
Wieder gibt es einen Oppositionsführer, zumindest einen, der dies beansprucht, der die USA zum gewaltsamen Sturz einer Regierung aufruft. In Venezuela hatte die Oppositionsführerin Machado darum Washington gebeten. Sie war von Oslo noch schnell ausgerechnet mit dem Friedensnobelpreis ausgestattet worden, den man Präsident Trump nicht geben konnte, ohne nicht alles Ansehen zu verlieren. Jetzt ruft der Sohn des gestürzten Schahs, der ebenfalls durch einen von den USA und Großbritannien inszenierten Putsch den Regierungschef Mohammad Mosaddegh gestürzt und seine Macht ausgebaut hatte, die USA dazu auf, das Mullah-Regime zu stürzen.
Zwar haben die USA in einer offensichtlich mit Teilen der Regierung abgesprochenen militärischen Aktion den venezolanischen Präsidenten und seine Frau verschleppt, aber die bolivarischen Herrschaftsstrukturen und alle übrigen Regierungsmitglieder blieben an der Macht. Machado eilte zu Trump in der Hoffnung, mit der Übergabe des Nobelpreises an ihn, doch noch zum Zuge zu kommen. Daraus wurde aber mit dem Deal-Präsidenten nichts, der statt Unruhen im Land lieber Geschäfte macht.
Es ist schon eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet der Sohn des gestürzten Schahs, der sich noch als Kronprinz sieht, nun zu der Figur werden soll, der nach dem erwünschten Sturz der iranischen Führung die Opposition im In- und Ausland vereint, an der Spitze einer Übergangsregierung stehen und ausgerechnet eine Demokratisierung einleiten soll. Er hatte dazu aufgerufen, den 14. zu einem Protesttag zu machen. Weltweit sind ihm eine Million Menschen gefolgt, in München allein sollen es 250.000 gewesen sein.
Soll mithin eine geschönte Vergangenheit wiederkehren, ganz im MAGA-Stil? Werden die USA im Iran wieder einen gewaltsamen Putsch ermöglichen, um eine Washington hörige Regierung an die Macht zu bringen? Dieses Mal ist kaum vorstellbar, dass die Trump-Regierung wie in Venezuela ein Komplott mit Teilen der iranischen Führung planen könnte, zumindest müssten die Revolutionsgarden, die als Terrororganisation bezeichnet werden, ausgelöscht werden. Und vermutlich haben die Machthaber nach der blutigen Repression desto größere Angst vor Rache, wenn das Regime Schwäche zeigen würde.
Vermutlich ist derzeit Reza Pahlavi die von Washington wie einst Guaido und später Machado eingesetzte Führungsfigur, er wird auch bereits von westlichen Regierungen umworben. Mit dabei sind auch Kiesewetter und Strack-Zimmermann. Eine Parallele kann man auch insofern ziehen, als sich Pahlavi erst im Januar mit seiner „Freundin“ Machado getroffen hat. Und Teile der iranischen Opposition im Ausland scheinen in ihm auch einen Heilsbringer zu sehen, zumal es sonst niemanden zu geben scheint, der bekannt genu ist und im Westen ein Standing hat. Die Protestdemonstration gegen die iranische Führung, die am Samstag unter dem Motto „Menschenrechte und Freiheit für Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk“ stattfand, stellte den Kronprinzen auch demonstrativ an ihre Spitze. In Sprechchören wurde sein Name gerufen und er gefeiert. Sind das Nostalgiker, die zurück zur Monarchie wollen? Kann Pahlavi getraut werden, wenn er beteuert, nicht die Krone zu wollen? Er lässt sich schon einmal eine Türe offen und gibt seinen Status als Kronprinz nicht auf. Er sei „neutral“, entscheiden sollen die Iraner, sagte er.
