Im Westen wird die Zwangsmobilisierung (Busifizierung) in der Ukraine meist verschwiegen

„Busifizierung“ am 4.12. in Charkiw. Das Bild verwendeten die Organisatoren zur Ankündigung der Veranstaltung.

 

Erstaunlich ist, wie wenig in den Medien hierzulande über die Mobilisierung in der Ukraine berichtet wird, obwohl das Interesse der Ukraine-Unterstützer darin liegt, den Krieg weiterzuführen, um eigene Sicherheitsinteressen durchzusetzen. Dass dazu die Ukrainer mittlerweile gezwungen werden müssen, soll aber keine Thema sein, man schätzt die heldenhaften Freiheitskämpfer und schweigt über die auch manchmal schon tödliche Wut oder Verzweiflung, die den Militärs der Rekrutierungszentren (TCC) entgegenschlägt. Es gibt zahlreiche Beschwerden, auch in  der Ukraine wird das Problem heruntergespielt oder auf „russische Narrative und Desinformationen“ zurückgeführt.

Seit etwa einem Jahr sind die Mitarbeiter der Rekrutierungszentren auf den Straßen unterwegs, um mit roher Gewalt Männer, mittlerweile auch kranke und untaugliche, meist in Kleinbussen, aber auch in anderen Fahrzeugen einzufangen und ins Militär zu zwingen. Busifizierung (busifikatsiia) wird das genannt. Das erinnert an die Szenen aus den USA, wo die bewaffneten ICE-Agenten ebenfalls Menschen, keineswegs nur Kriminelle, einfangen, um sie irgendwohin abzuschieben, mitunter in die Hölle des Megagefängnisses in El Salvador. So sieht mittlerweile die „freie Welt“ und die Verteidigung der Freiheit aus.

Paradigmatisch für die selbst verordneten Denk- und Wahrnehmungsverbote ist ein Vorfall an der Central European University (CEU). Sie wurde 1991 von George Soros gegründet, war bis 2019 in Budapest und ist dann nach Wien umgezogen. Für die russische Generalstaatsanwaltschaft ist die CEU seit Oktober 2023 eine „unerwünschte“ Organisation“, weil sie eine „anti-russische Agenda“ verfolge, “die von Hass auf Russland und seine multinationale Bevölkerung geprägt ist“. Auch der Zusammenhang mit Soros wird von ihr angeführt. 2015 waren bereits die Open Society Foundations und die Open Society Institute Assistance Foundation von Soros in Russland als unerwünscht verboten worden, weil sie die Sicherheit des Staats und seiner Verfassung gefährden würden.

Die Herausgeber des Online-Magazins Review of Democracy (RevDem) des an der CEU angesiedelten Democracy Institute hatten zugesagt, dass am 11. Dezember eine Podiumsdiskussion stattfinden kann. Der Titel der Veranstaltung war: “Men in the Vans, Women on the Streets: Gender, Resistance, and Forced Mobilization in Ukraine and Ex-Yugoslavia.” Es ging also um die gewaltsame Mobilisierung in der Ukraine, wo Männer seit geraumer Zeit eingefangen und in Bussen in die Rekrutierungszentren verschleppt werden. Oft protestieren Frauen vor Ort und versuchen, die Gefangenen wieder zu befreien, was auch mitunter gelingt.

Zur Begründung der Absage heißt es, dies sei nach „sorgfältiger Berücksichtigung der Bedenken, die von Kollegen, Dozenten und Studenten der gesamten Universität, insbesondere von Mitgliedern der ukrainischen Gemeinschaft der CEU, geäußert wurden“. Mit den Organisatoren und Teilnehmern der Veranstaltung wurde allerdings nicht gesprochen. Diskutiert worden sei die  Zwangsmobilisierung und die „tiefgreifenden Auswirkungen, die dieses Thema auf die Mitglieder unserer Gemeinschaft hat“. Das wird nicht näher ausgeführt, man merkt, die ukrainische Gemeinschaft hat die Thematisierung abgelehnt, befürchtet worden war wohl Kritik an der Mobilisierung und der dahinterstehenden Politik(er). Ohne diese wieder zu benennen wird den Veranstaltern mangelnde Ausgewogenheit vorgeworfen und erklärt, „dass das derzeitige Format der Veranstaltung nicht den Standards entspricht, die für eine akademisch ausgewogene und kontextbezogene Diskussion dieses Themas erforderlich sind. Insbesondere wurden mehrere Punkte zur Ausrichtung, zum Vergleichsumfang und zur Zusammensetzung des Podiums sowie zur Notwendigkeit einer klareren Kontextualisierung innerhalb der Realität des Krieges in der Ukraine angesprochen“. Das alles hätten Besucher der Veranstaltung einbringen können, wenn eine offene Diskussion erwünscht gewesen wäre.

Als Teilnehmer der Veranstaltung, organisiert von dem ukrainischen Soziologen Volodymyr Ishchenko vom Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin und der Bulgarin Almut Rochowanski, Fellow am Quincy Institute und feministische Aktivistin. Beide haben über die Zwangsmobilisierung publiziert. Vorgesehen als Teilnehmer war Tarik Cyril Amar, deutscher Historiker und außerordentlicher Professor an der Koç-Universität in Istanbul, ehemaliger Direktor des Zentrums für Stadtgeschichte in Lviv und Fellow am Holocaust Memorial Museum in Washington. Er hat erst kürzlich über die Zwangsmobilisierung publiziert: The Nation and Busification. Die aus Serbien stammende Politikwissenschaftlerin Milica Popović vom Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften leitet das Projekt „Das Schweigen des Nein-Sagens: (Nicht)Erinnerung an Deserteure aus den Jugoslawienkriegen“. Dabei geht es auch darum, dass den Deserteuren kein Asyl in anderen Ländern gewährt wurde und die Erinnerung an den Widerstand gegen die Mobilisierung und den Krieg in den postjugoslawischen Staaten vergessen oder unterdrückt wird.

Eingeladen war überdies die ukrainische Historikerin Marta Havryshko vom Strassler Center for Holocaust and Genocide Studies der Clark University, die sich ausgiebig und kritisch neben dem Holocaust und der nationalistischen Bewegung der Ukraine mit der Zwangsmobilisierung und sexuellen Gewalt beschäftigt hat. Sie ist von ukrainischen Nationalisten bedroht worden, wird beschuldigt, prorussische Propaganda zu verbreiten und ist auf die berüchtigte Website Myrotvorets gesetzt worden. In einem Offenen Brief haben 400 Wissenschaftler anhand ihres Falls ihre Sorge vor Einschränkungen der akademischen Freiheit und Anfeindungen von ukrainischen Nationalisten zum Ausdruck gebracht: „Wir erleben einen alarmierenden Anstieg von Belästigungen, Drohungen und Verfolgungen – oft ausgehend von nationalistischem Aktivismus und öffentlichen Kampagnen –, die sich gegen Wissenschaftler richten, die ihre Forschung unter diesen außergewöhnlich schwierigen Kriegsbedingungen fortsetzen.“ Vermutlich sollte ihr Auftritt vor allem verhindert werden, weil sie sich wie in dem Essay „How Nazi Collaborators Are Celebrated in Wartime Ukraine“ kritisch mit der offenen Weiterführung der rechtsnationalistischen Ideologie in der gegenwärtigen Ukraine auseinandersetzt.

In einem Offenen Brief kritisieren die Wissenschaftler das Canceln der Veranstaltung. Sie würden durchaus die Zwangsmobilisierung zu kontextualisieren, was auch das Thema der Veranstaltung gewesen wäre. Sie seien als Wissenschaftler auch in der Lage, eine ausgewogene akademische Debatte zu führen. Als Ukrainer mit Freunden und Familie im Land seien Ishchenko und Havryshko ebenfalls wie Mitglieder der ukrainischen Gemeinschaft, auf die Rücksicht genommen werden solle, direkt vom Krieg betroffen, Popović habe die jugoslawischen Kriege erlebt.

