Irrtümer über Afghanistan machen die USA blind für Russland-Ukraine

Lwar Kowndalan in Kandahar, Oktober 2005. Bild: DoD

Wenn Washington zwei Jahre nach dem Abzug aus Kabul die Lehren aus dem Krieg vergisst, wird es seine Fehler wahrscheinlich wiederholen.

Am zweiten Jahrestag des endgültigen Scheiterns der amerikanischen Intervention in Afghanistan sollten wir die Lehren aus diesem Desaster für die US-Strategie in anderen Ländern bedenken.

Zwar ist der Fall Afghanistan an sich einzigartig, doch spiegeln Washingtons Fehler und Versäumnisse umfassendere und tiefere Muster – und Pathologien – in der amerikanischen Politik und politischen Kultur wider. Wenn diese nicht bearbeitet werden, werden sie in Zukunft zu weiteren Katastrophen führen.

Dennoch behandeln die meisten Mainstream-Medien und Think-Tanks die Erinnerung an den US-Krieg in Afghanistan nicht als Quelle der Reflexion, sondern als eine Peinlichkeit, die so schnell und vollständig wie möglich vergessen werden soll.

Das ist eine Parallele zum Umgang des amerikanischen Mainstreams mit der Erinnerung an Vietnam – und das Ergebnis war das Desaster im Irak. Eines der erstaunlichsten Dinge an der US-Debatte – um sie so zu nennen – vor der Invasion in den Irak war das allgemeine Versäumnis, zu bedenken oder auch nur zu erwähnen, was man aus den Erfahrungen in Vietnam hätte lernen können. Heute gilt diese Weigerung, Lehren zu ziehen, vor allem für das Engagement der USA in der Ukraine.

Das Scheitern der Diplomatie mit den Taliban vor der US-Invasion in Afghanistan lässt sich natürlich durch die Wut der Amerikaner über die Terroranschläge vom 11. September und die Weigerung der Taliban erklären und entschuldigen, die Al-Qaida-Führung, die eindeutig dafür verantwortlich war, sofort auszuliefern. In Anbetracht der entsetzlichen Kosten, die die US-Invasion verursacht hat, sollte man sich jedoch fragen, ob ein Ansatz, der es den Taliban ermöglicht hätte, ihr Gesicht zu wahren und ihren eigenen Überzeugungen treu zu bleiben, nicht zu besseren Ergebnissen sowohl für die Amerikaner als auch für die Afghanen geführt hätte: zum Beispiel die Prüfung der Möglichkeit, die Taliban davon zu überzeugen, die Al-Qaida-Führung an ein anderes muslimisches Land zu übergeben.

Im Falle des Irak gab es keinerlei ernsthafte diplomatische Bemühungen, da die Bush-Regierung bereits die Entscheidung zum Einmarsch getroffen hatte.

Die zweite Lehre aus Afghanistan ist so alt wie der Krieg selbst und wurde von dem Militärtheoretiker Carl von Clausewitz hervorgehoben: dass es in einem Krieg niemals die Gewissheit eines langfristigen Sieges geben kann, und sei es nur deshalb, weil ein Krieg, mehr als jede andere menschliche Aktivität, unbeabsichtigte Verzweigungen und Folgen nach sich ziehen kann.

Im Falle Afghanistans verwandelte sich die Mission, Al-Qaida auszuschalten und die Taliban zu entmachten, in einen weitaus größeren – und wahrscheinlich von vornherein zum Scheitern verurteilten – Versuch, durch ausländische Intervention, Hilfe und Kontrolle einen modernen demokratischen afghanischen Staat zu schaffen.

Dies wiederum hing mit dem Versuch zusammen, die alte und außerordentlich starke Verbindung zwischen islamischem Glauben und paschtunischem Nationalismus zu zerstören, aus der die Taliban, ein Großteil des Widerstands gegen das kommunistische Regime und die sowjetische Intervention in den 1980er Jahren sowie zahlreiche Aufstände gegen das britische Empire entstanden waren.

Da die meisten Paschtunen in Pakistan leben, war die unvermeidliche Folge eine Ausweitung des Konflikts auf dieses Land, was zu einem pakistanischen Bürgerkrieg führte, in dem Zehntausende starben. Pakistans Weigerung oder Unfähigkeit, die afghanischen Taliban zu vertreiben, führte zu einer drohenden direkten US-Intervention in Pakistan – was, wenn es dazu gekommen wäre, zu einer Katastrophe geführt hätte, die weitaus schlimmer gewesen wäre als Afghanistan und Irak zusammengenommen.

Das Versäumnis, Konsequenzen zu antizipieren, wird durch Konformismus und Karrierismus noch verschlimmert. Diese Tendenzen im US-Establishment sind nicht schlimmer als anderswo. Aber Amerikas Macht und seine Fähigkeit, in der ganzen Welt zu intervenieren, verstärken ihre negativen Folgen. Einerseits führen sie dazu, dass selbst Experten und Journalisten, die es eigentlich besser wissen müssten, den Regierungsmitarbeitern in unreflektiertem Gehorsam der aktuellen Haltung des Establishments folgen, die mit den Realitäten in dem betreffenden Land vielleicht nur äußerst lose verbunden ist.

Als ich nach dem Sturz der Taliban nach Afghanistan zurückkehrte, traf ich auf Journalisten, die ich aus der Zeit kannte, als ich in den 1980er Jahren über den Krieg der Mudschaheddin gegen die Sowjets und Kommunisten berichtete. Es amüsierte mich – irgendwie -, dass sie eine neue Version der von Moskau und Kabul in den 1980er Jahren verbreiteten Einschätzung wiederholten: dass der afghanische Widerstand keine wirkliche Unterstützung vor Ort habe und nicht wirklich afghanisch sei, und dass er ausschließlich eine Kreation ausländischer Mächte (einschließlich Pakistans) und von Geld sei.

Und das, obwohl die Taliban genau dieselben Leute aus genau denselben Gebieten rekrutierten wie die Mudschaheddin, die aus genau denselben Gründen gekämpft haben.