Pahlavi bat in seiner Rede in München Trump um Hilfe. Er habe versprochen, dass Hilfe unterwegs sei, die Islamische Republik müsse beendet werden: „Sie vertrauen Ihnen. Helfen Sie ihnen.“ Der republikanische Senator Lindsay Graham, der immer schnell für militärische Gewalt ist, versprach auf der Kundgebung amerikanische Hilfe: „Help is on the way.“ Für Pahlavi ist die Zeit für Diplomatie vorbei. Auf einer Pressekonferenz forderte er die USA zu einem militärischen Eingreifen gegen die Führung in Teheran auf: „Ein solcher Schritt könne Leben retten. Es gebe Anzeichen dafür, dass die iranische Regierung kurz vor dem Zusammenbruch stehe. Ein Angriff könne das Regime schwächen und dessen Fall beschleunigen“, berichtete die tagesschau.
Pentagon soll längeren Angriff auf den Iran planen
Was wird Trump machen, der auch vor Venezuela lange seine Armada drohend und Boote mit ihrer Besatzung versenkend geparkt hatte? Jetzt wird der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford abgezogen und in den Nahen Osten verlegt, womit dann mit USS Abraham Lincoln bereits zwei Flugzeugträger in Angriffsposition wären. Zudem wurden weitere militärische Kapazitäten in die Region verlegt. Noch könne eine Einigung durch Verhandlungen über das Atomprogramm, die am Dienstag in Genf fortgesetzt werden sollen, erzielt werden, suggeriert Trump, der aber eine Einbeziehung des Raketenprogramms und des Verhaltens gegenüber den iranischen Bürgern fordert, was Teheran aber ablehnt. Überdies verlangt Teheran bei Kompromissen über das Atomprogramm eine Aufhebung der Sanktionen.
Gespräche scheinen auf den ersten Blick eine Hinhaltetaktik zu sein, um einen Angriff vorzubereiten und die iranische Führung mürbe zu machen. Zuletzt hatte Trump am Freitag gesagt, ein Austausch der Regierung sei das Beste, was geschehen könnte. Es könnte aber auch noch ein Gemauschel zwischen Washington und Moskau geben. Vielleicht stand das hinter dem Überleben der venezolanischen Regierung und der Opferung von Maduro. Und Iran ist für Mokau wichtiger als Venezuela, zudem würde, wenn Moskau einer amerikanischen Intervention im verbündeten, geopolitisch wichtigen Iran zuschaut, die Schwäche Russlands deutlich. Russland und China setzen offenbar noch darauf, das iranische Regime durch Gespräche über das Atomprogramm retten zu können.
Reuters berichtet, zwei Angehörige der US-Regierung hätten gesagt, dass sich das Pentagon auf einen längeren Krieg gegen den Iran vorbereite, wenn Trump den Befehl zum Angriff gibt. Israel hat bereits die iranische, auf russischer Technik beruhenden Luftabwehr massiv außer Kraft gesetzt und den amerikanischen Blitzangriff „Midnight Hammer“ auf die Atomanlagen ermöglicht. Wie weit die Luftabwehr wieder aufgebaut und besser geschützt wurde, ist nicht bekannt. Angeblich wären bei einem länger dauernden Angriff nicht nur militärische oder nukleare Anlagen im Ziel, sondern auch solche der Regierung. Man rechnet offenbar mit Gegenangriffen durch iranische Raketen. Aber das Leaken des Plans an die Presse soll wohl Irans Führung verhandlungsbereiter machen.
Ein Regime Change im Iran wäre weitaus problematischer als In Venezuela, wo Washington schon davor zurückgeschreckt ist. Besonders die Revolutionsgarden und andere militante Gruppen sind gut bewaffnet und vor allem ideologisch aufgeladen. Anders als in Lateinamerika sind Märtyrereinsätze, also Selbstmordanschläge, im Iran und Angriffe auf US-Stützpunkte in den Nachbarländern sowie Probleme mit dem Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erwarten, was die Ölpreise aufwirbeln würde. Wenn US-Soldaten bei einer militärischen Intervention sterben sollten, die keinen schnellen Erfolg zeitigt, wäre dies für Trump für den Ausgang der Midterm-Wahlen nicht gut, sofern er nicht verhindern kann, dass diese stattfinden. Das wiederum lässt vermuten, dass die von Trump aufgebaut Bedrohungskulisse doch dazu dienen könnte, einen Wahlkampf freundlichen Deal zu machen, auch wenn die Hoffnung der iranischen Opposition damit zunichte gemacht würde. Das hatte Trump in Venezuela auch nicht weiter gestört.
