Große Männer machen Geschichte?

Trump, Netanjahu und Khamenei von ChatGPT vereint auf dem Mount Rushmore.
Trump, Netanjahu und Khamenei von ChatGPT vereint auf dem Mount Rushmore.

Sind Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Ali Khamenei große Männer, die Geschichte machen? Kommt darauf darauf an, von welchem Standpunkt aus gesehen.

 

Die Theorie, derzufolge große Männer Geschichte machen, stammt vom Historiker und Philosophen Thomas Carlyle. In seinem 1840 veröffentlichten Buch “On Heroes, Hero-Worship, and the Heroic in History” behauptete er, dass “die Weltgeschichte nichts anderes als die Biographie großer Männer” sei. Führer werden geboren, nicht gemacht, postulierte er; sie zeichneten sich durch innere Eigenschaften aus, die es ihnen ermöglichen, über ihre Zeitgenossen zu ragen und Größe zu erlangen. Entsprechend seien es eher Individuen, als gesellschaftliche bzw. ökonomische Kräfte, die sich historisch auswirken und für eigentliche Agenten sozialen Wandels zu erachten sind. Mit anderen Worten: Es ist der individuelle Charakter, der den Einfluss ausübt, weswegen es angeraten sei, sich aufs Charisma und den Genius des Führers als Triebkräfte der Geschichte zu konzentrieren. Carlyle kategorisierte die hierfür anzuführenden Beispiele: der Held als Gottheit (Odin), Prophet (Mohammed), Dichter (Shakespeare), Priester (Luther), Gelehrter (Jean-Jacques Rousseau) und König/Kaiser (Napoleon).

Carlyles Theorie erfuhr im 20. Jahrhundert zweierlei Kritik: Zum einen die Gender-Kritik, die die Fokussierung auf Männer, mithin die Behauptung, nur Männer seien zur Führung befähigt, gründlich aufmischte. Man denke nur an Indira Gandhi, Golda Meir und Angela Merkel, um wenige Beispiele aus dem Bereich der Politik zu erwähnen. Es ließen sich zahlreiche Beispiele aus allen anderen Bereichen auflisten, was klarmachen sollte, dass es gendergeleitete Interessen des Patriarchats und hegemoniale Machtkonstellationen waren, die die Exklusion der Frauen aus der Praxis von Kultur, Gesellschaft und Politik historisch bewirkten.

Zum anderen wurde die Konzentration auf das Individuum theoretisch infrage und die Wirkmächtigkeit sozialer Bewegungen und kollektiver Ideologien in den Vordergrund gestellt. Der Führer kann sich in seinen Führungseigenschaften nur insoweit exponieren, als es seine Anhängerschaft zulässt. Der effektive Führer weiß stets, was die ihn anhimmelnde Gemeinschaft will, und vermag, dieses Wissen propagandistisch als seine eigene Eingebung zu präsentieren. Kein Charisma kann längerfristig wirken, wenn eine zu große Diskrepanz zwischen dem Handeln des Führers und den Bedürfnissen und Anschauungen der Geführten entsteht.

Zu bemerken gilt es gleichwohl, dass der Begriff “große Männer” offen lässt, was die Größe ausmacht. Es lässt sich ja nicht bezweifeln, daß das Böse, Destruktive und Menschenfeindliche die von “großen Männern” gemachte Geschichte nicht minder durchwirkt, als kulturelle Höchstleistungen und wissenschaftliche Errungenschaften. Und selbst die sind ihrer Tendenz nach nicht unzweideutig. Denn zwar haben moderne Wissenschaft und Technologie viel ökonomischen Wohlstand und Überfluss erbracht, aber man vergesse nicht, dass der Holocaust seine horrenden Ausmaße ohne die moderne Industrie und die ihr verschwisterte moderne Bürokratie nicht hätte erreichen können.

Und es ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Frage der Rolle des “großen” Individuums in der Geschichte erneut stellt, und zwar im Hinblick auf Adolf Hitler. Es gab seit den 1920er Jahren und 1945 über 40 dokumentierte Attentatsversuche und Mordpläne gegen ihn. Man stelle sich vor, dass eines dieser Versuche, etwa im Jahr 1938, erfolgreich verlaufen wäre und der “Führer” wäre tot gewesen. Kann man davon ausgehen, dass der Zweite Weltkrieg dennoch ausgebrochen wäre? Man ist geneigt, diese Frage zu bejahen, denn die deutsche Wirtschaft und die massive Bewaffnung der Wehrmacht waren fast ganz auf Krieg bzw. auf dessen materielle Vorbereitung eingestellt, zudem war der auf Expansion ausgerichtetet revanchistische Geist (im Heer) seit dem Versailler Vertrag nie zur Ruhe gelangt. Hitler war für diese Tendenz nicht ausschlaggebend, wiewohl er sie immer wieder effizient propagierte.

Aber hätte sich auch der Holocaust ohne Hitler ereignet? Diese Frage kann mit weit geringerer Bestimmtheit bejaht werden. Die persönliche antisemitische Obsession Hitlers war entscheidend für die Judenverfolgung im Dritten Reich. Nicht, dass es an Antisemitismus in Deutschland gefehlt hätte, aber Hitlers Wahn war in der Entfaltung seiner eliminatorischen Dimension bestimmend, ja nachgerade unersetzbar, und man folgte ihm darin; darin war er in der Tat “Führer”. Dieser speziellen Einschätzung zufolge muss die Rolle des Individuums in der Geschichte zumindest als doppelbödig gesehen werden.

Was bedeutet das für den gegenwärtigen Krieg der USA und Israels gegen den Iran? Die drei Hauptprotagonisten, die in diesem Zusammenhang für “große Männer” stehen, sind der US-amerikanische Präsident Donald Trump, Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und Ali Khamenei, Religionsführer und ehemaliger Oberster Führer des Iran. Es seien hier alle drei im Sinne ihrer politischen Erscheinung als “große Männer” gesondert erörtert.

Donald Trump

Bei Donald Trump stößt man da auf eine besondere Schwierigkeit. Denn zum einen will es scheinen, als könne er machen, was er will, ohne auf Konventionen, erforderliche Regeln und gängigen Verhaltensnormen Rücksicht nehmen zu müssen. Dies manifestiert sich nicht nur im persönlichen Umgang mit Menschen, sondern auch auf der Weltbühne, wo er seit seinem Amtsantritt nachgerade wütet, schwer erkämpfte Ordnungsstrukturen, legale Abmachungen und gestandene Bündnisse erschüttert, als handle es sich um ein Brettspiel, dessen Steinchen man zwischendurch mal einfach umschmeißen kann.

Dieser Verhaltensweise liegt gleichwohl kein strategisches roadmap bzw. ein durchdachter Fahplan zugrunde, sondern eher spontane Erregungen, improvisierte Reaktionen auf “was sich gerade ergibt”, so, als hätte sich das den Staatsmann antreibende Lustprinzip verselbständigt. Natürlich hat auch Donald Trump Minister und Berater, aber die wurden allesamt aufgrund eines prädominanten Kriteriums ausgesucht und nominiert: das der unverbrüchlichen, regelrecht feudalen Vasallentreue. An sich wären dies Eigenschften, die man als das Charisma des “großen Mannes” deuten könnte.

Man ist indes irritiert, denn die öffentlichen Auftritte des Präsidenten nehmen sich oft als clowneske Standup-Vorstellungen aus, eine Melange aus vorgelesenem Text (bei dem man zuweilen zweifeln mag, ob er ihn recht versteht), Invektiven gegenüber verhassten Gegnern und infantilen Show-Einlagen. Die ohnehin ärmliche Rhetorik wird zudem oft genuschelt. Und doch erfreuen sich zum anderen diese Auftritte einer großen Popularität bei der base, seine Anhänger stehen zu ihm, und das ist das Ausschlaggebende: Ohne ihre Unterstützung wäre “der große Mann” nicht mehr als eine nichtige Randerscheinung in der großen Politik. Das weiß auch er und muss daher darauf achten, nichts Falsches (d.h. der base Ungenehmes) von sich zu geben. So u.a. mag sich erklären, warum Trump und seine Regierungsumgebung so widersprüchliche, sich von einem Tag auf den anderen ändernde Angaben über die Ziele des gegenwärtigen Krieges machen.

Wenn die Lage nicht so ernst wäre, könnte man über dieses narzisstische Chaos schadenfreudig schmunzelnd hinweggehen. Die Lage ist jedoch todernst. Denn es handelt sich objektiv um den mächtigsten Mann der Welt. Als solcher konnte er dem britischen Premierminister Keir Starmer, mir nichts, dir nichts, bescheinigen, kein Churchill zu sein. Das mag stimmen, aber Trump selbst ist ganz gewiss kein Churchill.

Benjamin Netanjahu

Benjamin Netanjahu ist zwar nur der Führer eines kleinen Staates, aber es steht zu vermuten, dass er den mächtigen Trump, der sich immer wieder als Kriegsfeind und Friedensbringer präsentiert hat, zum diesmaligen Waffengang gegen den Iran überredet hat. Trump scheint, aus welchen Gründen auch immer, eine Schwäche für Netanjahu zu haben. Es ist in der Tat bemerkenswert, wie sich der israelische Premierminister seinerzeit aus der Bredouille herausgewunden hat, Joe Biden nach seinem Wahlsieg gratuliert zu haben, ein Akt, den der auf Nibelungentreue bedachte Trump ihm sehr verübelt hat; eine Zeitlang war Netanjahu bei ihm abgeschrieben.

