Israel: Rechte Regierungsmitglieder fordern „freiwillige Auswanderung“ der Palästinenser

Ausgelassen gingt es auf dem Treffen der rechten Minister und Abgeordneten zu, bei dem es um die Besiedlung des Gazastreifens und die Vertreibung der Palästinenser ging. Screenshot von X-Video

Bei einem Treffen am Sonntag wurden von rechtsextremen Ministern und Abgeordneten offenbar in ausgelassener Stimmung Pläne zur Wiederbesiedlung von Gaza und der Vertreibung der Bewohner diskutiert.

 

In Deutschland hat das von Correctiv aufgedeckte „Geheimtreffen“ von Rechten, darunter AfD- und CDU-Abgeordneten, einen Mediensturm und eine Protestwelle ausgelöst. Auf dem Treffen wurde von „Remigration“ als Rückabwicklung der Einwanderung gesprochen. Abgeschoben werden sollen auch deutsche Bürger mit Migrationshintergrund.

Auch in Israel gab es ein Treffen, allerdings nicht geheim, aber auch „privat“, an dem über Remigration gesprochen wurde, nämlich der Vertreibung der Palästinenser aus dem Gazastreifen und der erneuten Besiedlung durch Israelis. Organisiert wurde das Treffen im Jerusalem International Convention Center von rechten Organisationen wie der Nachala-Bewegung und dem Schomron-Regionalrat im besetzten Westjordanland.  Teilgenommen haben an dem  Treffen am Sonntag Abgeordnete und Minister der Likud-Partei von Netanjahu, der Partei  Otzma Yehudit von Ben Gvir (Minister für öffentliche Sicherheit), der selbst teilnahm, und der Partei HaTzionut HaDatit des religiösen Zionismus von Finanzminister Smotrich. Das war also ein hochbesetztes Treffen der Regierungskoalition, das nur bekannte Pläne forcieren will (Will israelische Regierung Palästinenser aus dem Gazastreifen in den Kongo abschieben?).

Netanjahu distanzierte sich halbherzig, als die Ergebnisse der Tagung nicht bindend seien, sondern Entscheidungen im Kabinett und in der Regierung getroffen würden. Allerdings haben Smotrich, Ben Gvir und sechs Abgeordnete der Koalition den „Pakt für den Sieg und die Erneuerung des Siedlungswesens“ unterschrieben, in dem sie sich verpflichten, „jüdische Siedlungen voller Leben“ im Gazastreifen zu errichten. Netanjahu ist gegen eine Besiedlung durch Israel, will aber den Ganzstreifen irgendwie stärker kontrollieren.

Vorgestellt auf dem Treffen wurde ein ziemlich konkreter Plan der Vertreibung für den Gazastreifen und der Errichtung von Siedlungen im Norden, an der Südküste, in Khan Yunis und Rafah. Begünstigte sollen natürlich ultraorthodoxe Siedlerextremisten sein. Es wurden Schilder mit dem Text geschwenkt: „Nur Transfer wird Frieden bringen.“ Ben Gvir, der seit jeher für ethnische Säuberung eintritt, rief den Transfer-Befürwortern, ein anderen Wort für Vertreibung oder Deportation, zu: „Sie haben Recht. Um sie zu ermutigen, freiwillig von hier wegzugehen.“ Er forderte Netanjahu auf, „eine moralische Lösung für das humanitäre Problem“ zu finden, es sei jetzt Zeit, den Gazastreifen wieder zu besiedeln bzw. „nach Gush Katif und Nord-Samaria heimzukehren“, um Sicherheit zu garantieren.