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Merkwürdig. Als ich Abi machte, demonstrierte man gegen den Schah, und jetzt geht man für den Schah auf die Straße. So haben sich die Zeiten geändert.
Ja aber das waren damals Demos von selbstdenkenden Menschen,in deren Hirne nicht die westliche Propaganda gepflanzt wurde ,im Gegensatz zu heute.
@Torwächter
Gerade habe ich etwas von den Nachdenkseiten unten verlinkt, aber Sie haben natürlich Recht, und wir leben schon – im wahrsten Sinne – in ver – rückten Zeiten….
Gruß
Bernie
Ich habe auch auf rt und anderswo gelesen, das die US einen längeren Krieg gegen den Iran plant, sich Trump aber noch nicht entschieden hat.
Würde es zum Krieg kommen, würde das Middle East in Brand setzten und Israel am Rand des Untergangs bringen.
Rötzer sollte als menschliche Geste deshalb versuchen seinen jüdischen Freund Moshe Zuckermann schnellstmöglich aus den Schlamassel herauszuholen. Unabhängig wie dieser Krieg ausgeht, Israel wird weiter zerstört werden, möglicherweise wird Tel Aviv brennen. 1933 haben viele deutsche Juden auch geglaubt, es wird so schlimm mit Hitler nicht werden, aber es endete in Auschwitz. Deshalb rette sich, solange er es noch kann.
Wie und ob der Iran überleben wird, hängt von Russland, vor allen aber auch von China ab. China hat den Iran vor allen elektronische Aufklärung zum zielgenauen Einsatz seiner Raketen geliefert. Russland braucht seine Rüstungsgüter in der Ukraine, kann aber etwas kriegserprobtes Gerät abgeben. In dieser Situation hängt alles von Xi Jinping ab.
Traditionell versucht China sich aus Konflikten in den Reichen der Langnasen herauszuhalten, zu schlimm sind die Erfahrungen der Chinesen mit militärischen Niederlagen und den damit verbundenen Verlust von hart erarbeiteten, bescheidenen Wohlstand.
Der Iran selbst ist jetzt besser gerüstet als im Juni letzten Jahres. Auch die Entschlossenheit des Iran militärisch stark zu antworten ist gestiegen.
Ich hoffe es kommt nicht zum militärischen Schlagabtausch und die iranisch/chinesische Abschreckung wirkt.
Im schlimmsten Fall droht der Iran ins Chaos abzugleiten, wie Libyen, Irak, Syrien, wo wie in Afganistan letztlich die schlimmeren Islamisten gewonnen haben.
Keinesfalls wird im Iran die liberale Demokratie siegen, wovon westliche Spinner träumen!
Was für eine liberale Demokratie soll das auch sein? Etwa die korrupte Veranstaltung von Faschismus die hier als Demokratie bezeichnet wird?
Es gibt keine liberale Demokratie genauso wenig wie es eine Iliberale Demokratie gibt. Das erste ist eine Illusion und das zweite wird auch als Faschismus bezeichnet.
Das weiß ich, aber das glaubt die Mehrheit hier nicht
@Naomi
Wann entscheidet sich Trump endlich Grönland zu bomabrdieren???
Scherz
Warum redest du Blödsinn? Grönland braucht Trump nicht zu bombardieren denn die Amis sind schon da. Im Iran sind sie noch nicht und der Versuch dort einzusteigen wird Ihnen hoffentlich einen Flugzeugträger kosten. Nur diese Sprache verstehen sie
Noch Fragen?