Netanjahu ist intelligenter als sein amerikanischer Kollege, belesener als er, zeichnet sich durch eine ungleich geschliffenere Rhetorik aus und ist auch als Politiker und Produzent perfider politischer Finessen erfahrener und ungleich raffinierter als er. Der Führer des zionistischen Staates hätte durchaus die Anlagen und Begabung, ein seriöser Staatsmann zu sein, der “Großes” für sein Land zu bewirken vermöchte. Stattdessen erweist er sich als großer Zerstörer all dessen, was dieses Land einst ausmachte. Denn auch ihm kommt seine Persönlichkeitsstruktur in die Quere, was ihm nicht nur eine Anklage wegen Korruption, Betrug und Veruntreuung eintrug, sondern auch die egoistische Höherstellung seiner Privatinteressen über die des Staates bewirkte, ja zum Prinzip seines politischen Handelns gerinnen ließ.

Dass Israel nicht mehr den Anspruch erheben darf, eine formale Demokratie zu sein, ist primär seinem für eine “Justizreform” ausgegebenen Staatsstreich zuzuschreiben. Er ist auch der Hauptverantwortliche für das Desaster des 7. Oktober, was ihn aber offenbar nicht tangiert, denn er weist jegliche Schuld von sich ab und handelt (nicht nur in diesem Belang) einzig nach dem Prinzip seines Machterhalts. Dieser ist ihm heilig. Daher hat er den Gazakrieg unnötig verlängert, mithin die Lösung der Geiselfrage hinausgezögert, alles, was ihm entgegenstand verleumdet und besudelt, und nun auch den Krieg gegen den Iran vom Zaun gebrochen.

Wenn “große Männer”, wie bereits oben erwähnt, auch Unheil in der Geschichte anzurichten vermögen, dann ist Netanjahu ein solcher “großer Mann”. Dass ihm dabei Churchill als großes Vorbild dient, kann nur zynisch belächelt werden. Aber auch Netanjahu könnte nicht so destruktiv walten, wenn er nicht eine große base hinter sich wüsste. Davon ist hier schon mehrfach die Rede gewesen. Da in Israel aber keine ernstzunehmende Opposition fungiert, mithin sich kein Politiker als Person oder Ideologe so profiliert hat, dass er Natanjahu das Wasser reichen könnte, ist diese base (die sich den Anhängern seiner faschistisch-kahanistischen Koalitionspartner ideologisch verschwistert hat) zum bestimmenden Faktor der israelischen Politik und Netanjahus Herrschaftspraxis geronnen.

Dass die IDF im zweijährigen Gazakrieg barbarische Kriegsverbrechen angerichtet hat, ist in der israelischen Bevölkerung bis zum heutigen Tag kaum reflektiert worden. Und dass der Premier nun den Obersten Führer des Iran völkerrechtswidrig getötet hat, wird nicht debattiert, geschweige denn, kritisch debattiert, sondern ganz im Gegenteil bejubelt – und dies genau hatte Netanjahu im Blick, als er den Krieg heraufbeschwor. Es ist Wahljahr in Israel, und gerade der Krieg bringt dem autoritär regierenden Herrscher Pluspunkte in der (gebeutelten) Bevölkerung ein. Es ist jetzt bereits davon auszugehen, dass er die Wahlen gewinnen wird.

Ali Khamenei

Die Nachricht von der Tötung Ali Khameneis gleich zu Beginn des Krieges ist von vielen in der iranischen Bevölkerung bejubelt worden, hat aber zugleich bei vielen große Bestürzung und Trauer ausgelöst. Wie sich dabei Freude und Trauer auf beide Funktionen Khameneis verteilen, die des Religionsführers und die des Obersten Führer des Staates, ist schwer zu sagen. Als Führer von vielen Millionen Schiiten (die etwa 15% aller Moslems auf der Welt ausmachen) galt er den Gläubigen als geheiligte Person. Zugleich war er politischer Führer eines autoritären Regimes, das nicht nur geopolitischen Terror betrieb, sondern auch nicht davor zurückschreckte, sich empörende Regimegegner massenweise zu massakrieren.

Als “großer Mann” genoß Khamenei das Charisma des Religionsführers, wobei darunter möglicherweise das zu verstehen ist, was Max Weber als “Amtscharisma” definiert hat, also die automatisch erwiesene Verehrung dank der getragenen Funktion als solchen (wie sie auch dem Papst stets, ungeachtet seiner persönlichen Ausstrahlung, bezeugt wird). Als politischer Führer des Staates musste er sich hingegen Machtapparate und Gewalt ausübende Institutionen aufbauen, die ihm alles andere als Beliebtheit in der Welt und, wie gesagt, auch unter der Bevölkerung des von ihm rgierten Staates eintrugen. Und doch muss man davon ausgehen, dass große Teile der Bevölkerung ihn auch als solchen unterstützten, nicht zuletzt als Nachfolger Ruhollah Khomeinis, der das verhaßte Schah-Regime von Mohammad Reza Pahlavi gestürzt und die Islamische Republik gegründet hatte. Zweierlei gilt es gleichwohl in Zusammenhang mit der Liquidierung Ali Khameneis zu fragen.

Zum einen: Führt seine Tötung zwangsläufig zum Sturz des Regimes und nicht lediglich zum Regierungswechsel? Mit anderen Worten: Ist Kahmenei so unersetzlich, dass man keine neue regimekonforme Führung an seiner Stelle einsetzen kann? Trotz der Liquidierungsorgie am Anfang des Krieges ist de facto noch lange nichts von einem Regimesturz zu spüren; eine neuernannte Führung fungiert, so gut es unter den gegebenen Kriegsbedingungen zu erwarten steht. Nichts spricht dafür, dass es unter einem noch lebenden Khamenei anders bzw. besser gelaufen wäre. Zumindest in dieser spezifischen Hinsicht ist Khameneis “Größe” nicht für absolut zu erachten.

Geht es aber darum, das Regime zu stürzen, um die Gründung einer Demokratie zu ermöglichen, so wundert man sich, dass gerade das US-Establishment die Erfahrungen im Irak, in Lybien und Afghanisten bereits so verdrängt hat, dass es ein zum Versagen verurteiltes Unternehmen aufs Neue wagt. Nicht von ungefähr posaunten sowohl Trump als auch Netanjahu, sie würden den Iranern die freie Bahn für die Machtübernahme durch das Volk bereiten. Die Herrschaft übernehmen müsse das iranische Volk allerdings selbst. Aber wie soll das vor sich gehen? Etwa wie die von Trump am 6. Januar 2021 angefeuerte Attacke eines wütend vandalisierenden amerikanischen Mobs auf das Capitol?

Zum anderen (und im selben Zusammenhang): Was Trump an jenem politisch unsäglichen Tag zugelassen hat, ist eine Sache. Eine ganz andere aber, wie Netanjahu mit Demonstranten und Gegnern seiner Regierung im eigenen Land umgegangen ist. Blanker Faschismus. Seine “Sorge” um das Los des iranischen Volkes und sein “Kampf für seine Zukunft” ist nichts als perfides, zutiefst verlogenes Geschwätz. Nicht nur, dass er diesen Krieg mit der Begründung einer von Iran ausgehenden “unmittelbaren Gefahr” initiiert hat – knappe acht Monate, nachdem er im Juni vergangenen Jahres rumprotzte, die iranische Gefahr sei nun “für Generationen” gebannt; nicht nur, dass dieser Krieg in erster Linie sein Eigeninteresse am Machterhalt im angebrochenen israelischen Wahljahr deutlich-allzu-deutlich bedient; er entblödet sich auch nicht, die wahrhaft peinliche Lüge von seiner Demokratieliebe (fürs “iranische Volk”) vor aller Welt zu proklamieren.

Man kann da nur Professor Haggai Ram von der Ben Gurion University zustimmen, der am 5.3.2022 zu “Haaretz” sagte: “Ist es wirklich möglich, dass Trump und Netanjahu, zwei Herrscher mit autoritären Neigungen, einen anderen Diktator – Khamenei – töten und auf seinem Leichnam eine Demokratie errichten?” Die Ironie drehe sich im Grabe um, sagt er. “Netanjahu kann nicht im Namen einer demokratischen Regierung sprechen. Werden er und Trump uns lehren, was Freiheit und Demokratie sind, und sie mit Gewehren und Bajonetten errichten? Wie akzeptieren wir das als etwas Normales, dass zwei Staaten ein drittes Land angreifen und das Regime stürzen? Mit welcher Lizenz? Mit welcher Genehmigung? Es besteht kein Zweifel, dass das Regime im Iran schrecklich und bedrohlich ist, aber das ist nicht der Weg, dies zu tun.” Vor allem, sei hinzugefügt, ist es nicht der Weg mit diesen “großen Männern”.

Trump, Netanjahu und Khamenei mach(t)en Geschichte. Sie sind/waren ja Staatsoberhäupter. Was sie für eine Geschichte mach(t)en, ist schon eine Frage für sich. Alle drei zeichn(t)en sich durch autoritäre Repression aus, die westlichen Vertreter unter ihnen zudem durch narzisstische Selbstherrlichkeit und antidemokratische “historische” Ambitionen, die allem entgegenstehen, was der Westen nach zwei horrenden Weltkriegen meinte, als politische Lehre aus der geschichtlichen Katastrophe des Faschismus ziehen zu sollen. “Große Männer” in diesem Sinne sind/waren sie alle wahrhaftig nicht.