Screenshot von Twitter-Video

Smotrich ließ sich auch nicht lumpen. Er erklärte, schon vor Jahren gesagt zu haben, dass Israel wieder Gaza erobern müsse. Das sei aber nicht geschehen, deswegen habe es das Massaker gegeben: „Wir müssen uns entscheiden: Fliehen wir noch einmal vor dem Terrorismus und lassen zu, dass ein mörderischer Nährboden wieder wächst und über den Zaun hinaus wächst, oder besiedeln wir das Land, kontrollieren es, bekämpfen den Terrorismus und schaffen Sicherheit für den gesamten Staat Israel? Sie kennen die Antwort: Ohne Siedlung gibt es keine Sicherheit, und ohne Sicherheit an Israels Grenzen herum gibt es keine Sicherheit für ganz Israel.“

Der Bau- und Wohnungsbauminister Yitzhak Goldknopf meinte, Gott habe die Welt erschaffen und das Recht, „an wen auch immer Teile von ihr zu geben“. Daraus leitet er ab: „Das gesamte Land Israel gehört dem Volk Israel, Punkt.“

In den rechtsextremen und rassistischen Kreisen wird selbstverständlich offiziell meist nicht von Vertreibung gesprochen, sondern von einem „freiwilligen Transfer“, was beinhaltet, die Lebensbedingungen der Menschen im Gazastreifen so übel zu machen, dass sie selbst fliehen – allerdings fehlt auch den israelischen Rechtsextremen wie den deutschen ein Konzept, wohin sie denn gehen sollen. Die israelische Armee bereitet für die „freiwillige“ Migration bereits den Boden, indem sie Städte dem Erdboden gleichmacht, die Menschen hungern lässt und durch Vertreibung innerhalb des Gazastreifens und der Zerstörung der Infrastruktur die Bedingungen für die Ausbreitung von Seuchen schafft.

Kommunikationsminister Shlomo Karhi vom Likud befürwortete, so berichtet Matzav.com, nicht nur den Siedlungsbau im Gazastreifen und „Ermutigung zur freiwilligen Auswanderung“, wobei er meinte, der Krieg könne Zivilbevölkerung des Gazastreifens dazu zwingen, den Wunsch zu äußern, diesen zu verlassen.

Daniella Weiss, Vorsitzende der Nachala-Siedlerbewegung, sieht in der Vertreibung kein Problem, da das doch weltweit stattfinde, wenn „Millionen von Kriegsflüchtlingen von Land zu Land auf der ganzen Welt ziehen … Warum sollten nur die Monster, die im Gazastreifen aufgewachsen sind und diesen schönen Teil des Landes in ein Geisterland verwandelt haben, mit ihm verbunden sein? Können nicht gerade sie aus einem Land wegziehen, das sie in eine Hölle verwandelt haben und aus dem sie drohen, Israel zu zerstören? Nur das israelische Volk wird den gesamten Gazastreifen besiedeln und den gesamten Gazastreifen beherrschen.“

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Es muss auf dem Treffen ausgelassen zugegangen sein. Es wurde getanzt, es habe eine Art Faschingsstimmung geherrscht, schrieben Medien. Das zog auch schnell Kritik auf sich, weil das Land mitten im Krieg steht, Geiseln noch von Hamas gehalten werden, Soldaten sterben und zehntausende Israelis aus dem Norden und dem Süden evakuiert wurden. Auch Benny Gantz, Yair Lapid oder Gadi Eizenkot, die als Mitglieder der Opposition im Kriegskabinett sitzen, äußerte scharfe Kritik. Gewarnt wird vor einer Spaltung der Gesellschaft,  einer Schädigung des Ansehens von Israel in der Welt und eine Verhinderung der Bemühungen, die Geiseln zurückzubekommen. Gantz meinte,  Kriegskabinett müsse die Entscheidung treffen: „Wer tanzt und spaltet, entscheidet nicht, und wer schweigt und schleppt – ist kein Anführer.“ Wenn die Situation sich stabilisiert, müsse man Wahlen abhalten.