Für mich ist der Reza Pahlavi ein gewissenloser Kriegstreiber und Hochverräter.
Gerade gut genug für eine Marionette der USA
Hier in Deutschland durften die Totschläger vom Schah ja auch Demonstranten verprügeln, was schon damals gezeigt hat das zwar zwei Buchstaben beim deutschen Unrechtsstaat gestrichen wurden, aber das selbe Unrecht immer noch die Herrschaft im Lande hat.
Da war die Justiz noch Nationalsozialistisch, heute ist sie mehr Faschistisch, aber demokratisch war Deutschland noch nie so richtig.
Zuerst ist wohl anzumerken das es der Iran geschafft hat mit den US/Israelischen Terroristen im Inland fertig zu werden. Dazu kommt das China dem Iran unter die Arme greift um die Ausfälle die sich beim Völkerrechtswidrigen Angriff Israels und der USA auf den Iran aufgetan haben, zu schließen. Dazu kann sich China keinen Ausfall des Iran leisten, da ansonsten nur noch Russland als Unabhängiger Öllieferant bleiben würde.
Weshalb die Chinesen dem Iran auch Aufklärungsdaten aller Art zur Verfügung stellen, nicht nur die neuesten US Luftabwehr Stellungen in Jordanien inklusive Geo-Koordinaten. Auch Russland ist in Hinsicht Luftabwehr nicht untätig, vielleicht kommt auch der eine oder andere moderne Seezielflugkörper dazu, allein um testen zu können ob die für einen Flugzeugträger ausreichend sind. Natürlich wird Israel als Ausgangspunkt aller gegen Iran gerichteten Aktivitäten ganz besonders mit Iranischen Raketen und Drohnen beglückt werden. Und ich schätze diesesmal wird der Iran keine Rücksicht mehr auf die Zivilbevölkerung nehmen, dank der Mörder und Terroristen vom Mossad sind da wohl keine Hemmungen mehr vorhanden.
Ein Krieg gegen den Iran wird die Welt wohl nachdrücklicher Verändern als es sich die Kriegsgeile Mischpoke des US Imperiums vorstellen kann.
Wird hier auch lustig wenn die Straße von Hornuz gesperrt wird und kein LNG mehr nach EUropa kommt.
Wir leben in interessanten Zeiten will mir scheinen.
Das sehe ich auch so. Da ich aber China ein klein wenig kenne,ein wenig mehr als die deutsche Mehrheit, habe ich Zweifel ob China so hart wie wir es uns wünschen reagieren wird
China reagiert immer auf Umwegen. Hauptsächlich wirtschaftlich. Den Iran betreffend
wird es für China aber schon fast existentiell. Er ist Hauptöllieferant. Ich gehe davon
aus, dass China aber auch Russland, dem Iran massenhaft gute Waffen geliefert haben.
Russland wird sich sicher auch für die Versorgung der Ukraine mit Waffen durch die
USA revanchieren. Netanjahu ist sein Volk ebenso wie Elendski seines, völlig egal.
Es wird mit Sicherheit kein zweites Ukraine Scharmützel bei einem Überfall der USA
und Israels auf den Iran werden. Es wird richtig knallen.
„[…]Sechs Punkte zur Einordnung der Unruhen im Iran.
Der indische Historiker Vijay Prashad liefert sechs Punkte für die Diskussion, um die Situation im Iran inmitten von Protesten, Gewalt und Drohungen einer militärischen Intervention aus Washington besser zu verstehen.
Der Iran befindet sich in Aufruhr. Im ganzen Land kommt es zu Protesten unterschiedlichen Ausmaßes, wobei die Gewalt zunimmt und sowohl Demonstranten als auch Polizisten in der Leichenhalle enden.
Was als Arbeitsniederlegungen und Proteste gegen die Inflation begann, vereinte eine Reihe von Unzufriedenen, darunter Frauen und junge Menschen, die von einem System frustriert sind, das ihnen ihren Lebensunterhalt nicht sichern kann.