Verschlimmert wird die Situation durch die Flut von sofort vorhandenen „Experten“, die jedes Mal, wenn die Vereinigten Staaten ein neues Projekt in Übersee in Angriff nehmen, fabriziert werden. Da sie eher aufgrund ihrer Verbindungen in Washington als aufgrund ihrer wirklichen Kenntnisse der betreffenden Gebiete ausgewählt werden, könnten sie die Fehler der US-Politik nicht korrigieren, selbst wenn sie den moralischen Mut dazu hätten. Außerdem sind sie aufgrund ihrer Unkenntnis der lokalen Geschichte und Kultur verhängnisvoll empfänglich für die eigennützigen Phantasien ihrer lokalen Informanten.

So war ich auch amüsiert, als ich Anfang der 2000er Jahre hörte, wie „Afghanistan-Berater“ der amerikanischen (und europäischen) Regierungen erklärten, dass „Afghanistan in den 1960er Jahren eine erfolgreiche Demokratie der Mittelklasse war“. Dieses US-Syndrom könnte man durchaus als ödipal bezeichnen, da es sowohl inzestuös als auch selbstverblendet ist.

Wenn sich beide politischen Parteien erst einmal auf eine bestimmte Strategie festgelegt haben, fällt es dem überparteilichen Washingtoner Establishment äußerst schwer, Fehler einzugestehen und den Kurs zu ändern – eine Tendenz, zu der auch das US-Militär mitunter auf katastrophale Weise beigetragen hat. Diese militärische Weigerung, Niederlagen einzugestehen, hat ihre bewundernswerten Seiten – niemand sollte wollen, dass die US-Generäle aufgeben.

Aber gerade deshalb braucht Amerika politische Führer (auch solche mit persönlicher militärischer Erfahrung wie Truman, Eisenhower, Kennedy und Carter), die das Wissen und den Mut haben, den Generälen zu sagen, wann es Zeit ist, einen Schlussstrich zu ziehen.

Stattdessen haben sich in Afghanistan (wie vom Special Inspector General for Afghan Reconstruction und anderen dokumentiert) Generäle und Regierungsmitarbeiter abgesprochen, um optimistische Lügen zu produzieren, die dann von leichtgläubigen und unterwürfigen Medien verbreitet wurden. Heute besteht die Gefahr, dass dies der Fall ist, da sich die Regierung Biden weigert zuzugeben, dass die ukrainische Gegenoffensive gescheitert ist und dass es daher an der Zeit ist, eine politische Strategie zu entwickeln, um die Kämpfe in der Ukraine zu beenden und den wirtschaftlichen und politischen Schaden zu begrenzen, den diese Kämpfe bei wichtigen Verbündeten der USA in Europa anrichten.

Der letzte Punkt in Bezug auf die US-Bilanz in Afghanistan muss wohl kaum erwähnt werden, denn er wurde seit den 1950er Jahren immer wieder von einer ganzen Reihe großer amerikanischer Denker wie Reinhold Niebuhr, Hans Morgenthau, George Kennan, Richard Hofstadter und C. Vann Woodward vorgebracht. Das ist die Tendenz des politischen Establishments in den USA, sowohl die Bösartigkeit des aktuellen Feindes als auch die Gefahr, die er für die Vereinigten Staaten darstellt, kolossal zu übertreiben.

Statt einer kommunistisch geführten nationalistischen Bewegung zur Wiedervereinigung Vietnams wurden die vietnamesischen Kommunisten als eine Kraft dargestellt, die eine Reihe von „Dominosteinen“ zum Umfallen bringen könnte, die mit dem Sieg der Kommunisten in Frankreich und Mexiko enden würden. Statt eines regionalen Diktators wurde Saddam Hussein zu einer nuklearen Bedrohung für das US-Heimatland. Die Taliban, eine rein afghanische Kraft, mussten angeblich in Afghanistan bekämpft werden, damit wir sie nicht in den Vereinigten Staaten bekämpfen mussten.

Und heute schaffen es amerikanische Regierungsmitarbeiter in ihrer Rhetorik irgendwie, die vermeintlichen Überzeugungen zu kombinieren, dass Russland so schwach ist, dass die Ukraine die russische Armee vollständig besiegen und den russischen Staat katastrophal untergraben kann, und dass Russland so stark ist, dass es, wenn es in der Ukraine nicht besiegt wird, eine tödliche Bedrohung für die NATO und die Freiheit in der ganzen Welt darstellen wird.

Wie Loren Baritz 1985 über die Auslöschung der Erinnerung an Vietnam in den Vereinigten Staaten schrieb:

„Unsere Macht, unsere Selbstgefälligkeit, unsere Starrheit und unsere Unwissenheit haben uns davon abgehalten, unsere Erfahrungen in Vietnam in die Art und Weise einzuarbeiten, wie wir über uns selbst und die Welt denken… Aber es gibt keinen Grund zu denken, solange es keinen Zweifel gibt. Wenn wir vom Zweifel befreit sind, sind wir auch vom Denken befreit.“

Es wäre schön zu denken, dass das US-Establishment und die Medien an diesem Jahrestag und angesichts der noch größeren Gefahren in der Ukraine ernsthaft darüber nachdenken, was in Afghanistan geschehen ist.

Anatol Lieven ist Direktor des Eurasienprogramms am Quincy Institute for Responsible Statecraft. Zuvor war er Professor an der Georgetown University in Katar und an der Abteilung für Kriegsstudien des King’s College London.

Der Artikel ist im englischen Original auf Responsible Statecraft erschienen. Wir danken dafür, eine Übersetzung veröffentlichen zu können.

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37 Kommentare

    1. Ich habe aufgehört zu lesen, als der Autot delirierte, daas die Al-Qaida-Führung, eindeutig verantwortlich sei für die Terroranschläge vom 11. September.
      Das behauptete nämlich nicht mal das FBI, dass Bin Laden und Co. zwar verfolgte, aber wegen anderer Anschläge.
      Das Niveau der Artikel und Autoren hier ist extrem schwankend – was es schwer macht, Euch weiterzuempfehlen.

      1. Es ist nicht das Niveau, das schwankt, sondern es ist die Meinungsblase, die wabert.
        Und manchmal umschließt sie halt Meinungen, die von der eigenen abweichen. Ich finde das gut. Ich lese sogar weiter, wenn mir was nicht gefällt, ich aber trotzdem das Gefühl habe, der Autor bemüht sich darum, seine Meinung pöbelfrei zu begründen.