Der Likud entgegnete: „In Israel gibt es freie Meinungsäußerung, sogar für die Rechten – auch wenn es jemanden gibt, der das nicht mag, der Likud ist eine demokratische Bewegung und im Staat Israel hat jeder freie Meinungsäußerung.“

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33 Kommentare

  1. Sorry, diesmal habe ich nicht bis zum Ende gelesen. Ich halte zwar von der AFD genauso wenig wie von den Grünen, aber die Pläne des „Geheimtreffens“ mit der Politik von Netanjahu zu vergleichen ist schon nahe der Regierungsp.. Netanjahu möchte ein ganzes Volk beseitigen, und noch dazu auf seinem Heimatboden. Die AFD möchte Gefährder und nicht Integrierbare abschieben, in ihre Heimatländer. Das ist schon ein himmelweiter Unterschied. Kann es sein, dass Overton nun auch unter Druck gesetzt wird. Dann macht die Sache hier keinen Sinn mehr,

    1. Na, na, na, nun mal nicht übertreiben!

      Ich finde, einen Vergleich zwischen diesem „Geheimtreffen“ hier in Deutschland und der Politik Netanjahus führt Florian Rötzer nur insofern durch, als dass letztere bestenfalls betretenes und verlogenes Schweigen oder Schulterzucken hervorruft, während bei ersterem all die „aufrechten Demokraten“ hierzulande Schnappatmung kriegen, zu hyperventilieren beginnen und wahnhaftes Zeug von einer „Wannseekonferenz 2.0“ faseln.

      Und das halte ich für absolut gerechtfertigt.

    1. Danke, für den Hinweis.

      Ich musste das auch erst mal googeln, weil ich kein hebräisch kann.

      Das was die Israelische Armee in Gaza und die Siedler im Westjordanland derzeit anstellen, ist kaum mit dem damaligen Übertragungs-Abkommen der Nazi-Anfangsjahre vergleichbar.
      Aber schon damals ging das Abkommen an den Interessen der arabischen Bevölkerung vorbei.
      Man sollte sich hüten, den Nazis wegen diesem, erst mal zivilisiert aussehenden Anfangsvorgehen ihren grundlegenden antizivilisatorischen Rassismus zu verharmlosen. Der Geld-, Land- und Besitzgewinn war da sekundär. Sicher, für die heutigen Palästinenser ein viel zu geringer Trost.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Übertragungsabkommen

  2. Es ist immer wieder erschreckend, wieviel Mühe sich ausgerechnet jene, die immer am lautesten „Antisemitismus“ schreien, doch geben, die übelsten und menschenverachtendsten Vorurteile über „die Juden“ zu bestätigen.

    Der Staat Israel kann so nicht fortbestehen, Er muß aufgelöst werden. Das ist die harte Konsequenz aus 70 Jahren Vertreibung, Landraub, Massenmord, und sogar Genozid.
    Das Land darf nicht geteilt werden. Es muß allen die da leben, als Heimat dienen. Und wer glaubt, damit nicht klarzukommen, muß eben gehen.

    Freiwillig! Die Existenz des Staates Israels auf Kosten der Araber und alles „Nichtjuden“ muß beendet werden.

      1. Der Teilungsbeschluß war ein riesiger Fehler. Allein, daß über die Köpfe der direkt betroffenen Menschen in Palästina hinweg entschieden wurde, weil sie „nur“ ein Volk in einem von GB annektierten/besetzten Gebiet waren und kein Staat, war eine Farce! Und daß praktisch alle Staaten, die mittelbar davon betroffen waren, Palästinas Nachbarstaaten nämlich, gegen den Beschluß stimmten. ohne daß das eine Auswirkung hatte, ist ebenso bedenklich. Derweil stimmten vor allem jene Staaten für die Aufteilung Palästinas, die ihrerseits „ihre Juden loswerden wollten“; wobei ich vor allem die europäischen Staaten im Auge habe, was doch eine deutliche Sprache spricht!

        Antisemitismus war schon damals kein rein deutsches Problem, sondern eines vieler europäischer Staaten. Bzw. der Juden in diesen Ländern. Es zu „lösen“, indem man die Juden in ein Land abschob, das seit Jahrhunderten bewohnt war, und zwar nicht nur mit Arabern, sondern auch Nachfahren der antiken Juden selbst, die zum Islam konvertiert waren, und mit der Teilung des Landes jene Menschen dort zu vertreiben, war von Anfang an das Problem. Und ist es bis heute.