Der Iran steht unter lang anhaltender wirtschaftlicher Belagerung und wurde von Israel und den USA nicht nur innerhalb seiner Grenzen, sondern in ganz Westasien (einschließlich seiner diplomatischen Enklaven in Syrien) direkt angegriffen. Der von den USA geführte Wirtschaftskrieg hat die Situation für diesen Aufruhr geschaffen, aber der Aufruhr richtet sich nicht gegen Washington, sondern gegen die Regierung in Teheran[…]“
Link:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=144866
Fazit:
Nur manche, reiche Exil-IranerInnen wollen den Schah zurück auf dem Thron des Iran, und die USA (ganz egal wer die gerade regiert, beim Thema Iran sind sich die Einheitspartei der Republikaner/Demokraten einig)
Die iranische Diaspora, die keinen Schah will ist noch zu leise, d.h. wird mainstreammedial kaum erwähnt.
Hier mal ein – etwas älterer – Hinweis auf eine prominente iranische Oppositionsvertreterin, die mit dem Schah ebensowenig am Hut hat wie mit den Mullahs:
https://exmuslim.de/mina-ahadi-in-den-usa-filmvorfuehrungen-diskussionen-und-politische-begegnungen
Ja, die gibt es auch, aber die ist medial nicht so vertreten wie die Schah-Anhänger, oder die Volksmudschahedin (https://taz.de/hintergrund/!1217480 – gut, dass das Internet nix vergißt, z.B. beim Thema „Volksmudschahedin“, siehe alter verlinkter Text ) 😉
Die Mehrheitsbevölkerung im Iran will zwar Demokratie zurück, aber nicht die Monarchie des Schahs, oder gar eine „Demokratie“ als US-Vasallenregierung.
IranerInnen bleibt wohl nur die sprichwörtliche Wahl zwischen Zwischen Skylla und Charybdis.
Beides ist klar abzulehnen, die Mullahs ebenso wie der Schah-Sohn, der offenbar nie in seiner alten Heimat Iran war – siehe oben verlinkter Text des indischen Historikers Vijay Prashad
Gruß
Bernie
Sie konzentrieren sich zu sehr auf die iranische Innenpolitik. Die iranische Innenpolitik, ein Regimechange, kann nur von außen durch die imperiale Gewalt der USA erzwungen werden. Das wiederum führt keineswegs zu einer liberalen Demokratie, von der westliche Spinner träumen, sondern zum Chaos. Dieses Chaos, siehe Irak etc. muß verhindert werden. China ist militärisch gefragt. So wie ich China kenne wird China versuchen sich mit allen Mitteln aus den Konflikt herauszuhalten. Aber China wird auch flexibel reagieren, wenn die USA angreift.
Am wichtigsten für die Menschen, die friedlich leben wollen, ist doch Stabilität. Die bieten die Ajatollaher eher als der neue Schah. Folglich ist dieser Mann der Hauptfeind des iranischen Volkes in der derzeitigen Situation. Die reichen, reaktionären Exiliraner sollen ihr monarchistisches Maul halten!
@Naomi
Stimme mit Ihnen überein, denn wie oben erwähnt für die InnerIranerInnen bleibt nur die Wahl zwischen Skylla und Charybdis, und 250.000 Menschen, die in München gegen die Mullahs im Iran protestieren sind ja eine Minderheit.
Wie gesagt die nicht elitäre außeriranische Opposition ist viel größer als die Neo-Schah-Fans, oder die verhaßten Volksmudschahedin – nur werden die deutschmainstream-Medial natürlich weitgehend ignoriert.
Man erfährt von denen hier eher was:
https://exmuslim.de
oder hier:
https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/aendert-die-iranpolitik
…aber wie gesagt die werden deutsch-mainstreammedial ja weitgehend ignoriert.
