
Die Zerstörung der Deutschen Bahn als Fortbewegungs- und Kommunikationsmittel folgt dem politischen Programm der Militarisierung und Kriegsvorbereitung. Ein Kommentar.
Wer Krieg vorbereitet, hat keinen Gedanken mehr für das Gemeinwesen. Die Bahn wird als Fortbewegungs- und Kommunikationsmittel zerstört. Sie wird kriegstüchtig gemacht, aber zivilisationsuntüchtig.
Das ist inzwischen Alltag auf deutschen Bahnhöfen: Ein vollkommen überfüllter Regionalzug fährt ein. Die meisten Passagiere haben nur Stehplätze, zusteigen wird schwierig, mit Fahrrad ist es unmöglich. Es kann auch sein, dass der Zugführer per Durchsage niemanden mehr in den Zug steigen lässt, weil er überfüllt ist. Sollte die Achslast überschritten werden, könne das Fahrzeug gar nicht mehr fahren. Dutzende von Reisenden bleiben draußen und müssen eine Stunde auf den nächsten Zug warten, in der Hoffnung, dass der nicht genauso überfüllt ist wie der jetzige.
Ein Transportmittel, das nicht transportiert. Die Deutsche Bahn garantiert Reisenden nicht mehr, verlässlich von A nach B zu kommen. Sie verbindet Menschen nicht mehr, sondern bringt sie immer öfter selber in Notlagen. Sie erweist sich zunehmend als Unsicherheitsfaktor.
Das Unternehmen könnte leicht Abhilfe schaffen, indem es den Takt erhöht und mehr Züge fahren lässt, oder indem es Waggons anhängt und die Züge länger macht. Oder beides. Man wird den Eindruck nicht los, Zugfahren soll so unangenehm und beschwerlich wie möglich gemacht werden. Jedenfalls tut es das.
Bleiben wir zunächst bei der Problembeschreibung, sie ist beeindruckend und aussagekräftig genug. In den überfüllten Zügen muss ein Großteil der Passagiere stundenlang stehen, dicht beieinander, eine Hand an der Haltestange. Man kann nichts anderes tun. Ein Durchkommen zu den Toiletten ist nur schwer möglich. Vorausgesetzt sie funktionieren überhaupt. Defekte Toiletten sind inzwischen Standard, abgeschlossen, nicht benutzbar. Nicht selten fallen sämtliche Toiletten in einem Zug aus. Damit nötigt die Bahn ihre eigenen Kunden. Passagiere müssen an der nächsten Haltestelle aussteigen, um sich erleichtern zu können – und dann auf den nächsten Zug warten. Man erfährt, dass Zugführer außerplanmäßig anhalten, damit Fahrgäste austreten können.
Auch dieses Problem ist bei den Bahnverantwortlichen längst bekannt, gelöst wird es nicht. Stattdessen wird inzwischen auf den Abfahrtstafeln in den Bahnhöfen angezeigt, wenn ein Zug ohne funktionierende Toiletten unterwegs ist. Das kann man höchstens makaber als Serviceleistung bezeichnen, eher ist es eine Form der Normalisierung eines Missstandes und zugleich ein Dokument der Zerstörung der deutschen Eisenbahn. In diesen Tagen konnte man eine weitere Variante der Abwiegelung von Verantwortung erleben: die Zugtoiletten würden wegen der Kälte nicht funktionieren, hieß es aus willkommenem Anlass. Wer so reagiert, will nichts ändern.
Im Bahnhof muss man für die Toilettenbenutzung einen Euro bezahlen. Die kostenlosen Toiletten, die in den größeren Bahnhöfen denjenigen zur Verfügung stehen, die die Loungebereiche nutzen dürfen, zum Beispiel 1.Klasse-Reisende, sind für Normalreisende ausgeschlossen.
Es gibt auch Nachrichten, dass Fahrgäste die Notbremse ziehen, weil sie ihre Bedürfnisse nicht mehr aushalten. Streng genommen Ausdruck einer besonderen Erniedrigung. Doch dann erfährt man weiter, dass die Bundespolizei einen Mann, der die Notbremse zog, weil er austreten musste, festgenommen habe. Ihn erwarte nun ein Verfahren wegen Nötigung, heißt es dann aus dem Mund des Radiomoderators launig, gefolgt von eingängiger Popmusik, so wie das in den verantwortungslosen Massenmedien üblich ist.