Die nicht näher ausgeführten Gründe zur Absage der Veranstaltung sehen sie eher als vorgeschoben an: „Wir glauben auch, dass der wahre Grund für diese Absage unsere öffentliche Haltung und unsere politischen Ansichten sind – insbesondere unsere kritische Sichtweise auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und den Nationalismus – sowie die mangelnde Bereitschaft von RevDem und dem Democracy Institute, sich mit den unbequemen Komplexitäten von Kriegen auseinanderzusetzen, die nicht in den vorherrschenden politischen Diskurs in der aktuellen Atmosphäre der europaweiten Militarisierung passen. Solche Absagepraktiken sind ein Warnsignal für die sich rapide verschlechternden Bedingungen der akademischen Freiheit und der Freiheit der Wissenschaft sowie der Meinungsfreiheit in der Europäischen Union, selbst durch Institutionen, die ansonsten behaupten, gegen solche autoritären Tendenzen zu kämpfen.“ Dem ist nichts hinzufügen. Die Busifizierung ist in der Ukraine ein heißes Thema und wird dort von Medien auch behandelt. Das Schweigen über die Praktiken der Mobilisierung in (vielen) Medien und Politik ist beredt und anders nicht zu erklären.

Schon im März erklärte der Ombudsmann der Ukraine, Dmytro Lubinets: „Aufgrund der zahlreichen Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern an die Ombudsstelle kann ich mit Gewissheit sagen: Menschenrechtsverletzungen durch Mitarbeiter des Zentralen Kriminalkommissars (ZK) und der Sonderpolizei (SP) sind systematisch und massiv geworden. Es scheint, dass illegale Festnahmen und Misshandlungen durch Vertreter des ZK und der SP zu einem neuen, weit verbreiteten Trend geworden sind, der sich nur durch ein entschiedenes Eingreifen des Staates stoppen lässt.“

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, hat nach dem Studium der Philosophie als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -ästhetik in München und als Organisator zahlreicher internationaler Symposien gearbeitet. Von 1996 bis 2020 war er Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis. Von ihm erschienen sind u.a. „Denken, das an der Zeit ist“ (Suhrkamp 1988), „Die Telepolis“ (1995), „Vom Wildwerden der Städte“ (Birkhäuser 2006), „Smart Cities im Cyberwar“ (Westend 2015), „Sein und Wohnen“ (Westend 2020) oder „Lesen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ (Bielefeld 2023)
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70 Kommentare

  1. Im Westen wird die Zwangsmobilisierung (Busifizierung) in der Ukraine meist verschwiegen
    Dort wird wie man scheint, fast alles verschwiegen. Aber allmählich wird es damit eng.

    Die Gegner Russlands scheitern auf ganzer Linie: Ihre krachende Niederlage ist nun endgültig besiegelt
    https://www.youtube.com/watch?v=LvPYwN8jXPA

    Katastrophe für Selenski: Jetzt wird er von Vladimir Putin und Donald Trump in die Zange genommen
    https://www.youtube.com/watch?v=Bq2BxcEAh20

    Und dann wäre da auch noch ein massiver Korruptionsskandal.
    Hier gibt es viele interessante Artikel dazu:
    https://anti-spiegel.ru/category/aktuelles/

    1. Das war auch meine erste Idee. Wahrscheinlich soll so das geneigte Publikum auf einen Regimewechsel vorbereitet werden. Dann kommt in der Werchowna Rada ein Untersuchungsausschuß und ein neues Gesetz, ein neunfacher Vater wird tränenreich von der Gattin empfangen und der Krieg kann moralisch sauber weitergehen.

      1. ..oder auch nicht…

        In Israel ist ja wohl kürzlich ein Mordanschlag auf „Selenkis Geldbeutel“, Timur Minditsch gescheitert, weil sich die Attentäter in der Villa geirrt hatten, und statt in die von Minditisch, in die von Kolomoiski eingedrungen sind.

        Minditisch ist die Schlüsselfigur des aktuellen Korruptionsskandals um Selenski, und konnte sich wohl wegen eines Tips rechtzeitig aus dem Staub machen. Fakt ist, lebendig ist er eine Gefahr für die Korrumpels, nicht nur um Selenski, sondern auch seine Unterstützer aus der EU, die sicher auch die Hand aufgehalten haben. Darunter auch Deutsche. Jedenfalls war es ja auffällig, daß Merz schnell noch die 11,5 Milliarden in die Ukraine überweisen ließ – „zur Stärkung des Energiesektors“. Also genau das schwarze Loch, in dem die hundert(en) Millionen verschwunden waren….

    2. Dazu muss man das Buch von Srđa Popović kennen, Protest! Wie man die Mächtigen das Fürchten lehrt., S. Fischer, Frankfurt a. M. 2015, ISBN 978-3-596-03377-5 darin erklärt er, wie auf mehrere Gesellschaftliche Gruppen gleichzeitig gesetzt wird.

  2. Nun haben die ehrenwerten Banderas und ihre Freunde, die Zionisten, ja erst mal wieder 210 Milliarden Euro zur Verfügung, um die demokratische Vernichtung von Menschenleben und -existenzen fortzuführen. Zu befürchten ist allerdings, dass auch dieses Geld schnell in Tümpeln aus Blut und in schmutzigen Hosentaschen verschwindet, und dann ist endgültig Ende Gelände, für alles zwischen Dnepr und Atlantik. Hilfreich dazu ist, dass alles, was derzeit noch funktioniert, systematisch tot gemacht wird, wie diverse Handelsbeziehungen und Bereiche der Bildung, die militarisiert und politisiert werden. Das hatte der Ostblock auch 40 Jahre lang versucht und ist gescheitert, aber wir schweben ja über den Dingen, über der Physik, über der Humanität, über der Mathematik, über dem Völkerrecht, auf Wolke 7. Möglicherweise wird sich gerade diese Wolke wegen des Klimawandels auflösen und alles, was darüber schwebt, wird abstürzen.

    1. Die #Bandera-Lobby ist am vergangenen Samstag mit NATO-Fahne und antikommunistischen Tiraden in Dresden aufmarschiert, um gegen die Vorstellung des Buchs »Der Bandera-Komplex. Der ukrainische Faschismus – Geschichte, Funktion, Netzwerke« zu demonstrieren.

      Mit Artyom Stassyuk war bei der Demo der #Bandera-Lobby, „Antideutschen“ und #NATO-Propagandisten gegen die Präsentation von „Der Bandera-Komplex“ in Dresden auch ein Politiker der Partei #DieLinke dabei.

      (via Susann Witt-Stahl, X) https://t.me/MediaGuerillaBerlin/19523

      1. Ja, mir ist das klar, die Linke hat sich schon lange auf die Seite der Zionisten und Banderisten geschlagen. Ich hatte mich schon gewundert, dass ein gewisser Herr Gysi auch in erzkonservativen Gegenden publik gemacht wurde. Aber, des Brot ich ess, des Lied ich sing, zumindest hinter der Fassade, die nur für den Pöbel zum Anbeißen schön gemacht wird. Wir haben nichts geändert, es gibt eine „nationale Front“, die alle Parteien umfasst, auch das BSW und die AFD, die nur ihre eigenen Vorteile sieht, im goldenen Käfig, ohne nach draußen zu schauen. Aber auch die goldenen Käfige sind nicht mehr vor Zerstörung geschützt. Das blendet man im Rausch aus.