Wo kommen wir denn da hin wenn Frauen im Iran die selben freiheitlichen Frauenrechte haben wie im Wertewesten, da sei der Schah-Sohn, und die Münchner-Sicherheitskonferenz, vor….ebenso wie die Burka-Mullahs im Iran *Sarkasmus*
Gruß
Bernie
Sie können sich einfach nicht aus ihren westlich/demokratischen Träumen verabschieden und die nackte, brutale Realität anerkennen. Wenn es im Iran zum Umsturz kommt dann siegt doch der Schah, wer sonst? Welche andere Organisation könnte denn eine Regierung dort bilden, die Amis raushauen und die Schleier für Frauen abschaffen?
Einer der letzten linken Versuche gewaltsam den Schleier für Frauen abzuschaffen versuchte Lenin mit seinen Bolschewiken in Buchara. Das ging schief und viele Frauen tragen heute dort gern und freiwillig ihren Schleier. Der Schleier steht allegorisch für westliche Werte, die eben NICHT universell sind
@Naomi
Haben Sie meinen Text auch wirklich gelesen?
Und warum schließen Sie auf etwas bei einer wildfremden Person, die darauf hinweist, dass Sie den von mir verlinkten Text wohl gar nicht gelesen haben?
Ich behaupte ja auch nichts anderes als Sie, und das wüßten Sie wenn Sie meinen Text nicht nur überflogen sondern wirklich gelesen hätten 😉
Und was das „gewaltsame den Schleier für Frauen abzuschaffen“ angeht, da haben Sie den Text auf den ich verwiesen habe auch nicht gelesen, denn sonst wüßten sie, dass es diesen Exil-IranerInnen ganz offensichtlich um eine freiwillige Abschaffung des Schleiers geht, und darum darauf hinzuweisen, dass es eben auch Ex-Muslime sowie säkulare Muslime, und nicht nur islamistische Muslime in Deutschland geben soll, und unsere Behörden den Fehler machen diese in einen Topf zu werfen, ohne die Unterschiede zu sehen, die es auch unter eingewanderten Muslimen in Deutschland geben soll….aber egal, ich will das Thema nicht weiter vertiefen, da es hier um den Iran geht…. 😉
Gruß
Bernie
@Bernie
Dann werden wir wohl bald wieder Prügel-Perser und Tote wie 1967 erleben dürfen.
Geht es nach dem Westen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Schah als Diktator, Vasallen-Demokratie la Deutsschland oder noch schlimmer. Echte Demokratie nach Volkeswillen würde sofort vom Westen gestürzt werden wie in der Geschichte des Irans zu lesen ist.
Die schämen sich hier nicht zum Sturz der iranischen Regierung aufzurufen und drohen mit militärischer Gewalt.
Was wäre wenn Putin das Gleiche täte und zum Sturz der Bunndesregierung aufrufen würde???
„Was du nicht willst, das man dir antut, das füge auch keinem anderen zu!“
Vielleicht sollten die Herrschaften im Westen mal darüber nachdenken!
Der Westen sitzt immer noch auf enem sehr hohen Ross um nicht zu sagen auf einem hohen Kolonial-Ross.
@Otto0815
Dem gibt es nichts hinzuzufügen – außer ich stimme Ihnen weitgehend zu 😉
Gruß
Bernie
Wobei die Mullahs gewählt wurden. Chomeni wurde damals als Retter begrüßt.
Insofern ist da auch ein Rückhalt in der Bevölkerung, wenn auch nicht von allen wie der Jugend.
Insofern ist der Iran eine weitaus härtere Nuss als der Irak seinerzeit. Denke das hat man unterschätzt.
> Was als Arbeitsniederlegungen und Proteste gegen die Inflation begann,
Wie es aussieht war das wohl eine Abwertung der Währung über Nacht durch ausländische Akteure. Zeitgleich kombiniert mit ebenfalls vom Ausland finanzierten bewaffneten Aufrührern.