        Die Empfehlbarkeit eines Portals sollte nicht darauf beruhen, wie gut es die eigene Meinung bestätigt. Ist es nicht genau diese Meinungsvielfalt, die von vielen hier bei den Mainstreammedien vermisst wird?

      2. „eindeutig verantwortlich sei für die Terroranschläge vom 11. September.“

        Ja, da war ich auch irritiert. Er könnte bei seiner Formulierung auch gemeint haben, dass die Taliban den schon zuvor existierenden internationalen Haftbefehl gegen Bin Laden befolgen sollten.

        Der Haftbefehl bezog sich, so weit ich mich noch erinnere, auf einen Anschlag in Afrika. Für 9/11 gab es nur die Behauptung der US-Regierung und des sie unterstützenden politisch/medialen Apparats, dass Al Kaida dafür verantwortlich sei.

        Dass die US-Regierung voller Wut war, behauptet der Autor einfach so. Ich glaube, die Regierung nutze die Wut der US-Bevölkerung, um eine unliebsame Regierung einfach abzuräumen. Das ganze Freedom- und Democracy-Geklingel drumrum wurde lediglich als Kriegsunterstützungsmaßnahme aufgeführt.

        Denn es gibt keine Indizien, dass so lange Regierungen US-treu sind, die USA irgendwas gegen Autokratismus, Diktatur, Polizeistaat oder Theokratie einzuwenden haben.

        Auch die Aussagen zum US-Militär stimmen im Fall der Ukraine nicht. Mike Milley sagte im März diesen Jahres, dass er einen Sieg der Ukraine für sehr unwahrscheinlich halte. Es waren die US-Regierungen seit den 90ern, die auf eine weitere Zerteilung Russlands hinarbeiteten und dafür über die Jahre die Sicherheitsarchitektur, die während der Sowjetzeit aufgebaut wurde, Stück für Stück abbauten und neue Verträge strikt verweigerten. Parallel wurde die Nato-Osterweiterung entgegen den Versprechungen im Vorfeld der deutschen Wiedervereinigung vorangetrieben, und auch da wurden Russland ernsthafte Konsultationen verweigert.

        Kurz nach dem Ukraine-Putsch 2014 begann die Putschregierung den Ukrainekrieg und alle Friedensbemühungen europäischer Regierungen (Frankreich, Deutschland, Russland) wurden von den USA übergangen. 2022 kam es dann zum Kriegseintritt Russlands, als der Beschuss auf die belagerten Regionen laut OSZE-Berichten von Tag zu Tag intensiviert wurden.

        Schon jetzt kann man sagen, dass das eigentliche Kriegsziel, Russland zu schwächen und weiter zu zerteilen, vermutlich nicht erreicht wird. Russlands Rückhalt in der Welt nimmt eher zu, die eigene Wirtschaft liefert jetzt viel von dem, was zuvor importiert wurde. Es leiden vor allem Länder des Globalen Süden, Westeuropäer und besonders Deutschland – was die USA als Teilerfolg ansehen könnten.

        Die US-Regierung wird diesem Krieg erst die Unterstützung entziehen, wenn andere Ziele wichtiger werden oder wenn die Erzählung vom heldenhaften Kampf der Ukrainer nicht mehr aufrecht zu erhalten sind. – Also eher das Zweite.

        Denn was die Weltbeherrscherträume der USA angeht, sind bei vielen Republikanern, Demokarten und sehr vielen ihrer Wähler, die Türen immer stets sehr weit offen.

  1. Wenn solche Figuren wie der Autor des Artikels ihre Erkenntnisse absondern ist es schon erhellend wie dämlich die intellektuellen westlichen Moechtegern-Eliten mittlerweile sind. Das Peter-Prinzip in seiner ganzer Pracht. Overton, danke für die Veröffentlichung dieser Suada.

  2. Die tieferen Ursachen sind in der ‚Demokratie‘, man wählt eine Partei ab, um mit der nächsten Partei den nächsten Konflikt anstrebt.
    Da aber sehr viele ihre Verantwortung bei den etablierten sehen, wird sich das System halten.

      1. Eine Parteigründung durch Wagenknecht hilft mir geistig und
        sexuell auch nicht weiter! Und dieser Artikel erst recht nicht.
        Wenn die USA den Schuldigen für 9/11 hätte ausschalten wollen,
        wäre jetzt das CIA Hauptquartier in Schutt und Asche.

  3. Wie viele Dollar kriegt Lieven pro Jahr für diesen Job als Direktor eines großen US-Propaganda-Outlets, das die öffentliche Meinung in Deutschland steuern soll? Nur 6-stellig oder 7-stellig pro Jahr?

    Stimmt es, dass sein Institut von Soros und Koch bezahlt wird?

    Wie viel Geld kriegt Herr Rötzer für das Veröffentlichen dieser Artikel? Oder worin besteht die Kooperation?

    Solange das nicht geklärt ist, interessiert es mich nicht, was sich die hochdotierte Maulhure aus den Fingern saugt. Wir haben alle kapiert, dass er für die rückgratlosen Untergebenen in Deutschland in soften Worten schreibt, für die Liberals, bzw. für die Anhänger der Clinton Foundation, die Deutschland feste im Griff haben, wenn es um die Nachrichtenwüste geht. Deshalb konnten in den letzten Jahren so viele Falschnachrichten ungehindert verbreitet werden zu den imperialen Kriegen und Raubzügen der USA. Deshalb wird Julian Assange gefoltert, damit so Figuren wie Lieven ihre Propaganda hier verbreiten können.

  4. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll zu komentieren. Ich frage mich nach der Lektüre: Ist der Autor so uninformiert/igmorant oder stellt er sich nur dumm? Um was zu erreichen?

    „Irrtümer über Afghanistan“
    Irrtümer?

    „Das Scheitern der Diplomatie mit den Taliban “
    Welche Diplomatie? „Rückt Bin Laden heraus or else“ wäre Diplomatie?