  3. Guten Abend Herr Rötzer,
    von ganzem Herzen danke ich Ihnen für Ihren Artikel. Es ist tatsächlich so, dass die Medien kaum darüber berichten. Alles was gegen die Ukraine spricht, fällt unter den Tisch. Ich finde das wirklich schlimm. Um so wichtiger ist es, dass es Portale wie „Overton“ gibt. Ich erlaube mir, Ihren Artikel bei mir zu verlinken. Das mache ich übrigens oft, da es sehr viele gute Artikel bei Ihnen gibt. Ein großes Dankeschön und weiter so!

    https://egon-w-kreutzer.de/julies-woche

  4. Gerade so gut könnte man verlangen, im deutschen ÖRR eine kriegskritische Diskussion mit Hinterfragung der geschürten Russophobie im Land und EU-weit zu veranstalten.
    Die kriminelle Manipulation und Desinformation hat von der Ukraine und ihren hilfreichen angelsächsischen Propagandaagenturen und Skriptschreibern aka Thinktanks aus den ganzen Kontinent überrollt und wird, wie 1914 das zum Selbstläufer gewordene journalistische und politische Kriegsgeschrei, nicht ruhen bis die Katastrophe da ist.
    Eine kritische Auseinandersetzung mit dem ukrainischen „Heldenklau“ wird also bei uns garantiert ausbleiben.
    Wo er doch nur allzu auffällig an die deutsche Geschichte erinnert, bis zur tödlichen Jagd auf Deserteure durch Spezialeinheiten.
    Erstaunliche Zeiten, fürwahr.

  5. Man glaube nicht, dass es nicht auch bei uns, im Ernstfall und bei mangelhafter Opferbereitschaft, dazu kommen würde. Wo das Ordnungsamt auf Schlittenpisten hinter Schlittenfahrern herhetzt, die kein Maske tragen, wird bei Bedarf auch die Militärpolizei oder eine ähnliche Rekrutierungseinheit hinter fronttauglichem Menschenmaterial herhetzen und jenes in mit Gewalt in Busse zerren.

  6. Ich habe mir die Zeit genommen, den besagten offenen Brief zu lesen. Darin heißt es, dass M. Havryshko „Kriegsverbrechen der russischen Armee während des Russisch-Ukrainischen Krieges“ untersucht. So etwas habe ich auf dieser Website noch nie gelesen! Wären solche „Verbrechen“ tatsächlich geschehen, wären sie mit Sicherheit auf dieser Website gemeldet und Fotos veröffentlicht worden.

    1. Es könnte tatsächlich einen gut recherchierten Artikel brauchen, der tatsächliche Kriegsverbrechen von russischen Soldaten von denen zuhauf in der ukrainischen/britischen/deutschen Propaganda erfundenen trennt.
      So z.B. bei der ‚Straße des Todes‘ in Butcha. Die Position der Toten dort und die Spuren der Granateinschläge aus Richtung ukrainischer Stellungen ist sehr gut dokumentiert.

      1. Immer wieder gerne, Herr Wirth.

        Nur das die NSDAP rechts ist, stimmt nicht.
        Das ist eine perfide satanische Umkehr.
        Sie nannten sich nämlich National „Sozialisten“.
        Was Sozialismus bedeutet dürfte jedem klar sein.
        Armut, Krieg und Brotschlange.

        P.S. Meine Großmutter wäre für diese Aussage über die NSDAP um ein Haar im KZ gelandet.

        1. @Zauberfee
          Lediglich der Flügel um Strasser und Röhm wünschte einen rassistisch und nationalistisch geprägten Sozialismus. Den hat man sich gehalten zum Zweck der Arbeiterfängerei. Hat aber nicht gut geklappt.
          Bis Anfang August 1934 wurde der Flügel geduldet, dann wurde er entsorgt.
          Röhm durfte sich die Kugel geben und am Tag darauf wurden ihm nachträglich Putsch-Absichten unterstellt.
          Hitler stützte sich nun auf die alten Eliten aus Adel, Hochfinanz & Schwerindustrrie; der Sozialismus war erfolgreich verhindert.

          Die Umbenennung in National-kapitalistische Deutsche Kleinbürgerpartei hatte dann aber trotzdem keine Eile.

          Ach ja, mit dem „Die Internationale“ singendem linken Sozialismus eines K. Marx hatten aber beide Flügel nichts am Hut.
          Folgerichtig waren die Kommunisten dann auch die Ersten, die in die KZs gesperrt wurden.

          1. Ach ja, und wann immer ein Staat sich zum Sozialismus bekannte (Russland, Kuba, Vietnam), trug der kapitalistische Westen den Krieg dort hin; und ja: das hatte Armut & Brotschlange zur Folge.
            Bitte nicht Ursache und Folge verwechseln.

            1. Vergessen sie nicht all die Sanktionen denen diese Länder ausgesetzt wurden. Während man sich im Westen am in den Kriegen geraubten Reichtum labte wurden die sozialistischen Länder weitgehend vom Welthandel ausgeschlossen. Daurch konnte sich die Industrie in diesen Ländern natürlich nur schwer entwickeln. Wenn sich die Länder mit den Sanktionen nicht in die Knie haben zwingen lassen, dann hat man Sie in die Steinzeit zurück gebombt, wie zum Beispiel in Vietnam, Libyen, Jugoslavien und zur Zeit in Venezuela.

              Im Westen badete man sich derweil im geraubten Blutgold und proklamierte die Überlegenheit des kapitalistischen Systems. Wenn man sich aber die Entwicklung der Länder genau anschaut dann wird einem schnell klar, dass die sozialistischen Länder gewaltiges geleistet haben. Probleme wie Hunger und mangelnde Bildung wurden sehr schnell beseitigt und wie man heute z.B an Russland oder auch China und Vietnam sieht kommt, trotz Sanktionen, auch die industrielle Entwicklung vorran und dort sogar wesentlich besser als bei uns. Indien z.B hat 2025 8% Wachstum! Wo werden die Investoren also demnächst Ihr Geld anlegen, vor allem wenn man in Europa Angst haben muss das die EU Kommission das Geld einfach konfisziert.

              Oder wie ein zynischer Kommentator neulich mal gesagt hatte:
              Europa ist jetzt das neue Afrika!

              Pass ja auch perfekt wenn man sich anschaut wie die Regierungen hier in Europa das Geld wie in einer Bananenrepublik an Ihre Kumpels verschleudern und uns (die Bevölkerungen) damit nicht nur jetzt sondern auch in Zukunft belasten. In Zukunft haben wir dann aber nicht mehr die Wirtschaftsleistung um diese Schulden bezahlen zu können!

              Dann wird man vielleicht wieder Gründe für Zwangsarbeit erfinden..

              Mfg Makrovir

        2. Zauberfee

          Nur das die NSDAP rechts ist, stimmt nicht.
          Das ist eine perfide satanische Umkehr.
          Sie nannten sich nämlich National „Sozialisten“.

          Genau, die nannten sich so.
          Die DDR nannte sich demokratisch, obwohl da keine Demokratie drin war, die CDU nennt sich demokratisch, obwohl die langjährige Parteivorsitzende ohne Widerspruch öffentlich erklären konnte, dass sie ein Mehrheitsvotum für einen Ausstieg aus der EU in Deutschland ignorieren würde. Ganz zu schweigen vom kleinen c, welches für das christliche benutzt wird. Merz und christlich. Haha!

          Aber macht euch nur weiterhin lächerlich.

          Tipp: weniger Danish & Co. lesen, mehr selber denken.

        3. Ist halt eine Frage der Definition von „links“ und „rechts“.

          Wenn man planwirtschaftlich-marktwirtschaftlich unterscheidet, waren die Nazis links. Wenn man nationalistisch-globalistisch trennt, waren sie so rechts, dass man noch ein „völkisch“ davorstellen muss.