Moshe Zuckermann

Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. 2018 wurde er emeritiert. Sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Florian Rötzer geschrieben hat, erscheint demnächst.
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90 Kommentare

  1. Alexander der Große
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    Friedrich der Große
    Katharina die Große
    Eine wahrhaft große Geschichte haben die alle gemacht!
    Kriege und die apokalyptischen Reiter haben die Großen über die Menschen gebracht!
    Aber sagt es nicht etwas über die Menschen als Gattung aus, das die alle als „die Großen“ bezeichnet wurden?
    Die finden heute noch ihre Bewunderer!
    Vielleicht will Trump ja gar nicht den Nobelpreis, sondern als Donald der Große in die Geschichte eingehen!

    1. Katharina die Große war in jeder Hinsicht eine große europäische Politikerin. Taugt nicht als schlechtes Beispiel.

      1. @EU? Nein, danke!

        Bin geneigt Ihnen zuzustimmen, aber war Katharina die Große nicht diejenigen, die ihre Liebhaber abwickelte, wenn sie ihr nicht mehr nutzten? War sie nicht mit einem Pferd liiert wenn man Familiy Guy aus den USA glauben soll?

        Ironische Grüße
        Bernie

      2. Naja, die Ausdehnung Ihres Imperiums und die Türkenkriege, die Leibeigenschaft. Ich weiß nicht, ob Ihr Einwand wirklich stichhaltig ist….

        1. @Wallenstein

          Bei „Russlanddeutschen“ ist Katharina die Große durchaus beliebt, da ist eher ein anderer „Großer“ verhaßt.

          Stalin der Große. In Putins Russland als „Volksheld“ wieder ausgegraben, dabei hat Stalin nicht allein die „Russlanddeutschen“ aus der Wolgarepublik Richtung Sibirien, und Kasachstan zwangsdeportiert sowie in den Gulag geschickt.

          Nein, auch andere sowjetische Völker hat Stalin zwangsdeportiert und in den Gulag geschickt. 🙁

          Es könnte also sein, dass „EU? Nein Danke!“ aus dieser „russlanddeutschen Sozialisation“ heraus spricht?

          Gruß
          Bernie

        2. Ich war damals nicht dabei, bin auch nur auf das angewiesen, was überliefert ist. Ihre Liebhaber hat sie wohl sehr anständig behandelt. Interessant ist, daß sie als Herrscherin über ein Großreich gleichzeitig sexuell potent war und sich Kinder von verschiedenen Männern zeugen ließ.

          Türkenkriege: Ohne die wäre Europa heute islamisch. Und was die Leibeigenschaft betrifft, die hat die Herrscherin als Hemmnis erkannt und wollte sie abschaffen. Aber es fehlte der Rückhalt im System.

      1. @Otto0815

        Soll bei kleinen Männern immer schon einen ausgemachten Größenkomplex gegeben haben – der Zusatz „der Große“ hat überhaupt nix zu bedeuten, denn auch Napoleon Bonaparte war von seinem Wuchs her klein, wie viele „der Großen“ damals und heute auch noch. Hauptsache der Namenszusatz „…der Große“ macht sie groß.

        Ironischer
        Gruß
        Bernie

        1. Erich Maria Remarque schrieb in seinem Roman „Im Westen nichts Neues“ das er immer zu verhindern suchte, in eine Kompanie mit kleinen Kompanieführern zu geraten.
          „Das waren meist verfluchte Schinder“, schrieb er

          1. @Wallenstein

            Meine Rede – sag ich doch 😉

            Die kleinen Männer sind die schlimmsten Gernegroß, und Leuteschinder, sobald die in Machtpositionen kommen – egal in welche.

            Einschränkend gilt leider auch für mache große Männer – Stichwort „Friedrich Merz“ 😉

            Gruß
            Bernie

        2. @Berni: Das eine wirkliche Körpergröße nicht in wahre menschliche Größe ungewandelt
          werden kann, sieht man bei Merz, Klingbeil und Seehofer. Vielleicht kommt das Gehirn
          manchmal nicht beim Wachstum hinter den Knochen hinterher. Die großen Dinosaurier
          sollen ja ein 2. Gehirn vor dem Becken gehabt haben. Da Merz aber nicht einmal Eier hat,
          da er sich vor Trump im Staub gewälzt hat, wird da auch nix mit Gehirn Nr. 2 sein.

  2. sehr neutraler Text!
    Ja wer sind den nun eigentlich die großen Männer ?
    – vermutlich kann sich nur der eine eigene persöhnliche Defintion dazu machen,
    der auch über Integrität verfügt und Größe bei anderen zu empfinden im Stande ist, wenn die
    Mehrheit der Zeitgenossen dieselbe Person gar nicht kennt –
    Ich bin jedenfalls froh diese sehr schicke Kreisky-Kreditkarte zu besitzen, mit der ich
    jetzt shoppen gehe.

  3. „Man stelle sich vor, dass eines dieser Versuche, etwa im Jahr 1938, erfolgreich verlaufen wäre und der “Führer” wäre tot gewesen. Kann man davon ausgehen, dass der Zweite Weltkrieg dennoch ausgebrochen wäre?“

    Ja, selbstverständlich. Die Beschaffung der Waffen hat ja schon viel früher begonnen. Nur als kleines Beispiel: England hatte in dem Jahr bereits ca. 5 Mio Stabbrandbomben im Arsenal. Elektron-Thermitstäbe sind ausschließlich für das Mordbrennen von hölzener Bausubstanz (vulgo Altstädte) erfunden worden.
    Und man schaue sich die Jahreszahlen der Entwicklung und Beschaffung der Bomberflotten in USA und England an, sowie die Beschaffungsjahre sämtlicher Waffen. Und bei uns lehrt man in der Schule, daß Hitler schuld war und daß wir Deutschen sowieso schuld an allem sind.

    Wikipedia: Die Produktion der ersten Elektron-Thermitstäbe begann im Oktober des Jahres 1936 bei ICI. Dieses erste Produktionslos, vergeben vom britischen Verteidigungsministerium, umfasste 4,5 Millionen Stück. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges standen in Großbritannien mehr als fünf Millionen Elektron-Thermitstäbe zur Verfügung. Im Verlaufe des Krieges wurden mehr als 100 Millionen Stück produziert, mehr als 80 Millionen davon wurden über deutschen Städten abgeworfen.

    1. Zu Ende gedacht, heißt das … YOU BETTER RUN
      So viel wie zur Zeit produziert wird und geplant ist, kann nur heißen der ganz große Krieg kommt ganz bestimmt.
      Doch gibt es heute auf der Welt (Planet Erde) keinen Platz mehr, an dem der ganz große Krieg sicher überstanden werden kann.

      Wir müssen ganz schnell eine gesamtgesellschaftliche intellektuelle Höchstleitung erbringen um aus diesem Dilemma rauszukommen. Doch die Gesellschaft ist atomisiert (Mausfeld – Hegemonie oder Untergang)).

      Und nun?

    2. „Und bei uns lehrt man in der Schule, daß Hitler schuld war und daß wir Deutschen sowieso schuld an allem sind.“
      Ach du armer kleiner Alman-… .

    3. @EU? Nein danke!

      Ja, Sie erwähnen da eine Tatsache, die heute gerne verschwiegen wird.
      Der Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung wurde von den Briten schon vor 1939 geplant.

      Ob es den Zweiten Weltkrieg auch ohne Hitler in der stattgefundenen Form gegeben hätte, wage ich doch sehr zu bezweifeln. Einen irgendwie gearteten weiteren europäischen Krieg hätte es vermutlich trotzdem gegeben, doch hätten die dann am Ruder gewesenen Politiker weniger wie ein Hazard-Spieler agiert.

  4. Hat der Iran irgendwann in den letzten 100 Jahren ein Land direkt angegriffen?
    Warum wird Khameni dann in einem Satz mit Trump und Netanjahu erwähnt?
    Man muss das Mullahregime nicht mögen um das so nachfragen zu dürfen!
    Natürlich kann man dabei die Unterstützung von der Hisbollah und Hamas kritisieren!

    1. Moshe Zuckermann irritiert mich auch des öfteren. Neulich beschrieb er das frühe Israel als ein linkes Projekt bei vollem Bewusstsein über die Nakba. Er lebt in Tel Aviv, der Hauptstatt des grenzenlosen Landes, das Atombomben besitzen soll, aber nicht dererlei Terrorstaat sei wie der Iran, dessen vermeintlichen oder realen Ambitionen zur Bombe, jetzt von USrael weg terrorisiert werden sollen.

  5. Ich frage nur mal mit Bert Brecht:

    „Der junge Alexander eroberte Indien. Er allein?“
    „Cäsar schlug die Gallier. Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?“
    „Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer siegte außer ihm?“
    „Alle zehn Jahre ein großer Mann. Wer bezahlte die Spesen?“

    „Große Männer und Frauen“ in der Politik sind Persönlichkeiten, die dem Gemeinwohl des eigenen und anderer Völker, dem humanen Fortschritt und dem Frieden weltweit dienen. Alle anderen sind Verbrecher und Schweinehunde in Machtpositionen. So einfach ist das. Dazu braucht man keine solchen langatmig, dialektischen Abhandlungen.