    „die Al-Qaida-Führung, die eindeutig dafür verantwortlich war“
    Ach ja, war sie das? Die Taliban waren zur Auslieferung bereit, hätte man ihnen denn auch nur einen Beweis vorgelegt hätte – was unterblieb.

    „Versuch, durch ausländische Intervention, Hilfe und Kontrolle einen modernen demokratischen afghanischen Staat zu schaffen.“
    Omg, mir kommen die Tränen vor Rührung!

    „…. braucht Amerika politische Führer (auch solche mit persönlicher militärischer Erfahrung wie Truman…..die (auch) das Wissen und den Mut haben den Generälen zu sagen, wann es Zeit ist…….“
    A-Bomben zu werfen?

    So könnte man weitermachen. Mir reicht es aber, die Zeit ist zu schade.

    1. „Statt eines regionalen Diktators wurde Saddam Hussein zu einer nuklearen Bedrohung für das US-Heimatland. Die Taliban, eine rein afghanische Kraft, mussten angeblich in Afghanistan bekämpft werden, damit wir sie nicht in den Vereinigten Staaten bekämpfen mussten.“

      In der Liste fehlen die überwiegend saudischen Attentäter des 11.9., die zu …… was wurden? Hätte man diese nicht auch zum Leibhaftigen aufblasen und Saudiarabien überfallen müssen?
      Warum wusste man hier zu differenzieren und wendete sich gegen die Afghanen? Ich vermute, weil man die weltbeste, teuerste und größte Armee hat, sieht die amerikanischen Eliten überall Autokraten, die man Mores lehren muss. ( Und ist auch gut fürs (Rüstungs)Geschäft.)

  5. Erstmal sollten die Kommentatoren sich an den Namen des Blogs erinnern. Ok, Herr Lieven ist ein „wohlmeinender Liberaler“ aus den USA, die Chinesen würden 白左 báizuǒ dazu sagen.

    Und ich finde auch, dass er in einer Reihe von Punkten, salopp gesprochen, ziemliche Scheisse labert. Fängt an mit Truman, der nicht nur die Atombomben geschmissen, sondern auch die gruseligsten japanischen Kriegsverbrecher, die Foltermörder der Einheit 731, nach Fort Detrick ausgeschleust hat, wo sie zunächst ihre Verbrechen an Schwarzen und geistig Behinderten weiterführen durften, und anschliessend in Korea „weiterspielen“ konnten.

    Allein dafür hätte Truman den Strick verdient. Den Koreakrieg hat er, wo nicht bewusst angezettelt, so mindestens sehend beginnen lassen, woran sein Kettenhund, der Tyrann, Exkollaborateur und Massenmörder Syngman Rhee mindestens gleichen Anteil hatte wie Kim il Sung, dessen Regierung damals eher populärer war. Beendet bzw. eingefroren hat den Krieg dann Eisenhower, nachdem die USA einen unvorstellbaren Vernichtungskrieg geführt haben, und trotzdem von der chinesischen Volksfreiwilligenarmee ziemliche Prügel bezogen haben.

    Wenn Truman ein „Verdienst“ hat, dann dass er dem Faschisten und Psychopathen LeMay den Einsatz von Atombomben auf chinesische Bevölkerungszentren verwehrt hat. Das lag eher am sowjetischen Nukleararsenal als an seinem guten Charakter als Mafiazögling. Er hat nur zugelassen, dass Millionen Koreaner in Feuerbombardements, Zerstörung von Staudämmen, Massenerschiessungen etc. vernichtet wurden. Nice guy.

    Ok, man könnte weitermachen. Aber: Wir können uns keine besseren Amis backen. Es gibt sicher welche, wie Ray McGovern, Max Blumenthal und andere, aber deren Stimme wird eher weniger gehört. Schon Lieven gilt als randständig, tollwütige Hyänen wie Kagan und Nuland gelten noch als „liberal“. Deshalb sollten wir denen mit etwas Vernunft auch zuhören. Kritik ist ja ok. wegbeissen nicht.

    1. Sie sagen hier etwas, was die meisten Leute im Westen schlicht nicht wissen:
      „Wenn Truman ein „Verdienst“ hat, dann dass er dem Faschisten und Psychopathen LeMay den Einsatz von Atombomben auf chinesische Bevölkerungszentren verwehrt hat.“
      Kurz gesagt: diese wahnsinnigen Psychopathen und Verbrecher wollten gut 50 koreanische Städte mittels Atombomben auslöschen !
      Das gesamte Gefasen der Angelsachsen und Amis über Menschenrechte und Moral sind nichts als: Gefasel, sie selbst sind die allerallergrössten Kriegsverbrecher, noch weit vor Hitlers SS !
      Und wie Sie schreiben: am Ende des WKII haben die ach so sauberen Amerikaner ALLE Kriegsverbrecher vor Nürnberg bewahrt, sofern sie interessante Kenntnisse hatten!

    2. Der Lieven ist komplett nutzlos und eine gigantische Geldverschwendung. Wie viele Obdachlose in USA kann man mit seinem Salär durchfüttern? Je mehr Typen wie ihn es dort gibt, umso mehr Obdachlose.

      Ich habe den schon richtig beschrieben: Es ist ein angeblicher Russland-, Afghanistan und Osteuropa-Experte. Schreibt er aber über Russland oder Osteuropa? (So, dass die sich da wiedererkennen würden?) Nein, natürlich nicht. Er ist nur ein überbezahlter, schmarotzender Brite und Elfenbeinturmbewohner, der in einer Sockenpuppenorganisation der US-Oligarchen und Geheimdienste seinen Dienst tut – FÜR DIE! Nicht für uns oder sonst wen.

      Er schreibt darüber wie das beste Imperium der Welt in Zukunft weniger Fehler machen kann und vergleicht Afghanistan mit der Ukraine. Sein ganzes Geschreibsel dreht sich darum wie er seinen hochdotierten Job als Maulhure und CIA-Akademiker behalten kann.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Vaporware

      Mitleid hat der auch nicht verdient. Der verdient als Think Tanker in Washington richtig viel Geld genauso wie die Typen bei TheIntercept von Omidyar, die in New York sitzen. Die Lebenshaltungskosten dort sind teuer. Das muss man sich leisten können. Wahrscheinlich nimmt er auch bei Veranstaltungen, wo er teilnimmt, Gage. So und das Geld muss irgendwo herkommen. Es kommt von den Kriegen und der Ausbeutung der Peripherie. Er profitiert davon und seine Message ist: „Könnt ihr mal etwas weniger offensichtlich morden?“ Er will „beraten“ (er hat aber nichts) wie sie das besser machen könnten und belügt sich dabei selbst, dass er irgendwas Gutes täte für das viele Geld. Sein Job ist seine Herren etwas besser dastehen zu lassen. Er ist der Wurmfortsatz des Philanthrokapitalismus.