          1. Kriegswirtschaft, und die Nazis haben vom Anfang an auf Kriegswirtschaft umgestellt, man kann das in Neumanns ,, Behemot“, der Referenz überhaupt, nachlesen, ist IMMER Planwirtschaft, wenn der Krieg für eine Nation wesentlich wird . Nichts daran ist ., links“ oder gar ,, sozialistisch“. Die Vorstellung, die Versorgung und Ausrüstung einer kämpfenden Armee ließe sich nach marktwirtschaftlichen Prinzipien organisieren, ist schlichtweg albern.

        4. Sich schimpfen kann man ja wie man will, aber was genau war denn an der NSDAP sozialistisch bitteschön? Die Ideologie des dritten Reiches war mit dem Sozialismus in keinster Weise irgendwie vereinbar. Das war genau das Gegenteil von Sozialismus. Nationalsozialismus ist nicht Sozialismus. Die Nazis wie auch die Sozialisten haben da sehr wohl einen Unterschied gemacht.

        5. Wenn es um den ,, Sozialismus“ der Nazis geht, melde ich mich immer mal mit der Bitte, mir eine , wirklich nur eine einzige nachgewiesene Maßnahme zu nennen, mit der man das belegen könnte. Du ahnst es? Da kommt nie was. Immer nur imbezilles Geraune darüber, dass sie das ja wohl schon im Namen selbst gesagt hätten.
          Was sich auch zeigt, ist, dass selbst grundlegende Kenntnisse zur Geschichte der NSDAP und deren Funktionieren nach der Machtergreifung nicht vorhanden sind, wodurch man sich aber nicht daran hindern lässt, sich darüber breit auszulassen.
          Man sollte aber schon wissen, was mit denen bei den Nazis – Strasser / Röhm – passierte, die nicht rechtzeitig merkten, dass die Zeit sozialrevolutionärer Phrasen, und es waren nie mehr als Phrasen, vorbei ist.
          Aber schon viel früher, spätesten 1925, ist klar, dass man keinerlei ,, sozialistische“ Ambitionen hatte. Man kann dass in Goebels Tagebüchern sehr klar beschrieben finden. Der neigt damals dem Strasser- Flügel zu, ohne selbst eine klare Verstellung zu haben, was deren (nationaler),,Sozialismus“ sein soll. Hitler macht klar, dass nichts in dieser Richtung passieren wird und lässt bei einer Gauleiter-Taggung sogar darüber,,abstimmen“. Man könnte noch sehr viel mehr schreiben. Schon Mitte der 20er versicherte Hitler, der schon damals regelmäßig Kontakte zur Wirtschaftsspitze hatte, bei Goebels werden Schacht und Thyssen namentlich genannt, Und erklärte, dass das Privateigentum heilig sei.

          Das alles ist kein Geheimnis. Nur, dass Propagandisten der (Nazi)Sozialismus-These es nicht wissen, es nicht lesen, nichts lernen wollen und mit geradezu manischer Besessenheit beim nächsten Mal da weitermachen, wo sie beim letzten Mal aufhörten.

        6. Karl Eduard von Schnitzler sagte: „Die NSDAP war manches, bloß nicht national und auch nicht sozialistisch“ – wo er recht hatte, hatte er recht! Was Kapitalismus in der BRD bedeutet dürfte klar sein? Hier bestimmten die Nazis nach dem Krieg und heute ihre Nachfahren die Politik.

        7. Zauberfee schrieb:

          Nur das die NSDAP rechts ist, stimmt nicht.
          Das ist eine perfide satanische Umkehr.
          Sie nannten sich nämlich National „Sozialisten“.

          Darf man daraus schlussfolgern, dass Sie auch glauben eine Zauberfee zu sein, weil Sie sich selbst so nennen?

        8. @Zauberfee

          Die Begriffe Rechts und Links enstammen der Weimarer Republik wo im Parlament die Vertreter des Adels (Junker) rechts saßen und die Veretreter der Arbeiterschaft links.

          Insofern wird im Allgemeinen Politik die sich gegen die Rechte des Volkes richtet oder den Reichen und Adligen dient als „rechte“ Politik bezeichnet. Während Politik die die Rechte und den Besitz der Arbeiterinnen und Arbeiter fördert gemeinhin als links bezeichnet wird.

          Dis NSDAP war eindeutig und beweisbar eine faschistische Partei. Und die Faschisten waren genau diese Industrie Barone (Robber Barons) als auch die Junker. Und die NSDAP war eine durch und durch faschistische Partei auch wenn sie sozialistisch im Namen trug. Sie hat die Arbeiterinnen und Arbeiter versklavt und im Krieg verheizt während man den Besitz der Menschen raubte und ihn ins Ausland schaffte..
          Das ist keine linke Politik !!

          Auch die SPD trägt sozial und demokratisch im Namen aber macht eine durch und durch faschistische Politik. Und auch die „Alternative“ stimmte genauso für den Überwachungsstaat und hat offenbar überhaupt kein Problem damit wenn man bei den Bürgerinnen und Bürgern einbricht um Staatstrojaner zu installieren.

          Deshalb bringt es nichts Parteien nach ihrem Namen zu beurteilen, sondern wir müssen uns genau anschauen welche Politik sie machen und wem diese Politik nützt.

          Die Bibel lehrt darüber übrigens folgendes:

          Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
          An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
          Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
          So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte.
          Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.
          Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
          Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

          Mat. 7, 15

          Und deshalb ist es grundlegend falsch die NSDAP als etwas zu bezeichnen was sie bewiesenermaßen nicht war, nämlich eine linke Partei. Und auch heute müssen wir uns wieder vor diesen „faulen Früchten“ hüten die uns die Vertreterinnen und Vertreter der Regierunsparteien immer wieder unterjubeln..

          Mfg Makrovir

            1. Sebastian Haffner beschreibt das die „Konservativen Parteien“ damals Hitler links von Ihnen sahen (Vermutlich weil Hitler nicht Adlig war..). Es stimmt auch das manche der Konservativen Parteien damals gegen Hitler eingestellt waren aber nur weil sie ihn als Konkurrenz wahrnahmen.

              Die Kommunisten hätten die NSDAP blockieren können aber die wurden, wie auch Herr Haffner berichtet, ja mithilfe der Polizei klein gehalten..

              Was Sebastian Haffner allerdings völlig verschweigt ist das die NSDAP ja letztendlich durch Korruption und Erpressung an die Macht kam. Herr Hindenburg war Korrupt und deshalb wurde er von den Industrialisten und der NSDAP erpresst..

              Zeitungsberichte warfen Hindenburg ein Eingreifen in Verfahren zur Entschuldung und zur Subventionsvergabe vor, indem Bekannte und Verwandte von ihm bevorzugt behandelt wor-
              den waren. Er musste mit weiteren Enthüllungen rechnen. Aus Sicht der ostelbischen Groß-
              grundbesitzer war alles zu tun, um Schaden abzuwenden, weswegen sie Druck auf den
              Reichspräsidenten ausübten. Ohne Bruch der Verfassung gab es aber keine Möglichkeit, der
              Presse oder dem Untersuchungsausschuss beizukommen. Den Ausweg sah Hindenburg in
              einem Bündnis mit der NS-Massenbewegung. Hitlers Gegenleistung bestand darin, den
              Skandal niederzuschlagen.

              Hindenburg – Der korrupte Kriegsverbrecher
              Von Helmut Donat

              Das ganze philosophische bla bla kann sich Herr Haffner also abschminken, da waren ganz andere Kräfte (die Faschisten!) am werkeln. Auch ansonsten Arbeitet sich Herr Haffner da eher an Allgemeinplätzen ab, anstatt sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen..
              Aber das war auch typisch für die Art wie man in Westdeutschland mit der Geschichte umgegangen ist..
              Bloß keine peinlichen Fragen..