Das Problem wird damit auf den Kopf gestellt. Warum spricht der Sender, wie hier der SWR, nicht davon, dass es eine Nötigung der Bahn ist, für Reisende keine Toilette bereit zu halten? Warum fragt der Sender nicht danach, wieso es kein Verfahren gegen die Bahnverantwortlichen wegen dieser Nötigung gibt? Stattdessen Medien Seite an Seite mit dem Exekutivstaat.
Warum lässt die Bahn überhaupt Züge ohne Toiletten fahren? Warum kontrolliert zum Beispiel der bahneigene Sicherheitsdienst nicht, ob der startende Zug funktionierende Toiletten an Bord hat? Sieht er seine Aufgabe vor allem darin, Leute aus den Warteräumen zu vertreiben, die sich dort nur aufwärmen wollen?
Je weniger Standard, desto autoritärer wird der Mangel durchgesetzt. Mit dieser Problembeschreibung eines eigentlich gut organisierten und reichen Landes erleben wir geradezu einen Zivilisationsverlust. Kriegstüchtig, aber zivilisationsuntüchtig. Dass Deutschland technisch immer weniger funktioniert, hat politische Gründe. Das Chaos im Personenzugverkehr ist kein Zufall, sondern die logische Konsequenz der Kriegstreiberei. Die Eisenbahn wird nicht einfach so heruntergewirtschaftet, ihre Zerstörung als allgemeines Fortbewegungs- und Kommunikationsmittel folgt dem Programm, sie auf Krieg vorzubereiten und entsprechend umzuwandeln. Statt zum Beispiel für mehr Waggons zu sorgen, wird deren Produktion eingestellt.
Im sächsischen Görlitz, dieser deutsch-polnischen Stadt am Fluss Neiße, wurden bis Ende letzten Jahres Zugwaggons gebaut, unter anderem die markanten Doppelstockwägen. Jetzt wird dort die Herstellung ziviler Fahrzeuge beendet. In Zukunft sollen in Görlitz Panzer produziert werden, in der Verschleierungssprache militärische Landfahrzeuge genannt. Das Unternehmen Waggonbau ist an den deutsch-französisch-niederländischen Rüstungskonzern KNDS verkauft worden. KNDS steht für: Krauss-(Maffei Wegmann) Nexter Defence Systems.
Was inzwischen in dieser BRD zählt, ist nicht mehr das Gemeinwesen, der Sozialstaat und der Rechtsstaat, sondern die Schlagkraft der Armee, die Möglichkeiten der Polizei, der Behörden und der Geheimdienste – sprich: der Exekutivstaat. Es handelt sich um eine Umkehrung der Prioritäten, mit der schon vor einiger Zeit begonnen wurde und die sich jetzt zu materialisieren beginnt. Die Zerstörung findet schon vor dem Krieg statt, im Inneren, und sie wird nachhaltig.
Dazu passt dann die entsprechende Verkehrspolitik zum Beispiel mit einer erneuten Verteuerung des Deutschland-Tickets. Seit 1. Januar kostet es für Erwachsene 63 Euro im Monat, ein neuerlicher Preisanstieg um fünf Euro, nachdem bereits Anfang 2025 der Preis für dieses besondere Ticket, mit dem man alle Verkehrsmittel des Nah- und Regionalverkehrs nutzen kann, schon einmal um neun Euro von 49 auf 58 Euro angehoben worden war. Noch stärker stieg das D-Ticket für Jugendliche, was so gut wie nie erwähnt wird: nämlich von 39.42 € auf 45 Euro – das ist ein Anstieg um 5.58 Euro, nachdem der Preis bereits vor einem Jahr ebenfalls um 9 Euro teurer geworden war.
Wer eine solche Preispolitik pflegt, legt keinen Wert mehr auf das Deutschland-Ticket. Es soll nicht mehr übermäßig Zug gefahren werden. Denn: Im Krieg soll nicht gereist werden. Man kann keine Leute gebrauchen, die unkontrolliert kreuz und quer durchs Land fahren, während man die Verkehrswege für den Transport von Truppen und Kriegsgerät braucht. Stattdessen ist dann wieder Homeoffice angesagt, wie die Ausgangssperre verniedlichend heißt. Das wurde seit 2020 schließlich monatelang eingeübt.
