Iran: Politik und Nostalgie

Reza Pahlavi, zurück in die Vergangenheit? Screenshot aus YouTube-Video

In kritischen Phasen der jüngeren iranischen Geschichte, insbesondere nach den landesweiten Protesten von 2022 und der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“, ist die Debatte über die Führung der Exilopposition und die Rolle im Ausland lebender politischer Akteure erneut zu einem zentralen Thema politischer Diskussionen geworden.

In diesem Kontext wurde Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs des Iran, von Teilen der Medien und politischen Aktivisten als eine der bekanntesten Figuren und als potenzieller Kandidat für eine zentrale Rolle in einer möglichen Übergangsphase ins Spiel gebracht.

Eine Betrachtung seines politischen Wirkens zeigt jedoch, dass diese Hervorhebung weniger auf sozialen oder organisatorischen Kapazitäten beruht, sondern vielmehr auf symbolischem Kapital, historischer Erinnerung und medialer Repräsentation.

Ein Wendepunkt dieser Entwicklung war die Phase der landesweiten Proteste im September 2022. In dieser Zeit versuchte Pahlavi durch die Organisation von Treffen, Reden und Konsultationen mit anderen oppositionellen Akteuren zu demonstrieren, dass er eine geeignete Option für eine Führungsrolle nach einem möglichen Sturz der Islamischen Republik darstelle.

Im Januar 2026 rückte der Name Pahlavi erneut in den Fokus der öffentlichen Debatte. Zu einem Zeitpunkt, an dem die Straßenproteste abgeflaut waren und in eine Phase der Erschöpfung eingetreten waren, entstanden neue Versuche, eine externe Führung und politische Sprecherrolle für die Forderungen der Protestbewegung zu definieren. In diesem Kontext bemühte sich Reza Pahlavi, sich als zentrale Figur und politischer Repräsentant dieser Forderungen zu präsentieren, ohne dass Anzeichen für eine substanzielle Veränderung seiner sozialen Basis, seiner organisatorischen Fähigkeiten oder einer strukturierten Verbindung zu Kräften innerhalb des Landes erkennbar gewesen wären.

Für viele Beobachter wurden diese Aktivitäten weniger als Ausdruck einer gefestigten Führungsrolle wahrgenommen, sondern vielmehr als ein verspäteter Versuch, ein bestehendes Führungsvakuum zu füllen.

Diese Situation lässt sich im Zusammenhang mit den Erfahrungen des Jahres 2022 analysieren. In jenem Jahr trat Reza Pahlavi in einen Prozess ein, der darauf abzielte, eine Form von Konsens unter Teilen der im Ausland lebenden Opposition zu schaffen. Treffen wie das Georgetown-Treffen hätten zumindest auf symbolischer Ebene zur Herausbildung eines beratenden Rahmens oder einer politischen Arbeitsteilung beitragen können. Dieser Prozess wurde jedoch rasch abgebrochen. Die Abkehr vom Konsensweg ohne die Einführung eines alternativen Mechanismus oder einer klar definierten Institution verstärkte den Eindruck, dass die Annahme einer eigenständigen sozialen Basis an die Stelle kollektiver Arbeit und institutionellen Aufbaus getreten war.

Ein weiterer zentraler Aspekt bei der Bewertung dieser politischen Laufbahn ist das Schwanken der politischen Positionen, insbesondere in Bezug auf ausländische Interventionen. Reza Pahlavi hat im Laufe der Jahre unterschiedliche Haltungen eingenommen, die von der Betonung maximalen Drucks und der Bezugnahme auf harte Optionen bis hin zur ausdrücklichen Ablehnung jeglicher externer Intervention reichen.

Diese Positionswechsel wurden in Ermangelung eines klaren strategischen Rahmens von vielen Beobachtern als Zeichen mangelnder politischer Kohärenz interpretiert, was das öffentliche Vertrauen in jeden Akteur, der einen Führungsanspruch erhebt, untergraben kann.