        Und daß Israel sich bis heute weigert, praktisch jede UN-Resolution umzusetzen – inklusive des Teilungsbeschlusses selbst!! – zeigt, daß das Experiment auf ganzer Linie gescheitert ist.

    1. Da die Palästinenser wahrscheinlich die Nachkommen der Überreste des israelischen Nordreichs mit den zehn Stämmen außer Benjamin und Juda sind, deren Oberschicht von den Assyrern weggeführt wurde, wäre aus biblischer Sicht ein gemeinsamer Staat von Palästinensern und Juden eine Erfüllung der Verheißung, dass alle zwölf Stämme wieder gemeinsam in Palästina leben werden.

      Soweit die Theorie….

      1. „Die Palästinenser“ sind auch keine homogene Menge, wie „die Juden“ in Israel, die ihrerseits eine bunte Mischung auch mit jenen Völkern darstellen, in denen ihre jeweiligen Vorfahren vor der „Rückkehr“ nach Israel lebten.
        Da gibt es Araberfamilien die ursprünglich aus Persien stammen ebenso wie zum Islam konvertierte „Schein-Araber“, die tatsächlich von den antiken Juden abstammen, die keineswegs „aus dem heiligen Land vertrieben wurden“, wie die zionistische Legende Legende lautet. Sie blieben in ihrer Heimat und paßten sich an. Demgegenüber sind die „nach Israel heimgekehrten“ Juden überwiegend Nachfahren von Juden, die schon zur Zeit der römischen Besatzung Israels, also vor der Zerstörung des Zweiten Tempels, in ganz Europa lebten.

    2. Sehe ich ganz ähnlich. Ich will noch anfügen, dass viele Juden, wahrscheinlich sogar die Meisten, es ablehnen, dass ihre Religion für dieses Verbrechen missbraucht und beschmutzt wird. Auch der Missbrauch der Opfer tatsächlicher antisemitischer Gewalt (Holocaust etc) ist absolut verachtenswert. Und desweiteren sind die meisten Zionisten gar keine Juden.. Jüdische Stimmen aus Deutschland (und anderswo?) sehen die fortdauernde Nakba und den Holocaust als eng miteinander verknüpft. Die Nakba ist quasi die Fortsetzung…

      Ich denke der Israelischen Führung muss die Kontrolle des Landes abgenommen werden, da sie sich als nicht fähig erwiesen hat in irgendeiner Form verantwortungsbewusstes Verhalten an den Tag zu legen, mal ganz davon abgesehen, dass ich es als Verbrechen empfinde, wenn Flüchtlinge in ein Land kommen, welches ihnen von einer fremden Macht (England) versprochen wurde, sie dabei ihre eigenen Truppen mitbringen und sich für den Kampf gegen die indigene Bevölkerung zur Übernahme dieses Landes vom Ausland finanzieren lassen. Es mag sich formal nicht um einen Angriffskrieg gegen ein anderes Land zur Übernahme von Territorium handeln (eine ähnliche Kreativität hat der Westen bei der Übernahme der Ukraine bewiesen, wo sie es mit einem Putsch gemacht haben und seitdem Krieg gegen Teile dieses Landes, des widerspenstigen Teils des Landes führen, übrigens auch zwecks Auslöschung defacto indigener, nämlich russischstämmiger Volksgruppen). Unterm Strich ist es aber das Gleiche.

      Also: die Faktenlage sieht so aus, dass dieses Land den Palästinensern gehört. Diese dürften jedoch kaum in def Lage sein die Führung über ihr eigenes Land zu übernehmen (inkl der Berücksichtigung geschaffener Fakten; dh das kann auch nicht einfach nur rückgängig gemacht werden, sondern da muss eine wie auch immer geartete gangbare Lösing gefunden werden). Ich denke das Land muss unter eine Art UNO-Kontrolle gestellt werden, bestenfalls durch regionale Mächte… Außerdem bedarf es enormer Finanzmittel, um die Probleme in den Griff zu kriegen. Kurz gesagt: der Westen hat den Schaden verursacht, also muss er auch für dessen Regulierung aufkommen.