Schienen für den Krieg – das ist es, was gilt. Deshalb steht möglicherweise sogar das Projekt Stuttgart 21 in Frage, bei dem der oberirdische Kopfbahnhof zum unterirdischen Durchgangsbahnhof gemacht werden soll. Oder die Stuttgarter Station wird als zweigeteilter Bahnhof fortgeführt: unten und oben. Jedenfalls brauchen die Kriegstüchtigen ein breites, manövrierfähiges Gleisvorfeld, von wo aus man die Züge Richtung Osten rollen lassen kann. Die neue Bahnchefin hat den Termin für die Eröffnung des neuen Bahnhofes erst einmal auf unbestimmte Zeit abgesagt, nachdem er immer wieder verschoben worden war.
Wie die Pläne genau aussehen, weiß die Öffentlichkeit bisher nicht. Der sogenannte Operationsplan Deutschland (OPLAN), in dem sie stehen, ist geheim. Alle, die sie kennen, halten sich daran: Militärs und Zivilisten. Wäre dieses Land noch eine Republik, müsste der Operationsplan veröffentlicht werden. Gerade bei etwas derart Grundlegendem wie der Vorbereitung auf einen Krieg.
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Alle reden vom Wetter: https://youtu.be/PfdGoDj8vLk?si=QFJ-xVMlC_n7wGuK
Die werden uns auch den Individualverkehr nehmen.
Wartet mal ab, bis der Spannungsfall eintritt.
Parallel dazu auch die immer schlechter werdende ärztliche Versorgung der normalen Bevölkerung. Es scheint, das Gesundheitswesen soll ebenso „kriegstüchtig“ gemacht werden wie die Bahn. Kein Wunder, wenn man mit 1000 Verwundeten pro Tag rechnet (die von der Bahn in die Lazarette bzw. Hospitale transportiert werden). Da bleibt nichts mehr übrig für Ziviles.
Vermutlich ist es dann sinnvoll dem nächstgelegenen Krankenhaus im Falle eines Konflikts, eine Ladung Molotow-Coktails oder den ein oder anderen Kanister Benzin zuzustellen. Damit erspart man sich die Gefahr bei einem Angriff auf eine solche Militärische Anlage, als Kollateralschaden zu enden.
Für Zivilisten sind die ja dann sowieso nicht mehr da, deshalb, zur Vermeidung von Risiken, weg damit und ob die Soldaten an der Front verrecken oder nicht, ist doch nur deren persönliches Problem und nicht das der Zivilisten die für diese Scheiße missbraucht werden.
„Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich erst eine Bahnsteigkarte“
Mit der Bahn reisen ist gefährlicher als ein Flugzeugabsturz im Dschungel, Bahnsteigschubser, Messerstecher*Innen, Taschendiebstahl, und verseuchte Junkies mit meldepfichtigen (§ 6 IfSG) MRE !!!
Das D-Ticket ist nur der freiwillige Monatsbetrag für eine Schicksalsgemeinschaft als gefügiger Untertane.
Seit einer gruseligen Fahrt durch Deutschland, bei der ich mit einem Zug voller armer Hunde zum Einbruch der Nacht in Mitteldeutschland strandete sehe ich das so: Die DB AG könnte längst ihre Nahverkehrssparte als D-Bahn ausgliedern. Das ist Nahverkehr für Arme, Mittellose, Underdogs,. Die brauchen keine Toilette und keine fahrplanmäßig verkehrenden Züge, das D steht dann für Dalit, Dalit-Bahn, denn Mittellose sind fortschreitend auch Rechtlose, im Nahverkehr kann man sich die Unpünktlichkeit auch nicht mit Fahrpreisrückerstattung versüßen lassen, aber Dalits könnten die Formulare ohnehin nicht lesen, geschweige denn ausfüllen. Und Geld ist bekanntlich besser bei denen aufgehoben, die es anlegen können., also bei denen, die sich Fernzüge leisten können und selbstverständlich bei denen, die 1. Klasse reisen können. Gut, dass die dann auch gratis in der Lounge „Lulu“ machen können, da bin ich echt beruhigt.