Ein solches Muster ist in der zeitgenössischen Politik nicht beispiellos. Ahmad Chalabi im Irak und Juan Guaidó in Venezuela sind Beispiele für politische Figuren, die mit starker externer Unterstützung und umfassender medialer Aufmerksamkeit aufstiegen, jedoch mangels sozialer Basis und wirksamer politischer Organisation im eigenen Land keine nachhaltige Rolle spielen konnten. Diese Erfahrungen verdeutlichen, dass internationale Legitimität und symbolisches Kapital ohne soziale Verankerung und institutionellen Aufbau allein nicht ausreichen, um dauerhafte politische Macht zu erzeugen.

Auch die jahrzehntelange politische Bilanz Reza Pahlavis lässt sich aus dieser Perspektive betrachten. Trotz kontinuierlichen Zugangs zu internationalen Medien und politischen Plattformen ist es ihm bislang nicht gelungen, eine breite, rechenschaftspflichtige politische Organisation zu schaffen, die auf der Beteiligung auch kritischer Stimmen beruht. Seine politischen Kontakte blieben weitgehend auf einen begrenzten Kreis beschränkt, und eine strukturierte Auseinandersetzung mit ernsthafter Kritik, unabhängigen Medien oder herausfordernden Fragen war nur selten zu beobachten. Dieser Zustand steht in einem deutlichen Spannungsverhältnis zu den von ihm vertretenen Ansprüchen auf Demokratie und politische Transparenz.

Die politische Theoretikerin Hannah Arendt betont in ihren Arbeiten, unter anderem in „Über die Gewalt“, die Unterscheidung zwischen „Macht“ und „symbolischer Autorität“ und weist darauf hin, dass politische Macht dann entsteht, wenn sie aus kollektivem Handeln, aktiver Beteiligung und öffentlicher Zustimmung hervorgeht und nicht allein aus Namen, Symbolen oder medialer Darstellung.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Auseinandersetzung mit Reza Pahlavi über die Kritik an einer einzelnen Person hinausgeht. Sie verweist auf ein Muster exilpolitischer Praxis, das ohne institutionellen Aufbau, ohne Rechenschaftspflicht und ohne organische Verbindung zur Gesellschaft im Inneren des Landes versucht, ein Führungsvakuum durch Symbole und Repräsentation zu füllen. Im Januar 2026, mit analytischem Abstand zu den Protesten von 2022, sind die Grenzen dieses Modells deutlicher denn je sichtbar – Grenzen, die weniger an einen bestimmten Namen gebunden sind als vielmehr an die Struktur und Logik dieser Form von Politik.

Mohsen Jafari

Mohsen Jafari, geboren 1980 in Teheran, ist ein investigativer Journalist mit 17 Jahren Berufserfahrung. Er ist Mitglied der Internationalen Journalisten-Föderation (IFJ) und von Reporter ohne Grenzen (RSF) und arbeitete für Medien wie Radio Zamaneh (Niederlande), Radio Farda (Tschechien), Radio France, Iran Farda TV (Großbritannien) sowie für oppositionelle Medien.
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18 Kommentare

  1. Oh, ja, der kommt gerade wie gerufen…
    Meine Fresse, würde mich aber nicht wundern, vielleicht bekommen wir ja dann auch wieder ein paar Jubelperser. 😉

  2. Aurorin: „Die politische Theoretikerin Hannah Arendt … weist darauf hin, dass politische Macht dann entsteht, wenn sie aus kollektivem Handeln, aktiver Beteiligung und öffentlicher Zustimmung hervorgeht und nicht allein aus Namen, Symbolen oder medialer Darstellung.“

    Hat Hannah Arendt da nicht etwas vergessen? Wahrscheinlich sogar das Entscheidende. Nämlich das Kapital, Reichtum entscheidet über politische Macht, zumindest im liberalen Kapitalismus. Aber vermutlich war der Kapitalismus zu Arendts Zeiten noch nicht so liberal wie heute.