  3. Uh, Vertreibung! Natürlich wieder nur Quellen, die das maximal skandalisieren. Was Israel tatsächlich sagt, hier:

    https://www.israelheute.com/erfahren/freiwilliger-bevoelkerungstransfer-als-option-fuer-gaza-bewohner/

    Um Gottes Willen, Siedler! Siedler! im Gazastreifen. Dass diese seit spätestens der Römerzeit da lebten und von der Hamas vertrieben wurden, darüber natürlich kein Wort. Ein Jude im Gazastreifen wird den Abend des Tages nicht erleben. Der Gaza ist judenfrei im Sinne Heinrich Himmlers. Was natürlich bei Rötzer unerwähnt bleibt.

    Wie war das 2005, als die Siedler wegziehen mussten? Jüdische Stiftungen haben den Palästinensern die Anlagen von Gush Katif überlassen und sogar noch eine Anschubfinanzierung gesammelt.

    https://www.israelnetz.com/us-juden-sammeln-14-millionen-dollar-fuer-gewaechshaeuser/

    Und, wie sieht Gush Katif heute aus? Alles verfallen, alles verrottet. Da wird keine einzige Tomate gezüchtet. Warum auch? Man konnte ja im Gaza mit dem überleben, was man bei der Hamas lernt: jammern, lügen und Raketen bauen. Warum Gemüse anbauen? Für Nachschub sorgt doch der dumme Artur mit seinen Steuergeldern.

    Und darüber soll ich empört sein, dass da wieder Tomaten gezüchtet werden? Das überlasse ich Florian Rötzer.

      1. Die Zentrallüge: das Projekt hieß Land gegen Frieden. Land gab es, die Palästinenser konnten sich frei bewegen. Das endete, weil Israel täglich mit Raketen beschossen wurde und es Übergriffe an der Grenze gab. Erst dann wurde abgesperrt.
        Der Klassiker: Hamas macht Terror und Israel muss reagieren. Die Reaktion wird zur Dämonisierung Israels verwendet.

        1. Welchen Frieden? Mauer? Stacheldraht? Scharfschützen auf den Wachtürmen? alle paar Monate ein Bombenteppich? Und welches Land? Dieses Offen-Luft-Ghetto ohne unregulierten Zugang zum Meer? Und gleichzeitig die Intensivierung der Annexion des Westjordanlandes?

          1. Klar, da habt ihr den neuralgischen Punkt. Zwei Jahre lang war das Versprechen Israels eingelöst. Das Land wurde gegeben und alle jüdischen Bürger zogen ab. Erst 2007 wurde abgesperrt, nach massivem Hamas-Terror. Das lasst ihr natürlich immer schön weg.

            1. Du vergißt immer zu erwähnen was noch passierte. Nämlich Wahlen in Israel, die Truppe um Sharon (die Frieden wollte) wurde abgewählt, Wahlen in Palästina, Israel griff in diese Wahlen ein, indem es PLO-Funktionsträger und Einrichtungen der Autonomiebehörde auch mit Waffengewalt angriff. Die Hamas wurde auch mit israelischer Unterstützung aufbgebaut, logischerweise kam es nach dem Abzug der Israelis zu einem Machtkampf zwischen PLO und HAMAS den die Fatah verlor und deshalb aus dem Gazastreifen vertrieben wurde. Die PLO sitzt nur noch im Westjordanland, die HAMAS hat die Kontrolle über Gaza. Und natürlich kamen die Terroristischen Angriffe auf Israel wie bestellt und die unverhältnismäßige Reaktion Israels auch. Seit 1948 folgt die Politik im Nahen Osten diesen Drehbuch auch jetzt wieder, da sich die geopolitische Situation (BRICS plus) rund um Israel ändert, und vermutlich nicht nur die HAMAS „von Kraft träumt“ …