              Nur meine Gedanken dazu.. 🙄

              Mfg Makrovir

              1. Mit Verlaub, Herr Haffner bringt es glasklar auf den Punkt.
                Den philosophischen Part, bzw. das bla bla übernehmen wohl eher Sie selbst.

                Einfach mal zuhören und was lernen…… 😉

                1. Einfach mal zuhören und was lernen……

                  Oh Göttin, bitte nicht noch einmal, einmal hat gereicht..

                  Wenn Sie wirklich der Meinung sind, dass um ein Lagerfeuer zu stehen und „Cumbajaa“ zu singen ein Merkmal von Sozialisten ist dann ist nach dieser Definition auch die katholische Kirche Sozialistisch und auch der Ku Klux Clan und so ziemlich jede Pfadfinderorganisation und natürlich auch das Militär..

                  Das Ganze macht einfach keinen Sinn… 🤷
                  Es ist halt ein wissenschaftlicher Fehlschluss alles was schwarz ist für einen Raben zu halten, auch wenn die meisten Raben schwarz sind..

                  Mfg Makrovir

                  1. Sie haben sich soeben selbst entlarvt.
                    Seit wann ist ein Ketzer eine „Göttin“ ?
                    Ich gebe ja zu, das Thema ist etwas komplex, aber ein bisschen mehr Konzentration, wäre dann doch angebracht. Sie scheinen ja vor lauter
                    Enthusiasmus das ein oder andere zu verwechseln. Befassen Sie sich einfach mal etwas intensiver mit der Thematik, dann müssen Sie nicht endlose Schwurbelkommentare, die vom Thema ablenken, zum Besten geben.

                    1. Haben Sie irgendeinen Überheblichkeitskomplex.. ? Größenwahn ??

                      Was zur Hölle hat Sie bitte dazu veranlasst zu glauben, dass Ich mit „Göttin“ Sie gemeint haben könnte ?

                      Ein „Ketzer“ ist mit Sicherheit keine „Göttin“ aber die Göttin anzurufen macht einen auf jeden Fall zum „OG Ketzer“..

                      Und das obwohl sich die Anrufung der Muttergottheit mit der Marienverehrung ja bis heute in unseren Breiten erhalten hat..

                      Was Sie sagen hat keine Substanz, denn Sie machen keine einzige veritable Aussage, abgesehen von der Behauptung man würde schon verstehen wenn man sich noch mehr anhören würde. Aber was Herr Haffner da behauptet ist nach heutiger historischer Betrachtung einfach unzutreffend. Er verallgemeinert und er klammert aus (Vielleicht auch aus Unwissenheit). Zum Beispiel wirft er am Anfang diese Vortrags die These auf, dass nur die Konservativen etwas gegen die NSDAP gemacht hätten. Dann wiederspricht er aber selbst dieser These wenn er richtig bemerkt das die Arbeiterinnen und Arbeiter ja von Noskes Reiterstaffeln zusammengeschossen wurden, also sehr wohl Wiederstand geleistet haben. Also ist seine These eindeutig falsch..

                      Warum soll ich mich also länger diesen mit falschen Thesen herumschlagen, da gibt es wichtigeres zu tun und zu lernen..

                      Diese „konservativen Parteien“ von denen Haffner da spricht waren übrigens eine genauso eine eklige menschenverachtende Bande (Monarchisten), in vielen Punkten genauso schlimm wie die Nazis aber nicht ganz so antisemitisch.

                      Mfg Makrovir

            2. Unglaublicher Blödsinn, und dies glauben Sie? Vorschlag: mal ein Jahr in einem Gästehaus der Regierung leben, da bekommen sie Kontakte, die ihr Weltbild verändern. Dann vergessen sie auch einen Dummschwätzer wie Herrn Haffner.

        9. @Zauberfee und andere

          Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht beteiligen, weil es zu kompliziert ist, als dass man es mit wenigen Sätzen auch nur halbwegs ausreichend behandeln könnte. Nun hat sich dazu aber – wieder Erwarten – doch eine kleine Debatte entwickelt und kann ich der Versuchung nicht widerstehen, auch ein paar Gedanken thesenartig beisteuern:

          Ja, der NS verwendete in äußerlicher Hinsicht – nicht aber im Hinblick auf die politische Zielsetzung(!) – Methoden und Eigenschaften, die bereits zuvor bei linksextremen Parteien und in der Sowjetunion aufgetaucht waren (z.B. Massen- und Einheitspartei, Aufmärsche, totalitäre Durchdringung und Erfassung der ganzen Gesellschaft, massive Propaganda, Vorrang des Kollektivs vor dem Individuum, Jugendorganisationen, Versuche zur Wirtschaftslenkung). Insofern hatte der NS von AUSSEN gesehen natürlich auch sozialistische Aspekte.

          Diese teilsozialistische Erscheinungsform, die ja bekanntlich auch der Zeitzeuge Sebastian Haffner als unverdächtiger Linksliberaler bemerkte, diente aber zu einer Politik GEGEN die Linke und außerdem natürlich auch für die Kriegsfähigkeit. Man könnte es auch so nennen: Die Linke mit den eigenen Waffen schlagen – und danach die Sieger von 1918.

          Hinzu kam, dass die NS-Volksgemeinschaft, die natürlich auch linke Nazis wie Strasser befürworteten, in ihrer nationalen Beschränkung das ganze Gegenteil des universalistischen und humanistischen linken Ansatzes darstellte, der ja der Aufklärung entstammte und bei dem die Unterschiede zwischen den Völker ja schwinden sollten.

          Wie man die teilsozialistischen Züge des Dritten Reiches nun bewertet, hängt allein vom eigenen Standpunkt und der verwendeten Sozialismusdefinition ab. Wer – wie die westlichen Liberalen und auch Haffner – die äußere (illiberale) Form am wichtigsten findet, der erkennt beim NS gewiss solche sozialistischen Elemente. Wer als Linker hingegen die INNERE Form, also die Inhalte und Ideale der Politik für wichtiger hält als die äußere Form (so wie es hier gerade einige Foristen tun), der wird natürlich empört sein, wenn man das halbsakrale Sozialismus-Wort auch für die braunen Machthaber verwendet.

          Noch ein letzter Gedanke:
          Der NS war ein sehr komplexes Gebilde, viel komplexer als manche denken. Er speiste sich aus einer ganzen Reihe von geistigen „Quellen“ und Traditionen und profitierte zudem von allerlei begünstigenden Rahmenumständen, ohne die er nicht an die Macht gelangt wäre.
          Insofern scheinen mir die ganz explizit nur ökonomisch ausgerichteten Faschismustheorien der Linken viel zu kurz zu greifen. Diese linken Gedanken sind für sich allein genommen nicht unbedingt falsch, aber sie lassen so viel anderes und Wichtiges beiseite, dass sie in dieser Beschränktheit wiederum ein schiefes Bild ergeben.

          So ist es m.E. auch falsch, den NS als „normalen Faschismus“ zu bezeichnen, denn er war mit seinem abstrusen Rassenwahn, seiner brutalen Vernichtungsbereitschaft, seiner Antizipation modernster Techniken, seiner Revanchekriegs- und Eroberungssucht, seiner nihilistischen Religionsfeindschaft, seiner oft unterschätzten Distanz zu den konservativen Werten und Formen des wilhelminischen Deutschlands und schließlich auch durch die extreme Machtfülle der höchsten Führungsperson, also Hitlers, doch vielfach anders als der sog. Klerikalfaschismus der Südeuropäer oder andere autoritär-faschistische Bewegungen.