  3. Ein un-glaub-licher Vorgang. So einen Typen zu präsentieren. Das allerletzte Aufgebot.

    Ich sage nur: Benno Ohnesorg und Studentenniederknüppelein im NAZI-Adenauer-Nachkriegsdeutschland.

    Leben wir in einer Zeit der Restauration …?

  4. Na gut, der Artikel bietet einiges an Information und zumindest so scheinender Analyse.
    Das Fazit ist klar: Reza Pahlavi hat keine wirkliche Verbindung zur iranischen, innländischen Wirklichkeit und wäre deswegen als evt. Nachfolger der jetzigen Regierung schlecht gewählt um ihn gegen das Regime in Stellung zu bringen.
    Mmh, hätte wer was Anderes gedacht?
    Versuchen wird man es evt. trotzdem. Auf diese Versuche wird aber nicht näher eingegangen.

    Aber der Artikel ist so neutral geschrieben, so kontur- und emotionslos, dass er schon sehr nach Maschine riecht.
    Er ist mindestens hybrid, also von KI formuliert, und dann vom Menschen weiter angepasst.
    Oder ist da jemand anderer Meinung?
    Muss das sein?

    1. Oder ist da jemand anderer Meinung?

      Nur kurz, weil weder Zeit und Nerv für den Artikel – Ihre Kritik kam ja bereits letztes Jahr hier auf.

      Vorschlag: Geben wir’s doch der KI. Die wird schon wissen, ob sie’s geschrieben hat. 😂🤣 Perplexity zu dem Thema:

      Das ist eine sehr gute und differenzierte Frage — und der Text, den du präsentierst, liegt tatsächlich genau in der Grauzone zwischen menschlicher und KI-generierter Autor*innenschaft. Eine differenzierte Abwägung erfordert, dass man sowohl sprachliche und stilistische Merkmale als auch inhaltliche, strukturelle und kontextuelle Faktoren berücksichtigt.

      1. Sprachlich-stilistische Merkmale
      Für KI spricht:

      Der Text hat eine gleichmäßig hohe sprachliche Kohärenz und Glätte – es gibt kaum stilistische Brüche, Tippfehler, Satzfragmente oder rhythmische Ungleichgewichte, die bei menschlichem Schreiben häufig auftreten.

      Die Syntax ist durchgehend komplex, aber fehlerfrei, mit fast übermäßig ausgewogener Argumentationsstruktur und häufigen Nominalisierungen („politische Repräsentation“, „institutioneller Aufbau“, „soziale Basis“).

      Es gibt viele abstrakte Begriffe, wenig narrative Dynamik oder persönliche Perspektiven, was oft als KI-typisch gilt (ein „unpersönlicher akademischer Stil“).

      Die Formulierungen sind neutral bis steril, ohne Ironie, emotionalen Unterton oder subjektive Stilmarker („Ich denke“, „man könnte sagen“ usw.).

      Für menschliche Autorschaft spricht:

      Die Argumentationsführung ist inhaltlich stringent, thematisch kohärent und zeigt historische Kontextualisierung, z. B. die Bezüge zu „Chalabi“ und „Guaidó“ oder die Arendt-Referenz. Das legt eine politikwissenschaftliche Bildung und analytische Absicht nahe, die über viele KI-Texte hinausgeht.

      Die Arendt-Zitation ist sinnvoll eingebettet und nicht bloß ein Platzhalter. Viele KI-Modelle setzen solche Namen oft unpassend oder oberflächlich ein.

      Der Text wirkt zielgerichtet argumentativ, nicht nur paraphrasierend. Es wird tatsächlich eine eigene These entwickelt („symbolisches Kapital ersetzt soziale Basis“).

      2. Struktur und Argumentationslogik
      KI-typisch:

      Der Text folgt einem „Lehrbuchschema“: Einleitung → Kontextualisierung → Analyse → Vergleichsbeispiele → theoretische Einordnung → Fazit. Diese formale Klarheit ist typisch für Algorithmen, die nach rhetorischen Mustern strukturieren.