  6. Der gesamte Nahe Osten inklusive erweiterter Umgebung ist nicht nur ein Pulverfass, sondern auch ein Kartenhaus – die Straße von Hormus ist erst ein kleiner Vorgeschmack dafür.
    Denn praktisch ganz Saudi Arabien, Quatar, die Emirate und – man höre und staune – Israel, nicht jedoch Iran, sind von Meerwasserentsalzungsanlagen abhängig. Alle diese Länder beziehen den Großteil ihres Trinkwassers aus dem Meer. Die Anlagen liegen alle am Meer, sind leichte Ziele und im Falle einer Beschädigung kaum reparierbar. Auch die Infrastruktur für Wassertransporte existiert nicht. Würden diese Anlagen beschädigt oder zerstört, würde es zu einer enormen Wasserknappheit mit allen resultierenden Folgen kommen. Ich vermute, dass bei einer weiteren Eskalation, die eine oder andere Anlage angegriffen wird, um indirekten Druck auf die USA auszuüben.
    Ein weiteres Beispiel: Der Gastransit durch Aserbaidschan. Das ist eine der letzten Rohstoffrouten Europas. Ein, zwei Drohnen und die Lieferung ist gekappt. Sollte dann auch noch „die Ukraine“ Turk Stream angreifen, würde es in Europa noch düsterer aussehen, als ohnehin schon.

    1. @xblob: „Denn praktisch ganz Saudi Arabien, Quatar, die Emirate und – man höre und staune – Israel, nicht jedoch Iran, sind von Meerwasserentsalzungsanlagen abhängig. Alle diese Länder beziehen den Großteil ihres Trinkwassers aus dem Meer.“
      Was ist denn dann das größte Trinkwasserreservoir des Iran?

  7. Von allen Artikeln, die Zuckermann geschrieben hat, und die eigentlich nur seine Emotionen wider geben, ist das der schlechteste. Netanjahu, Trump und Chamenei sind Versager.
    Chamenei hat wohl schon lange nichts mehr zu sagen. Iran wird von den Revolutionsgarden regiert.
    Netanjahu ist ein Verbrecher und Massenmörder und handelt total irrational. Er hat den Opferbonus der Israeliten vernichtet und Israel zum „Schurkenstaat“ gemacht. Wenn der Iran vernichtet ist, benötigen die Amis Israel nicht mehr und werden dieses Land nicht länger auf ihrer Nase herumtanzen lassen. Dann ist der Zeitpunkt für die Araber gekommen.
    Und ich frage mich, ob Trumps Wandlung vom „Friedensengel“ zum gewöhnlichen „Politmörder“ nicht doch was mit dem Mossad und den Epstein Files zu tun hat. Rubio behauptete offen, dass die USA von Israel zum Irankrieg gezwungen wurden, und intern soll sich auch Vance gegen den Irankrieg ausgesprochen haben. Die MAGA Bewegung wurde „gespalten“.

    1. @Torwächter: Die USA wird von Israel und den Superreichen-Judenclans in den USA selbst,
      regiert. Wenn Satanjahu tatsächlich sein Großreich Israel schaffen sollte, dann wird er die USA
      nicht mehr benötigen!

    2. @Torwächter

      Von allen Artikeln, die Zuckermann geschrieben hat, ist das hier nicht der schlechteste, sondern einer der besten.

      Sie begehen den Fehler, dass Sie ein allgemeines historisches Phänomen – nämlich die großen Einzelnen – zu emotional angehen und in erster Linie nur fragen, ob diese Einzelnen nun gut oder schlecht gehandelt haben.
      Anders gesagt: Sie verstehen unter „großen Männern“ nur solche mit gutem Handeln.
      Nun gut, Zuckermann macht das oben teilweise auch.

      Dass große Einzelne in der Politik in der Regel keine besonders guten Menschen waren und sind, das ist sowieso klar und keine neue Erkenntnis.

  8. Als jemand der schon etliche Familienmitglieder verloren hat, die längst vergessen sind, doch „Große Männer machen Geschichte“ – sie sind noch in Jahrhunderten in – positiver oder negativer – Erinnerung während wir selber, unsere Kinder, sollten wir welche haben, deren Kinder sowie deren Kinder….und unsere Eltern, Großeltern, Urgroßeltern….längst der Vergessenheit nach dem Tode anheim gegeben sind.

    Wir können unsere Meinung hier rausblubbern, aber irgendwann sind auch wir vergessen, während noch Generationen nach uns von den Großen Männern unserer Zeit berichten werden.

    Übrigens ist eine uralte Regel – wir hören z.B. immer von Alexander dem Großen, aber was ist mit seinem Koch und seinen Männern, deren Familien? Deren Namen sind, ebenso wie ihre Persönlichkeiten, längst begraben und vergessen – im Staub der Geschichte. Alexander lebt immer noch wie andere „Große“ ihrer Zeit.

    Is leider so, wir alle sind sterblich, bis auf diejenigen die denken sie wären unsterblich, weil ihr Name und ihre Taten, ob böse oder gute, noch berichtet werden, bis die Menschheit endgültig ausgerottet wird, und eine neue Spezies diesen Planeten bevölkert.

    Traurige Grüße
    Bernie

  9. … und die Holocaust Verbrechen Deutschlands durch die Nationalsozialisten verhalten sich zum Genozid Verbrechen in Gaza durch die zionistischen Kolonisten Palästinas wie die Industrialisierung zur Digitalisierung und AI! Es geht dabei nicht um Politik als Verbrechen, sondern um die Effiziens von Ideologie als Verbrechen! Effizienz ist hier der Maßstab für Größe! Verbrechen in der Politik sind bloßes Tagesgeschäft!

  10. „Große Männer“ machen Geschichte und Millionen müssen dafür sterben und die werden nicht erwähnt.

    Offensichtlich werden immer noch Führer gebraucht denen die Armleuchter hinterherlaufen!

    Selbst ist die Frau oder der Mann, das war wann???

    In dem Moment in dem man seine Interessen an einen Stellvertreter delegiert ist man bereits verloren!
    Der Stellvertreter wird sich dann nur für seine eigenen persönlichen Interessen einsetzen!

  11. Auch einem gewissen Herrn Churchill ist ein mieser Charakter zu attestieren. Auch er ging sprichwörtlich über Leichen.
    Geschichte wird von der Nachwelt geschrieben und diese gehört meistens den Siegern. Es ist abzuwarten was passiert.
    Sollte die USA an diesem Kriege ihren Niedergang erleiden so wird Ali Khamenei als der erste Feldherr in die Geschichte eingehen, der durch seinen freiwilligen Märtyrertod ein Weltreich zum Einsturz brachte.
    Netanjahu wird für den endgültigen Bruch des Bundes mit Gott und den ewigen Exitus des Jüdischen Volkes verantwortlich sein. Und Trump erhält einen mehr oder weniger tragischen Platz im Abstiegskampf des sterbenden Imperiums.

    1. @Trux

      Ja, man kann die Sache wie Sie sehen.

      Übrigens es gibt auch eine Fake-History.

      Vieles was Ihnen, uns, oder mir, auf der Schule eingetrichtert wurde ist so gar nie geschehen, aber Generationen von Schülern mußten es dem Geschichtslehrer – für gute Noten – nachpredigen. Auch ich war einst so ein guter Schüler im Geschichtsunterricht *fremdschäm*

      Wußten Sie z.B. dass die Bastille in Frankreich nicht gestürmt sondern die Revolutionäre freiwillig eingelassen wurden, was die den Türöffnern allerdings nicht gut abgegolten haben – jahrhundertelang hielt sich der „Sturm auf die Bastille“ bis ein Historiker rausfand den hat es nie gegeben. Es ist ein Geschichtslüge. Wohl aufgrund des schlechten Gewissens der nachfolgenden Generationen in Frankreich so erfunden, weil die Revolutionäre den diese freiwillig in die Bastille reingelassenen, dass mit Mord und Totschlag beantwortet haben. War selbst erstaunt als ich das las, aber ist durchaus plausibel – dennoch wird bis heute die Version „Sturm auf die Bastille“ im jeweils regierungshörigen Schulplan in Frankreich genauso gelehrt – queerbeet durch alle unterschiedlichen politischen Regierungsmannschaften bis 2026 durch.

      Ist übrigens nur ein Beispiel von zig anderen, aber ich will hier nicht weit ausholen – Orwell hatte mit „1984“ schon recht als er schrieb, dass die Lüge Geschichte wurde und in die Geschichte als Wahrheit einging und Teil der Historie wurde.

      Nur ist Orwells Theorie nicht nur auf autoritäre, oder gar totalitäre, Regierungen, beschränkt. Die gilt generell – alle Geschichtsepochen hindurch.

      Leider muss Mensch dazu sagen. Is leider so 🙁

      Resignierte Grüße
      Bernie

      1. @Bernie
        Danke für die Aufklärung was den Sturm auf die Bastille anbelangt. Mir ist schon klar, dass Geschichtserzählung aus Konstrukten besteht.
        Dass das Papstum eine Erfindung römischer Patrizier ist und die Habsburger ihren Adelstitel fälschten.
        Die Vergangenheit wird wie ein roter Faden konstruiert um Herrschaftsansprüche in der Gegenwart zu stellen.