          Und er war zweifellos auch etwas anderes als bloß der – nach Dimitroff – zur terroristischen Herrschaft gelangte Kapitalismus oder gar die Renaissance der Konservativen und Deutschnationalen des Kaiserreichs. Ja, mit zunehmender Herrschaftsdauer gelang es den Braunen sogar, die Bedeutung und Freiheit der kapitalistischen Unternehmen zunehmend etwas zu beschneiden. Von daher würde man den Charakter des NS falsch deuten, wenn man in ihm – wie es die Kommunisten taten – bloß eine Art Werkzeug der herrschenden Klasse sehen würde. Auf diese Idee kann man nur kommen, wenn man vieles eben nicht weiß.

          1. @Wolfgang Wirth
            Zitat: „Insofern hatte der NS von AUSSEN gesehen natürlich auch sozialistische Aspekte.“
            Das ist nicht korrekt.
            Korrekt wäre: „Insofern hatte der NS von AUSSEN gesehen natürlich auch Aspekte, die ähnlich auch von sozialistischen Staaten verwendet wurden.“
            Wir wollen doch nicht Form mit Inhalt vewechseln.
            Wir würden ja auch nicht schreiben: „In der DDR trug der Staatschef Anzug und Krawatte. Auch in den USA trägt der Staatschef Anzug und Krawatte, hat also auch sozialistische Aspekte.“
            Nein, nur weil eine Paprika zuerst grün war und dann rot wurde, bedeutet das nicht, sie müsse „in mindestens einem Aspekt als sozialistisch betrachtet“ werden.

            Sozialismus/Kapitalismus sind der Inhalt.
            Ob diese liberal oder totalitär verwirklicht werden, macht die Form aus.

            Nur ein Beispiel: die USA sind ein zutiefst kapitalistisches Land. Würde der POTUS nun totalitäre Gesetze und uniformierte Fackelaufmärsche einführen, würde sich an dieser Tatsache dann irgenetwas ändern? Nein, natürlich nicht; sie wären noch genauso kapitalistisch wie vorher auch.
            Wer denkt, sie würden dadurch zu einem Land, das nun nur noch zu 50% kapitalistisch sei, weil es über Nacht zu 50% sozialistisch geworden sei, der erkennt wegen unzureichender Begriffsschärfe nicht, was das zentrale Wesensmerkmal des einen, bzw. anderen ist:

            Kapitalismus: alle Produktionsmittel in privater Hand.
            Sozialismus: alle Produktionsmittel in öffentlicher Hand.

            Und da Hitler und Stalin einen gemeinsamen Hang zum Totalitarismus teilten, garnierten sie ihre Gesellschaften mit Uniformen und Fackelaufmärschen.

            Zitat: „Diese teilsozialistische Erscheinungsform, die ja bekanntlich auch der Zeitzeuge Sebastian Haffner als unverdächtiger Linksliberaler bemerkte“
            Ja, und als die Kirche gegen Galileo argumentativ nicht mehr ankam, griff sie auch auf vermeintlich besser wissende Autoritäten und deren veraltete Ansichten zurück (Aristoteles, die Bibel).
            Die Erde dreht sich trotzdem um die Sonne.
            Und wie schon Galilei sagte: der Verweis auf Autoritäten ist abzulehnen! (auch @Zauberfee)

            1. @Alex_R

              Ich hatte doch im Kommentar bereits geschrieben, dass hier Linke und Liberale / Konservative zu einer unterschiedlichen Sichtweise kommen. Sie wiederholen Ihre Sichtweise.
              Soll ich jetzt meine auch noch mal wiederholen??

              Es ist m.E. ein Irrtum, ja ein Fehler, die äußerlichen Merkmale zu gering zu schätzen und sich allein auf die vorgeblich angestrebten Ziele und Ideale zu berufen. Ja, das kann man tun, aber dabei werden die diversen kriminellen Schattenseiten des Linkssozialismus zu sehr vernachlässigt. Und daher sollte man das eben doch nicht tun.

              Und ja, nach meiner Definition – und Sie haben kein Recht, mir meine Definition vorzuschreiben – war der NS eine Tyrannei mit sowohl kapitalistischen als auch sozialistischen Merkmalen. Mir genügt das Äußere.

              Gewiss – der linke Sozialismus strebte zur Sonne, zur Freiheit, zum Guten, zur Brüderlichkeit und und und.
              Aber das reicht nicht. Man muss ihn messen an dem, was er tatsächlich „geleistet“ hat.
              Sorry.

              Ich kann keinen Sozialismus leiden, egal welcher Spielart, jeder führt zu Unfreiheit und Tyrannei. An @Noname: Man muss Sozialismus nicht erst negativ framen, denn er IST NEGATIV.

              1. @Wolfgang Wirth
                Korrekt. Damit es auch hier wieder gelesen werden kann. Da kann sich dann jeder Leser selbst überlegen, welche Argumente ihn mehr überzeugen.

                Und ob sie Ihre Argumente hier wiederholen wollen, da werd ich Ihnen sicher keine Vorschriften machen.

                Sie könnten zur Abwechslung aber auch mal versuchen, auf meine Argumente einzugehen und Sie zu widerlegen; das würd mich angenehm überraschen!

                Tatsächlich aber nehme ich an, dass @noname mit seiner Vermutung Recht haben könnte: Ihr eigentliches Ziel ist nicht die Beschreibung des Hitlerismus, sondern um mit seiner Hilfe den Sozialismus zu verteufeln – und das um jeden Preis, ganz gleich wie schief das Argumentationsgebäude auch stehen mag.

                Allein schon, dass Sie den Hitlerismus zu „definieren“ versuchen, zeigt, dass Sie offenbar nicht in der Lage sind, ihn anhand von Ideologie-Definitionen argumentativ abzuleiten.
                Der Einzige, der Hitlerismus definieren konnte, starb übrigens ’45 im Führerbunker. Wir übrigen müssen uns auf’s Beschreiben beschränken.

              2. Nachtrag:
                Dieser ganze Trickgriff mit der „eigenen Definition“ des Hitlerismus, den Ihnen keiner verbieten könne, soll lediglich verschleiern, wie unfassbar schief die Argumentation tatsächlich ist. Das aber deckte ich auf (u.a.).
                Tatsächlich aber will ich sie Ihnen gar nicht verbieten. Ich erkläre sie lediglich für vollkommen irrelevant. Ihr persönliches Luftschloss.

                Ach ja: Wenn ich definiere, dass Wasser trocken ist, dann werden Fische niemals nass.
                Und was verrät uns das nun über Ihre Argumentationskette? Genau! Sie ist so furchtbar schief, dass sie jedem Politikstudenten noch im ersten Semester fürchterlich um die Ohren gehauen werden würde.

                Erachte ich dabei die Form (Uniformen, Fackelaufmärsche) als „zu gering“. Das denke ich nicht. Auch die Form ist nicht unwichtig, aber: das befreit uns nicht von der Pflicht, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen (man nennt das „abstrahieren“); in Gymnasien in der Oberstufe ist dies im Allgemeinen eine zentrale Voraussetzung für gute Noten; wo genau haben Sie da gelegen?

          2. Viele interessante Details von W Wirth, aber man sollte auch deren Bedeutung und Bewertung in einen rationalen Rahmen bringen können. Ob Inhalt und Wirkung oder äußere Form bzw. Aussehen als primär zu bewerten sind, dürfte doch jedem klar sein.
            Jeder Verbrecher bemüht sich doch in der Selbstdarstellung, als ehrenhafter Bürger zu erscheinen.
            Bei den Nationalsozialisten war es nicht anders, nur umfassender und raffinierter.
            Aber letzten Endes: wenn man einen Haufen braune Sch… rot anmalt (das kann eigentlich jeder, der einen Farbtopf anheben kann), wird trotzdem keiner auf die Idee kommen, das als Sozialismus zu verkaufen. Schon gar nicht, wer schon einmal auf so einen Haufen draufgetreten ist.