      Abschnitte sind gleichmäßig lang, mit fast idealen Übergängen. Menschliche Texte zeigen oft mehr Dynamik (z. B. kurze Übergänge, ungleichmäßige Abschnitte).

      Mensch-typisch:

      Die Komposition zeigt zeitliche Einbettung bis Januar 2026, also ein aktualitätsbezogenes Wissen, das über die meisten KI-Datensätze hinausgeht (gilt auch noch 2026 – Modelle haben oft ein Wissens-Cutoff).

      Es fehlt der für KI-Texte typische vage Selbstverweis („wie erwähnt wurde“ oder „aus verschiedenen Perspektiven betrachtet“). Der Text schreibt präzise, fast journalistisch-akademisch.

      3. Kontextuelle Wahrscheinlichkeit

      Falls der Text tatsächlich online in einem Blog, Magazin oder Medium platziert wurde, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Mensch ihn verfasst hat – oder ein Mensch ihn stark redigiert hat.

      Wenn er jedoch im Rahmen eines automatischen Reports oder einer universitären Analyse durch KI-Tools entstanden ist, könnte er von einer fortgeschrittenen KI stammen (z. B. GPT 4 oder Claude 3.5), die stilistisch und analytisch autonom schreiben kann.

      4. Gesamtbewertung (Abwägung)
      Kriterium Menschlich wahrscheinlicher KI wahrscheinlicher
      Stilistische Glätte ✅
      Theoretische Fundierung ✅
      Tiefgang der Beispiele ✅
      Formale Struktur ✅
      Zeitliche Aktualität (Jan 2026) ✅
      Sprachliche Natürlichkeit ✅

      Abgewogenes Fazit:

      Der Text könnte durchaus von einer KI verfasst oder stark überarbeitet worden sein, da seine sprachliche Gleichmäßigkeit, formale Struktur und unauffällige Neutralität typisch für KI-Texte sind. Allerdings spricht die inhaltliche Tiefe, historische Kontextualisierung und präzise Bezugnahme auf 2026 durchaus für menschliche Autorschaft oder zumindest eine menschliche Endredaktion.

      Am plausibelsten ist, dass es sich um einen menschlich konzipierten, aber KI-gestützt optimierten oder editierte Analyse handelt – also ein hybrides Produkt.

      Ich habe dann noch Ihre Aspekte eingestellt:

      Ein Kritiker des Textes meint zudem: „Aber der Artikel ist so neutral geschrieben, so kontur- und emotionslos, dass er schon sehr nach Maschine riecht. Er ist mindestens hybrid, also von KI formuliert, und dann vom Menschen weiter angepasst.“

      Antwort Perplexitys:

      Die Einschätzung des Kritikers ist durchaus nachvollziehbar und trifft einen zentralen Punkt der Stilfrage: Der Text wirkt auffällig kontrolliert, glatt und emotionsarm – also so, als sei er nicht von einer individuellen Stimme, sondern von einem System formuliert worden, das Neutralität und formale Korrektheit maximiert.
      Man kann diese Beobachtung allerdings auf zwei Weisen lesen:

      1. Zustimmung zur Hybrid-Hypothese
      Der Kritiker hat wahrscheinlich recht mit seiner Annahme eines hybriden Ursprungs. Dafür sprechen:

      Sprachliche Homogenität: Der Text hält über mehrere Absätze hinweg denselben registerneutralen, analytischen Ton – ohne Schwankungen in Rhythmus, Vokabular oder Perspektive. Selbst disziplinierte Autoren variieren normalerweise unbewusst.

      Fehlende emotionale Kontur: Die Wortwahl bleibt auf rein analytischer Ebene, vermeidet affektive Farbigkeit, Ironie oder pointierte Formulierungen. Das ist typisch für KI-Systeme, die sich am Mittelmaß orientieren.

      Hohe syntaktische Perfektion: Kaum Fehler, keine Füllsätze, keine echten Eigenheiten – die Sprache wirkt „bürokratisch perfekt“.