Dafür ist das Risiko bei einem Angriff oder Anschlag auf die Militärlogistik auch Kollateralschäden anzurichten , dann sehr viel kleiner. Und wer dann von der Bahn gefrustet ist, kann ohne Bedenken massive Metallteile, Steine oder Beton auf die Schienen legen. Dann hat man dafür das man diesen Scheiß mit seinen Steuern bezahlen muss, auch noch etwas Spaß.
In diesem Staat sollte jeder Mensch der den Frieden will, alles an Kriegstüchtig machenden Sachen aktiv sabotieren. Und wenn es nur die Tüte Katzenstreu in der Toilette der Musterungsbehörde ist.
Damit gar nicht erst ein Krieg ausbricht müssen die Materialverluste schon im Frieden höher sein als die Geldmenge zum nachkaufen. Ein Panzer fährt mit Hydraulik- statt Motoröl definitiv nicht bis an die Front. LKWs übrigens auch nicht. Der Mittel die Kriegsanstrengungen unserer Oligarchendiktatur zu torpedieren sind viele, sie müssen nur benutzt werden.
Da scheiden sich nämlich die Maulaffen und diejenigen die tatsächlich etwas gegen den Kriegskurs unserer Kleptokraten Unternehmen. Dagegen sein und gut ist, ist ein Mitmachen und auch ein Mitschuldig machen, eine der wenigen Situationen im leben wo es tatsächlich nur ein dafür und ein dagegen gibt. Vermutlich wird der ganz große Teil der Bevölkerung mit dem üblichen Gesülze mitmachen, was da heißt „Ich bin ja dagegen, kann aber nichts machen“. Derselbe Spruch also den so mancher Nazi gebracht hat bevor er das nächste Kind Erschossen hat weil es ja ein „Jude, Untermensch oder Regimegegner“ war.
Deshalb hat sich wohl die russische Führung über einen Atomwaffeneinsatz gegen Deutschland und Großbritannien, vor ein paar Tagen unterhalten. Weshalb FoFi Merz und Konsorten wohl erstmal ein wenig Kreide gefressen haben. Wird aber, typisch für Kokser, nicht lange anhalten und dann geht die Eskalation, bis zu einem solchen Einsatz weiter.
Einmal wöchentlich gehe ich seit 1974 auf Tour:
Fazit: (Nach Robert Kurz) Die einzige Handlungsalternative sei „eine Kultur der
Verweigerung“. Dies bedeute, „jede Mitverantwortung für ‚Marktwirtschaft
und Demokratie‘ zu verweigern, nur noch ‚Dienst nach Vorschrift‘ zu
machen und den kapitalistischen Betrieb zu sabotieren, wo immer das
möglich ist“.
Wenn ich auf Reisen bin etwas seltener.
Die Kriegswirtschaft wird uns nicht retten, im Gegenteil. Wir haben kaum Rohstoffe, und die Energiegewinnung mit „Erneuerbaren“ wird sich am Ende nicht rechnen und dürfte dazu noch umweltschädlich und unzureichend sein.
Wovon möchte denn Deutschland in Zukunft leben? Vom Export? China ist uns in vielen Dingen voraus. Vom Tourismus? Es mehren sich Situationen und Orte, die abschrecken, die deutsche Bahn ist einer davon. Vom Zusammenhalt mit europäischen Partnern? Haha, die sind alle mit eigenen Problemen ausgelastet.
Es gäbe nur einen Ausweg: Das Banderaregime in der Ukraine boykottieren und wieder ein Europa installieren, wo Werte gelten. Keine Energiesanktionen mehr, Investition in Bildung und Nachwuchs, ohne Zukunftsangst zu schüren ( z.B .60% der bayrischen Jugend sieht die Zukunft düster -wo soll Fachkräftenachwuchs herkommen ?)
Nur wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Vernuft, gepaart mit Meinungsaustausch ohne Vorgaben und Zensur, können uns noch retten. Ansonsten wird Deutschland, so wie oben für den Bahnbereich beschrieben wurde, innerhalb der nächsten 10 Jahre zum 3.Welt-Land.
Dafür ist es m.E. schon lange zu spät.
Zu mal, derartige Vorhaben, sowieso gegen den Willen der Bevölkerung durchgeführt werden müsste.
40 Jahre RTL und RTL2 (meinen Dank an „kd“) haben ihr Spuren hinterlassen.