        Ich habe mir mal darüber Gedanken gemacht, weshalb der Aldel so viel Wert auf seine Ahnengalerien legt.
        Und dann ist mir bewusst geworden, wie lächerlich das ist, denn jedes Lebewesen auf dieser Welt, kann auf eine 3,8 Milliarden lange ununterbrochene Kette seiner Vorfahren zurückschauen.

        1. @Trux

          Gerne geschehen 😉

          Wie schon gesagt Orwells „1984“ war nicht nur für mich ein Augenöffner, und vieles was wir alle im Geschichtsunterricht, queerbeet durch alle Geschichtsepochen hindurch, nach Schullehrplan gelernt haben ist so nie, oder völlig anders, passiert.

          „Fake-History“ eben 😉

          Gruß
          Bernie

          1. Um Gemeinschaft zu schaffen, muss man eine Geschichte erzählen. Im Grunde war das schon immer so.
            Als Kunst, Politik und Religion noch eins waren, tanzten wir vor den Höhlenbildern von heiligen Rindviechern und erzählten uns Geschichten von der Jagt. Das schafft Gemeinschaft und damit kann man dann zusammen auf die Jagt gehen und anschließend den Gott der uns alle ernährt aufessen. Dieses Schema ist im Christentum zentral und wird jeden Sonntag abgehalten.
            Und bei den Geschichten ist es egal ob sie wahr sind oder erfunden, aber sie müssen satt machen.
            Wirklichkeit ist das was wirkt und Wahrheit das Konstrukt dass eine Gemeinschaft koordiniert und beständig macht.

            1. @Trux

              „[…]Dieses Schema ist im Christentum zentral und wird jeden Sonntag abgehalten.[…]“

              Yep, aber nicht nur im Christentum – gut wir im „Wertewesten“ sind ja überwiegend „christlich sozialisiert“, wie viele im Alltag heute gar nicht mehr bemerken wollen, aber es gilt für sämtliche Religionen und Sekten – egal ob christlich, jüdisch, islamisch, buddhistisch, hinduistisch oder auch nur Naturreligion bzw. Schamanismus sowie „heidnisch ist“….aber ich will das Thema nicht weiter vertiefen, da dies hier ja kein rein religionskritisches Forum ist, dafür gibt es andere Foren im Worldwide Web.

              Säkularer Gruß
              Bernie

        2. Hier noch eine ältere Quelle zur Geschichtslüge aus Frankreich:

          „[…]Legende und Wahrheit

          Es gab keinen Sturm auf die Bastille

          Von Holger Kreitling

          Veröffentlicht am 09.01.2011 Lesedauer: 3 Minuten

          Revolutionsgeschichte ist unbedingt etwas für Schüler. Aufruhr! Das Heldenhafte! Jeder Pubertierende versteht sofort die Heißsporne des Umsturzes. In der neunten oder zehnten Klasse trug ich im Unterricht ein Referat über den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 vor, beschrieb den Ansturm der bewaffneten Massen von Paris, als der Lehrer, Herr Mietens, mich mit der Frage unterbrach, woher die Waffen denn stammten? Meine nach einer Schrecksekunde herausgenuschelte Antwort „Die hatten sie halt“ erwies sich als sehr falsch. Ich hatte keine Ahnung. Der Rest des Referats lief nicht besonders. Seitdem war ich nicht mehr so gut auf die Bastille-Geschichte zu sprechen, wiewohl mir die Problemlösungstechniken der Revolutionäre grundsätzlich sympathisch erschienen.

          Es ist sowieso fast alles falsch, was allgemein über die Bastille-Erstürmung gedacht wird. Die 15 von den Zinnen donnernden Kanonen der Soldaten, die Hunderte Toten, die wilden Kämpfe um die Stadtfestung von Paris, die heroische Befreiung der zahlreichen Gefangenen aus den Verliesen des despotischen Regimes. All das war in Wirklichkeit ganz anders oder fand gar nicht statt. Erst die Legende hat aus dem recht unspektakulären Ereignis jenes Superevent der Revolution gemacht, das im Nationalfeiertag Frankreichs mündete.[…]“

          Quelle und kompletter Text:

          https://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article12055628/Es-gab-keinen-Sturm-auf-die-Bastille.html

          Anmerkung:

          Der Text ist schon etwas älter, aber das Internet vergißt ja bekanntlich nichts *grins*

          Wie bereits erwähnt der „Sturm auf die Bastille“ – mit denen Generationen von Schülern konfrontiert wurden, die dies auswendig lernen mussten für ihren Geschichtsunterricht, und eventuell sogar Referate oder Tests – ist „Fake-History“, hat sich real nie so abgespielt, aber lesen Sie es selber.

          LG
          Bernie

      2. Ist übrigens nur ein Beispiel von zig anderen, aber ich will hier nicht weit ausholen – Orwell hatte mit „1984“ schon recht als er schrieb, dass die Lüge Geschichte wurde und in die Geschichte als Wahrheit einging und Teil der Historie wurde.

        @Bernie:
        Wussten Sie, dass es Ozeanien, so wie Orwell es beschrieben hat, 1984 gar nicht gab? Historiker haben zweifelsfrei festgestellt:
        er hat es einfach nur erfunden.
        Ist es deshalb eine Lüge?
        Kommt es darauf an, ob sich die Geschichte von Winston „tatsächlich“ ereignet hat?
        Welchen Unterschied macht es für Sie, ob ein Ereignis außerhalb unserer unmittelbaren Wahrnehmung „historisch belegt“ oder (nur) ein Mythos ist?

        1. @scm

          Natürlich habe ich Orwells „1984“ gelesen, und daher trifft ihr vermutlich beabsichtigter Vorwurf ins Leere.

          Der Satz von George Orwell mit der Geschichte ist überliefert, und er meinte damals die Sowjetunion, dass ist mir auch klar, aber leider ist der Satz mittlerweile zeitlos für jede Ideologie gültig, auch die Markttaliban allgemein Neoliberale genannt 😉

          Ich brauche übrigens nicht nur Orwell als Beispiel zu erwähnen um Lehrer für Geschichte zu ärgern (Sind sie einer, dass es Sie so trifft was ich schreibe?) die sich stur an die Lehrpläne halten die ihre jeweilige Regierung ihnen vorschreibt. „Fake-History“ ist eine Tatsache, und beim einfachen Suchen im Worldwide Web werden Sie sicher noch andere Beispiele für „Fake-History“ finden. Die Mühe können Sie sich also selber machen sollten Sie das Thema für sich selbst vertiefen wollen…..ich will das Thema nicht weiter vertiefen, und eventuelle Geschichtslehrer ärgern die sich stur an den – von der jeweiligen Regierung vorgegebenen – Lehrplan halten wollen.

          Ach übrigens die deutsche Verbrechensgeschichte des 2. Weltkrieges habe ich mir – als Jungspund – selber erarbeitet, denn dies war früher in der alten BRD so im Lehrplan nicht vorgesehen, dass kam erst später als es regierungsamtlich in sämtlichen Lehrplänen so stand. Die alte BRD war ja auch von Ex-Nazis, die in sämtlichen Parteien untergekommen waren, regiert, und da hätte das wahre Ausmaß der deutschen Shoa und Menschheitsverbrechen nur gestört…aber wie gesagt ich will das Thema nicht weiter vertiefen. Nur um noch ein Beispiel zu nennen wie Lehrpläne für Geschichte früher aussahen…..wie bereits erwähnt ich erarbeitete mir früher mein Wissen – aus Büchern von amerikanischen Historikern – selber…..

          Heute wissen das die Schüler nicht mehr, aber es gab eben eine solche Zeit auch in der alten BRD im Schulalltag….. 😉

          Gruß
          Bernie

          1. @Bernie:
            Danke für Ihre Replik!
            Ich denke, Sie haben mich mißverstanden: weder wollte ich Ihnen etwas vorwerfen, noch fühle ich mich getroffen von dem was Sie geschrieben haben.
            Ich hatte Ihnen bloß eine Frage gestellt … ich wiederhole sie nochmal in anderen Worten:
            falls man aus der Geschichte etwas lernen kann,
            warum nicht auch aus einer Geschichte?
            Und worin besteht der Unterschied zwischen beiden heute?

  12. Die Theorie, dass “die Weltgeschichte nichts anderes (ist) als die Biographie großer Männer”, hat, aus heutiger Sicht, aufgrund ihres kontra-intuitiven Charakters durchaus etwas Anziehendes.

    Denn aus jener aufgeklärten, rationalen und pragmatisch-abgebrühten Sicht sind es doch eher die wirkmächtigen Ideen oder Geisteshaltungen, die sich fortpflanzen oder verkümmern, gepaart mit dem Fortschritt der Technik (insbesondere Waffentechnik) und der Nutzbarmachung natürlich vorhandener Energie.

    Ich erinnere mich an einen Besuch des Deutschen Historischen Museums in Berlin vor vielen Jahren. In der Ausstellung wurde schnell deutlich, Geisteshaltungen oder Vorstellungen über die Welt kommen und gehen, Ländergrenzen verschieben sich fortwährend – als roter, ununterbrochener Faden bleibt die Entwicklung der Waffentechnik, von der Armbrust bis zur Atomrakete.

  13. Ob es „grosse Männer“ sind wird immer erst die Zukunft zeigen.

    Ich bin mir ziemlich sicher, hätte „Blut für Boden“ funktioniert und die Wehrmacht die Sowjetunion unterworfen, die Alliierten hätten sich mit Gross-Deutschland arrangiert. Der Holocaust wäre ein Mythos, Hitler ein „Grosser“ und Gröfaz kein Sarkasmus sondern eine Huldigung.