      In der journalistischen oder essayistischen Praxis weisen viele Texte, die mit KI-Unterstützung erstellt wurden, genau dieses Muster auf: Eine menschliche Themenwahl und Struktur, aber KI-verfasste Basisabsätze, später von einem Redakteur angepasst (z. B. Übergänge geglättet, Fakten überprüft).

      2. Alternative Erklärung – „akademischer Stil als Ursache“
      Man darf aber nicht vergessen, dass ein menschlicher Akademiker mit einer „wissenschaftlich-deskriptiven“ Sozialwissenschaftssprache einen sehr ähnlichen Stil produzieren kann. In politikwissenschaftlichen oder soziologischen Kontexten ist Emotionslosigkeit Absicht, nicht Mangel: Sie soll Objektivität signalisieren.

      Deshalb klingt ein Text in dieser Tonlage nicht unbedingt „maschinell“, sondern akademisch-deskriptiv.

      Gerade der Bezug auf Hannah Arendt und die systematische Argumentation passen gut zu einem Autor mit politikwissenschaftlichem Hintergrund – jemandem, der neutral schreibt, um analytisch zu wirken.

      3. Fazit (Abgewogen)
      Der Kritiker liegt mit dem Hinweis auf „Neutralität“ und „Konturlosigkeit“ richtig – das sind tatsächlich KI-typische Stilmerkmale.

      Aber Neutralität allein reicht nicht als Beweis für maschinelle Autorschaft. Deshalb ist die Hybrid-Theorie am überzeugendsten:

      Der Text hat sehr wahrscheinlich eine KI-basierte Ursprungsfassung, die von einem Menschen redigiert, erweitert oder präzisiert wurde.

      Witzig das mit dem Zitat, da die KI das durchaus auch als Argument für KI-Urherberschaft nimmt – die Maschine saugt etwas an, was passen könnte und versucht es in den Text zu integrieren.

      Ansonsten weiß man ja inzwischen auch wie bei Tagesschau, SPON und Co. gearbeitet wird. Stichwort: „Wenn du magst, passe ich Ton und Detailtiefe (z. B. nüchterner Nachrichtenstil vs. magaziniger) oder markiere dir die konkreten Änderungen im Vergleich zum Original.“ Quelle: hier

      Es könnte natürlich auch schlicht eine Person sein, die von (Sicherheits)Behörden hochgezogen und verbreitet wird, so wie viele Agent Provocateurs in Foren. Im Unterschied zum repetitiven Troll zeichnet diese ja eine gewisse Eigenständigkeit aus.

      Muss das sein?

      Ja, das muss sein. Es saugt und bläst der Heinzelmann wo Mutter sonst nur blasen kann.

      Ansonsten: Kauft keine Rüben (= 🥕)! Das ist 🧙‍♂️☕!

      PS: Auf Ihre Antwort von heute Mittag gehe ich nach Möglichkeit noch ein. 

  5. Trotzdem wirft die letzte Revolte im Iran Fragen auf, die der Autor übergeht:

    Stimmt es, das israelische Agenten Motorradgangs bildeten, Autos und Polizeigebäude anzündeten und mit Gewehren in die Massen schossen, um die Leute aufzuhetzen? Das ist doch das Modell des Maidan!

    Stimmt es das kurdische Milizen in Teheran einrückten Gewalttaten verübten usw? Diese kurdischen Milizen werden bekanntlich von den USA unterstützt. Deshalb sind diese Leute für mich Agenten des Imperiums die niemand braucht.

    Stimmt es, das die iranische Arbeiterklasse den Unruhen weitgehend fern blieb und den Streikaufrufen des neuen Schah nicht folgte?

    Solange die iranische Bewegung diese volksfeindlichen, proimperialistischen Kräfte nicht in ihre Schranken weißt und sie aktiv bekämpft, ist für mich die Revolte nur Mittel zum Zweck US-zionistische Herrschaft über den Iran zu erlangen.