  6. Ich werde das Gefühl nicht los, der Autor will uns verklickern, dass der Ukrainekrieg seitens der USA lediglich ein Fehler war. Das ist aber meiner Meinung nach nur wichtig für die Militärs, nicht für die Politiker. Für die wäre zu klären, welche Ziele die USA verfolgen, dass sie dafür Krieg brauchen. Somit wäre auch dieser Krieg nicht nach seinem Verlauf, sondern nach seinen politischen Zielen zu bewerten. Spiegelbildlich zu den politischen Zielen Russlands sind die politischen Ziele der USA damit eine Ausweitung ihrer Hegemonie in einem Land, dass zu 40% von Russen bewohnt wird. Wie kann man diese Russen instrumentalisieren, dass sie gegen Russland in den Krieg ziehen? Überhaupt nicht. Also müssen die irgendwie weg. Der Rassimus gegen die Russen in der Ukraine bereitet den geistigen Boden dafür vor. Der Faschismus macht dann die Drecksarbeit. Wir sehen, die USA haben sich beim Ukrainekrieg nicht „geirrt“. Alles lief planmäßig bei einem Vorhaben, das letztendlich die Eliminierung Russlands zum Ziel hatte. Und nur, weil Russland größer ist als die Länder des Westens. Bis einer anfing sich zu wehren. Schon 2014. Nun war die Krim für die USA passé. Da schon war die Idee der USA gescheitert, mit einem neuen eisernen Vorhang vom Nordkap bis zum Kaukasus den Gegner erneut ökonomisch auszubluten. Es war so bequem zu Zeiten des Sozialismus. Man stellte seine Angriffswaffen auf und die Gegenseite musste ihre Sozialprogramme drosseln. Wie es so schön heißt: Vor dem Despoten sind alle gleich. Nämlich gleich Null. Und so wird diese Ungleichheit zur Ursache der Gleichheit. Der globale Süden wittert Morgenluft gegen den Neokolonialismus. Doch all dies wurde schon vor 150 Jahren grundlegend beschrieben. Nicht die USA sind der Irrtum. Es ist das System an sich.

          1. Außer einem dumpfen Bums kann da nicht viel passieren.
            Und überhaupt, an der Ukrainischen Front haben sich seine
            Geschwister auch als Rohrkreppierer hervorgetan.

  7. Die desaströse Politik im mittleren Osten ist durch Baer et al hinreichend gut dokumentiert (»See no evil«). Bedauerlich ist das der amerikanische Autor es nicht schafft die problematische Aussenpolitik auf den amerikanischen Exzeptionalismus zu übertragen. Das Problem ist nicht Blindheit sondern Verblendung, im Sinne der Unfähigkeit zur Einsicht: Fukuyama z.B. spricht dem Anspruch der USA, mit allen Mitteln den richtigen Weg zu weisen, einerseits die Legitimität als Glaube (»Gods own country«) an eine Berufung ab, bejaht jedoch die Effektivität dieser Praxis. Chomsky behauptet das amerikanische Bewusstsein sei von Anfang an, bereits bei der Eroberung des nordamerikanischen Kontinents, nichts als eine Ideologie, um den skrupellosen und brutalen Imperialismus zu bemänteln und zu rechtfertigen. Es wurde nichts »vergessen«, der amerikanische Exzeptionalismus wurde und wird gerechtfertigt, mit allen Mitteln und nicht mehr nur von den VSA – qed.

  8. Schon der erste Satz wirft Fragen auf. Wo ist da was gescheitert ?
    Man muss ein Land nicht besiegen oder besetzen um es auszuschalten, Chaos stiften reicht aus und ist auch billiger. Der lange Krieg hat allen die daran verdienen,, und nur die zählen in den USA, Gewinne gebracht. Die Taliban sind für China oder Russland sicher ebenfalls schwierige Partner. Also im Großen ganz ok gelaufen. Es wird gerne behauptet, die USA seien fast überall gescheitert. Das ist aber vermutlich eine falsche Sicht. Sie haben eigentlich keinen Krieg wirklich verloren, sie haben die Kriege immer nur aufgegeben, weil die Kosten-Nutzen Rechnung nicht mehr stimmte oder sie das Interesse an der Weiterführung verloren haben, weil ihnen andere Dinge wichtiger wurden.
    Und wie gesagt Länder oder Regionen ins Chaos zu stürzen oder unfähigen Regierungen zu überlassen schaltet diese Länder und Regionen als handlungsfähige Gegner aus. Interessierte US-Konzerne können aus mangelnder rechtlicher Ordnung dort bestenfalls sogar nutzen ziehen.
    Bleibt abzuwarten, wie ihr Krieg gegen Russland, den sie in der Ukraine führen weiter geht. Ob da die Rechnung wieder aufgeht.