    So wie sich absolut Niemand um das Schicksal der nordamerikanischen Ureinwohner schert, die massakriert und vertrieben respektive in „Reservate“ gepfercht wurden. Das geht soweit dass die Nachfahren der Siedler heute Neuankömmlinge als „illegal aliens“ bezeichnen, 150 Jahre nach den letzten Indianer-Kriegen..

    Sollten die Ziofaschisten mit ihrem „Blut für Boden“ Erfolg haben und Eretz Israel durchsetzen, dann wird der Massenmörder Netanjahu unweigerlich zum „Grossen“. Ich bezweifle dass es funktioniert, siehe die anderen Kreuzfahrer-Staaten zuvor, aber selbst da gilt zb bei englischen Nationalisten Richard „the Lionheart“ als „Grosser“ (der konnte als Norman nichtmal/kaum englisch).

    Wir Menschen sind so. Israel ist aktuell das Paradebeispiel dass wir wirklich absolut rein gar nichts aus der Geschichte lernen.

  14. Da hat Herr Zuckermann einen wirklich interessanten und guten Artikel geschrieben.
    Eines der spannendsten Themen der Geschichtswissenschaft.

    Zwar werden es manche nicht gerne lesen und noch weniger glauben, aber es stimmt schon, dass große Einzelne die Geschichte in weit höherem Maße beeinflussen und vorangetrieben haben und vorantreiben als es den meisten modernen Sozialwissenschaftlern lieb war und ist.
    Kaum einer, der sich ernsthaft und unvoreingenommen mit Geschichte befasst hat, wird das abstreiten können, und da sind Alexander d. Große, Napoleon, Hitler, Mahatma Ghandi bloß einige Beispiele,
    Leider ist es nun so, dass mit Ausnahme eher weniger reifer und herausragender Persönlichkeiten wie etwa Buddha, Jesus oder Mahatma Ghandi diese Wirkmächtigkeit der großen Einzelnen eher in weniger ethisch hochstehenden Bereichen zum Tragen kommt …

    Zu diskutieren ist die These, ob große Einzelne in manchen Fällen – längst nicht in allen – wie eine Art Katalysator gewirkt haben, durch den eine ohnehin schon mit Energie und Spannung aufgeladene Situation dann in einen dynamischen Prozess mündete.

    Natürlich folgt daraus nicht, dass die von Sozialwissenschaftlern angeführte Bedeutung von Gruppen, sozialen Konflikten, wirtschaftlichen Verhältnissen usw. unwichtig sei. Es ist aber oft so, dass diese genannten Aspekte für sich allein noch nicht zu einem dynamischen historischen Prozess führen.

    1. Den großen Napoleon hätte es wohl kaum gegeben ohne die vorherige Revolution. Und hätte es den „großen“ Hitler ohne den ersten Weltkrieg gegeben? Zudem ist bekannt, dass der Aufstieg Hitlers massiv von interessierten Kreisen gefördert wurde. Im Reservoir der Bevölkerung finden sich immer auch die Kräfte, die den gesellschaftlichen Umständen entsprechen. Der Rest ist dann Idealisierung von großen Führern, auch mit Hilfe von Religion oder Ideologie.

      1. @garno

        Sie haben mit Ihren Anmerkungen zu Napoleon und Hitler ja recht, aber das mindert trotzdem überhaupt nicht die besondere Wirkmächtigkeit dieser einzelnen Personen. Ohne den ganz speziellen Größenwahn, Amoralismus und Fanatismus dieser beiden Politiker, wäre die Geschichte erheblich anders verlaufen. Und die psychische Besonderheit dieser beiden Männer hat im Grunde nichts mehr mit Verhältnissen außerhalb ihrer selbst zu tun.

        1. Damit behaupten Sie ja, dass Sozialisation für „psychische Besonderheiten“ überhaupt keine Rolle spielt. Was allerdings der Empirie widerspricht.

          1. @garno

            Sie missverstehen mich.

            Es gibt psychische Besonderheiten, die nur in einem losen Zusammenhang mit den allgemeinen soziologischen Verhältnissen des Landes und der Zeit stehen. Gewiss haben diese Besonderheiten dann auch irgendetwas mit der Sozialisation dieser Person zu tun. Aber nur wenig.
            Dass ein Hitler zum Hitler wurde oder ein Napoleon zu Napoleon, das ist eben NICHT in erster Linie mit den allgemeinen Sozialisationsbedingungen ihrer Zeit zu erklären!

            Anderes gehört zur speziellen Persönlichkeit, die es ja darüber hinaus auch immer gibt, und zwar unabhängig von der Sozialisation.

            Oder wollen Sie behaupten, dass ALLES beim Menschen nur Prägung sei? Das ist doch längst widerlegt.

            1. Dass ein Hitler zum Hitler wurde oder ein Napoleon zu Napoleon, das ist eben NICHT in erster Linie mit den allgemeinen Sozialisationsbedingungen ihrer Zeit zu erklären!

              Doch, davon bin ich überzeugt. Unter anderen äußeren Umständen wäre Hitler vielleicht Schauspieler und Napoleon vielleicht Schweinehirte oder Zirkus-Direktor geworden. Die „Veranlagung“ zum großen Führer wäre ungenutzt geblieben.

              Oder Alexander der Gr, wäre er kein Königssohn gewesen, hätte er wohl kaum diese Welt-Eroberungsflausen haben können, sondern hätte sich vielleicht nur mit seinem Hofnachbar angelegt.

        2. Sie haben mit Ihren Anmerkungen zu Napoleon und Hitler ja recht, aber das mindert trotzdem überhaupt nicht die besondere Wirkmächtigkeit dieser einzelnen Personen.

          Die im Wesentlichen darin bestand, die individuelle Wirkmächtigkeit vieler Einzelner bündeln und in eine Richtung lenken zu können. Andere zum Mitmachen bewegen zu können. Manipulieren zu können.

          Gruß
          Pirx

  15. Off topic
    Droht der ukrainische Diktator öffentlich mit einem Attentat auf Victor Orbean?

    „Selenskij hatte Orban am Donnerstag wegen der Blockade eines EU-Darlehens für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro gedroht: »Wir hoffen, dass nicht eine einzige Person innerhalb der EU die 90 Milliarden blockieren wird.

    Andernfalls werden wir die Adresse dieser Person an unsere Streitkräfte, an unsere Jungs weitergeben.« Sie würden dann »mit ihm in ihrer eigenen Sprache« sprechen, drohte der Staatschef. (AFP/jW)“

    1. @Otto0815

      Das ist kein Attentat – er droht Orbans Ungarn mit seinen „Streitkräften“.

      Ergo will der Diktator Selenskij (Zitat Donald Trump) in Ungarn einmarschieren lassen – jetzt ist Selenskij endgültig größenwahnsinnig geworden – auch so ein kleiner Mann mit Größenkomplex dieser Herr Selenskij aus Kiew.

      Übrigens Ungarn ist NATO-Mitglied, ebenso wie die Slowakei.

      Es dürfte also mehr als interessant werden wenn die ukrainische Armee sich Richtung Westen wendet – Ob dann auch der berühmte „NATO-Bündnisfall“ greift?

      Und wie verhalten sich Bündnispartner wie Polen z.B. wenn die Ukraine Ungarn angreift?

      Auch die Polen haben ja noch alte Rechnungen mit der Ukraine zu begleichen – Stichwort „Wohlnyien Massaker“ 😉

      Putins Russland wäre über eine solche neue Front wohl froh, denn wenn sich 2 streiten – soll ja um Milliarden von Euro gehen die Orban Selenskij vorenthält, indem er einen Geldtransporter einkassierte, der eigentlich für die Ukraine bestimmt war 😉 – freut sich, nach einem uralten Sprichwort, der Dritte 😉

      Ironische Grüße
      Bernie

    2. Selenskij ist ein Werkzeug und er wird für jede Schweinerei eingesetzt, die der Hegemon lieber anderen überlässt. Orban ist ein Schurke und Patriarch der gelernt hat, geschickt zwischen den Fronten zu agieren.
      Die Dramaturgie besagt, dass die Schurken meist davonkommen, während man sich der allzu Nutzbaren wieder entledigt, sobald der Wind gewechselt hat.

      1. @Trux

        Mag alles so sein wie Sie schreiben, aber der „Diktator Selenskij“ (Zitat Donald Trump) ist ja nur deswegen oberangepisst weil ihm Milliarden an Euro von Orbans Ungarn vorenthalten werden.

        Merke:

        „Bei Geld hört alles auf.“

        Stimmt auch wieder im Fall Ungarn Ukraine – kein Wunder, dass „der Diktator Selenskij“ ausrastet, und seine „Orks“ (ja, in Wahrheit dürfte wohl die Projektion der Ukrainer in Richtung Putins Russland auf die Ukrainer selber besser passen – in der Psychologie nennt Mensch so etwas „Projektion“) in Richtung Westen statt Osten schicken will.

        Wäre mal gespannt wie die NATO dann drauf reagiert? Klarer Fall von Bündnisfall – nur ist „der Feind“ dann nicht Russland sondern die Ukraine des feinen Herrn Selenskij.

        Gilt der NATO-Bündnisfall dann auch noch?

