oder ist er grandios gescheitert? Provoziert gefragt, dürfen die Nachfahren der Judenmörder Jüdinnen und Juden vorgeben, was sie zu denken haben? Gerade unter Jüdinnen und Juden gibt es viele strittige Meinungen, viele sind Antizionisten. Die deutsche Staatsräson schreibt aber Berliner Juden vor, was sie zu denken haben. Sie dürfen keine Antizionisten sein. Das ist für mich der neue deutsche Antisemitismus. Der deutsche Staat, gerade der, hat nicht das mindeste Recht in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden vorzuschreiben, was sie denken dürfen. In Berlin aber werden ständig antizionistische Jüdinnen und Juden verhaftet, von „guten Deutschen“ angespuckt usw…..das ist ein ganz reales Problem!

  4. A. sagt:

    „Richtig hingegen ist, dass die heute dominierenden Strömungen sowohl auf der schiitischen Seite, wie auch auf der sunnitischen von Judenhass geprägt sind und ohne diesen auseinander fallen würden. Und zwar Judenhass von der Nazisorte. Immer dieses Drumrumgerede.

    Wenn Israel fällt, seid ihr dran. Da zumindest hat Netanjahu recht.“

    Der Haß der Palästineser auf Israel hat mit den europäischen Antisemitismus nichts zu tun! Wer Kinder ermordet, eine ganzen Volk sein Land raubt, kann nicht erwarten geliebt zu werden. Vor der zionistischen Staatsgründung leben Juden, Christen und Muslime relativ friedlich in Palästina zusammen. Der Haß begann mit den Terror der Irgun und den rassistischen zionistischen Gewerkschaften, die Araber als Mitglieder ablehnten. Davon berichtet der Jude, Gewerkschafter und Sozialist (später Chef der Zeitung der IG Metall) ausführlich. Wegen des Rassismus der Zionisten wandte er sich vom Zionismus ab.

    Der islamistische Terrorismus ist ein Monster, das die westliche Welt selbst erschaffen hat.

    Erst rüstete die USA die Taliban mit Stinger-Raketen gegen die Sowjetunion auf um dann mit diesen Dingern selbst beschossen zu werden. Der Krieg gegen den Terror hat den islamistischen Terrorismus erst so richtig befeuert. Der IS ist ein Konstrukt der US-Geheimdienste. Die Hamas wurde von Israel großgezogen um die PLO zu eliminieren.

    Khomeini wurde vom Westen nach Teheran eingeflogen. Man wußte, daß er eine islamische Republik gründen wollte. Das war den Westen egal, man wollte im Iran ein antiimperialistisches Regime verhindern. Khomeini hat dann auftragsgemäß die Linken umgebracht. In seinen Flieger nach Teheran saß Peter Scholl-Latour und berichtete über diese westlichen Pläne. Damals gab es noch kritischen Journalismus.

    Jetzt regt sich der Westen auf über die Monster, die er selbst erschaffen hat. Wie verlogen ist denn das?

    Und Israel arbeitet immer mit Terroristen zusammen, wenn es um seine zionistische Staatsräson geht. Aber der Wind hat sich weltweit gedreht!

  5. A. sagt:

    „Richtig hingegen ist, dass die heute dominierenden Strömungen sowohl auf der schiitischen Seite, wie auch auf der sunnitischen von Judenhass geprägt sind und ohne diesen auseinander fallen würden. Und zwar Judenhass von der Nazisorte. Immer dieses Drumrumgerede.

    Wenn Israel fällt, seid ihr dran. Da zumindest hat Netanjahu recht.“

    Der Haß der Palästineser auf Israel hat mit den europäischen Antisemitismus nichts zu tun! Wer Kinder ermordet, eine ganzes Volk sein Land raubt, kann nicht erwarten geliebt zu werden. Vor der zionistischen Staatsgründung leben Juden, Christen und Muslime relativ friedlich in Palästina zusammen. Der Haß begann mit den Terror der Irgun und den rassistischen zionistischen Gewerkschaften, die Araber als Mitglieder ablehnten. Davon berichtet der Jude, Gewerkschafter und Sozialist (später Chef der Zeitung der IG Metall) Jakob Moneta ausführlich. Wegen des Rassismus der Zionisten wandte er sich vom Zionismus ab.