  9. Die Rechnung der USA wird auch wieder einmal nicht aufgehen.

    Schauen wir uns also mal einige wichtige Fakten an, die hier stark an der Analyse von Larry Johnson angelehnt sind.:

    a) Die Ukraine erleidet verheerende militärische Verluste und verfügt über keine größeren gut ausgebildeten Reservekräfte, welche sie auf das Schlachtfeld schicken könnte.

    b) Die Ukraine hat keine funktionierende Kampfflugzeugflotte.

    c) Die Ukraine verfügt nicht über einen Vorrat an Panzern, Fahrzeugen, Artilleriegeschützen und Artilleriegranaten.

    d) Die Ukraine verfügt über keine gesicherten Ausbildungseinrichtungen oder -basen auf eigenem Territorium und ist bei der Ausbildung auf andere NATO-Staaten angewiesen. (Dies bedeutet, dass die Ausbildung begrenzt und nicht standardisiert ist).

    e) Die ukrainische Gegenoffensive zur Durchbrechung der russischen Surowikin-Verteidigungslinien ist definitiv gescheitert und die Ukraine verfügt nicht über die Kampfkraft, um die Angriffe entsprechend zu eskalieren.

    f) Russland hingegen verfügt über eine große Zahl an ausgebildeten Truppenreserven, Artilleriemunition, Artillerie (mobil und stationär), Marschflugkörper, Drohnen, mehr als tausend Starrflügler, Kampfhubschrauber und massive Luftabwehrsysteme.

    g) Russland verfügt über wichtige Bodenschätze, die es für die Versorgung seiner Rüstungsindustrie benötigt, wobei diese Rüstungsindustrie aktuell massiv hochgefahren wird.

    h) Russland ist im Handel nicht mehr vom Westen abhängig und seine Wirtschaft wächst trotz aller strangulierenden westlicher Wirtschaftssanktionen.

    Viele westliche Analysten behaupten, die Situation in der Ukraine sei festgefahren und der Krieg mit Russland werde noch Jahre dauern. Das ist mMn völliger Unsinn! Angesichts der oben geschilderten Fakten liegen die Vorteile ausschließlich auf russischer Seite. Die Ukraine hat derzeit keinen Vorteil gegenüber Russland. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine in einer Pattsituation endet.

    Und eine Verhandlungslösung? Möglich, aber jede Einigung wird zu Russlands Bedingungen erfolgen. Russland wird darauf bestehen, dass die Krim, Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk international als dauerhafte Teile Russlands anerkannt werden. Das ist nicht verhandelbar. Die politische Führung der Ukraine besteht weiterhin darauf, dass dies nicht verhandelbar ist. Mit anderen Worten: Eine Einigung ist nicht in Sicht….., aber der russische Juggernaut wird die „Kröte“ Ukraine“ gnadenlos zerbeissen und verschlucken!

    Manchmal jedoch denke ich, dass Russland nicht zu „gewinnen“ braucht. Es muss nur überleben und weiterhin bestehen, damit es ein Sieg ist. Es sind die USA aka Werte-Westen, die gewinnen und Russland unterwerfen müssen; andernfalls ist deren Macht unvollständig, schwindet und wird folglich immer wieder aufs Neue in Frage gestellt werden.

    1. Mit der jetzigen Führung der Ukraine wird sich Russland sicherlich
      nie einigen. Mit den Führungen im Westen müssen sie sich bald
      nicht mehr einigen, weil diese wohl nicht mehr allzu lang an der Macht
      sein werden. Russland ist versorgungstechnisch autonom. Der Westen
      aber nicht. Wenn jetzt, wie es sich abzeichnet, sich die fürhrenden
      Mittelständler aus Deutschland verabschieden, weil die Energiekosten
      zu hoch sind, werden die Wohltaten für die Bevölkerung schnell nicht
      mehr zu bezahlen sein. Ob es sich dann so abspielt wie in Niger und
      den anderen Afrikanischen Ländern? Wie reagieren dann unsere US-
      Besatzer? Und noch schlimmer, wie reagieren unsere Zugewanderten,
      wenn sie plötzlich keine Leistungen mehr erhalten?

    2. In Teilen kann ich zustimmen, aber Sir sind nicht unmenschlich genug, um Ihre Einschätzungen zu ergänzen. Russland braucht in der Tat nur so lange durchzuhalten, bis die EU ausgeblutet ist und irreparabel zerstört wurde. Blackrock ist ja bereits als Verwalter der fiktiven „Wiederaufbauhilfen“ bestimmt worden. Der für die Ukraine und EU beste Ausgang des aktuell grössten Konzernbereicherungsmassenmords wäre ein möglichst umfassender Sieg Russlands. Nur hat Russland erkennbar wenig Interesse daran, mehr Material/Menschen zu verschleissen als unbedingt nötig. Da das Selenskiregime krampfhaft schnelle Erfolge nachweisen muss und dazu noch strategisch und taktisch kriminell inkompetent ist (Bachmut, etc.) stellt sich der angebliche Stellungskrieg eher als typische Variante von „Führen des Feindes“ dar, bei dem der Volkssturm V2.0 in einen Kessel nach dem anderen gerät, weil sinnfreie Geländegewinne die einzigen Pseudoerfolge sind, die diese aus halbausgebildeten Zwangssoldaten mit inhomogenem, zusammengesammelten Resterampenmaterial ausgestattete Kanonenfutterarmee überhaupt hinbekommt. Nun noch Uranmunition dazu, die langfristige Verseuchung der „befreiten“ Trümmerfelder wie im Irak oder Jugoslawien sicherstellt und der möglichst lang zu bezahlende „Wiederaufbau“ sichert Blackrock bis zum endgültigen Zusammenbruch der EU satte Finanzflüsse. Man hat sehr wohl gelernt. So wie im Irak und Syrien der Rohstoffdiebstahl weiterläuft, so wie gewisse Pipelines in Talibanesien/Afghanistan unrealisierbar wurden, so läuft auch die Produktion der (O-Ton) „migration weapon“ AKA „Geflüchtete“ zum gewollten Schaden der EU perfekt weiter. Der Irrtum des Autors ist die Fixierung auf den Endsieg oder die ohnehin nicht gewollten Stabilisierungen der angegriffenen Gebiete. Stattdessen gehts nur um Profit und Macht, scheissegal wie viele Zivilisten oder Soldaten egal welcher Seite krepieren. Solange man mit Massenmord mehr kurzfristigen Gewinn machen kann als mit reinem Wirtschaftskrieg braucht man nichts dazuzulernen, es krepiert doch eh nur das Nutzvieh, der Pöbel. oder ganz klar ausgedrückt: die Untermenschen.

      1. Was sollte Russland in Verhandlungen mit wem akzeptieren? Mit einer USA, welche sich als komplett „Abkommensunfähig“ geoutet haben, was klarerweise bedeutet, dass man ein Abkommen mit einem Lügner und Betrüger eingeht. Keine Chance, Russland weiß darum.