        Ironische Grüße
        Bernie

  16. „[…]Dass die IDF im zweijährigen Gazakrieg barbarische Kriegsverbrechen angerichtet hat, ist in der israelischen Bevölkerung bis zum heutigen Tag kaum reflektiert worden. […]“

    Gutes Stichwort, denn nichts anderes praktizieren die IDF und die US-Airforce gerade im Iran.

    Im übrigen war es bis dato immer noch so, dass ungeahndete Kriegsverbrechen, und Völkermorde, auch andernorts von diesen bestialischen Tätern angewendet wurden.

    Es sei nur an das hier erinnert:

    „[…]Massaker von Oradour[…]“

    Link:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Oradour

    Und viele andere Massaker in Jugoslawien, Griechenland, Italien, und anderen süd- und osteuropäischen Ländern.

    Allesamt von Einheiten verübt, die vorher genozidiale Kriegsverbrechen in Weißrussland, und anderen besetzten sowjetischen Gebieten, begangen haben.

    Als die nach Westen versetzt wurden praktizierten die eben was die in der Ex-UDSSR gelernt hatten auch an anderen Völkern.

    Wie gesagt nur ein Beispiel von ungeahndeten Kriegsverbrechen der Menschheitsgeschichte, die heute wieder dazu führen, dass ungeahndete Kriegsverbrechen, oder sogar Genozide, andernorts sehr oft von denselben unbestraften Tätern praktiziert werden – von den in Gaza und dem Westjordanland beteiligten IDF-Lufteinheiten jetzt eben im Krieg gegen den Iran, und die US-Airforce attestiert denen sogar noch dabei, und die Mehrheitsmenschheit schaut wieder zu 🙁

    Zynische Grüße
    Bernie

  17. “Große Männer machen Geschichte?“

    Ja, aber es sind die gesellschaftlichen Umstände, die große Männer machen. Der Autor problematisiert „große Männer“, dabei lenkt er jedoch vom eigentlichen Problem der gesellschaftlichen Umstände ab, nämlich dem US-amerikanischen Imperialismus, in dem sich die „großen Männer“ erst profilieren müssen. Wozu in der Tat nicht nur Trump und Netanjahu gehören, sondern auch iranische große Männer, denn die sind erst groß geworden im Abwehrkampf gegen den US-Imperialismus.

  18. Wie wäre es über die „großen Männer“ hinauszudenken?

    „Welches Problem löst die Demokratie? – Welches Problem genau?“
    https://www.youtube.com/watch?v=EreXK0l6Az0

    „..Ein Video über das „intellektuelle Versagen“ unserer heutigen Politiktheoretiker, Demokratietheoretiker, Verfassungstheoretiker, Gesellschaftstheoretiker.“
    ……………………………………………………………..

    Aristokratischer Streit, Tyrannische Unterdrückung, Demokratischer Dialog:
    https://wyriwif.wordpress.com/2018/09

    „Tyrannen, die sich selbst entmachten“:
    https://wyriwif.wordpress.com/2019/03

    Politische Einheit: Wie man ein „Wir“ bildet, das gegen kein „Die“ gerichtet ist:
    https://wyriwif.wordpress.com/2018/09

    „Demokratie beruht nicht auf „Revolutionen“, sondern auf der Einsicht gerade der Aristokratenklasse selbst in die Dysfunktionalität ihrer eigenen Privilegien, ihrer eigenen Herrschaft – These: „Demokratie entsteht, wenn die Aristokraten und Aristokraten in spe dauerhaft aneinander zu leiden beginnen“:
    a) https://wyriwif.wordpress.com/2018/10
    b) https://wyriwif.wordpress.com/2018/10..

    „Nochmal zum fundamentalen Systemgegensatz von „Stásis“ und „Demokratie“:
    https://wyriwif.wordpress.com/2018/09
    Demokratie als „systemische Tyrannei-Blockade“:
    1) https://wyriwif.wordpress.com/2019/02
    2) https://wyriwif.wordpress.com/2018/10

    „Jemand, der das Potential der antiken Formen für uns ebenfalls heute voll erkannt hat, ist der belgische Historiker David van Reybrouck:“
    https://www.wallstein-verlag.de/97838

    „Ein allgemeine Kritik der modernen Gesellschaftstheorie überhaupt – Eine Kritik an allen existierenden und möglichen „Theorien der Gesellschaft“:
    https://wyriwif.wordpress.com/2017/01

  19. Menschliche Gemeinschaft beruht auf Konstrukten. Und wäre Geschichte tatsächlich und nicht nur gedacht, dann bräuchte es keine Denkmäler aus Bronze und Stein.

  20. Manchmal muss ich schmunzeln – während zwei der großen Männer KI-unterstützt den Dritten umgebracht und erfolgreich Mädchenschulen und auf Flugplätzen auf dem Asphalt aufgemalte Kampfjets und Hubschrauber zerstört haben, hat der ermordete Dritte eigentlich gar nichts erreicht außer sämtliche US-Stützpunkte am Golf zu zerstören.

  21. Es geht einerseits um die 90 Milliarden, die Uschi und Fritz nicht an die Ukraine verschenken können, weil der Orban voher die Ölbelieferung wieder hergestellt wissen will.
    Der aufgebrachte Geldtransporter dürfte dagegen Kohle sein, die irgend welche Kiewer Oligarchen aus dem ukrainischen Vermögen abgezweigt haben. Der Geldwäschevorwurf ist wahrscheinlich korrekt. Deswegen ja auch die wütende Reaktion. Die betrachten das als Privateigentum.

  22. Der geschätzte Herr Zuckermann hat eine klitzekleine Kleinigkeit übersehen: „Große Männer“ werden dem dumben Pöbel (Volk) als Große Männer verkauft. Es ist die reine triefende Propaganda, die beim Pöbel die nötige Bewunderung und Gefolgsbereitschaft auslösen soll, falls wieder einmal Kanonenfutter benötigt wird. Mehr ist das Ganze nicht…

  23. Große Männer, die da sind: Der Busenfreund eines verurteilten Sexualstraftäters, ein weltweit gesuchter Kriegsverbrecher und ein religiöser Fanatiker, der Schwule gerne an Baukränen hat baumeln sehen.

    Große Menschen machen Geschichte. Große Menschen, das sind die alleinerziehende Krankenschwester, die ihre Restfamilie durchbringt oder der Busfahrer, der seine Fahrgäste sicher durch das Großstadtchaos transportiert. Sie machen Geschichte, unbemerkt und ignoriert von den bürgerlichen Geschichtsschreibern, die allein auf solche Figuren, wie oben beschrieben, fixiert sind.

  24. Schau mal an, Zuckermann hat den Iran entdeckt. Bislang hat der in seinen Aufsätzen immer gefehlt. Unter Weglassung des Iran kann man natürlich immer feststellen, dass Iysrael völlig sinn- und grundlos Gewalttaten begeht. Da war die Welt noch einfach. Jetzt aber kann der Iran nicht mehr ignoriert werden. Und siehe da, Moshe äußert Spuren von Kritik.

    Dass er nun dauernd in den Luftschutzkeller musste und dass die anfliegenden Raketen iranischer Bauart waren, war ihm immer keinen Gedanken wert. Dass da ein Potential beisammen war, das in einem koordinierten Angriff alle Israelis ausgelöscht hätte, war ihm keinen Gedanken wert. Und selbstverständlich ist ihm das eigentlich nichts wert. Uneigennützig, wie er ist.

    Was hat Khamenei denn so von sich gegeben? Die deutsche Öffentlichkeit weiß das nicht, es wird alles herausgefiltert, was „Islamophobie“ bewirken könnte. Aber die Israelis wissen es und jubeln, wenn dieser Nazidrecksack eliminiert wird. Wer will daraus einen Vorwurf konstruieren? Ich nicht.

    Jetzt O-Ton (Grok):

    Ja, Ayatollah Ali Khamenei hat mehrfach in sehr klarer und direkter Form die Zerstörung oder Auslöschung Israels (meist als „zionistisches Regime“ bezeichnet) gefordert oder als unvermeidbar dargestellt.Er hat das nicht als direkte militärische Drohung mit sofortigem Angriff formuliert, sondern meist ideologisch-religiös begründet und als langfristiges Ziel der Islamischen Republik Iran präsentiert. Hier die wichtigsten dokumentierten Beispiele:Er nannte Israel wiederholt einen „krebsartigen Tumor“ (cancerous tumor), der „unzweifelhaft entwurzelt und zerstört werden wird“. Das sagte er u. a. in einer Rede am Al-Quds-Tag 2020 sehr explizit.
    2014 veröffentlichte sein offizieller Twitter-Account einen 9-Punkte-Plan zur „Eliminierung Israels“ (elimination of Israel), inklusive der Aussage, das Regime habe „keine Heilung außer der Vernichtung“.
    In einem 2015 erschienenen Buch mit dem Titel „Palestine“ legte er dar, warum und wie Israel ausgelöscht werden müsse, und beschrieb einen „praktischen und logischen Mechanismus“ zur Beseitigung des israelischen Regimes.
    Schon früher (2000/2001) erklärte er: „Der Krebsgeschwür genannte Israel muss aus der Region entwurzelt werden“ und sprach von der „Eliminierung Israels aus der Region“ als Mission der Islamischen Republik.