@Patient 0
Nicht zu vergessen die seit Jahrzehnten (seit Amtsantritt Chomenis?) gegen den Iran verhängten Sanktionen des Wertewestens – man hat ja am Fall Venezuela gesehen was für Schäden jahrzehntealte Sanktionen anrichten können, oder beim Fall Kuba….. 😉
Gruß
Bernie
Ist der Pfauenthron noch im Iiran oder bringt er ihn mit?
Dieser Palaver sieht schon auf dem Bild so abstossend und hasszerfressen aus, dass völlig klar ist, was er im Iran vorhat und wie es dem iranischen Volk ergehen wird.
Solchen Leuten wünsche ich einfach nur, daß Sie am nächsten Baukran baumeln und dort tagelang hängen bleiben.
Der Iran wird genauso wie Kuba von den us-amerikanischen Wirtschaftssanktionen stranguliert und militärisch bedroht.
Solche Leute wie Palaver sind schlimmste Hochverräter.
„Unterbrich deinen Feind niemals, wenn er einen Fehler macht.“
(Napoleon)
Zum Glück sind alle „Feinde“ mittlerweile gezwungen Folgefehler am laufenden Band zu machen.
https://tkp.at/2026/02/14/die-geburt-einer-nemesis-wie-die-usa-den-iran-erschaffen-haben-den-sie-jetzt-fuerchten/
ich finde eine gute Analyse von Felix Abt…
„die Revolution von 1979 war nicht inhärent islamistisch; sie umfasste Kommunisten, Liberale, Nationalisten und andere, die sich gegen den Schah vereinten. Doch die kompromissloseste antiamerikanische Fraktion – die Islamisten unter Ayatollah Khomeini – setzte sich durch. Warum? Nach 25 Jahren wahrgenommener US-Dominanz sehnten sich die Iraner nach totaler Unabhängigkeit und Widerstand. Khomeini versprach: „Wir werden nie wieder Amerikas Marionette sein.“
Leute nochmal, der Traum von der liberalen Demokratie und einer irgendwie linksgerichteten Regierung im Iran und anderswo ist ausgeträumt. Ihr hängt euren demokratischen Träumen nach, die demokratische Schäume sind.
Regimechange im Iran kann nur militärische durch die USA erzwungen werden. Das führt zum Chaos und nutzt der Bevölkerung dort gar nichts, im Gegenteil. Sollte also die USA angreifen muß man wohl oder übel das iranische Regime gegen die imperialistische Aggression unterstützen. Wenn die iranische Regierung dann hoffentlich den Krieg gewonnen hat, kann man an Reformen im inneren denken. Der Iran muß, um ein besseres Land zu werden, den Amis und den Israelis eins auf den Deckel geben. Nach den Sieg kann dann mit Hilfe Chinas die iranische Wirtschaft wiederbelebt werden, sanfter Wohlstand sich entwickeln. Das wäre der Nährboden auf den sich demokratische Reformen im Iran entwickeln könnten. Der Iran wird aber immer ein islamisches Land bleiben und den westlichen Liberalismus und den veralteten westlichen Kommunismus ablehnen.
Das sind doch die Fakten! Stellt Euch dieser Realität!
Der Pahlavi braucht wohl Geld. Die Milliarden, die sein Erzeuger dem Iranischen Volk gestohlen hat, sind verprasst. Und da kam das Angebot vom Netanyahu, sich als „Oppositionsführer“ zu verkaufen gerade recht. Und so hat der Pahlavi die Hundeleine, an der ihn die Zionisten führen, selbst angelegt.
Mich würde eher interessieren, warum die deutsche Linke selbst im hohen Alter nicht zur Selbstreflexion imstande ist. Das gute Mullah-Regime unterstützen, weil die bösen Amis einen neuen alten Schah installieren wollen? Leute, werdet erwachsen, solange es noch geht.
Die Iraner selbst haben auch noch was zu melden, nicht wahr? Oder wissen wir – der Westen, die Linke, die Boomer, ARDZDF, whatever – es wieder einmal besser? Welche Hybris.