        Nun ja, es gibt Garantien. Hmm, sicherlich, das ist wie die lebenslange Dachdecker-Garantie, die anteilig ist und von Unternehmen angeboten werden, die erst seit einem Jahr im Geschäft sind.

        Abkommen mit den USA mit Garantien sind üblicherweise wie jeder Handel mit den US-Huckstern: Sofortige Befriedigung, und dann f*ck dich selbst.

        Russland wird daher hartnäckigg seine ausgegebenen Ziele verfolgen und der Werte-Westen bohrt sich ein Loch nach dem anderen in sein überschuldetes leckes Narren-Schiff!

  10. Es zeigt sich, dass reale Einschätzungen auch mit narrativem Filterblase denken gemacht werden können, weil das eine, die Einschätzung, auch gut getroffen werden kann, wenn man das Narrativ beibehält. So kommt halt dieser Text zustande.

  11. Noch mehr Irrtümer?
    …und wer denkt die denken an Frieden, ich glaube der irrt sich.

    Die Ostsee als neues Aufmarschgebiet für Krieg gegen Russland?
    Deutschland will NATO-Quartier an Ostsee einrichten
    https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-will-NATO-Quartier-an-Ostsee-einrichten-article24385200.html

    Meine Güte, unser größter Kriegsheld „Augenklappe“ zeigt es den Russen – Dafür bekommt er von Sleepy Joe den Ritterschlag
    https://www.berliner-zeitung.de/news/g20-gipfel-kanzler-olaf-scholz-schneidet-russlands-aussenminister-sergej-lawrow-li.387391

    Propaganda und Heldenshow – Das Leiden wird selbstverständlich ausgeblendet
    Pistorius findet Veteranentag „eine richtig gute Idee“
    https://www.n-tv.de/politik/Pistorius-findet-Veteranentag-eine-richtig-gute-Idee-article24385159.html

    USA
    https://www.veteransforpeace.org/
    https://www.warresisters.org/wrl-statement-ukraine
    https://www.ivaw.org/
    https://aboutfaceveterans.org/
    https://en.wikipedia.org/wiki/About_Face:_Veterans_Against_the_War
    Iraq Veterans Against the War (IVAW) is an advocacy group of formerly active-duty United States military personnel, Iraq War veterans, Afghanistan War veterans, and other veterans who have served since the September 11, 2001 attacks; who were opposed to the U.S. military invasion and occupation in Iraq from 2003 to 2011. The organization advocated the immediate withdrawal of all coalition forces in Iraq, and reparations paid to the Iraqi people. It also provides support services for returning veterans to include health care and mental health.

    ***Vielleicht kein Irrtum, mal sehen wie es sich entwickelt***
    # Wagenknechts Entschluss für Parteigründung ist wohl gefallen

    https://www.n-tv.de/politik/Wagenknechts-Entschluss-fuer-Parteigruendung-ist-wohl-gefallen-article24385028.html

    https://www.berliner-zeitung.de/news/sahra-wagenknecht-kritisiert-ukraine-hilfen-als-fass-ohne-boden-fuer-steuerzahler-waffenlieferungen-li.386671

    https://www.berliner-zeitung.de/news/linke-politikerin-sahra-wagenknecht-fordert-einen-anderen-umgang-mit-der-afd-li.387269

  12. In Erinnerung an den 11. September 1973
    Globale Konterrevolution
    Verdichtung von Raum und Zeit. Zur Bedeutung des Putsches in Chile
    https://www.jungewelt.de/beilage/art/458297

    El pueblo unido jamás será vencido – Chile 11. september 1973
    https://www.youtube.com/watch?v=P0-rnnitNBc

    Los CENTROS DE TORTURA más ESCALOFRIANTES de la Dictadura de Pinochet en Chile
    https://www.youtube.com/watch?v=b5GU7yamPJo

    Bettina Wegner – Hör zu, Soldat
    https://www.youtube.com/watch?v=oADh40iXLyk

    Chile Song
    https://www.youtube.com/watch?v=JUNzVPH6NuE

    Elfter September (Chile Song)
    https://www.youtube.com/watch?v=my8h8zHEr88

    Deutsche Geheimdienstler und Diplomaten in Chile ’73
    https://www.youtube.com/watch?v=kKwP3hrhFr0

  13. Nochmal was zum Quincy Institute, finanziert von:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Koch_family_foundations
    (Ölverarbeitung, zweitgrößtes Privatunternehmen nach Cargill)
    https://en.wikipedia.org/wiki/Open_Society_Foundations
    (Spekulation mit Destabilisierung von Staaten)
    https://en.wikipedia.org/wiki/Rockefeller_Brothers_Fund
    (ehemals größter Ölkonzern der USA)
    https://en.wikipedia.org/wiki/Arca_Foundation
    (R.J. Reynolds – Tabakkonzern)

    https://www.politico.com/news/2019/12/02/george-soros-and-charles-koch-take-on-the-endless-wars-074737

    „A new think tank backed by their foundations, the Quincy Institute for Responsible Statecraft, is opening its doors on Wednesday a few blocks from the White House.“

    2000 Pennsylvania Avenue NW #7000, Washington, DC 20006, Vereinigte Staaten

    Da kann sich jeder selbst überzeugen auf map.google.com

    „It boasts a roster of leading academics mostly from outside Washington, along with several Pentagon and State Department veterans who all desperately see a need to “reassess some of the first principles” and inject more restraint into U.S. foreign policy.“

    Der Lieven hockt dann entweder in London oder Washington, also entweder direkt dort im Büro oder arbeitet remote.

    Wie viel kostet ein Büro so nahe am Weisen Haus im Gürtel der Lobby-Zentralen in der Lobbying-Hauptstadt der Welt? (wahrscheinlich gibt es in China noch größere Lobby-Strukturen)

    Natürlich alles steuerbefreite Stiftungen von Milliardären, deren Vermögen immer größer wird. Einfach mal nach ROI (return on investment) Lobbying googeln. Da findet man so Artikel wie diesen, ausgerechnet in Forbes:

    https://www.forbes.com/sites/adamandrzejewski/2019/05/14/how-the-fortune-100-turned-2-billion-in-lobbying-spend-into-400-billion-of-taxpayer-cash/

    Und natürlich als US-Think Tank-Sockenpuppe immer schön Diversity vorgaukeln, z.B. mit dem Boss Trita Parsi, einem Exil-Iraner

    „Trita Parsi, a former member of Sweden’s mission to the United Nations and longtime proponent of democracy in Iran who serves as the new think tank’s executive vice president.“

    Wollen die Iraner amerikanische Demokratie? Egal, Trita Parsi in Washington weiß Bescheid und nur das zählt, wenn er nicht gerade am Spendensammeln bei Milliardären ist.