    Khamenei unterscheidet dabei oft zwischen dem „zionistischen Regime“ (das er vernichtet sehen will) und den Juden als Volk – er betonte z. B. 2020, er wolle nicht alle Juden vernichten, sondern das „aufgezwungene Regime“ abschaffen.Die Formulierungen wie „uprooted and destroyed“, „eliminated“, „annihilated“ oder auf Deutsch „vernichtet“, „zerstört“, „aus der Region entfernt“ kommen in offiziellen Übersetzungen seiner Reden, Tweets und seiner Website (khamenei.ir) immer wieder vor.Zusammengefasst:
    Ja – Khamenei hat die Auslöschung/Zerstörung Israels (des Staates als zionistisches Regime) wiederholt und öffentlich als Ziel propagiert. Das ist keine Erfindung westlicher Medien, sondern findet sich in seinen eigenen Verlautbarungen über Jahrzehnte hinweg.

    1. Nazi Artur: Die israelischen regierenden Extremisten und Faschisten, die bis zu 90% des Siedlervolks hinter sich haben, haben stets die Nichtanerkennung oder Vernichtung eines arabischen Staatswesens in Palästina ausgeschlossen, wo die Araber mehr nach wie vor mehr als die Hälfte der Menschen ausmachen.

      Wo ist der Unterschied?

    1. Lieber Dan,

      nicht aufgepasst im Spielfilm von Stanley Kubrik????

      Nix „Spartacus der Große“ sondern:

      „Wir alle sind Spartacus“

      … als es um die Kreuzigung des Aufrührers, Gladiatoren, und Sklavenaufstandsanführer Spartacus ging – so was nennt sich Solidarität bis in den Tod hinein.

      Solidarische Grüße
      Bernie

  25. Irgendwie witzig dieser Artikel, weil der eigentliche Rest von der Welt fast männlich regiert wird, nur ein kleiner Ozean namens Europa von Frauen in der Hand gehalten wird, und auch diese Zicken Krähen wie ein Gockel.
    „What’s wrong with this world „, die Welt ist in Ordnung, aber ihre Führer agieren ausser Rand und Band.

  26. „Der junge Alexander eroberte Indien. Er allein?
    Cäsar schlug die Gallier. Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?“
    (Brecht)

  27. Aber hätte sich auch der Holocaust ohne Hitler ereignet? Diese Frage kann mit weit geringerer Bestimmtheit bejaht werden.

    Da habe ich Zweifel. Der Antisemitismus gehörte zur „DNA“ nicht nur der Nazipartei, der SA, sondern aller Völkischen, weniger ausgeprägt bei den christlichen Nationalisten (Zentrum), aber auch da präsent.
    Der Novemberpogrom 1938 war das Werk von Goebbels eher denn von Hitler.
    Wenn Anfang 1942 Hitler einen Schlaganfall erlitten hätte, wäre dann die Wannseekonferenz abgesagt worden?

    Man muss auch sehen, dass die massenhafte Ermordung von Juden nicht zufällig mit dem Überfall auf die UdSSR zusammenging. Zunächst gab es organisierte Pogrome durch Kollaborateure, vor allem die Banderabestien in der Ukraien. Danach wurden männliche Juden systematisch erschossen, und gab es – auch hier wieder mit Hilfe der Banderabestien .- Massenmorde wie in Baby Yar. Darauf folgte die systematische Ghettoisierung der Juden im gesamten von Nazis besetzten Europa, gefolgt von ihrem Abtransport in Vernichtungslager.

    Das war ein gewaltiger terrorbürokratischer Prozess. Wo ist da eine Rolle Hitlers, die dieses Mordgeschehen hätte beschleunigen, verlangsamen, oder stoppen können?

    1. @aquadraht

      Sie unterschätzen, dass der Antisemitismus ohne Hitler in der frühen NSDAP nur ein Programmpunkt neben anderen gewesen wäre.
      Es war schon in weiten Teilen eben genau dieser besondere Hitler´sche Fanatismus, der aus einem diffusen Antisemitismus, der auch ohne Hitler in der der damaligen Rechten präsent war, die spätere Radikalisierung und Vernichtungsbereitschaft möglich werden ließ.

      Man muss berücksichtigen, dass viele einfache Parteimitglieder und sonstige NS-Anhänger auch deshalb zur antisemitischen Radikalisierung beigetragen haben, weil sie erwarteten, auf diese Weise bei den neuen Machthabern Punkte machen zu können und besser dazustehen.
      Dieser Umstand erklärt nicht ganz, aber ein Stück weit auch das, was Sie als „terrorbürokratischen Prozess“ bezeichnet haben und womit u.a. gewiss die Wannseekonferenz gemeint sein dürfte.

      Anders ausgedrückt: Es spricht viel für die These, dass der NS-Antisemitismus ohne das Wissen der Parteimitglieder und der NS-Führung (z.B. Himmler, Goebbels) um die besondere antisemitische Orientierung ihres vergötterten obersten Führers bzw. ohne Hitlers Existenz irgendwo im Bereich zwischen den Nürnberger Gesetzen und dem Novemberprogrom zum Stillstand gekommen wäre. Wie bei allen was-wäre-wenn-fragen lässt sich das aber weder beweisen noch widerlegen.

      Ihre These von der relativen Unwichtigkeit Hitlers wiederholt den Theorieansatz der sog. „Strukturalisten“ aus den 1970er Jahren. Obwohl es durchaus einige Argumente für diese Sichtweise, ist die geschichtswissenschaftliche Kontroverse zwischen Strukturalisten und Intentionalisten im Grunde nach wie vor unentschieden – und wird es auch bleiben.

      Dass für Linke der Gedanke der Wirkmächtigkeit der großen Einzelnen ein lästiges Ärgernis ist, das verstehe ich ja. Andererseits ist ja nun gerade die Person Lenins ein ausgezeichnetes Gegenbeispiel! Ohne dessen Ausdauer und brutalen Fanatismus wäre die Oktoberrevolution entweder gar nicht geschehen oder aber erheblich anders abgelaufen.
      Lenin war zweifellos einer der seltenen großen Einzelnen. Leider.

      1. Das Ausmass des Beitrags Hitlers zur „Endlösung“ ist alles andere als gesichert. Dass er fanatischer Antisemit war, dabei einen „wissenschaftlichen“ gegenüber einem „gefühlsmässigen“ Antisemitismus vertrat, ist gesichert.
        Ebenso sicher ist, dass andere NS-Grössen wie Himmler, Goebbels, Eichmann, Göring, kein Stück weniger antisemitisch waren, teilweise eher radikaler. Und „das Judenproblem“, „die Judenfrage“ war Kernbestandteil nationalsozialistischer wie deutschnationaler und deutschvölkischer Ideologie.
        Dass Sie das bestreiten oder beschönigen, verwundert nicht.

        Wenn man einmal – was man nicht tun sollte 😉 – What-if-Historiographie betreibt und sich fragt, was geschehen wäre, wenn Herrn Elsers Bombe eine Viertestunde früher explodiert oder Hitler den Keller nicht verlassen hätte ..
        Die Wehrmacht hätte auf der 100+ Divisionenarmee und den Revanche-/Expansionsplänen bestanden, die Westmächte hätten der Nazipolitik weiter sekundiert. Es ist nicht zu sehen, dass der Weg in den Weltkrieg durch den Tod Hitlers gestoppt worden wäre, am allerwenigsten der Überfall auf die UdSSR.

        Und der Holocaust begann in relevantem Ausmass mit dem Überfall auf die UdSSR, auch weil man vor allem in der Ukraine, aber auch im Baltikum, zehntausende williger Henker der Banderahorden und der baltischen Rechtsextremisten zur Verfügung hatte. Die Brauchbarkeit deutscher Polizeibataillone erwies sich dann später – nebenbei auch da sekundierten ukrainische Henker wie der „Held der Ukraine“ Schuchtjewitsch.

        Wie dem auch sei, die „Endlösung“ war ein gewaltiger terrorbürokratischer Prozess, von der Einrichtung von Ghettos und Vernichtungslagern bis zur Transportinfrastruktur. Das alles auf die Person Hitler zu reduzieren, ist absurd. Die Quellen (Tischgespräche, Memoiren anderer Nazis etc.) geben nicht einmal her, dass er an der Judenvernichtung stärker interessiert war als an anderen Zielen der Nazis, vor allem der Kriegführung, derUnterwerfung des „Ostraums“ und der „Ausrottung des Bolschewismus“.

        Die Frage der Bedeutung der Persönlichkeit in der Geschichte stellt sich hier eher nicht. Es ist eher die Frage, ob das Fehlen des einen Hitler in der Menge der Himmler, Heydrich, Goebbels, Göring, Eichmann, Höss eine Rolle gespielt hätte, gar nicht zu reden von den Mördern der 2. Garnitur wie Bandera, Stetko, Schuchtjewitsch und anderen „Helden der Ukraine“ oder der baltischen Shitholes.

        Davon ab ist dem Historiker Christian Gerlach zu danken, dass er die Rolle rein technokratischer Erwägungen wie der Ernährungsfrage („Beseitigung unnützer Esser“) in der NS-Militärbürokratie für die Massenvernichtung aufgedeckt hat. Auch dazu bedurfte es nicht der Person Hitler.

    2. Hier lese ich einen fest verankerten ideologischen Fehler, „die Juden“.
      Denn nach dem Ende von WW2, hatte der ethnische Holokaust bis heute stattgefunden, als Grund dafür wurde die Ideologie benutzt.

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