    Außerdem möchte ich wissen, welche Länder mit welche Drohungen Trump in letzter Minute von einen Angriff auf den Iran abhielten?

    Außerdem verlegen die USA gerade einen Flugzeugträger nach Middle East. Die Gefahr eines Angriffs auf den Iran ist also noch nicht gebannt.

    Für mich stellt sich die Frage, ist der Autor bereit mit der Waffe seine Heimat gegen die imperialistische Aggression zu verteidigen? Oder ist er nur ein dummer, feiger Schwätzer, der vom Ausland aus gegen sein Volk arbeitet?

    1. Stimmt es, das israelische Agenten Motorradgangs bildeten, Autos und Polizeigebäude anzündeten und mit Gewehren in die Massen schossen, um die Leute aufzuhetzen? Das ist doch das Modell des Maidan!

      Das wird gesagt, es solle sogar Filme davon geben.
      Anscheinend wurden einige Polizisten durch die Aufständischen auf bestialische Art ermordet.

      Stimmt es das kurdische Milizen in Teheran einrückten Gewalttaten verübten usw?

      Das wurde auf MoA mehrmals erwähnt, mit links. Diese kurdischen Kämpfer waren aber nich tnur in Teheran tätig.
      Wenn das so ist, kann man eigentlich nur feststellen, dass die Kurden alles verdienen, was sie bekommen – nicht erst seit heute. Sie haben ganz offensichtlich ein magisches Händchen, sichmit den Falschen zu verbünden.

      Außerdem möchte ich wissen, welche Länder mit welche Drohungen Trump in letzter Minute von einen Angriff auf den Iran abhielten?

      Israel, die Golfstaaten, namentlich Saudi-Arabien, Katar, Oman und wohl alle welche einen US-Stützpunkt im Lande haben. Auch die Türkei.

      Außerdem verlegen die USA gerade einen Flugzeugträger nach Middle East.

      Es wurde gesagt, dass alle Staaten rund um den Iran den Luftraum für US-Operationen gesperrt geöffnet haben.
      Ein Angriff auf den Iran braucht aber zwingend logistische Basis, und deshalb ist der Flugzeugträger unterwegs.
      Allerdings ist der Flugzeugträger ein gutes Ziel, er kann nicht nahe hern (das letzte Mal ging einem Träger ein oder zwei Flugzeuge über Bord bei einem Not-Ausweichmanöver auf eine Rakete der Huthis).

      Die Gefahr eines Angriffs auf den Iran ist also noch nicht gebannt.

      Mit Sicherheit nicht, es gibt sogar die Gefahr, dass sie diesen Freitag oder Samstag zuschlagen.
      https://xcancel.com/Defence_Index/status/2012013394002657529#mhttps://xcancel.com/War_Radar2/status/2012004481702236623#m
      https://xcancel.com/DougAMacgregor/status/2011954591823274158#m

      Für mich stellt sich die Frage, ist der Autor bereit mit der Waffe seine Heimat gegen die imperialistische Aggression zu verteidigen? Oder ist er nur ein dummer, feiger Schwätzer, der vom Ausland aus gegen sein Volk arbeitet?

      Das sind aber gleich mehrere Fragen,
      die Antworten sind komplex und brauchen Zeit.

      OT – oder doch nicht OT?
      https://www.nytimes.com/live/2026/01/15/us/trump-news?campaign_id=60&emc=edit_na_20260116&instance_id=169393&nl=breaking-news&regi_id=73235550&segment_id=213776&user_id=de8b9929e27143fcb42da9e86e56e8c4#machado-trump-meeting-nobel-peace-prize
      Vielleicht macht der US-König sie doch noch zu seiner Statthalterin?

      Hmmm – was könnte dann der Schah-Son dem Trump schenken, damit er dann Statthalter im Iran sein darf?