            Aber es geht um das Framing des Begriffes Sozialismus, stimmt’s? Er SOLL mit den Verbrechen der Faschisten verklammert werden. Propaganda auf leisen Sohlen.

            Haffner ist übrigens kein „unverdächtiger Linksliberaler“. Er ist ein Weißwäscher.

        10. Na, aber sicher doch!

          Und die Sozialdemokraten sind sozial und demokratisch, die Grünen sind eine ökologische Friedenspartei, die Union ist christlich, demokratisch und sozial, die „Linke“ links.. und die FDP.. frei… von Inhalten…

          Die allerersten, die die Nazis ab dem Reichstagsbrand 1933 in KZs gesteckt haben, waren übrigens Kommunisten. Gefolgt von Gewerkschaftern, Sozialdemokraten und Homosexuellen. Da lebten selbst die Juden noch halbwegs unbehelligt in Deutschland. Die Nürnberger Rassengesetze kamen erst Ende 1935. Soviel zu den „sozialistischen“ Nazis.

  7. Offenkundig zählt das Recht in der regelbasierten Ordnung wenig. In der Ukraine werden Männer zwangsrekrutiert und die EU unterschlägt russische Geldvermögen. Übrigens übertreten die EU-Eliten bei diesem Vorgehen auch die eigenen internen Regeln, indem sie mittendrin die Abstimmungsregeln ändern.

    Aber man erinnere sich an die ukrainischen Territorialverteidigungskräfte. Den Freiwilligen dieser Einheiten wurde versprochen, sie kämen nicht an die Front. Damit hatte es sich sehr schnell und oft wurden sie in Schlachten geworfen, wo die „wertvollen Kräfte“ nicht verheizt werden sollten. Und diese wunderbaren Vaterlandsverteidiger führen auch heute nicht jeden Befehl aus.

  8. Das große Verschweigen des Werte-Westens ist ja mittlerweile eine äußerst durchschaubare Veranstaltung. Alles, was nicht in die Tagträume der westlichen Eliten passt, das gibt es eben halt einfach nicht. Russland hat den Westen gedemütigt, auch wenn viele westliche Kommentatoren zu dumm sind, um das zu erkennen. Aber schauen Sie sich Indien, China und viele andere Länder an. Russland wird weltweit für seine unerschütterliche Opposition gegen die USA und Europa bewundert und gefeiert, während diese sich in einer üblen Abwärtsspirale befinden. So z.B. ist auch hier der aktuelle Besuch des indonesischen Staatschefs Prabowo Subianto in Moskau zu deuten. Und Russland verfügt über die wahrscheinlich furchterregendsten und kampferpropten Streitkräfte der Welt, welche aber nicht offensiv gegen den NATO-Westen marschieren werden. Die russische Führung hat dies klar kommuniziert, und dies ist mMn als glaubhaft anzuerkennen. Die Tatsache, dass die Menschen im Westen mittlerweile in einem Meer von völlig idiotischer Propaganda leben, hat nichts mit Russland zu tun. Aber das wissen sie als Forumsteilnehmer alle natürlich genau, nicht wahr.

    1. Völlig richtig. Es gäbe auch keinen einzigen logischen, nachvollziehbaren Grund für Russland, eines der EU/NATO-Länder anzugreifen. Wozu? Da gibt es erstens nichts zu holen, zweitens wird man sich nicht mit einem Militärbündnis offensiv anlegen, das Atomwaffen hat, denn Putin ist intelligent und kein Schwachkopf, der so etwas riskieren würde, wie einige unserer debilen „Eliten“ und drittens hat die Spezialoperation in der Ukraine ja bekanntlich nur nach massiven Provokationen des Kiewer Regimes gegen die russisch stämmige Bevölkerung begonnen – nachgewiesen durch die OSZE und einem massiven Anstieg von Artilleriefeuer auf die Republiken Donezk und Lugansk ab Mitte Februar ’22, sowie durch die Drohung Kiews in die NATO einzutreten und somit US-Angriffswaffen vor den Toren Moskaus zu stationieren.
      Ebenso war die USA drauf und dran, Russland den einzigen ganzjährig eisfreien Hafen in Sewastopol abzuschneiden, weshalb man sich entschloss, das Referendum auf der Krim zu einer Sezession von der Ukraine und einem Anschluss an Russland abzuhalten nach Vorlage Kosovo. Das gleiche Prinzip wie übrigens auch bei Donezk und Lugansk.

    2. Russland hat den Wertloswesten noch nicht wirklich gedemütigt. Das kommt erst noch richtig wenn die wertloswestlichen „Eliten“ nicht zur Vernunft kommen.

  9. @Zauberfee

    „Nur das die NSDAP rechts ist, stimmt nicht. […]
    Sie nannten sich nämlich National ‚Sozialisten‘.“
    Und weil die CSU das C und das S im Namen hat, gehören Nächstenliebe und soziale Wohltaten zu ihrem Kernparteiprogramm?

    „Was Sozialismus bedeutet dürfte jedem klar sein.
    Armut, Krieg und Brotschlange.“

    Ich habe bis zu meinem 30. Lebensjahr in einem sozialistischen Land gelebt. Und ob Sie es mir glauben oder nicht, weder habe ich Hunger leiden müssen (meine drei Geschwister und meine Eltern im Übrigen auch nicht), noch mussten wir nach Brot in einer Schlange anstehen (sogar Fleischereien gab’s für die Wurst aufs Brot). An einen Krieg, der von meinem Heimatland ausgegangen wäre, kann ich mich beim besten Willen auch nicht erinnern. Und zwischen Armut und Nicht-reich-Sein gibt es auch einen gewaltigen Unterschied.
    Wir konnten auf jeden Fall besser leben als ein Großteil der im heutigen Deutschland unter dem schicken Namen „Prekariat“ zusammengefassten Menschen.

    Was Sie hier behaupten, ist der pure Unsinn.

    1. Die (nicht-ganz-)Sauberfee verbreitet die offizielle Lesart der AfD: Genau den selben Unsinn tischte die Weidel im Interview ihrem Gönner Elon Musk auf. Für Wessis ist diese Rabulistik ein alter Hut: Das Sprüchlein bekamen Linke von Alt- und Neonazis regelmäßig zu hören. In seiner staatstragenden Variante wird daraus die Hufeisentheorie, der gemäß Sozialismus und Faschismus sich als ideologische Extreme nahe beieinander finden, während die politische „Mitte“ sich von Beiden fern hält, folglich ideologiefrei sei.

      Den feenhaften „Systemvergleich“ haben Sie eindrucksvoll gekontert – und dabei noch nicht mal von Kitas und Frauenrechten, vom Recht auf Arbeit und Wohnung gesprochen. Eigentlich ist’s noch viel schlimmer: Im Unterschied zu den Mietern und Arbeitern im Westen gehörte ihnen der ganze Kram, von der Wohnung bis zur Fabrik – bis die Treuhand alles geklaut hat. Aber wir wollen nicht ungerecht sein: Dafür können Sie jetzt Bananen essen, bis sie Ihnen zu den Ohren wieder rauskommen. Ist doch ein fairer Tausch!

      – Sorry für den Sarkasmus –

    2. Während meiner 4 Jahre an der EOS (heute spricht man vom Gymnasium) , Ende 70er und Anfang der 80er war das Elend auf dem Schülerparkplatz gut zu sehen, da gab es nämlich einen leeren Fahrradständer… Es kamen nur ein paar Lehrer mit dem Fahrrad.