              Ich glaube Israel hat aus friedlichen Übergang Südafrikas aus der Apartheid den Schluß gezogen es niemals so weit kommen zu lassen das also eine gemäßigte bürgerlich-indigene Kraft (in Südafrika ANC, in Palästina PLO) teilweise oder ganz die Macht übernehmen darf, das gilt es zu verhindern, auch wenn Israel damit Terroristen wie die HAMAS regelrecht heranzüchten muß und eigene Bürger dafür opfern muß.

        2. „… die Palästinenser konnten sich frei bewegen“
          Offensichtlich merken Sie nicht mehr, wenn Sie verlogenen Unsinn von sich geben.

        3. Es gibt keine vollständige Wahrheit. Wenn man sich geschichtlich informiert und das ist dringend notwendig, erfährt man Zitat:
          „Nach aktuellem wissenschaftlichen Stand stammen sowohl Teile der jüdischen als auch Teile der arabischen Bevölkerung von den Kanaanitern ab.“
          Man sollte dabei auch berücksichtigen das es äthopische Juden gibt, die anstandslos in Israel ein- und ausreisen können.
          Die Frage die sich daraus ergibt, was erleben wir hier? Antisemitismus gegen die eigene Bevölkerung. „Danach regierten die Israeliten, die Assyrer, die Babylonier und die Perser das Land.“

  4. Zitat: „Der Bau- und Wohnungsbauminister Yitzhak Goldknopf meinte, Gott habe die Welt erschaffen und das Recht, „an wen auch immer Teile von ihr zu geben“. Daraus leitet er ab: „Das gesamte Land Israel gehört dem Volk Israel, Punkt.““

    Bezogen auf: „Das gesamte Land Israel gehört dem Volk Israel, Punkt.“ Folgende geschichtliche Informationen sind bekannt.
    Zitat: “ Britisches Mandat über Palästina 1923

    Im Ersten Weltkrieg eroberten britische Truppen 1917/18 Palästina. Das Land wurde britisches Mandatsgebiet, bestätigt durch den Völkerbund im Juli 1922 und die Balfour-Erklärung, die 1923 in Kraft trat.

    Im Laufe der britischen Mandatsherrschaft über Palästina verschärften sich die jüdisch-palästinensischen Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Lande immer mehr. Ein Grund war die zunehmende jüdisch-zionistische Einwanderung aus europäischen Ländern, in den Juden verfolgt wurden. Mehrere Einwanderungswellen ließen seit Ende des 19. Jahrhunderts den jüdischen Bevölkerungsanteil in Palästina bis 1945 auf rund 30 Prozent anwachsen. Die Briten bekamen den Konflikt nicht mehr unter Kontrolle. So kündigten sie unter dem Druck der Ereignisse an, das Mandat für Palästina an die Vereinten Nationen zurückzugeben.“

    => UN-Teilungsbeschluss 1947

    Zuerst gibt es einen Staat Palästina von England erobert/verwaltet! Dann wandern so ab 1923? Juden in Palästina ein. Später beim UN Teilungsbeschluss 1947 sind schon 30% der Fläche von Palästina von den Zionisten annektiert und mit Ausrufung des illegitimen Staat Israel verschwindet Palästina einfach so von der Landkarte!?

    Jetzt sagt der Oberfuzi Yitzhak Goldknopf: „Das gesamte Land Israel gehört dem Volk Israel, Punkt.“

    Es handelt sich offensichtlich um einen geplanter Völkermord durch Israel, England und USA!

    1. Durch UK und USA? Das sehen ich nicht so. Alle, die damals (1947) zugestimmt haben wollte eher, das endlich Ruhe ist, dazu noch der Völkermord, der aber auch schon damals instrumentalisiert wurde.