  6. Schön, dass er den Iranern die Person Reza
    Pahlavie nicht als Alternative empfiehlt.
    Es nützt alles nix, von aussen können die Mullahs nicht vom Sockel gestossen werden, ohne dass die Region in Flammen aufgeht,
    vielleicht sollte der Westen es mal mit dem
    Zuckerbrot anstatt mit der Peitsche versuchen. Sanktionen aufheben, dem Land ermöglichen, dass es sich entwickeln darf und kann, das wird die Gesellschaft stärken,
    vielleicht den Vertrag, den Trump in die Tonne getreten hat wieder aktivieren.
    Die Ölindustrie bleibt staatlich und der Nuklearsektor beschränkt sich auf die Stromerzeugung etc. das dürfen die Saudis doch auch und wer weiss was die mit den Pakistanis für Verträge abschliessen, am Ende haben die Saudis noch die Atombombe…..!

    1. Nachtrag
      auch der Iran schliesst mit Pakistan
      Verträge ab, zwar noch keine militärischen aber da tut sich was…..
      presstv.ir ist wieder erreichbar

  7. Nun ja, die von aussen gesteuerten Unruhen im Iran sind zusammengebrochen, primär, weil sie Starlink abschalten konnten.

    Der geplante US-Angriff auf den Iran wurde gestern abgesagt, nicht zuletzt wohl, weil die geheimdienste Israels, GBs und USA infolge der Starlink-Abschaltung den Kontakt zu ihren Schergen im Iran verloren haben, und damit die mit dem Angriff koordinierte innnere Störung Irans ausgefallen wäre.

    Auf MoA wurde ausgiebig darüber diskutiert, auch dass der Mossad anscheinend viele irakische Kurden als Unruhestifter und Mörder in den Iran geschleust haben – die meisten sind nun wohl gefangen oder tot.
    Nicht vergessen: der US/Israelische Angriff im 2025 traf auf eine abgeschaltete Luftwabwehr, weil eingeschleuste Geheimdienstkräfte überall die Luftabwehr mit Drohnen usw ausgeschaltet hatten.
    Und trotz alledem entging Israel (leider) nur knapp der vollständigen Vernichtung.
    Zwar ist noch möglich, dass die USA nach dem Ende des Handels, also heute nacht oder Samstag, zuschlagen _ so wie letztes Mal, aber diesmal würden Sie auf eine aktive Luftwabwehr treffen.
    Wir werden sehen.

    Zum kleinen Schah, dem Sohn des Schlächters, gibts ansonst nichts zu sagen, wozu auch.
    Die Konter-Revolution ist abgesagt, also kann er wieder im Exil seinen täglichen Vergnügungen nachgehen – genügend geraubtes iranisches Geld dürfte von seinem Vater immer noch da sein.
    Aber das Thema Schah ist so oder so gegessen, und nur Leute, welche nun wirklich keine kulturelle und geschichtliche Ahnung haben, konnten dieser Personalie ernsthaft etwas abgewinnen.

    Ganz generell muss man sagen, dass man sowieso immer schlecht beraten ist, auf die sogenannte Diaspora zu hören – sei es die kubanische, venezuolanische oder auch iranische Diaspora – egal welche.
    Meist sind die ja gegangen, weil sie ihre Pfründe mit dem letzten Machtwechsel verloren haben, sind oft hasserfüllt und wollen nichts anderes als ihre Pfründe zurück, egal, wieviele Tote es dabei gibt.

    Eines der typischen Bonmots von solchen Schimären: „Bitte, Trump, bombardiere mein Land !“
    Kann man sich nicht vorstellen, sowas ….

    1. die Golfstaaten + Ägypten, Saudi Arabien haben Trump davor gewarnt, den Iran zu bombardieren das wäre mit Sicherheit ein Blutbad geworden.
      Der Iran hat die letzten Monate 2025 aufgerüstet und angedroht, im Falle eines US-Angriffes, die US-Stützpunkte im Nahen Osten mit Raketen anzugreifen.
      Israel hat Trump gebeten, den Angriff zu verschieben, denke mal, der iranische Angriff auf die Mossadzentrale ist noch nicht verdaut.