      Daneben stand aber alles voll mit Simons und MZ… wir hatten ja nüscht…

  10. Was noch verschwiegen wird, ist, dass der kräftige junge Mann im olivgrünen t Shirt und seine Kumpels sich einen guten Teil der Milliarden die in dieses Land fließen in die eigene Tasche geschaufelt haben. Das ist halt keine so angenehme Tatsache und den EU Steuerzahlern nur schwer vermittelbar.

  11. Also mal ehrlich, was, wenn es nicht gelogen oder mit Halbwahrheiten berichtet wird, wird nicht verschwiegen?
    Das westliche Narrativ ist die gehisste Flagge, unter der sich alles zu sammeln hat!
    Wenn da was nicht hinein passt und umgebogen werden kann, wird darüber einfach nicht berichtet!
    Da könnte man sonst auf dumme Gedanken kommen!

  12. Ja, der hochkriminelle Soros ist ja schon länger mit seiner Orga hochumstritten. Im Prinzip eine Terrororganisation, die aufgelöst und ihr Kopf vor Gericht gestellt werden müsste.
    Ungarn und Russland hat da ja zum berechtigten Eigenschutz schon klare Kante gezeigt.
    Soros ist auch dafür bekannt, dass er die Massenmigration in die EU maßgeblich mitorganisiert hat und Flugblätter unter den Migranten verteilen ließ, wie man illegal in der EU bleiben kann und die nötigen finanziellen Hilfen von den jeweiligen Staaten abgreift.

  13. Wer hier die Wehr“pflicht“ (ausnahmsweise mal „men only“) reaktivieren will, der kann an solcher Berichterstattung keinerlei Interesse haben.

    1. Die Schülerproteste gegen die Wehrpflicht sind auch schon wieder abgeebbt. Und von der Großdemo in einem halben Jahr spricht auch keiner mehr.

      1. Ja, das ist einfach unverständlich! Wegen imaginärer Bedrohungen („Klimawandel“) auf die Straße gehen, aber den Hintern nicht hochkriegen, wenn es ganz konkret ums eigene Leben geht!

  14. Ja, „Unsere Demokratie“ wird immer mehr durch Unterdrücken von Informationen „geschützt“, die den gängigen Narrativen widersprechen. Und das erkennbar aus dem Grund, daß allein die Diskussion darüber den Staaten schaden könnten, deren Narrative sie gefährden, da offensichtlich würde, daß diese falsch sind, und nicht die „Desinformation“ der alternativen Quellen und Medien.

    Und das mittlerweile in praktisch jedem Thema. Wobei bei Krieg und Frieden erwartbar am meisten gelogen wird. Aber auch beim Thema Corona ist ein riesiges Narrativ-Bewahrer-Kartell am Werk, das alternative Informationen mit aller Macht unterdrückt. Vor allem im Bereich der Wissenschaften, die ja neutral sein sollten. Erschreckend und erhellend zugleich, was dazu diese Woche auf Multipolar veröffentlicht wurde:

    https://multipolar-magazin.de/artikel/interview-kuhbandner

    Hier geht es um das Thema der enorm gestiegenen Übersterblichkeit im Zuge der „Impfungen“ gegen Covid19, und wie diese wissenschaftlichen Erkenntnisse vor der Öffentlichkeit verborgen werden sollen, indem das für die Veröffentlichung solcher Studien nötige Peer Review Verfahren von den dafür zuständigen medizinischen Fachmagazinen sabotiert wird.

    Und auch nach der Veröffentlichung, anderthalb Jahre nach Fertigstellen der Studie (!!), interessieren sich die Medien, die sich ja gern als „Vierte Gewalt“ und Korrektiv der Macht inszenieren, offenkundig nicht die Bohne für die bis zu 80.000 Toten allein in 2023, für die es keine sinnvolle alternative Erklärung gibt, als eben die „Impf“-Kampagne. So sagt Prof Kuhbandner gleich zu Beginn des Interviews:

    „Der Fachartikel wurde seit dem 12. November schon über 12.000 Mal heruntergeladen. Man kann ihn auch einfach online lesen. Es ist einer der meistgelesenen Artikel in so einem kurzen Zeitfenster. Es gibt jedoch noch keinen einzigen Beitrag in den Medien dazu – ein großes Schweigen bisher.

  15. vor ein paar Tagen auf welt.de Christoph Wanner erzählte von den Zwangsrekrutierungen, ziemlich offen. es wurden auch Bilder gezeigt.
    Er sagte auch dass es das schon länger gibt.
    und erwähnte auch, dass die Praxix „Busificatio“ genannt wird.

    Ich war erstaunt, dass recht offen darüber berichtet wurde.

  16. Mir beleibt da nur, die friedliebenden, auf Verständigung hoffenden Ukrainer wegen der unterlassenen Hilfeleistung der BRD-Regierung um Verzeihung zu bitten ( mit „unterlassener Hilfeleistung“ meine ich selbstredend NICHT die marktschreierisch verkündete, angeblich unzureichende militärische Unterstützung, sondern die fehlende Forderung nach einem allgemeingültigen Recht auf Kriegsdienstverweigerung für die Ukrainer ! ).

    1. Die deutsche Regierung fordert kein allgemeingültigen Recht auf Kriegsdienstverweigerung auch für die Russen ! Das ist ein weiteres Beispiel für Russophobie.

      1. „Wie bereits berichtet1 hat ein russischer Staatsbürger das Recht, die Ableistung eines Alternativen Zivilen Dienstes (ACS) zu beantragen. Nach den Statistiken der russischen Bewegung der Kriegsdienstverweigerer (MCO)2 wird in 50% der Fälle die Anerkennung verweigert.3“
        ( Quelle: https://de.connection-ev.org/article-3683 )

        Die Anerkennungsrate ist viel zu niedrig, aber immerhin: Ein Anfang ist gemacht.

        Dass Slawenverachtung, die in pathologischem Russenhass gipfelt, in der deutschen Mehrheitsgesellschaft tief verwurzelt ist, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, das ist Fakt !

        Sind Sie Ukrainer ? Haben Sie einen Überblick über das, was in der Ukraine passiert ?
        Wenn mir eine kompetente Person garantiert, dass Zwangsrekrutierungen in der Ukraine nur bedauerliche Einzelfälle sind, dass 99% der ukrainischen Männer freiwillig und überzeugt in den Krieg ziehen, und bis zum Sieg kämpfen oder Sterben wollen, dann würde ich mittlerweile – aus einer totalen Resignation heraus – sagen : Dann soll es halt so sein, dann gebt ihnen die Waffen .

        1. Ich möchte Ihnen die Unterschiede zwischen Wehrpflicht und Mobilmachung erklären. In Russland gibt es den alternativen Zivildienst nur für junge Männer, die zum Wehrdienst eingezogen werden. Für Mobilmachungspflichtige gibt es keine solche Alternative. Die Regierung gibt den Befehl, und man gehorcht entweder freiwillig oder unter Zwang. Die Mobilmachung in Russland ist derzeit ausgesetzt, aber es gab etwa 400.000 mobilisierte Soldaten. Ich weiß nicht, wie viele von ihnen noch leben und in den Schützengräben liegen.Ich möchte Ihnen die Unterschiede zwischen Wehrpflicht und Mobilmachung erklären. In Russland gibt es den alternativen Zivildienst nur für junge Männer, die zum Wehrdienst eingezogen werden. Dieser dauert 18 Monate, der reguläre Wehrdienst hingegen ein Jahr.

          Für Mobilmachungen gibt es keine solche Alternative. Die Regierung gibt den Befehl, und man gehorcht entweder freiwillig oder unter Zwang. Die Mobilmachung in Russland ist derzeit ausgesetzt, aber es gab etwa 400.000 mobilisierte Soldaten. Ich weiß nicht, wie viele von ihnen noch leben und in den Schützengräben liegen.

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