    Die Bewertung von Außenpolitik an US Thinktanks auszulagern, ist eine absolut dumme Idee von deutschen Medien. Die ist fast so dumm wie die Zensur an Silicon Valley-Konzerne auszulagern. Ist das der Ablass-Handel? Wie lange geht das jetzt schon so? Ca. 1 Jahr? Gut, das Label darauf zu kleben ist ehrlicher als die Auftragsarbeit zu verschweigen, immerhin das. Wie geschrieben, weiß ich nicht wie diese Details aussehen. Aber sowohl über Quincy wie auch über diese Deals wird es eines Tages mehr zu lesen geben. Dass US-Geheimdienste (und Oligarchen) in Deutschland die Nachrichten beeinflussen, sollte eigentlich Jedem bekannt sein. „Beeinflussen“ ist noch zu harmlos als Beschreibung. Sie haben die Narrative schon immer diktiert. Dabei kam dann die CDU/FDP-Außenpolitik raus oder die „modernere“ Version davon (aus der Sicht von Teilen Washingtons), die Grünen. Beides sind im Kern Fraktionen der Neocons.

    Was die machen, hat mit Bürgerjournalismus nichts zu tun. Es ist das Gegenteil. Sie stenographieren uns von den Reichen, was wir denken sollen.

    1. Nochwas von Glenn Greenwald.

      The John McCain Institute: The Perfect Microcosm for the DC Bipartisan War Machine | SYSTEM UPDATE

      https://www.youtube.com/watch?v=Gp4q8yatCBs

      Da sieht man bei ihm auch ein Slide der Großspender, Northrop Grumman, Royal Ambassy of Saudi Arabia und George Soros.

      „It is always funded by the same tiny group of people, which are not your friends.“ Glenn Greenwald

      Wie kann das sein, dass Soros für Krieg und gegen Krieg ist?
      Für Quincy Institute und für McCain Institute?

      Wir kennen die Antwort. Whole sale corruption könnte man es nennen.

  14. Ja, wenn die USA mit ihrem Westen, ihrem „verblendeten Establishment“ und ihrem erfolgsgeilen Militär, nur auf IHN, Lieven, den jahrelangen Berater und ausgewiesenen Experten für wirklich „verantwortungsvolle Staatskunst“ gehört hätten, dann hätten sie einige „Versäumnisse“ und „Fehler“ vermeiden können, die ER ihnen aus seinen Erfolgslehren nach ihren Kriegen schon vorher hätte ans Herz legen können. Das hätte bestimmt zu „besseren Ergebnissen“ für die USA und ihren Westen geführt.

    Dass er selbst kaum etwas anderes macht, als die edlen propagandistischen Titel der Terrorismusbekämpfung, des „nation-building“ und der Demokratisierung von „failed states“ – „Versagen“, jedenfalls an den Erwartungen und die Rolle, die der Westen für sie vorgesehen hat – als den entscheidenden Zweck diverser Kriegsaktionen auszugeben, lässt bei Lieven offenbar keine großen Zweifel an wohlklingenden Kriegsbegründungen aufkommen.
    Nie sind bei den Kriegen freie und demokratische Wahlverfahren herausgesprungen, wie in den westlichen Elite-Staaten, und auch keine tollen selbstbestimmten Frauen-Arbeitsplätze wie hier, im TV oder im Burger-Imbiss. Also muss es ja einige „Fehler“ und „Versäumnisse“ gegeben haben.

    Die sollen, nach Lieven, mal beim „unreflektierten“ Denken des „Establishments“ gelegen haben, dann aber auch wieder bei den Militärs, die starrsinnig an ihren Erfolgspräsentationen festhalten wollten und sich dabei vom ebenfalls „pathologisch“ erfolgsbesessenen Establishment nicht bremsen liessen. Also alle „blind“ auf Erfolgskurs, außer Lieven.

    Als wäre er gar kein Teil des „politischen Establishments“, blendet der verantwortungsvolle Staatsmann in seinem Artikel ebenso aus, dass es sich bei den westlich definierten „Störenfrieden“ um aufbegehrenden Nationalismus handelt, der mit seinem Nutzen in der von den USA so eingerichteten und gewollten Staatenkonkurrenz unzufrieden ist, seine wirtschaftlichen und politischen Erträge für die eigene Nation sehr „ungerecht“ bis unerträglich findet und dann auch mal zum Verstoß gegen die westlichen Führungsmächte und ihre Gebote geneigt ist.

    So sieht das jeder Staat in der Konkurrenz um Reichtum und Macht, freilich mit sehr großen Unterschieden in der Ausstattung mit den Mitteln zur erfolgreichen Durchsetzung. Selbst Trump beklagte seinerzeit wie „total unfair“ der US-gestützte Weltmarkt zu seinen USA ist.
    Trotz gepflegter „Opfer-Stilisierung“ auf allen Seiten, kein Grund am beschissenen Weltmarktsystem zu „zweifeln“. Im Gegenteil, es wird allerorten als „Herausforderung“ betrachtet den größten nationalen Nutzen aus dem Weltmarkt und seiner menschengerechten Ordnung herauszuziehen, und wer sich dabei zuviel herausnehmen will, der wird von den demokratisch und menschenrechtlich selbst-befugten und vor allem stärkeren Hochglanz-Demokratien platt gemacht.

    Lieven meint, das ginge auch eleganter als einfach mit Kriegen, bei denen unangenehme Konsequenzen für die Kriegsführenden nicht ausreichend bedacht werden und – im schlimmsten Fall – den angestrebten oder vermeintlichen Erfolg schmälern.

    Kriege ohne Erfolgsgarantien sind natürlich schlimm, für verantwortungsvolle Staatsdenker und ihre „westliche Strahlkraft“.

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