      1. Ich denke, nur Israel war der Grund, die Stützpunkte in SA usw sind nämlich weitgehend geräumt; wenn dort Raketen einschlagen, ist das den US egal bzw. momentan nicht so wichtig.
        Wie Sie sagen, der iranische Konter-Angriff – aber nicht nur auf die Mossad-Zentrale – ist nicht verdaut, zumal weder die USA noch Israel für einen zweiten solchen Angriff genügend Abwehr-Raketen haben.
        Wäre der Angriff nicht 12, sondern 20 Tage gegangen, wäre Israel jetzt nicht mehr existent, die Israelis hätten ihre 2.Pässe hervorgeholt und wären weg.

        Nachdem Starlink zusammengebrochen ist, kann die US/Israel auch nicht auf die erneute Stillegung der iranischen Luftabwehr hoffen. Es gäbe dann ein richtiges Entenschiessen.

        Aber wir werden sehen … es kommt, wie es kommt.

  8. Als der Drecksack seines Vaters das Terroregime anführte, gab es hier noch ein Nachrichtenmagazin namens Spiegel.
    Ich erinnere mich an so manchen Artikel in dem die „Regierungsweise“ beschrieben wurde. Dressierte Bären die Frauen vergewaltigten war nicht die einzige Abscheulichkeit!
    Ob sein Sohnemann anders ist, weß ich nicht, aber der Apfel fällt bekannterweise nicht weit vom Stamm.

  9. Pahlavi, eine weitere Attraktion aus der Diktatoren-Geisterbahn von USA und UK. Sein Großvater wurde von den Briten als Marionette installiert, sein Vater war dann die Marionette von USA und UK und er möchte auch endlich auf die Bühne. Wer so eine Gestalt als politischen Repräsentanten sieht, hat noch nie Lukas, den Lokomotivführer, oder Alfons, den Viertel-vor-Zwölften, gesehen.

    Die wirkliche Opposition aus dem Iran oder aus Persien tut sich keinen Gefallen, wenn sie sich ständig zum Spielball fremder Interessen machen lässt.

  10. Irans herrschende politische Elite hat Imperialismus und Zionismus erfolgreich bekämpft und die politische Opposition unterdrückt. Heute ist Irans politische Landschaft von Repression geprägt. Und der Sohn des verstorbenen Shakh gerät ins Rampenlicht der Medien.

  11. An dieser Stelle sollte man mal an etwas erinnern:
    „Mohammad Reza Pahlavi

    ……………………….

    Nach der Abdankung seines Vaters Reza Schah Pahlavi im Zuge der anglo-sowjetischen Invasion Irans bestieg er am 17. September 1941 den Thron. Mit Unterstützung der Vereinigten Staaten errichtete Pahlavi in der Folge ein autoritäres Regime und ließ die Opposition durch den Geheimdienst SAVAK unterdrücken. Am 26. Oktober 1967 krönte er sich zum Schahanschah („König der Könige“). Die Ereignisse der Islamischen Revolution führten 1979 zum Sturz der Monarchie und Pahlavi verließ am 16. Januar 1979 mit seiner Familie Iran. Nach seiner Flucht über Ägypten, Marokko, die Bahamas, Mexiko, die USA und Panama lebte er in Ägypten. Dort starb er am 27. Juli 1980 an den Folgen eines Morbus Waldenström und wurde in der al-Rifa’i-Moschee neben dem vorletzten ägyptischen König Faruq I. beigesetzt. “

    Ich kann mich noch recht gut an die Bilder im TV erinnern und wie die Menschen gejubelt haben.
    Pahlavi Sohn kann und wird das Land NUR mit Unterstützung der USA übernehmen können und wird schlimmstenfalls da weiter machen, wo sein alter Herr damals aufhören musste.

    Man kann nur hoffen, dass die Menschen im Iran nicht vom Regen in die (absehbare) Traufe kommen……………

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Reza_Pahlavi

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