    Der islamistische Terrorismus ist ein Monster, das die westliche Welt selbst erschaffen hat.

    Erst rüstete die USA die Taliban mit Stinger-Raketen gegen die Sowjetunion auf um dann mit diesen Dingern selbst beschossen zu werden. Der Krieg gegen den Terror hat den islamistischen Terrorismus erst so richtig befeuert. Der IS ist ein Konstrukt der US-Geheimdienste. Die Hamas wurde von Israel großgezogen um die PLO zu eliminieren.

    Khomeini wurde vom Westen nach Teheran eingeflogen. Man wußte, daß er eine islamische Republik gründen wollte. Das war den Westen egal, man wollte im Iran ein antiimperialistisches Regime verhindern. Khomeini hat dann auftragsgemäß die Linken umgebracht. In seinen Flieger nach Teheran saß Peter Scholl-Latour und berichtete über diese westlichen Pläne. Damals gab es noch kritischen Journalismus.

    Jetzt regt sich der Westen auf über die Monster, die er selbst erschaffen hat. Wie verlogen ist denn das?

    Und Israel arbeitet immer mit Terroristen zusammen, wenn es um seine zionistische Staatsräson geht. Aber der Wind hat sich weltweit gedreht!

  6. Der Wahlausgang in EU-Europa kann der israelischen Regierung nur recht sein. Schliesslich steht sie weit rechts. Und nachdem die Taktik, alles was ihr widerspricht, als antisemitisch zu denunzieren, im Westen immer perfektere Resultate erbracht hat, ist man nachvollziehbarerweise so hemmungslos wie nur möglich.

    Israel hat eine rechtsradikale Regierung und ein Staatsvolk, dass diesen Zustand in seiner Mehrheit für akzeptabel hält. Bis zum 7. Oktober schien sich das ja auszuzahlen. Nun entpuppt es sich, allerdings nur sehr langsam, als Weg in die neuerliche Katastrophe. Aber warum sollen die Israelis schlauer sein, als die Westler beidseits des Atlantiks, die sich ebenfalls seit Jahrzehnten zielstrebig nach rechts bewegen und nun drauf und dran sind, einen dritten Weltkrieg zu verursachen?

  7. Der mit dem Vorwurf des Antisemitismus geführte Angriff funktioniert natürlich nur gegen Personen, die keine Antisemiten sind. Für einen richtigen Antisemiten ist die Behauptung, er würde die Juden hassen, eine Feststellung und kein Vorwurf.
    Keine Ahnung, wie lange das so noch funktioniert und für wen. Für mich ist mittlerweile jeder, der so argumentiert, irrelevant. Nun fragt die Welt nicht wirklich, wen oder was ich für relevant halte. Aber es steht zu vermuten, dass die Zahl der Menschen größer wird, die „Antisemit” als beliebige Beschimpfung wahrnehmen.

  8. Nochmal zum allgemeinen Verständniss:

    Antizionismus hat mit Antisemitismus nichts zu tun!

    Der europäische Antisemitismus ist eine Ausgeburt des Christentums. Die Christen nahmen den Juden übel, das diese Jesus – ihren Religionsgründer – gekreuzigt hatten. Aus religiösen Gründen durften die Christen nicht mit Geld handeln und neideten dies den Juden.

    Mir sind Ethnien nicht so wichtig, denn wir sind alle Menschen mit denselben Blut. Legen wir aber ethnische Kriterien an, so war Palästina nach der Tempelzerstörung von einer semitischen Ethnie besiedelt. Semiten haben aber keinen Grund Semiten zu hassen. Vor der Staatsgründung lebten in Palästina Juden, Christen und Muslime auch relativ friedlich zusammen. Erst der Zionismus sääte den Haß.

    Das Palästineser heute diejenigen hassen, die ihre Kinder ermorden, ihnen ihr Land gestohlen haben, kann man ihnen doch nicht verübeln. Mit Antisemitismus hat dies nichts zu tun.

    In Deutschland der einstigen Nazimörder werden aber heutzutage antizionistische Jüdinnen und Juden vom deutschen Staat verfolgt. Das ist der neue deutsche Antisemitismus. Dieses Deutschland hat aus den Faschismus nichts gelernt!

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