  5. Rechte Regierungsmitglieder fordern freiwillige Auswanderung der Palästinenser.Also langsam hängen einem die Juden zum Halse raus,was die sich alles anmaßen auch die scheinen aus der Vergangenheit nichts begriffen zu haben.Auch Palestinenser sind Menschen und haben Rechte der Gasastreifen ist ihre Heimat und es hat keiner ein Recht sie zu vertreiben.Aber da sieht man mal wieder Multikultie und andere Religionen passen nicht zusammen.

    1. Man muss unterscheiden zwischen zionistischen Israelis und Juden. Erstere betreiben eine auf Terror gegründeten Apartheidsstaat und wollen sich alle besetzten Gebiete, egal wie, aneignen.

      Und dann gibt es die Juden, die in der Diapora friedlich mit anderen zusammenleben. Rabbi Weiss betet täglich für die friedvolle Dekonstruktion des Staates Israel. Einfach mal aus YouTube angucken.

  6. Ich suche immer noch den Unterschied zwischen Artur und Björn Höcke. Der einzige der mir einfällt, ist, dass Höcke nicht so offen Gewalt und Rassismus predigt und nicht so offen Nazis verteidigt.

  7. @aquadraht

    Unterschied zwischen Bernd Höcke und dem Hasbara-Troll Artur_C Seyß-Inquart:

    Bei Ersterem handelt es sich um einen Volker im Milchbubipelz mit Schlag bei Schwiegermüttern,

    während Letzterer erkennbar einen Homunkulus verkörpert aus den antideutschen Braunhemden Justus Würgmüller, Alex Feuerherdt und Lars Quarkfasel

  8. Zwischen gerecht denkenden Juden und Muslimen/Palästinensern gibt es KEINE Probleme, wie die „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ zeigt:

    https://www.juedische-stimme.de/rede-von-iris-hefets-bei-der-demo-gegen-den-gaza-genozid,-holocaust-gedenktag,-27.1.24

    Aber es gibt in Deutschland neuen Fremdenhaß, neuen Antisemitismus gegen kritische Juden, der von AfD bis zu den Grünen reicht, leider bedient dieses Narrativ auch die Wagenknecht, die zur sozialen Frage viel Richtiges sagt.

    Der Zionismus, wie er sich in der hier geschilderten abartigsten Form zeigt, ist der „natürliche Rassismus“ kapitalistischer Gesellschaftsformationen.

  9. Deutschland hat ihre Staatsraison für Israel ausgesprochen und im eigenen Land möchte man gegen ‚rechte‘ vorgehen, die in keiner Regierung vorhanden sind.
    Das muss ein Land ersteinmal fertig bringen, wie man einen solchen Salto vollzieht.

  10. „Israel: Rechte Regierungsmitglieder fordern „freiwillige Auswanderung“ der Palästinenser“
    Das Gegenteil wird passieren, noch in den nächsten 10 Jahren: „freiwillige Auswanderung“ der Juden aus Israel.
    Allerdings wird es genausowenig freiwillig sein wie die propagierte Auswanderung der Palestinenser, es wird die Flucht sein vor der selbstgeschaffenen Hölle.
    Bei all dem solte man sich mal einfach bewusst machen, dass die Mehrheit des Welt-Judentums NICHT in Israel wohnt, nicht in Israel wohnen wollte und es zunehmend entschiedener auch nicht will.
    Wer will den schon in einem Land leben, das sich des Völkermordes nicht schämt, sogar rühmt? Das eine Apartheid betreibt, welche diejenige Südafrikas in den Schatten stellt?
    Israel wird, in den nächsten Monaten, weitere Kriege vom Zaun brechen, dabei aber lernen müssen, dass weder die USA (die können und wollena uch nicht mehr) noch die eigenen Atombomben sie schützen – alles morden hilft da nichts mehr – und am Ende wird ihnen nur die Flucht bleiben. Einmal mehr, diesmal aber selbst veschuldet.
    Eine offene Frage wird sein, ob das Welt-Judentum die Völkermörder tatsächlich dann aufnehmen will, soll, kann.

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